Solar News Archiv Januar 2007

 




 

BEE zum Ökostrom-Rekord 2006: Verbraucher zahlen weniger als im Vorjahr

Auch der Solarstrom legte 2006 kräftig zu.
Auch der Solarstrom legte 2006 kräftig zu.

Die Stromproduktion aus erneuerbaren Energien ist im vergangenen Jahr auf ein neues Rekordniveau gestiegen. Nach am 30.01.2007 veröffentlichten Zahlen des Verbandes der Elektrizitätswirtschaft (VDEW) lieferten Wind, Wasser, Sonne, Bioenergie und Erdwärme 2006 mehr als 73 Milliarden Kilowattstunden (kWh) und deckten damit etwa 12 Prozent des deutschen Stromverbrauchs. "Dies bestätigt die uns vorliegenden Branchenwerte", so Milan Nitzschke, Geschäftsführer des Bundesverbandes Erneuerbare Energie (BEE). Allerdings seien die Kosten gesunken, welche die Verbraucher für die Förderung von Strom aus erneuerbaren Energien zahlen, widerspricht der BEE der Verlautbarung des VDEW.   "Während die Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien massiv gestiegen ist, sind die Kosten für seine Förderung auf 2,2 Milliarden Euro gesunken. Das sind 200 Millionen Euro weniger als im Vorjahr", rechnet Nitzschke vor.



EU-Ziel für 2010 schon fast erreicht

"Durch die staatliche Förderung der erneuerbaren Energien hat Deutschland das von der EU für das Jahr 2010 gesteckte Ziel von 12,5 Prozent schon fast erreicht", betonte VDEW-Hauptgeschäftsführer Eberhard Meller in einer Pressemitteilung. Nun komme es darauf an, die Effizienz des deutschen Fördersystems auf den Prüfstand zu stellen und für Anreize im gesamten europäischen Markt zu sorgen, so Meller. "Die deutschen Stromkunden zahlten 2006 mehr als drei Milliarden Euro für die staatlich vorgegebene Förderung des Ökostroms", erklärte Meller. Diese Fördermittel müssten effizienter eingesetzt werden. "Wir brauchen ein marktgerechtes Fördersystem für ganz Europa", forderte Meller.


BEE: Europäische Kommission bestätigt Effizienz des EEG

Die Verbraucher müssten für die Kostenumlage gemäß Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) etwa einen halben Cent pro Kilowattstunde zahlen, betont hingegen der BEE. Am gesamten Strompreis mache das gerade einmal 2,5 Prozent aus. "Das deutsche Förderinstrument ist das effizienteste in ganz Europa: Maximaler Ausbau Erneuerbarer Energien bei minimalen Kosten. Dies wird auch durch die Europäische Kommission bestätigt", so Nitschke.


Einspeisevergütungen für Strom aus erneuerbaren Energien sinken jährlich

Produzenten von Strom aus erneuerbaren Energien bekommen für den eingespeisten Strom eine feste Vergütung, die im EEG geregelt ist. Damit wird Investitionssicherheit auch für kleine und mittelständische Erzeuger gewährleistet. Durch diese Regelung hat Deutschland im internationalen Vergleich die Spitzenstellung beim Ausbau erneuerbarer Energien einnehmen können. Die Mehrkosten gegenüber konventionell erzeugtem Strom werden auf alle Stromverbraucher umgelegt. Während die Einspeisevergütungen für Strom aus neuen Erneuerbare-Energien-Anlagen jedes Jahr sinken (Degression), steigen die Preise für Strom aus Gas, Kohle und Kernenergie an der Strombörse weiter. Zudem hätten erneuerbare Energien einen dämpfenden Effekt auf den Strompreis. Beispielsweise sinke der Preis an der Leipziger Strombörse an Tagen mit einer hohen Einspeisung aus erneuerbaren Energien, betont der BEE.

31.01.2007   Quelle: BEE; VDEW   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: BSW,
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Freunde der Erde rufen auf zur Bürgeraktion gegen den Klimawandel

Umweltschützer setzen Zeichen für den Klimaschutz.
Umweltschützer setzen Zeichen
für den Klimaschutz.

Das französische Umweltbündnis "L'Alliance pour la Planete" ruft alle Bürgerinnen und Bürger zu einer Klimaschutz-Aktion auf unter dem Motto "Fünf Minuten Pause für den Planeten". Am 1. Februar 2007 sollen alle an der Aktion Beteiligten zwischen 19.55 Uhr und 20.00 Uhr sämtliche Lichter ausschalten und alle nicht lebensnotwendigen elektrischen Geräte vom Netz trennen, so das weltweite Umweltnetzwerk Friends of the Earth. Es gehe nicht darum, an diesem Tag fünf Minuten lang Strom zu sparen, betont das Umweltbündnis. Vielmehr sollen die Bürgerinnen und Bürger, die Medien und die Entscheidungsträger auf die Energieverschwendung aufmerksam gemacht werden sowie die Notwendigkeit, sofort zu handeln.  


Klima-Bericht der Vereinten Nationen erscheint am 1.2.2007

"Fünf Minuten Pause für den Planeten - das kostet nicht viel Zeit, das kostet kein Geld, und es wird den Politikern und Politikerinnen zeigen: Der Klimawandel ist ein Thema, das die politische Debatte bestimmen muss", heißt es in der Pressemitteilung des Umweltnetzwerks. Der 1. Februar wurde gewählt, weil an diesem Tag in Paris der neue Bericht des IPCC erscheint, der zwischenstaatlichen Klima-Expertengruppe der Vereinten Nationen (Intergovernmental Panel on Climate Change). Diese Gelegenheit müsse genutzt werden, um den Blick auf die Dringlichkeit des weltweiten Klimaproblems zu lenken, betonen die Freunde der Erde.

31.01.2007   Quelle: Les Amis de la Terre; Friends of the Earth   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Les Amis de la Terre,
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stern: Aktuelle Wetterdaten belegen Klimawandel in den deutschen Bundesländern

stern-Klimachart.
stern-Klimachart.

Das Klimagremium der Vereinten Nationen (Intergovernmental Panel on Climate Change; IPCC) präsentiert am 02.02.2007 neue langfristige Klimaprognosen. Während solche Computer-Vorhersagen naturgemäß große Unsicherheiten aufweisen würden, zeige das Hamburger Magazin stern in seiner neuen, am 1. Februar erscheinenden Ausgabe anhand aktueller Wetterdaten, wie sich das Klima in Deutschland tatsächlich verändert hat, berichtet Gruner+Jahr in einer Pressemitteilung.   Veranschaulicht werde diese Veränderung im stern mit detaillierten Grafiken, Tabellen und Karten für alle Bundesländer. Daran lasse sich ablesen, dass sich das Klima in den vergangenen drei Jahrzehnten in allen Bundesländern deutlich gewandelt hat: Sowohl Sommer als auch Winter seien sonniger und wärmer geworden.



Mehr Sonnenstunden und weniger Niederschläge

So stieg nach den Daten des Deutschen Wetterdienstes beispielsweise in Baden-Württemberg die jährliche Sonnenscheindauer von 1977 bis 2006 um rund 400 Stunden, in Bayern war es sogar noch etwas mehr. Selbst im scheinbar regnerischen Hamburg schien die Sonne 2006 über 200 Stunden länger als 1977 und die Niederschläge nahmen ab. Aus den Infografiken ist zudem ein Anstieg der durchschnittlichen Jahrestemperaturen ersichtlich.

31.01.2007   Quelle: Gruner+Jahr, stern   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: stern; Gruner + Jahr, DWD.,
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EPURON baut eine der größten Biogasanlagen Brandenburgs

Biogasanlage der SunTechnics GmbH
Biogasanlage der SunTechnics GmbH

EPURON, ein Unternehmen der Conergy-Gruppe, baut im brandenburgischen Jüterbog bei Berlin eine 1,79 Megawatt Biogasanlage, die mit dieser Leistung zu den größten Anlagen in Brandenburg zählt. Dabei übernimmt EPURON sowohl die betriebswirtschaftliche Planung und Grundstücksbesicherung als auch Finanzierung der Anlage, berichtet das Unternehmen in einer Pressemitteilung. Mit der Bauplanung und Installation ist das Schwesterunternehmen SunTechnics beauftragt, das sich auf den Bau von klassischen landwirtschaftlichen Biogasanlagen sowie schlüsselfertigen Großanlagen mit einer Leistung bis zu 3,5 Megawatt spezialisiert hat.  "Im vergangenen Jahr haben wir mit ersten Projekten das Geschäftsfeld systematisch aufgebaut, um jetzt unsere Wachstumsziele in der Bioenergie mit Großprojekten verstärkt voranzutreiben", so Nikolaus Krane, in der EPURON-Geschäftsführung für Bioenergie zuständig.




Aus 6,5 Millionen Kubikmeter Biogas werden 13,7 Millionen Kilowattstunden Strom

Die Anlage, die im April in Betrieb genommen wird, ist für eine Vergärung von rund 24.500 Tonnen Schweinegülle und 31.500 Tonnen Maissilage jährlich ausgelegt. Diese werden von einem angrenzenden Schweinemastbetrieb sowie der Agrargenossenschaft Jüterbog geliefert und sind durch Verträge langfristig gesichert, so EPURON. Die Agrargenossenschaft sei zugleich Abnehmer der bei der Stromproduktion anfallenden Gärsubstrate, die als organischer Dünger auf die heimischen Felder ausgebracht werden. Diese Masse sei im Vergleich zu herkömmlichem Dünger äußerst geruchsarm und entlaste die Umwelt. In drei Fermentern mit einem Fassungsvermögen von insgesamt 7.500 Kubikmetern sollen pro Jahr 6,5 Millionen Kubikmeter Biogas produziert werden, das in drei Blockheizkraftwerken zu rund 13,7 Millionen Kilowattstunden Strom umgewandelt wird. Der Strom wird über einen Zeitraum von mindestens 20 Jahren in das Netz der E.ON.edis eingespeist. Die jährlich produzierte Strommenge reiche aus, um rund 4.000 Haushalte - und somit mehr als die Einwohner Jüterbogs - mit Strom zu versorgen. Darüber hinaus nimmt e.distherm, ein Partnerunternehmen der E.ON.edis, auch einen Großteil der bei der Umwandlung entstandenen Wärme ab und speist sie in ihr Fernwärmenetz ein.


Ostdeutschland bietet gute Voraussetzungen für Biomasse-Produktion im großen Stil

Angesichts der Endlichkeit fossiler Energieressourcen, steigender Energiekosten und der Abhängigkeit von Rohstoffimporten nehmen Großprojekte zur Einspeisung der elektrischen und thermischen Energie in öffentliche Netze an Bedeutung zu. Ostdeutschland bietet mit seinen landwirtschaftlichen Strukturen gute Voraussetzungen, um in großen Mengen Biomasse für die Gewinnung von Bioenergie zu erzeugen. Allein in Brandenburg sind aktuell rund 40 Biogasanlagen mit einer Leistung von 25 Megawatt in Betrieb. "Große Biogasanlagen wie hier in Jüterbog harmonieren mit den landwirtschaftlichen Strukturen im Osten Deutschlands. Durch große Ackerflächen und einen hohen Anteil Viehzucht ist die langfristige Versorgung der Anlagen mit Inputstoffen gesichert – und somit auch die Renditen für unsere Investoren", so Nikolaus Krane.

31.01.2007   Quelle: EPURON GmbH   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: SunTechnics GmbH,
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LORENTZ liefert 750 Nachführsysteme für Photovoltaik-Freiflächenanlage in Franken

1,7 MW-Solarpark Franken.
1,7 MW-Solarpark Franken.

Die BERNT LORENTZ GmbH & Co. KG liefert für einen 8 Hektar großen Solarpark in Oberrüsselsbach nahe Nürnberg 750 Photovoltaik-Nachführsysteme, berichtet das Unternehmen in einer Pressemitteilung. Die Anlage leiste zirka 1,7 Megawatt (MWp) und sei damit eines der größten nachgeführten Solarkraftwerk in der Region Franken. Die Lieferung erfolge als Teil eines von der KRINNER Schraubfundamente GmbH vertriebenen Photovoltaik-Pakets, das Schraubfundamente und deren Einbringung, die LORENTZ-Nachführungen sowie deren Montage und die Solarmodule umfasse.  Die KRINNER Schraubfundamente GmbH mit Sitz in Straßkirchen ist ein Partnerunternehmen der LORENTZ GmbH (Henstedt-Ulzburg). "Die Nachführungen sind außerordentlich robust und wartungsfrei", erklärt Oliver Nave, stellvertretender Geschäftsführer von LORENTZ und verantwortlich für den Vertrieb in Europa. "Ihre hohe Belastbarkeit haben ETATRACK-Nachführungen bereits in den taifungeplagten Regionen Koreas unter Beweis gestellt. Die Zentralsteuerung ermöglicht eine synchrone Nachführbewegung und eine zuverlässige Überwachung der Betriebszustände. Mit dieser Technologie kann die Anlage flexibel wachsen", so Nave weiter.



Erweiterung des Solarkraftwerks um 2.200 Nachführungen geplant

Der Betreiber der Anlage, Solar Markt Franken, blickt bereits in die Zukunft. Eine Erweiterung des Solarkraftwerks um rund 2.200 Nachführungen (4,5 MW) auf dem Nachbargrundstück sei geplant. LORENTZ Nachführungen sind weltweit im Einsatz. Sie arbeiten im netzunabhängigen Betrieb wie auch in Solarparks für die Netzeinspeisung. Die enge Abstimmung der Nachführsysteme auf die Montage mit erprobten Schraubfundamenten garantiere einen problemlosen, schnellen Aufbau auf praktisch jedem Untergrund. Eine Bodenversiegelung entfalle, der Rückbau sei einfach und kostengünstig, heißt es in der Pressemitteilung der BERNT LORENTZ GmbH & Co. KG. LORENTZ ist seit mehr als einem Jahrzehnt als Hersteller von Solar-Pumpsystemen und Nachführungssystemen für Solarmodule tätig.

31.01.2007   Quelle: BERNT LORENTZ GmbH & Co. KG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: BERNT LORENTZ GmbH & Co. KG,
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Pellets-Fachmesse reagiert auf Internationalisierung der Branche

Am 6. Industrieforum Pellets nahmen über 420 Experten teil.
Am 6. Industrieforum Pellets nahmen über
420 Experten teil.

Die Fachmesse Pellets 2006 und das begleitende 6. Industrieforum Pellets haben im Oktober letzten Jahres die zunehmende Internationalisierung der Pelletsbranche sichtbar gemacht. Allein der Fachkongress führte 420 Teilnehmer aus 21 Nationen nach Stuttgart. Dem trägt der Veranstalter nun mit einer Umbenennung Rechnung: die im kommenden Oktober bereits zum siebten Mal stattfindende Fachmesse rund um das Thema Heizen mit Pellets firmiert fortan als „Interpellets“. Heizen mit Pellets liegt voll im Trend. Die Märkte für Pelletsheizkessel, Lager- und Fördersysteme sowie den Brennstoff Pellets wachsen in ganz Europa. Im vergangenen Jahr wurden allein in Deutschland rund 26.000 Holzpelletsheizungen neu installiert. Der Umsatz der Branche lag bei rund 550 Millionen Euro, dies entspricht einem Plus von knapp 60 Prozent gegenüber dem Vorjahr.   Damit steigt das Interesse von Anbietern aus aller Welt, an diesem Wachstumsmarkt zu partizipieren. Der Handel mit dem Brennstoff Holzpellets ist bereits international geprägt. Eine steigende Zahl von Pelletsproduzenten aus aller Welt bietet ihre Ware bereits auf dem europäischen Markt an und sucht neue Geschäftskontakte, besonders Unternehmen aus Kanada und Russland. Die Pelletieranlagen für diese ausländischen Produktionsstätten stammen überwiegend aus Europa. Für die gesamte Zulieferindustrie kann von einer zunehmenden Internationalisierung gesprochen werden, heißt es in einer Pressemitteilung der Solar Promotion GmbH, die Messe und Industrieforum veranstaltet.


Internationalisierung des Handels und der Zulieferindustrie

Auch Hersteller von Pelletsöfen und -kesseln sind inzwischen europaweit tätig und erschließen neue Absatzmärkte. Die spürbare internationale Ausrichtung des Marktes spiegelten bereits die Pellets 2006 und der parallel dazu stattfindende Fachkongress wider. Die Teilnehmer des Industrieforums, die im vergangenen Jahr aus 21 Nationen nach Stuttgart gekommen waren, äußerten sich ebenso wie die Besucher der Messe durchweg positiv über diese Entwicklung. „Wir waren mit der Besucherstruktur der Messe sehr zufrieden“, fasst Helmut Schellinger, Geschäftsführer des Pelletsherstellers Schellinger KG seine Erfahrungen von der Pellets 2006 zusammen. „Auffallend war die gegenüber dem Vorjahr deutlich gestiegene Zahl von Besuchern aus dem Ausland.“ Ähnlich äußerte sich Fritz A. Kahl von der Amandus Kahl GmbH & Co. KG, einem Hersteller von Pelletieranlagen zur Produktion von Pellets. "Wir fühlen uns auf der Pelletsmesse sehr gut aufgehoben. Die Qualität der Besucher ist sehr gut. Die Branche ist über die gesamte Wertschöpfungskette komplett vertreten.“


Plattform für die internationale Pelletsbranche


In diesem Jahr richtet sich die Fachmesse als „Interpellets 2007“ noch konsequenter als Plattform für die internationale Pelletsbranche aus. Der Anteil internationaler Akteure betrug 2006 bereits 18 Prozent und wird 2007 nochmals steigen. Der Fachkongress wird, wie bereits im vergangenen Jahr, zweisprachig in deutscher und englischer Sprache ausgerichtet. Die Interpellets 2007 wird stattfinden vom 10. bis 12. Oktober 2007 in der Neuen Messe Stuttgart. Im Vorfeld wird vom 9. bis 10. Oktober im Internationalen Congresscenter das 7. Industrieforum Pellets tagen. Erwartet werden 150 Aussteller, 6.000 Besucher und mehr als 400 Kongressteilnehmer. Hersteller, Großhändler, Zulieferer und Dienstleister der Pelletsbranche werden innovative Produkte und Dienstleistungen vorstellen und sich beim Kongress über Markttendenzen und neue technische Entwicklungen austauschen. In den letzten Jahren haben sich Kongress und Messe zur wichtigsten Plattform der Pelletsbranche in Deutschland entwickelt. Das internationale Interesse, das die beiden Veranstaltungen erfahren, wird ihre führende Rolle weiter stärken.

31.01.2007   Quelle: Solar Promotion GmbH   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Solar Promotion GmbH,

 

Systaic schreibt Solararchitektur-Wettbewerb aus

Um die Akzeptanz der gebäudeintegrierten Photovoltaik weiter zu fördern, hat das Unternehmen systaic auf der Messe "Bau 2007" einen offenen Wettbewerb gestartet. Unter dem Titel "Dachintegration eines systaic Solarstromsystems" werden Architekten, Bauherren, Bauträger und Projektentwickler aufgerufen, eine Dachintegration des hauseigenen Solarstromsystems sowie eine detaillierte Dachplanung zu entwickeln. Zu gewinnen ist ein "hypermodernes systaic Solarstromsystem im Wert von bis zu € 50.000", heißt es in der Pressemitteilung des Unternehmens. Die kompletten Ausschreibungsunterlagen können angefordert werden über die Internetseite www.systaic.de.  Das auf Solarstrom und Architektur spezialisierte Unternehmen hatte auf der "Bau 2007" in München sein Lösungskonzept für dachintegrierte Photovoltaik präsentiert.

Die von systaic entwickelten und zum Patent angemeldeten integrierten Systemlösungen weisen nach Angaben des Unternehmens eine hohe Flexibilität hinsichtlich der optischen Gestaltung eines Aufdach-Photovoltaiksystems oder einer gebäudeintegrierten Solarstromanlage auf. Dirk Gersonde, Verkaufsdirektor der systaic, zeigte sich sehr zufrieden mit der Resonanz des Messeauftritts: "Unser gutes Gefühl im Vorfeld wurde während des gesamten Verlaufs an allen Tagen der Messe bestätigt. Mit unserer Lösung liegen wir offensichtlich im Trend der Zeit, das Interesse an unserem System war sehr hoch. Insbesondere bei den Architekten, die sich an unserem Stand einen Eindruck von unserer Solarstromlösung und den damit verbundenen Möglichkeiten machen konnten, ist unser Konzept sehr positiv aufgenommen worden."

31.01.2007   Quelle: systaic Deutschland GmbH   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

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Spatenstich für Netzanbindung der ersten Offshore-Windparks in der Nordsee

Offshore-Forschungsplattform FINO1.
Offshore-Forschungsplattform FINO1.

Bundesumweltminister Sigmar Gabriel begrüßt den Baubeginn der Kabelverbindung zu den geplanten Windparks in der Nordsee am 30.01.2007. "Jetzt geht es mit der Offshore-Windenergienutzung in Deutschland voran“, sagte Gabriel. In einem ersten Schritt werden die baulichen Voraussetzungen dafür geschaffen, dass auf der Insel Norderney Offshore-Kabel verlegt werden können. Die Netzanbindung der ersten Offshore-Windparks vor Niedersachsen mit einer Gesamtleistung von mindestens 3.000 Megawatt (MW) wird über die Nordsee-Insel erfolgen. Auch das von der Bundesregierung angestoßene und geförderte Offshore-Testfeld vor Borkum wird über Norderney an das Stromnetz an Land angeschlossen.   Mit dem Baubeginn ist der Grundstein für die Inbetriebnahme des Testfeldes im Jahr 2008 gelegt. Der Weg für die Querung der Insel wurde im Herbst 2006 unter Moderation des Bundesumweltministeriums freigemacht.



Infrastrukturplanungsbeschleunigungsgesetz verpflichtet Netzbetreiber zur Anbindung der Windparks

Gabriel dankte dem Land Niedersachsen und der Stadt Norderney sowie allen weiteren Beteiligten für ihr Engagement. Besonders lobte er, dass das Unternehmen BARD Engineering die Baumaßnahme jetzt durchführen lasse und dass E.ON Netz schnell erklärt habe, die Kosten zu übernehmen. Diese rasche Lösung sei durch das Infrastrukturplanungsbeschleunigungsgesetz möglich geworden, welches die Netzanbindung der ersten Offshore-Windparks an die Netzbetreiber überträgt. "Der Baubeginn zeigt, dass die gesetzliche Regelung, die wir Ende vergangenen Jahres beschlossen haben, wirkt: Wir schaffen eine gebündelte und koordinierte Netzanbindung der Offshore-Windparks. Dies schont die Umwelt und reduziert die Kosten", sagte Gabriel.

Eine gemeinsame Erklärung zur Netzanbindung über Norderney vom Oktober 2006 ist im Internet abrufbar unter www.erneuerbare-energien.de

29.01.2007   Quelle: BMU   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

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ADEV Solarstrom AG erhöht Kapital um 1,2 Millionen Schweizer Franken

ADEV-Solarkraftwerk "M-Parc La Praille".

Die ADEV Solarstrom AG mit Sitz in Liestal (Schweiz) hat eine weitere Kapitalerhöhung mit der Zeichnungssumme von rund 1,2 Millionen Franken abgeschlossen, berichtet das Unternehmen in einer Pressemitteilung. Das Unternehmen erhöhe dadurch das bestehende Aktienkapital von 6,7 Millionen Schweizer Franken auf knapp 8,0 Millionen Franken. An der Aktienzeichnung haben sich nach Angaben des Unternehmens über 200 Anleger beteiligt. Mit dem neuen Eigenkapital soll die Wachstumsstrategie der ADEV Solarstrom AG auch in diesem Jahr fortgeführt werden.   Mit dem Aktienkapital baut, finanziert und betreibt das Unternehmen der ADEVGruppe große Solarkraftwerke. Letztes Jahr seien Anlagen mit einem Investitionsvolumen von 3,8 Millionen Franken realisiert werden, die gesamte installierte Anlagenleistung sei auf 1.500 Kilowatt gestiegen kW. Die damit verbundene Umsatzsteigerung auf über 600.000 Franken betrug laut ADEV Solarstrom AG rund 50%. Die Bilanzsituation sei solide bei einer Eigenkapitalquote von über 75%.

„Die ADEV-Solaraktien sind für Anlegerinnen und Anleger interessant, welche ein ökologieorientiertes und rentables Investment anstreben“, sagt Geschäftsleiter Eric Nussbaumer. Die Aktie wird außerbörslich bei der Berner Kantonalbank gehandelt. (Valor 666 893). Als nächstes Solarkraftwerk soll eine 150 kW-Anlage in Zürich gebaut werden. Die Zusage für den langfristigen Stromverkauf an das städtische Elektrizitätswerk liege bereits vor. "Die Solar-Investitionen verbinden dank solchen langfristigen Abnahmeverträgen mit den Energieversorgungsunternehmen die Anforderungen der Investitionssicherheit mit den Kriterien der Nachhaltigkeit", heißt es in der Pressemitteilung der ADEV Solarstrom AG.

29.01.2007   Quelle: ADEV Solarstrom AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: ADEV Energiegenossenschaft.,
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Solarstrom im Trend: Deutsche Photovoltaik-Hersteller weiter auf Wachstumskurs

PV-Produktionsstätten 2007.
PV-Produktionsstätten 2007.

Die deutsche Photovoltaik-Industrie wächst weiter. Nach jüngsten Erhebungen des Bundesverbandes Solarwirtschaft e. V. (BSW) verzeichneten die Produzenten von Solarstromanlagen und deren Komponenten im letzten Jahr zweistellige prozentuale Zuwachsraten. Auch für das Jahr 2007 erwartet der Verband eine deutliche Zunahme der Verkaufszahlen. Dazu werde besonders eine weitere Belebung des Exportgeschäfts beitragen. Insgesamt sind nach BSW-Angaben in der deutschen Solarbranche inzwischen rund 50.000 Menschen beschäftigt. Allein die Photovoltaikbranche setzte laut BSW im letzten Jahr rund 3,8 Milliarden Euro um. Nach der jüngsten BSW-Statistik wurden 2006 in Deutschland rund 50 Prozent mehr Solarzellen produziert als im Vorjahr.   Im letzten Jahr verließen Solarzellen mit einer Leistung von rund 500 Megawatt (MWpeak) die Produktionsbänder der zehn deutschen Solarzellen-Produzenten. "Die Solarindustrie hat sich auf eine deutlich gestiegene Nachfrage eingestellt. Unseren Technologievorsprung werden wir jetzt verstärkt in Exporterfolge umsetzen können", kommentiert BSW-Geschäftsführer Carsten Körnig. Voraussetzung dafür seien wachsende Auslandsmärkte. Nach einer aktuellen Einschätzung des Schweizer Bankhauses Sarasin & Cie AG wird der globale Solarstrommarkt bis 2020 jährlich um über 20 Prozent wachsen.




Erneuerbare-Energien-Gesetz unverzichtbar für die Branche

Unverzichtbarer Katalysator für Technologieführerschaft und Markterfolge der deutschen Photovoltaikbranche ist das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG). Es sichert Betreibern von Photovoltaikanlagen die vorrangige und kostendeckende Abnahme von Solarstrom. Der erfolgreiche Marktöffner wird inzwischen von immer mehr Ländern der Erde kopiert. 2004 löste die letzte Gesetzesnovelle in Deutschland einen Nachfrageschub aus, der die Milliardeninvestitionen in modernste Produktionstechnik am Standort Deutschland erst möglich machte.


BSW hebt Markteinschätzung rückwirkend an

Auch jüngste Zahlen des Verbandes der Netzbetreiber (VdN) belegen, wie effektiv das EEG erneuerbaren Energien zum Marktdurchbruch verhilft. Ein turnusmäßiger Datenabgleich veranlasste den BSW zum Jahreswechsel, seine Markteinschätzung für die Jahre 2004 und 2005 rückwirkend anzuheben. So wuchs der Photovoltaik-Binnenmarkt nach aktualisierten BSW-Angaben 2004 auf rund 600 MWp und 2005 auf rund 750 MWp. Insgesamt wurden nach VdN-Angaben im letzten Jahr rund zwei Terawattstunden (TWh) Solarstrom in Deutschland produziert. Der BSW fordert seit einiger Zeit von der Bundesregierung die Installation eines Solaranlagenregisters, um zeitnah Einblicke in die Marktentwicklung zu erlangen und daraus wichtige Vertriebsinformationen ableiten zu können.

Eine Infografik zu den wichtigsten Produktionsstandorten deutscher PV-Fabriken gibt es unter http://www.solarserver.de/images/BSW_Karte_PV_Hersteller_gr.gif

29.01.2007   Quelle: Bundesverband Solarwirtschaft e.V.   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: BSW.,
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Greenpeace-Report: Wirtschaftswachstum ohne Klimazerstörung ist möglich

Greenpeace-Bericht zur Energiewende
Greenpeace-Bericht zur Energiewende

Wenn die weltweite Energieversorgung sofort völlig umgebaut wird, kann der drohende Klimakollaps noch aufgehalten werden. Das ist die Kernaussage des Reports "Energie (R)evolution - Ein nachhaltiger Weg zu einer sauberen Energie-Zukunft für die Welt", den Greenpeace mit dem Europäische Rat für Erneuerbare Energien (EREC) am 25. Januar 2007 in Brüssel und Berlin vorgestellt hat. EREC ist der Dachverband der Europäischen Erneuerbare-Energien-Industrie. Die Erneuerbaren Energien könnten zusammen mit der Energieeffizienz die Hälfte des gesamten Energiebedarfs im Jahr 2050 decken und so den weltweiten Ausstoß des Treibhausgases Kohlendioxid halbieren, heißt es in einer gemeinsamen Presseerklärung der beiden Organisationen.  Das Weltenergieszenario gehe von einer sicheren, bezahlbaren Energieversorgung aus und berücksichtige die gängigen Prognosen zum weltweiten Wirtschaftswachstum. Besonders in China, Indien und Afrika rechnet der Report mit schnellen Zuwachsraten. Der Report wurde erarbeitet in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Institut für Luft- und Raumfahrttechnik (DLR) sowie 30 Wissenschaftlern und Ingenieuren aus der ganzen Welt. Er beruhe auf detaillierten regionalen Abschätzungen des Ausbaupotenzials der erneuerbaren Energien, der Energieeffizienz und der Nutzung dezentral eingesetzter Kraft-Wärme-Kopplung (KWK). Die errechneten Kohlendioxid-Emissionen werden einem "business as usual"-Szenario der Internationalen Energie Agentur (IEA) gegenüber gestellt, der davon ausgehe, dass alles wie bisher weitergeht.



Ohne Subventionen für fossile und atomare Energien sind erneuerbare Energien längst wettbewerbsfähig

"Mit dem Weltenergieszenario zeigen wir, dass es geht. Es gibt ein Wirtschaftswachstum ohne Klimazerstörung", sagt Jörg Feddern, Energie-Experte von Greenpeace. "Wir rechnen vor, wie man nach und nach auf die klimaschädliche Kohle und die Atomenergie verzichten kann. Erneuerbare Energien sind wettbewerbsfähig, wenn die Regierungen die Subventionen für fossile und atomare Energien abbauen und das Verursacherprinzip für Verschmutzer eingeführt wird." Greenpeace fordert die Regierungen auf, die Subventionen für Kohle und Atom bis 2010 einzustellen.

EREC: Technische und ökonomische Barrieren gibt es nicht

Der Report kommt außerdem zu dem Schluss, dass erneuerbare Energien in Zukunft eine wesentliche Rolle in der Weltwirtschaft spielen werden. Oliver Schäfer, Politik-Direktor des EREC, sagt: "Der Weltmarkt für erneuerbare Energien kann in einer zweistelligen Rate bis 2050 wachsen und dann so groß sein wie heute die fossilen Energien. Das Wachstum der Wind- und Solarindustrie könnte sich alle drei Jahre verdoppeln. Gerade Deutschland könnte als Weltmarktführer bei Wind- und Solartechnik besonders profitieren. Angesichts dieser wirtschaftlichen Chance rufen wir die Entscheidungsträger weltweit auf, diese Vision Realität werden zu lassen. Es ist nur eine Frage des politischen Willens - technische und ökonomische Barrieren gibt es nicht, zeigt der Report."

Schnelles und umfassendes Handeln nötig

Das Szenario mache auch deutlich, dass die Zeit für konsequentes Handeln knapp sei, betont Greenpeace. Innerhalb der nächsten zehn Jahre müsse die Energieversorgung weltweit umgestellt werden. Bis dahin müssten viele Kraftwerke in den OECD-Ländern aufgrund ihres Alters ohnehin ersetzt werden. Die Studie "Energie (R)evolution" (96 S. PDF) ist im Internet zugänglich unter www.greenpeace.de

29.01.2007   Quelle: Greenpeace e.V.   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Greenpeace e.V.,
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Neue Solar-Wand mit CIS-Photovoltaik-Elementen in Berlin

640 Quadratmeter große Solarwand am Berliner FBH
640 Quadratmeter große Solarwand am
Berliner FBH

Am 25. Januar ist die Solar-Fassade am Ferdinand-Braun-Institut für Höchstfrequenztechnik in Berlin-Adlershof in Betrieb gegangen, die bislang größte Solarstromanlage des Photovoltaik-Herstellers Sulfurcell. Neuartige Solarzellen auf der Basis von Kupfer-Indium-Sulfid wandeln das Sonnenlicht in elektrischen Strom um. Die schwarz glänzende Solarwand ist rund 640 Quadratmeter groß (8 mal 80 Meter) und bringt etwa 39 Kilowatt Spitzenleistung (kWp).  Die architektonisch auffällige Solarfassade befindet sich an der Südseite eines Laborbaus, der zum Ferdinand-Braun-Institut für Höchstfrequenztechnik (FBH) gehört. Betreiber der Solaranlage ist die Dachland GmbH mit Sitz in Berlin. Der Dresdener Architekt Christian Matzke hat die elegant geschwungene Solarwand im Rahmen umfangreicher Neu- und Umbaumaßnahmen am FBH entworfen.



CIS-Schicht absorbiert so viel Sonnenlicht wie das hundert Mal dickere Silizium

Die Solar-Wand wurde nach fünf Wochen Montagezeit kurz vor Weihnachten fertig gestellt. Der bisherige Probebetrieb verlief nach Angaben des Betreibers ohne jegliche Störung. Die Solarstromanlage besteht aus insgesamt 730 aktiven Modulen mit jeweils 45 bis 60 Watt Leistung die 1,296 mal 0,656 Meter groß sind. Die Gesamtkosten beliefen sich auf rund 250.000 Euro. Es handelt sich dabei nicht wie üblich um blau schimmerndes Silizium, sondern um eine anthrazitfarbene Schicht aus Kupfer, Indium und Schwefel. "Unsere Solarmodule bestehen im Innern aus hochaktiven dünnen Schichten, deren gleichmäßige Anthrazitfarbe das Ferdinand-Braun-Institut schmückt", erklärt Sulfurcell-Chef Dr. Nikolaus Meyer. Den Kern des Moduls bildet eine dünne CIS-Schicht, die genauso viel Sonnenlicht absorbiert wie das hundert Mal dickere Silizium eines konventionellen Moduls. "In der Herstellung reduziert unsere Technologie drastisch den Material- und Energieaufwand, so dass Solarenergie in einigen Jahren wirtschaftlich werden kann. Die innovative Solaranlage am FBH zeigt bereits heute, wie in Zukunft gebaut werden wird", so Meyer weiter.


FBH-Direktor Prof. Tränkle: Synergien am Standort Adlershof werden augenfällig

Für die Neuentwicklung wurde das junge Adlershofer Unternehmen, eine Ausgründung aus dem Hahn-Meitner-Institut (HMI), erst kürzlich mit dem Innovationspreis Berlin-Brandenburg ausgezeichnet. Seit Januar 2006 vermarktet Sulfurcell seine Module über ausgewählte Handelspartner. Das Unternehmen beschäftigt zurzeit 60 Mitarbeiter und will mit dem Aufbau einer zweiten Fertigungslinie weiter wachsen. "Die Module sehen nicht nur sehr gut aus, wir machen damit auch die Synergien am Standort Adlershof augenfällig", sagt FBH-Direktor Prof. Günther Tränkle. Die Solarwand ist für das FBH auch ein Bestandteil seiner umweltfreundlichen Arbeitsweise - das Institut ist jüngst nach der Umweltnorm ISO-zertifiziert worden.

29.01.2007   Quelle: Forschungsverbund Berlin e.V.   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Forschungsverbund Berlin e.V.,
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Solarvalue AG: Angepasster Businessplan eröffnet neue Chancen

Nach einer ausführlichen Analyse der Ende Dezember von der WP Profil Solarvalue Holding d.o.o. übernommenen TDR-Fabrik im slowenischen Ruse würden sich positive Änderungen im Chancenprofil des Businessplans der Solarvalue AG ergeben, berichtet Solarvalue in einer Pressemitteilung. Bisher nicht berücksichtigte Kosteneinsparungen sowie kurzfristig geschaffene Liquidität durch die Platzierung von Aktien verringerten den anstehenden Fremdfinanzbedarf für die Umrüstung zur Solarsiliziumfabrik erheblich, so die Solarvalue AG.  Damit ergäben sich für Solarvalue unerwartete Chancen und Vorteile. Solarvalue habe sich gegen die Aufnahme von strategischen Investoren entschieden, weil diese Notwendigkeit aus Finanzierungsgründen entfalle. Im Rahmen der Evaluierung seien neue Vereinbarungen mit dem lokalen Partner WP Profil d.o.o. getroffen worden, die eine sofortige wirtschaftliche Trennung der bestehenden TDR-Produktion von den von Solarvalue beanspruchten Betriebsteilen bewirken würden: Die Solarvalue AG habe ihre Anteile an der WP Profil Solarvalue Holding d.o.o. dem Partner WP Profil d.o.o. überlassen, wodurch Solarvalue von sämtlichen Pflichten und Auflagen, die an den Kauf der Fabrik gebunden sind, befreit sei. Die Rechte von Solarvalue zur Nutzung der Produktionsanlagen würden hingegen unberührt bleiben.

Konzentration auf Silizium-Produktion

Solarvalue sei nun nicht mehr zur geplanten Fortsetzung der Kalziumkarbid-Produktion verpflichtet. Mögliche Risiken aus der Übernahme der Fabrik würden vermieden, ebenso die zugehörigen Investitionen. Damit könne sich Solarvalue ausschließlich auf die Solarsiliziumproduktion konzentrieren. In einer vorzeitigen Werksaufteilung seien der 100-prozentigen Solarvalue-Tochtergesellschaft Solarvalue Production d.d. bereits die Solarsilizium-Produktionsteile zugeordnet worden. Die Gesellschaft sei durch diese Maßnahmen planerisch und wirtschaftlich unabhängig. Gleichzeitig sei mit einer höheren Gewinnmarge zu rechnen, da die in der ursprünglichen Planung vorgesehene Abgabe von 40 % der Produktion an einen strategischen Partner zu bevorzugten Preisen entfalle.


Erste Solarsiliziumproduktion soll im dritten Quartal 2007 starten

Solarvalue will den Aufbau der Produktion unter Verwendung vorhandener flüssiger Mittel in Verbindung mit anderen geeigneten Finanzierungsinstrumenten leisten. "Wir planen noch im ersten Halbjahr 2007 ein Secondary Placement durchzuführen. Zudem beantragen wir eine KMU-Förderung aus EU-Mitteln. Diese nichtrückzahlbaren Zuschüsse können bei Schaffung von Arbeitsplätzen im EU-Mitgliedsland Slowenien bis zu 65 % der Investitionssumme betragen", so Claudia Boehringer, Vorstand der Solarvalue AG. Ab sofort würden die vorbereitenden Arbeiten zur Umrüstung der Produktionsanlagen beginnen. Boehringer rechnet mit einer Umbauzeit von voraussichtlich sechs Monaten, bis die künftige Solarsiliziumfabrik aus metallurgischem Silizium hochreines Solarsilizium (Solar Grade Silicon) herstellen kann. Die Produktion des ersten Solarsiliziums erwartet Solarvalue im dritten Quartal 2007. Der Lichtbogenofen "M6" werde als erster Ofen gereinigt und umgebaut. Dieser hat laut Solarvalue eine Leistung von 24 MW und damit 6 MW mehr als der ursprünglich geplante Ofen M5. Für 2007 werde unverändert die Produktion von 850 Tonnen Solarsilizium angestrebt, heißt es in der Pressemitteilung.

29.01.2007   Quelle: Solarvalue AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

 

Deutsche Umwelthilfe zeichnet Journalisten und Filmemacher mit Medienpreis aus

Preisträger Gore grüßt per Internet-Video.
Preisträger Gore grüßt per Internet-Video.

Zum elften Mal hat die Deutsche Umwelthilfe e.V.(DUH) am 22. Januar 2007 ihren Medienpreis verliehen für "herausragende Leistungen bei der journalistischen und schriftstellerischen Auseinandersetzung mit der Erhaltung der natürlichen Lebensgrundlagen". Im Beisein von Bundesumweltminister Sigmar Gabriel (SPD) überreichte der Bundesvorsitzende der Umwelt- und Verbraucherschutzorganisation, Prof. Dr. Harald Kächele, die Auszeichnungen während einer Feierstunde in Berlin.   Träger des DUH-Umwelt-Medienpreises 2006 sind der Berliner Umwelt- und Wissenschaftsjournalist Manfred Kriener (Sparte Printmedien), Pia Zimmermann, Redakteurin und Moderatorin beim Hessischen Rundfunk (Hörfunk) sowie die Dokumentarfilmerin Beatrice Sonhüter (Fernsehen). Der frühere US-Vizepräsident Al Gore erhielt einen Sonderpreis für seinen Erfolgsfilm "Eine unbequeme Wahrheit", der den globalen Klimawandel beschreibt und in Kinos rund um den Globus zu sehen ist. Für ihr Lebenswerk ausgezeichnet wurden die Tier- und Naturfilmer Ernst Arendt und Hans Schweiger, bekannt vor allem als Autoren der ARD-Sendereihe "Tiere vor der Kamera".

Nicht nur Objektivität, sondern Engagement für Umwelt und Natur

Der DUH-Bundesvorsitzende würdigte die Preisträger als "Menschen, die es immer wieder verstehen, ernste und oft tiefgründige Botschaften in verständlicher, humorvoller und - wo es sein muss - auch in aufrüttelnder Sprache und eindrucksvollen Bildern ihrem Publikum nahe zu bringen". Das hervorstechende Merkmal der Preisträger sei "nicht ihre Objektivität, sondern ihr Engagement für Umwelt und Natur und ihr Durchhaltewillen, wenn die Gesellschaft in raueren Zeiten fälschlich annimmt, man könne Wohlstand zu Lasten der eigenen Lebensgrundlagen sichern. Unsere Preisträger wissen: Umwelt- und Naturschutz sind keine Schönwetter-Veranstaltung", betonte Kächele.



Weltweite Debatte über den bedrohlichen Anstieg der globalen Fieberkurve angestoßen

Bundesumweltminister Sigmar Gabriel würdigte Al Gore, der einen Sonderpreis erhielt. Der US-Vizepräsident in der Ära Clinton und engagierte Umweltschützer, habe mit seinem Film "Eine unbequeme Wahrheit" der Klimadebatte in den Vereinigten Staaten den überfälligen Schub gebracht. Der Film, der im Jahr 2006 rund um den Globus in die Kinos kam, zeigt Gore auf der Bühne, als Moderator einer Präsentation, welche die vielschichtigen Zusammenhänge der weltweiten Klimaänderung unterhaltsam und informativ für ein breites und vor allem auch junges Publikum aufbereitet. "Der Umwelt-Medienpreis der DUH an Al Gore ist keine Gefälligkeits-Auszeichnung: Dem Klimaschützer Al Gore gebührt diese Auszeichnung für einen wissenschaftlich präzisen und journalistisch überzeugenden Film, der in verständlicher Form die Probleme des Klimawandels aufzeigt", betonte Gabriel in seiner Rede. Wohl keine andere publizistische Leistung der vergangenen Jahre habe die weltweite Debatte über den bedrohlichen Anstieg der globalen Fieberkurve stärker beeinflusst als Gores Film "An Inconvenient Truth".

"Wir alle wissen, wie überfällig diese Darstellung gerade in seiner Heimat war", so Gabriel. Gore bedankte sich in einer Videobotschaft und mahnte die USA und Europa, im Bemühen um die Eindämmung des Klimawandels nicht nachzulassen. Besonders dringlich sei es diesseits und jenseits des Atlantiks, effizientere Autos und LKW herzustellen. Die Video-Grußbotschaft ist zu finden im Internet unter http://www.duh.de/video_algore.html.

28.01.2007   Quelle: DUH   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: DUH.,

 

Mit Solarenergie die Klimakatastrophe abwenden

Kranmontage der Solar-Kollektoren.
Kranmontage der Solar-Kollektoren.

Als der Orkan "Kyrill" über das Land hinwegfegte, sei klar geworden, wie verwundbar die Europäer und ihre Umwelt sind, so das österreichische Solar-Unternehmen SOLution Solartechnik in einer Pressemitteilung. "Die Wahrheit ist, dass wir uns bereits mitten im Klimawandel befinden und nach Lösungen und Strategien suchen müssen damit umzugehen beziehungsweise die Energiewende noch zu schaffen", betont der Hersteller von Solarwärmeanlagen. Solarenergie als umweltfreundliche und kostengünstige Alternative sei in den letzten Jahren gefragt wie nie. "Mit einer optimal eingerichteten Solaranlage lassen sich pro Quadratmeter Kollektorfläche 40 bsi 55 Liter Öl pro Jahr sparen", erläutert SOLution-Geschäftsführer Ing. Gerald Jungreithmayr den Beitrag einer Solarwärmeanlage zum aktiven Klimaschutz.   Eine Million Solarwärmeanlagen können jährlich 440 bis 605 Millionen Liter Öl sparen

Die durchschnittliche Solaranlage auf Österreichs Dächern sei zirka elf Quadratmeter groß. Würden eine Million Haushalte eine Solarwärmeanlage betreiben, entspräche dies laut Jungreithmayr einer jährlichen Einsparung von 440 bis 605 Millionen Litern Öl pro Jahr. Dass damit auch eine erhebliche Einsparung an CO2 Ausstoß einhergehe sei klar, so Jungreithmayr. "Unsere installierten Solaranlagen haben schon zig Millionen Liter Heizöl eingespart - darauf sind wir zu Recht stolz. Wir wollen unbedingt noch mehr Menschen von Solarenergie überzeugen und so unsere Umwelt aktiv schützen", sagt Jungreithmayr. "Man darf sich vom derzeit moderaten Ölpreis nicht blenden lassen. Die Ressource Öl ist nun mal begrenzt und wird von Tag zu Tag knapper. Dies bedeutet auf mittel- oder langfristige Sicht auf jeden Fall einen Preisanstieg. Die Zukunft gehört daher ganz klar den erneuerbaren Energieträgern und dabei vor allem der Solarenergie", so der SOLution-Geschäftsführer.


Solare Kühlung für den Klimaschutz

Die SOLution Solartechnik GmbH gehe sogar noch einen Schritt weiter und habe seit vergangenem Jahr eine solare Kühlanlage im Programm, unterstreicht Jungreithmayr. Damit kann nicht nur mit Solarenergie klimatisiert werden, die Anlage erzeugt auch Warmwasser und unterstützt die Heizung. SOLution Solartechnik unterstütz bereits jetzt aktiv das Klimaschutz-Programm "Klima Aktiv", will sich in Zukunft aber noch stärker dem Umweltschutz verschreiben. So werde überlegt, einen Teil der Verkaufserlöse direkt einer Umweltschutzorganisation zugute kommen zu lassen. Getreu dem Firmenmotto "Die bessere Zukunft" soll das Engagement zum Klimaschutz ausgebaut werden.

28.01.2007   Quelle: SOLution Solartechnik GmbH; openPR   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: SOLution Solartechnik,
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Neue Energiesparlampen erlauben häufiges Ein- und Ausschalten

OSRAM-Energiesparlampe in STEINEL-Sensor-Außenleuchte.
OSRAM-Energiesparlampe
in STEINEL-Sensor-Außenleuchte.

Energiesparlampen benötigen bis zu 80 Prozent weniger Strom und halten wesentlich länger als eine Glühbirne. Daher zahle sich diese Investition schnell aus, heißt es in einer Pressemitteilung des Projekts "Ökohaus-Althaus", das für die komplette Beleuchtung eines Zweifamilienwohnhauses Energiesparlampen verwendet - auch in Räumen, in denen oft das Licht nur kurz aber häufig angeschaltet wird. Eine neue Generation von Energiesparlampen mache das jetzt möglich, betont Projektleiter Dipl.-Ing. (FH) Heinz Leo Liebminger. Mit dem "Ökohaus-Althaus", dokumentiert Liebminger die Sanierung eines Altbaus zum Niedrigenergiehaus mit Solarenergie- und Regenwassernutzung.  Die so genannten Facility-Energiesparlampen können laut Liebminger während der gesamten Lebenszeit von etwa 15.000 Stunden unbegrenzt geschaltet werden und erlauben auch einen Schnellstart. Dieser ermögliche einen raschen Lichtstromanlauf wie bei einer Glühbirne. Somit eigneten sich die Facility-Energiesparlampen ideal für Beleuchtungsanlagen mit Sensorsteuerung beziehungsweise Abschaltautomatik sowie in Haushalten, in denen das Licht oft und nur kurz angeschaltet wird und zudem eine schnelle Lichtquelle erwartet wird.

