Solar News Archiv Januar 2008

 




 

Jenoptik erhält Photovoltaik-Millionenauftrag aus Asien

Der Technologiekonzern JENOPTIK AG (Jena) wird eine komplette Produktionslinie für Dünnschicht-Solarzellen mit Anlagen für die Strukturierungs- und Entschichtungsprozesse ausrüsten, berichtet das Unternehmen in einer Pressemitteilung. Durch den Auftrag für die Ausrüstung einer Solarzellen-Produktionslinie mit der kompletten Schichtstrukturierungs- und Abtragstechnik baue der Jenoptik seine Position im Marktsegment der Photovoltaik aus und stärke das Technologieportfolio auf dem wachsenden Geschäftsfeld der Solarindustrie. Die Anlagen sind für eine Dünnschicht-Solarfabrik in Asien vorgesehen. Liefertermin sei die zweite Jahreshälfte 2008. Die Jenoptik Automatisierungstechnik entwickle sich damit vom Anbieter einzelner Strukturierungsanlagen hin zum Lieferanten für alle anwendungsspezifischen Serienlösungen im Strukturierungs- und Abtragsprozess bei der Solarzellenherstellung.  Den Kunden stünden somit ein langjähriges Know-how im Maschinenbau als auch innovative Technologie-Entwicklungsteams zur Verfügung. Die Anlagen vom Typ "JENOPTIK-VOTAN G Flow" zeichnen sich laut Hersteller durch höchste Präzision und Prozessstabilität aus.


Speziell angepasste Technologie für jeden Strukturierungsprozess

Ein Solarzelle besteht aus mehreren hauchdünnen Schichten, die auf ein Trägermaterial aufgebracht werden. Nach jedem Schichtauftrag werden in die mikrometerdünne Schicht hochpräzise Strukturierungslinien eingebracht. Dieser Prozess wird mit den JENOPTIK-Anlagen ausgeführt. Für jeden Strukturierungsprozess kommt dabei eine speziell angepasste Technologie zum Einsatz. Dies kann je nach Schichtsystem beispielsweise der Linienabtrag mit Laser für die Basis-Metallschicht und der mechanische Linienabtrag für die Halbleiter- und Metalloxidschichten sein. Die Randisolation kann wiederum mit dem Laser erfolgen.

Den Kunden stehe ein umfangreiches Applikationszentrum zur Verfügung, betont Jenoptik. Um künftig den Markt noch intensiver unterstützen zu können, investiere das Unternehmen weiter in das hauseigene Applikationszentrum, sodass im Jahresverlauf dann auch den Kunden aus der Solarindustrie Produktionsanlagen für Tests aller relevanten Dünnschichtstrukturierungsprozesse zur Verfügung stehen sollen.

31.01.2008   Quelle: Jenoptik AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Jenoptik AG,
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Spanische Tochter der Phoenix Solar AG gewinnt Photovoltaik-Aufträge über 40 Millionen Euro

Die spanische Tochter der Phoenix Solar AG (Sulzemoos), Phoenix Solar S.L. mit Sitz in Madrid, hat in der 4. Kalenderwoche 2008 Verträge über den Bau von Solarkraftwerken mit einer Spitzenleistung von über 9 Megawatt (MW) unterzeichnet. Dies entspreche einem Umsatz von über 40 Millionen Euro, berichtet die Phoenix Solar AG in einer Pressemitteilung. Das größte Projekt ist eine 6,7 MW Photovoltaik-Freiflächenanlage in Blanca (Murcia). Auf einer Fläche von 17 Hektar wird Phoenix Solar das Solarkraftwerk mit kristallinen Solarmodulen bauen. Auftraggeber ist ein großes landwirtschaftliches Unternehmen aus Murcia. Das Solarstrom-Kraftwerk wird von einem spanischen Bankenkonsortium unter der Führung der Caja Murcia finanziert. 
Ein 1,3-Megawatt-Solarkraftwerk baut Phoenix Solar in Murcia für einen Investor, für den Phoenix bereits Anlagen mit einer Gesamtleistung von 3,2 Megawatt errichtet und in Betrieb genommen hat. Die neue Anlage wird - ebenso wie die bestehenden - mit Dünnschichtmodulen von First Solar gebaut. Der erneute Auftrag sei ein weiterer Beweis für die gelieferte Qualität und die partnerschaftliche und langfristige Zusammenarbeit zwischen Phoenix und seinen Kunden.

Einen neuen Kunden konnte Francesco Conesa, Geschäftsführer der Phoenix Solar S.L. in Ataquines (Valladolid) gewinnen. Zehn private Investoren haben sich dort zusammengetan, um ein Kraftwerk mit einer Spitzenleistung von etwas mehr als einem Megawatt zu entwickeln. Phoenix Solar wird diese Anlage ebenfalls mit Dünnschichtmodulen errichten.

Bei allen drei Solarkraftwerken ist Phoenix Solar als Generalunternehmer für Planung, Bau und die schlüsselfertige Übergabe verantwortlich. Zusätzlich übernimmt Phoenix die Wartung und Anlagen-Fernüberwachung. Baubeginn für die Kraftwerke ist in den nächsten Wochen, die Fertigstellung ist noch in der ersten Jahreshälfte geplant.

"Der spanische Markt hat sich im vergangenen Jahr von 100 auf über 400 Megawatt vervierfacht. Für das aktuelle Jahr erwarten wir eine sehr hohe Nachfrage im ersten Halbjahr, und hoffen, dass der spanische Gesetzgeber baldmöglichst verlässliche, langfristige Rahmenbedingungen für die Photovoltaik verabschiedet. Im Augenblick freuen wir uns sehr, dass wir bereits zum Jahresbeginn mit großen Projekten unsere Kompetenz am Markt beweisen können", so Francesco Conesa.

31.01.2008   Quelle: Phoenix Solar AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

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centrotherm photovoltaics baut Dünnschicht-Forschungszentrum

centrotherm photovoltaics bietet Technologie und Dienstleistungen für die Herstellung von Solarzellen und Solarsilizium.
centrotherm photovoltaics bietet Technologie
und Dienstleistungen für die Herstellung von
Solarzellen und Solarsilizium.

Die centrotherm photovoltaics AG (Blaubeuren) verstärkt ihre Aktivität in der Dünnschicht-Photovoltaik. Die im TecDax-notierte Gesellschaft errichtet in Blaubeuren ein Forschungs- und Entwicklungszentrum, das schon im zweiten Quartal dieses Jahres fertig gestellt sein soll. Es werde ein Dünnschicht-Labor mit modernen Analyse-Maschinen umfassen und eine Pilot-Fabrikation für so genannte CIGS-Linien. CIGS (Kupfer-Indium-Diselenid) ist derzeit die Dünnschicht-Technologie mit dem höchsten Wirkungsgrad. Dieser liegt in der Forschung aktuell bei rund 19,9 Prozent.  Im neuen Forschungs- und Entwicklungszentrum sei außerdem ein Applikationslabor vorgesehen, in dem Kunden und Mitarbeiter Tests durchführen können, berichtet centrotherm photovoltaics in einer Pressemitteilung. Rund 20 Mitarbeiter werden künftig in dem neuen Zentrum arbeiten. Die intensivierte Forschung und Entwicklung der Dünnschicht-Technologie sei erklärtes Ziel der centrotherm photovoltaics, heißt es in der Pressemitteilung.



Schlüsselfertige Produktionslinien für CIGS-Solarzellen

Bereits zum Börsengang im Oktober 2007 hatte die Gesellschaft angekündigt, Emissionserlöse in diese beiden Bereiche zu investieren. "Wir wollen unser Technologie-Know-how ergänzen und die Effizienz unserer Fertigungslinien weiter steigern", erklärt Robert Hartung, Vorstandssprecher der centrotherm photovoltaics AG. "Ziel ist ein Wirkungsgrad von garantierten zehn Prozent im Produktionsprozess", so Hartung weiter. Das Blaubeurener Unternehmen ist nach eigenen Angaben weltweit der einzige Anbieter von schlüsselfertigen Photovoltaik-Produktionslinien mit CIGS-Technologie.


Dr. Immo Kötschau wird Leiter der Dünnschichtforschung und -Entwicklung

Im Zuge des Ausbaus der Dünnschicht-Aktivität ist es centrotherm photovoltaics gelungen, einen weiteren Experten auf diesem Gebiet zu gewinnen: Dr. Immo Kötschau (38) ist seit dem 1. Januar 2008 Leiter Dünnschichtforschung und -Entwicklung. Er soll auch das neue Forschungszentrum leiten. Vor seinem Wechsel zu centrotherm war der gebürtige Kanadier als Leiter der Dünnschicht-Prozessentwicklung am Hahn-Meitner-Institut (HMI) in Berlin tätig. Wie das Institut für Physikalische Elektronik in Stuttgart (IPE), an dem Kötschau in 2002 promovierte, gehört das HMI zu den führenden Forschungseinrichtungen für Dünnschicht-Photovoltaik.

31.01.2008   Quelle: centrotherm photovoltaics AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: centrotherm photovoltaics AG,
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PV-Wechselrichter Fronius IG Plus 35 ab Februar im Handel

Wechselrichter Fronius IG Plus 35.
Wechselrichter Fronius IG Plus 35.

Mit dem Fronius IG Plus 35 bringt Fronius einen weiteren Photovoltaik-Wechselrichter der Fronius IG Plus-Serie auf den Markt. Wie jedes Gerät dieser Serie verfügt auch der Fronius IG Plus 35 durch die automatische Trafoumschaltung über drei Wirkungsgradspitzen. Daraus resultiere ein gleichmäßig hoher Wirkungsgrad über einen breiten Eingangsspannungsbereich und in weiterer Folge maximaler Ertrag für den Anlagenbetreiber, betont Fronius in der Pressemitteilung. Der Fronius IG Plus 35 ist sowohl für den Innen- als auch den Außenbereich geeignet und mit einer maximalen Ausgangsleistung von 3,5 kW ideal für den Einsatz in kleinen Solarstromanlagen.   Selbstverständlich kann der Fronius IG Plus 35 bei Bedarf auch mit anderen Fronius Wechselrichtern kombiniert werden. Das Gerät ist ab Februar 2008 im Handel erhältlich. Neben der Ertragssicherheit setze Fronius mit weiteren Spitzentechnologien Standards, betont der Hersteller: Das innovative Montagekonzept durch das Power-Steck-System ermöglicht die getrennte Installation von Anschlussbereich und Leistungsteil. Dadurch sorgt es - wie auch der integrierte DC-Trenner - für noch mehr Komfort und Sicherheit, sowohl bei der Montage als auch beim Betrieb einer PV-Anlage.

Die intelligente Module Manager-Software garantiert effizientes MPP-Tracking. Weitere Produktvorteile wie z. B. ein optimiertes Lüftungskonzept, die Option zur Modulerdung direkt im Gerät, sowie eine Strangsammelbox für bis zu sechs Stränge sind ebenso Standard bei allen neuen Gerätetypen. Darüber hinaus bietet das Plug & Play-Steckkartenkonzept der Fronius DATCOM zur Anlagenüberwachung hohen Anwenderkomfort ohne aufwendige Konfiguration. "Mit der Fronius IG Plus Serie haben wir unsere umfassenden Wechselrichter-Erfahrungen mit modernstem technischen Know-How verbunden", erklärt Markus Gundendorfer, Projektleiter bei Fronius. "In der Praxis bedeutet dies für den Installateur einfachste Montage und größtmögliche Sicherheit. Dem Betreiber ist höchste Zuverlässigkeit und Ertragsstabilität garantiert. Oder mit anderen Worten: Maximaler Ertrag. Bei jedem Wetter."

31.01.2008   Quelle: Fronius International   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Fronius International.,
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Solar-Forschung: Deutsche Forscher kooperieren mit Algerien zur Nutzung der erneuerbaren Energien

Kooperationspartner Milow (DLR), Derradji und Hasni (NEAL) sowie Prof. Dr. Wörner (DLR).
Kooperationspartner Milow (DLR), Derradji und
Hasni (NEAL) sowie Prof. Dr. Wörner (DLR).

Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) und die algerische Agentur für erneuerbare Energien NEAL (New Energy Algeria) wollen künftig in der Solar-Forschung enger zusammenarbeiten, mit Schwerpunkt auf solarthermischen Kraftwerken. Der Vorstandsvorsitzende des DLR, Prof. Dr. Johann-Dietrich Wörner, unterzeichnete am 29. Januar in Brüssel gemeinsam mit Badis Derradji, Präsident und Generaldirektor der NEAL, einen Kooperationsvertrag. "Mit Algerien haben wir einen starken Partner, der eine wichtige Vorreiterrolle bei der Nutzung der solarthermischen Stromerzeugung in Nordafrika ausübt", freut sich Wörner über das Zustandekommen der Kooperation. Gegenstand der Vereinbarung zwischen DLR und NEAL sind insbesondere gemeinsame Projekte bei der Solarenergie-Forschung. Von besonderer Bedeutung ist hierbei, dass mit direktem Zugang zu dem ersten algerischen solarthermischen Kraftwerk bei Hassi R'mel, etwa 420 Kilometer südlich der Hauptstadt Algier, die dort gewonnenen Betriebserfahrungen wissenschaftlich auswertbar werden.   DLR und NEAL wollen an der Kostensenkung durch Optimierung des Kraftwerksbetriebs sowie an der Entwicklung weiterer solarthermischer Technologien und neuer Komponententests arbeiten. Neben der solaren Kraftwerkstechnologie sind die solare Herstellung von Wasserstoff und die Brennstoffzellentechnologie, die thermische Prozesstechnik sowie die Systemanalyse und Technologiebewertung von beiderseitigem Interesse. Weiterhin wurden der Austausch von Wissenschaftlern und Doktoranden sowie die Beratung zu den oben genannten Technologien vereinbart.


Enormes Potenzial zur Nutzung erneuerbarer Energien in Algerien

New Energy Algeria ist eine vom algerischen Staat ins Leben gerufene Agentur zur Entwicklung der erneuerbaren Energien und organisatorisch ein Tochterunternehmen der staatlichen algerischen Energieunternehmen. Algerien besitzt zwar einerseits große Reserven der fossilen Energieträger Erdöl und Erdgas, es weist andererseits ein enormes Potenzial zur Nutzung erneuerbarer Energien auf, speziell der Solarenergie. Dies bestätigt eine Studie, die das DLR im Auftrag des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU) erstellt hat. In Algerien wird derzeit ein 150 Megawatt-Kraftwerk gebaut, das bei einem 25 Megawatt-Solaranteil hybrid mit Erdgas betrieben wird.


Einspeisegesetz zur Beschleunigung der Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien

Neben der Bereitstellung erneuerbaren Stroms für den eigenen, stetig wachsenden Bedarf ist es in algerischem Interesse, mittel- bis langfristig Solarstrom nach Zentraleuropa zu exportieren. Für die deutsche und europäische Industrie ist der Export von Schlüsselkomponenten für solarthermische Kraftwerke ein aussichtsreicher Zukunftsmarkt. Zur Beschleunigung der Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien hat auch Algerien ein Strom-Einspeisegesetz verabschiedet. Auf dem Weg zur notwendigen Reduktion der solaren Stromgestehungskosten seien jedoch noch deutliche Forschungs- und Entwicklungsarbeiten erforderlich, betont das DLR.

31.01.2008   Quelle: Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR)   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: DLR,
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Bürstadt setzt auf die Sonne: Entente Solare eröffnet neue Wege des kommunalen Klimaschutzes

Weltrekord-Solardach in Bürstadt (40 m2 Module; 5 MW).
Weltrekord-Solardach in Bürstadt
(40 m2 Module; 5 MW).

"Wir setzen auf Sonne", lautet der Slogan eines Bündnisses, mit dem die Stadt sich als Solar-Metropole im hessischen Ried aufbauen will. Alfons Haag, Bürgermeister der Stadt Bürstadt, Micha Jost, Umweltbeauftragter der Stadt Bürstadt und Wirtschaftsförderer Christian Hering stellten die parteiübergreifende Initiative (Entente Solare) am 15. Januar 2008 auf einer Pressekonferenz im Historischen Rathaus in Bürstadt der Öffentlichkeit vor. Bürstadt hat sich in den letzten Jahren einen guten Namen als Solar-Standort gemacht: Eine Weltrekord-Solarstrom-Anlage auf einer Fläche von 40.000 Quadratmetern, ein flexibles Sonnensegel, das sich nach dem Verlauf der Sonne ausrichtet und viele weitere moderne Solaranlagen in öffentlichen Einrichtungen und Privathaushalten haben zu Spitzenplatzierungen in der Solarbundesliga geführt.  "An diese Erfolge wollen wir anknüpfen und die Chancen der Solarenergie noch stärker in den Alltag der Menschen transportieren", erklärt Bürgermeister Alfons Haag. So steht eine Reihe von Veranstaltungen im Jahr 2008 ganz im Zeichen der Sonnenkraft. Auch neue Events, wie etwa eine Messe für regenerative Energien, sind geplant und sollen Know-how und Firmen aus der Solarbranche nach Bürstadt bringen.



Solaranlage als eine Art Sparbuch auf dem Dach

"Angesichts steigender Rohstoffpreise wird die Solarenergie immer attraktiver für die Menschen", sagt Micha Jost, Umweltbeauftragter der Stadt Bürstadt. Zudem bleibe mehr Geld in der Region. Denn: Je mehr Bürstädter mit einer Solaranlage auf dem Dach ihres Eigenheims Strom oder Wärme produzierten, desto weniger Kapital fließe für den Zukauf von Energie an externe Anbieter. Und mehr noch: "Eine eigene Solaranlage ist als eine Art Sparbuch auf dem Dach eine attraktive Finanzanlage", weiß Micha Jost. Grund dafür ist die Förderung von eingespeistem Strom aus regenerativen Energien auf Basis des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG).


Ab März 2008 rund 40 Prozent Strom aus erneuerbaren Energien

Derzeit deckt Bürstadt rund 8 Prozent seines jährlichen Strombedarfs aus regenerativen Energiequellen. Wenn Bürstadts neue Biogasanlage ab März an das Netz geht, steigt die Quote auf 40 Prozent. Im bundesweiten Vergleich ist das ein Spitzenwert: 2007 wurden 14,3 Prozent der benötigten Elektrizität in Deutschland aus Wasser- und Windkraft, Biomasse sowie Sonnenenergie gewonnen. Bei der Entente Solare arbeiten Rathaus und Wirtschaftsförderung Hand in Hand: "Eine positiv besetzte Dachmarke hilft, Bürstadts Neubaugebiete und Gewerbegebiete im Sinne einer nachhaltigen Wirtschaftsförderung besser und erfolgreicher zu vermarkten", erklärt Christian Hering, Wirtschaftsförderer der Stadt Bürstadt. Neben der Bürstädter Grundstücksentwicklungsgesellschaft, kurz BGE, unterstützen die Raiffeisenbank Ried, die Sparkasse Worms-Alzey-Ried und die Volksbank Kreis Bergstraße als Partner die Kampagne. Mitmachen kann jeder: Alle Bürgerinnen und Bürger, die Wirtschaft und das Gewerbe sowie Schulen und Vereine sind aufgerufen, sich mit Aktionen und Veranstaltungen aktiv an der Entente Solare zu beteiligen. Bereits beim Gewinn der Goldmedaille im Rahmen der Entente Florale im Jahr 2006 zeigten die Bürstädter, was in ihnen steckt. "Auf diesen Teamgeist setzen wir auch bei der Entente Solare“, appelliert Micha Jost an die Kreativität der Bürstädter.

Weitere Informationen unter http://www.entente-solare.de.

31.01.2008   Quelle:   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Stadt Bürstadt,
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Freiburger Messe "Gebäude.Energie.Technik 2008" bietet kostenfreie Erstberatung

Auf der neuen Messe Gebäude.Energie.Technik 2008 bieten Energieberater auf dem "Marktplatz Energieberatung" eine kostenlose Erstberatung rund um das Bauen, Sanieren und Modernisieren von Gebäuden. Die erste Gebäude.Energie.Technik findet vom 15. bis 17. Februar in der Messe Freiburg statt. Das eigene Zuhause energieeffizient zu sanieren und modernisieren stelle hohe Ansprüche an die Bauherren, betonen die Veranstalter. Neben der finanziellen und technischen Herausforderung sei die Auswahl an Materialien, Techniken und Förderungsmöglichkeiten groß. Ebenso die Anzahl der Fragen: Wie ist der Stand der Technik energieeffizienter Baustoffe? Was gibt es Neues in der Anlagentechnik? Wo kommt das Geld für die Sanierung her? Und welche Förderungsmöglichkeiten existieren? Kompetente Beratung von Fachleuten hilft, einen Überblick zu gewinnen und den ersten Schritt zum energetisch korrekt sanierten Gebäude.   Auf dem "Marktplatz Energieberatung" mitten auf der Messe Gebäude.Energie.Technik gibt es für Interessierte eine kostenlose Erstberatung. Anmeldungen für den gewünschten Beratungstermin nimmt die Energieagentur Regio Freiburg entgegen: Per Telefon unter 0761-791770 oder per E-Mail an info@energieagenturfreiburg.
de. Auch eine Online-Anmeldung ist möglich unter:
http://www.get-freiburg.de/rahmenprogramm/marktplatz_energieberatung/


Hochwertiges Rahmenprogramm mit praxisnahen Vorträgen und Seminaren

An allen drei Messetagen gibt es zudem Praxisvorträge von kompetenten Fachleuten: Sie präsentieren unter anderem erfolgreich durchgeführte Sanierungs- und Neubauprojekte, erklären erneuerbare Energien, energieeffiziente Anlagetechniken und ökologische Baukomponenten. Das komplette Rahmenprogramm und die aktuelle Ausstellerliste gibt es unter http://www.get-freiburg.de.


130 Aussteller zu den Themen Gebäudehülle, Anlagentechnik und erneuerbare Energien

Über 130 Unternehmen aus der Region präsentieren auf der Gebäude.Energie.Technik 2008 ihr Angebot rund um energieeffiziente Techniken, ökologische Baukomponenten und erneuerbare Energien. Die Gebäude.Energie.Technik richtet sich gleichermaßen an sanierungswillige private und gewerbliche Bauherren. Die Messe fördert den Austausch zwischen Endverbrauchern, Banken, Handwerkern, Fachanbietern von Bauelementen und Gebäudetechnik sowie Energiedienstleistern. Die Gebäude.Energie.Technik 2008 findet erstmals vom 15. bis 17. Februar 2008 in der Messe Freiburg statt. Veranstalter sind die Freiburg Wirtschaft Touristik und Messe GmbH & Co. KG (FWTM) und der Solar Promotion GmbH aus Pforzheim. Mitveranstalter ist die Handwerkskammer Freiburg. Als Premiumpartner unterstützen die badenova, die Sparkasse Freiburg - Nördlicher Breisgau und die Volksbank Freiburg die neue Energiemesse.

31.01.2008   Quelle: Freiburg Wirtschaft Touristik und Messe GmbH & Co. KG (FWTM)   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

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KfW steigert Fördervolumen um 13 % auf 87,1 Milliarden Euro - 20 % für Klima- und Umweltschutz

Matthäus-Maier:
Matthäus-Maier: "weltweit
einer der größten Finanzierer
der Erneuerbaren"

Die KfW-Bankengruppe hat im Jahr 2007 mit einem Gesamtfördervolumen von 87,1 Milliarden Euro ein Plus von 13 % gegenüber dem Vorjahr (76,7 Mrd. EUR) erzielt. Das berichtete die Sprecherin des Vorstands, Ingrid Matthäus-Maier, am 29.01.2007 bei der Jahresauftakt-Pressekonferenz in Frankfurt. Matthäus-Maier: "Das Jahr 2007 war für die KfW Bankengruppe ein Rekordjahr. Wir haben das höchste Fördervolumen in der knapp 60-jährigen Geschichte der Bank erreicht. So konnten wir die Förderung des Mittelstands, des Umwelt- und Klimaschutzes, der Infrastruktur, der Bildung, der deutschen und europäischen Wirtschaft und nicht zuletzt der Entwicklungs- und Transformationsländer ausweiten. Auch 2008 werden wir unsere Förderung in den für die Wirtschaft und die Gesellschaft besonders wichtigen Bereichen Klimaschutz und kleiner Mittelstand auf hohem Niveau weiterführen."  Mit 68,1 Milliarden Euro sei der Großteil des Fördervolumens auf die Kreditvergabe entfallen (Vorjahr: 59,6 Mrd. EUR) . Das Verbriefungsvolumen habe trotz der schwierigen Lage auf dem Verbriefungsmarkt 19 Mrd. EUR erreicht (Vorjahr: 17,1 Mrd. EUR).




CO2-Ausstoß um über 1,6 Millionen Tonnen pro Jahr dauerhaft reduziert

Weiter sagte Matthäus-Maier, es sei besonders erfreulich, dass 2007 rund 20 % des gesamten Fördervolumens in den Klima- und Umweltschutz geflossen seien. Mit rund 16,6 Milliarden Euro sei die KfW Bankengruppe die Umweltbank Nr. 1 in Deutschland. Die ersten Säule des "Integrierten Energie- und Klimaprogramms" der Bundesregierung. sei die gemeinsam mit dem Bund entwickelte Förderinitiative "Wohnen, Umwelt, Wachstum" mit ihrem "harten Kern", dem Programmteil "Energieeffizientes Bauen und Sanieren" hob Matthäus-Maier hervor. 2007 konnten sei mit 15,8 Milliarden Euro wieder ein sehr hohes Zusagevolumen vorweisen. Viele private Haushalte in Deutschland hätten durch die energetischen Sanierungen zahlreiche Energieeinsparmaßnahmen realisieren können. "Allein durch die in den Jahren 2006 und 2007 angestoßenen Investitionen wird der CO2-Ausstoß um über 1,6 Millionen Tonnen pro Jahr dauerhaft reduziert", sagte Matthäus-Maier. Und durch diese Investitionen seien allein 2007 fast 440.000 Arbeitsplätze geschaffen bzw. gesichert worden.


4,4 Milliarden Euro für die erneuerbaren Energien

Bei der zweiten Säule des Integrierten Energie- und Klimaprogramms, den erneuerbaren Energien, sei die KfW ebenfalls stark engagiert. "Wir sind weltweit einer der größten Finanzierer von erneuerbaren Energien. Im Jahr 2007 konnten wir das Volumen dieser Finanzierungen in allen Geschäftsfeldern von 3,7 auf 4,4 Milliarden Euro steigern.


Neuer "Sonderfonds Energieeffizienz" für KMU

Bereits im ersten Quartal 2008 startet der neue "Sonderfonds Energieeffizienz" für kleine und mittlere Unternehmen. Im Rahmen dieses Programms vergibt die KfW Zuschüsse für eine qualifizierte, unabhängige Energieberatung und unterstützt die Unternehmen bei ihren Energieeinsparinvestitionen mit zinsverbilligten Darlehen.

Weitere Informationen http://www.kfw.de

30.01.2008   Quelle:   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: KfW,
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Europaparlamentarier fordern entschiedene Politik für erneuerbare Energien und Effizienz

Mechtild Rothe: Richt- linienvorschlag der Komission ist besser als erwartet.
Mechtild Rothe: Richt-
linienvorschlag der
Komission ist besser
als erwartet.

Am 29.01.2008 trafen sich über 60 Abgeordnete aus 27 EU-Staaten sowie dem Europäischen Parlament zu einem interparlamentarischen Treffen zur Energieffizienz und zu erneuerbaren Energien. Die Abgeordneten diskutierten in zwei Arbeitsgruppen den Vorschlag einer neuen Rahmenlichtlinie zur Förderung der erneuerbaren Energien und den aktuellen Stand der nationalen Energieeffizienzpläne. Während des Treffens begrüßte Mechtild Rothe, Vizepräsidentin des EU-Parlaments und Präsidentin des Europäischen Forums für erneuerbare Energien (EUFORES), den Richtlinienvorschlag, den die EU-Kommission am 23.01.2008 vorgelegt hat. Dieser umfasst sowohl die Elektrizität und den Verkehr als auch erstmalig die Wärme- und Kälteversorgung. "Dieser lange erwartete Vorschlag ist besser als wir erwartet haben!", lobte Rothe.  "Die Mitgliedsstaaten können Ursprungsgarantien nur dann auf andere übertragen, wenn sie ihre Zwischenziele erfüllt haben. Nun müssen wir uns den Details widmen, um sicherzustellen, dass die Mitgliedsländer eine deutliche Strafe erwartet, wenn sie diese Zwischenziele nicht erreichen", betonte Rothe.



Förderung mit garantierten Einspeisetarifen gesichert

Laut Rothe gab es große Befürchtungen wegen Tendenzen in der EU-Kommission, ein verbindliches europäisches Zertifikatehandelssystem für erneuerbare Energien einzuführen. Dies hätte erfolgreiche nationale Förderschemata wie etwa Einspeisetarife oder Prämiensysteme gefährdet, wenn nicht gar zerstört, so Rothe. Diese hätten sich jedoch bereits als effizient und kostengünstig erwiesen und eine großes Spektrum der Erneuerbaren gefördert. "Ich begrüße es außerordentlich, dass die Kommission der Lobby der großen Elektrizitätsversorger nicht nachgegeben hat. Denn nur feste Einspeisevergütungen ermöglichen es kleinen und mittleren Unternehmen in diesem Markt zu investieren. Und die KMU haben Europa zum Marktführer in Sachen erneuerbare Energien gemacht", unterstrich der Europaparlamentarier und EUFORES-Vizepräsident Claude Turmes.


Etliche nationale Energieeffizienzpläne stehen noch aus

Die Abgeordneten diskutierten auch den Stand der EU-Politik zur Energieeffizienz. Ende Juni 2007 sollten die Mitgliedsländer gemäß der EU-Energiedienstleistungsrichtlinie ihre nationalen Energieeffizienzpläne vorlegen, doch bis jetzt hätten nur wenige Länder dies getan, sagte Rothe. Viele Mitgliedsländer seien in Verzug, mahnte die Vizepräsidentin des EU-Parlaments. Energieeffizienz berge das billigste und wirksamste Potenzial, um Europas Abhängigkeit von Energieimporten zu mindern und die CO2-Emissionen zu senken, betonte Turmes. Die EU dürfe nicht länger akzeptieren, dass einige Staaten nicht willens sind Energieeffizienzmaßnahmen umzusetzen. "Die Kommission muss nun auf diese Verstöße reagieren und verbindliche Maßnahmen auf EU-Ebene durchsetzen", betont Turmes.

30.01.2008   Quelle: EUFORES - European Forum for Renewable Energy Sources   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: EUFORES,
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WorldWater & Solar Technologies fusioniert mit Konzentrator-Photovoltaik-Produzent ENTECH

Konzentrator-PV-System von ENTECH.
Konzentrator-PV-System von ENTECH.

Die WorldWater & Solar Technologies Corp. (Ewing, New Jersey, USA), Hersteller leistungsfähiger Solar-Systeme, berichtete am 28.01.2008, der Zusammenschluss des Unternehmens mit der ENTECH, Inc. mit Sitz in Keller (Texas) sei vollzogen. Die Transaktion sei möglich geworden, weil der Quercus Trust (Quercus), einer der größten Teilhaber von WorldWater & Solar Technologies, der Fusion zugestimmt und diese unterstützt habe. Der Quercus Trust, der seit dem letzten Frühjahr in unser Unternehmen invstiert, bewies sein starkes Engagement sowohl für WorldWater als auch ENTECH, indem er diesen Zusammenschluss rasch möglich machte", sagte Quentin T. Kelly, Vorstandsvorsitzender der WorldWater & Solar Technologies Corp. 

20-fach konzentrierende Photovoltaik-Systeme mit niedrigen Kosten

"Wie unsere Anleger wissen, ebnet die Fusion mit ENTECH, die 19 Monate gedauert hat, den Weg, damit unser Unternehmen 20-fach konzentrierende Solarstrom-Systeme in den USA und auf den internationalen Photovoltaik-Märkten anbieten kann - und zwar zu Kosten, die so niedriger sind, wie jene der günstigsten Anbieter - einschließlich der Dünnschicht-Hersteller", betont Kelly. Da die Solarenergie sowohl in den USA als auch weltweit immer bedeutender werde - zum Beispiel angesichts des Ölpreises auf Rekordniveau - habe WorldWater & Solar Technologies nicht länger mit der Fusion warten können, um nun die möglichen Synergien zu nutzen, ergänzte Kelly.


Große Photovoltaik-Kraftwerke sollen Solarstrom für Millionen Menschen erschwinglich machen

ENTECH-Vorstand Dr. Walter Hesse kommentierte: "Das ist grandiose: Nun können ENTECH und WorldWater & Solar Technologies mit der Produktion unserer 20-fach konzentrierenden Systeme voranschreiten. Gemeinsam mit WorldWater werden wir in der Lage sein, Solarparks zu bauen, die weltweit Solarstrom zu Kosten und mit Wirkungsgraden erzeugen, welche die Wirtschaftlichkeit der Solarenergie grundlegend verbessern - und Solarstrom für Millionen Menschen erschwinglich machen."

30.01.2008   Quelle: WorldWater & Solar Technologies Corp   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: ENTECH, Inc.,
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Fördergesellschaft Erneuerbare Energien verleiht Innovationspreis für Biomasse-KWK-Anlage

"bioampere"-Feststoffvergaser mit angekop-
peltem BHKW.

Auf dem Festkolloquium "15 Jahre FEE - 15 Jahre Innovationen ihrer Mitglieder" im Gewerbezentrum "Manfred von Ardenne" des Innovationsparks Wuhlheide in Berlin wurde am Wochenende erstmals der privat gestiftete FEE-Innovationspreis Energie verliehen. Sieger des in diesem Jubiläumsjahr beschränkten Wettbewerbs wurde die bioenergy systems GmbH (Merseburg) in der Kategorie industrielle Innovationen für die Holzvergasungsanlage "bioampere" in Containerbauweise zur gekoppelten Erzeugung von Strom und Wärme. Damit wurde auch die Risikobereitschaft des Unternehmens gewürdigt, diese Anlagen bei Kunden selbst zu betreiben. Der Preis ist mit 5.000 EURO dotiert.  Den zweiten Preis (1.500 EURO) erhielt Jürgen G. Schatz (Berlin) für die Erfindung von Reaktionskraftantrieben für unterschiedliche Fahrzeuge. In einem Test eines ersten Prototyps des RKA konnten durch das STEINBEIS-TRANSFERZENTRUM Halle mit einem PKW Kraftstoffeinsparungen von mehr als 20 Prozent nachgewiesen werden. Mit einer Ehrenurkunde wurde die Firma Bergmann Consult (Bischofswerda) ausgezeichnet für das nach den Erfindern Thomas Müller und Stefan Bothur benannte Biomasse-Müborit-Verfahren. In ihm werden Holz und andere lignocellulosereiche Biomasse in einem Solvolyse-Prozess zu Flüssigkeiten umgesetzt, die mehrere energetische und stoffliche Verwertungsmöglichkeiten erwarten lassen.



Die Stifter des FEE-Innovationspreises, das Ehepaar U. und Dr. R. Steyrer, und die Fördergesellschaft Erneuerbare Energien e.V., (FFE; Berlin) wollen damit jährlich Unternehmen und Einzelpersonen ehren, die den Mut aufgebracht haben und das Wagnis eingegangen sind, mit marktnahen technologischen Neuheiten oder Erfindungen zur Minderung des Einsatzes von Energie, zu ihrer effizienten Wandlung, Speicherung und Nutzung erneuerbarer Energieträger beizutragen. Zum bundesweit offenen Wettbewerb für 2008 wird im I. Quartal 2008 aufgerufen werden: http://www.fee-ev.de.

30.01.2008   Quelle: FEE   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: bioenergy systems,
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Fraunhofer-Forscher produzieren Solarzellen im Siebdruck

Farbstoff-Solarmodule lassen sich in Glasfassaden integrieren
Farbstoff-Solarmodule lassen sich in
Glasfassaden integrieren

Mit sperrigem Gepäck fahren Mitarbeiter des Fraunhofer-Instituts für Solare Energiesysteme ISE im Februar nach Tokio zur Nanotech 2008, der weltweit größten Nanotechnologie-Fachmesse. Das Farbstoff-Solarmodul, das sie bei der BMBF-Marketing-Kampagne "Nanotech Germany" präsentieren, hat die Abmessungen einer Türe - zwei Meter hoch und 60 Zentimeter breit. Die Kernkomponente der neuen Photovoltaik-Module ist ein organischer Farbstoff, der in Kombination mit Nanopartikeln Sonnenlicht in Strom umwandelt. Die Nanopartikel ermöglichen aufgrund ihrer geringen Größe, dass die Solarmodule semitransparent sind. Sie eignen sich daher für die Integration in Fassaden.  Der Prototyp eines Solarmoduls, den die Forscher am Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme ISE hergestellt haben, schimmert bernsteinfarben. Doch es lassen sich auch andere Farben herstellen und sogar Motive einarbeiten, sodass die Module wie Dekorscheiben aussehen. Damit ergeben sich ganz neue Anwendungsmöglichkeiten: Statt den Stromerzeuger aufs Dach zu montieren, kann man ihn in Glasfassaden integrieren. Die neue Technologie schützt auf diese Weise Gebäude vor störender direkter Sonneneinstrahlung und produziert zugleich Strom.


Hauchdünne stromerzeugende Schicht aus Nanopartikeln wird im Siebdruck aufgetragen

"Wir sehen die Farbstoff-Solarzelle nicht als Konkurrenz zur herkömmlichen Siliziumzelle", sagt Dr. Andreas Hinsch, Physiker am ISE in Freiburg. Die ausgestellten Modulprototypen erreichen einen Wirkungsgrad von vier Prozent. Das ist für Anwendungen auf dem Dach im Vergleich zu kristallinen Siliziumsolarzellen noch zu gering. Doch hat die Technologie einen entscheidenden Vorteil für den Einsatz in Fassaden. Die hauchdünne stromerzeugende Schicht, die zwischen zwei Glasscheiben steckt, wird aus Nanopartikeln im Siebdruck aufgetragen, einem technisch ausgereiften Verfahren. Das macht es möglich, beliebige Motive einzuarbeiten. Eine Glasfassade aus diesem Material lässt sich dekorativ und werbewirksam gestalten, zum Beispiel mit einem bunten Firmenlogo, das obendrein Strom liefert. Noch ist das Farbstoffmodul nur ein Prototyp. Diesen haben die Fraunhofer-Forscher zusammen mit namhaften Industriepartnern im Color-Sol-Forschungsprojekt des Bundesministeriums für Bildung und Forschung BMBF entwickelt.


Dauertests belegen lange Funktion

Die besondere Herausforderung bei der neuen Technologie war die Präzision: Der feine Spalt zwischen den beiden Glasscheiben muss hermetisch verschlossen sein, damit keine Luft die reaktiven Substanzen zerstört. Die Fraunhofer-Experten haben sich dabei etwas Besonderes einfallen lassen. Statt einen polymeren Kleber zu verwenden wie die Konkurrenz, arbeiten sie mit Glaslot: Glaspulver wird im Siebdruck aufgetragen und verschmilzt bei Temperaturen von rund 600 Grad mit den Scheiben. Dauertests bei unterschiedlichen Witterungsverhältnissen haben gezeigt, dass die Solarzellen auch nach mehreren tausend Stunden noch voll funktionsfähig sein können. Eine Zertifizierung der Langzeitstabilität der Farbstoff-Solarmodule steht jedoch noch aus.

29.01.2008   Quelle: Fraunhofer-Gesellschaft   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Fraunhofer ISE,
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Solarthermie: Virtuelles Institut für Solarturmkraftwerke nimmt Arbeit auf

Vertragspartner am Modell des Jülicher Solarturmkraftwerks.
Vertragspartner am Modell des Jülicher
Solarturmkraftwerks.

Mit der Gründung eines neuen virtuellen Instituts für Solarturmkraftwerke (virtual Institute of Central Receiver Power Plants - vICERP) bündeln zukünftig die Einrichtungen des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR), der Rheinisch-Westfälische Technische Hochschule (RWTH) Aachen, der Fachhochschule (FH) Aachen sowie der Katholieke Universiteit Leuven (Belgien) erstmals gemeinsam ihre Kapazitäten in Sachen Solarturmkraftwerke. Dabei handelt es sich um Kraftwerke, welche die Wärme der Sonne über Absorber als primäre Energiequelle verwenden. Das organisationsübergreifende Institut vICERP hat zur Aufgabe, neue Berechnungsmethoden für Solarturmkraftwerke weiterzuentwickeln und anzuwenden.  Die Berechnungen sollen helfen, bestehende Unsicherheiten bei Auslegung, Regelung und Betrieb von Solarturmkraftwerken zu reduzieren und damit die Markteinführung dieser neuartigen Technologie zu beschleunigen und die Wettbewerbsfähigkeit zu verbessern.



Demonstrationsprojekt Solarturm in Jülich

Zum offiziellen Start des virtuellen Instituts setzten die Partner am 29.01.2008 ihre Unterschriften unter den Kooperationsvertrag in Gegenwart von Prof. Dr. Andreas Pinkwart, Minister für Innovation, Wissenschaft, Forschung und Technologie des Landes Nordrhein-Westfalen (NRW) und Staatssekretär Thomas Rachel. NRW-Innovationsminister Andreas Pinkwart zeigte sich begeistert von dem neuen Projekt: "Das ist ein enormer Schub für Forschung und Technologie im Bereich der erneuerbaren Energien in Nordrhein-Westfalen." Der Parlamentarische Staatssekretär im Bundesministerium für Bildung und Forschung, Thomas Rachel (MdB), unterstrich die Bedeutung des virtuellen Instituts für das im August 2007 begonnene Demonstrationsprojekt Solarturm in Jülich: "Die Verbindung von Forschung und Lehre wird dazu beitragen, Jülich und Köln weiter als interessante, wirtschafts- und praxisnahe Zentren der Solarthermie-Forschung zu etablieren."


Wachsender Markt für solarthermische Kraftwerke

Die Helmholtz-Gemeinschaft Deutscher Forschungszentren (HGF) hat den unter Federführung des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt ausgearbeiteten Vorschlag zur Einrichtung eines virtuellen Institutes vICERP ausgewählt und wird dieses Institut in den kommenden drei Jahren fördern. Komplementär wird das Land Nordrhein-Westfalen die Aktivitäten des Instituts zur technologischen Weiterentwicklung der Forschung und Einbindung von heimischen Unternehmen an den wachsenden Markt für solarthermische Kraftwerke fördern. Im vICERP kooperieren die Abteilung Solarforschung des DLR-Instituts für Technische Thermodynamik, das Institut für Gas- und Dampfturbinen sowie das Institut für Regelungstechnik der RWTH Aachen, das Solar-Institut Jülich der FH Aachen und das Electrical Engineering Department der Katholieke Universiteit Leuven.


Receiver im DLR entwickelt und patentiert

Die im virtuellen Institut zu entwickelnden Methoden und Modelle sollen an dem derzeit im Bau befindlichen Solarturmkraftwerk Jülich überprüft und bewertet werden. Das Herzstück der Anlage, der Strahlungsempfänger (Receiver), wurde im DLR entwickelt und patentiert. "Wir verbinden eine echte Kraftwerksumgebung für praktische Test- und Entwicklungsarbeiten quasi vor der Haustür mit dem rechnerisch gewonnenen Innovationspotenzial des heute startenden virtuellen Institutes. Damit bieten wir den Unternehmen, die in diesem schnell wachsenden Markt ihre Anteile sichern wollen, eines der besten Kompetenz- und Entwicklungszentren weltweit", sagte der Vorstandvorsitzende des DLR, Prof. Dr. Johann-Dietrich Wörner.

Neben der Unterstützung in der Erschließung eines interessanten Marktes für Anlagenentwickler, -bauer und -betreiber sollen die Arbeiten des vICERP wichtige Beiträge zum globalen Klimaschutz liefern. Durch solarthermische Stromerzeugung gelingt es, die Emissionen des Treibhausgases Kohlendioxid nachhaltig zu reduzieren. Ein erheblicher Anteil am Bedarf elektrischen Stroms könnte durch solarthermische Kraftwerke in den sonnenreichen Regionen der Erde, wie in Südeuropa, in Nordafrika oder in den Staaten des Mittleren Ostens gedeckt werden.

29.01.2008   Quelle: Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR)   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: DLR,
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Photovoltaik-Produktionsanlagenhersteller Roth & Rau erschließt neue Kapazitäten zum Ausbau der Dünnschichttechnologie

Solarzellen-Beschichtungs- anlage SiNA_L von Roth & Rau.
Solarzellen-Beschichtungs-
anlage SiNA_L von
Roth & Rau.

Die Roth & Rau AG (Hohenstein-Ernstthal) wird Teile der Sasit Industrietechnik GmbH mit Sitz in Zwickau übernehmen, um ihre Kapazitäten in der Dünnschicht-Solarstromtechnologie weiter auszubauen. Im Wesentlichen werde Roth & Rau die Mitarbeiter sowie die Produktionshalle übernehmen und auf diesem Weg die eigenen Fertigungskapazitäten ausweiten, berichtet das Unternehmen in einer Pressemitteilung. Die bisherigen Geschäftsaktivitäten der Sasit würden nicht fortgeführt. Darüber habe sich der Vorstand der Roth & Rau AG mit Jens Schmitt verständigt, dem Geschäftsführer der Sasit Industrietechnik GmbH.   Vorbehaltlich der Zustimmung des Aufsichtsrats der Roth & Rau AG soll der Kaufvertrag Mitte Februar unterschrieben werden. Über den noch zu verhandelnden Kaufpreis hinaus werde Roth & Rau keine weiteren Verpflichtungen übernehmen.



TCO-Anlagen als Plattform für die Dünnschichtsolartechnologie von Oerlikon Solar

Durch die Übernahme unterstütze die Roth & Rau AG ihre Wachstumsstrategie im Dünnschichtsolarbereich. Die Sasit Industrietechnik GmbH beschäftige derzeit rund 70 Mitarbeiter und verfüge über eine Produktionsfläche von rund 3.000 Quadratmetern. Dort soll in Zukunft der Großteil der TCO-Anlagen ("Transparent Conductive Oxide") gefertigt werden, die als Plattform für die Dünnschichtsolartechnologie von Oerlikon Solar an den Schweizer Kooperationspartner geliefert werden. Die Sasit Industrietechnik GmbH ist bislang im Bereich der Automatisierungstechnik und dem Sonderanlagenbau für die Automobilindustrie tätig und verfüge über das für Roth & Rau notwendige Know-how, heißt es in der Pressemitteilung. Dr. Dietmar Roth, Vorstandsvorsitzender der Roth & Rau AG, kommentiert: "Wir rechnen im laufenden Geschäftsjahr mit weiterem Wachstum und hohen Auftragseingängen im Dünnschichtbereich. Dem tragen wir durch diese Investition Rechnung und sichern uns rechtzeitig zusätzliche Kapazitäten."

29.01.2008   Quelle: Roth & Rau AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Roth & Rau AG,
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Solar-Architekt regt bundesweite Klimaschutz-Kampagne an: Plusenergiehäuser in jede Gemeinde

Modell des Plusenergiehauses.
Modell des Plusenergiehauses.

Der Freiburger Solar-Architekt Rolf Disch entwickelt ein klimaschützendes Baukonzept mit den von ihm entworfenen Plusenergiehäusern für Städte und Gemeinden. Mit seinem Gesamtkonzept will das Architekturbüro Rolf Disch in Zusammenarbeit mit Kommunen, Stadtplanern und Bauträgern den Wohnungsbau in Deutschland revolutionieren. Aus diesem Grund seien allen Bürgermeistern in Deutschland Informationen zugesandt worden. Architekt Disch will sie für das Projekt gewinnen und eine offene Diskussion über den kommunalen Klimaschutz anregen. "Es sei unabdingbar, im kommunalen Städtebau für den Klimaschutz aktiv zu werden, betont Disch.  Die Europäische Solarcharta - verfasst von 30 der weltweit einflussreichsten Architekten wie Thomas Herzog, Norman Foster, Renzo Piano u. a. - bringe es auf den Punkt: "Ein verantwortlicher Umgang mit der Natur und die Nutzung des unerschöpflichen Energiepotentials der Sonne müssen Grundvoraussetzung für die künftige Gestalt der gebauten Umwelt sein", zitiert Disch.


Das Plusenergiehaus-Konzept: 100 Prozent regenerative Energieversorgung, emissionsfreier Betrieb und positive Energiebilanz

Schon vor mehr als 15 Jahren hat Solar-Architekt Disch mit "Heliotrop" den Prototyp eines Solar-Plus-Hauses realisiert. Seine neuen Plusenergiehäuser - ökologische Gebäude, die mehr Energie erzeugen, als von ihren Bewohnern verbraucht wird - finden weltweit große Beachtung und wurden bereits vielfach ausgezeichnet. Unter anderem erhielt die Freiburger Solarsiedlung am Schlierberg mit 60 Plusenergiehäusern zahlreiche Preise. 100 Prozent regenerative Energieversorgung, emissionsfreier Betrieb und positive Energiebilanz sprechen für sich. Hinzu kommen laut Disch die Auswahl natürlicher Baustoffe und die Realisierbarkeit der Gebäude zu einem marktfähigen Preis. Das Plusenergiehaus setze so den neuen Standard im Hausbau, der sich mittelfristig durchsetzen werde, weil es gar nicht anders gehe. Selbst Niedrigenergiehäuser verbrauchten zu viel Energie, und selbst Passivhäuser emittierten noch CO2 in die Atmosphäre. "Passiv genügt nicht. Wir können unsere Häuser solar aktivieren. Das Haus wird zum Solarkraftwerk", so Disch.



Einfamilienhaus - Mehrgenerationenhaus - Siedlungsbau

Um Kommunen ein leicht zu verwirklichendes und flexibles Hauskonzept für den Bau von Plusenergiehäusern an die Hand zu geben, entwickelte das Freiburger Architekturbüro das bisherige Konzept des Plusenergiehauses weiter und machte es übertragbar auf die verschiedensten Nutzungsbedürfnisse und räumlichen Gegebenheiten von Städten und Gemeinden. So entstand das neue Projekt aus dem Hause Disch: "Das Plusenergiehaus in jede Gemeinde". Das Produkt Plusenergiehaus erlange damit seine Serienreife, betont Disch. In dem entwickelten Baukastensystem können verschiedene Haustypen gewählt und zusammengestellt werden, für den Siedlungsbau, für Familien oder barrierefrei für mehrere Generationen. Für Neubauten sei das der entscheidende Durchbruch. "Für die Stadt, als energetischer Gesamtorganismus kann das Plusenergiehaus ein Symbol sein, ein Anstoß für weitere Maßnahmen, ein Baustein für ein ganzheitliches Nachhaltigkeitskonzept, das Sanierung, Verkehr und andere Infrastrukturen, Grünflächen und Wassersysteme umfasst. Das Plusenergiehaus wird so zu einem Haus für den Wandel und zu einem 'Leuchtturmprojekt' für die Gemeinde", heißt es in der Pressemitteilung.


"Power-Box": die Wunderkiste zum Energie-Management

Um seine positive Energiebilanz zu erreichen, zieht das Plusenergiehaus den bestmöglichen Nutzen aus der Sonnenenergie. Strom und Wärme werden vom Haus selbst erzeugt, intelligent genutzt beziehungsweise im Gebäude festgehalten. Großflächige Photovoltaik-Module nehmen die gesamte Dachfläche ein. Oberhalb erwärmt ein Aufbau von solarthermischen Elementen das Brauchwasser. Das Lüftungssystem ermöglicht eine permanente Frischluftzufuhr ohne nennenswerten Wärmeverlust. Den Kern des Gebäudes stellt die neuentwickelte "Power-Box" dar. Sie wird komplett im Werk vorgefertigt und garantiert so die neueste Plusenergie-Technik in höchster Qualität. Sie umfasst alle Funktionen: Energie, Erschließung und Installationen. Besonders hervorzuheben seí, dass sich mit ihr als zentrales Element verschiedenste Hausformen und -typen realisieren lassen.

"Das Plusenergiehaus in jede Gemeinde" wird auf der Messe GEBÄUDE.ENERGIE.TECHNIK vom 15. – 17. Februar in Freiburg vorgestellt. Rolf Disch und sein Team werden das neue Projekt - in mehreren Vorträgen und Präsentationen, sowie am Stand 2.1.71 - vorstellen.

29.01.2008   Quelle: Architekturbüro Rolf Disch   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Architekturbüro Rolf Disch,
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Startschuss für Klimaschutzprojekt JIM.NRW: Emissionshandel für Mittelstand und Kommunen jetzt möglich

JIM.NRW-Projekt: Zentrale Biomasse-Anlage 1,6 MW ersetzt dezentrale Ölkessel.
JIM.NRW-Projekt: Zentrale Biomasse-Anlage
1,6 MW ersetzt dezentrale Ölkessel.

In Nordrhein-Westfalen startete am 25.01.2008 das bundesweit erste internationale anerkannte Klimaschutzprojekt, das nach den offiziellen Regeln des Kyoto-Protokolls abläuft, berichtet das Ministerium für Wirtschaft, Mittelstand und Energie NRW in einer Pressemitteilung. Das Joint Implementation Modellprojekt, kurz JIM.NR, nahm mit der jetzt eingegangenen Zustimmung der zuständigen Deutschen Emissionshandelsstelle die letzte genehmigungsrechtliche Hürde. "Mit JIM.NRW machen wir es erstmals auch für mittelständische Unternehmen und Kommunen im Land möglich, am Emissionshandel teilzunehmen und so gezielte Klimaschutzmaßnahmen durchzuführen", erläuterte Wirtschaftsministerin Christa Thoben das Ziel des Projekts.  Es wird im Ministerium für Wirtschaft, Mittelstand und Energie NRW gemeinsam mit der EnergieAgentur.NRW entwickelt und durchgeführt. JIM.NRW bündelt viele kleinere Effizienzmaßnahmen in einem Pool und macht sie so für eine Vermarktung attraktiv. Die EnergieAgentur.NRW wandelt die erzielten Einsparungen in handelbare CO2-Zertifikate um und verkauft diese am Markt. Die Erlöse werden entsprechend den jeweiligen CO2-Einsparungen an die Teilnehmer ausgeschüttet.


CO2-Einsparungen durch Modernisierung und emissionsärmere Brennstoffe

Das Projekt läuft über fünf Jahre. "Unternehmen, die in nächster Zeit Investitionen an ihren Anlagen planen, sollten diese Möglichkeit zu praktischem Klimaschutz mit der EnergieAgentur.NRW prüfen", regte Thoben an. Das Projekt solle zeigen, so die Ministerin weiter, dass Klimaschutz auch vor der eigenen Haustür technisch und wirtschaftlich machbar sei. Konkret angesprochen sind Unternehmen, Kommunen, Contractoren oder größere Klinikbetriebe aus NRW, die Heiz- und Dampfkesselanlagen betreiben und die durch eine Modernisierung deutliche CO2-Einsparungen erzielen können. Dies kann durch den Einbau eines neuen Kessels geschehen, der energieeffizienter arbeitet oder aber einem emissionsärmeren Brennstoff nutzt. Die Teilnehmer speisen ihre CO2-Reduktionen in das Projekt ein und erwirtschaften so handelbare Emissionsrechte.


Pilotprojekt zum Ausbau der Kooperation mit Frankreich

Hinter Joint Implementation verbergen sich internationale Klimaschutzmaßnahmen, die nach den Regeln des Kyoto-Protokolls ablaufen. In der Praxis heißt dies, dass sie strengen technischen und organisatorischen Spielregeln unterliegen und von einer unabhängigen Stelle zertifiziert werden müssen. Nur Projekte, die diesen Anforderungen entsprechen, können CO2-Einsparungen in handelbare Zertifikate umwandeln und am Markt platzieren. Nachfrager hierfür sind Unternehmen, die dem europäischen Emissionshandelssystem unterliegen und für ihren Treibhausgasausstoß Zertifikate vorhalten müssen. Zu den Regeln von Joint Implementation zählt zudem, dass ein ausländischer Partner eingebunden wird und einen Teil der CO2-Zertifikate erwerben kann. Die EnergieRhonAlp ist - ähnlich der EnergieAgentur.NRW - auf regionaler Ebene im Bereich Energieeffizienz und erneuerbare Energien tätig. Das gemeinsame Pilotprojekt eröffnet die Möglichkeit, die Kooperation mit Frankreich im Klimaschutz in Zukunft auszubauen.

