Solar News Archiv August 2008

 




 

Solar-Tankwart hilft, Batteriemüll in Entwicklungsländern zu vermeiden

Mit Hilfe einer Solar-Ladestation und Unterstützung durch einen "Solar-Tankwart" lässt sich in ländlichen Regionen vieler Entwicklungsländer Batteriemüll vermeiden. Da es oft keine öffentliche Stromversorgung gibt und selbst die Basisversorgung mit kleinen Photovoltaik-Inselanlagen (Solar-Home-Systems) aus ökonomischen Gründen nicht möglich ist, hilft sich die Bevölkerung für die Minimal-Beleuchtung neben Petroleumlampen mit dem Einsatz von batteriebestückten Taschenlampen. Die dadurch entstehenden relativ hohen Energiekosten und ausufernder Batteriemüll können durch kleine Solar-Ladestationen gelöst werden.   Das zeigt die mit dem diesjährigen Max-Eyth-Nachwuchsförderungspreis für die bundesweit beste agrartechnische Master-Abschlussarbeit, welche die Agrartechniksektion des Vereins Deutscher Ingenieure dem Absolventen der Universität Kassel, M.Sc. Daniel Fuchs, verliehen hat.

Mikro-Photovoltaiksysteme plus wieder aufladbare Batterien

Fuchs hatte beispielhaft an einem Standort in Nord-Kenia untersucht, ob Mikro-Photovoltaiksysteme (PV) in Kombination mit wieder aufladbaren Batterien hier eine Alternative darstellen können. Neben der Lösung der technischen Probleme war die Akzeptanz dieser dort neuen Technik bei der lokalen Bevölkerung zu untersuchen. Fuchs, der seine Abschlussarbeit im Fachgebiet Agrartechnik am Fachbereich Ökologische Agrarwissenschaften der Uni Kassel in Witzenhausen geschrieben hat, entwickelte dazu zunächst einen messtechnischen Aufbau zur Bewertung der dort verfügbaren Energiespeicher und hatte vorab Laborversuche zur Auslegung der Anlage vorgenommen. In einer mehrmonatigen Felderprobung in Nordkenia hat er anschließend selbstständig die Technikakzeptanz bei der einheimischen Bevölkerung untersucht.


Solar versorgte Ladestation verringern Batteriemüll

Hier stand insbesondere die Gestaltung der neuartigen Dienstleitung "Solar-Tankwart" im Mittelpunkt, wobei die verschiedenen Formen der Abwicklung des Ladevorganges (Tauschsystem, Akku-Vermietung) im Vordergrund standen. Die Untersuchung zeigte, dass mit einer solar versorgten Ladestation bereits nach kurzer Zeit ökonomische Vorteile zu erzielen sind und gleichzeitig dazu beitragen werden kann, den dort üblicherweise in der Landschaft entsorgten Batteriemüll zu verringern.

Daniel Fuchs hatte die Examensarbeit im Rahmen des Studiengangs "Regenerative Energien und Energieeffizienz– RE²" angefertigt. Betreuer waren Prof. Dr. Oliver Hensel, Fachgebiet Agrartechnik am Fachbereich Ökologische Agrarwissenschaften in Witzenhausen (technischer Teil) und Dr. Brigitte Kaufmann (sozialwissenschaftlicher Teil) vom Deutschen Institut für tropische und subtropische Landwirtschaft (DITSL) in Witzenhausen. Die Arbeit wurde vom Witzenhausen Thesis Grant finanziell unterstützt. Der VDI - Max-Eyth-Preis ging erstmals nach Witzenhausen.

31.08.2008   Quelle: Universität Kassel   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

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Weltweit größte Windenergiemesse HUSUM WindEnergy vom 9. - 13. September

Vom 9. bis 13. September 2008 ist das beschauliche Husum an der Nordsee mit der HUSUM WindEnergy erneut stürmischer Schauplatz der weltweit größten Windenergiemesse. In diesem Jahr trifft sich die Branche zum elften Mal in Husum, um neue Produkte und Dienstleistungen des Wirtschaftszweigs vorzustellen und über aktuelle Entwicklungen zu diskutieren. Mehr als 700 Aussteller aus über 30 Nationen dokumentieren, welche Bedeutung die Windenergie inzwischen im Energiemix gewonnen hat - verstärkt durch die aktuelle Diskussion zu Klimawandel, CO2-Reduktion und Energiepreise.   Rund 22.000 Husumerinnen und Husumer freuen sich auf rund 20.000 Fachbesucher aus 40 Ländern, die in diesem Jahr in der Hafenstadt am Nationalpark Wattenmeer zur Windmesse erwartet werden.

Die diesjährige HUSUM WindEnergy steht unter der Schirmherrschaft von Michael Glos, Bundesminister für Wirtschaft und Technologie, der die Messe am 9. September 2008 gemeinsam mit dem schleswig-holsteinischen Ministerpräsidenten Peter Harry Carstensen eröffnen wird. Weitere Repräsentanten der Branche aus Europa und Asien sowie Vertreter aus Politik und Wirtschaft haben ebenfalls ihren Besuch angekündigt.

Rund 50 Themenveranstaltungen bietet die Messe im Rahmenprogramm, darunter die "4. Windwanderer-Party" am 12. September; die Jobmesse "windcareer" (13. September) und das Kunstprojekt "HUSUM WindArt 2". Im Rathaus der Stadt Husum zeigen die Künstler Klaus Illi (1953) und Bettina Bürkle (1961) Installationen zum Thema Wind. Beide Künstler leben und arbeiten in Ostfildern bei Stuttgart. Die Ausstellung wird bereits am 31. August 2008 eröffnet, die Installationen sind bis zum 30. September 2008 zu sehen.

Die Messe, die 1989 als lokale Veranstaltung unter dem Namen „Husumer Windenergietage ’89“ mit rund 20 Ausstellern startete, führte 2007 bereits 640 Anbieter aus 30 Ländern und mehr als 18.000 Fachbesuchern aus rund 40 Ländern in die nordfriesische Hafenstadt. Weltweit gilt die Messe an der schleswig-holsteinischen Nordseeküste als der wichtigste Treffpunkt aller Akteure und Entscheidungsträger der Windenergiebranche.

31.08.2008   Quelle: Tourismus und Stadtmarketing Husum GmbH; (openPR)   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

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Solar Millennium AG neu im Natur-Aktien-Index

Parabolrinnentechnologie für solare Stromproduktion.
Parabolrinnentechnologie für solare
Stromproduktion.

Das deutsche Solar-Unternehmen Solar Millennium AG wird zum 1.9.2008 neu in den internationalen ethisch-ökologischen Natur-Aktien-Index (NAI) aufgenommen. Der NAI-Ausschuss, der für die Zusammensetzung des Indizes zuständig ist, gab diese Entscheidung am 28.08.2008 bekannt. Solar Millenium erfülle die konsequenten Auswahlkriterien des NAI als Maßstab für ökologische Geldanlagen und ersetze das niederländische Unternehmen Grontmij, berichtet der Indexprovider, der Hamburger Finanzdienstleister SECURVITA, in einer Pressemitteilung. Die Solar Millennium AG ist führend in der Technologie- und Projektentwicklung von solarthermischen Kraftwerken. Das Unternehmen verwendet hauptsächlich die Parabolrinnentechnologie, bei der die Sonnenstrahlung auf einen Punkt konzentriert wird.   Mit sehr hohen Temperaturen wird eine Flüssigkeit erhitzt, die dann über eine Turbine Strom erzeugt. Aktuell steht die Inbetriebnahme des ersten Großkraftwerks "AndaSol 1" mit 50 Megawatt Leistung durch Solar Millennium bevor. Zwei weitere Kraftwerke sind in Vorbereitung.



Solarthermische Kraftwerke gelten als wichtiger Baustein einer zukunftsfähigen Energieproduktion. Vor allem im Sonnengürtel der Erde ist eine kostengünstige Solarstromproduktion (unter 10 Cent pro Kilowattstunde) möglich. Damit kann solarthermisch erzeugter Strom mit fossiler Energie konkurrieren. Mit der Aufnahme von Solar Millennium setzt der NAI ein Zeichen für die zukunftsweisende Entwicklung der erneuerbaren Energien. Experten rechnen mit einem weltweiten Boom der solarthermischen Stromerzeugung in den nächsten Jahren.

Der Natur-Aktien-Index (NAI) wurde 1997 ins Leben gerufen, um zu zeigen, dass ökologisch wirtschaftende Unternehmen auch an der Börse einen Vorteil gegenüber konventionellen Firmen haben. Er hat sich laut SECURVITA außerordentlich erfolgreich entwickelt und ist seit der Gründung um 420 Prozent gestiegen. Die 30 Werte im NAI sind nach Branchen und Ländern gestreut. Sie werden vom unabhängigen NAI-Ausschuss überprüft, in dem Experten vom Wuppertal Institut, Südwind, Germanwatch, Katalyse-Institut und natur+kosmos vertreten sind. Der NAI-Ausschuss arbeitet mit dem imug Investment Research in Hannover zusammen. Der Kurs des NAI wird von vwd berechnet und auf der Webseite des NAI (http://www.nai-index.de) veröffentlicht.

30.08.2008   Quelle: NAI - der Natur-Aktien-Index   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Solar Millennium AG,
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Durchblick statt Verwirrspiel: Stichhaltige Argumente für erneuerbare Energien

Werden alte Windräder durch, leistungsstarke Windkraftanlagen ersetzt, steigt der Windstromanteil bei gleichbleibender Anlagenzahl.
Werden alte Windräder durch,
leistungsstarke Windkraftanlagen ersetzt,
steigt der Windstromanteil bei
gleichbleibender Anlagenzahl.

Sind Erneuerbare Energien nicht viel zu teuer? Gehen bei uns die Lichter aus, wenn wir auf Strom aus regenerativen Quellen setzen? Wird das ganze Land mit Windrädern "verspargelt"? Viele gängige Behauptungen und Vorbehalte gegen Erneuerbare Energien seien bei näherer Betrachtung nicht haltbar oder müssten zumindest stark relativiert werden, betont die Agentur für Erneuerbare Energien in einer Pressemitteilung. Mit der neuen Broschüre "Der volle Durchblick in Sachen Erneuerbare Energien" will die Agentur jetzt die hartnäckigsten Vorbehalte und Missverständnisse entkräften. "Die erneuerbaren Energien sind schon heute ein großer Gewinn für Wirtschaft und Gesellschaft", betont Jörg Mayer, Geschäftsführer der Agentur für Erneuerbare Energien.  "Trotzdem werden sie von interessierter Seite immer wieder diskreditiert und ihr Gewicht im Energiemix der Zukunft klein geredet. Wir wollen diesem Verwirrspiel ein Ende setzen und einen konstruktiven Diskussionsbeitrag liefern. Deshalb haben wir eine Publikation erstellt, die stichhaltige Argumente für Erneuerbare Energien liefert", so Mayer weiter. Beispielsweise sei etwa viel zu wenigen bekannt, dass durch das so genannte Repowering der Anteil des Windstroms vervielfacht werden kann - bei gleich bleibender Anlagenzahl.


Die Broschüre "Der volle Durchblick in Sachen Erneuerbare Energien" erweitert durch ihr innovatives Spiel mit Perspektiven das Wissen über erneuerbare Energien. Klare Grafiken und prägnante Fakten ergänzen das Bild und liefern aktuelle und kompetente Informationen. Bestellungen per E-Mail: kontakt@unendlich-viel-energie.de. Eine PDF-Version der Broschüre ist im Internet zugänglichunter: http://www.unendlich-viel-energie.de

30.08.2008   Quelle: Agentur für Erneuerbare Energien   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Agentur für Erneuerbare Energien,
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SCHOTT Solar vollzieht Rechtsformwechsel zur AG

Solarzellen-Produktionslinie von SCHOTT Solar in Alzenau.
Solarzellen-Produktionslinie von SCHOTT Solar
in Alzenau.

SCHOTT Solar hat mit Wirkung zum 28. August 2008 die Rechtsform gewechselt und firmiert nun als SCHOTT Solar AG. Gleichzeitig wurde das Mitterteicher Tochterunternehmen in SCHOTT Solar CSP GmbH umbenannt. "Mit der Umfirmierung in eine AG haben wir einen weiteren wichtigen Schritt im Hinblick auf unseren geplanten Börsengang vollzogen. Und mit der Umbenennung unserer Tochter in Mitterteich unterstützen wir die Positionierung des Geschäftsbereichs Concentrated Solar Power auf den internationalen Märkten", betonte Dr. Martin Heming, Chief Executive Officer des Unternehmens. Erst Mitte Juni 2008 wurde die damalige SCHOTT Solarthermie GmbH in Mitterteich aus der SCHOTT AG gelöst und als 100%iges Tochterunternehmen in die SCHOTT Solar GmbH eingebracht.   Die SCHOTT Solar AG mit den Vorständen Dr. Martin Heming als Vorsitzender und Chief Executive Officer, Dr. Jürgen G. Kaiser-Gerwens in der Funktion des Chief Financial Officer, Dr. Gerrit Sames als Chief Operating Officer und Michael Harre als Chief Sales Officer, gliedert ihr operatives Geschäft in die beiden Geschäftsbereiche Concentrated Solar Power (CSP) und Photovoltaics. Im Geschäftsbereich CSP entwickelt, fertigt und vermarktet das Unternehmen hocheffiziente Receiver, eine der Schlüsselkomponenten für Solarkraftwerke mit Parabolrinnentechnologie. Nach eigener Einschätzung ist SCHOTT Solar in diesem Bereich der weltweit führende Anbieter.




Solarzellen, -module und ASI-Dünnschichtmodule

In dem zweiten Geschäftsbereich Photovoltaik entwickelt, fertigt und vermarktet SCHOTT Solar innovative und hochwertige Solarstrom-Produkte, mit denen das Unternehmen über kristalline Siliziumwafer, die weit überwiegend im Joint Venture mit der Wacker Chemie AG gefertigt werden, Solarzellen, Solarstrommodule und ASI-Dünnschichtmodule auf der Basis von amorphem Silizium Kernbestandteile der Wertschöpfungskette photovoltaischer Stromerzeugung abdeckt.

29.08.2008   Quelle: SCHOTT Solar AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: SCHOTT Solar AG,
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Mitsubishi baut neue Solar-Fabrik: Photovoltaik-Kapazität soll auf 600 MW steigen

Die Mitsubishi Electric Corporation (Tokio) gab am 27. August 2008 Pläne zum Bau einer neuen Produktionsstätte für Photovoltaik-Zellen (PV) bekannt. Die neue Anlage (PV Cell Plant #2) soll bei der Nakatsugawa-Fabrik in Iida im Bezirk Nagano entstehen. Als Reaktion auf die stark gestiegene Nachfrage nach Solarstrom-Anlagen erweitert das Unternehmen die jährliche Produktionskapazität für Photovoltaik-Zellen. Mitsubishi Electric beabsichtige außerdem, den Kapitalinvestitionsplan um ein Jahr zu beschleunigen und insgesamt 50 Milliarden Yen zur Vervierfachung der jährlichen Produktionskapazität von 150 (aktuell) auf 600 Megawatt (MW) bis zum Geschäftsjahr 2012 (1. April 2011 bis 31. März 2012) zu investieren.   Der bisherige, am 19. März 2008 bekanntgegebene Plan enthalte eine Erhöhung der Kapazitäten auf 500 Megawatt bis zum Geschäftsjahr 2013.


In der im Juli 2008 auf dem Hokkaido Toyako Gipfeltreffen abgegebenen Erklärung "Declaration of Leaders Meeting of Major Economies on Energy Security and Climate Change" betonten die G8 die Notwendigkeit, den Einsatz von erneuerbaren Energien wie Solarenergie voranzutreiben. Mitsubishi Electric sagt einen globalen Photovoltaik-Markt in der Größe von 1.950 MW für das Geschäftsjahr 2009 (1. April 2007 bis 31. März 2008) sowie ein Wachstum auf 4.430 MW im Geschäftsjahr 2012 (1. April 2011 bis 31. März 2012) voraus und erwartet einen weiteren Anstieg der Nachfrage.


Photovoltaik-Produktion seit 1996

Nachdem Mitsubishi Electric 1996 das Geschäft mit Photovoltaik-Anlagen für private Anwender aufgenommen hatte, wurde 1998 die Photovoltaik-Produktionstätte im Nakatsugawa-Werk in Iida eröffnet, in der die Fertigung von Solarzellen und Solar-Modulen begann. Im Januar 2003, dem selben Jahr, in dem die Produktionsanlage in Kyoto eröffnet wurde, wurde eine mit bleifreiem Lötzinn arbeitende Fertigungslinie für Module, als erste ihrer Art in Japan, eröffnet. Die jährliche Gesamtproduktionskapazität wurde im Januar 2003 auf 35 MW, im September 2003 auf 50 MW, im Juni 2004 auf 90 MW und schließlich im April 2005 auf 135 MW erhöht.


Solar-Wechselrichter für den europäischen Markt

Im September 2006 begann Mitsubishi Electric mit der Produktion von Photovoltaik-Wechselrichtern für Privatanwender auf dem europäischen Markt. Das Unternehmen verbesserte im August 2007 die Produktivität seiner Fabriken und erhöhte die jährliche Produktionskapazität auf 150 MW. Etwa zur selben Zeit wurde die Produktionsanlage in Iida auf Photovoltaik-Zellen spezialisiert, während die Produktionsanlage in Kyoto Module herstellte. Das Unternehmen bereitet sich nach eigenen Angaben auf eine weitere Erhöhung der jährlichen Produktionskapazität auf 220 MW im Oktober 2008 vor.

29.08.2008   Quelle: Mitsubishi Electric   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

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Solarthemen: Novelle der Heizkostenverordnung belastet energiesparende Haushalte in Solar-Siedlungen

Solarthermie-Großanlage in Speyer.
Solarthermie-Großanlage in Speyer.

Mit der Novelle der Heizkostenverordnung behindere die Bundesregierung ihre eigenen Ziele für die verstärkte Nutzung der Solarenergie im Mietwohnungsbau, so der Fachinformationsdienst Solarthemen in einer Pressemitteilung. Nach Recherchen der Solarthemen würde es künftig für Vermieter noch schwieriger, Solarthermie-Investitionen zu refinanzieren. Mieter in bestehenden Solarsiedlungen würden für sparsames Heizen ab dem 1. Januar 2009 mit einer höheren Rechnung "bestraft". Durch die von der Bundesregierung vorgesehenen Änderung dürfen die Kosten einer Solarwärmeanlage nicht mehr auf den Arbeitspreis für Wärmelieferungen umgelegt werden.   Betroffen seien so genannte Contracting-Projekte sowie Nah- und Fernwärmenetze. Die angeschlossenen Haushalte hätten in Folge der Novelle mit höheren Grundkosten bei verringerten Arbeitskosten zu rechnen, schreibt die Fachzeitschrift Solarthemen in ihrer aktuellen Ausgabe.

"Im Ergebnis wird damit eine Preisstruktur erzwungen, die den Zielen der Heizkostenverordnung entgegensteht", zitieren die Solarthemen den Juristen Martin Hack, Justitiar des Verbandes für Wärmelieferung: "Der unveränderliche Grundpreisanteil ist hoch, der verbrauchsabhängige Arbeitspreisanteil niedrig. Der Anreiz, die Energie sparsam einzusetzen, ist geringer, weil sich eine Einsparung auf die Gesamtkosten in geringerem Umfang auswirkt", so Hack weiter.



Am 28. August kann der Bundesrat noch gegensteuern

Für viele Mietverhältnisse ändere sich zwar nichts, so die Solarthemen. Doch bei Contracting-Projekten, Nah- und Fernwärmenetzen werde ein Wärmepreis abgerechnet, in den nicht nur der Verbrauch von Öl oder Gas sondern auch die Investitionskosten für die Heizungsanlage einfließen. Aus diesen müssten die Anbieter nun die Kosten für Solaranlagen herausrechnen. Dadurch würde zwar der Arbeitspreis je verbrauchter Kilowattstunde sinken, doch die Grundkosten würden sich erhöhen. Sparsame Haushalte würden dann stärker belastet. "Die von der Regierung vorgesehene Novelle der Heizkostenverordnung ist nicht zeitgemäß. Sie vergibt damit die Chance, Vermietern mehr statt weniger Anreize für die Nutzung der Sonnenenergie zu geben", erklärt Solarthemen-Redakteur Andreas Witt. Stattdessen wäre es besser, wenn Vermieter die Investition in eine Solaranlage über die Verbrauchskosten refinanzieren könnten und dies gleichzeitig Mieter vor steigenden Kosten fossiler Brennstoffe schützt, so der Fachjournalist: "Erst jüngst hat die Bundesregierung die Zuschüsse für große Solaranlagen im Mietwohnungsbau stark angehoben, mit der Heizkostenverordnung behindert sie den gewünschten Effekt".

Am 28. August berät der Bundesrat erstmals die Novelle der Heizkostenverordnung. Nach Recherchen der Solarthemen sind von Länderseite weitgehende Änderungsanträge zu erwarten.

29.08.2008   Quelle: Redaktion Solarthemen   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: ZfS – Rationelle Energietechnik GmbH,
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KfW-Programm Erneuerbare Energien: Anträge ab 01.09. möglich

Die Europäische Kommission hat der Richtlinien zur Förderung von Maßnahmen zur Nutzung erneuerbarer Energien im Wärmemarkt vom 05.12.2007 genehmigt. Anträge im KfW-Programm Erneuerbare Energien können ab 01.09.2008 bei der KfW gestellt werden. Erstmalig seien die Richtlinien durch Einbettung in das Erneuerbare-Energien-Wärmegesetz (EEWärmeG) gesetzlich verankert und gelten daher bis zunächst 2012. Im KfW-Programm Erneuerbare Energien können statt bisher vier künftig acht Verwendungszwecke durch zinsgünstige Darlehen mit Tilgungszuschüssen aus Bundesmitteln gefördert werden, darunter besonders große Anlagen zur Wärmeproduktion (Solarthermie, Biomasse und Geothermie). 
Die beihilferechtliche Grundlage für die Genehmigung des KfW-Programms Erneuerbare Energien durch die Europäische Kommission bilden jetzt die Leitlinien der Gemeinschaft für staatliche Umweltschutzbeihilfen (Abl. der EU C82/2008 vom 01.04.2008). Die detaillierten Programmbedingungen können dem Antrag auf Tilgungszuschuss im KfW-Programm Erneuerbare Energien entnommen werden, der in Kürze im Beraterforum und auf den Internetseiten der KfW-Förderbank veröffentlicht wird. Fragen zum Produkt- und Serviceangebot der KfW Bankengruppe beantworten die Berater im Infocenter. Das Infocenter der KfW Mittelstandsbank ist erreichbar unter der Servicenummer 01801 / 24 11 24. Das aktuelle Merkblatt kann bezogen werden über den zentralen Bestellservice der KfW; Servicenummer: 01801 / 24 11 11.

29.08.2008   Quelle: KfW   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

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SolarWorld: 100 Millionen Solarzellen in Freiberg produziert

SolarWorld-Modul mit mono- kristallinen Solarzellen
SolarWorld-Modul mit mono-
kristallinen Solarzellen

Am 27.08.2008 hat die Solarzellenfertigung der SolarWorld AG die einhundert millionste Solarzelle, der Deutsche Cell GmbH, an den Vertrieb übergeben. Die Fläche der seit dem Produktionsbeginn im Jahr 2002 gefertigten Solarzellen entspreche damit 270 Fußballfeldern oder der Grundfläche des Fürstentums Monaco, berichtet die SolarWorld AG in einer Pressemittelung. Mit der Stromerzeugung der im sächsischen Freiberg produzierten Solarzellen seien bisher 1,6 Millionen Tonnen CO2 eingespart worden, über ihre gesamte Lebensdauer würden es mehr als 40 Millionen Tonnen Treibhausgase sein.   "Unser Ziel ist es, mit Hilfe hocheffizienter Solartechnologie die alten Energieträger Schritt für Schritt zu ersetzen und das Klima zu schützen", so Frank H. Asbeck, Vorstandssprecher der SolarWorld AG. Seit 2002 wurde die Produktionskapazität in Freiberg stetig ausgebaut. Im nächsten Jahr sollen die Voraussetzungen geschaffen werden, 200 MW und damit jedes Jahr über 50 Millionen hoch effizienter Solarzellen zu produzieren.

