Bundeskabinett beschließt Erfahrungsbericht zum Erneuerbare-Energien-Gesetz EEG
|
|
|
|
Arbeit an der Photovoltaik-Nachführung in
einem Solarpark.
|
|
|
Die in Deutschland entwickelte Methode zur Förderung der Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien ist überaus erfolgreich, betont das Bundessumweltministerium (BMU) in einer
Pressemitteilung. Das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) sei das effektivste Instrument zur Förderung der erneuerbaren Energien und werde auch international als beispielhaft angesehen.
Keine andere Maßnahme zum Klimaschutz spare mehr CO2 ein. Das EEG schaffe darüber hinaus Arbeitsplätze und zukunftsträchtige Industriestrukturen. Zu diesen Ergebnissen kommt der
"EEG-Erfahrungsbericht 2007", der am 07.11.2007 vom Bundeskabinett beschlossen wurde. "Das EEG ist eine Erfolgsstory für Klimaschutz, Energieversorgung und Arbeitsplätze", kommentiert
Bundesumweltminister Sigmar Gabriel. Auf der Grundlage des Erfahrungsberichts plant die Bundesregierung noch vor der Klimakonferenz in Bali einen Entwurf der EEG-Novelle zu beschließen.
Dies wurde auf der Klausurtagung des Bundeskabinetts am 23. August 2007 in Meseberg vereinbart. Die im EEG-Erfahrungsbericht beschlossenen Maßnahmen werden in die anstehende EEG-Novelle
einfließen. Das EEG ist Teil des integrierten Energie- und Klimaprogramms der Bundesregierung.
Niedrigere Vergütung für Solarstrom, mehr für Windenergieanlagen an Land und auf See
"Das Förderinstrument EEG hat sich bewährt und soll in seiner Struktur beibehalten werden. Allerdings zeigt der Erfahrungsbericht, dass in einzelnen Bereichen eine Feinjustierung
stattfinden muss um die Effizienz zu steigern und weitere Anreize für Innovationen zu setzen. So sollen die Vergütungen für Strom aus den einzelnen Sparten (Biomasse, Geothermie,
Solarstrahlung sowie Wasser- und Windkraft) an die aktuelle Entwicklung angepasst werden", betonte der Bundesumweltminister. Für Solarstrom (Photovoltaik) sieht der Erfahrungsbericht
eine stufenweise Erhöhung der Degressionssätze um 2 % für 2009 und 2010 und ab 2011 um 3 % vor. Das heißt, die Vergütung für Strom aus Photovoltaik-Dachanlagen soll statt jährlich um 5
% künftig um 7 bzw. 8 % sinken und für Solarstrom aus Freiflächenanlagen statt 6,5 % um 8,5 bzw. 9,5 % pro Jahr. Weiter ist die Einführung einer neuen Leistungsklasse für Dachanlagen ab
1.000 kWp bei Absenkung des Vergütungssatzes beschlossen. Der Degressionssatz für die Vergütung von Strom aus neuen Windenergieanlagen an Land soll gesenkt werden: von 2 % pro Jahr auf
künftig 1% jährlich.
100 Millionen Tonnen Kohlendioxid vermieden; 134.000 Arbeitsplätze geschaffen
Durch das EEG haben die deutschen Hersteller eine weltweit führende Position in diesem wichtigen globalen Marktsegment entwickeln können. Die Bilanz des EEG kann sich laut BMU sehen
lassen: Durch EEG-Strom wurden im Jahr 2006 bereits 44 Millionen Tonnen CO2 vermieden - das sind rund 6 Millionen Tonnen CO2 mehr als 2005. Wenn erneuerbare Wärme und Treibstoffe sowie
nicht-EEG-Strom hinzu gerechnet werden, haben alle erneuerbaren Energien zusammen im Jahr 2006 sogar rund 100 Millionen Tonnen Kohlendioxid eingespart. Zusätzlich hat sich das EEG als
Job-Motor erwiesen und es entstehen weiter neue, attraktive Arbeitsplätze: Die Zahl der Beschäftigten in allen Bereichen der Erneuerbaren Energien stieg von 160.000 im Jahr 2004 auf
rund 236.000 im Jahr 2006. Etwa 134.000, das heißt fast 60 Prozent davon, sind dem EEG zuzurechnen.
Gabriel: Hohe Stromkostensteigerungen sind nicht auf das EEG zurückzuführen
Die Mehrkosten dieses verstärkten Ausbaus bleiben dabei überschaubar, so das BMU. Im Jahr 2006 habe die EEG-Umlage etwa 0,75 Cent pro Kilowattstunde ausgemacht, das seien unter vier
Prozent der Stromkosten für Haushalte. Pro Monat und Verbraucher liegen die Kosten für den Ausbau der Erneuerbaren Energien laut BMU nur bei zirka einem Euro. "Die hohen
Stromkostensteigerungen der letzten Zeit und die für den Jahreswechsel wieder angekündigten Preissteigerungen sind nicht auf das EEG zurückzuführen", betonte Gabriel.