Ein Projektbeispiel sowie weitere Informationen zu JIM.NRW sind unter http://www.energieagentur.nrw.de erhältlich.

29.01.2008   Quelle: Ministerium für Wirtschaft, Mittelstand und Energie NRW; EnergieAgentur.NRW   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

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Erneuerbare Energien stark auf der HANNOVER MESSE 2008 vertreten

Den erneuerbaren Energien gehört die Zukunft, betont die HANNOVER MESSE in einer Pressemitteilung. Der Anteil der Renewables an der Stromerzeugung wachse rasant. Die internationale Leitmesse Energy auf der HANNOVER MESSE sei das weltweit führende Forum für den internationalen Markt der Erneuerbaren. In enger Zusammenarbeit zwischen der Deutschen Messe Hannover, dem Bundesverband Erneuerbare Energien (BEE) und dem Bundesverband Windenergie (BWE) werde dieser Schwerpunkt in Halle 13 zur HANNOVER MESSE 2008 konsequent ausgebaut und weiterentwickelt.   In diesem Jahr würden sich die Branchenführer der Bio- und Solarenergie in weit größerem Maße als zuvor präsentieren. Namhafte Unternehmen wie Schmack Biogas, MT Energy, Haase GFK Technik oder Envitec werden ausstellen.


Ausstellungsschwerpunkt "solarthermische Kraftwerke"

Der boomende Markt der Solartechnik, vor allem im Export, spiegle sich auf der Energy in den Hallen 13 und 27 wider. Aussteller wie die Sharp Corporation, die sich auf einer Fläche von 500 Quadratmetern präsentiere, stellten ihre hohe Kompetenz unter Beweis. Erstmals werde ein Deutsch-Japanisches Photovoltaik-Forum ausgerichtet und die Solarwirtschaft rücke zusätzlich in den Blickpunkt der Öffentlichkeit. Japan ist Partnerland der HANNOVER MESSE 2008. Ein neues Thema ist der Ausstellungsschwerpunkt "Solar Gigawatt" in Halle 27. Hier geht es um solarthermische Kraftwerke - ein Brückenschlag also zwischen dem Ausstellungsbereich "Renewables" und der Power Plant Technology, die in 2008 Premiere feiert. Thema der neuen Leitmesse sind Bau und Betrieb von Kraftwerken samt Zulieferunternehmen entlang der gesamten Wertschöpfungskette im Kraftwerksbau.


"Solar Gigawat": Solarstrom aus der Wüste

Das Thema "Solar Gigawat" entwickelt die Deutsche Messe gemeinsam mit der Trans-Mediterranean Renewable Energy Cooperation (TREC), dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR), dem Solar-Institut Jülich und dem Club of Rome. Attraktiv für die Fachbesucher seien neben der eigentlichen Ausstellung Sonderveranstaltungen wie etwa der "WORLD ENERGY DIALOGUE". Auf der hochkarätig besetzten internationalen Konferenz wird in diesem Jahr das Thema "Kraftwerke und Netze der Zukunft" diskutiert. Große Aufmerksamkeit erlangt auch jährlich das "Branchen- und Exportforum Erneuerbare Energien", organisiert von der Deutschen Energie-Agentur (dena). Mit mehr als 2 000 Besuchern sei dies im vergangenen Jahr eines der bestbesuchten Foren der HANNOVER MESSE insgesamt gewesen. Energieeffiziente Mobilitätslösungen werden auf der "Clean Moves Expo" - in diesem Jahr in Halle 27 - zu sehen sein.


Ab 2009 eigene Wind-Messe

Während die Windenergie 2008 in den Renewables aufgehe, werde sie ab 2009 eine bedeutende Rolle in Hannover spielen. Vom kommenden Jahr an soll es im Zweijahresturnus eine eigene Leitmesse "Wind" unter dem Dach der Energy geben. Gemeinsam mit dem Fachverband Power Systems im VDMA und dem Bundesverband WindEnergie soll die Leitmesse sukzessive ausgebaut werden. Die "Wind" in Hannover wird im jährlichen Wechsel mit der HusumWindenergy stattfinden, die in 2008 als Nachfolgerin der HusumWind in Husum Premiere haben wird.

Weitere Informationen zur Trans-Mediterranean Renewable Energy Cooperation und ihrem Stromnetz-Konzept liefert der Solar-Report "Solarstrom aus der Wüste statt Wüste in Deutschland: Erneuerbare Energien im transeuropäischen Verbund"

29.01.2008   Quelle: Deutsche Messe Hannover   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

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Neuer Vertriebsleiter bei alfasolar: Achim Parbel baut Niederlassung in Süddeutschland auf

Solarmodul alfasolar Pyramid Serie.
Solarmodul alfasolar Pyramid
Serie.

Der Photovoltaik-Spezialist alfasolar Vertriebsgesellschaft mbH eröffnet eine neue Vertriebsniederlassung in Süddeutschland. Dipl.-Ing. Achim Parbel ist als Vertriebsleiter ab sofort für den Aufbau des Standortes in Friedberg/Hessen zuständig, berichtet das Unternehmen in einer Pressemitteilung. Mit der Niederlassung alfasolar Süd forciere alfasolar die örtliche Nähe zu seinen Kunden in Süddeutschland, Österreich und der Schweiz. "Gerade in den Bereichen Service und Außendienst können wir so optimale Kundennähe sicherstellen", unterstreicht Dipl.-Ing. Martin Denz, Geschäftsführer der alfasolar Vertriebsgesellschaft mbH, die Wichtigkeit des neu errichteten Standortes.  Das 1993 gegründete Unternehmen mit Sitz in Hannover beschäftigt nach eigenen Angaben derzeit 20 Mitarbeiter und erzielte im Jahr 2007 einen Umsatz von 16 Millionen Euro.


Dipl.-Ing. Achim Parbel arbeitete in den vergangenen zehn Jahren im Bereich der Solarthermie. Zuletzt war er als Vertriebsleiter eines mittelständischen Unternehmens für den Aufbau eines Vertriebsnetzwerks in Deutschland, Österreich und der Schweiz verantwortlich. Neben seiner Vertriebserfahrung bringe Parbel als gelernter Gas-/Wasserinstallateur und Umwelttechnik-Ingenieur zusätzlich umfassende praktische Kenntnisse mit. "Die Technik und Idee der solaren Vollversorgung begeistert mich seit langem. Mit meiner neuen Aufgabe als Vertriebsleiter von alfasolar erfülle ich mir meinen Traum der aktiven Mitarbeit im Bereich der erneuerbaren Energien", betont Parbel. Seit 15 Jahren setzt sich alfasolar nach eigenen Angaben für die Weiterentwicklung und Verbesserung von Solarmodulen ein. Materialauswahl und Zuverlässigkeit im Produktionsprozess seien dabei die Erfolgsbasis. Mit seinem "Pyramid-Modul" sei es alfasolar gelungen, das leistungsfähigste polykristalline Modul in der Branche zu produzieren. Der Wirkungsgrad betrage bis zu 14,7 Prozent. Gleichzeitig werde die Leistung bei senkrechter Einstrahlung um 3,5 Prozent und bei schräger Einstrahlung (80°) um 20 Prozent erhöht.

28.01.2008   Quelle: alfasolar Vertriebsgesellschaft mbH   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: alfasolar Vertriebsgesellschaft mbH,
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CENTROSOLAR prognostiziert für 2008 beschleunigtes Umsatzwachstum auf 310 Millionen Euro

Dr. Alexander Kirsch, Vorstandsvorsitzender der CENTROSOLAR Group AG.
Dr. Alexander Kirsch, Vorstandsvorsitzender
der CENTROSOLAR Group AG.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr konnte die CENTROSOLAR Group AG (München) nach den vorläufigen ungeprüften Zahlen ihren Umsatz auf mehr als 221 Millionen Euro steigern und damit die Prognose für 2007 erfüllen. Das operative Ergebnis des Unternehmens sei überproportional auf 15 Millionen ausgebaut worden, berichtet CENTROSOLAR in einer Pressemitteilung. Angesichts dieses guten Jahresergebnisses im abgelaufenen Jahr und der gut gefüllten Projektpipeline werde für das laufende Jahr 2008 ein Umsatzwachstum von 40 % auf 310 Millionen Euro und eine überproportionale Steigerung des operativen Ergebnisses prognostiziert. CENTROSOLAR hatte für 2007 eine Umsatzprognose von 220 Millionen Euro und eine Ergebnisprognose vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) von 17 Millionen Euro herausgegeben. Der Umsatz konnte dank des überaus erfolgreichen Auslandsgeschäftes sogar leicht überschritten werden.   Auch das EBITDA-Ziel wurde operativ erreicht. Allerdings hätten ungeplante Einmalaufwendungen im Zusammenhang mit der Zusammenlegung der Komplettanlagenanbieter Solarstocc, Biohaus und Solara hingenommen werden müssen, die das Betriebsergebnis um rund zwei Millionen Euro schmälerten. Für 2008 geht CENTROSOLAR von einer weiterhin überproportionalen Ergebnissteigerung auf 22 Millionen Euro aus.


Wachstum im Ausland und mit Großanlagen auf Industriedächern

Das Wachstum im Segment "Solar Integrated Systems" werde dabei im Wesentlichen durch zwei Effekte getrieben: die Expansion in inzwischen sieben Länder führe zu einem deutlichen Ausbau der Umsätze im Ausland, vor allem Südeuropa, und die Erweiterung des Produktangebotes auf Dachintegrationssysteme und Großanlagen auf Industriedächern habe dem Unternehmen neue Absatzmärkte erschlossen. Das Segment "Solar Key Components" (Solarglas und Modul-Befestigungssysteme) entwickle sich besonders gut. Die einzigartigen nanobeschichteten Solargläser mit höherer Lichtdurchlässigkeit seien trotz des massiven Produktionsausbaus weiterhin weltweit ausverkauft. Aber auch bei den patentierten Befestigungssystemen sei der Umsatz durch die Produktionskapazität limitiert, betont CENTROSOLAR.

28.01.2008   Quelle: CENTROSOLAR Group AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: CENTROSOLAR Group AG,
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Phoenix Solar AG rechnet im Geschäftsjahr 2008 mit über 300 Millionen Euro Umsatz

940 kWp-Dünnschicht-Solarkraftwerk von Phoenix Solar in Salching (Bayern).
940 kWp-Dünnschicht-Solarkraftwerk von
Phoenix Solar in Salching (Bayern).

Die Phoenix Solar AG (Sulzemoos), ein international führendes Photovoltaik- Systemhaus, gab am 28.01.2008 ihre Prognose für das Geschäftsjahr 2008 bekannt. Der Vorstand gehe von einem Konzernumsatz von deutlich über 300 Millionen Euro, einem Konzern-Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) von rund 18 Millionen Euro und einer Modulverfügbarkeit von rund 100 Megawatt (MW) Spitzenleistung aus, heißt es in der Pressemitteilung des Unternehmens. Mehr als die Hälfte dieser Solarmodule seien Dünnschichtmodule.  Bis Juni 2007 firmierte das 1999 gegründete Unternehmen als Phönix SonnenStrom AG. Für das Geschäftsjahr 2007 erwartet der Phoenix Solar Konzern im In- und Ausland einen Umsatz von über 200 Millionen Euro. Phoenix Solar plant, baut und übernimmt die Betriebsführung von Photovoltaik-Großkraftwerken und ist Fachgroßhändler für Sonnenstrom Komplettanlagen, Solarmodule und Zubehör.


Führend ist der Konzern nach eigenen Angeben in der Photovoltaik-Systemtechnik. Dabei liege der Fokus auf der konsequenten Senkung der Systemkosten. Mit einem deutschlandweiten Vertrieb und Tochtergesellschaften in Spanien und Singapur sowie einer Beteiligung in Italien hat der Konzern derzeit über 150 Beschäftigte. Die Aktien der Phoenix Solar AG sind im Amtlichen Markt (Prime Standard) an der Frankfurter Wertpapierbörse gelistet.

28.01.2008   Quelle: Phoenix Solar AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Phoenix Solar AG,
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"Top Job" 2008: Berliner Photovoltaik-Unternehmen als einen der 100 besten Arbeitgeber im Mittelstand ausgezeichnet

"Top Job"-Trophäe für
PV-Unternehmen ib vogt.

Die ib vogt GmbH zählt zu den 100 besten Arbeitgebern im deutschen Mittelstand. Das hat die aktuelle Untersuchung des bundesweiten, branchenübergreifenden Unternehmensvergleiches "Top Job" ergeben. Bei der renommierten Initiative wird bereits seit sechs Jahren herausragende Personalpolitik in mittelständischen Unternehmen ermittelt und honoriert. Bundeswirtschaftsminister a. D. Wolfgang Clement zeichnete die Berliner 25. Januar 2008 bei einem Festakt im Landschaftspark Duisburg-Nord mit dem begehrten "Top Job"-Gütesiegel aus. Der Mentor der Mittelstandsinitiative würdigt damit die Verdienste von ib vogt. Insbesondere in der Kategorie "Mitarbeiterentwicklung und Perspektive" überzeugte das seit 16 Jahren bestehende Ingenieurbüro, das auf die Planung und Realisierung von Fabriken für die Solarindustrie spezialisiert ist.  Dazu gehört in dem rapide wachsenden Unternehmen etwa die schnelle Integration neuer Mitarbeiter.


Q-Cells AG vom Start-up bis zur 5. Solarzellen-Produktionslinie betreut

Das 150 Mitarbeiter starke Unternehmen bietet von der Grundstückssuche über die Planung und Bauleitung bis zum Produktionsstart alles rund um die Fabrikplanung für die Solarindustrie. So wurde beispielsweise der Solarzellen-Hersteller Q-Cells AG vom Start-up-Unternehmen bis zur mittlerweile 5. Produktionslinie betreut. Der Schlüssel zum Erfolg liegt laut Geschäftsführerin Dagmar Vogt darin, "sich die Idee der Kunden zu eigen zu machen und mit Begeisterung auf die bestmögliche Art und Weise zu realisieren". Deshalb werde bei allen Beschäftigten eine Vielzahl an Qualifikationen gefördert. Der Bedarf wird beim jährlichen Leistungsfeedback mit dem Vorgesetzten ermittelt. Das erklärt auch, warum die Mitarbeiter die Weiterbildungsmöglichkeiten ebenso loben wie die gute Zusammenarbeit mit den Kollegen.

Um die Ehrung zu erhalten, musste sich das Photovoltaik-Unternehmen, das 2006 einen Umsatz von rund 8 Millionen Euro erzielte, einem strengen dreistufigen Verfahren des Instituts für Führung und Personalmanagement der Universität St. Gallen stellen. Mithilfe eines Fragebogens erfassten die Personalexperten um Institutsdirektorin Prof. Dr. Heike Bruch zunächst die Kennzahlen des Unternehmens. In einem zweiten Schritt folgte eine detaillierte Online-Mitarbeiterbefragung. Abschließend überprüfte das St. Gallener Team die Managementinstrumente des Betriebs im Personalbereich. Umso stolzer ist man bei ib vogt auf die gute Platzierung in dem starken Wettbewerbsumfeld, wie Vogt bestätigt: "Wir zählen jetzt zu den besten Arbeitgebern im deutschen Mittelstand. Das macht uns für hoch qualifizierte Arbeitnehmer zukünftig noch attraktiver."

Alle 100 "Top Job"-Unternehmen werden in dem von Bruch und Clement herausgegebenen Buch "TOP JOB – Die 100 besten Arbeitgeber im Mittelstand" vorgestellt. Zudem werden sie ausführlich auf der Website www.topjob.de präsentiert. Organisiert wird die Initiative von der Überlinger compamedia GmbH. Die Bewerbungsphase für die nächste Runde des renommierten Mittelstandspreises startet im Februar 2008, Teilnahmeschluss ist der 30. April 2008.

28.01.2008   Quelle: compamedia GmbH   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: compamedia GmbH,
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Accenture-Studie: Mehr als jeder zweite Strom- oder Gasnetzbetreiber wird vom Markt verschwinden

Für die deutschen Energieversorger brechen turbulente Zeiten an. In den kommenden sieben Jahren werde rund ein Viertel der Versorger vom Markt verschwinden, berichtet der Managementberatungs-Dienstleister Accenture GmbH (Kronberg im Taunus) in einer Pressemitteilung. Bei den Strom- und Gasnetzbetreibern werde sogar jeder zweite die härter werdenden Rahmenbedingungen nicht überleben, so eines der Ergebnisse der Accenture-Studie zur Entwicklung der deutschen Energiewirtschaft bis zum Jahr 2015. Für die Prognose wurden Entscheider von Energieversorgungsunternehmen, Strom- und Gasnetzbetreibern sowie Experten aus Wissenschaft und Forschung befragt.   Die Anfang 2009 in Kraft tretende Anreizregulierung, mit dem Ziel, geringere Preise für die Nutzung von Strom- und Gasnetzen durchzusetzen, werde die Branche tiefgreifend verändern, so die Studie. Den rund 1.100 Netzbetreibern werden dann Obergrenzen für ihre Erlöse durch die Bundesnetzagentur vorgegeben. Das Maßnahmenpaket soll zu mehr Wettbewerb und zu sinkenden Energiepreisen für die Verbraucher führen. Laut einhelliger Meinung der Befragten werde sich das Marktumfeld für Netzbetreiber durch die Anreizregulierung massiv verschlechtern, betont Accenture. Als Konsequenz der neuen Vorgaben zur Effizienzsteigerung sieht die Studie schwache Netzbetreiber in ihrer Existenz bedroht, da sie die geringeren Netznutzungsentgelte nicht durch entsprechende Kosteneinsparungen kompensieren können.


Accenture: " Mehr als 900 Energieversorger und 1.100 Strom- und Gasnetzbetreiber sind zuviel"

Überdies kommt die Umfrage zu dem Ergebnis, dass selbst effiziente Netzbetreiber künftig keine deutlich überdurchschnittlichen Margen erwirtschaften können. Dennoch: Mehr als ein Drittel (36 Prozent) der Befragten erkennen im Anreizmechanismus auch wirtschaftliche Chancen: "Damit die Konsolidierungswelle nicht zur Gefahr, sondern zur Chance wird, müssen sich die Unternehmen einer grundsätzlichen Strategiediskussion stellen", sagt Stephan Werthschulte, Geschäftsführer im Bereich Energieversorgungswirtschaft bei Accenture. Die Studie zeigt weiterhin: Um die geforderten Effizienzsteigerungen zu realisieren und weiterhin erfolgreich am Markt bestehen zu können, werden bei vielen Strom- und Gasnetzbetreibern horizontale Zusammenschlüsse in Form von Kooperationen oder Zukäufen notwendig. "Deutschland leistet sich teure Strukturen in der Energieversorgungswirtschaft", sagt Stephan Werthschulte. "Mehr als 900 Energieversorger und 1.100 Strom- und Gasnetzbetreiber sind zuviel. Die Branche muss sich auf eine Konsolidierungswelle vorbereiten."


Zwei Fusionen pro Woche?

In den kommenden zwei Jahren stehen laut der Erhebung zahlreiche Zusammenschlüsse bei den Netzbetreibern an. Die Mehrheit der befragten Experten (55 Prozent) ist überzeugt: Bis 2015 wird die Anzahl der Energieversorger in Deutschland um mindestens ein Viertel und die Anzahl der Netzbetreiber sogar um rund die Hälfte zurückgehen. Bei 1.100 Netzbetreibern geht die Studie im Schnitt von zwei Fusionen pro Woche aus. Neben Zusammenschlüssen und Kooperationen werden sich die Netzbetreiber stärker differenzieren und sich auf spezialisierte Geschäftsmodelle konzentrieren. Vertrieb, Netz und Erzeugung werden sich künftig viel eigenständiger entwickeln, und es kristallisieren sich spezialisierte Geschäftsmodelle heraus.

Die veränderten Rahmenbedingungen werden auch Einfluss auf die Eigentümerstrukturen haben und neue Investoren anlocken. Die Besitzverhältnisse im Vertrieb und Netz werden sich künftig stärker unterscheiden. Zum einen erwarten die Befragten, dass eine eigentumsrechtliche Entflechtung für Übertragungsnetzbetreiber vorgeschrieben und auch für Verteilnetzbetreiber diskutiert wird. Zum anderen werden unterschiedliche Risiko- und Renditeerwartungen in den Bereichen Erzeugung, Verteilung und Vertrieb verschiedene Investorentypen ansprechen. Kommunale Anteilseigner werden sich weiter aus der Energiewirtschaft zurückziehen. Schon in den kommenden zwei Jahren werden auf Infrastruktur spezialisierte Finanzinvestoren wie Macquarie oder Babcock Brown sich in die Branche einkaufen. Laut Studie werden im Jahr 2015 etwa 15 bis 30 Netzbetreiber einen Finanzinvestor als Anteilseigner haben. Einige Netzbetreiber werden sogar den Gang an die Börse wagen.

Für die Studie "Zukunftserwartungen über die Entwicklung der deutschen Energiewirtschaft" hat von Accenture 48 Entscheider in Netzgesellschaften und Leiter von Strategieabteilungen bei großen und mittleren Energieversorgern sowie Experten aus Wissenschaft und Forschung befragt. Die Studie beruht auf der Delphi-Methode. Dabei handelt es sich um ein systematisches, mehrstufiges Befragungsverfahren, das dazu dient, zukünftige Ereignisse, Trends und Entwicklungen möglichst exakt einschätzen zu können.

28.01.2008   Quelle: Accenture GmbH   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

 

Jatropha: Neue Biokraftstoff-Pflanze mit Potenzial

Nüsse der Ölpflanze Jatropha.
Nüsse der Ölpflanze Jatropha.

Die Archer Daniels Midland Company (ADM), die Bayer CropScience AG und die Daimler AG planen, gemeinsam die Einsatzmöglichkeiten von Jatropha (Jatropha curcas L) in der Biodieselindustrie zu erforschen. Eine entsprechende Vereinbarung wurde von den Unternehmen unterzeichnet, berichtet die Bayer AG in einer Pressemitteilung. Die drei Kooperationspartner sehen die tropische Pflanze aus der Familie der Wolfsmilchgewächse als einen viel versprechenden Rohstoff zur Erzeugung von Biodiesel. Aus den Samen der Jatropha-Nuss hergestellter Biodiesel habe ähnliche Eigenschaften wie Treibstoff aus Ölsaaten. Er zeichne sich außerdem durch eine positive CO2-Bilanz aus und könne so einen Beitrag zum Klimaschutz leisten. 

Die Unternehmen wollen klar definierte Produktions- und Qualitätsstandards für aus Jatropha hergestellten Biokraftstoff entwickeln. ADM betreibt weltweit eine Reihe von Biodieselraffinerien. Bayer CropScience plant die Entwicklung und Registrierung von Herbiziden, Bodeninsektiziden und Fungiziden zur Schädlings- und Krankheitsbekämpfung bei Jatropha-Pflanzen. Die Daimler AG hat in einem umfangreichen fünfjährigen Forschungsprojekt, das Ende letzten Jahres abgeschlossen wurde, die Möglichkeit des Einsatzes und der Produktion der Jatropha-Pflanze zur Erzeugung von qualitativ hochwertigem Biodiesel nachgewiesen und den Einsatz des Kraftstoffes in Testfahrzeugen erprobt. Daimler wird weiterhin das Zusammenspiel zwischen Kraftstoff und Motor in Fahrzeugen untersuchen, die mit Jatropha-Biodiesel sowie entsprechenden Gemischen betrieben werden.


Jatropha könnte eine Schlüsselrolle in künftigen Strategien für erneuerbare Energien spielen

"Durch die Diversifizierung der Energievorräte der Welt erhöhen wir die globale Energiesicherheit und ermöglichen vielen Ländern, Kraftstoffe aus ihren lokalen Ressourcen zu produzieren", sagt Dr. Peter Reimers, ADM-Geschäftsführer für den Bereich European Oleo Chemicals. Dr. Rüdiger Scheitza, Vorstandsmitglied von Bayer CropScience und Leiter des Portfolio-Managements, ergänzt: "Energie gehört zur Grundversorgung des Menschen. Die nachhaltige Produktion von Jatropha ohne Beeinträchtigung der Lebensmittelproduktion ist gerade für Grenzertragsböden eine interessante Option. Sie könnte eine wesentliche Schlüsselrolle in zukünftigen Strategien für erneuerbare Energien spielen." Professor Dr. Herbert Kohler, Leiter Fahrzeugbau und Antrieb, Forschung und Vorentwicklung, sowie Umweltbevollmächtigter der Daimler AG: "Alternative Kraftstoffe sind ein integraler Bestandteil auf unserem Weg zu nachhaltiger Mobilität. Unsere Forschungsaktivitäten der letzten Jahre haben beispielsweise erwiesen, dass Jatropha-Biodiesel mit nahezu gleicher Qualität hergestellt werden kann wie Biodiesel aus Raps. Jetzt ist es an der Zeit, das wirtschaftliche Potenzial von Jatropha-Biodiesel zu bewerten."


Jatropha - eine viel versprechende Energiepflanze

Da es sich bei Jatropha um eine "Wildpflanze" handelt, sei sie bislang nicht gewerbsmäßig angebaut worden, heißt es in der Pressemitteilung. Neuste Studien hätten ergeben, dass weltweit ein Anbaupotenzial von zirka 30 Millionen Hektar vorhanden sei, insbesondere in Südamerika, Afrika und in asiatischen Ländern wie China, Indien und Indonesien. Da Jatropha auf ertragsschwachen Böden angebaut werden kann, konkurriere die Pflanze nicht mit Flächen, die für die Produktion von Nahrungsmitteln genutzt werden und erschließe den Landwirten damit eine zusätzliche Einnahmequelle.


Jatropha-Samen enthalten über 30 Prozent Öl

Jatropha stammt ursprünglich aus Mittelamerika und gelangte durch portugiesische Seefahrer in andere Länder in Afrika und Asien. Es handelt sich um ein nicht-essbares, winterhartes, dürre-tolerantes Gewächs, das in tropischen und subtropischen Klimagebieten und sogar auf ausgelaugten Böden gedeiht. Jatropha benötigt sehr wenig Niederschlag und Dünger. Die Pflanze könnte eine hervorragende Quelle für erneuerbare Energien sein, da ihre Samen zu über 30 Prozent aus Öl bestehen. Jatropha kann 30 bis 40 Jahre lang wirtschaftlich angebaut werden. Ihr Anbau kann zudem Bodenerosion verhindern, die durch Wasser und/oder Wind verursacht wird.

28.01.2008   Quelle: Bayer CropScience AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Energiebau Solarstromsysteme GmbH,
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Bis zum letzten Tropfen Öl: Wie lange reichen die Schätze der Erde?

natur+kosmos Titel Februar 2008.
natur+kosmos Titel
Februar 2008.

Der Ölpreis hat die magische 100-Dollar-Marke überschritten. Was sich kaum jemand ernsthaft vorstellen konnte, ist binnen kürzester Zeit Realität geworden - und niemand wagt vorherzusagen, wie teuer das Schwarze Gold noch werden könnte. Eins ist sicher: Das Ende des Ölzeitalters wird am Horizont sichtbar. Überraschen sollte das nicht, gibt es dafür seit vielen Jahren schon ernsthafte Anzeichen, berichtet die Zeitschrift natur+kosmos in ihrer Februar-Ausgabe. Die Titelgeschichte schildert, dass der "Peak Oil", der Gipfel der Erdölförderung, bereits erreicht sein könnte. Seit Jahren werde bei offiziellen Angaben der Ölreserven gelogen, und die Statistiken würden systematisch frisiert, heißt es in der Pressemitteilung des Verlags. Durch diese Verschleierungstaktik solle zum Beispiel die Energiewende so lange es geht hinaus gezögert werden.  Doch Öl ist nicht der einzige Schatz unserer Erde. Der Artikel zeigt außerdem, wie es um andere Rohstoffe wie Kupfer oder Aluminium steht, die ebenfalls die Basis unserer technischen Zivilisation bilden. 2008 hat die UNESCO zum Internationalen Jahr des Planeten Erde ausgerufen. Damit soll die Aufmerksamkeit auf unser Verhältnis zur Erdkruste gelenkt und dazu beigetragen werden, etwa die drohende Rohstoffknappheit interdisziplinär anzugehen.

27.01.2008   Quelle: natur+kosmos   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: natur+kosmos,
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SolarWorld AG auf dem Olymp: Solarkonzern liefert Photovoltaik-Anlage ins griechische Gebirge

SolarWorld-Modul mit mono- kristallinen Solarzellen.
SolarWorld-Modul mit mono-
kristallinen Solarzellen.

Der internationale Photovoltaik-Konzern SolarWorld AG (Bonn) installiert nachhaltige Solarstromtechnologie auf dem Olymp. SolarWorld rüstete eine abgelegene Berghütte in dem größten griechischen Gebirge mit einer Solarstromanlage aus, berichtet das Unternehmen in einer Pressemitteilung. Damit demonstriere die SolarWorld AG einmal mehr die Fähigkeit moderner Solarstromtechnologie, fernab von zentralen Stromnetzen eine sichere, klimafreundliche und bezahlbare Energieversorgung zu gewährleisten.   "Photovoltaik ist prädestiniert für die dezentrale Stromversorgung", erklärt Dipl.-Wirtschaftsingenieur Frank Henn, Vorstand Vertrieb der SolarWorld AG. "Das gilt nicht nur für abgelegene Regionen in modernen Industriestaaten. Insbesondere in Schwellen- und Entwicklungsländern, in denen keine zentralen Stromnetze existieren, ist diese Off-Grid-Technologie oftmals die ökonomisch wie ökologisch einzig sinnvolle Lösung zur Energieversorgung", so Henn weiter.


5,2 kWp-Photovoltaik-Anlage in 2.700 Metern Höhe

Die mit Solarstrom versorgte Hütte in den Bergen des Olymp befindet sich in 2.700 Metern Höhe und ist nur über Bergpfade zu erreichen. Die 25 SolarWorld-Module mit einer Spitzenleistung von zusammen 5,2 Kilowatt (kWp) wurden neben der Batterie, der Gestelltechnik und dem übrigen Equipment mit Eseln zu der Station transportiert. Das Projekt wurde vor Ort von dem griechischen Distributionspartner Biosar Energy SA begleitet. Die Installation übernahm die AIAS Engineering Ltd.

27.01.2008   Quelle: SolarWorld AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: SolarWorldAG.,
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VKU-Haushaltskundenbefragung: Kunden wollen Stadtwerke als Versorger; Privatisierung wird abgelehnt

Bei der Versorgung mit Energie, noch stärker aber bei der Versorgung mit Trinkwasser, geben Kunden kommunalen Unternehmen den Vorzug vor privaten, berichtet der Verband kommunaler Unternehmen e.V. (VKU) in einer Pressemitteilung. 73 % der Befragten finden es gut, dass die Versorgung mit Strom, Gas und Wasser durch ein kommunales Unternehmen garantiert wird. In der direkten Gegenüberstellung wollen 58 % lieber von Stadtwerken mit Strom beliefert werden und nur 11 % von privaten Unternehmen. Eine privatisierte Trinkwasserversorgung wird von drei Viertel der Befragten abgelehnt. Nur 13 % befürworten private Unternehmen in der Wasserversorgung. 

Energie- und Wasserversorgung sollen in kommunaler Hand bleiben

Die repräsentative Befragung von Stadtwerke-Kunden in ganz Deutschland wurde im Auftrag des VKU im Januar dieses Jahres vom dimap-Institut durchgeführt. "Die Bürger lehnen eine Privatisierung von öffentlichen Dienstleistungen ab", kommentiert VKU-Präsident Stephan Weil. "Sie wollen, dass die Energieversorgung und die Wasserversorgung in kommunaler Hand bleibt. Denn Stadtwerke haben eine hohe Reputation als sichere und zuverlässige Versorger ebenso wie als wichtige Wettbewerber in einem oligopolistischen Markt", betont Weil.

82 % der Haushaltskunden sagen laut Umfrage, dass Stadtwerke wichtig für den Wettbewerb sind. Die Zufriedenheit der Kunden mit den Leistungen der Stadtwerke ist mit 83 % nach wie vor hoch (27 % sehr zufrieden, 56 % zufrieden). Der am besten bewertete Imagefaktor ist wie schon in den Vorjahren mit 92 % die Zuverlässigkeit der Versorgung. Die Bedeutung als regionaler Wirtschaftsfaktor wird ebenfalls hoch eingeschätzt.

27.01.2008   Quelle: Verband kommunaler Unternehmen e.V.   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

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Gabriel: Europa bleibt Vorreiter beim Klimaschutz

Bundesumweltminister Sigmar Gabriel hat das am 23.01.2008 in Brüssel vorgestellte Klima- und Energiepaket der Europäischen Kommission begrüßt: "Die Kommission zeigt, wie die ehrgeizigen Klimaschutzziele, die unter der deutschen EU-Präsidentschaft beschlossen wurden, umgesetzt werden können. Das Paket ist ein mutiger Schritt – dies gilt ungeachtet der Tatsache, dass es in einigen Detailfragen noch Gesprächsbedarf gibt. Das Paket stellt sicher, dass Europa den CO2-Ausstoß bis 2020 in jedem Fall um 20 Prozent gegenüber 1990 reduziert. Es ist gut, dass die Kommission schon heute darlegt, mit welchen Stellschrauben sie das 30-Prozent-Ziel erreichen will, das greift, wenn die internationalen Klimaschutzverhandlungen den erhofften Erfolg haben." 

CO2-Zertifikate sollen ab 2013 komplett versteigert werden

"Ich freue mich, dass die EU-Kommission den Emissionshandel vereinfachen und europaweit einheitlich gestalten will. Es ist auch richtig, dass die CO2-Zertifikate für die Stromerzeugung ab 2013 komplett versteigert werden sollen. Besonders wichtig ist mir, dass die energieintensiven Industriebranchen, die in den Emissionshandel einbezogen sind, aber besonders stark im internationalen Wettbewerb stehen, auch weiterhin kostenlos die erforderlichen CO2-Zertifikate bekommen. Das muss nach meiner Überzeugung etwa für die Stahl-, Aluminium- und Zementproduktion gelten. In diesem Punkt muss die Kommission schnell für Klarheit sorgen", so Gabriel weiter.


Erneuerbare-Energien-Gesetz bleibt unangetastet

Gabriel hob hervor, dass die EU-Kommission wichtige Hinweise aus Deutschland aufgenommen habe, etwa beim Ausbau der erneuerbaren Energien. So sollten die nationalen Regelungen Vorrang behalten, ein Handelssystem für erneuerbare Energien nur noch ergänzend dazu eingeführt werden. Gabriel: "Dadurch wird sichergestellt, dass unser erfolgreiches Erneuerbare-Energien-Gesetz nicht unterhöhlt wird." Die EU-Vorgabe, den Anteil der erneuerbaren Energien in Deutschland auf 18 Prozent am Gesamtenergieverbrauch zu erhöhen, nannte der Bundesumweltminister realistisch. Gabriel bedauerte, dass im Kommissionsvorschlag konkrete Maßnahmen zur Erhöhung der Energieeffizienz fehlten.

26.01.2008   Quelle: BMU   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

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Windenergie DHL und Beluga SkySails starten umweltfreundlichen Schiffstransport

MS Beluga SkySails mit Zugdrachen.
MS Beluga SkySails mit Zugdrachen.

Die MS Beluga SkySails, das weltweit erste Frachtschiff mit dem innovativen Zugdrachen-System "SkySails", wird erstmals für einen kommerziellen Transport eingesetzt. Im Auftrag von DHL Global Forwarding, dem See- und Luftfrachtspediteur im Konzern Deutsche Post World Net, werden die ersten Teile einer kompletten Spanplattenfabrik von Bremen nach Venezuela verschifft. In der vierten Kalenderwoche 2008 sticht das Mehrzweckschiff in See. Das Besondere: Auf hoher See unterstützt ein neuartiges Windantriebssystem mit einem mächtigen Zugdrachen den Vortrieb des Frachters. Treibstoffverbrauch und somit auch Kosten und Emissionen werden nachhaltig gesenkt.  In insgesamt acht Teillieferungen transportiert DHL für den Kunden Dieffenbacher die Spanplattenfabrik nach Südamerika. Sie soll bei einem staatlich geförderten Wohnungsbauprojekt zum Einsatz kommen. Claus Krüger, als Direktor bei DHL Global Forwarding verantwortlich für die Projekt-Gruppe Deutschland, sagt dazu: "Wir bieten unseren Kunden nicht nur erstklassige Qualität bei See- und Luftfrachttransporten, wir achten auch immer darauf, den gestiegenen Bedürfnissen nach umweltfreundlichen Logistiklösungen Rechnung zu tragen. Die Beluga SkySails ist ein zukunftsweisendes Beispiel, wie man in der Seefracht emissionsarme Transporte realisieren kann. Die vielversprechenden Umweltaspekte des neuen SkySails-Systems haben unsere Entscheidung für diesen Charter maßgeblich beeinflusst."


Schon seit einigen Jahren hat es sich DHL zur Aufgabe gemacht, den Kunden neben erstklassigem Service auch nachhaltige Transportlösungen anzubieten. Um mit neuesten Technologien effiziente und umweltfreundliche Logistikdienstleistungen zu entwickeln, hat der Konzern als erster Logistiker seine Innovationsaktivitäten gebündelt. Dabei hat der Klimaschutz oberste Priorität: Schon heute können Geschäftskunden in Europa ihre Sendungen mit dem GoGreen-Service klimaneutral verschicken. Daneben setzt das Unternehmen zunehmend alternative Antriebe wie Biogas- und Elektromotoren ein.


Wind ist billiger als Öl

Am 15. Dezember 2007 wurde die MS Beluga SkySails von der Gattin des Bundespräsidenten, Eva Luise Köhler, in Hamburg getauft. Der so genannte "Mehrzweck-Schwergutfrachter" gehört zur Flotte der Bremer Reederei Beluga Shipping GmbH. Das Prinzip des Schiffes folgt dem einfachen Grundsatz: Wind ist billiger als Öl und auf hoher See die kostengünstigste sowie sauberste Energiequelle. Die Hamburger Firma SkySails hat das Windantriebssystem mit bis zu 320 Quadratmeter großen Zugdrachen entwickelt, das jetzt erstmals auch auf Hochseeschiffen einsetzbar ist. Damit können, je nach Windverhältnissen, die Treibstoffkosten zwischen zehn und 35 Prozent gesenkt werden. Ein kleiner, 87 Meter langer Frachter würde so durchschnittlich rund 280.000 Euro an Treibstoffkosten pro Jahr
sparen.

26.01.2008   Quelle: Deutsche Post World Net   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Deutsche Post World Net,
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envietech 2008: Jeremy Rifkin eröffnet Kongress für Umwelttechnik und erneuerbare Energien

Im Hinblick auf die dringend notwendige Energie-Wende erhoffe er eine Vorreiterrolle der EU und Österreichs, sagte der US-Ökonom Jeremy Rifkin bei seinem Wien-Besuch im Vorjahr. Nun kehrt der international renommierte Zukunftsforscher zurück, und zwar als Keynote-Speaker der envietech 2008, des ersten europäischen Kongresses für Umwelttechnik und erneuerbare Energien, der unter der Schirmherrschaft des österreichischen Lebensministeriums (Umweltministerium) vom 31. Januar bis 1. Februar 2008 im Austria Center Vienna stattfindet. Zwei Tage lang wird Wien damit zur internationalen Drehscheibe in Sachen Umwelttechnik und erneuerbare Energien.   Ziel der Veranstaltung am "Brückenkopf Wien" ist, den Informationstransfer und Investitionsfluss zwischen Ost und West anzukurbeln und das Wachstumspotenzial auf dem Energie- und Umwelttechniksektor nachhaltig zu stärken. Hochkarätig besetzte Expertenvorträge in zwei parallel laufenden Kongressforen bestimmen das Programm, betonen die Veranstalter.

Eine Fachausstellung präsentiert die neuesten Entwicklungen und Lösungen zum Wasser- und Abfallmanagement, zur Nutzung der erneuerbaren Energien, Dienstleistungen und Technologietransfer. Die Ausstellerliste reicht von europäischen Großunternehmen wie der STRABAG AG über Spezialisten wie die Cellstrom, Anbieter von Energiespeicherlösungen aus dem Burgenland oder die Komptech GmbH, Abfalltechnologie- und Biomassespezialist aus der Steiermark, bis hin zu Kommunen wie der Stadt Graz. Die Envietech 2008 ist ein klimaneutraler Kongress. Sämtliche CO2-Emissionen im Rahmen der Veranstaltung werden durch Investitionen in anerkannte Klimaschutzprojekte kompensiert.

Weitere Informationen sowie die Möglichkeit zur Online-Anmeldung unter http://www.envietech.at.

26.01.2008   Quelle: Envietech   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

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Windenergie-Anlagenhersteller Nordex beginnt Werksausbau in Rostock

Produktion der Offshore-Turbine Nordex N90.
Produktion der Offshore-Turbine Nordex N90.

Für die Nordex AG (Norderstedt) brach am 24.01.2008 eine neue Ära an: Mit dem ersten Spatenstich für den Ausbau seiner Rostocker Werke startet das Windindustrie-Unternehmen ein 86 Millionen schweres Investitionsprogramm, berichtet die Nordex AG in einer Ad-hoc-Mitteilung. In den kommenden zwei Jahren sollen am Güterverkehrszentrum neue Produktionshallen mit rund 52.500 Quadratmeter Gesamtfläche entstehen, das entspricht gut sieben Fußballfeldern. Damit verdreifache der Turbinenhersteller seine Kapazitäten für Europa.   "Dieser Schritt war dringend erforderlich, um die steigende Nachfrage unserer Kunden auch in Zukunft decken zu können. Im letzten Jahr haben wir unsere Produktionsleistung zwar nochmals im hohen zweistelligen Bereich erhöht, aber weitere Wachstumsreserven in Rostock sind jetzt kaum noch vorhanden", so Thomas Richterich, Vorstandsvorsitzender der Nordex AG. Aktuell verfügt das Unternehmen nach eigenen Angaben über einen Auftragsbestand von fast 3 Milliarden Euro. Damit sei das geplante Wachstum bis Ende 2009 gesichert. In den nächsten zwei Jahren will Nordex seinen Umsatz etwa verdoppeln.


In der ersten Stufe baut Nordex seine Rotorblattproduktion auf rund 1.000 Megawatt Jahresleistung aus. Dafür entsteht bis zum Jahresende eine neue Halle für die Endbearbeitung der Rotoren. Gleichzeitig ist eine Flächenverdoppelung der bereits bestehenden Produktionshalle geplant. So ist künftig auch die Fertigung von Rotorblättern mit über 50 Meter Länge möglich. Im Mai will Nordex dann die zweite Baustufe in Angriff nehmen. Hier geht es um eine neue etwa 25.600 Quadratmeter große Turbinen- und Schaltschrankmontage. Zudem entstehen auf dem Werksgelände Gebäude für die Verwaltung und den Service. Richterich: "In zwei Jahren können wir in einer modernen Fertigungsumgebung konzentriert an einemStandort in Rostock produzieren. Damit nutzen wir unsere Wachstumschancen und können zukünftig noch effizienter arbeiten".


Mitarbeiterzahl soll um 300 auf rund 1.000 steigen

Im Rahmen der Werkserweiterung will Nordex mindestens 300 neue Stellen in Rostock schaffen. Derzeit beschäftigt das Unternehmen am Standort Rostock rund 700 Mitarbeiter. Falls sich die Nachfrage in Europa weiterhin so rasant entwickelt, wäre auch eine dritte Baustufe nach Abschluss der jetzt startenden Arbeiten möglich. Erste Pläne sehen hierbei eine Verdoppelung der Rotorblattproduktion und eine nochmalige Erweiterung der Turbinenmontage auf dem Werksgelände vor. Schon beim Spatenstich zeigte sich die Landespolitik erfreut. "Unternehmen wie Nordex halten ihre Zusagen ein, sie investieren, wachsen und schaffen Arbeitsplätze in Mecklenburg-Vorpommern. Das ist Werbung für den Wirtschaftsstandort", so Wirtschaftsminister Jürgen Seidel.

25.01.2008   Quelle: Nordex AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Nordex AG,
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Stefan Thiel ist neuer Vertriebsleiter des Solarzellen-Herstellers ersol

ersol-Vertriebschef S. Thiel.
ersol-Vertriebschef S. Thiel.

In der ersol Solar Energy AG (ersol; Erfurt) hat zu Jahresbeginn Stefan Thiel die Vertriebsleitung übernommen. Damit löst er Franz Ziering ab, den langjährigen Leiter der Sales-Abteilung. Franz Ziering konzentriere sich in der ersol Gruppe nunmehr auf den bisher in Personalunion geführten Bereich des strategischen Einkaufs, berichtet das Unternehmen in einer Pressemitteilung. Diese Ressortteilung sei jetzt wegen des starken Wachstums beider Bereiche in den vergangenen Jahren erforderlich geworden, betont der Photovoltaik-Hersteller. Stefan Thiel (35), studierter Diplom-Wirtschaftsingenieur und Diplom-Geologe, verfügt über langjährige und fundierte Erfahrungen in der Umwelt- und Photovoltaik-Branche. So war er zuletzt mehr als drei Jahre als Marketing- und Vertriebsleiter beim Wafer-Produzenten PV Silicon AG in Erfurt tätig.  "Die neue, spannende Aufgabe hat mich sehr gereizt: Vom Wafer-Hersteller zum integrierten Zell-Produzenten, so bin ich auf die nächste Stufe der photovoltaischen Wertschöpfungskette gesprungen", zeigt sich Stefan Thiel begeistert. "Ich möchte zusammen mit meinem Team die langfristigen Partnerschaften mit unseren Kunden ausbauen. Es wird aber auch darum gehen, mit unseren hochwertigen Produkten neue Märkte zu erschließen und so ein nachhaltiges Wachstum der ersol Gruppe zu unterstützen", ergänzt Thiel.


Der neue ersol-Vertriebsleiter wird in Zukunft auch näher an den Modulmarkt heranrücken. Es ist geplant, Stefan Thiel neben Peter Schneidewind und Franz Ziering zu einem weiteren Geschäftsführer der Modulhandelsgesellschaft aimex-solar GmbH zu ernennen, einer 100-prozentigen ersol Tochter.

25.01.2008   Quelle: ersol Solar Energy AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: ersol Solar Energy AG,
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Solland Solar: Niederlande sollen Erdgas-Erlöse für saubere Energieproduktion nutzen

Rückkontakt-Solarzelle von Solland Solar.
Rückkontakt-Solarzelle von Solland Solar.

Die Regierung der Niederlande sollte die Erträge aus dem Erdgasverkauf nutzen, um die Umstellung auf saubere, erneuerbare Energien zu beschleunigen, so Gosse Boxhoorn, Vorstandsvorsitzender des größten niederländischen Solarzellenherstellers Solland Solar, anlässlich der Einweihung einer neuen Produktionshalle in Heerlen am 24-01.2008. Damit würde sich die Regierung noch deutlicher zur Reduzierung von CO2-Emissionen bekennen und durch die Umstellung auf nachhaltige Energie würden die Niederlande außerdem unabhängiger von politisch instabilen Regionen, wie Russland oder dem Nahen Osten, die momentan die wichtigsten Öl- und Gaslieferanten sind, ergänzte Gosse Boxhoorn. Die neue Halle ermögliche Solland Solar eine Verdreifachung der Photovoltaik-Produktion, von derzeit jährlich 60 Megawatt (MW) auf 170 MW pro Jahr. 


"Indem sie sich stärker auf saubere Energieformen (Sonne, Wind, Wasser) konzentriert, verfolgt die Regierung eine ausgeglichenere Energiepolitik", so Gosse Boxhoorn. "Die Niederlande verfügen über Erdgasreserven im Wert von circa 170 Milliarden Euro. Dieses Geld darf nicht einfach in den allgemeinen Mitteln 'verschwinden', sondern sollte genutzt werden, um in Bemühungen in Bezug auf nachhaltige Energie zu intensivieren. Die Regierung ist sich dessen bewusst, dass eine Alternative zu Öl und Gas benötigt wird, aber schließt dann daraus, dass Kohle die Antwort ist. Und wir sprechen hier nicht von einem, sondern fünf Kohlekraftwerken auf einmal. In Anbetracht der CO2-Emissionen ist das nicht die Richtung, die wir einschlagen möchten", so der Solland Solar- Vorstandsvorsitzende.


Hochleistungssolarzellen mit 16 % Wirkungsgrad

Der hohe Ölpreis, der zeitweise auf über 100 US-Dollar pro Barrel stieg, trage zweifellos dazu bei, dass Solarenergie zunehmend als sinnvolle Alternative angesehen werde, betont Solland Solar. Hinzu komme, dass es Solland Solar schaffe, mehr und mehr Energie aus seinen Zellen zu gewinnen. Noch in diesem Jahr werde Solland Solar mit der Produktion einer Hochleistungszelle beginnen, deren Effizienz bei zirka 16 Prozent liegt. Das sei ein Zugewinn von einem Prozentpunkt verglichen mit vorhandenen Zellen und in diesem Sektor eine bedeutende Verbesserung. Die neue Zelle trage außerdem dazu bei, die Kosten der Solarzellenproduktion zu senken.

Deutliche Produktionsausweitung geplant

Die neue Produktionshalle sei nur eine weitere Station auf dem Weg von Solland Solar, das seit seiner Gründung Ende 2005 außerordentlich gewachsen sei, betont das Unternehmen. Der Solarzellenhersteller plant, seine Produktion bis 2010 auf 500 MW jährlich auszuweiten. Bis dahin sollen zwei weitere Produktionshallen gebaut werden. Hierfür habe das Wirtschaftsministerium bereits von Solland Solar beantragte Zuschüsse in Höhe von 125 Millionen Euro gewährt.

25.01.2008   Quelle: Solland Solar   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Solland Solar,
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Wuppertal Institut: Neue Broschüre zum solaren Kühlen

Informationen zur solaren Kühlung.
Informationen zur solaren Kühlung.

WISIONS ist eine Initiative des Wuppertal Instituts mit dem Ziel, weltweit beispielhafte Projekte aufzuspüren, sie zu verbreiten und gleichzeitig die Realisierung neuer, viel versprechender Projektideen zu unterstützen (Promotion of Resource Efficiency Projects, kurz: PREP). Die aktuelle 11. PREP-Broschüre präsentiert auf 16 Seiten gute Beispiele zur Nutzung solarer Energie in der Gebäudekühlung. Beispiele aus Spanien, USA, Deutschland und China zeigen ein breites Spektrum in der Anwendung dieser Technologie.   Die neue, englischsprachige Good-Practice-Broschüre "Solar Cooling - Using the Sun for Climatisation" kann im Internet kostenlos heruntergeladen werden unter http://www.wisions.de. Weitere Broschüren zu verschiedensten Themenschwerpunkten sind erhältlich, zum Beispiel über erneuerbare Energien zur Bekämpfung der Armut und in der Nahrungsproduktion oder Biokraftstoffe.



Download der Broschüre "Solar Cooling - Using the Sun for Climatisation": http://www.wisions.net/pages/Downloads.htm

25.01.2008   Quelle: Wuppertal Institut   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Wuppertal Institut,
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NeoThermie AG erhält Millionenauftrag für erstes Geothermie-Kraftwerk in den Vereinigten Arabischen Emiraten

Die NeoThermie AG (Sondershausen) hat ein neues Verfahren zur Steigerung des Wirkungsgrades bei der Stromerzeugung in herkömmlichen Geothermie Kraftwerken entwickelt. Mit Hilfe dieses Konvektionsgenerator genannten Verfahrens, welches auch eine allein stehende Lösung zulässt, werde die Nutzung von Erdwärme in einem Elektroenergie erzeugenden Kraftwerk erstmals kostendeckend möglich, berichtet das Unternehmen in einer Pressemitteilung. Mit dem Verfahren strebe die NeoThermie AG langfristig die Marktführerschaft bei der Stromerzeugung aus Erdwärme an. Die NeoThermie AG (www.neothermie-ag.eu) habe nun einen der ersten Aufträge für die Errichtung eines Geothermie Kraftwerkes in den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE) erhalten, so das Unternehmen in einer Ad-hoc-Mitteilung.   Die Beauftragung sei durch ein privates Unternehmen erfolgt.

Mit den Vorräten an Erdwärme, die in den oberen drei Kilometern der Erdkruste gespeichert sind, könnte der weltweite Energiebedarf für rund 100.000 Jahre gedeckt werden. Mit der zunehmenden Fokussierung auf erneuerbare Energien auch in den VAE bestehe insbesondere im Bereich der Geothermie aufgrund der geologischen Verhältnisse in den VAE ein Markt mit rasantem Wachstumspotenzial.

25.01.2008   Quelle: NeoThermie AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

 

Bundesverband Solarwirtschaft: EU-Kommission stärkt weiteren Ausbau der Solarenergie in Europa

Gerhard Stryi-Hipp: Solarstrom wird im kommenden Jahrzehnt billiger als kon- ventioneller Strom.
Gerhard Stryi-Hipp: Solarstrom wird im
kommenden Jahrzehnt billiger als kon-
ventioneller Strom.

Mit dem am 23.01.2008 vorgelegten Entwurf der Richtlinie für erneuerbare Energien hat die EU-Kommission den Weg frei gemacht für einen starken Aufschwung der Solarwärme (Solarthermie) und die Fortsetzung des Solarstrombooms (Photovoltaik) in Europa, kommentiert der Bundesverband Solarwirtschaft e.V. (BSW-Solar) in einer Pressemitteilung. Die Richtlinie sieht die Erhöhung des Anteils erneuerbarer Energien von 8,5% auf 20% vor und bestätige ausdrücklich den Fortbestand der äußerst erfolgreichen Einspeisevergütungsregelungen für Solarstromanlagen in Deutschland, Spanien, Italien, Frankreich und vielen anderen EU-Ländern. "Solarwärmeanlagen werden in wenigen Jahren zum Baustandard werden, da bei Neubauten und bei Renovierungen künftig ein Teil des Wärmebedarfs mit erneuerbaren Energien gedeckt werden muss", betont der BSW-Solar. Der Verband begrüßt den Richtlinienentwurf als wichtigen Meilenstein für den beschleunigten Ausbau der Erneuerbaren Energien. 


Einspeisevergütungssysteme bestätigt

"Der Bundesverband Solarwirtschaft geht davon aus, dass die Richtlinie der Entwicklung der erneuerbaren Energien im allgemeinen und der Solartechnik im speziellen großen Rückenwind verleihen wird", so Gerhard Stryi-Hipp, Geschäftsführer des BSW-Solar. Photovoltaik sei noch vergleichsweise teuer, weise allerdings auch die höchste Kostensenkung auf, deshalb brauche sie ein spezielles Fördersystem, wie dies beispielsweise in Deutschland, Spanien, Italien und Frankreich etabliert worden sei. "Mit dem Richtlinienentwurf können die Länder, die bislang schon sehr erfolgreich auf die Entwicklung der Photovoltaik setzen, ihre Förderkonzepte fortsetzen und andere werden folgen", ergänzt Stryi-Hipp. Solarstrom werde somit in vielen Ländern Europas im kommenden Jahrzehnt billiger werden als konventioneller Strom.

Die Befürchtungen der Erneuerbare-Energien-Verbände, dass durch die Einführung so genannter Herkunftsnachweise und deren Handel die nach Technologien differenzierte Unterstützung ausgehöhlt werde, seien von der EU-Kommission ernst genommen worden und deshalb in der Richtlinie der Handel stark eingeschränkt. Dafür hatte sich auch das Bundesumweltministerium stark gemacht. Dass Vergütungssysteme wie das deutsche Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) die effizientesten Fördersysteme seien, habe auch das aktuelle Dokument "The support of electricity from renewable energy sources" der EU-Kommission bestätigt, das parallel zur EU-Richtlinie veröffentlicht wurde.