1.200 Kilowattstunden Stromersparnis; 750 Kilogramm weniger CO2

Energiesparlampen sind Kompaktleuchtstofflampen. Sie werden immer häufiger auch in Wohnungen genutzt, liefern ein den üblichen Glühlampen entsprechendes Licht, benötigen aber wesentlich weniger Leistung. Bei den Energiesparlampen mit u- oder kreisförmig gebogenen, zylinder- oder kugelförmigen Entladungsröhren befinden sich Vorschaltgerät und Starter im Schraubsockel, so dass sie in gewöhnliche Glühlampenfassungen eingeschraubt werden können. Gute Marken-Energiesparlampen schaffen in der Regel rund 15.000 Betriebsstunden – sie halten also 15 Mal länger als eine Glühbirne. Mit einer Energiesparlampe kann man bei durchschnittlicher Einsatzzeit gegenüber einer herkömmlichen Glühbirne rund 1.200 Kilowattstunden (kWh) Strom sparen, rechnet Heinz Leo Liebminger vor. Das bedeute eine Ersparnis von 80 %, wodurch die Umwelt mit 750 Kilogramm weniger CO2 belastet werde. Um diese Energie zu gewinnen, seien 300 Kilogramm Steinkohle oder 280 Liter Heizöl erforderlich. Damit trage eine Energiesparlampe zur Verringerung des Treibhauseffektes bei, der sonst durch die CO2-Emissionen bei der Verbrennung fossiler Energieträger verursacht wird.


"Viel Licht mit weniger Strom"

Ökohaus-Althaus startet nun zusammen mit den Unternehmen OSRAM, STEINEL und der Wiener Städtischen Versicherungs AG eine Klimaschutzinitiative mit dem Titel "Viel Licht mit weniger Strom". Anhand des Ökohaus-Althauses soll anschaulich demonstriert werden wie einfach und komfortabel es ist, Energiesparlampen zu verwenden. In dem Zweifamilienwohnhaus werden OSRAM-Facility und OSRAM-Dulux EL-Longlife-Energiesparlampen sowie STEINEL-Sensorlampen eingesetzt. Begleitet wird das Projekt durch eine "Strombuchhaltung" um die Einsparung und Wirksamkeit in der Praxis zu dokumentieren.Weitere Informationen unter: http://www.oekohaus.net

28.01.2007   Quelle: Ökohaus-Althaus, Heinz Leo Liebminger; openPR   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Ökohaus-Althaus; open pr,

 

Aktion zum Klimaschutz in Berliner Gastronomie gestartet

Eine auf die Gastronomie- und Tourismusbranche zugeschnittene Klimaschutzkampagne, genannt "Prost Klima!" wurde am 19. Januar 2007 im Kreuzberger "Kaffee am Meer" vorgestellt. Dafür verantwortlich zeichnet die Gröschel Geheeb Responsible Branding GmbH, die Energiekonzepte für das Gaststättengewerbe- und für Touristikunternehmen erstellt. Ziel der Aktion ist, zunächst den CO2-Ausstoß in der Bundeshauptstadt zu senken. Laut Gröschel Geheeb könnten allein in der Berliner Gastronomie jährlich etwa 43 Millionen Kilowattstunden Energie eingespart werden. Das seien pro Jahr etwa 21.500 Tonnen CO2 Emissionen weniger, heißt es in der Pressemitteilung.   Zum Vergleich: Ein Einfamilienhaus mit 120 Quadratmetern Wohnfläche verursache jährlich 4,2 Tonnen CO2. Setze sich die Idee durch, sollen künftig vor Berliner Kneipen keine Heizstrahler mehr stehen. Stattdessen sollen die Gäste wärmende Filzdecken erhalten, die mit bedruckten Einnähern auf der Rückseite Informationen über die Klimaschutz-Aktion liefern.


Politiker von SPD und Grünen begrüßen das Vorhaben

Dr. Franz Schulz (Bündnis 90/Die Grünen), Bezirksbürgermeister von Kreuzberg-Friedrichshain, zeigte sich erfreut, dass die Aktion Prost-Klima! im Bezirk Kreuzberg startet, der für Clubs und Kneipen bekannt ist. Dr. Schulz sagte, er hoffe auf eine möglichst schnelle und breite Annahme dieser Kampagne in der Gastro-Szene. Dr. Reinhard Loske (MdB und stellvertretender Fraktionsvorsitzender von Bündnis 90/Die Grünen) hob hervor, dass die Kampagne ohne öffentliche Förderung zustande gekommen sei und betonte, wie wichtig umweltbewusstes Engagement an der Basis sei. Hans-Josef Fell, Mitglied des Bundestags und forschungspolitischer Sprecher der Bundestagsfraktion Bündnis 90/DIE GRÜNEN, sagte, die Kampagne zeige, dass Klimaschutz sehr gut mit dem aktuellen Lebensgefühl und den wirtschaftlichen Rahmenbedingungen vereinbar sei. Der SPD-Bundestagsabgeordnete Engelbert Wistuba verwies auf den Trend, dass Touristen verstärkt Wert auf umweltgerechte Urlaubsziele legten. Er betonte, eine nachhaltig orientierte Gastronomie- und Tourismusbranche sei nicht nur ein Thema für Berlin.


Gäste sollen für Klimawandel und Energieeffizienz sensibilisiert werden

Die Aktion wendet sich vor allem an die mehr als 11.000 Berliner Unternehmer in Gastronomie und Tourismus. Eine individuelle Energieeffizienzberatung soll dazu beitragen, die CO2 Emissionen nachhaltig zu senken und den Unternehmen erhebliche finanzielle Einsparungen bei den Betriebskosten zu ermöglichen. Die Beratung, die zu gestaffelten Paketpreisen angeboten werde, zahlt sich laut Gröschel Geheeb unmittelbar aus. Ein Restaurant mit 35 Sitzplätzen könne nach einer individuellen Beratung jährlich knapp 5.000 Kilowattstunden Strom im Durchschnitt sparen, was einer Senkung der CO2 Emissionen von etwa 2,9 Tonnen entspreche. Der Betreiber des "Kaffees am Meer", Tim Schultze, hat seine Heizstrahler bereits in die Abstellkammer verbannt. Allein damit vermeidet er laut Angaben seiner Energieberater jährlich rund 2,7 Tonnen CO2-Emissionen.

27.01.2007   Quelle: Gröschel Geheeb Responsible Branding GmbH   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

 

Urlaub auf dem Land: Solaranlage als Wettbewerbsvorteil

Ländlicher Tourismus in Umbrien setzt auf Solarwärme.
Ländlicher Tourismus in Umbrien setzt
auf Solarwärme.

Aktiver Umweltschutz sei von Anfang an eines der wichtigsten Ziele des ökologisch wirtschaftenden Landwirtschaftsbetriebs "Villa La Rogaia" in Umbrien (Italien) gewesen, berichtet das Unternehmen in einer Pressemitteilung. Ein Ausdruck dieser Überzeugung des unter dem Markenzeichen "Agriturismo" werbenden Unternehmens ist auch die von der Soli fer Solardach GmbH (Freiberg/Sachsen) konstruierte Solarwärmeanlage zur Heißwasserbereitung und Heizungsunterstützung.   In Zeiten rapide steigender Energiepreise erwirtschafte die thermische Solaranlage in zunehmendem Maße eine "solare Rendite", die sich nicht zuletzt als Wettbewerbsvorteil auswirken dürfte, betont die Villa La Rogaia. Mittlerweile werde La Rogaia auch wegweisend für andere Unternehmen der Region. Villa La Rogaia liegt am Lago Trasimeno in Umbrien, vermietet Ferienwohnungen und bietet Kreativkurse an, vom Malen über das Tanzen bis zum Kochen. Angegliedert ist ein biologisch wirtschaftendes landwirtschaftliches Unternehmen, das unter anderem Olivenbäume anbaut und Olivenöl produziert.

27.01.2007   Quelle: Villa La Rogaia; Azienda agraria biologica, Agriturismo; openPR   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Villa La Rogaia,
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Umweltministerium sieht Einsatz von Palmöl zur Stromerzeugung mit Skepsis

Das steigende Interesse an Palmöl-Blockheizkraftwerken (BHKW) in Deutschland wird vom Bundesumweltministerium (BMU) kritisch verfolgt. Grund dafür ist laut einer Pressemitteilung des BMU, dass Palmöl in manchen Gegenden der Welt durch Umwandlung von Primärwald in Ölpalm-Plantagen erzeugt werde. Diese Produktion wertet das BMU als nicht nachhaltig. Der Einsatz von auf diese Weise erzeugtem Palmöl zur Stromerzeugung entspreche nicht den Zielen des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG), heißt es in der Mitteilung.  Palmen-Plantagen verdrängen Regenwald

Die Möglichkeiten der Stromerzeugung aus Biomasse sind vielfältig: Bioabfälle, Holz, Biogas und Rapsöl lassen sich zur Stromerzeugung nutzen. Alle diese Energieträger verbuchen laut BMU erfreuliche Zuwächse. Der Einsatz von Biomasse zur Stromerzeugung schone das Klima, verringere die Abhängigkeit von herkömmlichen Energieträgern und gebe Impulse für Innovationen und Beschäftigung. In die Zufriedenheit mit der aktuellen Entwicklung mische sich aber auch Sorge. Denn zunehmend werde in Deutschland auch importiertes Palmöl eingesetzt. Für den Anbau von Ölpalmen würden jedoch in machen tropischen Regionen rücksichtslos Regenwälder abgeholzt.

Herkunft des Palmöls häufig unklar

Palmöl werde weltweit gehandelt, seine Herkunft lasse sich aber nicht immer lückenlos zurückverfolgen, heißt es in der Pressemitteilung. Die Bundesregierung strebe deshalb die Entwicklung von Zertifizierungssystemen an, gemeinsam mit vielen internationalen Organisationen, Umweltverbänden und Wirtschaftskreisen. Damit soll dokumentiert werden, dass das eingesetzte Palmöl aus nachhaltiger Produktion stamme. Die Bundesregierung bereite zudem eine Nachhaltigkeitsverordnung zum Kraftstoffquotengesetz vor. Deren Regelungen könnten voraussichtlich für die Strom- und Wärmproduktion mit erneuerbaren Energien übernommen werden.

So lange es noch keine etablierten Zertifizierungssysteme gebe, könnten Betreiber von Palmöl-Blockheizkraftwerken nicht sicher sein, dass ihre Anlagen wirtschaftlich seien, heißt es in der Pressemitteilung weiter. Denn sie könnten die für den Anspruch auf Vergütung als Strom aus Biomasse nach dem EEG erforderlichen Nachweise gegenüber dem Netzbetreiber häufig nicht vollständig erbringen. Von der Stromvergütung hänge aber der ökonomische Erfolg der Anlage ab. Der Einsatz von Palmöl zur Stromerzeugung stelle deshalb nicht nur für die Umwelt ein Risiko dar, sondern auch für die Betreiber, warnt das BMU.

27.01.2007   Quelle: BMU   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

 

Prof. Dr. Rolf Brendel neuer Sprecher des ForschungsVerbundes Sonnenenergie

Prof. Dr. Rolf Brendel.
Prof. Dr. Rolf Brendel.

Das Direktorium des ForschungsVerbundes Sonnenenergie (FVS) hat für das Jahr 2007 Prof. Dr. Rolf Brendel vom Institut für Solarenergieforschung GmbH (ISFH) zu seinem Sprecher gewählt. Stellvertretender Sprecher ist Prof. Dr. Michael Steiner vom Hahn Meitner-Institut Berlin (HMI). Der ForschungsVerbund Sonnenenergie ist ein Zusammenschluss außeruniversitärer Forschungsinstitute für erneuerbare Energien.   2007 hat sich der Verbund klare Ziele gesetzt, die Sprecher Rolf Brendel im laufenden Dialog mit der Forschungspolitik vertritt: "Angesichts der sich beschleunigenden Veränderung des Weltklimas und wachsender Risiken unserer konventionellen Energieversorgung müssen die erneuerbaren Energien eine sehr hohe Priorität bekommen. Dies gilt für die Förderung der Forschung genauso wie für die Markteinführung, denn nur mit einer sehr starken Forschung, die sich an der industriellen Praxis orientiert, kann eine rasche Kostenreduktion für die erneuerbaren Energietechnologien herbeigeführt werden. Im Jahr 2007 wird sich der ForschungsVerbund Sonnenenergie dafür einsetzen, dass das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) auch zukünftig fortgeführt wird. Denn es hat die Wechselwirkung zwischen Forschung und Produktion spürbar intensiviert", so Brendel. Dies bemerke der FVS an einer deutlich steigenden Nachfrage der Wirtschaft nach einer Zusammenarbeit mit den Mitgliedsinstituten. Die führende Stellung der deutschen Photovoltaikindustrie sei sicher auch eine Folge dieser guten Zusammenarbeit. "Diese Spitzenposition zu erhalten und auch für andere erneuerbaren Energien zu erreichen, ist ein wichtiges Ziel des FVS", betont Brendel.

Solarenergieforschung in Stuttgart, Würzburg und Hameln

Rolf Brendel ist seit 2004 wissenschaftlicher Leiter und Geschäftsführer des Instituts für Solarenergieforschung in Hameln/Emmerthal (ISFH), einem An-Institut der Leibniz Universität Hannover. Er ist Professor der Fakultät für Mathematik und Physik und Leiter der Abteilung Solarenergie am Institut für Festkörperphysik der Leibniz Universität Hannover. Der Physiker -Jahrgang 1961- promovierte 1992 an der Technischen Fakultät der Universität Erlangen im Bereich optische Spektroskopie und erforschte dann am Max- Planck-Institut für Festkörperforschung in Stuttgart optische und elektrische Verlustmechanismen in Solarzellen. Rolf Brendel übernahm 1997 die Leitung der Abteilung für Thermosensorik und Photovoltaik des Bayerischen Zentrums für angewandte Energieforschung e.V. (ZAE Bayern), wo er neue Technologien für die Herstellung von kostengünstigeren Solarzellen entwickelte. Im Jahr 2002 habilitierte er sich im Fach Physik an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg.

Zum stellvertretenden Sprecher 2007 des ForschungsVerbundes Sonnenenergie wurde Prof. Dr. Michael Steiner gewählt. Michael Steiner ist wissenschaftlicher Geschäftsführer des Hahn-Meitner-Instituts Berlin (HMI) und Sprecher des Programms Erneuerbare Energien der Helmholtz-Gemeinschaft Deutscher Forschungszentren (HGF).

26.01.2007   Quelle: FVS   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: FVS,

 

Global Solar Energy baut Dünnschicht-Solarzellenfabrik in Berlin

Dünnschichtmodule von Global Solar Energy
Dünnschichtmodule von
Global Solar Energy

Die Global Solar Energy, Inc. mit Sitz in Tucson (US-Bundesstaat Arizona) will eine Fabrik für Dünnschicht-Solarzellen in Deutschland bauen. Die Investitionssumme beträgt nach Angaben des Unternehmens rund 30 Millionen Euro. Die Produktionsstätte, die auf dem Gelände des Wirtschafts- und Wissenschaftsstandorts Berlin-Adlershof entstehen wird, soll im zweiten Ausbauschritt eine Produktionskapazität von 30 Megawatt (MW) haben. Der Start der Berliner Produktion ist für das erste Halbjahr 2008 geplant.  Zugleich kündigte das Unternehmen an, die bestehende Kapazität am Standort Tucson von derzeit 4 Megawatt auf 40 Megawatt auszubauen. Die für 2008 geplante Jahresproduktion der Global Solar Energy-Gruppe von insgesamt 40 Megawatt sei bereits zu 80 Prozent verkauft.




CIGS-Dünnschichtsolarzellen: Solarstrom ohne Silizium

Größter Kunde der Global Solar Energy im Jahr 2008 werde die Berliner SOLON AG, die seit April 2006 als strategischer Partner an dem Unternehmen beteiligt ist, heißt es in der Pressemitteilung. Global Solar Energy verwendet für die Herstellung seiner Dünnschichtsolarzellen das Material Kupfer-Indium-Gallium-Selenid (CIGS), ist also nicht auf den derzeit knappen Rohstoff Silizium angewiesen. Bei dieser Technologie wird die photoaktive Schicht auf eine flexible Stahlfolie aufgebracht. Mit einem mittleren Wirkungsgrad von über 10 Prozent gehören die von Global Solar Energy hergestellten Zellen zu den effizientesten Dünnschichtprodukten, die derzeit am Markt erhältlich sind. Sie können sowohl für die Herstellung flexibler Produkte als auch herkömmlicher Solarmodule eingesetzt werden.


Ausbau der Kapazitäten in Tucson und Berlin

Zur Geschäftsführerin der kürzlich gegründeten Global Solar Energy Deutschland GmbH, einer 100-prozentigen Tochtergesellschaft der Global Solar Energy, Inc., wurde Dr. Ilka Luck bestellt. Als Gründerin und ehemalige Geschäftsführerin eines in der Dünnschichtphotovoltaik tätigen Unternehmens verfüge die promovierte Physikerin über langjähriges technologisches Know-how und Management-Erfahrung. "Der Ausbau unserer Kapazitäten in Tucson und Berlin versetzt uns in die Lage, unsere hochwertigen Zellen in einem neuen, industriellen Maßstab zu produzieren und so zu einem der bedeutendsten internationalen Anbieter von Dünnschichtzellen zu werden. Wir sind sehr erfreut, für unsere deutsche Tochtergesellschaft als Managing Director Dr. Ilka Luck gewonnen zu haben. Ihr technologischer und unternehmerischer Hintergrund wird die Entwicklung von GSE Deutschland beschleunigen", sagte Mike Gering, Vorstandsvorsitzender und Präsident der Global Solar Energy, Inc.


Technologische Zusammenarbeit von SOLON und Global Solar Energy

Dr. Ilka Luck, Geschäftsführerin der Global Solar Energy Deutschland GmbH fügt hinzu: "Sehr gerne habe ich die Aufgabe übernommen, den deutschen Standort von Global Solar Energy aufzubauen. Die Nähe zu unserem Technologiepartner SOLON und zu den anderen auf diesem Gebiet tätigen Unternehmen und Forschungseinrichtungen am Standort Berlin-Adlershof bieten dafür hervorragende Bedingungen." SOLON-Technikvorstand Dr. Lars Podlowski sagte: "Wir freuen uns, dass wir unsere amerikanischen Partner überzeugen konnten, in Berlin zu investieren. Dies gibt uns die Möglichkeit, unsere technologische Zusammenarbeit zu intensivieren und eröffnet uns gleichzeitig Zugang zu nicht Silizium-abhängigen Solarzellen als Basis für das weitere Wachstum der SOLON AG."

26.01.2007   Quelle: SOLON AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Global,
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Neues Expertenforum für Photovoltaik und Solarthermie im Internet

Diskussionsforum für Solar-Experten
Diskussionsforum für Solar-Experten

Unter der Adresse "SolarFreax.de" ging am 20.Januar 2007 ein neuer Informationsdienst für die Solarbranche an den Start. Ab sofort können Mitglieder, die aktiv in der Solarbranche tätig sind, sich dort fachlich austauschen, aktive Hilfe bei Problemen und Informationen erhalten, berichtet der Initiator Daniel Köpf. In dem Forum sollen Diskussionen zu Politik, Förderung und Finanzierung geführt und über Erfahrungen beim Vertrieb und Marketing von Solaranlagen berichtet werden. Zudem sei möglich, auf Termine, Messen, Kooperationen oder Stellenangebote hinzuweisen.  SolarFreax sieht sich als Ergänzung zu bereits existierenden Foren rund um die Solartechnik. In gemischten Diskussionsgruppen komme es aufgrund der unterschiedlichen Interessenlage und dem ungleichen Informationsstand zwischen Endkunden, Installateuren, Großhändlern und Herstellern oft zu Missverständnissen, welche den Meinungsaustausch erschwerten oder gar behinderten, so Köpf. SolarFreax richte sich ausschließlich an aktive Teilnehmer der Solarstrom- und Solarwärmebranche und werde in deutscher und englischer Sprache angeboten.

Akteure aus der Branche sind eingeladen, das Portal zu nutzen - als Leser, mit Fachbeiträgen und Veranstaltungshinweisen sowie als Diskussionsteilnehmer. Interessierte können ihren Beitrag in dem neuen Portal veröffentlichen, indem sie ihre Presseinformationen (in deutsch und/oder englisch) einstellen. Das Forum nutzt die Plattform XING und erfordert eine kostenlose Registrierung.
SolarFreax ist im Internet zugänglich unter http://www.SolarFreax.de

26.01.2007   Quelle: Daniel Köpf; openPR   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: SolarFreax.de,
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Energie-Pellet-Verband: Holzpelletsheizungen haben kein Feinstaubproblem!

Wie ein Beitrag der ARD-Sendung "Plusminus" gezeigt habe, halte sich das Vorurteil, dass Pelletsfeuerungen große Mengen Feinstaub ausstoßen würden, berichtet der Deutsche Energie-Pellet-Verband (DEPV) in einer Pressemitteilung. Der DEPV weist darauf hin, dass Pelletsheizungen nach neuesten wissenschaftlichen Untersuchungen einen wesentlichen Beitrag zur Senkung der Feinstaubemissionen leisten können.  Der Verband wehrt sich entschieden gegen die Darstellung der Feinstaubbelastung durch Pelletsheizungen in der Plusminus-Sendung vom 23. Januar 2007. "Die Aussagen in der Sendung basieren nicht auf aktuellem Wissensstand. Neueste Erkenntnisse aus wissenschaftlichen Untersuchungen wurden außer Acht gelassen und mit pauschalen Äußerungen zu Pelletsheizungen und Holzheizungen vermengt", so die DEPV-Vorsitzende Beate Schmidt.


Feinstaubemissionen von Pelletsheizungen und Ölheizungen gleich hoch

Alle häuslichen Holzheizungen (Kamine, Scheitholz- und Pelletsfeuerungen) tragen laut DEPV gemeinsam 15 bis 20 Prozent zu den gesamten Feinstaubemissionen bei. Pelletfeuerungen machten 1 bis 2 Prozent dieses Feinstaubs aus und würden in der Außenwirkung daher vollkommen überbewertet. "Die Feinstaubemissionen von Pelletsheizungen sind um den Faktor 10 bis 100 geringer als bei herkömmlichen Holzheizungen. Die Werte bewegen sich zwischen 5 und 20 Milligramm je Normkubikmeter Abgas (mg/Nm³) und entsprechen damit denen von bestehenden Ölheizungen", heißt es in der DEPV-Pressemitteilung. Würden alle bestehenden Holzheizungen durch moderne Pelletsheizungen ersetzt, senke sich der Ausstoß von Feinstaub um mehr als 50 Prozent, so der Feinstaub-Experte Volker Lenz vom Institut für Energetik und Umwelt (IE) in Leipzig.


DEPV will Gegendarstellung zum Plusminus-Beitrag

Die aus Pelletsheizungen emittierten Feinstäube sind laut DEPV aufgrund der Hauptbestandteile (anorganische Salzen) fünf bis zehn Mal weniger giftig als beispielsweise Ruß aus Dieselmotoren oder herkömmlichen Holzheizungen. Neue Gutachten von Prof. Thomas Nußbaumer vom Schweizer Ingenieurbüro Verenum zeigten, dass Feinstäube aus vollständiger Pelletsverbrennung daher fast keine biologische Reaktivität aufzeigen und in den menschlichen Atemwegen fast vollkommen gelöst würden. Nach Informationen des DEPV sei der gleiche Fernsehbeitrag bereits im Österreichischen Rundfunk gesendet worden. Dieser habe hierzu bereits eine Gegendarstellung im Internet veröffentlicht. Der DEPV strebt dies auch für den Plusminus-Beitrag des Bayerischen Rundfunks an.

Ein Informationspapier zum Feinstaub (6 S., PDF) ist auf den Internetseiten des DEPV erhältlich unter www.bafa.de

- Eine Liste mit den förderfähigen automatisch beschickten Biomasse-Anlagen kann als PDF-Dokument
heruntergeladen werden, ebenso eine

- Liste mit den förderfähigen handbeschickten Biomasse-Anlagen

25.01.2007   Quelle: BAFA   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: BSW/Viessmann,
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Neue Funktionskontrolle für Solarwärmeanlagen ist marktreif

Input/Output-Kontrolle für Solarwärmeanlagen
Input/Output-Kontrolle
für Solarwärmeanlagen

Mangelnde Effizienz oder der vollständiger Ausfall einer thermischen Solaranlage kann lange Zeit unbemerkt bleiben, da der Heizkessel die fehlende Wärme umgehend nachliefert. Eine zuverlässige Funktionskontrolle von Solaranlagen nutzt daher nicht nur den Eigentümern sondern auch den Herstellern, den Planern und dem Handwerk. "Garantierte Erträge" schaffen Vertrauen in die Qualität und den zuverlässigen Betrieb der Anlagen. Bisher erfordert der Nachweis garantierter Erträge eine aufwändige Messtechnik. Jetzt sind die wissenschaftlichen Arbeiten an einem neuen Verfahren abgeschlossen, mit dem die permanente Funktionskontrolle von Solaranlagen möglich ist.   Das berichtet der BINE Informationsdienst in einer Pressemitteilung. In einem Workshop stellt das Institut für Solarenergieforschung (ISFH) in Hameln am 13.Februrar 2007 die Ergebnisse vor.

Erste Geräte kommerziell verfügbar

Das vom Bundesumweltministerium im Rahmen des Programms Solarthermie2000+ geförderte Projekt hat nicht nur die wissenschaftlichen und technischen Grundlagen für das so genannte Input/Output-Verfahren (IOC) geschaffen, auch die ersten kommerziell verfügbaren IOC-Geräte wurden bereits entwickelt. Die Einbindung solcher Geräte in das Gebäudemanagement wird intensiv untersucht. Welche Möglichkeiten die Forscher für den Einsatz dieser Geräte sehen, ist Thema der IOC-Fachgespräche am 13. 02. 2006 in Hameln unter dem Motto "Von der Wissenschaft für die Praxis !". Veranstaltungsort ist das ISFH, Am Ohrberg 1, in 31860 Emmerthal.


Hintergrundinformationen im Internet

Weitere Informationen zum Workshop und Anmeldungsunterlagen können ISFH angefordert werden, per E-Mail k.vanoli@isfh.de oder per Fax: 05151 - 999 500. Die Kostenpauschale für Tagungsunterlagen und Verpflegung beträgt 50.- Euro. Über die Ergebnisse des Workshops wird BINE im Anschluss berichten. Das BINE-Projekt-Info zum IOC-Verfahren aus dem Jahr 2003 kann heruntergeladen werden unter www.bioenergie.de

24.01.2007   Quelle: Bundesverband BioEnergie e.V. (BBE)   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

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Wasserkraftwerk Rheinfelden
Wasserkraftwerk Rheinfelden

Fünf Monate früher als ursprünglich geplant, erfolgte Mitte Januar 2007 der offizielle Spatenstich für das Maschinenhaus des neuen Wasserkraftwerks in Rheinfelden. In dem neuen Kraftwerk sollen im Jahr 2011 vier Rohr-Turbinen mehr als dreimal soviel Strom wie die alten Maschinen des bestehenden Kraftwerks erzeugen: jährlich rund 600 Millionen Kilowattstunden erneuerbare Energie. Das neue Stauwehr werde im April 2007 in Betrieb gehen, berichtet die Energiedienst Holding AG in einer Pressemitteilung.  Die Vorarbeiten für das Maschinenhaus würden bereits auf Hochtouren laufen. Sämtliche Bau-, Stahlwasserbau- und Elektroarbeiten am bereits fertig gestellten zweiten Wehrabschnitt gingen sehr zügig voran und ermöglichten so den großen Zeitvorsprung. "Wir sind sehr zufrieden mit dem aktuellen Baufortschritt und hoffen, dass wir unser Jahrhundertprojekt innerhalb des geplanten Kosten- und Zeitrahmens fortführen und fertig stellen werden", betont Martin Steiger, Vorstand der Energiedienst AG.



380 Millionen Euro für Strom aus Wasserkraft

Die Ausschreibungen für den Rohbau des Maschinenhauses, die Turbinen und Generatoren sowie den Stahlwasserbau erfolgten auf europäischer Ebene. Das Baulos hat die ARGE der vier Firmen Implenia, Rothpletz-Lienhard, Schleith und Züblin gewonnen. Die Fertigung und Montage der Rohrturbinen und der Generatoren übernehmen die Unternehmen Voith Siemens Hydro (Heidenheim) und Alstom Hydro Schweiz (Birr). Die Hans Künz GmbH verantwortet weiterhin den Stahlwasserbau. Die Aufträge über rund 116 Millionen Euro seien noch im Dezember unterzeichnet worden, so die Energiedienst Holding AG. Damit lägen die Vergaben sehr gut im vorgegebenen Budgetrahmen, der für das Maschinenhaus ein Volumen von 277 Millionen Euro hat. Für das Gesamtprojekt wird mit Kosten in Höhe von 380 Millionen Euro gerechnet.


600 Millionen Kilowattstunden für rund 170.000 Haushalte

Im Frühjahr 2008 soll mit dem Rohbau für das Maschinenhaus begonnen werden. Bis Ende 2010 soll das neue Kraftwerk in Betrieb sein. Mehr als doppelt soviel Wasser als durch die alten Maschinen soll dann durch die Turbinen des neuen Kraftwerks laufen: rund 1.500 Kubikmeter pro Sekunde. In Rheinfelden steigt dann die Leistung von 25 Megawatt auf 100 MW und die jährliche Stromproduktion von 185 auf 600 Millionen Kilowattstunden (kWh). Im neuen Kraftwerk kann laut Energiedienst Holding AG umweltfreundlich erzeugter Strom für rund 170.000 Haushalte gewonnen werden.


Zusätzliche Maßnahmen für die Umweltverträglichkeit

Zur Verbesserung der Umweltverträglichkeit des Neubaus führe Energiedienst eine Reihe ökologischer Aufwertungsmaßnahmen durch. Sie sollen die Durchgängigkeit und die Struktur des Rheins verbessern, Ruhe- und Laichzonen für Fische schaffen, den Rhein mit seinen Seitenarmen vernetzen sowie einen natürlichen Übergang zwischen Wasser und Land herstellen. Ab 2012 soll anstelle des heutigen Kraftwerkkanals ein naturnahes Fließgewässer Fischen und anderen Wasserlebewesen als Aufstiegs- und Laichgewässer dienen.

24.01.2007   Quelle: Energiedienst Holding AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Energiedienst Holding AG,

 

Sunways-Wechselrichter sorgen für Solarstrom-Spitzenerträge auf spanischer Orangenfarm

Solarkraftwerk in Almendricos.
Solarkraftwerk in Almendricos.

In Almendricos, einem Ort in der spanischen Region Murcía, erzeugt seit dem Sommer 2006 eine Photovoltaik-Freiflächenanlage auf einer Orangenfarm Solarstrom unter südlicher Sonne. 70 Wechselrichter der Konstanzer Sunways AG speisen den Strom in das Netz ein. Das Überwachungsgerät Sunways Communicator dokumentiert die Leistungs- und Ertragsdaten der Anlage.   Das Besondere der Freiflächenanlage seien die eingesetzten Solar-Tracker, berichtet die Sunways AG in einer Pressemitteilung. Diese Gestelle mit aufmontierten Solarmodulen drehen sie sich mit der Sonne und steigern so den Solarstrom-Ertrag. Die Sonnenstrahlung wird zu jeder Tageszeit in einem optimalen Winkel eingefangen. Jeder Tracker ist mit zwei Sunways-Wechselrichtern "Solar Inverter NT 5000" verschaltet, die Wirkungsgrade von bis zu 97 Prozent erzielen. Insgesamt 70 installierte Sunways Solar Inverter liefern eine Anlagenleistung von 343 Kilowatt peak (kwp).

Solarstromleistung wird auf Sunways-Portal ins Bild gesetzt

Der Sunways Communicator erfasst die Betriebsdaten des Photovoltaiksystems: Das Gerät speichert die Eingangs- und Ausgangsspannung, den Eingangsstrom, die Ausgangsleistung, den Energieertrag sowie die Einstrahlung und die Modultemperatur. Um eine Aussage über die Leistung eines Photovoltaiksystems zu treffen, werden verschiedene Indikatoren herangezogen. Dazu gehören der reale und der theoretisch mögliche Energieertrag sowie die "Performance Ratio", das Verhältnis zwischen dem realen Ertrag und dem theoretisch möglichen Ertrag eines Photovoltaiksystems. Diese Indikatoren werden im internetbasierten Sunways-Portal mit den Daten des Communicators berechnet und in Diagrammen visualisiert. So lässt sich die Leistung der Solarstromanlage verständlich darstellen.


Tracker plus Strangwechselrichter sorgen für überdurchschnittliche Erträge

Die monatliche Sonneneinstrahlung in Almendricos betrug laut Sunways im September des vergangenen Jahres 234 Kilowattstunden pro Quadratmeter (kWh/m²) und erlaubte damit, den theoretisch möglichen Energieertrag zu erzielen. Das Zusammenspiel zwischen den Trackern und dem hohen Wirkungsgrad der Sunways-Wechselrichter habe einen Gesamtertrag von insgesamt 65.126 Kilowattstunden Solarstrom ergeben, beziehungsweise 191 Kilowattstunden pro installiertem Kilowatt Spitzenleistung (kWpeak). Die Performance Ratio lag bei 81,6 Prozent und damit über dem üblichen Wert von 60 bis 80 Prozent. In diesem Fall zeigte sich ein Vorteil durch die kleinen, dezentral installierten Strangwechselrichter gegenüber der sonst üblichen Zentralwechselrichter. "Die Ergebnisse belegen: Der Einsatz der Tracker-Technologie in Kombination mit Sunways-Wechselrichtern führt zu überdurchschnittlichen Erträgen", betont Sunways.

23.01.2007   Quelle: Sunways AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Sunways AG,
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AKW-Hersteller will Windenergie-Unternehmen REpower übernehmen

Der größte Einzelaktionär des Windenergieanlagenherstellers REpower Systems AG (WKN 617703), der französische Produzent von Kernkraftwerken AREVA S.A., hat am 22. Januar 2007 angekündigt, ein freundliches Übernahmeangebot an alle Aktionäre der REpower Systems AG abzugeben. Das berichtet die REpower Systems AG in einer Pressemitteilung. Das Angebot sehe einen Übernahmepreis von 105 Euro je Aktie und eine Prämie von 44 Prozent auf den Durchschnittskurs der letzten drei Monate vor, heißt es in der Pressemitteilung. 
Weltweites Kompetenzzentrum für Windenergie in Deutschland angekündigt

Der Vorstand befürworte ein weitergehendes Engagement der AREVA S.A. grundsätzlich und werde nach ausführlicher Prüfung des Angebots eine begründete Stellungnahme veröffentlichen. Insbesondere begrüße der REpower-Vorstand die Aussage von AREVA, dass geplant sei, "ein weltweites Kompetenzzentrum für Windenergie in Deutschland entstehen zu lassen."

"REpower und AREVA arbeiten bereits seit längerer Zeit in verschiedenen Bereichen erfolgreich zusammen und auch als Aktionär mit einem Gesellschaftsanteil von nahezu 30 Prozent ist uns die Gesellschaft seit inzwischen mehr als einem Jahr bekannt", erklärt der REpower-Vorstandsvorsitzende Prof. Dr. Fritz Vahrenholt. "Unsere bisherige Zusammenarbeit hat gezeigt, dass AREVA unsere Strategie unterstützt und mit kommerzieller und finanzieller Stärke unser künftiges Wachstum beschleunigen kann. Insofern glauben wir, dass wir mit AREVA als einem der weltweit führenden Unternehmen im Energiesektor den richtigen Partner an unserer Seite wissen", so Vahrenholt weiter.

23.01.2007   Quelle: REpower Systems AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

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SANYO plant weitere Fabrik zur Solarmodul-Produktion

256,5 kW-Solarstromanlage mit SANYO-Modulen (Alfdorf, Deutschland).
256,5 kW-Solarstromanlage mit SANYO-Modulen
(Alfdorf, Deutschland).

Die SANYO Electric Co., Ltd. (SANYO, Tokyo) kündigte am 16.01.2007 an, sie wolle einen Teil ihrer japanischen Produktionsstätte in Shiga umbauen, um dort künftig Solarmodule aus HIT-Solarzellen herzustellen. Zudem würden Teile des Umweltmanagements, der Qualitätskontrolle und der Kundenbetreuung in neue Unternehmensbereiche innerhalb der Produktionsstätte in Shiga überführt werden. In die neue Solarmodulproduktion auf dem Gelände in Shiga, die noch 2007 anlaufen soll, will SANYO rund zwei Milliarden Yen (rund 12,8 Millionen Euro) investieren. Im Jahr 2007 soll die Produktionskapazität der als Nullemissionsfabrik geplanten Anlage etwa 40 Megawatt betragen und 2008 weiter ausgebaut werden.  Bereits im Dezember 2006 hatte SANYO angekündigt die Kapazität zur Fertigung von HIT-Solarzellen von bisher 165 MW auf 260 MW im Jahr 2007 und 350 MW im Jahr 2008 auszubauen.

Solarmodulproduktion in Japan, Ungarn und Mexiko

Derzeit werden HIT-Solarzellen hauptsächlich in einer Fabrik in Nishikinohama (Osaka) gefertigt und von der SANYO Electric Co., Ltd. an zwei japanischen Standorten und jeweils einer Fabrik in Ungarn und Mexiko zu Solarmodulen weiterverarbeitet. Bis 2006 wurden in Shiga Waschmaschinen für private Haushalte und den kommerziellen Einsatz sowie elektrische Küchengeräte entwickelt. Im Zuge von Rationalisierungsmaßnahmen sollen diese Bereiche nach Tokio verlagert werden. Um die Fabrik in Shiga auszulasten werde zeitgleich mit dem Bau der Solarmodul-Produktion ein neues Umwelt-Managementzentrum auf dem Fabrikareal in Shiga errichtet.

23.01.2007   Quelle: SANYO Electric Co., Ltd   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Donauer Solartechnik,
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Neue Studie: Photovoltaik kann Wettbewerbsfähigkeit gegenüber herkömmlichen Energien erreichen

Eine an der Universität Kassel vorgelegte wirtschaftswissenschaftliche Dissertation zeigt, wie die Photovoltaik als noch immer teuerste der Techniken zur Nutzung der erneuerbaren Energien aufgrund der üblichen Massenproduktions-Lerneffekte gegenüber fossilen Energieträgern wettbewerbsfähig werden kann. Voraussetzung ist laut Studie, dass ihre Markteinführung im eigenen Land weiterhin energisch genug betrieben wird.   Bei einem jährlichen Wachstum der Photovoltaik-Installationen um 20 % würden im Jahr 2020 ungefähr 50 Gigawatt (GW) Solarstromleistung in Deutschland zur Verfügung stehen. Ob dann bereits die Gewinnschwelle (break-even-point) erreicht sein wird, hängt laut Studie nicht nur von der Entwicklung in Deutschland sondern auch im Weltmaßstab ab. In volkswirtschaftlicher Hinsicht wäre es besonders günstig, wenn die deutschen Photovoltaikhersteller nicht nur den Binnenmarkt beliefern, sondern darüber hinaus einen zunehmenden Anteil exportieren. Wenn die Nachfrage des deutschen Marktes zurückgehe, der Weltmarkt jedoch noch weiter wachse, könnte die deutsche PV-Industrie die bei der Markteinführung volkswirtschaftlich aufgebrachten so genannten Lernkosten über Exporteinnahmen für die Volkswirtschaft sogar mehrfach zurückgewinnen, so eines der Ergebnisse der Untersuchung.


Erfahrungskurven beziehen Investitionskosten, Lebensdauer des Systems und performance ratio ein

Der Autor, Dr. Martin Staffhorst, verwendet das Konzept der Erfahrungskurven, um Preissenkungen der Photovoltaik in der Vergangenheit zu untersuchen und die möglichen ökonomischen Auswirkungen verschiedener PV-Wachstumsszenarien zu bewerten. Er untersucht, welche Lerninvestitionen notwendig sind, damit die Solarstromtechnik die wirtschaftliche Wettbewerbsfähigkeit für die Stromerzeugung erreicht, und welche Gewinne durch die Photovoltaik im Strommix möglich sind. Der Autor hebt hervor, wie wichtig es für die Erfahrungskurvenanalyse ist, neben den Investitionskosten weitere Faktoren wie beispielsweise die Lebensdauer des Systems oder die so genannte performance ratio (Verhältnis von Nutzertrag und Sollertrag) mit einzubeziehen. Verschiedene Datenquellen für die Konstruktion von PV-Erfahrungskurven werden bewertet und die Herausforderung von globalem und lokalem Lernen wird erörtert.


Break-even-Modell simuliert PV-Wachstum und Preissenkungen

Die Ergebnisse der konstruierten Erfahrungskurven auf Basis von Modul-, System- oder kWh-Preisen werden ausgewertet. In einem dritten Schritt werden die Lerninvestitionen verschiedener Szenarien analysiert. Durch die Kombination von Preisdaten der Strombörse und Erzeugungsprofilen von PV-Systemen mit mehr als 10 Megawatt (MW) Leistung wird der Wert der Photovoltaik im öffentlichen Stromnetz ermittelt. Das break-even-Modell simuliert die Kombination verschiedener Szenarien für das PV-Wachstum, für PV-Preissenkungen, den Anstieg des herkömmlichen Strompreises sowie für verschiedene Methoden zur Berechnung der Verzinsung (Diskontierung) sowohl auf einer weltweiten Basis als auch aus dem Blickwinkel der deutschen Wirtschaft. Diese Ergebnisse werden in einem Szenario für einen stark exportorientierten deutschen Markt und einem Szenario der schnellen PV-Verbreitung in globalen Nischenmärkten erweitert.


Die Dissertation von Dr. Martin Staffhorst ist erhältlich unter
http://www.upress.uni-kassel.de/publi/abstract.php?978-3-89958-241-3

23.01.2007   Quelle: Dr. Martin Staffhorst   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

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Geothermie in Bayern: Zweite Bohrung bei München übertrifft Erwartungen

Pumptest im Dezember 2006
Pumptest im Dezember 2006

Am 18.01.2007 wurde die zweite Tiefbohrung des Geothermie-Projektes in Unterhaching bei München mit der Feststellung der Fündigkeit erfolgreich abgeschlossen, berichtet die Prüfungs-und Beratungsgesellschaft Rödl & Partner in einer Pressemitteilung. Das vorläufige Ergebnis übertreffe alle bisherigen Erwartungen: Temperatur und Schüttmenge des in 3.577 Metern Tiefe gefundenen Wassers ließen nochmals bessere Schüttungsraten erwarten als bei der ersten Tiefbohrung. Damit seien die endgültige Fündigkeit sowie der wirtschaftliche und geologische Erfolg des Projektes gesichert.   Die Temperatur sei im Vergleich zur ersten Tiefbohrung nochmals deutlich höher und liege derzeit bei gemessenen 127° C. Die Länge des Bohrloches beträgt insgesamt 3.864 Meter. Die genaue Auswertung der Daten soll im Laufe der 4. Kalenderwoche abgeschlossen sein. "Dies ist der Durchbruch für die Geothermie als alternative Energiequelle in Bayern" erklärt Christian Schönwiesner-Bozkurt von Rödl & Partner, Leiter des Geothermieprojektes in Unterhaching. "Über 80 Städte, Gemeinden und Privatinvestoren, die vergleichbare Projekte planen, haben auf diesen Moment gewartet. Mit dem Erfolg der zweiten Bohrung ist der Beweis angetreten, dass das Molassebecken ein zuverlässiger Lieferant für die Energie- und Wärmeversorgung der Zukunft ist", so Schönwiesner-Bozkurtweiter. Rödl & Partner rechne allein in Bayern mit einem Investitionsvolumen von rund 3,2 Milliarden Euro für die Erdwärme-Nutzung in den kommenden Jahren.

Höhere Schüttungsrate steigert Wirtschaftlichkeit des Projektes

Das Vorhaben in Unterhaching ist eines der wichtigsten Pilotprojekte zur Nutzung der Erdwärme als alternative Energiequelle in Europa. Die erste Bohrung in Unterhaching hatte in 3.350 Metern Tiefe thermales Wasser mit einer Temperatur von 123° Grad Celsius und einer Schüttung von 150 Litern pro Sekunde Wassermenge ergeben. Nach den vorläufigen Ergebnissen der zweiten Bohrung kann die komplette Wassermenge aus der ersten Bohrung ohne weiteren Pumpstromaufwand in die Erde zurückgeführt werden, da die Schüttungsrate deutlich höher ist, als bisher erwartet. Dies werde die Wirtschaftlichkeit des Projektes weiter erhöhen, weil zusätzlicher Stromaufwand für die Rückführung des Wassers nicht erforderlich sei, heißt es in der Pressemitteilung. "Aus der Kenntnis des Marktes heraus sind wir uns sicher, dass eine Vielzahl weiterer Projekte nun nicht nur umgesetzt werden, sondern dass deren Konzeptionen neu überdacht werden", urteilt Schönwiesner-Bozkurt.


Krisensichere Energie - unabhängig vom Weltmarkt

Es zahle sich aus, auch bei erneuerbaren Energien auf Wirtschaftlichkeit und Qualität zu setzen. Die Energie- und Wärmegewinnung mit Geothermie könnte zu einem Exportschlager für Technik und Know-how aus Deutschland werden. Das Geothermieprojekt in Unterhaching entwickle sich zum Musterbeispiel für die wirtschaftliche Nutzung erneuerbarer Energien in Deutschland. "Vor dem Hintergrund steigender Energiekosten stellt sich die Frage nach einer sicheren Alternative zu fossilen Brennstoffen. Strom und Wärme aus Geothermie sind günstig, krisensicher und erhöhen die Unabhängigkeit vom Weltmarkt", erklärt Schönwiesner-Bozkurt. Für das Geothermieprojekt in Unterhaching sei von Rödl & Partner ein eigenes Fernwärmepreissystem entwickelt worden, das künftig deutlich günstigere Wärmepreise ermögliche, als nach der bisherigen Preisbindung an fossile Brennstoffe.

Die Prüfungs- und Beratungsgesellschaft Rödl & Partner hat die Projektleitung für das gesamte Geothermieprojekt in Unterhaching inne. "Nach unseren Informationen gibt es derzeit deutschlandweit ein Investitionsvolumen für tiefengeothermische Energieerzeugung von zirka 5,5 - 6,5 Milliarden Euro", so Schönwiesner-Bozkurt. Allein in Bayern könnten künftig 8-10 Prozent des bisherigen Fernwärmebedarfs durch tiefengeothermische Energie gedeckt werden.

Weitere Informationen, Fotos und Schaubilder unter http://www.geothermieprojekte.de.

23.01.2007   Quelle: Rödl & Partner; openPR   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Rödl & Partner,
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Spanien: EECH übergibt 178 Megawatt-Windkraftprojekte an Stromanbieter

Die Hamburger European Energy Consult Holding AG (EECH ) übergibt Windenergie-Projekte mit einer gesamten Nennleistung von 178 Megawatt (MW) an die spanische IBERDROLA, S.A. Von den 178 Megawatt seien bei Projekten mit 86 MW bereits die ersten Bauabschnitte durch IBERDROLA, S.A. begonnen worden, heißt es in der EECH-Pressemitteilung. Der Baubeginn der zweiten Projektreihe mit 92 Megawatt Nennleistung soll noch in der ersten Jahreshälfte vollzogen werden.  Die Vorhaben befinden sich in den südspanischen Regionen Andalusien und Murcia. Die EECH European Energy Consult Holding AG kooperiere seit mehreren Jahren sehr eng mit IBERDROLA, S. A., Spaniens zweitgrößtem Stromanbieter und Weltmarktführer bei der Windenergie-Nutzung.


Künftig sollen Solarenergie-Projekte im Mittelpunkt stehen

Mit der Übergabe der baureifen Projekte an den Geschäftspartner setze die EECH ihr langjähriges Engagement im spanischen Energiemarkt fort. "Wir freuen uns, auf dem stark umkämpften Windenergiemarkt Spaniens einen weiteren Meilenstein gesetzt zu haben", erklärt Tarik E. Yoleri, Vorstand der EECH European Energy Consult Holding AG. "Wobei wir zukünftig einen stärkeren Fokus auf die Entwicklung von Solarenergie-Projekten legen werden", so Yoleri weiter.

22.01.2007   Quelle: EECH European Energy Consult Holding AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

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juwi-Gruppe: Solar-Sparte soll 2007 den größten Umsatz bringen

juwi-Arbeitsfelder: Windenergie und Biogas.
juwi-Arbeitsfelder: Windenergie und Biogas.

Die international tätige juwi-Gruppe (Mainz/Bolanden) hat ihr Jubiläumsjahr 2006 mit neuen Spitzenwerten bei Umsatz und Mitarbeiterzahl abgeschlossen, berichtet die juwi GmbH in einer Pressemitteilung. Der Jahresumsatz der Arbeitsfelder Windenergie, Solarenergie und Bioenergie habe im Jahr 2006 rund 120 Millionen Euro betragen, die Zahl der Mitarbeiter sei von 110 auf 150 gestiegen. "Und in den nächsten Jahren erwarten wir weiterhin ein solides und rasantes Wachstum", betonen die beiden juwi-Geschäftsführer Fred Jung und Matthias Willenbacher. Bereits innerhalb der nächsten beiden Jahre werde sich der Jahresumsatz mehr als verdoppeln und die Zahl der weltweit tätigen Mitarbeiter soll sich bis Ende 2008 auf rund 300 erhöhen. 2007 will juwi erstmals mehr Umsatz mit Photovoltaik als mit Windenergieanlagen machen.   "Allein im ersten Quartal 2007 suchen wir rund 50 neue Mitarbeiter für unsere Niederlassungen in Bolanden, Mainz und Leipzig", verweist Willenbacher auf die positiven Effekte für den Arbeitsmarkt durch den Ausbau erneuerbarer Energien.

Windkraftanlagen mit 100 Megawatt in Deutschland und 340 MW weltweit errichtet

Zur Nutzung der Windenergie hat juwi im Jahr 2006 nach eigenen Angaben über 50 Windräder mit einer Gesamtleistung von rund 100 Megawatt (MW) errichtet – so viel wie nie zuvor in einem einzigen Jahr. Die meisten Projekte liegen in Rheinland-Pfalz, wo der Anteil der Windenergie an der Stromerzeugung im Lande mittlerweile rund 20 Prozent betrage. In Rheinland-Pfalz habe juwi einen Marktanteil von rund 33 Prozent. Weltweit habe die juwi-Gruppe bis Ende 2006 über 215 Windräder mit einer Gesamtleistung von rund 340 MW errichtet. Neben dem weiteren Windenergie-Ausbau im deutschen Binnenland liege der Schwerpunkt der internationalen Aktivität in Frankreich, USA, Costa Rica, Argentinien und Tschechien.