Multikristalline Solarzellen aus Freiberg; monokristalline Zellen aus Hillsboro (USA)

Die Deutsche Cell GmbH ist eines von fünf Tochterunternehmen der SolarWorld AG, die am Standort Freiberg (Sachsen) produzieren. Über 1.000 Menschen sind hier in allen Wertschöpfungsstufen von der Wafer-Produktion über die Solarzellen- und Modulfertigung bis zum Siliziumrecycling tätig. Die Deutsche Cell selbst beschäftigt in Freiberg über 200 Menschen. Unter Reinraumbedingungen entstehen die Solarzellen in modernen Prozessanlagen mit höchstem Automatisierungsgrad, wobei an jedem der Produktionsschritte strenge Qualitätskontrollen stattfinden. Dabei werden ab dem kommenden Jahr in Freiberg ausschließlich multikristalline Solarzellen gefertigt, die monokristalline Fertigung innerhalb des Konzerns wird am US-amerikanischen Standort Hillsboro konzentriert. Dort baut der SolarWorld Konzern derzeit die nach eigenen Angaben größte Solar-Fertigung der USA.

28.08.2008   Quelle: SolarWorld AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: SolarWorld AG,
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Solar Millennium AG: Vorstand bestätigt Prognose; 80 Millionen Euro Umsatz mit Parabolrinnen-Technologie geplant

Parabolrinnenkollektoren zur Stromproduktion aus Solarwärme
Parabolrinnenkollektoren zur Stromproduktion
aus Solarwärme

Anlässlich der Veröffentlichung des Konzern-Zwischenberichtes bestätigt der Vorstand der Solar Millennium AG (Erlangen) - ein auf Parabolrinnen-Kraftwerke spezialisiertes Unternehmen mit Schwerpunkt solarthermische Kraftwerken - seine Prognose für das laufende Geschäftsjahr. Er gehe weiterhin davon aus, dass Umsatzerlöse in Höhe von 80 Millionen Euro bei einem Gewinn nach Steuern in Höhe von 18 Millionen Euro erreicht werden. In den ersten acht Monaten des laufenden Geschäftsjahres vom 1. November 2007 bis 30. Juni 2008 erhöhten sich die Umsatzerlöse auf Konzernebene nach Angaben des Unternehmens gegenüber den ersten acht Monaten des vorherigen Geschäftsjahres (11,0 Mio. Euro) um rund 11 % auf 12,3 Millionen Euro.   Die Bilanzsumme erhöhte sich von 120,1 Millionen Euro um 92 % auf 230,3 Millionen Euro. Das Ergebnis nach Steuern beläuft sich im Berichtszeitraum auf 0,3 Millionen Euro gegenüber 1,7 Millionen Euro in der entsprechenden Vorjahresperiode. Der Rückgang zum Stichtag der unterjährigen Zwischenbilanz ergebe sich daraus, dass in diesem Geschäftsjahr wichtige Umsätze und Ergebnisse aus der Entwicklung und Realisierung solarthermischer Kraftwerke erst im vierten Quartal erwartet werden.



Parabolrinnen-Kraftwerke Andasol 1 und Andasol 2, Solarfeld für Hybrid-Kraftwerk in Ägypten

Die Umsatzerlöse resultieren besonders aus den Geschäftsfeldern Projektentwicklung und Technologie. Maßgeblich hierfür seien Abrechnungen von Projektentwicklungsleistungen sowie die positive Geschäftsentwicklung im Bereich Engineering. Die hundertprozentige Tochtergesellschaft Flagsol GmbH, Köln, erzielte wie im Vorjahr Umsätze aus der Solarfeld-Auslegung und Lieferung von Steuerungskomponenten der ersten Parabolrinnen-Kraftwerke Europas, Andasol 1 und Andasol 2. Zusätzlich sei im laufenden Geschäftsjahr mit der Auslegung des Solarfeldes eines Hybrid-Kraftwerks in Ägypten (Kuraymat) und der Lieferung wichtiger Komponenten begonnen worden. Im vierten Quartal des laufenden Geschäftsjahrs erwartet der Vorstand neben Erlösen aus den bestehenden Aufträgen im Geschäftsfeld Technologie noch bedeutende Umsatz- und Ergebnisbeiträge aus dem Geschäftsfeldern Projektfinanzierung und Anlagenbau. Insbesondere sollen zum Ergebnis Anteilsverkäufe an Projekt- und Kraftwerksgesellschaften beitragen.


Neues Geschäftsfeld Kraftwerksbau

"Im Rahmen unserer Wachstumsstrategie haben wir in den letzten Monaten das Geschäftsfeld Kraftwerksbau neu aufgebaut. Von diesen massiven Zukunftsinvestitionen werden wir im vierten Quartal des laufenden Geschäftsjahres, insbesondere aber in den nächsten Geschäftsjahren profitieren. Durch die Erweiterung der Geschäftsfelder und eine Steigerung sowohl der Größe als auch der Anzahl unserer Projekte erwarten wir zukünftig eine größere Regelmäßigkeit der Umsatz- und Ergebnisgenerierung, so dass auch unterjährige Zwischenergebnisse aussagekräftiger verglichen werden können", kommentiert Christian Beltle, Vorstandsvorsitzender von Solar Millennium. Der Konzern-Zwischenbericht der Solar Millennium AG nach IFRS zum 30. Juni 2008 kann unter www.SolarMillennium.de heruntergeladen werden.

28.08.2008   Quelle: Solar Millennium AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Solar Millennium AG,
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First Solar will Photovoltaik-Produktion und Entwicklung in Ohio auf 192 MW ausbauen

First Sola-Campus in Perrysburg
First Sola-Campus in Perrysburg

Der Photovoltaik-Produzent First Solar (Tempe, Arizona) kündigte am 18.08.2008 an, das Unternehmen werde seine Solar-Fabrik inklusive Forschungsabteilung in Perrysburg (Ohio) ausbauen. Damit sollen mindestens 134 neue Arbeitsplätze geschaffen werden. Bislang sind rund 700 Mitarbeiter am Standort Perrysburg für First Solar tätig. First Solar verhandelt nach eigenen Angaben mit staatlichen und lokalen Einrichtungen über Fördermittel, welche für die Expansion in Ohio von wesentlicher Bedeutung seien, heißt es in der Pressemitteilung. Im Zuge des Ausbaus soll eine vierte Produktionslinie für Dünnschicht-Photovoltaikmodule hinzugefügt und die Pilotproduktionslinie des Unternehmens neu konfiguriert werden, so dass die Fabrik ebenso mit vier Linien fertigt wie die First Solar-Werke in Deutschland und Malaysia. Der Ausbau soll im zweiten Quartal 2010 abgeschlossen sein und die jährliche Produktionskapazität in Perrysburg auf rund 192 Megawatt (MW) steigern. 

Außerdem will First Solar eine weitere Einrichtung schaffen, welche die gewachsenen Forschungsaktivitäten zur Dünnsicht-Photovoltaik unterstützen soll. "Die Produktionskapazität hochzufahren und gleichzeitig auf die Vorteile der bestehenden Infrastruktur zurückzugreifen, wird die Herstellungskosten pro Watt deutlich senken - und zwar auf das Niveau unserer kostengünstigsten Produktion in Malaysia", betont First Solar-Präsident Bruce Sohn.

28.08.2008   Quelle: First Solar, Inc.   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: First Solar,
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US-Ostküstenstaat Pennsylvania umwirbt Unternehmen der europäischen Windindustrie

Pennsylvania päsentiert sich als Standort für Windenergie-Unternehmen.
Pennsylvania päsentiert sich als Standort für
Windenergie-Unternehmen.

Die Windenergie-Kapazität in den USA wächst kontinuierlich. Turbinen mit einer Gesamtleistung von etwa 8.000 Megawatt (MW) sollen nach Einschätzung des Windexperten Joshua Magee von Emerging Energy Research allein in diesem Jahr in den Vereinigten Staaten aufgestellt werden. Mit einer Gesamtkapazität von über 25.000 MW könnten die USA damit sogar Deutschland von Platz 1 der Weltrangliste stoßen, berichtet die Wirtschaftsförderungsagentur des Bundesstaates Pennsylvania in einer Pressemitteilung. Pittsburgh im US-Ostküstenstaat Pennsylvania werde zwar kaum jemals der Ruf einer "Windy City" vorauseilen, wie etwa Chicago. Für die Zulieferer der Windbranche fänden sich rund um Pittsburgh und Philadelphia jedoch die besten Voraussetzungen - und gerade Komponentenhersteller würden in den USA zurzeit extrem nachgefragt.  Im Laufe der letzten Jahre habe sich in Pennsylvania ein Windenergie-Cluster entwickelt, das für ausländische Unternehmen ein enormes Potenzial biete, besonders für Hersteller von Komponenten innerhalb der "Wind-Supply-Chain".

"Die Ballungsgebiete der Windparks in den USA, wie Texas, Iowa, Minnesota liegen von hier aus innerhalb der 500 Meilenzone mit einer logistisch einwandfreien Anbindung", erläutert David Scrimgeour, Repräsentant des Commonwealth of Pennsylvania im deutschsprachigen Raum. "Die Fertigungs- und Maschinenbauindustrie vor Ort ist optimal aufgestellt - ausländische Unternehmen finden hier professionelle Arbeitskräfte und Produktionsbedingungen, die das eigene Investitionsrisiko auf ein Minimum reduzieren", so Scrimgeour. Unternehmen wie Gamesa, Iberdrola, Converteam und andere hätten diese Chance bereits genutzt und einen oder mehrere Standorte in Pennsylvania etabliert.


650 Millionen US-Dollar für erneuerbare Energien in Pennsylvania

Die Vorreiterrolle Pennsylvanias bei erneuerbaren Energien sei das Ergebnis einer konsequenten Politik zur Ansiedlung und Förderung von Unternehmen, die in diesem Sektor aktiv sind. Seit 2006 verfolge Gouverneur Ed Rendell mit seiner "Energy Independence Strategy" das Ziel, Pennsylvania so schnell wie möglich unabhängig von Energieimporten zu machen. Im Juni seien per Gesetz Fördergelder in Höhe von 650 Millionen US-Dollar freigegeben worden, um alternative Energieprojekte massiv voranzutreiben.


US-Ostküstenstaat präsentiert sich auf der HUSUM WindEnergy 2008 Schulter an Schulter mit Nordrhein-Westfalen

Auf der diesjährigen HUSUM WindEnergy präsentiert sich Pennsylvania auf einem Gemeinschaftsstand mit dem Bundesland Nordrhein-Westfalen. "Die Geschäftsbeziehungen zwischen Pennsylvania und Nordrhein-Westfalen sind aufgrund der parallelen Wirtschaftsstrukturen ausgezeichnet", so Scrimgeour. "Die Clusterbildung in der Fertigungsindustrie hier wie dort bietet ein hervorragendes Modell für eine funktionierende Wind-Supply-Chain und der Austausch illustriert exemplarisch die Möglichkeiten transatlantischer Kooperationen im Windenergiesektor."

Pennsylvania präsentiert sich auf der HUSUM WindEnergy vom 9. – 13. September 2008 in Halle 3, Stand 3 P 28. Die Nordamerikakonferenz am 10. September 2008 auf dem Messegelände bietet eine Informationsplattform für den Windmarkt in den USA und Kanada.

28.08.2008   Quelle: Pressebüro Pennsylvania; International Business Development’s Center for Direct Investment, Pennsylvania   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Pressebüro Pennsylvania,

 

Oerlikon Solar eröffnet Dünnschicht-Pilotlinie in Trübbach

Photovoltaik-Technologie von Oerlikon.
Photovoltaik-Technologie
von Oerlikon.

Mit der feierlichen Eröffnung der neuen Pilotlinie zur Produktion und Erforschung modernster Dünnschicht-Solarmodule durch Bundesrätin Doris Leuthard bekenne sich Oerlikon klar zum schweizerischen Standort und festige gleichzeitig seine globale Technologie- und Marktführerschaft, berichtet die OC Oerlikon Management AG in einer Pressemitteilung. "Oerlikon Solar ist für mich ein gutes Beispiel eines weltweit führenden Unternehmens im Solarbereich, das den Weltmarkt aus der Schweiz heraus bedient" sagte Bundesrätin Doris Leuthard. Sie betonte bei der Eröffnung, die Photovoltaik-Pilotline trage nicht nur dazu bei, die global steigende Nachfrage nach Solarenergie zu befriedigen, solche Projekte würden auch die Anstrengungen von Politik und Wirtschaft unterstützen, damit die Schweiz eines der innovativsten Länder der Welt bleibe.   Denn die Schweiz solle Key Player der Innovation und der Solartechnologie bleiben. "Wir haben die Kernkompetenzen zu beiden: die Bildung und Forschung sowie die wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen einerseits und Unternehmen mit den technologischen Fertigkeiten andererseits."

1.000 neue Hightech-Arbeitsplätze bis Ende 2009

"Mit der neuen Pilotlinie stärken wir weiter den Standort Trübbach. Hier schlägt das Herz unserer weltweit ausgerichteten Forschung und Entwicklung", erklärt Dr. Uwe Krüger, Vorstand von Oerlikon. Bis Ende 2009 will Oerlikon Solar in der Schweiz mehr als 1.000 neue Hightech-Arbeitsplätze geschaffen haben. Der schweizerische Hightech-Konzern trage wesentlich mit dazu bei, dass Solarstrom schon bald auch ökonomisch eine echte Alternative zu konventioneller Energieerzeugung wird. "Wir werden mit unseren Anlagen bis 2010 Netzparität erreichen", sagt Oerlikon Solar-Vorstand Jeannie Sargent.


Labor-Solarfabrik simuliert sämtliche Herstellungsschritte produktionsnah

Die Eröffnung der Solarfabrik im Pilotmaßstab im schweizerischen Trübbach sei ein Meilenstein in der Erfolggeschichte von Oerlikon Solar, betont das Unternehmen. Diesem Schritt, der eine zweistellige Millionen-Investition enthalte, komme deshalb so große Bedeutung zu, weil Oerlikon mit dieser Labor-Solarfabrik erstmals sämtliche Herstellungsschritte produktionsnah simulieren könne. "Für die Weiterentwicklung unserer Solartechnik bricht damit ein neues Zeitalter an", sagt Jeannie Sargent.


Solarstrom als wird ökonomisch wettbewerbsfähig

Jüngstes Beispiel für die technologische Führungsposition von Oerlikon Solar ist die patent-geschützte micromorph-Modultechnologie, die vor wenigen Monaten zur Marktreife gebracht und jetzt erstmals an Kunden ausgeliefert wurde. Dabei werden zwei unterschiedliche Siliziumarten, amorphes Silizium und mikrokristallines Silizium, in einer oberen und einer unteren Zelle miteinander kombiniert. Die obere amorphe Zelle wandelt den sichtbaren Teil des Sonnenspektrums um, während die untere mikrokristalline Zelle die Sonnenenergie im nahen Infrarotspektrum aufnimmt. Diese neue mikromorphe Tandemtechnologie ermöglicht laut Oerlikon Solar gegenüber herkömmlichen amorphen einzelnen Zellen eine Steigerung der Leistungsfähigkeit um bis zu 50 Prozent und damit schon bald Wirkungsgrade von über 10 Prozent. Zudem verpflichte sich Oerlikon Solar, ausschließlich Materialien einzusetzen, die ungiftig, kostengünstig und sofort verfügbar sind. Dieser Technologiesprung sei damit ein wichtiger Schritt, um Solarstrom noch günstiger zu machen - so günstig, dass es wirtschaftlich eine Alternative zu konventioneller Stromerzeugung wird ("Netzparität"). „Netzparität" liegt vor, wenn Solarstrom zu den gleichen Kosten wie herkömmliche Energiegewinnung mithilfe fossiler Brennstoffe erhältlich ist. Um diese in den nächsten Jahren erreichen zu können, hat sich Oerlikon Solar der stetigen Weiterentwicklung der PV-Technologie sowie der Kostenreduzierung solarer PV-Energie verschrieben. Die Nutzung der Vorteile durch Kostenersparnisse, die mithilfe groß angelegter und hocheffizienter Produktionsstätten für Solarmodule erzielt werden, ist ein bedeutender Schritt in diese Richtung.


"In Rom beispielsweise erreichen wir bereits heute um die Mittagszeit Netzparität", sagt Sargent. Der Durchbruch für Sonnenergie sei damit vollzogen - und dennoch befinde sich diese Technologie noch ganz am Anfang, heißt es in der Pressemitteilung. "Das ist vergleichbar mit der Computerindustrie vor 30 Jahren, als die ersten Mikroprozessoren auf den Markt kamen", so Sargent. Entsprechend hohe Entwicklungsmöglichkeiten weise diese junge Technologie auf – "Wir stehen hier immer noch ganz am Anfang - das Potenzial ist enorm", so Sargent weiter.

27.08.2008   Quelle: Oerlikon Solar   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Oerlikon Solar.,
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Solar-Konzern REC: Quebec wird neuer Standort für Silizium-Expansion

REC_Siliziumproduktion in Moses Lake.
REC_Siliziumproduktion in Moses Lake.

Die Renewable Energy Corporation ASA (REC; Sandvika, Norwegen) berichtete am 25. August 2008, das Unternehmen habe Bécancour (Quebec) als Standort für die nächste Expansionsphase im Bereich Solar-Silizium gewählt. Der Standort werde stufenweise ausgebaut und könnte bis zu vier Produktionseinheiten in der Größe der sich derzeit im Abschluss befindenden Fabrik in Moses Lake (Washington, USA) umfassen. Zeitgleich seien Abkommen zwischen Hydro Quebec und der Société du Parc industriel et portuaire de Bécancour (SPIB) unterzeichnet worden. Diese Vereinbarungen regeln jeweils Voraussetzungen und Konditionen, welche mit der Entwicklung einer neuen Produktionsstätte und anderen Geschäftsbedingungen einhergehen.   "Die Entwicklung dieser Produktionsstätte wird es uns ermöglichen, die Ausweitung unseres Siliziumgeschäftes auf kosteneffizienteste Weise fortzusetzen und wird damit sowohl das Wachstum von REC als auch unser ehrgeiziges langfristiges Kostenziel zu unterstützen“, sagte Erik Thorsen, Präsident und Vorstand der REC.

Energieversorgung Silizium-Produktion aus erneuerbaren Quellen

Bécancour sei nach einem ausführlichen, 17-Monate umfassenden, Entscheidungsprozess, in dem mehr als 100 Alternativstandorte in 16 Ländern untersucht wurden, ausgewählt worden. Da die Herstellung von Polysilizium relativ energieintensiv ist, sei die zuverlässige Strombereitstellung (zu einem vorhersehbaren Preisniveau) über einen langen Zeitraum hinweg, einer der wichtigsten Gründe für Bécancour gewesen, heißt es in der Pressemitteilung. Zusätzlich setze sich REC dafür ein, die Auswirkungen auf die Umwelt durch die Herstellung von Solarzellen und -panelen zu begrenzen und ziehe daher eine Energieversorgung durch erneuerbare Energiequellen vor.

Als Bestandteil des Abkommens mit der Regierung von Quebec habe REC einen Langzeit-Energievertrag mit Hydro Quebec, zu einem konkurrenzfähigen Industriegebührensatz geschlossen. Der 20 Jahres-Energievertrag werde REC mit langfristiger, sauberer und erneuerbarer Energie zu einem vorhersehbaren Preis versorgen - zusätzlich zu weiteren Vorzügen, die sich für REC in der Zusammenarbeit mit der Société du Parc industriel et portuaire de Bécancour (SPIB)
ergäben. Das Abkommen enthalte weiter, dass das gesamte Investitionsvolumen bei SPIB 1.2 Milliarden US-Dollar überschreiten und die Mitarbeiterzahl mehr als 300 Personen umfassen wird.

REC will beim Ausbau künftiger Produktionskapazitäten die eigenen neuesten Technologien wirksam einsetzen, welche fortschrittliche Methoden des kostengünstigen, patentrechtlich geschützten polychristallinen Siliziumabscheidungsprozesses beinhalten, welcher auf Siemens-Reaktoren basiert. Die erste technische Planung der neuen Fertigungsstätte soll innerhalb der nächsten sechs Monate abgeschlossen sein. Danach werde die Entscheidung darüber gefällt, welchen genauen Umfang die Investition umfassen wird. Die derzeitigen Planungen sehen vor, die Fertigungsstätte in mehreren Stufen auszubauen, um letztlich eine Gesamtgröße von vier Produktionseinheiten und mit einer ähnlichen Größe, wie das derzeitig fertiggestellte Werk, in Moses Lake, (Washington, USA) zu erreichen. Die Gesamtkapazität werde in Abstimmung mit Kundenabkommen und Marktanforderungen erschlossen. 2010 soll mit den Bauarbeiten begonnen werden - 2012 soll die Produktionskapazität von Phase I verfügbar sein.

"Wir sind glücklich, dass wir Bécancour als Vorzugsstandort für unsere künftige Expansion im Bereich Siliziummaterial ausgewählt haben. Wir freuen uns auf eine lange und arbeitsreiche Beziehung zwischen REC und der Bevölkerung von Quebec. Während der Standortwahl und dem Verhandlungsprozess hat die Regierung von Quebec, vor allem Investissement Quebec, ihre begrüßende und ermunternde Art bewiesen. Wir sehen auch große Potentiale bei den Arbeitskräften und der zusätzlichen Industrie vor Ort", sagt EVP Silicon, Gøran Bye.


27.08.2008   Quelle: REC ASA   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: REC ASA,
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Solar Decathlon-Siegerhaus kehrt heim: Tag der offenen Tür im Darmstädter Solar-Haus am 31.8.

Nach der Rückkehr aus den USA und einer Tour durch Deutschland ist das Siegerhaus der TU Darmstadt beim Solar Decathlon nun wieder in Darmstadt angekommen und wird an seinem Heimatort auf der Lichtwiese nahe dem Fachbereich Architektur in der El-Lissitzky Straße fest installiert. Am Sonntag, den 31. August 2008, wird das Solarhaus im Rahmen des Darmstädter Architektursommers an einem "Tag der offenen Tür" im Fachbereich Architektur der TU Darmstadt zum ersten Mal an seiner Entstehungsstätte der Öffentlichkeit präsentiert. Eingeladen sind alle Interessierten, die sich das prämierte energieautarke Plusenergiehaus ansehen möchten. Das Besichtigungsprogramm beginnt um 11.00 Uhr mit einer Eröffnungsansprache. Ab 11.30 Uhr bis 15.00 Uhr werden Führungen angeboten. Zurück in Darmstadt wird das Gebäude nun einem dreijährigen Langzeittest unterzogen.   Im Rahmen eines Forschungsprojekts, gefördert durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie, werden die einzelnen Systeme einem Monitoring unterzogen und optimiert.


Der Fachbereich Architektur der TU Darmstadt wird weiter an der Entwicklung neuer Ideen, Wohnformen und Energiekonzepte arbeiten. Im Herbst 2009 wird der nächste Solar Decathlon auf der National Mall stattfinden, die Technische Universität ist erneut zur Teilnahme zugelassen. Ein neues studentisches Team arbeitet bereits mit Hochdruck an der Herausforderung, ein weiteres Beispiel solaren Bauens "Made in Germany" in Amerika zu präsentieren.


Solar Decathlon 2007

Die TU Darmstadt hatte 2007 den internationalen Wettbewerb "Solar Decathlon " um das attraktivste und energieeffizienteste Solar-Haus gewonnen. Das Team unter der Leitung des Fachgebiets Entwerfen und Energieeffizientes Bauen am Fachbereich Architektur, Prof. Manfred Hegger, verwies in dem einwöchigen Finale vor dem Weißen Haus in Washington die Konkurrenz von 19 Top-Universitäten auf die Plätze. Die Juroren der einzelnen Disziplinen waren voll des Lobes für die Leistungen der TU Darmstadt. Die Universität gewann in drei der zehn Teildisziplinen souverän: Architektur, Beleuchtungskonzept und Technik. "Eine Klasse für sich", schwärmte die Architektur-Jury. Darmstadt habe hinsichtlich Ästhetik und Funktionalität "alles herausgeholt, was nur möglich war". Die Licht-Gutachter waren fasziniert von der Ausstrahlung bei Nacht.