Nutzungspflicht für Wärme aus erneuerbare Energien

Hinsichtlich der Wärme aus erneuerbare Energien sieht der Richtlinienentwurf eine Nutzungspflicht in Neubauten und bei Renovierungen vor und geht damit noch über den Gesetzesentwurf zur Wärme aus erneuerbaren Energien hinaus, den die Bundesregierung im Dezember 2007 vorgelegt hat. Der BSW-Solar geht davon aus, dass damit die Nutzung der Solarwärme in den kommenden Jahren europaweit eine starke Beschleunigung erfährt. Davon würden auch die deutschen Unternehmen profitieren, die in diesem Bereich europaweit Technologieführer seien.

24.01.2008   Quelle: Bundesverband Solarwirtschaft (BSW-Solar)   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: BSW-Solar,
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Neue EU-Richtlinie lässt Wachstumsschub für Solarwärme in Europa erwarten

Solarthermie-Aktionsplan für Europa
Solarthermie-Aktionsplan
für Europa

Die Solarthermie-Branche begrüßt die neue Richtlinie der EU-Kommission zur Förderung der erneuerbaren Energien, die am 23.01.2008 veröffentlicht wurde. Damit findet die Heizung und Kühlung mit erneuerbaren Energien erstmals Eingang in die EU-Gesetzgebung. Der europäische Solarwärme-Industrieverband ESTIF lobt besonders die ordnungsrechtlichen Vorgaben zur für Neubauten und Gebäudesanierung, von denen die Solarwärme profitieren werde. Die EU-Mitgliedsstaaten seien nun gefordert, die jeweiligen Rahmenbedingungen für die Solarthermie zu verbessern, ohne auf die Umsetzung der Richtlinie zu warten. "Dieser Richtlinienentwurf lässt uns das neue Jahr mit noch größerer Zuversicht hinsichtlich des Wachstums der Solarthermie beginnen", sagte ESTIF-Präsident Gerhard Rabensteiner.  "Zum ersten Mal bezweckt ein EU-Richtlinienentwurf ausdrücklich die Unterstützung aller erneuerbaren Energien einschließlich der solaren Heizung und Klimatisierung. Der Wettlauf, mit dem Ziele erreicht werden sollen, hat bereits begonnen und wir können dazu kräftig und mit niedrigen Kosten beitragen. Die Mitgliedsstaaten sollten ihre Förderbedingungen für die Solarthermie nun rasch verbessern und nicht warten, bis die Richtlinie beschlossen ist", so Rabensteiner.



Solarthermie kann 20 Millionen Tonnen Erdöl ersetzen

50 % des Energieverbrauchs in Europa gehen auf das Konto der Heizung und Kühlung. Die meisten Solarwärme-Anlagen seien kleiner als die Grenzwerte für die in der Richtlinie vorgesehenen Ursprungszertifikate (Guarantees of Origin), doch die Solarthermie in die Millionen von Heizungs- und Kühlungssysteme in Europa einzubinden, könne große Mengen an Energie sparen, betont ESTIF. Im Jahr 2020 könnten Solar-Kollektoren einen jährlichen Beitrag zur Energieversorgung leisten, der rund 20 Millionen Tonnen Erdöl (Mtoe) entspricht - und langfristig sogar noch mehr.

Bislang wurde die Solarwärme nicht von der EU-Gesetzgebung zur Förderung der erneuerbaren Energien unterstützt, die sich auf Strom und Biokraftstoffe beschränkte. Aus diesem Grund sei die politische Unterstützung unstetig und bruchstückhaft gewesen, betont ESTIF. Das habe dazu geführt, dass einige wenige Länder zu Solarwärme-Pionieren wurden, während viele andere noch in den Startlöchern zur Nutzung der Solarwärme-Option stünden. Die vollständige Einbindung der solaren Heizung und Kühlung in die nationalen Zielvorgaben sowie die durch die Richtlinie erforderlichen Aktionspläne begrüßt die Solarwärme-Branche ausdrücklich.

Der Richtlinienentwurf, der darauf abzielt, den bereits beschlossenen Anteil der erneuerbaren Energien von 20 % bis zum Jahr 2020 zu erreichen, enthält die Anforderung, Mindestvorgaben für den Beitrag der erneuerbaren Energien für allen neuen und sanierten Gebäuden festzusetzen. Das sei eine Maßnahme, die einige EU-Mitglieder und Regionen bereits zugunsten der Solarenergie umgesetzt hätten, betont ESTIF. Darüber hinaus sehe die Richtlinie Zertifikationsprogramme für die Installateure von Systemen zur Nutzung der erneuerbaren Energien vor, einschließlich der Solarwärmeanlagen. ESITF wird dazu Vorschläge ausarbeiten.

"ESTIF begrüßt diese Maßnahmen ganz besonders. Wir unterstützen die Marschrichtung der Richtlinie und hoffe, dass sie zügig umgesetzt wird, obwohl einige Änderungen im Detail nötig scheinen. Zum Beispiel hinsichtlich der Ausnahmeregelungen für Neubauten, der Qualitätsänforderungen oder mit Blick auf die Zertifizierung der Ausbildung", sagte Raffaele Piria, Politik-Direktor der ESTIF.


Der Richtlinienentwurf ist in englischer Sprache veröffentlicht unter der Internetadresse ec.europa.eu/energy/climate_actions/doc/2008_res_directive_en.pdf

Der ESTIF-Solarwärme-Aktionsplan (26 S., englisch, PDF) kann im Internet heruntergeladen werden unter www.estif.org/STAP

24.01.2008   Quelle:   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: ESTIF,

 

Windenergie 2007: Weltmarkt boomt weiter - Inlandsmarkt gab deutlich nach

Marktanteile der Hersteller von Windenergie- anlagen in Deutschland 2007.
Marktanteile der Hersteller von Windenergie-
anlagen in Deutschland 2007.

Während der globale Markt für Windenergieanlagen zum dritten Mal infolge boomte, habe der deutsche Markt im vergangenen Jahr deutlich nachgegeben, berichten der Bundesverband WindEnergie (BWE) und der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA Power Systems). Nach der neuesten Statistik des Deutschen Windenergie-Instituts (DEWI) wurden 2007 im Inland 883 Windenergieanlagen mit einer Leistung von 1.667 Megawatt (MW) neu installiert (2006: 1.208 Anlagen mit 2.233MW). Das sind 566 MW weniger als 2006. Dies entspricht einem Rückgang von 25 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Weltweit wurden nach ersten Schätzungen des Global Wind Energy Council (GWEC) rund 20.000 MW neu installiert. Damit wuchs der Weltmarkt um rund 30 Prozent.   Wachstumstreiber waren erneut Märkte in Nordamerika, Europa und Asien. "Der Zubau von rund 20.000 Megawatt in 2007 entspricht einem weltweiten Umsatz der Windindustrie im Neuanlagengeschäft von deutlich über 20 Milliarden Euro. An diesem riesigen Markt partizipieren die deutschen Hersteller und Zulieferer in hohem Maße. Das Exportgeschäft wird zunehmend zum wichtigsten Standbein für die deutsche Windindustrie", sagte Thorsten Herdan, Geschäftsführer VDMA Power Systems. Insgesamt betrug die deutsche Wertschöpfung in 2006 weltweit über 5,6 Milliarden Euro. Für 2007 werden im Neuanlagengeschäft 7,4 Milliarden Euro erwartet.


"Rund 1,7 (2,3) Milliarden Euro wurden in Deutschland in neue Windturbinen investiert", so Hermann Albers, Präsident des BWE. "Der Inlandsmarkt kommt zunehmend unter Druck, weil auf der einen Seite steigende Rohstoff- und Energiepreise Windenergieanlagen verteuern und auf der anderen Seite die gesetzlich fixierte Vergütung für Windstrom in Deutschland jedes Jahr sinkt", erläutert Albers. Insgesamt waren laut BWE Ende 2007 in Deutschland 19.460 (2006: 18.685) Windenergieanlagen mit einer Gesamtleistung von 22.247 (2006: 20.622) MW installiert. Den größten Zuwachs verzeichneten 2007 die Bundesländer Niedersachsen (368 MW), Sachsen-Anhalt (253 MW) und Brandenburg (231 MW).


Stabiler Heimatmarkt von immenser Bedeutung

"Noch liegt Deutschland mit an der Weltspitze, aber andere Länder holen in großen Schritten auf. Die Investitionen fließen in die Länder mit günstigeren Rahmenbedingungen. Um die führende Stellung der deutschen Windindustrie im weltweiten Wettlauf zu behaupten, ist ein stabiler Heimatmarkt von immenser Bedeutung. Deshalb müssen bei der anstehenden Novellierung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) die Rahmenbedingungen in Deutschland mit Weitsicht neu gesetzt werden", so Herdan weiter.


Windstrom-Rekord 2007: 39,5 Milliarden Kilowattstunden

Die Betreiber konnten auch aufgrund eines überdurchschnittlichen Windangebots im Jahr 2007 mit der Stromproduktion von 39,5 (30,6) Milliarden Kilowattstunden abermals einen Rekord erzielen. "Die Windenergie deckt damit bereits 7,2 Prozent des deutschen Stromverbrauchs. Sie ist ein entscheidender Baustein, um den von der EU geforderten Anteil Erneuerbarer Energien von 18 Prozent am Energieverbrauch bis 2020 zu erreichen", betonte Albers. Ein wichtiger Baustein sei dabei das Repowering, der Ersatz von Windenergieanlagen der ersten Generationen durch moderne, effizientere Turbinen auf der gleichen Fläche. 2007 wurden 108 alte durch 45 neue Anlagen ersetzt. Trotz dieser Reduktion konnte die Gesamtleistung von 41 MW um den Faktor 2,5 auf 103 MW gesteigert werden. Allerdings machten diese Anlagen erst wenig mehr als sechs Prozent der Aufstellungen aus. "Das zeigt zum einen das riesige Potential des Repowerings für den Klimaschutz, aber auch, dass hier noch ausreichende Anreize fehlen", so Albers weiter.


Grünes Licht für Offshore-Windkraft

Für das Offshore-Segment stehen mit den Vorschlägen der Bundesregierung zur EEG-Novelle die Signale dagegen auf Grün. Zwar wurden auch 2007 noch keine Anlagen im Meer installiert, aber mehrere Projekte konkrekt angekündigt. "Wir müssen die Technologieführerschaft auf das Offshore-Geschäft ausdehnen. Die Rahmenbedingungen für die Offshore-Windenergie sind richtig gesetzt und Deutschland muss sich jetzt im Wettbewerb mit UK und den skandinavischen Ländern behaupten", sagte Herdan.

"Die Branche schaut jetzt gespannt auf die parlamentarische Beratung zum Entwurf der EEG-Novelle der Bundesregierung. Um die Windenergie an Land ebenfalls dynamisch weiter zu entwickeln, brauchen wir eine Anpassung der EEG-Vergütung an die Preisentwicklungen von Rohstoffen und Energien, einen vernünftigen Technologiebonus zur Netzintegration sowie eine beschleunigte Erhöhung von Netzkapazitäten", resümierte Albers.

24.01.2008   Quelle: BWE; VDMA Power Systems   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: VDMA,
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Neue VDE-Studie zeigt beträchtliche Stromeffizienz- und Einsparpotenziale

Herausforderung Energie- effizienz.
Herausforderung Energie-
effizienz.

Stromanwendungen als die intelligenteste Form der Energienutzung haben in den vergangenen Jahrzehnten ständig zugenommen. Während der Bedarf an Primärenergie in Deutschland seit 1990 stagniere, sei der Stromverbrauch seitdem um mehr als 30 Prozent gestiegen - trotz erheblicher Effizienzsteigerungen bei Geräten, Netzen und Prozessen, so der VDE Verb. der Elektrotechnik Elektronik in einer Pressemitteilung. Wenn es nicht gelinge, beim Stromverbrauch erhebliche zusätzliche Einspar- und technisch bereits realisierbare Effizienzpotentiale zu heben, werde sich der Trend zum Mehrverbrauch fortsetzen. In ihrer neuen Studie "Effizienz- und Einsparpotenziale elektrischer Energie in Deutschland - Perspektive bis 2025 und Handlungsbedarf" zeigt die Energietechnische Gesellschaft im VDE (ETG), wie und in welcher Größenordnung mit den heute verfügbaren technologischen Mitteln die Energieeffizienz in Industrie, Verkehr, Haushalten, Gewerbe, Handel und Dienstleistung gesteigert werden kann.   Darüber hinaus wird ein Ausblick auf zukünftige Technologien wie Supraleiter, magnetische Werkstoffe, Magnetlagertechnik oder SiC (Siliziumkarbid)-Technik gegeben. Die VDE-Experten schließen ihre Studie mit konkreten Handlungsempfehlungen für Politik, Industrie und Verbraucher.



Sehr vieles ist bereits heute möglich

Beispiel Stromversorgung: Durch Ersatz älterer Kraftwerke lässt sich laut VDE der schon in den letzten Jahren verbesserte Wirkungsgrad weiter erhöhen, auf bis zu 55 Prozent bei Kohle und 65 Prozent bei Erdgas mit GUD-Technik. Noch größere Chancen böten Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen (KWK). Technisch sei es möglich, die installierte Leistung von KWK-Anlagen um das Vier- bis Fünffache auszubauen, was mehr als 50 Prozent der deutschen Gesamtstromerzeugung entspreche. Dadurch könnten 15 bis 30 Prozent der Primärenergie eingespart werden, denn bei der gekoppelten Erzeugung von Strom und Wärme wird der Brennstoff mit Nutzungsgraden bis zu 80 Prozent sehr viel effizienter eingesetzt als bei getrennter Erzeugung. Nur noch wenig Strom lasse sich bei den Netzen sparen. Eine Optimierung der mit 4 Prozent bereits sehr geringen Netzverluste verspreche eine stärkere dezentrale Stromerzeugung. Der Stromhandel wirke dem jedoch tendenziell entgegen.


Wirkungsgrad ist der Schlüssel

Beim Stromverbrauch spielen Elektromotoren eine Schlüsselrolle. Sie verbrauchen die Hälfte der insgesamt in Deutschland erzeugten elektrischen Energie. Am meisten könnten effizientere Drehstrommotoren im Leistungsbereich von 1,1 bis 37 kW (Kilowatt) sparen. Die Herstellkosten steigen pro Wirkungsgradklasse jedoch um etwa 10 bis 20 Prozent. Die Erfahrung lehrt, dass unter diesen Umständen eine wesentliche Marktverschiebung nur durch finanzielle Anreize oder gesetzliche Vorgaben zu erreichen ist.

Von den rund 100 Millionen Haushaltsgeräten, die mit elektrischen Kleinmotoren betrieben werden, haben die meisten Wirkungsgrade zwischen 40 und 75 Prozent. Möglich wären nach VDE-Einschätzung 85 Prozent. Damit verbundene Energieeinsparpotentiale beziffert der Verband auf ca. 8,2 TWh (Terawattstunden) pro Jahr.


Heizungspumpen verbrauchen so viel Strom wie alle Schienenfahrzeuge von Bundesbahn und öffentlichem Nahverkehr

In Deutschland gibt es rund 30 Millionen Heizungspumpen mit einer Leistung unter 200 W (Watt). Sie verbrauchen etwa 3,5 Prozent der in Deutschland insgesamt eingesetzten elektrischen Energie. Das ist so viel wie der Verbrauch aller Schienenfahrzeuge von Bundesbahn und öffentlichem Nahverkehr. Neueste elektronisch geregelte Heizungspumpen kommen mit bis zu 50 Prozent weniger Energie aus als moderne Standardpumpen mit Asynchronmotoren und mit bis zu 70 Prozent weniger als ungeregelte Pumpen, wie sie vielfach noch in Gebäuden anzutreffen sind.


Stand-by verbraucht oft mehr Strom als der Betrieb

"Über die gesamte Laufzeit eines Gerätes kann der Stromverbrauch im Stand-by-Betrieb höher sein als der im produktiven Betrieb", stellen die Experten in der Studie fest. Durch den Einsatz verbrauchsarmer Geräte und energiesparendes Verhalten ließen sich die Stand-by-Verluste in den Haushalten um 5 bis 10 TWh reduzieren. Das entspricht 1 bis 2 Prozent des gesamten Stromverbrauchs in Deutschland. Auch Handel und Gewerbe könnten ihre Stand-by-Verluste verringern.


Innovationssprung und Einsparungen von bis zu 80 Prozent durch Leuchtdioden

Auch bei der Beleuchtung bestehen bedeutende Einsparpotentiale. Ihr Anteil am Gesamtstromverbrauch lag 2005 bei 9,5 Prozent (circa 50 TWh). Die richtige Wahl der Leuchtmittel entscheidet wesentlich über die Effizienz. So beträgt die Lichtausbeute einer Kompaktleuchtstofflampe das Fünffache einer herkömmlichen Glühlampe. Einen weiteren Technologiesprung bringen halbleiterbasierte Lampen, die sogenannten LED (Light Emitting Diode), die in den OLED (Organic Light Emitting Diode) eine nochmalige Verbesserung bei Lichtausbeute und Lebensdauer erfahren werden. Weitere Einsparmöglichkeiten bieten Innovationen bei Vorschaltgeräten, die bessere Nutzung des Tageslichts und die Anpassung der Beleuchtungsstärke an den tatsächlichen Lichtbedarf. Es können Einsparungen von bis zu 80 Prozent erzielt werden.


Der Stromverbrauch steigt weiter

Die Energietechnische Gesellschaft im VDE hat unter verschiedenen Annahmen den in Deutschland zu erwartenden Stromverbrauch bis zum Jahr 2015 bzw. 2025 berechnet. Bei den nach Überzeugung der Experten wahrscheinlichsten Annahmen für Verbrauchsmengen- und Effizienzsteigerung, neue Stromanwendungen und Substitutionen erhöht sich der Stromverbrauch trotz zusätzlicher Effizienzsteigerung bis 2025 um fast 30 Prozent. Aus den Berechnungen schließen die Wissenschaftler, dass die Bundesregierung ihre Einsparziele nur mit außerordentlich stringenten, möglicher Weise auch ordnungspolitischen Maßnahmen erreichen kann.


VDE sieht erheblichen Handlungsbedarf bis hin zu ordnungspolitischen Eingriffen

Die Studie empfiehlt eine Reihe von Maßnahmen, um den prognostizierten Anstieg des Strombedarfs doch noch zu bremsen. Dazu zählt neben der wesentlichen Verbesserung der Stromeffizienz energieverbrauchender Geräte, Anlagen und Prozesse die Aufklärung und Sensibilisierung der Verbraucher. Ziel müssen die Veränderung von Gewohnheiten und ein bewusstes Verhalten in Sachen Energieverbrauch sein. Nach Ansicht der Autoren sind finanzielle Anreize notwendig, um Investitionen in Energieeffizienz zu induzieren.

Vorrang sollten laut VDE freiwillige und marktorientierte Maßnahmen haben, die Energiesparen belohnen. Wenn diese nicht ausreichen, sehen die Autoren auch die Notwendigkeit ordnungspolitischer Eingriffe. Die ETG-Experten plädieren für die flächendeckende Einführung eines Energiepasses für stromsparende Geräte und Anlagen mit Angabe der wesentlichen Verbrauchskennziffern. Sie erwarten davon einen Beitrag zur Bewusstseinsveränderung. Den könnte auch die Visualisierung des Energieverbrauchs an möglichst vielen Orten leisten. Für öffentliche Einrichtungen, Industrie- und Gewerbeunternehmen ab einer bestimmten Größe schlägt die Studie Energiebeauftragte vor.

"Ein schwerwiegender Grund für den kontinuierlichen Anstieg des Stromverbrauchs ist der Einsatz kosten- statt energieoptimierter Geräte und Maschinen. Um diesen Trend zu stoppen, müssten sich Investitionen in mehr Energieeffizienz schneller amortisieren, das heißt wirtschaftlich lohnen", heißt es in der Studie.

24.01.2008   Quelle: VDE Verb. der Elektrotechnik Elektronik   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Landtag NRW.,

 

BEE: Ausbau erneuerbarer Energien verhindert Engpass bei der Stromversorgung

Die nach einer vom Handelsblatt vorgestellten Studie über einen anstehenden Engpass bei der deutschen Stromversorgung ausgelöste Debatte ist aus Sicht des Bundesverbandes Erneuerbare Energie (BEE) unbegründet. Voraussetzung sei jedoch der weitere Ausbau erneuerbarer Energien, betont der BEE in einer Pressemitteilung. "Schon seit 2004 ersetzt der Zubau erneuerbarer Energien in Deutschland jedes Jahr ein Atomkraftwerk“, sagt BEE-Geschäftsführer Milan Nitzschke. Damit sei nicht nur der beschlossene Atomausstieg auszugleichen. Auch die bestehenden Kohlekraftwerke könnten nach und nach ersetzt werden. Wenn der Gesetzgeber den Ausbau erneuerbarer Energien weiter fördere, sei aus Sicht des BEE für das Jahr 2020 sogar ein Anteil von 40 Prozent erneuerbarer Energien am Stromverbrauch absolut realistisch. 

Die im Handelsblatt vorgestellte Studie des Marktforschungsinstituts Trendresearch zur Entwicklung der Stromversorgung in Deutschland berücksichtige den Ausbau erneuerbarer Energien völlig unzureichend und kommt daher aus Sicht des BEE zu falschen Ergebnissen. Zudem gehe die Studie offenbar davon aus, dass der Stromverbrauch bis zum Jahr 2020 konstant bleibe. Dazu Nitzschke: "Wir rechnen damit, dass aus den Ankündigungen für mehr Energieeffizienz und Einsparung auch mal Taten werden." Mindestens die Effizienzvorgaben der Europäischen Union müssten erreicht werden, was zu einem sinkenden Stromverbrauch führen würde. Dies gelte selbst dann, wenn es mit einer Verbesserung der Fahrzeugtechnik zu einem steigenden Anteil der Elektromobilität kommen sollte.

Die Ergebnisse der Trendresearch-Studie seien daher kaum verwertbar, so der BEE. Vielmehr sei es erforderlich, einen gesunden Mix aus einem stetig steigenden Anteil erneuerbarer Energien und effizienter Kraft-Wärme-Kopplung zu planen. Selbst ein höherer Erdgaseinsatz sei hier befristet vertretbar, wenn gleichzeitig Erdgas zur Heizung durch den Einsatz erneuerbarer Energien eingespart werde.
Seit 2004 ist die Stromerzeugung aus Wind, Wasser, Bioenergie, Sonne und Geothermie laut BEE jedes Jahr im Schnitt um 10 Milliarden Kilowattstunden gesteigert worden. Das entspricht jeweils der Jahresproduktion eines mittleren Kernkraftblockes. Über die aktuellen Jahreszahlen des BEE zu den erneuerbare Energien 2007 berichtete der Solarserver unter

newsa2008m01.html#news8204

24.01.2008   Quelle: BEE   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

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EU-Kommission schafft Grundlage für 20 Prozent erneuerbare Energien bis 2020

Die EU-Kommission hat am 23.01.2008 ihren Richtlinienentwurf zur Förderung erneuerbarer Energien in Europa vorgelegt. Danach soll sich der Anteil erneuerbarer Energien am deutschen Endenergieverbrauch auf mindestens 18 Prozent im Jahre 2020 verdoppeln. "Der heutige Richtlinienentwurf der EU-Kommission bietet eine gute Grundlage, um 20 Prozent Erneuerbare Energien bis 2020 in der Europäischen Union zu erreichen. In den jetzt anstehenden Beratungen im Ministerrat und im Europäischen Parlament müssen allerdings einige Details präzisiert und verbessert werden", kommentiert Johannes Lackmann, Präsident des Bundesverbandes Erneuerbare Energie (BEE).   "Die vorgeschlagenen Regelungen erlauben es, erneuerbare Energien im Strom-, Wärme- und Kraftstoffbereich EU-weit auszubauen. Die deutsche Gesetzgebung muss nun mit der EEG-Novelle, dem Erneuerbare- Wärme-Gesetz und der Biokraftstoffförderung den richtigen Rahmen setzen, damit Deutschland die wirtschaftlich und technisch problemlos zu erreichenden Ziele auch schafft", so Lackmann weiter.

Im Vorfeld des Richtlinienvorschlags drohte Deutschland ein verpflichtender Zertifikate-Handel für erneuerbare Energien. Dieser hätte das weltweit in über 40 Staaten übernommene Fördersystem Deutschlands für erneuerbare Energien (EEG) ausgehöhlt, ihren Ausbau in Europa gebremst und deutlich zu Lasten der Verbraucher verteuert, so der BEE: "Es ist insbesondere dem Engagement des Bundesumweltministers zu verdanken, dass die EU-Kommission von ihren ursprünglichen Plänen Abstand genommen hat", betont Lackmann.


Überlegenheit der Förderung mit Einspeisesystemen belegt

Der von der EU-Kommission ebenfalls am 23.01.2008 präsentierte Vergleich europäischer Fördersysteme für erneuerbare Energien betont die Überlegenheit der Einspeisesysteme. Als besonders effizient und wirksam hat sich das deutsche EEG erwiesen. Bereits knapp ein Fünftel der erneuerbaren Energien in der EU kommen aus Deutschland. "Der heutige Richtlinienentwurf garantiert das erfolgreiche Modell der Einspeisevergütung, das in den meisten EU-Staaten inzwischen angewendet wird. So kann die Branche der Erneuerbaren Energien in Europa weiterhin Vorreiter für innovative Technologien und Klimaschutz bleiben. Wenn in den nächsten Jahren über ein einheitliches Fördersystem in der EU entschieden wird, kann dies nur ein EU-weites Einspeisesystem sein", unterstrich Lackmann.

23.01.2008   Quelle: Bundesverband Erneuerbare Energie (BEE)   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

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Hersteller Brötje informiert über Sicherungsmaßnahmen für Solar-Flachkollektoren FK 24 und Maprotherm MFK 24

Flachkollektoren FK 24 und MFK 24.
Flachkollektoren FK 24 und MFK 24.

Der Solarthermie-Hersteller August Brötje GmbH (Rastede) informiert zum vorbeugenden Verbraucherschutz über notwendige Sicherungsmaßnahmen an den Solar-Flachkollektoren der Bauart "Brötje FK 24" und "Maprotherm MFK 24" (ehemals Mannesmann Haustechnik), die zwischen 1998 und 2000 vertrieben wurden. Bei diesen Kollektoren könne es bedingt durch unzureichende Klebewirkung zur Ablösung der Kollektorscheibe kommen, heißt es in der Pressemitteilung. Da die Scheiben nicht durch einen übergreifenden Rahmen gesichert seien, bestehe die Gefahr des Herabfallens. Es liegt im allerhöchsten Interesse der August Brötje GmbH, das Risiko von Schäden gegenüber Kunden zu verhindern und auszuschließen, betont das Unternehmen.  Die Flachkollektoren lassen sich daran erkennen, dass bei vertikaler Montage die Rohrleitungsanschlüsse an der Oberseite angeordnet sind. Alle Modelle des nachfolgenden Produktangebots seien aufgrund einer völlig anderen Konstruktion von diesem Produktfehler nicht betroffen.


Betroffene Anlagenbetreiber bittet Brötje sich zu melden (Montag - Freitag 8.00 - 16.00 Uhr unter der telefonischen Service-Sondernummer 04402/ 80-808, oder per Fax 04402/ 8086-808). Zusätzlich besteht die Kontaktmöglichkeit per E-Mail: FK24P@broetje.de.

23.01.2008   Quelle: August Brötje GmbH   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: August Brötje GmbH,
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Kapazität großer kommerzieller Photovoltaik-Kraftwerke seit 2005 verdoppelt

Weltmarktanteile der großen PV-Kraftwerke.
Weltmarktanteile der großen PV-Kraftwerke.

In den vergangenen drei Jahren wuchs die installierte Leistung der weltweit installierten kommerziellen Solarstrom-Kraftwerke mit einer jeweiligen Nennleistung von mindestens 200 Kilowatt jedes Jahr um 100 %. Das geht hervor aus dem Jahresbericht des unabhängigen Internetportals pvresources.com für 2007. 80 % aller großen kommerziellen Solarstrom-Kraftwerke (bezogen auf die Leistung) arbeiten in Europa (700 MWp). Die USA kommen auf etwa 16 % beziehungsweise 142 MWp und Asien liegt mit vier Prozent und 34 MWp auf Platz drei. Aktuell ist nahezu die Hälfte der weltweiten Hochleistungs-Photovoltaikanlagen in Deutschland in Betrieb, doch der Anteil des deutschen Marktes nahm in den letzten Monaten leicht ab. Spanien hingegen erwies sich als dynamischster Markt: dort war 2007 ein besonders rapides Wachstum zu beobachten. 
Deutschland bleibt mit 45 % Marktanteil und über 400 MWp Spitzenreiter

Unter den Staaten mit einer installierten kumulierten PV-Leistung von mehr als einem Megawatt führt Deutschland in der TOP 500-Liste von pvresources mit über 400 MWp, gefolgt von Spanien (fast 250 MWp) und den USA (140 MWp). Im Jahresbericht von pvresources.com wurden nur PV-Anlagen mit jeweils 200 kWp oder mehr berücksichtigt. Italien und Japan (jeweils 17 MW) sowie Südkorea (13 MW) und Portugal (12 MW) erreichten im Jahr 2007 zweistellige Werte. Größter PV-Markt der Welt ist noch immer Deutschland mit einem Anteil von rund 45 % der installierten Leistung, zweiter ist Spanien (28 %) und auf dem dritten Platz liegen die USA mit 16 %. Die durchschnittliche Leistung eines neu installierten einzelnen kommerziellen PV-Kraftwerks wuchs, bezogen auf den Weltmarkt, seit 1997 von 400 Kilowatt (kWp) auf 1,64 MWp im Jahr 2007. Die durchschnittliche Leistung aller im Betrieb befindlichen PV-Großanlagen liegt bei 1,14 MWp.

Eine Zusammenfassung des Jahresberichts von pvresources.com bietet der Solar-Report 1/2008 des Internetportals http://www.solarserver.de unter index.html.

23.01.2008   Quelle: pvresources.com   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: pvresources.com,
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GE Global Research präsentiert kostengünstige Solarzellen mit Nanotechnologie

GE setzt auf Nano- Photovoltaik.
GE setzt auf Nano-
Photovoltaik.

Die zentrale Forschungsabteilung der General Electric Company (Niskayuna, N.Y.) berichtete am 16. Januar 2008, dass Wissenschaftler ihres Teams zur Nano-Photovoltaik Solarzellen vorgestellt haben, die auf Silizium Nanodrähten basieren und in verschiedenen Größen hergestellt werden können. Laut GE haben die Nano-Solarzellen das Potenzial, Wirkungsgrade bis 18 % zu erreichen und deutlich günstiger hergestellt zu werden als herkömmliche Photovoltaik-Zellen. Die Präsentation dieser neuen Technologie stehe für eine vielversprechende Entwicklung, die den Verbrauchern deutlich mache, dass Solarstromanlagen wirtschaftlich sein können, betont GE.   Die Forschungsergebnisse wurden kürzlich in der Zeitschrift für angewandte Physik (Applied Physics Letters) veröffentlicht. Nano-Solarzellen basieren auf speziell strukturierten Halbleitern mit winzigen Partikeln, welche die Oberfläche der Zelle vergrößern und somit eine höhere Effizienz ermöglichen.



"Die Präsentation von GE's Nano-Solarzellen ist ein wichtiger Durchbruch bei dem Bestreben Solarzellen mit einem höheren Wirkungsgrad zu wesentlich niedrigeren Kosten herzustellen", sagte Loucas Tsakalakos, Projektleiter des Nano-Teams bei GE. "Noch immer gehen höhere Wirkungsgrade einher mit höheren Preisen. Mit den einzigartigen Vorzügen der Nanomaterialien in der Produktion wollen wir einen Paradigmenwechsel einleiten und den Weg frei machen für preisgünstigere Solarzellen, mit gleichem oder sogar höherem Wirkungsgrad", ergänzt Tsakalakos.


Öko-Vision für saubere Energietechnologien

Die Wirtschaftlichkeit von Photovoltaik-Systemen und deren Verfügbarkeit zu steigern ist ein zentraler Bestandteil der GE-Initiative "ecomagination". Dies Öko-Vision stehe für das Bestreben von GE, sauberere Energietechnologien und Produkte zu entwickeln, um den wichtigsten Herausforderungen des Umweltschutzes und der Energieversorgung zu begegnen. GE will seine Investitionen in Umwelttechnologien wie die Solartechnik mehr als verdoppeln; die Ausgaben dafür sollen bis zum Jahr 2010 von gegenwärtig 700 Millionen US-Dollar auf 1,5 Milliarden Dollar steigen. Schon in diesem Jahr soll das Budget für Forschung und Entwicklung eine Milliarde US-Dollar übersteigen.

GE Energy vertreibt und verkauft Solarstrom-Systeme für private, kommerzielle und industrielle Anwendungen. Das Global Research Center des Unternehmens entwickelt innovative Technologien, die das Produktangebot des Konzerns erweitern. Die im Journal für angewandte Physik vorgestellte Arbeit ist eines der Ergebnisse der Zusammenarbeit von Forschern von GE Global Research und der Solartechnologie-Sparte von GE.


Weltweite Solartechnologie-Plattform

Das globale Solar-Forschungsprogramm von GE beschäftigt sich mit der gesamten Wertschöpfungskette der Solarindustrie und umfasst kurz- und langfristige Technologieinitiativen. Der Forschungserfolg von Dr. Tsakalakos und seinem Nanophotovoltaik-Team, sei Teil einer der am weitesten reichenden Aktivitäten des Solar-Forschungsprogramms von GE, betont das Unternehmen.


US-Solar-Initiative will Solarstrom bis 2015 wettbewerbsfähig machen

GE arbeitet mit dem US-Energieministerium in der amerikanischen Solar-Initiative zusammen, die sich auf die Kostensenkung der Photovoltaik in nächster Zukunft konzentriert. In diesem Rahmen führt GE ein auf drei Jahre angesetztes Programm durch, in dem drei Solar-Technologien untersucht werden: hoch effiziente Silizium-Solarzellen, gegossene Silizium-Wafer und flexible Dünnfilm-Solarzellen. Als Ergebnis der US-Solarinitiative soll die Photovoltaik bis 2015 wettbewerbsfähig sein. Über dieses Programm hinaus arbeiteten GE-Forscher an Technologien zur direkten Nutzung der Solarenergie in Häusern und Gebäudekomplexen sowie zur Netzeinspeisung des Solarstroms sowie zur Netzintegration von Strom aus Sonne und Wind, heißt es in der Pressemitteilung.

23.01.2008   Quelle: GE Global Research   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: GE Global Research,
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Kommunale Versorgungsunternehmen errichten Offshore-Windpark "Borkum West II"

Die Windenergie werde auf lange Sicht eine zentrale Rolle beim Ausbau der erneuerbaren Energien spielen, betonte der Parlamentarische Staatssekretär im Bundesumweltministerium, Michael Müller, bei der Präsentation des ersten großen gewerblichen Nordsee-Windparkprojekts. "Der Bau dieses Offshore-Windparks trägt nicht nur zum Schutz unseres Klimas bei, sondern gibt auch der Wirtschaft innovative Impulse. Zudem machen wir uns damit ein Stück unabhängiger von Energieimporten aus politisch instabilen Regionen", so Müller. Rund 45 Kilometer nördlich der Insel Borkum soll der Windpark "Borkum West II" errichtet werden, bestehend aus 80 Anlagen der 5-Megawatt-Klasse des Herstellers Multibrid. Der Standort des Windparks liegt in einem vom Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie festgelegten Eignungsgebiet für die Errichtung solcher Anlagen. Die Umsetzung des Projektes erfolgt unter der Leitung der Firmengruppe Prokon Nord sowie der Trianel-Gruppe, unter deren Federführung sich rund 40 Stadtwerke am Bau dieses Windparks beteiligen.  Das Investitionsvolumen liegt laut Bundesumweltministerium bei zirka einer Milliarde Euro. Die Windenergieanlagen sollen ab 2010 in Betrieb gehen und rund 1,2 Milliarden Kilowattstunden Strom pro Jahr liefern. Damit kann der jährliche Strombedarf von mehr als 300.000 Haushalten gedeckt werden. Per Unterseekabel soll der produzierte Strom über die Insel Norderney in das Hochspannungsnetz der E.ON Netz GmbH eingespeist werden.


Stadtwerke werden zum konzernunabhängigen Stromproduzenten in der Nordsee

"Mit diesem Projekt wird eindrucksvoll die Behauptung widerlegt, dass Offshore-Windenergieparks in Deutschland nur von den großen Energieversorgern gebaut werden könnten. Wir bekommen mit der Trianel-Gruppe einen von kommunalen Versorgungsunternehmen gebildeten konzernunabhängigen Stromproduzenten in der Nordsee. Ich erwarte, dass neben den großen Energiekonzernen weitere unabhängige Investoren auf die Offshore-Windenergie in Deutschland setzen werden. Das führt zu mehr Wettbewerb im deutschen Strommarkt, der sich für die Verbraucherinnen und Verbraucher auszahlt", so Müller.


EEG-Novelle sorgt für geeignete Rahmenbedingungen

Die Entscheidung für den Bau dieses Nordsee-Windparks wertete Müller auch als ein Beleg dafür, dass die Bundesregierung mit der Novelle des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) die geeigneten Rahmenbedingungen geschaffen hat: "Unsere Energie- und Klimapolitik, wie wir sie im Meseberg-Paket beschlossen haben, greift."Um die klimapolitischen Ziele der Bundesregierung zu erreichen, ist neben der Steigerung der Energieeffizienz und der Energieeinsparung auch der verstärkte Ausbau der erneuerbaren Energien notwendig. Hierbei wird die Windenergie auf lange Sicht eine zentrale Rolle spielen. Windenergieanlagen an Land und auf See sollen allein bis zum Jahr 2030 etwa 25 % des gesamten Stromverbrauchs in Deutschland decken. Michael Müller: "Von den Investitionen in einer Größenordnung von mehr als 50 Mrd. Euro an Land und auf See profitieren insbesondere die strukturschwachen Küstenräume, in denen sich neue Unternehmen ansiedeln und Arbeitsplätze schaffen."

23.01.2008   Quelle: BMU   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

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wissen aktuell: Licht - strahlendes Universum

Herstellung von UV-Strahlern zur Wasserdesinfektion.
Herstellung von UV-Strahlern zur
Wasserdesinfektion.

Wo kein Licht ist, ist auf dieser Erde kein Leben möglich. Dass wir die Sonne zum Leben brauchen, weiß der Mensch seit langem. Dass er mit elektrischem Licht angenehm leben kann, seit dem 19. Jahrhundert. Dass das Licht einmal zum wichtigsten Werkzeug des Menschen werden wird, zeigt 3sat an einem Wissensabend am Mittwoch, 23. Januar 2008, um 20.15 Uhr. Das 20. Jahrhundert war geprägt vom Elektron - das 21. Jahrhundert wird das Jahrhundert des Photons, des Lichtteilchens, werden. Ohne Licht und den biochemischen Prozess der Photosynthese gäbe es kein Leben auf der Erde. Licht ermöglicht nicht nur Leben, sondern bestimmt auch ganz entscheidend, wie der Mensch lebt. 

Deshalb startet der von Katharina Finger gestaltete Wissensabend "wissen aktuell: Licht – strahlendes Universum" um 20.15 Uhr mit Berichten zu "Aus Licht wird Leben". Die Oberflächen der Informationsgesellschaft sind im Wandel - von organischen Leuchtdioden (OLED) bis zu 3D-Projektionen - Licht vermittelt Informationen und schafft Illusionen: gegen 20.50 Uhr sind "Leuchtpixel" das Thema.


Vom Einmaleins des Lichts bis zum Lichtbogentriebwerk

Licht hat darüber hinaus viele Eigenschaften, die einmalig sind im Universum, zum Beispiel seine enorme Geschwindigkeit - nichts ist so schnell als Licht. "wissen aktuell: Licht – strahlendes Universum" stellt diese Eigenschaften gegen 21.15 Uhr im "Einmaleins des Lichts" vor. Auch Lichtwellen außerhalb des menschlichen Sehvermögens macht sich der Mensch zu Nutze. Der Wissensabend demonstriert Anwendungsbeispiele von UV-Wellen und begibt sich ab 21.50 Uhr ins "Rotlichtmilieu", um zu erklären, wie Infrarotkameras eingesetzt werden - unter anderem in der Materialprüfung und in Weltraumteleskopen.

Zum Schluss, gegen 22.30 Uhr, zeigt "wissen aktuell", was man in Zukunft alles mit Licht machen kann: zum Beispiel mit einem Lichtbogentriebwerk die Reisezeiten im All drastisch verkürzen oder mit Licht "Blitzschnell rechnen". Das versuchen Quantenphysiker und sagen für den Computer der Zukunft unglaubliche Rechenoperationen voraus.

23.01.2008   Quelle: 3sat   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: ZDF und Axel Thiede,

 

NaturWatt kritisiert "Ökostrom-Scheindiskussion"

Das Renewable Energy Certification Systems (RECS) war zuletzt heftig kritisiert worden, weil es den Handel mit Ökostromzertifikaten ermöglicht. Unter anderem berichteten der Spiegel und die Süddeutsche Zeitung über Strom aus konventionellen Kraftwerken, der mit RECS-Zertifkaten als Energie aus Wasserkraft ausgewiesen wurde. "Die Kritik an RECS kann so nicht stehen bleiben. Dieses Zertifizierungssystem ist wichtig, denn der Handel mit Strom aus erneuerbaren Energien kann nur über einen 'Personalausweis' für jede erzeugte Kilowattstunde funktionieren", kommentiert Dr. Martin Baumert, Geschäftsführer der EWE NaturWatt GmbH aus Oldenburg. Das System ersetze aber keine Zertifizierung durch den TÜV oder andere Gutachter, fügt Baumert hinzu.   Institutionen wie beispielsweise der TÜV überprüften, ob Ökostrom wirklich der Umwelt zu Gute kommt. Würden die Arbeitsweisen von TÜV und RECS miteinander verknüpft, sei sicher, dass der Strom tatsächlich grün ist. Verbraucher sollten beispielsweise bei ihren Anbietern darauf achten, dass der Strom aus eindeutig beschriebenen Quellen stammt.


Umetikettieren durch Verknüpfung der Herkunftsnachweise mit einer physikalischen Stromlieferung vermeiden

"Unser wichtigstes Ziel aber ist die Förderung der regenerativen Energieerzeugung", meint Baumert. "Momentan stehen einige Grünstromlieferanten unter dem Verdacht, dass der Strom der verkauft wird, gar nicht grün ist. Bei uns können Verbraucher sicher sein, dass sie mit ihrem Geld tatsächlich Strom erhalten, der zu 100 Prozent aus erneuerbaren Energien besteht", führt Baumert aus. Die Oldenburger würden das Umetikettieren von konventionellen in grünen Strom ausschließen, indem verwendete Herkunftsnachweise mit einer physikalischen Stromlieferung vom Lieferkraftwerk verknüpft wird. "Eine Maßnahme alleine reicht nicht aus, um Qualität zu sichern", betont Baumert. So achte NaturWatt auf das Alter und die Umweltstandards der Erzeugungsanlagen. Zusätzlich komme ein eigens mit dem TÜV-Nord entwickeltes Pflichtenheft zum Einsatz. Dieser prüfe in regelmäßigen Abständen, aus welchen Kraftwerken wie viel Strom eingespeist wurde. Damit die Kunden sicher gehen können, was mit ihrem Geld geschehe, werde direkt vom Kraftwerksbetreiber eingekauft. Außerdem stelle eine Gewinnverwendungsklausel sicher, dass Unternehmensgewinne zur Förderung erneuerbarer Energien genutzt werden.

Nähere Informationen unter: http://www.naturwatt.de

23.01.2008   Quelle: EWE NaturWatt GmbH   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

 

US-Photovoltaik-Produzent SunPower sichert sich Silizium für 2.500 MW aus Saudi-Arabien

PM Pai: PV kostet bis 2012 die Hälfte
PM Pai: PV kostet
bis 2012 die Hälfte

Die SunPower Corporation (SAN JOSE, Kalifornien), Hersteller von Hochleistungs-Solarzellen, Solarmodulen und Solar-Systemen berichtete am 16.01.2008, das Unternehmen habe zwei Verträge über die Lieferung von polykristallinem Silizium geschlossen, das in einer neuen Silizumfabrik in Saudi-Arabien hergestellt werden soll. Die beiden Kontrakte sicherten SunPower die Versorgung mit Silizium, das eine Solarzellen-Produktion in der Größenordnung von insgesamt 2.500 Megawatt (MW) ermögliche, heißt es in der Pressemitteilung. Einer der Verträge sei mit NorSun AS (Oslo, Norwegen) geschlossen, der andere mit NorSun und deren Partner, die gemeinsam ein neues Unternehmen gründen, das die Polysilizium-Fabrik in Saudi-Arabien bauen will. 


Skaleneffekte sollen Systemkosten von Solarstromanlagen bis 2012 halbieren

Beide Verträge sehen vor, dass die Lieferungen 2010 starten und bis 2019 erfolgen. "SunPower erschließt weiter neue Bezugsquellen für Silizium", sagte Technik-Vorstand PM Pai. "Wir bauen ein breit gefächertes Portfolio zur mittel- und langfristigen Siliziumversorgung auf, das unseren Fahrplan zu Kostensenkung unterstützt. Skaleneffekte in der Logistik und Produktion würden die Systemkosten von Solarstromanlagen bis 2012 halbieren, kündigte Pai an.

22.01.2008   Quelle: SunPower Corporation   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: SunPower Corporation,
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EPURON verkauft drei Windpark-Projekte an australischen Energieversorger Origin Energy

Die Tochtergesellschaft der EPURON GmbH in Sydney veräußert die Projektrechte für drei Windparks mit einer Gesamtleistung von 90 Megawatt an den australischen Energieversorger Origin Energy. Darüber hinaus hätten die beiden Unternehmen eine strategische Vereinbarung geschlossen, die Origin ein Vorkaufsrecht für weitere Windkraftprojekte von EPURON mit insgesamt 500 Megawatt einräumt, berichtet EPURON in einer Pressemitteilung. EPURON habe somit - neben dem 1 Gigawatt-Projektvorhaben in Silverton - einen weiteren wichtigen Schritt zur Umsetzung seiner Windenergie-Pipeline in Australien getan.   Joachim Müller, Mitglied der Geschäftsführer bei EPURON und verantwortlich für Windenergie und Finanzierung, erklärt: "Durch das Geschäft mit Origin bauen wir unsere Position im australischen Markt weiter aus. Unser Team in Sydney ist exzellent vernetzt, so dass wir Zugang zu attraktiven Finanzierungspartnern haben und gleichzeitig mit großen Energieversorgern über die Abnahme von Projekten und Strom verhandeln können."


Die drei verkauften Windparks "Cullerin Range", "Snowy Plains" und "Conroy's Gap" werden jeweils eine Leistung von 30 Megawatt haben und liegen in windstarken Regionen in New South Wales. Für alle Projekte liegen die Baugenehmigungen bereits vor. In Cullerin Range wird der Baustart in 2008 erwartet, mit der Inbetriebnahme ist im ersten Quartal 2009 zu rechnen. Zudem verfüge EPURON über ein weiteres Projekt, das mit 240 Megawatt bereits gut die Hälfte der strategischen Vereinbarung mit Origin decken kann, heißt es in der Pressemitteilung. Origin ist einer der größten Energieversorger Australiens mit einer Marktkapitalisierung von über vier Milliarden Euro (Januar 2008). Das börsennotierte Unternehmen mit Hauptsitz in Sydney wird nun erstmals eigene Windparks betreiben, um seinen Kunden sauberen Strom anzubieten. "Origin ist hervorragend aufgestellt, um einen großen Beitrag zu den Klimaschutzzielen der neuen australischen Regierung, 20 % erneuerbare Energien bis 2020, zu leisten", freut sich Grant King, Managing Director des Unternehmens.

22.01.2008   Quelle: EPURON GmbH   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: EPURON GmbH,
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Nanotechnologie-Spezialist Centrosolar Glas gründet Tochtergesellschaft in Korea

Spezialgläser steigern die Leistung von Solaranlagen
Spezialgläser steigern die Leistung von
Solaranlagen

Die zur CENTROSOLAR Group AG gehörende Tochtergesellschaft Centrosolar Glas GmbH & Co. KG (Fürth) hat eine auf den koreanischen Markt spezialisierte Vertriebs- und Entwicklungsgesellschaft mit Sitz in Seoul (Südkorea) gegründet. General Manager der Centrosolar Glas Korea AG ist Dr. Kyong Hee Choi, ein Kenner der koreanischen Elektronikindustrie. Mit der neuen Gesellschaft soll die gestiegene Nachfrage nach dem von Centrosolar Glas entwickelten und patentierten Nanoschichtsystem bedient werden. Centrosolar Glas ist nach eigenen Angeben unter den Top drei der Solarglashersteller weltweit und habe eine Alleinstellung bei nanobeschichteten Antireflexgläsern.  Da die Leistung photovoltaischer Module und Solarkollektoren mit diesen Spezialgläsern deutlich gesteigert werden kann, böten mittlerweile eine Reihe namhafter Solarmodulproduzenten ihre Systeme mit Glasabdeckungen aus Fürth an.



Centrosolar Glas hat diese Marktdurchdringung in den letzten beiden Jahren Umsatzsteigerungen von rund 40 % pro Jahr mit überproportionalen Ergebnissteigerungen beschert, heißt es in der Pressemitteilung. Nun soll auch der asiatische Solarglasmarkt erschlossen werden. Zusätzlich will die Tochtergesellschaft den asiatischen Displaymarkt ausloten und die Sol-Gel-Nanobeschichtungstechnologie für verschiedene Komponenten von Bildschirmen untersuchen. Langfristig sei neben dem bisherigen Standort in Fürth ein zweiter Produktionsstandort für die Veredelung von Spezialgläsern in Korea geplant.

22.01.2008   Quelle: Centrosolar Group AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Centrosolar Glas GmbH & Co. KG,
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Solarwärme für den Dampfstrahler in Auto-Waschstraßen

Autowäsche mit Solarwärme.
Autowäsche mit Solarwärme.

Die Einsatzbereiche für Solarwärme-Anlagen sind nahezu unbegrenzt; immer mehr Möglichkeiten erschließen sich Installateuren wie Kunden. Insbesondere für Betreiber von Auto-Waschstraßen ergäben sich ungeahnte Einspar-Potenziale, so die CitrinSolar Energie- und Umwelttechnik GmbH (Moosburg) in einer Pressemitteilung. Besonders wirtschaftlich etwa ließen sich Citrin-Solaranlagen zur Warmwasserbereitung für die Dampfstrahler von Auto-Waschanlagen einsetzen, denn das warme Wasser werde den ganzen Tag über gebraucht, und zwar immer dann, wenn die Sonnenenergie zur Verfügung steht. Die Solaranlage für die Warmwassererzeugung kann in eine bestehende Heizungsanlage eingebunden werden. Die gewerblichen Bauten bieten in der Regel ausreichend Platz, um Solar-Kollektoren auf Dächern in der gewünschten südlichen Ausrichtung aufzustellen.   Vorhandene Warmwasserspeicher lassen sich meist weiter nutzen. Die gesamte Anlage wird durch eine Solarstation geregelt und gesteuert, jeder Sonnenstrahl kann optimal genutzt werden. Der restliche Bedarf für Heizung und Warmwasserbereitung kann durch konventionelle Energieträger gedeckt werden.


Bei dem Betreiber einer Waschstraße in Süddeutschland hätten sich die Investitionskosten für die 12,6 Quadratmeter Kollektorfläche nach gut einem Jahr bereits wieder amortisiert, betont CitrinSolar. Neue Fördermöglichkeiten geben zusätzliche Anreize für ein Umsatteln auf Solarenergie: Das Marktanreizprogramm für erneuerbare Energien (MAP) st mit neuen Finanzmitteln ausgestattet, die Zuschüsse sind um 50 Prozent erhöht worden. Die Erhöhung gilt auch für Anträge, die ab dem 2. August 2007 gestellt wurden. Förderfähig sind Vorhaben, die ab dem 16. Oktober begonnen wurden.

Die Basisförderung umfasst Solarkollektoranlagen bis 40 Quadratmeter. Gab es bisher für Solarkollektoren zur Warmwasserbereitung 40 Euro pro Quadratmeter, so sind es ab dem 2. August 2007 immerhin 60 Euro. Bei Anlagen für die kombinierte Warmwasserbereitung und Heizungsunterstützung, für die Bereitstellung von Prozesswärme und zur solaren Kühlung sind es statt 70 Euro nun 105 Euro. Durch das BAFA bezuschusst wird nur bis zur Größe von 40 Quadratmetern. Größere Anlagen werden durch die KfW in Form von günstigen Darlehn und Teilschulderlass von 30 % gefördert. Dies trifft vor allem für Mehrfamilienhäuser und gewerbliche Nutzung zu.

Weitere Informationen zum Marktanreizprogramm unter http://www.solarserver.de/marktanreizprogramm.html

22.01.2008   Quelle: CitrinSolar Energie- und Umwelttechnik GmbH   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: CitrinSolar Energie- und Umwelttechnik GmbH,

 

Experten-Organisation ASPO: Erdöl-Förderung seit Mitte 2005 nicht mehr gestiegen

Welt-Erdölförderung seit 1980.
Welt-Erdölförderung seit 1980.

Die Ölpreisrekorde der letzten Jahre würden von offiziellen Stellen und Analysten regelmäßig mit dem Nachfragewachstum in China und Indien, geopolitischen Risiken und mangelnden Investitionen in Exploration und Förderung begründet, so die unabhängige Experten-Organisation ASPO Deutschland e.V. in einer Pressemitteilung. Die Association for the Study of Peak Oil and Gas, kurz ASPO, kommt aufgrund langjähriger Analysen zu dem Schluss, dass die Welt das globale Fördermaximum ("Peak Oil") aufgrund geologischer Begrenzungen der Förderrate entweder bereits erreicht hat oder kurz davor steht. ASPO ruft deshalb Politik und Wirtschaft dazu auf, die Öffentlichkeit nicht länger mit einer Erdöl-Reichweite von "über 40 Jahren" irrezuführen. Der viel kurzfristiger eintretende Peak Oil müsse offiziell anerkannt werden, um unverzüglich wirksame Vorbereitungsmaßnahmen ergreifen zu können, heißt es in der ASPO-Pressemitteilung.   Kaum sei mit 2007 das nun vierte Ölpreis-Rekordjahr in Folge zu Ende, erreichte die Sorte "West Texas Intermediate" am 2. Januar 2008 sogar die Marke von $ 100 pro Fass. Wie schon beim Überschreiten der früheren Preismarken bei $ 30, $ 40, $ 50, $ 60, $ 70, $ 80 und $ 90 seien von offiziellen Stellen und Analysten auch für diesen Rekord vor allem die stark steigende Nachfrage in China und Indien, geopolitische Gründe wie die Irak- und Iran-Krisen, Unruhen in Nigeria sowie Rohstoffspekulation verantwortlich gemacht worden. Diese Begründungen greifen nach Meinung des ASPO Deutschland e.V. zu kurz.


ASPO-Analyse: Erdölförderung wird ihr Maximum innerhalb der nächsten drei Jahre erreichen

Aus der Sicht von ASPO sind viel fundamentalere Faktoren bei der Preisentwicklung im Spiel: Wie bereits in vielen Regionen beobachtet werden konnte - beispielsweise den USA und der Nordsee - erreiche die Ölförderung im Lauf der Zeit ein geologisch bedingtes Maximum und falle dann über Jahre oder Jahrzehnte kontinuierlich ab. Dies geschehe weitgehend unabhängig von der Preisentwicklung und Fortschritten in der Fördertechnologie. Das als "Peak Oil" bezeichnete weltweite Fördermaximum werde erreicht, wenn ungefähr die Hälfte des insgesamt gewinnbaren Erdöls gefördert ist. Es gehe also nicht um das "Ende des Erdöls", sondern um künftig unumkehrbar sinkende Förderraten. Nach Analysen der ASPO, der Energy Watch Group und anderer unabhängiger Quellen zeichnet sich ab, dass die Erdölförderung innerhalb der nächsten drei Jahre ihr Maximum erreicht. Tatsächlich sei seit Mitte 2005 die Förderrate von konventionellem Erdöl nahezu unverändert. Konstant bleibende Förderung bei gleichzeitig steigender Nachfrage müsse zwangsläufig zu steigenden Preisen führen, so die Experten.


