Solar News Archiv Dezember 2007

 




 

Photovoltaik: Carpevigo AG bringt 1,65 Megawatt-Solarpark in Bayern an das Netz

Solarpark am Rand des Industriegebietes der niederbayerischen Stadt Plattling
Solarpark am Rand des Industriegebietes
der niederbayerischen Stadt Plattling

Im niederbayerischen Plattling wurden kurz vor Weihnachten mit der Montage der letzten Solarmodule die Baumaßnahmen für den Solarpark Plattling planmäßig abgeschlossen. Das Solar-Kraftwerk mit einer Leistung von 1,65 Megawatt (MWp) wurde am 28.12.2007 an das Netz von E.ON Bayern angebunden, berichtet die Carpevigo AG (Holzkirchen) in einer Pressemitteilung. Die Baumaßnahmen seien in einer Rekordzeit von lediglich drei Monaten durchgeführt worden.  Bauherr und Initiator des Projektes ist die Carpevigo AG, als Generalunternehmer war die Plattlinger Solea AG verantwortlich für Planung, Bauleitung und Durchführung der Baumaßnahme. Standort des Solarkraftwerks ist ein ehemals landwirtschaftlich genutztes Areal mit einer Fläche von 8,5 Hektar am Rande des Industriegebiets der Stadt Plattling. Bei der Bauleitplanung sei der Stadtverwaltung eine harmonische Einfügung in das Gesamtbild wichtig gewesen. Der Solarpark bilde eine Trennung zwischen dem Industriegebiet Plattling und einem benachbarten Wohngebiet.



25.000 Dünnschicht-Solarmodule von First Solar

Der Solarpark Plattling hat eine Leistung von 1.644 kWp (Kilowatt peak). Er wird laut Carpevigo AG jährlich 1.796 Megawattstunden (MWh) Solarstrom erzeugen. Dies entspreche dem jährlichen Stromverbrauch von etwa 400 Haushalten. Der Umwelt werden damit Jahr für Jahr rund 1.590 Tonnen CO2 erspart. Die gesamte Technik des Solarparks Plattling ist "Made in Germany": die rund 25.000 Dünnschicht-Solarmodule stammen aus der deutschen Produktion von First Solar in Frankfurt/Oder. Die Wechselrichter lieferte die SMA Technologie AG (Niestetal/Kassel). Und die Unterkonstruktion, ein bei Freiland-Anlagen erfolgsentscheidender Faktor, wurde von der Solea AG bezogen.

Plattlings Bürgermeister Erich Schmid und Vertreter der Stadtverwaltung zeigten sich anlässlich der Inbetriebnahme des Solarparks beeindruckt von dem routinierten und zügigen Ablauf der Baumaßnahmen. "Wir freuen uns, dass mit dem Solarpark Plattling eines der größten Solarkraftwerke in der Region planmäßig zum Jahreswechsel ans Netz geht", so der Bürgermeister. Zufriedene Gesichter auch bei der Holzkirchener Carpevigo AG: Vorstand Jens F. Neureuther will bis Ende 2008 allein in Deutschland Solarkraftwerke mit einer Leistung von 15 Megawatt (MWp) realisieren. Weitere 20 Megawatt (MWp) seien an Standorten in Südeuropa geplant, für die die Verträge größtenteils bereits unterschrieben seien. Die Solarkraftwerke würden von Carpevigo projektiert, gebaut und über eine eigene Tochtergesellschaft während der gesamten Nutzungsdauer verwaltet.

31.12.2007   Quelle: Carpevigo AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Carpevigo AG,
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Jahreswechsel mit "grünem" Gewissen: Bäume statt Böller

Waldaktien statt Böller
Waldaktien statt Böller

Der Tourismusverband Mecklenburg-Vorpommern und der Bundesverband des Grüne Liga e. V. laden mit einer Gemeinschaftsinitiative zum Jahreswechsel mit "grünem" Gewissen ein. "Die neue Waldaktie ist die saubere Alternative zum Silvesterknallen", erklärte Bernd Fischer, Geschäftsführer des Tourismusverbandes Mecklenburg-Vorpommern. Wer zehn Euro seines Budgets statt für das Jahresendfeuerwerk in eine Waldaktie investiere, tue damit etwas Gutes für die Umwelt, indem er Müllberge, Lärm und vor allem den Ausstoß von Kohlendioxid reduziere und gleichzeitig in die gute Luft der Zukunft investiere. "Auf eine kurze Formel gebracht heißt das: Bäume statt Böller", so Fischer. 


Aus zehn Euro werden zehn Quadratmeter "Klimawald"

Die durch das Silvesterfeuerwerk produzierte Menge an C02 sei zwar vergleichsweise gering, betont Fischer. Die von den Deutschen zu Silvester verbrauchten rund 10.000 Tonnen Feuerwerkskörper ergäben laut einer im Auftrag der Allianz Versicherung erstellten aktuellen Studie 2.100 Tonnen CO2, was pro Person statistisch rund 25 Gramm entspreche. "Umso größer ist dafür der Nutzen der Waldaktie", betont Bernd Fischer. Durch den Kauf zum Preis von zehn Euro werde in einem von vier Klimawäldern in Mecklenburg-Vorpommern eine Fläche von rund zehn Quadratmetern Größe aufgeforstet. Die darauf gepflanzten Bäume seien in der Lage, 850 Kilogramm Kohlendioxid zu binden. Dies sei genau so viel, wie von einer vierköpfigen Familie im vierzehntägigen Urlaub in Mecklenburg-Vorpommern samt An- und Abreise durchschnittlich produziert werde. Durch den Kauf von Waldaktien beteiligten sich Gäste und Einheimische am Entstehen von vier Klimawäldern auf den Inseln Rügen und Usedom sowie bei Neustrelitz und bei Mirow in der Mecklenburgischen Seenplatte. Bei mehreren Pflanzaktionen haben Waldaktionäre im kommenden Jahr die Möglichkeit,die Bäume dort auch selbst in die Erde zu setzen.


Natur statt Blitz und Donner zum Jahreswechsel

Der Bundesvorsitzende der Grünen Liga, Klaus Schlüter, lobte den Projektansatz der Waldaktie. Die Natur sei ein guter Partner beim Klimaschutz. "Die Moore und der Wald sind CO2-Senken. Und die Wälder Mecklenburg-Vorpommerns binden nicht nur klimaschädliche Stoffe und Staub. Als natürliche Lebensräume garantieren sie auch einen Erholungswert, den wir zukünftigen Generationen erhalten müssen. Bei der Aktion 'Bäume statt Böller' kann sich jeder für ein Jahrhundert Natur entscheiden - anstatt für vergänglichen Blitz und Donner zum Jahreswechsel." Der Verband der pyrotechnischen Industrie beziffert die erwarteten Ausgaben der Deutschen für das diesjährige Silvesterfeuerwerk mit etwa 100 Millionen Euro.


Prominente Fürsprecher

Mehrere hundert Waldaktien seien seit dem Projektstart am 28. November 2007 bereits verkauft worden, heißt es in der Pressemitteilung. Im ersten kleinen Klimawald in der Nähe von Neustrelitz in der Mecklenburgischen Seenplatte seien bereits alle Flächen vergeben, so die Grüne Liga und der Tourismusverband. Prominente Fürsprecher der Aktion sind unter anderem "Tatort"-Kommissar Axel Prahl, die Präsidentin des Landtags von Mecklenburg-Vorpommern, Sylvia Bretschneider, und der Umweltminister von Mecklenburg-Vorpommern, Dr. Till Backhaus. Der Reiseveranstalter Ameropa stellt für Gäste, die zur ersten Pflanzaktion auf Usedom am 25. April 2008 anreisen möchten, ein Paketangebot zusammen. Waldaktien können bestellt werden auf der Internetseite http://www.waldaktie.de. Das Projekt wurde gemeinsam angestoßen vom Tourismusverband und vom Ministerium für Landwirtschaft, Umwelt und Verbraucherschutz Mecklenburg-Vorpommern.

31.12.2007   Quelle: Tourismusverband Mecklenburg-Vorpommern   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Tourismusverband Mecklenburg-Vorpommern,
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Wasserkraft: Isar liefert "Klima-Strom" für 440.000 Haushalte

Wasserkraftwerk Finsing am Mittleren-Isar-Kanal
Wasserkraftwerk Finsing am
Mittleren-Isar-Kanal

Die Isar liefert klimafreundlichen Strom für umgerechnet 440.000 Haushalte, betonte Bayerns Umwelt-Staatssekretär Marcel Huber am 19.12.2007 beim Spatenstich zur Erweiterung des Isar-Wasserkraftwerks in Gottfrieding (Landkreis Dingolfing-Landau). "Wasserkraft ist unverzichtbar für die Deckung des bayerischen Energiebedarfs. Dank der Wasserkraft-Nutzung vermeiden wir jährlich 10 Millionen Tonnen des klimaschädlichen Kohlendioxids" so Huber. Die Stärkung der erneuerbaren Energien wie Sonne, Biomasse und eben auch Wasserkraft sei unverzichtbar, um die bayerischen CO2-Einsparziele von 80 Millionen Tonnen pro Jahr bis 2010 zu erreichen. Insgesamt erzeugten an der Isar in 28 Wasserkraftanlagen über 1,6 Milliarden Kilowattstunden regenerativen Isar-Strom.  "Jede nicht aus erneuerbareren Energieformen genutzte Kilowattstunde beschert der klimaschädlichen fossilen Energieerzeugung eine Renaissance", so der Staatssekretär. Der Ausbau des Wasserkraftwerkes in Gottfrieding sei ein Musterbeispiel für eine ökonomisch und ökologisch sinnvolle Wasserkraft-Nutzung. Durch Modernisierung und einen behutsamen Ausbau würden Restpotenziale an Wasserkraft zum Schutz des Klimas erschlossen.



Gottfrieding: Öko-Strom für umgerechnet 23.000 Haushalte - 30.000 Tonnen weniger CO2

Das Isar-Wasserkraftwerk in Gottfrieding werde künftig durch eine zusätzliche Turbine noch effektiver. Der naturverträgliche Ausbau mit einer Fischtreppe gewährleiste zudem, dass sich die Flussökologie verbessere. "Wandernde Fischarten wie Nase, Äsche oder Barbe können mit dieser Fischaufstiegshilfe wieder das Querbauwerk überwinden und flussaufwärts liegende Lebensräume erschließen. Dies ist ein wichtiger Baustein für mehr Gewässerdurchgängigkeit an der unteren Isar", so Huber. Nach Fertigstellung der Anlage im Jahr 2009 werde die Leistung verdoppelt sein und das Wasserkraftwerk insgesamt 83 Millionen Kilowattstunden Strom pro Jahr erzeugen - genug für umgerechnet 23.000 Haushalte. Zudem würden durch die Erweiterung weitere 30.000 Tonnen CO2 vermieden. Bayernweit sind laut Umweltministerium rund 4.250 Wasserkraftanlagen in Betrieb, wovon die 220 großen Anlagen über 90 Prozent des Stroms erzeugen.

Weitere Informationen: http://www.wasser.bayern.de

31.12.2007   Quelle: Bayerisches Staatsministerium für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: E.ON Wasserkraft GmbH,
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BUND-Umweltbilanz 2007: Teilerfolge beim Klimaschutz; Stillstand im Verkehr

BUND-Vorsitzender Weiger: Bevölkerung wird hellwach, wenn es um ihre Lebensgrundlagen geht
BUND-Vorsitzender Weiger: Bevölkerung
wird hellwach, wenn es um ihre
Lebensgrundlagen geht

Die Forderung nach mehr Klimaschutz habe im zurückliegenden Jahr enormen Auftrieb bekommen, so der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) in seiner Umweltbilanz für 2007. Allein die Tatsache, dass das Wort Klimakatastrophe zum "Wort des Jahres" gewählt wurde zeige, dass das Thema im öffentlichen Bewusstsein angekommen sei. Hoffen lasse auch, dass die Bundesregierung während ihrer EU-Ratspräsidentschaft Ziele für den Ausbau der erneuerbaren Energien und die Reduzierung der Treibhausgase durchsetzen konnte.  Dem Einsatz von Bundeskanzlerin Angela Merkel sei auch zu danken, dass die USA beim G8-Gipfel von Heiligendamm ins internationale Klimaschutz-Boot zurückgeholt worden seien. Zu den erfreulichen Ergebnissen des Jahres 2007 gehöre außerdem, dass in Bali auf dem Weltklimagipfel entgegen der Ursprungsabsicht der USA und anderer "Blockierer" ein Fahrplan zu einem Kyoto-II-Abkommen beschlossen worden sei.



Agrarsprit soll künftig einem Umweltcheck unterzogen werden

"Große Lücken klaffen jedoch zwischen den Teilerfolgen bei internationalen Verhandlungen und konkreten Maßnahmen zum Klimaschutz sowohl in der Europäischen Union als auch in Deutschland", sagt der BUND-Vorsitzende Hubert Weiger. "So hat die Bundesregierung völlig versagt, als es um die Senkung des Kraftstoffverbrauchs von PKW, die Einbeziehung des Flugverkehrs in den Emissionshandel oder den Bodenschutz ging." Positiv sei, dass Deutschland endlich eine Strategie für den Schutz bedrohter Tier- und Pflanzenarten habe und Lebensmittel weiter gentechnikfrei erzeugt würden. Gut sei auch, dass Agrarsprit künftig einem Umweltcheck unterzogen werden solle. Dabei seien jedoch die ökologischen Kriterien noch strenger zu fassen und soziale Standards einzubeziehen. Deutlich an Unterstützung gewonnen hätten 2007 die Proteste gegen neue Kohlekraftwerke, den Flughafenausbau in München und Frankfurt und die Freisetzung von Genpflanzen.


Sechs Kohlekraftwerke verhindert

In Bielefeld, Bremen, Ensdorf, Köln, Krefeld und Querschied seien sechs der ursprünglich geplanten 25 Kohlekraftwerke verhindert worden. In gentechnikfreien Regionen hätten sich inzwischen knapp 30000 Landwirte mit fast einer Million Hektar Land zusammengeschlossen. Weiger: "Die Betroffenen wehren sich zunehmend gegen die Zerstörung ihrer Heimat und gegen die Gefährdungen der Natur. Das zeigt, dass Politikmüdigkeit vielleicht eine Erscheinung im Politikbetrieb ist. Die Bevölkerung aber wird hellwach, wenn es um die Verteidigung ihrer Lebensgrundlagen geht."


Mehr als 25.0000 Vattenfall-Kunden wechselten nach Störfall im AKW Krümmel den Stromversorger

Die Gefahren der Atomkraft und das Versagen der verantwortlichen Manager seien durch den Brand im AKW Krümmel im vergangenen Sommer deutlicher ins öffentliche Bewusstsein gerückt. Nachdem der BUND das Störfallprotokoll zu Krümmel im Internet publizierte, habe Vattenfall für die Zukunft die umgehende Veröffentlichung aller Störfallberichte zugesagt. Mehr als 25.0000 Vattenfall-Kunden hätten dem Atomstromkonzern inzwischen gekündigt und seien zu anderen Anbietern gewechselt.


Lob für Merkel und Gabriel - Kritik an den Energiekonzernen

Weiger: "Angela Merkel und Sigmar Gabriel haben für ihren Einsatz beim G8-Gipfel in Heiligendamm und beim Weltklimagipfel auf Bali Lob verdient. Aber in Deutschland geben beide noch immer dem massiven Druck der Energiekonzerne und der Automobil- und Luftfahrtindustrie nach. Die Bundesregierung muss endlich begreifen: Mehr Umwelt- und Klimaschutz gefährdet keine Arbeitsplätze, er sichert sie." Das vom Bundeskabinett verabschiedete Klimaschutzpaket könne ebenfalls nicht darüber hinwegtäuschen, dass der CDU/CSU und der SPD oft der Mut fehle, über ihren Schatten zu springen. Selbst bei im Ansatz richtigen Maßnahmen wie dem Ausbau der Kraft-Wärme-Kopplung, der Reform der Kfz-Steuer oder der Gebäudesanierung hätten sich im Kleingedruckten meist die Gegner von mehr Klimaschutz durchgesetzt. Scharf kritisierte der BUND das Fehlen konkreter Schritte zur Senkung der Treibhausgase im Verkehr, wie etwa das Tempolimit auf Autobahnen, die Kerosinsteuer im Flugverkehr und die Abschaffung von Subventionen für klimaschädliche Dienstwagen.


BUND-Chef Weiger: Umweltignoranten weiter Paroli bieten

"Bundeskanzlerin Angela Merkel muss der Industrie endlich deutliche Minderungen der CO2-Emissionen abtrotzen. Versäumt sie dies, verkommt der Klimaschutz nicht nur im Abschlussdokument von Bali, sondern auch in Deutschland zur Fußnote", sagt Weiger. "Wir werden deshalb den Umweltignoranten unter den Autolobbyisten weiter Paroli bieten müssen und vor Ort unseren Protest gegen klimaschädliche Kohlekraftwerke verstärken." Der BUND ist mit 16 Landesverbänden und jetzt rund 400.000 Mitgliedern und Förderern einer der größten deutschen Umweltverbände. 2007 wuchs die Zahl seiner Mitglieder nach eigenen Angaben um mehr als 10.000.

30.12.2007   Quelle: BUND   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: BUND,
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BMWi: Unangemessene Energiepreise können von den Kartellbehörden wirksam angegangen werden

Zum Jahreswechsel sind teilweise deutliche Erhöhungen der Strom- und Gaspreise angekündigt. Der Anstieg der Rohstoff- und Beschaffungskosten könne den rasanten Preisanstieg jedoch nur teilweise rechtfertigen, betont das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi) in einer Pressemitteilung. "Wenn die Strompreise steigen und gleichzeitig die großen Energieversorger Rekordgewinne einfahren, sorgt das für berechtigten Unmut bei vielen Verbrauchern. Die Verbraucher müssen vor unangemessenen Energiepreisen geschützt werden. Dafür haben die Kartellbehörden jetzt durch die geschärfte kartellrechtliche Missbrauchsaufsicht ein wirksames Instrument an der Hand", so Bundeswirtschaftsminister Michael Glos. 

Neues kartellrechtliches Instrument zur Kontrolle von Strom- und Gaspreisen in Kraft

Der Deutsche Bundestag hat im November das Gesetz zur Bekämpfung von Preismissbrauch in der Energieversorgung und im Lebensmittelhandel verabschiedet. Der neue § 29 des Gesetzes gegen Wettbewerbsbeschränkungen (GWB) konkretisiert das geltende allgemeine Missbrauchsverbot für marktbeherrschende Strom- und Gasanbieter. Er soll den Kartellbehörden erleichtern, Preise zu untersagen, welche die Kosten unangemessen überschreiten oder die Preise von Vergleichsunternehmen erheblich übersteigen. Im Kartellverfahren tragen die Unternehmen die Beweislast für die sachliche Rechtfertigung. Die Vorschrift ist bis 2012 befristet. "Im Kern brauchen wir mehr Wettbewerb auf den Strom- und Gasmärkten. Dafür habe ich bereits im Herbst 2006 ein ganzes Bündel von Maßnahmen auf den Weg gebracht. Das wird nun umgesetzt", so Bundesminister Glos weiter.


Künftig werden Netzbetreiber an ihren effizienten Wettbewerbern gemessen.

Anfang November ist eine neue Regelung für einen wirtschaftlichen Netzbetrieb in Kraft getreten. "Im Interesse der Energieverbraucher sorgen wir mit ihr für sinkende Kosten in den Strom- und Gasnetzen. Dazu werden Netzbetreiber an ihren effizienten Wettbewerbern gemessen. Aus diesem bundesweiten Effizienzvergleich werden Obergrenzen für die Erlöse der Netzbetreiber ermittelt und vorgegeben", betont der Minister.

"Wir brauchen neue Kraftwerke, vor allem von neuen Anbietern. Das fördert den Wettbewerb. Dazu soll die seit Sommer geltende Kraftwerks-Netzanschlussverordnung beitragen. Mit ihr wird der Anschluss neuer Kraftwerke ans Stromnetz nicht nur garantiert, sondern auch beschleunigt und erleichtert", unterstreicht Glos. "Den flankierenden kartellrechtlichen Schutz brauchen wir, bis die von mir initiierten strukturellen Maßnahmen für mehr Wettbewerb auf den Energiemärkten in den nächsten Jahren Wirkung zeigen", erläutert der Bundeswirtschaftsminister.

30.12.2007   Quelle: Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

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Freiburger GRÜNE begrüßen neues Ökostrom-Angebot von badenova; weitere Schritte sollen folgen

badenova setzt auf Ökostrom aus der Region
badenova setzt auf Ökostrom
aus der Region

Junges Freiburg/DIE GRÜNEN begrüßen das neue "Ökostrom"-Angebot des Versorgungsunternehmens badenova für Privatkunden zum 1. Januar 2008. " 'Regiostrom basis', atomstromfrei und zu 25 % regenerativ, zu 75 % aus effizienter Kraft-Wärme-Kopplung erzeugt, für 140.000 Privatkunden in Südbaden, das ist ein guter erster Schritt", so der grüne Stadtrat Eckart Friebis. "Und dass der neue 'Regiostrom aktiv' nun zu 100 % aus regenerativen Quellen stammt und weiterhin 'aktiv' den Ausbau der erneuerbaren Energien in der Region befördert, macht ihn als echten Ökostromtarif für alle umweltbewussten Verbraucher zu einer runden Sache. Jetzt gibt es wirklich keinen Grund mehr, zu anderen Ökostromanbietern zu wechseln", so Friebis weiter.  Die GRÜNEN sind sehr zufrieden, dass mit diesem neuen Angebot - und das ohne Mehrkosten und bei einem Jahr Preisgarantie - ein Beschluss des Freiburger Gemeinderates vom Mai dieses Jahres zu wesentlichen Teilen umgesetzt werde. Damals sei die badenova auf Initiative von Junges Freiburg/DIE GRÜNEN aufgefordert worden, einen solchen Ökostromtarif zu entwickeln und baldmöglichst anzubieten.

Zukauf von Strom aus Wasserkraftwerken am Hochrhein und in der Schweiz; Zubau von Wasser-, Wind- und Solar- oder Biomassekraftwerke in der Region

Möglich gemacht werden diese Angebote durch den Zukauf von jährlich 130 Millionen Kilowattstunden regenerativer Energie aus bereits existierenden Wasserkraftwerken am Hochrhein und in der Schweiz. Dadurch werde zwar der faktische CO2-Ausstoss nicht unmittelbar verringert, aber mittelbar und im Laufe der Zeit werde auf diese Weise eine verstärkte Nachfrage nach regenerativer Energie geschaffen und ein weiterer Ausbau erfolgen, heißt es in der Pressemitteilung. "Deshalb ist es aber umso wichtiger, dass durch den 'Regiostrom aktiv'-Tarif, der den bisherigen Regiostrom ablöst, Jahr für Jahr zusätzliche Wasser-, Wind- und Solar- oder Biomassekraftwerke in unserer Region entstehen. So wird der Anteil umweltfreundlicher Energien immer größer und kann den umweltschädlichen Normalstrom aus gefährlichen Atommeilern und alten Kohlekraftwerken als wahren CO2-Schleudern zunehmend verdrängen", sagt Stadträtin Lioba Grammelspacher.


Stadt soll auch auf "Regiostrom aktiv" umstellen

"Deshalb appellieren wir an alle VerbraucherInnen, künftig auf den rundum umweltfreundlichen 'Regiostrom aktiv' umzusteigen, denn auch rein finanziell betrachtet bedeutet dies lediglich geringe Mehrkosten zwischen zwei und sechs Euro pro Monat, je nach Haushaltsgröße", rechnet Grammelspacher vor. Und ihr Stadtratskollege und badenova-Aufsichtsratsmitglied Axel de Frenne meint dazu: "Auch die Stadt Freiburg selbst sollte hier eine Vorbildfunktion für Privathaushalte, Gewerbebetriebe und andere Kommunen wahrnehmen und schrittweise eine 100%ige Versorgung mit 'Regiostrom aktiv' anstreben. Das wäre ein wichtiges Signal dafür, dass auch die öffentliche Hand 'aktiv' dazu beiträgt, dass der regenerativ erzeugte Stromanteil in der Region kontinuierlich zunimmt", so de Frenne.


50 % erneuerbare Energien und 50 % Kraft-Wärme-Kopplung bis 2009

Für DIE GRÜNEN sei es wichtig zu betonen, dass das neue Angebot der badenova nur ein erster - wenn auch wichtiger und zu begrüßender - Schritt sein könne: "Wir erwarten, dass schon zum Jahre 2009 durch zusätzlichen Bezug oder die Eigenproduktion regenerativ erzeugten Stroms eine Quote von 50 % erneuerbarer Energien im neuen Standardtarif Regiostrom basis erreicht wird und die restlichen 50 % aus der Kraft-Wärme-Kopplung kommen. Dann könnte man auch beim Basistarif mit gutem Gewissen von Ökostrom reden", so Fraktionsgeschäftsführer Friebis.


Ökostrom für Unternehmen

DIE GRÜNEN erwarten noch mehr von der Einführung der neuen Stromtarife: Die großen industriellen und gewerblichen Kunden, die rund die Hälfte der von badenova jährlich verkauften Strommenge von 1,2 Milliarden Kilowattstunden abnehmen, sollten darüber nachdenken, aus Gründen einer nachhaltigen Wirtschaftsweise (und auch aus Imagegründen) statt des billigen, aber umweltschädlichen Normalstroms künftig mehr und mehr umweltfreundlich erzeugten Strom zu beziehen. "Die kritischen VerbraucherInnen würden ein solches Signal der Unternehmen sicher würdigen", so das Mitglied des Fraktionsvorstandes, Stadtrat Per Klabundt. "Und der Umweltvorteil könnte so auch zum Wettbewerbsvorteil für verantwortungsvoll handelnde Unternehmen werden", betont der grüne Fraktionsvorstand.

30.12.2007   Quelle: JUNGES FREIBURG / DIE GRÜNEN im Freiburger Gemeinderat   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: badenova AG & Co. KG,
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Lüneburger Solarverein: Solarstrom-Rekordernten auch im Norden

Lüneburger Verein engagiert sich für Sonnenstrom
Lüneburger Verein engagiert sich
für Sonnenstrom

Was Photovoltaikanlagen tatsächlich leisten, wollte der gemeinnützige Solarverein "SunOn Sonnenkraftwerke Lüneburg" genau wissen. Er lobte einen "Solarstrom-Erntepreis" aus, um zu erfahren, wer im Landkreis am meisten Kilowattstunden (kWh) Sonnenstrom pro installiertem Kilowatt Photovoltaik-Nennleistung (kWp) geerntet hat. Zu gewinnen waren Preise für den höchsten Solarstromertrag pro kWp und für die meisten kWh/kWp seit Einspeisebeginn der Anlage, um auch langfristige beziehungsweise große Beiträge zum solaren Stromnetzwandel zu würdigen. Solarstrom-Ernterekordler 2006 wurde die "Uni-Solarstromanlage" mit 962 KWh/KWp, und für die gesamte Betriebszeit bis Ende 2006 die Photovoltaik-Anlage des Campus Lüneburg e. V. mit 936 KWh/ KWp.  Laut Solarenergie-Förderverein Deutschland sind 1992-2004 im Bundesdurchschnitt 837 kWh/kWp erreicht worden. Die Ergebnisse des Wettbewerbs präsentierte ein Solarstammtisch am 20. Dezember. Der Vereinsvorsitzende, Tomas Biermann-Kojnov, überreichte dem Vereinsvorsitzenden des Uni-Solarprojektes, Jörn-Peter Boll, eine Urkunde und einen Solarhubschrauber. Ein Geldpreis wurde überwiesen.


14 beteiligte Anlagen erzielten 2006 mehr als 830 kWh/kWp

Die zweit- und drittertragreichsten Anlagen im Landkreis arbeiteten 2006 in Rolfsen mit 952,9 kWh/ kWp und Hohnsdorf mit 950,6 kWh/ kWp. Die größte öffentliche Anlage Lüneburgs (Campusverein; 14,4 KWp) erreichte mit 936 kWh/ kWp den fünften Gesamt- und den zweiten Stadtrekordplatz. Die PV-Anlage der Wilhelm-Raabe-Schule (WRS) folgte mit 926,4 kWh/kWp. 14 beteiligte PV-Anlagen erzielten 2006 über 830 kWh/ kWp, fünf Anlagen schafften dies seit ihrer Ersteinspeisung bis Ende 2006.

Die größte Kreisanlage (42,55 kWp) betreibt die Gärtnerei Heuer aus Brietlingen, die seit 15.09.2005 insgesamt 38.656,4 kWh Solarstrom in das Netz einspeiste. Nach dem Qualitätsmaßstab reichte es mit 751,86 kWh/kWp jedoch nicht für einen der vorderen Plätze. Zweitbester wurde die vermutlich älteste, und in vielen Stufen aufgebaute WRS-Gesamtanlage (aktuell 11,56 kWp), die von 1997 bis Ende 2006 genau 38.595 kWh einspeiste, allerdings mit durchschnittlich 876 kWh/kWp. Wie sich die effektiven Jahreswerte von durchschnittlich möglichen Werten unterscheiden können, zeigte die drittbeste öffentliche Anlage der St. Marienkirche (5,04 kWp): seit Juni 2002 produzierte sie 19.318 kWh und durchschnittlich fast 844 kWh/kWp, konnte 2006 aber nur 725 kWh/kWp leisten, weil Module reklamiert und erneuert werden mussten. "SunOn LG sammelt weitere solare Ernten und freut sich schon auf die Solarernterekorde 2007!", heißt es in der Pressemitteilung.

Weitere Anlagenleistungen und Adressen gibt es unter http://www.sunon.org/

Der gemeinnützigen Umweltschutzverein sucht weitere Mitglieder und Spender für seine umweltgerechte Energieaufbauarbeit. Mitglieder zahlen nur 15 Euro Aufnahmegebühr und keine Jahresbeiträge. 2007 eingehende Spenden werden nach Angaben des Vereins steuerwirksam bescheinigt.

29.12.2007   Quelle: SunOn Sonnenkraftwerke LG e.V.   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: SunOn Sonnenkraftwerke LG e.V.,
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Energieausweis für Gebäude kommt 2008 - jetzt das Haus energetisch optimieren

Heizenergie-Check NRW
Heizenergie-Check NRW

"Es ist jetzt höchste Zeit für Gebäudeeigentümer, sich mit dem energetischen Zustand ihres Gebäudes auseinander zu setzen", rät die nordrhein-westfälische Wirtschafts- und Energieministerin Christa Thoben. Denn ab dem 1. Juli 2008 müssen die ersten Energieausweise für Gebäude vorgelegt werden. Dies gibt die am 1. Oktober in Kraft getretene Energieeinsparverordnung (EnEV) vor. Gebäudeeigentümer sind dann verpflichtet, dieses Dokument immer vorzulegen, wenn ein Haus oder eine Wohnung verkauft oder neu vermietet, beziehungsweise verpachtet oder verleast wird. "Der Ausweis macht den Energieverbrauch eines Gebäudes transparent - und Energieschleudern lassen sich möglicherweise schlechter vermieten oder verkaufen", so die Ministerin. In Nordrhein-Westfalen beispielsweise, so schätzt die EnergieAgentur.NRW, könnten im kommenden Jahr bis zu 500.000 Energieausweise ausgestellt werden. 

Ministerin Thoben: zusätzlicher Schub für die Sanierung des Gebäudebestandes

Ministerin Christa Thoben begrüßt den neuen Energiepass: "Die Einführung des Energieausweises wird einen zusätzlichen Schub für die Sanierung und Modernisierung des Gebäudebestands im Lande bringen. Die landesweite Energieeffizienzkampagne 'Mein Haus spart' informiert umfassend über alle Möglichkeiten zur energetischen Sanierung von Gebäuden." Der Energieausweis für Gebäude ist zehn Jahre gültig. Für größere öffentliche Gebäude sind grundsätzlich Energieausweise auszustellen und an einer für die Öffentlichkeit gut sichtbaren Stelle auszuhängen. Nur für denkmalgeschützte Gebäude wird der Energieausweis nicht zur Pflicht. Informationen darüber, wer welchen Energieausweis bis wann benötigt, können auf der Internetseite der EnergieAgentur.NRW abgerufen werden. Die unabhängige Landesinstitution veröffentlichte jetzt einen Online-Check, mit dem jeder Eigentümer dies klären kann, (http://www.mein-haus-spart.de).

Mit dem Gebäude-Check Energie und der Startberatung Energie stehen in NRW gleich zwei Beratungsinstrumente zur Verfügung: sie werden umgesetzt durch Handwerker, Architekten oder Ingenieure. Die EnergieAgentur.NRW, die diese Beratungsangebote koordiniert, nennt Servicestellen vor Ort. Weitere Informationen gibt es auch unter der Hotline zur Gebäudesanierung der EnergieAgentur.NRW unter: 01803 / 19 00 00 (9 Ct./Min. aus dem dt. Festnetz, abweichende Preise für Mobilfunkteilnehmer).


Bedarfsausweis oder Verbrauchsausweis?

Der vierseitige Energieausweis hat eine einheitliche Form und gibt über die Energieeffizienz eines Gebäudes Aufschluss. Sofern sinnvoll, erhält der Gebäudeeigentümer vom Aussteller zusätzlich kurz gefasste, fachliche Sanierungsempfehlungen. Die Eigentümer der meisten Gebäude haben in Zukunft die Wahl zwischen einem "Bedarfs-" und einem "Verbrauchsausweis". Beim Neubau sind grundsätzlich nur Bedarfsausweise zulässig. Dies gilt nach einer Übergangsfrist auch für ältere, unsanierte Wohngebäude mit bis zu vier Wohneinheiten.

Beim Bedarfsausweis wird auf Grundlage der energetischen Qualität von Gebäudehülle und haustechnischen Anlagen mit Hilfe standardisierter Randbedingungen nach technischen Regeln der Energiebedarf des Gebäudes ermittelt. Beim Verbrauchsausweis erfolgt die Einordnung des Gebäudes mit Hilfe eines Energieverbrauchkennwertes, der aus dem Energieverbrauch von drei aufeinanderfolgenden Jahren für die Beheizung und die zentrale Warmwasserbereitung (bei Nichtwohngebäuden zusätzlich Beleuchtung und Klimatisierung) ermittelt wird. Hierbei werden auch das Klima und mögliche längere Leerstände rechnerisch berücksichtigt. Energieausweise im Gebäudebestand dürfen ausschließlich von Fachleuten mit entsprechender Qualifikation, Berufserfahrung oder Nachweis einer entsprechenden Fortbildung ausgestellt werden, wie zum Beispiel Bauvorlageberechtigten oder Architekten, Ingenieuren oder Handwerksmeistern und Technikern (Bau/Ausbau oder anlagentechnisches Gewerbe, Schornsteinfegerwesen). Handwerksmeister und Techniker erhalten nur eine Ausstellungsberechtigung für Wohngebäude.

Im Neubau liegt es im Verantwortungsbereich der Bundesländer, festzulegen, wer Energieausweise ausstellen darf (NRW: staatlich anerkannte Sachverständige für Schall- und Wärmeschutz, zum Teil auch Bauvorlageberechtigte). Für Wohngebäude der Baujahre bis 1965 gilt im Zusammenhang mit der Neuvermietung/dem Verkauf ab dem 1. Juli 2008 eine erstmalige Erstellungs-/Vorlagepflicht. Für später errichtete Wohngebäude ist der 1. Januar 2009 und für Nichtwohngebäude der 1. Juli 2009 der Stichtag.

29.12.2007   Quelle: EnergieAgentur.NRW   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: EnergieAgentur.NRW,
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Wasserkraft Volk AG: 18 Millionen Euro für die Erweiterung der Produktion

Wasserkraft Volk AG erweitert Produktionskapazität
Wasserkraft Volk AG erweitert
Produktionskapazität

Die Wasserkraft Volk AG (Gutach; Baden-Württemberg) will ihre Produktionskapazität deutlich erweitern. Insgesamt plant der weltweit tätige Hersteller von Wasserkraftanlagen rund 18 Millionen Euro in die Erweiterung der Produktion zu investieren. Über 5.000 Quadratmeter zusätzliche Produktionsfläche sowie mindestens 35 neue Arbeitsplätze seien geplant, berichtet das Unternehmen in einer Pressemitteilung. Die Erweiterung soll in zwei Bauabschnitten erfolgen. Das Unternehmen reagiere mit der Erweiterung auf die hohe Nachfrage nach Wasserkraftanlagen, besonders aus dem Ausland. Der deutsche Markt werde nach wie vor kritisch beurteilt, heißt es in der Pressemitteilung. Von den internationalen Klimaschutzbemühungen profitierte die Wasserkraft Volk AG (WKV AG) besonders in den letzten beiden Jahren deutlich. "Die Nachfrage ist ungebrochen groß und die mittelfristige Auftragslage ist sehr zufriedenstellend", bilanziert WKV-Vorstand Josef Haas anlässlich des feierlichen Spatenstichs für den ersten Bauabschnitt der Produktionserweiterung.  Derzeit betrage das Auftragsvolumen rund 30 Millionen Euro, was einer Turbinenleistung von rund 100 Megawatt (MW) entspreche, die in den Jahren 2008/09 gefertigt und ausgeliefert werden sollen.



35 neue Arbeitsplätze sollen geschaffen werden

Laut Haas profitiert das Unternehmen von den internationalen Klimaschutzbemühungen und dem hohen Ölpreis. In zahlreichen Ländern der Erde werde massiv in erneuerbare Energien investiert, speziell in die Wasserkraft, die technisch als ausgereifteste alternative Energiequelle gelte. Der Auftragsboom habe das Unternehmen mit seiner bisherigen Fläche von 4.000 Quadratmeter zu klein werden lassen. Mit der Erweiterung werde das Unternehmen auf insgesamt rund 9.000 Quadratmeter wachsen. Von Dezember bis Frühjahr 2008 sollen 600 Quadratmeter fertiggestellt werden. Ab Frühjahr 2008 ist der zweite Bauabschnitt geplant, der weitere 4.500 Quadratmeter Produktionsfläche umfasst. Mindestens 35 neue Arbeitsplätze sollen nach dem Willen von WKV-Vorstand Haas entstehen, vom Facharbeiter bis zum Ingenieur. Auch die Einstellung weiterer Auszubildender sei geplant.


Kritik am Erneuerbare-Energien-Gesetz

Firmengründer und Aufsichtsratschef Manfred Volk sieht seine Prognosen der vergangenen Jahren heute bestätigt: "Wasserkraft wird international die wichtigste regenerative Energiequelle bleiben und verspricht ein enormes energetisches und wirtschaftliches Potenzial, das zunehmend genutzt wird." Bereits 18 Prozent der weltweiten Energie werde mit Wasserkraft erzeugt, obwohl aktuell nur 20 Prozent der Ressourcen technisch erschlossen seien. Kritik übte Volk an der deutschen Energiepolitik. Die geplante Neufassung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) enthalte keine deutliche Verbesserung für den Ausbau der regenerativen Energien. "Wir wünschen uns von den Umweltpolitikern nicht nur große Ankündigungen, sondern auch Taten, die die erneuerbaren Energien in Deutschland tatsächlich voranbringen. Im Moment kann ich diesbezüglich so gut wie keine positiven Signale erkennen", kritisierte Volk.

29.12.2007   Quelle: Wasserkraft Volk AG; openPR   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Wasserkraft Volk AG,
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Welthöchstes Solar-Kraftwerk: Montagearbeiten bei klirrender Kälte

Montage der Solar-Fassade auf dem Jungfraujoch
Montage der Solar-Fassade auf dem
Jungfraujoch

Die sol-E Suisse AG, Tochtergesellschaft der BKW FMB Energie AG (BKW), hat Mitte Dezember 2007 Tage zusammen mit den Jungfraubahnen (JB) mit der Montage der Solarmodule für die welthöchste Photovoltaikanlage auf dem über 3.500 Meter hohen Jungfraujoch in den Berner Alpen (Schweiz) begonnen. Das von der sol-E Suisse AG geplante Solarkraftwerk wird in mehreren Etappen aufgebaut. In einem ersten Schritt werden 82 Quadratmeter Fassadenfläche am Sphinx-Observatorium mit Solarzellen belegt. Aufgrund der extremen Höhenlage erwartet die sol-E Suisse AG, dass der Energieertrag um rund 70 Prozent höher ausfallen wird als bei einer typengleichen Solarstromanlage im schweizerischen Mittelland.  Dies hätten Messungen mit einer Testanlage ergeben, die vor Jahresfrist auf dem Jungfraujoch errichtet worden war. Die Betriebsdaten des neuen Sonnenkraftwerks werden wissenschaftlich ausgewertet. Diese Auswertung dient sowohl der weiteren Entwicklung der Photovoltaik als auch dem Projekt von Bertrand Piccard zur Erdumrundung mit einem Solarflugzeug (Solarimpulse).


Der Testbetrieb auf dem Jungfraujoch soll grundlegende Erkenntnisse liefern zur Energie- und Bautechnik, zu den Einflüssen extremer Witterungsverhältnisse und schließlich auch zur Akzeptanz eines fassadenintegrierten hochalpinen Sonnenkraftwerks. Die im Oktober 2007 gegründete, schweizweit tätige BKW-Tochtergesellschaft sol-E Suisse AG erstellt in der gesamten Schweiz Anlagen zur Nutzung der neuen erneuerbaren Energien, vorwiegend Sonnen-, Wind-, Biomassen- und Kleinwasserkraftwerke. Sie übernimmt von der BKW sowohl ihre in diesen Technologien erfahrenen Energiespezialisten als auch die entsprechenden, bereits national bekannten Anlagen wie das Sonnenkraftwerk auf dem STADE DE SUISSE in Bern und das größte schweizerische Windkraftwerk auf dem Mont Crosin im Berner Jura.