Überzeugendes Energiekonzept

Auch in der Energiebilanz lautete das Urteil "perfekt". Besonders die zukunftsweisenden Konzepte im Bereich der regenerativen Energie aus Sonnenlicht sowie das Energiemanagement wurden von der Jury ausdrücklich hervorgehoben. Besucher hatten die ganze Woche über auf dem Wettbewerbs-Gelände an der National Mall in Washington Schlange gestanden, um sich im Darmstädter Haus umzusehen. Konzeption, Planung und Realisierung des Projektes erfolgten durch ein studentisches Team, das seit Frühjahr 2006 am Solar Decathlon arbeitete, und von Studierenden der Partnerinstitute unterstützt wurde. Die Teilnahme am Solar Decathlon und die Präsentation "Solares Bauen - Made in Germany" wurden durch Unterstützung von Projektpartnern und Sponsoren aus Forschung, Wirtschaft und Ministerien ermöglicht.

Weitere Informationen: http://www.solardecathlon.de - das Darmstädter Solarhaus; http://www.architektur.tu-darmstadt.de/ee - Fotos u.a.

27.08.2008   Quelle: TU Damstadt   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: TU Damstadt,

 

FLABEG errichtet erste amerikanische Solarspiegel-Produktion

Spatenstich für Solarspiegel-Produktion in den USA.
Spatenstich für Solarspiegel-Produktion in den USA.

Die FLABEG GmbH & Co. KG (Nürnberg), führender Hersteller von High-Tech-Glas sowie von Solar- und Automobil-Spiegeln, errichtet in den U.S.A. ihre erste Fabrik für Solarspiegel. Die hochpräzisen Parabolspiegel kommen in solarthermischen Kraftwerken zum Einsatz. Die neue rund 64 000 Quadratmeter große Fabrik wird im Clinton Industrie Park in der Nähe des Pittsburgh International Airport entstehen.   Pennsylvanias Gouverneur Ed Rendell unterstützt das 30 Millionen-US-Dollar-Projekt mit neun Millionen Dollar. Das Werk wird 300 Arbeitsplätze schaffen. Es ist die erste Solarspiegel-Fabrik von FLABEG in den USA: Die bereits bestehende Produktion in Brackenridge (Pennsylvania) fertigt Automobilspiegel.

Der Baubeginn Solarspiegel-Fabrik ist für Oktober 2008 geplant, erste Lieferungen sollen im November 2009 erfolgen. Die jährliche Produktionskapazität dieses Werks liegt laut FLABEG bei einer Million Parabolspiegel. Bereits 700.000 Stück seien bestellt. Bis jetzt hat FLABEG nach eigenen Angaben weltweit rund 4,7 Millionen Solarspiegel geliefert.

26.08.2008   Quelle: FLABEG GmbH & Co. KG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: FLABEG GmbH & Co. KG,
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Fraunhofer ISE-Studie: Jetzt ist der richtige Zeitpunkt für einen Einstieg innovativer Unternehmen in die Photovoltaik

Beispiel für eine innovative Solarzelle.
Beispiel für eine innovative Solarzelle.

Das Fraunhofer ISE Labor- und Servicecenter Gelsenkirchen hat im Auftrag des nordrhein-westfälischen Wirtschaftsministeriums eine Studie durchgeführt, welche die Einstiegspotenziale der Photovoltaik-Zulieferindustrie aufzeigt, insbesondere in NRW. Die Studie richtet sich an Unternehmen aus Chemie, Mechanik, Automatisierungstechnik, Lasertechnik und Halbleiter-Technologie, die bisher nicht in der Photovoltaik tätig sind, die aber einen Einstieg in die Solarstromtechnik planen. 
Einstieg in die Photovoltaik mit möglichst geringem Risiko


Die Photovoltaikindustrie verzeichnete in den vergangenen Jahren enorme Wachstumsraten. Weltweit hat die Solarzellenfertigung mittlerweile die Marke von 4,2 Gigawatt pro Jahr (GW/a) überschritten. In den letzten acht Jahren ist die Zellenfertigung weltweit um 46 % jährlich gewachsen. Die Stromerzeugung durch Photovoltaik (PV) stellt damit und mit dem für die Zukunft prognostizierten weiteren erheblichen Zuwachs ein stark expandierendes Technologiefeld dar. Die gesamte deutsche PV-Industrie hat im Jahr 2007 die Umsatzschwelle von 5 Milliarden Euro überschritten und ist also auch ein attraktiver Markt für Neueinsteiger. Die Studie des Fraunhofer-Instituts soll helfen, neue Unternehmen für die Photovoltaik zu gewinnen und ihnen zeigen, wo eine Einstieg in die Photovoltaik lohnend sein kann und mit möglichst geringem Risiko behaftet ist.

Die Studie (PDF, 45 S.) im Internet unter www.energieagentur.nrw.de

26.08.2008   Quelle: energieagentur.nrw.de   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Solland/ECN,

 

centrotherm photovoltaics übernimmt Solarsilizium-Spezialisten SolMic: Kompetenz für voll integrierte Solar-Fabrik komplett unter einem Dach

Die centrotherm photovoltaics AG (Blaubeuren), Technologie-Anbieter und Dienstleister für Hersteller von Solarzellen und Solarsilizium, setzt ihre Strategie fort, Schlüsselequipment und -technologie in den Konzern zu integrieren. Ziel sei, die Technologieführerschaft über die solare Wertschöpfungskette weiter auszubauen, berichtet das Unternehmen in einer Ad-hoc-Mitteilung. Der Vorstand habe am 25.08.2008 mit Zustimmung des Aufsichtsrats einen Vertrag zur vollständigen Übernahme der SolMic GmbH (Burghausen) unterzeichnet. SolMic ist Spezialist für Technologie- und Ingenieurleistungen rund um die Konzeption und Prozessoptimierung für die Polysilizium-, Ingot- und Waferherstellung. Mit der vollständigen Übernahme dieser für ihren Geschäftsbereich Solarsilizium bedeutenden Gesellschaft verbinde centrotherm photovoltaics Technologie und Anlagenbau. Damit bündle das Unternehmen die Kompetenz für voll integrierte Solar-Fabriken komplett unter einem Dach.   SiQ GmbH liefert Equipment für die Fertigung von Solarsilizium

Bisher hielt centrotherm photovoltaics über ihre Tochtergesellschaft GP Solar GmbH 50 Prozent an der SolMic. Die übrigen Anteile waren im Besitz des Geschäftsführers Dr. Albrecht Mozer. Im ersten Halbjahr 2008 erwirtschaftete die SolMic laut centrotherm photovoltaics mit rund 30 Mitarbeitern eine Gesamtleistung von zehn Millionen Euro. Im Geschäftsjahr 2007 hatte das Unternehmen eine Gesamtleistung von 13,1 Millionen Euro erzielt. Über den Kaufpreis, der sich aus einer Aktien- und einer Barkomponente zusammensetzt, sei Stillschweigen vereinbart worden. Mit der vollständigen Übernahme von SolMic erhöht centrotherm photovoltaics auch ihren mittelbaren Anteilsbesitz an dem bisherigen Gemeinschaftsunternehmen centrotherm SiQ GmbH von 80,5 Prozent auf 100 Prozent. Über centrotherm SiQ bezieht centrotherm photovoltaics Schlüsselequipment für die Fertigung von Solarsilizium, insbesondere Siemens-Reaktoren und Konverter sowie Abgasrückgewinnungs-Anlagen. Zum 30. Juni 2008 erwirtschaftete centrotherm SiQ mit rund 30 Mitarbeitern eine Gesamtleistung von 5,9 Millionen Euro. 2007 lag die Gesamtleistung bei 0,8 Millionen Euro. In einem nächsten Schritt sei zur Vereinfachung der Strukturen die Verschmelzung der beiden Tochtergesellschaften vorgesehen. Als Vorsitzender der Geschäftsführung der verschmolzenen Gesellschaft werde Albrecht Mozer künftig sämtliche Aktivitäten der centrotherm photovoltaics im Bereich Solarsilizium verantworten.

"Mit dieser strategischen Akquisition vergrößern wir unseren Anteil an dieser wichtigen Stufe der solaren Wertschöpfungskette“, sagt Robert Hartung, Sprecher des Vorstands der centrotherm photovoltaics. Albrecht Mozer (56) ist ein erfahrener Spezialist in der Polysilizium-Fertigung. Der promovierte Physiker war vor der Gründung der SolMic im Jahr 2005 und der anschließenden Gründung der centrotherm SiQ für mehrere Jahre CTO eines renommierten, deutschen Polysilizium-, Ingot- und Waferherstellers. Er hält mehr als 20 Patente in den Bereichen Halbleitertechnologie und -bauelemente und veröffentlichte als Autor und Co-Autor über 50 Fachpublikationen. "Wir haben einiges geplant im Bereich Forschung und Entwicklung", sagt Albrecht Mozer. "So wollen wir uns intensiv mit der Optimierung der Polysilizium-Produktion befassen. Bei Kristallisationsprozessen arbeiten wir unter anderem insbesondere an der Möglichkeit, metallurgisches Silizium mit reinem Silizium zu mischen."

Erst im April dieses Jahres hatte centrotherm photovoltaics die verbleibenden Anteile der GP Solar erworben und Peter Fath in den Vorstand berufen. Diesen Weg setzt die Gesellschaft mit der Übernahme der SolMic nun fort und vereinfacht damit zugleich ihre Konzernstruktur. Hartung: "In konsequenter Weiterführung unserer Strategie prüfen wir gemeinsam mit unserem Aufsichtsrat auch verschiedene Optionen, die Schwestergesellschaft centrotherm Thermal Solutions GmbH & Co. KG im Wege einer Sachkapitalerhöhung in den Konzern zu integrieren."

26.08.2008   Quelle: centrotherm photovoltaics AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

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ai informatics präsentiert erste SAP-Branchenlösung für die Solar-Industrie

Die applied international informatics GmbH & Co. KG (kurz: ai informatics, München), Anbieter von IT-Gesamtlösungen, bringt mit SPEED Solar die erste qualifizierte SAP-Business-All-in-One-Branchenlösung für die Solar-Industrie auf den Markt. Das vorkonfigurierte und integrierte Branchenpaket sei auf die Anforderungen von Unternehmen aus der Solarbranche zugeschnitten, international einsetzbar sowie skalierbar und zukunftssicher, heißt es in der Pressemitteilung von ai informatics. "Die Solarindustrie ist aufgrund der international steigenden Nachfrage nach alternativen Energiequellen einer der am stärksten wachsenden Industriebereiche in Deutschland", so Reinhard Hafner, Leiter Marktentwicklung bei der ai informatics. "Der Markt verändert sich schnell und stellt die Unternehmen der Branche vor immer neue Herausforderungen. SPEED Solar unterstützt Solarhersteller wirksam bei einer zukunftsorientierten Unternehmenssteuerung", erläutert Hafner.

 
Die Softwarelösung stellt laut ai informatics Solarunternehmen alle wichtigen Funktionen für die Abbildung ihrer branchenspezifischen Wertschöpfungsprozesse bereit. Hersteller von Solarzellen und Solarmodulen könnten ihre Produkte in den Bereichen Produktion und Logistik sowie für die Berichterstattung entweder in Stückzahlen oder nach der elektrischen Nennleistung in Watt Peak abbilden. Die Lösung unterstütze auch speziell die stochastische Produktion, bei der die exakte Nennleistung erst nach Produktionsende feststeht. Aktuelle Lagerbestände seien per Mausklick jederzeit abrufbar und würden mit den Bedarfsanforderungen aus den Aufträgen zuverlässig abgeglichen. Zudem ließen sich einzelne Sortimente an Solarzellen oder -modulen nach ihrer Nennleistung und Kundenbedarf zusammenfassen.

Eine in SPEED Solar integrierte Seriennummernerfassung sorge zudem für ein effizientes Qualitätsmanagement. Jedes Einzelteil sowie die Rohstoffe, die für ein Endprodukt benötigt werden, erhalten eine eindeutig identifizierbare Serial- bzw. Chargennummer. Das erlaube eine lückenlose Rückverfolgung aller Bauteile. Die Branchenlösung sei außerdem über standardisierte Schnittstellen mit den Shop-Floor-Systemen verbunden. Auf diese Weise fließen Daten aus den Produktionssystemen, etwa zu Fertigmengen (Blitzer- oder Flasherdaten), Serial-Nummern sowie zur Qualitätssicherung direkt in die Branchenlösung, wo sie weiterverarbeitet werden. So ließen sich zum Beispiel Produktkosten jederzeit exakt ermitteln.

Die Branchenanwendung unterstützt den Aufbau unternehmensweit einheitlicher Standards für die interne wie auch externe Berichterstattung. Das ermöglicht eine zeitnahe Erstellung von Konzernabschlüssen nach den internationalen Rechnungslegungsvorschriften IFRS ebenso wie Einzelabschlüsse von Tochtergesellschaften nach lokalem Recht. Ebenso lassen sich Gelder aus staatlichen Förderprogrammen einfach verwalten und abrechnen. Da die Solarbranche stark exportorientiert ist, bilde SPEED Solar darüber hinaus die komplexen Regelungen für den Außenhandel ab.

ai informatics bietet Unternehmen der Solarbranche zudem umfassende Serviceleistungen an. Dazu gehören neben Beratung und Implementierung unter anderem verbrauchsorientierte und flexible Outsourcing-Pakete für den Betrieb im Rechenzentrum sowie Unterstützung beim Application Management. Namhafte Solarmodulhersteller wie AVANCIS, EverQ und SOLON vertrauen bereits auf die professionellen Leistungen von ai informatics. Mit SPEED Solar erweitert die ai informatics ihr Portfolio bewährter und maßgeschneiderter SPEED-Branchenlösungen auf der Basis von SAP Business All-in-One für den Maschinen- und Anlagenbau, die Automobilzuliefer- sowie die Hightech-Industrie. Hinzu kommt mit SPEED express noch ein Branchenkomplettpaket für den kleineren industriellen Mittelstand mit zehn bis fünfzig Anwendern.

26.08.2008   Quelle: ai informatics   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

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SolarMarkt AG: Halbjahreszahlen übertreffen die Erwartungen

Vorstand SolarMarkt AG, vlnr.: Günter Elbrecht, Walter Leithold, Urs Kessler
Vorstand SolarMarkt AG, vlnr.:
Günter Elbrecht, Walter Leithold,
Urs Kessler

Zufriedene Gesichter bei der SolarMarkt AG in Freiburg: Mit rund 30 Millionen Euro stieg der konsolidierte Umsatz des Photovoltaikausrüsters und Anlagenbauers im ersten Halbjahr um 68 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum, berichtet das Unternehmen in einer Pressemitteilung. Großen Anteil am Wachstum hätten die Tochtergesellschaften in Thüringen und der Schweiz mit insgesamt drei Millionen Euro. Das stärkste Wachstum verzeichnet die SolarMarkt-Tochter ThinkSolar in den USA mit rund zwei Millionen Euro. "Aus den Kinderschuhen sind wir in Kalifornien raus. Durch starke Partnerschaften wie SMA oder Schott Solar sind wir bestens für den boomenden Markt gerüstet." meint Elmar Niewerth, CEO der ThinkSolar. Auch die Zahlen am Stammsitz in Freiburg stimmen.   Der konsolidierte Halbjahres-Umsatz von 23 Millionen Euro entspricht einem Wachstum von 43 %, wobei auch Großprojekte in Spanien und Italien zum Erfolg beigetragen haben.



"Der positive Trend wird sich im zweiten Halbjahr noch verstärken, mit unseren Qualitätsprodukten und verlässlichen Lieferanten sind wir vorne mit dabei", freut sich auch Vorstandsvorsitzender Walter Leithold.

Die SolarMarkt AG gehört in Baden-Württemberg zu den führenden Photovoltaik-Systemhäusern. Das Unternehmen entstand bereits 1985 als Ausgründung aus dem Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme ISE und zählt damit in Deutschland zu den Branchenpionieren. Das Freiburger Solarunternehmen ist außerdem in Spanien, Italien, der Schweiz und den USA vertreten. Im vergangenen Jahr wurden weltweit Waren im Wert von insgesamt 44 Millionen Euro umgesetzt.

25.08.2008   Quelle: SolarMarkt AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Vorstand SolarMarkt AG,

 

SolarPlaza erwartet harte Zeiten für die Solar-Industrie

PV-Marktreport von SolarPlaza
PV-Marktreport von SolarPlaza

Ende des Jahres werde die weltweite Produktionskapazität für Photovoltaik-Module nahezu doppelt so groß sein als die globale Nachfrage, berichtet der Online-Photovoltaikmarktplatz und Kongressveranstalter "SolarPlaza". Dies könne zu einem Überangebot führen und viele Hersteller in eine schwierige Lage bringen, betont SolarPlaza. "Der wachsende Abstand zwischen Angebot und Nachfrage, der in den kommenden Monaten zu erwarten ist, kann der Solarindustrie schwer zu schaffen machen. Weil die Photovoltaikindustrie noch immer weitgehend abhängig ist von staatlicher Unterstützung und von Förderprogrammen, reagiert die Nachfrage sehr empfindlich auf Veränderungen der Förderbedingungen", heißt es in der Pressemitteilung.  Ungewissheit über Förderung in Spanien, Deutschland und in den USA

Die spanische Regierung diskutiere noch immer über einen neuen Einspeisetarif für Solarstrom, der auf Vorschlägen beruht, die eine Obergrenze von 300 Megawatt Zubau in den Jahren 2009 – 2010 vorsehen. Damit könnten die Neuinstallationen um mindestens 75 % zurückgehen, erwartet SolarPlaza. In Deutschland wird die Einspeisevergütung für Photovoltaik-Strom um 9% sinken. Der US-Markt wartet noch immer auf die Verlängerung der Steuerkredite für das kommende Jahr. Wegen der Unsicherheiten bezüglich der Förderung könnten in den genannten Ländern die Zahl der verkauften Solarstromanlagen zum Jahresende zurückgehen.


Neue und rasch wachsende Märkte in Italien, Griechenland und Frankreich

Märkte mit stabilem Vergütungsschema wie beispielsweise Italien, Frankreich und Griechenland wüchsen hingegen rasch. Die installierte Photovoltaik-Leistung in Italien wachse sogar exponentiell. Und auch die Zahlen für Griechenland und Frankreich seien vielversprechend. Ob diese relative neuen und kleinen Märkte jedoch den erwarteten Marktrückgang in Spanien ausgleichen können, sei fraglich, so SolarPlaza.


Sind kurzfristige Preissenkungen möglich?

Laut SolarPlaza wird die künftige Marktdynamik einen wesentlichen Einfluss auf die Solarwirtschaft haben. Um wettbewerbsfähig zu bleiben, müssten die Hersteller die Preise senken, was vermutlich auch mittelfristig geschehen werde. Die Analysten von New Energy Finance (Großbritannien) rechneten damit, dass der Preis für Silizium bis 2013 um 67 % fallen werde. "Doch werden die Hersteller auch kurzfristig in der Lage sein, die Preise zu senken?", fragt SolarPlaza. "Welche Unternehmen werden überleben und welche nicht? Und - noch wichtiger - wo sind die größten kurzfristigen Wachstumsmärkte und was ist die beste Strategie?"


Konferenz in Valencia, Hintergrundpapier im Internet

Diese Fragen sollen beantwortet werden auf dem Kongress "Demand Dynamics in the Major PV Markets: Where Do All the Modules Go?" am 2. September 2008 in Valencia (Spanien), während der the 23. European Photovoltaic Solar Energy Conference and Exhibition (1. – 4. September 2008). Ein Hintergrundpapier zur Marktnachfrage ist kostenlos erhältlich unter www.stiftung-solarenergie.org. Zum Betrachten des Films wird der "Quicktime-Media-Player" benötigt, der kostenlos aus dem Internet heruntergeladen werden kann.

17.08.2008   Quelle: Stiftung Solarenergie   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Stiftung Solarenergie,
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Schwertransport für ein Solar-Haus: Gebäude in der Schweiz wird künftig voll mit Sonnenenergie versorgt

Solar-Tank auf dem Weg zur Baustelle.
Solar-Tank auf dem Weg zur Baustelle.

Das Emmentaler Solarthermie-Unternehmen Jenni Energietechnik AG lieferte am 12.08.2008 einen großen Solarspeicher für ein voll mit Sonnenenergie beheiztes Gebäude aus. Das im Minergie-P-Standard konzipierte Gebäude in Faoug am Murtensee wird im Jahr 2009 fertiggestellt. Der Solarspeicher mit einem Fassungsvermögen von 50.000 Litern wird dann mit Wasser gefüllt und funktioniert wie eine Thermosflasche. Mit 54 Quadratmetern Sonnenkollektoren auf dem Dach wird Wärme erzeugt, welche anschließend im Solartank gespeichert wird. Das Gebäude kann ganzjährig zu hundert Prozent solar beheizt werden.  Auch das Warmwasser wird von der Sonne aufbereitet. Zur Deckung des elektrischen Energiebedarfs wird zudem eine Solarstromanlage installiert.


Ein- und Mehrfamilienhäuser weitgehendst mit Sonnenenergie geheizt

Die Produktion von großvolumigen Speichern für thermische Solaranlagen gewinnt für die Jenni Energietechnik AG stark an Bedeutung, berichtet das Unternehmen in einer Pressemitteilung. Immer mehr Bauherren nutzten Sonnenenergie und seien damit geschützt vor steigenden Energiekosten. Ein- und Mehrfamilienhäuser könnten heute preiswert weitgehendst mit Sonnenenergie beheizt werden.

17.08.2008   Quelle: JENNI ENERGIETECHNIK AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: JENNI ENERGIETECHNIK AG,
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Kostenlose Broschüre informiert über das effiziente Heizen mit Solarthermie und Holz

Vor dem Hintergrund steigender Kosten für Öl und Gas und angesichts des spürbaren Klimawandels ist Wärme aus Holzscheiten, Pellets oder Solarwärmeanlagen eine sinnvolle Alternative. Holzpellet-Zentralheizungen, die vollautomatisch laufen und einer klassischen Gas- oder Ölfeuerung in punkto Bedienungskomfort in nichts nach stehen, können mit anderen umweltfreundlichen Energiesystemen wie einer Solarthermie-Anlage zur Warmwassererzeugung und Heizungsunterstützung kombiniert werden. Wie der nachwachsende und klimafreundliche Energieträger Holz am besten eingesetzt wird, zeigt eine neue, kostenlose Broschüre des Umweltministeriums Rheinland-Pfalz mit dem Titel "Effizient heizen mit Holz und Sonne".   Das 75-Seiten-Heft versteht sich als Ratgeber zu klima- und umweltbewusstem Handeln. In den 13 Kapiteln werden auch praktische Fragen zur Trocknung und Lagerung von Holz, zum Holzmachen oder zu Feinstaub und Russ behandelt. Es gibt zahlreiche Links und weiterführende Informationen sowie eine Übersicht der rheinland-pfälzischen Forstämter.

Die Broschüre "Effizient heizen mit Holz und Sonne"kann im Internet heruntergeladen werden unter http://www.mufv.rlp.de.

16.08.2008   Quelle: Ministerium für Umwelt, Forsten und Verbraucherschutz Rheinland-Pfalz   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

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Musikalischer Klimaschutz: Deutschlands Klimasong heißt "Treibhauseffekt"

Sänger Mellow und Pyro: Klimaschutz ohne erhobenen Zeigefinger.
Sänger Mellow und Pyro: Klimaschutz
ohne erhobenen Zeigefinger.

Nur wenige Stimmen trennen das neue, offizielle Lied der Kampagne "Klima sucht Schutz" vom zweitplatzierten Song "Panikmache". Mit "Treibhauseffekt" konnte sich die Berliner Band Mellow Mark, Pyro Merz & Ruffcats in einem Wettbewerb unter den sechs Finalisten durchsetzen und die meisten Herzen der 2.500 "Klimaklicker" gewinnen. Zur Abstimmung hatte zuvor die Kampagne "Klima sucht Schutz" auf gemeinsam mit kulturAlarm e.V. aufgerufen. Auf dem ersten klimafreundlichen Monkey Island Festival "Gutes Klima für gute Musik" in Berlin präsentierten Radio Fritz-Moderator Ken Jebsen und Kampagnenleiterin Tanja Loitz das Abstimmungsergebnis.  

Das ganze Jahr Sommer in Deutschland?