Warnungen der Internationalen Energiebehörde

Die sich zuspitzende Krise bei der Versorgung mit Erdöl wurde nach Jahren optimistischer Prognosen im Jahr 2007 erstmals auch von offiziellen Regierungsorganisationen und Ölfirmen thematisiert. Zwei offizielle Studien sind ASPO besonders aufgefallen: Bei der Präsentation des World Energy Outlook 2007 (WEO) der Internationalen Energiebehörde IEA, die für die OECD-Staaten den Energiemarkt beobachtet, habe der Chefökonom der IEA, Fatih Birol, drastische Worte gewählt zitiert ASPO: "Wenn wir nicht sehr schnell etwas tun, und das in durchgreifender Weise, könnten dem Weltenergiesystem die Räder abfallen." Dieses "Etwas" besteht nach der Vorstellung der IEA in einer drastischen Erhöhung der Explorationsausgaben sowie einschneidenden Maßnahmen zum Energiesparen und zum Verbessern der Energieeffizienz.


Ölkonzerne sehen die Grenze der Weltölförderung bei 100 Millionen Fass pro Tag

Bemerkenswert sei auch die aktuelle Kurzstudie der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) mit dem Titel "Reserven, Ressourcen und Verfügbarkeit von Energierohstoffen 2006". Darin gehe die BGR noch deutlich über die Haltung der IEA hinaus, die vor einer nicht näher beschriebenen "Versorgungskrise" ab 2015 warnt. Die BGR erwartet den Scheitelpunkt der Ölförderung zwischen 2015 und 2020 - ungeachtet der möglichen Ausweitung der Förderung von Teersanden, Schwerstöl und Ölschiefer. "Kompetente" Argumentationshilfe hätten die Peak-Oil-Forscher der ASPO jüngst von zwei der größten privaten Ölkonzernen bekommen: Sowohl der Vorstand von ConocoPhillips, James Mulva, als auch der CEO von Total, Christophe de Margerie, äußerten ernste Zweifel daran, dass die Weltölförderung jemals 100 Millionen Fass am Tag übersteigen wird. Heute sind es rund 85 Millionen Fass pro Tag. Und schließlich habe kürzlich Sadad al-Huseini Stellung in einem Interview mit dem britischen Journalisten David Strahan bezogen. Al-Huseini ist der kürzlich pensionierte Chef von Exploration und Produktion des saudischen Ölkonzerns Saudi Aramco. Aus seiner Sicht kann auf das aktuelle Förderplateau nur noch eine Verringerung der Förderung folgen.

Die ASPO zitiert den früheren CIA-Chef und US-Energieminister James Schlesinger mit einem Statement auf der ASPO-Konferenz in Cork im September 2007: "Der Streit um Peak Oil ist vorbei. Die Verfechter der Peak-Oil-These haben gewonnen", so Schlesinger. "ASPO Deutschland e.V. ruft deshalb Politik und Wirtschaft dazu auf, die Realität des bevorstehenden Förderhöhepunkts beim Erdöl (und beim Erdgas!) zur Kenntnis zu nehmen und die Folgen für die Energiepreise, die Versorgungssicherheit und die geopolitische Stabilität in allen weiteren Entscheidungen zu berücksichtigen", so der Verein in seiner Pressemitteilung.

Die ASPO-Grafik zur Welt-Erdölförderung seit 1980 in Millionen Fass pro Tag im Großformat: http://www.solarserver.de/images/aspo_gr.gif. (Die Daten stammen von der IEA, grafische Aufbereitung www.theoildrum.com. Die Sterne markieren das bisherige Fördermaximum der verschiedenen Flüssigenergieträger).

22.01.2008   Quelle: ASPO Deutschland e.V.   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: ASPO Deutschland e.V.,
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UFOP: Steuer und teures Pflanzenöl machen dem reinen Biodiesel den Garaus

Biodiesel: Treibstoff vom Acker.
Biodiesel: Treibstoff vom Acker.

Reiner Biodiesel ist nicht mehr wettbewerbsfähig, berichtet die Union zur Förderung von Öl- und Proteinpflanzen e.V. (UFOP) in einer Pressemitteilung. Die Unterkompensation habe ein dramatisches Ausmaß erreicht. Der nochmals teurer gewordene Rohstoff Pflanzenöl mache in Verbindung mit der auf 15 Cent je Liter erhöhten Energiesteuer dem reinen Biodiesel vollends den Garaus. Nach einer aktualisierten Berechnung der UFOP lag vom Januar - Juli 2006 eine Überkompensation 7 Cent je Liter vor, seit August 2006 könne reiner Biodiesel wirtschaftlich nicht mehr mithalten. Für Mitte Januar 2008 beziffert die UFOP die Unterkompensation mit 29 Cent pro Liter.   Der Inlandsverbrauch von Biodiesel wird laut UFOP auf rund drei Millionen Tonnen im Jahr 2007 geschätzt. "Für die Reinkraftstoffe mit 55 Prozent Marktanteil muss die Politik endlich eine dauerhafte Lösung schaffen", so der UFOP-Vorsitzende Dr. Klaus Kliem auf der Internationalen Grünen Woche in Berlin. "Man kann nicht auf der einen Seite den Beimischungsanteil von Biodiesel begrenzen und gleichzeitig den Absatz von 1,7 Millionen Tonnen reinem Biodiesel besonders für Nutzfahrzeuge durch die Energiesteuer abwürgen", so Kliem.


Der aktuelle Bericht zur Steuerbegünstigung für Biodiesel als Reinkraftstoff steht zum Herunterladen zur Verfügung unter
"Mit diesem Liefervertrag haben wir unsere Vertriebsaktivitäten eröffnet. Derzeit verhandeln wir mit mehreren potentiellen Kunden. Ich freue mich sagen zu können, dass wir kurz vor weiteren Vertragsunterzeichnungen stehen", so Peter Schneidewind, Geschäftsführer der ersol Thin Film GmbH. Zum 31. Dezember 2007 beschäftigte die ersol Thin Film GmbH 126 Mitarbeiter. In die Produktion für Dünnschicht-Module investierte ersol nach eigenen Angaben bis jetzt mehr als 80 Millionen Euro.

18.01.2008   Quelle: ersol Solar Energy AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: ersol Solar Energy AG,
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EverQ GmbH legt Grundstein für dritte integrierte Solarmodul-Fabrik: 500 zusätzliche Arbeitsplätze entstehen

Solarunternehmen schaffen qualifizierte Arbeitsplätze
Solarunternehmen schaffen qualifizierte
Arbeitsplätze

Das Photovoltaik-Unternehmen EverQ GmbH (Bitterfeld-Wolfen) hat am 17.01.2008 den Grundstein für seine dritte Fertigungsstätte in Bitterfeld-Wolfen (Ortsteil Thalheim) gelegt. Das Solarunternehmen investiert nach eigenen Angaben etwa 150 Millionen Euro in das neue Werk, in dem Solarwafer mit der siliziumsparenden "String Ribbon-Technologie" sowie Solarzellen und Solarmodule hergestellt werden. Es soll im ersten Quartal 2009 in Betrieb gehen. Im Zuge der Expansion sollen bei EverQ rund 500 neue Arbeitsplätze entstehen. Die neue Produktionsanlage hat eine Kapazität von rund 80 Megawatt Peak (MWp) pro Jahr, wodurch sich die Gesamtkapazität von EverQ auf rund 180 MWp fast verdopple, heißt es in der Pressemitteilung.  "Der Bau der neuen Fertigungsanlage ist ein wichtiger Bestandteil unserer Expansionsstrategie. Ab 2012 soll EverQ jährlich 600 MWp produzieren sagte EverQ-Geschäftsführer Rainer Mohr in seiner Festrede zur Grundsteinlegung." Das entspreche in etwa dem Strombedarf von 120.000 deutschen 4-Personen-Haushalten pro Jahr.


Insgesamt 3.000 Arbeitsplätze in Solarunternehmen in Bitterfeld - Boom in der Solarbranche hält an

"EverQ ist bereits einer der größten Arbeitgeber der Region. Der heutige Tag symbolisiert auch einen sehr positiven Trend in Sachsen-Anhalt: den Abbau der Arbeitslosigkeit durch innovative, weltweit führende Solarunternehmen", sagte Sabine Edner, Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Halle, anlässlich der feierlichen Grundsteinlegung. Mit rund 15 Prozent weist Sachsen-Anhalt immer noch eine der höchsten Arbeitslosenquoten in Deutschland auf. Derzeit beschäftigt EverQ mehr als 1.000 Mitarbeiter, in den Solarunternehmen in Bitterfeld-Wolfen arbeiten insgesamt rund 3.000 Menschen - Tendenz steigend. Ein Ende des Booms in der Solarbranche ist nicht in Sicht, betont Hans-Jörg Axmann, Chief Technology Officer von EverQ: "Angesichts des Klimawandels und der steigenden Energiepreise wird die Nachfrage nach Modulen zur Gewinnung von Strom aus Sonnenenergie weiter zunehmen".

18.01.2008   Quelle: EverQ GmbH   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: EverQ GmbH,
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Photovoltaik-Wechselrichter StecaGrid 300 siegt bei einem Test des Paul Scherrer Instituts

Photovoltaik-Wechselrichter StecaGrid 300
Photovoltaik-Wechselrichter
StecaGrid 300

Der Wechselrichter StecaGrid 300 hat bei einem Test kleiner netzgekoppelter Solar-Inverter durch das renommierte Schweizer Paul Scherrer Institut (PSI) am besten abgeschnitten, berichtet die Steca GmbH in einer Pressemitteilung. Die Prüfer bescheinigten dem Testsieger aus dem Hause des Memminger Solarelektronikanbieters die höchste Leistungsfähigkeit in seiner Klasse. Der Wirkungsgrad des StecaGrid 300 steigt nach Angaben der Studie relativ steil an und bleibt danach auf konstant hohem Niveau. Er nimmt unter den getesteten Geräten mit 93,5 Prozent den Spitzenplatz ein. Gute Noten habe bei den Tests auch der StecaGrid 500 erhalten. Dies bestätige auch ein Bericht der Schweizer Fachzeitschrift "Erneuerbare Energien" zur Effizienz von Solarstromanlagen.  In der Ausgabe vom Dezember 2007 komme sie zu dem Ergebnis, dass "laut unseren Messungen die StecaGrid Inverter deutlich am besten abgeschnitten haben", zitiert Steca.

Die als besonders effizient getesteten StecaGrid 300 und 500 zeichnen sich außerdem durch ihre Flexibilität aus. Aufgrund der Modularität eignen sich die Ministring-Wechselrichter besonders für Garagen, Carports, Reihen- und Einfamilienhäuser. Außerdem sind sie durch die kurzen Strings und zahlreiche MPPTracker gut für Solarstromanlagen auf schwierigen, weil kleinflächigen und teilbeschatteten Dächern einsetzbar, betont Steca.

Der Prüfbericht des Paul Scherrer Instituts steht zum Herunterladen zur Verfügung unter http://services.web.psi.ch/aktuell/clippings/2007/50_02.pdf

18.01.2008   Quelle: Steca GmbH   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Steca GmbH,
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Europäische Solargenossenschaft BUSO gewinnt neuen Partner in der Schweiz

Künftig mehr BUSO-Solardächer in der Schweiz
Künftig mehr BUSO-Solardächer in der
Schweiz

Die BUSO Bund Solardach e. G. begrüßt mit der A. Lenz AG aus Arlesheim einen neuen Partner in der Schweiz. Mit dem Beginn des 2. Quartals 2008 werde die Lenz AG Ihre Angebotspalette erweitern, berichtet BUSO in einer Pressemitteilung. Neu im Programm seien dann die großen, die Heizung unterstützenden Solarthermie-Anlagen der europäischen Solargenossenschaft. Der Schwerpunkt der Vertriebsaktivität liege in den Kantonen Basel-Stadt, Basel-Land sowie Jura und Solothurn. "Wir sind sehr froh, mit der A. Lenz AG aus Arlesheim einen so erfahrenen und kompetenten Partner gewonnen zu haben", sagt Inna Tereschenko, Vorstandsvorsitzende der BUSO Bund Solardach e. G. mit Sitz in Berlin.  "Mit der A. Lenz AG aus Arlesheim und unseren bisherigen Schweizer Partnern, der JK Solar GmbH aus Küsnacht und der Firma Solartechnik Wärme & Wasser Jost aus Siebnen, sehen wir gute Chancen, unseren Marktanteil in der Schweiz weiter auszubauen", so Tereschenko weiter. "Das Produkt und die strategische Ausrichtung der BUSO Bund Solardach eG haben uns überzeugt", betont Donat Weissen, verantwortlicher Geschäftsführer der A. Lenz AG. "Dadurch können wir unsere Kompetenzen im Bereich der erneuerbaren Energien und insbesondere bei der solaren Wärme ausbauen", ergänzt Weissen.

Die BUSO Bund Solardach eG ist die einzige länderübergreifende Solargenossenschaft Europas mit rund 120 Partnern in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Vom 22. bis 26.1.2008 ist die BUSO Bund Solardach eG auf der HILSA in Basel; Halle 1, Stand C 24.

18.01.2008   Quelle: BUSO Bund Solardach eG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: BUSO Bund Solardach eG,
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SYSTAIC-Energiedach mit Innovationspreis Architektur und Bauwesen ausgezeichnet

SYSTAIC-Solarstrom-System
SYSTAIC-Solarstrom-System

Zum sechsten Mal lobten die Architekturfachzeitschriften AIT und Intelligente Architektur anlässlich der DEUBAU 2008, der wichtigsten Baumesse Deutschlands, den "Innovationspreis Architektur und Bauwesen" aus. Der Preis soll die Bedeutung architektonischer Qualität im Bauwesen unterstreichen. In diesem Jahr wurde das SYSTAIC Energiedach mit dem 1. Platz des Innovationspreises in der Kategorie "Produkt von hoher architektonischer Qualität" ausgezeichnet. Eine Jury renommierter Architekten vergab den begehrten Architektur- und Designpreis im Rahmen der internationalen Baufachmesse, am 08.01.2008. in Essen.  Der Architektur- und Designwettbewerb wurde mit der Absicht initiiert, unter den zahlreichen am Markt angebotenen Produkten diejenigen zu prämieren, die in besonderem Maße den Belangen der Architekten entsprechen. Deshalb sind funktionale und gestalterische Qualität, Materialechtheit und Vielfalt der Einsatzmöglichkeiten wichtige Kriterien bei der Beurteilung. "Dies ist in nur 3 Monaten bereits der 3. Innovationspreis den das SYSTAIC Energiedach erhält", betont die systaic AG in ihrer Pressemitteilung. Das Photovoltaik-Energiedach wurde bereits im Oktober 2007 auf der Batimat, Europas größter Baufachmesse, mit dem "Goldenen Innovationspreis für nachhaltige Entwicklung" sowie dem Publikumspreis "Trophée de l'Innovation" ausgezeichnet.



Ansprechende Photovoltaik-Dachintegration

Das SYSTAIC-Energiedach ist ein Solarstrom-System, das eine homogene, ästhetische Gesamtlösung für Dach und Fassade erlaubt. Das System fügt sich laut Hersteller flexibel und optisch ansprechend in Gebäude ein und sei dabei hochproduktiv. Durch die optimale Ausnutzung der kompletten Dachfläche sowie die neuartige Systemtechnologie erziele das SYSTAIC-Energiedach im Vergleich mit herkömmlichen Solarstromsystemen eine wesentlich höhere Energieausbeute und könne gleichzeitig als Dichtdach eingesetzt werden.


PV-Laminat und Antireflexglas mit Polyurethan verkapselt

Der Schlüssel dazu sei die Energieeinheit, eine zum Patent angemeldete Weltneuheit. Sie ist laut Hersteller das Basiselement für das SYSTAIC-Energiedach. Diese Energieeinheit besteht aus einem in eine Stahlform eingepassten und mit Polyurethan umschäumten PV-Laminat, in das eine neuartige kabel- und schraublose Befestigungs- und Verschaltungstechnologie integriert ist. Der weltweit bewährte UV- und witterungsbeständige Werkstoff Polyurethan umschließe nicht nur das PV-Laminat, sondern auch ein 4mm starkes Antireflexglas, welches das Modul verkapselt, heißt es in der Pressemitteilung. Der "Lotus-Effekt" dieser homogenen und hochästhetischen Oberfläche verleihe ihr eine selbst reinigende Funktion. Effizienzverluste durch Schmutzablagerungen oder Moosbildung gebe es hier nicht mehr. "Und auch der Marder hat keine Chance mehr, Verbindungskabel zu knacken", betont SYSTAIC.


Wettbewerb & Workshop "Das Solarenergiehaus der Zukunft"

Das ENERGIEDESIGN-CENTER der systaic Deutschland GmbH ist "Ausgewählter Ort 2008" im Rahmen der Kampagne "Deutschland - Land der Ideen"! Ausgezeichnet wurde das technisch-innovative und ästhetisch überzeugende Solarsystem der SYSTAIC, für das mit dem ENERGIEDESIGN-CENTER ein besonderer Ort für die kundennahe Präsentation in der Hauptstadt geschaffen wurde. In diesem Zusammenhang veranstaltet SYSTAIC vom 4. - 11. März 2008 einen Intensiv-Workshop zum "Solarenergiehaus der Zukunft". Studierende höherer Semester der Fachrichtung Architektur an Fachhochschulen und Universitäten können sich für den Workshop und den Wettbewerb bewerben. Eine Fachjury zeichnet die besten drei Workshopergebnisse aus. Im Rahmen des Festaktes zur Pokalübergabe der Kampagne "Deutschland - Land der Ideen" an SYSTAIC am 13. März 2008 in Berlin werden auch die Preisträger des Workshops ausgezeichnet. Die Ausstellung aller Wettbewerbsarbeiten erfolgt im Anschluss an die Abschlussveranstaltung über einen Zeitraum von mindestens zwei Wochen im ENERGIEDESIGN-CENTER Berlin in der Friedrichstraße 136. Detaillierte Ausschreibungsbedingungen unter http://www.systaic.de/index.php?id=183

18.01.2008   Quelle: systaic AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: systaic AG,
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Schweizer Technologieunternehmen Meyer Burger liefert Solar-Equipment für mehr als 16 Millionen Euro nach Asien

Drahtsäge zur Solarwafer-Herstellung
Drahtsäge zur Solarwafer-Herstellung

Die Meyer Burger Technology AG (Baar; Schweiz) gab am 17. Januar 2008 bekannt, dass die Gesellschaft mit einem Kunden in Asien einen Vertrag über die Lieferung von Band- und Drahtsägen abgeschlossen hat. Der Kunde plane den Neubau einer Fabrik für Solar-Wafer aus multikristallinem Silizium.

Die neue Solar-Fabrik soll im Sommer 2008 in Betrieb genommen und die Produktionskapazität bis Dezember 2010 etappenweise ausgebaut werden. Erste Lieferungen der Anlagen von Meyer Burger seien für das 2. Quartal 2008 geplant. Das Auftragsvolumen beläuft sich nach Angaben des Unternehmens auf über 27 Millionen Schweizer Franken (rund 16 Millionen Euro).
  Zudem sei eine Option für weitere Band- und Drahtsägen im Wert von mehr als 13 Millionen Schweizer Franken mit Lieferung ab Geschäftsjahr 2009 vereinbart worden. Über weitere Details hätten die beiden Vertragsparteien Stillschweigen vereinbart.


17.01.2008   Quelle: Meyer Burger Technology AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Meyer Burger Technology AG,
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SolFocus installiert erste Solarstromanlage als Teil eines spanischen CPV-Projekts

SolFocus CPV System in Puertollano (Spanien)
SolFocus CPV System in Puertollano
(Spanien)

SolFocus, Inc., Entwickler und Hersteller von Konzentrator-Photovoltaik-Systemen (CPV), intelligenten Nachführsystemen und solarthermischer Technologie, meldete am 16.01.2008 zusammen mit dem spanischen Institut für konzentrierte Photovoltaiksysteme (ISFOC) die Installation der ersten CPV-Anlage für das 3-Megawatt-Projekt von ISFOC im spanischen Kastilien. Damit seien die ersten 200 Kilowatt (kW) des 0,5 MW- Systems installiert, das SolFocus in den kommenden Monaten im Rahmen dieses Solar-Projekts errichten will, berichtet das Unternehmen in einer Pressemitteilung. Das Projekt soll die Entwicklung und Anwendung der CPV-Technologie vorantreiben.  Das ISFOC-Projekt wird von der Provinzregierung Castilla-La Mancha unterstützt. Die Installation der ersten Konzentrator-Solarstromanlage durch SolFocus im Rahmen dieses Projekts sei für die Erreichung des Programmziels ein wichtiger Meilenstein.



Wichtiger Meilenstein für den kommerziellen Einsatz von CPV-Technologien

Das ISFOC-Programm unterstützt die Partnerunternehmen bei der Durchführung wichtiger Forschungs- und Entwicklungsaufgaben an den installierten Systemen. Dazu zählen Studien und Normvorschriften, messtechnologische Entwicklungen für Großanlagen, technische Prüfungen sowie Wartung und Analyse der Solarstrahlung und des erzeugten Solarstroms. SolFocus begann im Oktober 2007 im Rahmen des ISFOC-Programms mit den ersten bautechnischen Maßnahmen und der Verlegung elektrischer Leitungen in Puertollano. Die bis jetzt installierte Leistung der SolFocus-Anlage liegt nach Angaben des Unternehmens bei 6,2 kW und übertreffe die geplante Leistung, was für ein derartig frühes Projektstadium bemerkenswert sei, heißt es in der Pressemitteilung. "Dies ist ein wichtiger Meilenstein, denn er gibt Industrieunternehmen einen weiteren Anreiz für den kommerziellen Einsatz von CPV-Technologien. Für dieses neuartige und ehrgeizige Programm hat ISFOC die fortschrittlichsten und zukunftsträchtigsten CPV-Technologien ausgewählt", sagte Dr. Pedro Banda, Generaldirektor des ISFOC". "Die erste Installation durch SolFocus markiert den offiziellen Start der Stromerzeugungsphase des Programms", so Banda weiter.


Einstieg in die voll kommerzialisierte Produktion bis Ende 2008 geplant

SolFocus habe sich für das ISFOC-Projekt als Rahmen für seine erste groß angelegte Installation entschieden, weil die Projektgründer speziell die Entwicklung der CPV-Technologie und die Hauptschwerpunkte für deren Vermarktung im Auge hätten. "Wir teilen die Überzeugung der Unternehmensleitung von ISFOC, dass die CPV-Technologie bahnbrechend ist auf dem Weg, Solarenergie in eine kostengünstige und kontrollierbare Hauptenergiequelle zu verwandeln", sagte Pedro Ladron de Guevara, Vizepräsident von SolFocus und General Manager der Tracker Division. "ISFOC konzentriert sich auf die wichtigsten Schwerpunkte der CPV-Technologie wie Leistung, Energieproduktion sowie Sicherheit und Zuverlässigkeit und korreliert dadurch exakt mit den diesjährigen Interessen von SolFocus, denn das Unternehmen will bis zum Ende des Jahres 2008 den Einstieg in die voll kommerzialisierte Produktion geschafft haben", betont de Guevara. Die europäische Niederlassung von SolFocus befindet sich in Madrid, der amerikanische Firmensitz ist Mountain View in Kalifornien. Das Unternehmen verfügt nach eigenen Angaben über Testanlagen mit einer Leistung von insgesamt mehr als 40 kW an verschiedenen Standorten.

17.01.2008   Quelle: SolFocus Inc.   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: SolFocus Inc.,
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CO 2-neutrales Baugebiet mit Solar-Heizkraftwerk entsteht in der Eifel

E. Schares und V. Jonas wollen ein Solar-Heizkraftwerk in der Eifel bauen
E. Schares und V. Jonas wollen ein
Solar-Heizkraftwerk in der Eifel bauen

Nie mehr Ärger mit steigenden Öl- und Gaspreisen und dafür Energiekosten, die für die nächsten zehn Jahre im untersten Bereich liegen, das soll das laut INNOVAT GmbH erste Solar-Heizkraftwerk in Deutschland möglich machen. Im Eifelkreis Bitburg-Prüm wird auf einer Fläche von rund fünf Hektar das CO2-neutrale Wohnbaugebiet "Im Brodschrank" entstehen. Am nordöstlichen Rand des Baugebietes plant der Luxemburger Investor Innovat auf einer Fläche von rund 3.000 Quadratmetern das solare Heizkraftwerk. In einem Systemkreislauf sollen dort Energie, Heizwärme und Warmwasser erzeugt werden. Das Herzstück wird eine thermische Solaranlage mit Vakuum-Röhrenkollektoren bilden.  Der zusätzliche Einsatz von Wärmepumpen, hoch wärmegedämmten Pufferspeichern sowie einer Photovoltaikanlage zur Stromerzeugung soll den kompletten Energiebedarf für die 42 Wohneinheiten decken. Nur rund elf Euro werden die monatlichen Kosten für den Heizwärmebedarf eines Einfamilienhauses betragen, verspricht die INNOVAT GmbH in einer Pressemitteilung.


Solares Nahwärmenetz für Wohngebäude

"Wir wollen neue Perspektiven in der regenerativen Energieversorgen aufzeigen, wo sonst nur Standards zur Anwendung kommen", erklärt Innovat-Geschäftsführer Ewald Schares seine Investitionen. "Wir wollen die einmalige Chance nutzen, mittels eines Solarkraftwerkes über ein Nahwärmenetz die Wohngebäude mit Energie zu versorgen und dabei die Kosten für den Wärmebedarf auf zehn Jahre festlegen", fügt Schares hinzu. Mit dieser Vorgabe sei das Projekt einmalig in Deutschland und ein innovatives Modell für CO2-neutrales Bauen und Wohnen. Dabei kooperiere Innovat mit erfahrenen Partnern. Die Firma Olymp aus Österreich beispielsweise habe sich seit Jahren auf den Bau von ökologischen Heizsystemen mit thermischen Solaranlagen und Wärmespeichern spezialisiert.


Energieeffizientes Bauen und Wohnen als Standard

Der Investor aus dem luxemburgischen Berdorf trägt die kompletten Erschließungskosten. Geschäftsführer Ewald Schares hat energetische Mindeststandards für die neuen Wohnhäuser vorgegeben. Energieeffizientes Bauen ist die Leitidee für das fünf Hektar umfassende Baugebiet "Im Brodschrank". Niedrigenergiestandards würden zum Beispiel anhand des so genanntem "KFW60-Haus" realisiert. Der Heizwärmebedarf (Primär-Energiebedarf) für diesen Haustyp betrage pro Jahr maximal 60 Kilowattstunden pro Quadratmeter Gebäudenutzfläche. Im Durchschnitt sollen sogar nur 40 Kilowattstunden erreicht werden. "Unsere Motivation, ein neues Wohnbaugebiet absolut CO2-neutral mit Energie zu versorgen, hat dazu geführt, dass wir alle Häuser über ein Nahwärmenetz mittels Kraft-Wärme-Kopplung versorgen", erklärt Ewald Schares. Die in die Speicherzentrale eingespeiste Energie werde über das Nahwärmenetz zu den jeweiligen bei den Abnehmern befindlichen Warmwasserspeichern (Hauswärmezentrale) befördert. Die energetische Beladung erfolgt bedarfsgesteuert und geregelt. Die Hauswärmezentrale verfüge zusätzlich über einen elektrisch betriebenen Heizstab als Backup-System um Versorgungssicherheit zu gewährleisten. Jeder Hausbesitzer könne zusätzlich eigene Energie in die Hauswärmezentrale einspeisen, zum Beispiel über einen wassergeführten Kaminofen.


Erster Spatenstich bis März 2008 geplant

Jede Wohneinheit erhält eine Regenwasserzisterne mit 5.000 Litern Fassungsvermögen. Der Verbrauch von wertvollem Grundwasser wird durch die Bewirtschaftung mit Regenwasser deutlich gesenkt. "Wir wollten ein ökologisches Gesamtkonzept bieten, das sich für den Bauherren mit niedrigen Energie- und Versorgungskosten rechnet", sagt Ewald Schares. Bis zum März sei der erste Spatenstich geplant. Für interessierte Bauherren und Bürger hat das Unternehmen eine eigene Geschäftsstelle in Roth eingerichtet.

17.01.2008   Quelle: INNOVAT GmbH   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
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juwi solar GmbH schließt langfristigen Rahmenvertrag für Photovoltaik-Unterkonstruktionen

juwi solar-Geschäftsführer Schappert und Falck mit Ludwig Schletter (v.l.)
juwi solar-Geschäftsführer Schappert
und Falck mit Ludwig Schletter (v.l.)

Die juwi solar GmbH (Bolanden; Rheinland-Pfalz) hat vor kurzem einen mehrjährigen Rahmenvertrag mit der Schletter Leichtmetallbau GmbH aus Oberbayern zur Lieferung von Photovoltaik-Unterkonstruktionen aus Metall geschlossen. Diese Bauteile kommen bei der Errichtung von Solarstromanlagen auf Frei- und Dachflächen zum Einsatz, um die Solarmodule mit der gewünschten Neigung auf dem Boden beziehungsweise dem Dach zu befestigen.  "Wir freuen uns, dass wir die seit Jahren hervorragende Zusammenarbeit mit der Firma Schletter auch in den nächsten Jahren fortsetzen können", sagt Bernd Schappert, technischer Geschäftsführer der juwi solar GmbH. Der Vertrag habe eine Laufzeit von drei Jahren und umfasse ein Volumen von rund 15.000 Tonnen Aluminium und 14.000 Tonnen Stahl, berichtet juwi solar in einer Pressemitteilung. Die Unterkonstruktionen kommen in verschiedenen PV-Projekten der juwi-Gruppe im In- und Ausland zum Einsatz.


Weiteres Wachstum gesichert

"Diese im Aluminium- und Stahlmarkt absolut unüblich lange Vertragslaufzeit eröffnet uns hervorragende Perspektiven auf dem weltweiten Solarmarkt", betont Schappert. Der juwi solar GmbH sei es damit gelungen, nach dem Abschluss mehrjähriger Lieferverträge für Solarmodule die Verfügbarkeit einer weiteren wichtigen Komponente von PV-Anlagen zu sichern. Auch bei der Schletter Leichtmetallbau GmbH ist man äußerst zufrieden. "Für uns bringt ein langfristiger Vertrag wie dieser Planungssicherheit und Kontinuität. Das ist für einen investitionsintensiven Fertigungsbetrieb sehr wichtig, denn dadurch sind natürlich interessante Offerten möglich", so Geschäftsführer Ludwig Schletter.

Die Anfang 2006 gegründete juwi Solar GmbH beschäftigt derzeit rund 100 Mitarbeiter. Mit Niederlassungen in Bolanden, Brandis bei Leipzig, Bozen (Italien) und Aix-en-Provence (Frankreich) sowie Projekten in Deutschland, Italien, Spanien, Frankreich, Griechenland, Ruanda, Südkorea und den USA zählt juwi solar zu den führenden Anbietern von schlüsselfertigen PV-Anlagen, vor allem im Bereich großer Dach- und Freiflächenanlagen. Bis 2012 soll sich die Gesamtleistung der von juwi projektierten PV-Projekte von heute rund 100 Megawatt auf über 1.500 Megawatt erhöhen, heißt es in der Pressemitteilung.

17.01.2008   Quelle: juwi solar GmbH   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: juwi solar GmbH,
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Photovoltaik: Fraunhofer ISE stellt neuen Rekord für Wechselrichter-Wirkungsgrad auf

Platine eines Wechselrichters mit Siliziumkarbid-Bauelementen
Platine eines Wechselrichters mit
Siliziumkarbid-Bauelementen

Das Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme ISE hat mit 98,5 % einen neuen Weltrekord für Photovoltaik-Wechselrichter aufgestellt. Mit Siliziumkarbid-Bauelementen des amerikanischen Herstellers CREE, Inc. konnte die Verlustleistung herkömmlicher Geräte um 30 bis 50 % verringert werden, berichtet das ISE in einer Pressemitteilung. Die Freiburger Forscher sind weltweit die Ersten, die das neue Halbleitermaterial in Wechselrichtern getestet haben. Wechselrichter wandeln den von Photovoltaik-Anlagen erzeugten Gleichstrom in Wechselstrom um und speisen ihn in das öffentliche Netz ein. Je höher der Wirkungsgrad des Wechselrichters, desto höher ist der Ertrag der gesamten Anlage.  "Siliziumkarbid-Bauelemente schalten schneller und haben kleinere Durchlassverluste als bisher verwendete Bauelemente aus Silizium", so Dr. Bruno Burger, Leiter der Gruppe Leistungselektronik am Fraunhofer ISE. "Dank unserer guten Beziehungen zum amerikanischen Hersteller CREE sind wir die Einzigen, die bereits über Transistoren aus dem neuen Material verfügen. Wir haben sie charakterisiert und in bestehende Wechselrichter integriert. Durch eine Optimierung der Geräte speziell für das Siliziumkarbid ließe sich der Wirkungsgrad bestimmt noch weiter steigern", erläutert Burger.


Wirkungsgrad eines dreiphasigen Wechselrichters von 95,1 % auf 97,5 % gesteigert

Das Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme ISE ist führend auf dem Gebiet der Photovoltaik-Wechselrichter. Vor 25 Jahren haben die Freiburger Ingenieure den ersten transformatorlosen Wechselrichter vorgestellt und die transformatorlose Technik bis heute stetig weiter entwickelt. Sie hat sich bei der Solarstromerzeugung inzwischen durchgesetzt. Transformatorlose Wechselrichter sind effizienter, kostengünstiger und leichter als Geräte mit Transformatoren. Das derzeitige Hauptanwendungsgebiet des Halbleiters Siliziumkarbid SiC sind weiße Leuchtdioden (LED), die gerade die Beleuchtungstechnik revolutionieren. SiC-Dioden sind schon seit einiger Zeit verfügbar. Die für die Leistungsstufe in Wechselrichtern nötigen MOSFETs (Metal Oxide Semiconductor Field Effect Transistoren) gab es bisher nicht. Bruno Burger und sein Team erzielten den Wirkungsgrad-Rekord mit einem einphasigen Wechselrichter mit der zum Patent angemeldeten HERIC®-Topologie, der eine Nennleistung von 5 Kilowatt hat. Bei einem dreiphasigen Wechselrichter mit 7 Kilowatt Nennleistung steigerten sie den Wirkungsgrad von 95,1 % auf 97,5 %.

Bei Wechselrichtern ist nicht nur der maximale Wirkungsgrad wichtig: Für hohen Ertrag sollte er über einen möglichst weiten Leistungsbereich hoch sein. Der "Europäische Wirkungsgrad" ist ein genormter Mittelwert bei verschiedenen Leistungen. Wechselrichter mit den Siliziumkarbid-Bauteilen von CREE erzielten auch bezüglich dieser Definition einen neuen Rekord.

16.01.2008   Quelle: Fraunhofer ISE   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Fraunhofer ISE,
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EPURON mit Solarpark Baar in den Top 10 der weltweit größten Entwickler für Dünnschicht-Solarkraftwerke

EPURON Dünnschicht-Solarkraftwerk in Baar (Bayern)
EPURON Dünnschicht-Solarkraftwerk
in Baar (Bayern)

Die EPURON GmbH (Hamburg) hat in Baar in der Nähe von Augsburg ein Photovoltaik-Großprojekt mit einer Leistung von 4,8 Megawatt (MW) an das öffentliche Stromnetz angeschlossen. Der Solarpark nehme im Ranking der weltweit größten Dünnschichtanlagen Platz sechs ein. Darüber hinaus seien im vergangenen Jahr vier weitere Dünnschicht-Solarparks mit einer Gesamtleistung von rund 10 MW in Süddeutschland errichtet worden, berichtet das Unternehmen in einer Pressemitteilung. In Baar wurden von SunTechnics, einer Schwestergesellschaft der EPURON, innerhalb von drei Monaten auf einer Fläche von über 130.000 Quadratmetern rund 67.000 Dünnschichtmodule auf dem Gestellsystem "SolarLinea" der Conergy AG installiert. Die Anlage erzeugt jährlich etwa fünf Millionen Kilowattstunden umweltfreundlichen Solarstrom. Damit können zirka 1.400 Vier-Personen-Haushalte versorgt - und gleichzeitig über 3.500 Tonnen des klimaschädlichen Gases CO2 eingespart werden. 

Zur Spitze der weltweit größten Entwickler von Dünnschicht-Solarparks aufgerückt; Gesamtleistung von rund 20 Megawatt realisiert

Auch 2008 werde EPURON das Engagement im deutschen Photovoltaik-Markt ausbauen und plane, die installierte Leistung aus 2007 zu übertreffen. Erste Dünnschichtparks befänden sich bereits im Planungs- und Genehmigungsverfahren. "Wir freuen uns, dass wir mit dem Projekt in Baar zur Spitze der weltweit größten Entwickler für Dünnschichtparks gehören. Diese Technologie hat sich in unserem Hause als attraktive Alternative für die Umsetzung von Großanlagen in Deutschland bewährt. Seit rund zwei Jahren setzen wir nun bereits Dünnschichtmodule ein und haben seitdem sieben Großprojekte mit einer Gesamtleistung von rund 20 Megawatt realisiert, die alle ihre Ertragsprognosen voll erfüllen. Das freut nicht nur uns, sondern auch unsere Investoren", so Nikolaus Krane, Mitglied der Geschäftsführung bei EPURON.

16.01.2008   Quelle: EPURON GmbH   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: EPURON GmbH,
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EUROSOLAR legt Studie zur vollständigen Stromversorgung Hessens aus erneuerbaren Energien vor

Studie "Der Weg zum Energieland
Hessen".

Die EUROSOLAR-Studie "Der Weg zum Energieland Hessen", beschreibt die Möglichkeit einer vollständigen Deckung des hessischen Strombedarfs mit erneuerbaren Energien bis zum Jahr 2025. "Das erklärte Ziel von EUROSOLAR seit der Gründung im Jahr 1988 ist der vollständige Umbau der Energieversorgung auf erneuerbare Energien als zukunftsentscheidende Jahrhundertaufgabe. Alle wissen mittlerweile das die Zeit drängt, um den Wechsel zu erneuerbare Energien zu beschleunigen", erklärte EUROSOLAR-Präsident Hermann Scheer anlässlich der Präsentation der Studie am 15.01.2008 in Wiesbaden. Für eine hundertprozentige regenerative Stromversorgung sprechen laut Scheer vor allem die nahende Erschöpfung und damit einhergehende dramatische Verteuerung fossiler und atomarer Energien sowie die weltweit wachsenden Klima- und Atomgefahren. 
Hessen-Studie bestätigt Möglichkeit der regenerativen Vollversorgung

"Dass die generelle Perspektive bei den erneuerbaren Energien liegt, ist in den letzten Jahren weltweit immer mehr bewusst geworden, was auch auf das Wirken von EUROSOLAR zurückzuführen ist", betont Scheer. EUROSOLAR habe dabei stets betont, dass das Ersetzen herkömmlicher Energieträger durch erneuerbare Energien schneller machbar sei als allgemein angenommen wird - und dass dies die einzige Chance zur dauerhaft stabilen und kostengünstigen Energieversorgung sei. Die Beschleunigung dieses Ausbaus aus wirtschaftlichen, ökologischen und sozialen Gründen und aus denen der Versorgungssicherheit sei dringlich. Die Studie für Hessen bestätige diese Möglichkeit. Sie stütze sich auf den gegenwärtigen Stand der Technik zur Nutzung erneuerbarer Energien, der jedoch laufend immer mehr Anwendungsmöglichkeiten finde. Was jetzt schon als Möglichkeit gezeigt werde, könne mit Hilfe der sich dynamisch vollziehenden technischen und wirtschaftlichen Entwicklungsdynamik noch leichter und kostengünstiger verwirklicht werden, als in der Studie angenommen wird, betont Scheer.

Vor allem bestätige die Studie, dass durch den beschleunigten Ausbau erneuerbarer Energien ein voller Ersatz der Atomkraftleistung in Biblis und ein Verzicht auf ein neues Kohlekraftwerk in Großkrotzenburg bei Hanau möglich sei - was bis 2013 einen Anteil von erneuerbaren Energien von 65 % erforderlich mache, was auch in dem von Andrea Ypsilanti und Scheer vertretenen Programm "Neue Energie für Hessen" enthalten sei. "Anderweitige Behauptungen, dieses Programm verspreche bereits 90 % Anteil erneuerbarer Energien bis 2013, entbehren jeder Grundlage", so Scheer. Die Studie zeige, dass das letzte Drittel - von 65 % auf 100 % - etwas langsamer realisierbar sei, weil dafür notwendige neue Stromspeicherkapazitäten etabliert werden müssten, die im Einzelnen auch beschrieben seien.


Energiemix aus Windkraft, Biostrom, Solarstrom, geothermischer Energie und Wasserkraft

Das wichtigste Ergebnis der Studie ist laut Scheer, dass die natürliche Sonneneinstrahlung in Hessen den gegenwärtigen Stromverbrauch um das 600-fache übertreffe und nur ein Bruchteil davon mit technischer Hilfe geerntet werden müsse. Hessen habe gegenwärtig einen Stromverbrauch von 35 Milliarden Kilowattstunden; laufende Effizienzsteigerungen vorausgesetzt, werde der Strombedarf wahrscheinlich bis 2025 bei 28 Mrd. kWh stehen. Der heutige Stromverbrauch Hessens setze sich zusammen zu 43 % aus Atomstrom, 31,5 % aus Kohlestrom und zu 5,4 % aus erneuerbarer Energien, die in Hessen selbst produziert werden. Weitere 20 % des Stroms würden importiert, davon stammten 3 % aus erneuerbaren Energien.

Nach dem heutigen Stand der Technik könnte der hessische Energiemix im Jahr 2025 laut Scheer ausschließlich aus erneuerbaren Energien bestehen: aus 35 % Windkraft, 28 % Biostrom, 22 % Solarstrom, 10 % geothermischer Energie und 5 % Wasserkraft. Neben neuen Speicherkapazitäten wie modernen Batterien- und Druckluftkraftwerken werde die Leistungsreserve für Windstrom und Solarstrom und damit die Sicherung der Grundlastversorgung im wesentlichen von Biogas übernommen werden, woraus sich die Notwendigkeit eines Anteils von 28 % ergebe. Dieses Biogaspotenzial komme nicht nur aus der Landwirtschaft, sondern auch aus organischen Abfällen.


Ökostrom wird billiger als Elektrizität aus Kohlekraftwerken oder neuen Atomkraftwerken

Der durchschnittliche Preis von in Hessen produziertem Strom aus erneuerbaren Energien wird laut Studie bei etwa 9 Cent pro kWh liegen und damit niedriger sein als Elektrizität aus Kohlekraftwerken oder aus neuen Atomkraftwerken. Dies sei insbesondere dann der Fall, wenn die Stormproduktion überwiegend dezentral und breit gestreut erfolge, also möglichst innerhalb eines Verteilernetzes für den jeweiligen kommunalen Bedarf. Dies bedeute energiewirtschaftlich, dass keine Kosten mehr für eine Inanspruchnahme des Übertragungsnetzes anfallen würden. Der Gesamtinvestitionsaufwand für den vollständigen Wechsel zu Strom aus erneuerbaren Energien im hessischen Produktionsstandort liegt laut Scheer bei rund 22 Milliarden Euro, über die Jahre verteilt. Dies entspreche ungefähr dem eineinhalbfachen des im Jahr 2007 realisierten Investitionsvolumens für Strom aus erneuerbaren Energien in Deutschland in Höhe von 14,2 Milliarden Euro. Damit würden in Hessen etwa 60.000 Arbeitsplätze geschaffen werden. Die Geschwindigkeit des Ausbaus im Einzelnen hänge von den darauf ausgerichteten landespolitischen Rahmenbedingungen ab.

Die Studie ist im Internet verfügbar unter

16.01.2008   Quelle: EUROSOLAR e.V.   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: EUROSOLAR,
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Gouverneur Ritter weiht größte Solaranlage der U.S. Army in Fort Carson (Colorado) ein

Luftaufnahme des Solarkraftwerks in Fort Carson
Luftaufnahme des Solarkraftwerks
in Fort Carson

Auf dem Gelände der U.S. Army in Fort Carson hat Bill Ritter, Gouverneur von Colorado, am 14.01.2008 einen 2-Megawatt-Solarpark offiziell in Betrieb genommen. Die kalifornische SunTechnics Energy Systems, Inc. - eine hundertprozentige Tochtergesellschaft der Conergy AG - hatte die Photovoltaik-Anlage mit einem Wert von rund 11 Million US-Dollar im Auftrag des Projektentwicklers 3 Phases Energy Services, LLC, geplant und in Colorado schlüsselfertig installiert. Die Solarstromanlage besteht aus 27.588 Dünnschichtmodulen und erstreckt sich auf einem rund fünf Hektar großen Gelände. Damit ist sie die größte Solarstromanlage der U.S. Army und eine der größten Photovoltaik-Installationen im Bundesstaat Colorado. Mit einem Ertrag von rund 3.200 Megawattstunden umweltfreundlichem Strom pro Jahr deckt die Solaranlage rund 2,3 Prozent des Energiebedarfs von Fort Carson, was dem jährlichen Stromverbrauch von rund 500 Privathaushalten entspricht.  Über 1.675 Tonnen des Treibhausgases Kohlendioxid werden durch den Betrieb der Anlage in den nächsten 17 Jahren vermieden.



"Es ist einfach sinnvoll, Colorados reichlich vorhandenen Sonnenschein sowie verfügbares öffentliches Land für einen neuen Energiekurs zu nutzen", sagte Vince Gurthie, Utilities Manager in Fort Carson. "Die Reduzierung der Abhängigkeit von Fort Carson von fossilen Brennstoffen unterstützt den Aufbau einer nachhaltigen Energieversorgung, die sich letztendlich für uns, die Umwelt und die nationale Sicherheit auszahlt", ergänzte Guthrie. Fort Carson hat das Projekt nicht selbst finanziert, sondern stattdessen das Land geleast und einen "Flat-Rate"-Vertrag mit dem Investor Morgan Stanley abgeschlossen. Während der 17-jährigen Laufzeit sollen 300.000 US-Dollar eingespart werden. "Das 2-Megawatt-Projekt in Fort Carson demonstriert die gelungene Zusammenarbeit von sieben Hauptpartnern. Jeder von uns hat einen entscheidenden Beitrag dazu geleistet, dass dieses Projekt ein großer Erfolg geworden ist", ergänzt Erik Rothenberg, Managing Director bei 3 Phases Energy.


Bis 2020 will Colorado rund 20 Prozent seines Energiebedarfs aus regenerativen Quellen decken

Florian Edler, Geschäftsführer der SunTechnics USA, sagte: "Wir freuen uns sehr, dass wir als Spezialist für leistungsfähige Solarsysteme für das Projekt beauftragt wurden. Erneut konnten wir unser international erprobtes Engineering-Know-how unter Beweis stellen. Die Module wurden von unseren Mitarbeitern so ausgelegt und montiert, dass sie maximale Erträge produzieren werden." Das Projekt ist auch das Ergebnis einer Regierungsinitiative, den Anteil der erneuerbaren Energien an der Gesamtenergieversorgung in Colorado zu verdoppeln. Bis zum Jahr 2020 will der Bundesstaat demnach rund 20 Prozent seines Energiebedarfs aus regenerativen Energien wie Solarstrom, Windenergie, Biomasse und Geothermie decken.

16.01.2008   Quelle: SunTechnics   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: SunTechnics,
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SINGULUS erweitert Solar-Produktion bei STANGL

STANGL-Nassprozessanlage zur Herstellung von Solarzellen.
STANGL-Nassprozessanlage zur Herstellung
von Solarzellen.

Die SINGULUS TECHNOLOGIES AG (SINGULUS; Kahl am Main) hat beschlossen, die Fertigungskapazitäten für Solaranlagen bei der Tochtergesellschaft, STANGL Semiconductor Equipment AG (STANGL), bis zum Frühjahr 2009 zu verdoppeln. Die Erweiterung des Standortes biete außerdem den Vorteil, die von STANGL in Eichenau und Umgebung an vier Montagestandorten angesiedelte Produktion in einem Gebäudekomplex zusammenzufassen, berichtet SINGULUS in einer Pressemitteilung. STANGL plane bereits in den kommenden 18 Monaten die erweiterte Produktionskapazität für die Abwicklung des anhaltenden Auftragsbooms aus der Solarindustrie zu nutzen. In der ersten Ausbaustufe wird die Fertigungskapazität auf eine Fläche von mehr als 6.400 Quadratmetern gegenüber dem derzeitigen Stand verdoppelt werden.   In der Endausbaustufe könne der Produktionsstandort auf eine Fläche von rund 15.000 Quadratmetern ausgeweitet werden. Dabei seien für Vertrieb und Verwaltung zirka 2.500 Quadratmeter Bürofläche vorgesehen.



STANGL rechnet mit zweistelligen Wachstumsraten auf dem PV-Markt

STANGL erwartet 2007 ein Wachstum von rund 50 % gegenüber 2006. Auch für die kommenden Jahre rechnet das Unternehmen mit zweistelligen Steigerungsraten. Mit STANGL habe SINGULUS den sofortigen Eintritt in einen Markt geschafft, der eine lang anhaltend positive Entwicklung mit hohen zweistelligen Steigerungswerten verspricht, so das Unternehmen. STANGL und SINGULUS wollen das Solargeschäft konsequent ausbauen und in den kommenden Jahren eine breite Produktpalette von Maschinen und Anlagen für die Photovoltaik-Industrie anbieten zu können. Während STANGL sich auf nasschemische Prozesse konzentriere, liege die Kernkompetenz von SINGULUS in der physikalischen Beschichtungstechnik sowie der Integration verschiedener Behandlungsschritte zu kompletten, weitestgehend automatisierten Produktionslinien. Gerade das Integrations-Know-how, das SINGULUS bei der Automatisierung von CD- und DVD-Produktionsanlagen gezeigt habe, sei eine optimale Ausgangsbasis für die Entwicklung von hochprofitablen, vollautomatisierten Photovoltaik-Produktionslinien. "Wir erwarten, dass das Arbeitsgebiet Solar zu einem der wichtigsten Wachstumstreiber in der SINGULUS Gruppe wird", heißt es in der Pressemitteilung.

16.01.2008   Quelle: SINGULUS TECHNOLOGIES   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: SINGULUS TECHNOLOGIES AG,
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Solar-Unternehmen SOLVIS erhält Preis für energieeffizienteste Gewerbeimmobilie Deutschlands

Thermische Solarkollektoren (150 m²) auf dem Dach der Nullemissions-Solarfabrik
Thermische Solarkollektoren (150 m²) auf
dem Dach der Nullemissions-Solarfabrik

Mit dem so genannten "PROM des Jahres 2008" zeichnet das Dortmunder Energieunternehmen RWE Energy am 09. Januar die drei energieeffizientesten Gewerbeimmobilien Deutschlands aus. Den ersten Platz belegt Dietmar Riecks vom Architektenbüro Banz + Riecks in Bochum für eine Nullemissionsfabrik. Dabei handelt es sich um das Produktions- und Verwaltungsgebäude eines Unternehmens aus der Solarbranche, der SOLVIS GmbH & Co KG (Braunschweig) mit 250 Mitarbeitern. Projektpartner sind der Deutsche Verband für Wohnungswesen, Städtebau und Raumordnung, das Zentrum für Umweltbewusstes Bauen, das Fraunhofer Institut sowie die TU München. Es ist das erste Mal, dass ein solcher Wettbewerb in Deutschland durchgeführt wurde. 


Solarwärme, Solarstrom und Rapsöl für CO2-freie Energieversorgung

Sehr guter Wärmeschutz, eine Gebäudetechnik mit geringem Stromverbrauch sowie die Versorgung des Gebäudes ausschließlich aus regenerativen Energiequellen, vor allem Sonne und Biomasse, machen die SOLVIS- Nullemissionsfabrik zu einem Vorzeigeobjekt in Sachen Energieeffizienz. Die Nullemissionsfabrik wird vollständig mit erneuerbaren Energien und damit CO2-frei mit Wärme und mit Strom versorgt. Groß dimensionierte Sonnenkollektoren, eine Solarstromanlage, ein Rapsöl-Blockheizkraftwerk und solares Bauen machen es möglich. Ein guter Wärmedämmstandard und eine effiziente Lüftungsanlage in Verbindung mit der sehr luftdichten Gebäudehülle ergeben einen jährlichen Wärmebedarf von 220 Megawattstunden (MWh) oder 27 Kilowattstunden pro Quadratmeter (kWh/m2 a). Ein Rapsöl-Blockheizkraftwerk (thermische Leistung des BHKW: 180 MWh/a) eine 150 Quadratmeter große thermische Solaranlage mit Solvis-Kollektoren (20 MWh/a) und die Abwärme der Entwicklungsabteilung (20MWh) versorgen die Fabrik mit Wärme. Den Strom liefern das BHKW (115 MWh) und Solarstromanlagen mit insgesamt 60 Kilowatt Spitzenleistung.


Vorbilder mit besonders hoher energetischer Effizienz

Zweiter und dritter Gewinner des PROM 2008 sind Prof. Dr. Claus Kahler von der ebök Planung & Entwicklung Gmbh in Thüringen sowie Thomas Winkelbauer vom Berliner Büro GAPmbH Architekten. Die Preisgelder belaufen sich auf 30.000 Euro für den Erstplazierten, 20.000 Euro für den Zweitplazierten und 10.000 Euro für den Drittplazierten. "Alle Projekte zeichnen sich durch eine Vorbildfunktion in Bezug auf Originalität und Funktionalität sowie besonders hohe energetische Effizienz aus. Wir hoffen, dass das Thema Energieeffizienz in den kommenden Jahren von immer mehr Bauherren und Architekten berücksichtigt und umgesetzt wird", so Dr. Andreas Radmacher, Vertriebsvorstand der RWE Energy.


Neue Wege, Energie intelligent zu nutzen

Teilgenommen hatten insgesamt über 50 Bewerber, 15 davon kamen in die engere Wahl. Sie können sich über eine Anerkennungsurkunde sowie einen Energieausweis gemäß EnEV 2007 nach DIN18599 freuen. Den Förderpreis "Prom des Jahres" erhalten Eigentümer und Architekten, die ökologisch richtungweisende und gleichzeitig ökonomisch tragfähige Lösungen auf dem Gebiet energieeffizienter Gewerbeimmobilien entwickeln. Das Projekt ist Teil des 150-Millionen-Euro-Programms für Energieeffizienz, das RWE Energy 2007 aufgelegt hat. "Um die ehrgeizigen Ziele der Energiepolitik zu erreichen, müssen Wege gefunden werden, Energie auf intelligente Weise zu nutzen und effizienter mit diesem knappen Gut umzugehen. Besonders im Bereich der Gewerbeimmobilien können große Energiespar-Potenziale erschlossen werden, heißt es in der Pressemitteilung von RWE Energy.

Die Schirmherrschaft für den "Prom des Jahres" hat Sigmar Gabriel, Bundesminister für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit übernommen. Er hat die Preise am 09. Januar in Berlin im Rahmen eines Festakts überreicht.

Der Solarserver präsentierte die Nullemissionsfabrik anlässlich ihrer Eröffnung im Herbst 2002 unter dem Titel "Solartechnik aus der Nullemissionsfabrik: Solvis weiht neues Verwaltungs- und Produktionsgebäude ein""

Weitere Informationen unter http://www.prom-des-jahres.de.