28.12.2007   Quelle: sol-E Suisse AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: sol-E Suisse AG,
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Photovoltaik-Rekordjahr für City-Solar-Gruppe: Mehr als 32 MWp installiert

Solarkraftwerk Beneixama (20 MWp)
Solarkraftwerk Beneixama (20 MWp)

Die deutsche City-Solar-Gruppe (Bad Kreuznach) meldet ein Rekordjahr. Mehr als 32 Megawatt Photovoltaik-Nennleistung (MWp) brachte das Solar-Unternehmen im Jahr 2007 an das Netz. Darunter im September das weltgrößte Solarstrom-Kraftwerk im spanischen Beneixama (Provinz Alicante) mit 20 MWp. Zuletzt folgten in Deutschland der Ausbau des Solar-Kraftwerks in Göttelborn (Saarland) von vier auf 8,4 MWp, zwei Solarparks in Bayern (Thierhaupten mit fünf MWp und Kettershausen mit 2,4 MWp) sowie ein erstes kleineres Kraftwerk mit den eigenen nachgeführten Systemen im spanischen Bonete (Provinz Albacete).  "Beneixama war für uns natürlich das Highlight des Jahres. Nicht nur wegen der Größe des Projekts, sondern auch, weil sich dadurch Türen zu weiteren, sehr interessanten Projekten geöffnet haben", resümiert Martin Müller, Leiter des Kraftwerksbau-Teams. Zwei der neuen Projekte sind bereits angelaufen: die spanischen Kraftwerke in Mahora (Provinz Albacete) mit 15 MWp und Alconchel (Provinz Badajoz, nahe der portugiesischen Grenze) mit 10 MWp. Beide sollen bis Sommer 2008 fertig gestellt werden. In Alconchel arbeitet City Solar mit den traditionellen starren Photovoltaik-Komponenten, in Mahora werden wie in Bonete nachgeführte City-Solar-Systeme (Tracker) eingebaut - mehr als 7.000 auf einer Grundfläche von knapp einer Millionen Quadratmeter (vergleichbar mit 142 Fußballfeldern).



Markteinstieg in Italien und Griechenland im zweiten Halbjahr 2008

Parallel baut das Team in Spanien bis Sommer mindestens weitere 20 MW, verteilt auf mehrere Projekte. "Vielleicht kommt sogar kurzfristig noch mehr dazu, wir führen im Moment viele Gespräche", berichtet Spanien-Chef Dr. Peer Piske. In der zweiten Jahreshälfte sei dann der Markteinstieg in Italien und Griechenland geplant. Auch hier stünden Projekte kurz vor dem Abschluss. "Wir sind strategisch gut aufgestellt und sehr zufrieden mit unserer Marktposition. Deshalb sind wir sehr optimistisch, sukzessive in weiteren europäischen Ländern Fuß zu fassen", betont Müller. Dazu gehört auch Südosteuropa, unter anderem mit Bulgarien und Rumänien. Gleichzeitig bleibt City Solar den heimischen Gefilden treu und hat sich vorgenommen, auch in Deutschland im Laufe des nächsten Jahres weitere Solarkraftwerke zu realisieren.

28.12.2007   Quelle: City Solar AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: City Solar AG,
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Neues BINE-Projekt-Info über solare Kombianlage für Klinikbetrieb

Große thermische Solaranlagen zur Brauchwassererwärmung sind bereits vielfach erprobt und bewährt. Der Einsatz großer Kombianlagen, die sowohl Warmwasser bereiten als auch die Heizung unterstützen, steht dagegen erst am Anfang. Benötigt werden Erfahrungen über die optimale Dimensionierung von Kollektorfeld und Speicher, Verschaltung und Betriebsweise. Günstig für den Einsatz solcher Anlagen ist das ganze Jahr über ein hoher Bedarf an Warmwasser und Heizwärme. Damit eignen sich beispielsweise Kliniken ideal. Das neue BINE-Projekt-Info "Thermische Solaranlage - Rehaklinik" (11/07) berichtet über Erfahrungen mit einer Solar-Kombianlage an der Rehaklinik Bad Frankenhausen. Auf den nach Süden orientierten Gebäuden der Klinik wurden im Sommer 2003 dachintegrierte Großkollektoren eingebaut. Diese sind in die konventionelle Haustechnik eingebunden. Sie erwärmen sowohl die Zuluft für die Sanitärbereiche der Patientenzimmer, das Brauchwasser der Klinik als auch das Wasser der Therapieschwimmbecken. Nach Schwierigkeiten zu Beginn des Probebetriebs erreiche das erfolgreich optimierte System inzwischen einen solaren Deckungsanteil von fast 40 %, betont der BINE Informationsdienst. 

Anlagenkonzept entscheidet über Solar-Ertrag von Kombisystemen

Etwa jede fünfte in Deutschland installierte Solarwärmeanlage liefert neben warmem Wasser auch Wärme für die Gebäudeheizung. Dabei handelt es sich jedoch bisher überwiegend um Kleinanlagen für Ein- und Mehrfamilienhäuser. Über deren solaren Ertrag entscheiden in erster Linie Ausführung und Dimensionierung der einzelnen Komponenten, aber weniger das Anlagenkonzept. Bei großen Kombianlagen sind hingegen vielfältige Systemvarianten möglich, aber nicht gleichermaßen effektiv. Erfahrungen zu einer optimalen Systemdimensionierung und -gestaltung werden gesammelt mit Demonstrations- und Forschungsanlagen im Rahmen der Förderkonzepte "Solarthermie-2000" bzw. "Solarthermie200plus" des Bundesumweltministeriums.

Das neue Projekt-Info "Thermische Solaranlage - Rehaklinik" ist kostenfrei beim BINE Informationsdienst von FIZ Karlsruhe erhältlich - im Internet unter http://www.bine.info oder telefonisch unter 0228 – 92379-0.

28.12.2007   Quelle: BINE Informationsdienst   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: BINE Informationsdienst,

 

Fraunhofer-Institute und PVA TePla: Kristallisationsanlage für Solar-Silizium geht in Halle an den Start

„Multi Crystallizer“ zur Herstellung von Solar-Wafern
„Multi Crystallizer“ zur Herstellung von
Solar-Wafern

Das Fraunhofer-Centrum für Silizium Photovoltaik (CSP; Asslar/Halle an der Saale) nahm im Dezember 2007 eine neue Kristallisationsanlage zur Herstellung multikristalliner Siliziumblöcke für Solar-Wafer in Betrieb. Die Anlage vom Typ "MultiCrystallizer" wurde von der PVA TePla AG geliefert, einem der weltweit führenden Hersteller von Kristallzuchtanlagen für die Halbleiter- und Photovoltaikindustrie, berichtet das Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme ISE in einer Pressemitteilung. Mit der Entnahme des ersten Siliziumblocks habe das CSP einen weiteren Meilenstein auf dem Weg zum führenden Forschungszentrum für Kristallisation und Materialanalyse von Solarsilizium erreicht: Das CSP will mit der hoch entwickelten Kristallisationsanlage Multicrystallizer neue Erstarrungsprozesse für Solar-Silizium entwickeln und diese praxisnahe Forschungsdienstleistung auch Industrieunternehmen anbieten.  Die Anlage ermöglicht Unternehmen aus der Solar- und Photovoltaik-Branche die Produktion von Silizium-Blöcken für über eine Million Wafer pro Jahr.



Jörg Bagdahn, geschäftsführender Leiter des CSP in Halle ist erfreut: "Wir sind jetzt in der Lage, im industriegerechten Maßstab die Kristallisationsprozesse zu optimieren sowie neuartiges Siliziummaterial selbst zu verarbeiten". Dabei nutzen die Fraunhofer-Institute für Werkstoffmechanik IWM und Solare Energiesysteme ISE ihre Synergien: "In Zusammenarbeit mit der Zellverarbeitung am Fraunhofer ISE in Freiburg kann das Material direkt zu Solarzellen weiterverarbeitet werden", ergänzt Professor Gerhard Willeke, stellvertretender Leiter des Fraunhofer CSP und Koordinator Photovoltaik am ISE.


Hochtechnologie für den schnelleren Ausbau der Photovoltaik

Der aktuelle Weltmarktbedarf für Produktionsanlagen dieser Art wird von der PVA TePla auf mehrere Hundert pro Jahr geschätzt. "Die Zusammenarbeit mit dem CSP ist für unser Unternehmen von besonderer Bedeutung und bestätigt die Spitzentechnologie unserer Anlagentechnik", so Peter Abel, Vorstandsvorsitzender der PVA TePla AG. "Sollte es den Wissenschaftlern gelingen, neuartiges Silizium in unseren Anlagen so zu behandeln und umzuschmelzen, dass es direkt zu Solarwafern verarbeitet werden kann, wird sich der Bedarf an unseren Anlagen noch weiter verstärken", so Abel weiter. Die Nutzbarmachung dieser Materialien könne zu einem schnelleren Ausbau der Photovoltaik führen.


Siliziumblöcke mit einem Gesamtgewicht von bis zu 450 Kilogramm

Der MultiCrystallizer ist eine neue VGF-Anlage (Vertikcale- Gradient-Freeze-Process) aus dem Geschäftsbereich Kristallzucht-Anlagen der PVA TePLa, die vollständig auf die Bedürfnisse und Anforderungen der Solar-Wafer-Hersteller zugeschnitten ist. Sie stellt Siliziumblöcke mit einem Gesamtgewicht von bis zu 450 Kilogramm her. Hochreines Silizium wird bei einer Temperatur von bis zu 1.500° C in einem Keramiktiegel geschmolzen und anschließend in einem durch drei Heizzonen geregelten vertikalen Temperaturfeld gerichtet erstarrt. Die Anlage bietet aufgrund ihrer hohen Flexibilität in unterschiedlichen Prozessführungen optimale Voraussetzungen für eine produktionsnahe Material- und Prozessentwicklung.


Potenziale für leistungsfähigere und kostengünstigere Solarzellen

Im Center für Silizium-Photovoltaik CSP in Halle arbeiten die Wissenschaftler des Fraunhofer-Instituts für Solare Energiesysteme ISE und für Werkstoffmechanik IWM gemeinsam daran, die Prozesse bei der Herstellung von Siliziumkristallen und Solarmodulen zu verbessern. In dem weltweit einmaligen Kristallisations- und Materialanalysezentrum kooperieren sie mit Industriepartnern, der Martin-Luther-Universität und dem Max-Planck-Institut für Mikrostrukturphysik vor Ort. Ihr gemeinsames Ziel ist: Die kristalline Silizium-Photovoltaik soll leistungsfähiger und kostengünstiger werden. Hier gilt es, die vorhandenen Kostenreduktionspotenziale durch Verwendung neuer, leistungsfähigerer Materialien und Technologien konsequent auszunutzen.

27.12.2007   Quelle: Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme ISE   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: PVA TePla AG,
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Entwicklung des deutschen Heizungsmarktes bremst Solarthermie in Europa

Einbruch in Deutschland bremst Solarthermie in Europa
Einbruch in Deutschland bremst
Solarthermie in Europa

Nach vier Jahren mit einem sehr dynamischen Wachstum ging der Solarwärmemarkt in Europa 2007 um 10 % zurück, berichtet der europäische Solarwärme-Industrieverband ESTIF in einer Pressemitteilung. Dazu hätten vor allem viele Faktoren beigetragen, die einen Rückgang des deutschen Solarthermie-Marktes um etwa 33 % bewirkten, heißt es in der Pressemitteilung. ESTIF fordert deshalb von der Politik, Solar-Verpflichtungen einzuführen, um die Marktentwicklung zu beschleunigen. "Wir konnten in einigen Ländern sehr positive Trends ausmachen, aber auch einen dramatischen Markteinbruch in Deutschland", sagt Gerhard Rabensteiner, Präsident der European Solar Thermal Industry Federation (ESTIF). "Für uns bedeutet dies, dass wir den Verbrauchern die Vorzüge der Solarthermie noch deutlicher aufzeigen müssen. Und wir fordern von der Politik, die unstete Förderung zu beenden. Die Industrie braucht stabile Rahmenbedingungen zur Unterstützung der Solarthermie", so Rabensteiner.
  Deutscher Solarwärmemarkt um mindestens um ein Drittel geschrumpft

Wegen der ungewöhnlichen Marktentwicklung hat ESTIF die vorläufigen Zahlen bereits zum Jahresende veröffentlicht. Die endgültigen Statistiken für 2007 sollen wie üblich im Juni 2008 publiziert werden. Für Frankreich, Italien und Spanien meldet ESTIF zweistellige Wachstumsraten. Der Solarthermie-Markt in Griechenland hingegen sei nur mäßig gewachsen und in Österreich, dem Land mit der höchsten Solarthermie-Kapazität pro Einwohner, werde eine Stagnation erwartet. Diese positiven Entwicklungen hätten jedoch den einschneidenden Einbruch des deutschen Solarwärmemarktes nicht ausgleichen können, der im Vergleich zum erfolgreichen Jahr 2006 und einem damaligen Wachstum von 58 % im Jahr 2007 um mindestens um ein Drittel geschrumpft sei.

Für 2008 erwartet ESTIF wieder Wachstum, das besonders in den Mittelmeerländern beschleunigt werde. Auch in Deutschland geht die Solarwärme-Industrie von einem Zuwachs aus, der allerdings länger als ein Jahr benötige, um das Marktvolumen von 2006 wieder zu erreichen. Mittelfristig seien die Wachstumsperspektiven der Solarthermie ausgezeichnet, betont ESTIF, denn die wirtschaftliche Basis sei gut.


EU-Richtlinie zur Heizung und Kühlung mit Erneuerbaren

Die Solarthermie-Branche erwartet einen kräftigen Wachstumsschub durch die kommende EU-Richtlinie, welche erstmals auch Fördermaßnahmen für die Heizung und Kühlung mit erneuerbaren Energien enthalten wird. Stabilere und effektivere Rahmenbedingungen zu schaffen, sei wesentlich, um ein stop&go auf den Märkten zu vermeiden und ökonomische Skaleneffekte von der Produktion über den Vertrieb bis hin zu Installation zu bewirken. Krisen wie in den Jahren 2002 und 2007 müssten künftig vermieden werden, da sie etliche Firmen schwer treffen könnten, die in einem Markt arbeiten, der noch immer überwiegend durch kleine und mittlere Unternehmen geprägt sei, einschließlich des Handwerks.


Solarthermie-Aktionsplan für die EU und Mitgliedsstaaten

ESTIF hat kürzlich ein detailliertes Positionspapier veröffentlicht, in dem der Verband die Anforderungen der Solarthermie-Branche an die kommende EU-Richtlinie sowie die Politik der einzelnen Länder aufzeigt. In dem Solarthermie-Aktionsplan sind umfangreiche Leitfäden und herausragende Beispiele zu finden. Der Solarserver berichtete unter http://www.solarserver.de/news/news-6463.html.

Der Solarwärme-Aktionsplan (26 S., englisch, PDF) kann im Internet heruntergeladen werden unter www.estif.org/STAP.

Grafik zur Solarthermie-Marktentwicklung im Großformat:
http://www.solarserver.de/images/ESTIF_2007_gross.gif

27.12.2007   Quelle:   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: ESTIF,

 

KfW-Programm zur CO2-Gebäudesanierung: Bis 1.000 Euro Zuschuss für Beratung und Baubegleitung

Ab sofort können Eigentümer von Ein- und Zwei-Familienhäusern bei der KfW-Förderbank einen Zuschuss für die Baubegleitung beantragen. Dies gilt für Antragsteller, die eine umfassende energetische Sanierung durchführen wollen und steht in Verbindung mit einem Förderkredit oder Investitionszuschuss im Rahmen des CO2-Gebäudesanierungsprogramms. Bezuschusst werden die Kosten für Energieberatung und Baubegleitung in Höhe von 50 % der Kosten, je Wohneinheit werden maximal 1.000 EUR ausgezahlt, berichtet die KfW in einer Pressemitteilung. Bei umfassenden energetischen Sanierungen von Wohnhäusern sei die Sicherung der Qualität der geförderten Maßnahmen ein wichtiger Erfolgsfaktor, betont die KfW.  

Zuschuss ist an konkretes Sanierungsvorhaben gebunden, das im CO2-Gebäudesanierungsprogramm gefördert wird

"Unsere Erfahrungen zeigen, dass kompetente Planung und sachkundige Begleitung einer Sanierungsmaßnahme unerlässlich sind, um die gewünschte Energieeffizienz zu erzielen", sagte Ingrid Matthäus-Maier, Vorstandssprecherin der KfW Bankengruppe. Fachgerecht ausgeführte Sanierungen ermöglichten Mietern und Eigentümern, langfristig an deutlichen Heizkosteneinsparungen und wertstabilen Immobilien zu profitieren. Gewährt wird der Zuschuss für Baubegleitung bei Sanierungen auf Neubauniveau oder besser nach der Energieeinsparverordnung (EnEV). Er ist an ein konkretes Sanierungsvorhaben gekoppelt, das entweder in der Kredit- oder der Zuschussvariante des CO2-Gebäudesanierungsprogramms gefördert wird.

Interessierte erhalten weitere Informationen zum Ortstarif unter 01801/33 55 77 oder unter http://www.kfw-foerderbank.de.

27.12.2007   Quelle: KfW   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

 

Stadtwerke Mühlacker speisen erstmalig Biogas in das Erdgasnetz ein

Biomethananlage der Schmack Biogas AG
Biomethananlage der Schmack Biogas AG

Wie geplant ging am 19. Dezember 2007 die Biomethananlage Mühlacker in Betrieb und wird erstmals Biogas in das Netz der Stadtwerke Mühlacker (Enzkreis) einspeisen. Die Anlage steht im Industriegebiet "In den Waldäckern" und erzeugt aus nachwachsenden Rohstoffen Biomethan, das wie Erdgas verwendet werden kann, berichtet die Schmack Biogas AG in einer Pressemitteilung. Verarbeitet werden Mais und, Gras, aber auch Getreide, das nicht für die Produktion von Nahrungsmitteln geeignet ist. Die Anlage, die zwei Megawatt (MW) elektrische Leistung bzw. fünf MW Gasleistung produziert, deckt ein Drittel des Gasbedarfs der Stadtwerke Mühlacker.   Voraussetzung für die Gaseinspeisung ist die Aufbereitung des Biogases auf Erdgasqualität. Das Biogas wird verdichtet und zunächst katalytisch über Aktivkohle von Schwefelwasserstoff befreit. Danach gelangt das so konditionierte Biogas in die sogenannte Druckwechseladsorptionsanlage, welche die weiteren Verunreinigungen (CO2, H2O etc.) sicher und dauerhaft eliminiert.


Unabhängigkeit von fossilen Energieträgern plus aktiver Umweltschutz

Der große Vorteil der Biogaseinspeisung sei die Trennung der Biogasproduktion von der Energieverwertung, betont die Schmack Biogas AG. In das Netz gespeist könne Biogas praktisch an jedem Ort zu Biowärme, Biostrom oder zu Biokraftstoff umgewandelt werden. Die Stadtwerke Mühlacker schaffen sich mit der neuen Anlage, nicht nur ein Stück Unabhängigkeit von fossilen Energieträgern, sondern leisten damit auch aktiven Umweltschutz. Die Erzeugung von Strom aus Biogas ist CO2-neutral, d.h. bei der Verbrennung wird nur die Menge an Kohlendioxid ausgestoßen, welche die Pflanze während ihres Wachstums aufgenommen hat. Die Biogas-Technik bietet die Chance, vielfältige Klima-, Umwelt- und Ressourcenschutzziele gleichzeitig zu erreichen.

Die Biogas-Anlage in Mühlacker, die nach nur sechs Monaten Bauzeit in Betrieb genommen wird, wurde im Auftrag der Eigentümerin, der Biomethananlage Mühlacker GmbH von Schmack Biogas gebaut. Sie ist die dritte deutsche Biogasanlage von Schmack Biogas, die aufbereitetes Biogas produziert und einspeist.

27.12.2007   Quelle: Schmack Biogas AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Schmack Biogas AG,

 

SolarWorld AG unterstützt Solarstrom-Projekte in den Ländern des Südens

In den ärmeren Regionen dieser Erde ist Elektrifizierung eine entscheidende Grundlage für eine faire Entwicklung. Unter dem Dach "Solar2World" bündelt der Photovoltaik-Konzern SolarWorld seine Aktivitäten, die Solarstrommodule für ausgesuchte Projekte mit Beitrag zur regionalen Entwicklung bereitstellen. Schwerpunkt der Projekte ist Afrika. Dort wird gezeigt, wie mit einfachen Mitteln vor Ort geholfen werden kann. Oft geht es darum, die lokalen Ausbildungsmöglichkeiten, die Gesundheit der Menschen und die Umwelt entscheidend zu verbessern. Dabei wird deutlich, wie nutzbringend Solarstrom eingesetzt werden kann.   Der Vorstandsvorsitzende der SolarWorld AG, Frank H. Asbeck, begründet sein Engagement: "Zwei Milliarden Menschen weltweit haben keinen Zugang zum Stromnetz und verbrauchen zur Energieversorgung Milliarden Tonnen umwelt- und gesundheitsschädlichen Kerosins. Solarenergie ist für diese Menschen oft die einzige Chance, Licht zu haben, Arzneimittel zu kühlen, Wasserpumpen zu betreiben, oder einen Computer bzw. ein Mobiltelefon nutzen zu können. Die SolarWorld AG möchte mit ihren Solarstromprodukten dazu beitragen, dem Anspruch dieser Menschen auf eine faire Entwicklung Rechnung zu tragen. Mit unseren 'Solar2World'-Projekten legen wir den Grundstein für den Aufbau einer weltweiten solaren Infrastruktur."


"Solar2World"-Projekte in Malawi, Ruanda, Mali und Südafrika

Mit acht "Solar2World"-Modulen à 160 Watt Leistung (Gesamtleistung: 1,3 kWp) hilft die SolarWorld AG einem Aidswaisenhaus in der afrikanischen Republik Malawi. In Kenia unterstützt die SolarWorld AG zwei weiterführende Schulen bei einem Trinkwasserprojekt und in Ruanda erhält ein Berufsausbildungszentrum "Solar2World"-Module. Dort sollen Jugendliche und Erwachsene als Solarteure ausgebildet werden und damit neue Berufschancen erhalten. In Zusammenarbeit mit dem Mali-Folkecenter NYETAA werden in 14 Dörfern im Süden Malis (Region Sikasso) "Solar2World"-Projekte umgesetzt. Der Solarstrom bringt Licht in die Dörfer und wird für Radio, Fernsehen, Computer, Drucker und das Telefon genutzt.

In Goma im Ostkongo unterstützt die SolarWorld AG die Solarstromversorgung des dortigen Bethesda-Hospitals. In Zusammenarbeit mit dem Deutschen Entwicklungsdienst (DED) wird auch ein Computer-Ausbildungszentrum in Lira in Nord-Uganda solar unterstützt. Dort haben Lehrkräfte und Studenten die Möglichkeit, Computer-Tätigkeiten zu erlernen und das Internet als Wissens- und Fortbildungsmedium zu nutzen. Im Komsberg Wilderness Nationalpark in Südafrika (Region Karoo, Northern Cape) wurde in Zusammenarbeit mit der südafrikanischen Umweltorganisation "Wildlife For All Trust" ein solares Wasserpumpen-Projekt unterstützt. Das Projekt hat eine Photovoltaik-Leistung von einem Kilowatt (kWp).

24.12.2007   Quelle: SolarWorld AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

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Pendos CO2-Zähler hilft beim Klimaschutz in der Weihnachtszeit

Ratgeber zur persönlichen
"CO2-Diät".

Elektrischer Lichterglanz, der Flug zur Familie und der opulente Festtagsbraten in der wohltemperierten Wohnung - die Weihnachtszeit lockt mit vielen persönlichen CO2-Sünden. Wer klimafreundlich leben möchte, ohne auf Annehmlichkeiten zu verzichten, dem steht "Pendos CO2-Zähler" zur Seite, berichtet die Kampagne "Klima sucht Schutz" in einer Pressemitteilung. Auch zu weihnachtlichen Konsum-Entscheidungen berät das Buch: Zum Beispiel produziere der achtstündige Betrieb einer Lichterkette mit 100 Watt Ökostrom gerade einmal 32,5 Gramm CO2-Äquivalent gegenüber herkömmlichen Strom (520 g CO2), das sind 94 % weniger Treibhausgase.  Ein Kilogramm Bio-Gans verursacht nur 3.050 Gramm CO2 im Vergleich zu einem Rindfleischbraten (13.300 g CO2*), eine Ersparnis von 77 % CO2. Und die Hin- und Rückfahrt Hamburg – München mit der Bahn (68 kg CO2) spart 80 % CO2 gegenüber dem Flugzeug (340 kg CO2*). Mit anschaulichen Tabellen für Konsum, Strom, Heizen und Mobilität zeigt der Zähler, was tatsächlich Pfunde auf die Klimawaage bringt und was viel weniger ins Gewicht fällt als erwartet. So kann jeder für den eigenen Haushalt berechnen, wie viel Treibhausgase er verursacht oder mit Ökostrom, Biolebensmitteln und Energiesparmaßnahmen vermeidet.



Wo die eigene "CO2-Diät" beginnt, entscheidet jeder selbst. Das Buch liefert die Fakten, erklärt wichtige Begriffe und führt leicht verständlich auch an anspruchsvolle Themen heran. Neben den besten Tipps, die Energie und oft auch Geld sparen, gibt es hilfreiche Adressen für umweltbewusste Konsumenten. Pendos CO2-Zähler ist das erste Nachschlagewerk zum Vergleich der wichtigsten individuellen CO2-Emissionsquellen – für alle, die effizient das Klima schützen möchten.
Pendos CO2-Zähler: 156 Seiten; Flex-Cover; € 6,90 (D) / € 7,10 (A) / sFr 13,00; ISBN: 978-3-86612-141-6

23.12.2007   Quelle: co2online gemeinnützige GmbH   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: co2online gemeinnützige GmbH,
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Good Energies und Continental Wind Partners bestellen bis zu 150 Wind-Turbinen von GE Energy

Windenergieanlage GE 2,5xl.
Windenergieanlage GE 2,5xl.

Good Energies, einer der führenden Investoren im Bereich erneuerbare Energien und Energieeffizienz, hat in Zusammenarbeit mit Continental Wind Partners (CWP), einem führenden Windenergie-Entwickler in Polen, Rumänien und anderen mitteleuropäischen Ländern, einen Auftrag mit einem Umfang von 375 Megawatt (MW) für die neueste 2,5xl Windturbinen-Technolgie von GE Energy vergeben. Das Auftragsvolumen liege über 400 Millionen Euro; die Lieferung soll ab 2009 erfolgen, berichtet Good Energies in einer Pressemitteilung. Bis zu 150 der 2,5 MW-Turbinen von GE Energy sollen für Unternehmen bereitgestellt werden, die von Good Energies und CWP kontrolliert werden. Die Windenergieanlagen sollen hauptsächlich in Polen und Rumänien errichtet werden.   Good Energies und CWP rechnen damit, mit dem Bau dieser Windparks zu den führenden Unternehmen für erneuerbare Energie in Zentraleuropa zu zählen.



"Mit Freude ernten wir nun die Früchte unserer Partnerschaft mit Continental Wind Partners in Form von zahlreichen hervorragenden Projekten in Zentraleuropa, mit deren Bau demnächst begonnen werden kann. Wir sind zuversichtlich, dass die GE Energy 2,5xl-Turbine eine ausgezeichnete Wind-Anlage für diese Standorte ist. Wir freuen uns darauf, CWP als Partner und Gesellschafter bei seiner Tätigkeit unterstützen zu können", kommentiert Andrew Lee, Managing Director von Good Energies in London.


"Das GE Energy 2,5xl-Modell wurde von den Mitarbeitern bei CWP und externen Fachleuten umfassend geprüft und als optimale Windenergieanlage für windreiche Standorte in Polen und Rumänien eingeschätzt. Wir haben die Anlage den nationalen Netzbetreibern im Detail vorgestellt und sie waren von den technischen Merkmalen begeistert", so Alex Hewitt, Director und Gründer von CWP.

Vor Ort führt PS Wind Management (PSWM) die Geschäfte von CWP. Der PSWM-Geschäftsführer und Mitgründer und CEO von CWP, Adam de Sola Pool erklärt: "Die Bestellung der 375 MW-Turbine ist für die Spitzenstandorte in Rumänien und Polen bestimmt. Sie ist die erste von mehreren Bestellungen, die 2008 und 2009 erfolgen sollen. Es ist geplant, Ende des Jahres 2008 Genehmigungen für insgesamt 600 MW an Windfarmen in Rumänien zu halten. In Polen sollen im nächsten Jahr 280 MW zugelassen sein. Zusätzlich haben wir in Zusammenarbeit mit Good Energies Kabel und Transformatoren für unsere Projekte vorbestellt."

Das Londoner Projektteam von Good Energies hat nach eigenen Angaben ein europaweites Portfolio aufgebaut, das Investitionen in Großbritannien, Italien, Griechenland, Polen und Rumänien umfasst. Momentan treibedas Londoner Team Aktivitäten in netzgebundene Solarstromanlagen voran. Darüber hinaus investierte Good Energies auf dem nordamerikanischen Windenergie-Markt in kanadische und US-amerikanische Projektentwicklungs-Unternehmen. Die gesamte Entwicklungs-Pipeline von Good Energies und seinen Portfoliounternehmen beziffert das Unternehmen derzeit mit etwa 3.000 MW.

23.12.2007   Quelle: Good Energies   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: General Electric Company,
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Geothermie-Kraftwerk im Oberrheingraben liefert Strom und Wärme

BINE-Projekt-Info zur Geothermie.
BINE-Projekt-Info zur Geothermie.

Die Wärme im Inneren der Erde steht unabhängig von Tages- und Jahreszeiten zur Verfügung. Gelingt es auch in Deutschland, diese Wärme für die Stromerzeugung zu nutzen, dann könnte Strom aus geothermischen Kraftwerken zur Grundlastversorgung eingesetzt werden. Dank Fortschritten in der Kraftwerkstechnik ist es mittlerweile möglich, auch auf der Basis natürlicher Warmwasservorkommen mit einer Temperatur zwischen 100 - 200 °C Strom zu produzieren. In Landau (Rheinland-Pfalz) fand man in 3.000 Metern Tiefe knapp 160 °C warmes Wasser. Hier ging im November 2007 ein geothermisches Kraftwerk ans Netz. Das neue BINE-Projekt-Info "Geothermische Stromerzeugung in Landau" (14/2007) stellt die Anlage und das Energiekonzept vor. 


Strom für 6.000 Haushalte

Der Oberrheingraben bietet besonders günstige Voraussetzungen für Geothermieprojekte. An verschiedenen Stellen gibt es sogenannte "Hot Spots", bei denen schon ab 2.500 m Tiefe mit heißem Wasser um die 150 °C zu rechnen ist. An der Anlage Landau wird das Thermalwasser zunächst zur Stromerzeugung in einem speziellen Kraftwerksprozess (ORC) genutzt. Anschließend wird das Wasser, mit einer verbliebenen Temperatur von 70 - 80 °C, in ein Fernwärmenetz eingespeist. Die Anlage Landau wird im Jahr 22 Millionen Kilowattstunden Strom erzeugen, was rechnerisch zur Versorgung von 6.000 Haushalten ausreicht.

Nah- und Fernwärmenetze sind eine Schlüsselkomponente, um künftig bei der Wärmeversorgung verstärkt erneuerbare Energien, wie beispielsweise die Geothermie, einsetzen zu können. Dem Neu- und Ausbau derartiger Netze kommt daher eine große Bedeutung zu. Idealerweise erfolgt dabei die Energiebereitstellung in Kraft-Wärme-Kopplung. Das Projekt-Info "Geothermische Stromerzeugung in Landau" ist kostenfrei beim BINE Informationsdienst von FIZ Karlsruhe erhältlich - telefonisch unter 0228 - 923790 oder im Internet unter http://www.bine.info

23.12.2007   Quelle: BINE Informationsdienst   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: BINE Informationsdienst,

 

SMA startet Photovoltaik-Internetportal für Kinder

SMA führt Kinder in die Solarstromtechnik ein.
SMA führt Kinder in die Solarstromtechnik ein.

Sunny Bear und Solarinchen sind die Sympathiefiguren des neuen Wissens-Portals der SMA Technologie AG für Kinder. Das Online-Angebot bietet Informationen rund um die Photovoltaik und erneuerbare Energien und richtet sich an die Altersgruppe der Sieben- bis Elfjährigen. Das Solarstromportal der SMA Technologe AG will mit Spaß und Spiel das Interesse für die Photovoltaik und die erneuerbaren Energien wecken. Unter Anleitung von Solarinchen und Sunny Bear erfahren Kinder, wie die direkte Umwandlung von Sonnenlicht in elektrischen Strom funktioniert. "Mit unserem neuen Portal möchten wir Kinder für die Photovoltaik und erneuerbare Energien begeistern und ihnen auch Themen wie Energieeffizienz näher bringen", so Wolfgang K. Weber, SMA Bereichsleiter Marketing.   Solarinchen und Sunny Bear führen spielerisch durch ihre Welt: Sie beleuchten Themenfelder wie Sonne, Umwelt und Solarstrom und helfen, die Sachverhalte leichter zu verstehen. Unterstützt durch zahlreiche Animationen erfahren Kinder nicht nur Wissenswertes zur Sonne, zur Photovoltaik und über regenerative Energien, sondern können in vielen Spielen ihr Wissen direkt anwenden. Zusätzlich gibt es Tipps zur sinnvollen Energieverwendung und Energieeinsparung.

Das neue SMA Portal ist ab sofort online unter http://www.solar-is-future.de/kids/

22.12.2007   Quelle: SMA Technologie AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: SMA Technologie AG,
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REpower vereinbart Lieferung von Windkraftanlagen für Projekte mit mehr als 306 MW Gesamtleistung

Windenergieanlage REpower MM92.
Windenergieanlage REpower MM92.

Die REpower Systems AG hat für Großprojekte in Europa Verträge über die Lieferung von Windkraftanlagen mit einer Gesamtleistung von insgesamt 306 Megawatt (MW) geschlossen, berichtet das Unternehmen in einer Pressemitteilung. Nachdem Lieferverträge über 41 Turbinen der 2-Megawattklasse aus einem ersten Rahmenvertrag mit dem zum führenden globalen Energiedienstleister Veolia Environnement gehörenden Projektentwickler Eolfi erfolgreich in Kraft gesetzt worden seien, sei mit demselben Kunden nun ein zweiter Rahmenvertrag über die Lieferung von insgesamt 84 Windkraftanlagen (Typ MM92, Gesamtleistung 168 MW) für verschiedene Projekte in Frankreich vereinbart worden. Lieferzeitraum ist 2009 bis 2010.   Alle Projekte werden von der französischen REpower-Tochtergesellschaft REpower S.A.S. mit Sitz in Paris ausgeführt. Das Unternehmen vertreibt, errichtet und wartet sämtliche Anlagentypen der Multi-Megawatt-Klasse von REpower in Frankreich.


Darüber hinaus habe REpower eine Reservierungsvereinbarung für 69 Anlagen mit dem Kunden Scottish and Southern Energy (SSE) in Großbritannien geschlossen. Geplant sei eine Lieferung von Windkraftanlagen des Typs REpower MM82 im Zeitraum von Ende 2008 bis zum ersten Quartal 2010 für verschiedene Windparks in Schottland. Die MM-Baureihe von REpower umfasst Anlagen mit einer Leistung von je zwei MW. Der Energieversorger SSE ist - neben Talisman Energy UK - bereits zu 50 Prozent an dem Offshore-Projekt "Beatrice" beteiligt, für das REpower zwei seiner Offshore-Windkraftwerke des Typs 5M in der schottischen Nordsee erfolgreich installiert hat. Aufgrund dieser Vereinbarungen über eine Gesamtleistung von 306 Megawatt starte REpower mit weiteren Großkunden bereits gut gerüstet in die nächsten zwei Jahre, heißt es in der Pressemitteilung.

22.12.2007   Quelle: REpower Systems AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: REpower Systems AG,

 

Windenergie-Antrieb für Frachtschiffe: Zugdrachen-Schiff MS "Beluga SkySails" getauft

MS "Beluga SkySails": Windkraft ersetzt
Diesel.

"Man muss den Mut haben, Neues auszuprobieren", kommentiert Niels Stolberg, geschäftsführender Gesellschafter der Beluga Shipping GmbH, den weltweit ersten Einsatz des innovativen Zugdrachen-Antriebssystems "SkySails" auf einem Frachtschiff. Dieser Mut werde gestützt durch die Gewissheit, dass das SkySails-System in der Seeschifffahrt das bis dato einzige Segelsystem ist, welches ohne Einschränkungen der Schiffsnutzung im kommerziellen Betrieb eingesetzt werden kann. Die branchenübergreifende Bedeutung dieser Innovation der Antriebstechnik auf See verdeutliche auch die gesellschaftliche Position der Taufpatin des Schiffes, Eva Luise Köhler, Gattin des Deutschen Bundespräsidenten. Sie verlieh dem Schiff am 15. Dezember 2007 im Rahmen der feierlichen Taufe in Hamburg an der Überseebrücke seinen Namen: MS "Beluga SkySails". 


Diesel-Einsparpotenzial von 20 bis 30 Prozent in Sicht

Von allen bekannten Konzepten, Handelsschiffe effektiv und nachhaltig alternativ anzutreiben, stellt sich laut Beluga Shipping GmbH lediglich SkySails als geeignetes Modell dar: keine störenden Masten an Deck, keine Einschränkung des Stauraums, keine Behinderung beim Laden und Löschen, keine Gefährdung von Crew, Cargo und Schiff sowie insgesamt eine zuverlässige Leistung. Die Nutzung der Windenergie durch den Einsatz des Zugdrachens ermögliche es, die Hauptmaschine zu entlasten - zehn bis 15 Prozent weniger Treibstoffverbrauch stehen in der ersten Phase des Betriebs in Aussicht. Das MS "Beluga SkySails" ist ausgestattet mit einem 160 Quadratmeter großen Drachen-Segel (Kite). Wenn das Segel innerhalb des kommenden Jahres auf 320 Quadratmeter vergrößert wird, um die Effizienz auf hoher See zu steigern, sei durchaus ein Einsparpotenzial von 20 bis 30 Prozent realisierbar, betont das Unternehmen. Die Beluga Shipping GmbH rechnet zunächst mit einer Senkung der Bunkerkosten für Schiffsdiesel im unteren vierstelligen US-Dollar-Bereich pro Einsatztag des Zugdrachensystems.

Bei zwei größeren Frachtern der Beluga P1-Serie, die in naher Zukunft ebenfalls mit SkySails-Systemen ausgerüstet werden sollen und derzeit in Bau befindlich sind, werden dann sogar Kites mit bis zu 600 Quadratmetern Segelfläche zum Einsatz kommen, kündigt die Beluga Shipping GmbH an. Daraus seien nach heutigem Kenntnisstand Treibstoffeinsparungen in einer Größenordnung von täglich bis zu zehn Tonnen möglich, gleichbedeutend einer Reduktion der Schiffsreisekosten um gut 6.000 US-Dollar. Der Einsatz der neuartigen Zusatzantriebstechnologie sei die Antwort auf die stetig steigenden Ölpreise, die seit geraumer Zeit von Rekordhoch zu Rekordhoch springen, betont Beluga Shipping. Für die Zukunft seien gemäß einschlägiger Weltwirtschaftsexperten noch weitere Preissteigerungen zu erwarten, denen es im Zuge des wachsenden Welthandelsaufkommens zu begegnen gelte. Die einstige Schallmauer von 100 US-Dollar dürfte schon bald durchbrochen werden.


Hybridantrieb auch auf dem Wasser möglich

Noch vor der Jungfernfahrt von Bremen nach Venezuela mit einer Projektladung an Bord schlage das MS "Beluga SkySails" ein neues Kapitel in der Schifffahrt auf, betont der Hersteller. Der Schiffsneubau werde als fahrender Beweis dienen, dass der Hybridantrieb auch auf dem Wasser möglich ist und dass die Emissionen verringert und gleichzeitig die Reisekosten gesenkt werden können. "Das MS 'Beluga SkySails' ist das sichtbare Ergebnis eines Pioniergeistes, der Innovationen schafft, die Wirtschaft und Umwelt voranbringen. Man muss eben den Mut haben, Neues auszuprobieren", heißt es in der Pressemitteilung.

22.12.2007   Quelle: Beluga Shipping GmbH   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Beluga Shipping GmbH,
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Monica Oliphant ist neue Präsidentin des internationalen Solarenergieverbandes ISES

ISES-Präsidentin Prof. Monica Oli- phant.
ISES-Präsidentin
Prof. Monica Oli-
phant.

Der Vorstand der International Solar Energy Society (ISES) hat die Australierin Monica Oliphant als neue Präsidentin gewählt; die Amtszeit dauert vom 01.01.2008 bis zum 31.12.2009. Prof. Oliphant ist die 25. Präsidentin des Solar-Weltverbandes und übernimmt das Amt von dem Dänen Torben Esbensen. In das Führungsgremium der ISES wurden zwei neue Vizepräsidenten gewählt: Dr. David Renné (USA) wird für wissenschaftliche und technische Fragen zuständig sein und Prof. Jan-Olof Dalenbäck (Schweden), zurzeit Schatzmeister des Verbandes, kümmert sich in Zukunft um die Mitglieder. Der neue ISES-Schatzmeister und Sekretär sowie die für die Industrie und Öffentlichkeitsarbeit zuständigen Vizepräsidenten sollen noch benannt werden.   Als ISES-Präsidentin will Oliphant drei wesentliche Ziele verfolgen: die Wahrnehmung der ISES als wissenschaftlicher Verband ausbauen, das Profil der ISES in der Politik und der Öffentlichkeitsarbeit sowie mit Blick auf die internationalen Beziehungen schärfen und die Mitgliederstruktur neu ordnen.



Höchste Priorität hat für Oliphant, mehr Teilnehmer für die ISES-Konferenzen zu gewinnen und die Zusammenarbeit mit der International Renewable Energy Alliance (IREA) auszubauen, deren Mitglieder von den ISES-Konferenzen profitieren sollen. Dazu will sie einen gemeinsamen Kongress veranstalten, der sich speziell mit politischen Themen befassen und Verbände sowie Vertreter der Regierungen ansprechen soll. Zudem will die neue ISES-Präsidentin sich für die Veröffentlichungen des Verbandes stark machen und die Kooperationen mit Institutionen und Unternehmen stärken.


Verlässliche wissenschaftliche Informationen zu erneuerbaren Energien

Weiter will Oliphant die Rolle der ISES als Lieferant verlässlicher wissenschaftlicher Informationen zu erneuerbaren Energien stärken durch die Fachpublikationen, Kongresse, strategischen Projekte und Verbindungen zu den Vereinten Nationen. Oliphant sieht die ISES gemeinsam mit den IREA-Partnern als Sprachrohr für die Erneuerbaren. Sie betont, dass die Zusammenarbeit der Erneuerbare-Energien-Industrien wichtig sei, um gegen die fossil-atomaren Energieproduzenten anzutreten und deren Fehlinformationen hinsichtlich des Potenzials der Erneuerbaren zu korrigieren. Noch wichtiger sei jedoch der globale Klimawandel. "Ich habe das Amt zu einem Zeitpunkt übernommen, an dem die Menschen sich sowohl mit der Verlangsamung des Klimawandels als auch der Anpassung an seine Folgen beschäftigen", kommentiert Oliphant ihre neue Position. "Die neuesten Berichte des Weltklimarates belegen nicht nur, dass der Klimawandel mit vom Menschen verursacht wird, sondern auch, dass seine Folgen schlimmer sein werden als ursprünglich vermutet", so Oliphant.