" 'Treibhauseffekt' klingt zunächst nach guter Strandlaune. Doch beim Mitsummen erwischt er einen von hinten und man fragt sich, ob 'das ganze Jahr Sommer in Deutschland' wirklich wünschenswert ist", kommentiert Tanja Loit, die die Zuhörer an dieser Stelle abholen und zu mehr Engagement motivieren will. "Die westliche Zivilisation fährt mit Überschallgeschwindigkeit auf den Abgrund zu und wir beschreiben das im ironisch-sarkastischen Ton", erklärt Sänger Pyro Merz, der mit seinen Bandkollegen bewusst nicht "sozialkritsch" oder nach "erhobenem Zeigefinger" klingen will.


Musik und Infos zum Download

Der Song kann "Treibhauseffekt" kostenlos heruntergeladen werden unter http://www.klimaklicker.de. Auf dem Klimaschutzportal sind neben den Live-Terminen der Klimasong-Finalisten und der Klimasong-CD, Informationen zu weiteren Klimaschutz-Aktionen zu finden. Junge Energiesparer erfahren darüber hinaus, wie die erste eigene Strom- und Heizkostenrechnung zu verstehen ist, und wie sie selbst Energie sparen können.


"Gutes Klima für gute Musik" und www.klimaklicker.de ist Teil der vom Bundesumweltministerium geförderten Kampagne "Klima sucht Schutz": http://www.klima-sucht-schutz.de

16.08.2008   Quelle: co2online gemeinnützige GmbH   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: co2online gemeinnützige GmbH,

 

BWE fordert Planungssicherheit für Windenergie in der Region Chemnitz-Erzgebirge

Nach Auffassung des Verwaltungsgerichtes Chemnitz bestehen für die Planungsregion Chemnitz-Erzgebirge derzeit keine wirksamen Festlegungen zur regionalplanerischen Steuerung der Nutzung der Windenergie. Dies habe das Gericht in einem Termin zur mündlichen Verhandlung am 16.04.2008 umfassend dargelegt und weise die Prozessbeteiligten seither bei Bedarf schon in der Eingangsverfügung eines Klageverfahrens darauf hin. "Dies sieht das Gericht wegen einer nicht erfolgten Ausfertigung des Regionalplanes für die Planungsregion, der eigentlich bereits im Jahr 2002 in Kraft getreten war, so. Dieser Formfehler führt nun dazu, dass die Regionalplanung auch für die Windenergienutzung um Jahre zurück geworfen wird", kommentiert Prof. Dr. Martin Maslaton, Landesvorstand des Bundesverbandes Windenergie (BWE), Regionalverband Sachsen. 

Auch die erfolgten Änderungen am Regionalplan, die in den Jahren 2004 und 2005 vorgenommen wurden, sind nach der Auffassung des Gerichtes ungültig. Prof. Dr. Martin Maslaton, Professor für das Recht der Erneuerbaren Energien an der TU Chemnitz und Rechtsanwalt in Leipzig weiter: "Die Unwirksamkeit dieses Regionalplans hat für die windenergetische Teilfortschreibung des Regionalplans, der die Ausweisung von Vorrang- und Eignungsgebieten für die Windenergienutzung mit Ausschlusswirkung für die übrige Planungsregion enthält, zur Folge, dass dieser ebenfalls unwirksam ist. Somit fehlt für Betreiber bestehender und Planer zukünftiger Windenergieanlagen jegliche Sicherheit und Planungsgrundlage."


BWE: Großzügige und sinnvolle Flächen für die Nutzung von Windenergie ausweisen

Der BWE Sachsen fordert daher eine zeitnahe Klarstellung des weiteren Vorgehens seitens des Planungsverbandes Chemnitz-Erzgebirge. "Betreiber von Windenergieanlagen brauchen Sicherheit für ihre Investitionen. Ob die Regionalplanung tatsächlich, wie vom Gericht angekündigt, auch im Urteil für unwirksam erklärt wird, sollte nicht abgewartet werden. Vielmehr fordern wir, dass nunmehr schnell neue Planungen vorangetrieben werden, die für die Nutzung von Windenergie großzügige und sinnvolle Flächen ausweisen", heißt es in der Pressemitteilung.

16.08.2008   Quelle: Bundesverband WindEnergie e.V., Regionalverband Sachsen; (openPR)   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: BWE,
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Phoenix Solar AG legt Halbjahresbericht vor: Umsatz wächst um 152 Prozent; neuer Vertriebsvorstand

Neues Photovoltaik-Kraftwerk von Phoenix Solar in Griechenland.
Neues Photovoltaik-Kraftwerk von Phoenix
Solar in Griechenland.

Die Phoenix Solar AG (Sulzemoos), ein im TecDAX notiertes Photovoltaik-Systemhaus, legte am 14.08.2008 den konsolidierten Halbjahresabschluss zum 30. Juni 2008 vor. In den ersten sechs Monaten des laufenden Geschäftsjahres wurden demnach hohe Wachstumsraten bei Umsatz und Ertrag erzielt. Vom 1. April bis zum 30. Juni 2008 stiegen die Gesamtumsatzerlöse des Phoenix Solar Konzerns im In- und Ausland um 152 Prozent auf 110,2 Millionen Euro (Q2 2007: 43,8 Millionen Euro). Die Umsätze verteilen sich auf die Segmente Solar-Komponenten & Systeme mit 43,7 Millionen Euro (Q2 2007: 25,4 Millionen Euro) und Solarkraftwerke mit 66,5 Millionen Euro (Q2 2007: 18,4 Millionen Euro). 64 Prozent des Umsatzes wurden im Ausland erzielt.   Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) erhöhte sich im Vergleich zum zweiten Quartal 2007 um 1.064 Prozent von 0,96 Millionen Euro auf 11,17 Millionen Euro. Die EBIT-Marge (Verhältnis von EBIT zu Umsatz) liegt mit 10,1 Prozent auf dem höchsten jemals in einem zweiten Quartal erzielten Niveau (Q2 2007: 2,2 Prozent).

Das Geschäft sei stark durch die hervorragende Auftragslage auf dem spanischen Markt getrieben worden, betont das Unternehmen. Auch die Märkte in Italien und Griechenland hätten im ersten Halbjahr 2008 stärker als im Vorjahr zu den Auslandsumsätzen beigetragen. Wegen einer zum heutigen Zeitpunkt noch nicht fest stehenden neuen Gesetzgebung zur Einspeisung und Vergütung von Photovoltaikstrom in Spanien erwartet der Vorstand besonders im vierten Quartal ein Abflauen des Marktes auf der iberischen Halbinsel. Dem gegenüber stehe eine erwartungsgemäß starke Nachfrage auf dem deutschen Markt im dritten und vierten Quartal 2008. Im zweiten Halbjahr 2008 sei zudem der Baubeginn für zwei Kraftwerksprojekte in Italien geplant.

Mit einem Auftragsbestand von 230 Millionen Euro zum 30. Juni 2008 geht der Konzern in das zweite Halbjahr, mithin mehr als eine Verdopplung im Vergleich zum Vorjahr (30. Juni 2007: 111 Millionen Euro). Aus dem Auftragsbestand stammen 92 Millionen Euro aus dem Segment Komponenten & Systeme und 138 Millionen Euro aus dem Segment Kraftwerke. Der Auftragsbestand aus dem Auslandsgeschäft beträgt 121 Millionen Euro.


Ulrich Reidenbach im Vorstand für den weltweiten Vertrieb zuständig

Aufsichtsrat der Phoenix Solar AG hat am 13.08.2008 in einer außerordentlichen Sitzung das Ressort des Vertriebsvorstands geschaffen und Ulrich Reidenbach zum ordentlichen Mitglied des Vorstands bestellt. Reidenbach wird den weltweiten Vertrieb der Geschäftssegmente Komponenten & Systeme sowie Kraftwerke verantworten. Im Unternehmen werden damit diese Vertriebseinheiten unter einem Vorstand gebündelt. Ulrich Reidenbach (Jahrgang 1959) ist diplomierter Bau- und Wirtschaftsingenieur. Er bringt umfangreiche Vertriebserfahrungen aus unterschiedlichen Positionen mit. Seit 1999 war er Geschäftsführer Deutschland und zuletzt Commercial Director Western and Central Europe bei einem international führenden Hersteller von Bauelementen. Sein neues Amt tritt er am 1. Dezember 2008 an.


Der Halbjahresbericht kann auf der Internetseite der Gesellschaft in der Rubrik Investor Relations, Finanzberichte, heruntergeladen werden.

15.08.2008   Quelle: Phoenix Solar AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Phoenix Solar AG.,
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BGH: Kürzungen von Stromnetzentgelten durch die Regulierungsbehörden im Wesentlichen bestätigt

In sechs Beschlüssen hat sich der Kartellsenat des Bundesgerichtshofs am 14.08.2008 mit den Entgelten für die Durchleitung von Elektrizität durch fremde Stromnetze auseinandergesetzt. Wesentliche Fragen der Stromnetzentgeltverordnung vom 25. Juli 2005 (StromNEV), die auch Gegenstand weiterer bereits anhängiger Gerichtsverfahren sind, wurden dabei geklärt. Mit den Beschlüssen hat der Bundesgerichtshof die zugrunde liegenden Entscheidungen der verfahrensbeteiligten Regulierungsbehörden weitgehend bestätigt. Sie hatten von den Netzbetreibern beantragte Entgelte um bis zu 20% gesenkt.  Den rechtlichen Hintergrund der Verfahren bilden die Regelungen der §§ 20 ff. Energiewirtschaftsgesetz (EnWG). Danach müssen Betreiber von Energieversorgungsnetzen grundsätzlich jedermann Netzzugang gewähren, können hierfür aber ein Entgelt verlangen. Die Höhe des Entgelts, das der Genehmigung durch die jeweils zuständige Regulierungsbehörde bedarf, hat der Netzbetreiber dabei kostenorientiert zu bestimmen. Die Vorgaben für diese kostenorientierte Berechnung ergeben sich im Einzelnen aus der Stromnetzentgeltverordnung. Neben reinen Kostenfaktoren wird dort auch ein Gewinn für die Netzbetreiber in Form einer angemessenen Verzinsung des eingesetzten Eigenkapitals berücksichtigt.


Bundesnetzagentur hat Durchleitungsentgelte zu Recht gekürzt

In den nunmehr rechtskräftig entschiedenen Fällen war es im Rahmen von Genehmigungsverfahren zu Meinungsverschiedenheiten zwischen den Regulierungsbehörden und den Netzbetreibern darüber gekommen, wie einzelne Vorschriften aus der Stromnetzentgeltverordnung bei der Entgeltbildung auszulegen sind. Die Bundesnetzagentur hatte - wie anderen großen Netzbetreibern auch - Vattenfall Europe Transmission GmbH, einem der vier großen Betreiber von Überlandnetzen in Deutschland, beantragte Entgelte gekürzt. Entsprechend waren die Landesregulierungsbehörden Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz bei in ihren Zuständigkeitsbereich fallenden kommunalen Netzbetreibern vorgegangen.

Der Bundesgerichtshof hat die Berechnungen der Regulierungsbehörden weitgehend gebilligt. Die Netzbetreiber konnten sich nur in einzelnen Punkten durchsetzen.


Wirtschaftsminister Glos: "Ein guter Tag für die Verbraucher"

Der Bundesminister für Wirtschaft und Technologie, Michael Glos, hat die Entscheidung des Bundesgerichtshofs begrüßt: "Die Entscheidung des Bundesgerichtshofs zeigt, dass die Regulierung der Netzentgelte greift. Dies ist ein guter Tag für die Verbraucher, denn die Entscheidung stärkt den Regulierungsbehörden den Rücken. Gleichzeitig zeigt sie, wie wichtig es war, eine strikte Regulierung der Netzentgelte einzuführen, um Verbraucher vor ungerechtfertigten Kosten zu schützen. Die Entscheidung bestätigt den Weg, durch eine wirksame Aufsicht über die Energieversorgungsnetze auch weiterhin preisliche Belastungen zu begrenzen und den Wettbewerb voranzubringen", so der Minister in einer Pressemitteilung.

Geklärt wurde in den BGH-Beschlüssen schließlich auch die Frage, wie mit Mehrerlösen zu verfahren ist, welche die Netzbetreiber vor der ersten Erteilung der Genehmigung vereinnahmt haben. Diese Mehrerlöse fielen an, weil die Netzbetreiber bis zur Entscheidung der Regulierungsbehörden im Zusammenhang mit einer Übergangsbestimmung letztlich überhöhte Entgelte gefordert haben. Der Bundesgerichtshof hat insoweit nun klargestellt, die Regelungen der Stromnetzentgeltverordnung beanspruchten zwar auch für diesen Zeitraum Geltung, eine Rückabwicklung der betroffenen Vertragsbeziehungen komme aber nicht in Betracht. Die Mehrerlöse seien vielmehr in der nächsten Kalkulationsperiode entgeltmindernd zu berücksichtigen. Im Falle des Netzbetreibers Vattenfall reduziert sich der für den nächsten Genehmigungszeitraum anzusetzende Betrag für die Netzdurchleitung dadurch um rund 50 Millionen Euro.

15.08.2008   Quelle: Pressestelle des Bundesgerichtshofs; BMWi   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

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Photovoltaik-Produktionsequipmenthersteller Roth & Rau: Solar-Umsatz um 65,5 % gesteigert

Solarzellen-Beschichtungs- anlage SiNA von Roth & Rau
Solarzellen-Beschichtungs-
anlage SiNA von Roth &
Rau

Der Roth & Rau-Konzern (Hohenstein-Ernstthal) Hersteller von Photovoltaik-Produktionsanlagen und Plasmatechnologie, konnte in den ersten sechs Monaten 2008 seinen Wachstumskurs fortsetzen. Der Umsatz stieg nach Angaben des Unternehmens um 59,0 % von 65 Millionen Euro im ersten Halbjahr 2007 auf knapp 104 Millionen Euro Berichtszeitraum. Der Anteil des durch Exporte erzielten Umsatzes lag bei 89,6 % nach 53,8 % im Vorjahr. Der Geschäftsbereich Photovoltaik trug rund 100 Millionen zum Konzernumsatz bei, was einem Anteil von 96,3 % entspricht (2007: 92,6 %). Damit verbesserte sich der Solar-Umsatz im Vergleich zur Vorjahresperiode um 65,5 % (2007: 60 Mio. EUR). Hier konnte Roth & Rau erneut von der starken Nachfrage nach Produktionsequipment für kristalline Silizium-Solarzellen sowie seiner Marktposition als einer der führenden Anbieter von Antireflexbeschichtungsanlagen sowie schlüsselfertiger Photovoltaik-Produktionslinien profitieren.   Der Umsatzanteil des Geschäftsbereichs Plasma- und Ionenstrahltechnologie lag bei 3,8 Millionen Euro nach 4,8 Millionen Euro im Vorjahr. Der Rückgang sei auf unterjährige Umsatzschwankungen aufgrund des hohen Anteils an Projektgeschäften zurückzuführen. Dies werde sich voraussichtlich im Jahresverlauf wieder ausgleichen, heißt es in der Pressemitteilung.


Investitionen in Spezialsoftware und Solarzellen-Forschung

Die im zweiten Quartal durchgeführten Investitionen sollen die Basis für das künftige Wachstum weiter stärken. Insbesondere mit der Übernahme des Spezialsoftware-Anbieters AIS Automation Dresden GmbH sicherte sich Roth & Rau weitere Wettbewerbsvorteile. "Durch die Integration der AIS bauen wir unseren Anteil in der Wertschöpfungskette in der Produktion kristalliner Silizium-Solarzellen aus und treiben gleichzeitig die Standardisierung unserer Turnkey-Produktionslinien weiter voran", erläuterte Dr. Dietmar Roth, Vorstandsvorsitzender der Roth & Rau AG. Um ihre hohe Technologiekompetenz, die einen wesentlichen Erfolgsfaktor darstellt, auszubauen und sich neue Schlüsseltechnologien zu sichern, schloss die Roth & Rau AG darüber hinaus einen Kooperationsvertrag mit der Schweizer Universität Neuchâtel. In einem dreijährigen Programm sollen Anlagen und Technologien für die Herstellung hocheffizienter kristalliner Silizium-Solarzellen entwickelt werden. Insgesamt 14 Millionen Euro will die Gesellschaft in dieses Projekt investieren. Im Hinblick auf das erwartete weitere Wachstum investierte Roth & Rau im ersten Halbjahr außerdem erneut in den Ausbau der Produktionskapazitäten am Standort Hohenstein-Ernstthal. Ab Mitte des dritten Quartals stehen zusätzlich 4.000 bis 5.000 m² Produktionsfläche zur Verfügung.


Steigende Nachfrage nach Produktionsequipment für die Herstellung kristalliner Silizium-Solarzellen erwartet

Der Roth & Rau-Konzern rechnet auch in den kommenden Monaten mit einer steigenden Nachfrage nach Produktionsequipment für die Herstellung kristalliner Silizium-Solarzellen und geht daher von einer weiterhin dynamischen Geschäftsentwicklung aus. Der Auftragsbestand zum 30. Juni 2008 in Höhe von 278 Mio. EUR, der im Vergleich zum Vorjahr um 130,0 % gestiegen ist (2007: 121 Mio. EUR), untermauere diese Einschätzung. Der Vorstand erhöht daher seine Umsatzprognose für das Geschäftsjahr 2008 von 235 Mio. Euro auf mindestens 250 Mio. Euro und rechnet mit einer EBIT-Marge von mindestens 10 %.

15.08.2008   Quelle: Roth & Rau AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Roth & Rau AG,
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Neue Internet-Datenbank zum Recht der erneuerbaren Energien in den EU-Mitgliedstaaten

Datenbank "RES LEGAL".

Das Bundesumweltministerium hat am 13.08.2008 die Internet-Datenbank "Rechtsquellen für die Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien" (RES LEGAL) freigeschaltet. Sie ermöglicht es Interessierten aus Politik, Verwaltungen, Verbänden, Unternehmen und Wissenschaft, wesentliche juristische Inhalte zur Förderung und zum Netzzugang von Strom aus erneuerbaren Energien aus 25 EU-Mitgliedstaaten zu recherchieren. Dabei werden die Regelungen für Solar- und Windenergie, Geothermie, Biomasse und Wasserkraft im Detail aufgeführt. Das in Europa einzigartige Angebot ist kostenlos. RES LEGAL bietet eine juristische Auswertung der Gesetzestexte, die im Original und - soweit vorhanden - auch in englischer Übersetzung verfügbar sind. Besucherinnen und Besucher der Datenbank erhalten einen schnellen und fundierten Einstieg in die komplexen Sachverhalte. 

Förderung und Netzzugang für erneuerbare Energien

Die Datenbank RES LEGAL bietet für jedes der 25 erfassten Länder eine einheitliche Informationsarchitektur. Die Daten sind in den Teilbereichen Förderung und Netzzugang jeweils in drei Ebenen unterteilt: Rechtslage im Überblick, Förderung im Überblick bzw. Netzzugang im Überblick und schließlich Förderinstrument bzw. die Regelungen zu Netzanschluss, Netznutzung und Netzausbau im Detail.

Den Nutzern stehen drei verschiedene Suchoptionen zur Verfügung: Sie können Informationen gezielt über einen Suchassistenten, über eine Volltextsuche oder nach Ländern recherchieren. Ergänzende Detailinformationen und weiterführende Kontakte runden das umfangreiche Datenangebot ab, das regelmäßig aktualisiert wird.

RES LEGAL im Internet: http://www.res-legal.eu

15.08.2008   Quelle: BMU   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: BMU,
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Photovoltaik-Hersteller ersol: operatives Ergebnis zum Halbjahr 2008 übertrifft den Vorjahresgesamtwert

Die ersol Solar Energy AG (ersol, Erfurt) erwirtschaftete im ersten Halbjahr 2008 einen Konzernumsatz von 129,9 Millionen Euro. Damit erhöhte sich der Umsatz im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 86,0 Prozent (H1 2007: 69,8 Millionen Euro), berichtet das Unternehmen in einer Pressemitteilung. Dieses beachtliche Wachstum lasse sich im Wesentlichen auf die planmäßige Mehrbelieferung mit Silizium beziehungsweise Wafern (Silizium-Scheiben) und deren Verarbeitung in den erweiterten Produktionskapazitäten zurückführen. Die Umsatzverteilung zeigt eine steigende Bedeutung der internationalen Märkte für die ersol Gruppe. Die Exportquote lag bei 72,6 Prozent und ist gegenüber dem Vorjahr um 22,1 Prozentpunkte gestiegen (H1 2007: 50,5 Prozent).   Die Tochtergesellschaft ersol Thin Film GmbH im Bereich Modules hat in der zweiten Hälfte des 2. Quartals 2008 erstmals zur positiven Entwicklung dieses Segments beitragen.


EBIT zum Halbjahr 2008 übertrifft bereits das EBIT des gesamten Geschäftsjahres 2007

Das Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit (EBIT) konnte im Vergleich zum ersten Halbjahr 2008 erheblich gesteigert werden. So übertrifft das EBIT zum Halbjahr 2008 bereits das EBIT des gesamten Geschäftsjahres 2007. Insgesamt erwirtschaftete ersol im Berichtszeitraum 22,4 Millionen Euro und somit 132,7 Prozent mehr als im Vorjahr (H1 2007: 9,6 Millionen Euro). Die EBIT-Marge von 17,2 Prozent stieg im Vergleich zum Vorjahr (H1 2007: 13,8 Prozent) relativ um 24,6 Prozent. Diese positive Entwicklung sei unter anderem durch niedrigere Vorlaufkosten in den Bereichen Wafers und Solar Cells sowie erstmals in diesem Halbjahr erzielte Umsätze der ersol Thin Film GmbH bedingt. Seit dem ersten Quartal 2008 gestaltet ersol seine Segmentberichterstattung noch transparenter und ordnet die Corporate-Kosten nicht länger dem Bereich Solar Cells zu. Dies ermögliche eine realistischere Darstellung der erzielten Ergebnisse in der Solarzellenproduktion. Die EBIT-Marge im Segment Solar Cells war mit 11,8 Prozent erstmals, wie geplant, zweistellig. Für diese EBIT-Marge erwartet ersol eine Fortsetzung dieses Trends, der durch deutliche Output-Steigerungen und eingefahrene Fertigungsstätten erreicht werden kann. Die ersol Gruppe geht davon aus, dass sich die Konzern-EBIT-Marge im kommenden Halbjahr auf über 20 Prozent verbessern wird.

Das Ergebnis nach Steuern (Nettogewinn) betrug in den ersten sechs Monaten 11,5 Millionen Euro und damit 123,4 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum (H1 2007: 5,1 Millionen Euro). Das erste Halbjahr 2008 war damit das stärkste in der Unternehmensgeschichte der ersol Gruppe. Der operative Cashflow verbleibt nach der ersten Jahreshälfte mit minus 12,5 Millionen Euro weiterhin negativ (H1 2007: 4,6 Millionen Euro). Er sei im zweiten Quartal 2008 jedoch positiv gewesen und vom ersten auf das zweite Quartal 2008 um 2 Millionen Euro verbessert worden, betont das Unternehmen. Die Veränderung gegenüber dem Vorjahr beruhe primär auf mit den deutlichen Output-Steigerungen einhergehendem Aufbau des Vorratsvermögens um 11,3 Millionen Euro im ersten Halbjahr 2008. Auch beim Ergebnis je Aktie kommt der Ausbau der Geschäftstätigkeit von ersol zum Tragen. So konnte ein Ergebnis von 1,21 Euro pro Aktie erreicht werden. Das entsprechende Vorjahresergebnis konnte damit um 132,7 Prozent übertroffen werden (H1 2007: 0,52 Euro).