16.01.2008   Quelle: RWE Energy; SOLVIS   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Richters und Banz + Riecks Architekten BDA,
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Wählerinitiative: "Jeder kann Hessen zum Kalifornien Europas machen"

Von Erhard Renz initiiertes 5 MW-Solarkraftwerk in Bürstadt (Hessen)
Von Erhard Renz initiiertes
5 MW-Solarkraftwerk in Bürstadt (Hessen)

Die Wählerinitiative "Neue Energie für Hessen" um die beiden sozialdemokratischen Energieexperten Fabio Longo und Stephan Grüger sowie den parteilosen Solar-Pionier Erhard Renz hat am 14.01.2008 in Wiesbaden ihre neue Internetpräsenz vorgestellt. Unter "www.neue-energie-hessen.de" sollen die hessischen Wählerinnen und Wähler die Möglichkeit bekommen, sich an einer zentralen Stelle über die Argumente und Gegenargumente zur SPD-Initiative "Neue Energie für ein atomstromfreies Hessen" zu informieren. Zugleich will die Wählerinitiative mit einem Aufruf unter dem Titel "Jeder kann Hessen zum Kalifornien Europas machen" um Unterstützung für das SPD-Landesenergieprogramm werben.  "Wir haben in den letzten Monaten bei vielen Veranstaltungen mit Hermann Scheer breite Zustimmung für das Programm 'Neue Energie für Hessen' erfahren, sind aber auch immer wieder gefragt worden, ob es eine zentrale Internetseite gibt, wo die Informationen gebündelt abrufbar sind, daher haben wir uns entschlossen, ein solches Angebot zu erstellen", erklärt Stephan Grüger, der für die Internet-Präsenz verantwortlich zeichnet. Auf der Homepage findet sich neben den entsprechenden Papieren der SPD und von Hermann Scheer auch die Gegenstudie der CDU-Landtagsfraktion. Grüger weist darauf hin, dass es bei dem geplanten Umbau der Energieversorgung vor allem um eine volkswirtschaftliche Notwendigkeit handle: "Wer rechtzeitig aus den Krisenenergien Öl und Atom aussteigt, macht sich unabhängig von deren Endlichkeit und den daraus folgenden galoppierenden Preissprüngen", so Grüger.


Erhard Renz: Blockadepolitik gegen erneuerbare Energien aufbrechen

"Es geht am 27.01.2008 um eine wirkliche Richtungsentscheidung in der Energiepolitik", betont Fabio Longo, Mitverfasser der Studie "Neue Energie für ein atomstromfreies Hessen". Die Wählerinnen und Wähler hätten bei der Hessenwahl die klare Alternative zwischen Atom- und Kohlekraft auf der einen und der dringend notwendigen Wende zu erneuerbaren Energien auf der anderen Seite. Erhard Renz, der sich in vielen Jahren des Einsatzes für die Solarenergie den Titel "Sonnenflüsterer von Bürstadt" erworben hat, unterstreicht diese klare Alternative bei der Landtagswahl: "Roland Koch und CDU/FDP kämpfen für Pest und Cholera zugleich, also für Atom- und Kohlekraftwerke. Andrea Ypsilanti und die SPD sowie die Grünen werden die Blockadepolitik gegen erneuerbare Energien aufbrechen und setzen auf den vollen Ersatz atomar-fossiler Energien", betont Renz.

Weitere Informationen: http://www.neue-energie-hessen.de/.

Über das SPD-Energieprogramm für Hessen berichtete der Solarserver im November 2006 unter dem Titel "Neue Studie: Atomausstieg kann mit erneuerbaren Energien ausgeglichen werden"

16.01.2008   Quelle: Wählerinitiative "Neue Energie für Hessen"   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Tauber Solar,
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Messe GeoTHERM 2008 Ausstellungsfläche wächst um 30%

GeoTHERM-Fachausstellung.
GeoTHERM-Fachausstellung.

Die Kongressmesse "GeoTHERM - expo & congress" die sich ausschließlich der Geothermie widmet ist mit der Branche auf Erfolgskurs und avanciert zum Spiegel des dynamisch wachsenden Geothermiemarkts, berichten die Veranstalter in einer Pressemitteilung. Am 28. + 29. Februar 2008 wird die GeoTHERM in Offenburg (Baden-Württemberg) zum zweiten Mal die Tore öffnen und bereits heute sei ein Zuwachs der Ausstellungsfläche um 30% zu melden. Das Konzept stimme, sind sich die Partner aus Deutschland und der Schweiz einig, denn auf der GeoTHERM würden die unterschiedlichen Kompetenzen aus Wirtschaft, Politik und Forschung gewinnbringend kombiniert. Inhaltlich und organisatorisch bezieht die GeoTHERM 2008 den französischen Markt stärker ein, um so die Internationalität noch besser abbilden zu können. Das BRGM France (Bureau de recherches géologiques et minières) unterstützt diese Entwicklung und ist neuer Partner der GeoTHERM geworden.   Sowohl die Fachbesucher als auch die Branchenakteure profitieren von dem umfassenden Informationsangebot der GeoTHERM. Denn die GeoTHERM bündelt die Themen der Oberflächennahen und der Tiefen Geothermie unter einem Dach. In zwei Kongressräumen finden während der Veranstaltung rund 40 Fachvorträge statt, welche die unterschiedlichen Aspekte der Erdwärmenutzung darstellen. Aufgrund der stärkeren Internationalisierung wird der Kongress simultan übersetzt.



Das Kongressprogramm befasst sich unter anderem mit der Auslegung von Erdwärmesonden-Anlagen, dem Einsatz Oberflächennaher Geothermie im Gebäudebestand, Aspekten der Qualitätssicherung Oberflächennaher Geothermie sowie der Nutzung Oberflächennaher Geothermie für Produktions-, Büro- und Lagergebäude. Weiter stehen auf der Tagesordnung die ersten Betriebserfahrungen der Geothermieanlage in Landau und 30 Jahre Erfahrung mit geothermischen Netzen im Pariser Becken.

Besucherzielgruppen sind Architekten, Ingenieure & Planer; Handwerker & Bauträger; Kommunen & Verwaltungen; Energieversorger & Stadtwerke; Betreiber & Investoren; Wissenschaft & Forschung. Das Veranstaltungsticket berechtigt zum Kongress- und Messebesuch. Ein Novum der GeoTHERM ist die Kooperation mit der Deutschen Bahn, die vergünstigte Bahntickets ganz nach der Devise "Schnell und bequem zur GeoTHERM 2008" anbietet.

Das Kongressprogramm sowie die Ausstellerunterlagen können angefordert werden unter http://www.geotherm-offenburg.de

16.01.2008   Quelle: Messe Offenburg-Ortenau GmbH   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Messe Offenburg-Ortenau GmbH,

 

EU-Umweltkommissar Dimas gibt Details zum EU-Klimaschutzpaket preis und lobt deutsches System der Einspeisevergütung für erneuerbare Energien

Stavros Dimas: Die Kommission weiß, wie gut das EEG funktioniert
Stavros Dimas: Die Kommission weiß,
wie gut das EEG funktioniert

EU-Umweltkommissar Stavros Dimas hat Einzelheiten zu dem mit Spannung erwarteten Klima- und Energiepaket preisgegeben, das die Kommission am 23. Januar veröffentlichen wird. "Wir werden ein Paket vorlegen, das die Lasten zwischen allen Ländern fair verteilt", sagte Dimas im Interview mit dem Wirtschaftsmagazin Capital (Heft 3/2008, EVT 17. Januar). Es werde aber nicht jedes Land den CO2-Ausstoß in gleichem Maß verringern müssen. Denn das sei ungerecht und in den Mitgliedsstaaten nicht konsensfähig. "Je höher der Wohlstand, desto stärker muss der Ausstoß sinken", sagte Dimas. Außerdem nannte Dimas konkrete Zahlen zum Ausbau der erneuerbaren Energien und betonte, die Kommission werde das deutsche Einspeisevergütungssystem nicht torpedieren.  Die Kommission orientiere sich in ihrem Klimaschutz-Vorschlag am Bruttoinlandsprodukt pro Kopf. Deutschland liege dort etwa zehn Prozent über dem EU-Schnitt. "Entsprechend muss Deutschland einen leicht überproportionalen Beitrag leisten", sagte Dimas. Die EU-Staatschefs hatten im vergangenen Frühjahr beschlossen, den Kohlendioxid-Verbrauch in der EU bis 2020 um ein Fünftel zu senken. Mit ihrem Paket vom 23. Januar will die Kommission jetzt konkretisieren, welche Last jedes einzelne Mitgliedsland tragen muss.



EU will den Anteil der erneuerbaren Energien von 8,5 auf 20 Prozent steigern

Auch für die erneuerbaren Energien nannte Dimas konkrete Zahlen. Insgesamt will die EU ihren Anteil am gesamten Energieverbrauch von 8,5 auf 20 Prozent erhöhen. Die Hälfte, also 5,75 Prozentpunkte, müsse jedes Land erbringen. Bei der anderen Hälfte berücksichtige die Kommission erneut den Wohlstand in den Mitgliedsstaaten. In Deutschland müsse der Anteil folglich etwas stärker steigen, als um die durchschnittlichen 11,5 Prozentpunkte. Derzeit liege der Anteil der erneuerbaren Energien am gesamten Energieverbrauch in Deutschland bei etwa sechs Prozent.


Dimas zur EEG-Einspeisevergütung: Kommission wird sicherstellen, dass Deutschland sein System auch in Zukunft uneingeschränkt beibehalten kann

Dimas widersprach Befürchtungen der Bundesregierung, die EU-Kommission werde das bewährte deutsche Fördersystem für Ökostrom torpedieren, das den Anbietern von Elektrizität aus Windenergie, Biomasse, Photovoltaik und Geothermie Festpreise garantiert. "Machen Sie sich da mal keine Sorgen", sagte Dimas im 'Capital'-Interview. Die Kommission wisse, wie gut das deutsche System der Einspeisevergütung auf der Grundlage des Erneuerbare-Energien-Gesetzes funktioniere. "Wir werden sicherstellen, dass Deutschland sein System auch in Zukunft uneingeschränkt beibehalten kann, und der subventionierte Ökostrom nicht vom Ausland weggekauft wird", sagte Dimas. Zwar werde Brüssel nicht auf den von Berlin kritisierten Zertifikate-Handel für Ökostrom verzichten. "Aber wir werden ihn so konstruieren, dass er die nationalen Fördersysteme in Deutschland undanderen Ländern nicht behindert - versprochen!", so Dimas.


Künftig nur noch eine Höchstmenge für alle CO2-Emissionen der Industrie in Europa - Privathaushalte und Verkehr müssen den CO2-Ausstoß im EU-Durchschnitt um zehn Prozent senken

Anders als von vielen erwartet, wird die EU nicht für jedes Land genau festlegen, wie viel Kohlendioxid es insgesamt einsparen muss. "Diese Zahlen können wir gar nicht liefern", stellte Dimas gegenüber 'Capital' klar. Grund: Die Kommission lege für den Emissionshandel in der Industrie ab 2013 nur noch eine Höchstmenge für den Gesamtausstoß in der EU fest und nicht mehr wie bisher nationale Obergrenzen. Die EU-Kommission werde aber für die Einzelbausteine des Klimapakets nationale Vorgaben machen, sagte Dimas. Privathaushalte und Verkehr, die nicht vom Emissionshandel erfasst sind, müssen den CO2-Ausstoß im EU-Durchschnitt um zehn Prozent senken. Dabei müssen die wohlhabendsten Mitgliedsländer den Ausstoß um 20 Prozent reduzieren, die ärmsten dürfen ihn sogar noch einmal um 20 Prozent erhöhen. "Deutschland muss einen Tick mehr beisteuern als der Durchschnitt - und knapp 15 Prozent einsparen", sagte Dimas gegenüber 'Capital'.

Im 'Capital'-Interview befürwortete Dimas den Ausstieg Deutschlands aus der Atomenergie. Offiziell sei die EU-Kommission in dieser Frage "agnostisch". Seine "ganz persönliche Meinung" sei allerdings, dass die Risiken des Rückbaus der Meiler und die Endlagerung der radioaktiven Brennstäbe zu hoch seien. "Wenn ich Politiker in Berlin wäre, hielte ich am geplanten Ausstieg fest", sagte Dimas.

15.01.2008   Quelle: Capital, G+J Wirtschaftspresse   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: EU-Kommission,

 

CENTROSOLAR baut in Wismar eines der größten deutschen Solarmodulwerke

CENTROSOLAR produziert Solarmodule in Doesburg (NL) und in Wismar
CENTROSOLAR produziert Solarmodule
in Doesburg (NL) und in Wismar

Die CENTROSOLAR Group AG (München) wird ihre Produktionskapazitäten für hochwertige Photovoltaikmodule beträchtlich ausbauen, berichtet das Unternehmen in einer Pressemitteilung. Mit einem Investitionsvolumen von rund 20 Millionen Euro werde ein komplett neues, hoch automatisiertes Fertigungswerk für Solarmodule mit einer Jahreskapazität von 150 Megawatt (MWp) in der Nähe des bereits existierenden Produktionsstandortes in Wismar (Deutschland) errichtet. Das Projekt werde voraussichtlich vom Land Mecklenburg-Vorpommern gefördert. Die übrige Finanzierung erfolge durch Bankdarlehen und Leasing. Darüber hinaus werde auch der Standort in Doesburg (Niederlande) zum größten Modulproduktionswerk in den Niederlanden ausgebaut.  Aktuell wird dort mit einer Linie eine Jahresproduktion von 10 MWp ausgewiesen. Jetzt sollen mit einem Investitionsvolumen von zwei Millionen Euro zwei weitere Linien hinzugefügt werden, um dann 45 MWp Jahreskapazität zu erreichen.



Produktionskapazität soll bis 2010 auf knapp 200 MW wachsen

Insgesamt werde die Produktionskapazität für kristalline Solarmodule von CENTROSOLAR in Europa an den beiden Standorten wie folgt aufgebaut: Nach 40 MWp Kapazität im Jahr 2007 sollen 2008 im Jahresdurchschnitt bereits 85 MWp und 2009 rund 165 MWp zur Verfügung stehen. Anfang 2010 seien an den beiden Standorten mindestens 195 MWp verfügbar. Das entspreche einem Umsatzvolumen mit Solarmodulen von über 500 Millionen Euro. Die Zahl der Mitarbeiter in Wismar wird sich nach Angaben des Unternehmens in diesem Zeitraum von 120 auf 350 erhöhen und in Doesburg (Niederlande) von aktuell 28 auf 86 im Mai 2008 steigen. Um den traditionell über die interne Kapazität hinausgehenden Bedarf an Solarmodulen zu decken, werde CENTROSOLAR auch in Zukunft auf strategische OEM-Partner in der Produktion zurückgreifen.


Neue Fertigungsstrasse zur Lamination von Spezial-Modulen auf Basis neuer Dünnschicht-Technologien

Der Geschäftsführer der Invest in Mecklenburg Vorpommern GmbH, Michael Sturm, freut sich über die Entwicklung von CENTROSOLAR am Standort Wismar und signalisiert die Bereitschaft zu weiterer Zusammenarbeit. In dem komplett neuen Werk in Wismar werden nicht nur vollautomatisch Standard-Solarmodule hergestellt, sondern auch die Spezialmodule von CENTROSOLAR, etwa für die Gebäudeintegration und für Stromnetz-ungebundene Inselanlagen. Zudem soll mindestens eine der neuen Fertigungsstrassen für die Lamination von Spezial-Modulen auf Basis neuer Dünnschicht-Technologien vorgerüstet sein. Neben der Herstellung von kristallinen Modulen betreibt CENTROSOLAR in Paderborn (Deutschland) auch eine Produktion von Bedachungssystemen auf Basis von Dünnschicht-Laminaten und kristallinen Laminaten.


Qualität "Made in Germany" ist gefragt

Grund für die Kapazitätserweiterung sei der deutlich gestiegene Bedarf in den vom Unternehmen neu erschlossenen Absatzmärkten in Südeuropa und den USA. Auch in den Niederlanden werde aufgrund geplanter gesetzlicher Fördermaßnahmen ein Anstieg der Marktnachfrage erwartet. In diesen Ländern sei Qualität "Made in Germany" gefragt. CENTROSOLAR will daher auch langfristig den größten Teil seiner Produktionskapazitäten in Deutschland und den Niederlanden ansiedeln. Dennoch seien bereits auch im Ausland neue Produktionsstätten in Vorbereitung, um dem weltweit steigenden Bedarf entgegenzukommen. Diese komplett neuen Modulwerke seien auch ein weiterer Schritt auf dem Weg zur kontinuierlichen Erhöhung der Fertigungstiefe.

15.01.2008   Quelle: CENTROSOLAR Group AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: CENTROSOLAR Group AG,
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Solar-Fabrik AG erweitert Rohstoffversorgung und verstärkt Vertriebs-Management

Modulfertigung im Werk II (Freiburg) der Solar-Fabrik AG
Modulfertigung im Werk II (Freiburg) der
Solar-Fabrik AG

Das Photovoltaik-Unternehmen Solar-Fabrik AG (Freiburg) hat einen Liefervertrag über 14 Megawatt (MW) Solarzellen mit der Gintech Energy Corporation (Taiwan) unterzeichnet. Damit sei es dem Unternehmen gelungen, für 2008 ein Solarzellen-Gesamtliefervolumen von bis zu 80 Megawatt (MWp) vertraglich zu sichern, berichtet die Solar-Fabrik AG in einer Ad-hoc-Mitteilung. Mit Gintech Energy habe die Solar-Fabrik AG neben E-Ton, Photovoltech, Solartech und Solland einen weiteren namhaften Lieferanten gewonnen, der für seine hervorragende Qualität bekannt sei. Der Vertrag sehe zunächst eine einjährige Laufzeit vor, beide Parteien strebten aber eine langfristige Kooperation an.  "Wir freuen uns, diesen Vertrag gemeinsam mit der renommierten Gintech Energy Corporation unterzeichnet zu haben. Er ist ein wichtiger Baustein unserer Rohmaterialversorgung", erklärt der Vorstandsvorsitzende Christoph Paradeis. "Die Sicherung unserer Versorgung mit hochwertigen Zellen und die Diversifizierung unserer Lieferantenstruktur sind notwendig, um das geplante globale Wachstum realisieren zu können."



70 MWp Solarmodulproduktion geplant

Das Gesamtvolumen der Solarzellenversorgung für das Jahr 2008 erhöht sich mit dem jetzt abgeschlossenen Vertrag sowie den konzerneigenen Solarzellen-Kapazitäten auf bis zu 80 MWp. Die Solar-Fabrik verarbeitet die Zellen zu hochwertigen Solarstrommodulen. Die gesicherte Rohstoffversorgung ermögliche ein kräftiges Wachstum im Jahr 2008 und den darauffolgenden Jahren. Die geplante Produktionsmenge liegt nach Angaben des Unternehmens 2008 bei 70 MWp und sei somit mehr als doppelt so hoch als 2007. 10 MW seien als Materialreserve eingeplant, damit 2008 gegebenenfalls noch zusätzliche Mengen verarbeitet werden können.



Matthias Reitzenstein verstärkt das Vertriebs-Management
Die Solar-Fabrik AG will im In- und Ausland wachsen und die Export-Aktivitäten besonders in den U.S.A. weiter ausbauen. Vor diesem Hintergrund sei mit Matthias Reitzenstein ein renommierter Vertriebsspezialist für die neu geschaffene Position "Director Marketing & Sales" verpflichtet worden, betont das Unternehmen. Reitzenstein werde künftig für die Weiterentwicklung und strategische Ausrichtung von Marketing und Vertrieb der Solar-Fabrik AG verantwortlich sein. Matthias Reitzenstein war zuletzt bei der PARADIGMA Energie- und Umwelttechnik GmbH als Geschäftsführer Marketing und Vertrieb tätig. Seine berufliche Laufbahn startete der Diplom- Ingenieur für Energie- und Wärmetechnik als Vertriebsmitarbeiter, später als Vertriebsleiter beziehungsweise Gesellschafter bei Wagner & Co Solartechnik. 1999 wechselte er als Leiter Produktmanagement Solarsysteme zur Braas Dachsysteme GmbH. Von 2000 bis 2007 war Matthias Reitzenstein zudem Vorstandsmitglied des Bundesverbandes Solarwirtschaft (BSW-Solar).

15.01.2008   Quelle: Solar-Fabrik AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Solar-Fabrik AG,
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Japanischer-Photovoltaik-Hersteller Kaneka will Produktionskapazität auf 130 MW ausbauen

Kaneka Solartech
Kaneka Solartech

Der Photovoltaik-Produzent Kaneka Corporation (Osaka; Japan) hat die Fertigungskapazität seines hundertprozentigen Tochterunternehmens Kaneka Solartech Co., Ltd. im Frühjahr 2007 bereits auf 55 Megawatt ausgebaut und will diese nun bis zum Herbst 2008 auf insgesamt 70 MW steigern. Die Investitionskosten beziffert Kaneka in einer Pressemitteilung mit zwei Milliarden Yen (rund 12,5 Millionen Euro). Darüber hinaus plane das Unternehmen wegen der überwältigenden Nachfrage die Kapazität bis zum Jahr 2010 sogar auf 130 MW auszubauen, heißt es in der Pressemitteilung. Die Kosten, auch für zusätzliche Fabriken, schätzt Kaneka auf rund 10 Milliarden Yen ( zirka 62,5 Mio. EUR).  Die weltweite Photovoltaik-Nachfrage überstieg die 1.000 Megawatt-Marke bereits 2004, weil die Photovoltaik als wichtige neue Energietechnologie bewertet werde, die effektiv zur Senkung der Treibhausgasemissionen beitragen kann, betont Kaneka. Die globale PV-Produktion sei kontinuierlich um 20 - 25 % jährlich gewachsen und werde vermutlich im Jahr 2010 die 3.000 Megawatt-Grenze übersteigen. Attraktive Einspeisevergütungen für Solarstrom würden in mehr als 20 Ländern bezahlt, besonders in Europa, zum Beispiel in Deutschland und Spanien.



Bau neuer Solarmodulfabriken in Vietnam und Mexiko erwogen

Während Kaneka seine Solarzellen-Kapazität ausweitet, baut das Unternehmen auch die Solarmodulproduktion aus. In seiner Solar-Fabrik in der Tschechischen Republik will Kaneka von gegenwärtig 20 MW im Jahr 2008 auf 30 MW steigern. Um die Nachfrage in Nordamerika und Südostasien zu decken, erwäge das Unternehmen den Bau neuer Solarmodul-Fabriken, unter anderem in Vietnam und Mexiko, heißt es in der Pressemitteilung.


Mit Hybrid-Dünnschichtmodulen 13,4 % Wirkungsgrad erreicht

Die 1999 gegründete Tochtergesellschaft Kaneka Solartech zählte zu den ersten Herstellern, die Dünnschicht-Solarmodule aus amorphem Silizium im industriellen Maßstab produzierten. Kaneka gelang es, den Wirkungsgrad auf 12 % zu steigern, indem die ursprüngliche Tandem-Solarzelle (a-Si / mc-Si) um eine neu entwickelte Schicht erweitert wurde. Kaneka war einer der Pioniere bei Hybrid-Dünnschichtmodulen aus kristallinem Silizium und erreichte Wirkungsgrade von 13,4 % mit 910 mm x 455mm großen Modulen. Das Unternehmen führt seine Forschung und Entwicklung weiter mit dem Ziel diese Qualität auch in der Großserienfertigung zu gewährleisten. Zugleich werde an der Produktivität gearbeitet, um deutliche Kostensenkungen zu erreichen. Damit könnten wettbewerbsfähige Produkte von Weltrang angeboten werden, betont Kaneka.

Vor dem Hintergrund des weltweiten Produktionsausbaus und der wachsenden Dünnschicht-Nachfrage will Kaneka seine gute Wettbewerbsposition im Markt der Hybrid-Module nutzen und Marktanteile ausbauen. Die Kaneka-Module sollen sowohl in Freiflächen-Photovoltaikkraftwerken als auch auf Dächern und an Fassaden zum Einsatz kommen. Damit stärke das Unternehmen seine Position als führender Hersteller von Dünnschichtmodulen.

15.01.2008   Quelle: Kaneka Belgium N.V. German Office   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Kaneka Belgium N.V. German Office,
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Gute Markchancen für solares Kühlen: Entwickler, Forscher und Betreiber tagen in Stuttgart

Tagung zur solaren Klima- tisierung im April 2008 in Stuttgart.
Tagung zur solaren Klima-
tisierung im April 2008 in
Stuttgart.

Die Raumklimatisierung mit Sonnenenergie galt noch vor einigen Jahren als verrückte Idee einiger Tüftler, heute sei sie zur Marktreife gelangt und finde Anwendung in Büros, Hotels, Produktionsanlagen und sogar in einem Kunstmuseum, berichtet die Hochschule für Technik Stuttgart in einer Pressemitteilung. Entwickler, Forscher und Betreiber treffen sich dort zwei Jahre zum Symposium "Solares Kühlen". Unter dem Dach des Forschungszentrums Nachhaltige Energietechnik (zafh.net), begegnen sich Experten aus ganz Europa, um Erfahrungen auszutauschen und den Einsatz dieser umwelt- und klimafreundlichen Technik voranzutreiben.   Die Nachfrage nach aktiver Raumkühlung steigt derzeit sprunghaft. Der Wunsch nach angenehm temperierten Arbeits- und Wohnräumen spielt dabei eine Rolle, aber auch der Klimawandel. Vorausgesagt werden steigende Temperaturen und ein Anstieg der sommerlichen Tropennächte auch in Deutschland.



Größte deutsche Solar-Klimaanlage arbeitet in Esslingen

Das Stuttgarter Symposium lotet die Marktpotenziale aller solarthermischen Kühltechnologien unter diesem Aspekt aus, berichtet über Betriebserfahrungen, zum Beispiel im Museum Ritter in Waldenbuch, und stellt neue Entwicklungen und Feldtests vor. Die Teilnehmer sind außerdem zu einer Besichtigungstour eingeladen, die zur größten solaren Kühlanlage Deutschlands nach Esslingen führt. Hier setzt das Unternehmen FESTO Solarkollektoren mit einer Fläche von 1.200 Quadratmetern zur Kühlung der Bürogebäude ein und spart so jährlich rund 500 Megawattstunden (MWh) Primärenergie. Die 2007 gebaute Anlage wird in Zusammenarbeit mit der Solar-Forschungsgruppe der Hochschule für Technik Stuttgart überwacht und optimiert. Sie arbeitet mit einer Adsorptionskälteanlage zur Umsetzung der Solarwärme in Kälte. Wird keine Kühlung benötigt, kann die Solarwärme zusätzlich für die Beheizung der Gebäude genutzt
werden.

Das Symposium Solares Kühlen findet statt am 14. und 15. April 2008 und ist offen für alle Interessierten. Ein detailliertes Programm mit Anmeldeformular gibt es auf der Internetseite des Forschungszentrums unter http://www.zafh.net oder telefonisch bei Frau Christa Arnold, Telefon 0711/8926-2676.

15.01.2008   Quelle: Fachhochschule Stuttgart, Hochschule für Technik   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Hochschule für Technik Stuttgart,
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Photovoltaik-Weltrekord auf dem Jungfraujoch

Vertikal installierte PV-Anlagen auf dem Junfraujoch (3.500 Meter ü. M.)
Vertikal installierte PV-Anlagen auf dem
Junfraujoch (3.500 Meter ü. M.)

Rechtzeitig zum Beginn der Internationalen Lauberhornrennen nahm die BKW-Tochter sol-E Suisse AG am 11.01.2008 die erste Ausbauetappe des welthöchsten Sonnenkraftwerks auf dem gut 3.500 Meter hohen Jungfraujoch offiziell in Betrieb. Die Photovoltaik-Anlage habe während ihres bisherigen dreiwöchigen Testbetriebs bestätigt, dass der spezifische Solarstromertrag in dieser Höhe rund 70 Prozent höher ausfällt als bei vergleichbaren Sonnenkraftwerken im Flachland. Das höchste Sonnenkraftwerk der Welt soll von der sol-E Suisse AG in Etappen an verschiedenen Fassaden auf dem Jungfraujoch aufgebaut werden. In einem ersten Schritt konnten Ende 2007 zusammen mit den Jungfraubahnen in einer aufwändigen Hochgebirgsmontage an der so genannten Sphinx Solarmodule mit einer Fläche von 82 m2 installiert werden. Seit Weihnachten 2007 produzierte dieser erste Anlageteil rund 500 Kilowattstunden Strom.  Diese Energiemenge reiche aus, um die elektrotechnischen Anlagen der Internationalen Lauberhornrennen versorgen zu können. Die weiteren Ausbauetappen sollen zusammen mit den Jungfraubahnen in nächster Zukunft realisiert werden.

15.01.2008   Quelle: sol-E Suisse AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: sol-E Suisse AG,
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SCHOTT Solar investiert 100 Millionen US-Dollar in neue Produktion in den USA

EFG-Ziehverfahren für Solar-Wafer von SCHOTT
EFG-Ziehverfahren für Solar-Wafer
von SCHOTT

Der SCHOTT-Vorstandsvorsitzende Prof. Dr.-Ing. Udo Ungeheuer und der Gouverneur von New Mexico, Bill Richardson, kündigten am 14.01.2008 auf einer Pressekonferenz den Aufbau einer Produktionsstätte für Solartechnologien in Albuquerque (New Mexico) im Süden der USA an. Dort sollen ab 2009 Photovoltaik-Zellen und -Module sowie Receiver für solarthermische Kraftwerke gefertigt werden. Mit einem Investitionsvolumen von 100 Millionen US-Dollar (68 Mio. EUR) sollen zunächst 350 neue Arbeitsplätze geschaffen werden. Das Unternehmen rechnet damit, dass die Nachfrage nach solaren Technologien steigt, da der Markt für erneuerbare Energien in den USA wachse. Langfristige Pläne sehen am neuen Standort Investitionen von insgesamt 500 Mio. US-Dollar (338 Mio. EUR) vor und damit eine Erhöhung der Mitarbeiterzahl auf 1.500.  "Nach unserer Einschätzung wird sich der Markt für erneuerbare Energien in den USA in den nächsten fünf Jahren zumindest verdoppeln", erklärt Prof. Dr.-Ing. Udo Ungeheuer, Vorstandsvorsitzender der SCHOTT AG. "Mit diesem neuen Werk stellt SCHOTT Solar gemeinsam mit dem Bundesstaat New Mexico die Weichen für die zu erwartende Nachfrage", betont Prof. Ungeheuer.


Weltweit führend in der Photovoltaik-Produktion

Die Erweiterung der Photovoltaik-Fertigungskapazitäten von SCHOTT Solar in den USA stärke die Position des Unternehmens als einer der weltweit führenden Hersteller von Solarzellen und Modulen, heißt es in der Pressemitteilung. Die neue Anlage ergänze den US-Standort von SCHOTT Solar in Billerica (Massachusetts), wo mit einer Kapazität von 15 Megawatt SCHOTT ASE-300 Watt Photovoltaik Module gefertigt werden. 2007 lag die Gesamtkapazität der Photovoltaik-Produktion von SCHOTT weltweit bei 130 Megawatt. SCHOTT Solar plant für das Jahr 2010, jährlich je 450 Megawatt kristalline Solarzellen und -module herzustellen sowie zusätzlich 100 Megawatt in der ASI-Dünnschichttechnologie. Kürzlich gab SCHOTT ein Joint Venture mit WACKER Chemie zur Produktion von multikristallinen Siliziumblöcken und -wafern bekannt, dem Ausgangsmaterial für Solarzellen. Diese Partnerschaft sichert SCHOTT Solar die Versorgung mit Silizium. Bis 2010 ist eine Waferproduktion von einem Gigawatt (GW) geplant. Die in der Anlage in New Mexico gefertigten Solarzellen werden mit der kürzlich entwickelten ISO-Textur hergestellt. Diese Technologie erzeugt eine besondere Oberflächenstruktur und ermöglicht Solarzellen mit höherer Effizienz.


Wachsender US-Markt für Solarthermie

SCHOTT ist auch ein führender Hersteller von solarthermischen Receivern, die in Parabolrinnen-Kraftwerken zum Einsatz kommen. Eine Fertigungsstätte für Receiver befindet sich in Mitterteich/Deutschland, eine weitere soll im März 2008 in Sevilla/Spanien die Produktion aufnehmen. Zusammen mit der geplanten Anlage in Albuquerque steigt die Produktionskapazität auf über 600 Megawatt pro Jahr. Solarthermische Parabolrinnen-Kraftwerke nutzen Parabolspiegel zur Bündelung der Sonnenstrahlung auf ein Receiverrohr. Die eingefangene Sonnenstrahlung erhitzt das in dem Rohr strömende Thermoöl auf 370 Grad Celsius. Dieses wird über einen Wärmetauscher geleitet, in dem Dampf produziert wird, der dann in Turbinen Strom erzeugt. "Die kürzlich erfolgte Eröffnung des Solarkraftwerks Nevada Solar One mit 64 Megawatt belegt, dass die Zeit für großflächige Solarenergie-Erzeugung gekommen ist", kommentiert Mark Finocchario, CEO von SCHOTT Solar Inc. "Wir erwarten, dass die Zuverlässigkeit und Kosteneffizienz von solarthermischen Kraftwerken in Verbindung mit der starken Sonneneinstrahlung in den südwestlichen US-Staaten dazu beitragen werden, dass Solarenergie bis 2025 eine der führenden Quellen für erneuerbare Energien in den USA wird."

14.01.2008   Quelle: SCHOTT AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: SCHOTT AG,
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SOLON schließt Vertrag mit neuem Solarzellen-Lieferanten

Neubau der ARISE Technologies in Bischofs- werda (Januar 2008).
Neubau der ARISE Technologies in Bischofs-
werda (Januar 2008).

Die Berliner SOLON AG für Solartechnik, einer der größten europäischen Solarmodulproduzenten und ein führender Anbieter von Photovoltaiksystemen für solare Großkraftwerke schließt einen Vertrag über den Bezug von Solarzellen mit der deutschen Tochter der ARISE Technologies Corporation mit Sitz in Waterloo (Ontario, Kanada). Die Vereinbarung habe eine Laufzeit von fünf Jahren und sehe einen Lieferumfang von 212 Megawatt (MW) vor, heißt es in der Pressemitteilung. Die Lieferung der Solarzellen aus dem neu gebauten ARISE-Werk in Bischofswerda (Sachsen) soll im zweiten Quartal 2008 beginnen.   Die SOLON AG baue damit Ihren Lieferantenkreis weiter aus.

14.01.2008   Quelle: Solon AG für Solartechnik ARISE Technologies Corporation   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: ARISE Technologies Corporation,
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BSW-Solar: Deutsche Photovoltaik-Industrie weiter auf Wachstumskurs - 23 Prozent Umsatzplus im Jahr 2007; 10.000 neue Arbeitsplätze

Solarstrom liegt auch 2008 voll im Trend.
Solarstrom liegt auch 2008 voll im Trend.

2007 war für die deutsche Solarstrom-Branche ein Jahr der Rekorde. Die Zahl der vornehmlich auf deutschen Dächern montierten Solarstromanlagen vergrößerte sich nach Angaben des Bundesverbandes Solarwirtschaft (BSW-Solar) um rund 130.000 auf insgesamt 430.000. Mit rund 1.100 Megawatt Spitzenleistung (MWp) zugebauter Solarstromleistung gingen laut BSW-Solar im vergangenen Jahr so viele Solarstromanlagen in Deutschland an das Netz wie nie zuvor. Davon profitierten heimische Hersteller, Zulieferer und Handwerker. Der Umsatz deutscher Photovoltaikhersteller stieg im letzten Jahr um 23 Prozent auf rund 5,5 Milliarden Euro. Deutsche Solarunternehmen haben 2007 rund 10.000 neue Arbeitsplätze geschaffen, betont der Branchenverband. Die Gesamtbeschäftigtenzahl der Solarbranche stieg auf insgesamt 40.000. 

Solarstrom soll langfristig rund ein Viertel der deutschen Stromversorgung decken

Auch für 2008 rechnet der Bundesverband Solarwirtschaft (BSW-Solar) mit einem Photovoltaik-Marktwachstum im zweistelligen Prozentbereich. BSW-Solar Geschäftsführer Carsten Körnig ist zuversichtlich: "Die Wachstumsindikatoren stehen auf grün. Neue Produktionsstätten, Fortschritte bei der Massenfertigung und Produktinnovationen führen zu sinkenden Preisen bei weiter steigender Qualität. Bleiben auch die politischen Anreize zur Markteinführung verlässlich, werden wir unsere Technologieführerschaft weiter ausbauen und Deutschland zum stärksten Exporteur und Profiteur des weltweiten Solarbooms machen." Experten gehen davon aus, dass Solarstrom langfristig rund ein Viertel der deutschen Stromversorgung decken kann und sich die Photovoltaikbranche zunehmend zu einer globalen Leitindustrie entwickelt. Nach jüngsten Hochrechnungen von EuPD Research konnten deutsche Solarhersteller ihren Produktionsausstoß 2007 gegenüber dem Vorjahr erheblich steigern. Rund 45 Prozent mehr Solarzellen und deutlich über 50 Prozent mehr Solarwafer und Solarmodule liefen 2007 vom Band.


Photovoltaik-Exportquote soll auf 70 Prozent steigen

Das Auslandsgeschäft entwickelt sich zu einem immer stärkeren Standbein der deutschen Photovoltaikindustrie. 2007 wurden Waren im Wert von zwei Milliarden Euro exportiert (2006: 1,5 Mrd. €). Die Marktöffnung in weiten Teilen Südeuropas und Nordamerikas trug dazu bei, dass die Exportquote um rund vier Prozent auf 38 Prozent anwuchs. "Langfristig strebt unsere Industrie einen Exportanteil von 70 Prozent an, wie er heute bei Windanlagen- und Maschinenbau üblich ist. Wir rechnen mit einem jährlichen globalen Marktwachstum von 20 bis 30 Prozent in den nächsten Jahren", so Carsten Körnig.

Den Herstellerumsätzen standen 2007 Investitionsausgaben von 1,5 Milliarden Euro am Standort Deutschland gegenüber. Niemals zuvor brachten die Unternehmen mehr Geld für den Auf- und Ausbau der Produktion und für Forschung und Entwicklung auf. Fünfzehn neue Solarfabriken sind derzeit am Standort Deutschland in Bau oder Planung. Der Großteil davon sind Dünnschicht-Fabriken. Die junge Technologie auf der Basis von Silizium und anderen Halbleitermaterialien konnte bereits 2007 große Fortschritte verbuchen und wird auch 2008 ihre Kapazitäten weiter deutlich erweitern.


Photovoltaikanlagen mit 3,8 GWp produzieren rund 3.000 GWh Solarstrom

In Deutschland sind nach Angaben des BSW-Solar inzwischen Solarstromanlagen mit einer Gesamtleistung von rund 3,8 Gigawatt (GWp) installiert. Die produzierte Strommenge von 3.000 Gigawattstunden (GWh) reicht rechnerisch aus, um ganz Hamburg mit Haushaltstrom zu versorgen. Nach einem Zubau von jeweils 850 MWp in den Vorjahren 2005 und 2006 wurden 2007 rund 1,1 Gigawatt Photovoltaikleistung (1.100 MW) in Deutschland installiert.

14.01.2008   Quelle: Bundesverband Solarwirtschaft (BSW-Solar)   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: EPURON GmbH,
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SunEdison nimmt eines der größten US-Photovoltaik-Kraftwerke in Betrieb

Freiflächen-Solarkraftwerk mit einer Leistung von 8,22 Megawatt (MW) in Alamosa (Colorada).
Freiflächen-Solarkraftwerk mit
einer Leistung von 8,22 Megawatt
(MW) in Alamosa (Colorada).

SunEdison, nach eigenen Angaben größtes Solarenergie-Serviceunternehmen Nordamerikas berichtet, das Unternehmen habe am 17.12.2007 ein Freiflächen-Solarkraftwerk mit einer Leistung von 8,22 Megawatt (MW) in Alamosa (Colorado) in Betrieb genommen. Die Photovoltaik-Anlage ist eines der größten Solarkraftwerke der USA und speist den Solarstrom in das Netz eines großen Elektrizitätsversorgers ein. Das Solarkraftwerk hat eine Grundfläche von rund 33 Hektar (80 acres) und wird jährlich zirka 17.000 Megawattstunden Solarstrom produzieren, genug um rechnerisch 1.500 Haushalte zu versorgen. Dabei werden laut SunEdison innerhalb von 20 Jahren so viele CO2-Emissionen vermieden, wie PKW erzeugen, die 765 Million Meilen fahren. 

Neues Gesetz verpflichtet Stromproduzenten 20 Prozent der Elektrizität aus erneuerbaren Energiequellen zu erzeugen.

Das Solarkraftwerk wurde von Sun Edison finanziert und errichtet und wird auch von dem Unternehmen im Rahmen eines Solarenergie-Dienstleistungsvertrags betrieben werden. Nach dem Vertrag erwirbt der Stromversorger Xcel Energy Ökostromzertifikate (RECS) und nimmt den Solarstrom 20 Jahre lang ab. Im März 2007 hatte der Gouverneur von Colorado, Bill Ritter ein neues Gesetz unterzeichnet, das Stromproduzenten wie Xcel Energy verpflichtet bis zum Jahr 2020 20 Prozent der Elektrizität aus erneuerbaren Energiequellen zu erzeugen. "Colorado macht sich mit Projekte wie diesem im San Luis-Tal auf den Weg zu einer neuen Ökonomie. Es liefert saubere Energie für den Staat, schützt die Umwelt und schafft zugleich Arbeitplätze und Einkommen in den ländlichen Gemeinden", sagte Gouverneur Ritte bei der Grundsteinlegung im April 2007. Das Solarkraftwerk von SunEdison sei ein herausragendes Beispiel dafür, wie Colorado die Vorteile der erneuerbaren Energien nutze.


Drei Photovoltaik-Technologien im Einsatz

Mit dem Bau des Solarkraftwerks in Alamosa waren 50 neue Arbeitsplätze vor Ort verbunden. Nach seiner Fertigstellung arbeitet ein kleines Team weiter. In der Solarstromanlage werden drei verschiedene Technologien eingesetzt: fest installierte Solarmodule, einachsig nachgeführte Module und zweiachsig nachgeführte Konzentratormodule. "Hier handelt es sich um ein einzigartiges Kraftwerk" sagt Karen Hyde, Vizepräsidentin für Ressourcenplanung und Akquisition bei Xcel Energy. "Drei PV-Technologien wurden gleichzeitig installiert. Die Leistungsüberwachung wird uns erlauben die Systemleistung zu studieren und die Vorzüge der jeweiligen Technik über die gesamte Laufzeit von 20 Jahren zeigen", so Hyde weiter.

14.01.2008   Quelle: Xcel Energy; Sun Edison LLC   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Xcel Energy,
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Europäische Woche der nachhaltigen Energien widmet einen ganzen Tag der Photovoltaik

European Sustainable Energy Week.
European Sustainable Energy Week.

Unterstützt von der EU-Kampagne "Sustainable Energy Europe 2005-2008", veranstalten die EU-Generaldirektion Energie und Verkehr und weitere europäische Institutionen sowie Interessengruppen aus dem Energiesektor die Europäische Woche der nachhaltigen Energien (EUSEW). Nach einer beispiellosen Zusammenarbeit zwischen der EU-Kommission und einer großen bandbreite privater und öffentlicher Akteure im Jahr 2007 findet die zweite EUSEW vom 28. Januar bis zum 1. Februar 2008 statt. Am 31. Januar steht die Photovoltaik im Mittelpunkt. Der Tag beginnt mit der Vormittagsveranstaltung "PV solar energy - the way forward", organisiert von der Europäischen Photovoltaik-Technologieplattform.  Die Tagung präsentiert die neueste Version der Photovoltaik-Forschungsagenda und will die zahlreichen Vorteile der Solarstromtechnologie sowie deren Beitrag zu den energiepolitischen Zielen bis 2020 und darüber hinaus herausarbeiten.



Gebäudeintegrierte Photovoltaik: ein Markt der Zukunft

Am Nachmittag lädt der Europäische Photovoltaik-Industrieverband (EPIA) ein zur der Veranstaltung "Buidling Integrated PV - a market segment with a huge potential". Gebäudeintegrierte Solarstromanlagen werden einen stetig wachsenden Beitrag zur künftigen Energiebilanz von Gebäuden leisten, betont EPIA. Die Veranstaltung wird herausragende Beispiele der PV-Integration zeigen. Zusätzlich stellen Experten die besten Förderprogramme und politischen Rahmenbedingungen zur Entwicklung dieses Marktsegments vor.

· Informationen und Registrierung für "Buidling Integrated PV - a market segment with a huge potential". Veranstaltungsort: Brüssel . EU Charlemagne-Gebäude, Raum S1: http://www.eusew.eu/page.cfm?page=events&selEvent=90.

· Informationen und Registrierung für "PV solar energy - the way forward" Veranstaltungsort: Brüssel . EU Charlemagne-Gebäude, Raum S2: http://www.eusew.eu/page.cfm?page=events&selEvent=91

Weitere Informationen zur Photovoltaik-Forschungsagenda im Solar-Magazin: solar-report_1107.html

14.01.2008   Quelle: EPIA; EUSEW   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: EUSEW.,
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Universität Luxemburg: Antrittsvorlesung über CIS-Solarzellen, und Kristallstrukturen

Photovoltaik-Expertin Prof. Dr. Susanne Siebentritt.
Photovoltaik-Expertin Prof. Dr. Susanne Siebentritt.

Im Rahmen der Antrittsvorlesungen "new@uni.lu" an der Universität Luxemburg präsentiert sich am 15. Januar 2008 die Physikerin Prof. Dr. Susanne Siebentritt, Inhaberin des TDK-Lehrstuhls für Photovoltaik. Unter dem Titel "Solarzellen, Kristallstrukturen, Defekte und Ihre Stromrechnung" wird Prof. Dr. Siebentritt , ihr Forschungsgebiet vorstellen. Die Veranstaltung in Luxemburg findet statt um 18 Uhr auf dem Campus Limpertsberg im Bâtiment des Sciences, Hörsaal BS 0.03. Der Vortrag ist öffentlich und richtet sich nicht nur an Wissenschaftler und Studierende, sondern auch an interessierte Bürger. Dünnschichtsolarzellen sind die nächste Generation der Photovoltaik. Sie versprechen deutlich höhere Kosteneinsparungen als herkömmliche Solarzellen aus Siliziumscheiben, denn sie brauchen deutlich weniger Material und Energie. Die erfolgreichste Technologie für Dünnfilmsolarzellen basiert auf Chalkopyriten (CIS) als Absorbermaterial.  Neben dem technologischen Interesse an diesem Material, aus dem Solarzellen inzwischen industriell gefertigt werden, bietet die grundlegende Halbleiterphysik dieses Materials zahlreiche Überraschungen. In ihrem Vortrag wird Prof. Dr. Siebentritt über einige dieser Besonderheiten berichten, wie zum Beispiel Defekte, die überhaupt erst das Funktionieren der Solarzelle ermöglichen.



TDK unterstützt Photovoltaik-Lehrstuhl mit rund 3,5 Millionen Euro jährlich

Prof. Dr. Susanne Siebentritt leitet seit 1. April 2007 das Photovoltaik-Labor der Universität Luxemburg. Dieser Lehrstuhl wird finanziert von dem japanischen Unternehmen TDK. Im September 2006 hatten TDK, die Luxemburger Regierung und die Universität Luxemburg ein Abkommen über die Schaffung einer "TDK Europe Professorship" für die Erforschung von Halbleitermaterialien für Solarzellen ohne Silizium und Indium geschlossen. Das Unternehmen unterstützt den Lehrstuhl mit 500 Millionen Yen (rund 3,5 Millionen Euro) über eine Dauer von fünf Jahren.

Susanne Siebentritt, gebürtig aus Nürnberg, absolvierte ein ausgezeichnetes Physikstudium an den Universitäten von Erlangen und Hannover, wo sie im Jahr 1992 promovierte. Nach zwei Postdoc-Stellen an der Universität von Kalifornien in Los Angeles und der Freien Universität Berlin wechselte sie zum Hahn-Meitner-Institut in Berlin, wo sie im Jahr 1998 den Posten der Projektleiterin übernahm. Im Jahr 2005 verlieh ihr die Freie Universität Berlin den Titel des Privatdozenten. Prof. Dr. Siebentritt ist Expertin auf dem Gebiet der Chalkopyrite (CIS), einer Klasse von Halbleitern, die es erlauben, Solarzellen mit hohem Wirkungsgrad und sehr großem Kosteneinsparungspotential herzustellen. Frau Siebentritt ist Autorin oder Co-Autorin von über 70 wissenschaftlichen Veröffentlichungen.

Die Vorlesung hält Prof. Dr. Siebentritt auf Deutsch, sie dauert rund eine Stunde; der Eintritt ist frei. Die Einführung übernimmt Prof. Dr. Massimo Malvetti, Dekan der Fakultät für Naturwissenschaften, Technologie und Kommunikation. Im Anschluss findet ein Empfang statt. Außerdem wird für interessierte Gäste eine geführte Besichtigung des Photovoltaik-Labors angeboten.

Weitere Informationen: Photovoltaik-Labor der Universität Luxemburg


14.01.2008   Quelle: Universität Luxemburg - Université du Luxembourg   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Universität Luxemburg,
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Solar-Initiative fördert "Ein Dach für die Wissenschaft"

Die Initiatoren der Initiative
Die Initiatoren der Initiative "Ein Dach für
die Wissenschaft"

Am 8. Januar 2008 startete die Initiative "Ein Dach für die Wissenschaft" mit einer Auftaktpressekonferenz in der Universität Würzburg sowie der Versendung der ersten Einladungen zur Teilnahme an 586 mainfränkische Unternehmen, Personen und Institutionen. Mit dieser vom Universitätsbund Würzburg unterstützten Initiative der Tauber-Solar Management GmbH soll die Wissenschaft auf dem Gebiet des Umweltenergierechts an der Universität Würzburg gefördert werden. Unternehmen sollen im Rahmen der Initiative bisher ungenutzte Dachflächen zur Verfügung stellen, denen Tauber-Solar Photovoltaik-Anlagen installiert und betreibt, so dass für die Dachbesitzer weder ein wirtschaftliches Risiko noch planerischer Aufwand entsteht.  Für die Bereitstellung der Dachflächen erhalten sowohl der Dachbesitzer als auch die Universität Würzburg jährlich eine Vergütung, die von der Leistung der installierten Solarstromanlage und damit nicht von der tatsächlichen Stromerzeugung abhängt. Für den der Forschung an der Universität Würzburg zugute kommenden Betrag kann der Dachbesitzer zudem eine Spendenbescheinigung erhalten, heißt es in der Pressemitteilung der Universität Würzburg.



Wissenschaftsförderung plus saubere Energieerzeugung

"Mit der Initiative Ein Dach für die Wissenschaft gewinnen damit alle: die Dachbesitzer durch eine zusätzliche Einnahmequelle, die Universität Würzburg durch die finanzielle Förderung eines zukunftsweisenden wissenschaftlichen Bereichs und das Klima durch saubere Energieerzeugung", so die Initiatoren. Auf der Pressekonferenz betonte der Präsident der Universität Würzburg, Prof. Haase, die große Bedeutung der Förderung wissenschaftlicher Forschung durch private Initiativen. Die Universität habe zum einen die Aufgabe, mit den ihr zur Verfügung stehenden begrenzten Mittel die grundlegende Lehre einer immer größer werdenden Zahl von Studierenden sicherzustellen. Zum anderen solle jedoch auch die Forschung im Hinblick auf innovative und zukunftsträchtige Themen vorangetrieben werden. Insofern sei der Gedanke der Initiative besonders zu würdigen, da sie es der Universität ermögliche, zusätzliche Mittel für neue Forschungsansätze einzusetzen.

Dr. Haaf, Geschäftsführer der Tauber-Solar Management GmbH, stellte die Initiative und die Geschäftstätigkeit von Tauber Solar vor. Diese Firmengruppe ist auf die Projektierung und Finanzierung über Beteiligungsmöglichkeiten von Solarstromanlagen spezialisiert. Es freue ihn sehr, dass die Initiative nun umgesetzt werden konnte und er hoffe, dass gemeinsam mit den Unternehmen der Region eine große Unterstützung für die innovative Einrichtung der Forschungsstelle Umweltenergierecht geleistet werden könne.


Gewinn für die Wissenschaft und die Unternehmen

Lehrstuhlinhaber Prof. Schulze-Fielitz lobte die Konstellation der Initiative, bei der es nur Gewinner gebe. Von dieser "Win-Win-Situation" würden die Wissenschaft, die beteiligten Unternehmen und die Umwelt gleichermaßen profitieren. Er unterstrich die Neuartigkeit des an der Forschungsstelle untersuchten Rechtsgebiets, für das es vor fünf bis zehn Jahren noch nicht einmal eine Bezeichnung gegeben habe. Thorsten Müller stellte die Forschungsstelle Umweltenergierecht vor und betonte zwei Besonderheiten der Initiative: Die Finanzierung über 25 Jahre und die gewährte wissenschaftliche Freiheit würden "Ein Dach für die Wissenschaft" von anderen Formen der Wissenschaftsförderung grundlegend unterscheiden.

Die gemeinsame Schirmherrschaft für die Initiative haben Dr. Anja Weisgerber, Hans-Josef Fell und Walter Kolbow übernommen. Die drei Abgeordneten des Europaparlaments bzw. des Deutschen Bundestages sind Absolventen der Julius-Maximilians-Universität Würzburg. Sie sind in ihrer politischen Arbeit mit Fragen des Klimawandels und des Umweltenergierechts befasst.


Umweltenergierecht definiert Rahmenbedingungen zum Ausbau der erneuerbaren Energien

Auf der Pressekonferenz betonte Walter Kolbow, dass durch den Umgang mit Energie auch besonders wichtige Aspekte der internationalen Friedenssicherung und -sicherheit berührt würden. Deshalb sei es sehr wichtig, die Debatte über eine nachhaltige und zukunftsweisende Energie- und Klimapolitik zu führen und die rechtlichen Rahmenbedingungen hierfür zu schaffen. Hans-Josef Fell hob hervor, dass die Forschung zum Umweltenergierecht weitere Ansätze liefern kann, das Klima entschiedener schützen und erneuerbare Energien effektiver ausbauen zu können. In seiner politischen Arbeit, etwa bei der Entwicklung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) im Jahr 2000, habe er gemerkt, wie wichtig es sei, dass die rechtlichen Aspekte wissenschaftlich fundiert untersucht werden.

13.01.2008   Quelle: Universität Würzburg   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Robert Emmerich (Universität Würzburg).,
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Neue Messe "Gebäude.Energie.Technik": Über 100 Aussteller informieren in Freiburg über energieeffizientes Bauen, Modernisieren und Sanieren

Messe Freiburg.
Messe Freiburg.

Energieeffizienz wird immer wichtiger. Stetig steigende Energiepreise einerseits, der Klimawandel und seine Folgen andererseits zwingen zum Handeln: Energiesparen und effizienter Einsatz moderner Technologien beim Modernisieren, Sanieren und Bauen sind daher aktueller denn je. Die Messe Gebäude.Energie.Technik stellt vom 15. bis 17. Februar 2008 in Freiburg energieeffizientes Modernisieren, Sanieren und Bauen in seiner gesamten Vielfalt dar und bietet konkrete Planungshilfen, Energieberatung, Fachvorträge und Nutzerseminare. 