Die Physikerin Monica Oliphant hat an den Universitäten von Adelaide und London studiert und begann ihre Laufbahn im Feld der erneuerbaren Energien in den 1970er Jahren während der damaligen Ölkrise. Von 1977 – 1980 arbeitet sie in der Solarthermie-Forschung an der Flinders-Universität in Südaustralien, unter anderem an Solarkollektoren, Wärmepumpen und nachgeführter konzentrierter Photovoltaik. Von 1981 – 2000 war sie Forschungsdirektorin des Electricity Trust of South Australia und arbeitete zur Windenergie, an der dezentralen Versorgung mit erneuerbaren Energien, sie forschte zur gebäudeintegrierten Photovoltaik sowie zum Nachfragemanagement, Monitoring, an Messtechniken, arbeitete zur Energieeffizienz und widmete sich auch politischen Fragen.

Seit 2000 war Oliphant neben ihrer Tätigkeit in einem privaten Beratungsunternehmen auch außerordentliche Professorin am Zentrum für regenerative Energien der Forschungsuniversität von Südaustralien. In der jüngsten Vergangenheit hat sie sowohl an mehreren regionalen und landesweiten staatlichen Projekten in Australien gearbeitet als auch für die Industrie. Frau Oliphant ist Mitglied verschiedener staatliche Beratungsgremien und Arbeitsgruppen für nachhaltige Energieversorgung einschließlich des vierköpfigen Ausschusses, der für das australische Programm zum Ausbau der Erneuerbaren zuständig ist (Mandatory Renewable Energy Target; MRET). Sie war auch Mitglied des Organisationskomitees für die Weltkonferenz der ISES im Jahr 2001 in Adelaide und sitzt im Lenkungsausschuss der 3. internationalen Solarkonferenz der Städte, die 2008 stattfinden wird.

Oliphant gehört seit 1997 dem ISES-Vorstand an und vertrat darin den Solar-Verband von Australien und Neuseeland (Australian & New Zealand Solar Energy Society; ANZSES). Sie sitzt auch im Vorstand der internationalen, unabhängigen Initiative der Solar-Städte, die von ISES gegründet wurde.

Weitere Informationen: http://www.ises.org

21.12.2007   Quelle: ISES   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: ISES,
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Doppelter Erfolg für Photovoltaik-Unternehmen Fronius: zwei Energy Globe Awards für das "HyLOG"-Projekt

Energy Globe 2007 für Fronius.
Energy Globe 2007 für Fronius.

Ende November 2007 wurde der "Energy Globe Award" für Österreich vergeben. Gekürt wurden die Preisträger in den Kategorien Wasser, Feuer, Erde, Luft und Jugend. Der Österreich-Gesamtsieger wurde mittels Publikumsabstimmung im Saal ermittelt. Die bei der Preisverleihung zur Wahl stehenden Projekte setzten sich zusammen aus den vorab nominierten Bundesland-Siegern. Eine Fachjury kürte das Projekt HyLOG (Hydrogen powered Logistic System) von Fronius zum Sieger im Bereich Luft. Die überragende Mehrheit (55,6 %) der im Saal anwesenden Gäste entschied sich ebenfalls für das Fronius-Projekt und machte es zum Österreich-Gesamtsieger. Ehrgeiziges Ziel dieses Vorhabens ist die Realisierung einer emissionsfreien und effizienteren innerbetrieblichen Logistik in einem realen industriellen Anwendungsumfeld - in diesem Fall am Fronius Systemstandort Sattledt (Oberösterreich).  

Solare Wasserstoffproduktion: Doppelte Energiedichte, keine Emissionen

5 Logistikzüge sind im Einsatz, um den internen Transport in der Photovoltaik-Produktion Sattledt zu bewerkstelligen und um somit mehr als 600 Arbeitsplätze im 2-Stunden-Takt mit Material zu versorgen. Nur so können reibungslose Produktionsabläufe sichergestellt werden. Eines der dazu benötigten Fahrzeuge wird im Rahmen des HyLOG-Projekts pilotmäßig auf Antrieb mit solar erzeugtem Wasserstoff umgerüstet und im Praxiseinsatz getestet. Die bislang üblichen Blei/Säure-Batterien im Fahrzeug werden durch die Fronius Energiezelle ersetzt - eine Niedertemperaturbrennstoffzelle in Kombination mit einer Wasserstoffwechselkartusche als Treibstofftank. Und genau hier liegt auch einer der wesentlichsten Vorteile: Die zeitintensive, mehrere Stunden dauernde Batterieladung entfällt zur Gänze und wird von einem nur wenige Minuten in Anspruch nehmenden Kartuschenwechsel abgelöst.

Der zur Wasserstoffherstellung benötigte Solarstrom wird direkt vor Ort durch die werkseigene 604 kWp Solarstromanlage völlig emissionsfrei produziert und per Elektrolyse bedarfsgerecht umgewandelt. Das Ergebnis dieser innovativen Lösung: Doppelte Energiedichte im Vergleich zur Blei/Säure-Batterie sowie eine Verdoppelung der Reichweite.


Der Energy Globe Award, eine international etablierte Auszeichnung

Der Energy Globe Award aus Österreich wurde im Jahre 2003 ins Leben gerufen und stößt mittlerweile auch international auf wachsendes Interesse. Bereits zum 8. Mal wird der Preis auf internationaler Ebene in Form des "World Award for Sustainability" verliehen. Durch den Österreich-Gesamtsieg ist das HyLOG Projekt nun Mitanwärter für den internationalen Preis, der am 28. März 2008 von einer internationalen Fachjury in Brüssel verliehen wird.

Der Solarserver präsentiert die Fronius-Energiezelle und das Projekt "HyLOG" als "Solar-Anlage des Monats Oktober 2007 unter: "Photovoltaik plus Brennstoffzelle: Solare Energie mit Wasserstoff gespeichert".


21.12.2007   Quelle: Fronius International   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Fronius-International,
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Photovoltaik-Konzern SolarWorld verkauft 65 Prozent der schwedischen Modultochter GPV an Borevind AB

Die SolarWorld AG (Bonn) veräußert die Mehrheit ihrer schwedischen Tochtergesellschaft Gällivare PhotoVoltaic AB (GPV) an die schwedische Kapitalanlagegesellschaft Borevind AB. Beide Partner unterzeichneten einen Kaufvertrag über 65 Prozent der Gesellschaftsanteile, berichtet SolarWorld in einer Ad-hoc-Mitteilung. Der Kauf werde zum Jahresende 2007 wirksam, für 2008 sei ein Börsengang geplant. Die SolarWorld AG bleibe mit 35 Prozent an dem skandinavischen Modulhersteller beteiligt. GPV unterhält im nordschwedischen Gällivare eine Fertigung für Photovoltaik-Module mit einer Kapazität von 30 Megawatt (MW), die sich seit 1999 im Besitz des SolarWorld-Konzerns befand. Die bestehenden Lieferbeziehungen zwischen GPV und SolarWorld bleiben 2008 und in den Folgejahren erhalten, heißt es in der Ad-hoc-Mitteilung. 

Borevind AB ist laut SolarWorld die erste und einzige Kapitalanlagegesellschaft Schwedens im Bereich der erneuerbaren Energien, die an die Börse gegangen ist. Borevind investiere in Unternehmen, die beispielsweise in der Energieproduktion mit Windkraft, Solarenergie, Bio-Kraftstoffen, Brennstoffzellen, Abwärme, Erdwärme, Wellenkraft tätig sind. Das Investitionsportfolio von Borevind umfasst laut SolarWorld Unternehmen, die sich der Entwicklung von Windparks, solaren Energiesystemen und dem Heizen mit Bio-Kraftstoffen widmen. Die Hauptverwaltung des Unternehmens liegt auf Henan, einer Insel im Archipel vor der schwedischen Westküste. Die Borevind Aktie wird an der Stockholmer Börse, OMX First North, gehandelt.


Manager-Magazin würdigt Ertragsstärke der SolarWorld AG

Ertragsstärke zähle zu den zentralen Merkmalen der SolarWorld AG, zitiert das Unternehmen eine Analyse des "Manager-Magazins" auf Basis der Zahlen zum Geschäftsjahr 2006. Das Magazin würdigte den Konzern als eines der ertragsreichsten Unternehmen Europas. Von den analysierten 500 größten Aktiengesellschaften Europas erreichte die SolarWorld AG den dritten Rang und war bestes Unternehmen der Industriegüterbranche.

21.12.2007   Quelle: SolarWorld AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

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Sonnenhaus-Idee begeistert Baufachleute: über 50% Solarwärme

Steil ausgerichtete Solarkol- lektoren für höhere Erträge im Winter.
Steil ausgerichtete Solarkol-
lektoren für höhere Erträge
im Winter.

Sonnenhäuser sparen langfristig Kosten, bieten höchsten Wohnkomfort, schonen die Umwelt und sind optische Highlights: Planer, Energieberater und Handwerker konnten das im laufenden Jahr in drei Seminaren in drei Regionen Deutschlands erleben. Insgesamt über 120 Teilnehmer nahmen das Angebot des Straubinger Sonnenhaus-Instituts e.V. an. Georg Dasch, Architekt und Instituts-Gründer, ist glücklich über den erfolgreichen Jahresverlauf. Denn "je mehr Fachleute wissen, wie Wohn- und Firmengebäude ganzjährig zu über 50 Prozent mit Solarwärme versorgt werden können, umso mehr dieser echten Sonnenhäuser werden gebaut", sagt Dasch.   Um zu zeigen, wie ein Sonnenhaus funktioniert, war der Veranstaltungsort des jüngsten Seminars optimal gewählt: Das nagelneue, fast 100 Meter lange Gebäude der Krauss AG im fränkischen Merkendorf nahe dem Brombachsee ist nach dem Sonnenhaus-Prinzip errichtet. Gerade die in den sehr steil stehenden, großen Südflächen der beiden Gebäudeflügel integrierten Solarkollektoren sind für Sonnenhäuser typisch: Die großen Absorberflächen sind darauf ausgelegt, vor allem in der Übergangszeit und im Winter optimal zu arbeiten; sie sollen möglichst viel von der dann in geringerer Menge eingestrahlten Sonnenenergie einfangen.


Große Solar-Speicher sammeln Wärme für den Winter

Im Sommer hingegen liefert die Sonne Wärme im Überfluss: Diese wird in großen Solar-Speichern für die Heizperiode gesammelt. Das Konzept dieser Solarspeicher stammt von Josef Jenni aus Burgdorf in der Schweiz: Von dort kommen auch die meisten Speicher für Sonnenhäuser. Inzwischen haben aber auch Deutsche Speicherhersteller den Markt von Sonnenhäusern entdeckt. Der Unternehmenssitz der Krauss AG reiht sich in die inzwischen Hunderte zählende Menge von Sonnenhäusern ein. Deren Mehrzahl sind jedoch nicht Firmen-, sondern Wohngebäude. Davon besuchen die Seminarteilnehmer in Exkursionen Neubauten ebenso wie "Altbausolarisierungen", also renovierte Gebäude mit optimaler Sonnennutzung. Das Ziel dieser Vor-Ort-Besuche: Am praktischen Beispiel erleben, was Sonnenhäuser an Architektur und Technik benötigen. Dazu gehört auch, dass die Seminarteilnehmer sich mit den Bewohnern über deren Wohn-Zufriedenheit und die Funktion ihrer Häuser unterhalten können.

Dass die Nachfrage nach den Seminaren laufend steige, sei erfreulich betonen die Verantwortlichen des Sonnenhaus-Instituts. Denn die Teilnehmer dieser Veranstaltungen würden damit in die Lage versetzt, selbst Sonnenhäuser zu planen und zu bauen. Und sie könnten ab sofort "den Besitzern langfristig Geld sparen und gleichzeitig die Umwelt schonen", betont Sonnenhaus-Institutsgründer Georg Dasch.


Langfristig Geld sparen und die Umwelt schonen

Gerade in Zeiten rasant steigender Preise für Öl, Gas und Strom werde es langsam unbezahlbar, Häuser "konventionell" zu beheizen, betont das Sonnenhaus-Institut. Sonnenhäuser hingegen böten nicht nur optimalen Wohnkomfort: Auch die Unterhaltskosten seien konkurrenzlos günstig. Damit seien solche Gebäude mehr als eine Alternative, auch zu Passivhäusern. Außerdem leisteten Sonnenhäuser über Jahrzehnte echte Beiträge zum Klimaschutz, weil auf die Verbrennung von Öl, Gas oder Kohle zur Beheizung verzichtet wird. CO2-neutral nachwachsendes Holz liefert die zur Vollversorgung mit Sonnenkraft fehlende Wärmemenge, in hochwertigen und sauberen Stückholz- oder Pelletkesseln gewonnen. "Sonnenkollektoren können heute sehr viel mehr, als nur ein bisschen Brauchwasser zu erwärmen oder die Heizung zu unterstützen. Die Technik ist ausgereift. Vielen Baufachleuten ist das nicht bewusst. Doch hier werden dreifach Chancen verpasst: Für das Klima, für die eigene Auftragslage und für die Kunden", sagt Diplomingenieur Peter Rubeck, der Geschäftsführer des Sonnenhaus-Instituts. Rubeck appelliert nicht nur an ökologisch, sondern auch an wirtschaftlich denkende Baufachleute, sich dem Sonnenhaus-Gedanken zu öffnen.

21.12.2007   Quelle: Sonnenhaus-Institut e.V., Straubing   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Sonnenhaus-Institut.,
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iba AG erhält Solarpreis der Stadt Fürth für solare Kühlung

Die iba AG mit Sitz in Fürth, Spezialist für Messtechnik- und Automatisierungssysteme, testet seit dem Sommer 2007 eine solarautarke Kühlanlage. Das einmaliges Modellprojekt wird mit Mitteln des Bundesumweltministeriums aus dem Förderprogramm "Solarthermie2000plus" gefördert und vom Forschungszentrum Jülich wissenschaftlich begleitet. Jetzt wurde die Solar-Klimaanlage mit dem Solarpreis der Stadt Fürth ausgezeichnet. Ziel der Anlage ist es, den Primärenergiebedarf für Heizung und Warmwasserbereitung zu senken und die Geschäftsräume bei warmem Wetter ohne zusätzlichen Energieverbrauch zu kühlen.  Das Herzstück der innovativen Klimaanlage ist eine so genannte Absorptionskältemaschine. Hier wird die von Flachkollektoren auf dem Dach erzeugte Wärme in Kälte umgewandelt. Im Vergleich zu herkömmlichen Klimaanlagen wird der Raumluft kein Wasser entzogen und es entsteht keine unangenehme Zugluft. Der wesentliche Nutzen liegt in der Energieeinsparung, denn herkömmliche Klimaanlagen verbrauchen viel Strom und gelten wegen der verwendeten Kältemittel mit hohem Treibhauspotenzial auch als "Klimakiller". Die solarautarke Kühlanlage hingegen läuft im Sommer komplett mit Sonnenenergie und arbeitet mit normalem Wasser als Kältemittel. Darüber hinaus nutzt die Anlage außerhalb der Kühlperiode die thermische Solarenergie zur Wassererwärmung und Heizungsunterstützung. Und wenn - wie in den Übergangsmonaten im Frühjahr und Herbst - ein Wärme-Überschuss zu erwarten ist, freut sich auch das Kurbad als Nachbar der iba AG, das dann kostenlos mit Wärme mitversorgt wird.


Enormer Schub für die Solarthermie

"Für die Solarstadt Fürth bedeutet dieses Projekt ganz klar einen Imagegewinn: Im Bereich Photovoltaik sind wir ja schon lange auch im bundesweiten Vergleich Spitze. Und mit diesem neuen Kühlsystem wird sicherlich auch die Solarthermie einen enormen Schub bekommen. Die ersten Ergebnisse hören sich ja sehr Erfolg versprechend an", kommentiert Matthias Hüttmann vom Solarenergie Informations- und Demonstrationszentrum solid. Wenn man bedenke, wie viele vergleichbare Büro- und Geschäftsräume und auch Mehrfamilienhäuser es in Fürth und ganz Deutschland gibt, könne man nur hoffen, dass diesem Modellvorhaben bald viele weitere Anlagen zur solaren Kühlung folgen - dem Klima und einer in Fürth erprobten Technik zuliebe.

21.12.2007   Quelle: Solid GmbHc   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

 

Internet-TV-Sender zu erneuerbaren Energien geht an den Start

Audio- und Videoportal Energy1.TV.
Audio- und Videoportal Energy1.TV.

Creventis Services (Dassel /Solling) startet die Betaphase des Internet-TV-Senders und der Multimedia-Wissensplattform "Energy1.TV". Themen sind erneuerbare Energien, Energieeffizienz und dezentrale Energieversorgung. Investitionen in neue Energielösungen, erneuerbare Energien und ein effizienter Umgang mit allen Energieträgern seien der Schlüssel für eine bezahlbare Energiezukunft und wirtschaftliches Wachstum weltweit, so Creventis Services in einer Pressemitteilung. Der Energiemix aus Solar- und Windenergie, Wasserkraft, Geothermie und Biomasse sowie die Verwendung neuester Energiewandlungs- und Speichertechnologien spielten dabei eine zentrale Rolle. "Technology is the key", sagte Yvo de Boer, Exekutivsekretär des UN-Klimasekretariats (UNFCCC) im Interview mit Energy1.TV zur Lösung der globalen Herausforderungen beim Umweltschutz und der Energieversorgungssicherheit. 


Breites Informationsangebot zeigt einsetzbare Alternativen

Mit mehr als 500 Audio- sowie Videobeiträgen geht der Internet-TV-Sender und die Multimedia-Wissensplattform Energy1.TV jetzt an den Start. Präsentiert werden in Interviews mit Entscheidern, Funktionären und Bundespolitikern aller Parteien, Infoclips, Imagefilme und Hintergrundinformationen sowie Messeberichte zu erneuerbaren Energien, Energieeffizienz, Energiespeichern, Wasserstoff & Brennstoffzellen, Gebäudetechnik sowie zur nachhaltigen Mobilität. In der Rubrik "Konferenz" wird das Angebot durch Fachbeiträge, Aufzeichnungen und Eigenproduktionen ergänzt, unter anderem zur historischen Weltkonferenz "Renewables 2004", zum EU-Bericht über die Auswirkungen des Anstiegs der Energiepreise, Plenarsitzungen im Bundestag und Reden der Abgeordneten und Bundesminister zum Thema Energie. Weiterhin werden Mitschnitte von Wirtschaftskongressen und Workshops publiziert, wie etwa "Bioenergie und grüne Rohstoffe", "Solarenergie in Ostasien`07" oder "Innovative Energieprojekte". Aufzeichnungen von Pressekonferenzen des G8-Vorsitzes und des EU-Parlaments sowie der Bundespressekonferenz vervollständigen die Informationen zu politischen Rahmenbedingungen auf nationaler und internationaler Ebene.

Bei allen Beiträgen auf Energy1.TV würden die Urheber- und Persönlichkeitsrechte sowie die medienrechtlichen Vorgaben der Bundesrepublik Deutschland und der EU-Fernsehrichtlinie berücksichtigt, betont Creventis Services.


Inhalte mit konkretem Nutzwert, aus erster Hand und kostenlos

Beiträge von Institutionen und Organisationen, wie z. B. der Europäischen Gemeinschaft, des Europäischen Parlaments, des Presse- und Informationsamts der Bundesregierung, des Deutschen Bundestags und verschiedener Bundes- und Landesministerien, ergänzen das Informationsangebot zum Zukunftsthema "Ökologische Energieerzeugung und dezentrale Versorgung", ebenso Filme deutscher und europäischer Branchenverbände sowie Forschungsinstitute und Technologieunternehmen. Die überwiegend deutschsprachigen Audio- und Videodateien, stehen in den Formaten Windows Media, Quicktime, Real, Flash und mp3 kostenfrei zum Herunterladen zur Verfügung.

"Die Zielsetzung besteht darin, den letzten Stand der Technik, Best-Practice und neueste Entwicklungen zu ökologischer Energieerzeugung aus neuen und erneuerbaren Quellen, dezentraler Versorgung und Steigerung der Energieeffizienz, einer breiten Öffentlichkeit multimedial vorzustellen, um diese ins Bewusstsein der Menschen und zur wirtschaftlichen Anwendung zu bringen", erläutert Reiner W. Schwerdtfeger, Geschäftsführer der Creventis Services das Multimedia-Projekt. "Energy1.TV" dient als Web-TV, Technologie-Plattform und Innovationsmotor. Damit fördern wir sowohl die Wissenschaft und Forschung, als auch die internationale Bildung und Verbreitung des Wissens zu bestehenden und einsatzbereiten Techniken und Technologien zur Sicherung der lokalen und globalen umweltfreundlichen Energieversorgung", so Schwerdtfeger weiter.

Energy1.TV im Internet unter http://www.Energy1.TV

21.12.2007   Quelle: Creventis Services; open pr   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Creventis Services,
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ersol liefert Solarzellen an neuen japanischen Modulhersteller Yocasol Inc.

ersol-Solarzellenproduktion in Erfurt
ersol-Solarzellenproduktion
in Erfurt

Die ersol Solar Energy AG (ersol; Erfurt) hatte bereits vor ihrem Börsengang im September 2005 einen Solarzellen-Liefervertrag mit der japanischen MSK Corporation geschlossen. Im Sommer 2006 übernahm jedoch der chinesische Solarzellen-Produzent Suntech Power Holdings Co., Ltd. den Modulhersteller aus Japan. Im Oktober dieses Jahres hätten nun Manager und Mitarbeiter der MSK-Solarfabrik in Fukuoka (Japan) durch ein so genanntes "Management- und Mitarbeiter-Buy-Out" Yocasol Inc. ein neues Solarmodul-Produktionsunternehmen ausgegründet, welches den Solarzellen-Liefervertrag übernehme, berichtet ersol in einer Pressemitteilung. Im Dezember seien bereits erste Module von Yocasol ausgeliefert worden.  Das neue Unternehmen befindet sich ebenso im japanischen Fukuoka und soll anfänglich über eine Produktionskapazität von 60 Megawatt (MWp) pro Jahr verfügen. Als Vertriebspartner von Yocasol sei das namhafte Handelshaus Marubeni Corporation tätig, welches die bei Yocasol gefertigten Solarmodule absetzen wird.


"Mit Yocasol und Marubeni hat ersol erneut starke japanische Partner an seiner Seite. Damit ist ersol als Zellproduzent weiterhin auf dem wichtigen japanischen Photovoltaikmarkt vertreten", so Dr. Claus Beneking, Vorstandsvorsitzender von ersol, zum Vertragspartnerwechsel. "Für Yocasols künftige Entwicklung wird ersol ein wichtiger Partner sein, der uns die Produktion von Solarmodulen höchster Qualität ermöglicht", fügt Takao Nishibori, Vorstandsvorsitzender von Yocasol, abschließend hinzu.

20.12.2007   Quelle: ersol Solar Energy AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: ersol Solar Energy AG,
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Wissensvorsprung für Handwerker: Photovoltaik-Seminare der SolarMarkt AG 2008 mit neuen und bewährten Themen

Photovoltaik-Seminare für Profis.
Photovoltaik-Seminare für Profis.

Das Freiburger Solar-Handelshaus SolarMarkt AG setzt sein Weiterbildungsangebot im ersten Halbjahr 2008 mit einer neuen Seminarreihe fort. Praxisnahe Fortbildung rund um die Photovoltaik soll die Kompetenz des Handwerks stärken und den Wissensvorsprung in der dynamischen Photovoltaik-Branche sichern. Die intensiven Seminare in kleiner Runde richten sich an Solar-Installateure und Handwerker. Experten aus Wirtschaft und Forschung vermitteln anwendungsbezogenes Wissen in Freiburg, Thüringen und in der Schweiz.  Das Themenangebot spiegelt die Anforderungen an Handwerker in der Solarbranche wider: Grundlagen, neue Technologien sowie Expertentipps bei der Planung und Umsetzung von Solarstromanlagen.


Einführungskurs, Dünnschicht-Technologie und Zeitmanagement

Ideal für Einsteiger sei der zweitägige Einführungskurs, betont das Unternehmen. Er befähige die Teilnehmer, Photovoltaik-Komponenten zu bewerten und auszuwählen, um schließlich Anlagen selbständig zu planen. Das Seminarangebot berücksichtigt auch neue Entwicklungen wie Dünnschicht-Module, die in Zusammenarbeit mit dem Hersteller SCHOTT Solar vorgestellt werden. Erstmals bietet die SolarMarkt AG ein Seminar zum Zeitmanagement an. Die Veranstaltung analysiert das persönliche Arbeitsverhalten mit dem Ziel, den Alltag effizienter und befriedigender zu gestalten. Die Seminare können einzeln gebucht werden. Das vollständige Programm und die Online-Anmeldung gibt es unter http://www.solarmarkt.com.

20.12.2007   Quelle: SolarMarkt AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: SolarMarkt AG,
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dena-Länderprofil informiert über erneuerbare Energien in Tschechien

Kyocera-Photovoltaik-Produktion in Kadan (Tschechien).
Kyocera-Photovoltaik-Produktion in Kadan
(Tschechien).

Das bis 2009 konzipierte Nationale Energieprogramm der Tschechischen Republik ist die Richtschnur für alle künftigen Aktivitäten der tschechischen Erneuerbare-Energien-Branche. Die Ziele für den Ausbau der Erneuerbaren seien klar gesteckt, betont die Exportinitiative Erneuerbare Energien der Deutschen Energieagentur (dena). Aktuell tragen die erneuerbaren Energien laut dena rund 4,5% zur gesamten Stromversorgung Tschechiens bei. Dieser Anteil am Bruttostromverbrauch soll bis 2010 auf mindestens 8 % erhöht werden. An der Primärenergieversorgung sollen die Erneuerbaren bis 2009 einen 5,6 %-igen Anteil aufweisen. Seit dem 01. August 2005 existiert mit dem neuen Ökostromgesetz (Act No. 180/2005 Coll.) das gegenwärtig wichtigste Instrument für die Förderung der erneuerbaren Energien in der Tschechischen Republik. Das Gesetz kombiniert das seit 2002 bestehende System fester Einspeisepreise mit einem "Grünen Bonussystem". 


Biomasse wichtigste erneuerbare Energiequelle

Die Biomasse gilt in Tschechien als die mit Abstand wichtigste potenzielle und heute bereits am häufigsten genutzte Erneuerbare Energiequelle. Ihr Anteil an der Nutzung erneuerbarer Energien zur Erzeugung von Strom und Wärme betrug 2005 etwa 90 %. Zwei Drittel der gesamten energetisch genutzten Biomasse kommen der Wärmeproduktion zu Gute. Bei der Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien betrug der Anteil an fester Biomasse zirka 19 %.


Günstiger Standort für Photovoltaik-Produktion

Die Windenergie befindet sich noch in der Anfangsphase ihrer Entwicklung in Tschechien, zählt jedoch ebenfalls zu den ausbaufähigen erneuerbaren Energieformen, ebenso wie die Photovoltaik, deren kommerzielle Nutzung sich 2007 bereits drastisch erhöht habe. Tschechien erweist sich laut Exportinitiative auch als Produktionsstandort für Photovoltaik-Module als vorteilhaft. Bei der Kleinen Wasserkraft sei vor allem die Modernisierung von bestehenden Anlagen ein vielversprechender Geschäftsbereich für Investoren, vor allem die Erneuerung der Turbinen sowie die Wiederinbetriebnahme alter und stillgelegter kleiner Wasserkraftwerke.

Die dena-Länderprofile bieten aktuelle Informationen über interessante EE-Exportmärkte. Kurz und prägnant werden ökonomische, politisch-rechtliche und geschäftliche Rahmenbedingungen für regenerative Energie-Technologien dargestellt, die als Basis für den ersten Marktein- und überblick dienen. Seit November 2007 erscheinen die dena-Länderprofile mit neuem standardisierten Aufbau und angepasster inhaltlicher Struktur. Eine wesentliche Änderung ist die technologiespezifische Darstellung der Nutzungsmöglichkeiten für erneuerbare Energien (Potenziale, Förderprogramme etc.). Zum 01.11.2007 ist das Länderprofil TSCHECHIEN erschienen, das ca. 80 Seiten umfasst und 40 Euro kostet.


Weitere Informationen: http://www.exportinitiative.de/index.cfm?aid=6390&rf=1

20.12.2007   Quelle:   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Kyocera Corporation,

 

Greenpeace, Vattenfall und Helmholtz-Gemeinschaft diskutieren Energieversorgung der Zukunft kontrovers

Experten aus Wissenschaft, Wirtschaft und Politik diskutierten im ZEIT FORUM Wissenschaft am 18.12.2007 vor über 400 Zuschauern über die Energieversorgung der Zukunft. Unter den Podiumsteilnehmern herrschte Einigkeit über die Notwendigkeit einer dauerhaften Umstellung auf erneuerbare Energien, berichtet Die ZEIT in einer Pressemitteilung. Dennoch äußerten einige Podiumsteilnehmer Bedenken hinsichtlich eines überstürzten Ausstiegs aus etablierten Formen der Energiegewinnung. 

Vattenfall will erneuerbaren Energien nicht im Weg stehen; Helmholtz-Gemeinschaft sieht Nachwuchsproblem in der Nukleartechnologie

So konstatierte Lars Göran Josefsson, Präsident der Vattenfall AB: "Wir stehen erneuerbaren Energien nicht im Weg. Aber wir haben auch eine Verantwortung: Wenn der Kunde den Schalter umlegt, muss das Licht angehen - wir müssen die Versorgung garantieren." Man dürfe bei den Schritten in Richtung erneuerbarer Energien weder die Versorgungssicherheit noch die Wirtschaftlichkeit außer Acht lassen. "Die nötige Umstellung muss letztlich in der Marktwirtschaft und nicht in der Planwirtschaft funktionieren", so Josefsson.

Jürgen Mlynek, Präsident der Helmholtz-Gemeinschaft Deutscher Forschungszentren, warnte vor einer einseitigen Festlegung in der Forschung: Es werde so bald keine Beschränkung auf eine Energieform geben. "Man muss in der Breite forschen, um alle Optionen zu haben. Ein Land wie Deutschland kann es sich nicht leisten, die Kompetenzen im Bereich Nukleartechnologie völlig aufzugeben. Im Bereich Nukleartechnologie stehe man in Deutschland vor einem "enormen Nachwuchsproblem". Mlynek dazu: "In den Bereichen Reaktorsicherheit und Entsorgung muss es unbedingt Fachkräfte geben, egal, ob neue gebaut werden oder nicht: Noch gibt es welche, und die müssen sicher betrieben werden."


Greenpeace und EUROSOLAR fordern raschen und kompromisslosen Umstieg auf die Erneuerbaren

Greenpeace-Geschäftsführer Roland Hipp und MdB Hermann Scheer (Präsident Eurosolar) sprachen sich hingegen entschlossen für einen schnellen und kompromisslosen Paradigmenwechsel hin zu erneuerbaren Energien aus. "Es geht bei der Energiefrage um die Initiierung einer technologischen Revolution", so Scheer. "Und bei jeder technologischen Revolution heißt es: Schneller sein als andere. Denn der Weltbedarf nach erneuerbaren Energien wächst, und wir müssen uns auf den Gebieten der technischen Voraussetzungen und Verfahren Wettbewerbsvorteile sichern. Wenn jetzt alle den Anbieter wechseln, kann man nicht sofort alle mit erneuerbaren Energien versorgen. Aber es würde einen enormen Druck auf Politik und Wirtschaft in Richtung weiterer Investitionen auslösen."

20.12.2007   Quelle: DIE ZEIT   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

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Reinecke + Pohl Sun Energy AG: Hauptversammlung beschließt Umfirmierung in COLEXON Energy AG

PV-Anlage von Reinecke + Pohl mit CTS- Dünnschichtmodulen in Gescher.
PV-Anlage von Reinecke + Pohl mit CTS-
Dünnschichtmodulen in Gescher.

Mit großer Mehrheit haben die Aktionäre der Reinecke + Pohl Sun Energy AG bei der außerordentlichen Hauptversammlung am 18.12.2007 beschlossen, die Gesellschaft in COLEXON Energy AG umzubenennen, berichtet das Unternehmen in einer Pressemitteilung. Bereits seit Sommer dieses Jahres agieren die operativen Tochtergesellschaften unter der Marke COLEXON als Anbieter schlüsselfertiger Solarstromanlagen. Die Umfirmierung werde mit der Eintragung ins Handelsregister wirksam und sei die logische Konsequenz aus der strategischen Entwicklung, die seit Oktober 2007 auch durch den Einstieg des neuen Mehrheitsaktionärs vorangetrieben werde, der dänischen Renewagy A/S (zuvor DKA Consult ApS). Vor diesem Hintergrund sei auf der Hauptversammlung auch die Neubesetzung des dreiköpfigen Aufsichtsrates beschlossen worden.   Als neue Mitglieder wurden Tom Larsen, CEO der DKA Consult ApS, Dr. Karl Freiherr von Hahn, Partner der Hamburger Anwaltskanzlei Huth Dietrich Hahn sowie Michael Brag, CEO der Renewagy A/S, gewählt. Auf der anschließenden konstituierenden Aufsichtsratssitzung wurde Herr Dr. Freiherr von Hahn zum Vorsitzenden des Aufsichtsrats und Michael Brag zu dessen Stellvertreter bestimmt.


"Wir haben mit unserem dänischen Mehrheitsaktionär nicht nur einen strategischen Investor, sondern auch einen sehr starken Kunden an uns binden können. Auf dieser Basis und mit der jetzt beschlossenen Umbenennung der Gesellschaft in COLEXON haben wir hervorragende Voraussetzungen geschaffen, um unser dynamisches Wachstum in einem attraktiven Marktsegment fortzuführen", so Vorstand Thorsten Preugschas. Reinecke + Pohl Sun Energy zählt zu den führenden herstellerunabhängigen Photovoltaik-Systemintegratoren. Unter dem Namen COLEXON erstellt die operative Tochtergesellschaft schlüsselfertige Solarstromanlagen für institutionelle und gewerbliche Investoren im In- und Ausland. Die Aktien der Reinecke + Pohl Sun Energy AG werden im Prime Standard an der Frankfurter Wertpapierbörse gehandelt.

20.12.2007   Quelle: Reinecke + Pohl Sun Energy AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Reinecke + Pohl Sun Energy AG,
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US-Photovoltaik-Hersteller Nanosolar liefert Solarmodule für kommunalen 1-MW-Solarpark

Nanosolar-Chef Roscheisen mit Dünnfilmsolarmodulen
Nanosolar-Chef Roscheisen
mit Dünnfilmsolarmodulen

Der Photovoltaik-Produzent Nanosolar Inc. mit Sitz in San Jose (Kalifornien) und Beck Energy, ein führendes Unternehmen bei der Projektierung und Errichtung von Freiflächen-Solarkraftwerken, haben gegen harte Konkurrenz eine öffentliche Ausschreibung zur Errichtung eines Solarkraftwerks gewonnen, berichtet die Beck Energy GmbH in einer Pressemitteilung. Die Anlage soll auf einer ehemaligen Mülldeponie entstehen, die einem der größten Reststoffentsorgungsunternehmen in Ostdeutschland gehört. In der Anlage werden Nanosolar Solarmodule vom Typ "Utility Panel" mit Systemtechnik von Beck Energy eingesetzt. Vorerst ist eine Leistung von einem Megawatt (MWp) geplant - ausreichend, um etwa 400 Haushalte mit Solarstrom zu versorgen. Das Nanosolar Utility Panel-Solarmodul ist das erste Produkt aus der preisgekrönten "PowerSheet" Serie die kürzlich vom Popular Science Magazine die Auszeichnung "Top Innovation of the Year 2007" erheilt. Diese Technologie ermöglicht Solarkraftwerke auf Freiflächen am Rand von Städten und Siedlungen. 

Einzigartige Technologie verbessert Kosteneffizienz von Solarstrom-Kraftwerken

"Zum ersten Mal wurden Solarzellen und Module einzig und allein für den Großeinsatz in der öffentlichen Stromversorgung entwickelt", so Martin Roscheisen, Geschäftsführer von Nanosolar. "Diese Module werden für den Einsatz regenerativer Energien bei Energieversorgungsunternehmen Maßstäbe setzen", ist Roscheisen überzeugt. "Die einzigartige Technologie und die große Wirtschaftlichkeit der Nanosolar Utility Panel Module sind ganz wesentlich bei der Verbesserung der Kosteneffizienz von Solarstromanlagen", unterstreicht Bernhard Beck, Geschäftsführer der Beck Energy GmbH. "In Zukunft sollten alle Städte und Kommunen ihren eigenen Solarpark haben", ergänzt Beck.

Photovoltaik-Kraftwerke bieten eine Reihe von Vorteilen gegenüber Kohlekraftwerken und anderen herkömmlichen Technologien, betont Beck Energy in der Pressemitteilung. Sie erforderten weniger spezifische Standortbedingungen, hätten wesentlich kürzere Planungs- und Umsetzungszeiten und seien über einen größeren Leistungsbereich skalierbar. Mit der neu vorgestellten Technologie werde nun auch die Wirtschaftlichkeit drastisch verbessert, was kommunalen Anbietern und Stromversorgungsunternehmen Möglichkeit zur Erzeugung und Lieferung umweltfreundlicher und günstiger Energie eröffne.

19.12.2007   Quelle: Beck Energy GmbH   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Nanosolar Inc.,
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US-Photovoltaik-Produzent EPV SOLAR liefert Solarmodule mit einer Leistung von 306 MW nach Deutschland

Photovoltaik-Integration mit EPV- Modulen: Hochhaus am Times Square in New York.
Photovoltaik-Integration mit EPV-
Modulen: Hochhaus am Times
Square in New York.

EPV SOLAR, Inc. (Hamilton, New Jersey; ehemals Energy Photovoltaics, Inc.), ein im US-Bundesstaat New Jersey ansässiger Technologieentwickler und Hersteller von Dünnfilm-Solarmodulen, gab am 18.12.2007 bekannt, dass das Unternehmen mit unlimited energy GmbH aus Berlin (Deutschland) einen langfristigen Vertrag über die Lieferung von Solarmodulen geschlossen hat. Der Vertrag sehe vor, dass EPV SOLAR amorphe Siliziummodule für die Entwicklung und den Ausbau mehrerer Solarstromanlagen in Europa mit einer Gesamtleistung von 306 Megawatt (MW) an unlimited energy liefert, heißt es in der Pressemitteilung von EPV SOLAR. EPV werde vertragsgemäß im ersten Quartal 2008 mit den Lieferungen beginnen. Diese erfolgen zu Beginn vom EPV-Standort in New Jersey aus und sollen anschließend zur voraussichtlich im vierten Quartal 2008 in Betrieb genommenen Anlage von EPV in Senftenberg (Deutschland) verlagert werden. 


"Wir haben uns für EPV SOLAR als Partner für diese Großanlagen entschieden, weil die amorphe Siliziumtechnologie viele Vorteile hat, insbesondere ist sie kostengünstig und bietet hervorragende Leistungen. Wir freuen uns bei der Expansion unseres Energiegeschäfts in Europa auf eine lange und fruchtbare Beziehung mit EPV", kommentiert Dietmar Käsch, Geschäftsführer von unlimited energy. "Wir sind sehr stolz, EPV SOLAR's ersten, mehrere hundert Megawatt umfassenden Vertrag bekannt geben zu können", sagte Scott T. Massie, Vorstand von EPV SOLAR. "Dieser Vertrag und die erhebliche Finanzierung, die wir im Juni abschließen konnten sowie weitere anstehende, mehrere hundert Megawatt umfassende Verträge, werden EPV eine führende Position auf dem schnell wachsenden Markt der Solarmodule verschaffen. Wir sind hocherfreut, so eng mit unlimited energy GmbH zusammenarbeiten und unser Wachstum in Europa vorantreiben zu können", so Massie weiter.


Solarstrom vermeidet rund 400.000 Tonnen CO2

"Die Umweltfreundlichkeit der Sonnenenergie ist entscheidend, um das Problem der globalen Erwärmung anzugehen, das uns allen bevorsteht. Der Strom, der durch den Einsatz und die Inbetriebnahme der PV-Module erzeugt wird, die wir an unlimited energy verkaufen werden, verhindert die jährliche Emission von nahezu 400.000 Tonnen CO2, die entstehen würden, falls der Strom mithilfe eines Kohlekraftwerks erzeugt würde", rechnet Massie vor.

EPV SOLAR gab im Juni 2007 den Abschluss einer neuen Finanzierungsrunde in Höhe von 77,5 Millionen US-Dollar bekannt, deren Erlös für den Ausbau der Produktionskapazität für photovoltaische Dünnfilmmodule des Unternehmens eingesetzt werden soll. EPV plant, die Modulproduktionskapazität in den nächsten Jahren um jährlich rund 85 Megawatt (MW) zu erhöhen. Mehrere Länder und US-Bundesstaaten stünden wegen des Standorts für die Produktionskapazitätserweiterung mit EPV in Verhandlung.

Das Unternehmen EPV SOLAR wurde 1991 gegründet und entwickelt eigene Produktionsanlagen zur Herstellung von Dünnfilmmodulen und -produkten aus amorphem Silizium. unlimited energy ist als Entwickler von Solar- und Windenergieprojekten tätig. Das Unternehmen hat bereits zahlreiche Großprojekte umgesetzt. So beispielsweise den Windpark "Dahme" mit 63 MW in den Jahren 2002/2003 und den Windpark "Stüdenitz" mit 39 MW im Jahre 2005. Bei unlimited energy befinden sich nach eigenen Angaben derzeit Photovoltaik-Projekte in Europa mit einer Gesamtleistung von über 300 MW in der Entwicklung und das Team habe sich bereits für die Anlage mit 30 MW geplant und konzipiert.

19.12.2007   Quelle: EPV SOLAR, Inc.   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: EPV Solar Germany GmbH,
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Solarmodul-Hersteller aleo solar AG sichert sich 45 Millionen Euro vom spanischen "Solar-Kuchen"

aleo-Modulfertigung in Prenzlau
aleo-Modulfertigung in Prenzlau

Die aleo solar AG (Oldenburg/Prenzlau) hat sich erneut Großaufträge aus Spanien gesichert, berichtet das Unternehmen in einer Pressemitteilung. Mehrere Projektentwickler hätten aleo-Module im Gesamtwert von mehr als 45 Millionen Euro geordert. Realisiert würden vor allem Solarparks als Freiflächenanlagen, die in Spanien eine attraktive Einspeisevergütung erhalten. "Mit diesen Aufträgen kann die aleo solar AG, die bereits große spanische Energieunternehmen zu ihren Kunden zählt, ihren Kundenstamm weiter vergrößern", heißt es in der Pressemitteilung. Mit den Aufträgen profitiere die aleo solar AG von der starken Nachfrage nach Solarmodulen, die von einem Karenzjahr innerhalb des "Real Decreto 661/07" ausgelöst wird: Nur noch bis zum 29. September 2008 gelten die alten Regeln der Einspeisevergütung. "Mit den jetzt abgeschlossenen Aufträgen haben wir uns bereits ein großes Stück dieses Marktvolumens gesichert", sagt Christopher Dunne, Vertriebsleiter International der aleo solar AG. 