Kontinuierlicher Ausbau der Erneuerbaren
Der Erfahrungsbericht empfiehlt, den Anteil der erneuerbaren Energien am Bruttostromverbrauch von heute gut 13 Prozent bis zum Jahr 2020 auf 25 bis 30 Prozent zu steigern und danach
kontinuierlich weiter auszubauen. "Die erneuerbaren Energien sind und bleiben treibende Kraft der Modernisierung unseres Energiesystems. Neben Investitionen in Anlagen zur Nutzung von
Wind-, Wasser-, Solar-, Geothermie- und Bioenergie müssen auch die Modernisierung und der Ausbau der Netze zügig vorangehen", sagte der Bundesumweltminister.
Der EEG-Erfahrungsbericht ist veröffentlicht auf den
Weitere Informationen: Fachartikel aus der DGS-Zeitschrift "SONNENENERGIE" mit dem Titel
Referenzprojekte mit Wind-, Solar- und Bioenergie
Deshalb verwundere es auch nicht, dass juwi in unmittelbarer Nähe zum künftigen Firmensitz mehrere Referenzprojekte in den Geschäftsfeldern Wind-, Solar- und Bioenergie plant.
"Windräder, Biogasanlagen und Photovoltaik-Anlagen in geringer Reichweite werden es uns ermöglichen, unseren zunehmend internationalen Kunden die ganze Palette unserer Dienstleistungen
vorzuführen", so Jung und Willenbacher. Diese Entwicklung wäre an den bisherigen Standorten Mainz und Bolanden - wenn überhaupt - nur eingeschränkt möglich gewesen: So habe sich
beispielsweise der Mainzer Stadtrat vor kurzem gegen weitere Windräder ausgesprochen, und im Donnersbergkreis stehe noch immer eine Resolution gegen große Erneuerbare-Energien-Projekte
im Raum. "Im Sinne eines globalen und lokalen Umwelt- und Klimaschutzes brauchen wir aber ganz eindeutig regelmäßig neue Impulse, keine neue Hürden", unterstreichen Jung und
Willenbacher.
Verbandsgemeinde ändert Flächennutzungsplan zu Gunsten neuer Windräder, einer Photovoltaikanlage und einer Bioenergie-Anlage
Markus Conrad, Bürgermeister der Verbandsgemeinde Wörrstadt, freut sich über die Ansiedlung der juwi-Gruppe: "Es handelt sich um eine der wichtigsten Gewerbeansiedlungen, die bisher in
unserer Verbandsgemeinde erfolgten. Vor allem die Tatsache, dass die Firma juwi in einer zukunftsorientierten, ökologischen Wachstumsbranche als einer der Leuchttürme tätig ist, war für
unsere Unterstützung ein ganz wichtiges Kriterium. Daher war es für uns selbstverständlich, dass wir auch die weiteren Referenz-Projekte im Bereich des neuen Firmensitzes wie neue
Windräder, eine Photovoltaikanlage und eine Bioenergie-Anlage durch die Änderung unseres Flächennutzungsplans ermöglichen wollen. Wir selbst haben beispielsweise als aktive
Verbandsgemeinde in der lokalen Agenda einer Bürger-GmbH ermöglicht, eine Photovoltaikanlage mit 30 Kilowatt Leistung auf unserem Verwaltungsgebäude zu betreiben, um auch hier ein
Zeichen zu setzen", so Bürgermeister Conrad.
Photovoltaik-Anlage wird mehr Energie erzeugen, als im Neubau verbraucht wird
Der Neubau der juwi-Gruppe wird auf 6.500 Quadratmetern und über insgesamt vier Etagen in unterschiedlichen Konstellationen Platz für Arbeit und Kommunikation sowie Freiräume für
Kreativität, Entspannung und zum Auftanken bieten. So beabsichtigt juwi beispielsweise, neben einem Speisesaal auch einer Kinderkrippe sowie einen Andachts- und einen Freizeitraum
einzurichten. Diese Einrichtungen sollen neben den eigenen Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen auch teilweise benachbarten Unternehmen offen stehen. "Für uns ist es zudem keine Frage
gewesen, ein Plusenergiehaus bauen zu lassen", so die Bauherren. So werde das neue juwi-Gebäude nicht nur in ökologisch vorbildlicher Weise aus dem Naturbaustoff Holz errichtet, sondern
auch die gesamte Architektur und Ausstattung des Gebäudes (z. B. die Dämmung) folge der Philosophie einer energiesparenden Bauweise. Selbstverständlich sei auch eine Energieversorgung
mit regenerativen Energieträgern: Beispielsweise werde eine Photovoltaik-Anlage am und auf dem Gebäude mehr Energie erzeugen als verbraucht wird.
Die Gebäude an den derzeitigen Standorten Mainz und Bolanden werden auch weiterhin von der juwi-Gruppe genutzt und stehen den Tochterunternehmen pfalzwind GmbH (Bolanden) und RIO
Energie (Mainz) sowie anderen Kooperationsfirmen auch künftig als Firmensitz zur Verfügung. "Außerdem werden wir uns bemühen, weitere Unternehmen aus der Branche der erneuerbaren
Energien zu einer Ansiedlung in diesen Räumlichkeiten zu motivieren", ergänzen Jung und Willenbacher.
06.11.2007 Quelle: juwi GmbH Solarserver.de © Heindl Server GmbH
Bildquelle: juwi GmbH,
Lesen Sie zu diesem Thema auch:
|