Fachkundige Beratung für Endverbraucher und gewerbliche Bauherren

Für Bauherren ist die energieeffiziente Sanierung und Modernisierung des eigenen Heims sowie deren technische und finanzielle Umsetzung oft eine große Herausforderung. Die Auswahl an Materialien, Techniken und Förderungsmöglichkeiten und der damit verbundene Beratungsbedarf wachsen kontinuierlich. Die Gebäude.Energie.Technik richtet sich gleichermaßen an sanierungswillige private und gewerbliche Bauherren. Sie fördert den Austausch zwischen Endverbrauchern, Banken, Handwerkern, Fachanbietern von Bauelementen und Gebäudetechnik sowie Energiedienstleistern. Die erste Gebäude.Energie.Technik findet vom 15. bis 17. Februar 2008 in der Messe Freiburg statt. Bauherren, die sich in der Planung für ein Neubau- oder Sanierungsprojekt befinden haben die Möglichkeit, sich allgemeine Informationen zu bestimmten Themenbereichen und auch individuelle Beratung für ihr konkretes Projekt einzuholen. Das Herzstück der Gebäude.Energie.Technik ist der Marktplatz Energieberatung. Hier erhalten interessierte Bauherren und Modernisierer durch kompetente und qualifizierte Energieberater aus der Region eine produktneutrale Erstberatung. Termine für eine persönliche Beratung können schon vor der Messe bei der Energieagentur Regio Freiburg telefonisch (0761/79 177-0) oder per E-Mail (info@energieagentur-freiburg.de) vereinbart werden.


Hochwertiges Rahmenprogramm mit Fachvorträgen und Seminaren

An allen drei Messetagen werden für die Messebesucher kostenfreie Praxisvorträge von kompetenten Fachleuten angeboten, wobei aus erster Hand über z.B. energieeffiziente Anlagetechniken, ökologische Baukomponenten, aktuelle Förderungen und beispielhaft durchgeführte Sanierungs- und Neubauprojekte berichtet wird.


Neue Plattform für den Immobilienkauf

Für Immobiliensuchende gibt es am Wochenende der Gebäude.Energie.Technik ein weiteres Highlight: am 16. und 17. Februar findet parallel die erste IMMO, die große Immobilienmesse für den Raum Südbaden statt. Sie bietet interessierten Besuchern die Gelegenheit, in kürzester Zeit viele Immobilien im privaten und gewerblichen Bereich zum Kauf oder zur Miete zu vergleichen.

Die Gebäude.Energie.Technik 2008 findet erstmals vom 15. bis 17. Februar 2008 in der Messe Freiburg statt. Veranstaltet wird sie von der Freiburg Wirtschaft Touristik und Messe (FWTM) und der Solar Promotion GmbH aus Pforzheim. Mitveranstalter ist die Handwerkskammer Freiburg. Als Premiumpartner unterstützen die badenova, die Sparkasse Freiburg - Nördlicher Breisgau und die Volksbank Freiburg die neue Messe.

Weitere Informationen zu beiden Messen unter:

http://www.get-freiburg.de/ und

11.01.2008   Quelle: Nordex AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Nordex AG,
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Solar-Unternehmen EverQ beruft Technik-Chef in die Geschäftsführung

EverQ1-Produktion und Verwaltung in Thalheim
EverQ1-Produktion und Verwaltung in
Thalheim

Das Photovoltaik-Unternehmen EverQ GmbH aus (Bitterfeld-Wolfen; Sachsen-Anhalt) hat Hans-Jörg Axmann (37) mit sofortiger Wirkung als neuen Chief Technology Officer (CTO) in seine Geschäftsführung berufen. Axmann verantworte damit unter anderem das Engineering sowie die Forschung und Entwicklung der EverQ GmbH, berichtet das Unternehmen in einer Pressemitteilung. Der studierte Physiker und Werkstoffwissenschaftler ist bereits seit Januar 2006 in leitenden Positionen für EverQ tätig, zuletzt als Leiter der Technologie. Zuvor war Axmann Produktionsleiter des Halbleiter-Unternehmens Schott Lithotec AG in Jena. Der Solarmodul-Hersteller EverQ GmbH zählt zu den führenden High-tech Unternehmen in der Photovoltaik-Industrie.  EverQ ist ein Gemeinschaftsunternehmen der Q-Cells AG (Thalheim, Sachsen-Anhalt), der Renewable Energy Corporation ASA (Norwegen) und der Evergreen Solar Inc. (USA). EverQ beschäftigt nach eigenen Angaben rund 1.000 Mitarbeiter und bereitet derzeit seinen Börsengang vor.


"EverQ befindet sich in einer Phase der starken Expansion. Mit der Ernennung von Hans-Jörg Axmann haben wir den richtigen Mann in der Geschäftsführung, um diesen Kurs auch aus technologischer Sicht erfolgreich weiterzuführen", sagt EverQ-Geschäftsführer Rainer Mohr.

11.01.2008   Quelle: EverQ GmbH   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Evergreen Solar Inc.,
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Solarthermie-Großanlagen für mehr Energieeffizienz in Gartenbau, Ernährungs- und Landwirtschaft

Große Solarwärmeanlage zur Heizung und Kühlung mit Paradigma-Röhrenkollektoren (Vordergrund)
Große Solarwärmeanlage zur Heizung und Kühlung
mit Paradigma-Röhrenkollektoren (Vordergrund)

Paradigma präsentiert die AquaSolar-Technologie für solare Großanlagen (SGA) erstmals auf der Internationalen Grünen Woche, die vom 18. bis zum 27. Januar in Berlin stattfindet. Am Messestand 116.A in Halle 4.2 bietet das Unternehmen interessierten Besuchern Einblick in die Funktion von Solarthermie-Großanlagen für den gewerblichen Einsatz, der von der solaren Erweiterung über teilsolares Heizen bis zur Prozesswärme reicht. Entsprechend vielfältig sind die Anwendungsgebiete beispielsweise bei der Prozesswärme: unter anderem Waschanlagen, Fleischereien, Stallheizungen, Brauereien, Lebensmittel- und Getränkeindustrie, Großküchen oder Großreinigungen.   Die moderne Tier- und Pflanzenzucht erfordert große Mengen an Heizenergie. Entsprechend hoch sind die Kosten für konventionelles Heizen mit Öl und Gas. Dazu Karlheinz Venter, Marketingleiter der Paradigma Energie- und Umwelttechnik GmbH: "Mit solarthermischen Großanlagen machen sich Unternehmen aus der Ernährungs- und Landwirtschaft sowie dem Gartenbau langfristig unabhängig von steigenden Öl- und Gaspreisen – denn die Sonne schickt keine Rechnung. Auch durch eine Vielzahl an bundesweiten und regionalen Förderprogrammen sind SGA, die einen wirksamen Beitrag zum Klimaschutz darstellen, finanziell ausgesprochen attraktiv."


Die AquaSolar-Technologie: in mehr als 20.000 Kleinanlagen bewährt

Die Erweiterung des mit dem "Bundespreis 2006 für hervorragende innovatorische Leistungen für das Handwerk" ausgezeichneten und an mehr als 20.000 Kleinanlagen erfolgreich erprobten AquaSystems auf solare Großanlagen resultiert aus der größeren Rentabilität von SGA gegenüber kleinen, privat initiierten und finanzierten Anlagen. Zudem führen SGA zu geringeren spezifischen Wärmeverlusten pro Quadratmeter Kollektorfläche, zu günstigeren statistischen Verbrauchsprofilen und zu niedrigeren spezifischen Installations- und Wartungskosten. Das 2004 eingeführte AquaSystem von Paradigma funktioniert in Kombination mit dem hocheffizienten CPC-Röhrenkollektor. Dabei wird normales Heizungswasser anstelle des üblichen Frostschutz-Wasser-Gemisches als Wärmeträger verwendet. Die entscheidenden Systemvorteile der Aqua-Solar-Technologie bei solaren Großanlagen fasst Dr. Rolf Meißner, Entwicklungsingenieur Solarwärme-Systeme und Projektleiter SGA bei Paradigma, so zusammen: "Eine Aqua-Anlage arbeitet wie ein Zusatzkessel mit beliebig wählbarer Temperatur und gewährleistet den Frostschutz überwiegend mit sonst nutzloser Niedertemperaturwärme. Solarwärmetauscher und Frostschutzmittel sind also überflüssig, wodurch die Kosten erheblich sinken. Es gibt kein Überhitzungsproblem mehr, damit ist eine Prozesswärmegewinnung bis 150 °C möglich. Die Probleme der Frostschutzchemikalien entfallen komplett."


Eimerprinzip sorgt für optimale Schichtung im Speicher

Darüber hinaus kann mit dem so genannten Eimerprinzip eine hervorragende Schichtung im Speicher erzielt werden, da praktisch jede Temperatur ohne dramatische Wirkungsgradeinbuße erreichbar sei, betont Paradigma. Mit dem Intervallbetrieb würden übers Jahr rund 50 % der Pumpenlaufzeit eingespart. Durch das Eimerprinzip seien auch beliebig große Solarpumpen einfach beherrschbar. Kürzere Pumpenlaufzeiten, weniger Umwälzarbeit sowie die extrem niedrigen Wärmeverluste von CPC-Röhrenkollektoren sparten zusammen mehr Energie ein, als insgesamt für den aktiven Frostschutz gebraucht wird. Die umfangreiche Funktionskontrolle des Reglers sichere einen optimalen Betrieb, entdecke und melde sofort Fehler und sichere bei auftretenden Störungen -wie z.B. dem Ausfall von Temperaturfühlern - bestimmte Notlaufeigenschaften.

11.01.2008   Quelle: Paradigma Energie- und Umwelttechnik GmbH & Co. KG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Paradigma Energie- und Umwelttechnik GmbH,
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GFK-Studie: Modernisierungsstau im Heizkeller trotz lohnender Investitionen

Der Wunsch nach einer Senkung der Heizkosten ist für die meisten Eigenheimbesitzer bei Investitionen in eine energiesparende Heizung ausschlaggebend. Dennoch werden alte Heizungen in 80 Prozent der Gebäude solange weiter genutzt, wie sie funktionieren. Das sind Ergebnisse einer repräsentativen Befragung unter 1.000 Eigenheimbesitzern, die durch die Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) im Auftrag des Bundesindustrieverbandes Deutschland Haus-, Energie- und Umwelttechnik (BDH) durchgeführt wurde. Der Anschaffungspreis für die neue Heizung verhindere häufig eine Modernisierung, obwohl sich der Austausch veralteter Heizkessel bei einem Preisniveau von 75 Euro pro 100 Liter Heizöl bereits nach rund fünf Jahren rechne. Da die Gaspreise sich den Ölpreisen angleichen, sei auch die Modernisierung von Gasheizungen lohnenswert, betont der BDH.   Die wichtigste Informationsquelle im Rahmen der Modernisierung ist laut Studie der Heizungsinstallateur. Von ihm werden neben der technischen Beratung auch Informationen zu Förderprogrammen erwartet. Dennoch gaben Installateure laut Studie in nur 45 Prozent der Fälle einen Anstoß zur Modernisierung. Hier verbirgt sich aus Sicht der Branche ein hohes Potenzial. Rund zwei Drittel der Nicht-Modernisierer haben zwar Interesse an einer fachkundigen Energieberatung, aber nur weniger als ein Viertel der Modernisierer hat sie tatsächlich in Anspruch genommen.


Lohnende Kombination mit einer Solarwärmeanlage

"Die GFK-Studie zeigt, dass Hauseigentümer sich von den anfänglichen Investitionskosten für eine Heizungsmodernisierung abschrecken lassen. Dabei rechnet sich diese Investition bei hohen Energiepreisen über die 30-prozentige Energieeinsparung, die sich durch den Austausch des alten Heizkessels und den Einsatz moderner Heiztechnik ergibt - bereits nach wenigen Jahren", kommentiert Klaus Jesse, Präsident des BDH. Kombiniere der Eigenheimbesitzer den modernen Heizkessel mit einer Solarwärmeanlage, könne er zusätzliche Einsparungen von 16 Prozent erzielen und für diese Investition einen staatlichen Zuschuss von bis zu 2.000 Euro in Anspruch nehmen.


Verunsicherung bei privaten Investoren

Die Studie zeige darüber hinaus staatlich verursachte Gründe für die Marktblockade auf, betont der DH. Hier nannten die Befragten eine Verunsicherung hinsichtlich der Versorgungssicherheit und erneuerbarer Energien sowie ständig neue Gesetze und Verordnungen, eine zu bürokratische und undurchsichtige Förderpolitik sowie die Mehrwertsteuererhöhung Ende 2006. Klaus Jesse zieht ein Fazit aus den Ergebnissen der GfK-Studie: "Es gibt keinen Grund, um zu zögern. Jetzt ist die richtige Zeit für Eigenheimbesitzer, die hohen Einsparpotenziale durch Investitionen in moderne Heiztechnik und erneuerbare Energien zu nutzen. Immerhin können allein durch moderne Wärmeerzeuger in Kombination mit erneuerbaren Energien bis zu 46 Prozent Energie gegenüber den alten Heizungen eingespart werden. Das schützt vor langfristig hohen Energiepreisen."

11.01.2008   Quelle: Bundesindustrieverband Deutschland Haus-, Energie- und Umwelttechnik e. V.   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

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Herbstmeister im "Solar-Sport" ermittelt: Schleswig-Holstein setzt sich in der Solarbundesliga gegen Bayern durch

Der schleswig-holsteinischen 386-Seelen-Gemeinde Frestedt ist es mit 808 Punkten gelungen, die seit 2003 währende Spitzenposition bayerischer Kommunen in der Solarbundesliga zu durchbrechen. Der Rekordmeister Rettenbach am Auerberg (787 Punkte) wurde in der Zwischenwertung zum Jahreswechsel auf den zweiten Platz verwiesen. Auf den dritten Rang kam die bayerische Gemeinde Gollhofen (725 Punkte). Organisiert wird der Wettstreit der Kommunen um die höchste Solardichte je Einwohner von der Fachzeitschrift Solarthemen und der Deutschen Umwelthilfe.   "Wir freuen uns, dass nun auch der Norden aktiver in den Solarsport einsteigt", sagt Robert Spreter, Leiter des Bereichs Kommunaler Umweltschutz bei der Deutschen Umwelthilfe. Bislang sei die Solarbundesliga vor allem in den südlichen Bundesländern beliebt.


Mehr als 1.000 Kilowattstunden Solarstrom je installiertem Kilowatt PV-Leistung auch im Norden möglich

Allerdings sei auch in Norddeutschland die Solarenergie sehr gut zu nutzen, weiß Jens Rohde, der stellvertrende Bürgermeister von Frestedt. Er selbst betreibt Solarstromanlagen mit einer Gesamtleistung von mehr als 1.100 Kilowatt. "Mehr als 1.000 Kilowattstunden je Kilowatt erwirtschaften wir bei uns mit guten Anlagen", erklärt Rohde. Und bei einer besonderen Anlage, die er auf einem selbstdrehenden Dach installiert hat, einem sogenannten "Sündreyer", sei es sogar noch mehr. Vor allem die Landwirte in seiner Kommune setzen auf die Sonne. So kommt Frestedt auf die beachtliche Leistung von 712 Kilowatt - das macht je Einwohner mehr als 1,8 Kilowatt. Und bis zum Sommer, versichert Rohde, wollen die Schleswig-Holsteiner noch zulegen. Ob es damit für die Meisterschaft im Sommer reicht, ist dennoch ungewiss. Denn auch der Rettenbacher Solarbeauftragte Rainer Friedl kündigte gegenüber den Solarthemen an, man werde sich nicht geschlagen geben.


"Solarsport" für alle Gemeinden

"Zur deutschen Meisterschaft im Sommer wird es nun besonders spannend. Auf den Spitzenplätzen ist es eng, jeder kann noch den Titel in der bis zum 1. Juni laufenden Saison holen", sagt Solarthemen-Redakteur Andreas Witt: Und auch weitere Kommunen können sich jederzeit beteiligen. Alle Informationen sind im Internet zu finden unter www.solarbundesliga.de. Zum Jahreswechsel waren bereits 1.151 deutsche Städte und Gemeinde und zusätzlich 643 Dörfer und Ortsteile in der Solarbundesliga gelistet.
Alle Gemeinden können sich am "Solarsport" beteiligen. Sie müssen lediglich drei Zahlen ermitteln: die Einwohnerzahl, die insgesamt installierte Leistung der Solarstromanlagen und die Gesamtfläche aller Solarwärmeanlagen. Anmelden kann die Kommune jeder, der sich aktiv um diese Zahlen kümmert, wie Solarvereine, Agenda-Gruppen, Handwerksverbände, Lokalzeitungen und Bürgermeister.

"Große Kommunen haben allerdings gegen die kleinen kaum eine Chance", sagt Witt. Daher werde die Meisterschaft in der vom Bundesumweltministerium geförderten Solarbundesliga auch in unterschiedlichen Größenklassen ausgespielt. Bei den Großstädten konnte die Stadt Ulm die Herbstmeisterschaft mit 49 Punkten für sich entscheiden, vor Ingolstadt (42 Punkte) und Freiburg (ebenfalls 42 Punkte). Die Mittelstädte führt das bayerische Vilsbiburg an (141 Punkte), vor den beiden baden-württembergischen Kommunen Rheinau (131 Punkte) und Neckarsulm (125 Punkte). Auf den Plätzen 1 bis 3 unter den Kleinstädten mit mindestens 1000 Einwohnern liegen die bayerischen Gemeinden Kastl (561 Punkte), Engelsberg (474 Punkte) und Wildsteig (447 Punkte).

Alle Platzierungen - auch in den jeweiligen Bundesländern und Kreisen - sind aktuell im Internet zu finden unter http://www.solarbundesliga.de.

11.01.2008   Quelle: Solarthemen   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

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Photovoltaik-Hersteller Sunways eröffnet Vertriebsbüro in Bologna

Photovoltaik-Module der Sunways AG
Photovoltaik-Module der Sunways AG

Das deutsche Solar-Unternehmen Sunways AG (Konstanz) hat in Bologna (Italien) zum Jahresbeginn 2008 eine weitere Niederlassung eröffnet. Der Konstanzer Solarzellenhersteller treibt mit der Eröffnung des italienischen Vertriebsbüros seine Internationalisierung in Südeuropa voran. "Dieser Schritt entspricht unserer Wachstumsstrategie; der italienische Markt, der bisher von unserer Zentrale in Konstanz betreut wurde, entwickelt sich vielversprechend", erläutert der Vorstandsvorsitzende Roland Burkhardt.   Wie schon bei der Eröffnung der spanischen Niederlassung vor zwei Jahren habe man sich bewusst dafür entschieden, den Vertrieb und die Kundenbetreuung in Italien selbst zu übernehmen: So sei Sunways auch im Ausland jederzeit nah am Kunden und könne seine Bedürfnisse in der Produktentwicklung berücksichtigen.


Solarzellen, Solarmodule und Wechselrichter für den italienischen Markt

"Die ist ein entscheidender Wettbewerbsvorteil", so Burkhardt weiter. Die Mitarbeiter betreuen von Bologna aus die italienischen Kunden und erschließen neue Zielmärkte. Das Portfolio umfasst sämtliche Sunways-Produkte wie Solarzellen, Solarmodule und Wechselrichter. Geleitet wird das Büro von Valter Pische, der langjährige Erfahrung in Projektplanung und dem Vertrieb von Solarprodukten in Italien mitbringt.

10.01.2008   Quelle: Sunways AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Sunways AG,
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centrotherm photovoltaics gründet Niederlassung in Taiwan

Der international tätige Technologie-Anbieter und Dienstleister für Hersteller von Solarzellen und Solarsilizium, centrotherm photovoltaics AG (Blaubeuren) hat eine Niederlassung in Taiwan gegründet: die centrotherm photovoltaics Asia Pte. Ltd. Taiwan Branch. "Mit diesem Schritt setzen wir unsere Strategie zum Ausbau unserer Marktstellung fort und etablieren uns auch international als einer der führenden Anbieter von Technologie und Dienstleistungen für die Herstellung von Solarzellen und Solarsilizium", erklärt Robert Hartung, Vorstandssprecher der centrotherm photovoltaics AG. Insbesondere in Asien und den USA plane centrotherm photovoltaics weitere Service- und Vertriebsgesellschaften auf- und auszubauen.   Die Niederlassung in Taiwan ist ein Tochterunternehmen der asiatischen centrotherm photovoltaics Asia Pte. Ltd. mit Sitz in Singapur. Diese gehört zu 100 Prozent zur centrotherm photovoltaics AG.


Taiwan will PV-Leistung bis 2010 auf 21 MW erhöhen

In Taiwan ist die Einführung eines gesetzlichen Förderprogramms für erneuerbare Energien geplant. Ziel ist, die Photovoltaik-Leistung Taiwans mit Hilfe direkter staatlicher Subventionen und verbindlich festgelegter Einspeisetarife für erneuerbare Energien bis zum Jahr 2010 auf 21 Megawatt (MWp) Peak zu steigern. Bereits heute erwirtschaftet centrotherm photovoltaics nach eigenen Angaben rund 70 Prozent ihres Umsatzes im asiatischen Raum.

10.01.2008   Quelle: centrotherm photovoltaics AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

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Photovoltaik aus Thüringen: SCHOTT Solar liefert erste ASI 86-Module aus der neuen Dünnschicht-Fertigung in Jena aus

Photovoltaik-Fassade mit ASI Thru Modulen von SCHOTT Solar
Photovoltaik-Fassade mit ASI Thru Modulen
von SCHOTT Solar

Die SCHOTT Solar GmbH, Hersteller von Solarkomponenten, hatte erst im vergangenen November mit Thüringens Ministerpräsident Dieter Althaus eine neue Fertigungsstätte in Betrieb genommen. Im neuen Werk in Jena wird das Dünnschicht-Photovoltaikmodul "SCHOTT ASI" hergestellt. Der Produktionsstart verlief planmäßig, die ersten Paletten sind bereits unterwegs zu den SCHOTT Vertriebspartnern, berichtet das Unternehmen in einer Pressemitteilung. Mit einem Investitionsvolumen von 75 Millionen Euro wurden seit der Grundsteinlegung im September 2006 neue Fertigungskapazitäten für 33 MW Dünnschichtmodule aufgebaut. SCHOTT Solar schafft damit 180 zusätzliche Arbeitsplätze am Verbundstandort Jena.  Die Inbetriebnahme erfolgte in einem Festakt am 6. November 2007 gemeinsam mit Ministerpräsident Dieter Althaus und dem SCHOTT Vorstandsvorsitzenden Prof. Dr.-Ing. Udo Ungeheuer. Der mit 15 Monaten enge Zeitplan konnte eingehalten werden, "nicht zuletzt wegen der langjährigen Erfahrung des Unternehmens in der Dünnschichtfertigung", so Factory Manager Bertram Eichhorn.



Dünnschichtmodule für große Dach- und Freiflächen

Die SCHOTT Solar Vertriebspartner sehen das neue, gerahmte Dünnschichtmodul SCHOTT ASI 86 als wertvolle Ergänzung des Produktportfolios. "Das Produktionsvolumen ist für 2008 bereits weitgehend verkauft", sagt Michael Schmidt, Vertriebsleiter bei SCHOTT Solar. "Wir bedanken uns bei unseren Vertriebspartnern für die Unterstützung und das Vertrauen, ohne die das Projekt 'Ausbau ASI' nicht in dieser Zeit hätte realisiert werden können", ist Schmidt überzeugt. Das SCHOTT ASI 86 eigne sich aufgrund seiner Maße besonders gut für große Dach- und Freiflächen, wie sie in der Landwirtschaft vorkommen. Es erzielt rund 86 Watt Nennleistung. Gerade bei nicht optimaler Dachausrichtung oder -neigung oder bei hohen Temperaturen lieferten die Dünnschichtmodule mehr Energie pro installiertem Watt Anlagenleistung als kristalline Module. Innerhalb von weniger als zwei Jahren würden die SCHOTT ASI 86 Module die gesamte Energie wieder einspielen, die für ihre Herstellung aufgewendet wurde (energetische Amortisation). Positiv auf die Wirtschaftlichkeit wirke sich auch die einfache Installation aus, betont der Hersteller. Die leichtgewichtigen SCHOTT ASI 86 sind montagefertig - von der Rahmenkonstruktion bis hin zur Anschlussdose - für eine einfache und kostengünstige Systemintegration ausgelegt.

10.01.2008   Quelle: SCHOTT Solar GmbH   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: SCHOTT Solar GmbH,
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US-Photovoltaik-Produzent SunPower baut einen weiteren Solarpark (8MW) in Spanien

Photovoltaik-Nachführung von SunPower.
Photovoltaik-Nachführung von SunPower.

Die SunPower Corporation (SAN JOSE, Kalifornien), Hersteller von Hochleistungs-Solarzellen, Solarmodulen und Solar-Systemen kündigte am 08.01.2007 an, dass sein spanisches Tochterunternehmen ein Photovoltaik-Kraftwerk mit einer Leistung von acht Megawatt (MWp) planen, ausrüsten und errichten wird. Der Solarpark in der Region Extremadura werde von einem Partnerunternehmen der spanischen Naturener-Gruppe erworben. Mit dem Naturener-Projekt wachse der Auftragsbestand in Spanien auf rund 30 Megawatt, so SunPower in einer Pressemitteilung. 

Trackertechnologie senkt Flächenbedarf und optimiert Solarstromertrag

"Wieder einmal arbeiten wir mit Naturener zusammen, um saubere, verlässliche Solarenergie für den rasch wachsenden spanischen Markt zu liefern. Indem Naturener die industriell führende SunPower-Trackertechnologie nutzt werden der Flächenbedarf des Solarparks und die damit verbundenen Kosten gesenkt und gleichzeitig der Solarstromertrag maximiert", sagte SunPower-Europamanager Marco Antonio Northland. Das technische und planerische Know-how von SunPower ist der Schlüssel, um unsere Budgetvorgaben und Ziele zu erreichen", ergänzt Rafael Sanchez-Castillo, Vorstand der Naturener-Gruppe.

10.01.2008   Quelle:   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: SunPower Corporation,
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Schweizer Solar-Pionier Josef Jenni vom Bundesamt für Energie ausgezeichnet

Josef Jenni,Walter Steinmann (Direktor Bundesamt für Energie).
Josef Jenni,Walter Steinmann
(Direktor Bundesamt für Energie).

Für sein Lebenswerk erhält der Oberburger Solarpionier Josef Jenni vom Schweizer Bundesamt für Energie den Spezialpreis der diesjährigen "Watt d`Or"-Verleihung. Bereits zum zweiten Mal zeichnet das Bundesamt für Energie mit dem Preis Personen und Organisationen aus, die mit ihrem Unternehmer- und Innovationsgeist den Weg in eine nachhaltige Energiezukunft weisen. Zum ersten Mal wurde nun mit Josef Jenni auch eine Person für ihr Lebenswerk geehrt. Mit seinen zahlreichen Entwicklungen trug Josef Jenni maßgeblich zur Marktfähigkeit der Solarenergie bei. Bis heute hat sein Unternehmen, die Jenni Energietechnik AG, in Oberburg über 10.000 Speichersysteme für Solarwärmeanlagen produziert.  Josef Jenni versucht immer wieder, mit ausgefallenen PR-Aktionen die Öffentlichkeit auf das Potenzial der Solarthermie aufmerksam zu machen. Erst kürzlich sind die Mieter im ersten vollständig solar beheizten Mehrfamilienhaus Europas eingezogen. Dieses Projekt hat Jenni in Oberburg realisiert, ebenso wie 1989 das weltweit erste vollständig solar beheizte Einfamilienhaus. Josef Jenni widmet den "Watt d’Or" auch seinen Mitarbeitern und Kunden, die wesentlich zu seinem Erfolg beigetragen haben.



"Josef Jenni zeichnet sich nicht nur durch seine Pionierarbeit, seinen Enthusiasmus und seine außergewöhnliche Persönlichkeit aus. Er hat auch die Gabe, sein Wissen verständlich weiter zu vermitteln und dadurch auch andere zu begeistern. Sein Lebenswerk ist daher ein ganz wichtiger Mosaikstein auf dem Weg der Schweiz in eine nachhaltigere Energiezukunft", lobte Alt-Nationalratspräsident Yves Christen den Solarpionier bei der Preisverleihung.

10.01.2008   Quelle: Jenni Energietechnik AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Jenni Energietechnik AG,
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Photovoltaik-Hersteller China Sunergy wählt München als Sitz für Europazentrale

Die Liste der Ansiedlungen im Freistaat Bayern wächst kontinuierlich, berichtet das bayerische Wirtschaftsministerium in einer Pressemitteilung. Der chinesische Solarzellen-Hersteller China Sunergy wird künftig von seiner Europazentrale in München aus europaweit Marketing und Vertrieb koordinieren. Der chinesische Solarzellen-Hersteller China Sunergy Co. Ltd. mit Sitz in Shanghai und Nanjing zähle zu den weltweit führenden Herstellern von Solarzellen, heißt es in der Pressemitteilung. Gegründet im August 2004 sei das Unternehmen momentan die Nr.2 in der Solarzellen-Industrie Chinas. Die Kunden von China Sunergy sind Solarmodul-Hersteller und Solaranlagen-Anbieter.  In sechs Produktionslinien stelle das Unternehmen derzeit jährlich Solarzellen mit einer Kapazität von 192 Megawatt (MW) her. Für die nächsten Jahre sei eine Verdoppelung der Produktionskapazität geplant. Die Forschungsschwerpunkte liegen bei der Erhöhung des photovoltaischen Wirkungsgrades und der Optimierung der Produktionsverfahren.


Wirtschaftsministerin Müller: bayerische Hersteller von Solarsilizium und Solarzellen gehören zur Weltspitze

Für Bayerns Wirtschaftsministerin Emilia Müller unterstreicht die Ansiedlung von China Sunergy die hohe Attraktivität und Spitzenstellung des Freistaats in der Umwelttechnologie und Energietechnik: "Die Entscheidung von China Sunergy belegt erneut die weltweite Attraktivität Bayerns für High-tech-Wachstumsbranchen. Hier zahlt sich einmal mehr unsere jahrzehntelange Politik des konsequenten Ausbaus der Forschungsinfrastruktur und der Vernetzung von Wirtschaft und Wissenschaft aus. Die bayerischen Hersteller von Solarsilizium und Solarzellen gehören zur Weltspitze. Die Firma China Sunergy ist in München in bester Gesellschaft und wird die Unternehmenslandschaft in der Solar- und Energietechnik weiter bereichern", so die Ministerin.


Neues Photovoltaikforschungs- und Entwicklungszentrum von China Sunergy soll ebenfalls in München entstehen

Durch die Ansiedlung der Europazentrale von China Sunergy sollen in den nächsten zwei Jahren in München 20 Arbeitsplätze entstehen. Auch das europäische Forschungs- und Entwicklungszentrum von China Sunergy soll in München errichtet werden. Für beide Projekte sei Bayern gegenüber alternativen Standorten in Spanien klar bevorzugt worden, betont das Wirtschaftsministerium. "Die Vorteile Bayerns als weltweit führender High-Tech- und Wirtschaftsstandort haben uns überzeugt", betont Thomas Liu, der Europarepräsentant von China Sunergy. "Hier gibt es ein sehr großes Know-how im Bereich der Solar- und Energietechnologie. Von Bayern aus lassen sich die Märkte in Europa optimal erreichen, dazu tragen auch die hervorragenden Verbindungen über den Flughafen München bei. Und schließlich hat München als Kongress- und Messestandort im Bereich Siliziumtechnologie und Photovoltaik weltweit einen Namen", schwärmt Liu weiter vom neuen Standort seines Unternehmens.

10.01.2008   Quelle: Bayerisches Staatsministerium für Wirtschaft, Infrastruktur, Verkehr und Technologie; lifepr   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

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Öko-Institut: Vorwürfe gegen die Nutzung von Ökostrom-Zertifikaten sind unzutreffend und gehen am eigentlichen Problem vorbei

Seit einigen Tagen wird in den Medien eine intensive Debatte zum Thema Ökostrom geführt. Die Diskussion wurde ausgelöst durch die Meldung des Spiegels "Stromanbieter verkaufen Atomstrom als Ökostrom" vom 5. Januar 2008. Im Mittelpunkt steht dabei zum einen die Frage, unter welchen Bedingungen Ökostrom aus ökologischer Perspektive zu empfehlen ist. Zugleich wurde die Verwendung von Ökostromzertifikaten des RECS-Systems in der Stromwirtschaft kritisiert. Das Öko-Institut ist seit neun Jahren in der Zertifizierung von Ökostrom tätig und überwacht zugleich die Regeln des RECS-Systems in Deutschland. "Entscheidend für die Bewertung von Ökostrom-Angeboten ist, ob sie den Anteil an Strom aus erneuerbaren Energien und umweltfreundlicher Kraft-Wärme-Kopplung an der Stromerzeugung tatsächlich erhöhen", sagt Veit Bürger vom Öko-Institut. Christof Timpe, Koordinator des Bereichs Energie & Klimaschutz, ergänzt: "Diese Frage ist unabhängig davon, ob Zertifikate für den Nachweis des Ökostroms eingesetzt werden. Die aktuellen Vorwürfe gegenüber der Nutzung von Zertifikaten sind eine Scheindebatte und verstellen den Blick auf die eigentliche Herausforderung: Ökostromangebote so auszugestalten, dass sie den Ausbau von erneuerbaren Energien wirksam fördern." 

Ökostrom muss zum Ausbau der Erneuerbaren beitragen und transparent bereitgestellt werden


Das Öko-Institut begrüße, dass diese Frage wieder in den Mittelpunkt des öffentlichen Interesses gestellt werde, heißt es in der Pressemitteilung. Zu empfehlen seien solche Stromangebote, die den Bau neuer Kraftwerke zur Nutzung erneuerbarer Energien und der umweltfreundlichen Kraft-Wärme-Kopplung wirksam fördern. Durch die neuen Anlagen werde fossile und atomare Stromerzeugung verdrängt und somit ein Beitrag zu Klimaschutz und Versorgungssicherheit geleistet. Andere Produkte, bei denen Kunden lediglich aus bereits bestehenden Anlagen beliefert werden, hätten dagegen keinen Nutzen für die Umwelt. Um den Verbrauchern im Strommarkt eine Orientierung bei der Wahl eines Ökostrom-Angebots zu geben, hat das Öko-Institut zusammen mit dem WWF Deutschland und der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen bereits im Jahr 2001 das Gütesiegel "ok-power" entwickelt. Derzeit sind 16 Produkte von 13 Anbietern mit diesem Label ausgezeichnet. "Sie alle tragen zum Ausbau der erneuerbare Energien bei und sind uneingeschränkt empfehlenswert", so das Öko-Institut. Das ok-power-Gütesiegel habe unter den deutschen Ökostrom-Labels die anspruchsvollsten ökologischen Kriterien und zertifiziere zugleich die größte Strommenge, betont Veit Bürger.

Mehrere deutsche Stadtwerke haben in den letzten Monaten wesentliche Teile ihrer Stromversorgung auf erneuerbare Energien umgestellt. Dies wird den Kunden im Rahmen der für alle Stromversorger verpflichtenden Stromkennzeichnung ausgewiesen. Diese Umstellungen sind laut Öko-Institut in erster Linie als symbolischer Akt und als Bekenntnis zu erneuerbaren Energien sowie gegen Atomkraft und Kohlekraftwerke zu werten. Aus Kostengründen basiere die Strombeschaffung jedoch in der Regel auf bereits existierenden Anlagen. Ein Ausbau der erneuerbaren Energien sei damit derzeit nicht verbunden. Er würde erst dann stattfinden, wenn die Ökostrom-Nachfrage das Angebot auf europäischer Ebene übersteigt. Auch bei diesen Stromversorgern gelte deshalb, dass Kunden, die einen Beitrag zum Umweltschutz leisten wollen, zu einem Anbieter von Ökostrom mit dem ok-power-Label wechseln sollten.


Christof Timpe. "Es kommt darauf an, aus welchen Anlagen der Stromanbieter die Zertifikate erwirbt"

Die heftige Kritik, die an der Verwendung von Ökostromzertifikaten wie RECS durch Stromanbieter geübt wird, entbehre dagegen einer sachlichen Grundlage, kontert das Öko-Institut. Diese Zertifikate stellten zuverlässige Herkunftsnachweise für Strom aus erneuerbaren Energien dar und trügen wesentlich dazu bei, eine Doppelvermarktung von Ökostrom zu verhindern. Andere Nachweisverfahren seien weniger zuverlässig und europaweit nicht standardisiert, so dass Fehler zu Lasten der Ökostrom-Kunden leichter auftreten könnten. Die Zertifikate könnten genutzt werden, um Ökostrom-Angebote mit Ausbauwirkung für erneuerbare Energien zu realisieren, aber auch für Stromangebote ohne diesen Umweltnutzen. "Die von verschiedenen Seiten aufgestellte Behauptung, dass Ökostrom auf Basis von Zertifikaten generell keinen Nutzen für die Umwelt darstelle, ist schlichtweg falsch", sagt Christof Timpe. "Es kommt darauf an, aus welchen Anlagen der Stromanbieter die Zertifikate erwirbt", so Timpe weiter.

Auch der Vorwurf, dass Stromversorger durch die Zertifikate ihren Atom- oder Kohlestrom in unzulässiger Weise in Ökostrom umetikettieren würden, treffe nicht zu. Wenn zum Beispiel ein deutsches Stadtwerk Zertifikate aus dem Ausland importiere, entspreche dies in seiner Wirkung der bisher üblichen Praxis des Austauschs von Strom. Dabei importiere das Stadtwerk Wasserkraftstrom und exportiere gleichzeitig Strom aus Kohle- oder Atomkraftwerken, der dann im Partnerland mit diesen Merkmalen gekennzeichnet werden muss. Dieser Vorgang sei nach den national und international gültigen Regeln für die Stromkennzeichnung zulässig und wäre auch ohne die Nutzung von Zertifikaten möglich. "Entscheidend für die ökologische Bewertung ist wiederum, ob beim Bezug der Zertifikate auf die Förderung von neuen Kraftwerken aus erneuerbaren Energien geachtet wird“, sagt Veit Bürger.

Aufgrund der "deutlich besseren Zuverlässigkeit und Transparenz" empfiehlt das Öko-Institut der Stromwirtschaft die Verwendung von Zertifikaten des europaweiten European Energy Certificate System (EECS), das derzeit das RECS-System ablöst, als Herkunftsnachweise für Ökostrom. Dies gelte sowohl innerhalb Deutschlands wie auch im grenzüberschreitenden Handel von Strom. "Die Verwendung von EU-weit harmonisierten Herkunftsnachweisen trägt dazu bei, dass die Ökostrom-Kunden noch besser als bisher vor Doppelvermarktung geschützt werden", sagt Christof Timpe. "Eine wichtige Aufgabe der Umwelt- und Verbraucherverbände ist es, die Verbraucher darüber aufzuklären, dass nur solcher Ökostrom zu empfehlen ist, der neue Anlagen fördert. Das ok-power-Gütesiegel trägt hierzu maßgeblich bei. Darum empfehlen wir Verbrauchern Ökostromangebote zu wählen, die mit diesem Siegel zertifiziert sind", so Timpe abschließend.


Ein Hintergrundpapier mit weiterführenden Erläuterungen kann von der Website des Öko-Instituts heruntergeladen werden: http://www.oeko.de/hintergrund_oekostrom.

09.01.2008   Quelle: Öko-Institut e.V.   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

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Phoenix Solar-Tochterunternehmen hat umfirmiert

Die Phönix Projekt & Service AG (Sulzemoos), Tochterunternehmen des Photovoltaik-Systemhauses Phönix Solar AG, hat im Dezember 2007 zur Phoenix Solar Energy Investments AG umfirmiert. Gründe für diesen Schritt seien die Internationalisierung der Phoenix Solar-Gruppe sowie die wachsende Nachfrage nach Photovoltaikkraftwerken durch in- und ausländische Finanzinvestoren, berichtet die Phönix Solar AG in einer Pressemitteilung. Die Phoenix Solar Energy Investments AG wurde 1998 als SOL AG gegründet und im Frühjahr 2002 von der damaligen Phönix SonnenStrom AG als 100-prozentige Tochter Phönix Projekt & Service AG übernommen.  Bis zum heutigen Tag hat die Phoenix Solar Energy Investments AG nach eigenen Angaben Photovoltaikanlagen im In- und Ausland mit einer Gesamtkapazität von über 28 Megawatt (MW) und mit einem Investitionsvolumen von rund 122 Millionen Euro realisiert. Die Gesellschaft ist dabei für die Projektentwicklung und den Vertrieb von großen Solarkraftwerken verantwortlich. Die Kraftwerke werden von der Muttergesellschaft Phoenix Solar AG errichtet und betrieben. Zu den Kunden der Phoenix Solar Energy Investments AG gehören Fondsgesellschaften, private und institutionelle Investoren aus dem In- und Ausland sowie deutsche Kommunen, die auf erneuerbare Energien setzen. Erst kürzlich hat Phoenix Solar mit der Gemeinde Walldorf einen Vertrag zur Errichtung eines Solarparks mit einer Spitzenleistung von einem Megawatt unterzeichnet.

09.01.2008   Quelle: Phoenix Solar AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

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Photovoltaik: DGS behält die Preise im Auge

DGS verfolgt Photovoltaik-Preisentwicklung.
DGS verfolgt Photovoltaik-Preisentwicklung.

Bereits im vergangenen Jahr hatte die Deutsche Gesellschaft für Sonnenenergie e.V. (DGS) zwei Umfrageergebnisse zu Preisen von Photovoltaikanlagen veröffentlicht. Mit ihrer Umfrage fragt die DGS stets die aktuelle Entwicklung ab. "Damit schaffen wir einen Überblick über die Systempreise am Solarstromanlagen-Markt und geben dem Fach- und Endkunden eine Stimme", sagt DGS-Präsident Jan Kai Dobelmann. Die Umfrage laufe zwar kontinuierlich, es bedürfe allerdings immer wieder eines Aufrufs zur Beteiligung. Die aktuellen Preise sollten deshalb wieder einmal von allen Kunden von Solarstromanlagen gemeldet werden.   Abgefragt werden die Preise der Installationsbetriebe und zwar der angebotene Preis pro Kilowattstunde (kWp) inklusive Installation aber ohne Mehrwertsteuer, zum anderen erfasst die DGS die Größe der Photovoltaik-Anlage in kWp und die Region in Deutschland (PLZ).



Ergebnisse und Umfrage in Internet

Die Umfrage der DGS im November 2007 ergab einen durchschnittlichen Preis von Solarstromanlagen in Höhe von 5.017 Euro pro Kilowatt Spitzenleistung (kWp; inklusive Installation, ohne MwSt.). Das bedeutete, dass die PV-Systempreise im Vergleich zu der Umfrage der DGS vom Juli 2007 um zwei Prozent gesunken waren. Die Bandbreite der Preise lag laut DGS zwischen 3.500 und 7.494 Euro, die meisten Anlagenpreise bewegten sich jedoch in dem Rahmen von 4.500 bis 5.300 Euro.

Die Grafiken zu den letzten beiden Umfragen können heruntergeladen werden: Juli 2006: http://www.solid.de/daten/DGS-Umfrage.pdf
November 2006: http://www.solid.de/daten/DGS-Umfrage-2.pdf

Die Einkaufspreise von Solarstromanlagen erfasst die DGS unter http://www.dgs.de/pv-umfrage.html

09.01.2008   Quelle: DGS   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: DGS,
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Hochsee-Windpark "He dreiht" genehmigt

Projektleiter Schneider erhält die Genehmi- gung des Offshore-Windparks von Janine Sänger-Graef (BSH/Hamburg).
Projektleiter Schneider erhält die Genehmi-
gung des Offshore-Windparks von Janine
Sänger-Graef (BSH/Hamburg).

Am 20.12.2007 erhielt die Eos Offshore AG (Varel), ein Gemeinschaftsunternehmen von innoVent (Varel) und wpd think energy GmbH & Co. KG (Bremen) die Genehmigung für den Offshore-Windpark "Hochsee Windpark He dreiht" durch das Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) als zuständige Genehmigungsbehörde. 120 Kilometer vor der niedersächsischen Küste plant die Eos Offshore AG den Bau von 80 Windenergieanlagen mit einer Gesamtleistung von 400 Megawatt (MW) in einer Wassertiefe von 40 Metern. Für die Genehmigung seien aufwändige naturschutzfachliche Untersuchungen und Gutachten zur Schiffssicherheit durchgeführt worden - insgesamt 42 Behörden und Institutionen seien am Verfahren beteiligt gewesen, berichtet wpd in einer Pressemitteilung.  "Am Ende des nahezu fünfjährigen Genehmigungsverfahrens hat das BSH durch die Errichtung und den Betrieb des Windparks keine Gefahren zur Meeresumwelt und Schiffssicherheit feststellen können und die Genehmigung erteilt", so Projektleiter Mark Schneider. Die Investitionskosten für den Windpark, der 2010 errichtet werden soll, belaufen sich laut wpd auf etwa 750 Millionen Euro.

09.01.2008   Quelle: wpd think energy GmbH & Co.KG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: wpd think energy GmbH & Co.KG,
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Emissionshandel in Europa geht in die nächste Runde - Deutsche Emissionshandelsstelle zieht positive Bilanz

Rund 530 Millionen Zertifikate sind in der Handelsperiode 2005 bis 2007 im Deutschen Emissionshandelsregister transferiert worden, berichtet das Umweltbundesamt (UBA) in einer Pressemitteilung. Damit habe mehr als ein Jahresbudget (rund 500 Millionen) der Emissionsberechtigungen in Deutschland den Besitzer gewechselt. Dies bedeute, dass etwas mehr ein Drittel der ausgegebenen Zertifikate auch gehandelt wurden. Die übrigen Zertifikate wurden von den Anlagenbetreibern direkt zur Erfüllung ihrer Abgabepflichten verwendet. "Die Bilanz für die Pilotphase fällt positiv aus. Die Infrastruktur für den Emissionshandel funktioniert, die Anlagenbetreiber sind mit dem System vertraut und nutzen es", sagt Prof. Dr. Andreas Troge, Präsident des Umweltbundesamtes. "Jetzt kommt es darauf an, dass der Emissionshandel zeigt, was in ihm steckt, indem er Emissionsminderungen im großen Maßstab erwirtschaftet", so Troge. 
Auf den Emissionshandel als flexibles Klimaschutzinstrument setzen international immer mehr Staaten und sogar einige Regionen der USA. Die europäischen und besonders die deutschen Erfahrungen der Jahre 2005 bis 2007 sind dabei besonders gefragt. Nach der Pilotphase begann am 1. Januar 2008 die zweite Handelsperiode im Europäischen Emissionshandelssystem (EU ETS). Nun gelten europaweit kleinere nationale Emissionsbudgets. Für Deutschland sind es nur noch insgesamt 453 Millionen Emissionsberechtigungen pro Jahr für die Industrie und Energieerzeugung. Ein Teil der Emissionsberechtigungen wird nicht mehr kostenlos ausgegeben, sondern verkauft oder versteigert (40 Millionen pro Jahr). Die Orientierung an technischen Standards löst zunehmend die unentgeltliche Zuteilung auf Basis historischer Emissionen ab. Für die kommenden fünf Jahre gilt zudem eine Lastenteilung zwischen Energiewirtschaft und Industrie: Die Energiewirtschaft übernimmt den Großteil der erforderlichen Kohlendioxid-Emissionsminderungen, die Kraftwerke werden anhand von Effizienzstandards mit Emissionsberechtigungen ausgestattet.

Zudem gelten für Industrieanlagen moderate Emissionsminderungsverpflichtungen in Höhe von 1,25 Prozent - bezogen auf die bisherigen Kohlendioxid-Emissionen. Für kleinere Anlagen mit Jahresemissionen von weniger als 25.000 Tonnen Kohlendioxid brauchen die Betreiber die Emissionen nicht zu mindern.

Der europäische Emissionshandel zwischen Unternehmen sei damit für die zweite Handelsperiode so aufgestellt, dass das EU-Emissionsminderungsziel für Kohlendioxid und vor allem das deutsche Emissionsminderungsziel nach dem Kyoto-Protokoll im Umfang von 21 Prozent im Durchschnitt der Jahre 2008 bis 2012 gegenüber 1990 erreicht werde, betont das UBA. Einen deutlichen Beitrag könnten Unternehmen in Deutschland auch mit Minderungen aus bilateralen Klimaschutzprojekten mit Entwicklungsländern leisten, dem Clean Development Mechanism (CDM) des Kyoto-Protokolls. Darüber hinaus seien Erfahrungen mit der Versteigerung von Emissionsberechtigungen und der Einbeziehung anderer Emissionssektoren - wie dem Flugverkehr – zu sammeln.

09.01.2008   Quelle: UBA   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

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Windenergie: Nordex liefert 2008 erste Großturbinen für 65 MW-Projekt in die USA

Nordex Windkraftanlage N90/2500.
Nordex Windkraftanlage N90/2500.

Mit einem Großauftrag aus den USA startet die Nordex AG (Hamburg) erfolgreich in das neue Jahr. Nordex USA vereinbarte mit dem amerikanischen Projektentwickler Everpower Renewables (New York) die Lieferung und den anschließenden Service von 25 Windturbinen des Typs "N90/2500 kW" für den Windpark "Krayn" in Pennsylvania, berichtet das Unternehmen in einer Pressemitteilung. Zudem umfasse der Vertrag eine Option auf eine weitere Anlage der gleichen Baureihe. Die Lieferung soll im Sommer 2008 erfolgen, die Fertigstellung ist für Dezember geplant.   Das Auftragsvolumen beträgt laut Nordex rund 70 Millionen Euro. Messungen am Standort hätten mittlere Windgeschwindigkeiten von 7,5 Metern pro Sekunde ergeben. Der kalkulierte Jahresenergieertrag des Windparks sei ausreichend, um mehr als 30.000 Haushalte mit sauberem Strom zu versorgen. Pro Jahr soll so die Emission von etwa 160.000 Tonnen Kohlendioxid vermieden werden.



"Für Nordex ist dieser Auftrag ein weiterer wichtiger Schritt beim Wiedereintritt in den US-Markt, für den wir mit der N90 ein ausgereiftes Produkt im oberen Leistungssegment anbieten. Auf Basis ihrer großen Projektpipeline ist Everpower ein wichtiger Partner für unser Engagement in den Staaten", erläutert Carsten Pedersen, Vertriebsvorstand der Nordex AG. Everpower Renewables entwickle derzeit Windparks mit einem Leistungsvolumen von 1,5 Gigawatt in den Vereinigten Staaten.

08.01.2008   Quelle: Nordex AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Nordex AG,
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Erneuerbare Energien 2007: Rekordwerte trotz gebremstem Wachstum

Die Energiebereitstellung aus Wind, Sonne und Co. hat im Jahr 2007 neue Rekorde erreicht, berichtet der Bundesverband Erneuerbare Energie (BEE) in einer Pressemitteilung. In keinem anderen Land gehe der Ausbau erneuerbarer Energien so schnell voran, wie in Deutschland. Ihr Anteil am gesamten deutschen Energieverbrauch beträgt laut BEE mit 219 Milliarden Kilowattstunden inzwischen neun Prozent, der Anteil am Stromverbrauch sogar 14 Prozent. Dies geht aus den am 08.01.2008 veröffentlichten Jahreszahlen 2007 des BEE hervor. "Wo Licht ist, ist aber auch Schatten", betont der Verband. So seien bei der Windenergie und Biomasse die Investitionen in Neuanlagen 2007 stark zurückgegangen. Der Wärme- und Kraftstoffmarkt für Erneuerbare Energien stagniere. "Die anstehenden Gesetzesvorhaben müssen neue Impulse setzen. Die bisherigen Ankündigungen der Bundesregierung reichen nicht aus, um den erfolgreichen Kurs der letzten Jahre fortzusetzen", kommentiert BEE-Präsident Johannes Lackmann. 

Anteil erneuerbarer Energien am deutschen Stromverbrauch wächst auf 14,3 Prozent

Die Stromproduktion aus Erneuerbaren Energien stieg laut BEE im Jahr 2007 auf 86,71 Milliarden Kilowattstunden (2006: 73,04 Mrd. kWh). Allein der Zuwachs eines Jahres entspreche damit erneut der Jahresproduktion eines Kernkraftwerkes, betont der BEE. Der Anteil erneuerbarer Energien am Bruttostromverbrauch betrug 2007 damit 14,28 Prozent (2006: 11,86). Hauptträger des Wachstums war die Windenergie, die nach mehreren relativ windschwachen Jahren wieder ein durchschnittliches Windjahr verzeichnete. Sie konnte ihren Beitrag zur Stromversorgung von 30,7 Terawattstunden (TWh) auf 38,5 TWh steigern. Die Installation neuer Windkraftanlagen sei hingegen im Vergleich zum Vorjahr zurückgegangen, so der BEE.


Anteil Erneuerbarer Energien am deutschen Kraftstoffverbrauch 7 Prozent

Der Biokraftstoffeinsatz hat sich im letzten Jahr nur geringfügig auf 4,29 Millionen Tonnen erhöht. Das entspricht einem Anteil am deutschen Kraftstoffverbrauch von 7,0 Prozent (2006: 6,6). Der nur geringe Anstieg ist laut BEE auf die erhöhte Besteuerung der Biokraftstoffe seit dem 01.01.2007 zurückzuführen. Die seit dem Anfang dieses Jahres geltende erneute Steuererhöhung für Biokraftstoffe werde die mittelständischen Unternehmen der Branche in ihrer Existenz gefährden, warnt der Verband. Der BEE fordert deshalb eine sofortige Aussetzung dieser Besteuerungsstufe.


Anteil erneuerbarer Energien am deutschen Wärmeverbrauch 6,4 Prozent

Die Nutzung von Bioheizenergie, Solarwärme und Erdwärme blieb im Jahr 2007 im Vergleich zum Vorjahr konstant. Insgesamt betrug die Wärmeproduktion aus erneuerbaren Energien 89 Milliarden Kilowattstunden (2006: 89 Mrd. kWh). Nur aufgrund des witterungsbedingt insgesamt niedrigeren Wärmeverbrauchs sei der Anteil erneuerbarer Energien in diesem Sektor auf 6,4 Prozent gestiegen (2006: 6,0%). Damit bleibe die Wärmeerzeugung aus erneuerbaren Energien weiterhin deutlich unter ihren Möglichkeiten.


Einsparung durch Erneuerbare Energien

Der Ausbau der erneuerbaren Energien ist das mit Abstand effektivste Klimaschutzinstrument, betont der BEE: Die gesamte Energiebereitstellung aus Wind, Sonne, Wasser, Bioenergie und Erdwärme entspreche einer vermiedenen CO2-Menge von 115 Millionen Tonnen. Allein der Zuwachs erneuerbarer Energien im Jahr 2007 führte zu einer Einsparung von 14 Millionen Tonnen CO2. Das entspricht der Emission von 5 Millionen PKW oder einer Großstadt wie Köln. Insgesamt vermieden die erneuerbaren Energien 2007 externe Kosten für Umweltschäden in der Höhe von 8,6 Milliarden Euro und verringerten die hohe Importabhängigkeit der deutschen Energieversorgung. So konnte durch ihren Einsatz im vergangenen Jahr der Import von Öl, Gas, Kohle und Uran im Wert von 5,9 Milliarden Euro vermieden werden, berichtet der BEE.

Eine Präsentation mit den Jahreszahlen 2007 steht zum Download bereit unter unter www.bee-ev.de.

08.01.2008   Quelle: BEE   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

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EPURON und Macquarie Capital planen 1.000 MW-Windpark in Australien

Die australische Niederlassung der EPURON GmbH (Hamburg) und die Macquarie Capital Group haben in Sydney eine Rahmenvereinbarung für die Entwicklung, Finanzierung und den Bau von Australiens größtem Windenergie-Projekt unterzeichnet. Das Projekt befinde sich momentan im Planungsstadium, berichtet EPURON in einer Pressemitteilung. Bereits im nächsten Jahr sollen die ersten Anträge im Genehmigungsverfahren gestellt werden. Die Windenergieanlagen sollen bei Silverton, im Westen von New South Wales, errichtet werden. Zwischen 400 und 500 Windturbinen mit einer Spitzenkapazität von 1.000 Megawatt können dort bis zu 4,5 Prozent des jährlichen Energiebedarfs des Bundesstaates mit regenerativ erzeugtem Strom decken. Das entspräche dem jährlichen Energieverbrauch von mehr als 400.000 Haushalten - und somit einem Drittel der Bevölkerung Sydneys, betont EPURON.   "Wir sind sehr erfreut über den Abschluss dieses Joint Ventures", erklärt Joachim Müller, Geschäftsführer von EPURON und verantwortlich für Finanzen sowie die weltweiten Windenergieaktivitäten. "Diese Kooperation kombiniert die Stärken von Macquarie Capital in der Finanzierung von großen Infrastrukturprojekten mit der langjährigen Erfahrung von EPURON in der Windenergiebranche. In Australien wurden kürzlich die Weichen für ein substanzielles Wachstum im Bereich der regenerativen Energien gestellt. Durch die Kooperation mit Macquarie Capital sind wir optimal aufgestellt, um einen großen Anteil des steigenden Bedarfs zu decken", so Müller weiter.