Die Nachfrage im internationalen wie nationalen Photovoltaik-Markt bleibe hoch: aleo solar habe deshalb bereits Mitte 2007 beschlossen, am deutschen Standort Prenzlau die Produktionskapazitäten deutlich zu erhöhen: von 90 Megawatt auf 170 Megawatt. Diese Kapazitäten sollen im Herbst 2008 zur Verfügung stehen. Zusammen mit der Solar-Fabrik von aleo in Spanien betrage die Gesamtproduktionskapazität des Unternehmens dann 180 Megawatt (MW).

Seit Anfang 2007 produziert die aleo solar AG in der Nähe von Barcelona Solarmodule für den spanischen Markt in einer Produktionsstätte, die auf eine Gesamtkapazität von 10 Megawatt ausgelegt ist und in 2008 unter Vollauslastung laufen soll. "Hier wird ausschließlich für den spanischen Markt produziert", sagt Jakobus Smit, Vorstandsvorsitzender der aleo solar AG. "Unsere Strategie, mit einer lokalen Fertigung als nationaler Marktteilnehmer wahrgenommen zu werden, zahlt sich aus", so Smit weiter.

19.12.2007   Quelle: aleo solar AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: aleo solar AG,
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Solar-Stadt Freiburg wird atomstromfrei

Solarsiedlung Freiburg
Solarsiedlung Freiburg

Die Stadt Freiburg im Breisgau wird ab 2008 atomstromfrei, berichtet die Stadtverwaltung in einer Pressemitteilung. Durch die Anpassung der Konditionen zwischen der Stadtverwaltung als Stromkunde und dem regionalen Energieversorger badenova werde die Stadt Freiburg - ebenso wie die Stadt Breisach - nur noch Strom beziehen, der zu knapp 40 Prozent aus erneuerbaren Energiequellen erzeugt wird (Wasserkraft, Biomasse, Windenergie und Solarstrom) und zu 60 Prozent mit Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) auf Erdgas-Basis - das heißt in Anlagen mit optimalem Wirkungsgrad, die elektrische Energie und Heizwärme erzeugen. Oberbürgermeister Dieter Salomon, gleichzeitig Aufsichtsratsvorsitzender des Energieversorgers badenova, nennt die zwischen der Stadt und badenova ausgehandelten Lieferkonditionen einen "Durchbruch und ein Signal für eine klimaschutzorientierte Energiepolitik". Gleichzeitig dankt Salomon ausdrücklich dem badenova-Vorstand für das neue Privatkunden-Tarifmodell, das zum neuen Jahr die Versorgung aller Kunden auf einen Mix aus Kraft-Wärme-Kopplung und aus regenerativen Quellen umstellt. Der bisherige Atomstrom-Anteil von bislang rund 25 Prozent, der im gängigen Tarif durch den Einkauf bei externen Stromversorgern bedingt war, sei damit Vergangenheit. 

Deutlich saubererer Strom als im Bundesdurchschnitt

Mit rund 30 Millionen Kilowattstunden ist die Stadt Freiburg einer der großen Stromkunden des Versorgungsunternehmens badenova: 18 Millionen kWh werden in den städtischen Gebäuden verbraucht (Schulen, Kindergärten, Verwaltungsgebäude und Wohnungen); 12 Millionen kWh fließen in die Leitungen für die Straßenbeleuchtung. Bisher stammt der städtische Strom im Gesamtmix zu 57,1 Prozent aus fossilen und sonstigen Energieträgern und zu 17,2 Prozent aus erneuerbaren Quellen. Der Atomkraft-Anteil beträgt bislang 25,1 Prozent. Der Grund: badenova verfügte noch nicht über genügend eigene Kraftwerkskapazitäten, um den Bedarf der Kunden (jährlich rund eine Milliarde Kilowattstunden) decken zu können, sondern musste einen Teil von externen Versorgern zukaufen, die ihrerseits in Atomkraftwerken produzieren. Aber auch zu den bisherigen Konditionen sei die Stadt bisher mit einem deutlich saubereren Strom beliefert worden als der bundesdeutsche Durchschnittskunde, betont die Stadtverwaltung: Die 251,8 Gramm CO2-Emissionen pro Kwh in Freiburg liegen um rund 60 Prozent unter dem Bundesdurchschnitt von 590 Gramm CO2 pro kWh.


Strom aus eigenen Anlagen in der Region: mit KWK und Erneuerbaren

Ab dem 1. Januar 2008 werde sich diese Bilanz deutlich verbessern, heißt es in der Pressemitteilung. Im neuen Tarifmodell werden die CO2-Emissionen des Stromverbrauchsder Stadtverwaltung um jährlich rund 1.450 Tonnen zurückgehen. Vor allem: Jede Kilowattstunde, die in einem städtischen Gebäude oder für die Straßenbeleuchtung verbraucht wird, kommt ab 2008 - wie der gesamte badenova-Strom in der Region - aus eigenen Anlagen (zum Beispiel aus dem Wärmeverbundkraftwerk Rhodia oder aus eigener regenerativer Produktion) beziehungsweise wird er bei regionalen Partnern in Deutschland und der Westschweiz erworben. Damit kann das Unternehmen für alle Kunden eine ökologisch saubere Stromversorgung garantieren, die zu einem Viertel aus regenerativen Quellen und zu drei Vierteln aus Kraft-Wärme-Anlagen stammt - und ebenso garantiert atomstromfrei ist.


Ab 2009 soll die Hälfte des Stroms aus erneuerbaren Energiequellen kommen

Für die Stadt Freiburg als badenova-Kundin ergibt sich dank des Anteils an "Regiostrom-aktiv" für Kindergärten ein noch günstigerer Mix: 60 Prozent werden aus Kraft-Wärme-Kopplung und 40 Prozent aus regenerativen Energien erzeugt. Ab 2009 soll der Anteil aus regenerativen Quellen (Wasserkraft, Windrotoren, Biomasse und Solar) sogar auf rund 50 Prozent steigen. Das heißt: reiner Ökostrom wie bei Mitbewerbern aus Schönau oder "Lichtblick". "Die Stadtverwaltung Freiburg und alle Privatkunden werden damit atomstromfrei. Für einen wirksamen Klimaschutz und in unserer CO2-Bilanz ist das ein riesiger Schritt nach vorn!", stellt Salomon zufrieden fest und erinnert daran, dass der Ausstieg aus dem Atomstrom bereits 1986 im Lokalen Energieversorgungskonzept eine zentrale Forderung des Gemeinderats war.

OB Salomon: bewusst regenerativ und regional erzeugten Strom einsetzen

Im städtischen Klimaschutzkonzept von Freiburg sei damit ein wichtiger Baustein gesetzt. Im Juli 2007 habe der Gemeinderat als Ziel eine Senkung der CO2-Emissionen um 40 Prozent bis zum Jahr 2030 beschlossen. Ein wesentlicher Faktor zur Erreichung dieses Ziels sei vor allem die Nutzung regenerativer Energien. OB Salomon: "Wir wollen nicht nur Solar- und Windkraftanlagen, Wasserkraftwerke oder Biomasse fördern, sondern setzen als einer der größten Verbraucher auch bewusst regenerativ und regional erzeugten Strom ein." Ausdrücklich begrüßt Salomon, dass sich auch die Stadt Breisach - wie Freiburg ebenfalls einer der kommunalen Gesellschafter von badenova - für ein nahezu deckungsgleiches Modell zur eigenen Stromversorgung entschieden habe. "Breisach und Freiburg können Vorbilder für alle Kommunen sein, um ebenfalls auf atomfreien, sondern statt dessen energieeffizienten und erneuerbaren Strom umzusteigen!", betont Salomon.

19.12.2007   Quelle: Stadt Freiburg   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Solarsiedlung GmbH, Freiburg,
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Nordrhein-Westfalens erste Solarsiedlung im Passivhausstandard eingeweiht

Solarsiedlung Erkelenz
Solarsiedlung Erkelenz

Die landesweit erste Solarsiedlung mit 22 Reihenhäusern im Passivhausstandard ist im nordrhein-westfälischen Erkelenz eingeweiht worden. "Dieses Projekt ist gebauter Klimaschutz. Nichts ist überzeugender als ein umgesetztes, funktionierendes Beispiel. Die Solarsiedlung trägt dazu bei, diesen innovativen Baustandard weiter in den Markt einzuführen" sagte Wirtschaftsministerin Christa Thoben anlässlich der offiziellen Einweihung der Siedlung und der Enthüllung des "Solarpoint", einer Infotafel zur Solarsiedlung. Die Bewohner hätten nicht nur allen Grund zur Freude über helle, sonnige Wohnräume und sehr geringe Nebenkosten. Gleichzeitig leisteten sie auch einen aktiven Beitrag zum Klimaschutz, so die Ministerin. Die Reihenhäuser verbinden energieeffizientes Bauen und die Nutzung der Solarthermie.  Die Passivhäuser sind extrem gut gedämmt und kommen mit einem Minimum an Heizenergie aus. In den meisten Häusern wird der geringe Restwärmebedarf über eine Lüftungsanlage in Verbindung mit einer Abluft-Wärmepumpe gedeckt, so dass eine herkömmliche Heizungsanlage entfallen kann und im ganzen Haus immer frische Raumluft vorhanden ist. Die Warmwasserbereitung wird zu 60 Prozent über solarthermische Kollektoren gedeckt.



Bereits 4.500 Bewohner leben in 21 NRW- Solarsiedlungen

Im Rahmen des Leitprojektes "50 Solarsiedlungen in NRW" fördert die nordrhein-westfälische Landesregierung den Bau und die Sanierung von Siedlungen, die sich durch energieeffiziente Gebäude sowie die aktive und passive Nutzung der Solarenergie auszeichnen. Die Siedlung in Erkelenz ist eine von bisher 21 fertiggestellten Solarsiedlungen in Nordrhein-Westfalen, in denen bereits 4.500 Bewohner leben. Weitere 15 Projekte befinden sich zurzeit im Bau. Die EnergieAgentur.NRW koordiniert und betreut das Projekt "50 Solarsiedlungen in NRW".
Weitere Informationen: http://www.50-solarsiedlungen.de und http://www.energieagentur.nrw.de

19.12.2007   Quelle: Ministerium für Wirtschaft, Mittelstand und Energie NRW   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Energieagentur NRW,
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EU-Kommission bietet neuen Newsletter mit leicht verständlichen wissenschaftlichen Informationen zur Umwelt- und Energiepolitik

Die Verbindung zwischen Wissenschaft und Politik verstärken soll der Nachrichten-Informationsdienst "Wissenschaft für die Umweltpoltik" der EU-Generaldirektion Umwelt, der sich sowohl an Politiker als auch an die breite Öffentlichkeit richtet. Der kostenlose EU-Umweltnewsletter wird wöchentlich per E-Mail versandt. Die Ergebnisse von Projekten zur Umweltforschung und Ökologie seien besonders bedeutsam für die Entwicklung einer wirksamen Umweltpolitik, betont die EU-Generaldirektion Umwelt in einer Pressemitteilung. Es sei jedoch zu erkennen, dass die wissenschaftlichen Resultate nicht immer im vollen Umfang genutzt würden. Aus diesem Grunde habe die Generaldirektion den Nachrichten-Dienst "Science for Environment Policy" geschaffen, der darauf zielt Wissenschaft und Politik stärker zu verbinden.
  Neue wissenschaftliche Erkenntnisse für Politiker und Bürger

Als Angebot für Politiker und Öffentlichkeit soll der benutzerfreundliche Informationsdienst "Wissenschaft für die Umweltpoltik" in verständlicher Sprache die Integration der Umweltwissenschaften in die Praxis von politischen und wirtschaftlichen Entscheidern fördern und außerdem den Bürgern Umweltfragen näher bringen. Das Ergebnis einer unabhängigen Bewertung des Informationsdienstes ist ausgesprochen positiv: 90 % der Befragten stimmten zu, dass "Wissenschaft für die Umweltpoltik" neue wissenschaftliche Erkenntnisse zugänglich macht, die den Nutzern bislang nicht bekannt waren.


Klimawandel, Energieproduktion und Umwelt-Aktionsprogramme

Der Informationsdienst berichtet wöchentlich über rund 20 Forschungsthemen von der biologischen Vielfalt über die Luftverschmutzung, den Klimawandel und die Energieproduktion. Weiter Themen sind die Umwelt-Aktionsprogramme der EU und die politischen Prioritäten der Generaldirektion Umwelt. Die thematisch und chronologisch sortierten Artikel sind thematisch auch im Internet zugänglich.

Weitere Informationen und Bestellung unter http://ec.europa.eu/environment/integration/research/newsalert/themes_en.html

19.12.2007   Quelle: EU-Generaldirektion Umwelt   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: EU-Generaldirektion Umwelt,
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CENTROSOLAR liefert Photovoltaik-Module für 25 Millionen Euro nach Spanien

CENTROSOLAR-Module auf dem Dach einer deutschen Lebensmittelkettenfiliale
CENTROSOLAR-Module auf dem Dach
einer deutschen Lebensmittelkettenfiliale

Die CENTROSOLAR Group AG meldet einen erneuerten Erfolg in Südeuropa: Das Unternehmen hat am 18.12.2007 einen Großauftrag im Gesamtwert von über 25 Millionen Euro zur Lieferung von Solar-Modulen erhalten. Die Module gehen an TSK, einen der größten spanischen Projektentwickler im Energie-Sektor mit fast 700 Mitarbeitern. Der Auftrag ist bereits das zweite Projekt, das die spanische Tochtergesellschaft Centrosolar Fotovoltaico España S.L. gemeinsam mit diesem Unternehmen durchführt, berichtet CENTROSOLAR in einer Pressemitteilung. "Geliefert werden rund 43.000 kristalline Module und das ist der größte Deal, den der Modulhersteller CENTROSOLAR bislang mit einem einzelnen Kunden in In- oder Ausland unterschrieben hat", heißt es in der Pressemitteilung. Die ersten Module sollen noch im Dezember 2007 übergeben werden, bis Ende Juni 2008 soll die Auslieferung abgeschlossen sein. Der Kunde, die nordspanische TSK, benötige diese große Menge an Modulen für bereits projektierte Solarparks in ganz Spanien. 

TSK ist Spezialist für die Projektierung und Installation schlüsselfertiger Großanlagen zur solaren Energieerzeugung. Mit der neuen Liefervereinbarung knüpfen beide Unternehmen an ihre bisherige Zusammenarbeit an. Vor kurzem hatte CENTROSOLAR amorphe Dünnschichtmodule der Marke Biohaus an TSK geliefert. Die mit diesen Modulen bestückte Anlage in der Region Kastilien und Leon ging bereits im Oktober 2007 an das Netz.

Die CENTROSOLAR Group AG ist in Spanien seit einem Jahr mit der Centrosolar Fotovoltaico España S.L. vertreten. Durch den neuen Auftrag wächst das jetzt bereits für 2008 verbuchte Projektvolumen des Teams in Barcelona auf 10 MWp im Bereich kristalliner Photovoltaikanlagen und 1,5 MWp mit Anlagen der Dünnschichttechnik. Das entspreche einem Auftragsvolumen von rund 34 Millionen Euro, so CENTROSOLAR.

18.12.2007   Quelle: CENTROSOLAR Group AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: CENTROSOLAR Group AG,
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EPIA beziffert weltweiten Photovoltaik-Markt 2007 mit 2,3 Gigawatt

Solarpark Beneixama (Spanien; 20 MW)
Solarpark Beneixama
(Spanien; 20 MW)

Der weltweite Solarstrom-Markt wuchs nach Zahlen des europäischen Photovoltaik-Industrieverbandes EPIA im laufenden Jahr um 40 %, was einer neu installierten Kapazität von 2,3 Gigawatt (GWp) entspreche. Im Jahr 2010 könnte das Marktvolumen nach einem von der EPIA entworfenen Szenario sieben MW erreichen, wenn dessen Entwicklung politisch unterstützt wird. In Südeuropa könnte Solarstrom bereits im Jahr 2015 mit herkömmlicher Elektrizität wettbewerbsfähig sein (Grid Parity), betont EPIA. Der PV-Industrieverband präsentierte seine ersten Markteinschätzungen und kurzfristige Perspektiven am 14.12.2007 auf seinem Weihnachtsworkshop. Gegenwärtig sind laut EPIA weltweit rund neun Gigawatt Solarstromleistung weltweit installiert, genug um den Strombedarf von etwa drei Millionen europäischer Haushalte zu decken.  EPIA geht davon aus, dass das jährliche Marktvolumen bei entsprechenden politischen Rahmenbedingungen im Jahr 2010 zirka sieben GW erreichen könnte, was einer Wachstumsrate von 40 % in den kommenden drei Jahren entspräche. Wenn die Solarstrom-Förderung in den Ländern, in denen der Großteil der Photovoltaikanlagen installiert werden soll, jedoch nicht ausgebaut wird, werde der globale PV-Markt nur 4,7 GW erreichen, so das pessimistische EPIA-Szenario.



Immer mehr Länder werden interessante Photovoltaikmärkte


Im Jahr 2007 trugen vier Länder wesentlich zum weltweiten PV-Markt bei: etablierte Märkte wie Deutschland, Japan und die USA, aber auch Spanien, das in diesem Jahr mit einer Verdreifachung der Installationszahlen einen wesentlichen Anteil an der Marktentwicklung hatte. Deutschland bleibt laut EPIA mit einem Weltmarktanteil von 50 % klar Spitzenreiter, während der japanische Markt vermutlich stagniere und der PV-Markt in Spanien ein Volumen von mehr als 300 Megawatt (MW) erreiche. In den USA erwartet EPIA zum Jahresende ein Marktvolumen von 260 MW. Weitere europäische Länder hätten gezeigt das ihre Einspeisevergütungssysteme funktionieren: In Italien seien voraussichtlich 50 MW neu installiert worden, gefolgt von Frankreich mit 40 MW. Auch Südkorea werde ein wichtiger Marktteilnehmer mit 50 MW neu installierter Leistung im Jahr 2007.


Marktentwicklung von den politischen Rahmenbedingungen abhängig

Die Zukunft des deutschen Marktes werde geprägt durch die Neufassung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG), dessen Änderungen 2009 wirksam werden, betont EPIA. Der Industrieverband geht davon aus, dass in Deutschland im günstigsten Fall bis zu zwei GW im Jahr 2010 erreicht werden können. Der spanische Markt wird laut EPIA weiterhin durch Unwägbarkeiten gekennzeichnet sein: Wenn das gegenwärtige Einspeise-Dekret und dessen Ziel nicht bald entsprechend überarbeitet würden, erwarteten die Akteure einen Einbruch im Jahr 2009, der zu einem reduzierten Wachstum im Jahr 2010 führen könnte. Die USA könnten, dank eines dynamischen Wachstums, speziell in Kalifornien, nach Deutschland der zweitgrößte Markt werden und bis 2010 ein Volumen von 1,4 GWp erreichen. Da die politische Unterstützung in Japan schwächer werde, geht EPIA im optimistischen Szenario von 500 MW für 2010 aus. Wenn das gegenwärtige Fördersystem beibehalten wird, könnte Südkorea seine Installationszahlen im gleichen Zeitraum verzehnfachen. Italien wird nach Einschätzung von EPIA im Jahr 2010 rund 400 MW erreichen, wenn die Unterstützung anhält und bürokratische Hürden abgebaut werden, gefolgt von Frankreich mit 300 MW.


Solarindustrie steigert Produktionskapazitäten mit Blick auf künftige Nachfrage

Europa war im Jahr 2006 der zweitgrößte Solarzellen-Produzent der Welt mit einem Marktanteil von 28 %, nach Japan mit 36 %. China hat sich in jüngster Vergangenheit zu einem wichtigen Solarzellen-Hersteller entwickelt und seine Produktion von 2005 auf 2006 verdoppelt; der Weltmarktanteil Chinas liegt inzwischen bei 15 %.

EPIA geht davon aus, dass 2010 kristallines Solar-Silizium - der wichtigste Rohstoff der PV-Fertigung - mit einer Kapazität von bis zu 10 GWp produziert werden kann, was etwa 80.000 Tonnen entspricht. Weitere neue Kapazitäten von Unternehmen am Beginn der Wertschöpfungskette würden sogar eine Produktionskapazität für Solarmodule auf der Basis von kristallinem Silizium in einer Größenordung von 14 bis 16 GWp ermöglichen. Die Dünnschicht-Produzenten werden nach EPIA-Zahlen ihre Kapazität bis zu 4 GWp ausbauen, was eine Modulproduktion von zwei GWp im Jahr 2010 ermögliche und einen Marktanteil von 20 %. Die effektive Produktionskapazität der gesamten PV-Industrie erreicht laut EPIA-Szenario in den nächsten drei Jahren zehn bis 12 MW.


Solarstrom wird wettbewerbsfähig

Die zentrale Herausforderung für die PV-Industrie ist laut EPIA die Senkung der Kosten, damit Solarstrom mit Elektrizität aus herkömmlichen Energieträgern so schnell wie möglich wettbewerbsfähig wird. Seit Mitte 2006 verzeichne die Branche ein beschleunigtes Sinken der Preise, nachdem ein Engpass in der Siliziumversorgung überwunden sei, der bis 2005 dauerte. Skaleneffekte seien die wesentlichen Treiber zur Kostensenkung in der PV-Industrie. Ständig wachsende Nachfrage führe zu einem raschen Ausbau der Fertigungskapazitäten und senkten so die Kosten. Bei steigenden Strompreisen und mit Fortschritten bei der Kostensenkung sei Solarstrom in einigen US-Bundesstaaten bereits wettbewerbsfähig und es werde erwartet, dass dies in Südeuropa 2015 der Fall sei und 2020 in den meisten europäischen Ländern.

18.12.2007   Quelle: EPIA   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: City Solar AG,
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Künftig weltgrößte Photovoltaik-Anlage ist ein ausgewählter Ort im "Land der Ideen 2008"

Solarpark Waldpolenz: bereits 10,4 MW Photovoltaik-Leistung am Netz.
Solarpark Waldpolenz: bereits 10,4 MW
Photovoltaik-Leistung am Netz.

Seit dem offiziellen Baubeginn des Solarparks "Waldpolenz" Ende April 2007 haben die Monteure unter der Leitung der juwi solar GmbH im Energiepark Einiges geleistet: In den vergangenen acht Monaten wurden rund 15.500 Pfosten gerammt, über 4.500 Aluminiumtische verschraubt und rund 155.000 Solarmodule montiert und verkabelt, berichtet die juwi-Gruppe in einer Pressemitteilung. Mittlerweile seien bereits 10,4 Megawatt (MW) an das Stromnetz angeschlossen - was das Solar-Kraftwerk aktuell auf Platz 6 der Liste der weltweit größten Solarstrom-Anlagen katapultiert hat. Bis Ende 2009 errichtet juwi auf dem ehemaligen Militärflughafen bei Brandis, östlich von Leipzig, eine 40-Megawatt-Anlage mit modernster Dünnschichttechnologie. Die Einzigartigkeit dieses Projektes wird nun auch dokumentiert durch die Auswahl zum "Ausgewählten Ort 2008 im Land der Ideen". 

Vorsprung durch Innovation

"Deutschland - Land der Ideen" ist die gemeinsame Standortinitiative von Bundesregierung und deutscher Wirtschaft, vertreten durch den Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI). Schirmherr der Initiative ist Bundespräsident Horst Köhler. Ihr Ziel ist, ein positives Deutschlandbild im In- und Ausland zu vermitteln und darüber hinaus die Stärken des Wirtschaftsstandortes Deutschland zu betonen. Die Kernbotschaft aller Aktivitäten im Rahmen der Standortinitiative lautet "Deutschland ist führend durch Innovation". Im Rahmen dieser Kampagne wird juwi am 22. Juni 2008 ein weiteres Mal einen "Tag der offenen Tür" im Energiepark Waldpolenz veranstalten.

18.12.2007   Quelle: Juwi-Gruppe   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: juwi-Gruppe,
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Marktanreizprogramm des Bundes fördert Sonnenhäuser stärker als bisher

Sonnenhäuser profitieren vom Marktanreizprogramm des Bundes.
Sonnenhäuser profitieren vom
Marktanreizprogramm des Bundes.

"Das Sonnenhaus, die 'S-Klasse' des Bauens, wird sich nun noch besser durchsetzen können“, freut sich der Solar-Architekt Georg Dasch. Grund für die Zuversicht des Vorsitzenden des Straubinger Sonnenhaus-Institut e.V. (SHI) ist das neue Marktanreizprogramm des Bundes, kurz MAP. Ab 2008 wird es mehr Geld vom Staat für gut gedämmte Häuser geben, speziell wenn sie die Wärme mit Sonnenkollektoren und Biomassekesseln gewinnen: "Von dieser neuen Regelung profitieren Sonnenhäuser besonders", haben SHI-Fachleute festgestellt. Und das sogar rückwirkend, betont Dasch. Denn nicht nur für künftig geplante Sonnenhäuser gelte der Anspruch auf die deutlich verbesserten Fördersätze. "Auch für Vorhaben, die nach dem 16.10.2006 begonnen wurden, gibt es die erhöhten Zuschüsse, ob Neubau oder Renovierung", weiß Haustechnik-Ingenieur Wolfgang Hilz.  

Effizienzbonus belohnt Gesamtkonzepte für sehr sparsames Heizen

Die Zuschüsse können sich laut Sonnenhaus-Institut sehen lassen: Für eine Solarkollektorfläche mit 40 Quadratmetern auf einem Sonnenhaus zahlt der Bund 8.400 Euro dazu - doppelt soviel als bisher. Und erstmals werden auch noch größere Kollektorflächen bezuschusst, wenn auch nur mit einem reduzierten Fördersatz. Vor allem der neue Effizienzbonus werde dem Sonnenhaus-Gedanken gerecht: Er honoriere Gesamtkonzepte für sehr sparsames Heizen. "Wenn der Dämmstandard des Gebäudes die Anforderungen der Energieeinsparverordnung (EnEV) um bestimmte Prozentsätze unterschreitet, wird die Fördersumme mit Faktoren von 1,5 oder sogar 2 multipliziert“, erläutert Wolfgang Hilz. So liege der Primärenergiebedarf eines Sonnenhauses beispielsweise auf einem Zehntel der Werte der EnEV; gegenüber dem so genannten Passivhaus stehe das Sonnenhaus immer noch um das Vierfache besser da.


Maximaler Komfort ohne Öl, Gas, Kohle

"Dieser Effizienzbonus könnte alternativ auch in Kombination mit den Basisfördersätzen für Biomasseheizungen in Anspruch genommen werden", ergänzt Wärmefachmann Hilz, fügt aber hinzu: "Einem weitgehend auf der Sonne beruhenden Heizkonzept gebe ich eindeutig den Vorzug." Und auch Georg Dasch freut sich: Der Bund habe sich nun die Argumente des SHI für mehr Solarwärme in neuen oder renovierten Häusern zu eigen gemacht, denn "Sonnenhäuser bieten maximalen Komfort, Unabhängigkeit und Wirtschaftlichkeit, ohne Kohle, Öl, Gas zu verbrauchen."

18.12.2007   Quelle: Sonnenhaus-Institut e.V., Straubing   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Sonnenhaus-Institut e.V.,
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532 kWp-Photovoltaikanlage auf Blumentopffabrik im Westerwald am Netz

Blumentopffabrik mit Solar-Kraftwerk.
Blumentopffabrik mit Solar-Kraftwerk.

Der in Deutschland heimisch gewordene Photovoltaik-Hersteller Evergreen Solar freut sich über ein weiteres Großprojekt: Eine Solarstromanlage mit rund 3.000 Photovoltaik-Modulen aus der Evergreen-Produktion in Sachsen-Anhalt ging im Dezember 2007 in Ransbach-Baumbach (Westerwald) an das Netz. Das Solar-Kraftwerk auf dem Dach einer Blumentopffabrik erstreckt sich auf einer Fläche von etwa 4.700 Quadratmetern und hat eine Leistung von 523 Kilowatt (kWp). Der Strom wird über eine eigens eingerichtete Trafostation in das Netz des örtlichen Energieversorgers eingespeist. Dadurch kann der Jahresstrombedarf von etwa 100 Einfamilienhäusern gedeckt werden. 


370.000 Kilogramm CO2-Ersparnis pro Jahr

Die komplette Anlage wurde in nur sechs Wochen installiert, berichtet Evergreen Solar. Ursprüngliche Planungen seien von einer dreimonatigen Montagezeit ausgegangen. Realisiert wurde das Projekt vom Solarspezialisten Mike Lorenz. Der Elektromeister und Solarteur hat schon einige Referenzprojekte mit Evergreen Solar-Produkten umgesetzt - zum Beispiel ein Solardach der Beruflichen Schulen in Gelnhausen. Beeindrucken kann das neueste Projekt auch in punkto Energiebilanz und Umweltfreundlichkeit: Die CO2-Ersparnis beziffert Evergreen Solar mit rund 370.000 Kilogramm pro Jahr.


Patentiertes Produktionsverfahren für Solarwafer

Zudem hätten die Betreiber auf den Einsatz von besonders energieeffizienten Solarmodulen geachtet: Evergreen Solar stellt die Siliziumscheiben für seine Wafer nicht durch Sägen, sondern mit einem selbst entwickelten und patentierten Schmelzverfahren her (String RibbonTM-Technologie). So kann mit wesentlich geringerem Ressourcen- und Energieaufwand produziert werden. Die niederländische Energy Research Foundation (ECN) fand heraus, dass der so genannte "carbon footprint", also die Menge Kohlendioxid, die bei der Herstellung eines Produkts anfällt, bei Evergreen Solar-Modulen deutlich kleiner ist als bei Modulen aus herkömmlicher Produktion.

18.12.2007   Quelle: Evergreen Solar   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Evergreen Solar.,
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Solar Millennium AG meldet deutliches Umsatz- und Ertragsplus

Solar Millennium: Erfolg mit Parabolrinnen-Technologie
Solar Millennium: Erfolg mit
Parabolrinnen-Technologie

Die Solar Millennium AG (Erlangen), ein global tätiges Unternehmen mit dem Schwerpunkt solarthermische Kraftwerke, hat im abgelaufenen Geschäftsjahr zum Bilanzstichtag 31. Oktober 2007 die positive Ertrags- und Umsatzentwicklung des Konzerns fortgesetzt. Nach den vorläufigen Zahlen stiegen die Umsätze nach IFRS von 17,8 Millionen Euro im Vorjahr um rund 75 Prozent auf rund 31,1 Millionen Euro, berichtet das Unternehmen in einer Pressemitteilung. Der Jahresüberschuss nach Steuern legte von rund 10,1 Millionen Euro um 17 Prozent auf rund 11,8 Millionen Euro zu und entspreche damit den Planungen des Konzerns. Im laufenden Geschäftsjahr 2007/2008 plant der Vorstand ein noch stärkeres Wachstum auf Konzernebene. So sollen die Steigerungsquoten bei Umsatz und Ergebnis durch den Ausbau der Aktivitäten entlang der gesamten Wertschöpfungskette solarthermischer Kraftwerke deutlich wachsen.  Gleichzeitig konkretisierte der Vorstand seine bisherige Erwartung und geht nun davon aus, dass sich die Umsatzerlöse um rund 160 Prozent auf etwa 80 Millionen Euro erhöhen und der Gewinn nach Steuern um rund 50 Prozent auf rund 18 Mio. Euro steigt. Dies entspreche einem Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) von rund 24 Millionen Euro.


Umsatzerlöse aus Solarkraftwerken Andasol, Ibersol und Murciasol

Die positive Ergebnis- und Umsatzentwicklung des abgelaufenen Geschäftsjahrs 2006/2007 resultiert nach Angaben des Unternehmens aus wichtigen Fortschritten bei den spanischen Kraftwerksprojekten. Neben Teilabrechnungen von Projektentwicklungen in Südspanien habe der Konzern die Projektentwicklungsleistungen für das Solarkraftwerk Andasol 2 zum Abschluss der Finanzierungsverhandlungen vollständig abrechnen können. Außerdem profitierte der Konzern von einem steigenden Auftragsvolumen im Geschäftsfeld Technologie. So habe die Technologietochter Flagsol ihr operatives Geschäft weiter ausgebaut und sei durch das Baukonsortium des Solarkraftwerks Andasol 2 beauftragt, Engineering und die Steuerung des Solarfeldes zu liefern. Weitere Umsätze stammen aus dem Liefervolumen von Flagsol für das erste Parabolrinnen-Kraftwerk Europas, Andasol 1.
Nennenswerte Umsatzerlöse konnte Solar Millennium darüber hinaus im Geschäftsfeld Projektfinanzierung durch den Einstieg der portugiesischen EDP-Gruppe in die Projekte Ibersol und Murciasol-1 und den Anteilsverkauf von 50 Prozent der Anteile an den zugehörigen Projektgesellschaften generieren. Hinzu kam ein Anteilsverkauf an der Kraftwerksgesellschaft Andasol 2 in Höhe von 25 Prozent an eine Beteiligungsgesellschaft.


Neue Märkte in Nordafrika, Amerika und China

Der Vorstandsvorsitzende Christian Beltle äußerte sich erfreut über die Geschäftsentwicklung des Konzerns: "Solar Millennium konnte die Spitzenposition im Bereich solarthermischer Stromerzeugung weiter ausbauen. Wir waren in den letzten Monaten nicht nur in unserem bisherigen Hauptmarkt Spanien, sondern auch bei der Erschließung des nordafrikanischen, chinesischen und amerikanischen Marktes sehr erfolgreich. Der Ausbau des Geschäftsmodells ermöglicht uns auch zukünftig ein starkes Wachstum. Durch die ständige Weiterentwicklung der Technologie werden wir unsere Spitzenposition Schritt für Schritt ausbauen." Die Bilanz 2006/2007 sowie die Einzelheiten der Planung für das Geschäftsjahr 2007/2008 werden anlässlich der Bilanzpressekonferenz im Februar 2008 veröffentlicht.

17.12.2007   Quelle: Solar Millennium AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Solar Millennium AG,
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Babcock & Brown Wind Partners kauft drei Windparks von der Plambeck Neue Energien AG

Die australische Babcock & Brown Wind Partners erwirbt vom Windpark-Projektierer Plambeck Neue Energien AG die Windparks Hiddestorf und Langwedel (beide Niedersachsen) sowie Leddin (Brandenburg) zu einem Preis von zusammen rund 50 Millionen Euro, berichtet Plambeck in einer Pressemitteilung. Hiddestorf sei bereits fertig gestellt, Langwedel befinde sich im Bau und Leddin sei bereits genehmigt, so dass der Baubeginn kurzfristig erfolgen könne. Die Windenergieanlagen in diesen Windparks verfügen zusammen über eine Nennleistung von 33 Megawatt (MW).  Die Windparks wurden von der Plambeck Neue Energien AG im Zuge des im März 2006 mit Babcock & Brown Wind Partners abgeschlossenen Rahmenvertrages entwickelt und realisiert. Die an der australischen Börse ASX notierte Babcock & Brown Wind Partners investiert weltweit in Windenergie-Projekte. Sie besitzt und betreibt derzeit Windparks in fünf Ländern auf drei Kontinenten.

17.12.2007   Quelle: Plambeck Neue Energien AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

 

Gabriel baut Forschungsförderung für erneuerbare Energien aus - 2007 stieg Gesamtvolumen auf über 100 Millionen Euro

Geothermie-Kraftwerk in Landau.
Geothermie-Kraftwerk in Landau.

Das Bundesumweltministerium hat seine Forschungsförderung für erneuerbare Energien weiter ausgebaut. Mit 102 Millionen Euro habe das Gesamtvolumen aller neu bewilligten Projekte im Jahr 2007 erstmals die 100-Millionen-Euro-Grenze überschritten. "Der konsequente Ausbau der Forschungsförderung ist ein entscheidender Baustein unserer Strategie zum Ausbau der erneuerbaren Energien. Nur wenn wir in der Forschung Spitze sind, können wir dauerhaft auch wirtschaftlich Spitze sein", sagte Bundesumweltminister Sigmar Gabriel anlässlich der Veröffentlichung der Zahlen. Ein Schwerpunkt der Forschungsförderung des BMU war 2007 die Windenergie, deren Fördervolumen sich auf 34,7 Millionen Euro mehr als verdoppelte.  Mit der Inbetriebnahme der Forschungsplattform "Fino 2" in der Ostsee, dem Beginn des Baus der Forschungsplattform "Fino 3" in der Nordsee und dem Startschuss für die Forschung im Offshore-Testfeld "Alpha Ventus" wurden die Weichen für den Ausbau der Offshore-Windenergie gestellt.



Erfolge bei der Geothermie und bei solarthermischen Kraftwerken

Wichtige Erfolge wurden laut BMU auch in der Geothermie erzielt: Die vom Bundesumweltministerium unterstützten Erdwärmekraftwerke in Landau und Unterhaching wurden 2007 fertig gestellt und werden der geothermischen Stromerzeugung einen deutlichen Schub verleihen. In dem sich neu entwickelnden Weltmarkt für solarthermische Kraftwerke haben deutsche Unternehmen dank der mit BMU-Förderung entwickelnden Technologien hervorragende Chancen. Die ersten Kraftwerke in Nevada und Spanien wurden mit maßgeblicher deutscher Beteiligung realisiert. "Die Forschungsförderung von heute ist die Förderung der Arbeitsplätze von morgen. Deshalb werden wir die Technologieentwicklung bei den erneuerbaren Energien auch künftig auf hohem Niveau fortsetzen und weiter ausbauen", sagte Gabriel.

17.12.2007   Quelle: BMU   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: BMU,
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Centrosolar Glas von der Stadt Fürth im Rahmen des Solarpreises ausgezeichnet

Centrosolar: Ausgezeichnet für Antireflexbe- schichtung von Modulen und Kollektoren.
Centrosolar: Ausgezeichnet für Antireflexbe-
schichtung von Modulen und Kollektoren.

Die Centrosolar Glas GmbH und Co. KG hat im Rahmen des diesjährigen Solarpreises der Stadt Fürth eine Anerkennung erhalten. Oberbürgermeister Dr. Thomas Jung hat die Auszeichnung in einer Feierstunde am 13. Dezember 2007 verliehen. Das Fürther Unternehmen ist Spezialist für Solarglas und hat dazu beigetragen, dass Solarmodule und Solarkollektoren heute effizienter arbeiten, als noch vor einigen Jahren. Centrosolar Glas erhält die Auszeichnung für die Entwicklung von Antireflexschichten, welche die Wirkungsgrade von Solarmodulen und -Kollektoren erhöhen. "Bei herkömmlichem Glas wird 4 % des Lichts reflektiert. Die Solarmodule produzieren weniger Strom", erklärt Geschäftsführer Ralf Ballasch. "Gläser mit Antireflexschicht vermindern die Reflexion; die Energieausbeute ist damit im Jahresverlauf 4 bis 6 % höher", so Ballasch. Die Fürther sind nach eigenen Angaben weltweit Marktführer für antireflexbeschichtete Solargläser. 

Ein weiterer Grund für die Auszeichnung waren die Arbeitsplätze, die das Unternehmen in Fürth geschaffen hat. Allein 2007 haben 40 Mitarbeiter eine neue Anstellung gefunden. Insgesamt beschäftigt der Glasspezialist mehr als 200 Mitarbeiter, darunter acht Auszubildende. Die Centrosolar Gruppe, zu der das Unternehmen gehört, hat Büros in mehreren europäischen Ländern und erzielt nach eigenen Angaben 2007 einen Umsatz von 220 Millionen Euro.

Die Stadt Fürth verleiht ihren Solarpreis alle zwei Jahre. Hauptpreisträger 2007 ist die iba AG (Fürth), welche die Auszeichnung für eine solarautarke Kühlanlage erhielt. Die Bewerber müssen besondere Leistungen beim Einsatz erneuerbarer Energien vorweisen können. Neben Photovoltaikanlagen zur Erzeugung von umweltfreundlichem Strom zählen dazu auch thermische Solaranlagen.

17.12.2007   Quelle: Centrosolar Glas GmbH und Co. KG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Centrosolar Glas GmbH und Co. KG,
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Klimagipfel: positives Echo der Politik, Verbände vermissen Substanz

In einer dramatischen Verhandlungsrunde ist doch noch ein Durchbruch des Klimagipfels in Bali gelungen, kommentiert die Nord-Süd-Initiative Germanwatch. "Die Lokomotive, die Ende 2009 zu einem weitreichenden weltweiten Klimaschutzabkommen führen soll, hat Fahrt aufgenommen", kommentierte Christoph Bals, Politischer Geschäftsführer von Germanwatch. "Die vier Räder der Lokomotive sind die Pakete zur Treibhausgasverringerung, zur Anpassung, zur Technologiekooperation und zur Finanzierung." In Bali wurden jetzt zwar noch keine ausreichenden Reduktionsziele vereinbart – aber immerhin: Für die Industrieländer ist eine Spannbreite von 25 bis 40 Prozent Reduktion bis 2020 gegenüber 1990 als Verhandlungsgrundlage vereinbart worden. "Die Bali-Roadmap plus eine neue Regierung in den USA könnten dazu führen, dass 2009 die zur Großgefahrenabwehr notwendigen Ziele vereinbart werden" ergänzt Klaus Milke, Vorsitzender von Germanwatch. 

Bundeskanzlerin Merkel begrüßt Ergebnis als großen Erfolg

"Das Ergebnis der Klimaschutzkonferenz auf Bali ist ein großer Erfolg, weil es den Weg für die eigentlichen Verhandlungen über wirksame Maßnahmen zum Klimaschutz und für verbindliche Ziele zur Verringerung der Treibhausgas-Emissionen frei macht", sagte Angela Merkel am 15.12.2007. "Natürlich wird der Weg zu einem Nachfolgeabkommen für das Kyoto-Abkommen noch steinig werden. Aber ich bin fest davon überzeugt, dass sich das Mandat von Bali schon bald als wegweisend und weichenstellend erweisen wird - ähnlich wie es das Mandat von Berlin in den neunziger Jahren trotz anfänglicher Kritik getan hat", so Merkel weiter. Das Mandat von Berlin habe seinerzeit den Weg zum Kyoto-Abkommen geebnet und Bali werde zu einem bindenden und international verpflichtenden Nachfolgeabkommen führen, betont die Bundeskanzlerin.

"Bundesumweltminister Gabriel hat auf Bali gemeinsam mit den anderen europäischen Delegationen hervorragend verhandelt und leidenschaftlich für ein neues Klimaschutzmandat gekämpft. Die geschlossene Haltung der Europäer war eine wesentliche Grundlage des guten Ergebnisses; ohne sie wäre der Erfolg von Bali nicht möglich gewesen", fasst Merkel zusammen.