Gesamtjahresprognose unverändert

In den ersten sechs Monaten wie auch im weiteren laufenden Geschäftsjahr werden die Kapazitäten in den Bereichen Wafers und Solar Cells weiter ausgebaut. Am Jahresende sollen bei Wafers 180 MWp, in der kristallinen Solarzellenfertigung 220 MWp und bei ersol Thin Film 40 MWp Nominalkapazität zur Verfügung stehen. Nach Vollendung des ersten Halbjahres hat sich an der Gesamtjahresprognose von ersol nichts geändert. "Mehr als in den Jahren zuvor sind auch in 2008 die ersten sechs Monate nicht repräsentativ für die Entwicklung in den Folgequartalen. Umsatz und Ergebnis werden sich aufgrund der steigenden Materiallieferungen in den beiden Folgequartalen 2008 planmäßig deutlich erhöhen. Die Kapazitätserweiterungen in allen Bereichen sowie der Produktions- und Vertriebsstart der Dünnschicht-Technologie sind erfolgreich verlaufen. Dies ist die Basis dafür, dass wir an unserer Prognose festhalten", so Ekhard von Dewitz, Finanzvorstand der ersol Solar Energy AG zur weiteren Geschäftsentwicklung. "In den beiden letzten Quartalen in 2008 rechnen wir mit einer noch besseren Profitabilität und dem erstmaligen Erreichen unserer Ziel-EBIT-Marge von über 20
Prozent", so von Dewitz weiter. Aus heutiger Sicht geht ersol davon aus, dass für 2008 ein Umsatz zwischen 300 und 320 Millionen Euro und ein operativer Gewinn zwischen 70 und 80 Millionen Euro erreicht werden kann. Die Tatsache, dass ersol in diesem Geschäftsjahr fast die gesamte Solarzellenproduktion verkauft habe, trage zu dieser Planungssicherheit bei.


Bosch hält mittlerweile 85,48 Prozent der ersol-Aktien

Am 13.08.2008 hat die Robert Bosch GmbH die Übernahme der Aktien des bisherigen Mehrheitsaktionärs Ventizz vollzogen. Neben diesen 44,76 Prozent der Aktien an der ersol Solar Energy AG hat Bosch zwischenzeitlich 29,34 Prozent der ersol-Aktien zugekauft. Zusammen mit den im Rahmen des freiwilligen öffentlichen Übernahmeangebots angedienten Aktien von 11,38 Prozent hält das Unternehmen nun insgesamt 85,48 Prozent der ersol-Aktien. Darüber hinaus hat Bosch, wie bereits bekannt gegeben, mit Ventizz eine Option zum Erwerb weiterer 5,69 Prozent der Aktien an ersol vereinbart, die im März 2009 ausgeübt werden soll. Damit sind Bosch insgesamt rund 91,17 Prozent der ersol-Aktien zuzurechnen.

15.08.2008   Quelle: ersol Solar Energy AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

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Sunways AG: Umsatz im zweiten Quartal um mehr als sechs Prozent gesteigert; Ergebnis verbessert

Der Photovoltaik-Hersteller Sunways AG (Konstanz) schloss das zweite Quartal 2008 mit einem im Vergleich zum Vorjahresquartal um mehr als sechs Prozent gesteigerten Konzernumsatz von rund 65 Millionen Euro ab, berichtet das Unternehmen in einer Pressemitteilung. Das weiterhin durch hohe Materialkosten belastete Konzernergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) verdoppelte sich von 0,6 Millionen Euro im zweiten Quartal 2007 auf 1,2 Millionen Euro im zweiten Quartal 2008; der Konzernüberschuss habe sich in diesem Zeitraum auf 0,6 Millionen Euro versechsfacht. Im ersten Halbjahr 2008 erzielte der Produzent von Solarzellen, Solarmodulen und Solar-Wechselrichtern verglichen mit dem Vorjahreszeitraum ein Umsatzwachstum von 30 Prozent auf 115,8 Millionen Euro.   Aufgrund weiter gestiegener Rohmaterialkosten sei das EBIT mit einem Wert von 1,6 Millionen Euro auf gleichem Niveau wie im Vorjahreshalbjahr geblieben. Das Ergebnis je Aktie per Ende Juni betrug 0,06 Euro.


Auslandsanteil in den Geschäftsbereichen Solarzellen und Solarsysteme gesteigert

Der Quartalsumsatz im Segment Solarzellen sank nach Angaben des Unternehmens um 17 Prozent auf 20,2 Millionen Euro. Im ersten Halbjahr stieg er im Vergleich zum Vorjahreszeitraum auf 40,1 Millionen Euro leicht. Dabei verdoppelte sich der im Ausland erwirtschaftete Umsatzanteil auf nahezu 31 Prozent (erstes Halbjahr 2007: 17 Prozent). Das EBIT des zweiten Quartals 2008 sank aufgrund der gestiegenen Materialaufwendungen und des geringeren Umsatzvolumens von 0 Millionen Euro (zweites Quartal 2007) auf minus 0,7 Millionen Euro.

Der Umsatz im Geschäftsbereich Solarsysteme und -projekte stieg im zweiten Quartal 2008 im Vergleich zum Vorjahr um 23 Prozent auf 44,7 Millionen Euro; der Auslandsanteil verdoppelte sich auf rund 17 Prozent. Das Segment-EBIT wuchs ebenfalls deutlich von 0,6 Millionen Euro im zweiten Quartal 2007 auf 1,9 Millionen Euro im Berichtszeitraum an.

Im ersten Halbjahr 2008 stieg der Umsatz im Geschäftsfeld Solarsysteme und -projekte verglichen mit den ersten sechs Monaten 2007 um 50 Prozent auf 75,7 Millionen Euro. Im Ausland vervierfachte sich der Umsatz verglichen mit dem ersten Halbjahr 2007. Das Vorsteuerergebnis nahm deutlich um 3,1 Millionen Euro auf 3,2 Millionen Euro zu.


Waferlieferungen aus LDK-Kooperation ab Ende 2008 / Anfang 2009

Wesentlicher Einflussfaktor für die Ergebnissituation der Sunways AG bleibe die Rohstoffversorgung, heißt es in der Pressemitteilung. Sunways hatte im September 2007 ein strategisches Abkommen zur Rohstoffversorgung mit dem chinesischen Waferhersteller LDK Solar Co., Ltd., abgeschlossen. Der Zehnjahresvertrag sieht die Lieferung multikristalliner Siliziumwafer in einem Gesamtvolumen von 1.000 Megawatt an die Sunways AG vor. Aufgrund der Komplexität und Größe der Produktionsanlage sei es im Juni und Juli vor allem im Bereich der Infrastruktur und Medienversorgung zeitweise zu lieferantenseitigen und witterungsbedingten Verzögerungen im Projektablauf gekommen. Für die zweite Jahreshälfte 2008 rechne Sunways daher aus aktueller Sicht mit einer zunächst noch angespannten Rohstoffversorgung.

Erste Waferlieferungen aus dem Kooperationsvertrag mit LDK Solar können für Ende 2008 / Anfang 2009 erwartet werden. "Der Bau der Produktionsanlage kommt insgesamt gut voran. Unserer Einschätzung nach werden die Reaktoren zu Beginn des vierten Quartals 2008 eingefahren", sagte Roland Burkhardt, Vorstandsvorsitzender der Sunways AG, nach einem Besuch am Anlagenstandort in China. "In enger Kooperation mit unserem Partner LDK arbeiten unsere Spezialisten mit Hochdruck an der Installation und Inbetriebsetzung der Anlage." Burkhardt betonte: "Nach derzeitigem Projektstatus steht einer erwartungsgemäßen Waferversorgung ab 2009 nichts im Wege."


Zelllieferungsverträge mit Solarday S.p.A. und Solarwatt abgeschlossen

Vor dem Hintergrund der sich ab 2009 deutlich entspannenden Rohstoffversorgungssituation der Sunways AG und dem bis Ende 2008 gesteigerten Zellproduktionsvolumen am Standort Arnstadt hat die Sunways AG einen zusätzlichen Prepayment-Vertrag mit Solarday S.p.a., Mezzago (Italien) geschlossen. Der Vertrag hat ein Gesamtvolumen von 19 Megawatt multikristalliner Solarzellen im Format 156 mal 156 Millimeter. Erste Lieferungen an den italienischen Modulhersteller sollen bereits im weiteren Verlauf des Jahres 2008 erfolgen. Die Liefermengen sollen über den Vertragszeitraum bis 2010 entsprechend der erwarteten weiter steigenden Produktionskapazitäten der Sunways AG stufenweise angehoben. Über die Höhe des Prepayments haben die Parteien Stillschweigen vereinbart.

Bereits im Juni 2008 hatte Sunways mit der Solarwatt AG, Dresden, einen Prepayment-Vertrag über insgesamt 160 Megawatt Solarzellen geschlossen. Michael Wilhelm, Finanzvorstand der Sunways AG kommentiert: "Die Verträge mit Solarwatt und Solarday sind Maßnahmen, um den Absatz unserer ab 2009 mehr als verdreifachten Zellproduktionskapazität in Arnstadt zu sichern." Sunways baut derzeit seine Solarzellenfabrik in Arnstadt von 30 auf 100 Megawatt Produktionsleistung aus und will ab Jahresende 2008 an den Standorten Arnstadt und Konstanz über eine Gesamtkapazität von 116 Megawatt verfügen. Neben der Produktion und dem Vertrieb ihrer mono- und multikristallinen Solarzellen will Sunways die ab kommendem Jahr zusätzlich verfügbaren Zellmengen ebenso nutzen, um das Systemgeschäft im In- und Ausland deutlich voran zu treiben.

Zum 30. Juni 2008 beschäftigte Sunways 307 Mitarbeiter (Vorjahr: 240). Der Personalaufbau resultiert aus dem laufenden Ausbau der Sunways Production GmbH, Arnstadt, und der Forcierung der Vertriebsaktivitäten, unter anderem durch den Aufbau zweier Vertriebsbüros in Italien und Frankreich.


Gestärkte Kosten- und Wettbewerbsposition ab 2009 angestrebt

Die Sunways AG erwartet für das laufende Geschäftsjahr ein fortgesetztes Unternehmenswachstum innerhalb der sich deutlich positiv entwickelnden nationalen und internationalen Photovoltaikmärkte. Das Ergebnis wird durch die unverändert angespannte Rohstoffversorgungssituation insbesondere im Zellsegment 2008 noch belastet bleiben. Ab 2009 erwartet Sunways aufgrund der Versorgung aus dem Langzeitvertrag mit LDK Solar eine deutlich sinkende Materialaufwandsquote und eine nachhaltig gestärkte Kosten- und Wettbewerbsposition innerhalb des Solarmarktes.

15.08.2008   Quelle: Sunways AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

 

CENTROSOLAR: Im ersten Halbjahr mehr als die Hälfte des angestrebten Jahresergebnisses erreicht

Im ersten Halbjahr 2008 erzielte die CENTROSOLAR Group AG ein für die traditionell eher schwächere erste Jahreshälfte höchst erfreuliches Umsatz- und Ergebniswachstum, berichtet das Unternehmen in einer Pressemitteilung. Der Umsatz lag demnach mit 151,7 Millionen Euro um 65% höher als im Vergleichszeitraum des Vorjahres (91,8 Mio. EUR). Auch die Exportquote verdoppelte sich auf 62 %. Dabei profitierte die CENTROSOLAR Group AG nicht nur von der starken Nachfrage nach Solarmodulen und Solar-Systemen in Spanien, durch die etwa 30 % des Umsatzes generiert werden konnten, sondern auch von dem erfolgreichen Geschäftsausbau in allen anderen Zielregionen, insbesondere in Frankreich und Italien.  
Noch höhere Steigerungswerte konnten bei den Ergebniskennziffern registriert werden. So erhöhte sich das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) um 92,2% von 6,0 Millionen Euro auf nunmehr 11,5 Millionen Euro. Damit hat die CENTROSOLAR Group AG bereits mehr als die Hälfte ihres angestrebten Jahresergebnisses erreicht. Die bereits im ersten Quartal präsentierten Umsatz- und Ergebnissprünge haben sich auch im zweiten Quartal fortgesetzt und lassen ein Rekordjahr für CENTROSOLAR mit 310 Millionen Euro Umsatz und 22 Millionen Euro EBITDA sowie einer über dem Branchendurchschnitt liegenden Wachstumsdynamik erwarten, betont das Unternehmen.


Segment Solar Integrated Systems: Kräftige Umsatz- und Ergebnissteigerungen

Das Segment Solar Integrated Systems zeigte im ersten Halbjahr 2008 drastische Umsatz- und Ergebnissteigerungen. So konnten durch die Integration der Kernunternehmen Solarstocc, Solara und Biohaus zur CENTROSOLAR AG erhebliche Synergiepotenziale genutzt und das operative Ergebnis (EBITDA) gegenüber dem Vorjahr um 79 % von 3,7 Millionen Euro auf 6,5 Millionen Euro gesteigert werden. Auch der Umsatz sei stärker gestiegen als der Marktdurchschnitt und erreichte 113,1 Millionen Euro (+ 60% gegenüber 70,7 Mio. EUR im Vergleichszeitraum des Vorjahres). Das starke Wachstum in Südeuropa hab maßgeblich zum Erfolg des Segments Solar Integrated Systems beigetragen.

Insbesondere das neue, gemeinsam mit Pohlen Bedachungen aufgebaute Geschäftsfeld der großen Solar-Dachanlagen für Gewerbeimmobilien hat sich zu einer tragenden Säule in diesem Unternehmenssegment in Deutschland und mehreren südeuropäischen Ländern entwickelt. Um diesen stark wachsenden Geschäftsbereich mit Solarmodulen aus eigener Produktion zu versorgen, wurden die CENTROSOLAR Modulwerke in Doesburg (NL) und Wismar deutlich ausgebaut. In Doesburg wurde die Kapazität im zweiten Quartal auf 45 MWp pro Jahr bereits erweitert. Auch in Wismar ist der Ausbau von 30 MWp auf 150 MWp bis Ende 2009 geplant. Die erste von insgesamt sieben neuen Linien wird im August in Betrieb genommen. Um den gestiegenen Bedarf an Solarzellen zu rund 30 % aus eigenen Produktionsquellen zu decken, hat CENTROSOLAR mit dem Joint Venture Partner Qimonda im Mai 2008 auch ein eigenes Zellenproduktionswerk in Portugal gegründet. Das neue Werk ist bereits in Bau und soll Ende 2009 die Produktion aufnehmen. Dadurch kann CENTROSOLAR seine Grundlast absichern, ohne in größerem Umfang langfristige Zelllieferverträge mit festen Preisen eingehen zu müssen.


Segment Solar Key Components: Profitables Umsatzwachstum durch höhere Kapazitäten und gesteigerte Wertschöpfung

Auch der Bereich Solar Key Components zeichnete sich durch ein überdurchschnittlich hohes und profitables Wachstum aus, betont CENTROSOLAR. Der Segmentumsatz mit Dritten stieg im ersten Halbjahr 2008 gegenüber dem Vorjahr um 82 % von 21,1 Millionen Euro auf 38,6 Millionen Euro. Neben operativen Verbesserungen machten sich insbesondere die Erhöhung der Produktionskapazitäten und die höhere Wertschöpfung bei der Vermarktung von Schlüsselkomponenten bemerkbar wie z.B. den antireflexbeschichteten Solargläsern. Im Juni wurde die jüngste Ausbaustufe der Antireflex-Beschichtung planmäßig in Betrieb genommen.

14.08.2008   Quelle: CENTROSOLAR Group AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

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centrotherm photovoltaics verdoppelt Umsatz und EBIT im ersten Halbjahr

Die centrotherm photovoltaics AG (Blaubeuren), international aktiver Technologie-Anbieter und Dienstleister für Hersteller von Solarzellen und Solarsilizium, konnte im ersten Halbjahr 2008 den Konzernumsatz und das Konzernergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) mehr als verdoppeln, berichtet das Unternehmen in einer Ad-hoc-Mitteilung. Insgesamt setzte der Konzern nach eigenen Angaben in den ersten sechs Monaten 140,1 Millionen Euro um (Vorjahreszeitraum: 61,1 Mio. Euro) und erzielte dabei ein EBIT in Höhe von 18,4 Millionen Euro (Vorjahreszeitraum: 9,0 Mio. Euro). Im ersten Halbjahr 2008 habe die Gesellschaft mehrere Großaufträge von namhaften Unternehmen erhalten.   Dies spiegle sich in der dynamischen Auftragsentwicklung wider: Der Auftragsbestand stieg im ersten Halbjahr 2008 um 515,7 Millionen Euro auf 978,3 Millionen Euro zum 30. Juni 2008. Einen besonders starken Anstieg des Auftragsbestands konnte centrotherm photovoltaics im Geschäftsbereich Solarsilizium verzeichnen: Hier stieg der Auftragsbestand um 327,3 Millionen Euro auf 435,0 Millionen Euro zum 30. Juni 2008. Zum 31. Dezember 2007 waren es 107,7 Millionen Euro gewesen.

Aufgrund der guten Geschäftsentwicklung hält der Vorstand der Gesellschaft an seiner Umsatzprognose für das Gesamtjahr 2008 von 330 Millionen Euro bis 350 Millionen Euro und einer EBIT-Marge von mindestens 12,5 Prozent fest.


Geschäftsbereich Solarsilizium mit besonders starkem Auftragswachstum

"Wir sind sehr zufrieden mit dem ersten Halbjahr", sagt Oliver Albrecht, Finanzvorstand der centrotherm photovoltaics. "Die positive Entwicklung im Siliziumgeschäft bestätigt unser Geschäftsmodell und unsere Strategie, uns in weiteren Stufen der solaren Wertschöpfungskette zu etablieren. Unser Auftragsbestand zeigt das große Potenzial, das im Bereich Solarsilizium steckt. Das wollen wir weiter ausschöpfen." Im Juni 2008 hat centrotherm photovoltaics die ersten Reaktoren und Konverter für die Herstellung von Polysilizium nach Asien geliefert. Diese werden derzeit von den Service-Mitarbeitern der centrotherm photovoltaics vor Ort in Betrieb genommen, um den nächsten wichtigen Meilenstein vorzubereiten: "First Silicon Out" beim Kunden.

Im Berichtszeitraum hat centrotherm photovoltaics ihr Leistungsportfolio im Bereich Qualitätskontrolle weiter ausgebaut. Die Gesellschaft hat im April 2008 die GP Solar GmbH vollständig übernommen. Das Konstanzer Unternehmen bietet Produkte, Beratung und Technologie für Photovoltaik mit dem Fokus auf Qualitätskontrolle und Prozesstechnologie für Solarzellen- und Solarmodulherstellung an. Durch die vollständige Integration der GP Solar sei auch ein strategisch wichtiger Schritt beim Ausbau des Geschäftsbereichs Solarsilizium gelungen: Da die GP Solar einen 50 %-Anteil an der SolMic GmbH hält, die sich auf Ingenieursleistungen rund um die Konzeption und Prozessoptimierung in Siliziumfabriken für Photovoltaik und Mikroelektronik spezialisiert hat, habe centrotherm photovoltaics dadurch die SolMic noch stärker an sich binden können.

Der Halbjahresbericht steht auf der Unternehmenswebsite im Bereich Investor Relations in deutsch und englisch zum Download bereit.

14.08.2008   Quelle: centrotherm photovoltaics AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

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SMA Solar Technology AG: deutlicher Umsatz- und Gewinnsprung im ersten Halbjahr

Wechselrichter-Produktion bei SMA.
Wechselrichter-Produktion bei SMA.

Die SMA Solar Technology AG (Niestetal/Kassel) verzeichnete im ersten Halbjahr 2008 eine sehr positive Geschäftsentwicklung und erreichte im Vergleich zum Vorjahr einen deutlichen Umsatz- und Gewinnsprung. Aufgrund der hohen Nachfrage nach SMA Photovoltaik-Wechselrichtern im In- und Ausland stieg der Umsatz nach Angaben des Unternehmens in den ersten sechs Monaten um 157 % auf 292,6 Millionen Euro (Vj.: EUR 113,7 Mio.). Das zweite Quartal trug mit einem Umsatz von EUR 177,4 Millionen Euro maßgeblich zu diesem Wachstum bei.   Die Auslandsmärkte haben im ersten Halbjahr mit einem überproportionalen Umsatzanstieg von rund 350 % auf 142,4 Millionen Euro (Vj.: 31,2 Mio.) für die SMA Solar Technology AG weiter an Bedeutung gewonnen. Der Auslandsanteil an den Gesamterlösen erhöhte sich im ersten Halbjahr deutlich auf 47 % (Vj.: 27%).


EBIT auf 68,7 Millionen Euro mehr als vervierfacht

SMA verbesserte das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) im Berichtszeitraum auf 68,7 Millionen Euro (Vj.: EUR 14,2 Mio). Dies entspreche einer Vervierfachung gegenüber dem ersten Halbjahr 2007. Die EBIT-Marge erhöhte sich auf 23,5 % (Vj.: 12,5%). Rund zwei Drittel des EBIT erzielte die SMA dabei im zweiten Quartal (EUR 44,4 Mio.). Der Periodenüberschuss der SMA Gruppe stieg in den ersten sechs Monaten auf 48,2 Millionen Euro und lag damit bereits zur Jahreshälfte über dem Überschuss des Gesamtjahres 2007 in Höhe von 36,8 Millionen Euro. Bei 34,7 Millionen Aktien zum Bilanzstichtag 30.06.2008 erzielte die SMA im Berichtszeitraum ein Ergebnis je Aktie von 1,39 Euro.


Investitionen in neue Produktionsstätte für Photovoltaik-Wechselrichter

Die sehr günstige Geschäftsentwicklung führte zu einem kräftigen Anstieg des Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit auf 71,9 Millionen Euro (Vj.: EUR 0 Mio.). Der Cashflow aus Investitionstätigkeit wurde vor allem durch Auszahlungen für Investitionen in Sachanlagen in Höhe von 30,6 Millionen Euro geprägt. Der Schwerpunkt der Investitionen lag dabei auf der Errichtung der neuen Produktionsstätte für Photovoltaik-Wechselrichter in Kassel, die Anfang 2009 planmäßig in Betrieb gehen soll. Der Nettoemissionserlös aus dem erfolgreichen Börsengang in Höhe von 121,1 Millionen Euro floss der Gesellschaft erst nach dem 30. Juni 2008 zu und wird sich daher erst im dritten Quartal im Cashflow aus Finanzierungstätigkeit niederschlagen.


Verkaufte Wechselrichterleistung mehr als verdreifacht

"Unsere technologisch führenden Wechselrichter sind in Deutschland und international sehr gefragt. Im ersten Halbjahr haben wir die verkaufte Wechselrichterleistung auf 895 MW im Vergleich zum Vergleichszeitraum in 2007 mehr als verdreifacht. Dabei profitieren wir weiterhin davon, dass wir weltweit als einziger Hersteller Photovoltaik-Wechselrichter für alle Anwendungsarten, alle Solarmodultypen und alle Leistungsbereiche anbieten können", sagte Günther Cramer, Vorstandssprecher der SMA. "In den letzten Monaten haben wir zwei neue Wechselrichter auf den Markt gebracht, darunter die neue Generation des Sunny Boy 5000TL. Der Sunny Boy 5000TL zeichnet sich durch eine Vielzahl von Innovationen aus, die zu einer Preisreduktion und einer deutlichen Vereinfachung der Installation führen. Wir arbeiten darüber hinaus mit hohem Tempo an weiteren Produktinnovationen, mit denen wir unsere Technologieführerschaft weiter ausbauen und Photovoltaiksysteme noch kosteneffizienter machen werden."


Umsatzplus von 80 % bis 100 % geplant

Für das gesamte Geschäftsjahr 2008 ist die SMA Solar Technology AG optimistisch und erwartet weiterhin eine starke Nachfrage nach Photovoltaik-Wechselrichtern. Das Unternehmen rechnet für das Gesamtjahr mit Umsatzerlösen zwischen 580 und 640 Millionen Euro und einem Anstieg von rund 80 % bzw. 100% im Vergleich zum Vorjahr. Die EBIT-Marge werde voraussichtlich auf dem Niveau des Halbjahresergebnisses liegen, heißt es in der Pressemitteilung.

14.08.2008   Quelle: SMA Solar Technology AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: SMA Technologie AG,
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Silicon Genesis und REC ASA kooperieren in der Dünnschicht-Photovoltaik

Silicon Genesis setzt auf extrem dünne Wafer.
Silicon Genesis setzt auf extrem dünne Wafer.