Nach dem Sieg bei den australischen Parlamentswahlen Anfang Dezember war eine der ersten Amtshandlungen der neuen Regierung die Unterzeichnung des Kyoto-Protokolls. Wie die Europäische Union hat sich jetzt auch Australien auf einen Anteil von 20 Prozent erneuerbare Energien an der Stromversorgung bis zum Jahr 2020 verpflichtet. Bislang sind im Bundesstaat New South Wales, in dem auch Sydney liegt, Windenergieanlagen mit einer Spitzenleistung von lediglich rund 17 Megawatt installiert.

08.01.2008   Quelle: EPURON GmbH   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

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Juwi-Gruppe: Umsatzverdopplung und rund 150 neue Arbeitsplätze im Jahr 2008 geplant

juwi-Gründer Jung (links) und Willenbacher.
juwi-Gründer Jung (links) und
Willenbacher.

Die international tätige juwi-Gruppe hat das Jahr 2007 abermals mit neuen Spitzenwerten bei Umsatz und Mitarbeiterzahl abgeschlossen. Der Jahresumsatz der drei Bereiche Wind-, Solar- und Bioenergie betrug im Jahr 2007 nach ersten Schätzungen des Unternehmens rund 200 Millionen Euro und lag damit knapp 50% über dem Vorjahr. Die Zahl der Mitarbeiter stieg um über 65 % von 150 auf 250 Beschäftigte. Hintergrund dieser positiven Geschäftsentwicklung sei das weltweit zunehmende Interesse an Produkten und Dienstleistungen für umweltfreundliche Energieversorgung sowie die gute Positionierung der juwi-Gruppe in den Geschäftsfeldern Wind-, Solar- und Bioenergie. "Und auch in den nächsten Jahren erwarten wir weiterhin ein solides und rasantes Wachstum", betonen die beiden Vorstände der juwi-Gruppe, Fred Jung und Matthias Willenbacher. Bereits innerhalb dieses Jahres werde sich der Jahresumsatz voraussichtlich in etwa verdoppeln und die Zahl der weltweit tätigen Mitarbeiter soll bis Ende 2008 auf rund 400 steigen. "Allein im ersten Halbjahr 2008 suchen wir rund 100 neue Mitarbeiter für unsere diversen Niederlassungen", verweist Firmengründer Willenbacher auf die positiven Arbeitsmarkt-Effekte durch den Ausbau erneuerbarer Energien.  Das rasante Wachstum führte auch zu der Entscheidung, den Unternehmenssitz nach Wörrstadt im Landkreis Alzey-Worms zu verlegen, wo die juwi-Gruppe im Sommer 2008 ein neu zu errichtendes, innovatives Plusenergie-Haus in Holzbauweise beziehen wird.



Solarenergie ist die Nummer 1 beim Umsatz

Erstmals in der elfjährigen Unternehmensgeschichte ist die Solarenergie zum Umsatzträger Nr. 1 der juwi-Gruppe geworden. Bei der Photovoltaik hat die juwi-Gruppe vergangenes Jahr enorm zulegen können und rund 45 Megawatt (MW) schlüsselfertig errichtet. Die insgesamt von der juwi solar GmbH realisierte Photovoltaik-Leistung betrug damit Ende 2007 knapp 100 MW. Zu den Highlights des Jahres 2007 zählten unter anderem mehrere Megawatt-Aufdach-Anlagen sowie eine der leistungsstärksten PVAnlagen Italiens in Südtirol. In Kigali (Ruanda) baute juwi im Auftrag der Stadtwerke Mainz AG die mit 250 Kilowatt größte PV-Anlage Afrikas. Außerdem begann Ende April der Bau der weltgrößten Photovoltaik-Anlage im Energiepark "Waldpolenz": In Brandis, östlich von Leipzig, entsteht bis Ende 2009 auf einem ehemaligen Militärflughafen ein 40-MW-Projekt; Ende des Jahres 2007 waren bereits über 13 MW aufgebaut.


250 Windräder mit einer Gesamtleistung von rund 400 Megawatt

Standbein Nummer Zwei der juwi-Gruppe ist die Windenergie. In diesem Geschäftsfeld konnte juwi im Jahr 2007 sowohl in Deutschland als auch in Frankreich mehrere Projekte mit einer Gesamtleistung von rund 40 Megawatt errichten. Weltweit hat die juwi-Gruppe bis Ende 2007 rund 250 Windräder mit einer Gesamtleistung von rund 400 Megawatt errichtet. Außerdem wurde im Juli 2007 der Liefervertrag über 50 Megawatt Windkraft-Leistung für ein Projekt in Costa Rica abgeschlossen. Die Bauarbeiten laufen jetzt im Januar an und die Inbetriebnahme der ersten Ausbaustufe des Windparks ist für Herbst 2008 geplant. Ebenfalls im Jahr 2007 vereinbart wurde der Bau der weltweit höchsten Windenergie-Anlage: In der Morbacher Energielandschaft errichtet juwi im Jahr 2008 zusammen mit der Fuhrländer AG aus dem Westerwald eine FL2500 mit einer Gesamthöhe von 210 Metern. Ebenfalls im Jahr 2008 beginnt juwi zusammen mit der niederländischen Ingenieurgesellschaft Advanced Tower Systems (ATS) aus Enschede mit der Herstellung von eigenen Windradtürmen in Hybrid-Bauweise. Diese Bauweise erlaubt hohe Nabenhöhen bei geringen Kosten und ermöglicht somit einen noch wirtschaftlicheren Betrieb von Windenergie-Anlagen an Binnenlandstandorten. Die eigentliche Maschine inkl. Rotor liefern etablierte Anlagenhersteller: Der Prototyp wird beispielsweise mit einer 2,3-MW-Windturbine vom Typ Siemens Wind Power SWT2.3-93 ausgestattet. Der Aufbau des Turms sowie der Maschine im Testfeld der WINDTEST Grevenbroich in Nordrhein-Westfalen ist für September 2008 geplant.


Holzpellets aus dem Hunsrück

Das juwi-Portfolio wird abgerundet durch die Bioenergie. In der Morbacher Energielandschaft begann die juwi-Gruppe im Jahr 2007 mit der Produktion von Holzpellets. Dort wird die Abwärme einer Biogasanlage als Prozesswärme genutzt. Die offizielle Inbetriebnahme erfolgte im Oktober 2007. Für das Gesamtprojekt der Morbacher Energielandschaft erhielten die juwi-Gruppe und die Gemeinde Morbach 2007 den Deutschen Solarpreis. Im Jahr 2008 wird juwi in unmittelbarer Nähe eine weitere Biogasanlage errichten, die unter anderem mit Abfallstoffen der Lebensmittelindustrie betrieben wird.


Internationale Märkte

Neben dem weiteren Ausbau der erneuerbaren Energien im deutschen Binnenland liegt der Schwerpunkt der Windkraft-Aktivitäten international auf den Ländern Frankreich, USA, Costa Rica, Argentinien und Tschechien. In Sachen Photovoltaik beginnt die juwi solar GmbH nach der Eröffnung von Niederlassungen im südfranzösischen Aix-en-Provence und im norditalienischen Bozen nun auch mit der Erschließung der Märkte in Spanien, Griechenland, den USA und Südkorea.

08.01.2008   Quelle: juwi GmbH   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: juwi-Gruppe,
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Photovoltaik-Unternehmen Carpevigo AG stärkt Eigenkapitalbasis mit einer Anleihe

CARPEVIGO-Solarpark Plattling (1,65 MWp).
CARPEVIGO-Solarpark Plattling (1,65 MWp).

Die Unternehmensanleihe CARPEVIGO SOLAR I ist Teil der Finanzierung einer Reihe von Solarstrom-Kraftwerken, berichtet die Carpevigo AG (Holzkirchen) in einer Pressemitteilung. Rund 120 Mio. Euro will Carpevigo bis Ende 2008 in solche Kraftwerke an Standorten in Deutschland und Südeuropa investieren. Die Investitionen sollen ausschließlich in Ländern erfolgen, in denen die Netzeinspeisung und Vergütung von Strom aus erneuerbaren Energien gesetzlich geregelt ist. In Deutschland und Spanien als den derzeit attraktivsten Märkten ist diese Vergütung für Zeiträume von 20 bis 35 Jahren per Gesetz garantiert. Das Geschäftsmodell der Carpevigo AG reicht von der Identifikation geeigneter Standorte und Flächen über Projektierung und Bau bis zur Verwaltung der Solarkraftwerke über die gesamte Nutzungsdauer.   Die Verwaltung erfolgt durch die Carpevigo Management GmbH, die auch Anlagen unabhängiger Investoren in den Bestand nimmt.



Vorstand Jens F. Neureuther sieht in der Resonanz, welche die Anleihe in einem schwierigen Marktumfeld bei institutionellen Anlegern gefunden habe, eine Bestätigung von Geschäftsmodell und eingeschlagenem Kurs. "Zusammen mit den bestehenden Finanzmitteln bildet die Anleihe eine solide Basis für die nächsten Wachstumsschritte von Carpevigo in Spanien und weiteren südeuropäischen Märkten", kommentiert Neureuther. In Deutschland hat Carpevigo kurz vor der Jahreswende in Bayern zwei Solarparks mit einer Leistung von rund 3 Megawatt (MWp) an das Netz gebracht. Die Konzerntochter Carpevigo Management GmbH habe zur Jahreswende 14 Anlagen mit einer Leistung von 4,5 MWp betreut. Solar-Kraftwerke mit einer kumulierten Leistung von 35 MWp befänden sich in einem fortgeschrittenen Planungsstadium.

08.01.2008   Quelle: CARPEVIGO AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Carpevigo AG,
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Dr. Hermann Scheer: Atomsubventionen beenden

Hermann Scheer:
Hermann Scheer: "Steuerfreie
Gewinne" für die Atomkraft-
werksbetreiber

Eine SPD-geführte Landesregierung in Hessen werde unverzüglich über den Bundesrat eine Gesetzesinitiative ergreifen, welche die indirekte Subventionierung der Atomkraftwerksbetreiber im Zusammenhang mit den Rückstellungen für die atomare Entsorgung und in Form der weitgehenden Freistellung von einer angemessenen Atomhaftung aufhebe. Das berichtet der SPD-Bundestagsabgeordnete Dr. Hermann Scheer, Mitglied des hessischen SPD-Zukunftsteams Wirtschaft und Umwelt und Präsident von EUROSOLAR in einer Pressemitteilung. "Nicht allein wegen der rechtskräftig und zeitnah anstehenden Stilllegung der Atomreaktoren Biblis A und Biblis B bis 2009 bzw. 2013 und den besonders von älteren Reaktoren ausgehenden überdurchschnittlichen Schadensgefahren ist eine generelle gesetzliche Neuregelung der bisherigen Rückstellungs- und Haftungspraxis überfällig", heißt es in der Pressemitteilung. 


Unmittelbarer formaler Anlass für diese Initiative sei zum einen die jüngste Mitteilung der EU-Kommission an den Rat, KOM (2007) 794 vom 17.12.2007, in der schwer wiegende Bedenken gegen die derzeitige deutsche Rückstellungspraxis für die atomare Entsorgung erhoben würden, weil sie den EU-Binnenmarkt verzerre. Damit bestätige die EU-Kommission die Kritik, die Scheer seit vielen Jahren an der deutschen Praxis der steuerfreien Rückstellungen für die Atomentsorgung geäußert habe. Weiterer Anlass sei die in diesem Halbjahr im Bundestag anstehende Änderung des Atomhaftungsrechts, in dem jedoch - dem vorliegenden Entwurf der Bundesregierung zufolge - die Kernfrage der gegenwärtigen Atomhaftungsregelungen nicht behandelt werde, nämlich die Höhe der von den Atomkraftwerksbetreibern zu leistenden Deckungsvorsorge, so Scheer.

"Die steuerfreien Rückstellungen für die atomare Entsorgung (Rückbau stillgelegter Atomkraftwerke und atomarer Entlagerung), die die Atomkraftwerksbetreiber bilden dürfen, liegen bei einem Gesamtvolumen von gegenwärtig knapp 30 Mrd. Euro. Diese Mittel dürfen über lange Zeiträume - bis zum Eintritt des jeweiligen Rückstellungszwecks - operativ von den Stromkonzernen frei für beliebige Investitionen verwendet werden", kritisiert Scheer. Sie hätten damit die Funktion "steuerfreier Gewinne", mit denen die Atomkraftwerkbetreiber einzigartige Wettbewerbsvorteile in der Hand hätten - besonders gegenüber den Stadtwerken. Nicht zuletzt mit diesen Gewinnen sei der Konzentrationsprozess der deutschen Stromwirtschaft vorangetrieben worden, der eine der Hauptursachen der weit überdimensionierten Preissteigerungen sei, von denen die Verbraucher laufend heimgesucht würden. "Der aus der gegenwärtigen Rückstellungsregelung abgeleitete operative Vorteil ist auch einer der wesentlichen Gründe, warum diese Stromkonzerne unbedingt am Betrieb von Atomkraftwerken festhalten wollen" betont Scheer.


Mindestens 175 Millionen Euro Steuerprivileg pro Jahr

"Die Rückstellungsmilliarden sind eine indirekte Subvention der großen Stromkonzerne. Hinzu kommt: Es ist nicht sichergestellt, dass die rückgestellten Milliardenbeträge im Bedarfsfall unmittelbar abrufbereit sind, da sie in anderweitigen Investitionen und Unternehmen gebunden und somit auch Kurs- und Konkursrisiken ausgesetzt sind", warnt Scheer. "Dieses Steuerprivileg beläuft sich auf mindestens 175 Mio. Euro pro Jahr, was über den Zeitraum von 32 Jahren - also dem nach dem Atomausstiegsgesetz geltenden durchschnittlichen Zeitraum der Laufzeit eines Reaktors - einen Betrag von 5,6 Mrd. Euro ausmacht. Und zwar muss dieser Betrag ab dem Beginn der atomaren Endlagerung und dem Rückbau des Atomkraftwerks zur Verfügung stehen. Damit werden die Rückstellungsmillionen bzw. -milliarden bundesweit im Nachhinein zu einem jahrzehntelangen wirkenden zinsfreien Darlehen", betont Scheer.

"Die einzige Möglichkeit, diesem marktwirtschaftswidrigen Vorteil Abhilfe zu verschaffen, ist die Bildung eines öffentlich-rechtlichen Fonds auf gesetzlicher Grundlage, in dem die Rückstellungen jährlich einfließen und von den einzahlenden Atomkraftwerkbetreibern nur für die tatsächlichen Rückstellungszwecke abgerufen und verwendet werden dürfen", erläutert Scheer. Eine diesbezügliche Gesetzesinitiative habe er bereits im Januar 1999 in Form eines Gruppenantrags eingeleitet. Sie sei jedoch seinerzeit nicht zum Zuge, gekommen, weil die Nichtbefassung dieser Frage eine politische Voraussetzung für den Konsens zwischen der seinerzeitigen rot-grünen Bundesregierung und den Atomkraftwerksbetreibern zum Atomausstieg gewesen sei. Dieser vereinbarte Konsens sei dann die Grundlage für das 2001 verabschiedete und unverändert geltende Gesetz für die Beendigung der Atomenergienutzung geworden, führt Scheer aus.


Scheer: Konsens zum Atomausstieg ist praktisch gekündigt

"Dieser Konsens ist von den Atomkraftwerksbetreibern inzwischen praktisch aufgekündigt, da sie vehement für eine Verlängerung der Laufzeiten eintreten - und dabei die CDU und die FDP als politische Verbündete haben; allen voran der Hessische Ministerpräsident Koch, der sogar für den Bau neuer Atomkraftwerke eintritt. Über Jahre hinweg haben deshalb die Atomkraftwerksbetreiber ihre Wettbewerbsvorteile weiter nutzen können für einen sogar beschleunigten Konzentrationsprozess", sagt Scheer. "Wer immer diese Rückstellungspraxis weiter unverändert schwelen lässt, kann nicht ernsthaft vorgeben, im Interesse der Stromverbraucher gegen die Stromkartelle vorzugehen. Deshalb ist jetzt diese Gesetzesinitiative für den Rückstellungsfonds überfällig!", heißt es in der Pressemitteilung.

08.01.2008   Quelle: Dr. Hermann Scheer (MdB)   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

 

BEE gegen Zertifikatehandel für erneuerbare Energien: Geplante EU-Regelung öffnet "Ökostromschwindel" Tür und Tor

Der Bundesverband Erneuerbare Energie (BEE) kritisiert die vermeintlichen Ökostromangebote einiger deutscher Energieversorger. Grundlage für den Schwindel sei der Handel mit so genannten Ökostromzertifikaten, die nach dem Willen der EU-Kommission jetzt auch europaweit eingeführt werden sollen. "Hier werden Stromkunden hinters Licht geführt. Längst nicht überall wo Ökostrom drauf steht, ist Ökostrom drin", sagt BEE-Präsident Johannes Lackmann. Die Kunden fordert Lackmann auf, nur mit Anbietern Verträge zu schließen, die nachweisen können, dass deren Einnahmen tatsächlich für den Bau neuer Wind-, Wasser- oder Bioenergiekraftwerke eingesetzt werden. Dies sei beispielsweise bei allen Unternehmen der Fall, die das von den Umweltverbänden ausgestellte "GrünerStromLabel" aufweisen. 
Zertifizierungssystem RECS soll gestoppt werden

Mit scharfer Ablehnung reagiert der Verband auf die Praxis großer Energiekonzerne, ihren Atom- und Kohlestrom mit Hilfe von Erneuerbare-Energien-Zertifikaten umzudeklarieren. Das Prinzip sei lange bekannt. Alte, teilweise seit hundert Jahren schon Strom produzierende Wasserkraftanlagen lassen sich für ihren Strom seit einiger Zeit Ökozertifikate ausstellen. Diese "Papierzertifikate" werden dann an Stromhändler verkauft, die sie dann sprichwörtlich auf ihren Strom aufkleben. So prange auf schmutzigem Strom auf einmal ein sauberer Name, kritisiert der BEE. Der Kunde zahle dann meist mehr, obwohl keine Kilowattstunde mehr Ökostrom produziert wurde als vorher. Lackmann: "Dahinter steckt vor allem das Zertifizierungssystem RECS, das die Energiekonzerne E.ON, Vattenfall und RWE gemeinsam mit dem deutschen Ökoinstitut ins Leben gerufen haben. Das Projekt muss gestoppt werden."


Deutsche Bundesregierung und das Europäische Parlament sollen Zertifikatehandelssystem in der EU verhindern

Mit ihren Zertifikaten zum "Sauberstempeln" des alten Stromes haben die RECS-Vertreter laut BEE jetzt noch größeres vor. So versuchten die Energiekonzerne in Brüssel ein europäisches Zertifikatehandelssystem für erneuerbare Energien für die gesamte EU durchzusetzen. Dieses soll dann die erfolgreichen Fördergesetze für echten Strom aus Erneuerbaren Energien ersetzen. Die Europäische Kommission arbeite bereits an einer entsprechenden Regelung, die am 23. Januar vorgestellt werden soll. Auch der deutsche EU-Kommissar Verheugen habe sich der Forderung der Energiekonzerne angeschlossen. "Hier wird gezielt versucht, den Ausbau erneuerbarer Energien durch solche dubiosen Konstrukte zu sabotieren. Dies müssen die deutsche Bundesregierung und das Europäische Parlament verhindern", betont Lackmann.

07.01.2008   Quelle: Bundesverband Erneubare Energie (BEE)   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

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100-Dollar-Ölpreis: Solarwärme schützt vor der Heizkostenexplosion

Eine Solarwärmeanlage lässt sich nachträg- lich schnell und sauber installieren.
Eine Solarwärmeanlage lässt sich nachträg-
lich schnell und sauber installieren.

Der Ölpreis hat die 100 Dollar-Marke erreicht und das macht sich nicht nur beim Benzinpreis bemerkbar. Wer mit Öl und Gas heizt, muss sich in diesem Winter auf deutlich höhere Heizkosten einstellen, denn auch Heizöl ist teuer wie nie zuvor, betont der Bundesverband Solarwirtschaft (BSW-Solar). Dabei seien die Einsparpotenziale groß: Vier Millionen Heizkessel in Deutschland seien völlig veraltet und heizten bares Geld durch den Schornstein. Eine Modernisierung könnte in vielen Fällen den Ölverbrauch um die Hälfte reduzieren. "Das Erstaunliche ist, dass nach wie vor die Kraft der Sonne in unseren Breiten stark unterschätzt wird. Die Sonne schickt uns täglich ein Vielfaches der Energie, die wir benötigen", sagt Carsten Körnig, Geschäftsführer des Bundesverbandes Solarwirtschaft.  Mit zehn bis 15 Quadratmeter Solar-Kollektorfläche kann nicht nur ein Großteil des eigenen Warmwassers erzeugt, sondern auch die Heizungsanlage unterstützt werden. Carsten Körnig erläutert: "Wenn die Anlage einmal installiert ist, dann haben sie sehr viel geringere Kosten für den Bezug von Öl und Gas. Das ist quasi eine Heizungsflatrate, die vor diesen immer mehr steigenden Nebenkosten den Bürger schützt."



Bundesregierung fördert Solartechnologie und unterstützt Bauherren bei der Modernisierung

Wer jetzt seinen alten Öl- oder Gaskessel durch einen neuen Brennwertkessel ersetzt und diesen mit einer Solaranlage kombiniert, erhält 750 Euro Zuschuss vom Staat. Zu diesem Bonus kommt noch die Förderung der Solarkollektoren hinzu. Für jeden Quadratmeter legt der Staat gute 100 Euro drauf. Eine typische zehn Quadratmeter Solaranlage wird bei der Heizungsmodernisierung also mit 1800 Euro bezuschusst. Bauherren, die planen, ihre Heizung zu erneuern, sollten nicht zu lange warten, betont der BSW-Solar. Denn der Bonus für den Altkesselaustausch ist befristet bis zum 30. Juni 2008. Und die Uhr ticke: Experten erwarten, dass der Aufwärtstrend beim Ölpreis weiter anhält.

07.01.2008   Quelle: Bundesverband Solarwirtschaft (BSW-Solar)   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Initiative Solarwärme Plus,
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Greenpeace-Energy: Pauschalverdacht gegen Ökostrom falsch

Solarstromanlage von Greenpeace.
Solarstromanlage von Greenpeace.

Gegen den Eindruck, alle Ökostromanbieter würden Etikettenschwindel betreiben, wehrt sich Robert Werner von Greenpeace Energy. "Es gibt sehr wohl Unternehmen, die den Schmu mit so genannten RECS-Zertifikaten nicht mitmachen und solche Praktiken grundsätzlich ablehnen", betont Werner. Die RECS-Zertifikate waren durch Berichte ins Gerede geraten, dass Atomstrom mit ihrer Hilfe als Ökostrom vermarktet werde. Die Kritik an RECS teilt der Greenpeace-Energy-Geschäftsführer jedoch ausdrücklich: "Das System ist eine Mogelpackung", so Werner: "Die Kunden glauben, dass sie für saubere Energie aus erneuerbaren Quellen zahlen. Tatsächlich landet ihr Geld größtenteils bei den Betreibern von Kohle- und Atomkraftwerken.  "RECS ("Renewable Certificate System", zu deutsch etwa "Zertifizierungssystem für erneuerbare Energien") gibt es seit 2002 in 15 europäischen Ländern.



RECS-Zertifikate stellen den virtuellen Umweltvorteil dar

Das REC-System erlaubt beispielsweise großen Wasserkraftwerken, den von ihnen produzierten Ökostrom virtuell in die Bestandteile "Öko" und "Strom" aufteilen und völlig unabhängig voneinander veräußern. Der Strom des Wasserkraftwerkes landet als ganz normaler "Graustrom" im Netz, das Prädikat "Öko" wird, symbolisiert durch die RECS-Zertifikate, an Energiehändler verkauft, die ihr Angebot ohne großen Aufwand "veredeln" wollen. Ein RECS-Zertifikat stellt also den virtuellen Umweltvorteil dar, der bei einer Megawattstunde sauber erzeugter Elektrizität entsteht. Und dieser Umweltvorteil darf mit dem Erwerb solcher Zertifikate auf eine entsprechende Menge Strom übertragen werden - selbst wenn diese aus Umwelt gefährdenden Atom- und Kohlekraftwerken stammen, erläutert Greenpeace-Energy.


"Zeitgleiche Einspeisung" von Ökostrom direkt aus EE-Kraftwerken als Alternative

Verbrauchern, die sich keinen Atomstrom als Ökostrom vormachen lassen wollen, empfiehlt Robert Werner, sich bei ihren Versorgungsunternehmen zu erkundigen, ob diese RECS-Zertifikate nutzen und gegebenenfalls den Anbieter zu wechseln. Nach seiner Überzeugung ist das einzig glaubwürdige Modell, Kunden mit sauberer Energie zu versorgen, die "zeitgleiche Einspeisung" von Ökostrom direkt aus Kraftwerken, die erneuerbare Energienquellen nutzen, wie sie Greenpeace Energy ausschließlich praktiziere. "Nur auf diese Weise ist wirklich sichergestellt, dass die Kunden ausschließlich sauberen Strom erhalten und ihr Geld nicht bei der Atom- und Kohleindustrie landet", erklärt Robert Werner.


Echte Ökostromanbieter bauen neue, umweltfreundliche Kraftwerke

Weiteres wichtiges Kriterium für echten Ökostrom ist eine Verpflichtung der Anbieter, in den Neubau umweltfreundlicher Kraftwerke zu investieren. Denn je mehr saubere Stromerzeugungsanlagen ans Netz gehen, desto geringer wird der Anteil Umwelt gefährdender Kohle- und Atomenergie. Greenpeace Energy setzt dafür besonders hohe Maßstäbe: "Wir versorgen jeden Kunden nach maximal fünf Jahren ganz aus neuen Anlagen, wobei wir viele der dafür benötigten Öko-Kraftwerke sogar selber bauen", versichert Robert Werner.

Mit mehr als 70.000 Kunden, davon 3.500 Gewerbekunden, ist Greenpeace Energy nach eigenen Angaben Deutschlands zweitgrößter unabhängiger Ökostromversorger. Das Unternehmen ist als Verbrauchergenossenschaft mit 14.000 Mitgliedern organisiert. Die Eigentümer sind also gleichzeitig Kunden, die Interessen von daher gleich: 100 Prozent ehrlicher Ökostrom mit maximalem Klimaschutz zu besonders fairen und stabilen Preisen.

07.01.2008   Quelle: Greenpeace energy eG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Greenpeace energy eG,
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aleo solar AG baut Megawatt-Solarpark in Ostfriesland

Solarmodul von aleo solar.
Solarmodul von aleo solar.

In dem ostfriesischen Ort Friedeburg errichtete die aleo solar AG (Oldenburg, Prenzlau) Ende 2007 einen Solarpark mit einer Photovoltaik-Spitzenleistung von 942 Kilowatt (kWp). Die Freiflächen-Solaranlage ging noch im vergangenen Jahr an das Netz. In dem Solarstrom-Kraftwerk mit einem Investitionsvolumen von rund 4,5 Millionen Euro werden rund 5.500 aleo-Module vom Typ "S_16" jährlich 850.000 Kilowattstunden sauberen Strom produzieren, berichtet das Unternehmen in einer Pressemitteilung. Umgerechnet entspreche dies dem Bedarf von fast 250 Drei-Personen-Haushalten.   So vermeide der Solarpark künftig jedes Jahr 500 Tonnen CO2. Bauherr ist ein Unternehmer aus dem Kreis Wittmund. Das Kraftwerk ist Teil eines größeren Energieparks, der unter anderem eine Orchideenplantage mit umweltfreundlicher Energie versorgt. Eine Biogasanlage ist bereits in Betrieb, Windenergieanlagen sind geplant.


"Photovoltaik-Projekte in Norddeutschland rechnen sich - der Megawatt-Solarpark in Friedeburg unterstreicht dies eindrucksvoll. Wir konnten hier in nur drei Monaten sehr schnell das Gesamtprojekt bis hin zum Netzanschluss errichten", sagt Norbert Schlesiger, Vertriebsleiter Deutschland der aleo solar AG. Im Oktober erhielt das Unternehmen den Auftrag, bereits Ende des Jahres waren alle Module auf einem aufgeständerten Montagesystem installiert. Der Solarstrom wird über 26 Wechselrichter in eine Trafostation eingespeist, die eigens für den Solarpark errichtet wurde.

07.01.2008   Quelle: aleo solar AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: aleo solar AG,
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Wissenschaftliche Studie: Vertrauen hat überragende Bedeutung beim Kauf von Solarmodulen

Bei der Auswahl eines Herstellers oder Lieferanten von Photovoltaik-Modulen steht das Vertrauen in den Geschäftspartner im Mittelpunkt, so das Ergebnis einer Online-Befragung im Rahmen eines Forschungsprojekts der RWTH Aachen im Sommer 2007. Für die Untersuchung hat der Doktorand Dipl. Wi.-Inf. Gunnar Wiedenfels Entscheider, die mit der Auswahl von Solarmodulen befasst sind, gebeten, einzelne Anbieter hinsichtlich vertrauensrelevanter Eigenschaften zu beurteilen. Die Befragung habe sich großen Interesses erfreut, was sich nicht zuletzt in der Zahl von 176 verwertbaren beantworteten Fragebögen äußerte. Die Auswertung der Antworten decke zahlreiche interessante Ergebnisse auf und belege, dass Vertrauen deutlich mehr Gewicht hat als beispielsweise niedrige Kosten. Weiterhin zeigte sich, dass Vertrauen in einen Anbieter keinesfalls "blind", sondern fast ausschließlich durch die wahrgenommene Vertrauenswürdigkeit des Anbieters bestimmt werde, also durch die Einschätzung seiner Kompetenz, seiner Integrität und seines Wohlwollens.  Betrachte man die relevanten Eigenschaften und die Maßnahmen, die Anbieter zur Unterstützung Ihrer wahrgenommenen Vertrauenswürdigkeit ergreifen können, spiele vor allem der Ruf des Anbieters eine wichtige Rolle, sagt Wiedenfels. Potenzielle Kunden würden sich also auf die verallgemeinerte Meinung anderer Marktteilnehmer verlassen. Aus ähnlichem Grund sei die Nutzung externer Referenzen durch den Anbieter erfolgversprechend: durch die Verknüpfung mit renommierten Dritten könne ein Teil des Vertrauens in diese auf den assoziierten Anbieter übertragen werden ("Vertrauenstransfer").

Gütesiegel und Garantien schaffen Vertrauen

In abgeschwächter Form zeigte sich der gleiche Effekt in der Betonung eines starken institutionellen Hintergrunds. Durch Kommunikation von institutionellen "Gütesiegeln" wie Mitgliedschaft in Branchenverbänden, guten Testergebnissen oder ausgezeichneter Ausbildung des Managements könne ebenfalls Vertrauen übertragen werden, in diesem Fall das Vertrauen in branchenspezifische Einrichtungen. Ein sehr erfolgversprechender Hebel ist laut Wiedenfels auch das Angebot von Maßnahmen zur Risikoverringerung wie Garantien, Rücktrittsrechte und Testangebote. Dies sei zum Teil darauf zurückzuführen, dass die Qualität von Solarmodulen schon bald nach dem Kauf bewertbar sei, wodurch darauf bezogene Garantien eine Chance auf Wirksamkeit hätten.

Neben den genanten Faktoren konnte die Bedeutung von sozialer Ähnlichkeit nachgewiesen werden. Offenbar empfänden Kunden Anbieter, deren Mitarbeiter ähnliche Werte und Interessen haben, eher als vertrauenswürdig, so die Studie. Wider Erwarten nicht statistisch bedeutend hingegen sei der Einfluss persönlicher Beziehungen zwischen dem potenziellen Kunden und Mitarbeitern des betreffenden Anbieters. Ebenso wenig scheine der Kunde sich von räumlicher Nähe leiten zu lassen: der Hamburger hält den Hamburger nicht zwangläufig für vertrauenswürdiger als andere.


Junge Modul-Anbieter können mit Referenzen und institutionellen Symbolen punkten

Eine weitere zentrale Frage der Untersuchung betraf mögliche Unterschiede zwischen jungen und etablierten Modulherstellern und Lieferanten. Hier könne auf Basis der erhobenen Daten geschlossen werden, dass junge Anbieter insbesondere über die Nutzung externer Referenzen und institutioneller Symbole punkten können. "Dieses Ergebnis leuchtet ein vor dem Hintergrund, dass die Aussage eines glaubwürdigen Dritten über einen Anbieter vielleicht die beste Information ist, die ein potentieller Kunde über einen jungen Anbieter bekommen kann", so Gunnar Wiedenfels. Hier trete die Reputation noch stärker in den Vordergrund sowie das Angebot von Maßnahmen zur Risikoreduktion. Auch das erscheine logisch aus Kundensicht: Garantien etc. schafften nur dann Vertrauen, wenn ein Kunde sich auch darauf verlassen kann, dass der Anbieter die Kapazität hat, seine Garantien zu erfüllen - bei einem jungen, vielleicht finanzschwächeren Anbieter unter Umständen ein fraglicher Punkt.


Vertrauensbildung als wichtigster Teil des Marketings

Die Ergebnisse haben laut Wiedenfels wichtige Auswirkungen für die unternehmerische Praxis. "Zunächst sollte das Vertrauen potenzieller Kunden die ihm gebührende Aufmerksamkeit im Marketing erhalten, zumal selbst die Preise und Kosten weniger relevant zu sein scheinen", so der Autor der Studie. Auf der Ebene der Instrumente zur Vertrauensbildung sei besonders die große Bedeutung der Reputation kritisch. Hier werde deutlich, dass jede Interaktion im Markt "sitzen" müsse, um nicht Vertrauenspotenziale zu gefährden. Für das Management junger Unternehmen sei die frühe Nutzung von externen Referenzen und die aktive Betonung eines institutionellen Hintergrunds durch Verbandsmitgliedschaften, Zertifizierungen etc. erfolgversprechend, insbesondere angesichts des typischerweise noch wenig ausgebildeten Rufs im Markt.

Die gesamte Studie soll Mitte 2008 als Dissertation oder Konferenzbeitrag veröffentlicht werden. Weitere Auskünfte gibt Dipl. Wi.-Inf. Gunnar Wiedenfels unter mailto:wiedenfels@win.rwth-aachen.de.

07.01.2008   Quelle: Gunnar Wiedenfels   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

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Fertigungslinien für Photovoltaik-Dünnschichtsolarmodule: Oerlikon Solar baut Marktposition aus

Ein Roboter entlädt mit einer Oerlikon-Anlage beschichtete Glasplatten
Ein Roboter entlädt mit einer
Oerlikon-Anlage beschichtete
Glasplatten

Oerlikon Solar (Trübbach, Schweiz), führender Anbieter von Micromorph-Tandem-Produktionslösungen für Dünnschichtsolarzellen, liefert Fertigungslinien mit einer Produktionskapazität von 60 Megawatt (MWp) an Taiwans die Auria Solar Co. Ltd. und mit 30 MWp an die in Italien ansässige PRAMAC SpA. Oerlikon habe mit diesen neuen Verträgen im Jahr 2007 insgesamt Solar-Produktionsanlagen im Umfang von über 650 Millionen Schweizer Franken (rund 297 Mio. EUR) in die Auftragsbücher gebucht, berichtet das Unternehmen in einer Pressemitteilung. Die modernsten Fertigungslinien enthalten die innovative mikromorphe Tandem-Technologie von Oerlikon Solar, welche zwei unterschiedliche Siliziummaterialien verbindet (amorph und mikrokristallin). Dadurch werde der Wirkungsgrad gegenüber traditionellen amorphen Einzelzellen um bis zu 50 Prozent gesteigert.  Die abgeschlossen Verträge stellen Oerlikon Solars zweiten Großauftrag in Taiwan im Jahr 2007 und den ersten Auftrag in Italien/Schweiz dar. Erfreulich für Oerlikon Solar sei, dass die Produktionsanlagen der in Italien beheimateten Pramac im Kanton Tessin (Schweiz) angesiedelt werde. Die Schweizer Herstellungstechnologie von Oerlikon Solar werde nun zum ersten Mal in der Schweiz selbst in Produktion gehen. Mit dem Vertrag von Auria Solar werde Taiwan eine Gesamtproduktionskapazität von 100 MWp überschreiten.


Ziele für 2007 mit neuen Großaufträgen übertroffen

"Die Aufträge von Auria Solar und Pramac SpA unterstreichen unsere führende Position kosteneffiziente, vollautomatisierte Fertigungslinien für Dünnschicht-Solarmodule anzubieten. Mit diesen zusätzlichen Aufträgen hat Oerlikon Solar jetzt alle Ziele für 2007 übertroffen", kommentiert Jeannine Sargent, Vorstandsvorsitzende von Oerlikon Solar. Die kundenspezifischen Solarlösungen demonstrierten das wachsende Marktvertrauen in die Dünnschichtsilizium-Solartechnologie des Unternehmens. "Die Tatsache, dass es weltweit keinen anderen Hersteller von Produktionsanlagen für Solarmodule gibt, der an unsere hochmodernen Technologien herankommt, erlaubt uns unsere Marktanteile weiter auszubauen," so Dr. Uwe Krüger, Vorstand von Oerlikon.


Komplette Solarmodul-Fertigungslösung

Die hochmoderne Oerlikon Solar-Fertigungslinie erlaubt die Herstellung von Dünnschichtsilizium-Solarmodulen. Diese schlüsselfertige, durchgehende Fertigungslösung umfasst den gesamten Produktionsprozess, von der Glasreinigung und der In-Line-Inspektion bis zur Prüfung der fertigen Solarmodule. Ein zusätzliches Unterscheidungsmerkmal sei, dass Oerlikon Solar für die Inbetriebnahme der Anlagen und die effiziente Sicherstellung des Produktionsaufbaus ein Gesamtpaket inklusive Services anbiete. Beide Verträge enthalten nach Angaben des Unternehmens zudem die gesamte Oerlikon-Messtechnik zur Qualitätskontrolle, das "Back End" der Modulherstellung und die eigene Prozesstechnologie. Von höchster Bedeutung seien die von Oerlikon Solar patentrechtlich geschützten TCO-Schichten. Diese spielten beim Lichteinfang in die dünne photovoltaische Schicht eine zentrale Rolle und optimierten so den Wirkungsgrad. "Diese einzigartigen Eigenschaften verbessern die Leistung der Solarmodule und reduzieren direkt die Kosten pro Watt peak", heißt es in der Pressemitteilung.

"Die Kundennachfrage für Solarmodule wächst rasch. Das setzt innovative und bewährte Technologien, schlüsselfertige Lösungen und Kundenservice voraus, der uns erlauben wird, die Produktion so schnell und effizient wie möglich zu steigern", sagte Dr. Tsai, CEO von Auria Solar. "Oerlikon Solar bietet die stärkste Kombination dieser Qualitäten an und hat mehrfach bewiesen, dass sich ihre Anlagen nicht nur in der Praxis bewährt haben, sondern dass sie auch fähig sind, die Systeme zeitgerecht zu liefern", so Tsai weiter.

"Wir haben diese wichtige Investition getätigt, weil wir fest an erneuerbare Energie glauben", sagte Paolo Campinoti, Geschäftsführer von Pramac. "Es handelt sich dabei nach wie vor um einen jungen Markt, der uns erlaubt, großes Wachstum zu erzielen. Die neue Technologie, die wir anbieten, wird niedrigere Kosten und höhere Erträge liefern, als die traditionellen Systeme. In unseren Augen ist dies ein wichtiger Schritt unserer konsequenten Geschäftsentwicklung und eine zusätzliche Bestätigung dafür, dass wir die Versprechen, die wir anlässlich des Börsenganges gemacht haben, jetzt einlösen," so Campinoti.

07.01.2008   Quelle: Oerlikon Solar   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Oerlikon Solar,
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Handwerkskammer: Klimaschutzprogramm bietet Handwerk erstklassige Chancen

"Wir begrüßen ausdrücklich das Klimaschutzprogramm der Bundesregierung. Die Inhalte sind aus Umweltschutzgründen wichtig und richtig, bei der technischen Umsetzung bieten sich dem Handwerk weitereichende Möglichkeiten, davon zu profitieren", loben der Präsident der Handwerkskammer Koblenz, Karl-Heinz Scherhag und Hauptgeschäftsführer Dr. h. c. mult. Karl-Jürgen Wilbert die Bundesregierung. Das Klima-Programm sieht im Kern eine 40-prozentige Verringerung des Ausstoßes von Treibhausgasen bis 2020 vor (Grundlage ist der Ausstoß 1990). Eine wichtige Rolle komme dabei der energetischen Gebäudesanierung zu, betonen Scherhag und Wilbert. Rund 28 Prozent des Energieverbrauches in Deutschland entfallen auf Wohnhäuser. In einem durchschnittlichen Haushalt wird wiederum am meisten Energie zur Erzeugung von Raumwärme und Warmwasser benötigt. Hier gibt es somit auch die größten Einsparpotenziale.  900 Millionen Euro für die Gebäudesanierung

Die Bundesregierung will die Energieeinsparung mit schärferen Vorschriften und Förderanreizen sowie einem höheren Anteil erneuerbarer Energien erreichen. Dafür sollen auch die Haushaltsmittel für den Klimaschutz erhöht werden. "Die Dämmung von Gebäuden, der Einsatz moderner Heiztechniken, deren Installation bis hin zu den Bereichen Solartechnik oder Windkrafterzeugung sind klassische Bereiche des Handwerks, gerade auch im Norden von Rheinland-Pfalz", unterstreicht die Kammerspitze. "Das müssen wir, unsere Betriebe, aber auch die Kunden als eindeutige Chance verstehen. Hier lässt sich nicht nur effektiv ein Beitrag für den Klimaschutz leisten, sondern bieten sich dem Handwerk weitreichende Marktchancen und den Auftraggebern die Möglichkeit, Energiekosten zu reduzieren", so Scherhag. Laut Bundesumweltministerium sollen die Mittel für die Gebäudesanierung zur Verringerung des Kohlendioxidausstoßes in den Jahren 2008 und 2009 um 50 Millionen auf 900 Millionen Euro aufgestockt werden. Insgesamt, so der Bund, soll das Programm als Ganzes über das Jahr 2009 hinaus verlängert werden.


Wie das Handwerk von solchen Maßnahmen profitieren kann, haben unter anderem die Landesprogramme zur energetischen Gebäudesanierung bewiesen. "Die Nachfrage war groß. Hausbesitzer wie auch ausführende Handwerker waren gut informiert und haben die Fördermittel des Landes zielgenau eingesetzt", so Scherhag und Wilbert. Das Programm habe sein Ziel voll erfüllt und allen deutlich gemacht habe, welche Potenziale die Gebäudesanierung eröffne.


EnEV soll deutliches Energieeinsparpotenzial eröffnen

Ein wichtiger Aspekt im Gesamtpaket des Bundes sei die novellierte Energieeinsparverordnung (EnEV), welche ab 2009 um 30 % höhere Anforderungen an die Energieeffizienz von Neu- und Altbauten stellt. Ab 2012 soll dieser Wert nochmals in der gleichen Größenordnung angehoben werden, so das Bundesumweltministerium. "Es ist also eine längerfristige Maßnahme, die gefördert wird und sich über ein deutliches Energieeinsparpotenzial auch im Geldbeutel der Immobilienbesitzer bemerkbar machen wird", so die Handwerkskammer Koblenz, die mit entsprechenden Beratungs- und Qualifizierungsmaßnahmen die angesprochenen Handwerksberufe fit macht. Zum Beispiel mit der Schulung zum Gebäudeenergieberater und zum Solarteur.


Weiterbildung zum Solarteur und zum Gebäude-Energieberater

Für die Handwerkskammer Koblenz setzen die Beschlüsse zur Erreichung der Klimaschutzziele auch im Hinblick auf Wachstum im Binnenmarkt richtige Akzente. "Damit das greift und da ankommt, wo es sinnvoll umgesetzt wird, müssen wir jetzt verstärkt die breite Öffentlichkeit informieren. Die Maßnahmen nutzen nichts, wenn sie keiner kennt. Hier sind auch die Betriebe angesprochen, die ihre privaten Kunden intensiv aufklären müssen und können. Wir müssen an die Anfangserfolge des energetischen Gebäudesanierungsprogramms anknüpfen, als 2006 bundesweit mehr als 12 Milliarden Euro Investitionen angestoßen wurden", so Scherhag und Wilbert.

Unter anderem bietet die HwK Koblenz Weiterbildung zur Energieeffizienz und zum Energieausweis für Wohngebäude, zur kontrollierten Wohnraumlüftung und einen Solarteur-Lehrgang (200 Unterrichtsstunden) sowie einen Gebäude-Energieberater-Lehrgang (220 Unterrichtsstunden)

Weitere Informationen gibt das Zentrum für Umwelt und Arbeitsschutz der Handwerkskammer Koblenz, Telefon 0261/ 398-651, Telefax 0261/ 398-992, zua@hwk-koblenz.de

07.01.2008   Quelle: Handwerkskammer Koblenz   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

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Hubspeicher-Kraftwerke sollen Solarstrom speichern

Skizze eines Hubspeicher-Kraftwerks
Skizze eines Hubspeicher-Kraftwerks

"Hubspeicher-Kraftwerke können Solar- und Windstrom speichern. Sie helfen damit, Angebotsspitzen der Stromerzeugung in die Zeiten hoher Stromnachfrage zu verlagern. Ebenso wie Pumpspeicherkraftwerke können Hubspeicher Kraftwerke auch zur Stabilisierung der Stromnetze eingesetzt werden", sagt Werner Rau, Diplom-Physiker aus Keltern. Seit acht Jahren setzt sich der Initiator und Betreiber mehrer Bürger-Solarstromanlagen aktiv für die Nutzung erneuerbarer Energien ein. Sein aktuelles Engagement konzentriert sich auf die Entwicklung von Hubspeicher-Kraftwerken. Dafür sucht er noch Kooperationspartner und Sponsoren. Hubspeicher Kraftwerke nutzen die Schwerkraft. Sie arbeiten nach den gleichen physikalischen Gesetzen, die seit Jahrhunderten Wasserräder oder die heute gebräuchlichen Pumpspeicher-Kraftwerke antreiben. Der Masseträger Wasser, der bei den Pumpspeicher-Kraftwerken zur Speicherung des Stroms in einen höher gelegenen Stausee gepumpt wird, werde dabei durch beliebige schwere Masseträger ersetzt (z.B. Gestein, Beton, Eisen), erläutert Rau.  Wie ein solches Kraftwerk funktioniert, beschreibt der Autor anhand einer Skizze. Diese zeigt ein solches Kraftwerk mit Seilwindenhub, das aus drei Speichermodulen besteht. In jedem Modul treibt ein Elektromotor eine Seilwinde an, die den Masseträger anhebt. Der Elektromotor entnimmt den Strom zu Zeiten hohen Angebots aus dem Netz. Beim Absenken treibt das Gewicht der Masseträger einen Stromgenerator an, der den erzeugten Strom in das Netz zurückspeist.



Rau ist überzeugt, dass Hubspeicher-Kraftwerke die Speicherkapazität und auch die Wirtschaftlichkeit von Pumpspeicher-Kraftwerken erreichen werden. Eine einfache Beispielrechnung veranschauliche das Potenzial der Hubspeicher-Kraftwerke: Ein Betonwürfel mit der Kantelänge von z. B. 5 Metern wiege etwa 360 Tonnen und speichere 100 Kilowattstunde Strom, wenn er um 100 Meter angehoben wird. Durch die Multiplikation einer solchen Speicherzelle lassen sich laut Rau nahezu beliebig große Speicher herstellen. Auf nur einem Hektar könnten beispielsweise 200 solcher Hubeinheiten errichtet werden. Das entspreche einer Speicherkapazität von 20.000 kWh oder 20 Megawattstunden (MWh). Dies genüge, um rund 5.000 Haushalte einen Abend lang mit Strom zu versorgen, rechnet Rau vor.

Heutige Pumpspeicher Kraftwerke hätten im Vergleich dazu zwar ein Speichervermögen von etwa 500 MWh. Sie seien aber an das Vorkommen von Wasser in einem Gelände mit ausreichenden Höhenunterschieden gebunden und sehr aufwändig zu bauen. Der weitere Ausbau der Pumpspeicherkraftwerke sei deshalb in Deutschland kaum noch möglich, sagt Rau. Der Diplom-Physiker sieht im Bau von Hubspeicher-Kraftwerken vielfältige Vorteile: Hubspeicher Kraftwerke seien unabhängig von Wasservorkommen. Und sie könnten z. B. in Wüsten errichtet werden, die keinen Zugang zu öffentlichen Versorgungsnetzen haben, um dort Solarstrom zu speichern. Im küstennahen Flachland könnten sie auch überschüssigen Windstrom zwischenspeichern.

Hubspeicher-Kraftwerke können laut Rau mit heute verfügbarer Technik errichtet werden. Vertikale Hebewerke würden heute auf vielfältigste Weise genutzt. (Verladekräne, Baukräne, Aufzüge, Förderkörbe in Bergwerken etc.). Bestehende Hebewerke könnten mit geringen Modifikationen zu Hubspeicher-Kraftwerken erweitert werden. Bei neuen Anlagen könne die Fähigkeit zum Speichern elektrischer Energie konstruktiv eingeplant und damit der Wirkungsgrad der Stromerzeugung optimiert werden. "Die angedeuteten Vorteile zeigen, dass Hubspeicher-Kraftwerke einen wesentlichen Beitrag zur unterbrechungsfreien Bereitstellung von Solar- und Windstrom und damit zum schnellen Ausbau der Erneuerbaren Energien leisten können", fasst Rau zusammen.

Dipl. Phys. Werner Rau, Jahrgang 1941, studierte an der Universität Marburg und am Deutschen Elektronen-Synchrotron (DESY) in Hamburg Physik. Nach seinem Studium war er über 30 Jahre in der kommerziellen Datenverarbeitung tätig. Seit der Pensionierung beschäftigt sich der Autor mit erneuerbaren Energien und der Energiewende. Der Autor freut sich über Anregungen und Informationen zum Thema unter mailto:rau.werner@t-online.de.

06.01.2008   Quelle: Rau Erneuerbare Energien (REE)   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Werner Rau,
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400 Holzpellets-Heizungskeller in Nordrhein-Westfalen ständig geöffnet

Um möglichst vielen interessierten Bürgern die Holzpellets-Heiztechnik näher zu bringen, öffnen etwa 400 Privatleute in ganz NRW ab sofort ganzjährig auf Anfrage ihre Kellertüren und laden zur Besichtigung ihrer Holzpelletsheizung ein. Das Heizen mit Holzpellets habe in den letzten Jahren einen wahren Boom erlebt, berichtet die EnergieAgentur.NRW in einer Pressemitteilung. Mittlerweile seien bundesweit über 80.000 Pellets-Heizungen installiert, davon 8.000 in NRW. Diese Zahlen belegten, dass viele Verbraucher einen eigenen Beitrag zum Klimaschutz leisten wollen und sich immer häufiger für diese kostengünstige, CO2-neutrale Heiztechnik entscheiden.  Ein Grund für die wachsende Nachfrage seien die steigenden Preise für Öl und Gas. Aktuell seien Holzpellets als Brennstoff im Vergleich zu Öl und Gas rund 40 Prozent günstiger.



2.000 Euro Mindestförderung für Pelletskessel

Mit der seit dem 1. Januar 2008 geltenden Erhöhung der Mindestfördersumme für Pelletskessel von derzeit 1.500 Euro auf 2.000 Euro durch das Marktanreizprogramm der Bundesregierung (MAP) werde die Holzpellets- Heiztechnik für Hausbesitzer noch attraktiver. Auch vor dem Hintergrund der aktuellen Diskussion um Feinstaubemissionen durch Holzheizungen gewinnen die Holzpelletsheizungen und -öfen laut EnergieAgentur.NRW an Bedeutung. Aufgrund ihrer fortschrittlichen Verbrennungstechnologie und wegen des genormten Energieträgers Holzpellets benötigten Holzpelletsheizungen auch künftig keine Filter zur Luftreinhaltung.

Wo eine solche Anlage besichtigt werden kann, erfahren Interessenten unter der Telefonnummer 01803 - 19 00 00 (9 Ct./Min. aus dem deutschen Festnetz) oder im Internet unter http://www.aktion-holzpellets.de.

Weitere Informationen und Anmeldung zur Besichtigung unter http://www.aktion-holzpellets.de

06.01.2008   Quelle: Aktion Holzpellets der EnergieAgentur.NRW   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: EnergieAgentur.NRW,

 

Energiespeicher: Forscher wollen den Akkus auf die Sprünge helfen

Vereinfachtes Funktionsprinzip einer Lithium-Batterie
Vereinfachtes Funktionsprinzip
einer Lithium-Batterie

Ob im Handy oder in der DigiCam, im Laptop oder im Elektroauto: Lithium-Ionen-Batterien sind derzeit das Beste, was es gibt. Und doch reichen ihre Lebensdauer und Leistungsfähigkeit nicht aus, um zum Beispiel Automobile mit Elektroantrieb wirklich konkurrenzfähig zu machen, betont der Forschungsverbund Berlin e.V. in einer Pressemitteilung. Hinzu kämen technische Probleme, die im vergangenen Jahr zu immensen wirtschaftlichen Verlusten geführt hätten. Sony bezifferte Medienberichten zufolge die Kosten für den Austausch von Laptop-Akkus auf rund 340 Millionen Euro. Lithium-Batterien hatten sich gefährlich überhitzt, manche waren gar explodiert, und der Konzern musste Millionen davon zurückrufen. "Ich habe das damals nur als interessierter Zeitungsleser mitbekommen", erinnert sich Dr. Wolfgang Dreyer vom Weierstraß-Institut für Angewandte Analysis und Stochastik (WIAS). "Von der fachlichen Seite her hatte ich von Lithium-Batterien keine Ahnung." Das hat sich schnell geändert. Seit einigen Monaten grübelt der Leiter der Forschungsgruppe "Thermodynamische Modellierung und Analyse von Phasenübergängen" über das Innenleben der Lithiumbatterien. Für ein europäisches Forschungskonsortium mit Beteiligung slowenischer Kollegen, die Dreyer die elektrochemischen Daten liefern, ist er dabei, ein mathematisches Modell zu entwerfen. Das Projekt heißt ALISTORE, das Akronym steht für "Advanced lithium energy storage systems based on the use of nano-powders and nano-composite electrodes/ electrolytes". 