Zwei Solarparks mit einer Gesamtleistung von über 50 MW geplant

Darüber hinaus habe sich die juwi-Gruppe zu einem der führenden Unternehmen beim Bau von Solarstromanlagen entwickelt und bis Ende 2006 über 30 MW realisiert. "Dank entsprechender Rahmenbedingungen werden wir 2007 erstmal mehr Umsatz im Bereich Photovoltaik als im Bereich Windenergie machen“, ergänzt Willenbacher. Dazu sollen vor allem mehrere Freiflächen-Photovoltaik-Anlagen in Sachsen beitragen: Allein für zwei Projekte in der Nähe von Leipzig will die juwi solar GmbH Dünnschichtmodule von First Solar mit einer Gesamtleistung von über 50 MW installieren. Hinzu kämen mehrere größere Dachflächenanlagen in Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg. Auch international baue die juwi solar GmbH ihre Aktivität aus: "Derzeit bereiten wir den Bau mehrerer Projekte in Italien, Spanien und Ruanda vor", so Lars Falck, Geschäftsführer der juwi solar GmbH.


Energie aus Biogas und Holzpellets

Das juwi-Portfolio wird abgerundet durch die Bioenergie. Im Jahr 2006 konnte die juwi-Gruppe an den Standorten Morbach im Hunsrück und Bischheim in der Pfalz zwei Biogas-Anlagen mit einer elektrischen Leistung von jeweils 500 Kilowatt in Betrieb nehmen. In beiden Fällen wird auch die Abwärme der Blockheizkraftwerke vollständig genutzt, in Bischheim beispielsweise zur Herstellung von Malz in einer benachbarten Kupfermühle. In der Morbacher Energielandschaft wird die Abwärme als Prozesswärme für die Produktion von Holzpellets genutzt. Mit dem Bau der entsprechenden Fertigungsstätte habe die juwi GmbH in diesen Tagen begonnen. Neben dem weiteren Ausbau der Biogas-Aktivität will juwi demnächst auch Anlagen einsetzen, die auf dem Prinzip der Holzverstromung basieren.


Rein regenerative Stromversorgung in Rheinland-Pfalz bis 2030 möglich

Mit der Umsetzung der bisherigen und künftigen Projekte verfolgt die juwi-Gruppe die Vision einer weltweit nachhaltigen Energieversorgung. Für Rheinland-Pfalz hält juwi-Geschäftsführer Matthias Willenbacher eine rein regenerative Stromversorgung bereits im Jahr 2030 für möglich: "Dazu müssen wir nur die vorhandenen Potenziale und Techniken noch konsequenter als bisher nutzen. Dann wird schon in weniger als 25 Jahren der in Rheinland-Pfalz verbrauchte Strom zu 100 Prozent aus den erneuerbaren Energiequellen Wind- und Wasserkraft, Sonnen- und Bioenergie sowie Geothermie stammen." Darüber hinaus will juwi mit verschiedenen Pilotprojekten beweisen, dass schon in kürzester Zeit ganze Regionen komplett auf eine regenerative Energieversorgung umgestellt werden können. "Entsprechende Vorhaben planen wir beispielsweise in Morbach im Hunsrück. Die rund 11.000 Einwohner zählende Gemeinde wird sich schon in zwei bis drei Jahren zu 100 Prozent mit regenerativen Energien versorgen können “, so Willenbacher. Und der nächste Schritt werde ebenfalls schon fest ins Auge gefasst: "Wir suchen eine städtische Region in Deutschland, in der wir bereits bis Ende 2020 rund 100 Prozent des Stroms aus erneuerbaren Energiequellen bereitstellen wollen."

22.01.2007   Quelle: juwi GmbH   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: juwi GmbH,
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Nach „Kyrill“: CDU-Umweltpolitiker mahnen zu stärkeren Anstrengungen beim Klimaschutz

Umweltminister Dr. Christian von Boetticher
Umweltminister
Dr. Christian von Boetticher

Die Umweltminister Schleswig-Holsteins, Dr. Christian von Boetticher, und des Saarlands, Stefan Mörsdorf, haben gemeinsam mit Thüringens Umweltstaatssekretär, Prof. Dr. Christian Juckenack, stärkere Anstrengungen beim Klimaschutz angemahnt. Mit Blick auf den Sturm "Kyrill" sagte Umweltminister von Boetticher am 20. 01.2007: "Das Klima fliegt uns um die Ohren."   Die CDU-Umweltpolitiker warnten davor, dass Stürme wie "Kyrill" und andere negative Folgen der Klimaänderung regelmäßige Erscheinungen werden könnten, wenn nicht entschlossen umgesteuert werde. "Dazu brauchen wir einen Bundesumweltminister, der gestaltet statt verwaltet", sagte Thüringens Staatssekretär Juckenack.

Länder-Kritik an Bundesumweltminister Sigmar Gabriel

Während die EU-Kommission kürzlich klare Klimaschutzziele präsentiert und selbst der Energiekonzern Vattenfall sich in einer eigenen Studie zum Klimaschutz bekannt habe, sei beim Bundesumweltminister immer noch kein klares Konzept erkennbar, so die Unions-Minister. "Sigmar Gabriel greift ohne langfristige Strategie heute dieses, morgen jenes Thema auf, umgesetzt wird aber nichts", kritisierte Christian von Boetticher. Die CDU-Politiker forderten vom Bundesumweltminister, seine Führungsverantwortung bei der deutschen Klimaschutzpolitik wahrzunehmen. Von Boetticher, Mörsdorf und Juckenack bemängelten außerdem, dass es beispielsweise für den bereits Ende 2005 veröffentlichten EU-Aktionsplan zur stärkeren Nutzung von Biomasse immer noch kein nationales Umsetzungskonzept gebe.


EU-Vorgabe zur Senkung des Kohlendioxidausstoßes bis 2012 realistisch und notwendig

Alle drei Minister befürworteten außerdem ein rasches Einlenken Deutschlands beim Streit mit der EU um die Reduzierung des Kohlendioxidausstoßes bis 2012. Eine Beschränkung auf 465 Millionen Tonnen sei realistisch und vor allem notwendig. "Es sollte alle Kraft in die Erreichung dieser Vorgabe investiert werden statt der EU mit juristischen Schritten zu drohen“, so Christian von Boetticher. Gegebenenfalls müsse auch der Handel mit so genannten Emissionszertifikaten stärker als bisher vorgesehen in Betracht gezogen werden, schlug er vor. Die Umweltpolitik auf Bundesebene müsse mit neuem Elan vorangebracht werden. "Minister Gabriel darf sich nicht nur auf kurzatmige Ankündigungen beschränken. Er muss Ziele formulieren, Pläne entwickeln und diese dann auch umsetzen", fordert der saarländische Minister Mörsdorf.

22.01.2007   Quelle: Ministerium für Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume des Landes Schleswig-Holstein.   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: MLUR SH,
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Tagung über Supraleiter in Wind- und Wasserkraftanlagen

Supraleiter im Vergleich zu einem Kupferkabel.
Supraleiter im Vergleich zu einem
Kupferkabel.

Hochtemperatursupraleiter gelten als eine der Schlüsseltechnologien des 21. Jahrhunderts: Sie ermöglichen elektrische Maschinen, die nahezu verlustfrei arbeiten und aufgrund des geringeren Materialeinsatzes bei gleicher Leistung kleiner und leichter werden. Volumen- und Gewichtseinsparungen von bis zu 65 Prozent werden erwartet, berichtet die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) in der Ankündigung einer Konferenz am Montag, 26. Februar 2007, von 9 bis 16 Uhr im Zentrum für Umweltkommunikation (ZUK) der DBU in Osnabrück.   Heute böten grundsätzlich fast alle Bereiche der Energie- und Elektrotechnik Einsatzmöglichkeiten für die HTSL-Technologie, so die DBU. Supraleiter sind Materialien, die beim Unterschreiten einer bestimmten Temperatur sprunghaft ihren elektrischen Widerstand verlieren. Hochtemperatursupraleiter (HTSL) gehören zu einer Klasse keramischer Supraleiter, die höhere Sprungtemperaturen als herkömmliche metallische Supraleiter aufweisen. Die vergleichsweise dünnen HTSL-Drähte werden überall dort angewendet, wo es darum geht, große Stromflüsse wirkungsvoll zu leiten oder kompakte Magnetfelder zu erzeugen.


Die DBU-Tagung untersucht Perspektiven von Supraleitern in Wind- und Wasserkraftanlagen. Fachleute aus der Wind- und Wasserkraftwirtschaft referieren über technische sowie wirtschaftliche Perspektiven und diskutieren den neuesten Stand der HTSL-Technolgie. Die Veranstaltung wendet sich an Entscheidungsträger aus Forschung & Entwicklung, der Produktentwicklung, an Zulieferer der verarbeitenden Industrie und an interessierte Anwender. Die Konferenzsprache ist Englisch. Detailliertes Tagungsprogramm und Anmeldemöglichkeit unter http://www.dbu.de/550artikel26133_135.html.

22.01.2007   Quelle: DBU   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: DBU,
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Unternehmensberatung wertet Internetauftritte der Solar-Branche als verbesserungswürdig

Solarunternehmen präsentieren sich im Internet häufig wenig vorteilhaft, so die Unternehmensberatung CEWICON (Rösrath), die für die Branche eine Studie erstellt hat. Die Webseiten vieler Unternehmen haben laut CEWICON grundsätzliche handwerkliche Mängel und böten nur einen geringen Nutzen für die Besucher. CEWICON hat nach eigenen Angaben 199 zufällig ausgewählte Internetauftritte von Solarunternehmen untersucht und nach 42 Kriterien ausgewertet.   Hierzu zählten grundlegende Qualitätsmerkmale, wie Struktur, Klarheit der Navigation, durchgehende Präsenz des Logos, Vollständigkeit von Impressum und Datenschutzerklärung. Ausgewertet worden sei auch die Qualität der Unternehmensdarstellung, beispielsweise im Hinblick auf die Präsentation, Erfahrung oder von Alleinstellungsmerkmalen sowie die Erreichbarkeit wichtiger Ansprechpartner. Pluspunkte in Sachen Kundennutzen vergab CEWICON, wenn Downloads, hilfreiche Links, Berechnungstools oder ähnliches angeboten wurden.


Chance zur Profilierung und Kundenansprache oft nicht genutzt

Erstaunlich hoch sei die Anzahl der Auftritte mit gravierenden Defiziten gewesen, betont CEWICON: Immerhin 38 % der Unternehmen hätten deutlichen Nachholbedarf bei den Basisfunktionen. Verbesserungschancen böte aber auch der Inhalt der Internetseiten. Nur 57 % der Internetauftritte bieten dem Besucher laut CEWICON einen nachhaltigen Nutzen. Gerade Interessenten für Systeme zur Nutzung regenerativer Energien würden typische Fragen stellen, die jeder Anbieter ohnehin im persönlichen Gespräch beantworten müsse. Mit solche Inhalten könnten sich Anbieter im Internet gegenüber potenziellen Kunden profilieren, betont die Unternehmensberatung. Diese Informationen seien jedoch nur selten aufbereitet worden.

CEWICON ist eine Beratungsgesellschaft, die sich nach eigenen Angaben auf mittelständische Unternehmen der Solarindustrie spezialisiert hat. Weitere Hinweise zur Studie und Bestellmöglichkeiten gibt es auf den Internetseiten von CEWICON.

22.01.2007   Quelle: CEWICON; openPR   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

 

Grüne wollen Klimaschutz in Baden-Württemberg vorantreiben

42 kWp-Solarstromanlage im Bioenergiedorf Mauenheim (Baden-Württemberg).
42 kWp-Solarstromanlage im Bioenergiedorf Mauenheim (Baden-Württemberg).

Die Grünen im baden-Württembergischen Landtag legen mit mehreren Anträgen zum Landeshaushalt ein umfangreiches Klimaschutz-Paket vor. "Mit unserem Haushaltspaket geben wir den Startschuss, um mit dem Klimaschutz in Baden-Württemberg endlich Ernst zu machen", sagte der stellvertretende Fraktionsvorsitzende und energiepolitische Sprecher der Grünen im Landtag, Franz Untersteller. Die beunruhigenden neuen Erkenntnisse über das Ausmaß des Klimawandels machten diese Initiative mehr als notwendig. "Auch die Landesregierung schreibt sich den Klimaschutz auf die Fahnen. Im Koalitionsvertrag haben CDU und FDP sich unter anderem vorgenommen, den Pro-Kopf-Energieverbrauch in Baden-Württemberg in den nächsten 10 Jahren um 20 % zu senken. Den hehren Worten sind bisher aber kaum Taten gefolgt", kritisiert Untersteller.   Ablesbar sei dies an folgenden Zahlen: Während auf Bundesebene mittlerweile rund 11,5 % des Stroms aus regenerativen Energiequellen stamme, hinke Baden-Württemberg mit rund 8,5 % hinterher. "Bei diesen wichtigen Zukunftstechnologien spielt Baden-Württemberg immer noch in der Regionalliga", klagt Untersteller. Für die Haushaltsberatungen legen die Grünen nun ein Klimaschutz-Paket vor, dass im Jahr 2007 31,3 Millionen Euro und im Jahr 2008 36,3 Mio. € umfasst, das sind 20,1 Mio. € bzw. 25,5 Mio. € mehr als von der Landesregierung bisher vorgesehen.


Förderung und Beratung für mehr energieautarke Dörfer

Im Einzelnen beantragen die Grünen ein Investitionsprogramm für Biomasse von vier Millionen Euro mit der Förderung der Wärmenutzung von Biogas und festen Biomassen einschließlich des Aufbaus von Wärmenetzen. Außerdem sollen mit Förderung und Beratung mehr energieautarke Dörfer nach dem Vorbild des "Bioenergiedorfs Mauenheim" in geeigneten Kommunen ermöglicht werden.
Einen besonderen Schwerpunkt legen die Grünen im Landtag auf Energieeinsparung und Energieeffizienz von Gebäuden. So soll das Altbaumodernisierungsprogramm, das die Landesregierung auslaufen lassen will, mit vier Millionen Euro jährlich fortgeführt werden. "Bei der energetischen Sanierung von Wohngebäuden kann mit relativ wenig Mittel in kurzer Zeit mit Investitionen, von denen die heimische Wirtschaft profitiert, viel CO2 eingespart werden. Das Land darf sich hier nicht aus der Förderung verabschieden", so Untersteller.


Dringender Investitionsbedarf für energetische Sanierung

Den Kommunen sollen nach den Plänen der Grünen zusätzlich 10 Millionen Euro im Jahr 2007 und 15 Millionen Euro im Jahr 2008 zu den bisher vorgesehenen sechs Millionen Euro für die energetische Sanierung ihrer Gebäude zur Verfügung stehen. Kleine Unternehmen sollen mit 3,5 Millionen Euro jährlich im Rahmen des Allgemeinen Klimaschutz-Plus-Programms bei Energieeinsparinvestitionen unterstützt werden. "Beide Programme waren im Jahr 2006 hoffnungslos überzeichnet. Schon im Juni wurden keine Anträge mehr angenommen. Dies zeigt den dringenden Investitionsbedarf", betont Untersteller.


Effizienztechnologien könnten die Leistung eines Atomkraftwerks Kraftwerks einsparen

In einer Energieeffizienz-Offensive Baden-Württemberg soll mit 2 Millionen Euro jährlich zusätzlich Beratung und Aufklärung über Energieeinsparpotenziale und den Einsatz von Effizienztechnologien wie elektrisch geregelten Heizungspumpen geleistet werden. "Allein durch den konsequenten und flächendeckenden Einsatz dieser Technologien könnte die Leistung eines Kraftwerks im Umfang von 300 Megawatt (MW) eingespart werden. Das entspricht in etwa dem stillgelegten Atomkraftwerk Obrigheim", rechnet Untersteller vor. "Klimaschutz ist kein Luxus-Thema, sondern eine ökonomische Überlebensfrage für Baden-Württemberg. Die anziehende Konjunktur macht es umso dringender, Wachstum und Ressourcenverbrauch zu entkoppeln. Sonst können wir unseren CO2-Ausstoss und damit unseren Beitrag zur Klimaerwärmung, die unsere ökologischen und ökonomischen Lebensgrundlagen bedroht, nicht verringern", so Untersteller abschließend.

22.01.2007   Quelle: Fraktion GRÜNE im Landtag von Baden-Württemberg   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Deutsche Umwelthilfe e.V.,
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Mut zur Nachhaltigkeit: 12 Bücher wollen die Zukunft der Erde verständlich erklären

Neue Literatur zur Nachhaltigkeit.
Neue Literatur zur Nachhaltigkeit.

Eine neue Informationskampagne unter dem Motto "Mut zur Nachhaltigkeit" soll der Öffentlichkeit den Zugang zum Gesamtsystem Erde schaffen. International anerkannte Wissenschaftler versuchen, den Faktenstand in allgemein verständlicher Sprache zugänglich zumachen: mit 12 Büchern zur Zukunft der Erde.   Das berichtet die Max-Planck-Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaften e.V. in einer Pressemitteilung. Angeregt haben das Projekt Klaus Wiegandt mit seiner Stiftung "Forum für Verantwortung", die ASKO-EUROPA-STIFTUNG und die Europäische Akademie Otzenhausen, die das Vorhaben auch umsetzen Die ersten Bücher wird Wiegandt am 15. Januar 2007 um 18 Uhr in der Vertretung des Saarlandes in Berlin der Öffentlichkeit vorstellen, gemeinsam mit den Autoren und dem ehemaligen Bundesumweltminister Prof. Klaus Töpfer (CDU). Weitere Termine sind geplant für Freitag, 19. Januar 2007, um 17 Uhr im Naturmuseum Senckenberg in Frankfurt/Main und am Donnerstag, 25. Januar 2007, um 18 Uhr in der Allerheiligen-Hofkirche in München. In München soll statt Prof. Töpfer der Biologieprofessor. Hubert Markl mit von der Partie sein.



Der Mensch gefährdet seine Lebensgrundlagen

Ziel des Projekts ist, die Zusammenhänge des Systems Erde in einer sich geradezu überstürzenden Klimawandel-Diskussion jedermann bewusst zu machen. Durch milliardenfache tägliche Eingriffe verändert der Mensch Klimaprozesse, verschwendet Ressourcen, zerstört wertvolle Lebensräume wie Tropenwälder und Weltmeere und gefährdet seine eigenen Lebensgrundlagen - oft ohne dies wahrzunehmen. Um zu diesem vielschichtigen System Zugang zu finden, hat Klaus Wiegandt Wissenschaftler gewonnen aus Max-Planck-Instituten, Universitäten und anderen Forschungseinrichtungen. Sie versuchen, den Forschungsstand und Möglichkeiten in Richtung Nachhaltigkeit allgemein verständlich darzustellen. Die ersten vier Bände der Buchreihe sind kürzlich im S. Fischer Verlag erschienen. Es handelt sich dabei um die Titel "Was verträgt unsere Erde noch?"( Jill Jäger); "Kann unsere Erde die Menschen noch ernähren?"( Klaus Hahlbrock); "Bringen wir das Klima aus dem Takt?"( Mojib Latif) und "Nutzen wir die Erde richtig?"( Friedrich Schmidt-Bleek)


Mobilisierung der Zivilgesellschaften soll Bewusstseinswandel bringen

Acht Folgebände sind in Vorbereitung und sollen bis Mitte/Ende 2007 vorliegen, unter anderem über Wasser/Ozeane, Energie, Bevölkerungsentwicklung, Pandemien und Artenvielfalt. Geplant ist auch, die Inhalte der 12 Bücher in den nächsten Monaten in ein Lehrprogramm umzusetzen. Bildungs- und Seminarreihen sollen möglichst viele gesellschaftliche Gruppen für die Nachhaltigkeit sensibilisieren, damit sie entsprechend handeln können. Die Aufbruchstimmung macht Klaus Wiegandt optimistisch: "Die Mobilisierung der Zivilgesellschaften kann zu einem Bewusstseinswandel führen. So wird aus einem Motto ein Programm: Mut zur Nachhaltigkeit", erklärt Wiegandt

Weitere Informationen: http://www.asko-europa-stiftung.de/deutsch/europazukunft.htm

21.01.2007   Quelle: Max-Planck-Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaften e.V.   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: ASKO-EUROPA-STIFTUNG,
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Brandenburg: Neues System informiert über Nutzung der Erdwärme

Am 19. April 2007 findet die 8. Jahresfachtagung der Wärmepumpen-Initiative in den Bundesländern (WIB) im brandenburgischen Groß Kreutz statt. Dort wird unter anderem das Geoinformationssystem "Oberflächennahe Geothermie" vorgestellt. Über dieses Portal können Bürger erfahren, ob sich die Nutzung der Erdwärme für sie auszahlen würde.   Weitere Schwerpunkte der Tagung sind laut einer Presseinformation der WIB neue Perspektiven oberflächennaher Geothermie und die Praxis der Nutzung von Wärmepumpen durch Kommunen, Wohnungsbaugesellschaften, Gewerbetreibende und private Bauherren, sowie die Qualitätssicherung.


Interesse an Geothermie wächst weiter

Die Branche, die sich auf Nutzung der oberflächennahen Erdwärme spezialisiert hat, wächst laut Angaben der WIB ständig. Davon profitierten auch Betriebe des Sanitär-, Heizungs- und Klimahandwerks, sowie Brunnenbau- und Elektrofachbetriebe. Es herrsche jedoch noch immer Aufklärungsbedarf. Für mehr Informationen sollen bei der Tagung im April Referenten aus der ganzen Bundesrepublik sorgen. Sie berichten über Energiesicherung in Zeiten der Globalisierung, Förderkonzepte für erdgekoppelte Wärmepumpen, das Regenerationsverhalten von Erdwärmesonden oder die genaue Berechnung der Wärmepumpenkennziffern für effiziente Systeme in Einfamilienhäusern. Auch Hersteller und Dienstleister der Branche stellen sich auf der Konferenz vor.


Brandenburg informiert seine Bürger über Geothermie-Potenziale

Einer der Schwerpunkte der WIB-Tagung ist das Geoinformationssystem des brandenburgischen Landesamtes für Bergbau, Geologie und Rohstoffe über die Möglichkeiten der Nutzung von Erdwärme. Privatleute wie Experten können dort erfahren, ob die Voraussetzungen zur Nutzung der Geothermie vor Ort ausreichen. Damit nimmt diese Einrichtung laut WIB in Deutschland eine Vorreiterrolle ein.

Ort der Tagung : Brandenburgisches Zentrum für Gewerbeförderung, Am Mühlenberg 15, 14550 Groß Kreutz / OT Götz (direkt an der B1). Die Teilnahme kostet 55 Euro (ermäßigt 35 Euro). Weitere Informationen unter Telefon: (03 55) 494 66 21 oder http://www.waermepumpe.de.

21.01.2007   Quelle: Wärmepumpen-Initiative in den Bundesländern - WIB e.V.   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

 

Fachverband Biogas bietet Weiterbildung für Landwirte an

Mit Schulungen will der Fachverband Biogas e.V. dafür sorgen, dass Landwirte ihre Biogasanlagen effektiver betreiben können. Von der Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe (FNR) e.V. finanziert, hat der Verband einen viertägigen Lehrplan erarbeitet. Im schwäbischen Aulendorf können die ersten Landwirte vom 12. bis 15. Februar 2007 an der Weiterbildung teilnehmen. Laut FNR sollen Veranstaltungen in anderen Bundesländern folgen.   Wer eine Biogasanlage effektiv betreiben will, müsse mit der Technologie vertraut sein, wirbt die FNR für ihre Weiterbildung. Denn der Gärprozess sei sensibel und müsse je nach Substrat genau gesteuert werden, um die gewünschten Gaserträge zu bringen. Mit praxisorientierten Weiterbildungen soll interessierten Landwirten und Anlagenbetreibern der Blick für die eigene Biogasanlage geschärft werden. Grundlage dafür sind Unterlagen, die der Fachverband Biogas e.V. und das Kuratorium für Technik und Bauwesen in der Landwirtschaft e.V. in den letzten Monaten erarbeitet haben. Die bundesweit einheitliche Schulung geht in Baden-Württemberg und Mecklenburg-Vorpommern an den Start.


Gesicherte Qualität des Gases entscheidend für den wirtschaftlichen Nutzen

Wissenschaftler und Praktiker werden bei der Schulung vier Tage lang zu Gärbiologie und Technik referieren, sowie über Ökonomie, Recht und Sicherheit. Für die FNR ist die in allen Ländern einheitliche Weiterbildung ein wichtiger Meilenstein. "Biogasanlagen müssen effektiver betrieben werden, nur so bieten sie langfristig gesicherte Einkommensalternativen für den Landwirt", so der Geschäftsführer Dr.-Ing. Andreas Schütte. Rund 3.500 Biogasanlagen seien 2006 in Deutschland im Betrieb gewesen. Während momentan noch die stationäre Verstromung über Blockheizkraftwerke vorherrsche, böten sich langfristig auch Perspektiven durch die Einspeisung des Gases in das Erdgasnetz sowie die Nutzung als Kraftstoff. Aber gerade dabei komme es auf hohe und gleich bleibende Qualität des Gases an. Potenzielle Anlagenbetreiber seien daher eingeladen, sich bei den Schulungen das nötige Fachwissen zu holen.

Die Termine sowie weitere Informationen im Internet unter http://www.biogas-training.de.

21.01.2007   Quelle: Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e.V.   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

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Stiftung Warentest lobt grüne Geldanlagen

Laut einer Pressemitteilung der Stiftung Warentest zeigt der Naturaktienindex NAI, dass ethisch-ökologische Geldanlagen nicht mit Renditeverzicht einhergehen müssen. Seit Jahresbeginn werden von dem Index fünf weitere Unternehmen berücksichtigt, die als erfolgreiche Öko-Vorreiter ausgewählt wurden. Insgesamt sind 30 Unternehmen in dem Index vertreten, darunter der deutsche Photovoltaik-Konzern SolarWorld und der dänische Windturbinen-Hersteller Vestas Wind Systems A/S. Die Zeitschrift FINANZtest informiert in der Februar-Ausgabe über die Auswahlkriterien sowie die Kursentwicklung der NAI-Werte und zeigt, welche Fonds sich für Anleger eignen könnten.   Der NAI gilt in der Branche als die konsequenteste Umsetzung der Idee einer "grünen" Geldanlage. Er sucht nicht nur nach Unternehmen, die auf vorbildliche Weise zur ökologischen oder sozial nachhaltigen Entwicklung beitragen, sondern spielte selbst eine Vorreiterrolle, als er vor knapp zehn Jahren auf den Markt kam.


Ökologische Fonds erzielen gute Werte auf dem weltweiten Aktienmarkt

Seit Marktantritt hat der Index laut Stiftung Warentest - auf Euro Basis gerechnet - ein Plus von 306 Prozent gemacht, 15,6 Prozent pro Jahr. Zum Vergleich dazu sei der herkömmliche Aktienindex "MSCI Welt" in dieser Zeit nur um 6,7 Prozent gestiegen. Auch der für den NAI aufgelegte Fonds "Green Effects" entwickle sich gut, heißt es in der Erklärung weiter. Der Green Effects stehe im Fondsdauertest von FINANZtest auf Platz 60 von 346 Fonds in der Gruppe der Aktienfonds Welt. Er schneide mit 60,1 Punkten überdurchschnittlich ab. Einen ähnlich strengen ethisch-ökologischen Ansatz verfolge der Fonds "ÖkoVision", der mit 65,5 Punkten noch bessere Werte erziele.


Investitionen in verantwortlich wirtschaftende Unternehmen

Der derzeit bestplazierte grüne Fonds ist laut FINANZtest der "Activest EcoTech". So streng wie beim NAI oder ÖkoVision werde bei diesen Anlagen allerdings nicht gewertet. Aber es gebe noch weitere Strategien, Geld mit gutem Gewissen anzulegen. Zum Beispiel das "Best-in-Class-Prinzip". Hierbei würden Unternehmen gekauft, die in ihrer Branche führend seien und verantwortlich wirtschafteten. Diesen Ansatz würden zum Beispiel die Fonds "Postbank Dynamik Vision" und "SAM Sustainable Leaders" verfolgen.

20.01.2007   Quelle: STIFTUNG WARENTEST   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

 

Mastervolt meldet Umsatzwachstum von nahezu 25 Prozent

Solar-Wechselrichter Sunmaster QS3200.
Solar-Wechselrichter
Sunmaster QS3200.

Mastervolt, Lieferant von Stromversorgungslösungen für Solar-Märkte und die Schifffahrt, für private und professionelle Kunden sowie für mobile Anwendungen, hat Rekord-Nettoumsätze von nahezu 40 Millionen Euro im Jahr 2006 bekannt gegeben. Dies entspreche einem Anstieg von nahezu 25 Prozent gegenüber 2005, wobei die Gewinnspanne vor Zinsaufwendungen und Steuern von 8 Prozent auf mehr als 10 Prozent gestiegen sei, berichtet der Wechselrichter-Hersteller in einer Pressemitteilung. Diese ließen sich teilweise auf den Erfolg der Wachstumsstrategie von Mastervolt zurückführen, die Ende des Jahres 2005 ins Leben gerufen wurde.   "Praktisch sämtliche Geschäftsbereiche konnten einen erheblichen Beitrag zur Erreichung unserer Wachstumsziele in Bezug auf den Umsatz und den Gewinn vor Zinsaufwendungen und Steuern leisten", erklärt der Vorstandvorsitzende Paul Kenninck. "Und dies in einer Zeit, in der sie gleichzeitig Änderungen hinsichtlich der Strategie, der Organisationsstruktur und der Personalbesetzung umsetzen mussten", so Kenninck weiter. Kenninck führt den anhaltenden Erfolg von Mastervolt ebenfalls auf die Verbesserung der Produktlinie zurück. "Zu den Höhepunkten gehörten die Einführung neuer Produkte, eine weitere geografische Expansion und ein starkes Marketing- und Verkaufsprogramm zwecks Aufbau eines Franchise mit unseren Kunden, das so stark wie möglich ist. Blickt man in die Zukunft, dann scheinen auch die makroökonomischen Trends ebenso wie die Markttrends günstig zu sein. Wir verfügen über zahlreiche viel versprechende neue Produkte und Pläne, um unsere Marktchancen zu nutzen. Ich bin zuversichtlich, dass wir auch im Jahre 2007 ein starkes Wachstum verzeichnen werden."


Mastervolt wurde im Jahre 1991 in Amsterdam gegründet und spezialisierte sich darauf, Wechsel- oder Gleichstrom für alle verfügbar zu machen, die Strom an Standorten ohne öffentliche Stromversorgung benötigen. Was den schnell wachsenden Solar-Markt betrifft, hat sich Mastervolt auf Leistungselektronik spezialisiert, durch die Solarstrom in elektrische Energie umgewandelt wird.

20.01.2007   Quelle: Mastervolt   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Mastervolt,
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WWF gegen weitere Öltransporte aus Russland über die Ostsee

Der World Wide Fund For Nature (WWF) kritisiert die Überlegungen Russlands, künftig mehr Öl mit Tankern über die Ostsee nach Europa zu transportieren. Solche Pläne der Moskauer Regierung hatte der stellvertretende russische Wirtschaftsminister Andrej Scharonow gegenüber deutschen Medien erläutert. Hintergrund ist die Debatte um den vorübergehenden Stopp der russischen Öllieferungen über Weißrussland in den ersten Tagen dieses Jahres.   "Der Seeweg ist keine Alternative zu den Öl-Pipelines an Land. Die Schifffahrtsrouten auf der Ostsee sind dicht, die Zahl der Unfälle hat sich in den letzten Jahren mehr als verdoppelt. Mehr Tanker steigern das Risiko einer Ölpest", kommentiert WWF-Ostseeexperte Jochen Lamp die Pläne Moskaus.


450 zusätzliche Tankerfahrten würden die Ostsee belasten

Die russischen Pläne sehen vor, die Umschlagkapazität des Ostseehafens Primorsk am Finnischen Meerbusen um fast 40 Prozent auf 120 Millionen Tonnen zu steigern. Das bedeute etwa 450 Tanker mehr im Jahr, rechnet der WWF vor. Doch auch ohne diese Erweiterung steige der Ölumschlag über die Ostsee rasant. Seit 1995 habe sich der Öltransport auf heute 150 Millionen Tonnen versiebenfacht. Bis 2010 werde eine weitere Zunahme auf dann 190 Millionen Tonnen erwartet. "Der von Russland angekündigte Ausbau um weitere 45 Millionen Tonnen käme noch einmal oben drauf. Das kann die Ostsee nicht mehr verkraften. Das Ende der Fahnenstange ist erreicht", so Lamp.


Wachsende Gefahr von Unfällen und Ölkatastrophen

Dem WWF bereite die steigende Zahl von Schiffsunfällen große Sorgen, heißt es in der Presseerklärung. 2005 sei es zu 151 Unglücken gekommen. In den Jahren 2000 bis 2003 seien es im Schnitt 60 gewesen. "Ein Trend, der den zunehmenden Schiffsverkehr widerspiegelt", so WWF-Sprecher Lamp. "Bislang sind wir nur mit viel Glück an einer Ölkatastrophe vorbei geschrammt." Die geringe Tiefe der Ostsee mache das Navigieren besonders schwierig. In der Kadetrinne vor der deutschen Küste sei das Fahrwasser lediglich 800 Meter breit und 17 Meter tief. Die größten Öl-Tanker hätten einen Tiefgang von 15 Metern. "Da ist nicht mehr viel Wasser unterm Kiel", so WWF-Sprecher Lamp. Jedes Jahr passieren 65.000 Schiffe dieses Nadelöhr. Auch die zusätzlichen russischen Tanker müssten hier vorbei.


Weitere Tabuzonen in ökologisch sensiblen Gebieten erforderlich

Seit 2006 gilt die Ostsee als "besonders empfindliches Meeresgebiet" (Particularly Sensitiv Sea Area, kurz: PSSA). Daraus ergeben sich besondere Schutzmaßnahmen wie die Einrichtung von Verkehrstrennungsgebieten und Tabuzonen für den Schiffsverkehr. "Das reicht aber noch nicht. Wir brauchen weitere Schutzmaßnahmen wie die Lotsenpflicht, besondere Routen für Frachter mit gefährlichen Ladungen und weitere Tabuzonen in ökologisch sensiblen Gebieten. Zudem muss Russland endlich dem PSSA-Abkommen beitreten", so Lamp. Aufgrund des flachen Gewässers und des geringen Wasseraustausches des Binnenmeeres wären die ökologischen Folgen einer Ölpest hier noch weitaus dramatischer als etwa beim Untergang der "Prestige" vor der spanischen Atlantikküste im Jahr 2002, so der WWF.

20.01.2007   Quelle: WWF World Wide Fund For Nature   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

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Solarwirtschaft: Solares Bauen wird zum Megatrend

Fachbuch zur Gebäudeintegration von
Solaranlagen. "Solarbuch des Jahres
2005".

Die Nutzung der Solarenergie in Gebäuden gewinnt immer mehr an Bedeutung, so der Bundesverband Solarwirtschaft e. V. (BSW) anlässlich der Messe BAU 2007 in München (15. – 20. Januar 2007). Bereits im Jahr 2030 werde die Mehrzahl der Neubauten mit Solarenergie beheizt, so der BSW. Auch bei der Sanierung des Gebäudebestandes könne Solarwärme dann mehr als 70 Prozent des Energiebedarfs decken. Langfristig wird nach BSW-Einschätzung zudem rund ein Viertel des deutschen Strombedarfs aus Photovoltaikanlagen gedeckt, die in die Gebäudehülle integriert sind.  Im Mix mit anderen erneuerbaren Energien werde eine Vollversorgung mit heimisch verfügbaren Erneuerbaren Energien möglich. Nach Einschätzung des Schweizer Bankhauses Sarasin könnte künftig allein die Solarenergie zur Einsparung von rund einem Drittel der europäischen Ölimporte beitragen. "Als dezentrale Energiequelle sowie als Bau- und Gestaltungselement erfreut sich Solartechnik bei Bauherren und Architekten immer größerer Beliebtheit. Die BAU 2007 macht die Vision von vollständig solar versorgten Häusern greifbar und zeigt die Leistungsstärke und Innovationskraft deutscher Solarunternehmen im Bausektor", sagt BSW-Geschäftsführer Carsten Körnig. Führende Solarunternehmen sind dieses Jahr auf der Sonderausstellung SOLARHORIZONTE der Baubranchen-Leitmesse vertreten.



Vollständig solar beheizte Häuser bereits heute möglich

Nach BSW-Angaben kann der Wärmebedarf neuer Gebäude schon heute zu 100 Prozent mit Solarenergie gedeckt werden. Zur wirtschaftlich optimierten Wärmevollversorgung aus erneuerbaren Energiequellen werde im Neubau gerne auf eine Kombination von Solar- und Bioenergie zurückgegriffen. Auch im Gebäudebestand lasse sich bei intelligenter Planung schon jetzt eine erhebliche Betriebskostensenkung erzielen, so der BSW. Doch nicht nur die solaren Erträge - und damit die Einsparungen - werden höher, auch die Einsatzmöglichkeiten von Solarkomponenten steigen. "Solaranlagen lassen sich harmonisch in den Gebäudeentwurf integrieren und erfüllen alle Ansprüche an zeitgemäßes Baumaterial", sagt der Architekt Peter Bachschuster. Ein von ihm zur BAU 07 vorgestelltes Bürogebäude in Ingolstadt kommt weitgehend ohne fossile Brennstoffe aus. Harmonisch in die Fassade integrierte Dünnschicht-Solarmodule aus Kupfer-Indium-Diselenid (CIS) sorgen für den kompletten Strombedarf der Wärmepumpen für das Kühlen und Heizen des Gebäudes.


Günstige Rahmenbedingungen für Solarstrom und Solarwärme

Die Markteinführung der Solarenergie wird in Deutschland durch attraktive und kalkulierbare staatliche Rahmenbedingungen begünstigt. Die Bundesregierung fördert die Solarwärme mit dem Marktanreizprogramm, das Anfang des Jahres noch einmal aufgestockt wurde. Der Betrieb von Solarstromanlagen ist durch die im Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) garantierte Einspeisevergütung und Vorrangregelung wirtschaftlich attraktiv. Insgesamt sind in Deutschland bereits über eine Million Solaranlagen in Betrieb.

Auch in Europa wird die Bedeutung erneuerbarer Energien erkannt: Die EU-Kommission hatte jüngst einen Anteil der erneuerbaren Energien bis 2020 von 20 Prozent an der gesamten Energiebereitstellung empfohlen. "Wir sind zuversichtlich, dass Angela Merkel die EU-Ratspräsidentschaft nutzen wird, diese Zielsetzung auf mindestens 25 Prozent zu erhöhen und durch sektorale Ziele zu unterfüttern. Wir werden sie bei dieser wichtigen Aufgabe unterstützen", sagt Carsten Körnig.


Internet-Informationen zur Solarenergienutzung / Buchtipp:

· Weitere Informationen zur Gebäudeintegration von Solaranlagen für Bauherren und Architekten unter www.solarintegration.de

· Informationen zum Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) und zur Einspeisevergütung für Solarstrom unter http://www.solarserver.de/eeg_verguetungssaetze.html

· Eine Übersicht der Fördermöglichkeiten für Techniken zur Erzeugung von Wärme aus erneuerbaren Energien (Solarthermie, Bioenergie, Geothermie) bietet der Solarserver unter http://www.solarserver.de/marktanreizprogramm.html

· Solarbuch des Jahres 2005: Solarstromanlagen für Altbau, Stadt und Landschaft. "Solar Design": Photovoltaik für Altbau, Stadtraum, Landschaft / Photovoltaics for Old Buildings, Urban Space, Landscapes. Autorinnen: Ingrid Hermannsdörfer und Christine Rüb: http://www.solarserver.de/buecher/solarbuch_index.html

· Fachbeiträge über solar beheizte Häuser:
anlageaugust2006.html
und
anlagedezember2005.html

19.01.2007   Quelle: Bundesverband Solarwirtschaft   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Jovis Verlag.,
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Mechtild Rothe als Vizepräsidentin des Europaparlaments gewählt

Mechtild Rothe, neue Vizepräsidentin des Europäischen Parlaments.
Mechtild Rothe, neue
Vizepräsidentin des
Europäischen Parlaments.

Am 16.01.2007 wählte das Europäische Parlament die Europa-Abgeordnete Mechtild Rothe (SPD) als Vizepräsidentin. Rothe ist Präsidentin des Europäischen Forums für Erneuerbare Energien (EUFORES). "Diese Herausforderung macht mich sehr glücklich", so Rothe in einer EUFORES-Pressemitteilung. "Ich werde mich mit aller Kraft den Belangen des Europäischen Parlaments widmen. Vor allem werde ich versuchen, die Leistung des Parlaments zu verbessern und seine Kommunikation mit den Bürgerinnen und Bürgern Europas zu intensivieren", sagte Rothe. "Sicher wird ihre Arbeit auch künftig den politischen Prioritäten gelten, die Frau Rothe in den vergangenen Jahren verfolgt hat. Als Vizepräsidentin des Europäischen Parlaments und Präsidentin von EUFORES wird sie weiterhin die Entwicklung der Erneuerbaren Energien in Europa unterstützen", heißt es in der EUFORES-Pressemitteilung. 



Arbeit an den Pfeilern einer neuen energiepolitischen Strategie für Europa

Mechtild Rothe ist seit 1984 Mitglied des Europäischen Parlaments. Das Präsidium wird jährlich gewählt und ist das höchste Organ des Europaparlaments. Mechtild Rothe erhielt den Europäischen Solarpreis 2005, mit dem EUROSOLAR den besonderen Einsatz der Preisträgerin für die Nutzung erneuerbarer Energien würdigte. Mechtild Rothe ist seit Jahren eine der Impulsgeberinnen für die Förderung der erneuerbaren Energien auf europäischer Ebene. Als Berichterstatterin zum Grün- und Weißbuch Erneuerbare Energien hat sie an den europäischen Pfeilern einer neuen energiepolitischen Strategie in Europa mitgearbeitet, aus denen sich der Aktionsplan und die Durchbruchkampagne für Erneuerbare Energien entwickelt haben.


Ökostromrichtlinie verbesserte Fördersysteme für erneuerbare Energien

Die erste "Richtlinie zur Förderung der Stromerzeugung aus erneuerbaren Energiequellen im Elektrizitätsbinnenmarkt" entstand unter ihrer Federführung. Mechtild Rothe habe viele wichtige Verhandlungspunkte gegen den Rat durchsetzen können, betont EUROSOLAR. Nach dieser Richtlinie haben viele Mitgliedsstaaten ihre Fördersysteme für erneuerbare Energien verändert und/oder verbessert. Mechtild Rothe hat an vielen parlamentarischen Entschließungen mitgearbeitet. So war sie für die SPE-Fraktion "Co-Berichterstatterin" auf dem Gebiet der Biokraftstoffe.

Weitere Informationen über EUFORES liefert eine neue, englischsprachige Broschüre, die heruntergeladen werden kann unter www.eufores.org.

19.01.2007   Quelle: EUFORES; European Forum for Renewable Energy Sources   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: EUFORES,

 

Solarpraxis drängt auf den chinesischen Solar-Markt

Die Solarpraxis AG (Berlin) und die Darmei International Information Group (Peking, Volksrepublik China) sind überein gekommen, bei der Informationsverbreitung auf den beiderseitigen Märkten eng zusammen zu arbeiten, berichtet die Solarpraxis in einer Pressemitteilung. Die jetzt geschlossene Vereinbarung betreffe unter anderem den regelmäßigen Austausch von Nachrichten, Fachartikeln und Werbeanzeigen in den beiderseitigen Fachzeitschriften sowie gemeinsame Auftritte auf internationalen Messen in Europa und Fernost.   Darmei International sei ein bekanntes Verlagshaus mit Niederlassungen in mehreren chinesischen Provinzen und einigen weiteren asiatischen Ländern. Das Flaggschiff des Verlags, der gut zwei Dutzend Zeitschriften und Newsletter verbreite und selbst als Messeveranstalter agiert, ist laut Solarpraxis das Monatsmagazin "Solar Energy Newspaper" mit einer Auflage von 60.000 Exemplaren.

"In China entsteht derzeit eine hocheffiziente Solarbranche. Das Land wird sich schon bald zum größten Einzelmarkt der Welt entwickeln. Die Zusammenarbeit mit deutschen Firmen und Ingenieuren ist dabei ein wichtiger Teil dieser Aufbauarbeit, und hierfür bedarf es eines laufenden engen Informationsaustauschs," erläutert der Präsident von Darmei International Xing Shuhai. "Wir sind stolz, unseren Lesern jetzt dank der Kooperation mit Solarpraxis einen noch besseren Zugang zu internationalen Informationsquellen zu bieten", so Shuhai weiter.

"Solarpraxis ist der einzige börsennotierte wissensbasierte Dienstleister für die gesamte Solarbranche," ergänzt Karl-Heinz Remmers, Vorstand der Solarpraxis AG. "Der internationale Erfolg deutscher und europäischer Unternehmen werde stark davon abhängen, inwieweit sie auch den größten und am schnellsten wachsenden Solarmarkt der Welt in ihre strategischen Überlegungen mit einbeziehen. "Dank unserer Kooperation mit Darmei International bieten wir nun unseren Lesern und Kunden zusätzliche, hochwertige Informationen und eröffnen ihnen neue und intensivere Geschäftsperspektiven für den chinesischen Markt", so Remmers weiter.

Der Solarpraxis-Chef unterstrich bei dieser Gelegenheit, dass die mit dem Börsengang geschaffenen zusätzlichen Wachstumsmöglichkeiten derzeit intensiv genutzt würden. Die Aktivität in Spanien gehe planmäßig voran. Kooperationen in Deutschland und international werden intensiv diskutiert. Auch das operative Geschäft in Deutschland entwickele sich erfreulich.

19.01.2007   Quelle: Solarpraxis AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

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TENESOL Deutschland expandiert nach Italien und Griechenland

TENESOL-Hauptquartier in Frankreich.
TENESOL-Hauptquartier in Frankreich.

Die TENESOL GmbH, deutsche Vertriebsniederlassung des weltweit vertretenen TENESOL-Konzerns, hat aufgrund positiver Resultate mit dem Vertrieb über Distributionspartner in Zentraleuropa (Deutschland, Österreich, Schweiz) neue Aufgaben erhalten. So sei das Team von Christian Dorn, Geschäftsführer der TENESOL Deutschland GmbH, nun auch für die Erschließung des italienischen und griechischen Solar-Marktes zuständig. Nicht von ungefähr engagiere sich TENESOL verstärkt in diesen beiden Ländern, die geradezu prädestiniert für die Solarenergienutzung seien und über ein sehr großes Potenzial verfügten.   Die Muttergesellschaft TOTAL ENERGIE wurde 1983 gegründet und auf ländliche Elektrifizierung, gewerbliche Systeme und Netzeinspeisung spezialisiert. Seit 1998 produziert TOTAL-ENERGIE eigene Solarmodule in Tenesa, Südafrika. Im Sommer 2005 erfolgte nach einer Kapitalaufstockung der beiden Joint Venture-Partner TOTAL und EDF die Umbenennung in TENESOL. Künftig sollen in einem neuen Werk in Toulouse Solarmodule "Made in Europe" produziert werden.

"Neue Märkte in mediterranen Ländern aufzubauen ist eine besonders reizvolle Aufgabe. Es funktioniert aber nur, wenn man streng nach der Devise verfährt global zu denken aber lokal zu agieren. Für uns bedeutet das, Italiener sprechen eben mit Italienern am besten und bei Griechen ist es genau so", sagt Christian Dorn. "Wir stehen zwar noch am Anfang bei der Auswahl der Distributoren, sind aber beeindruckt mit welchem Elan in diesen Ländern an das Thema erneuerbare Energien inklusive Solartechnologie und Photovoltaik herangegangen wird. Unabhängig davon, dass wir ein umsatz- und gewinnorientiertes Unternehmen sind, freuen wir uns einen Beitrag zur Verbesserung der Umwelt leisten zu können", so Dorn weiter.

19.01.2007   Quelle: TENESOL Deutschland GmbH   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: TENESOL,
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WWF: Klimawandel zeigt mit Winterstürmen sein hässliches Gesicht

Die aktuellen Winterstürme liefern nach Einschätzung des World Wide Fund For Nature (WWF) einen Vorgeschmack auf das Klima der Zukunft. "Wenn wir den Klimawandel nicht in den Griff bekommen, werden die Winter noch ungemütlicher", habe der WWF bereits im vergangenen Jahr in seinem Report "Stormy Europe" gewarnt. Die Temperatur steige in Europa tendenziell an, dadurch werde das Wetter unbeständiger. Es müsse deshalb davon ausgegangen werden, dass sowohl die Zahl als auch die Stärke der europäischen Winterstürme in Zukunft erheblich zunehmen dürfte, wenn es nicht gelinge, den Ausstoß an Treibhausgasen entscheidend zu drosseln, heißt es in der WWF-Pressemitteilung. 
Dem WWF-Report zufolge müssen sich besonders Großbritannien und die Niederlande auf heftige Orkane einstellen. Die Klimamodelle rechneten hier mit einer Zunahme der Winterstürme um bis zu 25 Prozent. Auch Deutschland bleibe von den klimatischen Veränderungen nicht verschont: Die Wahrscheinlichkeit, dass schwere Stürme zuschlagen, steige vor allem an der Küste um etwa zehn Prozent. Betroffen wären wichtige Häfen wie Hamburg und Bremerhaven und touristische Regionen, etwa die Nordseeinsel Sylt.