Gabriel wertet Kompromiss von Bali als großen Fortschritt

Bundesumweltminister Sigmar Gabriel sieht den Ausgang der Klimaschutzkonferenz auf Bali als "mühsam errungenen, aber tragfähigen Kompromiss mit substantiellen Festlegungen". "Das Ergebnis von Bali ist weniger, als Deutschland und die EU sich gewünscht hätten. Aber es ist weitaus besser, als angesichts der schwierigen Ausgangslage und der unterschiedlichen Interessen zu erwarten war", sagte Gabriel nach Beendigung der zweiwöchigen Klimakonferenz. "Das Signal von Bali lautet: Die Staatengemeinschaft will in den kommenden zwei Jahren ein Nachfolgeabkommen zum Kyoto-Protokoll aushandeln. Und: Sowohl Industrieländer als auch Entwicklungsländer wollen ihre Anstrengungen für den Klimaschutz verstärken. Gemessen daran, wie festgefahren die Situation noch auf dem letzten Klimagipfel in Nairobi war, ist Bali ein großer Fortschritt."

"Es ist ein Riesenfortschritt, dass in Bali die Entwicklungsländer, die weit weniger zu den Ursachen des Klimawandels beigetragen haben, erstmals zugestimmt haben, ihrerseits weitergehende Maßnahmen zur Senkung des Treibhausgas-Ausstoßes zu ergreifen. Auch diese Maßnahmen werden in der Erklärung von Bali mit den Attributen „messbar, dokumentierbar und nachprüfbar“ versehen. Dass die Entwicklungsländer dabei technologisch und finanziell unterstützt werden wollen, ist eine Selbstverständlichkeit.


EUROSOLAR: Weltklimaschutz braucht neue politische Handlungsansätze

"Die Konferenz in Bali hat erneut gezeigt, dass Verhandlungen mit dem Ziel eines alle Länder umfassenden Globalvertrags für Klimaschutz allenfalls auf dem kleinsten gemeinsamen Nenner eines Minimalkompromisses enden können. So aber kann die organisierte Pyromanie der Verbrennung fossiler Energie nicht beendet werden", kommentiert der Bundestagsabgeordnete Dr. Hermann Scheer, Präsident von EUROSOLAR und Vorsitzender des Weltrats für Erneuerbare Energien (WCRE). "Damit aber bleiben die Resultate stets weit hinter der tatsächlich gegebenen Herausforderung und die Weltzivilisation droht den Wettlauf mit der Zeit zu verlieren. Schnelle und umfassend angelegte Schritte zur Energiewende einzuleiten und dafür zugleich einen Weltkonsens aller Regierungen zu erreichen, kommt einer Quadratur des Kreises gleich. Das ist die Erfahrung, die sich auch in Bali wieder bestätigt hat", so Scheer.

Nötig sei eine internationale Allianz wirklich aktionsbereiter Staaten, eine "coalition of the willing" gegen den "laufenden Weltkrieg gegen die Natur", die mit gutem Beispiel vorangehe und damit eine weltweit ausstrahlende technologische Revolution zur Nutzung erneuerbarer Energien auslöst. "Einer solchen Dynamik wird sich keiner mehr entziehen können", betont Scheer.


Greenpeace: Scheitern verhindert, aber zu wenig Substanz

Dem Beschluss der UN-Klimakonferenz von Bali fehlen die wichtigen Minderungs-Ziele für den Ausstoß von Treibhausgasen, welche die Wissenschaft und die Verantwortung für die Menschheit fordern, erklärte Greenpeace zum Ende der Konferenz. "Die USA hätten die Konferenz beinahe entgleisen lassen. In einer dramatischen Sitzung mit offener Kritik an ihrer Haltung mussten die USA einlenken. Dennoch verhinderte die Bush-Regierung im Abschlussdokument den Hinweis auf die drastischen Emissionssenkungen, die notwendig sind, um den Klimawandel zu stoppen. Die wissenschaftlichen Erkenntnisse des UN-Weltklimarats IPCC sind im Hauptdokument zu einer Fußnote degradiert worden", heißt es in der Greenpeace-Pressemitteilung. Die deutsche Bundesregierung habe mit ihrem Beschluss eines 40-Prozent-Ziels ein Beispiel gegeben. Sie habe in Bali eine wichtige und überzeugende Rolle gespielt. Andere Industriestaaten müssten nun mit Reduktionszielen von mindestens 30 Prozent folgen, fordert Greenpeace. "Die Industriestaaten müssen darauf vertrauen, dass bald eine neue US-Regierung im Amt sein wird, die die internationale Klimapolitik unterstützen wird", erklärte Greenpeace Klima-Experte Tobias Münchmeyer.


WWF: konkretes Datum für das neue Klimaschutzabkommen positiv fehlende Einigung über Reduktionsverpflichtungen für die Industrieländer enttäuschend

"Der Gipfel hat gezeigt, dass die Kluft zwischen Wissen und tatsächlichem Handeln in der Klimapolitik noch immer groß ist", kommentiert Regine Günther Leiterin des Bereichs Klimaschutz und Energiepolitik beim WWF Deutschland. "Die internationale Staatengemeinschaft hatte bis zur letzten Minute die USA als Klotz am Bein, deshalb ist man leider nicht weitergekommen." Positiv ist für den WWF, dass man sich mit 2009 auf ein konkretes Datum geeinigt habe, bis wann das neue Klimaschutzabkommen stehen müsse. Dadurch steige der politische Druck, die Verhandlungen in den kommenden zwei Jahren zu einem Ende zu führen. Mit dem Mandat von Bali stehe ein politischer Rahmen, der die Richtung vorgebe. Dies sei ein Bekenntnis der internationalen Staatengemeinschaft, dass der Klimawandel nur gemeinsam zu bewältigen sei.

Enttäuschend sei hingegen, dass man sich nicht auf konkrete Reduktionsverpflichtungen für die Industrieländer festgelegt habe. Dies sei wieder einmal am Widerstand der USA gescheitert. Auch bei der Frage, ob die Treibhausgasemissionen, wie vom Weltklimarat (IPCC) empfohlen, spätestens ab 2015 weltweit drastisch sinken müssen, spielten die USA, gestützt von Russland, Japan und Kanada eine laut WWF eine destruktive Rolle. "Die USA haben alle Anstrengungen unternommen, das Balimandat zu verwässern. Immerhin gibt das Mandat dem nächsten Präsidenten der USA die Möglichkeit, einen wirkungsvollen Beitrag im globalen Kampf gegen den Klimawandel zu leisten", kommentiert Günther. Deutschland habe auf dem Gipfel eine sehr positive Rolle gespielt, erkennt der WWF an.


MISEREOR: Nur Hoffnung, aber kein Sieg für die Anliegen der Armen

Als unzureichend wertet das katholische Entwicklungshilfswerk MISEREOR die Ergebnisse der Klimakonferenz auf Bali. "Im jetzt verabschiedeten Bali-Fahrplan bleibt die feste Vereinbarung über die Reduktion der Treibhausgase kaum sichtbar in einer Fußnote und im Nebel wissenschaftlicher Verweise verborgen", moniert der Abteilungsleiter Entwicklungspolitik, Dr. Bernd Bornhorst. "Angesichts der Dramatik des Klimawandels und der schon jetzt spürbaren Auswirkungen für die Menschen im Süden ist das den Betroffenen nicht zu vermitteln und verursacht Wut und Angst vor der Zukunft", so Bornhorst.

Der Aktionsplan enthalte aber auch Bausteine einer gerechteren Klimaschutzpolitik, die in die richtige Richtung weisen, meinte Bornhorst. Hierzu zähle insbesondere die Selbstverpflichtung der Industriestaaten, die Entwicklungsländer dabei zu unterstützen, die negativen Folgen des Klimawandels zu bewältigen und den Zugang zu - und die eigene Entwicklung von - neuen, klimafreundlichen Technologien zur Minderung von Treibhausgasen zu erleichtern. Zudem sei in Parallelverhandlungen eine Einigung über die Struktur eines Anpassungsfonds erzielt worden, so dass dieser seine Arbeit aufnehmen könne. "Damit ist deutlich geworden, dass die Industriestaaten ihre Verantwortung für den Klimawandel wahrnehmen und anerkennen, dass sie finanzielle und technische Beiträge leisten müssen. Allerdings reichen die derzeit zur Verfügung stehenden Mittel bei weitem nicht aus, um die notwendigen Anpassungsmaßnahmen zu finanzieren.", betont Bornhorst. "Die Industrieländer sollten sich deshalb zukünftig verpflichten, entsprechend ihres historischen Beitrages zum Klimawandel Zahlungen für Anpassungsmaßnahmen in Entwicklungsländer zu leisten", fordert der MISEREOR Abteilungsleiter.

17.12.2007   Quelle: Germanwatch; Presse- und Informationsamt der Bundesregierung; BMU; Greenpeace; WWF; EUROSOLAR; MISEREOR   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

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Voltavis AG: Erfolgreiche Beschichtung auf Dünnschichtphotovoltaik-Pilotanlage durchgeführt

Beschichtete Glasfläche für Voltaivs-Module.
Beschichtete Glasfläche
für Voltaivs-Module.

Ende November 2007 wurde eine Beschichtung mit hydrogeniertem Silizium im ersten für die Photovoltaik-Produktion der Voltavis AG (Zug, Schweiz) vorgesehenen Reaktor der Leybold Optics GmbH durchgeführt. Der erfolgreiche Testlauf sei in einer speziell für die geplante Produktion von Solarmodulen der Voltavis GmbH entwickelten PECVD-Pilotanlage (Plasma Enhanced Chemical Vapour Deposition) vorgenommen worden, berichtet das Unternehmen in einer Pressemitteilung. Mit diesem Verfahren werden im Rahmen der späteren Produktion die einzelnen Schichten des Solarmoduls mittels Trägergasen abgeschieden. "Die Ergebnisse der Pilotanlage machen augenscheinlich, dass die Voltavis GmbH die Produktion von Solarmodulen in der anvisierten Größe realisieren kann. Gemeinsam mit der Leybold Optics wurden wir damit in der Entscheidung, Dünnschichtzellen der neuesten Generation produzieren zu wollen, bestärkt." so Dr. Holger Küfner, Verwaltungsratspräsident der Voltavis AG.   Zum Probelauf seien Glasplatten in der Größe der Voltavis-Solarmodule von 1.100 x 1.400 Millimeter beschichtet worden. Die Gleichmäßigkeit der Schicht weise über die gesamte 1,54 Quadratmeter große Glasfläche lediglich Abweichungen von ± 4 % auf. Damit habe das Kernstück der Voltavis Produktionsanlage bereits bei den ersten Tests sehr gute Beschichtungsresultate geliefert. Die Module sollen an Januar 2009 verfügbar sein.



Der PECVD-Reaktor wird im "Phoebus"-Linear Cluster Vakuum Processing System von Leybold Optics zur Herstellung des pin-pin Schichtsystems (p-leitende, intrinsische und n-leitende Schichten) innerhalb der Produktion siliziumbasierter Dünnschicht-Tandem-Solarmodule genutzt. Die Leybold Optics GmbH wurde im August dieses Jahres von der Voltavis GmbH mit dem Bau ihrer Produktionsanlage beauftragt. Das Unternehmen ist Spezialist für die Herstellung von Anlagen zur Produktion von Dünnschicht-Solarzellen sowie in der Vakuumtechnologie mit ihren verschiedenen Sparten tätig.

17.12.2007   Quelle: Voltavis AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Voltavis AG,
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USA: Energie-Ausblick des Energieministeriums prognostiziert kräftiges Wachstum erneuerbarer Energien

US-Energieministerium
erwartet deutliches Plus
der "Renewables".

Der "Annual Energy Outlook 2008" (AEO2008) der Energy Information Administration (EIA) der USA enthält mehrere wichtige Änderungen, um die Trends in der Wirtschaft und auf den Energiemärkten besser zu verstehen, so die EIA in einer Pressemitteilung. Die Energiemärkte hätten sich seit 2000 wesentlich verändert, betont die EIA. Gründe dafür seien unter anderem höhere Preise, der wachsende Energiebedarf der Entwicklungsländer, neue Gesetze in den Vereinigten Staaten sowie Veränderungen der öffentlichen Meinung hinsichtlich alternativer Treibstoffe, Emissionen und der Akzeptanz verschiedener Energietechnologien. 


80 % Wachstum der Erneuerbaren bis 2030

Die AEO2008-Prognose geht von einer intensiveren Nutzung der erneuerbaren Energien aus, die sich in einem Zuwachs von rund 80 % im Zeitraum von 2006 bis 2030 niederschlagen werde. Als einen von mehreren Gründen nennt die EIA gestiegene Energiepreise sowie eine Neubewertung des Potenzials von Anlagen zur Nutzung der Erneuerbaren. Die neuen Berechnungsgrundlagen resultieren vor allem in einem signifikanten Wachstum der Windenergie, Biomasse und Geothermie, so die EIA.

Die Prognosen des AEO2008 und eine Kurzübersicht sind in englischer Sprache zugänglich unter http://www.eia.doe.gov/oiaf/aeo/index.html. Der komplette Report soll Anfang 2008 veröffentlicht werden.

17.12.2007   Quelle: Energy Information Administration (EIA)   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: EIA,
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Arbeitsschutzmaßnahmen des Solarzellen-Herstellers Sunways Production GmbH ausgezeichnet

Sunways-Solarzellenproduktion in Thüringen.
Sunways-Solarzellenproduktion in Thüringen.

Unter dem Motto "Werte leben - Verantwortung übernehmen" führte die in Arnstadt ansässige Sunways Production GmbH (Arnstadt, Thüringen), Hersteller von Solarzellen und Tochterfirma des Photovoltaik-Unternehmens Sunways AG (Konstanz), ein Managementsystem für den Arbeitsschutz ein und wurde dafür mit dem Preis des Institutes für Arbeits- und Sozialhygiene Stiftung (IAS) ausgezeichnet. "Gesunde Mitarbeiter und geringe Ausfallzeiten der Ressourcen Mensch und Maschine sind wichtig, damit die wirtschaftlichen Zielsetzungen eines Unternehmens erreicht werden können", erläuterte Projektleiterin Andrea Trautmann den Hintergrund des Projektes. Daher habe ein eigens gegründeter Arbeitskreis zwei Jahre lang schrittweise Maßnahmen und Zuständigkeiten im Arbeits-, Gesundheits- und Umweltschutz festgelegt, regelmäßig überprüft und gegebenenfalls korrigiert.   Als Beispiel nennt Trautmann sicherheitstechnische Kontrollen beim Einsatz von Fremdunternehmen und Sicherheitseinweisungen bei Arbeiten im Produktionsbereich. Wichtig sei auch gewesen, die derzeit 70 Mitarbeiter frühzeitig in das Vorhaben einzubinden und Verbesserungsvorschläge ernsthaft zu prüfen. Mit dem "Sunways Ideen-Management" sei eigens ein Forum für die Mitarbeiter geschaffen worden, das sich bestens bewährt habe.



Mitarbeiterzahl der Solarzellen-Produktion soll 2008 mehr als verdoppelt werden

Arbeitsschutz ist jetzt laut Trautmann fester Bestandteil des nach DIN EN ISO 9001:2000 zertifizierten Qualitätsmanagementsystems des Solar-Unternehmens. So könnten Synergien genutzt und Mehrkosten vermieden werden. "Weitere Projekte sind in Arbeit. Im Jahr 2008 werden wir unsere Produktion erweitern und 80 weitere Mitarbeiter einstellen - da werden uns die Ideen auch zukünftig nicht ausgehen", meinte Trautmann. Die Sunways Production GmbH wurde 2005 als hundertprozentige Tochter der Sunways AG gegründet. Das Unternehmen ist auf die Produktion von Solarzellen spezialisiert. Die Mitarbeiterzahl von derzeit 70 soll aufgrund einer Erweiterung der Produktionskapazitäten im Jahr 2008 mehr als verdoppelt werden.


Der IAS-Preis

Der mit 5000 Euro dotierte IAS-Preis wird alle zwei Jahre verliehen und wurde 2007 bereits zum fünften Mal ausgeschrieben. Mit der Auszeichnung würdigt die IAS (Institut für Arbeits- und Sozialhygiene Stiftung) Projekte von Unternehmen, Institutionen, Arbeitsgruppen oder Einzelpersonen, die zur Etablierung von Gesundheit und Sicherheit im Arbeitsleben und in der Ökosphäre beitragen. Weitere Informationen http://www.ias-stiftung.de

17.12.2007   Quelle: Sunways Production GmbH   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Sunways AG,
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Mit Windenergie gegen den Wind: Studierende der Universität Stuttgart stellen Konzept für Windauto vor

Modell eines Windmobils.
Modell eines Windmobils.

Ein Fahrzeug zu konstruieren, das ausschließlich durch Windenergie angetrieben wird und dabei sogar gegen den Wind fahren kann – dieses Ziel verfolgen die Studierenden des Teams "InVentus" an der Universität Stuttgart im Wettbewerb mit weiteren europäischen Universitäten und Forschungseinrichtungen. Im August nächsten Jahres soll das "Ventomobil" bei einem Rennen in Den Helder (Niederlande) gegen sechs Teams aus dem In- und Ausland antreten. Das InVentus-Team wurde im Sommer 2007 in Zusammenarbeit mit dem Stiftungslehrstuhl für Windenergie der Uni Stuttgart gegründet und besteht aus Windenergie-begeisterten Studierenden der Luft- und Raumfahrttechnik.   Als ersten Erfolg konnte das Team eine Würdigung bei dem bundesweiten Wettbewerb "Deutschland - Land der Ideen" verbuchen.



Multidisziplinär und international ausgerichtete Windenergie-Forschung

Und auch mit Blick auf das Rennen im nächsten Sommer rechnet sich das Team gute Chancen aus. "Sowohl beim Antrieb als auch bei der Materialwahl können die Teams sehr unterschiedliche Konzepte verfolgen. Das macht den Wettbewerb auch in technischer Hinsicht sehr interessant", sagt der Diplomand Jan Lehmann. "Der Stiftungslehrstuhl Windenergie an der Universität Stuttgart ist bundesweit der einzige Lehrstuhl, der Probleme der Windenergie umfassend und zusammenhängend auch in der Ausbildung seiner Studierenden darstellt", betont Lehrstuhlinhaber Prof. Martin Kühn. Es wird eine multidisziplinär und international ausgerichtete Forschung und Lehre im Bereich der Windenergie betrieben, die Studierenden aller Fakultäten offen steht.

Weitere Informationen unter http://www.inventus.uni-stuttgart.de/.

16.12.2007   Quelle: Universität Stuttgart; Team "InVentus"   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Team "InVentus"; Universität Stuttgart,
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Greenpeace, Vattenfall und Eurosolar beim ZEIT FORUM Wissenschaft

Experten aus Wissenschaft, Wirtschaft und Politik diskutieren am 18. Dezember 2007 im ZEIT FORUM Wissenschaft in Berlin über den Energiebedarf, erneuerbare Energien und die Zukunft eines nationalen Energieplans als tragfähiges und verbindliches Konzept für die Versorgung in Deutschland. Sonne, Wind, Wasser und Biomasse stellen Kohle und Öl als Primärenergieträger zunehmend in den Schatten. 2020 könnte laut Prognosen rund ein Fünftel des Energiebedarfs in Deutschland aus erneuerbaren Quellen gedeckt werden, 2050 sollen die fossilen Brennstoffe komplett der Vergangenheit angehören. Immer mehr Kunden wechseln zu kleinen und regionalen Anbietern, kaufen ihren Strom nach ökologischen Gesichtspunkten. Den "Platzhirschen" in Deutschland RWE, E.ON, EnBW und Vattenfall drohe die Politik mit teilweisem Zwangsverkauf der Netze, heißt es in der Pressemitteilung der ZEIT.  

Energiepolitik mit eindeutigen und verbindlichen Regeln erforderlich

Über die Entwicklung der Technologien entscheiden nicht nur der Wettbewerb in der Forschung, sondern auch die politischen Rahmenbedingungen: Notwendig sei eine Energiepolitik mit eindeutigen und verbindlichen Regeln, bei der die Ziele Versorgungssicherheit, Wirtschaftlichkeit und Ökologie miteinander vereint werden, so die ZEIT in der Ankündigung der Veranstaltung am Dienstag, den 18. Dezember 2007, um 18.30 Uhr in der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften (Markgrafenstraße 38, Berlin-Mitte). Es diskutieren: Roland Hipp (Geschäftsführer, Greenpeace e.V.); Prof. Reinhard Hüttl (Vize-Präsident acatech - Konvent für Technikwissenschaften der Union der deutschen Akademien der Wissenschaften); Lars Göran Josefsson (Vorsitzender des Vorstandes, Vattenfall AB); Prof. Jürgen Mlynek (Präsident der Helmholtz-Gemeinschaft Deutscher Forschungszentren e.V.) und Hermann Scheer, MdB und Präsident von EUROSOLAR.

Anmeldung: Veranstaltungsforum der Verlagsgruppe Georg von Holtzbrinck, Tel.: 030 / 278718-17, zeit-forum@vf-holtzbrinck.de

16.12.2007   Quelle: DIE ZEIT   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

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taz-Kolumnist Unfried veröffentlicht Musikvideo "Weihnachten ohne Atom"

Musikvideo
Musikvideo "Weihnachten ohne Atom"
(Ausschnitt).

Der für seine journalistische Arbeit auf dem Gebiet der erneuerbaren Energien mit dem Deutschen Solarpreis 2007 ausgezeichnete taz-Kolumnist Martin Unfried hat "passend zu der erneuten Debatte um Kernkraftwerke und deren Strahlenrisiko" (Unfried) das Musikvideo "Weihnachten ohne Atom" aufgenommen. "Zum Fest der Liebe soll es im Rahmen der Aktion 'Atomausstieg selber machen' auf heiter-besinnliche Weise dafür werben, den Stecker aus der eigenen Atomsteckdose zu ziehen", so der Journalist und Chef der Kolumnenband "Ökosex". Die Karaoke-Version des etwas anderen Weihnachtsliedes soll zum mitsingen (und mitmachen) einladen. Ökosex verfolge damit einen neuen Ansatz in der atomkritischen Öffentlichkeitsarbeit. "Mit Weihnachten ohne Atom sollen die Herzen der Menschen erreicht werden", sagt Martin Unfried. 

Die Musik ist GEMA-frei und wird nicht kommerziell von ökosex zur Verfügung gestellt. Das Musikvideo, das zum Wechsel zu Ökostrom animieren will ist zugänglich unter http://www.dailymotion.com/related/6244352/video/x3q6p1_weihnachten-ohne-atom-mit-untertite_music

16.12.2007   Quelle: Martin Unfried   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Martin Unfried.,

 

Interaktiver Ratgeber informiert über Solarwärme und Heizsysteme

Doppelhaus mit Solar-Kollektoren im Garten und an der Fassade.
Doppelhaus mit Solar-Kollektoren im
Garten und an der Fassade.

Ob sich eine Solarwärmeanlage auf dem Dach oder doch eher ein Pelletsofen im Keller lohnt, zeigt der Ratgeber "Heizkosten im Neubau" im Internet. Er gibt auch Antwort auf die Frage, welches Heizsystem am preiswertesten und emissionsärmsten ist. Die Nutzer haben die Möglichkeit, die CO2- und Kostenbilanz solarthermischer Anlagen mit anderen Heizsystemen zu vergleichen. Dabei werden aktuelle Förderprogramme berücksichtigt sowie unterschiedliche Preissteigerungsszenarien bei Heizöl, Erdgas, Fernwärme, Pellets und Strom.   Der Analyse folgt das Handeln: Zu allen Heizsystemen können weitere Informationen direkt angefordert werden. Lokale Kontaktadressen zu Handwerkern und Energieberatern weisen den Weg zur Umsetzung vor Ort. Wer es schriftlich haben will, lässt sich die Vergleichsdaten ausdrucken und hat damit bereits eine Grundlage für das Gespräch mit dem Energieberater, Handwerker oder Architekten. Der Ratgeber „Heizkosten im Neubau“ ist einer von insgesamt zehn Online-Ratgebern der Kampagne "Klima sucht Schutz", die vom Bundesumweltministerium gefördert wird. Die Ratgeber liefern schnelle und kompetente Beratung zum Heizenergieverbrauch, zu modernen Heizsystemen, zur energetischen Modernisierung, zu Fördermitteln sowie zum Stromverbrauch im Haushalt und zeigen, an welchen Stellen der Verbraucher Energie effizienter nutzen und CO2 mindern kann.


Seit mehr als drei Jahren berät die Kampagne "Klima sucht Schutz" Verbraucher zum Klimaschutz und Energiesparen. Mit über 1.8 Millionen abgeschlossenen Online-Beratungen sind die Energiespar-Ratgeber ein gefragter Service im Internet. Die Verbraucher können den Ratgeber "Heizkosten im Neubau" auf einem der mehr als 700 Partnerportale der Kampagne nutzen, welche die Ratgeber in ihr eigenes Angebot integriert haben, darunter ZDF WISO, ImmobilienScout24, Quelle Bausparkasse und der

"In Kyoto, der Gründungsstadt von Kyocera, wurde mit dem Kyoto-Protokoll ein wichtiger Schritt in Richtung Klimaschutz gemacht. 2007 jährt sich das internationale Abkommen zum zehnten Mal, und wir hoffen, dass die Industrienationen durch dieses Jubiläum dazu angetrieben werden, noch mehr Engagement für den Umweltschutz aufzubringen", betont Imanaka.

Die Kyocera Corporation zählt zu den Pionieren im Solarenergiemarkt und begann bereits im Jahr 1975 mit der Entwicklung von Solarzellen. Der Gründer des Unternehmens, Dr. Kazuo Inamori, leistete damit einen fundamentalen Beitrag zur Solarindustrie. Unter anderem trieb er die Serienfertigung von Zellen aus multikristallinem Silizium an. Heute ist Kyocera einer der international führenden Hersteller von Solarzellen und -modulen und beherrscht alle Produktionsschritte, von der Wafer- und Zellfertigung bis hin zur Modulmontage.

Weitere Informationen über die Antarktis Station "Princess Elisabeth" unter
http://www.antarcticstation.org

12.12.2007   Quelle: Kyocera Fineceramics GmbH   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: International Polar Foundation,
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REpower feiert Richtfest für Offshore-Fabrik in Bremerhaven

Maschinenhaus und Rotor der 5M wiegen rund 400 Tonnen.
Maschinenhaus und Rotor der 5M wiegen
rund 400 Tonnen.

Mit einem Richtfest feierte die REpower Systems AG am 11.12.2007 die Errichtung ihrer neuen Fabrik für Offshore-Windkraftanlagen am Bremerhavener Lunehafen. In Anwesenheit des Ministerialrats des Bundesumweltministeriums, Udo Paschedag, des Bremer Bürgermeisters Jens Böhrnsen sowie des Bremer Wirtschaftssenators Ralf Nagel und weiterer geladener Gäste und Mitarbeiter wurde am Nachmittag die Richtkrone mittels eines Krans gezogen. Die Dimensionen der REpower 5M, deren Maschinenhaus die Abmessung eines Einfamilienhauses hat und rund 290 Tonnen wiegt, stellen besondere Anforderungen an die Größe und Infrastruktur des Produktionsstandorts. In Bremerhaven hat der drittgrößte deutsche Windkraftanlagenhersteller, führend im Bereich der Off-Shore-Windenergie, einen für die Serienfertigung seiner Offshoreturbine 5M geeigneten Produktionsstandort gefunden, an welchem zunächst etwa 80 der 5M-Offshoreturbinen im Zweischichtbetrieb entstehen können - unter anderem für den ersten deutschen Offshorewindpark "Alpha Ventus" vor der Insel Borkum, für den REpower sechs 5M liefern wird. 


Meilenstein auf dem Weg zur Serienproduktion einer der größten Windenergieanlagen der Welt

Realisiert wird das Projekt von Bilfinger Berger Hochbau. Die Niederlassung Hamburg erstellt die neue, rund 160 Meter lange, 40 Meter breite und 20 Meter hohe Produktionshalle sowie die dazugehörigen Verwaltungsgebäude schlüsselfertig. Zu den besonderen Leistungen gehört eine Sohle, die den Hallenboden für schwere Lasten tragfähig macht, damit dieser dem Gewicht der Maschinenhäuser Stand hält. "Durch die gerade vom Bundeskabinett beschlossene Novellierung des EEG wird der Ausbau der Offshore-Windenergie in Deutschland endlich schneller vorangetrieben", sagte Prof. Dr. Fritz Vahrenholt, Vorstandsvorsitzender der REpower Systems AG. "Der Neubau der Montagehalle ist für unser Unternehmen ein Meilenstein auf dem Weg zur Serienproduktion einer der größten Windenergieanlagen der Welt. Die hier entstehenden Fertigungskapazitäten und hunderte Arbeitsplätze werden entscheidend dazu beitragen, dass REpower seine Position in der Offshore-Windindustrie ausbaut. Die Unterstützung durch die hiesige Landesregierung und die Wirtschaftsförderung war vorbildlich und ermöglicht es uns, bereits ab Mitte 2008 mit der Serienfertigung der 5M sowie der Produktion eigener Rotorblätter zu beginnen", so Vahrenholt weiter.

12.12.2007   Quelle: REpower Systems AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: REpower Systems AG,
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Solar-Unternehmen Conergy stellt Weichen zur Rückkehr in die Gewinnzone und korrigiert Ergebnisprognose nach unten

Conergy-Chef Ammer: "Für die kom-
menden Jahre wieder gut aufgestellt".

Der Vorstand der Conergy AG (Hamburg) will das Unternehmen als fokussierten Anbieter im Solarstrom-Geschäft neu ausrichten und die Ertragskraft des Unternehmens nachhaltig stärken. "Der neue Vorstand hat sich für eine Zäsur entschieden, die Conergy binnen kurzem wieder auf Erfolgskurs bringen wird. Conergy richtet sich auf seine ertragsstarken Aktivitäten aus, gibt sich eine straffere Struktur und bereinigt einmalig bilanzielle Altlasten im Rahmen einer konservativen Ausrichtung", sagte Dieter Ammer, der Vorstandschef von Conergy. "Mit diesen Maßnahmen fühlen wir uns für die kommenden Jahre wieder gut aufgestellt", ergänzt Ammer. Dazu habe der Vorstand in seiner Sitzung vom 12.12.2007 mehrere Maßnahmen beschlossen, darunter die strategische Ausrichtung der Conergy AG als integrierter Anbieter im Photovoltaik-Markt und die Trennung von nicht-strategischen Aktivitäten in den Arbeitsfeldern Biomasse und Solarthermie (einschließlich Wärmepumpen). 


Geschäftsbereiche Biomasse und Solarthermie sollen verkauft werden

Conergy werde sich künftig als Anbieter von Systemlösungen auf das wachstums- und ertragsstarke Solarstrom-Geschäft fokussieren, heißt es in der Pressemitteilung des Unternehmens. Weiter will sich Conergy von den Geschäftsaktivitäten Biomasse und Solarthermie (einschließlich Wärmepumpen) trennen und werde hierzu den Verkauf vorbereiten. Betroffen seien rund 100 Mitarbeiter, so die Conergy AG.

Ab dem 1. Januar 2008 werde eine Holdingsstruktur mit drei eigenständig operierenden Sparten geschaffen. Die Holding werde sich auf wenige zentrale Funktionen beschränken und von einem dreiköpfigen Vorstand geleitet. Dem Vorstand sollen Dieter Ammer (CEO), Pepyn Dinandt (COO) und Dr. Jörg Spiekerkötter (CFO) angehören. Mit dem Beginn des Jahrs 2008 werde Conergy mit den drei Sparten COMPONENTS, SALES & SYSTEMS und PROJECTS operieren, die mit jeweils eigener Ergebnisverantwortung geführt werden. SALES & SYSTEMS wird von Philip von Schmeling und PROJECTS von Nikolaus Krane verantwortet. Für eine Übergangszeit führt Pepyn Dinandt die Sparte COMPONENTS. In der Sparte COMPONENTS werden künftig alle Produktionsbereiche einschließlich der neuen, voll integrierten Solarfabrik Frankfurt (Oder) zusammen gefasst. Unter dem Dach von SALES & SYSTEMS sollen die bisherigen Aktivitäten der Conergy und SunTechnics gebündelt werden. In der Sparte PROJECTS wird die erfolgreiche EPURON GmbH fortgeführt.


Vorstand rechnet mit einem Personalabbau von weltweit rund 500 Mitarbeitern

Maßnahmen zur Kostensenkung seien eingeleitet und würden unverzüglich umgesetzt, betont das Unternehmen. Diese umfassten auch Anpassungen der Personalstärke. Der Vorstand gehe von einem Personalabbau von weltweit rund 500 Mitarbeitern aus. In seiner gestrigen Sitzung hat der neue Vorstand eine korrigierte Prognose für das Geschäftsjahr 2007 erstellt. Nunmehr erwartet der Vorstand ein EBIT (Ergebnis vor Zinsen und Steuern) in einer Bandbreite von minus 150 bis minus 200 Millionen Euro. Im Oktober 2007 war der damalige Vorstand noch von einem operativen Ergebnis in Höhe von 40 Millionen Euro ausgegangen, hatte jedoch Risiken in Höhe von 30 bis 50 Millionen Euro erwartet. Die korrigierte Prognose berücksichtige neben einem deutlich verschlechterten operativen Ergebnis wesentliche zusätzliche einmalige Effekte, darunter eine Änderung der Bewertungsmethodik für Großprojekte (POC); die Anpassung der Wertansätze einzelner Aktiva und Ergebnisbelastungen aus geplanten Restrukturierungsmaßnahmen. Der ganz überwiegende Teil der genannten einmaligen Effekte werde nicht liquiditätswirksam sein, betont der Conergy-Vorstand.

12.12.2007   Quelle: Conergy AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Conergy AG,
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Photovoltaik-Hersteller Sunways AG stärkt Kompetenz des Aufsichtsrates

Neuer Sunways-Aufsichtsrat Andreas Görwitz.
Neuer Sunways-Aufsichtsrat Andreas Görwitz.

Das börsennotierte Photovoltaik-Unternehmen Sunways AG (Konstanz) hat mit der Bestellung von Andreas Görwitz mit Wirkung zum 23. November 2007 seinen Aufsichtsrat verstärkt und komplettiert. Mit der Berufung von Andreas Görwitz (51), Diplom-Betriebswirt (FH) mit langjähriger internationaler Erfahrung in den Bereichen Finanzwesen, Produktion, Einkauf, Logistik und Unternehmensentwicklung trage die Sunways AG auch im Aufsichtsrat der strategischen Zielsetzung von Wachstum, Rentabilität, Technologie und Risikomanagement Rechnung, so das Unternehmen.   Görwitz hat bereits in den neunziger Jahren mit längeren Auslandseinsätzen in Frankreich, Italien, Nord- und Südamerika sowie Asien bei dem Pharmaunternehmen Boehringer Ingelheim in verschiedenen Führungsfunktionen internationale Erfahrungen sammeln können.

Nach seinem Wechsel 1999 zur Altana Pharma AG (Konstanz) begleitete Görwitz 2002 maßgeblich den Börsengang des Mutterunternehmens an der New Yorker Börse (NYSE) und war verantwortlich für den Aufbau eines internationalen Supply-Chain-Managements. Dafür wurde das Unternehmen 2006 mit dem Pharmaceutical and Life Sciences Innovation Award in der Kategorie Produktion und Wertschöpfung ausgezeichnet. Als ehemaliger Finanzvorstand der im DAX 30 notierten ALTANA Pharma AG wird Görwitz als Nachfolger des verstorbenen Aufsichtsrates Heinz W. Bull auch die Leitung des Prüfungsausschusses (Bilanz- und Rechnungslegungsausschuss) der Sunways AG übernehmen. Der Prüfungsausschuss, eine Empfehlung des Deutschen Corporate Governance Kodex für börsennotierte Aktiengesellschaften, ist ein wichtiges Element moderner Unternehmensüberwachung.

12.12.2007   Quelle: Sunways AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Sunways AG,
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SolarGlas AG will weltweit erste Flachglaswanne für Solarglas bauen

Der sich angesichts des Wachstums der Solarindustrie abzeichnende Engpass an ultraweißem (low iron) Glas für Solarmodule hat die SolarGlas AG aus München bewogen, ein spezialisiertes Flachglaswerk für die Herstellung von Solarglas zu bauen, berichtet das Unternehmen in einer Pressemitteilung. Die Entscheidung sei nach einer umfangreichen Standortanalyse für den Standort Forst in Brandenburg gefallen. Entscheidend hierfür seien die Nähe zu einem großen Teil der deutschen Solarmodul-Produzenten, das große Engagement der Stadtverwaltung mit Bürgermeister Jürgen Goldschmidt, die guten Förderbedingungen im Land Brandenburg sowie die konstruktive Projektbegleitung durch die ZukunftsAgentur Brandenburg. Bei dem Bau der "Wanne" mit einer Tagesproduktion von bis zu 500 Tonnen (15 - 18 Millionen m² Jahresproduktion) werde in vieler Hinsicht Neuland betreten, betont die SolarGlas AG.  So werde erstmals ein Konzept umgesetzt, das die Produktion sowohl von strukturiertem Gussglas (für herkömmliche Siliziummodule) als auch von Flachglas für Dünnschichtmodule und Solarthermie-Kollektoren in einer "Dualwanne" erlaubt.

Eine Weltneuheit sei auch der Betrieb der Wanne mit einem Sauerstoff-Gasgemisch. Dadurch würden zirka 25 % des teuren Erdgases eingespart und die Emissionen seien rund 50 % geringer. Technologiepartner der SolarGlas AG seien neben dem Ingenieurunternehmen dtec aus Gelsenkirchen überwiegend renommierte deutsche Unternehmen mit viel Erfahrung in der Glasindustrie. Die Sauerstoffversorgung sowie das besondere Know-how zur Brennertechnologie werden von der Linde AG bereitgestellt. Die auf das Leasing großer Produktionsanlagen spezialisierte Süddeutsche Leasing GmbH aus Ulm sicherte die Finanzierung zu.

Die Investition wird nach Angaben der Solarglas AG einschließlich vor- und nachgelagerter Stufen mehr als 60 Millionen Euro umfassen und rund 120 neue Arbeitsplätze in einem strukturschwachen Gebiet schaffen. Das erste Glas soll im Juni 2009 das Werk verlassen und insbesondere an die vielen Solarmodulproduzenten im Umkreis von nur etwa 150 km von Forst ausgeliefert werden. Derzeit würden schon die ersten Gespräche über langfristige Lieferverträge geführt, erste Abschlüsse seien in Vorbereitung.

12.12.2007   Quelle: SolarTec AG; (pressebox)   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

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DUH-Medienpreis 2007 für Photon-Chefredakteurin, Deutschlandfunk-Journalisten und Naturfilmer

DUH-Umwelt-Medienpreisträger; Photon- Chefin Kreutzmann (3. v.L.).
DUH-Umwelt-Medienpreisträger; Photon-
Chefin Kreutzmann (3. v.L.).

Die Deutsche Umwelthilfe e.V. (DUH) hat zum zwölften Mal ihren DUH-Umwelt-Medienpreis verliehen "für herausragende Leistungen bei der journalistischen und schriftstellerischen Auseinandersetzung mit der Erhaltung der natürlichen Lebensgrundlagen". Trägerinnen und Träger des DUH-Umwelt-Medienpreises 2007 sind: Anne Kreutzmann, Chefredakteurin und Gründerin des Solarstrom-Magazins "Photon" (Kategorie Printmedien), die Wissenschaftsjournalistin des Deutschlandfunks Monika Seynsche (Kategorie Hörfunk) für ihre packenden Features über Mensch, Umwelt und Klima und die Naturfilmer Ingo Herbst und Klaus Feichtenberger (Kategorie Fernsehen) für ihre zweiteilige Dokumentation "Wüsten im Vormarsch", eine Produktion im Auftrag von ZDF und ARTE.  


Verantwortung für Umwelt- und Klimaschutz

Der DUH-Bundesvorsitzende Prof. Dr. Harald Kächele würdigte die Preisträger aus Medien und Wissenschaft am 10.12.2007 im Rahmen einer Feierstunde in Berlin und überreichte die Auszeichnungen. "Alle Preisträger tragen mit ihrem außergewöhnlichen Engagement dazu bei, dass das komplexe Thema Klimawandel ein menschliches Maß erhält", betonte Kächele während der Preisverleihung im Festsaal des Presse- und Informationsamts der Bundesregierung. "Damit nehmen sie selbst ihre Verantwortung für Umwelt- und Klimaschutz an und geben ihren Lesern, Zuhörern und Zuschauern durch eine hintergründige und facettenreiche Berichterstattung die Möglichkeit, sich selbst ein umfassendes Bild zu machen. Die Arbeit der Preisträger ist aufklärerisch im besten Sinne: Sie informieren und schaffen die Grundlage für Umweltbewusstsein."


Sonderpreis für Klimaforscher Prof. Dr. Stefan Rahmstorf

Zum ersten Mal wurde der DUH-Umwelt-Medienpreis auch in der Kategorie Neue Medien verliehen: Der Redaktionsleiter von GEOlino.de und GEO.de Jens Rehländer und sein Redaktionsteam erhielten die Auszeichnung für den Internetauftritt des Kindermagazins GEOlino. Für sein Lebenswerk zeichnete die DUH den Unternehmensberater und Publizisten Rudolf L. Schreiber aus, der unter anderem den Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland e.V. (BUND) mitgegründet hat und als Begründer des Öko-Marketing gilt. Mit einem Sonderpreis würdigte die DUH den Klimatologen Prof. Dr. Stefan Rahmstorf für seine unermüdliche und stets sachliche Darstellung des Klimawandels und die Rolle des Menschen als Hauptverursacher. Rahmstorf ist auch einer der Leitautoren des aktuellen UN-Klimareports des Weltklimarats IPCC, der den Friedensnobelpreis erhielt.


Im sechsten Jahr in Folge fördert das Unternehmen T-Mobile Deutschland den DUH-Umwelt-Medienpreis im Rahmen seines Engagements für Klimaschutz und Nachhaltigkeit. "Wir sind davon überzeugt, dass Unternehmen eine aktive Rolle bei der Bewältigung des Klimawandels einnehmen sollten – und wir handeln danach", sagte Günther Ottendorfer, Geschäftsführer Technik von T-Mobile Deutschland, bei der Festveranstaltung. "Mit der Unterstützung dieses Medienpreises wollen wir dazu beitragen, dass die wichtige öffentliche Aufklärungsarbeit zu komplexen Umweltthemen gewürdigt wird."