Modell simuliert, wie Lithium-Ionen in einem Kristallgitter gespeichert werden

So kompliziert wie der Name, so knifflig ist auch die Materie. Doch genau das reizt den gelernten Physiker Dreyer. Mit ein paar Mausklicks auf seinem Laptop ruft er einen Vortrag auf und zeigt auf die abgebildeten Kurven. Zwei Linien, die am Anfang und Ende übereinander liegen, in der Mitte des Diagramms jedoch parallel nebeneinander verlaufen. "Das ist eine Hysterese, das ist schlecht, das will man vermeiden", sagt Dreyer. Vereinfacht gesagt gehe es darum, dass die Leistungsaufnahme beim Laden und die Leistungsabgabe durch Entladen des Akkus nicht genau gleich erfolgen. Das hätten Messungen der slowenischen Wissenschaftler ergeben. Dreyer zeigt auf zwei Kurven, die denen aus seinem Modell sehr ähneln: "Die Messdaten zeigen die Hysterese, mein Modell bildet sie nach - und das ist mein erster Versuch, ich habe die Modellparameter noch nicht einmal an die Experimente angepasst." Nur: Was genau bildet das Modell nun ab? "Es simuliert, wie Lithium-Ionen in einem Kristallgitter, das aus Eisenphosphat besteht, gespeichert werden", erläutert Dreyer. Das Eisenphosphat (FePO4) ist im Modell als Kugel dargestellt. "Es ist klar, dass sich der Radius der Kugel ändert, wenn Ionen aufgenommen oder abgegeben werden." Die modellierte FePO4-Kugel misst in Wirklichkeit 50 Nanometer, tausend davon würden hintereinander gelegt den Durchmesser eines Haares ergeben. In einem Akku sind unzählige dieser Nanokugeln am Minuspol, also der Kathode. Der Pluspol - die Anode - besteht aus Lithium oder Lithiumverbindungen. Entnimmt man elektrischen Strom, wandern Lithium- Ionen zur Kathode, die FePO4 -Kügelchen schwellen an, umgekehrt entleert sich das Kristallgitter wieder, wenn von außen eine Spannung angelegt wird, also der Akku aufgeladen wird. Die Lithium-Ionen kehren zur Anode zurück.


Anwendung auch in Wasserstoff-Autos möglich

"Mein Modell bildet die Vorgänge trotz der erheblichen Vereinfachungen bereits recht gut ab. Es zeigt sogar, was passiert, wenn ich eine Wechselspannung anlege", berichtet Dreyer. Jetzt komme es darauf an, die Simulation anhand der Messdaten genauer an die reale Welt anzupassen. "Dazu wird aber eine Kooperation nötig sein, die über das bisherige Maß hinausgeht", sagt der WIAS-Forscher. Denn diese Anpassung sei aufwändig. Jedoch könnten mit einem guten Modell zahlreiche teure Versuche eingespart werden. Nur besonders vielversprechende Experimente würden auch wirklich im Labor gemacht. Das spare Zeit und Geld. Am Ende seien wesentliche Verbesserungen auf drei Gebieten zu erwarten: Die Hysterese würde kleiner, die Ladezeiten würden verringert und die Ladungsdichte könnte sich deutlich steigern. "Und außerdem passt mein Modell auch auf andere Probleme, zum Beispiel wie man Wasserstofftanks in Autos besser befüllt oder wie sich harter Stahl in weichen Stahl umwandelt", sagt Dreyer. Das ist ein Effekt, den er und seine Kollegen vom WIAS immer wieder erleben: Angewandte Mathematik als Allzweckwerkzeug.

Dieser Text ist erschienen in der aktuellen Ausgabe des Verbundjournals. Das Heft ist als PDF im Internet verfügbar: unter www.fv- berlin.de/images/verbundjournal/verbund72.pdf

06.01.2008   Quelle: Forschungsverbund Berlin e.V.   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Forschungsverbund Berlin e.V.,

 

Licht aus Wasserstoff: ein echtes Leuchtturmprojekt

South Gare-Leuchtturm
South Gare-Leuchtturm

Der weltweit erste Brennstoffzellen-Leuchtturm weist Seeleuten einen sicheren Weg zu den Häfen von Tees und Hartlepool, zwei der meist genutzten Tiefwasserhäfen in Großbritannien. Der historische South Gare-Leuchtturm liegt an der Mündung des Flusses Tees im Nordosten von England. Sein Leuchtfeuer ist mehr als 40 Kilometer (25 Seemeilen) weit zu sehen. Der Leuchtturm ist dem rauen Nordseewetter weitestgehend ungeschützt ausgesetzt. Das stelle extrem hohe Anforderungen an die Brennstoffzelle und die Wasserstoffversorgung, berichten der Brennstoffzellenhersteller Schunk und das Wasserstoffinfrastruktur-Unternehmen Air Products in einer Pressemitteilung. Der Ort sei ganz bewusst gewählt. Ziel der Projektpartner ist, die Leistungsfähigkeit moderner Wasserstoffenergiesysteme auch unter extremen Bedingungen zeigen. 


Wasserstoff als Energieträger zur Versorgung anspruchsvoller Brennstoffzellen-Anwendungen

Unter Federführung des Zentrums für Prozessinnovation, einer Forschungs- und Entwicklungsgesellschaft, haben vier Unternehmen das Projekt in dreijähriger Arbeit entwickelt. Neben der Hafenbehörde und dem Leuchtturmbetreiber waren auch zwei Wasserstoffenergiespezialisten an Bord: der Brennstoffzellenhersteller Schunk und Air Products als Experte für den Aufbau der Wasserstoffinfrastruktur sowie die laufende Versorgung. Ian Williamson, der bei Air Products den Bereich Wasserstoffanlagen verantwortet, freut sich ganz besonders über die neue Anwendung: "Beim Thema Wasserstoff spricht man ja gerne von Leuchtturm-Projekten. Hier haben wir nun im wahrsten Sinne des Wortes eines verwirklicht. Gerade die extreme Lage des Leuchtturms an der Nordsee zeigt das Potenzial von Wasserstoff als Energieträger bei der Versorgung von anspruchsvollen Anwendungen."

Air Products hat nach eigenen Angaben mehr als 50 Jahre Erfahrung mit der Erzeugung und Nutzung von Wasserstoff. Mit mehr als 70 Wasserstofftankstellen in zwölf Ländern und über 45.000 Fahrzeugbetankungen habe Air Products weltweit die meisten Betankungsprojekte umgesetzt. Neben den Stationen für den Bus-Shuttleservice zur Beförderung der Athleten und Besucher bei den Olympischen Spielen 2008 in Peking zählt dazu auch die komplette Wasserstoffversorgung der Brennstoffzellen-U-Boote der Deutschen Bundesmarine.

05.01.2008   Quelle: Air Products   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: ntlworld.com,

 

Hocheffiziente Stromerzeugung sichert Klimaschutz und Stromversorgung in Bayern

Siemens-Gasturbine SGT5-8000H
Siemens-Gasturbine SGT5-8000H

Mit dem Start des "First Fire", der weltweit leistungsstärksten und effizientesten Gasturbine, am Kraftwerksstandort Irsching bei Ingolstadt durch Bundeswirtschaftsminister Michael Glos unterstreiche Deutschland seine weltweite Führungsrolle bei Energieeffizienz und Klimaschutz, berichtet das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi) in einer Pressemitteilung. Die neue Siemens-Gasturbine sei das Herzstück des kombinierten Gas- und Dampfkraftwerks, das den Energieträger Gas besonders effizient in Strom umwandle. Bei Kraftwerken werde heute weltweit ein durchschnittlicher Wirkungsgrad von etwa 30 % erreicht; in Deutschland seien es zirka 38 %. Das Irschinger Kraftwerk werde nach seiner Fertigstellung im Jahr 2011 die Marke von 60 % im Wirkungsgrad übertreffen.  Die neue Anlage soll der Umwelt gegenüber herkömmlichen Gas- und Dampf-Turbinen-Anlagen jährlich etwa 40.000 Tonnen CO2 ersparen. Die von Siemens Power Generation neu entwickelte Gasturbine SGT5-8000H hat eine Leistung von 340 Megawatt (MW) und ist somit die größte und leistungsstärkste Gasturbine der Welt.



In seinem Grußwort unterstrich der Minister, dass effiziente Energietechnologien der Schlüssel für den Übergang zu einer nachhaltigen Energiezukunft seien. "Das BMWi unterstützt die Förderung von Forschung und Entwicklung moderner Energietechnologien. Die Turbine in Irsching bildet die Basis für weitere Optimierungen von Gasturbinen der nächsten Generation", so Glos.

05.01.2008   Quelle: Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie; Siemens Power Generation   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Siemens AG,
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SolarWorld schenkt dem Papst zum Dreikönigsfest eine Solarstromanlage

Satellitenaufnahme des Vatikans mit Dach der Audienzhalle (vorne links)
Satellitenaufnahme des Vatikans mit
Dach der Audienzhalle (vorne links)

Die SolarWorld AG schenkt Papst Benedikt XVI. eine Photovoltaik-Anlage. Das gab Frank Asbeck, Vorstandsvorsitzender der SolarWorld AG, in Bonn bekannt. "Wenn die Weisen aus dem Morgenland heute nach Bethlehem gingen, trügen sie vermutlich neben Gold, Weihrauch und Myrrhe auch eine Solarzelle mit sich. Sie ist Symbol für die Bewahrung der Schöpfung und für die Energieversorgung der Zukunft", erläutert Asbeck die Schenkung anlässlich des bevorstehenden Dreikönigstags. Am 6. Januar werden in den südlichen Ländern in Erinnerung an die Heiligen Drei Könige traditionell Geschenke überreicht. "Mit unserem Geschenk würdigen wir den deutschen Papst. Wir unterstützen das Engagement der Katholischen Kirche für einen verantwortungsvollen Umgang mit den Ressourcen der Schöpfung", so Asbeck in seiner Begründung. 

Integration der Photovoltaik-Anlage in das Audienzgebäude

Die SolarWorld AG hatte im vergangenen Sommer den Medien entnommen, dass der Vatikan auf dem Dach der päpstlichen Audienzhalle eine Solarstromanlage plant. Der Vorstandsvorsitzende nahm Kontakt mit dem Gouverneur des Vatikans auf und bot die Schenkung an. "Für uns war das auch deshalb naheliegend, weil Papst Benedikt zu seiner Bonner Zeit in unserem Bad Godesberger - Rheinviertel gelebt hat. Wir fühlen uns ihm deshalb intensiv verbunden", erklärt Asbeck weiter. Die Schenkung wurde kürzlich im Namen des Papstes vom Vatikan angenommen. SolarWorld konnte den Vatikan mit ihrem Gesamtkonzept für die Solarstromanlage überzeugen. Es berücksichtige nicht nur energetische Aspekte, sondern auch die anspruchsvolle Integration der Photovoltaik-Anlage in das Audienzgebäude, heißt es in der Pressemitteilung des Unternehmens.


2.000 Solar-Module vermeiden 315 Tonnen CO2 pro Jahr

Die rund 2.000 SolarWorld Module sollen bereits im Sommer auf dem Dach der Audienzhalle "Aula Paolo VI" installiert werden. Sie werden für den ersten im Vatikanstaat erzeugten Solarstrom mit jährlich rund 315.500 Kilowattstunden (kWh) sorgen. Damit werden laut SolarWorld rund 315 Tonnen CO2 vermieden. Die Ingenieure des Unternehmens werden die vorhandenen Betonbahnen auf der Südseite des gewölbten Daches durch Spezialmodule aus eigener Produktion ersetzen. Die Solarmodule werden sich der von Nord nach Süd breiter werdenden Fächerform des architektonisch herausfordernden Bauwerkes anpassen. Die besondere Wellenstruktur und die damit verbundene Ästhetik des Daches zu Füßen des Petersdoms bleiben somit erhalten.


SMA Technologie AG stellt Wechselrichter zur Verfügung

Die Wechselrichter für die Anlage werden von dem Deutschen Hersteller SMA Technologie AG zur Verfügung gestellt. Bei der Realisierung des Projektes im Vatikan wird die SolarWorld durch ihren langjährigen italienischen Vertriebspartner Tecnospot Srl. unterstützt. Die in Kürze stattfindende Aufnahme der Bauarbeiten, die Realisierung und die Übergabe sollen vor Ort filmisch dokumentiert werden.

04.01.2008   Quelle: SolarWorld AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Adventistischer Pressedienst (APD),
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Reinecke + Pohl Sun Energy AG verschiebt Umsätze in das neue Geschäftsjahr

RPSE-Solardach mit Dünnschicht-Modulen (2,5 MWp)
RPSE-Solardach mit Dünnschicht-Modulen
(2,5 MWp)

Der Vorstand der Reinecke + Pohl Sun Energy AG (RPSE, Hamburg) hat am 04.01.2008 die Prognose für 2008 erhöht: das Solar-Unternehmen geht nun statt von einem Umsatz von EUR 100 Millionen Euro von Umsatzerlösen in Höhe von 110 Millionen Euro aus; bei einem Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) zwischen 6 Millionen Euro und 8 Millionen Euro. Die EBIT-Prognose für 2007 wurde von 5 Millionen Euro auf 2 Millionen Euro gesenkt. Diese Änderungen ergeben sich aus der Verschiebung von Umsätzen aus Projekten aus dem Jahr 2007 in das Geschäftsjahr 2008, berichtet das Unternehmen in einer Ad-hoc-Mitteilung. 

Diese Projekte seien Teil eines Photovoltaik-Großauftrags mit einem Umsatzvolumen von über 20 Millionen Euro, der seit September 2007 für die dänische DKA Renewable Energy A/S umgesetzt werde. Dabei handle es sich um 46 Einzelprojekte von Solarstromanlagen mit einer Leistung zwischen 60 und 600 Kliowatt (kWp), die einzeln abgenommen und abgerechnet würden.


"Basierend auf konservativen Projekt-Bilanzierungsgrundsätzen werden einige dieser Projekte aufgrund von Verzögerungen in der rechtlichen Abnahme erst 2008 erfolgswirksam", heißt es in der Ad-hoc-Mitteilung. Daher würden sich für 2007 geplante Umsätze in das erste Quartal 2008 verschieben. Zusätzlich belastet werde das EBIT 2007 voraussichtlich durch einmalige Sondereffekte durch den Vorstandswechsel sowie durch erhöhte Beratungs- und Softwarekosten aufgrund von Verzögerungen bei der Einführung einer Software zur Planung von Unternehmensressourcen (ERP-System).

04.01.2008   Quelle: Reinecke + Pohl Sun Energy AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Reinecke + Pohl Sun Energy AG,
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RWE Power und GE entwickeln neue Speichertechnik für Strom

Druckluftspeicherkraftwerk Huntorf mit Verdichtern im Vordergrund
Druckluftspeicherkraftwerk Huntorf mit
Verdichtern im Vordergrund

RWE Power hat am 27.12.2007 eine Absichtserklärung mit General Electric (GE) zur Entwicklung eines Druckluftspeicherkraftwerks unterzeichnet. Ziel der Zusammenarbeit ist, das begrenzte Angebot an Speicherkapazität für elektrische Energie erheblich auszuweiten. "In Zukunft wird die stark schwankende Stromeinspeisung allein schon durch den massiv geplanten Ausbau der Windenergie zunehmen. Daher ist es wichtig, sich dieser Herausforderung zu stellen und rechtzeitig Konzepte für eine effiziente Speicherung zu entwickeln", erläutert Dr. Johannes Lambertz, Vorstand der RWE Power AG für das Ressort fossil gefeuerte Kraftwerke. In einer ersten Phase bis Ende 2008 wollen RWE Power und GE deshalb eine gemeinsame Machbarkeitsstudie erstellen, die als Basis für ein entsprechendes Entwicklungsprogramm dienen soll. Danach ist die Errichtung einer ersten Demonstrationsanlage ab 2012 geplant. 
Druckluftspeicherkraftwerke mit deutlich höheren Wirkungsgraden und ohne den Einsatz fossiler Energieträger


In einem Druckluftspeicherkraftwerk wird zu Zeiten eines hohen Stromangebots Luft komprimiert und zur Speicherung in unterirdische Kavernen gepresst. Diese Druckluft kann im Bedarfsfall zur Stromerzeugung genutzt werden. "Eine große Herausforderung bei diesem Projekt liegt in der Entwicklung geeigneter Komponenten, insbesondere im Bereich der Kompressor- und Wärmespeichertechnik, die für hohe Wirkungsgrade von Druckluftspeicherkraftwerken erforderlich sind", erklärt Claudi Santiago, GE-Vorstand für das Ressort Öl und Gas. Dabei spiele die bei der Verdichtung stark steigende Temperatur der Luft auf über 600 Grad Celsius eine entscheidende Rolle und stelle hohe Anforderungen an die Kompressortechnik. Damit die Wärmeenergie nicht verloren geht, wird sie der komprimierten Luft vor dem Einlagern entzogen und in einen separaten Wärmespeicher geleitet. Bei der Ausspeicherung gibt der Wärmespeicher seine Energie wieder an die Druckluft ab. Damit können sowohl der Druck als auch die Temperatur der Luft in einer Turbine zur Stromerzeugung genutzt werden. Dieses so genannte Adiabate-Verfahren, bei dem die Verdichtungswärme im Prozess nicht verloren geht, zeichne sich im Vergleich zu bestehenden Druckluftspeicherkonzepten durch deutlich höhere Wirkungsgrade aus und kommt zudem ohne den Einsatz fossiler Energieträger aus, betont RWE Power.


Standorte vor allem in Regionen mit geeigneten geologischen Salzstrukturen

"Das ist ein wichtiges Projekt für GE. Wir freuen uns darüber, einmal mehr mit RWE Power zu kooperieren, mit der wir bereits seit langem zusammenarbeiten", hebt Ricardo Cordoba, Präsident von GE Energy Westeuropa und Nordafrika, hervor. Als Standorte für Druckluftspeicherkraftwerke eignen sich vor allem Regionen mit geologischen Salzstrukturen, die große Mengen von Druckluft aufnehmen können. Diese Voraussetzungen sind unter anderem im norddeutschen küstennahen Raum gegeben, wo auch der größte Zubau weiterer Windkraftanlagen insbesondere in Form von Offshore-Windparks erwartet wird. "Grundsätzlich dienen die Speicher der bisherigen Pumpspeicher- und der zukünftigen Druckspeicheranlagen zur kurzfristigen Überbrückung bei Engpässen in der Stromversorgung. Zusätzlich leisten sie einen erheblichen Beitrag zur Vergleichmäßigung von Stromangebot und Stromnachfrage", unterstreicht Johannes Lambertz. Und weiter: "Eine sichere, umweltfreundliche und wirtschaftliche Stromerzeugung ist auch in Zukunft nur durch einen ausgewogenen Energiemix sicherzustellen, bei dem alle Energieträger ihren Beitrag leisten müssen."

04.01.2008   Quelle: RWE Power AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Wikipedia; Fotograf: Gero Vögel.,
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Informationskampagne: erneuerbare Energien befreien aus der Ölpreisfalle

Der US-Ölpreis hat am 02.01.2008 erstmals die Marke von 100 US-Dollar durchbrochen, berichtet die Informationskampagne für Erneuerbare Energien in einer Pressemitteilung. Im Handel stieg der Preis für ein Barrel (159 Liter) Rohöl auf bis zu 100,00 US-Dollar. Noch ist Erdöl weltweit der wichtigste Energieträger. Gut ein Drittel des weltweiten Energieverbrauchs wird über diesen Rohstoff gedeckt. Deutschland importiert etwa 97 Prozent seines Erdölbedarfs. "Erneuerbare Energien können die deutsche Energieversorgung aus Ölpreisfalle und Importabhängigkeit befreien. Es ist allerhöchste Zeit, ohne wenn und aber auf eine klimafreundliche Energieversorgung umzusteuern", sagte Prof. Dr. Claudia Kemfert vom Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW).  "Die deutsche Politik - vom Bund bis zu den Kommunen - muss jetzt die richtigen Weichen stellen, um erneuerbare Energien beschleunigt auszubauen. Nur so lassen sich die Energie- und Klimaschutzziele erreichen, die die Bundesregierung national und international vorgegeben hat", betont Kemfert.


Kampagnen-Geschäftsführer Jörg Mayer: Erneuerbare sind unter Einrechnung der realen Umweltkosten längst wettewerbsfähig

Der Ölpreis hat sich laut Informationskampagne seit 1996 mehr als versechsfacht. Im gleichen Zeitraum seien die Kosten der erneuerbaren Energien im Durchschnitt um ein Viertel gesunken. Parallel zum steigenden Ölpreis gingen die weltweiten Erdölvorräte zur Neige. Laut Bundesamt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) werde schon in zehn bis 15 Jahren die Hälfte des auf der Erde förderbaren Öls verbraucht sein. Erneuerbare Energien hingegen seien unendlich verfügbar und sicherten den Wohlstand über das Abbrennen der fossilen Energieträger hinaus. "Die weltweit steigende Nachfrage und gleichzeitige Verknappung des 'schwarzen Goldes' wird die Importabhängigkeit Deutschlands in Zukunft noch verstärken, wenn wir jetzt nicht mit Erneuerbaren Energien massiv gegensteuern", betonte Jörg Mayer, Geschäftsführer von "Deutschland hat unendlich viel Energie", der Informationskampagne für Erneuerbare Energien. "Es führt aus ökonomischen sowie klima- und außenpolitischen Gründen kein Weg daran vorbei, innovative und ressourcenschonende Energietechniken zu fördern, so lange sie gegenüber Öl, Kohle, Gas und Atom nicht konkurrenzfähig sind. Die Wettbewerbsfähigkeit unter Einrechnung der realen Umweltkosten haben die Erneuerbaren schon längst erreicht", so Mayer.

04.01.2008   Quelle: Deutschland hat unendlich viel Energie; Informationskampagne für Erneuerbare Energien   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

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E-world energy & water zeigt Energie-Highlights aus Nordrhein-Westfalen in Essen

E-world energy & water
E-world energy & water

Auf der "E-world energy & water" präsentiert sich vom 19.- 21. Februar 2008 das Energieland Nordrhein-Westfalen und damit auch die EnergieAgentur.NRW wieder mit großer Themenvielfalt: Von der Stromerzeugung mit Photovoltaik oder dem Autofahren mit biogenen Kraftstoffen und der nachhaltigen Nutzung von Bioenergie bis hin zu modernen Brennstoffzellen- und Wasserstoffanwendungen, effektiven Energieeffizienzmaßnahmen oder innovativen Kraftwerkstechniken. Rund 20 Unternehmen und wissenschaftliche Einrichtungen zeigen auf dem 450 Quadratmeter großen NRW-Gemeinschaftsstand in Halle 3 (Stand 3-166) einen Ausschnitt der nordrhein-westfälischen Energielandschaft. Diesjähriges Partnerland der "E-world energy & water" ist die Schweiz. Am NRW-Stand stehen moderne Kraftwerkstechnik, energieeffizientes und solares Bauen, Biomasse und biogene Kraftstoffe, Photovoltaik, Brennstoffzelle und Wasserstoff sowie Energieeffizienz im Mittelpunkt. Zudem informieren auf dem integrierten "Info-Point" Außenwirtschafts-Experten über Chancen für deutsche Unternehmen in Norwegen, den Niederlanden und in der Schweiz. In Halle 2 informiert zudem das Energieberatungsmobil der EnergieAgentur.NRW zur Energieeffizienzoffensive des Landes "NRW spart Energie". 

12. Fachkongress Zukunftsenergien am 19. Februar 2008

Der 12. Fachkongress Zukunftsenergien findet am 19. Februar als erster Kongress der "E-world" statt, von 10 bis 17 Uhr. Dort stehen nach der Eröffnungsrede von NRW-Wirtschaftsministerin Christa Thoben Fachvorträge zu aktuellen Entwicklungen von Energietechnologien und über die Energieindustrie in der Schweiz auf dem Programm. Nach den Vorträgen werden nachmittags vier Fachforen zu Photovoltaik, energieeffizientem Bauen, innovativen Entwicklungen in der Nukleartechnik sowie zu Biomasse und biogenen Kraftstoffen der Zukunft angeboten.

Fachkonferenz Kraftwerkstechnik NRW vom 19. bis 20. Februar 2008

Die Fachkonferenz Kraftwerkstechnik wird ihr Programm am Nachmittag des 19. Februar mit einer Podiumsdiskussion eröffnen. Wirtschafts-Staatssekretär Dr. Jens Baganz (angefragt) und E.ON Vorstandsmitglied Dr. Johannes Teyssen werden sich nach ihren Impulsreferaten den Fragen des ZDF-Umweltchefs Volker Angres zum Thema "Wird Kohle immer sauberer" stellen. Ergänzt wird die Runde durch Klaus von Trotha, Vorstandsvorsitzender des Informationszentrums Klima, Dr. Stephan Singer, Leiter des Europabüros des WWF und Dr. Manfred Fischedick, Vizepräsident des Wuppertal Instituts für Klima, Umwelt, Energie. Am Vormittag des zweiten Konferenztages stellen Experten aus Wirtschaft und Wissenschaft verschiedene Konzepte innovativer und hocheffizienter Kraftwerkstechnik zur Reduzierung von Treibhausgasen vor. Der Nachmittag beschäftigt sich mit verschiedenen Aspekten der Abscheidung und Speicherung von Kohlendioxid. Die Fachkonferenz Kraftwerkstechnik wird durchgeführt von ConEnergy und dem Kompetenz-Netzwerk Kraftwerkstechnik NRW der EnergieAgentur.NRW.

Programm und Anmeldung im Internet: http://www.kraftwerkstechnik.nrw.de


4. Deutscher Wasserstoff Congress am 20. und 21.02.2008 in Essen

Der 4. Deutsche Wasserstoff Congress 2008 am Mittwoch und Donnerstag, 20. und 21. Februar 2008, findet im Rahmen der "E-world energy & water" in der Messe Essen statt. Er greift aktuelle Entwicklungen der Brennstoffzellentechnologie auf und präzisiert die Rolle des Wasserstoffs in einer zukunftsfähigen Energiewirtschaft. Den ersten Tag eröffnet NRW-Wirtschaftsministerin Christa Thoben mit einem Grußwort. Danach stehen Plenarvorträge auf dem Programm und abschließend eine Podiumsdiskussion zum Thema "Wasserstoff in der Energiewirtschaft". Zugleich findet ein Schüler-, Studenten- und Lehrertag statt, bei dem die zweite Runde des Schülerwettbewerbs "Fuel Cell Box" eingeläutet wird. 20 ausgewählte Schülerteams erhalten eine Fuel Cell Box zum Bau eines Brennstoffzellen-Modellbusses. Den Donnerstag werden Fachvorträge zum Thema Entwicklungsstand und Perspektiven sowie eine englischsprachige Session European and International Activities abrunden. Dazu werden Delegierte aus USA, Kanada, Japan und Korea erwartet. Am Freitag, den 22. Februar ist abschließend eine Fachexkursion geplant. Weitere Informationen im Internet unter: http://www.h2congress.de.

04.01.2008   Quelle: EnergieAgentur.NRW   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: E-world energy & water 2008,
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Glänzendes Börsenjahr 2007 für nachhaltige Investments und Solar-Aktien: RENIXX World steigt um 107,3 Prozent

First Solar-Module im Solarkraftwerk Springerville (Arizona)
First Solar-Module im Solarkraftwerk
Springerville (Arizona)

Das Jahr 2007 hat Anlegern, die auf nachhaltige Unternehmen setzen, hohe Kursgewinne beschert, berichtet das Internationale Wirtschaftsforum Regenerative Energien (IWR, Münster) in einer Pressemitteilung. Das weltweite Börsenbarometer für erneuerbare Energien, der RENIXX World, stieg im abgelaufenen Jahr um 107,3 Prozent (2006: + 42,2 Prozent) auf den Schlussstand von 1918,71 Punkten. "Die Öl- und Gaspreise sowie die Sorge um das Weltklima dürften auch 2008 der entscheidende Treibsatz für die Kursentwicklung sein", kommentiert IWR-Direktor Dr. Norbert Allnoch. Die 30 internationalen Unternehmen im RENIXX würden nach der turnusmäßigen Neugewichtung des Indizes aktuell mit 135 Milliarden Euro an der Börse bewertet, vor einem halben Jahr seien es erst 74 Milliarden Euro gewesen. 



Branchen-Primus First Solar legt um mehr als 700 Prozent zu

Mit zehn der insgesamt 30 internationalen RENIXX-Aktien konnten Anleger laut IWR im Jahr 2007 Kursgewinne von mehr als 100 Prozent erzielen, vor allem mit Titeln aus der internationalen Solar-Branche. Den höchsten Kursgewinn erzielte das amerikanische Photovoltaik-Unternehmen First Solar (+ 714,1 %), vor der chinesischen JA Solar (+273,8 %), Sunpower (250,8 %), Yingli (235 %), Solon (+204,4 %) und Q-Cells (+186,5 %). Von den Windaktien erreichte Nordex ein Kursplus von 129,5 %, vor dem dänischen Hersteller Vestas (123,8 %).

Die schwächste Performance im RENIXX verzeichnete 2007 die EnviTec Aktie mit einem Kursverlust von 52,3 %, vor den Aktien der amerikanischen Bioethanol-Anbieter Aventine (-51,6 %) und Pacific Ethanol (-51,5 %) sowie der Conergy Aktie (-48,1 %).


Chinesischer Photovoltaik-Produzent Solarfun und Solar-Equipment-Hersteller Meyer Burger neu im RENIXX World

Zum Jahreswechsel 2007/2008 wurden im Rahmen der turnusmäßigen Überprüfung auf der Basis der Börsenkapitalisierung Änderungen in der RENIXX-Zusammensetzung vorgenommen. Neu in den RENIXX World aufgestiegen sind der spanische Windprojektierer Iberdrola Renovables, der britisch-amerikanische Windkraftanlagenhersteller Clipper, der taiwanesische Solarzellen-Hersteller Motech, das chinesische Solarunternehmen Solarfun Power, der Solar-Equipment-Hersteller Meyer Burger aus der Schweiz und der deutsche Biogasanlagen-Hersteller Schmack Biogas. Aus dem RENIXX abgestiegen sind die Solaranbieter Conergy, Ersol und Renesola, der Bioethanol-Produzent Aventine, der Biogasanlagen-Hersteller EnviTec Biogas sowie der Brennstoffzellen-Anbieter Plug Power.

Der RENIXX® (Renwable Energy Industrial Index) World wurde vom Internationalen Wirtschaftsforum Regenerative Energien (IWR) im Jahr 2005/2006 konzipiert und ist der erste weltweite Branchen-Aktienindex für erneuerbare Energien, der die Performance von Unternehmen der globalen Regenerativen Energiewirtschaft abbildet. Der RENIXX World-Aktienindex live im Internet und 5-Jahreschart unter http://www.iwr.de/erneuerbare-energien/aktien.html

03.01.2008   Quelle: IWR   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: First Solar,
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SANYO plant neues Photovoltaik-Entwicklungszentrum in Gifu (Japan)

Der
Der "Solar Ark" in Anpachi

Die SANYO Electric Co., Ltd. (SANYO; Tokyo) kündigte im Dezember 2007 an, ein neues Photovoltaik-Entwicklungszentrum auf dem Gelände ihrer Solar-Fabrik im japanischen Gifu zu errichten. Die Fabrik in Anpachi (Präfektur Gifu) umfasst auch den "Solar-Bogen" (Solar Ark), eine große Solarstromanlage, die das Bekenntnis des Unternehmens zur Solarenergienutzung demonstriert. SANYO beschleunige derzeit die Weiterentwicklung seiner Solar-Technologie mit Schwerpunkt auf der selbst entwickelten "HIT"-Solarzelle (Heterojunction with Intrinsic Thin-layer), heißt es in der Pressemitteilung. Das "Advanced Photovoltaics Development Center" werde sich mit der Entwicklung und Verbreitung von Dünnschicht-Solarzellen der nächsten Generation befassen, um die Solarstrom-Produktionskosten zu senken und zur Wettbewerbsfähigkeit privater Solarstromanlagen beizutragen. 

Ausbau der dritten Photovoltaik-Generation im großen Stil

"SANYO sieht die nächste Generation der Dünnschicht-Solarzellen als Photovoltaik der dritten Generation, welche auf die Solarzellen aus amorphem Silizium und die HIT-Solarzellen folgt", sagte SANYO-Vizepräsident Dr. Shinya Tsuda. Damit arbeite das Unternehmen an der Wettbewerbsfähigkeit privater Photovoltaikanlagen, die künftig Solarstrom zu Kosten erzeugen sollen, die dem gegenwärtigen Strompreis entsprechen. "Mittel- und langfristig werden wir die Entwicklung der dritten Photovoltaik-Generation im großen Stil ausbauen, um sowohl die Nachfrage nach hoch effizienten und gleichzeitig deutlich preisgünstigeren Solarzellen als auch der HIT-Solarzellen zu befriedigen, welche weltweit höchste Leistungsansprüchen erfüllen", betonte Dr. Tsuda. Die vorhandenen Anlagen der Fabrik in Gifu können laut Tsuda auch zur Herstellung von Dünnschichtzellen der dritten Generation genutzt werden sowie als Basis für die Halbleiterentwicklung und den Bau von Dünnschichttransistoren dienen.


Produktionskapazität soll bis 2010 auf 650 Megawatt steigen

SANYO habe bislang stets an der Spitze des Solarzellenentwicklung gestanden, betont Dr. Tsuda. Zu den wichtigsten Erfolgen zählten die Markteinführung von amorphen Solarzellen unter dem Produktnamen "AMORTON" im Jahr 1980 und der Start der höchst effizienten HIT-Zellen 1997. Ein Blick auf den weltweiten Solar-Markt und die Nachfrage nach Solarstrom mache klar, dass immer mehr Länder Vergütungssysteme nach dem Vorbild des deutschen Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) einführten. Um die Verkaufszahlen - speziell in Übersee - deutlich zu steigern, werde SANYO in den kommenden drei Finanzjahren 80 Milliarden Yen (rund 500 Mio. EUR) in die Weiterentwicklung der HIT-Zellen investieren und die Produktionskapazität bis 2010 auf 650 Megawatt steigern, ein Wachstum um 250 %.

03.01.2008   Quelle: SANYO Electric Co.,Ltd.   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: SANYO Electric Co.,Ltd.,
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Studie zeigt, wie sich erneuerbare Energien in Entwicklungsländern stärker nutzen lassen

Studie zu erneuerbaren Energien und CDM
Studie zu erneuerbaren Energien
und CDM

Viele weniger entwickelte Länder verfügen über beachtliche, bislang jedoch noch nicht ausgeschöpfte Potenziale zur Nutzung erneuerbarer Energien. Zu diesem Schluss kommt eine Studie des Wuppertal Instituts für Klima, Umwelt, Energie im Auftrag des Bundesumweltministeriums sowie des Umweltbundesamtes. Die Studie untersuchte die Rolle des "Clean Development Mechanism" (CDM) im Bereich der erneuerbaren Energien, speziell an den Beispielen Ägypten und Thailand. CDM ist ein im Kyoto-Protokoll verankertes Instrument zur Minderung von Treibhausgasen in Schwellen- und Entwicklungsländern. Das Ergebnis der Studie: Beide Länder haben große Potenziale, erneuerbare Energien stärker zu nutzen. Es gibt jedoch einige Hemmnisse, zum Beispiel monopolistische Energiemärkte oder ein nicht garantierter Netzzugang für unabhängige Energieanbieter.  Damit seien Ägypten und Thailand typisch für viele andere weniger entwickelten Länder, heißt es in der gemeinsamen Pressemitteilung des Bundesumweltministeriums (BMU) und des Umweltbundesamtes (UBA).



Fast 60 Prozent aller gegenwärtig registrierten CDM-Projekte fördern erneuerbare Energien in Entwicklungsländern

Das Kyoto-Protokoll fordert von den Industriestaaten eine Reduzierung der Treibhausgasemissionen. Um auch die weniger entwickelten Länder in den Klimaschutz mit einzubeziehen, sollen CDM-Projekte Emissionsminderungen in den Entwicklungsländern fördern und einen Beitrag zum Aufbau einer nachhaltigen Energiewirtschaft in diesen Ländern leisten. Die Projektpartner aus den Industrieländern sichern die Finanzierung des Projektes und können im Gegenzug die erzielten Emissionsminderungen im Rahmen des EU-Emissionshandels im eigenen Land nutzen. Fast 60 Prozent aller gegenwärtig registrierten CDM-Projekte fördern laut UBA derzeit die Nutzung erneuerbarer Energiequellen in Entwicklungsländern. Auffällig sei allerdings, dass der Anteil der erzielten Minderung an Treibhausgasemissionen relativ gering ausfalle: Die Emissionseinsparungen der erneuerbaren Energien machten nur 22 Prozent der Emissionseinsparungen aller registrierten CDM-Projekte aus. Der Grund: Projekte mit erneuerbaren Energien seien häufig klein im Vergleich zu anderen CDM-Projekten – beispielsweise Projekten zur energetischen Nutzung des Treibhausgases Methan aus Deponien. Und Projekte mit erneuerbaren Energien minderten in der Regel nur den Ausstoß des Treibhausgases Kohlendioxid und nicht anderer, wirksamerer Treibhausgase - etwa Methan.


Klare Ziele für den Ausbau erneuerbarer Energien und Abbau der Subventionen für fossile Energieträger

Soll der Clean Development Mechanism seine Rolle als zusätzliche Finanzierungsquelle für erneuerbare Energien in Entwicklungsländern erfüllen, müssen die Regierungen die nationalen und lokalen Rahmenbedingungen anpassen, betont das UBA. Dazu gehören klare Zielsetzungen für den Ausbau erneuerbarer Energien und der Abbau der Subventionen für fossile Energieträger. Darüber hinaus bedürfe es gezielter Förderung - etwa mit Einspeisevergütungen oder Steuervergünstigungen sowie eines freien Netz- und Marktzugangs erneuerbarer Energien.

Das Bundesumweltministerium will seine Zusammenarbeit mit den CDM-Gastländern weiter ausbauen. Dies ist wesentlicher Bestandteil der CDM/JI-Initiative, die nach einer Pilotphase im kommenden Jahr mit einem breit angelegten Maßnahmenbündel verstärkt werden soll. Ziel der Initiative ist nicht nur eine stärkere Beteiligung deutscher Unternehmen auf den internationalen Kohlenstoffmärkten, sondern auch die Weiterentwicklung des Kyoto-Protokolls nach 2012 unter Einbindung der Schwellen- und Entwicklungsländer. Hierzu gehört die Entwicklung von Netzwerken in den Gastländern, um deutschen Unternehmen den Zugang zu Investitionsmöglichkeiten zu erleichtern, zugleich aber auch Kapazitäten in den Gastländern zu schaffen.


Studien im Internet

Die Studie "Promoting Renewable Energy Technologies in Developing Countries through the Clean Development Mechanism" gibt es im Internet unter http://www.umweltbundesamt.de.

Die Broschüre "Renewable Energy and the Clean Development Mechanism. Potential, Barriers and Ways Forward A Guide for Policy-Makers" ist verfügbar unter http://www.umweltbundesamt.de.


03.01.2008   Quelle:   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: UBA,

 

Bundesumweltminister Gabriel fördert innovative Biogasanlage in Sachsen-Anhalt

Das Bundesumweltministerium (BMU) stellt rund 930.000 Euro aus dem Umweltinnovationsprogramm für den Bau einer neuartigen Biogasanlage in Köthen (Sachsen-Anhalt) zur Verfügung. In einer Anlage der Gut Mennewitz GmbH zur Biogasherstellung sollen erstmals 70 Prozent des Einsatzstoffes aus Hühnerkot bestehen. Darüber hinaus werde das Prozesswasser aufbereitet und im Kreislauf geführt, heißt es in der Pressemitteilung. "Von diesem Projekt profitiert der Umweltschutz gleich mehrfach. So wird ein problematischer Abfallstoff aus der Tierproduktion erstmals großtechnisch energetisch verwertet und ein hochwertiges Düngemittel für die Landwirtschaft produziert. Der notwendige Wasserverbrauch wird deutlich reduziert und vor allem wird klimaneutrales Biogas produziert", betont Bundesumweltminister Sigmar Gabriel. 

Strom für 4.600 Haushalte und 1,8 Millionen Liter Heizöl-Einsparung

Das Vorhaben sei damit gerade für Regionen interessant, in denen die Tierproduktion eine große Bedeutung hat. "Damit wird ein weiterer Schritt zum Ausbau der erneuerbaren Energien in Deutschland getan", so Gabriel. Die Gut Mennewitz GmbH plant eine Biogasanlage mit einer elektrischen Leistung von 2.148 Kilowatt und 2,23 Megawatt Wärmeleistung pro Jahr. Jährlich sollen rund 25.000 Tonnen Geflügelkot zusammen mit Mais- und Gras-Silage umgesetzt werden. Damit können der Strombedarf von rund 4.600 Haushalten gedeckt und rund 1,8 Millionen Liter Heizöl eingespart werden. Bisher wurde laut BMU in Biogasanlagen ein maximaler Anteil von 30 Prozent Geflügelkot eingesetzt, da damit aufgrund des hohen Stickstoffanteils erhebliche Wasserbelastungen verbunden seien und außerdem der Gärprozess stark gehemmt werde, was die Ausbeute mindere. Das Projekt habe Modellcharakter für die gesamte Branche der Eier- und Geflügelproduktion.

Weitere Informationen: http://www.bmu.de/foerderprogramme

03.01.2008   Quelle: BMU   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

 

TAUBER-SOLAR entwickelt drittes Photovoltaik-Projekt in Spanien

Baustelle des Solar-Kraftwerks nahe Cuenca (Spanien)
Baustelle des Solar-Kraftwerks nahe
Cuenca (Spanien)

Deutsche Unternehmen arbeiten in der Photovoltaik immer enger mit spanischen Partnern zusammen. Mit seinem neuen Projekt nahe der Universitätsstadt Cuenca, 180 Kilometer südöstlich von Madrid, gehe das Photovoltaik-Unternehmen aus Tauberbischofsheim auch neue Wege bei der Projektierung und Finanzierung von Photovoltaikanlagen, berichtet die TAUBER-SOLAR Management GmbH in einer Pressemitteilung. Der Beitrag zum Klimaschutz bestehe bei diesem Solar-Kraftwerk in einer Vermeidung von rund 1.500 Tonnen CO2 jährlich.  Cuenca ist eine Stadt mit rund 51.000 Einwohnern, zwischen Madrid und Valencia gelegen, in der spanischen Region Kastilien-La-Mancha. Diese Region will bis 2012 vollständig auf erneuerbare Energien umsteigen. Die Innenstadt von Cuenca wurde 1996 von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt. Ganz in der Nähe dieser Stadt entsteht auf dem Gelände einer ehemaligen Bauschuttdeponie im Rahmen eines PPP-Projektes (public private partnership) mit der örtlichen Gemeinde eine Freiflächen-Photovoltaikanlage mit einer Gesamtleistung von zwei Megawatt (MWp). Die Gemeinde ist Eigentümer der Bauschuttdeponie und des angrenzenden Grundstückes, es wurde ein langfristiger Mietvertrag für 25 Jahre geschlossen.



Solarstrom-Ausbeute von 1.500 kWh/kWp erwartet

Die Gemeinde zeigt sich erfreut, dass mehrere Partner zusammenarbeiten und die "Mischdeponie" in ein Freiflächen-Solarkraftwerk umwandeln. Die Photovoltaik-Anlage liegt zirka 800 Meter über dem Meeresspiegel. Aufgrund der guten Windverhältnisse sei für eine sehr gute Belüftung der Module gesorgt, betont TAUBER-SOLAR. Nach dem vorliegenden Ertragsgutachten könne mit einer Solarstrom-Ausbeute von 1.500 Kilowattstunden pro Kilowatt installierter Leistung gerechnet werden. Das sei rund 50 % mehr als in Deutschland zu erreichen ist. Die Betreibergesellschaft TAUBER-SOLAR erwartet einen Solarstrom-Ertrag von 3 Millionen Kilowattstunden, entsprechend dem Jahresstromverbrauch von rund 800 Vier-Personen-Haushalten. Damit werden Kohlendioxid-Emissionen von rund 1.500 Tonnen jährlich vermieden, bezogen auf den spanischen Stromenergiemix, bei dem es zu einem durchschnittlichen Ausstoß von 0,5 kg CO2 pro konventionell erzeugter Kilowattstunde Strom kommt.


Die Gesamtkosten dieses Projektes beziffert TAUBER-SOLAR mit 13 Millionen Euro die zum größten Teil über spanische Banken aufgebracht würden. Dabei sollen 20 Einheiten von jeweils 100 Kilowatt peak an Privatpersonen veräußert werden. Bauträger sind die spanische Investion S.L. aus Valencia mit Geschäftsführer Ignacio Otegui Navas und die Tauberbischofsheimer Firma activ solar. Die technische Beratung und die Projektierung führt die Ingenieursgesellschaft IBU aus Tauberbischofsheim mit dem spanischen Partner Accener durch. Weiterer spanischer Partner ist die Installationsfirma Inelbo. Die Module und die Unterkonstruktion liefert das Hamburger Solarunternehmen Conergy AG.


Freiflächen-Solarstromanlagen mit 5,5 MWp im Probebetrieb

Die erste spanische Freiflächenanlage von TAUBER-SOLAR in Ávila (2,2 MWp), nordwestlich von Madrid, und die zweite Anlage in Abuzaderas (3,3 MWp), in der Nähe der Stadt Albacete südöstlich von Madrid, arbeiten bereits im Probebetrieb. Die nächsten Projekte der Betreibergesellschaft TAUBER-SOLAR (Cuenca II; 3 MWp; Investitionssumme 19,5 Mio. Euro und Cuenca III; 1,5 MWp; Investitionssumme 9,75 Mio. Euro) werden in der gleichen Region, mit den selben Partnern und unter ähnlichen finanziellen Rahmenbedingungen in den nächsten Monaten gebaut, heißt es in der Pressemitteilung.

02.01.2008   Quelle: TAUBER-SOLAR Management GmbH   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: TAUBER-SOLAR,
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Hohe Preise und Temperaturen senken Energieverbrauch; erneuerbare Energien bauen Anteil aus

Windstrom legte 2007 fast ein Drittel zu
Windstrom legte 2007 fast ein Drittel zu

Der Energieverbrauch in Deutschland ist 2007 kräftig zurückgegangen, berichtet die Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen (AGEB) in einer Pressemitteilung. Nach vorläufigen Berechnungen AGEB lag der Bedarf an Primärenergie im abgelaufenen Jahr um fünf Prozent unter dem Wert des Vorjahres. Hauptverantwortlich für den Rückgang sind nach Ansicht der AGEB einerseits die milden Temperaturen - vor allem in den ersten vier Monaten des Jahres - und die hohen Energiepreise. Die Stromerzeugung aus Wasserkraft stieg 2007 leicht, die Stromerzeugung aus Windenergie wuchs kräftig: um über 30 Prozent. Der Anteil aller erneuerbaren Energien zum Primärenergieverbrauch erreichte 2007 rund 31 Millionen Tonnen Steinkohleeinheiten (Mio. t SKE).  Das entspricht einem Anteil von 6,6 Prozent, nach 5,4 Prozent im Vorjahr. Insgesamt wurden 2007 in Deutschland 472 Millionen Mio. t SKE beziehungsweise 13.842 Petajoule (PJ) Energie verbraucht. Das waren knapp 25 Mio. t SKE weniger als im Vorjahr. Damit lag der Energieverbrauch in Deutschland laut AGEB etwa so hoch wie zur Mitte der siebziger Jahre des vergangenen Jahrhunderts.



Anteil der Bio-Kraftstoffe steigt auf etwa 8 Prozent

Der Verbrauch von Mineralöl sank 2007 um rund 10 Prozent auf knapp 160 Mio. t SKE. Das ist laut AGEB der niedrigste Stand seit 1970. Die warme Witterung, hohe Preise und ein Abbau der Bestände sorgten für einen Rückgang des Heizölabsatzes von etwa 36 Prozent. Der Anteil der Bio-Kraftstoffe stieg auf etwa 8 Prozent und senkte den Bedarf an Mineralölprodukten zusätzlich. Mit Ausnahme des Flugbenzins verzeichneten praktisch alle Mineralölprodukte einen Rückgang. Der Anteil des Mineralöls am gesamten Energieverbrauch ging auf 33,8 Prozent zurück.


Private Haushalte verbrauchen 10 Prozent weniger Erdgas

Der Erdgasabsatz lag um 4,5 Prozent unter dem Wert des Vorjahres. Verbraucht wurden insgesamt 107 Mio. t SKE. Vor allem in den besonders warmen ersten vier Monaten verzeichneten die Gasversorger beträchtliche Absatzrückgänge. Im zweiten Halbjahr konnte diese Entwicklung bei einem normalen Witterungsverlauf umgekehrt werden, so die AGEB. Mit insgesamt rund 10 Prozent war der Rückgang des Erdgasverbrauchs der privaten Haushalte bezogen auf das gesamte Jahr erheblich. Auch der Erdgasverbrauch in der Industrie verlief rückläufig. Der Erdgaseinsatz in der Stromerzeugung erreichte nicht ganz das Vorjahresniveau.


Beitrag der Kernenergie sank um 16 Prozent

Der Verbrauch an Steinkohlen nahm 2007 zu. Es wurde mehr Steinkohle zur Erzeugung von Strom und Wärme eingesetzt. Auch die Stahlindustrie erhöhte ihren Bedarf leicht. Der gesamte Verbrauch stieg um 1,5 Prozent auf 66,6 Mio. t SKE. Der Anteil der Steinkohle am gesamten Energieverbrauch stieg auf 14,1 Prozent. Einen Zuwachs von knapp 3 Prozent verbuchte die Braunkohle, die ihren Anteil am gesamten Energieverbrauch auf 11,7 Prozent erhöhte. Zu dieser Entwicklung trug maßgeblich die höhere Nachfrage der Kraftwerke bei. Demgegenüber sank der Beitrag der Kernenergie zum Energieaufkommen deutlich (minus 16 Prozent), weil einige Kraftwerke nicht oder nur teilweise in Betrieb waren.

02.01.2008   Quelle: Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: AGEB,
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Greenpeace bilanziert Klimapolitik der Bundesregierung: Wesentliche Probleme nicht gelöst

Die Bundesregierung habe im ereignisreichen "Klimajahr 2007" zwar viele Maßnahmen zum Klimaschutz geplant, aber wesentliche Probleme nicht angepackt, so Greenpeace in seiner Jahresbilanz der deutschen Klimapolitik. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) habe auf internationalem Parkett ihre Rolle als Klimaschützerin souverän gespielt. Doch in der Praxis falle die Bilanz in wichtigen Bereichen schlecht aus, heißt es in der Pressemitteilung der Umweltorganisation. "Die Regierung verteidigt zu Lasten des Klimas die Profitinteressen von Autoherstellern und Energiekonzernen. Zu wenig Bedeutung hat sie dem Schutz der letzten Urwälder beigemessen, deren Zerstörung wesentlich zum weltweiten Ausstoß an Treibhausgasen beiträgt", kritisiert Greenpeace und fordert, dass die Regierung den Klimaschutz entschieden verfolgt. 
"Angela Merkel hat im Klimajahr 2007 die Zeichen der Zeit zwar erkannt. Dennoch richtet sich ihre Politik nach dem Motto 'Wasch mich - aber mach mich nicht nass' ", sagt Roland Hipp, Kampagnengeschäftsführer von Greenpeace. "Bei dem Klima-Gipfeltreffen auf Bali hat sich die Bundesregierung mit ihrem 40 Prozent-Reduktionsziel beim Kohlendioxid hervorgetan. Keine fünf Tage später läuft dieselbe Regierung jedoch Sturm, wenn die EU schärfere Klimaschutzauflagen für deutsche Autokonzerne vorschlägt. Das ist in höchstem Maße unglaubwürdig. Die Regierung darf nicht die Gewinne einzelner Konzerne vor den Klimaschutz und damit das Gemeinwohl stellen", so Hipp.


24 geplante Kohlekraftwerke: jährlich zusätzlich 130 Millionen Tonnen CO2

Widersprüchlich sei auch die Haltung der Bundesregierung zum Bau weiterer Kohlekraftwerke. Bis zum Jahr 2012 seien 24 dieser Kraftwerke geplant. Kein anderes Land in Europa setze so stark auf Kohlekraft wie Deutschland. Die geplanten Anlagen würden in den kommenden Jahrzehnten die Atmosphäre jährlich mit zusätzlichen 130 Millionen Tonnen CO2 belasten. "Der Bau von Kohlekraftwerken ist das Gegenteil von Klimaschutz. Frau Merkel muss diesen Irrweg beenden. Sie sollte nicht auf Berater wie Vattenfall-Chef Josefsson setzen, der als Energieerzeuger einzig und allein Konzerninteressen verfolgt und Kohlekraftwerke bauen will", erklärt Roland Hipp.


"Urwaldschutz ist Klimaschutz"

Auf internationaler Ebene ist laut Greenpeace vor allem der Schutz der Urwälder eine der wichtigsten Maßnahmen gegen den Klimawandel. Als Folge der Abholzung, der Waldbrände und allmählichen Zersetzung des Urwaldbodens entweiche der in Pflanzen und Boden gespeicherte Kohlenstoff in die Atmosphäre. Die Vernichtung der Urwälder mache etwa 20 Prozent des weltweiten CO2-Ausstoßes aus. "Urwaldschutz ist Klimaschutz", sagt Hipp. "Die Regierung muss sich daher wesentlich entschiedener für den Erhalt der Urwälder einsetzen. Die Entwicklungsländer brauchen eine verlässliche Finanzierung zum Schutz ihrer Wälder", so Hipp. Während beispielsweise Norwegen 2,7 Milliarden Dollar in den nächsten fünf Jahren für den internationalen Urwaldschutz bereitstellen wolle, habe Deutschland bisher lediglich Finanzhilfe von einmalig 50 Millionen Dollar angekündigt.

02.01.2008   Quelle: Greenpeace e.V.   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

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Bundesregierung sammelt Stellungnahmen zur Nationalen Nachhaltigkeitsstrategie

Dialog zur Nationalen Nachhaltigkeitsstrategie
Dialog zur Nationalen Nachhaltigkeitsstrategie

"Welche Zukunft wünschen wir unseren Kindern und Enkeln, unserem Land, der Erde? Wie können wir diese Vision umsetzen? Was kann und soll die Politik tun? Zu diesen Fragen hat jeder eine Meinung. Wir freuen uns über eine lebhafte Diskussion", sagte Bundesminister Thomas de Maizière zur Halbzeit der Konsultationsphase zur Nationalen Nachhaltigkeitsstrategie. Noch bis 31. Januar 2008 können die Bürgerinnen und Bürger per E-Mail oder per Post Stellung nehmen, wie die Nachhaltigkeitsstrategie weiterentwickelt werden soll. Im Mai will die Bundesregierung einen ersten Entwurf des Berichts vorlegen. Schwerpunkte darin sind: Klima und Energieeffizienz, nachhaltige Rohstoffwirtschaft sowie demografischer Wandel/soziale Chancen. Darüber hinaus soll der Bericht den Status quo nachhaltiger Entwicklung darlegen.  Grundlage der Diskussion sollte das Konsultationspapier mit den bisherigen Überlegungen der Bundesregierung sein. Es ist im Internet zugänglich unter http://www.dialog-nachhaltigkeit.de sowie unter http://www.bundesregierung.de. Es kann auch beim Bundespresseamt angefordert werden.



Umwelt, Wirtschaft und soziale Entwicklung dauerhaft in Einklang bringen

Bundeskanzlerin Angela Merkel hatte am 27. November 2007 den Startschuss für die Konsultationen zum Fortschrittsbericht 2008 zur Nationalen Nachhaltigkeitsstrategie gegeben. Die Strategie zeigt, wie Umwelt, wirtschaftliche Entwicklung und soziale Dimension dauerhaft miteinander in Einklang gebracht werden sollen. An 21 Indikatoren soll die Nachhaltigkeit überprüft werden, beispielsweise mit Blick auf die Artenvielfalt, anhand von Bildungsabschlüssen oder der Erwerbstätigenquote. Viele Bürgerinnen und Bürger haben laut Bundespresseamt bereits Stellungnahmen geschickt. "Alle Beiträge werden sorgfältig ausgewertet und fließen in die Entwicklung des Fortschrittsberichts ein," sagte Bundesminister de Maizière.

Die Stellungnahmen können entweder per E-Mail mit dem Betreff "Fortschrittsbericht 2008" gesandt werden an mailto:redaktion@dialog-nachhaltigkeit.de oder per Post an das Presse- und Informationsamt der Bundesregierung / Referat 313, Postfach, 11044 Berlin.

01.01.2008   Quelle: Presse- und Informationsamt der Bundesregierung   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Presse- und Informationsamt der Bundesregierung,
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