Stürme wie "Lothar" liefern einen Vorgeschmack auf das, was uns erwartet

Besonders gravierend dürfte sich die vorhergesagte Zunahme der Windgeschwindigkeiten von bis zu 16 Prozent auswirken "Mit der Windgeschwindigkeit steigt die Zerstörungskraft der Orkane. Schon ein geringfügiger Anstieg der Spitzengeschwindigkeiten kann zu einer Vervielfachung der Schäden führen", erläutert Matthias Kopp, Klimaexperte beim WWF Deutschland. "Stürme wie 'Lothar', der 1999 in Baden-Württemberg eine Spur der Verwüstung hinterließ, liefern einen Vorgeschmack auf das, was uns erwartet, wenn wir beim Klimaschutz scheitern", sagt Kopp.


Anstieg der weltweiten Durchschnittstemperatur von drei bis vier Grad bis Ende des Jahrhunderts möglich

Das WWF-Szenario zeigt, was geschieht, wenn es nicht gelingt, den Treibhausgasausstoß weltweit entscheidend zu verringern. Es legt einen etwa doppelt so hohen Kohlenstoffgehalt in der Atmosphäre (771ppm) zugrunde wie heute und beruht auf der Annnahme, das weiter so gewirtschaftet wird wie bisher. Dann wäre bis zum Ende des Jahrhunderts mit einem Anstieg der weltweiten Durchschnittstemperatur von drei bis vier Grad zu rechnen. "Wir müssen mehr tun, damit dieses Schreckensszenario nicht eintritt", betont Matthias Kopp. Noch bestehe die Chance, die Auswirkungen des Klimawandels durch eine konsequente Politik zu mildern. Mit der Übernahme der EU-Präsidentschaft steht die Bundesregierung hier besonders in der Verantwortung. Die bisherigen Signale, etwa in der Antrittsrede von Bundeskanzlerin Merkel vom 17.01.2007, seien nach wie vor der Schwere der Herausforderung nicht angemessen. Ein klares Bekenntnis, den Ausstoß an Treibhausgasen in der EU bis 2020 um 30 Prozent zu verringern, sei ein überfälliger Impuls den die internationale Klimapolitik jetzt brauche.

18.01.2007   Quelle: WWF World Wide Fund For Nature   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

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SPD: Windkraft-Installationen übertreffen Szenarien, Atomstrom kann ersetzt werden

Mit etwas mehr als 2.200 Megawatt (MW) im Jahr 2006 installierter Leistung übertreffen die am 16.01.2006 präsentierten Aufstellungszahlen der Windenergie-Branche die ursprünglich in den Szenarien zugrunde gelegten Werte zum Ausbau der Windkraft in Deutschland deutlich. Das berichtet der umweltpolitische Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion, Marco Bülow, in einer Pressemitteilung. Aktuell seien etwa 20.622 MW Windkraftleistung in Deutschland installiert; für 2006 waren etwa 1.750 MW prognostiziert worden. Zusammen mit den rasanten Zuwächsen bei der Biomasseverstromung, bei Biogas und bei der Sonnenenergie sowie mit den übrigen erneuerbaren Energien, wie der traditionellen Wasserkraft und der noch in den Anfängen befindlichen Geothermie, deckten die erneuerbaren Energien einen immer weiter steigenden Teil der Stromerzeugung Deutschlands, betont Bülow. 

"Die Stromerzeugung aus Atomenergie ist allein durch die erneuerbaren Energien ersetzbar"

Bereits der jüngst vorgestellte EU-Fortschrittsbericht über den Ausbau der Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien, der im Rahmen des EU-Energiepaktes präsentiert wurde, bescheinige Deutschland eine Vorreiterrolle beim Ausbau der erneuerbaren Energien: Das für 2010 vorgesehene Ziel eines Anteils von 12,5 Prozent dürfte vorzeitig erreicht werden, so Bülow. Für 2020 könne mit rund 25 Prozent das Minimal-Ziel von 20 Prozent übertroffen werden. Die rasante Entwicklung in der Realität mache einmal mehr deutlich, was auch schon Szenarien der letzten Energie-Enquete-Kommission des Bundestages oder Gutachten von namhaften Wissenschaftsinstituten aufgezeigt hätten: "Die Stromerzeugung aus Atomenergie ist allein durch die erneuerbaren Energien ersetzbar. Wenn wir zudem noch die Energieeffizienz weiter steigern, werden wir riesige Fortschritte im Kampf gegen den Klimawandel und die Energieressourcenabhängigkeit erreichen", heißt es in der Pressemitteilung.


Kritik an CDU und CSU in Bund und Ländern

"Statt immer wieder aufs Neue die energiepolitische Diskussion ideologisch auf die Verlängerung der AKW-Laufzeiten einzuengen, sollten sich die Spitzenpolitiker von CDU und CSU gerade zur Bewahrung der Schöpfung, zum Erhalt der Natur und aus Gründen der Generationengerechtigkeit für die Steigerung der Energieeffizienz und den Ausbau Erneuerbarer Energien einsetzen", fordert Bülow. Bei den erneuerbaren Energien müssten noch vorhandene administrative und rechtliche Hindernisse zum Ausbau beseitigt werden; im Rahmen einer Repowering-Strategie auf Bundes- und Landesebene gelte es, die ertragreichen Standorte für Windkraftanlagen optimal auszuschöpfen. In Sachen Energieeffizienz gelte es, durch eine anspruchsvolle Novellierung des Kraft-Wärme-Kopplungs-Gesetzes und eine engagierte nationale Umsetzung der Endenergieeffizienz-Richtlinie sowie der so genannten Öko-Design-Richtlinie die Energieproduktivität zu steigern. "In beiden Bereichen könnte die CDU/CSU - zum einen über das Bundeswirtschaftsministerium, zum anderen über die CDU-geführten Bundesländer - auch einmal eine konstruktive Rolle spielen", merkt Bülow an.

18.01.2007   Quelle: SPD-Bundestagsfraktion   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

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SunTechnics eröffnet Niederlassung in Thailand und übernimmt Solar-Unternehmen auf den Kanaren

SunTechnics Photovoltaik-Fassade in Cadiz (Spanien).
SunTechnics Photovoltaik-Fassade in Cadiz
(Spanien).

Die Hamburger SunTechnics GmbH baut weltweit ihre Position als führender Systemanbieter für erneuerbare Energien aus: das Unternehmen hat kürzlich eine Niederlassung in der thailändischen Hauptstadt Bangkok gegründet und ein Installationsunternehmen auf Teneriffa übernommen. Im Raum Asien-Pazifik wachse SunTechnics kontinuierlich zum Marktführer heran, heißt es in der Pressemitteilung des Unternehmens. Neben Standorten in Indien, Singapur, Australien und Südkorea ist SunTechnics nun auch in Thailand mit einer eigenen Niederlassung präsent.  SunTechnics sieht dort gute Marktchancen, besonders vor dem Hintergrund der seitens der thailändischen Regierung geplanten Erhöhung des Erneuerbare-Energien-Anteils am Energiemix von zirka 0,5% im Jahr 2002 auf 8% im Jahr 2011.



Megawatt-Solarkraftwerke in Südkorea

Laut DuPont-Analyse biete Thailand hervorragende Wachstumspotenziale von über 3.000 Megawatt (MW) allein bei der Bioenergie - einer Kernkompetenz der SunTechnics. Die thailändische Regierung plane bereits im nächsten Jahr eine Einspeisevergütung für Energie aus Biomasse von bis zu 8,1 Eurocent pro Kilowattstunde, um auch auf diese Weise den erwarteten rapiden Anstieg des Energiebedarfs bis 2010 um 50 % auf insgesamt über 30 Gigawatt (GW) nachhaltig zu sichern. Parallel expandiere SunTechnics auch erfolgreich in Südkorea: Bereits im Herbst wurden zwei Solarkraftwerke mit jeweils einem Megawatt Leistung an das Netz gebracht. Ein weiteres Solarkraftwerk mit 1,1 Megawatt Leistung baut SunTechnics seit Ende vergangenen Jahres südwestlich der Hauptstadt Seoul gemeinsam mit dem Partnerunternehmen Korea Cottrell.


Umsatzverdoppelung in Spanien geplant

Auf den zu Spanien gehörenden Kanarischen Inseln übernimmt SunTechnics das erfolgreiche Solarunternehmen Jorex und festige damit die Marktführerschaft in Spanien. Mit der einhergehenden Gründung einer elf Mitarbeiter starken Niederlassung garantiert SunTechnics auf Teneriffa umfangreichen Service und größtmögliche Kundennähe vor Ort. Mit rund 20 Megawatt installierter Leistung allein im Jahr 2006 ist SunTechnics nach eigenen Angaben in Spanien im solaren Anlagenbau führend. Mit einer ganzheitlichen Produktpalette für regenerative Strom- und Wärmeversorgung plant SunTechnics, zusätzliche Kunden auf den Kanaren zu gewinnen und diese von der Erfahrung, dem technologischen Know-how und den hohen Ansprüchen an Qualität und Service zu überzeugen.
SunTechnics arbeitet mit dem Partnerunternehmen Jorex bereits seit dessen Gründung im Jahr 2004 zusammen. Durch zahlreiche Installationen von Photovoltaik- und Solarthermieanlagen sowohl für private Hausbesitzer als auch für Gewerbekunden habe sich Jorex zum führenden Systemintegrator auf den Kanaren entwickelt. Neben dem spanischen Festland seien auch die Kanaren und Balearen für SunTechnics ein attraktiver solarer Wachstumsmarkt, von dem sich das Planungs- und Installationsunternehmen in den kommenden Jahren zahlreiche weitere Aufträge und spannende Projekte verspricht. Allein im Jahr 2007 sollen die Umsätze in Spanien mehr als verdoppelt werden.


Solarenergie-Nutzung rechnet sich auf den Kanaren

Die Kanarischen Inseln bieten dank ihrer hervorragenden klimatischen Bedingungen beste Voraussetzungen für solare Energiesysteme. Photovoltaikanlagen können in der sonnenverwöhnten Region vor der afrikanischen Küste Erträge von bis zu 1.400 Kilowattstunden pro Kilowatt installierter Leistung erzielen. Und auch das spanische Vergütungssystem, das Anlagenbetreibern bis zu 44 Cent für jede in das öffentliche Stromnetz eingespeiste Kilowattstunde garantiert, sorgt dafür, dass sich die Investition in eine Solaranlage lohnt. Zudem bietet SunTechnics auf den Kanarischen Inseln auch solarthermische Komplettlösungen an: Kunden können damit ihre Kosten für Warmwasser deutlich senken. Die Monteure von SunTechnics gewährleisten neben der schlüsselfertigen Installation auch den optimalen Anschluss an vorhandene Heizsysteme.

18.01.2007   Quelle: SunTechnics GmbH   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: SunTechnics GmbH,
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BIOHAUS baut Eigenmarke BIOSOL aus: neue kristalline Photovoltaik-Module im Programm

Die BIOHAUS PV Handels GmbH (Paderborn) erweitert ihr Angebot an Solarmodulen auf der Basis von kristallinem Silizium: Ab sofort bietet das Unternehmen zwei neue Hochleistungsmodule an, die in verschiedenen Leistungsklassen bis 190 Watt (Wp) erhältlich sind. "Unsere selbst entwickelte Marke BIOSOL ist im Dünnschichtbereich schon sehr bekannt. Jetzt ziehen wir mit zwei neuen leistungsstarken kristallinen Modulen nach" so BIOHAUS- Geschäftsführer Willi Ernst.  Die Module bestehen aus polykristallinen 6+ Solarzellen und sind zu haben in den Leistungsklassen 170, 180 und 190 Wp. BIOHAUS bietet zwei Varianten an: das Modul "BIOSOL 180 P 50/6+" für die Aufdachmontage und "BIOSOL 180 P6+ InDach" für die Dachintegration. In beiden Fällen beträgt die Leistungsgarantie 25 Jahre auf 80 % der Leistung, die Produktgarantie beträgt 5 Jahre. Das Aufdachsystem hat die Abmessungen 1.640 mm x 840 mm bei einem Gewicht von 17,5 kg. Die Indach-Variante ist mit 1.682 mm x 864 mm geringfügig größer, bei gleichem Gewicht.


Erfahrung als Großhandelshaus in der Entwicklung eigener Solarmodul-Marken umgesetzt

Die Marke BIOSOL wurde 2001 von BIOHAUS selbst entwickelt. Das Unternehmen setzt über 20 Jahre Erfahrung als Großhandelshaus in der Entwicklung einer eigenen Solarmodul-Marke um. BIOSOL umfasst neben klassischen kristallinen Modulen auch ein großes Spektrum an Dünnschichtsystemen, die als solare Bedachungssysteme besonders in der Industrie und in der Landwirtschaft zum Einsatz kommen. Die neuen kristallinen Systeme sind ab sofort bei BIOHAUS erhältlich.

18.01.2007   Quelle: BIOHAUS PV Handels GmbH   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

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Beben in Basel: Bundesverband Geothermie kritisiert Beurteilung des Schweizer Erdbebendienstes

In der Nacht vom 16.01.2007 kam es um 01:09 Uhr in Basel erneut zu einem zu einem Erdstoß, der nach Angaben des Schweizerischen Erdbebendienstes SED die Stärke 3,2 besaß. Dieses Bebens sei zwar gespürt worden, besonders weil es in der Nacht aufgetreten sei, habe aber nicht zu Schäden geführt, berichtet die Geothermische Vereinigung e.V. - Bundesverband Geothermie (GtV-BV) in einer Pressemitteilung. In der Online-Version der Baseler Zeitung (baz.ch vom 16.01.2007, 10:26) habe der Schweizerische Erdbebendienst (SED) diese Ereignisse falsch bewertet. "Hierbei fallen einige wissenschaftliche Unrichtigkeiten auf, die kommentiert werden müssen", so der GtV-BV.   Bis der Druck (gemeint sei der Überdruck) des noch im Untergrund vorhandenen Wassers sich abgebaut habe, seien daher weitere Beben dieser Art nicht auszuschließen, zitiert der GtV-BV den Erdbebendienst. "Richtig ist, dass sich dieser Überdruck schon längst abgebaut hat, und zwar unmittelbar nach der Stundung der Stimulationsarbeiten, so der GtV-BV. Seitdem sei das Reservoir unter Normaldruck. Dennoch würden wahrscheinlich weitere Ereignisse auftreten, meist jedoch unterhalb der Fühlbarkeitsgrenze, diese würden zum weiteren Spannungsabbau beitragen.


"Jedes Beben führt zu einer weiteren Stabilisierung"

"Tektonische Bewegungen in Erdbebengebieten bauen Spannungen an potentiellen Scherzonen auf, solange die Bewegungen längs dieser Zonen durch Reibung verhindert werden. Dies ist ein höchst instabiler Zustand, der mit zunehmendem Spannungsaufbau immer instabiler wird, bis es zum Beben, also zu einer Ruckartigen Verschiebung an der Scherzone kommt. Dabei wird Spannung abgebaut und die Gesamtsituation ganz oder teilweise stabilisiert. Jedes Beben führt zu einer weiteren Stabilisierung. Der SED liegt also völlig falsch wenn er angibt, das Wasser im Untergrund habe eine destabilisierende Wirkung. Genau das Gegenteil ist wissenschaftlich richtig", heißt es in der Pressemitteilung des GtV-BV.

In der Diskussion unterscheide der Erdbebendienst nicht, wie bei der bei Betrachtung von Erdbeben üblich, zwischen vom Menschen unmittelbar hervorgerufenen und durch den Menschen nur indirekt ausgelösten (getriggerten) Ereignissen, kontert der Geothermie-Verband. Geothermie könne seismische Ereignisse nur triggern, niemals aber selbst auslösen, im Gegensatz zum Bergbau, der Förderung von Öl und Gas sowie der Wasserkraftnutzung. Die durch Geothermie in den Untergrund eingebrachte Energie sei um Zehnerpotenzen kleiner als die bei den getriggerten Erdstößen umgesetzte Energie, betont der GtV-BV.


Stimulierungsarbeiten nach erstem Beben am 08.12.2006 unterbrochen

Das erneute Beben stehe offensichtlich wiederum im Zusammenhang mit dem Geothermie-Projekt in Kleinhüningen. Die dort durchgeführten Wassereinpressungen hätten einen jetzt schon über längere Zeit andauernden Abbau der tektonisch bedingten Spannungen im Untergrund eingeleitet, so der GtV-BV. Dieser Spannungsabbau hatte sich erstmals bei dem Erdstoß vom 08.12.2006 mit einer Stärke von 3,4 bemerkbar gemacht. Nach diesem Ereignis seien die Stimulierungsarbeiten sofort unterbrochen worden. Der Wasserdruck im Untergrund habe sich dadurch in kürzester Zeit abgebaut. Dennoch seien in der Folgezeit weitere Ereignisse aufgetreten. "Dies ist ein ganz normaler und natürlicher Vorgang, nachdem Scherbewegungen auf der durch tektonische Bewegungen aufgeladenen Scherzone durch das initiale Ereignis am 08.12.2006 einmal mobilisiert waren", heißt es in der Pressemitteilung des GtV-BV.

18.01.2007   Quelle: Geothermische Vereinigung e.V. - Bundesverband Geothermie   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

 

Vertreter aller Bundestagsfraktionen unterstützen Erneuerbare-Wärme-Gesetz

Solare Wärme steht 2007 im Bundestag auf der Tagesordnung
Solare Wärme steht 2007 im Bundestag
auf der Tagesordnung

Die fünf Bundestagsfraktionen bekennen sich einmütig zum weiteren Ausbau der erneuerbaren Energien und den hierzu notwendigen politischen Rahmenbedingungen, berichtet der Bundesverband Erneuerbare Energie e.V (BEE) in einer Pressemitteilung. Als wichtigstes Thema für 2007 stehe die Förderung von Wärme aus Erneuerbaren Energien auf der Tagesordnung von Koalitions- und Oppositionsfraktionen. 



Zügige Verabschiedung des Wärmegesetzes angekündigt

Die Union wolle die Diskussion über die Förderung von Wärme aus erneuerbaren Energien weiterführen, so Dr. Michael Meister, stellvertretender Vorsitzender der CDU/CSU-Fraktion im Deutschen Bundestag auf dem Neujahrsempfang der Erneuerbare-Energien-Branche am 16.01.2006 in Berlin. Ulrich Kelber, stellvertretender Vorsitzender der SPD-Bundestagsfraktion, stellte das Wärmegesetz sogar noch für die erste Jahreshälfte 2007 in Aussicht. Die Branche benötige schnellstmöglich Planungs- und Investitionssicherheit. Auch die FDP-Bundestagsfraktion setze nach den Worten ihres umweltpolitischen Sprechers Michael Kauch einen Schwerpunkt auf die zügige Verabschiedung eines Wärmegesetzes, berichtet der BEE.

Professor Klaus Töpfer, Hauptredner des Abends, erinnerte an den Bericht des ehemaligen Weltbank-Chefökonomen Nicolas Stern: "Nicht handeln ist das Teuerste, was wir uns leisten können", so Töpfer. Mit Blick auf den Klimawandel und die Abhängigkeit von Energieimporten forderte er deshalb vor rund 700 Gästen die Vertreter von Politik und Wirtschaft auf, alle Kraft in den weiteren zügigen Ausbau der Erneuerbaren Energien zu stecken.


Branche hat schon heute die Wachstumsziele für 2010 erreicht

"Die Bundeskanzlerin hat am Wochenende Alternativen zur Atomkraft gefordert. Wir haben sie", sagte Johannes Lackmann, Präsident des Bundesverbandes Erneuerbare Energie. Ein Grund für dieses Selbstbewusstsein liegt in der Bilanz des vergangenen Jahres. Für die erneuerbaren Energien war 2006 ein neues Rekordjahr mit dem bisher größten Wachstum in der Geschichte der Branche. "Die Branche hat schon heute die bisherigen Wachstumsziele für 2010 erreicht. Wenn wir erneuerbare Energien weiterhin so entschlossen ausbauen, werden wir den Atomausstieg mehr als kompensieren. Außerdem erhöhen wir die Versorgungssicherheit und ermöglichen ambitionierte Klimaschutzziele", fasst Johannes Lackmann die energiepolitische Bedeutung der Erneuerbaren zusammen.

17.01.2007   Quelle: BEE   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Zebau GmbH,
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Bundesregierung beschließt Umweltbericht 2006 und bekennt sich zum Ausbau der erneuerbaren Energien

Das Bundeskabinett hat am 16.01.2007 den von Bundesumweltminister Sigmar Gabriel vorgelegten Umweltbericht 2006 verabschiedet. Unter dem Titel "Umwelt –Innovation – Beschäftigung" zieht der Bericht ein positives Fazit umweltpolitischer Entscheidungen der letzten vier Jahre. Zugleich zeige er Lösungsstrategien für die drängendsten Umweltprobleme, so das Bundesumweltministerium in einer Pressemitteilung. "Umweltschutz ist eine wesentliche Voraussetzung für hohe Lebensqualität und soziale Gerechtigkeit. Vor allem ist er ein wichtiger Motor für Innovation und Beschäftigung in Deutschland. Innovationsorientierte Umweltpolitik bringt eine doppelte Dividende für Umwelt und Wirtschaft, bringt neue Beschäftigung und macht uns unabhängiger vom Erdöl", sagte Minister Gabriel.   Der Bericht skizziert die nach dem Regierungswechsel 2005 vorgenommen Weichenstellungen hin zu einer ökologischen Industriepolitik in Deutschland. "Wenn es uns gelingt, durch Innovationen die Energie- und Rohstoffeffizienz von Produkten und Dienstleistungen wirtschaftlich effizient zu steigern, sparen wir Geld für Rohstoffe, erhöhen unsere Versorgungssicherheit und verringern unsere Abhängigkeit von Rohstoffimporten. Gleichzeitig schaffen wir für unsere Volkswirtschaft neue, zukunftsfähige Binnen- und Exportmärkte und sichern so Arbeitsplätze", heißt es in der Einleitung.


Bundesregierung bekennt sich zum Ausbau der erneuerbaren Energien

Einen immer größeren Anteil an der Energieversorgung in Deutschland haben die erneuerbaren Energien. Beim Primärenergieverbrauch liegen sie mit 4,6 Prozent über dem Ziel von 4 Prozent, das sich die Bundesregierung für das Jahr 2010 gesetzt hatte. Auch die Energieproduktivität ist stark gestiegen. "Energieverbrauchsanstieg und Wirtschaftswachstum sind in Deutschland weitgehend entkoppelt", heißt es im Bericht. Die Bundesregierung bekenne sich zum Ausbau der erneuerbaren Energien, was die verdoppelten Fördergelder für erneuerbare Energien belegten: 83 Millionen Euro für das Jahr 2007.


Energetische Sanierung schafft und sichert Arbeitsplätze am Bau

Um die Energieeffizienz von Gebäuden zu steigern, wurden die Fördermittel zur energetischen Sanierung von Gebäuden von 360 Millionen Euro auf 1,4 Milliarden Euro jährlich vervierfacht. "Jeder, der ein Haus energetisch saniert, werde vom Staat unterstützt. Das helfe dem Klima, spare Energiekosten, schaffe Arbeitsplätze am Bau und sorge für Wirtschaftswachstum vor Ort. "Jede Milliarde Euro, die in die energetische Sanierung des Gebäudebestands investiert wird, sichert oder schafft 25.0000 Arbeitsplätze im Bauhandwerk und Baugewerken", so der Bericht. Deutlich steigen soll der Anteil nachwachsender Rohstoffe bei der Energieerzeugung und bei den Kraftstoffen.


Risikofaktoren Feinstaub, Ozon, Chemikalien, Lärm und Strahlenbelastung rücken in den Vordergrund

Unter der Überschrift "Gesunde Umwelt – gesunder Mensch" zeigt der Bericht, wie die Erfolge der Umweltpolitik in Deutschland unmittelbar die Lebensqualität verbessern. So sei die Blei- und Schwefeldioxid-Belastung erheblich gesunken. Andere Risikofaktoren seien in den Vordergrund gerückt, wie Feinstaub, Ozon, Chemikalien, Lärm und Strahlenbelastung. Anspruchsvoller Umweltschutz nütze unmittelbar der menschlichen Gesundheit. Die Bundesregierung unterstütze deshalb die Luftreinhaltungsstrategie der Europäischen Kommission mit noch strengeren Abgasstandards für Pkw (EURO 5) sowie für schwere Nutzfahrzeuge und Busse (EURO VI). Dann würden nicht nur die Feinstaubemissionen, sondern auch die Belastungen durch Stickoxide erheblich sinken. Mit der steuerlichen Förderung der Nachrüstung von Diesel-Pkw mit Rußfiltern habe die Bundesregierung einen wichtigen Schritt getan.

"Die Umweltpolitik setzt die richtigen Impulse. Die Neuorientierung hin zu einer ökologischen Industriepolitik, die sich viel stärker als bisher am schonenden und effizienteren Umgang mit Rohstoffen, Energieeffizienz und den natürlichen Lebensgrundlagen ausrichtet, hat begonnen, fasst Bundesumweltminister Gabriel zusammen.


Bericht im Internet zugänglich

Der Umweltbericht dient gemäß dem Umweltinformationsgesetz der Unterrichtung der Öffentlichkeit sowie des Parlaments. Eine Langfassung des Berichts mit zahlreichen www.bmu.de. Der Bericht wird Ende Februar als Broschüre in deutscher und englischer Sprache erscheinen und soll im Frühjahr 2007 zusätzlich in französischer und spanischer Sprache im Internet zugänglich sein.

17.01.2007   Quelle: BMU   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

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BMU-Staatssekretär Müller: Stromversorgung auch ohne AKW sicher

Die Stromversorgung in Deutschland sei in Zukunft auch ohne Atomstrom sicher und werde umweltverträglicher, erklärte Michael Müller (SPD), Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesumweltministerium (BMU) am 15.01.2007 in einer Presseerklärung. Modellrechnungen zeigten, dass auch nach dem Jahr 2020, wenn in Deutschland das letzte Atomkraftwerk (AKW) abgeschaltet werden soll, Strom sicher aus deutschen Steckdosen fließen werde. Dies sei möglich durch einen hohen Anteil erneuerbarer Energien an der Stromerzeugung und dank eines Durchbruchs bei der Energieeffizienz. Und es zahle sich auch beim Klimaschutz aus, bekräftigte Müller. 

"Atomkraft kann das Klimaproblem nicht lösen"

Laut Müller, der seit Beginn der Großen Koalition Staatssekretär im BMU ist und zuvor sieben Jahre lang stellvertretender Vorsitzender der SPD-Bundestagsfraktion war, gehören Klimaschutz und Atomausstieg untrennbar zusammen. Die Atomkraft rechne sich nur mit großen Kraftwerken und einer hohen Auslastung der Kapazitäten. Eine Verlängerung der Laufzeiten würde lediglich dazu führen, dass intelligente und dezentrale Lösungen verschoben und Investitionen zurückgestellt würden. Wissenschaftler und Vertreter aller Bundestagsfraktionen hätten in der zuständigen Klima-Enquete-Kommission einstimmig festgestellt, dass die Atomkraft das Klimaproblem nicht lösen kann, betonte Müller.


Energieeffizienz als "Schlüsselfrage" des Jahrhunderts

Die erneuerbaren Energien werden laut BMU im Jahr 2020 voraussichtlich deutlich mehr als 25 Prozent zur Stromversorgung in Deutschland beitragen. Windenergie und Wasserkraft, solare Energie und Energie aus Biomasse trügen bereits heute mit mehr als 11 Prozent zur Stromversorgung bei. Prognosen der Deutschen Forschungsanstalt für Luft- und Raumfahrt (DLR) belegten seit Jahren, dass dieser Anteil im kommenden Jahrzehnt auf mehr als das Doppelte steigen werde. Damit könne die Produktion fast aller deutschen Atomkraftwerke ersetzt werden, heißt es in der BMU-Pressemitteilung. Ein noch deutlich größeres Potenzial biete die Steigerung der Energieeffizienz: Durch den Ausbau der Kraft-Wärme-Kopplung könne die Energie schon bei der Stromerzeugung besser ausgenutzt werden. Damit seien enorme Möglichkeiten zur Senkung des CO2-Ausstoßes verbunden. Außerdem müsse elektrische Energie vor allem in Haushalten und in der Industrie effizienter eingesetzt werden. Energieeffizienz sei eine Schlüsselfrage des 21. Jahrhunderts, so Müller. Zudem werde dadurch ein zusätzlicher Schub für Innovationen und neue Arbeitsplätze ausgelöst.


Erneuerbare Energien können den Verzicht auf Atomkraft ausgleichen

"Für die Stromversorgung der Zukunft benötigen wir keinen Atomstrom. Regenerative Energieträger können das Abschalten der gefährlichen Reaktoren problemlos kompensieren. Und die mögliche Effizienzrevolution bei Strom, Heizungen, Kleinanlagen und im Verkehrssektor schützt das Klima. Wir dürfen uns nicht den Gefahren und Risiken einer überalterten Nuklearwirtschaft aussetzen. Und wir dürfen künftigen Generationen nicht noch höhere Berge atomarer Abfälle überantworten", erklärte Müller. Wer jetzt behaupte, der Klimawandel sei nur mit Kernenergie zu bekämpfen, der wolle den "Teufel mit dem Beelzebub austreiben".

17.01.2007   Quelle: BMU   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

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Fachmesse Intersolar fünf Monate vor der Eröffnung fast ausgebucht

Intersolar 2007 zum letzten Mal in Freiburg.
Intersolar 2007 zum letzten Mal
in Freiburg.

Die Intersolar 2007 bietet Architekten, Planern und Installateuren einen hervorragenden Überblick über die Einsatzmöglichkeiten von Solartechnik in Gebäuden. Europas Leitmesse für Solartechnik informiert über Neuheiten und Trends der Photovoltaik (PV), der Solarthermie und des solaren Bauens. Die Intersolar findet vom 21. bis 23. Juni 2007 in Freiburg statt. Rund 90 Prozent der 31.000 Quadratmeter Ausstellungsfläche seien bereits belegt, berichten die Veranstalter in einer Pressemitteilung.   Ab dem kommenden Jahr wird die Intersolar erstmals in der Messe München durchgeführt. Die Veranstalter informieren zur Intersolar auf der Münchner Fachmesse BAU 2007 (15. bis 20. Januar) in Halle B3 am Stand 517. Die Fachmesse Intersolar präsentiert jährlich solares Bauen als einen von drei Kernbereichen der Solartechnik - neben der Photovoltaik und der Solarthermie.


Solarzellen für Fassaden, Dächer, Verglasungen und als Sonnenschutz

Gebäudeintegrierte Solartechnik ermöglicht Planern und Architekten ästhetische Lösungen für Fassaden, Dächer, Verglasungen und als Sonnenschutz. Solarzellen in einer Vielzahl von Farben, Formen und Oberflächen stehen ihnen zur Verfügung: Semitransparente oder opake Solarzellen für Licht- und Sonnenschutzsysteme mit integrierter Photovoltaik sind nur zwei von vielen Beispielen. Auf der Intersolar finden bauinteressierte Fachbesucher alle relevanten Anbieter der Solartechnik. Die Intersolar 2007 wird vom 21. bis 23. Juni dieses Jahres zum letzten Mal in Freiburg stattfinden. Die Veranstalter erwarten 510 Aussteller und rund 26.000 Fachbesucher aus mehr als 90 Ländern.


Aussteller wollen größere Standflächen

Steigende Ausstellerzahlen, verbunden mit größerer Flächennachfrage pro Aussteller sind die Gründe für den Umzug der Intersolar im Jahr 2008 nach München. "In München werden wir mit geplanten 40.000 Quadratmetern den Wünschen nach größeren Standflächen entsprechen", sagt Markus Elsässer, Geschäftsführer der Solar Promotion GmbH. "Außerdem möchten wir den Anteil internationaler Aussteller und Fachbesucher am neuen Intersolar-Standort auf rund 40 Prozent erhöhen. Derzeit beträgt dieser Anteil rund 30 Prozent", erklärt Elsässer weiter. Norbert H. Bargmann, Geschäftsführer der Messe München GmbH, sagt: "Die Intersolar ergänzt unser Messeprogramm hervorragend. Sie entspricht unserer Strategie, Hochtechnologie nach Bayern zu bringen. Wir freuen uns über die Entscheidung, die Intersolar ab 2008 jährlich in München durchzuführen und werden sie mit unserem weltweiten Vertriebsnetz zur Weltmesse ausbauen. Diese ehrgeizigen Pläne werden wir mit unseren kompetenten Partnern, der Solar Promotion GmbH und der Freiburg Wirtschaft Touristik und Messe GmbH & Co. KG sicher verwirklichen."


Internationaler Solarkongress der Messe München GmbH künftig in Freiburg

Dr. Bernd Dallmann und Klaus W. Seilnacht, Geschäftsführer der Freiburg Wirtschaft Touristik und Messe GmbH & Co. KG, betonen: "Natürlich bedauern wir den Weggang der Intersolar aus Freiburg, werden aber in diesem Jahr noch einmal ein bewährter Gastgeber sein. Außerdem gewährleisten München und Freiburg Kontinuität und Kooperation im Solarbereich, da die Messe München GmbH zukünftig in Freiburg jährlich einen internationalen Solarkongress durchführen wird."


Solarwärme-Konferenz estec2007 als Auftakt der Intersolar

Zum Auftakt der Intersolar findet vom 19. bis 20. Juni die wichtigste europäische Solarthermie-Industriekonferenz "estec2007" statt. Auf dieser diskutieren über 400 Teilnehmer aus aller Welt über die Märkte für solare Wärme. Ein hochkarätiges Kongressprogramm erwartet die Fachbesucher auch auf dem 3. PV Industry Forum: Dieses spricht gezielt die Akteure der internationalen Photovoltaik-Industrie an und vermittelt aktuelle Trends der Solartechnik. Träger der Fachmesse Intersolar sind die führenden nationalen und internationalen Fachverbände der Solarbranche: der Bundesverband Solarwirtschaft e.V. (BSW), die Deutsche Gesellschaft für Sonnenenergie e.V. (DGS), die European Photovoltaic Industry Association (EPIA), die European Solar Thermal Industry Federation (ESTIF) und die International Solar Energy Society (ISES).

Weitere Informationen unter http://www.intersolar.de

17.01.2007   Quelle: Solar Promotion GmbH   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Solar Promotion GmbH,
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M+W Zander erhält Auftrag zum Bau der ErSol-Solarzellenfabrik in Arnstadt

Die M+W Zander FE GmbH (Stuttgart) hat einen weiteren Generalübernehmer-Auftrag vom Erfurter Photovoltaikkonzern ErSol Solar Energy AG erhalten. Danach errichtet der Stuttgarter Anlagenbauer für ErSol die neue Fabrik zur Herstellung monokristalliner Silzium-Solarzellen in Arnstadt (Thüringen) mit einer Nominalkapazität von 120 MWp, berichtet M+W Zander in einer Pressemitteilung. Durch das neue, schlüsselfertig erstellte Werk will die ErSol-Gruppe ihre jährliche Zellproduktionskapazität auf 220 Megawatt im Jahr 2008 steigern.  Das Projekt werde von M+W Zander in einem sehr kurzen Zeitraum realisiert: Schon im Mai 2007 soll der Einbau des Maschinenparks beginnen und noch in der zweiten Jahreshälfte soll die Produktion anlaufen. Das Gesamtauftragsvolumen einschließlich Maschinen liegt laut M+W Zander bei 45 Millionen Euro.


Neue Dünnschicht-Solarmodulfabrik in Erfurt

Neben dem Auftrag für das Solarzellenwerk in Arnstadt realisiert M+W Zander momentan ein weiteres Projekt für ErSol. In Erfurt entsteht seit Mitte 2006 eine neue Fabrik für Dünnschicht-Solarmodule. Dort habe Ende letzten Jahres bereits nach fünfmonatiger Bauzeit mit der Installation der Maschinen begonnen werden können. Für M+W Zander FE Geschäftsführer Robert Gattereder gab die beim Erfurter Projekt gezeigte Termintreue "den Ausschlag für den jetzt erfolgten zweiten Generalübernehmer-Auftrag. Aus den Erfahrungen in Erfurt konnten wir zudem für das Werk in Arnstadt gemeinsam mit dem Kunden noch effizientere Lösungen entwickeln. Damit wird unsere langjährige Zusammenarbeit weiter gefestigt."

Die M+W Zander FE GmbH, ein Unternehmen der weltweit operierenden M+W Zander Gruppe, ist in Europa und im Mittelmeerraum tätig. Das Leistungsspektrum umfasst die Planung und den Bau von Hightech-Anlagen für Kunden aus der Halbleiter- und Flachbildschirmproduktion, der Photovoltaikindustrie und dem Energiesektor. Im Photovoltaiksektor zählt das Unternehmen ebenso wie im Halbleiterbereich zu den Marktführern bei Planung und schlüsselfertigem Bau von Fertigungsanlagen. Insgesamt hat die M+W Zander Gruppe nach eigenen Angaben im Jahr 2005 mit weltweit rund 7000 Mitarbeitern circa 1,5 Milliarden Euro umgesetzt.

Der ErSol Konzern produziert und vertreibt Photovoltaikprodukte. Nach dem Erwerb der ASi Industries GmbH ist ErSol mit Schwerpunkt in den Wertschöpfungsstufen Ingot- und Waferproduktion sowie der Solarzellenfertigung tätig. Daneben engagiert sich die ErSol Gruppe auch im Bereich der Dünnschicht-Modulproduktion und handelt mit Modulen über ihre Tochter aimex-solar GmbH. Derzeit beschäftigt das Unternehmen mehr als 400 Mitarbeiter.

17.01.2007   Quelle: M+W Zander FE GmbH   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

 

REpower steigt auf zum drittgrößten Windkraftanlagen-Hersteller in Deutschland

Repower-Chef Vahrenholt freut sich über dritten Platz unter deutschen WEA-Herstellern.
Repower-Chef Vahrenholt freut sich
über dritten Platz unter deutschen
WEA-Herstellern.

Die REpower Systems AG (WKN 617703) ist im Jahr 2006 vom fünften auf den dritten Platz der größten Hersteller von Windenergieanlagen (WEA) in Deutschland vorgerückt. Mit einem Marktanteil von 7,6 Prozent bei der im letzten Jahr neu installierten Leistung von 2.233 Megawatt (Vorjahr: 1.808 MW) habe sich REpower damit hinter den Wettbewerbern Enercon und Vestas und vor anderen Anbietern wie GE Energy, Siemens oder Nordex etabliert, berichtet die REpower Systems AG in einer Pressemitteilung.  Die Aufstellungszahlen für das Jahr 2006 wurden am 16.01.2006 auf der Pressekonferenz des Bundesverbandes Windenergie (BWE) und des Verbandes Deutscher Maschinen- und Anlagenbau e.V. (VDMA) in Berlin präsentiert.


Eintausendste Anlage der Megawatt-Baureihe MD/MM errichtet

"Gerade erst haben wir bei den Installationen unserer Anlagen die 2.000 MW-Marke überschritten und zudem unsere eintausendste Anlage der Megawatt-Baureihe MD/MM errichtet", freut sich der REpower-Vorstandsvorsitzende Prof. Dr. Fritz Vahrenholt. "Nach drei Jahren, in denen die Aufstellungszahlen hierzulande deutlich rückläufig waren, ist die deutsche Windindustrie mit über 2.200 MW installierter Leistung wieder auf Wachstumskurs. Auch in unseren Auslandskernmärkten - in denen wir 70 Prozent unseres Umsatzes machen - sind wir unserem Ziel, unter die größten Hersteller zu kommen, näher gerückt und in Ländern wie Großbritannien, Frankreich, Portugal oder Japan auf den vorderen Plätzen", ergänzt Vahrenholt.

17.01.2007   Quelle: REpower Systems AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Repower Systems AG.,
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Zweites Stiftungsforum Erneuerbare Energien am 24.1. in Berlin

Stiften liegt im Trend - und das kommt auch Sonne, Wind & Co. zu gute. Das "2. Stiftungsforum Erneuerbare Energien" zeigt am 24. Januar 2007 im ICC Berlin die Bedeutung und das Spektrum der Stiftungsarbeit für die erneuerbaren Energien. Den Rahmen hierfür bietet die CLEAN ENERGY POWER 2007.  Rund 14.000 selbstständige Stiftungen gibt es in Deutschland. Schätzungsweise 1.000 davon engagieren sich für Umweltschutz, Klimaschutz und erneuerbare Energien und geben jährlich mindestens 150 Millionen Euro hierfür aus, berichtet die Solarpraxis AG in einer Pressemitteilung. "Ergänzend zum EEG und anderen staatlichen Maßnahmen spielen Stiftungen eine wichtige Rolle beim Ausbau der Erneuerbaren Energien, vor allem im Hinblick auf Innovationen", betont Dr. Wolfhart Dürrschmidt vom Bundesumweltministerium (BMU).


Fördergelder für Dünnschicht-Photovoltaik, Solar-Speicher und PV-Fassaden

So fördere die Stiftung Energieforschung Baden-Württemberg mit jährlich einer Million Euro beispielsweise die CIS-Primärtechnologieentwicklung für großflächige Dünnschichtsolarmodule oder Prüfstandversuche weiterentwickelter Techniken der Kraft-Wärme-Kopplung zur Hausenergieversorgung. Über 600 Projekte im Bereich innovativer Energietechnik unterstützte die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) seit 1990 mit einem durchschnittlichen Fördervolumen von 200.000 bis 500.000 Euro. So beispielsweise die Entwicklung eines Solarschichtenspeichers aus Kunststoff (Consolar, Frankfurt) oder die Entwicklung einer automatisierten Fertigungsanlage für individuell gestaltete photovoltaische Fassadenmodule (Fa. Solarnova, Wedel).


Ulm fördert Stiftungsprofessur an der örtlichen Hochschule

Auch kommunale Stiftungen engagieren sich für erneuerbare Energien. Über 2,35 Millionen Euro schüttete beispielsweise die Solarstiftung Ulm/Neu-Ulm seit ihrer Gründung 1995 aus. Finanziert wurden Solaranlagen, Forschungsvorhaben, Schulkampagnen oder eine Solarflotte auf der Donau. Neuestes Projekt ist der Aufbau einer Stiftungsprofessur an der örtlichen Hochschule.

17.01.2007   Quelle: SOLARPRAXIS AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

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Solare Kühlung: Conergy und dena verwirklichen erstes Projekt in Spanien

Kompakter Container für solare Kühl- und Reglungstechnik.
Kompakter Container für solare Kühl- und Reglungstechnik.

Eine von der Conergy AG entwickelte "Solar-Assisted-Cooling"-Lösung (SAC) sorgt in Kürze für ein angenehmes Raumklima in der Deutschen Schule in Barcelona. Das Platz sparende System benötige neben der Dachfläche für 40 Conergy-F 6000-Kollektoren nur einen rund 42 Kubikmeter großen Container, der die gesamte Kühl- und Reglungstechnik enthält, berichtet die Conergy AG in einer Pressemitteilung, Der Container wurde komplett aus Deutschland geliefert, außerhalb des Gebäudes aufgestellt und mit dem Schulgebäude verbunden. Dank moderner "Plug & Play"-Technologie ist die Anlage sofort einsatzbereit. Dieses kompakte System ist weltweit einmalig und wird eine Kälteleistung von 20 Kilowatt (kW) bringen.   Dies reiche aus, um die Schulkantine sowie zwei weitere Räume der Schule das ganze Jahr über zu klimatisieren. "Solare Kühlung bietet weltweit enormes Wachstumspotenzial, denn das Sonnenlicht zum Kühlen steht genau dann zur Verfügung, wenn es am heißesten ist. Eine zukunftsweisende Technologie, die das öffentliche Stromnetz zu Spitzenlastzeiten entlastet. Darüber hinaus werden Gebäude klimatisiert und ihre Betreiber unabhängiger von steigenden Strompreisen", erklärt Christian Stadler, Head of Solar Cooling bei Conergy. Die Deutsche Energie-Agentur GmbH (dena) das Projekt im Rahmen des Solardachprogramms zur Auslandsmarkterschließung, das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi) fördert es.


Nachfrage nach solarer Kühlung steigt weltweit

Solare Kühlsysteme wandeln Sonnenwärme direkt in kaltes Wasser zur Einspeisung in Klimaanlagen um, ohne erst Solarstrom zu erzeugen, was mit einem geringeren Wirkungsgrad verbunden wäre. Effiziente solarthermische Systeme senken die Stromkosten für die Gebäudeklimatisierung um mindestens 40 bis 70 Prozent, betont Conergy. Zusätzlich kann die Solarwärme ganzjährig zur Warmwasserbereitung und an Wintertagen auch zur Heizungsunterstützung genutzt werden. Die Kühlung gewinnt nicht zuletzt wegen der globalen Erwärmung weltweit an Bedeutung. Auch steigende Komfortansprüche lassen den Bedarf für Klimatisierung weltweit stetig wachsen. Eine Studie bezifferte den europäischen Klimatisierungsmarkt auf 4,3 Milliarden Euro im Jahr 2005, wovon allein auf Spanien und Italien 49 % entfallen. Conergy verfügt als Marktführer für Solarsysteme in Spanien bereits über eine hohe Vertriebsdichte auf der Iberischen Halbinsel und kann somit auch zukünftige SAC-Projekte kundennah betreuen. Vom 06. bis 10. März 2007 wird die Conergy AG ein SAC-Containermodell dem Fachpublikum auf der Frankfurter Messe ISH vorstellen (Stand B65, Halle 5.0).

16.01.2007   Quelle: Conergy AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Conergy AG.,
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Erneuerbare Energien in Nordhessen weiter im Aufwind

Solarstrom-Inselanlage in den Vereinigten arabischen Emiraten.
Solarstrom-Inselanlage in den
Vereinigten arabischen Emiraten.

Aktuelle Daten belegen die wachsende Bedeutung der erneuerbaren Energien für Energiemärkte und Wirtschaft: Die in Nordhessen bereits vorhandenen direkten 2.200 Arbeitsplätze in Solar-Unternehmen könnten bei Fortbestand der günstigen Rahmenbedingungen in den nächsten 15 bis 20 Jahren auf bis zu 20.000 Arbeitsplätze anwachsen, betonen das Kompetenznetzwerk Dezentrale Energietechnologien (deENet), der Landkreis Kassel und die SMA Technologie AG in einer gemeinsamen Presseerklärung. "Damit hätte dann die Branche der dezentralen Energietechnik eine ähnliche ökonomische Bedeutung für die Region wie heute die Automobilindustrie nebst Zulieferern", so Dr. Martin Hoppe-Kilpper, Geschäftsführer von deENet.   Um dieses ehrgeizige Ziel zu erreichen, müssten die in der Region entstandenen Innovationen jedoch noch viel stärker als bisher in vermarktbare Produkte für den Weltmarkt überführt werden. Besonders aussichtsreiche neue Produkte seien autonome Energieversorgungseinheiten zur Elektrifizierung entlegener Gebiete in Schwellen- und Entwicklungsländern sowie dezentrale Komponenten zur kombinierten Strom- und Wärmebereitstellung.


SMA Technologie AG schaffte 300 neue Stellen

Auch aus Sicht des Niestetaler Solar-Unternehmens SMA konnte die Region Nordhessen im zurückliegenden Jahr deutlich vom Boom der dezentralen Energietechnologien profitieren. So habe allein SMA im zurückliegenden Jahr 300 neue Stellen geschaffen, den Wechselrichterabsatz um mehr als 20 % gesteigert und die Zahl der internationalen Vertriebsniederlassungen auf sechs ausgebaut. SMA Vorstand Günther Cramer unterstrich das große Beschäftigungspotenzial durch dezentrale Energietechnologien. "Meines Erachtens könnten in den nächsten 5 Jahren mehr als 3.000 neue Arbeitsplätze hier in der Region entstehen", so Cramer.


Landkreis Kassel legt Solardach-Programm mit einem Investitionsvolumen von 6,5 Millionen Euro auf

Die Vorreiterrolle des Landkreises Kassel bei der Nutzung dezentraler Energietechnologien betonte Landrat Dr. Udo Schlitzberger: "Die Auszeichnung mit dem Deutschen Solarpreis ist Ansporn, unsere bisherigen Anstrengungen weiter zu führen". Der Kreis lege dazu zum einen ein neues Solardach-Programm für kreiseigene Gebäude mit einem Investitionsvolumen von 6,5 Millionen Euro auf. Zum anderen werde besonders der Biomassenutzung in den nächsten Jahren immer größere Bedeutung zukommen. "Wie im Solarbereich und bei den Holzhackschnitzelfeuerungsanlagen werden wir auch hier mit Pilotprojekten vorangehen", so Dr. Schlitzberger.


Netzwerk entwickelt Energiekonzept für Öko-Baugebiet

"Die Region Nordhessen ist mit zahlreichen Unternehmen und Forschungseinrichtungen, darunter die Viessmann Werke in Allendorf, die SMA Technologie AG in Niestetal sowie das ISET und das Zentrum für Umweltbewusstes Bauen in der Branche der dezentralen Energietechnik und der Energieeffizienz besonders gut aufgestellt", so Prof. Peter Zacharias, Vorstandsvorsitzender des deENet. Das Netzwerk habe sich in letzter Zeit zunehmend zum Initiator und Koordinator für Dienstleistungsprojekte entwickelt. Im Jahr 2007 werde deENet unter anderem ein Energiekonzept für das Öko-Baugebiet in Kassel Oberzwehren entwickeln, ein Modellprojekt für klimaeffizientes Bauen und Wohnen in Baunatal beginnen und ein Forschungsprojekt zu "Stromliefernden Heizsystemen" starten. Außerdem werde man in einer Studie die wirtschaftlichen Effekte für die Region Nordhessen durch ein weiteres Wachstum der dezentralen Energietechnik untersuchen. Ziel sei, Nordhessen in der öffentlichen Wahrnehmung zunehmend mit der dezentralen Energietechnik und Energieeffizienz zu verbinden.