12.12.2007   Quelle: Deutsche Umwelthilfe e.V.   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: DUH,
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Energieeffizienz: Von M+W Zander erbautes Kraftwerk ist "Blockheizkraftwerk des Jahres"

Das Blockheizkraftwerk des Jahres arbeitet in Dresden.
Das Blockheizkraftwerk des Jahres arbeitet
in Dresden.

Das von der Stuttgarter M+W Zander FE GmbH als Generalunternehmer errichtete Energieversorgungscenter (EVC) in Dresden ist als "Blockheizkraftwerk des Jahres 2007" ausgezeichnet worden. Das Großkraftwerk versorgt die "AMD Fab 36" über ein erdgasbetriebenes Blockheizkraftwerk mit elektrischem Strom, Warm- und Kaltwasser. Die Auszeichnung wurde am 15. November 2007 vom Bundesverband Kraft-Wärme-Kopplung e.V. (BKWK) und der Zeitschrift "Energie&Management" verliehen.  In der Urkunde heißt es: "Das aus neun Gasmotoren-Modulen bestehende Blockheizkraftwerk, das unter Einhaltung hoher Qualitätsanforderungen einen Industriebetrieb mit Strom, Wärme und Kälte versorgt, erhält als ein hervorragendes Beispiel für rationelle, klimaschonende und wirtschaftliche Energieverwendung durch Kraft-Wärme-Kopplung die Auszeichnung." Durch die Nutzung der Abwärme aus der Stromerzeugung für die Kalt- und Warmwasseraufbereitung arbeitet die Anlage zugleich umweltfreundlich und energiesparend.



Betreiber des Energieversorgungscenters ist die "2. Energieversorgungs-center Dresden-Wilschdorf GmbH & Co KG", ein Gemeinschaftsunternehmen von Air-Liquide (Düsseldorf) und des örtlichen Energieversorgers DREWAG. M+W Zander hatte als Generalunternehmer die Gesamtverantwortung für Planung und Bau des im Jahr 2005 fertiggestellten Projekts. Eine (englischsprachige) Broschüre mit technischen Einzelheiten kann auf den Internetseiten von

Solarmobilrennen stellen High-Tech-Kompetenzen ins Rampenlicht

Bereits im Jahr 2005 hatte das Solarmobil Umicar bei der Panasonic World Solar Challenge teilgenommen und den elften Platz belegt. Nun hat ein neues Team junger Ingenieurinnen und Ingenieure der GROEP T ein zweites solarbetriebenes Fahrzeug entwickelt. Mit dem Projekt soll das heutige Potenzial erneuerbarer Energien als profitable Energiequellen verdeutlicht und das Bewusstsein um die Endlichkeit klassischer Energiequellen erhöht werden. "Solarmobilrennen sind zum Denksport unserer Zeit geworden. An der Weltmeisterschaft in Australien nehmen einige der weltweit besten Universitäten teil, darunter Yale, das Massachusetts Institute of Technology (MIT) und die TU Delft", so Pieter Vangeel, Teamleiter des Umicore Solarteams. "Das Rennen ist deshalb eine ausgezeichnete Gelegenheit für uns, unsere High-Tech-Kompetenz ins Rampenlicht zu stellen und auf belgische Unternehmen, die uns bei der Entwicklung und beim Bau des Fahrzeugs aktiv unterstützt haben, aufmerksam zu machen."

10.12.2007   Quelle: Umicore AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Umicore AG & Co. KG,
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WAB Sonderheft präsentiert europäische Offshore-Windparks auf einem Blick

Zur Europäischen Offshore-Windenergiekonferenz (EOW2007) Anfang Dezember in Berlin stellte die Windenergie Agentur Bremerhaven/Bremen e.V. (WAB) erstmals das englischsprachige Magazin "Offshore Wind Energy – Future Energy Supply from Wind at Sea" vor. Der Sonderdruck informiert umfassend und aktuell über Offshore-Windenergie - speziell in Deutschland. Die von der Europäischen Windenergie Agentur (EWEA) veranstaltete Fachkonferenz überreichte den 1.100 EOW2007-Teilnehmern das WAB-Sonderheft mit den Konferenzunterlagen. "Die Konferenz zeigt das stark steigende Interesse von Unternehmen und Investoren an Offshore-Windenergie in Deutschland und Europa. Mit unserem neuen Heft bieten wir Orientierung und wertvolle Informationen. Es macht aber auch international sichtbar, dass deutsche Unternehmen auf diesem Markt gut aufgestellt und ambitioniert sind", so WAB-Geschäftsführer Jan Rispens.   Die Offshore-Windenergie biete eines der größten und am kostengünstigsten erschließbaren erneuerbaren Energiepotenziale für Deutschland, betont Rispens.


15 Windparks auf See - mit mehr als 150 Megawatt Leistung

Um die aktuelle Entwicklung der Offshore-Windenergie in Deutschland und Europa darzustellen, veröffentlicht die WAB das 64-seitige Sonderheft "Offshore Wind Energy" in Englisch. Die Inhalte stellen die wirtschaftlichen, ökologischen sowie sozialen Aspekte der Offshore-Windenergie dar und bieten eine umfassende Datensammlung. Offshore-Windparks sind bereits in Großbritannien, Dänemark, Schweden und den Niederlanden realisiert. Derzeit erzeugen 15 Offshore-Windparks mit jeweils mehr als zehn Megawatt Leistung klimafreundliche Energie auf See. Auch Deutschland, Frankreich, Spanien und Belgien haben ehrgeizige Ausbaupläne und entsprechende Förderregelungen verabschiedet.


Kostenloser Download des Sonderhefts im Internet

Das WAB-Sonderheft "Offshore Wind Energy – Future Energy Supply from Wind at Sea" steht als kostenloser Download zur Verfügung unter http://www.windenergie-agentur.de

10.12.2007   Quelle: Windenergie-Agentur Bremerhaven/Bremen e.V. (WAB)   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Windenergie-Agentur Bremerhaven/Bremen e.V. (WAB),
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ZEIT CAMPUS: Sechs Nobelpreisträger erklären, wie die Welt noch zu retten ist

ZEIT Campus 1/2008.
ZEIT Campus
1/2008.

Erneuerbare Energien, Genforschung und Völkerverständigung - in der aktuellen Ausgabe des Studentenmagazins ZEIT CAMPUS erklären sechs Nobelpreisträger, wie Forscher die Probleme auf der Erde lösen könnten. Hartmut Michel (Nobelpreis für Chemie 1988) ist der Ansicht, man müsse viel stärker auf Solarenergie setzen, "aus ökologischer Sicht völlig sinnlos" seien hingegen Biokraftstoffe. Michael Succow, der 1997 den Alternativen Nobelpreis erhielt, ist für einen stärkeren Schutz der Ökosysteme, um den klimaschädlichen CO2-Anstieg zu mindern.  Edmond Fischer (Nobelpreis für Medizin 1992) spricht sich für die Gentechnik aus: "Wenn es uns nicht gelingt, das Bevölkerungswachstum zu stoppen, dann sehe ich keine andere Lösung als gentechnisch veränderte Lebensmittel". Mit Gentechnik könne man zudem "Pflanzen gegen eine ganze Reihe von Schädlingen schützen" und sie so ausstatten, dass sie auch in trockenen und salzhaltigen Regionen wachsen.


Craig C. Mello (Nobelpreis für Medizin 2006) sieht Hoffnung in der biomedizinischen Forschung: "Dank ihr ist es gelungen, das Erbgut des Menschen zu entschlüsseln." Momentan werde "dieser Schatz leider viel zu wenig genutzt. Es ist, als wären wir auf eine Goldader gestoßen, aber keiner geht hin und gräbt." Während in China diesbezüglich viel passiere, liege die biomedizinische Forschung in den USA nahezu brach. Der Friedensnobelpreisträgerin von 2003 Shirin Ebadi bereitet "die Macht des Geldes" große Sorgen. Sie sei aber überzeugt, "dass eine Welt möglich ist, in der nicht allein ökonomische Gesetze regieren." Regierung und Bevölkerung müssten zusammenarbeiten. Ebadi ruft zu mehr Austausch und Begegnung unter den Nationen auf: "Nur so können wir die Angst voreinander verlieren." Aaron Ciechanover (Nobelpreis für Chemie 2004) glaubt daran, dass "die Wissenschaft auch in der Terrorbekämpfung eine wichtige Rolle übernehmen" kann.

09.12.2007   Quelle:   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Die ZEIT,
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Intensivere deutsch-skandinavische Zusammenarbeit zur Offshore-Windkraft-Forschung

BMU-Staatsekretär Müller: Nachhaltige Nutzung der Offshore-Windenergie sicherstellen.
BMU-Staatsekretär Müller: Nachhaltige Nutzung
der Offshore-Windenergie sicherstellen.

Deutschland, Dänemark und Schweden wollen künftig bei der Windenergienutzung in der Nord- und Ostsee stärker zusammenarbeiten, berichtet das Bundesumweltministerium (BMU) in einer Pressemitteilung. Eine entsprechende Erklärung unterzeichneten am 04.12.2007 der Parlamentarische Staatssekretär im Bundesumweltministerium, Michael Müller, die dänische Energie- und Umweltministerin Connie Hedegaard und die schwedische Ministerin für Wirtschaft und Energie, Maud Olofsson, am Rande der Europäischen Offshore-Windenergie-Konferenz in Berlin. Die Zusammenarbeit der drei Länder soll sich auf die begleitende Umwelt- und Technologieforschung erstrecken. Die Kooperation ermögliche einen verstärkten Informationsaustausch zu den Umweltauswirkungen von Offshore-Windparks. Insbesondere werde es deutschen Forschern ermöglicht, Forschungsvorhaben an bestehenden dänischen Windparks durchzuführen und damit Wissenslücken zu schließen, betont das BMU.   Deutschland und Dänemark arbeiten bereits seit 2005 in der begleitenden Umweltforschung zusammen.



Bis zu 25.000 Megawatt Offshore- Windenergieleistung geplant

"Wir sind uns einig, dass der Ausbau der Windenergie auf See aus energie- und klimapolitischen Gründen von hoher Bedeutung und notwendig ist. Dabei wollen wir eine nachhaltige Nutzung der Offshore-Windenergie sicherstellen und dafür sorgen, dass der Ausbau nicht auf Kosten der Natur vor unseren Küsten geschieht", sagte Michael Müller. Der Parlamentarische Staatssekretär im Bundesumweltministerium lud weitere Staaten ein, sich der Kooperation anzuschließen. Der Anteil der erneuerbaren Energien an der Stromerzeugung soll mit den Windparks auf See deutlich steigen. Bis 2025/2030 sind laut BMU bis zu 25.000 Megawatt installierter Leistung an Offshore-Windenergie in deutschen Meeresgebieten möglich.

Die Erklärung von Deutschland, Dänemark und Schweden über die Zusammenarbeit in der begleitenden Umwelt- und Technologieforschung bei der Windenergienutzung auf See ist im Internet abrufbar unter www.bmu.de.
Weitere Informationen zum Start der deutsch-dänischen Kooperation unter http://www.erneuerbare-energien.de/inhalt/35997/main/ ; zur Europäischen Offshore-Windenergie-Konferenz unter http://www.eow2007.info.

09.12.2007   Quelle: BMU   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: www.eow2007.info,
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Erneuerbare Energien schaffen mehr Unabhängigkeit von Öl und Gas - und senken nachhaltig die Heizkosten

Solarwärmeanlage mit Speicher und Zubehör.
Solarwärmeanlage mit Speicher und Zubehör.

Rund 4.500 Liter Heizöl verbraucht eine vierköpfige Familie pro Jahr in einem älteren, schlecht gedämmten Einfamilienhaus, so die Deutsche Energie-Agentur GmbH (dena) in einer Pressemitteilung. Umgerechnet rund 3.000 Euro stünden damit auf der Heizkostenrechnung und in Zukunft würde es vielleicht noch deutlich mehr. dena-Geschäftsführer Stephan Kohler kennt den Weg aus der Kostenfalle: "Wer Kostensicherheit will, muss mit Effizienzmaßnahmen den Energiebedarf seines Hauses senken." Um bis zu 85 Prozent könne eine energetische Modernisierung den Energiehunger älterer Häuser reduzieren, mit - Dämmung, Wärmeschutzfenstern und moderner Heizungstechnik. "Wer zusätzlich auf erneuerbare Energien umsteigt, kann steigenden Öl- und Gaspreisen gelassener entgegen sehen", so der dena-Chef.  Wärmeenergie aus Solaranlagen, Pelletsheizungen und Wärmepumpen spare nicht nur Heizkosten, sondern helfe auch den Ausstoß von Treibhausgasen zu reduzieren und das Klima zu schützen. Daher plane die Bundesregierung, Gebäudeeigentümer in bestimmten Fällen per Gesetz zur Nutzung der Erneuerbaren zu verpflichten. Die Regelungen im Detail werden derzeit in Berlin diskutiert. Die dena informiert, wie Hauseigentümer erneuerbare Energien nutzen können und was sie bringen.



Solarwärme - der "Allrounder"

Solarthermische Anlagen nutzen die Sonnenstrahlung zur Wassererwärmung. Im Jahresdurchschnitt liefern sie rund 60 Prozent der für warmes Wasser benötigten Energie, in den Sommermonaten in der Regel sogar 100 Prozent. Die Heizung kann dann komplett ausgeschaltet bleiben. Größere Solarwärmeanlagen können zudem in Frühjahr und Herbst die Raumheizung unterstützen und so in einem energieeffizienten Haus bis zu 20 Prozent der insgesamt benötigten Heizenergie liefern. Die Solarwärme-Anlagen lassen sich mit allen marktüblichen Heizungen kombinieren, können aber bis auf wenige Ausnahmen noch nicht allein verwendet werden. Optimale Voraussetzungen für einen guten Solarertrag bietet eine nach Süd-West bis Süd-Ost ausgerichtete, unverschattete Dach- oder Fassadenfläche. Rund 4.000 Euro kostet eine kleine Solarwärmeanlage zur Wassererwärmung , weitere 4.000 Euro sind für die zusätzliche Heizungsunterstützung aufzuwenden. Die dena rät, die Anlage am besten im Zuge einer Heizungsmodernisierung einzubauen.


Holzpellets - komfortabler Klimaschutz

Eine gute Alternative zur Gas- oder Ölheizung ist die Holzpelletsheizung. Sie verbrennt kleine Holzpresslinge, die Pellets. Diese geben bei der Verbrennung nicht mehr CO2 ab, als der Baum bei seinem Wachstum aufgenommen hat und gelten daher als klimaneutral. Moderne Pelletsheizungen sind hoch komfortabel: Der Brennstoff wird genau wie Öl von einem Tankwagen angeliefert, lagert in einem Silo oder Vorratsraum und wird automatisch zum Heizkessel transportiert. Bislang sind Pellets deutlich preisgünstiger als Öl oder Gas. Mit wachsender Nachfrage werden in den nächsten Jahren aber vermutlich auch die Pelletpreise steigen, so die dena. Langfristig geringe Energiekosten könne eine Pelletsheizung daher auch nur in einem energieeffizienten Haus garantieren. Die Anschaffungskosten für eine Zentralheizung mit Pellets liegen zwischen 10.000 und 14.000 Euro.


Wärmepumpen - Heizung ohne Feuerstelle

Mehr Unabhängigkeit von fossilen Brennstoffen bringen auch Wärmepumpen: Sie entziehen zum Beispiel der Erde die gespeicherte Sonnenwärme und transportieren sie in das Haus. Besonders effizient arbeiten sie in Kombination mit Fußboden- oder Wandheizungen: Diese geben über eine große Fläche Wärme ab und kommen so mit geringeren Heiztemperaturen aus als normale Heizkörper. In der Folge muss auch die Wärmepumpe weniger Leistung bringen. Da Wärmepumpen Strom benötigen, ist eine gute Planung und Einstellung wichtig. Die Pumpe sollte mindestens drei bis dreieinhalb mal soviel Wärmeenergie bereitstellen, wie sie an elektrischer Energie für den Betrieb benötigt, betont die dena. Die Investitionskosten für die besonders effizienten Erdwärmepumpen liegen zwischen 16.000 und 20.000 Euro.


Tipp: Staatliche Förderung nutzen

Der Staat fördert die energiesparende Sanierung mit erneuerbaren Energien durch verschiedene Förderprogramme. Die KfW Förderbank und das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) bieten Zuschüsse und zinsgünstige Finanzierungskredite an. Einen kostengünstigen Einstieg in die energiesparende Sanierung bietet der Energieausweis für Gebäude. Er gibt Aufschluss über die energetische Qualität des Hauses und enthält erste Sanierungsempfehlungen. Zudem bieten Energieberater eine genaue Gebäudeanalyse mit Erstellung eines umfangreichen Sanierungsfahrplans an. Das BAFA bezuschusst diese ausführliche Energieberatung im Rahmen des "Vor-Ort-Programms".

Weitere Informationen zur energieeffizienten Sanierung und zu Erneuerbaren Energien gibt es im Internet unter
http://www.zukunft-haus.info/erneuerbare.

Infos zur Förderung bietet der Solarserver unter http://www.solarserver.de/geld.html

09.12.2007   Quelle: Deutsche Energie-Agentur GmbH (dena)   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Wagner & Co.,
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TV-Promis radeln für den Klimaschutz - Ingenieure der Solarschmiede bauen Fahrräder zu Christbaumbeleuchtern um

Besucher und ProSieben-Promis strampeln für den Klimaschutz.
Besucher und ProSieben-Promis strampeln für
den Klimaschutz.

Zehn Prominente des Fernsehsenders ProSieben, darunter die Moderatoren des Wissensmagazins "Galileo", Aiman Abdallah und Daniel Aminat, haben am 30. November beim Münchner Kulturfestival "Tollwood" allein mit ihrer Muskelkraft einen elf Meter hohen Weihnachtsbaum zum Leuchten gebracht. Auf Ergometern und umgebauten Fahrrädern erzeugten sie genügend kohlendioxidfreien Fahrradstrom für 100 Lichterketten mit insgesamt 8000 Lämpchen. Die Aktion fand statt im Rahmen der ProSieben-Klimaschutzinitiative "CO2NTRA" und wurde von dem Münchner Ingenieurbüro Solarschmiede GmbH realisiert. "Wir wollten Energie erfahrbar machen und zeigen, wie wertvoll sie ist", beschreibt Solarschmied Tobias Müller die Idee des Projekts. 


Solar-Wechselrichter sorgt für problemlosen Betrieb der Lichterketten

Für das sinnliche Energieerlebnis rüsteten Müller und sein Kollege Jakob Doll in kürzester Zeit zusammen mit Mitarbeitern des Nürnberger Fahrradherstellers "PimpGarage" fünf Fahrräder und fünf Ergometer zu "Christbaumbeleuchtern" um: Sie statteten die Räder mit 750 Watt starken Elektromotoren aus, die im Generatorbetrieb eine von der Drehzahl abhängige Gleichspannung liefern. Weil die 100 Lichterketten des Christbaums für eine 24-Volt-Wechselspannung ausgelegt sind, schalteten die Ingenieure noch einen Wechselrichter dazwischen - ein bewährtes Mittel aus der Solartechnik. Der Wechselrichter wandelte die vom Generator erzeugte Gleichspannung in Wechselspannung um, so dass die Lichterketten problemlos an ihren Netzteilen betrieben werden konnten.

Weil die Wechselrichter im Eingangsspannungsbereich von 11 bis 15 Volt arbeiten, schalten sie sich bei einer zu hohen oder einer zu niedrigen Spannung automatisch ab. Die Radler durften daher weder zu schnell noch zu langsam treten. Zur Kontrolle hatten die Solarschmiede-Ingenieure die Fahrräder mit Voltmetern ausgestattet. "Die Aktion war ein voller Erfolg", freut sich Müller. Nachdem die Promis weg waren, radelten begeisterte Tollwood-Besucher noch bis spät in die Nacht.


Solar-Autoscooter und Öko-Weihnachtsbaum als Teil der CO2NTRA-Initiative

Zum Münchner Kulturfestival Tollwood kommen jährlich rund zwei Millionen Besucher. Im Sommer findet das Festival von Mitte Juni bis Mitte Juli statt, im Winter von Ende November bis Ende Dezember. Nach den solar versorgten Autoscootern auf dem diesjährigen Oktoberfest ist die Weihnachtsbaum-Aktion bereits das zweite Projekt, das die Solarschmiede für die ProSieben-Initiative "CO2NTRA - Mit Galileo das Klima schützen" durchführt. Die Solarschmiede GmbH ist Spezialist für die Softwareentwicklung zur Auslegung und Optimierung solarer Energiesysteme. Das Produktportfolio umfasst die Entwicklung von Individual- und Standard-Software sowie die Beratung, Planung und Erstellung von Gutachten und Studien für die Photovoltaik.

Pro Sieben überträgt die Weihnachtsbaumaktion am 10. Dezember um 19:05 Uhr in der Wissenssendung "Galileo".

08.12.2007   Quelle: Solarschmiede GmbH   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Solarschmiede GmbH,
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Innovationspreis Berlin-Brandenburg: Solar-Systemanbieter MP-TEC stiftet Preisgeld für Kindereinrichtungen

Zweiachsige Solar-Nachführung von MP-TEC.
Zweiachsige Solar-Nachführung
von MP-TEC.

In Anwesenheit von Brandenburgs Wirtschaftsminister, Ulrich Junghanns, und dem Berliner Senator für Wirtschaft, Technologie und Frauen, Harald Wolf, wurde am 30.11.2007 im Neuen Hans-Otto Theater Potsdam zum 24. Mal der Innovationspreis Berlin-Brandenburg verliehen. Der Eberswalder Solar-Systemanbieter MP-TEC erhielt den begehrten Preis für seine Photovoltaik-Nachführanlage. Die Modulplattform des Systems kann aufgrund eines besonderen Dreh- und Kippgelenkes erstmals zu jedem beliebigen Punkt des Himmels nachgeführt und die Sonneneinstrahlung so optimaler ausgenutzt werden, berichtet MP-TEC in einer Pressemitteilung. Michael Preißel, Geschäftsführer von MP-TEC, freute sich über die Anerkennung der 16-köpfigen Jury und kündigte an, mit dem Preisgeld in Höhe von 10.000 Euro Kinderhilfseinrichtungen in Berlin-Brandenburg zu unterstützen.  


Hilfe für krebskranke Tschernobyl-Kinder

"Wir möchten etwas von dem Vertrauen, das in uns gesetzt wird, an die Region zurückgeben. Als Anbieter alternativer Energien ist es uns ein besonderes Anliegen, Menschen zu helfen, die durch Kernenergie zu Schaden kamen." Ein Großteil des Geldes kommt deshalb dem Verein "Hilfe für krebskranke Tschernobyl-Kinder e.V." zugute. Seit 1994 setzt er sich für Kinder aus Weißrussland ein, die an den Folgen der Tschernobylkatastrophe leiden, und organisiert deren Versorgung und Unterbringung im Berliner Paul-Gerhardt-Stift. Das Geld geht ungeschmälert in die Kinderhilfe: Transport, Versorgung und Operation eines Kindes werden davon finanziert. Darüber hinaus soll ein weiterer Teil des Preisgeldes im Rahmen des Projektes "MP-TEC for Kids" an regionale Einrichtungen wie den Kindergarten "Britzer Zwergenschloss", den "Evangelischen Waldkindergarten" in Joachimsthal und der "Kinder und Jungendakademie Eberswalde" gehen.

Der seit 1984 verliehene Innovationspreis Berlin-Brandenburg hat sich als Markenzeichen für innovative Wirtschaftsförderung etabliert und wird von der Berliner Senatsverwaltung für Wirtschaft, Technologie und Frauen sowie dem Brandenburger Ministerium für Wirtschaft vergeben.

08.12.2007   Quelle: MP-TEC GmbH & Co. KG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
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E.ON rechnet mit baldiger Wirtschaftlichkeit regenerativer Energien

Bereits in "absehbarer Zukunft" werden erneuerbare Energien nach Auffassung von Marcus Schenck wirtschaftlich sein, so der Finanzvorstand von Deutschlands größtem Energiekonzern E.ON, gegenüber dem Wirtschaftsmagazin 'Capital' (Ausgabe 26/2007, EVT 6. Dezember). "Steigende Energiepreise und Kosten für Emissionszertifikate sowie technischer Fortschritt werden dazu beitragen, dass erneuerbare Energien wie Windkraft in absehbarer Zukunft wirtschaftlich werden", sagte Schenck. Er räumte allerdings ein, dass die aktuellen Investitionen in Höhe von sechs Milliarden Euro, die E.ON als größtes Investment eines deutschen Konzerns in regenerative Energien tätigt, ohne Zuschüsse nicht denkbar wären: "Diese Öko-Investments lohnen sich. Ohne staatliche Subventionen wären sie aber nicht rentabel", so Schenck in 'Capital'. 


Energieversorger offen gegenüber Staatsfonds

Skeptisch äußerte sich der 42-jährige, der bei dem Düsseldorfer Konzern seit einem Jahr im Vorstand sitzt, im 'Capital'-Interview zu den Plänen der Politik, E.ON und andere Unternehmen vor der Übernahme durch ausländische Konzerne zu schützen. Er halte "grundsätzlich nichts davon, wenn der Staat entscheidet, wem ein Unternehmen gehören darf". Dass sollte man dem Markt überlassen. Gegen Beteiligungen von Staatsfonds aus China oder Nahost sei ebenfalls nichts einzuwenden: "Weitere Großinvestoren würden wir begrüßen. Das sind meist sehr langfristig orientierte Anleger." Die EU und die Bundesregierung sollten die Liberalisierung und Privatisierung im Energiebereich aber konsequent durchsetzen, denn "das Übergewicht staatlich beeinflusster Unternehmen beim Strom- und Gas-Geschäft verzerre den Wettbewerb".


Übernahme durch Gazprom "unwahrscheinlich"

Für "unwahrscheinlich" hält Schenck, dass Russlands Gasgigant Gazprom E.ON übernimmt, um über E.ON Ruhrgas seinen Gasabsatz in Europa zu sichern. Gegenüber 'Capital' sagte Schenck, "ein guter Schutz sei der Börsenwert von mehr als 90 Milliarden Euro" und zum anderen würde eine solche Übernahme nur dazu führen, dass die "Position von E.ON Ruhrgas als größtem Gashändler Europas mit einem breit diversifizierten Bezug" bedroht wäre. "Kein Investor würde das gefährden wollen."

08.12.2007   Quelle: Capital, G+J Wirtschaftspresse   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

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Stiftung Solarenergie gründet internationale Solar-Schule in Äthiopien

Solar-Unterricht in Äthiopien.
Solar-Unterricht in Äthiopien.

Die Solarenergie bietet in Äthiopien eine zuverlässige und bezahlbare Möglichkeit zur Stromversorgung. "Mit der Gründung der International Solar Energy School in Rema/Äthiopien ist künftig auch eine kompetente Qualifizierung von Solartechnikern im Land möglich", erklärt Harald Schützeichel, Vorstand der Stiftung Solarenergie. Schirmherren der Schule sind der führende deutsche Solarzellen-Hersteller Q-Cells AG mit Sitz in Bitterfeld-Wolfen und Wolfgang Rehfus, Initiator von SolarPeace.ch in Kilchberg/Schweiz. Träger ist die Stiftung Solarenergie - Solar Energy Foundation (Merzhausen/ Addis Ababa). Sie ist seit 2004 in Äthiopien tätig und hat im Rahmen des Projekts "Licht für Bildung" bereits zwei äthiopische Dörfer mit Solarenergie versorgt.   Die Solartechnik und ihre fachgerechte Anwendung sind in Äthiopien weitgehend unbekannt. Es gibt keine ausgebildeten Fachkräfte. Wer im Solarbereich arbeitet, ist auf unzureichende, einmalige Anleitungen angewiesen. "Unsere Erfahrungen im Projektgebiet haben gezeigt, dass eine nachhaltige Entwicklungshilfe im Solarbereich nur möglich ist, wenn die Menschen vor Ort das Know-how besitzen", erklärt Schützeichel. Vor diesem Hintergrund hat die Stiftung Solarenergie im November 2007 die International Solar Energy School gegründet.



Technische und betriebswirtschaftliche Ausbildung

Aufgabe der Schule ist, die angehenden Fachkräfte zu befähigen, ihr eigenes kleines Solar-Geschäft in einer ländlichen Umgebung zu eröffnen. Daher werden sie neben der Technik auch in der Unternehmensführung ausbildet. Das Konzept der Schule ist so angelegt, dass deutsche Dozenten den technischen Bereich der Ausbildung leiten und äthiopische Dozenten für die betriebswirtschaftliche Ausbildung zuständig sind. "Damit gewährleisten wir den angehenden Fachkräften eine professionelle und solide Ausbildung, die das technische Know-how der deutschen Solarbranche nutzt und gleichzeitig die äthiopischen Verhältnisse mit einbezieht", erklärt Schützeichel.

Die Startfinanzierung, die zur Gründung der International Solar Energy School nötig war, haben die Firma Q-Cells AG und Wolfgang Rehfus geleistet. "Das Konzept der Schule hat uns sehr überzeugt. Denn die Solarenergie bietet in Afrika ein großes Potential und garantiert insbesondere in den ländlichen Regionen eine nachhaltige Energieversorgung", erklärt Anton Milner, Vorstand (CEO) der Q-Cells AG.

Bereits im Dezember 2007 startet der dreimonatige Ausbildungsgang für Elektrotechniker zum "Rural Solar Energy Manager". Das Ausbildungskonzept besteht aus drei Teilen: Technologie, Management und Praktikum. Die deutschen Solar-Unternehmen Energiebau Köln, Phaesun GmbH, Phocos AG und Q-Cells AG, die bereits in der ländlichen Elektrifizierung Erfahrung haben, stellen die Dozenten für die Technologieausbildung. Das Praktikum absolvieren die Teilnehmer in Rema-Dire, wo derzeit das dritte Solardorf der Stiftung Solarenergie entsteht.

Der Ausbildungsgang ist in dieser Form einmalig. Im Vorfeld findet in Addis Ababa ein "Train the Trainer-Seminar" für die äthiopischen Dozenten statt. "Unser Ziel ist es, mit der Ausbildung äthiopischer Fachkräfte den Ausbau der Solarenergie in Äthiopien voranzutreiben", resümiert Schützeichel.

07.12.2007   Quelle: Stiftung Solarenergie   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Stiftung Solarenergie,
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Marktanreizprogramm für erneuerbare Energien: Fördervolumen wird auf bis zu 350 Millionen Euro angehoben

Ab dem Jahr 2008 wird die Förderung erneuerbarer Energien im Wärmemarkt mit neuen Schwerpunkten fortgesetzt. Für das Markanreizprogramm stünden bis zu 350 Millionen Euro zur Verfügung, berichtet das Bundesumweltministerium in einer Pressemitteilung. Das sei deutlich mehr als in den Jahren zuvor. Als Teil des integrierten Energie- und Klimaprogramms der Bundesregierung hat das Bundesumweltministerium eine neue Förderrichtlinie für das Marktanreizprogramm erlassen, die unbefristet ab 2008 gelten soll. Ab 2009 sollen für das Programm sogar bis zu 500 Millionen Euro zur Verfügung stehen. Die Mittelaufstockung erfolgen aus Erlösen der Versteigerung von Emissionszertifikaten. 

Förderung gewerblicher Investitionen erst nach Genehmigung der EU

Darüber hinaus wird die Förderung gewerblicher Investitionen ab dem nächsten Jahr deutlich ausgebaut. Eine Antragstellung über die KfW ist aber erst nach erfolgter Notifizierung der neuen Richtlinie bei der EU im Laufe des ersten Quartals 2008 möglich, betont das BMU. Gefördert werden große Biomasse-Anlagen, große solarthermische Anlagen, Nahwärmenetze und Tiefengeothermie-Anlagen. Neu ab 2008 ist die Förderung großer Wärmespeicher, für Anlagen zur Aufbereitung von Biogas auf Erdgasqualität sowie Biogasleitungen.


Künftig auch Zuschüsse für effiziente Wärmepumpen

Auch künftig werden Solar-Kollektoren und Biomasse-Heizkessel mit Investitionszuschüssen gefördert. Neu an der zukünftigen Förderung ist ein Bonusssystem, das für deutlich höhere Förderbeträge sorgen kann. Wer Solarkollektoren und Biomassekessel besonders energieeffizient einsetzt oder erneuerbare Energien miteinander kombiniert, wird zusätzlich belohnt. Besonders innovative Anlagen, zum Beispiel große Solarkollektor-Anlagen oder Biomassekessel mit hochwirksamen Staubfiltern, profitieren zusätzlich von der Innovationsförderung. Ebenfalls neu eingeführt wurden Zuschüsse für effiziente Wärmepumpen. Die Förderkonditionen treten für private Antragsteller unmittelbar im Januar 2008 in Kraft, so das BMU.


Voraussetzungen für die Förderung von Wärmepumpen

Förderfähig sind effiziente Wärmepumpen für die Warmwasserbereitung und die Bereitstellung des Heizwärmebedarfs eines Gebäudes, die bestimmte Voraussetzungen erfüllen, darunter beispielsweise der Einbau eines Strom- und Wärmemengenzählers für elektrisch angetriebene Wärmepumpen zur Bestimmung der Jahresarbeitszahl und eine Fachunternehmererklärung mit dem Nachweis einer entsprechenden Jahresarbeitszahl (mindestens 4,0 bei Sole/ Wasser- und Wasser/Wasser-Wärmepumpen im Neubau bzw. mindestens 3,7 im Gebäudebestand, bei Luft/Wasserwärmepumpen von mindestens 3,5 im Neubau bzw. 3,3 im Gebäudebestand. Bei gasmotorisch angetriebenen Wärmepumpen Nachweis einer Jahresarbeitszahl von mindestens 1,2).

Die Jahresarbeitszahl bei elektrisch angetriebenen Wärmepumpen ist das Ergebnis der Division der abgegebenen Wärmemenge durch die eingesetzte Strommenge einschließlich der Strommenge für den Betrieb der peripheren Verbraucher, insbesondere der Grundwasserpumpe, der Soleumwälzpumpe, des Notheizstabes und der Regelung. Die geförderten Anlagen sollen im Rahmen eines speziellen Evaluationsprogramms stichprobenartig untersucht werden.


Förderung von 5 bis maximal 20 Euro je Quadratmeter Wohnfläche bzw. Nutzfläche

Bei Neubauten beträgt die Förderung effizienter Wärmepumpen in Wohngebäuden 10 € je Quadratmeter Wohnfläche, in Nichtwohngebäuden 10 € je Quadratmeter beheizter Nutzfläche. Die Förderung beträgt bei Wohngebäuden höchstens 2.000 € je Wohneinheit. Bei Wohngebäuden mit mehr als zwei Wohneinheiten und bei Nichtwohngebäuden ist die Förderung auf 10 % der nachgewiesenen Nettoinvestitionskosten für die Wärmepumpenanlage begrenzt.

Für Luft/Wasserwärmepumpen im Neubau beträgt die Förderung 5 € je Quadratmeter Wohnfläche, in Nichtwohngebäuden 5 € je Quadratmeter beheizter Nutzfläche. Die Förderung beträgt bei Wohngebäuden höchstens 850 € je Wohneinheit. Bei Wohngebäuden mit mehr als zwei Wohneinheiten und bei Nichtwohngebäuden ist die Förderung auf 8 % der nachgewiesenen Nettoinvestitionskosten begrenzt.

Im Gebäudebestand beträgt die Förderung mit Ausnahme von Luft / Wasserwärmepumpen in Wohngebäuden 20 € je Quadratmeter Wohnfläche, in Nichtwohngebäuden 20 € je Quadratmeter beheizter Nutzfläche. Die Förderung beträgt bei Wohngebäuden höchstens 3.000 € je Wohneinheit. Bei Wohngebäuden mit mehr als zwei Wohneinheiten und bei Nichtwohngebäuden ist die Förderung auf 15% der nachgewiesenen Nettoinvestitionskosten für die Wärmepumpenanlage begrenzt.

Für Luft/Wasserwärmepumpen im Gebäudebestand beträgt die Förderung 10 € je Quadratmeter Wohnfläche, in Nichtwohngebäuden 10 € je Quadratmeter beheizter Nutzfläche. Die Förderung beträgt bei Wohngebäuden höchstens 1.500 € je Wohneinheit. Bei Gebäuden mit mehr als zwei Wohneinheiten und bei Nichtwohngebäuden ist die Förderung auf 10 % der nachgewiesenen Nettoinvestitionskosten begrenzt.

Die neue Förderrichtlinie ist abrufbar unter

06.12.2007   Quelle: SOLution Solartechnik GmbH   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: SOLution Solartechnik GmbH,
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Online-Diskussion mit Verbrauchern: Hat die Holzpellet-Industrie aus ihren Fehlern gelernt?

Holzpellets.
Holzpellets.

Preisanstiege und mangelnde Versorgungssicherheit bei Holzpellets hatten vor einem Jahr viele Verbraucher verunsichert. Mittlerweile seien die umweltfreundlichen Spanpresslinge wieder einer der günstigsten Brennstoffe, und die Produktionskapazitäten seien deutlich erhöht worden, so die Initiative Pro Pellets in einer Pressemitteilung. Ob ein erneuter Preisanstiege zu erwarten ist, ob die Produktionskapazitäten ausreichen und was an den Meldungen über Feinstaub dran ist, können Verbraucher im zweiten Internet-Chat der Initiative Pro Pellets (IPP) mit Fachleuten aus Produktion, Vertrieb und Praxis diskutieren. Im Internetangebot der IPP stehen am Donnerstag, dem 6. Dezember 2007, von 17 bis 18 Uhr Experten Rede und Antwort:   Ulrich Feuersinger, Geschäftsführer des Pelletherstellers Heggenstaller GmbH, Thomas Holz, Ingenieur und Buchautor ("Holzpellet-Heizungen") sowie Franz Blieninger, Geschäftsführer bei Deutschlands führender Pelletmarke FireStixx.


"Nachdem der erste Chat im Mai großen Anklang bei den Verbrauchern gefunden hat, wollen wir noch einmal die Möglichkeit bieten, sich mit Experten auszutauschen. Wir freuen uns wieder auf eine rege Diskussion rund um das Heizen mit Holzpellets", sagt Konrad von Viereck, Sprecher der IPP.

Internet-Chat zu Holzpellets am 6. Dezember 2007, 17 bis 18 Uhr unter http://www.initiative-pro-pellets.com

06.12.2007   Quelle: Initiative Pro Pellets   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: IPP,
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Europäische Energieagentur zum Klimaschutz: EU wird die Kyoto-Ziele erreichen

EEA-Report zu Treibhausgasemissionen.
EEA-Report zu Treibhausgasemis-
sionen.

Die neuesten Prognosen der EU-15 Mitgliedsstaaten zeigen, das die Länder der EU vor der Osterweiterung im Jahr 2004 die Ziele des Kyoto-Protokolls für den Zeitraum 2008 –2012 erreichen oder gar übererfüllen können, berichtet die Europäische Energieagentur (EEA) in einer Pressemitteilung. Laut Kyoto-Protokoll sollen die Treibhausgasemissionen um 8 % unter die Werte von 1990 gesenkt werden, was möglich sei, wenn die Mitgliedsstaaten alle politischen Instrumente einsetzen, die geplant sind. Auf der Grundlage von Hochrechnungen der einzelnen Länder, können bestehende politischer Regelungen und Maßnahmen in der EU-15 die Treibhausgasemissionen um 4 % unter das Niveau von 1990 senken, berichtet die EEA anlässlich der Veröffentlichung des Reports "Greenhouse gas emission trends and projections in Europe 2007". Würden zusätzliche Maßnahmen - speziell jene, die zwar geplant, aber noch nicht umgesetzt sind – in die Betrachtung einfließen, könnten weitere 3,9 % eingespart werden. Mit den Kyoto-Mechanismen von zehn der 15 EU-15 Staaten seien weitere 2,5 möglich, so die EEA. Diese Länder hätten dafür 2,9 Milliarden Euro zur Verfügung gestellt. 


Der Emissionshandel wirkt

Durch Co2-Senken wie die Neuaufforstung könnten weitere 0.9 % der CO2-Emissionen vermieden werden, so dass die EU-15 insgesamt 11.4 % weniger Treibhausgase emittieren wird. Sämtliche Mitgliedsstaaten die ein Ziel vorgegeben haben werden dies laut EEA auch erreichen. Der Emissionshandel werde eine beachtliche Senkung des Treibhausgasausstoßes im Zeitraum von 2008 bis 2012 bewirken, so die EEA. Es werde erwartet, dass er mit mindestens 3.4 % zur Senkung der Emissionswerte beitragen wird, wovon ein Teil bereits in den Prognosen der einzelnen Länder berücksichtigt sei.

Der EEA-Bericht "Greenhouse gas emission trends and projections in Europe 2007" sowie Informationen zu den einzelnen Ländern können in englischer Sprache heruntergeladen werden unter http://reports.eea.europa.eu/eea_report_2007_5/en

06.12.2007   Quelle: EEA (Europäische Energieagentur)   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: EEA,
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SCHOTT Solar: kraftvollere Solarzellen durch neue Oberfläche

Solar-Kraftwerk mit SCHOTT-Modulen
Solar-Kraftwerk mit SCHOTT-Modulen

Mit einer neuen Oberflächenstruktur verleiht die SCHOTT Solar GmbH ihren Solarzellen einen höheren Wirkungsgrad, berichtet das Unternehmen in einer Pressemitteilung. Dank der so genannten ISO-Textur können die Photovoltaik-Zellen mehr Energie aus dem Sonnenlicht umwandeln und erlangen so eine größere Leistungsdichte. Damit führe SCHOTT Solar eine neue Leistungsklasse bei Solarzellen ein. Die neue Technologie, die SCHOTT Solar in eigenen Forschungszentren mit Unterstützung von Forschungsinstituten und deutschen Anlagenbauern entwickelt hat, ist nach Angaben des Unternehmens bereits seit Oktober 2007 in die bestehende Fertigung integriert. Mit der neuen Technologie werde es SCHOTT Solar außerdem möglich sein, Solarzellen mit geringerem Ressourcenaufwand herzustellen.  Dank der verbesserten Oberfläche sinke der Anteil des derzeit knappen Rohstoffs Silizium pro Watt Leistungseinheit im Modul. Mit dem neuen Verfahren würden die Produktionsprozesse insgesamt effizienter, heißt es in der Pressemitteilung.