Wie die Silicon Genesis Corporation (SiGen) am 12.08.2008 mitteilte, unterzeichnete das Unternehmen einen Vertrag mit der in Oslo (Norwegen) ansässigen Renewable Energy Corporation (REC) zur Zusammenarbeit und Lieferung von Ausrüstungsteilen. Darin sei vereinbart worden, dass REC die mit Hilfe des "verschnittfreien" "PolyMax"-Wafering-Prozesses hergestellten Dünnschicht-Photovoltaik-Substratmuster bewertet. Was die Entwicklung und Optimierung der Massenfertigungslösungen anbelangt (High Volume Manufacturing - HVM), will REC ebenfalls mit SiGen zusammenarbeiten und Gussanforderungen für Silizium-Rohlinge entwickeln. Das Abkommen bedeute auch direkte Aufträge: So werde SiGen REC mit einigen seiner Massenfertigungslösungen ausrüsten, heißt es in der Pressemitteilung.  SiGen hat die ersten Punkte des Abkommens nach eigenen Angaben bereits erfüllt. So lieferte das Unternehmen 50 Mikrometer dicke 125-mm-Wafer-Muster, die sich durch hervorragende mechanische und elektrische Eigenschaften sowie ausgezeichnete Durchsatzleistungen auszeichneten. Die Konstruktionsphase werde unterdessen fortgesetzt, um auch Massenfertigungslösungen zu entwickeln, die Siliziumrohlinge in dünne Silikonscheiben mit einer Stärke von 150 µm bis zu 50 µm umwandeln können.


Entwürfe für die Massenfertigung sollen auf der 23. EU PVSEC 2008 in Valencia präsentiert werden

Auf der 23. Europäischen Photovoltaik-Konferenz (1. bis 5. September in Valencia, Spanien) will SiGen genauere Informationen zu seinem "PolyMax"-Wafering-Verfahren vorstellen. Ein gemeinsames Dokument mit REC, welches die wichtigsten Entwurfsrichtlinien für die Massenfertigungslösungen beschreibt, soll ebenfalls präsentiert werden. "Wir freuen uns über die Zusammenarbeit mit REC zur Bewertung unserer "PolyMax"-Wafering-Technologie. Dem Ziel der Branche, Netz-Gleichwertigkeit zu erreichen, wären wir damit ein ganzes Stück näher gekommen", so Francois Henley, Präsident und CEO von Silicon Genesis. Henley zufolge ist REC - einer der weltweit führenden vertikal integrierten Hersteller für Photovoltaik-Material, Solarzellen und Module - daher ein idealer Partner.


Ziel: Photovoltaik-Wafer und Solarzellen einer neuen Generation

Erik Sauar, leitender Vizepräsident für Technik und Technischer Direktor von REC, fügt hinzu: "Die Zusammenarbeit mit SiGen ist für uns eine hervorragende Möglichkeit, diese neue Technologie zu entwickeln und auf eine industrielle Ebene zu bringen. Unter der Voraussetzung, dass wir eine ausreichende Skalierbarkeit und Produktivität bei der neuen Herstellungsausrüstung erreichen und dass die verbleibenden Entwicklungen ähnlich erfolgreich verlaufen wie die erste Phase, könnten wir bald PV-Wafer und -Zellen der neuen Generation herstellen. Diese wären dann nicht nur effizienter, sondern auch billiger als die heutigen Verfahren."

14.08.2008   Quelle: Silicon Genesis Corporation (SiGen)   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Silicon Genesis Corporation,
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Solarzellen-Hersteller Sunways baut Produktion in Arnstadt aus

Sunways-Solarzellenfabrik in Arnstadt.
Sunways-Solarzellenfabrik in Arnstadt.

Die Sunways Production GmbH weitet ihre Produktion am Standort Arnstadt (Thüringen) deutlich aus. Rund 22 Millionen Euro investiert der Photovoltaik-Hersteller in den Neubau einer Lagerhalle und eines Verwaltungsgebäudes sowie die Anschaffung neuer Maschinen und Anlagen. Das Wirtschaftsministerium des Freistaats Thüringen unterstützt das Vorhaben mit 3,9 Millionen Euro aus Mitteln der Gemeinschaftsaufgabe "Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur" (GA) und des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE). Den Zuwendungsbescheid übergab Thüringens Wirtschaftsstaatssekretär Prof. Dr. Christian C. Juckenack Ende Juli 2008 bei einem Unternehmensbesuch an den Sunways-Geschäftsführer Dr. Arnd Boueke.   "Sunways ist ein wichtiger Wachstumsträger des aufstrebenden Solarstandorts Thüringen", sagte Juckenack. Angesichts der rasanten Verknappung und Verteuerung fossiler Energieträger führe an der Solartechnik künftig kein Weg mehr vorbei. Schon heute weise die Solarbranche beeindruckende Wachstumsraten bei Umsätzen und Produktionskapazitäten auf: "Davon kann Thüringen nicht zuletzt in Form von Investitionen und Arbeitsplätzen profitieren", betont Juckenack.


Die Produktionskapazität der Solarzellenfabrik soll im Rahmen des Ausbaus von 30 auf 100 Megawatt mehr als verdreifacht werden. Die Mitarbeiterzahl wurde von bisher 70 auf inzwischen 110 erhöht; nach Abschluss der Erweiterung soll sie sich mit 150 Beschäftigten mehr als verdoppelt haben. Kernkompetenz des seit 2005 im Gewerbegebiet "Erfurter Kreuz" ansässigen Hochtechnologie-Unternehmens ist die Herstellung von mono- und multikristallinen Solarzellen auf Siliziumbasis für die Stromgewinnung durch Sonnenenergie. Sunways hatte Ende 2005 die Produktion in Arnstadt aufgenommen. Der Standort verfügt neben der Produktion auch über eigene Forschungs- und Entwicklungskapazitäten. Die Sunways Production GmbH ist eine hundertprozentige Tochtergesellschaft der Sunways AG, Konstanz.

14.08.2008   Quelle:   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Sunways AG,

 

Öffentliche Anhörung der EU-Kommission: Was kommt nach "Kyoto"?

Im Jahr 2012 wird das Kyoto-Protokoll zum Klimaschutz auslaufen. Die EU-Kommission hat vor diesem Hintergrund eine öffentliche Anhörung gestartet. Damit soll die Position der EU zu einem weltweiten Klimaschutzübereinkommen für die Zeit bis und nach 2012 diskutiert werden. Interessengruppen und die breite Öffentlichkeit sind aufgefordert, ihre Meinung zu einer Reihe von entscheidenden Fragen zu äußern. Dazu gehören die mittelfristigen Ziele für die Emissionsreduktion in Industrieländern und Maßnahmen für die Emissionsverringerung in Entwicklungsländern, sowie die Anpassung an den Klimawandel mithilfe von Technik und Finanzmitteln. Die Ergebnisse sollen in die Festlegung der Position der EU zu einem Übereinkommen für die Zeit nach 2012 einfließen. 

Interessengruppen können den Beitrag der EU zur Klimaschutz-Diskussion mitgestalten

"Letztes Jahr wurde auf Bali vereinbart, bis Ende 2009 ein neues Klimaschutzübereinkommen zu schließen. Das ehrgeizige Übereinkommen, das in Kopenhagen erreicht werden soll, muss die Nationen der Welt zusammenbringen, um dieser globalen Herausforderung wirksam zu begegnen. Es ist wichtig, dass die unterschiedlichen Interessengruppen unseren Beitrag zu dieser Diskussion mit ihrem Wissen und ihrer Fachkenntnis mitgestalten", betont erklärt EU-Umweltkommissar Stavros Dimas.


Beiträge aus allen interessierten Kreisen erwünscht – Fragebogen im Internet

Die Anhörung erfolgt im Anschluss an die Mitteilung der EU-Kommission mit dem Titel "Begrenzung des globalen Klimawandels auf 2 Grad Celsius - der Weg in die Zukunft bis 2020 und darüber hinaus." Die EU-Kommission begrüßt Beiträge aus allen interessierten Kreisen, also von einzelnen Bürgern ebenso wie aus Industrie, Gewerkschaften und Verbrauchergruppen, Interessenvertretungen oder den NGO und anderen Organisationen. Im Herbst dieses Jahres soll eine Konferenz für die Interessenvertreter stattfinden. Die Anhörung läuft bis 29. September 2008. Alle Interessenten können an der Anhörung teilnehmen, wenn sie den Online-Fragebogen (englisch) ausfüllen.

14.08.2008   Quelle: EU-Kommission   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

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Photovoltaik-Unternehmen TAUBER-SOLAR geht nach Italien

Solarpark von TAUBER-SOLAR in Abuzaderas (Spanien).
Solarpark von TAUBER-SOLAR in
Abuzaderas (Spanien).

Mit der Gründung der TAUBER-SOLAR Italy GmbH befindet sich das tauberfränkische Solarunternehmen weiter auf Expansionskurs. Mit seinen Partnern zur Projektentwicklung und Installation von Solarstromanlagen will das Unternehmen jetzt Freiflächenanlagen auf Sizilien bauen und selbst betreiben. Seit Jahren gebe es Kontakte vor Ort, so TAUBER-SOLAR in einer Pressemitteilung. Die Verhältnisse in Italien seien hervorragend: Hohe Sonnenscheindauer und eine verlässliche Vergütung für den emissionsfreien Solarstrom. Durch das im Februar 2007 verabschiedete italienische Gesetz "Conto Energia" werden bis 31.12.2008 fertig gestellte und voll in das Netz integrierte Gebäude-Photovoltaik-Systeme mit einer Spitzenleistung von mehr als 20 Kilowatt (kWp) während der Laufzeit des Gesetzes von 20 Jahren mit 44 Eurocent pro Kilowattstunde Solarstrom gefördert und Freiflächenanlagen erhalten pro Kilowattstunde Stromertrag 36 Eurocent.  Ein Inflationsausgleich wie in Spanien findet nicht statt. In den Jahren 2009 und 2010 reduziert sich der über 20 Jahre beibehaltene Anfangstarif um jeweils 2 % pro Jahr. Die Regelungen in Italien sind angelehnt an das bundesdeutsche Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG).


Über 2.200 Mitunternehmer investierten rund 150 Millionen Euro

Welche Regelung ab 2011 greift, soll im Laufe des Jahres 2009 politisch entschieden werden, berichtet TAUBER-SOLAR. Das sei eine gute Basis für gemeinsame Projekte zwischen italienischen und deutschen Photovoltaik-Unternehmen. Die Planungen sehen drei Freiflächenanlagen (Solarparks) vor in einer Größenordnung von etwa 10 Megawatt (MWp). Bislang betreibt der Photovoltaik-Dienstleister aus Tauberbischofsheim 130 Solarkraftwerke auf bundesdeutschen Dächern und zwei Freiflächenanlagen in Spanien, drei weitere Freiflächenprojekte würden dort vorbereitet. Über 2.200 Mitunternehmerinnen und Mitunternehmer haben laut TAUBER-SOLAR rund 150 Millionen Euro investiert und partizipieren durch Ausschüttungen am wirtschaftlichen Erfolg der Solarkraftwerke, die derzeit insgesamt eine Größenordnung von rund 28 MWP haben.

13.08.2008   Quelle: TAUBER-SOLAR   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: TAUBER-SOLAR,
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Conergy schließt den Bau von Asiens derzeit größtem Photovoltaik-Kraftwerk in Rekordzeit ab

19,6 MW Photovoltaik-Kraftwerk in SinAn (Südkorea).
19,6 MW Photovoltaik-Kraftwerk in SinAn
(Südkorea).


Die Conergy-Gruppe (Hamburg) hat den derzeit größten Solarpark in Asien fertiggestellt. Das 90 Millionen Euro-Projekt mit einer Gesamtspitzenleistung von 19,6 Megawatt (MW) befindet sich im südkoreanischen SinAn, südwestlich der Hauptstadt Seoul. Im Auftrag der Dongyang Engineering & Construction Corporation habe Conergy den Park sechs Monate vor Plan schlüsselfertig aufgestellt und an das Netz gebracht, berichtet die Conergy AG in einer Pressemitteilung. Dongyang habe das Hamburger Solar-Unternehmen nun mit der Erweiterung des Parks auf insgesamt 24 MW betraut - ein Zusatzauftrag im Wert von rund 20 Millionen Euro. Die Erweiterung will Conergy noch bis zum Jahresende abschließen.
  "Erst vor wenigen Wochen haben wir in Spanien mit 'El Calaveron' den viertgrößten Solarpark der Welt erfolgreich verkauft. Der schnelle Abschluss des Solarparks in 'SinAn' zeigt, dass wir trotz unserer Restrukturierung nach wie vor große operative Erfolge für uns verbuchen können - und die Fokussierung auf unser Downstream-Kerngeschäft die absolut richtige Entscheidung für unser Unternehmen war", kommentiert Conergy-Vorstand Dieter Ammer.


Jährlich 27.000 Megawattstunden (MWh) Solarstrom und 20.000 Tonnen weniger CO2

230 Experten arbeiteten laut Conergy seit dem 12. Mai letzten Jahres auf der 600.000 Quadratmeter großen Baustelle in SinAn rund um die Uhr an der Errichtung dieses koreanischen Leuchtturm-Projekts. Inzwischen ist der 19,6 MW-Park komplett am Netz und soll jährlich 27.000 Megawattstunden (MWh) Solarstrom produzieren - genug Energie für mehr als 6.000 Haushalte. Zugleich spare SinAn jährlich 20.000 Tonnen CO2 ein. "Der Bau von Asiens derzeit größtem Solarpark ist wegweisend für die Erneuerbare Energien-Branche in unserem Land. Mit seiner Fertigstellung läuten wir eine neue Ära der koreanischen Energieversorgung ein", betont Jihun Kim, CEO der Conergy Korea. Die Voraussetzungen hierfür hatte die Regierung in Seoul 2002 geschaffen. Seitdem gilt Korea als einer der großen Wachstumsmärkte für erneuerbare Energien in Asien. Allein 2007 wurden 134 Solarstromanlagen an das öffentliche Stromnetz angeschlossen - gegenüber 2006 ein Wachstum von 163 %. Insgesamt seien in Korea bis heute mehr als 160 MW Solarenergie-Kapazität installiert worden, berichtet Conergy. Darunter jetzt auch "SinAn" als Meilenstein unter den Großprojekten.


Großprojekte 2008: Bislang 81 MW realisiert, weitere 40 MW in weltweiter Projekt-Pipeline

Auch anderswo auf der Welt kommt das Hamburger Solarunternehmen mit seinen Großprojekten gut voran: 2008 habe die Conergy Gruppe bisher weltweit Solarparks mit einem Gesamtvolumen von 81 MW fertig stellen können. Seit seiner Gründung habe das Unternehmen damit Großprojekte mit einer Gesamtleistung von insgesamt mehr als 400 MW erfolgreich abgeschlossen - davon Solarparks mit 160 MW sowie Windparks mit 250 MW. Noch bis Ende 2008 will Conergy weitere regenerative Großprojekte mit einer Gesamtleistung von rund 40 MW abschließen. Für die weiteren Jahre befinden sich nach Angaben des Unternehmens zahlreiche Parks in der weltweiten Projektpipeline. Darunter Solarprojekte mit bis zu 300 MW in Deutschland, Italien, Spanien, Griechenland, den USA und Korea. Weiter plant das Unternehmen Windparks in Deutschland, Australien, Frankreich und der Türkei. 1.000 MW sollen allein über das Gemeinschaftsunternehmen mit der australischen Macquarie Capital realisiert werden. In der Türkei habe die Conergy Gruppe Ende April 3.000 MW zur Genehmigung eingereicht. "Die Conergy Gruppe ist damit eines der weltweit führenden Unternehmen für die Entwicklung, Projektierung und Finanzierung regenerativer Großprojekte", heißt es in der Pressemitteilung.

13.08.2008   Quelle: Conergy AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Conergy AG,
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SPD-Landtagsfraktion will die Energiewende in Hessen mit einem Gesetzentwurf für den "Vorrang erneuerbarer Energien" einleiten

Hermann Scheer: Gesetzlicher Vorrang für erneuerbare Energien in Hessen.
Hermann Scheer: Gesetzlicher Vorrang für
erneuerbare Energien in Hessen.

Die hessische SPD-Landtagsfraktion hat am 12.08.2008 den Entwurf eines landespolitischen "Gesetzes für den Vorrang erneuerbarer Energien" auf den Weg gebracht. Damit werde ein zentraler Programmpunkt der hessischen SPD realisiert, wie er im Landtagswahlkampf vertreten wurde. Diesen Entwurf präsentierten Dr. Hermann Scheer, der im Zukunftsteam von Andrea Ypsilanti das Programm "Neue Energie Hessen" im Landtagswahlkampf vertreten und den Gesetzentwurf federführend erstellt hat, und Torsten Warnecke, energiepolitischer Sprecher der SPD-Landtagsfraktion am 12. August. Der SPD-Gesetzentwurf für den Vorrang erneuerbarer Energien zielt gleichzeitig auf die einschlägige Neufassung von sechs Landesgesetzen: das Landesplanungsgesetz, das Hessische Energiegesetz, die Landesbauordnung, das Gesetz für Natur- und Landschaftspflege, die Gemeindeordnung und die Haushaltsordnung. 

Erneuerbare Energien erfüllen acht wesentliche öffentliche Belange

In der gesamten Flächennutzungs- und Bauleitplanung soll der Ausbau erneuerbarer Energien zum "vorrangigen öffentlichen Belang" gemacht werden. Dies rechtfertige sich daraus, dass insgesamt acht wesentliche öffentliche Belange durch erneuerbare Energien erfüllbar werden: Klimaschutz; Ressourcenschutz; Schutz der Gesundheit und der natürlichen Umwelt; sparsamer Einsatz von Wasser; industrielle Förderung der Zukunftsenergie-Techniken; Überwindung der Energieabhängigkeit durch Nutzung nachhaltig verfügbarer heimischer Energie; Förderung regionaler und kommunaler Wirtschaftsstrukturen und dauerhafte Sicherung der Energieversorgung.


Mehr kommunale Selbstverwaltung beim Ausbau erneuerbarer Energien

Der SPD-Gesetzentwurf will maßgeblich zum Bürokratieabbau beitragen und eine Vielzahl von Neuinvestitionen in Hessen auslösen bis zu Größenordnungen von jährlich drei Milliarden Euro. Gleichzeitig stärke er die kommunale Selbstverwaltung beim Ausbau erneuerbarer Energien in mehrfacher Hinsicht, so dass Kommunen nicht mehr willkürlich durch landespolitische Restriktionen am Ausbau erneuerbarer Energien gehindert werden können. "Wir beenden damit die zukunftswidrige Verbindungsplanung der Regierung Koch. Wir machen die Raumordnungspolitik zeitgemäß", so die SPD-Landtagsfraktion in ihrer Pressemitteilung.


"Bremsversuche der Regierung Koch"

Die SPD.Landtagsfraktion wertet es als "unverantwortliches Versäumnis der Regierung Koch", dass Hessen in Sachen erneuerbare Energien zum Schlusslicht unter allen Bundesländern wurde. Während der bundesweite Anteil erneuerbarer Energien in der Stormversorgung in den letzten sieben Jahren von sechs auf 15 Prozent angewachsen ist, liege er in Hessen bei fünf Prozent. Auch die Ankündigung der Landesregierung, die Marburger Solarsatzung für rechtswidrig zu erklären, belege die anhaltenden Bremsversuche der Regierung Koch.


Vorrang für die Erneuerbaren auf 1,5 Prozent der hessischen Landesfläche

Der Gesetzentwurf wird unter anderem künftig 1,5 Prozent der hessischen Landesfläche in den Regionalplänen als Vorranggebiete für raumbedeutsame Anlagen zur Nutzung erneuerbarer Energien vorsehen. Alle anderen Flächen sollen zu Vorbehaltsflächen werden, die aufgrund autonomer Entscheidungen der Kommunen ebenfalls für Standorte verfügbar gemacht werden können, soweit dem andere Fachgesetze nicht entgegenstehen. Ausschlussgebiete oder pauschale Höhenbegrenzungen von Windkraftanlagen soll es nicht mehr geben.


Landeskataster zur Planung von Solar-, Wind-, und Wasserkraft sowie Bioenergie und Erdwärme

Mit dem Gesetzentwurf soll zudem die Vorbildfunktion der Landesregierung bei Baumaßnahmen im Fahrzeugpark für die Nutzung erneuerbarer Energien gesetzliche Auflage werden. Kommunale Konzepte zur Nutzung erneuerbarer Energien und zur rationalen Energieverwendung sollen gefördert werden. Die Landesregierung soll gesetzlich verpflichtet werden, ein umfassendes Landeskataster für erneuerbare Energien zu erstellen, um das Gesamtpotenzial erneuerbarer Energien zu erfassen und damit Kommunen und Investoren optimale Planungsdaten für Investitionen zur Verfügung zu stellen. Dies soll für alle erneuerbaren Energien gelten: Solarkraft, Windkraft, Wasserkraft, Bioenergie, geothermische Energie.


Solarsatzungen sollen landesgesetzlich abgesichert werden

Durch die Änderung der Hessischen Bauordnung werden laut Gesetzentwurf kommunale Satzungen wie die "Marburger Solarsatzung" landesgesetzlich abgesichert. "Mit diesem Gesetzentwurf betritt die SPD Hessen energiepolitisches Neuland. Er ist die Grundlage dafür, Hessen zum Vorzeigeland für erneuerbare Energien zu machen und jahrelange schwerwiegende Versäumnisse der CDU-geführten Landesregierung zu überwinden. Wir sind sicher, dass dieses Gesetz Vorbildcharakter auch für andere Bundesländer hat", heißt es in der Pressemitteilung. "Wir werden diesen Entwurf in den nächsten Wochen mit gesellschaftlichen Gruppen diskutieren und dabei weitere Anregungen aufnehmen, die dem Ziel des Gesetzes entsprechen: mit den Umwelt- und Naturschutzverbänden mit der mittelständischen Wirtschaft und mit Stadtwerken sowie mit denjenigen Fraktionen, die die Ziele des Gesetzes mittragen und gegebenenfalls gemeinsam mit uns einbringen. Die Einbringung in den Landtag wird zeitnah erfolgen", kündigt die Hessen-SPD an.


Weitere Informationen:

Solar-Report: "Neue Studie: Atomausstieg kann mit erneuerbaren Energien ausgeglichen werden"." In der Studie "Neue Energie für ein atomstromfreies Hessen" rechnet der Vorsitzende des Weltrates für Erneuerbare Energien und Träger des Alternativen Nobelpreises, Dr. Hermann Scheer, die Machbarkeit der deutschen und hessischen Energiewende vor.

http://www.hermannscheer.de und http://www.torsten-warnecke.de

13.08.2008   Quelle:   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Powerlight Corporation.,

 

aleo solar AG: Umsatzplus von 76,9 Prozent; Ergebnis je Aktie mehr als verdoppelt

aleo-Chef Smit: "Unsere Strategie
geht auf".

Der Solarmodul-Hersteller aleo solar AG (Oldenburg, Prenzlau) hat ihren Umsatz im ersten Halbjahr 2008 um 76,9 Prozent auf 159,4 Millionen Euro gesteigert, berichtet das Photovoltaik-Unternehmen in einer Pressemitteilung (1. Halbjahr 2007: 90,1 Mio. Euro). Dabei habe der Auslandsanteil am Umsatz 59,0 Prozent betragen. Das Ergebnis von Zinsen und Steuern (EBIT) wurde um 90,0 Prozent erhöht und lag nach Angaben des Unternehmens bei 11,4 Millionen Euro (1. Halbjahr 2007: 6,0 Mio. Euro); die EBIT-Marge konnte um 0,4 Prozentpunkte erhöht werden auf 7,1 Prozent (1. Halbjahr 2007: 6,7 Prozent). Das Ergebnis je Aktie hat sich mit 0,60 Euro mehr als verdoppelt (1. Halbjahr 2007: 0,27 Euro). Die produzierte Leistung wurde auf 60,7 Megawatt erhöht, was einer Steigerung von 58,9 Prozent entspricht.  

Wachsende Photovoltaik-Märkte in Italien, Griechenland, Belgien und Frankreich

Das nationale Geschäft entwickelte sich weiterhin positiv und konnte um 10,3 Prozent auf einen Umsatz von 65,4 Millionen Euro ausgebaut werden (1. Halbjahr 2007: 59,3 Mio. Euro). Das internationale Wachstum im 1. Halbjahr war sehr dynamisch: 59,0 Prozent des Umsatzes wurden in den ersten sechs Monaten 2008 im Ausland erzielt. Der Vorstand geht davon aus, dass sich das Geschäft in Spanien allerdings vorübergehend abkühlen wird. Gleichzeitig wachse das Geschäft in Italien, Griechenland, Belgien und Frankreich. Aber auch in Länder wie Bulgarien und Tschechien würden erste Solarmodule ausgeliefert. Der Vorstand der aleo solar AG bleibt für das gesamte Jahr 2008 bei der Prognose von einem Auslandsanteil am Gesamtjahresumsatz von rund 40 Prozent. Zudem herrsche in Deutschland mit der Verabschiedung des neuen Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) nun Klarheit und damit frühzeitig Planungssicherheit ab 2009.