16.01.2007   Quelle:   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: SMA Technologie AG,

 

Biomasse-Barometer 2006: Wachstum bei Produktion und Kesselherstellern

Der Wille Europas, einen Teil des fossilen Energieverbrauchs durch Biomasse-Energie zu ersetzen beginnt, erste Früchte zu tragen. Das berichtet das von der EU-Kommission geförderte Projekt "EurObserv’ER" in einer Pressemitteilung. EurObserv’ER beschreibt in seinem in Nummer 176 des französischen Magazins Systèmes Solaires veröffentlichen Biomasse-Barometer die Entwicklung von Holz und Holzabfällen, Stroh, Ernteresten, Pflanzen- und Tierabfällen sowie zum ersten Mal auch die Nutzung organischer städtischer Abfälle. 

Feste Biomasse: Produktion steigt um 5,6 %

Die Primärproduktion fester Biomasse (ohne erneuerbare städtische Festabfälle) wuchs laut EurObserv’ER um 5,6 % gegenüber 2004 ( + 3,091 Millionen Tonnen Rohöl-Äquivalent (Mtoe). Dieses Wachstum lasse sich vorwiegend durch den Anstieg der deutschen Produktion erklären (+ 1,731 Mtep zwischen 2004 und 2005), wodurch sich Deutschland dem Produktionsniveau Schwedens nähere (Zuwachs von 0,470 Mtep). Der Rückgang der finnischen Produktion (- 0,8 Mtep) stehe in Zusammenhang mit der Papierindustrie-Flaute im Jahr 2005 (nach einem ausgezeichneten Jahr 2004). Denn diese liefere auf Grund der Produktion von Schwarzlauge und Holzabfällen einen bedeutenden Teil der Biomasseenergie.


ÖKO-Heizkesselindustrie wächst kräftig

Das Jahr 2005 war laut EurObserv’ER geprägt durch ein besonders starkes Wachstum des Holzofenmarktes und der Biomassekraftwerke (Wärme-, Strom- oder Kraft-Wärme-Kopplung.). Die meisten der großen Heizkesselfabrikanten hätten ihre Produktionskapazität gesteigert, ihr Technologieangebot erweitert und einen bedeutenden Anstieg ihrer Verkaufszahlen erreicht. Die Industrie habe auch den privaten Markt angekurbelt, durch Apparate mit innovativem Design und mehr Komfort (Automatikheizkessel, Granulatöfen). Auch die jeweiligen Heizkapazitäten seien gesteigert worden, wodurch es den Herstellern möglich sei, jeder Wohnsituation angepasste Heizgeräte und Warmwasserbereitungsgeräte anzubieten. Neu sei, dass manche der Heizkessel auch Strom erzeugen können.


Neue Ziele für Biomasse bis 2010

Der Preisanstieg der fossilen Brennstoffe und deren nachteilige Auswirkungen hätten sich während des Jahres 2005 sehr günstig für die Biomasse-Lösungen ausgewirkt, betont EurObserv’ER. Die momentan in Europa getroffenen Entscheidungen seien von ganz besonderer Bedeutung, da sie auf lange Sicht ermöglichen würden, die lokalen Infrastrukturen der Energieproduktion umzugestalten. Der Aktionsplan Biomasse (Biomass Action Plan) ist Ende 2005 neu definiert worden und beschreibt ein neues Ziel für alle 25 Mitgliedsländer. Die Europäische Kommission geht davon aus, dass die in diesem Aktionsplan getroffenen Maßnahmen dazu führen werden, dass zunehmend mehr Biomasse genutzt wird (feste Biomasse, Biogas, Biokraftstoff, erneuerbare städtische Abfälle). Deren Gesamtnutzung soll 2010 auf ungefähr 150 Mtep steigen (55 Mtep für Stromproduktion, 75 Mtep fûr Wärmeproduktion sowie 19 Mtep für den Transport.


Leichter Anstieg bei erneuerbaren städtischen Festabfällen

Für Europa wird die Primärproduktion von erneuerbaren städtischen Festabfällen (ohne die Biogasproduktion) auf 5,3 Mtep im Jahr 2005 geschätzt ; ein leichter Anstieg in Bezug auf das Vorjahr 2004 (+ 0,2 Mtep). Zu den Hauptproduzenten gehören Italien (+ 15,1 % zwischen 2004 und 2005), das gleichzeitig das größte Wachstum verzeichnen konnte und somit Dänemark auf den dritten Rang verweist, während Italien selbst den zweiten Platz hinter Frankreich einnimmt, das sich trotz seines Produktionsrückganges (- 3,9 %) weiterhin in erster Position in der Abfallaufbereitung befindet.


"Barometer" von EurObserv’ER zeigen Entwicklung der erneuerbaren Energien

Die Barometer von EurObserv’ER werden regelmäßig veröffentlicht und dokumentieren den aktuellen Stand auf dem Gebiet der erneuerbaren Energien weltweit und für Europa (Solarenergie, Windenergie, Wasserkraft, Geothermie und Biomasse). Das Barometer von EurObserv’ER ist ein Projekt, das von der Europäischen Kommission im Rahmen des Programms "Intelligente Energie-Europa" von der DG Tren gefördert wird.


Weitere Informationen im Internet

Die verschiedenen Barometer von EurObserv’ER können in französischer Sprache als PDF-Dokument heruntergeladen werden unter der Adresse http://www.eufores.org/, zum Beispiel das Solarwärme-Barometer und das

Auch für Peter M. Endres, Vorstandsvorsitzender der KarstadtQuelle-Versicherungen AG (KQV), ist der Golfpark eine "Referenz in Sachen Schnelligkeit". Das Golfpark-Megawatt-Projekt ist Teil des "WNE-Solarparks Süddeutschland", des mit einer Spitzenleistung von insgesamt 5.000 Kilowatt (kWp) laut Sunline AG größten Solarparks Europas auf verteilten Dächern. Auftraggeber und Großinvestor sind die KarstadtQuelle-Versicherungen. "Mit der 1.017-Kilowatt-PV-Anlage ist der 5 MWp große Solarpark nun fertiggestellt“, so die Vorstände Wolfgang Wismeth (Sunline) und Dr. Randolf von Estorff (KQV) über die erfolgreiche Solar-Kooperation. Dr. Clemens Bloß, Geschäftsführer der Welivit New Energy GmbH Fürth, freut sich besonders, dass die Anlage noch kurz vor Weihnachten komplett an das Netz angeschlossen wurde: Welivit, ein Tochterunternehmen der KQV, betreibt die Anlage über den WNE Solarfonds Süddeutschland 2 GmbH & Co KG.


Beispielhaftes PV-Testgebäude

Im neuen Solargebäude am Golfplatz werde sein Unternehmen nicht nur große Teile in modularen Lagerboxen aufbewahren, erläutert Wolfgang Wismeth, sondern die installierte PV-Technik auch testen: "Ganz bewusst haben wir in Atzenhof Module und Wechselrichter unterschiedlicher Solarhersteller zu einer Vielzahl kleinerer Photovoltaikanlagen zusammengeschaltet, um Betriebserfahrungen über die Leistungsfähigkeit verschiedener Produkte zu gewinnen", so Wismeth.


6113 Module, 68 Wechselrichter, eine Trafostation

Drei Solarmodulhersteller aus Europa und Deutschland lieferten 6.113 Module. 68 Wechselrichter aus Österreich und Deutschland wandeln den Solar-Gleichstrom in Wechselstrom für das Netz um. Da die auf dem Gebäudedach erzeugte Solarstrommenge dort nicht sofort verbraucht werden kann, errichtete Sunline eine eigene 1-MW-Trafostation. Diese verbindet die PV-Anlage mit dem Mittelspannungsnetz der infra Fürth GmbH. Das Konzept des Solarparks sei beispielhaft für die Doppelnutzung, betont der Sunline-Vorstand. Gerade mit einer solchen Mehrfachnutzung habe Sunline Erfahrung: "Im oberpfälzischen Hohenburg haben wir Bunker zu Solarkraftwerken umfunktioniert. In Würzburg ist ein ehemaliger Militärstandort zu einer friedlichen Solarstrom-Oase geworden, von deren Dach sauberer Sonnenstrom fließt", so Wismeth.

15.01.2007   Quelle: Sunline AG, Fürth   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Sunline AG,
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WKN verkauft zwei Windparks an Allianz

Windpark Kittlitz.
Windpark Kittlitz.

Die WKN Windkraft Nord AG hat die von ihr entwickelten Windenergieprojekte Halenbeck und Kittlitz an die Allianz Specialised Investments verkauft. Das Unternehmen gehört der Allianz Gruppe an und investiert in erneuerbare Energien. Die brandenburgischen Windparks seien vor einigen Wochen in Betrieb genommen worden, berichtet WKN in einer Pressemitteilung. Im Windpark Halenbeck mit insgesamt 18 Megawatt installierter Leistung produzieren neun Anlagen des Typs Vestas V80 umweltfreundlichen Strom. Auf der ehemaligen Tagebaustätte Seese-West nahe der Ortschaft Kittlitz wurden fünf Windenergieanlagen V90 mit jeweils zwei Megawatt Leistung installiert.   Nach der Übernahme des ersten ausländischen WKN Projektes Francofonte (Sizilien / Italien) Ende 2005 und dem Kauf des deutschen Windparks Freyenstein Mitte 2006 ist dies die dritte gemeinsame Transaktion beider Unternehmen.


"Wir freuen uns, dass wir die Verantwortlichen der Allianz Specialised Investments einmal mehr von unserer Erfahrung und Kompetenz überzeugen konnten," erklärt Michael Ostwald, Prokurist der WKN, zum Abschluss des Vertrages. "Die professionelle Zusammenarbeit im Rahmen des Due Diligence Prozesses lief reibungslos und stets Hand in Hand. Mit dem Verkauf der deutschen Projekte knüpft unsere Unternehmensgruppe im neuen Jahr direkt an die großen Erfolge des Vorjahres an",so Ostwald.


Insgesamt 116 Megawatt im Windenergie-Portfolio der Allianz

Für die Allianz Specialised Investments ist die Investition ein weiterer Schritt innerhalb ihres Engagements, langfristig in erneuerbare Energien zu investieren. Die Windenergie wird dabei als besonders wachstumsstark bewertet und gilt als eine der Chancen im notwendigen Kampf gegen den Klimawandel. "Mit diesen zwei weiteren Projekten umfasst das Windenergie-Portfolio der Allianz nun 116 Megawatt, die entweder bereits in Betrieb genommen sind oder derzeit errichtet werden. Wir erwarten, in den nächsten Jahren weiterhin in diesem Tempo zu wachsen", berichtet David Jones, Geschäftsführer der Allianz Specialised Investments. "Es war uns erneut ein Vergnügen, mit WKN zu kooperieren. Wir hoffen auf die Fortsetzung unserer Zusammenarbeit, um unsere entsprechend formulierten Zielsetzungen im Bereich Windenergie zu erreichen," so Jones.

15.01.2007   Quelle: WKN Windkraft Nord AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: WKN Windkraft Nord AG,
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Kandidatensuche für Deutschen Umweltpreises 2007 hat begonnen

Umweltpreisträger Hans G. Huber (r.) und Prof. Ernst-Detlef Schulze
Umweltpreisträger Hans G. Huber (r.) und Prof. Ernst-Detlef Schulze

Bis zum 15. Februar haben Vertreter von rund 130 Institutionen die Chance, ihren Favoriten für die Auszeichnung mit dem mit 500.000 Euro dotierten Deutschen Umweltpreis 2007 zu nominieren. Mit dem höchstdotierten Umweltpreis Europas würdigt die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) Leistungen von Persönlichkeiten, die in vorbildhafter Weise zum Schutz der Umwelt beitragen. Dabei seien mit "Persönlichkeiten" ausdrücklich auch Frauen gemeint, betont die DBU: "Über qualifizierte Kandidatinnen werden wir uns besonders freuen," so DBU- Pressesprecher Franz-Georg Elpers.   Bundespräsident Horst Köhler wird den 15. Deutschen Umweltpreis am 28. Oktober 2007 im Saarland überreichen. 2008 wird Rostock (Mecklenburg-Vorpommern) an der Reihe sein, 2009 Augsburg (Bayern). Jedes Jahr erreichen die Geschäftsstelle der DBU in Osnabrück viele Empfehlungen zur Kandidatenkür. Sie werden einer hochkarätigen 15-köpfigen Experten-Jury aus Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft vorgelegt. Anschließend trifft das Kuratorium der DBU die endgültige Wahl und benennt den oder die Umweltpreisträger 2007.


Preis soll dazu "anstiften", Umweltprobleme zu erkennen und zu entschärfen

"Die Auszeichnung richtet sich an Personen, Forscher, vor allem aber Unternehmer", erklärt Franz-Georg Elpers, Pressesprecher der Stiftung, die seit ihrer Gründung 1991 über 6.500 innovative, die Umwelt entlastende Modellprojekte mit knapp 1,2 Milliarden Euro gefördert hat, zusammen mit kleinen und mittleren Unternehmen. "Bemerkenswerte Forschungsergebnisse werden genauso berücksichtigt wie innovative Produkte, umweltfreundliche technische Prozesse oder die Lebensleistung einer Person", so Elpers. Die Auszeichnung solle Personen, Unternehmen und Organisationen dazu "anstiften", Umweltprobleme rechtzeitig zu erkennen und mit Hilfe geeigneter Strategien schon im Vorfeld zu entschärfen.


Preisträger aus Politik, Wissenschaft und Wirtschaft

Seit 1993 ehrt der Deutsche Umweltpreis herausragende Pioniere des Umweltschutzes. Unter anderem ausgezeichnet wurden der Ozonforscher und spätere Nobelpreisträger für Chemie, Professor Dr. Paul J. Crutzen (1994), und der Direktor des Umweltprogramms der Vereinten Nationen, Prof. Dr. Klaus Töpfer (2002). 2006 ging der Preis an den bayerischen Unternehmer Hans G. Huber und den Ökosystemforscher Prof. Dr. Ernst-Detlef Schulze aus Jena. Huber erhielt die Auszeichnung dafür, dass er mit großem Engagement gerade auch in Schwellen- und Entwicklungsländern anwendbare, qualitativ hochwertige und robuste Technologien zur Frischwasseraufbereitung und Abwasserbehandlung entwickelt und erfolgreich vertreibt. Als Direktor des Max-Planck- Instituts für Bio-Geochemie in Jena erforscht Prof. Schulze Gründe der globalen Klimaerwärmung.

14.01.2007   Quelle: DBU   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: DBU,
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juwi stellt 1 MW-Aufdach-Solarkraftwerk bei Baden-Baden fertig

Die juwi solar GmbH aus Bolanden (Rheinland-Pfalz) hat Ende 2006 den Bau der größten Aufdach-Photovoltaik-Anlage ihrer Unternehmensgeschichte abgeschlossen. Auf dem Dach des Unternehmens Firma T.K.W. in Bühl bei Baden-Baden hat juwi eine Solarstromanlage mit einer Nennleistung von über 1.000 Kilowatt (1 MW) errichtet und in Betrieb genommen. Damit setze das rheinland-pfälzische Unternehmen einen weiteren Meilenstein der solaren Stromproduktion in Deutschland, heißt es in der Pressemitteilung der juwi solar GmbH. Die Photovoltaik-Anlage in Bühl erzeuge künftig pro Jahr rund eine Million Kilowattstunden Solarstrom; das entspreche in etwa dem Jahresbedarf von 300 Haushalten.  Das Solarkraftwerk wird laut juwi jährlich rund 650 Tonnen des Treibhausgases Kohlendioxid (CO2) einsparen. Die über 17.000 Solar-Module des US-amerikanischen Dünnschicht-Spezialisten First Solar wurden von juwi auf zwei Dächern installiert.


Photovoltaik-Anlagen mit einer Gesamtleistung von rund 5.000 Kilowatt realisiert

Für den in das Stromnetz eingespeisten Strom bekommt der Betreiber, die Pfalzwerke AG aus Ludwigshafen, rund 50 Cent pro Kilowattstunde. Die juwi solar übernahm als Generalunternehmer die Planung und Bauleitung. "Dünnschichtmodule haben längst Großserienreife erreicht, lassen sich kostengünstiger produzieren als kristalline Module, und sie sind vor allem nicht durch Engpässe und Abhängigkeiten beim Rohmaterial betroffen", betont Lars Falck, Geschäftsführer der juwi solar GmbH. Nach Abschluss der Arbeiten in Bühl werde juwi allein in der Region Baden-Baden mehrere PV-Anlagen mit einer Gesamtleistung von rund 5.000 Kilowatt realisiert haben. Dazu gehören unter anderem die Freiflächenanlagen in Baden-Baden Oos und Sinzheim sowie die Aufdachanlagen bei der Kreisgewerbeschule Bühl und beim Regionalflughafen Baden-Airport.

Die juwi solar GmbH verfügt über mehrjährige Erfahrung in der Realisierung von Solar-Großprojekten und will in den kommenden Jahren das überdurchschnittliche Wachstum fortsetzen. Zur Realisierung weiterer Projekte sei juwi solar daher immer an geeigneten Dach- und Freiflächen in sonnenreichen Gegenden interessiert, so das Unternehmen.

14.01.2007   Quelle: juwi solar GmbH   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

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Dämmstoffe aus Holzfasern können Heizkosten senken

Die Wärmedämmung eines Hauses kann wesentlich dazu beitragen, Energie einzusparen, so der Verband Holzfaser Dämmstoffe (VHD) in einer Pressemitteilung. Allein durch eine fachgerechte Dämmung des Dachgeschosses ließen sich im Durchschnitt 15 Prozent Heizkosten sparen. Um Wohnraum, der zur Vermietung oder zum Verkauf ansteht, unter energetischen Gesichtspunkten vergleichbar zu machen, hat die Bundesregierung die Einführung eines Energiepasses für bestehende Wohngebäude beschlossen. Der neue Energieausweis, der zum 1.1.2008 kommen soll, ist laut VHD auch eine Anregung, sich über die Wärmedämmung der eigenen vier Wände Gedanken zu machen und Energiesparpotenziale auszuschöpfen, wo immer sie sich zeigen.   "Dämmstoffe aus Holzfasern eignen sich hervorragend, um den Wünschen vieler Hauseigentümer nach Steigerung der Wohnbehaglichkeit und des Verkehrswertes ihrer Immobilie bei gleichzeitiger Einsparung von Heizenergie und Brennstoffkosten zu entsprechen", betont Dr.-Ing. Tobias Wiegand, Geschäftsführer des Verbandes in Wuppertal.


Beim Modernisieren das Dach nicht vergessen

So senkt laut VHD jeder Euro, der zum Beispiel in eine bessere Dachgeschossdämmung investiert wird, den Energiebedarf des Hauses um umgerechnet 2,6 Kilowattstunden - was auch einer Minderung des CO2-Ausstoßes um 0,8 kg entspreche. Bei einem Wohngebäude, dessen Dachflächen auf das gesetzlich geforderte Niveau gedämmt wurden, sinke der Energiebedarf durchschnittlich um 15 Prozent gegenüber dem ungedämmten Zustand. Die Modernisierung von Immobilien sollte deshalb neben der Fassadendämmung und der Heizungstechnik stets auch die Dachdämmung umfassen. Qualitativ hochwertige Holzfaserprodukte zur Unterdachdämmung und Aufdachdämmung sowie zur Dämmung zwischen den Dachsparren werden in unterschiedlichen Dicken und Formaten angeboten. Auch für Häuser, deren unbeheizter Spitzboden als Raumreserve gedacht ist, biete sich eine Holzfaserdämmung an: Um dort die Wärmeeinbußen zu minimieren, wird auf die oberste Geschossdecke eine Dämmschicht aus Holzfaserplatten aufgebracht. Meist in Nut-/Feder-Technik verlegt, eignet sich diese Dämmung als Untergrund für einen späteren Bodenbelag. Weitere Informationen im Internet unter www.holzfaser.org.

14.01.2007   Quelle: Verband Holzfaser Dämmstoffe e.V.   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

 

Ford präsentiert Bio-Ethanol-Fahrzeug auf Grüner Woche in Berlin

Bioethanol-PKW von Ford.
Bioethanol-PKW von Ford.

Auf der "Internationalen Grünen Woche" (IGW) vom 19. bis 28. Januar präsentiert Ford in Berlin ein "kraftstoff-flexibles“Auto, das besonders umweltfreundlich sein soll. Der Ford Focus C-MAX flexifuel kann außer Superbenzin auch Bio-Ethanol (Alkohol) sowie Bio-Ethanol/Superbenzin-Mischungen tanken, heißt es in einer Presseerklärung des Unternehmens. Bio-Ethanol lässt sich aus heimischen zucker- und stärkehaltigen Pflanzen gewinnen, zum Beispiel aus Getreide, Zuckerrüben oder auch aus Zellulose - und damit aus nachwachsenden Rohstoffen. Daher liegt der hauptsächliche Vorteil der Bio-Ethanol-Fahrzeuge in der Unabhängigkeit von fossilen Energiequellen. Außerdem ist die Verbrennung von Bio-Ethanol - anders als bei Kraftstoffen auf Mineralölbasis - im Idealfall CO2-neutral, da Bio-Ethanol Teil eines geschlossenen CO2-Kreislaufs ist.   Das Ford-Fahrzeug wird im Rahmen der IGW-Sonderschau "BerlinEnergy 2007" in Halle 4.2 vorgestellt, und zwar auf dem Gemeinschaftsstand des Verbandes "Landwirtschaftliche Biokraftstoffe" (LAB), der "Union zur Förderung von Öl- und Proteinpflanzen" (UFOP) und des "Verbandes der Deutschen Biokraftstoffindustrie" (VDB).


Hessisches Pilotprojekt "Mobil mit Bio- Ethanol"

In Schweden verkauft Ford seit dem Jahr 2001 Bio-Ethanol-Fahrzeuge und war damit dort laut eigenen Angaben der erste Anbieter. Inzwischen habe Ford in Schweden mehr als 24.000 entsprechende Fahrzeuge abgesetzt. In Deutschland habe das Unternehmen im Jahr 2006 mehr als 1.000 Bio-Ethanol-Fahrzeuge verkauft. Es handele sich dabei um die Modelle Ford Focus flexifuel und Ford Focus C-MAX flexifuel - beide mit einem 1,8-Liter-16 V-Motor (92 kW/125 PS). Der Mehrpreis für die flexifuel-Technologie betrage jeweils 300 Euro. Beim Kauf eines neuen Bio-Ethanol-Autos und dem Abschluss einer "Ford Auto-Versicherung" bietet der Automobilhersteller Privatkunden und gewerblichen Kunden einen Versicherungsrabatt von zehn Prozent an. Im November 2006 übergab Ford dem hessischen Ministerpräsidenten Roland Koch die ersten 32 von insgesamt 42 flexifuel-Fahrzeugen. Die Autos sollen im Rahmen des hessischen Pilotprojekts "Mobil mit Bio- Ethanol" in ganz Hessen zum Einsatz kommen.


Bundesweit bereits 100 Bio-Ethanol-Tankstellen

Ende 2005 eröffnete das Ford-Autohaus Kreissl in Bad Homburg (Hessen) die erste öffentliche Bio-Ethanol-Tankstelle Deutschlands. Mittlerweile gibt es bundesweit bereits rund 100 öffentliche Tankstellen für diesen Kraftstoff. Sie gehören meist Unternehmen, die im Bundesverband Freier Tankstellen und Unabhängiger Deutscher Mineralölhändler (bft) organisiert sind oder der AVIA-Gruppe angehören. Im Juli 2006 eröffnete Ford auf dem Werksgelände in Köln-Niehl eine eigene Bio-Ethanol-Tankstelle für die Versorgung der Firmenfahrzeuge.

13.01.2007   Quelle: Ford Werke GmbH   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Ford Werke GmbH,

 

Fachagentur präsentiert neuen Leitfaden zur Bioenergie im Gartenbau

Die Internationale Pflanzenmesse IPM, nach eigenen Angaben weltweit größte Messe für Gartenbau und Floristik, findet in diesem Jahr von 25. bis 28. Januar in Essen statt. Mit dabei ist die Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e.V. (FNR), die im Rahmen einer Lehrschau über Bioenergie als Heizenergiequelle für den Gartenbau informiert, zusammen mit dem Zentralverband Gartenbau, der landwirtschaftlichen Rentenbank und dem Kuratorium für Technik und Bauwesen in der Landwirtschaft (KTBL). Die FNR stellt unter anderem die Neuveröffentlichung "Bioenergie im Gartenbau - Wärme aus Biomasse für die Gewächshausbeheizung" vor, einen kostenlosen, firmenunabhängigen Leitfaden für Gärtner.  

Großes Interesse an Alternativen zu Öl und Gas

Bereits im Jahr 2005 führte die Universität Hannover mit FNR-Förderung eine Umfrage bei 480 Gartenbaubetrieben durch. Eines der Ergebnisse: Die Nutzung nachwachsender Rohstoffe als Energiequelle zurHeizung von Gewächshäusern war wenig verbreitet und viele Gärtner fühlten sich unzureichend informiert. Auf der anderen Seite war das Interesse an Alternativen zu Öl und Gas sehr groß. Umso mehr gelte dies heute, betont die FNR in ihrer Pressemitteilung.,enn seit Januar 2007 gebe es im Gartenbau keine Steuerrückerstattung für Heizöl und Gas mehr. Damit seien Holzhackschnitzel, aber auch Energiegetreide oder Pflanzenölblockheizkraftwerke eine ökonomisch zunehmend interessante Alternative.


Kostenlose Broschüre per Post oder im Internet

Die FNR will mit ihrer Broschüre "Bioenergie im Gartenbau" noch besser auf die Fragen interessierter Gärtner eingehen. Für die inhaltliche Umsetzung ist das Institut für Biologische Produktionssysteme der Universität Hannover verantwortlich, das auch schon mit der oben genannten Umfrage betraut war. Im täglichen, unweit der "Lehrschau Bioenergie im Gartenbau" stattfindenden Messeforum werden Auszüge aus dem Leitfaden präsentiert sowie Erfahrungsberichte von Gärtnern, die bereits mit Biomasse heizen. Außerdem sind Informationen zur Technik der Getreideverbrennung geplant. Die Lehrschau ist auf der IPM zu finden in Halle 1a, Standnummer 107.

Weitere Informationen zu nachwachsenden Rohstoffen und zur Bioenergie im Internet unter: www.fnr.de. und www.woche-der-sonne.de.

12.01.2007   Quelle: BSW   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: BSW,
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Kommunale Unternehmen gegen Strom-Wettbewerbskonzept der EU-Kommission

"Die EU-Kommission treibt den staatlichen Interventionismus auf die Spitze", kritisiert Michael Schöneich, Hauptgeschäftsführer des Verbandes kommunaler Unternehmen e.V. (VKU) die Vorschläge der EU-Kommission für mehr Wettbewerb im Energiemarkt in einer Pressemitteilung. "Die Kommission sollte erst einmal abwarten, bis die Energiewirtschaft die jetzt geltenden Regelungen für die zweite Phase der Energiemarktliberalisierung in die Praxis umgesetzt hat, bevor sie ein weiteres Mal an der Regulierungsspirale dreht", so der Hauptgeschäftsführer, des VKU, der die Interessen von rund 1.400 VKU-Mitgliedsunternehmen vertritt, darunter zahlreiche Stadtwerke. 

Entflechtung der Verteilnetze als Gefahr für das Überleben der Stadtwerke

Die Folgewirkungen einer radikalen Abtrennung der Netze seien völlig unüberschaubar, so der VKU. Auch in anderen Ländern seien die Erfahrungen mit einer eigentumsrechtlichen Entflechtung (Unbundling) nicht immer positiv. "Die Kommission betreibt hier einen gefährlichen Aktionismus", meint der VKU-Hauptgeschäftsführer. "Keinesfalls darf eine weitergehende Entflechtung des Netzbetriebs auf die Verteilnetzebene ausgedehnt werden", meint Schöneich. "Die verbleibenden Reststadtwerke wären nicht überlebensfähig. Damit würden die einzig ernstzunehmenden Konkurrenten der Energiekonzerne von der Bildfläche verschwinden."


Stadtwerke gegen eine europäische Regulierungsbehörde

Der VKU weist darauf hin, dass die staatliche Regulierung in Deutschland erst im vergangenen Jahr eingeführt wurde. Die Regulierungsbehörden hätten den Auftrag, für einen diskriminierungsfreien Netzzugang zu sorgen und die Umsetzung der geltenden Entflechtungsvorschriften zu überwachen. Dieses ehrgeizige Projekt stelle höchste Anforderungen an alle Beteiligten. Eine stärkere Harmonisierung der Regulierungspraxis in den Mitgliedstaaten kann nach Meinung des VKU sinnvoll sein. Der Verband spricht sich jedoch klar gegen eine Verlagerung von Kompetenzen auf die europäische Ebene oder möglicherweise sogar die Einrichtung einer europäischen Regulierungsbehörde aus. Mehr Bürokratie sei sowohl der Energiewirtschaft als auch den Verbrauchern nicht zuzumuten.

12.01.2007   Quelle: Verband kommunaler Unternehmen e.V.   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

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BEE: Gesetz für Wärme aus erneuerbaren Energien dringend notwendig

Unternehmen und Verbände aus der Branche der erneuerbaren Energien unterstützen eine von Bundesumweltminister Sigmar Gabriel angekündigte Initiative für mehr Wärme aus regenerativen Quellen. Mit einem Wärmegesetz nach dem Modell des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) für die Stromproduktion könne Deutschland die Zielvorgaben der Europäischen Kommission bei den CO2-Einsparungen erreichen, so der Bundesverband Erneuerbare Energie (BEE) in einer Pressemitteilung. Bis 2012 könnten allein dadurch 10 Millionen Tonnen CO2 weniger emittiert und damit auch drohende Mehrkosten des Emissionshandels abgewendet werden, rechnet der BEE vor.  Angesichts der Lieferausfälle bei Öl und Gas aus Russland sei es notwendig, auf heimische Energieträger umzustellen"Nirgendwo sonst können so schnell und kostengünstig Öl und Gas ersetzt werden, wie im Wärmesektor. Solarwärme, Bioenergie und Erdwärme sind die Lösung, um weg zu kommen von teuren Energieimporten und gleichzeitig umweltschädliche Klimagase zu reduzieren. Erneuerbare Energien sind eine Versicherung gegen weitere Kostenbelastungen", sagt BEE-Geschäftsführer Milan Nitzschke. Damit komme dem Ausbau von Wärme aus erneuerbaren Energien auch eine starke soziale Bedeutung zu.


Solarwärme, Bioenergie und Geothermie wachsen nicht schnell genug

Ein Wärmegesetz für Erneuerbare Energien sei unverzichtbar, um die notwendige Investitionssicherheit für Heizungsbetreiber und Hersteller zu bieten, betont der BEE. In der Vergangenheit hatte ein ständiges "Stop-and-Go" bei der Förderung einen größeren Ausbau der Wärmeproduktion aus Sonnenenergie, Biomasse und mit Geothermie-Anlagen verhindert. Während sich die Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien in den letzten 10 Jahren verdreifacht habe, sei die Wärmeproduktion im gleichen Zeitraum gerade mal um etwa 40 Prozent gewachsen. Vor diesem Hintergrund sei es richtig, wenn Gabriel jetzt ein Gesetz vorschlage, mit dem die Abnahme von Wärme aus Erneuerbaren Energien vergleichbar mit der Stromerzeugung geregelt würde.


Über 50.000 neue Arbeitsplätze könnten geschaffen werden

"Mit einem Wärmegesetz kann der Ausbau erneuerbarer Energien massiv gesteigert werden", bekräftigt Carsten Körnig, BEE-Vorstandsmitglied und Geschäftsführer des Bundesverbandes Solarwirtschaft (BSW): Das Ziel von 20 Prozent Wärme aus Erneuerbaren Energien im Jahr 2020 werde damit erreichbar. Die Investitionen, die hierdurch in Deutschland angestoßen werden könnten, beziffert die Branche mit über 70 Milliarden Euro. Damit sei auch die Schaffung von über 50.000 Arbeitsplätzen verbunden.


BEE: Wärmegesetz bringt keine Mehrkosten, sondern volkswirtschaftlichen Gewinn

Mehrkosten für die Verbraucher würden dadurch nicht entstehen. So würden die Kosten für erneuerbare Energien kontinuierlich gesenkt, während die Kosten für Öl und Gas absehbar weiter steigen würden. "Wenn das Gesetz klug ausgestaltet wird, kommt man mit dem Geld aus, das ohnehin schon im Bundeshaushalt für Wärme aus Erneuerbaren Energien vorgesehen ist. Belastungen wird es nicht geben", so Nitzschke. Befürchtungen vor Mehrkosten entbehrten daher jeder Grundlage. Durch die Einsparung von Energieimporten und Umwelkosten sei ein Gesetz für Wärme aus erneuerbaren Energien stattdessen ein riesiger volkswirtschaftlicher Gewinn.

12.01.2007   Quelle: BEE   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

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ESTIF: EU-Kommission versagt beim Richtlinienvorschlag zur Heizung und Kühlung mit erneuerbaren Energien

Gemeinsame Erklärung für eine europäische Richtlinie zum Heizen und Kühlen mit Sonne, Bioenergie und Erdwärme.
Gemeinsame Erklärung für eine europäische
Richtlinie zum Heizen und Kühlen mit Sonne,
Bioenergie und Erdwärme.

Die Europäische Kommission bewerte das Heizen und Kühlen mit erneuerbaren Energien nun definitiv als wesentlich für die Zukunft der europäischen Energieversorgung, kommentiert der Europäische Solarwärmeindustrieverband (ESTIF) die von der EU vorgelegten Energie-Aktionspläne. Doch die Freude über diese gute Nachricht werde getrübt von der wenig erfreulichen Tatsache, dass die Kommission den vom EU-Parlament vorgeschlagenen Entwurf einer Richtlinie nicht vorgelegt habe. "Wir stellen erfreut fest, dass die Solarthermie und weitere Technologien zum Heizen und Kühlen mit erneuerbaren Energien nun zentraler Bestandteil der EU-Strategie sind, zumindest im Zusammenhang der Road Map", sagte Raffaele Piria. Der politische Sprecher der ESTIF vermisst aber konkrete Maßnahmen in dem Energie-Fahrplan der Kommission.  Noch vor wenigen Jahren sei die Solarthermie sowohl auf europäischer Ebene als auch seitens der Mitgleidsstaaten vernachlässigt worden, obwohl sie eine der konstengünstigsten Techniken zur Nutzung der Erneuerbaren sei und in den meisten Gebäuden unmittelbar eingesetzt werden könne. EU-Richtlinien seien zwar erlassen worden zur Förderung der erneuerbaren Energien zur Stromversorgung und im Verkehr, doch für die Heizung und Kühlung mit den Erneuerbaren gebe es kein gesetzlichen Rahmen, so Piria.


Breite Unterstützung für Beschluss des EU-Parlaments

ESTIF hatte im Jahr 2004 eine Kampagne gestartet, um die Heizung und Kühlung mit erneuerbaren Energien auf die europäische Tagesordnung zu setzen. Diese wurde unterstützt wurde von einem breiten Bündnis aus Unternehmen der konventionellen Heizungsindustrie, von den Anbietern alternativer Energietechnologien, Nichtregierungsorganisationen, Energieagenturen, Kommunen, wissenschaftlichen Institutionen und Bürgern. Im Februar 2006 hatte das Europäische Parlament mit einer deutlichen Meherheit und über die Parteigrenzen hinaus beschlossen, von der EU-Kommission einen Vorschlag für eine Richtlinie zur Förderung der Heizung und Kühlung mit erneuerbaren Energien zu fordern, der sowohl verbindliche Ziele für die EU als auch für die Mitgliedsstaaten enthallten sollte.


Industrie enttäuscht über das Fehlen konkreter Maßnahmen

"Fast ein Jahr nach dem Beschluss des Europaparlaments sind wir sehr enttäuscht, dass die Kommission noch immer nicht so weit ist, zu handeln und einen Richtlinienvorschlag mit eindeutigen Zielvorgaben und einem Maßnahmenkatalog für die Heizung und Kühlung mit erneuerbaren Energien vorzulegen", kommentiert ESTIF-Präsident Ole Pilgaard. Der europäische Solarwärmemarkt wachse stark, doch noch immer hauptsächlich in einigen wenigen Ländern, betont Pilgaard. "Unsere Industrie braucht eine kräftige und ausgewogene Nachfrage in der gesamten EU, um die wirtschaftlichen Skaleneffekte zu erreichen, welche die Solarwärme mit der Heizung mit fossilen Brennstoffen vollständig wettbewerbsfähig machen", ergänzt Pilgaard.


Spezifische Zielvorgaben für Wärme aus erneuerbaren Quellen erforderlich

Die Solarwärmebranche plädiert für eine EU-Richtlinie mit verbindlichen europäischen und nationalen Zielvorgaben sowie günstige politische Rahmenbedingungen zur Unterstützung der Erneuerbaren, die entsprechend der jeweiligen Bedingungen von den Mitgliedssaaten flexibel übernommen werden können. Ohne spezifische Vorgaben für die Wärme- und Kälteproduktion aus erneuerbaren Energiequellen würden Investoren, Bürger und Politiker weiterhin das riesige und ungenutzte Potenzial der Solarthermie und weiterer alternativer Technologien übersehen, heißt es in der ESTIF-Pressemitteilung. Die Ziele für die Heizung und Kühlung mit erneuerbaren Energien sollten gleichzeitig mit der Weiterentwicklung der bestehenden Richtlinien für die Stromproduktion und den Verkehr vorgegeben werden, fordert ESTIF.


Solarwärme-Aktionsplan soll Ende Januar präsentiert werden

Ende Januar 2007 will ESTIF einen Solarwärme Aktionsplan für Europa vorlegen, der sowohl eine Analyse der Erfolge und Hindernisse für deren Wachstum als auch einen politischen Leitfaden für die optimale Förderung seitens der Politik enthält. Der Aktionsplan soll auf der European Renewable Energy Policy Conference 2007 vorgelegt werden, die vom Europäischen Rat für Erneuerbare Energien (EREC) vom 29. – 31. Januar 2007 in Brüssel veranstaltet wird. Die Erklärung für eine europäische Richtlinie zum Heizen und Kühlen mit Sonne, Bioenergie und Erdwärme ist veröffentlicht unter http://www.estif.org/fileadmin/downloads/EREC_RES-H_Directive.pdf

12.01.2007   Quelle: ESTIF   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: ESTIF,
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EU-Kommission will sichere Energieversorgung und besseres Klima

Die Europäische Kommission hat am 10.01.2007 eine neue energiepolitische Strategie für Europa vorgelegt. Kernpunkte seien die Bekämpfung der Klimaänderung sowie die Verbesserung der Energieversorgungssicherheit und Wettbewerbsfähigkeit der EU, heißt es in der Pressemitteilung der Kommission. Das Vorschlagspaket sehe ehrgeizige Ziele für die Treibhausgasemissionen und erneuerbare Energie vor. Die EU-Kommission schlägt vor, dass ein internationales Übereinkommen für den Zeitraum nach 2012 die Emissionen der Industriestaaten um 30 % bis zum Jahr 2020 reduzieren sollte.  Darüber hinaus soll sich die Europäische Union verpflichten, den Treibhausgasausstoß bis 2020 um mindestens 20 % zu senken. "Der heutige Tag ist ein Meilenstein in der Energiepolitik der Europäischen Union, die seit Gründung der Gemeinschaft einer ihrer Kernbereiche war. Wir müssen dafür sorgen, dass sie jetzt wieder eine Hauptrolle spielt", sagte Kommissionspräsident José Manuel Barroso.

Beschleunigte Umstellung auf Energieträger mit niedrigem CO2-Ausstoß
Nach Vorstellung der Kommission soll die EU ihre weltweite Führungsposition bei der Nutzung der erneuerbaren Energien behalten. Sie schlägt vor, für 2020 als Ziel einen Anteil der erneuerbaren Energieträger an der Gesamtenergieerzeugung von 20 % verbindlich vorzugeben. Dazu müssten alle drei Komponenten massiv ausgebaut werden: Strom, Biokraftstoffe sowie Heizung und Kühlung. Diese Ziele für die erneuerbaren Energieträger sollen durch einen Mindestanteil der Biokraftstoffe von 10 % ergänzt werden. Darüber hinaus werde ein für 2007 geplantes Vorschriftenpaket für erneuerbare Energien Maßnahmen speziell zur Förderung der Marktdurchdringung von Biokraftstoffen und erneuerbaren Energieträgern in den Heiz- und Kühltechnologien vorsehen.


Mitgliedstaaten sollen selbst über Nutzung der Atomkraft entscheiden

Der Anteil der Kernenergie am Energieverbrauch der EU beträgt laut Kommission 14 %, ihr Anteil am Stromverbrauch macht 30 % aus. Die Kommission vertritt in ihren Vorschlägen den Standpunkt, dass die Entscheidung über die Nutzung der Atomkraft jedem Mitgliedstaat überlassen werden sollte. Sie empfiehlt, eine Senkung des Anteils der Atomenergie in der EU durch die Einführung anderer kohlenstoffarmer Energieträger auszugleichen, um zu vermeiden, dass die Verminderung der Treibhausgasemissionen noch schwieriger wird.


Energie-Kommissar Piebalgs: Entwicklung kohlenstoffarmer Technologien soll neue industrielle Revolution auslösen

Der für Energiepolitik zuständige EU-Kommissar, Andris Piebalgs, erklärte: "Setzen wir heute die richtigen Akzente, können wir morgen die Welt in eine neue industrielle Revolution führen: mit der Entwicklung kohlenstoffarmer Technologien. Von den ehrgeizigen Zielen, die wir uns gesetzt haben ein funktionierender Binnenmarkt, die Erreichung eines sauberen und effizienten Energiemixes und richtige Weichenstellungen in Forschung und Entwicklung - hängt es ab, ob wir an der Spitze der neuen Entwicklung stehen oder anderen hinterher laufen."


Stavros Dimas: Restliche Industriestaaten sollen sich der EU anschließen

"Der Klimawandel ist eine der größten Bedrohungen für unseren Planeten. Maßnahmen gegen den Klimawandel sind unbedingt erforderlich. Wir haben uns heute auf eine Reihe ehrgeiziger, aber realistischer Ziele geeinigt, die unsere weltweiten Bemühungen, den Klimawandel und seine schlimmsten Auswirkungen zu begrenzen, unterstützen", sagte Stavros Dimas, der für Umweltpolitik zuständige EU-Kommissar. "Ich fordere den Rest der Industriestaaten nachdrücklich dazu auf, dass sie sich uns anschließen, ihre Emissionen im gleichen Umfang reduzieren und einem internationalen Übereinkommen über weltweite Emissionsminderungen zum Erfolg verhelfen", appelliert Dimas.

12.01.2007   Quelle: EU-Kommission   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

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Gabriel will Erneuerbare-Wärme-Gesetz

Gabriel will erneuerbare Energien zur Wärmeversorgung gesetzlich festschreiben
Gabriel will erneuerbare Energien zur
Wärmeversorgung gesetzlich festschreiben

Der aktuelle Konflikt um russische Öllieferungen unterstreiche die Notwendigkeit, bei der Energieerzeugung unabhängiger von Importen zu werden. Das gelte besonders für die Erzeugung von Wärme, einem der wichtigsten Einsatzzwecke für importiertes Öl und Gas, so das Bundesumweltministerium (BMU) in einer Pressemitteilung. Deshalb will Bundesumweltminister Sigmar Gabriel die Nutzung erneuerbarer heimischer Energien zur Wärmeproduktion stärker fördern und gesetzlich festschreiben. "Wenn wir uns unabhängiger von Öl- und Gasimporten machen wollen, dann müssen wir das riesige Potenzial der Wärmeerzeugung aus erneuerbaren Quellen stärker als bisher nutzen“, so Gabriel. 


Erfolgsgeschichte des EEG mit einem Erneuerbare-Wärme-Gesetz wiederholen

Im Koalitionsvertrag von Union und SPD ist vereinbart, die Marktpotenziale der Solarthermie, der Bioenergie und der Geothermie besser erschließen, unter anderem durch ein Gesetz zur Nutzung regenerativen Wärme. Gabriel verweist auf die industriepolitischen Vorteile: "Durch das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG), mit dem regenerativer Strom gefördert wird, ist binnen weniger Jahre ein ganz neuer Industriezweig entstanden, der heute 170.000 Menschen Beschäftigung gibt. Die Branche der Erneuerbaren hat 5.000 neue Ausbildungsplätze bis 2008 zugesagt. Diese Erfolgsgeschichte wollen wir mit einem Erneuerbare-Wärme-Gesetz wiederholen. Dazu brauchen wir verlässliche Rahmenbedingungen und Investitionssicherheit für die Anlagenbauer", sagte Gabriel.


Instrumente des Wärmegesetzes sollen in der Koalition beraten werden

Der Bundesumweltminister betonte, dass er keinerlei Festlegungen hinsichtlich der Instrumente eines Wärmegesetzes getroffen habe. "Da bin ich völlig offen, über die Ausgestaltung werden wir innerhalb der Koalition zu beraten haben. Aber dass wir ein solches Gesetz benötigen, steht für mich gerade vor dem Hintergrund der klimapolitischen Herausforderungen und der gegenwärtigen Energiedebatte außer Frage", sagte Gabriel.

11.01.2007   Quelle: BMU   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: www.sigmargabriel.de,
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Umfrage: Mehrheit will am Atomausstieg festhalten

Fast zwei Drittel der Deutschen wollen den in der Koalitionsvereinbarung der schwarz-roten Bundesregierung vereinbarten Atomausstieg. 62,4 Prozent gaben in einer repräsentativen Blitzumfrage des Marktforschers "EuPD Research" an, den Ausstieg weiterhin zu unterstützen. Insgesamt seien 1.214 Personen befragt worden, berichtet EuPD Research. in einer Pressemitteilung. 22,3 Prozent der Befragten lehnen demnach den Ausstieg aus der Atomenergie ab, 15,2 Prozent haben hierzu keine Meinung.  Die Debatte um den Koalitionsvertrag war nach Äußerungen von Bundeskanzlerin Angela Merkel entbrannt, wonach auch die Folgen einer Abschaltung der Kernkraftwerke beachtet werden müssten. Mittlerweile hat die Kanzlerin ihre Vertragstreue bekräftigt.


Mehr Frauen als Männer befürworten den Ausstieg

Die meisten Atomgegner finden sich unter den 40- bis 44-Jährigen (73,4 Prozent). Der Großteil derer, die den im Koalitionsvertrag vereinbarten Ausstieg aus der Kernkraft fordern, ist weiblich (67,4 Prozent). Unter den männlichen Befragten würden 65,7 Prozent die Vereinbarung gerne zurücknehmen. Mit einem Anteil von 31,1 Prozent stellen Personen ab 65 Jahren den größten Teil der Befürworter nuklear erzeugter Energie.


Ablehnung der Atomenergie in allen Bildungsschichten

In allen Bildungsschichten überwiegt die Ablehnung der Atomkraft. In der Gruppe derer, die einen Hauptschulabschluss ohne Lehre haben, ist die Ablehnung am größten (66,7 Prozent), dicht gefolgt von Befragten mit Abitur (65,8 Prozent) oder Studium (61,7 Prozent).

Den höchsten Anteil unter den Befürwortern von Atomenergie weisen mit 29,8 Prozent Akademiker auf. Den niedrigsten Anteil an Befürwortern haben Hauptschüler ohne Lehre mit 16,0 Prozent.


Atomgegner überwiegen in allen Einkommensschichten

Der größte Teil der Atomgegner verfügt über ein Einkommen zwischen 2.000 und 3.000 Euro (72,4 Prozent). Unter den Spitzenverdienern mit einem Einkommen von 5.000 bis 6.000 Euro sind 54,5 Prozent der Meinung, dass die Bundesregierung am geplanten Atomausstieg festhalten sollte.

11.01.2007   Quelle: EuPD Research   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

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EU-Kommission für mehr Wettbewerb auf Strom- und Gasmarkt

Die Europäische Kommission hat am 10.01.2007 ihren Abschlussbericht über die Untersuchung des Energiesektors veröffentlicht. Darin kommt sie zu dem Schluss, dass ineffiziente und teure Erdgas- und Elektrizitätsmärkte für Verbraucher und Unternehmen von Nachteil sind. Besondere Probleme bereiteten die hohe Marktkonzentration sowie die Bündelung von Versorgung, Erzeugung und Infrastruktur bei wenigen Energieversorgen. Dadurch sei kein diskriminierungsfreier Zugang zu den Netzen möglich, was zur Folge habe, dass nicht genug in die Infrastruktur investiert werde. Ferner bestehe die Gefahr, dass die etablierten Betreiber den Markt untereinander aufteilen, heißt es in der Pressemitteilung.   Um diese Probleme zu beseitigen, will die Kommission einerseits die wettbewerbsrechtlichen Vorschriften der EU in konkreten Einzelfällen konsequent anwenden (Kartellrecht, Fusionskontrolle, Beihilfevorschriften) und außerdem darauf hinarbeiten, die Vorschriften für die Liberalisierung der Energiemärkte zu verbessern. Die Kommission habe bereits in mehreren Unternehmen Nachprüfungen durchgeführt, in denen die erwähnten Probleme eine Untersuchung rechtfertigten, heißt es in der Pressemitteilung.


Wettbewerbskommissarin Kroes: Faire Preise für sichere Energie

"Dieser Bericht dürfte für viele Energiegesellschaften eine unerfreuliche Lektüre sein", sagte EU-Wettbewerbskommissarin Neelie Kroes. Zu geringe Investitionen - vor allem in die Netze - seien weit verbreitet. Die Verbraucher seien die Leidtragenden, so Kroes. Auf Grundlage der harten Fakten werde die Kommission wettbewerbsrechtliche Schritte unternehmen. Sie wolle den Rechtsrahmen so verbessern, dass die Verbraucher wirklich von der Liberalisierung profitieren und eine sichere, nachhaltige Energieversorgung zu wettbewerbsfähigen Preisen erhalten, kündigte die Wettbewerbskommissarin an.