Dunkelblaue Textur für ein besonders gleichförmiges Erscheinungsbild

Darüber hinaus verbessere die neue Oberflächenstruktur die Optik, denn die gleichmäßig dunkelblaue Textur sorge für ein besonders homogenes Erscheinungsbild der Solarmodule von SCHOTT Solar. Zunächst wird die Modulreihe ASE-165 GTFT/MCI mit der neuen Textur versehen. Das "I" in der Produktbezeichnung steht dabei für die ISO-Textur. Diese Technologie soll nun nach und nach auf alle Produktreihen und Standorte ausgeweitet werden. "Mit der Einführung der ISO-Textur haben wir den Wirkungsgrad der SCHOTT Solar Module noch einmal zuverlässig gesteigert. Für unsere Kunden heißt das hohe Qualität und noch mehr Leistung zu attraktiven Preisen", erklärt Michael Harre, Generalbevollmächtigter der SCHOTT Solar GmbH, der für Marketing und Vertrieb verantwortlich zeichnet.

"Die Herausforderung bestand insbesondere darin, die Ergebnisse aus unseren Forschungslabors in die bestehenden Fertigungslinien zu integrieren", ergänzt Wilfried Schmidt, Leiter Forschung und Entwicklung Solarzelle. "Die bei SCHOTT Solar traditionsgemäß sehr enge Zusammenarbeit zwischen F&E und Fertigung hat es ermöglicht, dass wir dieses Vorhaben in kürzester Zeit erfolgreich umsetzen konnten."

05.12.2007   Quelle: SCHOTT Solar GmbH   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: SCHOTT Solar GmbH,
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Gabriel: Klimapaket sorgt für mehr Energieeffizienz - auch im Altbaubestand

Das Bundeskabinett hat am 05.12.2007 ein umfassendes Maßnahmen-Paket zum Klimaschutz beschlossen, das Deutschlands Vorreiterrolle beim Klimaschutz unterstreiche, so das Bundesumweltministerium in einer Pressemitteilung. "Kein anderes Land der Welt kann mit einem so ambitionierten und zugleich konkreten Programm zur Weltklimakonferenz nach Bali fahren", sagte Bundesumweltminister Sigmar Gabriel. "Wir bauen die erneuerbaren Energien massiv aus - sowohl beim Strom als auch bei den Kraftstoffen und der Wärmeenergie. Wir fördern die Energieeffizienz und verschärfen die energetischen Standards für Wohngebäude um 30 Prozent - davon sind auch Altbauten betroffen", betont der Minister.   Im Jahr 2008 stelle die Bundesregierung insgesamt 3,3 Milliarden Euro für Klimaschutzmaßnahmen bereit, das sei eine Steigerung von 200 Prozent gegenüber dem Jahr 2005.


Effizienz und Erneuerbare machen Wirtschaft weniger verwundbar

"Wir machen mit dem Paket Deutschland fit für die Zukunft. Wir setzen auf Erneuerbare Energien und Energieeffizienz. Das sind Exporttechnologien, damit schaffen wir Jobs in Deutschland. Außerdem sichern wir uns für die Zukunft vor: Eine Wirtschaft, die auf Effizienz und Erneuerbare setzt, ist nicht so verwundbar, wenn der Ölpreis auf über 100 Dollar pro Barrel steigt", so Gabriel. "Zudem ist Deutschland das weltweit einzige Land, das für die internationalen Klimaschutzverhandlungen aus dem Emissionshandel zusätzliche Finanzmittel für den Technologietransfer und die Anpassungen an die Folgen des Klimawandels in Entwicklungsländer zur Verfügung stellt: 120 Millionen Euro pro Jahr", ergänzt der Bundesumweltminister.

Das Paket besteht aus 14 Gesetzen und Verordnungen sowie sieben weiteren Maßnahmen, die aus technischen Gründen erst im kommenden Mai formal beschlossen werden können. Damit will Deutschland dem Ziel, bis zum Jahr 2020 den Ausstoß von Kohlendioxid gegenüber dem Basisjahr 1990 um 40 Prozent zu reduzieren, sehr nahe kommen: Nach unabhängigen Untersuchungen würden 36 Prozent erreicht.


"Engagierter Klimaschutz, ohne Wirtschaft und Verbraucher über Gebühr zu belasten"


"Ich bin ganz sicher, dass die heutigen Beschlüsse auch international als starkes Signal für mehr Klimaschutz verstanden werden wird. Deutschland kann bei der Weltklimakonferenz sehr glaubwürdig für konsequente Maßnahmen in den Industrie- wie Entwicklungs- und Schwellenländern werben. Denn mit unserem Paket zeigen wir, dass engagierter Klimaschutz machbar ist, ohne Wirtschaft und Verbraucher über Gebühr zu belasten", betont Gabriel. Das Handwerk werde massiv von dem Ausbau der Förderprogramme für die Gebäudesanierung profitieren. "Durch die Novelle des Erneuerbare- Energien-Gesetzes (EEG) und durch das neue Wärmegesetz werden wir der Branche, die schon heute über 235.000 Menschen Arbeit gibt, zusätzlichen Schwung geben. Vor allem die Verbraucher werden profitieren - denn wir helfen Ihnen beim Energiesparen. Angesichts steigender Preise für Strom, Gas und Öl ist werden sich die erforderlichen Investitionen sehr schnell amortisieren.

Das Integrierte Klima- und Energiepaket sowie die dazugehörigen Gesetzentwürfe sind abrufbar unter http://www.bmu.de

05.12.2007   Quelle: BMU   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

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BEE: Bundestag muss Klimaschutzprogramm dringend nachbessern

Die am 05.12.07. in Berlin vom Bundeskabinett verabschiedeten Maßnahmen des Integrierten Klima- und Energieprogramms seien ein wichtiges Signal an die internationalen Verhandlungspartner auf Bali, kommentiert der Bundesverband Erneuerbare Energie (BEE) in einer Pressemitteilung. "Angesichts von Klimawandel und Ressourcenknappheit werden der Ausbau erneuerbarer Energien und die Steigerung der Energieeffizienz zur Überlebensfrage", so BEE- Präsident Johannes Lackmann. Das jetzt vorgelegte Maßnahmenpaket weise neben wichtigen Weichenstellungen aber auch erheblichen Nachbesserungsbedarf auf. In vielen Bereichen hätte die Große Koalition sich nicht zu den notwendigen Schritten durchringen können, kritisiert der BEE. 

Nachbesserungsbedarf in Sachen Wärme (Erneuerbare-Energien-Wärmegesetz)

"Wir begrüßen die Aufstockung der Mittel für Erneuerbare-Energien-Heizungsanlagen", so Lackmann. Mit der Mittelaufstockung sei verhindert worden, dass das geplante Wärmegesetz in den Verhandlungen der Koalition vollständig zusammengestrichen worden wäre. Der vom Finanzminister und vom Umweltminister angekündigte Betrag von 500 Millionen Euro ab 2009 müsse aber als verbindliches Mindestziel festgesetzt werden, um Investitionssicherheit zu schaffen, fordert Lackmann. Es müsse ein effizientes Anreizsystem mit der Zuverlässigkeit einer gesetzlichen Basis entwickelt werden. Insbesondere Investitionen im Gebäudebestand müssten angestoßen werden, denn rund 80 Prozent des Potenzials für die Wärmeproduktion aus erneuerbaren Energien liege im Altbaubestand. Für Neubauten sieht der Beschluss der Bundesregierung eine Nutzungspflicht für Erneuerbare Energien vor. Entkräftet werde diese aber durch die Möglichkeit, sich schon durch geringfügige Effizienzmaßnahmen von der Verpflichtung zu befreien. "Hier werden Effizienz und Erneuerbare Energien gegeneinandergestellt, anstatt sie zusammen wirken zu lassen", stellt der BEE fest.


Bundestag soll EEG auf Grundlage aktueller Zahlen nachjustieren

Der Gesetzentwurf zum neu gefassten Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) greife die Hauptprobleme beim Ausbau der erneuerbaren Energien nicht auf, bemängelt der BEE. Dies seien sowohl der stockende Ausbau der Stromnetze durch die deutschen Stromkonzerne als auch die deutlich gestiegenen Rohstoffkosten, die auch Anlagen zur Produktion von Strom aus Erneuerbaren Energien verteuerten. "Die vorgeschlagenen Vergütungssätze sind auf Basis von Gutachten gerechnet, die zum Teil nur die Zeit bis 2005 betrachtet haben. Seitdem sind die Kosten beispielsweise für Stahl und Kupfer explodiert", so Johannes Lackmann. Mit den neuen Vergütungssätzen würde der Ausbau erneuerbarer Energien stark zurückgehen, warnt der BEE. Hier müsse der Bundestag auf Grundlage aktueller Zahlen nachjustieren.


Mobilität: nächste Steuerstufe für Biokraftstoffe aussetzen
Seit der Einführung der Biokraftstoffbesteuerung sei die heimische mittelständische Biokraftstoffbranche stark unter Druck geraten, erinnert der BEE. Zu Beginn des Jahres 2008 würden die Steuern für Biokraftstoffe weiter steigen, die Beimischungsquote bleibe jedoch unverändert. Unter diesen Voraussetzungen werde die Branche noch größere Probleme bekommen, sich zu behaupten. Lackmann: "Die nächste Steuerstufe muss ausgesetzt werden, erst recht, wenn die Quote noch nicht vorzeitig angehoben wird." Hierauf gebe das Integrierte Klima- und Energieprogramm keine ausreichende Antwort.

05.12.2007   Quelle: Bundesverband Erneuerbare Energie e.V. (BEE)   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

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Bundesverband Solarwirtschaft: Ohne Solarwärme kein wirksamer Klimaschutz

Solarwärmeanlage auf dem Dach des Presse- und Informationsamtes der Bundesregierung.
Solarwärmeanlage auf dem Dach des
Presse- und Informationsamtes der
Bundesregierung.

Die zunehmende Nutzung von Solarwärme kann einen der wichtigsten Beiträge zur Verringerung des Treibhausgases Kohlendioxid leisten, betont der Bundesverband Solarwirtschaft e.V. (BSW-Solar) in einer Pressemitteilung anlässlich der Beschlussfassung zum Integrierten Klima- und Energieprogramm der Bundesregierung. "Der von der Bundesregierung eingeschlagene Weg zum forcierten Ausbau erneuerbarer Energien ist generell richtig und notwendig", kommentiert Carsten Körnig, Geschäftsführer des Bundesverbandes Solarwirtschaft. Solarwärme müsse dabei eine zentrale Rolle spielen. "Beim jetzt vorgelegten Entwurf eines Wärmegesetzes kommt dieser Aspekt jedoch leider zu kurz. Wir sehen hier erheblichen Nachbesserungsbedarf", sagt Körnig.  Allein in Deutschland ließen sich langfristig rund ein Drittel des Wärmebedarfs mit Sonnenenergie decken und jährlich 40 Millionen Tonnen CO2 einsparen, so der Verbandsgeschäftsführer. Der derzeit vorliegende Entwurf eines regenerativen Wärmegesetzes (EEWärmeG) sei indes wenig geeignet, dieses Potenzial zu nutzen, betont Körnig. Konkret kritisiert der BSW-Solar am geplanten Wärmegesetz drei Punkte, durch die erneuerbare Energien zur Wärmeerzeugung "de facto ausgehebelt" würden.



BSW-Solar: Gravierende Geburtsfehler beim EEWärmeG

Erstens greife die vorgeschlagene Pflicht zur Nutung eines Mindestanteils erneuerbarer Wärmeenergie nur im Neubau. Durch die Aussparung des Wohnungsbestands reduziere sich die Zahl der Investitionsanlässe so um 75 Prozent. Zweitens seien die für das EEWärmeG bereitgestellten 500 Millionen Euro kein gesetzlich fixierter Mindestbetrag, die Branche müsse sich daher weiterhin auf Marktschwankungen in Folge veränderter Haushaltslage einstellen. Und drittens reiche bereits eine geringfügige Unterschreitung der geltenden Standards der Energieeinsparverordnung (EnEV) als Ersatz für die Nutzung erneuerbarer Wärmeenergie in Neubauten, so der BSW-Solar. Diese könne zum Beispiel durch eine stärkere Fassadendämmung erbracht werden. Carsten Körnig: "Wärme und Energieeffizienz dürfen beim Wärmegesetz nicht gegeneinander ausgespielt werden. Beides sind unverzichtbare Säulen des Klimaschutzes. Wir appellieren daher an die Bundesregierung zu korrigieren, bevor das Wärmegesetz zum Ausbau erneuerbarer Energien mit gravierenden Geburtsfehlern startet."


Solarwärme-Ausbau wird sich laut Sarasin-Studie bis 2030 jährlich um rund 20 Prozent beschleunigen

Bis zum Jahr 2030 könnte die Atmosphäre weltweit um 1,5 Milliarden Tonnen des schädlichen Klimagases entlastet werden, wenn der Ausbau der Solarenergie energisch vorangetrieben wird, betont der BSW-Solar. Spätestens in zehn Jahren verursachten Solarwärmeanlagen keine C02-Vermeidungskosten mehr. Sie zählten dann zu den effektivsten Klimaschützern unter den Energieerzeugern. Dies habe das Schweizer Bankhaus Sarasin in seiner jüngsten Studie "Solarenergie 2007" herausgefunden. Der Solarwärme-Ausbau wird sich entsprechend der Prognose der Finanzexperten bis 2030 jährlich um rund 20 Prozent beschleunigen. Die deutsche Solarindustrie will von diesem Wachstumsmarkt profitieren und die Verbraucher mit Hilfe von Solar-Heizungen vor explodierenden Öl- und Gaskosten schützen. Beim Austausch einer alten Heizung durch ein modernes solar unterstütztes Brennwertgerät können nach Angaben des BSW-Solar bis zur Hälfte der Heizkosten und zugleich 50 Prozent des Treibhausgases Kohlendioxid eingespart werden.

Auf deutschen Dächern sind nach Angaben des BSW-Solar bereits über eine Million Solarwärmeanlagen im Einsatz. Am 5. Dezember beschließt das Bundeskabinett den Gesetzesentwurf für ein Wärmegesetz. Anschließend befasst sich der Bundestag mit dem Gesetzesvorhaben, das die Bundesregierung zu ihren wichtigsten geplanten Klimaschutzmaßnahmen zählt.

05.12.2007   Quelle: Bundesverband Solarwirtschaft (BSW-Solar)   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: BSW-Solar/Langrock,
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Neue Zubauzahlen: Deutschland bleibt Photovoltaik-Weltmeister

Solarstromanlage in Marburg
Solarstromanlage in Marburg

Wie die Fachzeitschrift PHOTON in ihrer Dezemberausgabe berichtet, stieg die installierte Solarstrom-Leistung in Deutschland im Jahr 2006 gegenüber dem Vorjahr um 43 Prozent auf 2.770 Megawatt (MW). Mit einem Photovoltaik-Zubau von mindestens 830 MW im letzten Jahr bleibe Deutschland der mit weitem Abstand wichtigste Absatzmarkt für Solarstromanlagen weltweit. Deutschland sei nach wie vor Netto-Importeur, da die inländische Produktionsmenge an Solarmodulen mit 341 MW nicht ausreichte, die Nachfrage zu decken, so das Solarstrom-Magazin. Die Hersteller von Solarmodulen konnten laut PHOTON in Deutschland um bis zu 70 Prozent höhere Verkaufspreise als im Ausland erzielen.  "Zweck des Erneuerbare-Energien-Gesetzes ist der Klimaschutz. Das deutsche EEG fördert den Ausbau der ausländischen Solarindustrie genauso wie den der deutschen. Argumente, nach denen hohe Einspeisevergütungen im EEG angeblich notwendig seien, um der deutschen Solarindustrie im weltweiten Wettbewerb Vorteile zu verschaffen, sind nicht nachvollziehbar. Je höher die Vergütung, desto teurer ist Klimaschutz durch Solarstrom", kommentiert PHOTON-Chefredakteurin Anne Kreutzmann.




PV-Förderung in Deutschland unbegrenzt; Preise für Solarstrom-Komplettanlagen gehörten zu den weltweit niedrigsten

Dass auch im Jahr 2006 der Großteil der Photovoltaik-Weltproduktion auf deutschen Dächern und Freiflächen landete, hatte laut PHOTON vornehmlich zwei Gründe: zum einen sei der geförderte Zubau auf praktisch allen Auslandsmärkten auf niedrigem Niveau begrenzt. In Deutschland hingegen werde unbegrenzt gefördert. Zum anderen habe die Solarindustrie in Deutschland mit die höchsten Solarmodulpreise erzielen können, so PHOTON mit Verweis auf eine Untersuchung der Gruppe "Photovoltaik Power Systems" (PVPS) der Internationalen Energieagentur. Dass die Preise kompletter Solarstromanlagen in Deutschland trotzdem zu den niedrigsten weltweit gehörten, liege vor allem daran, dass höherer Verwaltungsaufwand die Installationskosten im Ausland in die Höhe treibe und Installateure hierzulande effizienter installierten und mit geringen Margen auskommen müssten.


1,39 Prozent Solarstrom im bayerischen Netz

"Trotz des Margenverzichts der Installateure war aber wohl der besonders preissensiblen Kundengruppe der Landwirte, die traditionell in Bayern stark in Solarstromanlagen investieren, im Jahr 2006 der Anlagenpreis zu hoch und sie übten sich in Kaufzurückhaltung", heißt es in der PHOTON-Pressemitteilung. In Bayern sei daher die installierte Leistung nur um 31 Prozent gestiegen, während der Zuwachs im Bundesdurchschnitt bei 43 Prozent lag. Bayern bleibe aber Spitzenreiter bei der absoluten Solarstrommenge im Netz: 1,39 Prozent des in Bayern verbrauchten Stromes stammten 2006 bereits aus Solarstromanlagen, im Bundesdurchschnitt lag der Wert noch unter einem halben Prozent.

Deutlich besser als Bayern haben sich vor allem die neuen Bundesländer entwickelt, mit einem Zuwachs von durchschnittlich 73 Prozent sowie als Spitzenreiter unter den alten Bundesländern Niedersachsen mit einem Plus von 60 Prozent. Insgesamt lag der Zubau im Jahr 2006 ungefähr auf demselben Niveau wie 2005 (865 MW). Für 2007 rechnen Marktforscher jedoch mit einem deutlichen Wachstum der Installationszahlen. Sogar eine Verdopplung der Zubaumenge halten einige Studien für möglich.


Erneuerbare-Energien-Gesetz sorgt für PV-Wachstum und Kostensenkungen

Der Zubau an Solarstromanlagen wird in Deutschland durch das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) ermöglicht. Die in dem jeweiligen Jahr installierten Anlagen erhalten 20 Jahre lang eine gleichbleibend hohe Vergütung, welche für 2006 installierte Anlagen rund acht Mal so hoch gewesen sei, als der durchschnittliche Preis für Spitzenlaststrom an der Strombörse, betont PHOTON. Die Stromversorger legen die für jede neue Anlage 20 Jahre lang entstehenden Mehrkosten auf die Stromrechnungen aller Verbraucher um. Das EEG ermögliche, dass die Herstellungskosten für Solarstrom seit mehreren Jahren durchschnittlich jährlich um 10 Prozent sinken. Dies will die Bundesregierung zum Anlass nehmen, die Vergütung für Solarstrom ab 2009 - statt wie bisher um 5 Prozent - um jährlich 7 beziehungsweise 9,2 Prozent zu senken.

Das Solarstrom-Magazin PHOTON erhebt jährlich bei allen 875 deutschen Stromnetzbetreibern die jeweiligen Zubauzahlen für Solarstromanlagen. Die Zahlen liegen in der Regel gegen Ende des Folgejahres vor und sind die nachgewiesene Mindestinstallation. In die Erhebung fließen laut PHOTON nur die jeweils vorliegenden Zubauzahlen ein. Im Jahr 2006 seien dies die Daten von 854 der insgesamt 875 Netzbetreiber.

05.12.2007   Quelle: Solar Verlag; PHOTON   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Solarserver.de; Fabio Longo,
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Photovoltaik-Hersteller aleo solar AG durchbricht Umsatzmarke von 200 Millionen Euro

Solarpark mit aleo-Modulen in Spanien
Solarpark mit aleo-Modulen in Spanien

Die aleo solar AG (Prenzlau/Oldenburg) meldet für das laufende Geschäftsjahr bereits zum 05.12.2007 einen Umsatz in Höhe von 210 Millionen Euro. Das Umsatzziel von 200 Millionen Euro sei damit bereits jetzt deutlich übertroffen, berichtet der Solarmodul-Produzent in einer Ad-hoc-Mitteilung. Dieser Umsatz sei verbunden mit einer soliden EBIT-Marge, so das Unternehmen. Heiner Willers, Mitglied des Vorstands der aleo solar AG, zeigt sich zuversichtlich: "Das Geschäft verlief bislang auf hohem Niveau und zieht zum Jahresende wie gewohnt noch einmal stark an. Wenn das Wetter uns keinen Strich durch die Rechnung macht, dann gehen wir weiterhin von hohen Auslieferungen bis zum Jahresende aus." 



Photovoltaik-Boom in Spanien und zunehmend auch in Italien

Deutschland bleibe weiterhin Photovoltaik-Weltmeister, was die jährlich neu installierte Leistung betreffe, heißt es in der Ad-hoc-Mitteilung. Aber auch international sei die Nachfrage ungebrochen hoch. "Neben Spanien entwickelt sich zunehmend auch Italien hervorragend und wir werden unser Ziel, den Auslandsanteil am Umsatz 2007 auf 30 % auszubauen, sicher erreichen", so Willers, Dazu passe es gut, dass die aleo solar AG ihre Produktionskapazität im Jahr 2008 von 100 auf 180 Megawatt vergrößere und damit für das Wachstum der nächsten Jahre gerüstet sei.

05.12.2007   Quelle: aleo solar AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: aleo solar AG,
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Landesregierung startet "Solarinitiative Thüringen" - Freistaat will erste Adresse für Solartechnik werden

Solarfassade der PV Crystalox Solar AG in Erfurt.
Solarfassade der PV Crystalox
Solar AG in Erfurt.

Mit der "Solarinitiative Thüringen" will die Landesregierung den Freistaat als weltweit renommierten Produktions- und Forschungsstandort für Solartechnik positionieren. Das gab Thüringens Wirtschaftsminister Jürgen Reinholz am03.12.2007 in Erfurt bekannt. "Wir wollen zu den ersten Adressen für Solarwirtschaft und Solarforschung in Deutschland und Europa gehören", nannte Reinholz seine Zielvorstellung. Dazu sollen die hervorragenden Potenziale Thüringens als Solarstandort ausgebaut und international noch stärker kommuniziert werden.  Die Solarinitiative soll in einem ersten Schritt mehrer konkrete Maßnahmen umfassen, darunter die Einrichtung eines Kompetenzzentrums für Aus- und Weiterbildung in der Hoch- und Solar-Technologie in Erfurt, eine stärkere Ausrichtung der Technologieförderung auf die Solartechnik, den Ausbau des Solar-Zentrums Erfurt und eine Stiftungsprofessur für Solarforschung an der Technischen Universität Ilmenau.



Solar-Kompetenzzentrum für Aus- und Weiterbildung; spezielle Technologieförderung für Solartechnik

Gemeinsam mit Thüringer Bildungsträgern und Solar-Unternehmen soll der künftige Fachkräftebedarf ermittelt werden. Mit der Errichtung eines Kompetenzzentrums sollen die Voraussetzungen zur Aus- und Weiterbildung in dieser Branche geschaffen werden. Da es keinen Ausbildungsberuf gibt, der diese Branche abbildet, will das Land die Entwicklung von Ausbildungsinhalten fördern.

Zur Intensivierung der Solar-Technologieförderung sollen die drei Förderprogramme zur Verbundforschung, zur einzelbetrieblichen Technologieförderung und zur FuE-Personalförderung für den Zeitraum von 2008 bis 2013 um den Schwerpunkt "regenerative Energietechnik" erweitert werden. Diese Neufassung tritt am 1. Januar 2008 in Kraft.


Ausbau des SolarZentrums Erfurt

Das SolarZentrum Erfurt soll ausgebaut werden, um eine noch wirkungsvollere Unterstützung der Forschungsaktivitäten der Wirtschaft in Thüringen anbieten zu können. Darüber hinaus soll das SolarZentrum als koordinierende Anlaufstelle der Solarforschung in Thüringen tätig werden. Hierzu wurden bereits im laufenden Jahr Fördermittel für den Aufbau eines Testzentrums für Solarmodule und einer Prozesslinie für Siliziumzellen bereitgestellt.


Einrichtung einer Cluster-Geschäftsstelle beim Verein "SolarInput"

Aufgabe der Geschäftsstelle ist die Bündelung und Koordination der vorhandenen Strukturen und Kompetenzen in der Solartechnik und angrenzenden Branchen. Der Schwerpunkt ihrer künftigen Tätigkeit liegt auf der Verbesserung des Wissens- und Technologietransfers aus Forschungseinrichtungen zu den Unternehmen. Die Geschäftsstelle wird die bisherige Vorarbeit des SolarInput e.V. umsetzen sowie die konzeptionellen Ergebnisse des 2006 gestarteten Innovationsforums "SolarInnovativ Thüringen" zur Entwicklung eines branchenübergreifenden regionalen Netzwerks von Zulieferern für das Systemprodukt Solaranlage in die Praxis.


Offensive zur Photovoltaik-Investorenakquisition

Durch gezielte Ansprache potentieller Investoren wird die Landesentwicklungsgesellschaft Thüringen (LEG) ihre Bemühungen um die Ansiedlung von Unternehmen der Solar-Branche verstärken. Die Thüringer Solarwirtschaft hat nach Angaben der Landesregierung im vergangenen Jahr einen Umsatz von 790 Millionen erzielt - das entspricht 21 % des Gesamtumsatzes der deutschen und 10 % der europäischen Photovoltaik-Branche. Die Thüringer Solar-Unternehmen haben derzeit rund 2.500 Beschäftigte. Hinsichtlich des Anteils der Photovoltaik-Arbeitsplätze an allen Arbeitsplätzen liegt Thüringen auf Platz 1 unter den deutschen Bundesländern. Größter Vorteil sei die breite Aufstellung der Branche: Zwischen der Ingot- und Waferproduktion und der Herstellung von Modulen weise Thüringen mit seinen elf produzierenden Unternehmen eine weit diversifizierte Wertschöpfungskette auf.

Nach Auffassung von Wirtschaftsminister Reinholz wird sich die bisherige gute Entwicklung der Branche auch in den kommenden Jahren fortsetzen. "Die Zahl der Arbeitsplätze wird in diesem Bereich weiter überdurchschnittlich steigen", so Reinholz. Schon jetzt sei das Land wieder mit einer Reihe von Investoren im Gespräch, die in Thüringen Investitionen planen und Arbeitsplätze schaffen wollen.

05.12.2007   Quelle: Thüringer Ministerium für Wirtschaft, Technologie und Arbeit   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Innovationsforum SolarInnovativ Thüringen,

 

Bundesweite Klimaschutz-Aktion am 8. Dezember: Deutschland schaltet das Licht aus

Klimaschutzaktion "Licht aus".

Die Klimaschutz-Kooperation "Rettet unsere Erde" von BILD, und den Umweltorganisationen BUND, Greenpeace und WWF ruft gemeinsam mit Google und ProSieben am Samstag, den 8. Dezember 2007 zu einer deutschlandweiten Aktion auf: "Licht aus! Für unser Klima.". Von 20 Uhr bis 20.05 Uhr sollen die Lichter im ganzen Land für fünf Minuten ausgeschaltet werden. "Eine eindringliche Mahnung, die national und international zu mehr Klimaschutz aufruft", so die Initiatoren der Aktion in einer Pressemitteilung. Mit der Aktion "Licht aus! Für unser Klima." fordern die Kooperationspartner von "Rettet unsere Erde", Google und ProSieben jeden Einzelnen zum Handeln auf. Zudem wollen sie ein Zeichen an den zeitgleich stattfindenden Weltklimagipfel auf Bali senden, sich konsequent für bessere Klimaschutzmaßnahmen einzusetzen.   Mitmachen kann und soll jeder: Alle Privathaushalte in Deutschland, aber auch Städte, Gemeinden, Unternehmen, Vereine und Organisationen. Die Teilnehmer können beispielsweise Fassaden-, Zimmer-, Landschafts- oder Weihnachtsbeleuchtungen abschalten.



Für die Sicherheit notwendiges Licht, etwa Straßen- oder Notbeleuchtung, bleibe natürlich eingeschaltet, betonen die Kooperationspartner. Erste Zusagen für die Teilnahme an der "Licht aus!"-Aktion lägen bereits vor. So würden am 8. Dezember der Kölner Dom, das Schloss Neuschwanstein, das Heidelberger Schloss, die Alte Oper sowie die "Zeil" in Frankfurt ihre Außenbeleuchtung für fünf Minuten abschalten. ProSieben wird am 8. Dezember live über die Aktion berichten.

Weitere Infos zur Aktion "Licht aus! Für unser Klima." auf der Internetseite http://www.lichtaus.info.

05.12.2007   Quelle: BILD   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: BILD,
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Gabriel unterstützt Kampagne der Verbraucherzentralen zum Stromanbieter-Wechsel

Bundesumweltminister Sigmar Gabriel hat den Aufruf der Verbraucherzentralen an alle Stromkunden begrüßt, angesichts der angekündigten Strompreiserhöhungen den Stromlieferanten zu wechseln. "Die Politik hat die Rahmenbedingungen dafür geschaffen, dass ein Wechsel des Stromlieferanten einfach und unbürokratisch möglich ist. Jetzt sind die Verbraucherinnen und Verbraucher gefragt, Bewegung in den Markt zu bringen. Eine fortlaufend steigende Stromrechnung muss nicht hingenommen werden. Die Kunden können den Stromkonzernen die rote Karte zeigen", so Gabriel.  


Preiserhöhungen nicht durch steigende staatliche Belastungen oder gestiegene Beschaffungskosten zu rechtfertigen

Nachdem im letzten Jahr der Durchschnittserlös für eine Kilowattstunde Strom erstmals über 10 Cent gelegen habe, hätten die Stromanbieter auch in diesem Jahr wieder die Preise angehoben und weitere Erhöhungen für Beginn des Jahres 2008 angekündigt, heißt es in der Pressemitteilung des Bundesumweltministeriums. Der Hinweis, dass dies aus Gründen steigender staatlicher Belastungen oder gestiegener Beschaffungskosten notwendig sei, überzeugt den Bundesumweltminister nicht. "Dafür genügt ein Blick auf die steigenden Renditen und die ungebrochene Marktmacht der großen Stromversorger. Es gibt zu wenige neue Wettbewerber am Markt und wir haben die vierthöchsten Strompreise in Europa", so Gabriel.


"Ökostrom ist günstiger, als viele denken"

Kunden hätten die Wahl, sich jetzt und in der Zukunft bewusst für den Anbieter zu entscheiden, der das attraktivste Angebot bereithält. "Ökostrom ist günstiger, als viele denken", sagte Gabriel. Seine besondere Unterstützung gelte der Energieberatung der Verbraucherzentralen und dem Aufruf der Kampagne zum Stromsparen. Stromfresser können leicht identifiziert werden und kleine Sparmaßnahmen zu überraschend großer Wirkung führen. Gabriel: "Eins ist klar: Für die Umwelt und für den Geldbeutel ist die beste Kilowattstunde Strom diejenige, die wir nicht verbrauchen."

05.12.2007   Quelle: BMU   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

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Informationskampagne: Energiesparen und Ausbau erneuerbarer Energien verhindern Versorgungsengpässe

Modulproduktion bei der Solarmanufaktur Deutschland.
Modulproduktion bei der Solarmanufaktur
Deutschland.

Das Bundeskabinett wird am 05.12.2007 die Novelle des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) als Teil des Integrierten Klima- und Energieprogramms beschließen. Mit der EEG-Novelle will die Bundesregierung erneuerbare Energien weiter ausbauen und bis 2020 einen Anteil an der Stromversorgung von 25 bis 30 Prozent erreichen. Dieses Ziel ist aus Sicht der Erneuerbare-Energien-Branche problemlos erreichbar, wenn mit dem Ausbau der regenerativen Stromerzeugung zugleich die Reduzierung des Gesamtstromverbrauchs rasch vorangetrieben werde, so die Informationskampagne für Erneuerbare Energie in einer Pressemitteilung. "Das bisherige EEG hat sich als überaus effektives Instrument erwiesen, um Energie aus Sonne, Wind, Biomasse, Wasserkraft und Erdwärme wettbewerbsfähig zu machen", erklärte Jörg Mayer, Geschäftsführer der Informationskampagne. Dank des EEG sei Strom aus regenerativen Quellen in Deutschland heute günstiger als fast überall sonst in Europa.  Gleichzeitig gehörten die Zuwachsraten hierzulande zur EU-Spitze: Seit dem Jahr 2000 habe sich der Anteil erneuerbarer Energien am deutschen Stromverbrauch auf aktuell rund 15 Prozent mehr als verdoppelt. "Das novellierte EEG muss diese Entwicklung weiterhin unterstützen, damit die politischen Ziele im Klimaschutz und der Umbau der Energieversorgung erreicht werden können," so Mayer.


Jörg Mayer: 30 Prozent Anteil am Stromverbrauch locker erreichbar

Positiv bewertet Mayer die Ergebnisse einer aktuellen Studie des Hamburger Weltwirtschafts-Institut (HWWI). Danach sind die erneuerbaren Energien in Deutschland in der Lage, bei einem rückläufigen Stromverbrauch von 0,5 Prozent pro Jahr den Atomausstieg bis 2020 zu kompensieren. "Immer mehr Verbraucher gehen bewusst und verantwortungsvoll mit Energie um. Wenn diese Entwicklung anhält, sind die Kohlendioxid-Einsparziele der Bundesregierung sehr realistisch", betonte Mayer.

Unter dieser Voraussetzung stellt auch eine deutliche Steigerung des Anteils erneuerbarer Energien am Stromverbrauch kein Problem dar: "Schon heute decken die Erneuerbaren Energien gut 15 Prozent des deutschen Stromverbrauchs ab - nicht nur 10 Prozent wie in der HWWI-Studie angenommen. Wenn bei beschleunigtem Ausbau der erneuerbaren Energien gleichzeitig der Gesamtstromverbrauch sinkt, sind 30 Prozent Anteil am Stromverbrauch locker erreichbar - und keinerlei Versorgungsengpässe zu befürchten", so Mayer.

04.12.2007   Quelle: Informationskampagne für Erneuerbare Energie   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: SMD; Informationskampagne für Erneuerbare Energie. Foto: Ralf Stork,
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Internationaler Designpreis für transparentes Sunways-Solarmodul

Solar-Fassadenelement von Sunways.
Solar-Fassadenelement von
Sunways.

Mit dem "f product design award 2008" wurde das transparente Photovoltaik-Fassadenelement der Sunways AG (Konstanz), ausgezeichnet, berichtet das Unternehmen in einer Pressemitteilung. Das Solarmodul kann in die Gebäudehülle integriert werden und besteht aus Solarzellen mit Lochstruktur, die aus Sonnenlicht Strom erzeugen. 2711 Produkte wurden von Unternehmen aus der ganzen Welt eingereicht, von denen die 26-köpfige Fachjury weniger als ein Drittel auszeichnete. Der Juryvorsitzende Fritz Frenkler (f/p design / TU München) sah die Jury-Aufgabe darin, zu erkennen, "ob die Versprechen, die Unternehmen im Hinblick auf ihr Produkt und ihre Marke geben, auch eingelöst werden". In der Kategorie Industrie / Gebäude erfüllte das Sunways-Produkt diesen Anspruch sowie weitere Kriterien wie Gestaltungsqualität, Verarbeitung, Materialwahl, Innovationsgrad, Umweltverträglichkeit, Funktionalität und Sicherheit.  Blaue Solarmodule auf deutschen Dächern sind inzwischen ein gewohnter Anblick. Wie der Hersteller Sunways meldet, kann das prämierte Solarmodul auch in Fassaden integriert werden, zum Beispiel in Brüstungen. Das Modul mit der Lochstruktur reguliere das einfallende Tageslicht, schatte ab und schütze gegen Sonne, Einblicke in das Gebäude, Wärme und Schall. Diese Eigenschaften und die gleichzeitige Stromgewinnung verbessern laut Sunways die Energiebilanz des Gebäudes und senken die Betriebskosten. "Wir sind stolz auf diese erneute Auszeichnung. Aber noch viel wichtiger ist, dass das Design und das von uns entwickelte Verfahren für die Herstellung der gleichmäßigen Lochstruktur es möglich machen, Solarzellen auf eine optisch ansprechende Weise jetzt auch in die Gebäudefassade zu integrieren", sagt der Vorstandsvorsitzende der Sunways AG, Roland Burkhardt.




Das transparente Sunways-Modul wurde bereits im Oktober 2007 mit dem Design-Plus-Preis 2007 des Rates für Formgebung / German Design Council ausgezeichnet. Am 4. März 2008 findet die Preisverleihung des iF product design award im Rahmen der CeBIT auf dem Messegelände Hannover statt. Eine Ausstellung zeigt die prämierten Produkte bis August 2008.


iF product design award

Der iF product design award ist einer der ältesten, internationalen Design-Wettbewerbe: Das Label für gute Gestaltung - das rote, quadratische Logo mit dem markanten Schriftzug - steht seit mehr als 50 Jahren für hochwertiges Design. Der Wettbewerb 2008 hatte zum Ziel, das Bewusstsein für exzellentes Design zu schärfen und sowohl Unternehmen die Möglichkeit des direkten Wettbewerbvergleichs als auch der interessierten Öffentlichkeit eine Plattform für gutes Design zu bieten. Denn die Kategorien des iF product design award vermitteln einen Eindruck von der Vielschichtigkeit heutiger Gestaltung und der Bandbreite, in der Design sich bewegt.

04.12.2007   Quelle: Sunways AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Sunways AG,
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Weltweit höchste Windenergieanlage erreicht 6 Millionen Kilowattstunden

Windenergieanlage W90.
Windenergieanlage W90.

Die von der W2E Wind to Energy GmbH entwickelte Windenergieanlage W90 habe im November 2007 die Marke von 6 Millionen Kilowattstunden erreicht, berichtet das Unternehmen in einer Pressemitteilung. Die W90 hat eine Leistung von 2,5 Megawatt, die Gondel des Prototypen ist auf einem Fachwerkturm errichtet worden. Die mit 160 Metern Nabenhöhe und 205 Metern Gesamtbauwerkshöhe nach Angaben von W2E weltweit höchste Anlage wurde im November und Dezember 2006 in Betrieb genommen. Trotz umfangreicher Messungen und zahlreicher Tests sei der Betrieb des Prototypen mit hoher Verfügbarkeit erfolgt. Allein im Januar 2007 wurde laut W2E ein Ertrag von über einer Million Kilowattstunden erreicht.   Die Windenergieanlage zeichne sich durch zahlreiche innovative Ansätze aus. Mehrere Europäische Patente wurden angemeldet. Als Ergebnis sei eine besonders zuverlässige, sichere Anlage mit hoher Lebensdauer entstanden. Die Versicherbarkeit und Finanzierbarkeit der Anlagen sei erreicht worden. Das "A-Design-Assessment" des Germanischen Lloyds wurde im Dezember 2006 abgeschlossen, berichtet die W2E Wind to Energy GmbH.


Neuer Windpark Gifhorn mit acht Anlagen auf 100 Meter hohen Rohrtürmen

Das Vorhaben in Laasow bei Cottbus (Brandenburg) wurde in Zusammenarbeit der Firmen Fuhrländer AG (Lizenznehmer, Hersteller der Gondel), der SeeBA Energiesysteme GmbH (Hersteller des Gitterturms) und der W2E Wind to Energy GmbH (Lizenzgeber, Engineering) durchgeführt. Zurzeit werde in Niedersachsen der Windpark Gifhorn mit acht Anlagen auf 100 Meter hohen Rohrtürmen errichtet. Hersteller der Gondeln ist wiederum die Fuhrländer AG, welche die WEA unter dem eigenem Label "FL2500" vertreibt. Im Frühjahr 2008 sollen neun weitere Anlagen vom Typ "W100" mit 2,5 MW und 100 Metern Rotordurchmesser auf 141 Meter hohen Fachwerktürmen errichtet werden.

04.12.2007   Quelle: W2E Wind to Energy GmbH; pressebox   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: W2E Wind to Energy GmbH.,
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Stadtwerke Bochum nehmen von Beck Energy erbautes Solar-Kraftwerk in Betrieb

Solar-Kraftwerk der Beck Energy GmbH
Solar-Kraftwerk der Beck Energy GmbH

Ab sofort kommt ein Teil des Bochumer Stroms aus Unterfranken. Nach nur fünf Monaten Bauzeit hat die Stadtwerke Bochum GmbH ihr erstes Photovoltaik-Kraftwerk in Gnodstadt bei Würzburg an das Netz genommen. Damit wird der Ökostrom-Mix des Bochumer Energieversorgers um die Komponente Solarstrom ergänzt. Der umweltfreundliche Teil im Stadtwerke-Bochum-Strommix sei schon heute doppelt so hoch als im Bundesdurchschnitt und die Klimabelastung somit deutlich geringer, berichtet die Beck Energy GmbH (Kolitzheim) in einer Pressemitteilung. Dipl.-Ing. Dietmar Spohn, Geschäftsführer der Bochumer Stadtwerke, sieht den Energieversorger in der Pflicht: "Keiner kann alleine das Klimaproblem lösen, aber jeder sollte seinen Beitrag leisten. Mit der Nachhaltigkeit unseres Energiekonzeptes stehen wir als Unternehmen und Energieversorger zu unserer Verantwortung. Das sind wir unseren Kunden und kommenden Generationen schuldig."  Das Solarkraftwerk in Gnodstadt produziert Strom für rund 400 Haushalte. Das entspricht 1,6 Millionen Kilowattstunden im Jahr. Im Gegensatz zur Stromerzeugung aus fossilen Brennstoffen werden so jährlich über 1.000 Tonnen des Treibhausgases Kohlenstoffdioxid (CO2) vermieden.


Mit der Projektierung und Errichtung der Anlage wurde im Juli 2007 die Beck Energy GmbH aus Kolitzheim bei Schweinfurt beauftragt. Das unterfränkische Unternehmen ist auf Freiflächen-Solarkraftwerke spezialisiert und nach eigenen Angaben Marktführer im Einsatz von innovativen Dünnschicht-Solarmodulen. "Dünnschicht-Technologien gehört in der Photovoltaik die Zukunft. Man ist unabhängig vom Wafer-Silizium und der Materialaufwand in der Fertigung ist drastisch verringert. Überdies erreichen wir mit unserem Systemdesign und Dünnschichtmodulen im realen Betrieb bis zu zehn Prozent höhere Erträge. Das spricht für sich", so Martin Zembsch, Geschäftsführer der Beck Energy GmbH.

"Die Stadtwerke Bochum haben mit dem Solarkraftwerk bei Würzburg ihr engagiertes Vorhaben, den umweltfreundlichen Energiemix weiter auszubauen, in die Tat umgesetzt", so Dietmar Spohn. Auch in Zukunft wird die Beck Energy GmbH den Bochumer Energieversorger mit ihrem Know-how der Solartechnik unterstützen.