Produktionskapazität soll bis Jahresende auf 180 Megawatt gesteigert werden

Die ordentliche Hauptversammlung der aleo solar AG fand am 24. Juni 2008 in Bremen statt. Mit 99,2 Prozent stimmten die Anteilseigner für die Verwendung des Bilanzgewinnes zum Kapazitätsausbau der Gesellschaft in Prenzlau, Santa Maria de Palautordera (Spanien) und Gaomi (China). "Unsere Strategie geht auf. Die anwesenden Aktionäre stimmten dafür, mehr Produktionskapazität für mehr Module in mehr Länder aufzubauen", kommentiert Jakobus Smit, Vorstandsvorsitzender der aleo solar AG. Am Ende des Jahres 2008 werde die verfügbare Gesamtproduktionskapazität 180 Megawatt betragen (Ende 2007: 100 Megawatt). Die Jahresprognose mit einem Umsatz von mindestens 330 Millionen Euro bei einer weiterhin soliden EBIT-Marge werde bekräftigt.

13.08.2008   Quelle: aleo solar AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: aleo solar AG,
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Kongress "Solar Summit 2008" beschäftigt sich mit Silizium-Wertschöpfung im Zukunftsmarkt Photovoltaik

Vorträge und Diskussionen über Silizium für die Photovoltaik erwarten die Teilnehmer des Kongresses "Solar Summit 20082 vom 22. bis 24. Oktober 2008 im Konzerthaus Freiburg. Im Mittelpunkt des diesjährigen Kongresses stehen aktuelle und künftige Entwicklungen der Silizium-Wertschöpfung sowie die Zukunft der Photovoltaik-Industrie. Der drastische Anstieg der Preise für Erdöl und Erdgas beschäftigt derzeit nicht nur die Industrie, sondern auch Wirtschaft und Politik. Die langfristige Sicherstellung der Energieversorgung wird zunehmend zu einer der zentralen Fragen unserer Gesellschaft. Eine Alternative zu fossilen Brennstoffen bietet die Photovoltaik – die direkte Umwandlung der Sonnenstrahlen in elektrische Energie. Die Solarstromtechnologie hat ein enormes Wachstumspotenzial und befindet sich gegenwärtig weltweit auf dem Weg zu einem der bedeutendsten Wirtschaftszweige. Laut dem europäischen Photovoltaik-Industrieverband EPIA wird der Photovoltaik-Weltmarkt bis zum Jahr 2010 ein Wachstum von 37 % verzeichnen.  Diesem Zukunftsmarkt ist auch die Auftaktveranstaltung der Kongressreihe "Solar Summits Freiburg" gewidmet. In mehr als 20 Top-Vorträgen präsentieren führende Photovoltaik-Experten aus Wissenschaft und Industrie die neuesten Entwicklungen und Lösungen zur Gewinnung und Verarbeitung von Silizium für die Solarzellenproduktion.


Hochrangige Referenten, attraktives Rahmenprogramm

Begleitende Diskussionsrunden bieten weitere Möglichkeiten, um über aktuelle und zukünftige Fragen der Branche zu diskutieren. Die Schwerpunktthemen des diesjährigen Kongresses sind die Zukunft der Photovoltaik-Industrie, Hocheffizienztechnologien, für die Photovoltaik aufbereitetes metallurgisches Silizium und ein Ausblick auf die nachhaltige Energieversorgung.

Unter dem Vorsitz von Professor Eicke R. Weber, Leiter des Fraunhofer-Instituts für Solare Energiesysteme ISE, werden unter anderem folgende hochrangige Referenten vortragen:
Dr. Winfried Hoffmann, Präsident des europäischen Photovoltaik-Industrieverbandes (EPIA); Dr. Florian Holzapfel, Technikvorstand der Q-Cells AG; Dr. Ralf Lüdemann, Managing Director, Solar World Innovations GmbH; Prof. Tonio Buonassisi, Massachusetts Institute of Technology (MIT) und Prof. Dr. Uwe Rau, Head of Institute of Energy-Research IEF-5 Photovoltaic, Forschungszentrum Jülich

Ein attraktives Rahmenprogramm mit Fachposterausstellung und Institutsführungen sowie die sechste "Freiburger Solarnacht", zu der alle Kongressteilnehmer eingeladen sind, bieten zusätzliche Möglichkeiten für den persönlichen Austausch. Weitere Informationen sowie eine detaillierte Programmübersicht unter http://www.solar-summits.com.

13.08.2008   Quelle: Fraunhofer ISE   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

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Taiwanesischer Photovoltaik-Produzent GET schließt mehrjährigen Service-Vertrag mit Applied Materials

Dünnschicht-Photovoltaikproduktionslinie
"SunFab".

Der US-Anlagenbauer Applied Materials, Inc. (Santa Clara; Kalifornien) berichtete am 11.08.2008, das Unternehmen habe einen über fünf Jahre laufenden Service-Kontrakt mit der taiwanesischen Green Energy Technology Inc. (GET) geschlossen. Gegenstand der Vereinbarung ist die Unterstützung der von Applied Materials gelieferten SunFab-Dünnschichtproduktionslinie zur Herstellung von Solarmodulen. Mit dem "SunFab Performance Service program" will Applied sowohl die Betriebskosten senken als auch den Ausbau der Photovoltaik-Massenproduktion beschleunigen. Das Service-Programm für Dünnschichtmodule mit einer oder zwei Schichten (single bzw. tandem junction) werde bereits bei etlichen führenden Photovoltaikproduzenten in Europa und Asien genutzt und das Auftragsvolumen überschreite 100 Millionen US-Dollar, berichtet Applied Materials in einer Pressemitteilung.   "Green Energy Technology sieht in der Zusammenarbeit mit Applied Materials wesentliche Vorteile. Mit der Unterstützung für unsere Infrastruktur, den Technologieservice und seine globale Kompetenz trägt Applied Materials dazu bei, unser Unternehmen zum Erfolg zu führen", kommentiert GET-Präsident Hurlon Lin. "Wir sind überzeugt, dass das SunFab-Serviceprogramm es uns ermöglichen wird, zu den niedrigst möglichen Kosten zu produzieren, unseren Gewinn zu maximieren und unseren Kunden Photovoltikmodule der internationalen Spitzenklasse zu liefern", ergänzt Lin.

"Die führenden Solar- und Halbleiterhersteller suchen mehr und mehr externe Unterstützung beim Betrieb der Fertigungslinien und zur Verringerung der Produktionskosten", unterstreicht Manfred Kerschbaum, Senior-Vizepärsident und Generalmanager von Applied Global Services. "Wir freuen uns, dass wir GET und anderen Herstellern mit unserer Expertise und unseren globalen Ressourcen dabei helfen können, dass sich ihre Investitionen in die Produktionstechnik maximal auszahlen", betont Kerschbaum.

Gemäß der Vereinbarung wird Applied die SunFab-Fertigungslinie von GET betreuen und eine Vielzahl von Ingenieurs, Logistik- und Software-Automationsdienstleistungen einbringen. Zusätzlich zur vorsorglichen Wartung und Optimierung sowie dem Management von Ersatzteilen und Analysen wollen Applied und GET gemeinsam an Verbesserungen arbeiten und die Fabrik insgesamt optimieren, um Kosten zu senken und die Produktivität zu steigern.

Green Energy Technology Inc., Ltd. (GET) wurde von San-Chih Semiconductor über eine Beteiligung von Tatung finanziert und im Juli 2004 gegründet. Die wichtigsten GET-Produkte sind multikristalline Solar-Wafer (125x125mm oder 156x156mm) in einer Stärke zwischen 325-200 Mikrometern sowie monokristalline Ingots und Wafer.

13.08.2008   Quelle: Applied Materials, Inc.   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Applied Materials, Inc.,
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Forscher untersuchen flüssige Salze als Energiespeicher der Zukunft

Flüssige Salze können z.B. in der Gebäude- klimatisierung oder als Energiespeicher eingesetzt werden.
Flüssige Salze können z.B. in der Gebäude-
klimatisierung oder als Energiespeicher
eingesetzt werden.

Im DFG-Schwerpunktprogramm Ionische Flüssigkeiten, an dem auch die Universität Leipzig beteiligt ist, klärten Wissenschaftler jetzt die Ursache einiger Eigenschaften der "flüssigen Salze". Mit diesen Kenntnissen könnten aus Ionischen Flüssigkeiten (IF) künftig auch umweltverträgliche Lösungsmittel oder Kurzzeit-Energiespeicher hergestellt werden. Ionische Flüssigkeiten sind einzigartig. Sie bestehen ausschließlich aus Ionen - elektrisch positiv und negativ geladenen Molekülen oder Atomen - und sind eigentlich "flüssige Salze", ganz ohne in einer Substanz wie Wasser gelöst zu sein. Sie verblüffen mit ganz außergewöhnlichen Eigenschaften: Sie sind hitzebeständig, kaum entzündlich, bereits unter 100 Grad Celsius flüssig, elektrisch gut leitfähig und damit hochinteressant für viele Technologien, wie zum Beispiel Brennstoffzellen, Kondensatoren und Batterien.  Aber auch als elektroelastische Werkstoffe und umweltschonende Lösungsmittel könnten sie genutzt werden, sobald ihre Eigenschaften grundlegend erforscht sind.


Schlüssel für neue Anwendungen von Ionischen Flüssigkeiten als Kurzzeit-Energiespeicher

Dem Verständnis dieser ganz besonderen Materialklasse sind die Wissenschaftler jetzt etwas näher gekommen, unter anderem durch computergestützte Analysen und experimentelle Arbeiten. Die Wissenschaftler um Prof. Barbara Kirchner (Theoretische Chemie) an der Universität Leipzig konnten die Ursache des niedrigen Schmelzpunktes aufklären: Sie zeigten, dass durch das Wechselspiel der Kräfte zwischen den Molekülen die Ionen leichter ihre Gleichgewichtslage verlassen können und so der flüssige Zustand erreicht wird. Weitere Analysen der Arbeitsgruppe um Prof. Dr. Friedrich Kremer, Molekülphysik, am Institut für Experimentelle Physik I der Universität Leipzig, konzentrieren sich auf das Wechselspiel zwischen der glasartigen Dynamik und dem Ladungstransport in Ionischen Flüssigkeiten. Dabei entdeckten die Forscher Skalierungsgesetze, die über mehr als 10 Größenordungen in der Frequenz gültig sind und damit auf einen universellen Mechanismus der Leitfähigkeit hinweisen. Das könnte der Schlüssel für ganz neue Anwendungen von Ionischen Flüssigkeiten als Kurzzeit-Energiespeicher oder als Medium in Brennstoffzellen sein.

Trotz der erzielten Erkenntnisse liegt der Ursprung mancher Eigenschaften von Ionischen Flüssigkeiten - sie wurden im 19. Jahrhundert erstmals durch Paul Walden, der an Universität Leipzig promovierte, untersucht - noch immer im Dunkeln. Das DFG-Schwerpunktprogramm "Ionische Flüssigkeiten SPP-1191" geht deshalb in seine zweite Runde. Die Deutsche Forschungsgemeinschaft finanziert es seit drei Jahren und verlängert jetzt die Förderung bis 2010. Im Projekt arbeiten experimentelle und theoretische Chemiker und Physiker aber auch Ingenieure und Techniker Hand in Hand.

13.08.2008   Quelle: Universität Leipzig   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: DBU.,

 

centrotherm photovoltaics arbeitet an der nächsten Generation der Solarzelle

Die centrotherm photovoltaics AG (Blaubeuren) bündelt in einem konzernübergreifenden Entwicklungsprojekt das Know-how von mehr als 25 Experten aus allen Bereichen der Solarzellenproduktion, berichtet das Unternehmen in einer Pressemitteilung. Ziel des Projektes, in das die Gesellschaft nach eigenen Angaben über einen Zeitraum von zwei Jahren insgesamt rund 10 Millionen Euro investieren will, ist die Entwicklung einer neuen Solarzellen-Generation und des zugehörigen Produktionsprozesses bei deutlichen Wirkungsgradsteigerungen. Dabei komme centrotherm photovoltaics zugute, dass innerhalb des Konzerns wesentliche Teile der Wertschöpfungskette zur Herstellung von Solarzellen und Solarsilizium abgebildet werden können.   So finden sich Experten aus der Gesamtprozessentwicklung, Metallisierung und Nasschemie sowie für Produktionslinien-Layout im eigenen Haus. Zusätzliche Forschungsunterstützung kommt vom International Solar Energy Research Center in Konstanz. Im Rahmen des Projektes wird für Vorder- und Rückseite der herkömmlichen Solarzelle ein neues, verbessertes Design entwickelt. Die notwendigen alternativen Prozessrouten und deren Kostenstrukturen habe centrotherm photovoltaics in einer ersten Projektphase bereits intensiv untersucht und im Labor deutlich verbessern können, heißt es in der Pressemitteilung. In den nächsten Monaten sollen nun verbesserte Prozesssequenzen für multi- und monokristallines Solarsilizium zur Massenfertigung vorbereitet werden.



Höherer Wirkungsgrad bei multi- und monokristallinem Silizium; Prozessverbesserung bei herkömmlichen Zellen

"Unser Ziel ist es, in der Produktion Wirkungsgrade von mindestens 16,5 Prozent bei multikristallinem und von mindestens 18 Prozent bei monokristallinem Solarsilizium realisieren zu können", erläutert Dr. Peter Fath, Technologievorstand der centrotherm photovoltaics. "Unsere Entwicklungstätigkeit berücksichtigt auch die Gestaltung des Herstellungsprozesses mit dem Ziel, dass unsere Kunden zeitnah unsere Forschungsergebnisse nutzen können. Durch unsere Forschung und Entwicklung wollen wir auch weiterhin dazu beizutragen, die Herstellungskosten in der Photovoltaik zu senken", so Fath weiter.

Unabhängig von der Entwicklung der nächsten Solarzellengeneration verzeichnete centrotherm photovoltaics in den vergangenen Monaten Erfolge bei der Prozessoptimierung für herkömmliche Solarzellen, betont das Unternehmen. Hier sei der thermische Diffusionsprozess zur Herstellung der Zell-Diodenstruktur weiter verbessert worden. Speziell für multikristallines Silizium mit geringerer Ausgangsqualität seien damit deutliche Steigerungen im Wirkungsgrad erzielt worden.

12.08.2008   Quelle: centrotherm photovoltaics AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

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Bericht zum internationalen Solarmarkt dokumentiert wachsende Solarwärme-Nutzung weltweit

SHC-Report
SHC-Report "Solar Heat
Worldwide".

Die solarthermische Energiegewinnung ist weiterhin auf dem Vormarsch. Dies belegt die kürzlich erschienene Dokumentation "Solar Heat Worldwide: Markets and Contributions to the Energy Supply 2006" des Solar Heating and Cooling Programmes (SHC). Das SHC hat sich unter der Schirmherrschaft der Internationalen Energieagentur zum Ziel gesetzt, den Marktanteil solarer Energie zu steigern und kann nun auf ein 22%-iges globales Wachstum der Solarwärme verweisen. Der Bericht basiert auf Daten aus 48 Ländern, die über 60% der Weltbevölkerung und 85-90% des solarthermischen Marktes abdecken. Die Daten zeigen, dass die Kapazität der weltweit installierten Solarthermie-Kollektoren im Jahr 2006 bei 127, 8 Gigawatt (GWth) lag. Die entsprechende Kollektorfläche betrug 182,5 Millionen Quadratmeter. Mit der installierten Solarthermie-Leistung wurden 76,959 Gigawattstunden (GWh) produziert. 

Weltmarktführer China; Deutschland auf Platz drei

Laut SHC-Bericht führt China mit einer installierten Solarwärme-Leistung von 65.1 GWth den Weltmarkt an. Die Türkei (6.6 GWth) folgt auf Platz zwei, Deutschland liegt mit 5.6 GWth an dritter Stelle vor Japan (4.7 GWth) und Israel (3.4 GWth). Die höchste Solarthermie-Kapazität pro 1000 Einwohner ist in Zypern installiert (680 kWth). Israel kommt auf 506 kWth pro 1.000 Einwohner, gefolgt von Österreich (231 kWth), Barbados (208 kWth) und Griechenland (207 kWth). Die Solarthermie-Branche beschäftigt laut SHC weltweit rund 150.000 Menschen.

Weitere Informationen zum Bericht "Solar Heat Worldwide: Markets and Contributions to the Energy Supply 2006" liefert der BINE Informationsdienst Bildquelle: Sunways AG,
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Schweizer Solar Industries AG will mit der italienischen api nova energia s.r.l. eine Solar-Siliziumfabrik bauen

Die Solar Industries AG (Niederurnen; CH), ein Portfoliounternehmen der New Value AG (Zürich), api nòva energia S.r.l. und Silicio Engineering S.r.l. planen zusammen den Bau einer Fabrik zur Herstellung von hochreinem Polysilizium für Photovoltaik-Anwendungen, berichtet die New Value AG in einer Pressemitteilung. Zudem habe Solar Industries mit ihrem strategischen Partner MX Group das Unternehmen Solarcell S.p.A. gegründet, das eine Produktionsstätte für kristalline Silizium-Solarzellen errichten will. Die Kapazität soll 67 MWp pro Jahr betragen.  Die Vereinbarung zwischen api nòva energia S.r.l., Silicio Engineering S.r.l. (eine Tochtergesellschaft der MX Group) und Solar Industries AG sei ein wichtiger Schritt in der Entwicklung der PV-Industrie in Italien und in Europa, heißt es in der Pressemitteilung. Es sei vorgesehen, ein neues Unternehmen namens Italsilicon S.p.A. zu gründen, welches den Bau der Produktionsanlage durchführen, sowie die Produktion und den Vertrieb des Solarsiliziums übernehmen soll. Die Produktionskapazität werde im Endausbau der Anlage rund 2,500 Tonnen pro Jahr betragen, was in etwa einer Modulleistung von 250 MWp entspreche, rechnet die New Value AG vor. Der Produktionsstart sei für Anfang 2010 vorgesehen. api nòva energia und Solar Industries werden je 41.5%, Silicio Engineering die restlichen 17% an Italsilicon halten. Finanziert wird das Projekt aus einem Mix aus Eigenkapital, Bankdarlehen und Förderkrediten.


Mehrheitsbeteiligung an der Solarcell S.p.A. Siliziumsolarzellen-Produktion nahe Mailand

Solar Industries ist über den strategischen Partner MX Group bereits indirekt an Solarday S.p.A. beteiligt, einer laut New Value AG profitablen Modulproduktion. Durch die Gründung der Solarcell S.p.A. zusammen mit der MX Group im Mai 2008 sei Solar Industries nun auch in den vorgelagerten Bereich der Solarzellenfabrikation eingestiegen. Solar Industries ist Mehrheitsaktionär der Solarcell. Solarcell will eine kristalline Siliziumsolarzellen-Produktion in Italien aufbauen. Die Anlage wird in einem Industrie- und Technologiepark bei Vimercate (Milano) errichtet. Ab Ende 2009 sollen die ersten Zellen in Norditalien fabriziert werden. Die Produktionskapazität soll zu Beginn 33 MWp betragen und bis 2010 auf 67 MWp pro Jahr erhöht werden. Die Produktionstechnologie stammt von der centrotherm photovoltaics AG, einem der weltweit führenden deutschen Unternehmen für Solarsilizium- und Solarzellen-Produktionslinien mit 320 Mitarbeitern. Centrotherm wird für Solarcell eine schlüsselfertige Produktionslinie für die kristalline Solarzellenherstellung bereitstellen. Mit einem bedeutenden chinesischen Energieproduzenten sei bereits ein Waferliefervertrag im Umfang von 675 MWp für die Jahre 2008 bis 2015 unterzeichnet worden.


Photovoltaik-Wachstumsmarkt Italien

Neben den bestehenden Aktionären New Value und Ernst Goehner Stiftung ist die Corisol Holding AG eine bedeutende neue Aktionärin. Zur Finanzierung der initialisierten Geschäftsaktivitäten und Investitionen plant Solar Industries eine Kapitalerhöhung durchzuführen. Frank P. Gross, COO der Solar Industries, betont: "Die Unterzeichnung des Joint-Venture-Vertrages ist ein weiterer, wichtiger Schritt zur Realisierung unserer Strategie, ein voll integriertes Industrieunternehmen entlang der Wertschöpfungskette für die Solarindustrie zu werden. Die Gründung von Solarcell zielt in dieselbe Richtung. In enger Zusammenarbeit mit unserem strategischen Partner MX Group konzentrieren wir uns derzeit auf den Ausbau von Produktionskapazitäten im italienischen PV-Markt." Rolf Wägli, Verwaltungsratspräsident von New Value fügt hinzu: "Die Nachfrage nach PV-Applikationen ist aufgrund der Einführung des Conto Energia, dem Einspeisegesetz für PV-Systeme in Italien, sehr stark angestiegen. Da bis heute die PV-Produktion in Italien noch praktisch inexistent ist, sehen wir grosses Potenzial für Solar Industries."

12.08.2008   Quelle: Solar Industries AG; New Value AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

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SCHOTT Solar verlegt Verwaltung nach Mainz und schafft Raum für weiteres Wachstum

Die SCHOTT Solar GmbH plant einen umfangreichen Ausbau der Produktionskapazitäten für Solarzellen am Standort Alzenau. Die Verwaltung soll künftig am neuen Unternehmenssitz in Mainz konzentriert werden. "Wir schaffen mit dieser Maßnahme den notwendigen Raum für unser weiteres Wachstum", erläuterte Dr. Martin Heming, Chief Executive Officer, die Hintergründe. Der Photovoltaik-Standort Alzenau soll nach derzeitigem Planungstand bis zum 30. September 2011 die Solarzellenproduktion mehr als verdoppeln.  Zusammen mit den vor Ort vorhandenen Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten soll der Standort unverändert eine wichtige Rolle als technisches Kompetenzzentrum für SCHOTT Solar besetzen. Gleichzeitig sollen vorhandene Flächen auf dem SCHOTT-Gelände in Mainz genutzt werden, um die administrativen Bereiche der SCHOTT Solar in einer neuen Firmenzentrale zu bündeln. Der Aufbau des neuen Unternehmenssitzes in Mainz soll bis Ende 2009 abgeschlossen sein, so das Unternehmen in einer Pressemitteilung.

11.08.2008   Quelle: SCHOTT Solar GmbH   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

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SolarWorld und Evonik starten industrielle Produktion von Solar-Silizium

Reaktor zur Produktion von Solarsilizium.
Reaktor zur Produktion von
Solarsilizium.

Die SolarWorld AG hat am 08.08.2008 zusammen mit der Evonik Industries AG den Startschuss für die industrielle Herstellung von Solar-Silizium gegeben und die erste Produktionsanlage ihres Gemeinschaftsunternehmens Joint Solar Silicon GmbH & Co. KG (JSSI) im badischen Rheinfelden eingeweiht. Nach einem neuartigen Verfahren stellt das Gemeinschaftsunternehmen Solar-Silizium her, das als Rohstoff für die Photovoltaik-Industrie dient. Das weltweit einzigartige Produktionsverfahren zeichne sich durch hohe Effizienz aus, heißt es in der Pressemitteilung der SolarWorld AG. Die JSSI-Technologie könne im Vergleich zur herkömmlichen Siliziumherstellung bis zu 90 Prozent der eingesetzten Energie einsparen.  "Die Verbindung von Effizienz und Qualität ist von strategischer Bedeutung, um die Energieversorgung mittelfristig mehr und mehr mit Solarstromtechnologie zu durchdringen", betont SolarWorld-Vorstandsvorsitzender Dipl.-Ing. Frank H. Asbeck. "Dank solcher technologischer Fortschritte wird Solarstrom vom Dach für die Haushalte in wenigen Jahren billiger geworden sein als der Strom aus der Steckdose", betont Asbeck. Mit der JSSI baut der Konzern seine Aktivität in der Rohstoffversorgung aus und will damit das Geschäft am Beginn der solaren Wertschöpfung stärken.