11.01.2007   Quelle: EU-Kommission   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

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Schweizer Hochschulinstitut gründet Unternehmen zur Vermarktung seiner Solarwärme-Software

Prof. Hermann Mettler (vorne links) und Vela Solaris-Geschäftsführer Dr. Andreas Witzig (vorne rechts).
Prof. Hermann Mettler (vorne links) und Vela
Solaris-Geschäftsführer Dr. Andreas Witzig
(vorne rechts).

Das Institut für Solartechnik der Hochschule für Technik Rapperswil (HSR) gründet das "Spin-Off"-Unternehmen "Vela Solaris". Künftige Hauptaufgaben der Vela Solaris AG seien die Verbreitung und kommerzielle Vermarktung der Software "Polysun", die am Institut für Solartechnik (SPF) entwickelt wurde. Zudem soll Vela Solaris individualisierte Versionen für Unternehmen anbieten und Benutzer schulen, heißt es in der Pressemitteilung der HSR.  Das Institut für Solartechnik der HSR Hochschule für Technik Rapperswil engagiert sich in langjähriger Forschungs- und Entwicklungsarbeit für die Simulation von Solarwärmeanlagen. Das daraus resultierende Programm Polysun ist seit 1993 kommerziell erhältlich. Die Forschungsarbeit wird finanziell durch das Schweizer Bundesamt für Energie unterstützt. Künftig soll Polysun wesentlich stärker verbreitet werden und finanziell auf eigenen Beinen stehen, so die HSR. Um der Software zum kommerziellen Durchbruch zu verhelfen, entschied sich das SPF zur Gründung von Vela Solaris.



Marktreifes Produkt, günstiges Marktumfeld

Durch eine klare Trennung zwischen der Forschung am SPF und dem Software-Vertrieb über Vela Solaris sollen die öffentlichen Fördergelder in Zukunft vollständig für angewandte Forschung und Entwicklung eingesetzt werden. Das sehr positive Marktumfeld der Solarthermie und die Vorleistungen des SPF erlaubten die Schaffung von hoch qualifizierten Arbeitsplätzen am Standort Rapperswil. Die Hochschule will in Zukunft langfristige, risikoreiche Projekte anpacken, die später ebenfalls weit verbreitet werden sollen.


Eigentumsrechte bleiben bei der HSR

Das Eigentum an Polysun wird bei der HSR bleiben und so die Grundlage für künftige Forschungsprojekte sichern. Vela Solaris erwirbt gegen Lizenzabgaben die kommerziellen Nutzungsrechte an der Software. Mitte Dezember 2006 seien die entsprechenden Verträge von der HSR-Schulleitung und der Geschäftsleitung von Vela Solaris unterzeichnet worden. HSR-Rektor Hermann Mettler freut sich über die Gründung des Spin-Offs: "Es erfüllt mich mit Stolz, dass der HSR-Forschungsbetrieb bedürfnisorientierte, marktfähige Entwicklungen wie Polysun-4 hervorbringt und diese erfolgreich an die Privatindustrie transferieren kann. Vela Solaris schafft hochwertige Arbeitsplätze in einem viel versprechenden Geschäftssegment und damit Wertschöpfung für die Schweizer Wirtschaft insgesamt", so Mettler.


Wirtschaftliche Verflechtungen zwischen Hochschule und Unternehmen vermeiden

Vela Solaris ist als Aktiengesellschaft organisiert und arbeitet wirtschaftlich selbstständig. Die Aktionäre seien bewusst außerhalb der HSR und des SPF gesucht worden, um wirtschaftliche Verflechtungen zwischen der Hochschule und dem Unternehmen zu vermeiden. Andreas Witzig, bisher Projektleiter am SPF, wechselt als Geschäftsführer zu Vela Solaris. Er freut sich auf seine neue Rolle: "Die Firmengründung ist die logische Weiterführung der Polysun-Finanzierung. Mit einer intensivierten Vermarktung findet unsere Solar-Software dann auch die gebührende Verbreitung. Während wir die langfristige Vision einer geballten Solar-Kompetenz hier in Rapperswil haben, muss jetzt zuerst noch die Knochenarbeit geleistet werden. Mit der Firmengründung haben wir die Chance, im Bereich der erneuerbaren Energien auch tatsächlich etwas zu bewegen. Dies ist effektiv unsere Hauptmotivation."


Solarthermie-Planungssoftware berücksichtigt Wetterdaten von mehr als 6.300 Standorten

Polysun ist eine professionelle Planungssoftware zur Simulation und Berechnung thermischer Solaranlagen. Diese werden beispielsweise zur Warmwasserbereitung und zum Heizen von Gebäuden eingesetzt. Polysun wird vor allem von Installateuren, Planern und Herstellern solarthermischer Anlagen sowie von Architekten und Ingenieurbüros eingesetzt. Die Software berücksichtigt Daten der Gebäudegeometrie und -ausrichtung, die thermische Masse sowie die Dämmung eines Gebäudes. Zudem bezieht sie die Wetterdaten von mehr als 6.300 Meteo-Standorten in ihre Berechnungen mit ein. Durch einen integrierten Komponentenkatalog können Solarwärmeanlagen mit Polysun im Baukastenprinzip entworfen werden. Die Software wird bisher eingesetzt von Benutzern in der Schweiz, Deutschland, Österreich, Italien, Spanien, Frankreich, Griechenland und England.

Weitere Infos unter http://www.polysun.ch
Polysun ist auch erhältlich im SolarserverStore

11.01.2007   Quelle: Hochschule für Technik Rapperswil (HSR)   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: HSR,
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Plambeck-Bilanz 2006: 49 Windenergieanlagen mit einer Nennleistung von 98 MW errichtet

Der Windpark-Projektierer Plambeck Neue Energien AG hat im vergangenen Jahr in Deutschland 49 Windenergieanlagen mit einer Nennleistung von 98 (Megawatt) MW gebaut oder an deren Errichtung mitgewirkt. "Damit haben wir einen erheblichen Beitrag zum weiteren Ausbau der Windenergie in Deutschland geleistet", erklärt Vorstand Martin Billhard in einer Pressemitteilung.  Insgesamt seien 2006 in Deutschland etwa 840 Windenergieanlagen mit einer Nennleistung von rund 1.660 MW errichtet. Die Anlagen der Plambeck Neue Energien AG gehören unter anderem zu Windparks in den Niedersachsen, Brandenburg, Nordrhein-Westfalen und Sachsen-Anhalt. Die Rechte an zwei dieser Windpark-Projekte seien bereits vorher verkauft worden. Die Plambeck Neue Energien AG habe die Käufer beim Bau jedoch vertragsgemäß unterstützt.


Genehmigungen für zwei Offshore-Windparks liegen bereits vor

Neben der Errichtung von Windenergieanlagen habe die Sicherung und Entwicklung weiterer Windpark-Standorte im vergangenen Jahr hohe Priorität gehabt, heißt es in der Pressemitteilung. Für die Zukunft plant die Plambeck Neue Energien AG nicht nur die Errichtung von Windparks an Land, sondern auch offshore, auf hoher See. Für zwei große Offshore-Windpark-Projekte in der Nordsee liegen laut Plambeck bereits Genehmigungen vor.

11.01.2007   Quelle: Plambeck Neue Energien AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Plambeck Neue Energien AG.,
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Konferenz zur Erdwärme als Option für eine nachhaltige Energieversorgung

Geothermie-Forschungsprojekt Groß Schönebeck.
Geothermie-Forschungsprojekt Groß Schönebeck.

Das europäische Geothermienetzwerk ENGINE (Enhanced Geothermal Innovative Network for Europe) hält vom 9. bis 12. Januar 2007 am GeoForschungsZentrum (GFZ) in Potsdam seine "Midterm"-Konferenz ab. ENGINE ist ein Zusammenschluss von 35 Forschungs- und Industriepartnern aus 16 europäischen und drei außereuropäischen Ländern. Rund 180 Partner des von der europäischen Kommission geförderten Projektes kommen zusammen, um die umweltfreundliche Erschließung und Nutzung geothermischer Ressourcen in Europa weiter voranzutreiben. Die Konferenz stellt das bedeutendste europäische Forum der Geothermieforschung für den Informations- und Erfahrungsaustausch zwischen Forschung, Industrie und Politik dar. Themen der Konferenz sind der derzeitige Stand geothermischer Technologien weltweit und die Definition des künftigen Forschungsbedarfs.  Dazu zählen beispielsweise die Kostensenkung, mögliche Produktivitätserhöhungen und die Effizienzsteigerungerung bei der Erschließung und Nutzung geothermischer Lagerstätten. "Ziel der Konferenz ist es, das Know-how aus Forschung und Industrie für einen verstärkten Ausbau der Geothermie in Europa zusammenzuführen und zukünftige Forschungsprojekte zu initiieren," erklärt Professor Rolf Emmermann, Vorstandsvorsitzender des GFZ Potsdam.


Tiefengeothermie auch in Regionen ohne Geysire und Vulkane lohnend

Die Zusammenarbeit von in der Geothermienutzung erfahrenen Ländern mit Nationen, die in dieser Entwicklung noch am Anfang stehen, sei von besonderer Bedeutung, betont das GFZ in seiner Pressemitteilung. In Ländern mit günstigen geologischen Voraussetzungen wie Island sei die Nutzung der Erdwärme wegen vergleichsweise hoher Temperaturen in Oberflächennähe mit weniger Risiken und Kosten verbunden und daher weiter entwickelt als beispielsweise in Deutschland oder Polen. Doch gerade die Nutzung der Geothermie im Niedrigtemperaturbereich eröffne neue Horizonte in Regionen, die geothermisch noch nicht gut erschlossen sind. So biete zum Beispiel die Heißwasserführung in Sedimentgesteinen der Norddeutschen Tiefebene ein besonderes Potenzial zur Bereitstellung umweltfreundlicher Energie in Form von Strom und Wärme. Die geothermische Technologieentwicklung zur Nutzung tiefer geothermischer Ressourcen in Regionen ohne Geysire und Vulkane sei daher ein viel versprechendes Zukunftsfeld.


Leitprojekt für geothermische Strom- und Wärmeproduktion in Brandenburg

Hier nehme Deutschland in Europa eine führende Position ein. Schwerpunkt der Forschungsförderung in Deutschland ist die Nutzung geothermischer Ressourcen für die Stromerzeugung, da Erdwärme - im Gegensatz zu Sonne und Wind - ständig verfügbar ist und sich daher für die Grundlastversorgung mit Strom besonders gut eignet. Das vom GFZ Potsdam durchgeführte Geothermie-Projekt mit zwei mehr als vier Kilometer tiefen Forschungsbohrungen im brandenburgischen Groß Schönebeck ist in diesem Zusammenhang von besonderem Interesse. "Hier wird beispielhaft erforscht, wie Erdwärme im Niedrigtemperaturbereich in einer typischen geologischen Struktur zur Erzeugung von Elektrizität genutzt werden kann," erläutert Rolf Emmermann.

Daher sei dieses vom Bundesumweltministerium finanzierte Forschungsvorhaben zu einem europäischen Leitprojekt geworden. Nachdem bereits im ersten, 4.309 Meter tiefen Bohrloch wegweisende Experimente zur geothermischen Energienutzung durchgeführt worden seien, erreichte am 03. Januar dieses Jahres auch die zweite Bohrung mit 4.400 Metern ihre Endteufe. Damit sei eine so genannte Dublette aus zwei Bohrungen geschaffen worden, welche die Voraussetzung für den weiteren Ausbau des Forschungsstandortes zur geothermischen Stromerzeugung mit einem Demonstrationskraftwerk bildet.

"Die Geothermie stellt ein beträchtliches Energiepotential bereit und ist daher eine wichtige Option im zukünftigen, nachhaltigen Energiemix, nicht nur für Europa, sondern auch für andere Regionen der Welt", so das GFZ. Daher behandle die Konferenz am GFZ Potsdam auch Fragen der politischen, ökologischen, gesellschaftlichen und technischen Rahmenbedingungen der Erdwärmenutzung.

Weitere Informationen unter:http://conferences-engine.brgm.fr/conferenceDisplay.py?confId=4 und
http://www.gfz-potsdam.de/pb5/pb52/projects/Machbarkeit/welcome.html

11.01.2007   Quelle: GeoForschungsZentrum Potsdam   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: GFZ.,
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BUND: EU-Energieaktionsplan wird Klimawandel nicht stoppen / Atomkraft blockiert Energiewende

"Der Energieaktionsplan der EU leistet keinen ausreichenden Beitrag, um die Abhängigkeit von fossilen Energieträgern und die Aufheizung der Erdatmosphäre zu begrenzen. Politiker wie Industriekommissar Günter Verheugen haben leider ambitionierte Klimaschutzziele für das Jahr 2020 verhindert." So kommentiert Gerhard Timm, Geschäftsführer des Bundes für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), die am 10.01.2007 in Brüssel veröffentlichten EU-Energiepläne. Es sei möglich, den Anteil erneuerbarer Energien bei der Stromerzeugung bis 2020 auf ein Drittel anzuheben, betont Timm.  "In der EU wäre dann die Senkung der Treibhausgase um 30 Prozent sicher erreichbar gewesen. Das wäre das erforderliche Signal an Länder wie die USA und China, die dringend ins Klimaschutz-Boot geholt werden müssten", heißt es in der Pressemitteilung. Die Verknüpfung zwischen einer Minderung der Treibhausgase in diesen Ländern und mehr Umweltschutz in der EU werde den Herausforderungen des globalen Klimawandels nicht gerecht, so der BUND- Geschäftsführer.


Volkswirtschaftliche Schäden von rund 140 Milliarden Euro drohen allein in Deutschland

Das im EU-Aktionsplan enthaltene allgemeine Ausbauziel für erneuerbare Energien von 20 Prozent bis 2020 sei außerdem viel wenig konkret, kritisiert der BUND. Es fehlten klare Vorgaben, beispielsweise für die Wärmeversorgung und Kühlung. Angesichts der dramatischen Folgen des Klimawandels müsse EU-Ratspräsidentin Angela Merkel den Energieaktionsplan dringend nachbessern. Geschehe dies nicht, werde sich das nicht nur ökologisch verheerend auswirken, sondern auch wirtschaftlich rächen. Bereits die nicht mehr zu verhindernde Erhöhung der globalen Durchschnittstemperatur um ein Grad würde allein in Deutschland bis zur Mitte dieses Jahrhunderts volkswirtschaftliche Schäden von rund 140 Milliarden Euro verursachen, warnt der BUND.


Abschied von fossilen und atomaren Energiestrukturen macht Weg frei für mehr Energieeffizienz und erneuerbare Energien

Der EU-Aktionsplan vernachlässige zudem die Verbesserung der Energieeffizienz und die Möglichkeiten zur Energieeinsparung. Atomstrom und angeblich CO2-freie Kohlekraftwerke würden als Lösungen der Energieprobleme benannt, die Risiken verschwiegen und die Kosten schön gerechnet. Fortgesetzte Energieverschwendung und die Stromerzeugung in zentralistischen Oligopolen passen für den BUND jedoch nicht zum Klimaschutz. Nur der Abschied von fossilen und atomaren Energiestrukturen mache den Weg frei für mehr Energieeffizienz und erneuerbare Energien. Auch eine klare Trennung von Stromerzeugung und Stromnetzen werde dezentralen und nachhaltigen Energien bessere Chancen eröffnen.


Kanzlerin Merkel soll klares Signal senden

"Kanzlerin Merkel muss mehr Klimaschutz in Europa durchsetzen, damit ein klares Signal an die Welt geht: Die Klimakatastrophe kann verhindert werden, wenn alle in die Pflicht genommen werden", sagt Timm. "Je schneller die Abkehr von der Energieerzeugung aus Kohle und Öl und vom risikobehafteten Atomstrom erfolgt, umso eher gelingt den erneuerbaren Energien der Durchbruch. Und umso schneller verringert sich auch unsere Abhängigkeit von fossilen Rohstoffimporten aus unsicheren Regionen", so der BUND-Geschäftsführer.

10.01.2007   Quelle: BUND   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

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Greenpeace-Protest in Brokdorf: Atomkraft verringert nicht die Abhängigkeit von Öl

Greenpeace-Aktion in Brokdorf
Greenpeace-Aktion in Brokdorf

In die Debatte um die Folgen der blockierten Ölpipeline von Russland nach Westeuropa mischte sich Greenpeace am Abend des 09.01.2007 mit einem leuchtenden Protest ein. Als Reaktion auf die Ankündigung der Bundeskanzlerin, den Ausstieg der Atomenergie zu hinterfragen, wenn nicht mehr genügend Öl nach Deutschland komme, gaben die Umweltschützer "Nachhilfe in Energiefragen". Auf den Kühlturm des Reaktors haben sie den Spruch "Öl = Auto, Atomkraft = Strom, Frau Merkel" projiziert.  "Für wie dumm hält die Bundesregierung die Menschen eigentlich?", fragt Greenpeace-Energieexperte Thomas Breuer. "Jedes Kind in Deutschland weiß, dass Öl zu Benzin verarbeitet wird und in den Tanks der Autos landet. Selbst mit neuen Atomkraftwerken wäre der Ölmangel nicht zu beheben. Es gibt - zum Glück - keine Atomautos", so Breuer.




Unabhängigkeit nur durch Ausbau der erneuerbaren Energien und Energiesparmaßnahmen

Deutschlands Stromversorgung hingegen sei zu fast 30 Prozent von dem strahlenden Energieträger Uran abhängig, erinnert Greenpeace. Uran müsse zu nahezu 100 Prozent importiert werden. Ein Ausstieg aus dem beschlossenen Atomausstieg hieße, diese Abhängigkeit über die nächsten Jahre zu zementieren. "Eine wirkliche Unabhängigkeit der Energieversorgung erreicht Deutschland nur durch massiven Ausbau der erneuerbaren Energien und durch Energiesparmaßnahmen, betont die Umweltschutzorganisation. "Sonne, Wind und Erdwärme kann man nicht abschalten", so Breuer. "Wenn Kanzlerin Merkel die Abhängigkeit vom Öl ernsthaft reduzieren will, muss sie die Autoindustrie in die Pflicht nehmen, endlich ausschließlich effiziente, sparsame Automodelle auf den Markt zu bringen", sagt Breuer.

Die Laufzeitverlängerung von alten Atommeilern erhöhe das nukleare Risiko in Deutschland. Zudem vermehre sie die Menge an hochradioaktivem Müll, für dessen Beseitigung es bislang keine Lösung gibt. Daher fordert Greenpeace den Ausstieg aus der Atomindustrie, das schnellstmögliche Abschalten der Atomkraftwerke und den massiven Einstieg in erneuerbare Energien sowie in Maßnahmen zur Effizienzsteigerung.

10.01.2007   Quelle: Greenpeace e.V.   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: (c) Stichling/Greenpeace,
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ZDF-Magazin "Joachim Bublath" über neue wissenschaftliche Klimakonzepte

Joachim Bublath zum Thema
"Rettung für das Klima?"

Der milde Winter hat neue Debatten über den Klimawandel heraufbeschworen, der scheinbar nicht aufzuhalten ist, so das ZDF in einer Pressemitteilung. Glaube man den aktuellen Meldungen, steuern wir auf eine gewaltige Klimakatastrophe zu. Joachim Bublath untersucht die verschiedenen Lösungsvorschläge zur Rettung des Klimas in der aktuellen Ausgabe seines ZDF-Magazins am Mittwoch, 10. Januar 2007, 22.15 Uhr.   Der Wissenschaftsmoderator nimmt die Klimadiskussion als Anlass, zu fragen, inwieweit das Treibhausgas Kohlendioxid wirklich als alleiniger Klimakiller verantwortlich gemacht werden kann und welche Antworten die Wissenschaft liefert.


Ein Sonnenschirm für die Erde?

Vorschläge zur Rettung des Klimas gibt es derzeit laut ZDF viele: So lasse die US-Weltraumbehörde NASA ein Konzept erarbeiten, die Erde mit einer Art Sonnenschirm auszustatten. Eine andere Idee ist, Schwefel in die Atmosphäre zu bringen, um die globale Erwärmung aufzuhalten. Ein weiterer Vorschlag: die Ozeane um die Antarktis düngen, um das Algenwachstum mit dem Ziel anzuregen, Kohlendioxid aus der Atmosphäre zu binden. Bublath fragt, was passiert, wenn der Mensch mit solchen Methoden in empfindliche und hochkomplexe Vorgänge eingreift.

Das Treibhausgas Kohlendioxid gilt als der Sündenbock für die globale Erderwärmung, alle politischen Aktivitäten drehen sich um die Senkung des CO2-Gehaltes in der Atmosphäre. Das ZDF-Magazin untersucht, wie viel die Reduktion der CO2-Emissionen wirklich hilft, um das Klima stabil zu halten. Untersuchungen zeigten, dass viele andere Faktoren unser Klima bestimmen. Die aktuellen Bemühungen um das Kohlendioxid erscheinen einigen Wissenschaftlern deshalb nur als ein Tropfen auf den heißen Stein. Das Treibhausgas Methan zum Beispiel, das komplizierte Zusammenspiel der Meeresströmungen sowie die wechselhafte Intensität der Sonne haben laut ZDF ebenfalls unabsehbare und noch ungenügend verstandene Auswirkungen auf das Weltklima. Mit immer mehr Rechenleistung versuche man in Modellen das Erdklima der Zukunft zu simulieren. Supercomputer sollen eines Tages Antworten auf die drängenden Fragen liefern.

10.01.2007   Quelle: ZDF   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: ZDF; NASA,
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Russischer Öl-Stopp: BMU Staatssekretär Müller fordert effiziente Energienutzung

"Nach der Unterbrechung der Ölpipeline von Russland nach Deutschland gilt es, endlich die Konsequenzen zu ziehen, die schon seit Jahren diskutiert werden: nämlich der Umbau in Richtung eines intelligenten und effizienten Umgangs mit den natürlichen Ressourcen. Es ist die Stunde der neuen Ökonomie und nicht der alten", betont der Parlamentarische Staatssekretär im Bundesumweltministerium, Michael Müller.  Die Unterbrechung der Pipeline sei ein erneutes Warnsignal für die Verwundbarkeit der modernen Industrie. Nahezu jedes Land sei von Energie- und Rohstoffimporten abhängig, bei der Energie gelte dies für Deutschland zu mehr als 70 Prozent. "Dies gilt darüber hinaus für eine Vielzahl von Stoffen wie etwa Zinn, Platin oder Titan, die wichtige Grundlagen für Produkte der Hochtechnologie sind. Und deshalb sind wir hochgradig verwundbar", warnt Müller.


Dritter Weltkrieg um Energie und Rohstoffe?

Angesichts der Knappheiten und Preissprünge würden Ressourcenkriege zur größten Gefahr des 21. Jahrhunderts, warnt Müller. Die Entwicklung der Golfstaaten zeige, dass diese Gefahr ernst zu nehmen ist. "Wenn es einen dritten Weltkrieg gibt, dann wird er um Energie und Rohstoffe gehen", zitiert Müller den früheren US-Verteidigungs- und Energieminister James Schlesinger. "Der Kampf um Ressourcen ist eine Schlüsselfrage der Zukunft", habe auch Henry Kissinger festgestellt. Und in einer Bewertung des amerikanischen Pentagon heiße es: "Die Welt ist bei Titan, Niob, Zinn, Beryllium, Germanium oder Platin ebenso verwundbar wie bei Öl."


Anstrengungen bei den erneuerbaren Energien und nachwachsenden Rohstoffe verstärken

Die zusammenwachsende Welt sei auf Gegenseitigkeit angewiesen, so Müller. Der Ausweg liege in einer Doppelstrategie: Zum einen müsse Deutschland massiv seine Anstrengungen verstärken: beim Einsparen, bei der Effizienzsteigerung, bei der Kreislaufwirtschaft sowie bei den erneuerbaren Energien und nachwachsenden Rohstoffen. Das zahle sich aus, denn das seien die Märkte der Zukunft. "Das häufige Argument, wir brauchen in diesen Sektoren noch Zeit, ist falsch. Im Gegenteil: Wir haben schon viel zu viel Zeit verloren. Deshalb muss der Druck für den Umbau erhöht werden", so Müller. Zum anderen müssten die Anstrengungen für eine "Energie und Rohstoff-KSZE" verstärkt werden. "Wir brauchen entsprechende Allianzen, die von wechselseitiger Unterstützung und Kooperation ausgehen. Russland kann Rohstoffsicherheit garantieren, die EU kann moderne Effizienztechnologien anbieten", fasst der Parlamentarische Staatssekretär im Bundesumweltministerium zusammen.

10.01.2007   Quelle: BMU   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

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Bioenergie-Branche stellt Weichen für neuen Wachstumsmarkt

Biomasse-Kraftwerk in Ostritz.
Biomasse-Kraftwerk in Ostritz.

Wie Biomasse am effektivsten genutzt werden sollte, ist immer noch umstritten, berichtet der Europressedienst (Bonn) in einem Beitrag über 2. Forum Bioenergie, das Ende letzten Jahres in Berlin stattfand. Dort diskutierten rund 60 Teilnehmer über die wichtigsten Nutzungsmöglichkeiten der Biomasse: ihre Verwendung als Biokraftstoff, die Einspeisung in das Erdgasnetz, die Kraft-Wärme-Kopplung und den Pelletsmarkt. Als "Pfad der Zukunft" bezeichnete Matthias Hansch von E.ON Ruhrgas die Nutzung von Biomethan als Kraftstoff. Das "Bioerdgas" habe eine erheblich bessere Flächeneffizienz als die anderen Bio-Kraftstoffe. Um diese Technologie zukunftsfähig zu machen, müssten die Bereitstellungskosten von Biogas jedoch weiter gesenkt werden.  Eine andere Möglichkeit biete jedoch auch die Aufbereitung von Biogas auf Erdgasqualität und dessen Einspeisung in das Erdgasnetz. Vorteil dieser Nutzung sei, dass die schon vorhandene Infrastruktur genutzt werden könne.


Biomasse-Verstromung nur mit Kraft-Wärme-Kopplung sinnvoll

Für eine Nutzung mit Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) setzte sich Michael Wittmann von der Schmack Biogas AG ein: "Biogas hat den großen Vorteil, dass es, anders als zum Beispiel Strom aus Windkraftanlagen, erstmal gespeichert werden kann und erst dann in elektrische Energie umgewandelt werden kann, wenn auch der Bedarf besteht", so Wittmann. Matthias Hansch von E.ON verwies in diesem Zusammenhang auf das Problem, dass immer noch häufig eine Verstromung stattfinde, ohne die dabei entstehende Wärme zu nutzen. Die Entwicklung des Pelletsmarktes in Deutschland schätzte Ludwig Friedl vom Bundesindustrieverband Deutschland Haus-, Energie- und Umwelttechnik e.V. (BDH) kritisch ein. In diesem Industriezweig seien vor allem Skandinavien und Norditalien Deutschland weit voraus.


Bundesregierung plant Ausbau der Bioenergie

Karin Freier vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU) erläuterte, dass der Anteil der Bioenergie am Gesamtanteil erneuerbarer Energien bis 2020 von jetzigen 6,4 Prozent auf 14 Prozent steigen soll. Das Gesamtwachstum der regenerativen Energien solle sich bis 2020 auf Technologien der Bioenergie und der Offshore-Windparks stützen, so Freier. Damit würde die Bioenergie zu einer tragenden Säule innerhalb der erneuerbaren Energien werden. Im kommenden Jahr sollen dem Marktanreizprogramm (MAP) zur Förderung von Solaranlagen, Biomassekesseln und Geothermieanlagen 213 Millionen Euro zur Verfügung stehen, das sind 39 Millionen Euro mehr als 2006. Zudem hat der Bundestag beschlossen, ab 2014 einen Biokraftstoff-Anteil von zehn Prozent vorzuschreiben. Bereits in diesem Jahr beträgt der beizumischende Anteil 4,4 Prozent.


Lieferprobleme wie beim Öl möglich

Ein anderer Diskussionspunkt war die Frage nach der Menge verfügbarer Biomasse. Michael Herr von der Deutschen Energie-Agentur (dena) hält die Potentiale für begrenzt. Seiner Meinung nach reicht der von allen Ländern der Europäischen Union (EU) aufzubringende Anteil an Biomasse nicht aus, um den Bedarf aller EU-Länder an Primärenergie zu decken. Jürgen Hess von der Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit (GTZ) kündigte an, dass künftig in kaum einem Land genügend Biomasse für den Eigenbedarf zur Verfügung stehe. So sei Indien schon zu etwa siebzig und Japan zu hundert Prozent auf den Biomasseimport angewiesen, China fange gerade an zu importieren. Laut Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e.V. (FNR), beträgt der Anteil deutscher Ackerfläche, die für den Anbau von Energiepflanzen genutzt werden kann, im Jahr 2020 knapp 3,5 Millionen Hektar. Dies könnte etwa ein Viertel des deutschen Kraftstoffverbrauchs decken.


Chancen für Entwicklungsländer

In der Produktion von Biomasse sieht Experte Hess auch eine Chance für Entwicklungsländer. So biete die nicht essbare Ölpflanze Jatropha die Möglichkeit, Biomasse auf extrem trockenen und ausgelaugten Böden zu gewinnen. Ihre Eigenschaften als Bio-Kraftstoff werden von Unternehmen wie DaimlerChrysler und BP schon seit längerem erforscht.

10.01.2007   Quelle: Europressedienst Bonn   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: DBU,
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Nordex erhält Auftrag für 48 MW-Windpark in Schottland

Nordex Windkraftanlage N90/2500.
Nordex Windkraftanlage N90/2500.

Mit einem Auftrag mit einem Umfang von rund 60 Millionen Euro hat die Nordex AG (Hamburg) ein weiteres Großprojekt auf den britischen Inseln gewonnen und startet damit erfolgreich ins neue Jahr. Das berichtet das Unternehmen in einer Pressemitteilung. Für den schottischen Windpark "Kilbraur" hat die Falck Renewables Ltd. 19 Großanlagen vom Typ N90/2500 HS (high-speed) bei Nordex bestellt. Im Auftragsvolumen seien ein Wartungsvertrag über fünf Jahre sowie die Infrastruktur und elektrischen Arbeiten am Standort enthalten.   Standort des Windparks ist Strathbrora im Norden Schottlands. In dem rund 300 Meter über dem Meeresspiegel gelegenem Gebiet liegt die mittlere Windgeschwindigkeit laut Nordex in 70 Meter Turmhöhe bei zirka 9,0 Metern pro Sekudne - ideale Windverhältnisse für die Starkwindvariante der N90/2500 Turbine. Im April 2007 sollen die Infrastrukturarbeiten starten, die Inbetriebnahme der neunzehn Großturbinen ist für das Frühjahr 2008 geplant.

Kilbraur ist nach Earlsburn (15 Anlagen vom Typ N80/2500) und Millenium (16 x N90/2500) der dritte Auftrag von Falck Renewables an Nordex innerhalb von 12 Monaten. Das in London ansässige Tochterunternehmen der italienischen Falck Gruppe baut aktuell mit lokalen Partnern ein Portfolio von Windparks in Europa auf. Derzeit betreibt und errichtet Falck elf Windparks in Großbritannien, Spanien, Italien und Frankreich, weitere Projekte über 1000 MW befinden sich in Planung.

10.01.2007   Quelle: Nordex AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Nordex AG,

 

Photovoltaik für Profis: Neue CD-ROM mit Grafiken und Fotos

CD-ROM für PV-Profis.
CD-ROM für PV-Profis.

Ergänzend zu dem Buch "Photovoltaik für Profis" hat der Solarpraxis-Verlag eine CD-Rom herausgegeben. Sie enthält mehrsprachige Powerpoint-Präsentationen mit über 110 Folien in Deutsch, Englisch, Französisch, Italienisch und Spanisch. Die Grafiken, Fotos und Illustrationen sollen Handwerker, Planer und Berater bei der Gestaltung von Vorträgen, Schulungen und Präsentationen rund um die Photovoltaik unterstützen. Schwerpunkte der in sechs Kapitel gegliederten Folien sind Sonnenenergie, photovoltaischer Effekt, Solarzellen- und Module, Anlagenkomponenten sowie die Planung und Installation netzgekoppelter und netzunabhängiger Solarstromanlagen.   "Die starke Nachfrage nach dem Buch "Photovoltaik für Profis" hat uns gezeigt, wie groß der Bedarf nach Unterstützung bei der Kundenberatung ist. Unsere Foliensatz-CD bietet umfangreiches und vielseitig einsetzbares Bildmaterial für eine optimale Kundenansprache", so Thomas Seltmann, Leiter des Verlags der Solarpraxis. Um die individuelle Präsentation zu erleichtern, seien die Foliensätze so angelegt, dass die Anwender sie frei bearbeiten, nach ihren Wünschen umgestalten und um eigene Bild- und Textbeiträge erweitern können. "Damit können sie Präsentationen auch für verschieden vorgebildete Zielgruppen zusammenstellen", erklärt Seltmann.

Die CD-ROM ist erhältlich zum Preis von 129,- Euro (inkl. MwSt. und zzgl. Versandkosten) über den Internet-Verlagsshop der Solarpraxis unter www.erneuerbare-energien.de. Weitere Informationen zum Antragsverfahren sind in Kürze zu finden unter http://www.bafa.de

09.01.2007   Quelle: BMU   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: BSW.,
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Energiekommissiar Piebalgs: Ölversorgung der Europäischen Union nicht in Gefahr

EU-Energiekommissiar Piebalgs hat die Meldung über die Unterbrechung der Öllieferungen durch die so genannte "Druschba-Pipeline" bestätigt. Die Pipeline transportiert russisches Erdöl über Weißrussland nach Polen und Westeuropa. "Die EU-Kommission verfolgt die Entwicklungen genau. Ich kann bestätigen, dass die Ölversorgung durch die Druschba-Pipeline in Polen unterbrochen worden ist. Meine Dienststellen bemühen sich derzeit herauszufinden, ob damit auch Auswirkungen auf den anderen Zweig der Pipeline verbunden sind, der über die Slowakei und Südosteuropa verläuft. Ich stehe in engem Kontakt mit den polnischen, deutschen und slowakischen sowie anderen europäischen Behörden, um die Auswirkungen der Unterbrechung zu beurteilen. Außerdem habe ich mit den russischen und weißrussischen Behörden Verbindung aufgenommen und sie dringend um eine genaue Erklärung der Ursachen dieser Unterbrechung gebeten", so Piebalgs in einer Pressemitteilung.   Auch wenn die Ölversorgung der Europäischen Union nicht unmittelbar in Frage gestellt sei, erwäge er, noch in dieser Woche die Gruppe "Ölversorgung" einzuberufen, um die Auswirkungen dieser Lieferunterbrechung zu bewerten und etwaige Folgen für die strategischen Vorräte der Mitgliedstaaten zu erörtern.


Bundeswirtschaftsminister Glos zeigt sich besorgt

Der Bundesminister für Wirtschaft und Technologie und Vorsitzende des EU-Energieministerrats, Michael Glos, kommentierte die Unterbrechung der Öllieferungen mit den Worten "Ich sehe die Schließung der wichtigen Drushba-Pipeline mit Besorgnis. Ich erwarte, dass die Lieferung durch die Pipeline so schnell wie möglich in vollem Umfang wieder aufgenommen wird". Deutschland importiert laut Bundeswirtschaftsministerium etwa 100 Millionen Tonnen Rohöl im Jahr. Davon werden 20 Millionen über die Drushba-Ölleitung geliefert. Glos begrüßte, dass EU-Kommissar Piebalgs eine Sitzung der "Oil Supply Group" einberufen will. Die deutsche Ratspräsidentschaft werde sich mit allem Nachdruck dafür einsetzen, dass es durch die Einschränkung der Öllieferungen nicht zu Engpässen bei der Versorgung der europäischen Unternehmen und Verbraucher kommt. "Ich fordere die russischen und weißrussischen Stellen auf, ihren Liefer- und Transitverpflichtungen nachzukommen", so Glos in einer Pressemitteilung.


Ausgewogener Energiemix für Versorgungssicherheit unverzichtbar

Der Vorfall zeige einmal mehr, dass für eine hohe Versorgungssicherheit ein ausgewogener Energiemix unverzichtbar sei und dass es zu keinen einseitigen Abhängigkeiten kommen dürfe, betont Glos. Das sei ein zentrales Thema der neuen EU-Energiepolitik, die beim EU-Frühjahrsgipfel beraten werden soll. "Für Deutschland ist die momentane Situation nicht dramatisch. In den Raffinerien lagert ausreichend Rohöl, so dass unsere Versorgung auch bei längeren Lieferausfällen sichergestellt ist", so Glos.

09.01.2007   Quelle: EU-Kommission; BMWi   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

 

Frankreich: neue Rahmenbedingungen beleben den Solarmarkt

Praxisreport Solarmarkt Frankreich.
Praxisreport Solarmarkt Frankreich.

Der französische Solarmarkt gewinnt an Dynamik, berichtet die Deutsche Energie-Agentur GmbH (dena) in einer Pressemitteilung. Die Neuordnung der Förderstrukturen und -bestimmungen hätten zu veränderten Rahmenbedingungen geführt und setzten Wachstumsimpulse für die Entwicklung des Marktes. Der zum Jahreswechsel erschienene Praxisreport Solarmarkt Frankreich 2006/2007 der dena analysiert die neuen Förderinstrumente und gibt Hinweise für den Markteinstieg.  "Insbesondere deutsche Solarthermieunternehmen können von den günstigen Rahmenbedingungen profitieren", sagt dena-Geschäftsführer Stephan Kohler. Große Zuwächse seien vor allem bei solarthermischen Großanlagen zu erwarten. Die Erhöhung der Solarstrom-Einspeisetarife in Kombination mit der guten Sonneneinstrahlung lassen Frankreich laut dena auch für die deutsche Photovoltaik-Branche zu einem attraktiven Zielland werden.


Steuergutschriften für Solarwärmeanlagen, Zuschüsse für solarthermische Großanlagen

Für die Solarthermie werden die bisher durch die französische Energieagentur gezahlten Fördermittel für kleine Brauchwasser- und Kombi-Solarwärmeanlagen durch Gutschriften auf die Einkommensteuer und zusätzliche Fördermittel der Regionen ersetzt. Direkte Zuschüsse der Zentralregierung werden fortan nur noch für solarthermische Großanlagen gewährt. Antragsteller können so bis zu 80 Prozent der Investitionskosten erstattet bekommen. Weitere positive Wachstumsimpulse werde der Markt durch die Umsetzung der EU-Gebäudeverordnung in nationales Recht und der damit verbundenen verstärkten Nutzung von Solarwärmeanlagen erhalten, so die dena.


Bis zu 55 Cent pro Kilowattstunde Solarstrom

Durch die Anhebung der Solarstrom-Einspeisevergütung für netzgekoppelte Freiland- und Aufdachsysteme entsteht laut dena neben dem relativ gesättigten Marktsegment der Inselanlagen zusätzlich ein interessanter Markt für netzgekoppelte Photovoltaik-Anlagen in den Überseegebieten. Aber auch auf dem französischen Festland wurden die Einspeisevergütungen erhöht: Für Solarstrom aus Freiland- und Aufdachanlagen wurde der Fördertarif nahezu verdoppelt. Für Strom aus gebäudeintegrierten Photovoltaik-Anlagen beträgt die Einspeisevergütung 55 Cent pro Kilowattstunde. Allerdings bleibe noch abzuwarten, welche Photovoltaik-Bauelemente durch die geltenden Bauverordnungen in der Praxis zugelassen werden, so die dena.


Informationsquelle für exportorientierte deutsche Unternehmen

Der Praxisreport Solarmarkt Frankreich analysiert die jüngsten Marktentwicklungen für exportorientierte deutsche Unternehmen. Kenner der französischen Solarbranche kommen zu Wort und geben wertvolle Hinweise für den Aufbau von Vertriebsstrukturen und rechtlichen Rahmenbedingungen. Neben den Kapiteln zur Solarthermie und Photovoltaik enthält der Praxisreport im Anhang eine Übersetzung des französischen Erlasses zur Solarstrom-Einspeisevergütung. Durch seine praktische Relevanz werde der Report zur unverzichtbaren Informationsquelle für alle, die am Aufbau nachhaltiger Geschäftsbeziehungen interessiert sind, heißt es in der dean-Pressemitteilung. Der Praxisreport erscheint in der dena-Schriftenreihe "Exportinitiative Erneuerbare Energien" und kann für 140 Euro bestellt werden unter www.exportinitiative.de.


Deutsche Energie-Agentur GmbH (dena) Dr. Philipp Prein, Chausseestraße 128a, 10115 Berlin
Tel: +49 (0)30 72 61 65-641, Fax: +49 (0)30 72 61 65-699, E-Mail: prein@dena.de, Internet: www.dena.de

09.01.2007   Quelle:   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: dena,
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Zuschüsse für Energiesparer: Wer modernisiert, profitiert

Bis zu 8.750 Euro pro Wohneinheit bekommen Modernisierer vom Staat, wenn sie ihren Altbau auf ein besseres Niveau trimmen als bei Neubauten vorgeschrieben ist, informiert der Initiativkreis Erdgas & Umwelt (IEU). Die neue Förderung im Rahmen des CO2-Gebäudesanierungsprogramms bietet neben Zuschüssen auch günstige Darlehen. Um in den Genuss der Zuschüsse zu kommen, muss an das Gebäude kräftig Hand angelegt werden: Die Maximalförderung von 17,5 Prozent Zuschuss auf den Förderhöchstbetrag von 50.000 Euro pro Wohneinheit erhalten Modernisierer, die 30 Prozent unter den Anforderungen der Energieeinsparverordnung (EnEV) bleiben.   Das heisst: Der Jahresprimärenergiebedarf muss 30 Prozent unter dem Niveau der EnEV liegen. Mit umfassender Dämmung, Fenstererneuerung sowie der Installation einer Gas-Brennwertheizung mit Solarwärmenutzung können diese Anforderungen in vielen Fällen erfüllt werden, betont der IEU.


Weiterhin zinsgünstige Darlehen erhältlich

Zehn Prozent Zuschuss, beziehungsweise maximal 5.000 Euro je Wohneinheit erhalten Hauseigentümer, die mit den Baumaßnahmen Neubau-Niveau gemäß EnEV erreichen. Fünf Prozent und maximal 2.500 Euro je Wohneinheit erhält, wer Maßnahmenpakete durchführt wie beispielsweise die Dämmung der Außenwände in Kombination mit neuen Wärmeschutzfenstern und einer Gas-Brennwertheizung. Der IEU weist darauf hin, dass es auch weiterhin zinsgünstige Darlehen gibt. Diese werden anstelle des Investitionszuschusses gewährt. Die Kombination eines zinsgünstigen Darlehens mit einem Zuschuss ist nicht möglich. Antragsberechtigt sind Eigentümer von selbst genutzten oder vermieteten Ein- und Zweifamilienhäusern sowie von Eigentumswohnungen.

Weitere Informationen über die neue Förderung gibt es bei der www.bundeskartellamt.de

09.01.2007   Quelle: SPD-Bundestagsfraktion   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

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Bundesverband Geothermie: Je mehr Nachbeben, umso besser für Basel!

Am Morgen des 06.01.2007 kam es in Basel erneut zu einem leichteren Erdstoß der Stärke 3,1, berichtet die Geothermische Vereinigung e.V. - Bundesverband Geothermie (GtV-BV9 in einer Pressemitteilung. Dieser werde wieder in Zusammenhang mit den Stimulationsarbeiten der Geothermie-Projekts "Deep Heat Mining" gebracht. "Offensichtlich kommt es zu diesen Ereignissen, obwohl die Stimulationsarbeiten unterbrochen wurden und der Druck des injizierten Wassers seit langem wieder auf Normalniveau abgesunken ist", heißt es in der Mitteilung des GtV-BV.   Basel sei ein Erdbebengebiet wie der gesamte südliche Breisgau. Früher sei es dort vielfach zu Beben gekommen, mit einer wahrscheinlichen Maximalstärke bis zu 6,5. Wegen der logarithmischen Magnitudenskala sei dabei etwa 27.000 Mal so viel Energie frei geworden, wie bei dem Erdstoß am 08.12.2006.


Auslösen kleiner Erdstöße kann großes Erdbeben verhindern

In allen Erdbebengebieten frage man sich, wie man solche Beben verhindern kann, so die GtV-BV. Die einzige weltweit diskutierte Methode hierzu sei das vorzeitige Auslösen kleiner Erdstöße durch Wasserinjektionen, um so Energie aus der Erde herausleiten und ein großes Schadenbeben zu verhindern. Diese Methode sei bislang jedoch daran gescheitert, dass es sehr schwierig ist, die jeweils aktive Kluft im Untergrund zu lokalisieren, anzubohren und zu stimulieren. In Basel sei dies mit dem Geothermie Projekt nun durch Zufall gelungen. Ein weiteres Problem, bei der Vermeidung von Schadenbeben durch vorzeitiges Auslösen kleiner Beben besteht laut GtV-BV darin, dass viele solcher geringfügigerer Ereignisse notwenig seien, um ein großes Beben zu verhindern.

Um einem Beben der Stärke 4 zuvorzukommen, müssten etwa 30 Erdstöße der Magnitude 3 ausgelöst werden. In Basel seien nun glücklicherweise nach dem Erdstoß vom 08.12.2006 weitere Beben aufgetreten, zuletzt am 06.01.2007. Mit jedem dieser kleinen Beben, die zu keinerlei Schäden führten, werde der aktiven, spannungsgeladen Kluft im Untergrund Energie entzogen, die dann für ein größeres natürliches Beben nicht mehr zur Verfügung stehe. Je mehr dieser kleinen Erdstöße nun noch aufträten, umso mehr werde das Risiko eines wirklichen Schadenbebens gemindert. "Also: Je mehr Nachbeben, umso besser für Basel", hält die GtV-BV fest.

08.01.2007   Quelle: GtV-BV   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

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BMU-Staatssekretär Müller: Alarmsignale zum Klimawandel ernst nehmen

"Viel spricht dafür, dass in diesem Jahr der vom Menschen verursachte Klimawandel eine qualitativ neue Dimension annimmt. Er hat sich offenkundig seit der Jahrtausendwende beschleunigt. Wissenschaftliche Studien lassen befürchten, dass der Anstieg schon in kurzer Zeit 0,2 Grad Celsius pro Jahrzehnt erreichen wird", warnt der Parlamentarische Staatssekretär im Bundesumweltministerium, Michael Müller.  Zu Berichten über ein mögliches, intensiveres Auftreten des "El Niño"-Phänomens sagte Müller, dass die entsprechende Warnung des britischen Hadley-Instituts ist ernst zu nehmen sei. Der pazifische El Niño zeige, dass es erhebliche Störungen im Wechselverhältnis Ozean-Atmosphäre gebe, was wiederum eine Verschiebung der Klimazonen bedeute.

El Niño ("Christkind") bezeichnet einen Küstenstrom, der stets um die Weihnachtszeit zu beobachten ist und im Abstand von drei bis sieben Jahren warmes Wasser bis vor die Strände Perus treibt, das im Schnitt bis zu 5 Grad Celsius wärmer ist und sogar eine bis zu 12 Grad höhere Temperatur erreichen kann. Dann würden rund um die Erde erhebliche Schwankungen im Wettergeschehen registriert, so Müller. Dies seien vor allem Dürreperioden, Überschwemmungen und Niederschlagsverschiebungen. Der Fischfang könne in bestimmten Bereichen zum Erliegen kommen, weil nährstoffarmes Wasser die fischreichen Ströme verdrängt.


Alarmsignal des globalen Klimawandels

Der ENSO-Effekt (El Niño Southern Oscillation) ist laut Müller kein regionales Ereignis, sondern er ziehe seine Spur rund um die Erde. Dieses Phänomen präge sich seit den achtziger Jahren immer stärker aus. Insgesamt sei dies ein weiteres Alarmsignal des globalen Klimawandels. "Die entscheidende Frage heißt: Ist die Menschheit in der Lage, erstmals zu handeln, bevor eine absehbare Katastrophe eingetreten ist? Heute ist schon eine weitere Verschärfung des Klimawandels nicht mehr zu verhindern. Anpassung ist leider schon notwendig geworden, weil die Menschen die Veränderungen bisher nicht ernst genug genommen hat. Wir reden jetzt über Gegenstrategien, die erst Mitte des 21. Jahrhunderts greifen werden", fasst der Parlamentarische Staatssekretär im Bundesumweltministerium zusammen.

08.01.2007   Quelle: BMU   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

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Solarwärme: Neue Vakuumröhren sollen Solaranlagen attraktiver machen

Bis zu 600 Solarkollektoren pro Stunde will Narva künftig produzieren
Bis zu 600 Solarkollektoren pro
Stunde will Narva künftig produzieren

Die Sonne liefert täglich Energie, die den Bedarf in Deutschland um etwa das 80-fache übersteigt. Sie ist eine schier unerschöpfliche Energiequelle. Doch ihre Wärme zu nutzen, ist immer noch vergleichsweise teuer. Hohe Produktionskosten führten bislang dazu, dass sich viele Hersteller nicht für die wirkungsvollere Solaranlagentechnik mit Vakuumröhren entschieden, sondern günstigere sogenannte Flachkollektoren produzierten. Die NARVA Lichtquellen GmbH + Co. KG (Brand-Erbisdorf) will jetzt die Voraussetzung schaffen, um Sonnenlicht noch besser zu nutzen: Mit finanzieller Unterstützung der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) von insgesamt 295.000 Euro entwickelte sie einen konkurrenzfähigen und effizienteren Sonnenkollektor aus Vakuumröhren, berichtet die DBU in einer Pressemitteilung.  Der sächsische Mittelständler spare mit der Innovation 20 Prozent Materialkosten und steigere den Energieertrag im Vergleich zu anderen Röhrenkollektoren, "Außerdem schaffte Narva mit der Technik auch 13 neue Arbeitsplätze", betonte der stellvertretende DBU-Generalsekretär, Prof. Dr. Werner Wahmhoff, zum Projektabschluss.