04.12.2007   Quelle: Beck Energy GmbH   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Beck Energy GmbH,
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Photovoltaic Austria: Novellierung macht Ökostromgesetz zum Fossilstromgesetz

Die Produktion von Ökostrom werde aufgrund des veröffentlichten Begutachtungsentwurfes zum neuen Ökostromgesetz sowie des Entwurfes zur Ökostromverordnung auf Basis des bestehenden Gesetzes in Zukunft nur unter äußerst schlechten Bedingungen und wenn überhaupt nur sehr eingeschränkt möglich sein, berichtet der Verband Photovoltaic Austria in einer Pressemitteilung. Mit den 21 Millionen Euro pro Jahr werde es im besten Fall gelingen, ein Drittel des prognostizierten jährlichen Stromverbrauchszuwachses mit Ökostrom zu decken. Zur Deckung der verbleibenden zwei Drittel sei damit der Bau neuer Gaskraftwerke die logische Konsequenz. "Somit macht diese Novelle zum Ökostromgesetz dieses tatsächlich immer mehr zu einem Fossilstromgesetz", gibt Photovoltaic Austria-Präsident Bernd Rumplmayr zu bedenken. 

"Erschwerend ist, dass in diesen Entwürfen nicht wie angekündigt Barrieren abgebaut wurden, sondern weitere dazu gekommen sind", so Rumplmayr weiter. Denn in der Tat sei es so, dass die ohnedies auf die kurzen Förderzeiträume zu niedrigen Tarife weiter massiv gesenkt worden seien und bei der Photovoltaik die Kofinanzierungspflicht der Länder und der Anerkennungsbescheid als Ökostromanlage nicht gestrichen wurden. Es werde auch weiterhin praktisch nicht möglich sein, Anlagen gewerblich zu betreiben, weil diese steuerrechtlich unter Liebhaberei fallen. Auch würden künftig keine größeren Anlagen mit geringeren spezifischen Kosten errichtet werden können, kritisiert Photovoltaic Austria. Einzelne Bundesländer würden sich möglicherweise wieder nicht an der Kofinanzierung beteiligen und damit verhindern, dass Interessenten aus diesen Ländern das Ökostromgesetz in Anspruch nehmen können.


Bernd Rumplmayr: Österreich reiht sich in die Gruppe der Ökostrom-Verhinderer ein

Somit ist zu erwarten, dass die ohnehin geringen Fördermittel wieder nicht abgeholt werden könnten, warnt Rumplmayr. Die Erreichung der österreichischen und europäischen Klimaschutzziele sei damit in weite Ferne gerückt. "Mit diesem Entwurf kann auch die wenig ambitionierte (Originaltext) österreichische Photovoltaik Roadmap des BMVIT nicht erfüllt werden", so Rumplmayr. "Angesichts des dramatischen Appells des UNO-Generalsekretärs sowie des IPCC verliert Österreich weiter international an Reputation und reiht sich in die Gruppe der Ökostrom-Verhinderer ein", so Bernd Rumplmayr abschließend.

04.12.2007   Quelle:   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

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Weltklimakonferenz: Gabriel hält Blockade durch USA für "unwahrscheinlich"

Kurz vor der am 03.12.2007 beginnenden Weltklimakonferenz auf Bali sagte Bundesumweltminister Sigmar Gabriel, er halte es für "unwahrscheinlich", dass die USA den Start von Verhandlungen über schärfere Klimaschutzziele blockieren werden. Nach seinem Eindruck würden sich die USA aber zur Sache selbst erst dann "klar äußern, wenn der neue Präsident 2008 gewählt ist", so Gabriel in der ZEIT. Amerikas bisherigen Widerstand gegen internationale Verpflichtungen zur Verringerung der Emissionen nannte Gabriel "inakzeptabel". 
Das "weltweit einzigartige Klimapaket", das die Bundesregierung in der ersten Dezemberwoche beschließen werde, solle vor allem demonstrieren, "dass ein Land wie Deutschland Wohlstand und Wachstum mit engagiertem Klimaschutz vereinbaren kann", sagt der SPD-Politiker. Das sei es, was die Entwicklungsländer bislang nicht glaubten - und was sie veranlasse, beim Klimaschutz noch zu zögern. Die Weltgemeinschaft könne es sich auf Bali nicht leisten zu sagen: "Tut uns leid, wir konnten uns nicht einigen."

Den deutschen Autofahrern werde die Klimadebatte ein Tempolimit bescheren, so der SPD-Politiker, gegenüber der ZEIT: "Wenn nicht bis 2009, dann eben danach." Angesichts der Klimadebatte werde sich "am Ende niemand dagegen wehren können".

03.12.2007   Quelle: DIE ZEIT   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

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Christoph Löhrke ist neuer Leiter der Investor Relations bei Conergy

Christoph Löhrke (39) leitet ab sofort die Investor Relations des im TecDax gelisteten Solar-Unternehmens Conergy AG. Der Diplom-Volkswirt war seit 2002 in gleicher Funktion bei der HUGO BOSS AG beschäftigt. Löhrke übernimmt die Verantwortung für die Kommunikation mit den Kapitalmärkten und die Betreuung der Aktionäre der Conergy AG und berichtet künftig direkt an den Finanzvorstand Dr. Jörg Spiekerkötter. Unterstützt wird er von Bettina von Franqué, die bereits im Mai von der IR der Volkswagen AG in London zur Conergy AG nach Hamburg wechselte, und von Christoph Marx.  Marx ist seit sieben Jahren für die Unternehmenskommunikation der Conergy-Gruppe tätig und verantwortete bis August 2006 die Kapitalmarktkommunikation der Tochtergesellschaft Epuron. Thorsten Vespermann (41), seit 2001 Head of Corporate Communications der Conergy AG, konzentriert sich künftig auf die Pressearbeit und den Ausbau der weltweiten Kommunikation der aktuell in 26 Ländern aktiven Unternehmensgruppe.

03.12.2007   Quelle: Conergy AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

 

Rekordauftragseingänge beim Photovoltaik-Produktionsanlagenhersteller Roth & Rau: 2008 ein weiteres Wachstumsjahr in Sicht

Exportschlager: Solarzel- len-Beschichtungsanlage SiNA.
Exportschlager: Solarzel-
len-Beschichtungsanlage
SiNA.

Die Auftragslage der Roth & Rau AG (Hohenstein-Ernstthal) hat sich nach Angaben des Unternehmens in den vergangenen Wochen nochmals dynamischer entwickelt. Im Oktober und November gingen neue Aufträge in Höhe von 70,6 Millionen Euro ein. Damit summierten sich die Auftragseingänge nach elf Monaten auf ein neues Rekordvolumen von 221,1 Millionen Euro, so die Roth & Rau AG in einer Pressemitteilung. Der größte Teil der Auftragseingänge der vergangenen zwei Monate entfiel auf den Geschäftsbereich Photovoltaik und dabei insbesondere auf das Geschäft mit Antireflexbeschichtungsanlagen der Serie "SiNA".   Nach elf Monaten lagen die Aufragseingänge somit bereits um 71,3 % über dem Wert des gesamten Geschäftsjahres 2006 in Höhe von 129,1 Millionen Euro. "Wir sind mehr als zufrieden mit der stark wachsenden Auftragslage. Da wir auch in den kommenden Jahren mit Wachstumsraten von über 20 % in der Solarbranche rechnen, haben wir uns rechtzeitig zusätzliche Kapazitäten gesichert", sagt Dr. Dietmar Roth, Vorstand der Roth & Rau AG. "Neben dem Bau unseres neuen Photovoltaik-Standorts prüfen wir weitere Möglichkeiten des Kapazitätsausbaus", so Dr. Dietmar Roth weiter.



Chinesische Photovoltaik-Hersteller ordern "SiNA"-Anlagen für 48,4 Millionen Euro

Carsten Bovenschen, Finanzvorstand der Roth & Rau AG, ergänzt: "Auf Basis des aktuellen Auftragsbestands sind wir zuversichtlich, in 2008 einen Umsatz von mindestens 200 Mio. Euro erreichen zu können, ohne bei der EBIT-Marge trotz erhöhter Abschreibungen durch die Investitionen am neuen Produktionsstandort signifikant zu verlieren." Vor allem der asiatische Photovoltaik-Absatzmarkt nahm laut Roth & Rau AG spürbar an Bedeutung zu. Insgesamt seien "SiNA"-Anlagen für 48,4 Millionen Euro geordert, wobei die Auftraggeber fast ausschließlich in China ansässig seien. Es handle sich um Nachfolgeaufträge bestehender Kunden wie Baoding Tianwei Yingli oder JA Solar. Darüber hinaus hätten wichtige Aufträge von Neukunden gewonnen werden können. Die Einzelaufträge umfassten jeweils zwischen zwei und zwölf Anlagen. Mithilfe der SiNA-Anlagen wird eine Beschichtung auf Solarzellen aufgebracht, welche die Lichtreflexion der Zelle reduziere und damit das Leistungsvermögen, den Wirkungsgrad der Zelle erhöhe.


Schlüsselfertige Produktionslinie zur Solarzellen-Massenproduktion für griechische Silcio S.A.

Den zweitgrößten Beitrag zu den jüngsten Auftragseingängen lieferte mit 15,3 Millionen Euro das kräftig wachsende Turnkey-Geschäft, das Aufträge für schlüsselfertige Produktionslinien zur Massenproduktion kristalliner Silizium-Solarzellen. Die griechische Silcio S.A. mit Sitz in Athen bestellte eine 30 MWp -Linie mit einem Auftragsvolumen von 12,0 Millionen Euro. Die Installation der Linie ist bis Ende 2008 geplant. Bei den noch fehlenden 3,3 Millionen Euro in diesem Bereich handle es sich um Nachträge zu bestehenden Projekten. Die restlichen 6,8 Millionen Euro der Auftragseingänge betrafen Anlagen für den Dünnschichtsolar-Bereich.

03.12.2007   Quelle: Roth & Rau AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Roth & Rau AG,
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Germanwatch veröffentlicht Hintergrundpapier zum Klimagipfel auf Bali

Der UN-Verhandlungsprozess, der mit dem Klimagipfel vom 3. bis 10. Dezember 2007 auf der indonesischen Insel Bali beginnt und 2009 abgeschlossen sein soll, sei eine zentrale Weichenstellung, die über die Zukunft dieses Planeten mitentscheidet, betont die Nord-Süd-Inititive GERMANWATCH. Werden wir auf ein unkontrolliertes Großexperiment mit Mensch und Natur zulaufen? Auf eine Klima-Apartheid, in der emissionsreicher Wohlstand zum Privileg für eine globale Minderheit wird? Auf eine globale Klimapartnerschaft, die eine gerechte Strategie zur Bekämpfung eines in großem Maßstab gefährlichen Klimawandels und zur Teilung der Lasten der Anpassung erreichen wird? Oder auf den Versuch der großtechnischen Steuerung des Planeten Erde? Germanwatch präzisiert in diesem Papier die Anforderungen an den Klimagipfel in Bali, wenn er ein Einstieg in eine globale Klimapartnerschaft sein soll, und stellt zentrale Eckpunkte eines wegweisenden, bis 2009 zu verhandelnden Abkommens zur Diskussion.   Durch das Papier will Germanwatch das Bewusstsein dafür schärfen, dass eine zentrale Weichenstellung für eines von vier Szenarien erfolge:


Unkontrolliertes Großexperiment mit der Menschheit?

Der globale Klimawandel wird nach diesem Szenario kaum oder gar nicht abgebremst. Die reale globale Emissionsentwicklung deute im Moment in diese Richtung, betont Germanwatch. Zugleich verdeutliche die Klimawissenschaft immer stärker, dass vor uns Kipp-Punkte (Schwellen) liegen könnten, an denen es durch erhebliche Rückkopplungen im Klimasystem zu einem unkontrollierbaren Klimawandel sowie zu irreversiblen Katastrophen von kontinentalem Ausmaß kommen könnte.


"Klima-Apartheid"

Ein Szenario, bei dem der Klimaschutz die weltweite Ungleicheit vergrößert und zementiert. Vor diesem Szenario haben laut Germanwatch die Schwellen- und Entwicklungsländer enorme Sorge.


Globale Klimapartnerschaft

So beschreibt Germanwatch den gemeinsamen Versuch, den Klimawandel so zu begrenzen, dass ein in großem Maßstab gefährlicher Wandel des Klimas verhindert werden kann - und zugleich die besonders Betroffenen bei der Anpassung an den Klimawandel zu unterstützen. Der globale Rahmen eines UN-Abkommens würde ergänzt durch dezentrale Aktivitäten vieler Akteure und bilaterale Abkommen.


Der Planet Erde an der "Herz-Lungen-Maschine"

Nach diesem Szenario wird versucht, die Erde, deren Selbsteuerungsmechanismen versagen, durch großtechnische Steuerung "herunterzuregulieren". Dies berge enorme Risiken von ungewollten Nebeneffekten und außerdem das Potenzial zu militärischem Missbrauch.


Große Erwartungen für Bali

Germanwatch spricht sich klar für das Szenario C einer globalen Klimapartnerschaft aus. "Wir setzen darauf, dass Bali der Startschuss für einen entsprechenden Klima-Pakt wird: Dann muss Bali der Start sein für einen Verhandlungsprozess, der nicht mehr auf der Grundlage eines Kuhhandels ('ich bewege mich nur, wenn Du Dich auch bewegst') organisiert ist, sondern eine gemeinsame Antwort auf ein tiefgreifendes Problem für ein globales öffentliches Gut sucht: die Vermeidung eines gefährlichen Klimawandels, das Ziel der Völkergemeinschaft laut Art. 2 der Klimarahmenkonvention. Dies kann nur gelingen, wenn nicht weiter mit kummervollem Gesicht über Lastenteilung ("Burden Sharing") gerungen wird, sondern statt dessen - angetrieben von einer mobil gewordenen Zivilgesellschaft und unterstützt von einem seine Chancen in der anstehenden "Großen Transformation" suchenden Finanzmarkt - in einen Wettlauf hin zu einem neuen Wohlstandsmodell eingestiegen wird", fasst Germanwatch zusammen.

Die Publikation kann im Internet abgerufen werden unter:
http://www.germanwatch.org/klima/bali07.htm

03.12.2007   Quelle:   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

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effizienz.forum: 450 Teilnehmer beim neuen Branchentreffpunkt

Begleitausstellung mit Produkten und Dienstleistungen zur Energieeffizienz.
Begleitausstellung mit Produkten und
Dienstleistungen zur Energieeffizienz.

Insgesamt 450 Kongressteilnehmer trafen sich am 8. und 9. November in der Neuen Messe Stuttgart zur ersten Auflage des effizienz.forums 2007. Zu den Teilnehmern der Kongressmesse zählten Energieberater, Architekten, Haustechnik-Planer, Bauingenieure und Fachhandwerker. In Vorträgen, Workshops sowie einer Begleitausstellung standen Erfahrungsaustausch und Aktuelles aus der Praxis im Mittelpunkt. Themen waren unter anderem Motive und Wirtschaftlichkeit bei Energiesparmaßnahmen, aktuelle Förderprogramme, die Energieeinsparverordnung (EnEV) und DIN-Normen sowie Passivhaustechniken in der Altbausanierung: Denn im Dickicht der Normen, Verordnungen und energieeffizienten Techniken sind Experten gefragt, die wiederum Endverbrauchern mit Fachwissen in der Beratung zur Seite stehen. 


Miteinander lernen: Profis der Gebäude-Energieeffizienz unter sich beim ersten effizienz.forum 2007

Die Schwachpunkte in der Gebäudehülle des Altbaus kennt jeder Gebäude-Energieberater, aber wie überzeugt man den durch Kosten und Aufwand verunsicherten Hausbesitzer von energetischen Sanierungsmaßnahmen? Welche Rolle spielt dabei die Novelle der EnEV? Wie vermeidet man Fehler bei der Antragstellung aktueller Förderprogramme? Diese Fragen stellen nur einen Bruchteil derer dar, die bei der ersten Auflage der Kongressmesse effizienz.forum 2007 diskutiert und beantwortet wurden. Energieberater, Haustechnik-Planer und ausführende Fachhandwerker, die sich beruflich mit Gebäude-Energieeffizienz beschäftigen, tauschten sich intensiv zu aktuellen Themen aus und erhielten kompakte Informationen, Tipps und Insiderwissen aus der Praxis für die Praxis.


Der neue Branchentreffpunkt effizienz.forum bewies sich durch angeregte Diskussionen im Plenum, dem Gebäude-Energieberater-Forum und den Workshops sowie zahlreichen Pausengesprächen. Martin Pfränger, Projektleiter des effizienz.forum 2007, zeigte sich mit der Erstveranstaltung sehr zufrieden. "Das effizienz.forum hat den Nerv bei Architekten, Planern und Fachhandwerkern getroffen. Das zeigt die rege Beteiligung der Teilnehmer. Bei den Workshops wurde teilweise über die angesetzte Zeit hinaus referiert und diskutiert", so Pfränger.


Dr. Harry Lehmann: Später Klimaschutz wird teuer

Den Eröffnungsvortrag am ersten Kongresstag hielt Dr. Harry Lehmann, Fachbereichsleiter im Umweltbundesamt und einer der federführenden Autoren der Studie "Klimaschutz in Deutschland: 40-Prozent-Senkung der CO2 Emissionen bis 2020 gegenüber 1990". Lehmanns Fazit zu den Maßnahmen, mit denen Deutschland das Klimaschutzziel erreichen will: Je später man begänne, umso teurer kämen die Folgen des Klimawandels zu stehen. Denn Bauherren scheuten Kosten und Aufwand, wenn es um energiesparende Sanierungsmaßnahmen geht. Aber auch ein Informationsdefizit und mangelhafte Abstimmung von Einzelmaßnahmen sind laut Dr. Julika Weiß vom Institut für ökologische Wirtschaftsforschung (IÖW) Gründe für zögerliche Zustimmung zur energetischen Gebäudesanierung oder -planung.

Architekt Dr. Burkhard Schulze Darup stellte Best-Practice-Beispiele vor und zeigte, dass bei energetisch sanierten Mehrfamilienwohngebäuden Passivhauskomponenten eingesetzt und somit Bestandsgebäude deutlich effizienter als EnEV-Neubaustandard werden.


1. GEB-Forum: Was kommt mit der EnEVNovelle auf Energieberater zu?

Am zweiten Kongresstag fand vormittags das 1. Gebäude-Energieberater-Forum (GEB-Forum) der Fachzeitschrift "Gebäude-Energieberater" statt. Die Fortschreibung der EnEV stand ebenso im Fokus wie Rechtsfragen. Der externe Sachverständige der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW), Rainer Feldmann, zeigte auf, welche Fehler in Anträgen für das CO2-Gebäudesanierungsprogramm auftreten können und wie diese vermieden werden. Dazu zählten vor allem das Gebäudeaufmaß, der Deckungsanteil von Kaminöfen und der Wärmebrückennachweis, so Feldmann.


Probleme lösen in der Praxis: Acht Workshops zur Gebäude-Energieeffizienz

Spezialthemen wie Wärmebrücken, Luftdichtheit oder Heizungssanierung wurden in den acht Workshops am Nachmittag besprochen. Auch Passivhauskomponenten für Bestandsgebäude, die DIN V 18599 oder der hydraulische Abgleich wurden behandelt. In den ein- bis zweistündigen Workshops diskutierten Teilnehmer und Referenten zum Teil bis in den frühen Abend und tauschten sich fachlich aus.

Passende Produkte und Dienstleistungen zum energieeffizienten Planen, Bauen und Sanieren gab es in der Begleitausstellung zu sehen. Insgesamt 30 Aussteller zeigten vielfältige Komponenten für die energetische Sanierung der Gebäudehülle sowie Anlagentechnik. Es gab Neues aus der Heizungs- und Lüftungstechnik, Bauelemente für Sanierung und Neubau sowie erneuerbare Energien, Kraft-Wärme-Kopplung und Messtechnik zu sehen. Zur Bewertung der energetischen Qualität von Gebäuden informierten sich die Besucher bei verschiedenen Softwareanbietern.

Ideelle Träger der Kongressmesse sind die Fachverbände der Energieberaterbranche und des technischen Consultings: der Bundesverband Gebäudeenergieberater Ingenieure Handwerker (GIH), das Deutsche Energieberater-Netzwerk e.V. (DEN) und der Verband Beratender Ingenieure (VBI).


Weitere Informationen: http://www.effizienzforum.de

03.12.2007   Quelle: Solar Promotion GmbH   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Solar Promotion GmbH,

 

Nanoforschung soll Deutschlands führende Rolle bei Energietechnologien ausbauen

"Deutschland ist als Innovationsstandort auf dem Feld der Nanotechnologie mit an der Weltspitze. Diese Spitzenposition müssen wir auch zur gezielten Weiterentwicklung von Energietechnologien nutzen", betonte Matthias Machnig, Staatssekretär im Bundesumweltministerium, auf der Nanokonferenz am 29. - 30.11.2007 in Berlin. Rund 100 Experten aus Wissenschaft und Industrie diskutierten über Möglichkeiten, wie Nanotechnologien für die Energieversorgung der Zukunft genutzt werden können. In fachspezifischen Workshops ging es beispielsweise um den Einsatz von Nanotechnologien in der Photovoltaik, um elektrische Energiespeicher, Wärmespeicherung und Wärmetransformation, die Wärmedämmung und Brennstoffzellen. "Die Nutzung von Nanotechnologien ist Teil der ökologischen Industriepolitik. In ihr stecken echte Zukunftschancen für die Schonung von Ressourcen und für die Steigerung der Energieausbeute bei erneuerbaren Energien", erklärte Machnig. 
Die Tagung "Nanotechnologie für eine nachhaltige Energieversorgung" zeigte, dass grundlegendes Wissen über die Vielfalt der Anwendungsmöglichkeiten von Nanotechnologieforschung bei den erneuerbaren Energietechnologien nötig ist. Sie wurde vom Bundesumweltministerium und dem Forschungsverbund Sonnenenergie (FVS) angestoßen und in Kooperation mit dem Bundesforschungsministerium (BMBF) und dem Bundeswirtschaftsministerium (BMWi) durchgeführt.

03.12.2007   Quelle: BMU   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

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Neue Studie: Für den Klimaschutz würden Verbraucher ihren Energieversorger wechseln

Neun von zehn Verbrauchern in Deutschland wären bereit, zu einem Energieversorger zu wechseln, der sich für die Verringerung von Treibhausgasen einsetzt, berichtet die Accenture GmbH in einer Pressemitteilung. Zwei Drittel der Haushalte nähmen bis zu zehn Prozent höhere Energiepreise in Kauf, wenn sich dadurch ein Beitrag zum Klimaschutz leisten ließe. Dies sind die wichtigsten Ergebnisse einer aktuellen Umfrage, für die der Managementberatungs-, Technologie- und Outsourcing-Dienstleister Accenture die Einstellung von Bürgern zum Klimawandel untersucht hat.  Für die Studie wurden rund 7.500 Verbraucher aus 17 Ländern befragt. In Deutschland nahmen 500 Personen an der Umfrage teil.


Ein "grüner Anstrich" reicht für die Energieversorger in Zukunft nicht aus


Die öffentliche Debatte über den Klimawandel ist an den Deutschen nicht spurlos vorübergegangen. Laut der Studie zeigt sich mittlerweile eine große Mehrheit sehr besorgt über die Erderwärmung und ist überzeugt, dass diese in Zukunft auch direkte Auswirkungen auf die persönlichen Lebensumstände haben wird. Mehr als die Hälfte der Befragten sind der Überzeugung, dass ein nachhaltiger Klimaschutz nur dann gelingen kann, wenn sich jeder einzelne persönlich engagiert und dies nicht allein dem Staat und der Wirtschaft überlässt. "Verbraucher wollen selbst Verantwortung für den Klimaschutz übernehmen", sagt Stephan Werthschulte, Geschäftsführer im Bereich Energieversorgungswirtschaft bei Accenture. "Wer als Versorgungsunternehmen keine klimafreundlich erzeugte Energie anbietet, wird mittelfristig massiv Kunden verlieren. Die Verbraucher verlangen nach echten Alternativen. Ein grüner Anstrich alleine reicht in Zukunft nicht aus."


Verbraucher sind zu finanziellen Opfern bereit

Die große Mehrheit der Deutschen verlangt schnelle Antworten, um den Ausstoß von Treibhausgasen zu senken: Knapp 80 Prozent der Befragten möchten, dass erste umfangreiche Klimaschutzmaßnahmen so schnell wie möglich umgesetzt werden, spätestens aber bis zum Jahr 2010. Und zwar in einem beträchtlichen Umfang: So halten 41 Prozent eine Rettung des Klimas nur noch dann für möglich, wenn in einem sehr großen Maßstab CO2-Emissionen reduziert werden. Dafür will das Gros der Verbraucher finanzielle Opfer bringen: Fast zwei Drittel (58 Prozent) würden für klimafreundliche Energien bis zu zehn Prozent mehr Geld ausgeben. Knapp ein Drittel (32 Prozent) der Deutschen wären sogar bereit, bis zu 20 Prozent mehr für umweltfreundliche Produkte der Energieversorger zu zahlen. "Von der Investitionsbereitschaft klimabewusster Verbraucher werden diejenigen Energieunternehmen profitieren, die jetzt handeln und ihren Kunden beweisen, dass sie nachhaltiger wirtschaften als früher und Produkte und Dienstleistungen anbieten, die zur Verringerung von CO2-Emissionen beitragen", sagt Eric Chapman, Geschäftsführer des Bereichs Resources bei Accenture.


Klares Bekenntnis der Energieversorger im Kampf gegen den Klimawandel gefordert

Derzeit stellen die Verbraucher die Glaubwürdigkeit der Energiewirtschaft beim Thema Klimaschutz deutlich in Frage: Fast 80 Prozent der Befragten sind mit der Kommunikation der Versorger unzufrieden. Die meisten Verbraucher wünschen sich ein klares Bekenntnis der Versorger im Kampf gegen den Klimawandel. So fordern fast drei Viertel (73 Prozent) der Deutschen mehr Klarheit und Transparenz von den Energiekonzernen, und 40 Prozent wünschen sich mehr Informationen.

02.12.2007   Quelle: Accenture GmbH   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

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Dortmunder Weihnachtsbaum: Energieeffiziente LED-Beleuchtung spart 96 % Strom

LED sparen Strom.
LED sparen Strom.

Dortmund sorgt in diesem Jahr zum elften Mal mit dem größten Weihnachtsbaum der Welt für internationales Aufsehen. Doch nun präsentiert sich der 45 Meter hohe Baum nicht nur in neuem Lichterglanz und mit neuer Spitze, sondern er setzt vor allem in ökologischer Hinsicht neue Maßstäbe: Verschluckten die 14.000 Lämpchen im letzten Jahr noch 150.000 Watt, so reduziert modernste LED-Technik von Blachere Illumination den Stromverbrauch nun auf 4.600 Watt - und das bei 40.000 Lichtpunkten. "Licht ist das wichtigste Gestaltungselement, um weihnachtliche Stimmung in den Straßen und auf den Plätzen zu erzeugen. Die ökologische Verantwortung der Städte und Gemeinden wird in diesem Zusammenhang immer wichtiger. Modernste LED-Technik reduziert den Stromverbrauch und damit die Energiekosten um bis zu 80 %", erläutert Robert Karrer, Geschäftsführer von Blachere Illumination Österreich / Deutschland.  Mit der neuen Beleuchtung am Weihnachtsbaum in Dortmund habe noch mehr eingespart werden können. In der Vergangenheit habe der Baum so viel Strom gefressen, wie eine Familie in 4 Jahren benötigt, die jetzige Beleuchtung benötige 96 % weniger Energie. Das entspreche nur noch dem Zweimonatsverbrauch einer Familie."



Der Dortmunder Spezial-Gerüstbauer C.O. Weise hat den riesigen Weihnachtsbaum 1996 erstmals aufgestellt. Insgesamt werden 1.700 Sauerland-Rotfichten dafür verwendet. Dieses Jahr hüllen 40.000 LED-Lichtpunkte den Baum in warmweißes Licht. Davon sind 4.000 blinkende Leuchtdioden, die für ein eindrucksvolles, weihnachtliches Funkeln sorgen. Großes Highlight ist jedes Jahr die Gestaltung der Spitze, die bis zuletzt als große Überraschung gilt. Der Engel ist mit 7.200 LED-Lichtpunkten besetzt.

Weitere Informationen unter http://www.weihnachtsmarkt-dortmund.de.

02.12.2007   Quelle: Blachere Illumination Österreich / Deutschland   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: http://www.weihnachtsmarkt-dortmund.de,
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Climate Star 2007: Europäische Auszeichnung für nachhaltige Mobilität und Klimaschutz

Klimaschutz-Award für Kommunen.
Klimaschutz-Award für
Kommunen.

Am 23.11.2007 sind in Baden bei Wien 13 europäische Städte und Gemeinden für ihr Engagement für nachhaltige Mobilität und Klimaschutz mit einem "Climate Star 2007" ausgezeichnet worden. Mehr als 50 Städte und Gemeinden aus elf Ländern haben sich um die Auszeichnung beim Klima- Bündnis beworben und ihre Aktionen, Kampagnen und Maßnahmen für nachhaltige Mobilität und kommunalen Klimaschutz dokumentiert. Die Aktivitäten von 13 Kommunen wertete die Jury als so beispielhaft, dass sie für einen "Climate Star" nominiert wurden.   Der Verkehr ist die am schnellsten wachsende Quelle für Treibhausgas- Emissionen und verursacht inzwischen rund 30 Prozent des CO2-Ausstoßes in Europa. Darum hat das "Klima-Bündnis der europäischen Städte mit indigenen Völkern der Regenwälder e.V." die nachhaltige Mobilität in den Mittelpunkt der dritten Ausschreibung für einen Climate Star gestellt. Die starke Zunahme des Verkehrs gefährdet auch in den mehr als 1.400 Klima-Bündnis-Kommunen in Europa die Fortschritte, die in anderen Bereichen bei der Verringerung der CO2-Emissionen erreicht worden sind.


Ausgezeichnet wurden in der Kategorie über 100.000 Einwohner die Städte Alcalá de Henares (ES), Essen (DE), Gent (BE) und Sheffield (UK). In der Kategorie zwischen 10.000 und 100.000 Einwohnern erhielten die Städte Baden (AT) und Baden (CH), Esslingen am Neckar (DE), Karlstad (SE) und Stockerau (AT) einen Climate Star. Von den Gemeinden mit weniger als 10.000 Einwohnern wurden Wieselburg an der Erlauf (AT) und Zwischenwasser (AT) ausgezeichnet. Darüber hinaus erhielten die kommunalen Zusammenschlüsse "plan-b Mobil", sechs Vorarlberger Gemeinden, sowie die "Alpine Pearls", 21 Gemeinden aus den Alpenregionen von fünf Ländern, einen Climate Star.

Die folgenden Städte und Gemeinden wurden für einen Climate Star
nominiert: Bad Vöslau (AT), Belgrad (YU), Feldkirch (AT), Hollabrunn (AT), London (UK), Luxemburg (LU), München (DE), Nantes (FR), Norderstedt (DE), Pinkatal (AT), Spillern (AT), Ulrichskirchen-Schleinbach (AT) und Virgen (AT).

Über die Nominierung für die Auszeichnung und die Vergabe der Climate Stars entschied eine Experten-Jury mit Vertreterinnen und Vertretern des Rates der Gemeinden und Regionen Europas, der Forschungsgesellschaft Mobilität FGM-AMOR aus Graz, des europäischen Netzwerkes Polis sowie die European Federation for Transport and Environment. Die Jury bewertete die eingereichten Projekte nach den vorgegebenen Kriterien Innovationsgehalt, Kosten-Nutzen-Verhältnis, langfristiger Beitrag zur CO2-Reduktion und Übertragbarkeit.

Weitere Informationen über die Projekte der ausgezeichneten Städte und Gemeinden unter http://www.climate-star.org

02.12.2007   Quelle: Klima-Bündnis der europäischen Städte; Climate Alliance   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Klima-Bündnis.,
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Klimaforscher Graßl verteidigt Bali-Konferenz gegen Kritik an CO2-Bilanz und nennt die wichtigsten Zukunftsaufgaben

Greenpeace Magazin mit Graßl- Interview.
Greenpeace Magazin mit Graßl-
Interview.

Allein durch die Anreise der Teilnehmer werde die Weltklimakonferenz vom 3. bis 10. Dezember 2007 auf der indonesischen Insel Bali das Klima mit einigen zehntausend Tonnen CO2 zusätzlich belasten, berichtet das Greenpeace Magazin in einer Pressemitteilung. Doch Hartmut Graßl, Deutschlands renommiertester Klimaforscher, nimmt die Veranstaltung im Interview mit dem Greenpeace Magazin vehement in Schutz: "Solche Massenauftriebe sind einfach notwendig", sagte der emeritierte Direktor des Hamburger Max-Planck-Instituts für Meteorologie und frühere Chef des Weltklimaforschungsprogramms der UN. 


"Über die Champions League regt sich auch keiner auf"

Weil das Klimaproblem nur im globalen Maßstab zu lösen sei, "müssen sich die Entscheidungsträger treffen und die erforderlichen Maßnahmen verabreden, das geht nicht anders", so Graßl. Zudem sei die Kritik an der CO2-Bilanz der Bali-Konferenz unfair: "Wenn in der Champions League Endspiel ist, jetten Zehntausende hin, zum Beispiel nach Barcelona. Warum regt sich darüber keiner auf?"


Schmelzen des Grönlandeises wäre das Aus für fast alle Megastädte dieser Welt

Nachdem der menschliche Einfluss aufs Klima bewiesen sei, müsse sich die Klimaforschung nun weiteren fundamentalen Problemen stellen, betonte Graßl im Greenpeace Magazin. Der 67-jährige Atmosphären-Physiker zählt dazu die Frage, welche Temperaturerhöhung ein unumkehrbares Abschmelzen des Grönlandeises auslöst. "Ein solches Ereignis wäre das Aus für fast alle Megastädte dieser Welt, die ja an den Küsten liegen", sagte Graßl. Zwar lasse die Eisschmelze den Meeresspiegel so weit vielleicht erst im Jahr 2400 ansteigen. "Aber es kann eben sein, dass wir schon 2040 die Schwelle überschreiten, jenseits der die Dinge unabwendbar würden", warnt Graßl.

Als weiteres Thema nannte Graßl dem Greenpeace Magazin die Ermittlung möglicher Extremwerte. Bislang sei vor allem der mittlere Temperaturanstieg erforscht worden. "Doch welche Extreme sind möglich, wogegen müssen wir uns wappnen?" Schließlich müsse sich die Klimawissenschaft ihre regionalen Vorhersagen, etwa bei der Verteilung der Niederschlagsmengen, verbessern.

Obwohl der Klimawandel immer bedrohlichere Dimensionen annehme, bleibt Hartmut Graßl jedoch optimistisch. Dem Greenpeace Magazin sagte er: "Ich habe den Eindruck, dass die Menschen, wenn sie die Gefahr wirklich erkannt haben, auch handeln. Der Punkt ist momentan erreicht."

Das vollständige Interview ist erschienen in der neuen Ausgabe des Greenpeace Magazins, das seit Freitag, 30. November, auf dem Markt ist.

01.12.2007   Quelle: Greenpeace Magazin   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Greenpeace Magazin,
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agri.capital unterstützt niedersächsische Gemeinde auf dem Weg zum Bioenergiedorf

500 kW-Gasmotor, angetrieben durch Biogas.
500 kW-Gasmotor, angetrieben
durch Biogas.

Für mehr als die Hälfte der Bewohner von Beuchte ist dieser Winter die letzte Heizölsaison, denn ab Herbst 2008 wird dort eine neue Biogasanlage der agri.capital GmbH ihren Betrieb aufnehmen. Ein großer Teil der 400-Einwohner-Gemeinde im Landkreis Wolfenbüttel wird dann über ein Nahwärmenetz mit ökologisch erzeugter Wärme aus Biogas versorgt. Für Beuchte markiere dies einen wichtigen Schritt auf dem Weg zum Bioenergiedorf, so agri.capital in einer Pressemitteilung. Bundesumweltminister Sigmar Gabriel hat diese Initiative begrüßt und am 22. November den ersten Spatenstich für das Ökoprojekt gesetzt.  Auf Gut Beuchte, dessen Betriebsleiter Clemens von König ist, wird agri.capital die Biogasanlage errichten. Von König ist nicht nur der Initiator des Projekts "Bioenergiedorf", er wird die Anlage auch bewirtschaften. Zusammen mit ihm hat die agri.capital GmbH ein umfassendes Wärmekonzept entwickelt. Die im Blockheizkraftwerk produzierte Wärme soll danach die Hofgebäude und über ein Nahwärmenetz auch einen großen Teil der Haushalte in Beuchte versorgen.



1.700 kWh Strom und Wärme aus Biogas

Die Errichtung des Nahwärmenetzes geschieht in Zusammenarbeit mit König und wird von agri.capital unterstützt. Darüber hinaus wird auch die Firma Deutsche Holzenergie Wärme von agri.capital für die Holztrocknung beziehen. Die Anlage in Beuchte ist mit einer elektrischen Nennleistung von 750 Kilowatt (kW) projektiert. Sie wird mit rund 14.000 Tonnen Mais und Getreide-GPS jährlich "gefüttert". Einen Teil der Rohstoffe liefert Landwirt von König selbst. Im Unterschied zu den meisten anderen agri.capital-Anlagen wird hier aber keine Gülle für die Produktion von Biogas eingesetzt, da Gut Beuchte ein reiner Ackerbau-Betrieb ist. Insgesamt wird die Biogasanlage laut agri.capital 1.700 kWh Strom und Wärme produzieren und dabei rund 3.500 Tonnen pro Jahr klimaschädliches Kohlendioxid einsparen. Es ist die vierte Anlage, die agri.capital in der Region errichtet.


Autonome Energieversorgung mit Biogas, Biodiesel, Biomasse und Photovoltaik

Für Clemens von König ist die Biogas-Anlage ein wichtiger Meilenstein, um Beuchte zu einem Bioenergiedorf zu machen. Er will nach dem Beispiel von Jühnde beweisen, dass sich eine ganze Gemeinde von fossilen Brennstoffen unabhängig machen kann. "Allerdings verzichten wir auf außergewöhnliche Subventionen und machen es aus eigener Kraft", so von König. Auf seinem Gut hat der Landwirt die Produktion schon weitgehend auf Bioenergie umgestellt. Sein Fuhrpark fährt mit Biodiesel, eine Photovoltaikanlage speist Solarstrom in das Stromnetz. Zudem produziert er Biomasse in Form von Hackschnitzeln und hat ein Brennstoffcenter für den Vertrieb von Kaminholz für den Großraum Braunschweig gegründet.

01.12.2007   Quelle: agri.capital GmbH; pressebox   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: agri.capital GmbH,

 

Brennstoffzellen-Hersteller SFC erhält Großaufträge der U.S. Air Force und der Deutschen Bundeswehr

Power Manager für tragbare Brennstoffzellen-Systeme.
Power Manager für tragbare
Brennstoffzellen-Systeme.

Ein Folgeauftrag der US-Luftwaffe zur Lieferung von 521 so genannten "Power Managern" im Wert von rund 1,5 Millionen US-Dollar, den der amerikanische Partner der SFC Smart Fuel Cell AG, Capital Connections LLC, im September 2007 erhalten hatte, sei wieder freigegeben worden, berichtet die SFC Smart Fuel Cell AG in einer Pressemitteilung. Die Arbeiten daran würden nun fortgesetzt. Weiter meldet SFC, Hersteller von mobilen und netzfernen Energielösungen auf der Basis von Brennstoffzellen einen weiteren bedeutenden Auftrag der Deutschen Bundeswehr in Höhe von rund 2,5 Millionen Euro. 

Brennstoffzellen für die Bundeswehr

Der deutsche Auftrag baue auf der erfolgreichen Zusammenarbeit zwischen der Deutschen Bundeswehr und SFC Smart Fuel Cell AG auf. Ziel sei einerseits der Einsatz der Brennstoffzelle als am Körper getragene kompakte Stromversorgung. Anderseits würden zusätzliche Anwendungsgebiete wie der Einsatz in Fahrzeugen als nicht detektierbare Bordstromversorgung und die universelle autonome Energiequelle als zeitgemäßer Ersatz von konventionellen Generatoren und Batterien adressiert. Dabei kommen insbesondere die Vorteile der Brennstoffzelle als leise, leichte und emissionsfreie Stromquelle zur Geltung. Durch die enorm hohe Energiedichte der SFC-Produkte ergäben sich zusätzlich signifikante Einsparungen an Kosten und Emissionen im Logistikbereich.


Power Manager regelt die Stromversorgung im Feld

Der SFC "Power Manager", den das Unternehmen an die U.S.-Luftwaffe liefern wird, ermöglicht das hocheffiziente Wiederaufladen von Batterien im Feld durch die Nutzung nahezu jeder verfügbaren Energiequelle. Mit der Bereitstellung unterschiedlicher Ausgangsspannungen stellt er den Betrieb einer Vielzahl von Verbrauchern sicher. Er ist ein wesentlicher Teil brennstoffzellenbasierter Energieversorgung von SFC, bestehend aus einer tragbaren Brennstoffzelle, dem SFC Power Manager und einer Hybridbatterie. Mit Hilfe des SFC Power Manager kann die tragbare Brennstoffzelle nahezu jedes beliebige vom Soldaten mitgeführte Gerät mit Strom versorgen. Dadurch wird das Gewicht der Batterien, die bislang zur Versorgung der unterschiedlichen Geräte erforderlich waren, deutlich gesenkt.

"Dieser Auftrag der U.S. Air Force für den SFC Power Manager ist ein weiterer bedeutender Meilenstein, der den Weg für den Einsatz von SFC Brennstoffzellen im Bereich Defense weist", sagte Dr. Peter Podesser, Vorstandsvorsitzender der SFC Smart Fuel Cell AG. "Wir sind sehr stolz darauf, dass SFC, das weltweit erste Brennstoffzellen-Unternehmen ist, das zum wiederholten Male einen bedeutenden gewerblichen Auftrag einer militärischen Organisation erhalten hat, besonders, wenn es sich dabei um eine so prestigeträchtige Organisation wie die U.S. Air Force handelt."

Die brennstoffzellenbasierte Energieversorgung von SFC wird nach Angaben des Unternehmens derzeit in Feldversuchen von zahlreichen weiteren Verteidigungsorganisationen in Europa und den Vereinigten Staaten getestet. In diesen Tests hätten die SFC-Brennstoffzellensysteme die Traglast eines Soldaten um mehr als 80 Prozent reduziert.

01.12.2007   Quelle: SFC Smart Fuel Cell AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: SFC,
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