Wirkungsvoller Kollektor, besonders in kälteren Jahreszeiten

Mit Hilfe thermischer Solaranlagen lässt sich Sonnenenergie nutzen, um Wasser zu erwärmen oder auch zu heizen. Es gibt zur Zeit zwei gängige "Energiesammler" in diesen Anlagen: Flachkollektoren und Vakuumröhrenanlagen. Letztere sind wirkungsvoller, waren bislang aber auch teurer. Vorteil dieser Kollektoren ist, dass sie gegenüber Flachkollektoren mehr Hitze erzeugen. Denn der luftleere Raum im Inneren leitet keine Wärme - es geht also so gut wie keine gewonnene Energie verloren. Das macht die Anlage besonders bei höheren Kollektortemperaturen, niedrigeren Umgebungstemperaturen sowie bei geringer Sonneneinstrahlung wirkungsvoller.


Spülmaschineneffekt ausgeschlossen: Beschichtung schützt Röhrenglas vor Schlieren

Die Materialkosten für Röhrenkollektoren waren bislang vergleichsweise hoch, da herkömmliche Röhrenkollektoren aus speziellem "Borosilikatglas" hergestellt wurden. Ein Vorteil des konventionellen Materials ist, dass auch es auch bei häufigem Wasserkontakt nicht trüb wird, was für die lichtempfindliche Solartechnik besonders wichtig ist. "Schlieren auf dem Glas haben wir alle schon bei unveredelten Gläsern in der Spülmaschine erlebt", erläutert DBU-Experte Dr. Roland Digel. Um diesen Effekt zu vermeiden und das rund fünf Mal so teuere Spezialglas gegen eisenarmes Kalknatronglas (Fensterglas) einzutauschen, trugen Narva-Mitarbeiter dünne Schichten auf die Röhren auf und machten sie so wasserfest. Diese wässrige Beschichtungslösung hat einen weiteren positiven Nebeneffekt: "Das Glas reflektiert das Sonnenlicht nicht mehr so. Dadurch konnten wir den optischen Wirkungsgrad und den Energieertrag gegenüber konventionellen Röhrenkollektoren verbessern", erklärt Narva-Geschäftsführer, Dr. Gerhard Mientkewitz.


Vakuumqualität durch spezielles Pumpverfahren sichergestellt

Als ausgesprochen kompliziert habe sich der vakuumdichte Verschluss der Kollektorröhre gestaltet, so Mientkewitz. Dazu entwickelten die Narva-Mitarbeiter eine neuartige Glas-Metall-Verbindung, die zum einen ein langlebiges Vakuum sichert und zum anderen den Solarabsorber im Inneren der Röhre befestigt. "Der Wirkungsgrad der Technik wird zudem gravierend durch die Vakuumqualität bestimmt“, sagt Mientkewitz. Um eine hohe Dichte zu erreichen, heizen die Entwickler den Kollektor aus, bevor sie die Luft mit einem speziellen Pumpverfahren aus den Röhren ziehen. „So können wir Röhren mit der geforderten Vakuumqualität herstellen, sagt Mientkewitz


Neue Produktionslinie für 600 Kollektoren pro Stunde

Mit seiner neuen Produktionsanlage will das Unternehmen Narva bis zu 600 Kollektoren in der Stunde produzieren. Für die rund 350 Mitarbeiter von Narva Lichtquellen könne die neue Fertigungslinie Arbeitsplatzsicherheit bedeuten, betont Mientkewitz. "Die DBU verspricht sich von der neuen Technik, dass sie die Akzeptanz für das Heizen mit Solarenergie weiter vergrößert", untereicht Wahmhoff. Schließlich schone die Entwicklung Geldbeutel und Umwelt.

08.01.2007   Quelle: DBU, NARVA Lichtquellen GmbH & Co. KG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: DBU,
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SONNENENERGIE: Photovoltaik-Branche macht weniger Gewinn als vermutet

Deutsche EBIT-Margen nach Branchen
Deutsche EBIT-Margen nach Branchen

Die Gewinnspannen in der Solarstrom-Branche seien keineswegs so üppig, wie es die öffentliche Debatte der letzten Monate nahe lege, berichtet die Zeitschrift SONNENENERGIE in ihrem aktuellen Heft. Im Gegenteil: Im Vergleich mit anderen Technologiebranchen schafften es sogar die Großen der Solarbranche mit ihren Gewinnen nur ins Mittelfeld, so die SONNENENERGIE in ihrer Januar-Ausgabe. Dabei gebe es eine gewisse Spannbreite, abhängig vom Geschäftsmodell und Platz in der Wertschöpfungskette. Zwar kämen die fünf großen TecDAX-Solarunternehmen, zu denen auch die Q-Cells AG und die SolarWorld AG gehören, auf eine Gewinnmarge vor Zinsen und Steuern (EBIT) von durchschnittlich 16,7 Prozent, lägen damit aber klar hinter vergleichbaren Chipherstellern oder Unternehmen der Biotechnologie, die 17,2 Prozent Marge auswiesen. Berücksichtige man jedoch die gesamte Wertschöpfungskette der Photovoltaikbranche, und beziehe damit auch das Handwerk, den Handel und die Planer mit ein, bleibe für die Branche insgesamt lediglich eine Marge von nur rund sieben Prozent, stellt die Monatszeitschrift aus dem Solarpraxis Verlag fest. 

Gewinnmargen von Bergbau, Energieversorgern und Chemie höher als beim Solarstrom

Zu einem vergleichbaren Ergebnis sei auch eine unlängst veröffentlichte Studie des Europressedienstes (EuPD) gekommen. EuPD errechnete eine durchschnittliche EBIT-Marge der Photovoltaikbranche von 8,1 Prozent. Auch im Branchenvergleich liege Sonnenstrom demnach deutlich hinter anderen Industriezweigen. Die chemische Industrie erreiche immerhin zehn Prozent. Noch deutlicher falle der Abstand zum Bergbau aus. In diesem Industriesektor, zu dem auch die Mineralölwirtschaft gehört, würden Gewinnmargen von durchschnittlich 13,9 Prozent erzielt. Auch im direkten Vergleich mit den Energieversorgern schneide die Solarbranche eher bescheiden ab: Die Gewinnmargen von RWE, Eon, EnBW und Vattenfall erreichten laut SONNENENERGIE im Jahr 2005 durchschnittlich 13,9 Prozent.

Grafik zu EBIT-Margen nach Branche / TecDax-Unternehmen: http://www.solarserver.de/images/gewinne1.jpg

08.01.2007   Quelle: Solarpraxis AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: EuPD Research i.A. BSW/SPX,
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Erneuerbare Energien: Geschäftsklimaindex steigt Ende 2006 auf Rekordniveau

In Deutschland ist die Stimmung in der Branche der regenerativen Energien im Dezember auf ein Rekordniveau geklettert, berichtet das Internationale Wirtschaftsforum Regenerative Energien (IWR). Der vom IWR seit 2004 veröffentlichte Geschäftsklima-Index legte im Dezember 2006 um 6,9 Punkte auf 115,2 Punkte zu (November: 108,3).  Während die aktuelle Lageeinschätzung den vierten Monat in Folge besser als im Vormonat ausfiel, seien die Unternehmen hinsichtlich der Aussichten für das erste Halbjahr 2007 besonders optimistisch, so das IWR.


Stimmungsaufschwung wegen positiver Entwicklungen in den USA und Spanien

"Der kräftige Stimmungsaufschwung zum Jahresende ist auf die Verlängerung des Steuervergünstigungsprogramms für regenerative Energien in den USA bis 2008 und den besser als zunächst befürchtet ausgefallenen Entwurf einer neuen Vergütungsregelung des spanischen Industrie- und Energieministeriums im Dezember zurückzuführen", sagte IWR-Direktor Dr. Norbert Allnoch. Mit dem Wegfall dieser Unsicherheitsfaktoren zögen auch die Exportaussichten der Unternehmen wieder spürbar an, erläutert das IWR.


Verlauf des Geschäftsklima-Indizees unter: http://www.iwr.de/geschaeftsklima

08.01.2007   Quelle: IWR   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

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Zeitschrift SONNENENERGIE: Neue Inhalte, zehn Hefte pro Jahr

SONNENENERGIE Jubiläumsheft 2006
SONNENENERGIE
Jubiläumsheft 2006

Die Fachzeitschrift SONNENENERGIE erscheint ab Januar 2007 zehn Mal im Jahr. "Unsere Leser können damit noch schneller auf die wichtigen Informationen der Branche der Erneuerbaren zugreifen", freut sich Chefredakteur Henner Weithöner. Den Start macht die Doppelausgabe Januar/Februar 2007, die seit dem 4. Januar erhältlich ist. Sie wird über den Verlag Solarpraxis und den Fachzeitschriftenhandel vertrieben.  Auch inhaltlich lege die SONNENENERGIE zu, berichtet die Solarpraxis AG in einer Pressemitteilung. Erstmalig würden Berichte und Tipps rund um "Karriere & Recruitment" angeboten. Auch jüngere Zielgruppen sollen verstärkt mit Informationen rund um die erneuerbaren Energien versorgt werden: In der neuen Rubrik "Solar Junior" schaut sich beispielsweise ein Reporter in einer Fabrik für Solarzellen um. "Mit diesen neuen Angeboten richten wir uns an einen wachsenden Leserkreis, zu dem immer mehr Studenten und Schüler gehöre", sagt Henner Weithöner. "Sie interessieren sich für umweltfreundliche Energien und suchen in dieser Boombranche eine berufliche Zukunft", so der Chefredakteur.



Neue Solarfabriken; neue Arbeitsplätze; Solarwärme-Rekord in Europa

Zu den Themen der Ausgabe 1-2/2007 zählen unter anderem neue Solarfabriken und deren Personalbedarf, die Gewinne der Photovoltaikunternehmen, der Jahresbereicht der Internationalen Energieagentur in London und ein drohender Engpass bei der Uranversorgung. Weiter informiert die SONNENENERGIE über aktuelle Zahlen des EU-Projekts "EurObserver" zum Solarthermie-Rekord in Europa sowie über Wärmepumpen und Holzpellets-Preise. Bestellung und Abo: http://www.sonnenenergie.de Der Solarserver berichtete über die EurObserver-Zahlen unter der Überschrift eine berufliche Zukunft", so der Chefredakteur.



Neue Solarfabriken; neue Arbeitsplätze; Solarwärme-Rekord in Europa

Zu den Themen der Ausgabe 1-2/2007 zählen unter anderem neue Solarfabriken und deren Personalbedarf, die Gewinne der Photovoltaikunternehmen, der Jahresbereicht der Internationalen Energieagentur in London und ein drohender Engpass bei der Uranversorgung. Weiter informiert die SONNENENERGIE über aktuelle Zahlen des EU-Projekts "EurObserver" zum Solarthermie-Rekord in Europa sowie über Wärmepumpen und Holzpellets-Preise. Bestellung und Abo: http://www.sonnenenergie.de Der Solarserver berichtete über die EurObserver-Zahlen unter der Überschrift "Solarwärme in der EU: 2005 wurden mehr als zwei Millionen Quadratmeter Kollektorfläche installiert".





"Solarwärme in der EU: 2005 wurden mehr als zwei Millionen Quadratmeter Kollektorfläche installiert"

07.01.2007   Quelle: Solarpraxis AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Solarpraxis AG,
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Offshore-Windenergie: Bundesumweltministerium fördert Forschungsprojekt der Universität Hannover

Eine Arbeitsgruppe des Instituts für Stahlbau der Leibniz Universität Hannover forscht an der Konstruktion von Offshore-Windenergieanlagen. Die Wissenschaftler entwickeln eine Rohr-in-Rohr-Verbindung, um Stahlrohrtürme für Windenergieanlagen besser miteinander verbinden zu können. Jetzt hat das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU) eine Förderung des Projekts zugesagt. Die Leibniz Universität Hannover erhält 583.000 Euro für das Forschungsprojekt "GROW".  Bei Offshore-Windanlagen, die vor der Küste im Meeresboden verankert werden müssen, ist die Verbindung von Teilen der Tragstruktur eine Kernfrage, vor allem hinsichtlich der Kosten. Die neue Verbindungsmethode - "Grouted Joint" genannt - sei in der Montage und Wartung erheblich kostengünstiger als herkömmliche Verbindungsmittel, heißt es in einer Pressemitteilung der Leibniz Universität Hannover. Dabei werden die beiden Rohre ineinander gesteckt und der Zwischenraum mit hochfestem Feinbeton beziehungsweise Mörtel verfüllt. Das gesamte Forschungsprojekt koste rund 800.000 Euro. Einen Teil davon trage die Wirtschaft, heißt es in der Pressemitteilung.

07.01.2007   Quelle: Leibniz Universität Hannover, Institut für Stahlbau   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

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KAB TAKUMA baut 20 MW Biomasse-Kraftwerk in Wittenberg

20 MW-Frischholz-Kraftwerk in Bischoffrode
20 MW-Frischholz-Kraftwerk
n Bischoffrode

Die Stadtwerke Leipzig GmbH hat einem Konsortium unter Führung der KAB TAKUMA GmbH den Auftrag zur Errichtung einer Heizkraftwerksanlage mit einer elektrischen Leistung von 20 Megawatt (MWel ) im Chemiepark SKW in Piesteritz erteilt. Bei dem Vorhaben handelt es sich um ein Frischholz-Biomasseheizkraftwerk mit einem Brennstoff-Jahresdurchsatz von 160.000 Tonnen Frischholz und einem elektrischen Wirkungsgrad von 37 %, berichtet die KAB TAKUMA GmbH (Berlin) in einer Pressemitteilung.  Die technische Ausführung der Anlage basiere auf einem bereits in Bischoffrode erfolgreich umgesetzten Konzept mit zusätzlicher Prozessdampf-Auskopplung zur Versorgung des Chemieparks Piesteritz. Wie schon in der baugleichen Anlage in Bischofferode/Holungen (Thüringen) soll auch der neue Auftrag von der KAB TAKUMA GmbH und der AE&E Austrian Energy & Environment AG abgewickelt werden. Die gesamte Investitionssumme beträgt laut KAB TAKUMA GmbH mehr als 51 Millionen Euro.

Nach dem Bau des Frischholz-Biomassekraftwerkes Bischofferode/Holungen im Harz setzten die Stadtwerke Leipzig GmbH damit wieder auf die Kompetenz der Berliner KAB TAKUMA GmbH. Bei dem Bau des Kraftwerkes in Bischofferode/Holungen seien in sehr kurzer Zeit Planung, Errichtung und Inbetriebnahme realisiert worden. Bis zur Aufnahme des Probebetriebes vergingen laut KAB TAKUMA nur 20 Monate. Um den wiederum ehrgeizigen Terminplan der Stadtwerke Leipzig umzusetzen werde mit der Bearbeitung des Projektes Wittenberg/Piesteritz noch in diesem Jahr begonnen.

06.01.2007   Quelle: KAB TAKUMA GmbH   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: KAB TAKUMA GmbH,

 

Kölner Entsorgungsunternehmen Interseroh tankt künftig Rapsöl

Interseroh-LKW werden auf Rapsöl umgestellt
Interseroh-LKW werden auf Rapsöl umgestellt

"Ein für den Verbraucher so schwer differenzierbares Produkt wie Benzin oder Diesel wird heutzutage außer über den Preis zunehmend über seine Umweltverträglichkeit bewertet", berichtet der Entsorgungsspezialist Interseroh in seinem Branchenmagazin "Circle". Das Kölner Unternehmen setzt daher künftig auf den Biotreibstoff Rapsöl und will in Bad Sülze, 35 Kilometer östlich von Rostock, ab dem Frühjahr 2007 zirka 1,3 Millionen Liter Rapsöl pro Jahr produzieren. "Interseroh rüstet zunächst insgesamt 50 Fahrzeuge auf Rapsöl um, so dass im Jahr 800.000 Liter des alternativen Treibstoffs direkt verwendet werden können", heißt es in dem Branchenmagazin. Rapsöl ist nach Ansicht von Interseroh-Projektleiter Clemens Janning auch umweltfreundlicher als Biodiesel: "Die Motoren der Bagger und LKW laufen seit der Umrüstung sogar besser", betont Janning.  Studien der Fachagentur für nachwachsende Rohstoffe (FNR) zeigten, dass Rapsöl den Kohlendioxidausstoß im Vergleich zum Dieselkraftstoff um rund 80 Prozent senkt. Dabei sei der Wärmewert des Rapsöls mit jenem von Diesel vergleichbar. Außerdem schone der Ersatz fossiler Brennstoffen durch nachwachsende Rohstoffe Ressourcen. Diese ökobilanziellen Vorteile waren nach Angaben von Janning entscheidend für die Interseroh-Investition, "denn gerade als Unternehmen in der Recyclingbranche haben wir eine besondere Verantwortung gegenüber der Umwelt". Nicht nur die Verwendung des Rapsöls als Kraftstoff schone die Umwelt, sondern bereits dessen Produktion. "Es entstehen keine Abfälle. Der Rapskuchen, der beim Pressen der Saat anfällt, kann als Brennstoff weiterverkauft werden", erklärt Janning.



Rapsöl aus Kasachstan für deutsche Fahrzeuge

Wichtig für eine positive Ökobilanz von Rapsöl sei allerdings auch die landwirtschaftliche Anbaumethode, stellt Tobias Janssen fest, Vorstandschef der Beteiligungs- und Beratungsgesellschaft Goldfish Holdings in Neuss. "Werden stickhaltige Düngemittel eingesetzt, wie es in der Agrarproduktion häufig der Fall ist, treten negative Umwelteffekte auf, wie Untersuchungen des Heidelberger IFEU-Instituts belegen", so Janßen, der sich daher mit seinem Rapsprojekt in Kasachstan im Vorteil sieht. "Deutsche Agrarexperten haben Gutachten für die kasachischen Anbauflächen erstellt und kommen zu hervorragenden Werten. Die Erde ist schwarz und nicht wie in Deutschland braun oder hellbraun. Es muss nicht gedüngt und es müssen keine Pestizide gespritzt werden, wie es bei uns üblich ist. Die Landwirtschaft in Kasachstan ist biologisch und nachhaltig. Deshalb haben wir die KazGer Pflanzenöl GmbH gegründet, sind eine Kooperation mit einem der größten Weizenbauern des Landes eingegangen, haben eine ehemalige Kolchose übernommen, vier Rapsmühlen in Betrieb genommen und bauen im nächsten Jahr auf 15.000 Hektar Raps an. Das wird dann sukzessive auf 60.000 Hektar ausgeweitet. Hier verfügen wir über ein gigantisches Areal. So etwas kann man in dieser Größenordnung in Deutschland gar nicht mehr umsetzen", so Janßen.


Gute Vermarktungschancen für kasachisches Rapsöl in Deutschland

Auf einem Testfeld mit 2.000 Hektar sei im Sommer 2006 das erste Mal Raps geerntet und in den eigenen Ölmühlen gepresst worden, berichtet Janßen. Goldfish arbeite mit kasachischen Landwirtschaftsbetrieben zusammen und laste schon jetzt vier Ölmühlen aus. "Wir liefern jeden Monat 110 Tonnen Rapsöl in unser Logistikzentrum in Fulda und werden das ab diesem Jahr dann im größeren Maßstab aufziehen“, kündigt Janssen an. Die Vermarktungschancen für kasachisches Rapsöl sieht er sehr positiv, besonders auf dem deutschen Markt. In Deutschland gebe es nur eine begrenzte Anbaufläche für Raps, stellt Janssen fest. Hier sei die Pflanze 2006 auf insgesamt 1,4 Millionen Hektar angebaut worden. Das entspreche in etwa der Fläche Schleswig-Holsteins. Das sei jedoch viel zu wenig, um die vorhandenen Biodieselanlagen auszulasten, Raps müsse in großen Mengen importiert werden. Im abgelaufenen Wirtschaftsjahr 2005/6 stiegen die Rapseinfuhren nach Angaben der Zentralen Markt- und Preisberichtsstelle für Erzeugnisse der Land-, Forst- und Ernährungswirtschaft (ZMP) um das Dreieinhalbfache, auf 880.000 Tonnen“, führt Janßen aus.

06.01.2007   Quelle: Goldfish Holdings Inc.; Interseroh AG; open pr   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Interseroh AG,

 

Emissionshandel: Mehr als doppelt so viele Emissionsberechtigungen als 2005 gehandelt

Im Nationalen Emissionshandelsregister wurden 2006 rund 210 Millionen Emissionsberechtigungen übertragen, berichtet das Umweltbundesamt (UBA) in einer Pressemitteilung. Das sei mehr als doppelt so viel als im Vorjahr (90 Millionen Emissionsberechtigungen). Besonders zum Jahresende 2006 hätten Zahl und Volumen der Transaktionen wegen zahlreicher Termingeschäfte stark zugenommen. Im Jahr 2006 fanden laut UBA insgesamt rund 3.121 Transaktionen statt. "Das zeigt, wie intensiv die Unternehmen dieses neue Klimaschutzinstrument im zweiten Jahr nach Einführung nutzen", sagt Dr. Thomas Holzmann, Vizepräsident des Umweltbundesamtes (UBA). Jede zweite für 2006 ausgegebene Emissionsberechtigung habe das elektronische Register der Deutschen Emissionshandelsstelle (DEHSt) im UBA bewegt.  Seit dem Start des deutschen Registers im März 2005 seien somit rund 4.000 Transaktionen erfolgt, bei denen insgesamt über 300 Millionen Emissionsberechtigungen im Register der DEHSt übertragen worden seien. Das tatsächliche Handelsvolumen lasse sich daraus jedoch nicht direkt ablesen, da sich nicht jeder privatwirtschaftliche Handel sofort im Register abbilde.


Europäisches Zentralregister koordinierte rund 130 Millionen Emissionsberechtigungen

Das Emissionshandelsregister der DEHSt ist einem Online-Banking-System vergleichbar. Es bildet den Besitz der Emissionsberechtigungen ab, über die jede der am Emissionshandel teilnehmende Anlage der Energiewirtschaft und der emissionsintensiven Industrie verfügen muss. Das Konto ist unter anderem erforderlich, um die Emissionsberechtigungen jährlich abrechnen zu können. Die Kontoführung kostet einmalig 200 Euro für die gesamte Handelsperiode 2005 - 2007 und deckt alle Kontokosten und Serviceleistungen der DEHSt ab. Die fast 1.150 Anlagenbetreiber führen bei der DEHSt jeweils ein Konto für ca. 1.850 Anlagen, die in Deutschland am Emissionshandel teilnehmen. "Mehr als die Hälfte aller Transaktionen - rund 130 Millionen Emissionsberechtigungen - gingen 2006 von Deutschland in das europäische Ausland oder umgekehrt", erläutert Dr. Hans-Jürgen Nantke, Leiter der Deutschen Emissionshandelsstelle (DEHSt) im UBA. Im Jahr 2005 seien es nur 40 Millionen Emissionsberechtigungen gewesen. Diese Transaktionen koordinierte - elektronisch vernetzt - ein europäisches Zentralregister in Brüssel: Das so genannte Community Independent Transaction Log (CITL) verbindet alle europäischen Emissionshandelsregister. Alle nationalen und europaweiten Transaktionen seien sicher und reibungslos verlaufen, so die DEHSt. Mehr Informationen zum Emissionshandel unter http://www.dehst.de

06.01.2007   Quelle: UBA   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

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Solarbundesliga: Gollhofen, Freiburg und Neckarsulm sind Herbstmeister

Photovoltaikanlage in Gollhofen
Photovoltaikanlage in Gollhofen

Während sich die Fußballstars ihre Winterpause gönnen, haben die Kommunen in der Solarbundesliga zum Jahreswechsel ihre Herbstmeister ermittelt. In der Gesamtwertung gewann die bayerische Gemeinde Gollhofen bei Würzburg mit einem deutlichen Vorsprung vor Rettenbach am Auerberg und Halsbach. Während die Freiburger in der Fußballbundesliga von besseren Zeiten träumen, konnten sie in der Solarbundesliga zulegen: mit 40 Punkten liegt die Breisgaumetropole bei den Großstädten vorn. Ingolstadt folgt mit 37 Punkten vor Fürth mit 34 Punkten.  Ulm, das in den vergangenen Jahren im Lokalderby mit Freiburg häufig ein enges Kopf-an-Kopf-Rennen bot, musste sich zur Herbstmeisterschaft mit dem vierten Platz begnügen. Die Solarbundesliga, die von der Fachzeitschrift Solarthemen und der Deutschen Umwelthilfe ausgerichtet wird, findet immer mehr Freunde: Kurz vor Jahresschluss hat sich mit Bad Homburg die 1000. Kommune angemeldet, berichten die Solarthemen in einer Pressemitteilung.


Neckarsulm erfolgreichste Solar-Mittelstadt

Gollhofen konnte die Führung mit 723 Punkten noch deutlich ausbauen. "Auch in der Solarbundesliga gilt es am Ball zu bleiben. Kommunen, die aktiv sind, holen sich die ersten Tabellenplätze", erklärt Solarthemen-Herausgeber Andreas Witt. Das zeigten auch jetzt wieder einige kleine bayerische Kommunen, die ihre führende Position bei der Nutzung der Solarenergie klar behaupten konnten. In der Kategorie der Kleinstädte mit mindestens 1.000 Einwohnern setzte sich erneut Kastl mit 508 Punkten durch, vor Engelsberg (474 Punkte) und Wildsteig (410 Punkte). Bei der Wertung der Mittelstädte ab 10.000 Einwohnern sicherte sich die baden-württembergische Stadt Neckarsulm mit 114 Punkten den Herbstmeister-Titel in der Solarbundesliga. Sehr knapp war zum Jahreswechsel das Rennen um den zweiten Platz in dieser Größenklasse. Das bayerische Trostberg liegt mit 94 Punkten nur einen Punkt vor dem hessischen Bürstadt.


Solarwärme- und Solarstrom-Sieger aus Rheinland-Pfalz

In der Sonderwertung zur Solarthermie liegt das rheinland-pfälzische Schwerbach mit einer installierten Kollektorfläche von über 1,3 Quadratmetern pro Einwohner vor der bayerischen Gemeinde Schalkham mit fast 1,3 Quadratmetern pro Einwohner. Zum Vergleich: Im Durchschnitt haben die an der Solarbundesliga beteiligten Kommunen rund 0,1 Quadratmeter pro Kopf gemeldet.

In der Solarstrom-Disziplin liegt die rheinland-pfälzische Kommune Heckhuscheid mit 1.185 Watt installierter Leistung je Einwohner vorn. Wiersdorf - ebenfalls Rheinland-Pfalz - folgt mit 987 Watt pro Einwohner vor dem bayerischen Gollhofen mit 984 Watt pro Kopf. Die durchschnittliche Solarstrom-Leistung aller Solarbundesliga-Kommunen liegt bei rund 54 Watt je Einwohner.

In der Ortsteilliga kam das zu Heilbronn gehörende Neuhöflein mit 1.914 Punkten auf den ersten Platz. Hier ist je Einwohner die stolze Solarstromleistung von 4.000 Watt installiert. Das zu Lehrberg zählende Brünst konnte sich mit 1.365 Punkten den zweiten Platz sichern. Knapp dahinter liegt Berolzheim als Stadtteil von Bad Windsheim mit 1.360 Punkten.


Höchste Dichte von Solarwärme- und Solarstromanlagen ausgezeichnet

Veranstalter des Wettbewerbs sind die Fachzeitschrift Solarthemen und die Deutsche Umwelthilfe e.V. (DUH). Die Solarbundesliga wird vom Bundesumweltministerium gefördert. Ausgezeichnet werden die Kommunen mit der höchsten Dichte von Solarwärme- und Solarstromanlagen pro Kopf der Bevölkerung. Die Bewertung erfolgt folgendermaßen: Für drei Watt installierte Solarstromleistung pro Einwohner gibt es einen Punkte. Bei der Solarwärme gibt es für eine Kollektorfläche von 10 cm x 10 cm (Bierdeckelgröße) je Einwohner ebenfalls einen Punkt. "Zusätzlich können sich Kommunen Bonuspunkte verdienen, indem sie sich für eine gleichmäßig starke Entwicklung von Solarwärme und Photovoltaik engagieren", erläutert Witt.


Solar-Wettbewerb für alle Städte und Gemeinden Deutschlands

1.000 deutsche Kommunen mit insgesamt rund 24,8 Millionen Einwohnern beteiligen sich zum Jahreswechsel an der Solarbundesliga. "An der Solarbundesliga können alle Städte und Gemeinden bundesweit teilnehmen. Sie können jederzeit einsteigen. Melden kann jeder, der die Daten seiner Kommune glaubhaft machen kann", so Rainer Baake, Bundesgeschäftsführer der Deutschen Umwelthilfe. Alle Ergebnisse in der Solarbundesliga, einschließlich der Landes- und Kreiswertungen, sind im Internet zu finden unter http://www.solarbundesliga.de. Die Daten werden im zweiwöchentlichen Turnus aktualisiert. Meldeschluss für die Meisterschaft der Saison 2006/2007 ist der 1. Juni 2007.

05.01.2007   Quelle: Deutsche Umwelthilfe, Solarthemen   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Solargemeinde Gollhofen,
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SunTechnics: Matthias Ermer verstärkt Geschäftsleitung für Deutschland, Österreich und die Schweiz

SunTechnics-Engineering-Chef Matthias Ermer
SunTechnics-Engineering-Chef
Matthias Ermer

Matthias Ermer (47) wird für Deutschland, Österreich und die Schweiz (DACH) in die Geschäftsleitung der Hamburger SunTechnics GmbH berufen. Gemeinsam mit Geschäftsleiter Jörg Schreiber wird er ab sofort das operative Geschäft von DACH führen, berichtet das Unternehmen in einer Pressemitteilung. Während Schreiber künftig Vertrieb und Marketing verantwortet, wird Ermer den Engineering-Bereich mit Aufgaben aus Projektentwicklung und -management sowie Planungs- und Qualitätssicherung übernehmen.  Für diese anspruchsvolle Aufgabe ist der in Heidenheim aufgewachsene Schwabe bestens gerüstet: Vor seinem Start bei SunTechnics war er über drei Jahre lang als Leiter des Vertriebsbereichs "Independent Power Plants" bei der Shell Solar GmbH mit der Entwicklung großer netzgekoppelter Solaranlagen betraut und verantwortete zudem im Jahr 2005 den Markteintritt von Shell Solar in Spanien.


Solarkraftwerke mit 5 und 10 MWp realisiert

Unter Ermers Verantwortung wurden beispielsweise die seinerzeit weltgrößten Solarkraftwerke "Leipziger Land" (5 Megawatt Spitzenleistung, MWp) und "Pocking" (10 MWp) realisiert. Schon davor war der gelernte Industriekaufmann als Vertriebsleiter bei Shell und Siemens für die Umsetzung zahlreicher Großprojekte im In- und Ausland verantwortlich. "Mit seiner umfassenden Erfahrung wird Matthias Ermer den Engineering-Bereich von SunTechnics optimal weiterentwickeln und steuern. Gerade Deutschland ist für unser Unternehmen einer der umsatzstärksten Wachstumsmärkte und bietet auch in neuen Technologiefeldern spannende Aufgaben", sagt Martina Petersen, Geschäftsführerin der SunTechnics GmbH. "Wir freuen uns, mit Matthias Ermer an Bord die Realisierung anstehender Projekte und die Entwicklung neuer Komplettlösungen zur nachhaltigen Energieversorgung weiter aktiv voranzutreiben", so Petersen weiter.

05.01.2007   Quelle:   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: SunTechnics GmbH,

 

Weltweit zweitgrößtes Solar-Kraftwerk auf einem Gebäude arbeitet im Kreis Rastatt

Solar-Module soweit das Auge reicht: zweitgrößtes PV-Dach der Welt
Solar-Module soweit das Auge reicht:
zweitgrößtes PV-Dach der Welt

Das Tauberbischofsheimer Unternehmen TAUBER-SOLAR hat 80.000 Quadratmeter Dachflächen mit Solarstrommodulen belegen lassen. Die Photovoltaikanlage befindet sich in der Gemeinde Muggensturm (Kreis Rastatt), direkt an der Autobahn A5 gelegen. Der jährliche Solarstrom-Ertrag entspreche dem Verbrauch von 900 Vier-Personen-Haushalten, berichtet TAUBER-SOLAR in einer Pressemitteilung. Auf den Flachdächern des Logistikunternehmens Hartmann AG im badischen Muggensturm produziert die laut TAUBER SOLAR zweitgrößte auf einem Gebäude installierte Photovoltaikanlage der Welt Strom aus Sonnenlicht.  Die knapp 30.000 Solarstrommodule von Conergy sind aufgeständert auf einer Dachfläche montiert, die so groß ist wie 16 Fußballfelder. Bei einer Spitzenleistung von 3,84 Megawatt (MWp) erwarten die Betreiber einen Jahresstromertrag von 3,5 Millionen Kilowattstunden. Das würde dem Jahresstromverbrauch von über 3.600 Personen entsprechen.


50 Tonnen schwere Wechselrichter-Station, 17 Millionen Euro Gesamtinvestition

Acht Groß-Wechselrichter der SMA Technologie AG aus Niestetal/Kreis Kassel sind in einer doppelstöckigen Betonstation mit 6,8 Metern Höhe und einem Gewicht von über 50 Tonnen neben den Gebäuden untergebracht und wandeln den solaren Gleichstrom in Wechselstrom um, so dass er netzfähig wird und sofort in der Gemeinde Muggensturm vor Ort verbraucht werden kann. Die Kosten dieses solaren Großkraftwerkes belaufen sich laut TAUBER SOLAR auf knapp 17 Millionen Euro. Für die Projektierung war das Ingenieurbüro IBU aus Karlsruhe verantwortlich, die Installation hat die Firma activ solar (Tauberbischofsheim und Friedelsheim/Kreis Bad Dürkheim) vorgenommen, welche die komplette Solarstrom-Anlage auch warten und betreuen wird.


Weltgrößte PV-Anlage auf einem einzigen Dach in Bürstadt

Eine Übersicht aller weltweit installierten Photovoltaik-Großanlagen ab 150 Kilowattpeak gibt es im Internet unter http://www.pvresources.com. Interessierte können sich dort informieren, in welchen Ländern es die größten Freiflächen- und Gebäudeanlagen gibt. Dort ist auch die von TAUBER-SOLAR betriebene weltgrößte Anlage auf einem einzigen Dach verzeichnet, die in Bürstadt/Kreis Heppenheim errichtet wurde. Das Solarkraftwerk "Sonnenfleck" in Bürstadt präsentierte der Solarserver im Mai 2005 als "Solar-Anlage des Monats" unter anlagemai2005.html

05.01.2007   Quelle: TAUBER-SOLAR   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: TAUBER SOLAR,
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Exportinitiative Erneuerbare Energien: GTZ bereitet Pilotmaßnahme im Senegal vor

Das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi) hat die Deutsche Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit GmbH (GTZ) beauftragt, das geschäftliche Engagement deutscher Unternehmen aus der Branche der erneuerbaren Energien im Senegal zu unterstützen. Im Rahmen der Exportinitiative Erneuerbare Energien soll die GTZ deutsche Unternehmen bei der Kontaktanbahnung zu staatlichen Stellen und im Privatsektor sowie bei der Informationsbeschaffung unterstützen, um deren Produkte und Dienstleistungen im Senegal vorzustellen.  Dabei sollen entwicklungspolitischer Nutzen und Entwicklungsmöglichkeiten unternehmerischer Kooperationen zusammengeführt werden. Das Projekt ist als Pilotmaßnahme angelegt und soll beispielhaft erkunden, in welcher Form Institutionen der Entwicklungszusammenarbeit Beiträge im Rahmen der Exportinitiative leisten können.


Deutsche Technologien zur Nutzung erneuerbarer Energien in Entwicklungsländern noch wenig genutzt

Im Rahmen einer Geschäftsreise sollen die Unternehmen durch ein umfangreiches Gesprächs- und Kontaktanbahnungsprogramm einen Einblick in die Situation des Landes und Einsatzmöglichkeiten ihrer Produkte und Dienstleistungen im Senegal bekommen. Deutsche Technologien zur Nutzung erneuerbarer Energien seien technologisch weltweit führend, in Entwicklungsländern jedoch noch unterproportional im Einsatz, betont die GTZ. Mittelfristiges Ziel des Projektes sei, den deutschen Unternehmen eine Beteiligung an Konzessionen zur ländlichen Energieversorgung im Senegal zu ermöglichen.

Solche Engagements deutscher Unternehmen in Entwicklungsländern sind laut GTZ derzeit noch selten, könnten aber aus entwicklungspolitischer Perspektive Beiträge zu einer nachhaltigen Wirtschaftsentwicklung in den Partnerländern voranbringen. Auch aus außenwirtschaftlicher Perspektive sei ein stärkeres weltweites Engagement deutscher Unternehmen mit Energiedienstleistungen erstrebenswert. Sollte dieses Pilotprojekt erfolgreich sein, leiste es einen direkten Beitrag zur weiteren Identifizierung von Synergien zwischen Außenwirtschaftsförderung und Entwicklungspolitik.
Das BMWi setzt mit der Beteiligung der GTZ entwicklungsländerspezifische Akzente im Rahmen der erfolgreichen Exportinitiative Erneuerbare Energien. Die Initiative wurde im Jahr 2002 vom Deutschen Bundestag ins Leben gerufen, das BMWi ist für die politische Umsetzung verantwortlich. Mit der Exportinitiative werden kleine und mittelständische Unternehmen der Erneuerbare-Energien-Branche unterstützt, um ihnen die Erschließung neuer Märkte zu erleichtern.

05.01.2007   Quelle: BMWi   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

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RUB-Bauingenieur erhält Umweltförderpreis für optimale Kopplung von Wind- und Wasserkraft

Dipl.-Ing. Leif-Erik Langhans mit Betreuer Dr. Markus Pahlow
Dipl.-Ing. Leif-Erik Langhans mit Betreuer Dr. Markus Pahlow

Strom aus Windenergie ist eine umweltfreundliche Sache - wenn der Wind nur nicht so wankelmütig wäre. In Zeiten, in denen Windenergieanlagen wenig Strom produzieren, muss der Bedarf bislang in der Regel mit Strom aus herkömmlichen Kraftwerken gedeckt werden. In windigen Phasen wird mitunter zu viel Strom erzeugt, dessen Nutzung problematisch sein kann. Eine Lösung für dieses Problem hat Dipl.-Ing. Leif-Erik Langhans in seiner Diplomarbeit untersucht. Sein Ergebnis: Die optimale Kopplung von Wind- und Wasserkraftwerken könnte die benötigte Ausgleichsleistung durch konventionelle Kraftwerke um bis zu 90 Prozent senken.  Für die Arbeit, die er am Lehrstuhl der Ruhr-Universität Bochum (RUB) für Hydrologie, Wasserwirtschaft und Umwelttechnik angefertigt hat wurde er mit dem Förderpreis "Beiträge des Bauingenieurwesens zur Umwelttechnik" ausgezeichnet. Dr. Markus Pahlow und Prof. Dr. Andreas Schumann betreuten die Arbeit.


Viele Vorteile?

Erneuerbare Energiequellen wie der Wind haben viele Vorteile: Sie wirken sich positiv auf die Umwelt aus, indem sie den Ausstoß von Treibhausgasen senken und so den durch Menschen verursachten Klimawandel mildern. Sie schaffen Arbeitsplätze (130.000 Erwerbstätige in der Windindustrie im Jahr 2004) - und sie verbessern die Wettbewerbsfähigkeit der Wirtschaft (Gesamtumsatz 2004 rund 12 Milliarden Euro). Folgerichtig strebt die Bundesrepublik bis 2020 eine Erhöhung des Anteils erneuerbarer Energien an der Elektrizitätsversorgung auf mindestens 20 Prozent an. Der nächste Schritt für den Ausbau der Windenergienutzung in Deutschland konzentriert sich auf Offshore-Windkraftanlagen auf dem Meer, wo der Wind stärker und gleichmäßiger weht als an Land.

... und ein Haken?

Der Haken am Strom aus Wind sind die Schwankungen der Menge des erzeugten Stroms: Der Wind weht nicht verlässlich, weswegen es notwendig ist, alternative Kraftwerksreserven vorzuhalten, welche die Stabilität der Stromnetze gewährleisten. Um auch hier den Anteil der erneuerbaren Energien zu erhöhen und die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen oder der Atomkraft zu verringern, bieten sich laut Langhans Wasserkraftwerke an. "Vor allem Pumpspeicherkraftwerke sind zu diesem Zweck geeignet, da ein Überangebot elektrischer Energie aus Wind dazu genutzt werden kann, Wasser als Energieträgermedium in ein höher liegendes Becken zu pumpen, dort in Form von potentieller Energie zu speichern und bei einem Energiemangel diese Lageenergie dann über Generatoren in Strom zurückzuwandeln, indem das Wasser wieder in ein tiefer liegendes Becken abgelassen wird", erklärt Leif-Erik Langhans sein Konzept. Er analysierte in seiner Diplomarbeit die Umsetzbarkeit dieser Kopplung von Wind- und Wasserkraft und ihre Auswirkungen angesichts des liberalisierten Strommarktes.


Modellstudie über Pumpspeicherkraftwerke

Kern der Arbeit war eine Modellstudie, für die Langhans bereits entwickelte Ansätze einer Kopplung von Wind und Wasserkraft aus Griechenland, Portugal und Mexiko auf den deutschen Strommarkt übertrug, am Beispiel des neu errichteten Pumpspeicherkraftwerks in Goldisthal/Thüringen (verfügbare Generatorleistung 1.060 MW), und in die er stündliche Windenergiedaten einbezog. Es galt, den ökonomischen Nutzen der gekoppelten Wind- und Wasserkraftanlagen unter Berücksichtigung der realistischen Gegebenheiten zu maximieren. Ziel war eine optimierte Steuerungsstrategie für das Windkraft-Wasserkraft-System zu entwerfen. "Die Modellstudie sollte zeigen, wie der Anteil an erneuerbaren Energien erhöht werden könnte und wie durch effizienteren Einsatz wesentlich mehr konventionelle Kraftwerksreserven wie Kohle, Gas, Öl oder Kernkraft ersetzt werden können", erklärt Langhans.


Ein gutes Team: Wind und Wasser

Langhans zeigte für zwei beispielhafte Wochen - eine mit viel Wind und großen Schwankungen im Winter und eine mit wenig Wind und geringen Schwankungen im Sommer - für die Regelzone der RWE-Transport-Netze Strom GmbH, dass die absolute Leistungsspanne zwischen maximaler und minimaler Abgabeleistung bei Betrachtung des Verbundsystems "Wind und Wasser" gegenüber dem "nur Wind"-Fall um 42,6 Prozent (Winterwoche) bzw. 65,0 Prozent (Sommerwoche) zurückgehen würde. Entsprechend verringert sich die Ausgleichsleistung, die konventionelle Kraftwerke mit ihren CO2-Emissionen und dem Verbrauch von Rohstoffreserven bereitstellen müssten, im Durchschnitt um 78,0 Prozent (Winterwoche) bzw. 91,8 Prozent (Sommerwoche).

05.01.2007   Quelle: Ruhr-Universität Bochum (RUB)   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: RUB,
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Geothermie-Projekt in Neuenburg: keine Erdbebengefahr

Standort für Geothermie-Kraftwerk am Oberrhein
Standort für Geothermie-Kraftwerk am Oberrhein

"Wir stehen weiterhin dahinter", betont Neuenburgs Bürgermeister Joachim Schuster mit Blick auf das in Südbaden geplante Geothermieprojekt. Auch wenn das am 8.12.2006 möglicherweise durch ein Geothermie-Projekt bei Basel ausgelöste Erdbeben ein gewisser Rückschlag für die Erdwärme-Nutzung sei, wolle man das Thema auf keinen Fall ad acta legen, sondern genau hinschauen, was bei den Untersuchungen in Basel herauskommt. Ein direkter Bezug zwischen dem Projekt in Basel und dem in Neuenburg geplanten Geothermie-Kraftwerk besteht nach Auskunft der Verantwortlichen der Stoltenberg Energie GmbH ohnehin nicht. Denn das Verfahren, das die norddeutsche Firma anwende, berge kein Erdbebenrisiko.  In Basel werde mit dem so genannten Hot-Dry-Rock-Verfahren gearbeitet. Dafür, so erklärt Diplomingenieur Iver Schulte von Stoltenberg, müssen mit hohem Wasserdruck Lücken in festes Gestein gesprengt werden, kleinere Beben seien dabei einkalkuliert. Bei der Hydrogeothermie, die in Neuenburg zur Anwendung kommen soll, werde hingegen weniger tief gebohrt und kein zusätzliches Wasser in den Boden gepresst. "Wir wollen ja gerade das fließende Wasser erwischen", erläutert Schulte. Und das finde sich im relativ lockeren Gestein. Erst wenn noch einmal rund 1000 Meter tiefer gebohrt werde, komme man in die festeren Gesteinsschichten, in denen das Hot-Dry-Rock-Verfahren angewendet wird. Negative Rückmeldungen, habe die Stoltenberg Energie GmbH bisher nicht bekommen, bestätigt auch Schultes Kollege, Projektentwickler Robert Doelling: "Das Hot-Dry-Rock-Verfahren ist noch im Forschungsstand, das hat man nicht so unter Kontrolle, deswegen machen wir es nicht", erläutert Doelling.



Obwohl das Neuenburger Projekt von den Problemen in Basel nicht betroffen ist, wird der geplante Ablauf sich laut Stoltenberg Energie GmbH verzögern. Die Projektgesellschaft sei noch nicht gegründet, weitere Gespräche stünden an. Zudem sei es trotz vorliegendem Gutachten nicht einfach, die notwendige Fündigkeitsversicherung abzuschließen, so Doelling. Ohne diese gehe es nicht, da die Bohrungen sehr teuer seien und es keine Garantie gebe, dass man genau dort, wo gebohrt wird, auf genügend Wasser stoße. Und auch die Beschaffung eines geeigneten Bohrgeräts könne bis zu einem Dreivierteljahr in Anspruch nehmen.

05.01.2007   Quelle:   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Stoltenberg Energie GmbH; (openPR),

 

Jahresrückblick 2006: Erneuerbare Energien brechen erneut Rekorde

Erneuerbare Energien decken den Bedarf von 10 Mio. Haushalten
Erneuerbare Energien decken den Bedarf von 10 Mio. Haushalten

2006 war ein Rekordjahr für die Nutzung erneuerbarer Energien in Deutschland, berichtet der Bundesverband Erneuerbare Energie e.V. (BEE) in einem Rückblick auf das vergangene Jahr. Wind, Wasser, Sonne, Bioenergie und Erdwärme hätten ihren Beitrag zur Energieversorgung stärker erhöht als je zuvor. Ihr Anteil am gesamten Endenergieverbrauch von Strom, Wärme und Kraftstoffen sei im vergangenen Jahr auf 7,7 Prozent gewachsen (2005: 6,8 %).  Die Energiebereitstellung aus den unendlich vorhandenen Energieträgern wuchs laut BEE auf über 200 Milliarden Kilowattstunden (2005: 175,7 Mrd. kWh). Das entspreche rechnerisch dem Strom-, Wärme- und Kraftstoffverbrauch von mehr als 10 Millionen Haushalten. Die Stromproduktion aus erneuerbaren Energien stieg laut BEE im Jahr 2006 auf 71,5 Milliarden Kilowattstunden (2005: 64,35 Mrd. kWh). Der Zuwachs innerhalb eines Jahres liege damit deutlich über der jährlichen Stromproduktion beispielsweise des Kernkraftwerkes Brunsbüttel. Der Anteil erneuerbarer Energien am Bruttostromverbrauch betrug 2006 laut BEE 11,6 Prozent (2005: 10,5 %). Hauptträger des Wachstums seien die Windenergie, Biogas und Solarstrom.



5,4 Prozent des deutschen Kraftstoffverbrauchs mit Biosprit gedeckt

Mit einem Wachstumssprung von über 40 Prozent hat der Biokraftstoffeinsatz im letzten Jahr mehr als 3,3 Millionen Tonnen erreicht. Das entspricht einem Anteil am deutschen Kraftstoff-Verbrauch von 5,4 Prozent (2005: 3,6 %). Die EU-Ausbauziele für Deutschland für das Jahr 2010 rücken damit in greifbare Nähe. Sie liegen für den Strom bei 12,5 Prozent und im Kraftstoffsektor bei 5,75 Prozent.


Anteil erneuerbarer Energien am deutschen Wärmeverbrauch mit 6,2 Prozent noch zu gering

Ein leichter Zuwachs bei der Nutzung von Bioenergie, Solarwärme und Erdwärme führte im Jahr 2006 zu einer Wärmeproduktion aus erneuerbaren Energien von 98 Milliarden Kilowattstunden (2005: 89 Mrd. kWh). Das entspricht einem Anteil am steigenden deutschen Wärmeverbrauch von 6,2 Prozent (2005: 5,9 %). Damit bleibe die Wärmeerzeugung aus erneuerbaren Energien deutlich unter ihren Möglichkeiten, betont der BEE. "Nirgendwo sonst lässt sich der Ausstoß von klimaschädigendem CO2 so billig und schnell reduzieren, wie im Wärmebereich. Nicht-Handeln ist hier sträflich. Die Große Koalition muss daher schnellstmöglich die Arbeit an einem Wärmegesetz für Erneuerbare Energien wieder aufnehmen", kommentiert BEE-Präsident Johannes Lackmann.


CO2-Einsparung durch Erneuerbare Energien: 99 Millionen Tonnen

Wasser, Wind, Sonne, Bioenergie und Erdwärme leisten heute den Löwenanteil zur Reduzierung klimaschädlicher CO2-Emissionen. Allein der Zuwachs erneuerbarer Energien in 2006 hat laut BEE zu einer zusätzlichen CO2-Reduktion von über 10 Millionen Tonnen geführt. Der Emissionshandel zwischen 2005 und 2007 hat zum Ziel, die Emissionen in der deutschen Industrie um gerade einmal zwei Millionen Tonnen zu verringern, vergleicht der BEE.


Energieimporte für 4,2 Milliarden Euro eingespart und Umweltschäden in Höhe von 3,2 Milliarden Euro vermieden

Durch die Nutzung erneuerbarer Energien konnten 2006 nach Berechnungen des BEE Importe von Öl, Gas, Kohle und Uran im Wert von 4,2 Milliarden Euro vermieden werden. "Deutschland macht sich mehr und mehr unabhängig von teuren und umweltschädlichen Energieimporten. Erneuerbare Energien sichern damit den Standort Deutschland", sagt BEE-Präsident Lackmann. Gleichzeitig ergebe sich auf Basis einer Studie des Deutschen Zentrums für Luft und Raumfahrt (DLR) und des Fraunhofer Institutes ISI allein durch Strom aus erneuerbaren Energien eine Einsparung externer Kosten für Umweltschäden in Höhe von 3,2 Milliarden Euro. Zudem bewirke die zusätzlich verfügbare Strommenge aus erneuerbaren Energien eine Preisdämpfung auf dem Strommarkt. Laut dem Hamburgischen Weltwirtschaftsarchiv (HWWA) werden schon allein durch diesen Effekt die gesamten Kosten der Förderung von Strom aus erneuerbaren Energien kompensiert. Diese hatten sich im vergangenen Jahr auf etwa 2 Milliarden Euro und damit 300 Millionen Euro weniger als im Vorjahr belaufen.

04.01.2007   Quelle: Bundesverband Erneuerbare Energie e.V.   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: BEE,
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TU Darmstadt präsentiert das Solar-Haus der Zukunft

Solarhaus der TU Darmstadt (Entwurf)
Solarhaus der TU Darmstadt (Entwurf)

Die Technische Universität Darmstadt ist eine von nur zwei europäischen Universitäten, die den Sprung in den internationalen Bauwettbewerb "Solar Decathlon" des U.S.-Energieministeriums geschafft haben. Höhepunkt wird im Herbst 2007 die Präsentation eines in Darmstadt gebauten Solarhauses im Maßstab 1:1 vor dem Weißen Haus in Washington D.C. sein, mit dem das Team der TU gegen neunzehn konkurrierende internationalen Hochschulteams antritt.  Im Rahmen einer Pressekonferenz stellte das Fachgebiet im Dezember 2006 im Deutschen Architekturmuseum Frankfurt den Fahrplan nach Washington vor. Seit dem Frühjahr 2006 bauen 30 Studenten und Lehrende, intensiv am deutschen Wettbewerbsbeitrags, einem Solarhaus der Spitzenklasse, das den extremen Anforderungen des Wettbewerbs gerecht werden muss: Alle zum täglichen Leben notwendige Energie, sogar zum Betrieb eines Elektroautos, muss allein mit der Sonne generiert werden. Ästhetische Architektur, Behaglichkeit und Wohnkomfort sollen hierbei nicht vernachlässigt werden. Außerdem muss das Haus modular aufgebaut sein, damit es im August 2007 zerlegt und per Schiff nach Washington D. C. transportiert werden kann.



High-Tech-Sonnenhaus passt sich den Jahreszeiten an

Um größtmöglichen Komfort bei geringstem Energieverbrauch bieten zu können, steckt jede Menge High-Tech im Entwurf. Das Gebäude ist in Schichten aufgebaut: verschiebbare Holzlammellen sorgen für Schatten und Sichtschutz, eine hoch dämmende transparente und lichtdurchlässige Fassadenschicht fungiert als thermische Hülle. Im inneren des offenen Wohnraums nimmt ein kleiner Kern die Funktionsräume und die senkrecht angeordnete Haustechnik auf. Die Schichtung ermöglicht ein Öffnen, Schließen, Erweitern und Schrumpfen des Wohnraumes entsprechend der Tages- und Jahreszeiten. Die Lamellenhülle erlaubt in Sommernächten eine natürliche Lüftung bei gleichzeitig gewahrter Sicherheit und Privatsphäre der Bewohner. Überhänge im Süden bieten im Sommer Sonnenschutz und ermöglichen einen beschatteten Freisitz. Boden und Decke werden mit Vakuumpanelen hoch gedämmt, Speichermassen in Decken und Wänden sorgen für den Temperaturausgleich. Auch der Einsatz Feuchte regulierender Materialien im Innenraum ist vorgesehen, zum Beispiel von Lehm. Größtmögliche Transparenz der Gebäudehülle sorgt für maximales Tageslicht in den Innenräumen und spart elektrische Beleuchtung.


Solarstrom- und Solarwärmeanlage integriert

Um den hohen Wettbewerbsanforderungen gerecht zu werden, sind neben den genannnten passiven Konzepten auch aktive Systeme notwendig: Die Energie gewinnenden Systeme des Hauses wie Photovoltaik und Solarthermie werden durchweg in die Gebäudehülle integriert und in Szene gesetzt. Ein ausreichender Energiegewinn wurde laut TU mit Simulationen berechnet und bestätigt. Im Bereich der Veranda werden die Solarmodule gleichzeitig als Sonnenschutz genutzt. Eine Plattform im Boden nimmt alle Technologien auf, die gewonnene Energie speichern, verarbeiten und verteilen. Die Hausgeräte werden hinsichtlich ihres Energieverbrauchs optimiert: Restwärme wird zur Energiegewinnung mit eingesetzt. Kühlung, Heizung und Lüftung sollen optimal kombiniert und mit geringst möglichem Energiebedarf betrieben werden.


Solares Bauen als künftiges Arbeitsfeld mittelständischer Unternehmen

Unterstützt wird das Team der TU Darmstadt bei diesem ehrgeizigen Projekt von der Hochschule für Technik in Stuttgart und von den bisher gewonnenen Partnern aus der deutschen Wirtschaft. Die Projektpartner Bosch-BBT, Häussler-Fenster und HOCHTIEF betonten, dass Deutschland derzeit in Wissenschaft und Praxis einen Vorsprung vor anderen Ländern im Bereich des solaren Bauens besitzt, den es auszubauen gelte: "Mit dieser Kooperation unterstreicht HOCHTIEF die große Bedeutung, die der Konzern dem Thema Nachhaltigkeit weltweit beimisst", so Unternehmenssprecherin Anne Kalthoff. Solares Bauen sei in Deutschland besonders für mittelständische Unternehmen ein wichtiges Zukunftsfeld, wie Junior-Chef Mathias Häussler von Häussler- Fenster bestätigt: "Wir fördern das Solar Decathlon Projekt der TU Darmstadt, weil es passend zu unserer Firmenphilosophie (Immer ein Fenster voraus), neue Perspektiven für die Zukunft des energetischen Bauens entwickelt". Der Nutzen für den Verbraucher sei besonders vor dem Hintergrund steigender Rohstoffpreise groß: "Die Verbreitung energieeffizienter Heizsysteme und Warmwasserlösungen schützt die Umwelt und hilft den Verbrauchern ihr Budget zu entlasten, ohne auf behagliches Raumklima verzichten zu müssen. Um diese Entwicklung zu unterstützen, ist vor allem mehr Transparenz erforderlich. Dazu wollen wir mit unserer Unterstützung des Projektes 'Solar Decathlon' einen Beitrag leisten", so Ingo Rappold, von Bosch-BBT.


Aktionen auch in Deutschland geplant

In Ergänzung zur Bauausstellung vor dem Weißen Haus in Washington, zu der 150.000 Besucher erwartet werden, wollen die Projektpartner auch das deutsche Publikum von den Potentialen nachhaltigen Bauens und regenerativer Energieerzeugung informieren. Im Laufe des Jahres 2007 sind deshalb weitere Aktionen geplant, etwa im Rahmen der Initiative "Deutschland -Land der Ideen".

04.01.2007   Quelle: TU Darmstadt   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: TU Darmstadt,
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EUROENERGIE AG: 20 % Strompreissenkung für Geschäftskunden

Pflanzenöl-Kraftwerksfeld in Rendsburg
Pflanzenöl-Kraftwerksfeld in Rendsburg

Das junge Energieversorgungsunternehmen EUROENERGIE AG (Rendsburg) sorgt zum Jahresbeginn für positive Nachrichten am Energieversorgungsmarkt. "Entgegen allen Prognosen ist es gelungen, durch eine ausgewogene Mischung aus Ökostrom und konventionellem Strom einen neuen Business-Tarif zu entwickeln, welcher durchschnittlich 20 % unter den derzeitigen Lieferungsverträgen liegt. Dabei müssen Nichtkunden der EUROENERGIE AG nicht einmal den Stromlieferanten wechseln", so Martin Richard Kristek, Vorstand der EUROENERGIE AG.  Bestehende Lieferverträge würden in das Abrechnungssystem der EUROENERGIE integriert und der neue Business-Tarif werde durch die Schaffung von so genannten Ökostrom-Ausgleichskraftwerken ermöglicht. Dabei handelt es sich um Pflanzenölkraftwerke mit einer Leistung von jeweils rund 300 kW, die in Form eines so genannten Kraftwerksfeldes realisiert werden.



25 % Strom aus erneuerbaren Energiequellen

Neben dem Effekt der Strompreisreduktion hätten Kunden der EUROENERGIE AG auch noch die Gewissheit, gutes für die Umwelt zu tun, denn mindestens 25 % der gelieferten Strommenge werde in den Kraftwerken aus erneuerbaren Energiequellen erzeugt. Einen weiteren Meilenstein in der Energieversorgung stelle jedoch auch die Planungssicherheit dar, denn der 20%-ige Preisnachlass werde für die nächsten 5 Jahre garantiert. "Sowohl energieintensive Betriebe als auch KMU, müssen wieder die Möglichkeit bekommen, langfristig mit dem Rohstoff Strom kalkulieren zu können", so Martin Richard Kristek.
Das Rendsburger Energieversorgungsunternehmen EUROENERGIE AG betreibt nach eigenen Angaben im Jahr 2007 an vier Standorten in Deutschland so genannte Ökostrom-Ausgleichskraftwerke. Neben dem kompletten Unterhalt dieser Kraftwerke, wie Service, Treibstoffbelieferung und Bereitstellung der notwendigen Grundflächen, produziert das Unternehmen solche Pflanzenölkraftwerke am Standort Rendsburg.

04.01.2007   Quelle: EUROENERGIE AG; pts   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: EUROENERGIE AG,

 

Energieeinsparverordnung: Deutscher Mieterbund plädiert für den bedarfsorientierten Energieausweis

Der Deutsche Mieterbund hält die im Entwurf der Energieeinsparverordnung (EnEV) bis zum 1. Januar 2008 vorgesehene Wahlmöglichkeit zwischen einem Energie-Bedarfsausweis und einem Energie-Verbrauchsausweis für Gebäude für falsch. "Wir fordern die Einführung eines einheitlichen bedarfsorientierten Energieausweises. Nur die Bedarfsberechnung gewährleistet ein für alle Gebäudetypen einheitliches qualitatives Berechnungsverfahren", erklärte der Direktor des Deutschen Mieterbundes (DMB), Dr. Franz-Georg Rips, bei einer Verbändeanhörung zur Energieeinsparverordnung im Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung.  Rips begrüßte, dass der Entwurf der Energieeinsparverordnung vorgelegt wurde und damit auch der Energieausweis eingeführt werde. Er warnte aber vor "falschen Kompromissen", nicht sinnvollen Wahlmöglichkeiten und den Gefahren, dass in Deutschland ein "Flickenteppich von Gebäudeausweisen" entstehe.


Wichtige Orientierungshilfe für die Mieter

"Die Vielzahl von Optionen für Neubau, Ausbau, Wohnungsbestand, Gebäude mit bis zu vier und mehr als vier Wohnungen, vor und nach 1977 gebaut, wird eine beispiellose Verwirrung stiften. Wir lehnen einen verbrauchsorientierten Energieausweis ab. Der Energieausweis muss die energetische Qualität des Gebäudes und der Anlagentechnik beschreiben, nicht das Nutzerverhalten im Haus", so Rips. "Mit dem Energieausweis soll faktisch eine Zertifizierung des energetischen Zustandes der Immobilie vorgenommen werden. Mit der Transparenz über den Energiebedarf des Gebäudes wird Mietern und Käufern von Immobilien eine wichtige Orientierungshilfe an die Hand gegeben", sagte der Mieterbund-Direktor. "Echte Vergleichbarkeit setzt aber voraus, dass die Ergebnisse des Ausweises leicht darstellbar und kommunizierbar sind. Deshalb fordern wir die Festlegung auf das bereits etablierte EU-Energieeffizienzlabel (Treppenlabel), das eine Einteilung in Energieklassen ermöglicht", so Rips weiter.


Energieausweis soll im Gebäude aushängen

Wer den Energieausweis als Informationsquelle ernst nehme, müsse auch dafür sorgen, dass sein Inhalt allen Beteiligten zugänglich gemacht wird. Der Deutsche Mieterbund erwarte deshalb, dass ab einer bestimmten Größenordnung auch eine Verpflichtung in die Verordnung aufgenommen wird, den Energieausweis im Gebäude auszuhängen. So könnten alle Bewohner des Hauses über den Inhalt des Energieausweises problemlos informiert werden.


Wahlfreiheit zwischen verbrauchs- oder bedarfsorientiertem Energiepass vorgesehen

Im Entwurf der EnEV ist vorgesehen, dass Eigentümer und Vermieter verpflichtet sind, im Falle des Verkaufs oder der Vermietung Kauf- und Mietinteressenten einen Energieausweis zugänglich zu machen. Eigentümer und Vermieter von Wohngebäuden mit mehr als vier Wohneinheiten sollen wählen können, ob sie den Energieausweis auf der Grundlage des errechneten Energiebedarfs oder des tatsächlichen Energieverbrauchs einsetzen. Das Gleiche gilt für Wohngebäude mit bis zu vier Wohnungen, die entsprechend dem Standard der 1977 erlassenen Wärmeschutzverordnung errichtet oder später auf diesen Standard gebracht wurden. Staatliche Fördermittel sollen laut EnEV-Entwurf nur noch gewährt werden, wenn ein bedarfsorientierter Energiepass vorliegt. Nur für Wohngebäude aus der Zeit vor der Wärmeschutzverordnung von 1977, die dieses Qualitätsniveau nicht erreichen, soll ab dem 1. Januar 2008 der Bedarfsausweis verbindlich gemacht werden. Übergangsweise soll die Wahlfreiheit zwischen Energieausweisen auf Bedarfs- und auf Verbrauchsgrundlage vor dem 1. Januar 2008 uneingeschränkt gelten.

04.01.2007   Quelle: Deutscher Mieterbund; openPR   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

 

Aktienindex RENIXX World schließt Börsenjahr 2006 mit plus 42,2 Prozent

Der weltweite Aktienindex für erneuerbare Energien RENIXX (Renewable Energy Industrial Index) World umfasst seit dem 02. Januar 2007 insgesamt 20 statt bislang 15 Unternehmen, die sich mit der Nutzung erneuerbarer Energiequellen beschäftigen. Das Jahr 2006 hat das Börsenbarometer mit einem Anstieg um 42,2 Prozent auf 925,61 Punkte beendet. Wie das Internationale Wirtschaftsforum Regenerative Energien (IWR) in Münster mitteilte, sind neben dem Windkraftanlagen-Hersteller REpower Systems AG und dem Biotreibstoff-Anbieter Verbio Vereinigte BioEnergie AG aus Deutschland nun auch die amerikanischen Photovoltaik-Unternehmen First Solar und SunPower gelistet.  Mit der amerikanischen Ormat Technologies ist erstmals der Geothermie-Sektor vertreten. "Die gestiegene Börsenkapitalisierung der Unternehmen ermöglicht die Erweiterung der Basis im RENIXX World", erläutert IWR-Direktor Dr. Norbert Allnoch. Die gesamte Marktkapitalisierung aller im RENIXX World enthaltenen Unternehmen erreiche aktuell 39,5 Milliarden Euro. Die für die Indexberechnung maßgebliche "Free Float-"Marktkapitalisierung beträgt laut IWR insgesamt 19,8 Milliarden Euro.

Im RENIXX World ab 02.01.2007 vertretene Unternehmen:

1. Vestas Wind Systems A/S, [Windenergie, Dänemark]
2. Gamesa Corp. Tecnologica S.A. [Windenergie, Spanien]
3. Suntech Power, [Solarenergie, China]
4. Q-Cells, [Solarenergie, Deutschland]
5. SolarWorld AG, [Solarenergie, Deutschland]
6. Renewable Energy Corporation, [Solarenergie, Norwegen]
7. First Solar LLC, [Solarenergie, USA]
8. Energy Conversion Devices, [Solarenergie, Brennstoffzellen, USA]
9. Conergy AG, [Solarenergie, Deutschland]
10. Nordex AG, [Windenergie, Deutschland]
11. VeraSun Energy, [Biotreibstoffe, USA]
12. Pacific Ethanol Inc., [Biotreibstoffe, USA]
13. Evergreen Solar, [Solarenergie, USA]
14. Canadian Hydro Developers, [Wasserkraft, Kanada]
15. Ballard Power, [Brennstoffzellen, Kanada]
16. REpower Systems AG, [Windenergie, Deutschland]
17. SunPower Corp., [Solarenergie, USA]
18. Verbio Vereinigte BioEnergie AG, [Biotreibstoffe, Deutschland]
19. FuelCell Energy Inc., [Brennstoffzellen, USA]
20. Ormat Technologies Inc., [Geothermie, USA]

Weitere Informationen zum RENIXX ®, zur Gewichtung und zum aktuellen Kursverlauf unter http://www.iwr.de/renixx

03.01.2007   Quelle: Internationales Wirtschaftsforum Regenerative Energien (IWR)   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

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Durchschnittserlös für Strom in fünf Jahren um ein Drittel gestiegen

Wie das Statistische Bundesamt mitteilt, lag im Jahr 2005 der so genannte vorläufige Grenzpreis für Strom bei 9,75 Cent je Kilowattstunde. Das seien 31,2 % mehr als im Jahr 2000. Der Grenzpreis ist gesetzlich definiert als Durchschnittserlös je Kilowattstunde aus den Lieferungen von Strom an alle Letztverbraucher. 
Private Haushalte zahlten 2005 fast 31 % mehr als im Jahr 2000

Der Anstieg habe sich für die jeweiligen Endverbraucher uneinheitlich entwickelt, so das Statistische Bundesamt: Der Durchschnittserlös aus der Stromabgabe an die privaten Haushalte belief sich 2005 auf 14,74 Cent pro Kilowattstunde. Das sei ein Plus von 30,6 % gegenüber 2000. Bei der Strom-Abgabe an die Sondervertragskunden erlösten die Versorgungsunternehmen laut Statistischem Bundesamt im Jahr 2005 im Durchschnitt 7,21 Cent pro Kilowattstunde, 41% mehr als im Jahr 2000.

Der Durchschnittserlös oder Grenzpreis wird ohne Mehrwertsteuer und ohne rückwirkende Stromsteuerrückerstattungen ausgewiesen, enthält jedoch die Netznutzungsentgelte, die Stromsteuer, die Konzessionsabgaben sowie Ausgleichsabgaben nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) und dem Kraft-Wärme-Kopplungs-Gesetz (KWK-Gesetz). Letztverbraucher sind Tarifkunden und Verbraucher mit besonderen Abnahmekonditionen (so genannte Sondervertragskunden).

03.01.2007   Quelle: Statistisches Bundesamt   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

 

Baubeginn für zweites Parabolrinnen-Kraftwerk in Europa Anfang 2007 geplant

Am 27.12.2006 wurden in Madrid die Finanzierungsverträge für Andasol 2, das zweite europäische solarthermische Parabolrinnen-Kraftwerk, mit den Banken unterzeichnet. Das berichtet die Solar Millennium AG (Erlangen) in einer Pressemitteilung. Der Bau des Großkraftwerks mit einer elektrischen Leistung von 50 Megawatt (MW) soll in den nächsten Wochen beginnen. Andasol 2 befindet sich in der südspanischen Provinz Granada in unmittelbarer Nachbarschaft zum Schwesterprojekt Andasol 1, das sich bereits seit Juni 2006 im Bau befinde.  Nach einer Bauzeit von zwei Jahren soll auch Andasol 2 rund 200.000 Menschen mit umweltfreundlichem Strom versorgen. Partner für das 300 Millionen-Euro-Projekt sei mit der ACS/Cobra-Gruppe der größte Baukonzern Spaniens, der bereits im Jahr 2005 75 Prozent der Anteile an der zugehörigen Projektgesellschaft von der Solar Millennium AG erworben habe. Die Solar Millennium AG halte weiterhin 25 Prozent der Anteile.


Solarkollektoren auf einer Fläche von über 510.000 Quadratmetern

Mit der Finanzierungszusage werde auch der Generalunternehmer beauftragt, das solarthermische Großkraftwerk zu errichten, so die Solar Millennium AG. Zugleich erhalte die Solar Millennium AG eine Vergütung für die erfolgreiche Projektentwicklung. Die Flagsol GmbH, Technologietochter der Solar Millennium AG, übernimmt für Andasol 2 im Auftrag des Generalunternehmers die Planung, Auslegung und Bauüberwachung des Solarfeldes, für das Solarkollektoren mit einer Fläche von über 510.000 Quadratmetern errichtet werden sollen, was einer Größe von rund 70 Fußballfeldern entspricht.


Stromlieferung auch nach Sonnenuntergang, Beitrag zur Netzstabilität

Anders als die Photovoltaik, die elektrische Energie mit Hilfe von Solarzellen direkt aus Sonnenlicht gewinnt, erzeugen solarthermische Kraftwerke Strom aus der Wärmeenergie der aufgefangenen Sonnenstrahlung. Zusätzlich soll Andasol 2 über Wärmespeicher verfügen, die auch nach Sonnenuntergang eine planbare Bereitstellung von Strom in das spanische Hochspannungsnetz ermöglichen, so dass die Netzstabilität durch die Einspeisung von Solarstrom erhöht werde. Christian Beltle, Vorstandsvorsitzender der Solar Millennium AG äußerte sich erfreut über den erfolgreichen Abschluss der Finanzierungsverhandlungen: "Wir sind froh, in diesem Kalenderjahr bereits die zweite Finanzierungszusage von Banken für die Realisierung eines 300 Millionen-Euro-Projektes zu erhalten. Das große Vertrauen der Behörden, Investoren und Banken in die Technologie solarthermischer Kraftwerke ermutigt uns, unsere Geschäftstätigkeit zielstrebig weiter auszubauen."

Am selben Standort in Andalusien plane die Solar Millennium AG den Bau von mindestens einem weiteren Kraftwerk. Das dritte Projekt soll zusammen mit der NEO Energía realisiert werden, einem Tochterunternehmen der Energias de Portugal S.A. (EDP). Weitere Projekte würden an anderen Standorten in Spanien in vorbereitet. Diese sollen ebenfalls in Zusammenarbeit mit spanischen Großunternehmen errichtet werden.

03.01.2007   Quelle: Solar Millennium AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

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WKN AG verkauft Windparks in Polen, Spanien und Italien

Ende 2006 hat die WKN Windkraft Nord AG die Rechte an mehreren internationalen Windparks verkauft, berichtet das Unternehmen in einer Pressemitteilung. Investor sei die dänische EuroTrust A/S. Insgesamt umfassen die Projektrechte laut WKN 245 Megawatt (MW) zu installierende Windkraft-Leistung. Die einzelnen von WKN entwickelten Vorhaben befinden sich in Spanien, Polen und Italien. In der spanischen Region Andalusien soll der Windpark "Cortijo de Guerra" mit insgesamt 41 Megawatt gebaut werden. Zur gleichen Zeit sollen in Polen (Ostpommern) 51 Megawatt im Windpark "Karcino" errichtet werden. Beide Projekte seien vollständig genehmigt, so die WKN.  Die Inbetriebnahme der Parks sei bis Ende 2007 vorgesehen. Zwei Projekte auf Sizilien befänden sich derzeit in der Abschlussphase ihrer Entwicklung. Die Fertigstellung dieser Windparks ist für 2008 und 2009 geplant.

"Das Jahr 2006 war für WKN AG außerordentlich erfolgreich und findet mit dem Verkauf der vier Projekte nun einen eindrucksvollen Abschluss", sagte Martinus Scherweit, Vorstand der WKN AG, zur Unterzeichnung der Verträge: Udo Follrichs, Prokurist der WKN AG ergänzt: "Erneut zeigt sich, dass wir den richtigen Weg auf dem internationalen Parkett eingeschlagen sind. Weltweit tätige Konzerne sind an unseren professionell entwickelten Projekten sehr interessiert."

Bo Kristensen, Chief Executive Officer (CEO) der EuroTrust, bewertet den Kauf der WKN-Projekte für seine Unternehmensgruppe wie folgt: "Der Einstieg auf dem spanischen Markt ist ein bedeutender Schritt für EuroTrust, da Spanien nicht nur solide Windverhältnisse vorweisen kann, sondern gleichzeitig auch einen erhöhten Energiebedarf hat. Polen ist aus unserer Sicht mit seiner attraktiven Nordküste und dem etablierten Handel von Grünen Zertifikaten innerhalb Osteuropas der Markt mit den größten Ertragsaussichten. Und nicht zuletzt freuen wir uns natürlich, unsere Aktivitäten in Italien auszuweiten, wo wir bereits ein erstes Projekt in Betrieb genommen haben."

03.01.2007   Quelle: WKN Windkraft Nord AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

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Neue Biogasanlage in der Pfalz erzeugt jährlich über vier Millionen kWh grünen Strom

Fermenter der Biogasanlage in Bischheim
Fermenter der Biogasanlage in Bischheim

Die juwi GmbH aus Mainz hat am 29. 12. 2006. eine Biogasanlage in Bischheim im Donnersbergkreis (Pfalz) in Betrieb genommen. Die Anlage hat eine elektrische Leistung von 500 Kilowatt (kW) und eine Wärmeleistung von 600 kW. Mit der Anlage in Bischheim hat die juwi-Gruppe aus Mainz/Bolanden bereits ihr drittes Bioenergie-Projekt umgesetzt, berichtet das Unternehmen in einer Pressemitteilung.  Zwei weitere von juwi projektierte Biogasanlagen arbeiten bereits in der Nähe von Limburg sowie in der Morbacher Energielandschaft im Hunsrück. Mehrere Landwirte aus der Region sollen den Biogasreaktor in Bischheim jedes Jahr mit rund 10.000 Tonnen Mais- und Ganzpflanzensilage beliefern. Dieser nachwachsende Rohstoff werde in direkter Umgebung des Anlagenstandortes angebaut, betont juwi. Das im Fermenter nach der Vergärung anfallende Biogas wird anschließend in einem Blockheizkraftwerk (BHKW) in Strom und Wärme umgewandelt.


Strom wird in das Netz eingespeist, Wärme zur Malzproduktion genutzt

Der in dem BHKW erzeugte Strom - jährlich über vier Millionen Kilowattstunden - wird in das örtliche Stromnetz eingespeist und nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) mit rund 16 Cent pro Kilowattstunde vergütet. Betrieben wird die Biogasanlage von einer privaten Betreibergesellschaft der beteiligten Landwirte. Auch die Abwärme der Biogasanlage wird genutzt: Zum einen deckt die Biogasanlage ihren Eigenbedarf an Prozesswärme, zum anderen werden rund drei Millionen Kilowattstunden in einer benachtbarten Kupfermühle bei der Herstellung von Malz genutzt. Dazu sei ein entsprechendes Nahwärmenetz zwischen der Biogasanlage und der Kupfermühle verlegt worden, über das auch ein Wohnhaus mit Wärme versorgt wird, berichtet die juwi GmbH. Das Unternehmen setze damit auf die weitere Diversifizierung in der umweltfreundlichen Energieversorgung. "Biogasanlagen bieten die Möglichkeit, rund um die Uhr eine sehr saubere Energieversorgung zu gewährleisten und sind somit eine ideale Ergänzung zu den Energiequellen Wind und Sonne", begründet juwi-Geschäftsführer Matthias Willenbacher den Einstieg in das Biogasgeschäft.


Pellets-Produktion in Morbach

Neben dem Geschäftsfeld Biogas setzt juwi bei der Bioenergie vor allem auf die Nutzung von Holz: In Morbach entstehe derzeit eine Fabrik zur Herstellung von Holzpellets, die im Frühjahr 2007 in Betrieb gehen soll. Außerdem plant das Mainzer Unternehmen den Bau von Holzvergasungsanlagen zur Gewinnung von Strom und Wärme.

03.01.2007   Quelle: Juwi GmbH   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: juwi GmbH,
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Erneuerbare-Energien-Gesetz: Stromintensive Unternehmen sollen von Energiekosten entlastet werden

Unternehmen, die aus technischen Gründen besonders viel Strom verbrauchen, sollen im Jahr 2007 erneut von Energiekosten im Rahmen des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) entlastet werden, beispielsweise Aluminiumhütten oder Betreiber von Straßenbahnen. Das berichtet das Bundesumweltministerium (BMU) in einer Pressemitteilung. Begünstigt seien 330 Firmen des produzierenden Gewerbes und 42 Bahnunternehmen. Das Gesamtvolumen ihrer Entlastung beträgt laut BMU im Jahr 2007 etwa 365 Millionen Euro.  Nach dem EEG werden die Kosten für den Ausbau erneuerbarer Energien auf die Stromverbraucher umgelegt. Um Nachteile auch im internationalen Wettbewerb zu vermeiden, gelten für besonders stromintensive Unternehmen Sonderregelungen. Im Auftrag des Bundesumweltministeriums habe das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) Ende Dezember 2006 über die Anträge nach der so genannten Besonderen Ausgleichsregelung des EEG entschieden und zum Jahreswechsel entsprechende Bescheide versandt.


Besonders stromintensive Unternehmen zahlen nur ein Zehntel der regulären EEG-Umlage

Durch eine zum 1. Dezember 2006 in Kraft getretene Änderung des EEG falle die Entlastung deutlich höher aus als bisher, betont das BMU. So betrage die so genannte EEG-Umlage der besonders stromintensiven Unternehmen künftig nur noch 0,05 Cent pro Kilowattstunde, das sei weniger als ein Zehntel ihrer regulären Höhe. Dies dürfte 2007 zu einer Gesamtentlastung von mindestens 365 Millionen Euro führen, erwartet das BMU. Davon sollen rund 345 Millionen auf das produzierende Gewerbe entfallen. Die rückwirkende Anwendung der Neuregelung vom 1. Januar 2006 an habe für die begünstigten Unternehmen zusätzlich einen Wert von etwa 80 Millionen Euro.


Neue Zuständigkeiten für die Bundesnetzagentur

Parallel zur Ausweitung der Besonderen Ausgleichsregelung habe die Änderung des EEG der Bundesnetzagentur neue Zuständigkeiten übertragen. So soll künftig sichergestellt werden, dass Unternehmen und privaten Stromverbrauchern keine höheren Kosten für Strom aus erneuerbaren Energien in Rechnung gestellt werden, als tatsächlich entstehen. Darüber hinaus erarbeite die Bundesregierung derzeit ein Paket von Maßnahmen, durch das der Wettbewerb auf den deutschen Strommärkten verbessert und eine wettbewerbswidrige Preissetzung verhindert werden sollen.

Hintergrundinformationen zur Funktion des Paragraphen 16 des EEG sowie eine erste, vorläufige Auswertung des Bescheidverfahrens für 2007 gibt es im Internet als PDF-Dokument unter http://www.erneuerbare-energien.de/files/pdfs/allgemein/application/pdf/info_anwendung_eeg_061229.pdf

02.01.2007   Quelle: BMU   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

 

Christlicher Solarstrom als "Neujahrskracher"

Solarstrom vom Kirchendach in Schönau
Solarstrom vom Kirchendach in Schönau

"Wenn wir nicht sofort handeln, werden durch die globale Erwärmung binnen weniger Jahre in den Alpen die Gletscher verschwinden und zirka um das Jahr 2055 der Nordpol und Grönland eisfrei sein", warnen im Bundesverband Christliche Demokraten gegen Atomkraft (CDAK/Mainz) organisierte atomkritische CDU/CSU-Mitglieder. Klimawandel und Schweiß treibende, trockenheiße Sommer würden fossil und nuklear erzeugt, heißt es in einer Pressemitteilung der CDAK und der Elektrizitätswerke Schönau (EWS). Drei Viertel der deutschen Stromproduktion würden eine konkrete Gefahr für die Zukunft darstellen. Die Mitglieder der Union im Bundesverband Christliche Demokraten gegen Atomkraft wollen zeigen, dass mit dem Abschied von der Atomkraft kein Verzicht verbunden ist, sondern vielmehr ein Gewinn an Lebensqualität.  Sie stellen ihr "Persönliches Ausstiegsprogramm für Jedermann" unter das Motto "Abschalten & genießen". Der Jahreswechsel sei die beste Zeit, mit guten Vorsätzen zum Ökostromanbieter zu wechseln und zum Beispiel über die "listig-sanften Stromrebellen" aus Schönau christlichen Ökostrom vom Solar-Kirchendach zu beziehen.



"Atomstrom-Stop auf ärztlichen Rat"

Dass Ökostrom äußerst gesund sei, begründet Dr. Michael Sladek: "Statt sich über politische Bedenkenträger und Bremser zu ärgern, ist es viel gesünder, den Atomstrom-Ausstieg selbst in die Hand zunehmen - Abschalten und genießen eben". Atomstrom-Stop sozusagen auf ärztlichen Rat. Schließlich ist Dr. med. Michael Sladek im Hauptberuf praktischer Arzt. Dr. Sladek gilt als geistiger Mentor der "Stromrebellen", welche das Unternehmen "Elektrizitätswerke Schönau (EWS)" betreiben. Die Atomkraftgegner in der CDU könnten aus eigener Erfahrung bestätigen, dass von den Stromrebellen gelieferter Schönauer Strom ein ökologisch absolut einwandfreies Produkt sei, so Dr. Sladek. Damit hätten die Schönauer den 1. Platz im bundesweiten Vergleich der Ökostromanbieter beim Bund der Energieverbraucher (gemeinnützige und bundesweit tätige Verbraucherorganisation) erreicht und seien Testsieger geworden. 194 Kirchengemeinden und weitere kirchliche Einrichtungen zählten zu den Kunden der EWS, beispielsweise fast alle Schulen der Erzdiözese Freiburg.


Die EWS liefern sogar Strom von einem Solar-Kirchendach in Schönau. Dank ihrer Spitzenposition und weit reichender Vorteile könne "christlicher Ökostrom" vom Solar-Kirchendach rasch zum echten "Neujahrskracher" werden, so EWS und CDAK. Das "wunderbare Feuerwerk des persönlichen Atomausstiegs" leuchte täglich: immer, wenn der Lichtschalter angeknipst werde und sauberer Ökostrom durch die Adern der Stromleitung fließe, werde an die "rücksichtslos brutalen Produzenten von Gefahrstrom" die Botschaft transportiert: "Ihr kriegt nix mehr - von mir gibt's kein Geld". Zu den Stromrebellen zu wechseln sei kinderleicht: Vertrag ausfüllen und abschicken. Alles andere erledige der neue Ökostromanbieter. Er kündige den Vertrag mit dem alten Stromlieferanten, Wechselgebühren entstünden keine.

02.01.2007   Quelle: Elektrizitätswerke Schönau GmbH   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: EWS,
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15.000 Megawatt: Neuer Weltrekord beim Neubau von Windenergieanlagen

Neuer Windenergie-Weltrekord im Jahr 2006
Neuer Windenergie-Weltrekord im Jahr 2006

Im Jahr 2006 wurden nach ersten Schätzungen des Bundesverbandes WindEnergie (BWE) weltweit Windenergieanlagen mit einer Leistung von rund 15.000 Megawatt (MW) neu aufgebaut. Dies entspreche der Kapazität von etwa fünfzehn Großkraftwerken und sei eine neue Höchstleistung. 2005 wurden laut BWE neue Windkraftanlagen mit einer Leistung von 11.800 MW gebaut. Spitzenreiter sind abermals die USA mit einem geschätzten Zubau von 2.700 MW. Für die Jahre 2007 und 2008 wird nochmals von deutlichen Steigerungen ausgegangen, nachdem der US-Kongress im Dezember 2006 die bundesstaatliche Förderung – den so genannten Production Tax Credit (PTC) – bis Ende 2008 verlängert hat.  Insgesamt steige damit die weltweit installierte Kapazität auf nahezu 75.000 MW. Die Anlagen können laut BWE rund 180 Milliarden Kilowattstunden (kWh) produzieren, das entspreche mehr als einem Prozent des weltweiten Strombedarfs. In den letzten fünf Jahren habe die durchschnittliche Wachstumsrate der installierten Kapazität 25 Prozent betragen. Das entspreche einer Verdoppelung alle drei Jahre.


Bis 2020 könnte Windkraft rund zwölf Prozent des globalen Strombedarfs decken

"Aufgrund der steigenden Weltmarktpreise für Brennstoffe und der zunehmenden Bereitschaft der Staaten, wirksame Maßnahmen gegen den Klimawandel zu ergreifen, rechnen wir mit einem Anhalten dieser hohen Wachstumsraten", sagt BWE-Präsident Peter Ahmels. Beispielweise habe sich Frankreich 2006 in seinem mehrjährigen Investitionsplan (PPI) für den Stromsektor ein Ziel von 17.000 Megawatt Windkraftleistung bis 2015 gesetzt. Auch die Schwellenländer setzten sich immer ehrgeizigere Ziele für den Ausbau der Windkraft. China wolle bis 2020 mindestens 30.000 MW Windkraftkapazität installieren. Indien sei seit Jahren der drittgrößte Windmarkt der Welt. Bis 2020 könne die Windkraftkapazität weltweit auf 1.250.000 MW steigen und mit rund 3.000 Milliarden Kilowattstunden rund zwölf Prozent des bis dahin prognostizierten Strombedarfs decken. Damit würde Windenergie mehr zum globalen Strombedarf beitragen als die Wasserkraft oder die Kernenergie, so der BWE.


Weltmarkt für Windenergieanlagen nähert sich der 15 Milliarden Euro-Marke

"Windenergie ist die weltweit am schnellsten wachsende, unerschöpfliche und CO2-freie Energieform. Dies und die technologisch führende Stellung der einheimischen Windindustrie bieten hervorragende Export-Chancen für Deutschland", betont der BWE-Präsident. Der Weltmarkt für Windenergieanlagen nähere sich 2006 der Marke von 15 Milliarden Euro (2005: 10,6 Mrd. Euro). Dazu kämen Investitionen in die Infrastruktur wie etwa Netzanschlüsse. Die Position der deutschen Windindustrie sei Spitze: Der Anteil der deutschen Windenergieanlagen-Hersteller und Zulieferer an allen weltweit im Jahr 2005 produzierten Anlagen und Komponenten lag laut Ahmels mit vier Milliarden Euro bei rund 38 Prozent, die Exportrate habe 71 Prozent betragen. Ahmels: "Für 2006 erwarten wir eine weitere Steigerung der Umsätze aus dem Export, mit entsprechend positiven Wirkungen für den deutschen Arbeitsmarkt. Voraussetzung dafür ist aber auch ein stabiler Heimatmarkt." Inzwischen sind laut BWE 70.000 Menschen mit der Herstellung und dem Betrieb von Windenergieanlagen in Deutschland beschäftigt.

02.01.2007   Quelle: Bundesverband WindEnergie e.V.   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: BMU,

 

Altbauten mit der Sonne heizen: Solarwärme wichtig bei der Gebäudesanierung

Zweifamilienhaus mit 92m² Kollektorfläche
Zweifamilienhaus mit 92m² Kollektorfläche

Eine sinnvolle energetische Sanierung kann den Energiebedarf eines Hauses deutlich senken. Alte Wohnhäuser können problemlos so saniert werden, dass sie den Energieverbrauchsstandard eines Neubaus entsprechen, oder noch besser werden. Das berichtet die Initiative Solarwärme Plus in einer Pressemitteilung. Heizkosteneinsparungen von bis zu 70 Prozent und mehr seien möglich. Bei solchen Sanierungen sollte eine Solarwärmeanlage immer dabei sein.  88 Prozent des Energieverbrauchs privater Haushalte entfallen auf Heizung und warmes Wasser. In älteren, nicht sanierten Häusern wird Heizenergie oftmals verschwendet: Alte Heizungen arbeiten viel ineffizienter als neue. Das heißt, sie verbrauchen deutlich mehr Brennstoff, um die gleiche Wärme bereitstellen zu können. Zudem entweicht Wärme häufig durch unzureichend gedämmte Wände, Fenster, Dach- und Kellerräume. Ein sinnvolles Sanierungskonzept beseitigt genau diese Schwachstellen und führt zu erheblichen Energieeinsparungen.



Erst dämmen, dann solar heizen

Das rechnet die Initiative Solarwärme Plus am Beispiel eines typischen Einfamilienhauses aus dem Jahr 1970 vor: Das Gebäude hat eine Wohnfläche von 150 Quadratmetern, die von vier Personen genutzt wird. Vor der Sanierung betragen die Heizkosten etwa 2.800 Euro pro Jahr. Nach einer Sanierung gemäß Neubaustandard sind es nur noch zirca 900 Euro pro Jahr. Die Sanierung umfasst die Dämmung der obersten Geschossdecke, der Kellerdecke, der Außenwände und Rohrleitungen sowie den Einbau von Wärmeschutzfenstern und einer modernen Heizung mit Solarwärmeanlage. Die Kosten in Höhe von etwa 45.000 Euro können über einen zinsgünstigen Kredit der KfW Förderbank finanziert werden. Eine sinnvolle Sanierung sorgt zunächst dafür, dass der Heizenergiebedarf durch eine gute Gebäudedämmung verringert wird. In einem zweiten Schritt deckt eine moderne Heizungsanlage den verbleibenden Energiebedarf. Hier kommt in den meisten Sanierungsfällen eine Solarwärmeanlage zum Einsatz. Erzeugt die Anlage solare Wärme für warmes Wasser und die Raumheizung, kann sie in einem gut gedämmten Haus bis zu 25 Prozent der insgesamt benötigten Heizenergie liefern.

02.01.2007   Quelle: Initiative Solarwärme Plus   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: O.Ö. Energiesparverband,
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Greenpeace mahnt "Klima der Gerechtigkeit" an

Für Greenpeace steht der Klimaschutz im Jahr 2007 im Mittelpunkt der internationalen Umweltarbeit. Das Jahr 2006 sei wieder ein Jahr der Klimaextreme gewesen. In Deutschland sorgten ein erneutes Jahrhunderthochwasser an der Elbe und ein Hitzehoch im Juli für enorme Schäden. Noch nie sei es im Herbst so warm gewesen wie 2006, betont Greenpeace. Besorgniserregend sei die Kette von Taifunen in Asien, die über tausend Menschen in den Tod rissen. Die erwarteten Hurrikane im Golf von Mexiko seien dagegen ausgeblieben. "In Entwicklungsländern weiten sich extreme Unwetter viel schneller zur Katastrophe aus. Arme Menschen sind viel stärker durch die Klimaerwärmung bedroht als Reiche. Wir dürfen uns nicht erlauben, mit zweierlei Maß zu messen. Wir müssen ein Klima der Gerechtigkeit schaffen", fordert Brigitte Behrens, Geschäftsführerin von Greenpeace Deutschland." 
"Europäer schotten sich vor Klimaflüchtlingen ab"

Auf den Philippinen habe eine Serie von heftigen Taifunen zwischen Mai und Dezember über 1.400 Menschen getötet und Schäden von über vier Milliarden Dollar verursacht. Das sei weitgehend unbemerkt von der Weltöffentlichkeit geschehen, obwohl es mehr Tote gewesen seien als in Folge des Hurrikans Katrina im Jahr 2005. Die zunehmende Dürre in Afrika zwinge immer mehr Menschen, ihre Heimat im Stich zu lassen. Im Jahr 2006 flüchteten laut Greenpeace allein 30.000 Afrikaner auf die kanarischen Inseln, weil sie in ihren Heimatländern keine Zukunft sahen. Klimabedingte Dürren oder sich ausbreitende Wüsten raubten ihnen die Existenz. "Doch die Europäer schotten sich ab und weisen die Klimaflüchtlinge zurück", kommentiert Greenpeace.

Die Industriestaaten, die nach wie vor die Hauptverursacher des Klimawandels sind, würden sich aus ihrer Verantwortung stehlen, betont Greenpeace. "Deutschland sollte seine EU-Ratspräsidentschaft nutzen, um Europa auf einen nachhaltigen Klimakurs zu steuern. Der G8-Gipfel in Heiligendamm im Sommer 2007 muss zum Klimakrisengipfel werden," fordert Greenpeace-Klimaexperte Karsten Smid. "Es ist eine Wende der G8-Staaten notwendig, weg von halbherzigen Klimaschutzversprechen hin zu drastischen Treibhausgasverringerungen", so Smid. Die G8-Staaten, die führenden westlichen Wirtschaftsnationen sowie Russland und Japan, hätten ihre energiebedingten Treibhausgase seit 1990 bis 2005 um sechs Prozent gesteigert. Im Klimaschutzvertrag von Kyoto hatten 1997 sie jedoch eine Reduzierung versprochen.


Schluss machen mit Zahlenspielereien - Klimaschutz ist nicht verhandelbar

"Im Konzept für eine europäische Energiepolitik, das die EU-Kommission Anfang Januar vorstellen will, planen die Europäer, ihre Klimaschutzziele aufzuweichen und sich mehr Zeit beim Klimaschutz zu lassen." kritisiert Smid. Greenpeace fordert von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) die EU-Vorgaben zum Emissionshandel ohne Abstriche umzusetzen und sich zu einer Reduzierung der schädlichen Treibhausgase von 40 Prozent bis 2020 zu verpflichten. "Die Europäer müssen Schluss machen mit ihren Zahlenspielereien auf Kosten der Klimaopfer in den Entwicklungsländern. Klimaschutz ist nicht verhandelbar", erklärt Smid.

02.01.2007   Quelle: Greenpeace e.V.   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

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Alle reden vom Klimaschutz - Erneuerbare Energien machen ihn!

Erneuerbare sparen gegenüber 1990 jährlich rund 60 Mio. t CO2
Erneuerbare sparen gegenüber 1990 jährlich rund 60 Mio. t CO2

"Frühlingshafte Temperaturen in der Weihnachtszeit, schmerzlich vermisster Schnee in den Bergen - der Klimawandel ist voll im Gange und nur zu bremsen, wenn wir den für die Erderwärmung verantwortlichen Ausstoß an Treibhausgasen so schnell wie möglich reduzieren", so die Informationskampagne für Erneuerbare Energien in einer Pressemitteilung. In Deutschland geschehe das bereits erfolgreich durch den Ausbau der erneuerbaren Energien. Allein der Zubau der Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien bis 2012 wird nach Berechnungen des Bundesverbands Erneuerbare Energie (BEE) zu einer zusätzlichen Einsparung von 30 Millionen Tonnen Kohlendioxid (CO2) pro Jahr führen.  Angesichts dieses Potenzials sei auch der Streit der Bundesregierung mit der EU-Kommission über höhere CO2-Minderungsziele und die Furcht vor höheren Kosten überflüssig. Denn die im bisherigen Entwurf für den deutschen Emissionshandelsplan (NAP II) vorgesehene Einsparung von 26,8 Millionen Tonnen CO2 bis 2012 werde schon allein durch Strom aus erneuerbaren Energien übertroffen, betont die Informationskampagne. Dabei sei der Ersatz des durch den Atomausstieg wegfallenden Atomstroms durch erneuerbare Energien bereits abgezogen.



Anspruchsvolle CO2-Minderungsziele mit Wärmeversorgung aus erneuerbaren Energien und Biotreibstoffen erreichbar

Auch höhere Minderungsziele, wie sie EU-Kommissionspräsident Barroso jetzt fordert, könnten "locker" erfüllt werden, wenn auch die Wärmeversorgung in immer stärkerem Maße durch erneuerbare Energien erfolge und Deutschland sich beim Transport auf Biotreibstoffe umorientiere. Strengere Emissionsminderungsvorgaben seien daher sinnvoll. Nur so könne auch der konventionelle Energiesektor zum Klimaschutz herangezogen werden. Zur Zeit seien es allein erneuerbare Energien, welche die Treibhausgasreduktion leisteten. Bereits im Jahr 2004 seien durch erneuerbare Energien im Vergleich zu 1990, dem Referenzjahr des Kyoto-Protokolls, 60 Millionen Tonnen CO2 eingespart worden. Bis 2007 würden nur durch neue Anlagen zur Stromproduktion aus erneuerbaren Energien weitere 16 Millionen Tonnen CO2 im Jahr zusätzlich vermieden.


Kritik an kostenloser Zuteilung von Emissionszertifikaten für Stromkonzerne

Und auch hinsichtlich der Kosten sprechen die Zahlen laut Informationskampagne für sich: Die Förderung der erneuerbaren Energien im Strombereich koste derzeit jährlich rund 2,3 Milliarden Euro, spare aber gleichzeitig Kosten für den Umweltschutz und senke die Preise an der Strombörse. Demgegenüber habe das bisherige Emissionshandelssystem dazu geführt, dass die deutschen Stromkonzerne durch die bisher kostenlose Zuteilung der Emissionszertifikate und ihre Einpreisung in die Verbraucherpreise einen jährlichen Profit von drei Milliarden Euro verbuchen konnten. Während diese Unternehmen aber in der ersten Emissionshandelsperiode mit zwei Millionen Tonnen CO2 jährlich nur minimale Reduktionsverpflichtungen einzuhalten hätten, bewirkten erneuerbare Energien Klimaschutz in weitaus größerem Ausmaß. "Die bisherige Entwicklung der erneuerbaren Energien hat gezeigt: Wer konsequent auf Wind, Sonne, Biomasse & Co. setzt und entsprechende Rahmenbedingungen für ihre Nutzung schafft, schützt das Klima und damit unsere Lebensgrundlagen", heißt es in der Pressemitteilung der Informationskampagne.

01.01.2007   Quelle: Informationskampagne für Erneuerbare Energien   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: IK Erneuerbare Energien, Berechnung nach BMU und BMWI,
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