"Wir fertigen aus Solarsilizium hauchdünne Wafer, die wir zu Solarzellen und -modulen weiterverarbeiten", erläutert Frank Asbeck die integrierte Produktionskette des Konzerns. Neben JSSI verfolgt der Konzern weitere Rohstoffaktivitäten, zu denen auch das industrielle solare Recycling am Standort in Freiberg zählt. Sämtliche Projekte sollen dazu beitragen, mit einer Ausweitung der Kapazitäten weitere Qualitäts- und Effizienzfortschritte zu erzielen.


Staatssekretär Müller: "Eintritt in industrielle Wertschöpfung"

Michael Müller, parlamentarischer Staatssekretär im Bundesumweltministerium begrüßt die Investition der beiden Unternehmen in Rheinfelden: "Es ist gut, dass wir bei der Photovoltaik aus der Nische herausgekommen sind und in die umfassende industrielle Wertschöpfung eintreten." Die Fabrik sei ein hervorragendes Beispiel für Innovationen in Deutschland. "Der Energieeinsatz zur Herstellung des Siliziums konnte deutlich reduziert werden. Das ist ein enormer technologischer Fortschritt für die Photovoltaikindustrie und senkt die Kosten", betont Müller. Die neue Technologie ist von JSSI in Zusammenarbeit mit führenden Universitäten entwickelt worden. Das Joint Venture stellt Solarsilizium aus Monosilan her und startet die industrielle Produktion mit einer jährlichen Kapazität von 850 Tonnen. Das gesamte Investitionsvolumen bewegt sich laut SolarWorld in der Größenordnung eines zweistelligen Millionenbetrages. An dem Gemeinschaftsunternehmen hält die Evonik Industries AG 51 Prozent und die SolarWorld AG 49 Prozent.

11.08.2008   Quelle: SolarWorld AG; BMU   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: SolarWorld AG,
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Millionenförderung für Photovoltaik-Forschung an der Universität Konstanz

Photovoltaik-Forscher Prof. Hahn: Forschung mit praktischen Bezügen, Lösungen für eine industrielle Verwertung.
Photovoltaik-Forscher Prof. Hahn: Forschung
mit praktischen Bezügen, Lösungen für eine
industrielle Verwertung.

Die Solarbranche boomt wie nie zuvor. Nicht nur mehr und mehr private Haushalte rüsten Dächer mit Solarzellen aus. Auch in Gebieten ohne Stromnetzzugang, in Elektrogeräten und bei Raumflugkörpern oder auf Booten wird die Photovoltaik sehr erfolgreich genutzt. Der Physiker und Privatdozent Dr. Giso Hahn von der Universität Konstanz hat sich mit seinem rund 30-köpfigen Team auf die Forschung rund um die Photovoltaik spezialisiert. Seine Abteilung kooperiert mit dem Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme (ISE). Für seine Arbeit bekommt der Wissenschaftler nun Fördermittel in Höhe von 2,5 Millionen Euro vom Bundesumweltministerium. Der Bund investiert damit in eines der Zukunftsforschungsthemen und in die Ausbildung neuer Photovoltaik-Experten, die in der Industrie dringend gebraucht werden.  "Unsere Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler haben ausgezeichnete Chancen auf dem Arbeitsmarkt. Kaum haben sie ihr Diplom in der Tasche oder ihre Doktorarbeit gemacht, werden sie schon von Firmen gezielt abgeworben. Es gibt einen unglaublichen Bedarf an qualifiziertem Personal in diesem Bereich", sagt Hahn zu den Jobperspektiven. Auch in Sachen Naturwissenschaften und Frauenanteil muss sich Hahn keine Sorgen machen: Neun Frauen gehören zu seinem Team.


Die Fördermittel will Hahn in neue High-Tech-Geräte in seinen Laboren stecken. Herzstück wird ein neues Rasterelektronenmikroskop mit vielen technischen Finessen sein, das im Nanolabor des Fachbereichs Physik stehen wird und auch den anderen Physikern der Universität zugute kommen wird. Hinzu kommen weitere kleinere Geräte, die alte ersetzen und auch ergänzen werden. Hahn und sein Photovoltaik-Team haben sich darauf spezialisiert, die Effizienz von Solarzellen zu erhöhen, das Material zu optimieren, neue Solarzellenkomponenten zu entwickeln und den Materialabfall beim Herstellungsprozess zu verringern. Auch die Erforschung der Auswirkung von Materialverunreinigungen, welche die Leistungsfähigkeit des Materials beeinträchtigen können, und die Messung, wie effektiv die unterschiedlichen Solarzellenvarianten arbeiten, stehen auf der Tagesordnung der Wissenschaftler. Sie arbeiten in fünf Gruppen gezielt und konzentriert an all diesen Einzelfragen. Hinzu kämen auch ästhetische Fragestellungen, denn wenn die Solarmodule an Gebäuden angebracht würden, müssten sie einfach auch in das architektonische Gesamtbild passen, so der Physiker. "Längst müssen Solarzellen nicht mehr nur grau-silbrig schimmern. Man kann die Zellen prinzipiell auch in peppigen Farben herstellen, die sich gut mit anderen Materialien kombinieren lassen und Farbe auf die Hauswand bringen", so Hahn.

Das Wissenschaftlerteam arbeitet sehr erfolgreich und eigenständig. In den letzten sechs Jahren wurde die Arbeit der Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler fast ausschließlich über Drittmittel finanziert, eingeworben über Fördermittel von EU, Bund und der Industrie. Der hohe praktische Bezug der Forschung ist ein wichtiger Erfolgsfaktor für die Wissenschaftler. "Wir betreiben Forschung mit sehr praktischen Bezügen, versuchen optimale Lösungen für eine industrielle Verwertung zu entwickeln", sagt Hahn.

Gibt es Materialalternativen zu Silizium? Dazu erklärt der Physiker: "Es wurden schon andere Materialien getestet, aber Silizium hat sich bisher einfach bewährt, Silizium wird das Zugpferd in der Photovoltaik bleiben." Glaubt der Wissenschaftler daran, dass irgendwann die Photovoltaik die einzige Säule der Energiegewinnung sein wird? Darauf antwortet Hahn mit einem klaren Nein. "Wir brauchen einen Mix unter anderem aus Windenergie, Solarenergie, Geothermie, Erdwärme und Biomasse. Wenn die Photovoltaik mit 20 Prozent beteiligt ist, wären das schon sonnige Aussichten."

11.08.2008   Quelle: Universität Konstanz   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Universität Konstanz,
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Manz Automation AG kooperiert mit Basler AG: optimierte Testsysteme für die Silizium-Solarzellen-Produktion

Die Manz Automation AG (Reutlingen), Technologieanbieter von Systemen und Komponenten zur Automatisierung, Qualitätssicherung und Laserprozesstechnik sowie für die Photovoltaik-Industrie hat eine Kooperation mit der Basler AG (Ahrensburg) vereinbart. Basler, Spezialist auf dem Gebiet der optischen Qualitätssicherung, hat ein Elektrolumineszenz-Messverfahren entwickelt, welches exklusiv in Manz-Zelltestern integriert wird, einem System, das am Ende von vollautomatischen Produktionslinien für kristalline Silizium-Solarzellen eingesetzt wird. Basler habe dieses Verfahren so optimiert, dass es für die Inline-Produktion von kristallinen Silizium-Solarzellen einsetzbar ist, berichtet Manz in einer Pressemitteilung. Dabei werde eine elektrische Spannung an der Solarzelle angelegt. Infolge des dadurch erzeugten Stromflusses gibt die Solarzelle eine schwache Strahlung ab. Dieses "Leuchten" kann mit hochempfindlichen optischen Messsystemen erfasst und ausgewertet werden. Dadurch können Defekte an Solarzellen, wie beispielsweise Mikrorisse oder nicht kontaktierte Leitungen, erstmalig in einem Zelltester erkannt werden. 

Bruchrate bei der Solarmodul-Produktion kann deutlich reduziert werden

Durch die enge Kooperation bei der Integration der Basler-Inspektionstechnik sei es gelungen, trotz des sehr aufwändigen Messverfahrens den Durchsatz der Anlage von mehr als 2.400 Solarzellen pro Stunde zu erhalten. Durch die erstmals in einer Photovoltaik-Produktionsmaschine angewandte Technologie kann die Bruchrate bei der Modulproduktion laut Manz deutlich reduziert werden. "Mit der Integration dieser Lösung ist es möglich, Mikrorisse auf Solarzellen sicher zu detektieren und damit Bruchraten zu reduzieren. Bisherige Experimente haben gezeigt, dass neben den bruchrelevanten Mikrorissen auch andere Defekte in den Bildern sehr gut erkennbar sind", erläutert Volker Biemann, Produktmanager für Solar-Inspektionslösungen bei der Basler AG.


Kosten der Solarmodule senken und den Wirkungsgrad steigern

Dieter Manz, Vorstandsvorsitzender der Manz Automation AG, zeigt sich sehr erfreut über die künftige Zusammenarbeit: "Mit der erhöhten Leistungsfähigkeit unserer Back-end Linien machen wir einen weiteren Schritt in Richtung Grid-Parity. Dadurch helfen wir unseren Kunden, Kosten zu reduzieren und den Wirkungsgrad der Solarmodule zu steigern." Außerdem unterstreicht der Vorstandsvorsitzende die Bedeutung des Projekts: "Diese Kooperation ist ein weiterer Baustein auf dem Weg, auch zukünftig mit unseren Anlagen Maßstäbe zu setzen und weltweit führende High-Tech Maschinen in der Photovoltaikindustrie anzubieten. Der Manz Zelltester ist nun nicht mehr nur die schnellste Maschine im Markt, sondern auch die Anlage mit der umfassendsten Prüftechnologie."

11.08.2008   Quelle: Manz Automation AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

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Gebäudeintegrierte Photovoltaik und innovatives Solar-Design für den Olympischen Park in Peking

"Solarkreise" von Odersun in Peking.

Die Odersun AG (Frankfurt/Oder), Entwickler und Hersteller siliziumfreier Dünnschicht-Solarzellen, -module und -anwendungen, lieferte maßgeschneiderte Photovoltaik-Module für ein Projekt gebäudeintegrierter Photovoltaik (BiPV) in Peking (China). Die trapezförmigen Module bilden konzentrische Ringe auf den Dächern von vier runden Konstruktionen, die Teil des Besucherzentrums des Olympischen Parks in Peking sind. Die außergewöhnliche Form der Solarstromanlage stellte Odersun vor die Herausforderung neue Lösungen für das Design der Module zu finden. Jeder der im Durchmesser 12,5 Meter großen "Solarkreise" ist aus 124 anthrazitfarbenen, glänzenden und im Glas-Folien-Verbund laminierten Dünnschichtmodulen gefertigt.  "Dieses Projekt zeigt wie wir Design und Funktionalität unserer Module an die lokalen Anforderungen unserer Kunden und Partner anpassen können", betont Odersun-Vorstand Ramin Lavae Mokhtari. Für den Aufbau der kreisförmigen Anlage habe Odersun trapezförmige Module in verschiedenen Größen entworfen und stehe damit für eine neue Ästhetik gebäudeintegrierter Solaranwendungen.


Das Projekt wurde vom Olympischen Komitee Pekings (BOCOG) als Referenzprojekt für neue Solar-Technologien angestoßen und gemeinsam installiert mit dem chinesischen, börsennotierten Unternehmen Advanced Technology and Materials Co., Ltd. (AT&M). Das Projekt demonstriert die erfolgreiche Partnerschaft zwischen deutschen und chinesischen Unternehmen, denn AT&M ist nicht nur Investor der Odersun AG, sondern auch strategischer Partner des Unternehmens in der Entwicklung neuer Werkstoffe für die Dünnschichttechnologie.

10.08.2008   Quelle: Odersun AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Odersun AG,
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Kostenlose Broschüre: Geothermie für Schülerinnen und Schüler

Infos zur Erdwärmenutzung als Heft oder Download.
Infos zur Erdwärmenutzung als
Heft oder Download.

Wie man die geothermischen Ressourcen unter unseren Füßen nutzt und damit eine saubere, nachhaltige, erneuerbare und künftig immer wichtiger werdende Energiequelle zum Heizen, Kühlen und zur Stromerzeugung erschließt, ist auch für viele Erwachsene noch ein mehr oder minder großes Geheimnis. Schülerinnen und Schüler haben es da bald einfacher, denn Ihnen hilft das neue Heft "Energie aus dem heißen Planeten". Es begleitet eine Schülergruppe, die sich in Rahmen eines Referats Schritt für Schritt mit den zahlreichen Möglichkeiten der Energie aus der Tiefe unseres Planeten vertraut macht. Die Leserinnen und Leser lernen dabei gleich mit und werden durch zusätzliche Aufgaben "herausgefordert".  Das 52seitige Schülerarbeitsheft wurde in Zusammenarbeit mit dem Bundesverband Geothermie (GtV-BV) erstellt und aus Mitteln des 7. Sonderpostwertzeichens "Erneuerbare Energie im Aufwind" durch das Umweltbundesamt und das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit gefördert. Es richtet sich an Schülerinnen und Schüler der Klassen 7 - 10. Für Lehrerinnen und Lehrer steht eine CD-ROM mit ergänzendem Material zur Verfügung.


Bezugsmöglichkeit direkt über die Geothermische Vereinigung - Bundesverband Geothermie e.V. oder Download im Internet unter http://www.geothermie.de/download/Schuelerbroschuere.pdf.

10.08.2008   Quelle: Geothermische Vereinigung - Bundesverband Geothermie e.V.   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Bundesverband Geothermie (GtV-BV).,
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UmweltBank: rund 1.200 neue Projekte zur Nutzung von Wind, Wasser, Solar- und Bioenergie finanziert

Die UmweltBank AG mit Sitz in Nürnberg setzt das starke Wachstum auch im ersten Halbjahr 2008 fort, berichtet das Unternehmen in einer Pressemitteilung. Neben qualifizierter Beratung seien zinsgünstige Kredite aus eigenen und KfW-Programmen für das Wachstum der Kreditinanspruchnahmen von 26,6 Prozent verantwortlich. Im ersten Halbjahr hat die UmweltBank nach eigenen Angaben rund 1.200 neue Vorhaben in den Arbeitsfeldern Wind, Wasser, Biomasse, Biogas sowie ökologische Landwirtschaft, Solarenergie und ökologisches Bauen finanziert. Erstmals sei Mezzaninekapital, eine Mischform zwischen Eigen- und Fremdkapital, für die Realisierung eines europäischen Windkraftportfolios ausgereicht worden, das in Genussrechte für Kunden umgewandelt werden soll. 

Klimawandel und EEG-Novelle lassen weiteres Wachstum erwarten

Steigender Zins- und Provisionsüberschuss, moderat wachsende Verwaltungsaufwendungen und sinkende Steuern aufgrund der Steuerreform ergeben ein um 34,7 Prozent höheres Bilanzergebnis, berichtet die UmweltBank. Der Sondereffekt aus dem Verkauf der Schmack Biogas-Aktien im Vorjahr sei dabei herausgerechnet worden. Aufgrund des Klimawandels und der verabschiedeten EEG-Novelle erwartet die UmweltBank weiterhin andauerndes Unternehmenswachstum. "Wir sind als Bank für die Umwelt offen für strategische Investoren, um weitere Zukunftsaufgaben angehen zu können", so der Gründer und Vorstandsvorsitzende Horst P. Popp.

10.08.2008   Quelle: UmweltBank AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

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SolarWorld AG verstärkt Führungs-Team der US-Vertriebstochter

SolarWorld-Niederlassung in Kalifornien.
SolarWorld-Niederlassung
in Kalifornien.

Den Ausbaus des Amerika-Geschäfts unterstützt die SolarWorld AG nun mit einer Personalentscheidung bei ihrer Vertriebstochter in den USA: Das Unternehmen verpflichtete Robert Händel als neuen Präsidenten der SolarWorld California Inc., die für den Handel in Gesamt-Amerika zuständig ist. Händel war zuletzt bei der norwegischen REC-Gruppe tätig und leitete als Product and Sales Director im Bereich Solar den Vertrieb und das Marketing in Europa. "Diese wichtige Personalentscheidung ist eine Weichenstellung für die Zukunft. Robert Händel wird mit seiner langjährigen Vertriebserfahrung die starke Kundenorientierung unseres Geschäftes in Amerika fortführen und weiter ausbauen", sagte Frank Henn, Vertriebsvorstand der SolarWorld AG.   Henn hatte den Posten des Präsidenten der SolarWorld California bisher in Personalunion übernommen.


Enormes Wachstum des US-Marktes erwartet

"Wir erwarten in den kommenden fünf Jahren ein enormes Wachstum des US-Marktes", betont Raju Yenamandra, langjähriger Director of Sales der SolarWorld California. "Robert Händel bringt wertvolle Erfahrungen aus dem schnell wachsenden europäischen Markt in unsere Arbeit ein. Als größter Solartechnik-Hersteller in USA und mit 30 Jahren Erfahrung am Markt sind wir sicher, dass wir das dynamische Wachstum der Branche auch weiterhin für uns nutzen werden", so Yenamandra weiter.


Wachsendes Umweltbewusstsein der Amerikaner

Robert Händel nahm Anfang August seine Arbeit am Standort Camarillo in Kalifornien auf. "Es war immer mein Antrieb, den Erfolg der Solarenergie auf die nächste Stufe zu bringen", sagte er. "Die steigenden Kosten für Energie werden gemeinsam mit dem wachsenden Umweltbewusstsein der Amerikaner und einer gehörigen Portion Sonnenschein die Nachfrage nach Photovoltaik-Anlagen massiv steigern. Ich freue mich sehr, die SolarWorld und ihre Kunden in den amerikanischen Märkten in dieser spannenden Zeit zu unterstützen." Händel übte vor seiner Tätigkeit bei der REC-Gruppe eine leitende Funktion im Solartechnik-Vertrieb der Sunways-Gruppe aus. Der Diplomingenieur verfügt über Abschlüsse als "Master of Solar Engineering" und "MSc Mechanical Engineering" der Universität Dalarna in Schweden.

09.08.2008   Quelle: SolarWorld AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: SolarWorld AG,
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Äthiopien: Solar-Dorf Rema ist Teil der Clinton Global Initiative

Stiftungsvorstand Schützeichel erklärt das Solarsystem. V.l.n.r: : Samson Tsegaye, Bill Clinton, Harald Schützeichel, Chelsea Clinton.
Stiftungsvorstand Schützeichel erklärt das
Solarsystem. V.l.n.r: : Samson Tsegaye, Bill
Clinton, Harald Schützeichel, Chelsea Clinton.

Bill Clinton, ehemaliger Präsident der USA und Gründer der William J. Clinton Foundation, hat am 31.07.2008 im Rahmen seiner Afrikareise die Solarprojekte der Stiftung Solarenergie in Rema (Äthiopien) besucht. "Ich bin tief beeindruckt von der Arbeit, die zur Zeit in Rema Village von der Stiftung Solarenergie und ihren Partnern als Teil der Clinton Global Initiative geleistet wird. Sie hat Licht und Hoffnung in das Leben von 5.500 Menschen gebracht“, sagte Präsident Clinton nach seinem Besuch. Die Stiftung Solarenergie wird den Besuch Präsident Clintons zum Anlass nehmen, die bestehenden Kontakte zwischen der William J. Clinton Foundation und der Stiftung Solarenergie weiter zu festigen.  Das Dorf Rema liegt in der Region Mida, rund 150 Kilometer nördlich der äthiopischen Hauptstadt Addis Abbeba in einer gebirgigen und abgelegenen Gegend. Die rund 5.500 Einwohner leben vorwiegend von der Landwirtschaft. Im Rahmen des Projekts "Licht für Bildung" hat die Stiftung Solarenergie von Oktober 2006 bis Februar 2007 mehr als 1.000 Hütten, die Schule, die Gesundheitsstation und die kirchlichen Gebäude mit Solarstromanlagen zur Beleuchtung ausgestattet.


Solarstrom als Start zur Selbsthilfe

Die Stiftung Solarenergie stellt die Photovoltaik-Anlagen kostenlos zur Verfügung. Die Menschen nutzen das System und zahlen nur für den Solarstrom. Dieses Geld wird genutzt für Wartung und Betrieb der Solaranlagen. Die Wartung übernehmen örtliche Techniker, die von der Stiftung Solarenergie ausgebildet wurden. Die Projekte dienen daher zugleich als Starthilfe für das lokale Handwerk.


Saubere Energien für den wirtschaftlichen Fortschritt in Entwicklungsländern

Präsident Clinton sprach mit zahlreichen Dorfbewohnern und besuchte eine der mit Solarstrom ausgestatteten Hütten sowie die von den Dorfbewohnern initiierte Abendschule. Dabei konnte er den praktischen Nutzen der Solarenergie im alltäglichen Leben der ländlichen Bevölkerung aus erster Hand erfahren. "Dieses Dorf ist ein Vorbild dafür, was durch Innovation und integrierte Annäherung erreicht werden kann, um eine der dringendsten Herausforderungen unserer Welt anzugehen. Es ist ein Beweis dafür, dass saubere Energien den wirtschaftlichen Fortschritt in Entwicklungsländern vorantreiben können. Ich hoffe sehr, dass andere Menschen rund um den Globus durch dieses Vorbild inspiriert werden, eigene Verpflichtungen einzugehen, um das Leben anderer Menschen zu verbessern und deren Chancen zu erweitern“, so Präsident Clinton.


"International Solar Energy School" will ein sich selbst tragendes Solarhandwerk zu anstoßen

Rema ist auch Sitz der "International Solar Energy School", die von der Stiftung Solarenergie betrieben wird. Hier werden Solartechniker für Äthiopien ausgebildet. "Unser Ziel ist es, in Äthiopien ein sich selbst tragendes Solarhandwerk zu initiieren, dafür benötigen wir überzeugende Modellprojekte und eine qualifizierte Solarausbildung. Beides ist nun in Rema vorhanden", so Schützeichel.

Weitere Informationen unter: http://www.clintonglobalinitiative.org und http://www.clintonfoundation.org sowie http://www.stiftung-solarenergie.de/

09.08.2008   Quelle: Stiftung Solarenergie   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Stiftung Solarenergie.,
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Umfrage: Kein Konsens zum Atomstrom

BlitzUmfrage des Energie- verbraucherportals.
BlitzUmfrage des Energie-
verbraucherportals.

Führende CDU-Politiker rühren seit mehreren Wochen die Trommel für den Ausstieg aus dem Atomausstieg, so das Energieverbraucherportal in einer Pressemitteilung. In Zeiten explodierender Energiepreise und knapper Ressourcen sei die preiswerte und umweltschonende Kernenergie kurz- und mittelfristig das Mittel der Wahl, zitiert das Energieverbraucherportal Stimmen aus der Union. Generalsekretär Ronald Pofalla formuliert sogar drastisch: "Kernkraft ist für die CDU Ökoenergie." Dass diese Meinung nicht Konsens sei, zeige die aktuelle Blitzumfrage des Energieverbraucherportals. Denn über 40 Prozent der Teilnehmer an der Umfrage sprachen sich dafür aus, dass der Atomausstieg wie beschlossen erfolgen solle. Auf die Frage "Wie beurteilen Sie die vor dem Hintergrund explodierender Energiepreise neu entflammte Diskussion um Atomstrom?" sprechen sich laut Energieverbraucherportal sogar 23 Prozent für eine radikale Lösung aus: das sofortige Abschalten aller Kernreaktoren.  "Auch wenn dies keine realistische Alternative sein mag, spiegelt es doch die deutlich kritische Haltung der Bundesbürger gegenüber der Kernenergie wider", so das Energieverbraucherportal.

Immerhin 20 Prozent der Nutzer des Energieverbraucherportals fordern eine Verlängerung der Restlaufzeiten über das Jahr 2021 hinaus. Eine Expertengruppe aus dem Bundeswirtschaftsministerium empfehle aktuell eine Ausweitung der Laufzeiten um acht Jahre. Dies würde bedeuten, dass das Kraftwerk mit der längsten Laufzeit - Neckarwestheim 2 - erst im Jahre 2029 abgeschaltet würde.

Dass beinahe 17 Prozent der Menschen sich sogar für den Bau neuer Reaktoren aussprechen, sei offensichtlich dem Kostendruck und einer gewissen Skepsis gegenüber nachhaltigen Lösungen geschuldet, heißt es in der Pressemitteilung. Die alleinige Versorgung mit erneuerbaren Energien in Kombination mit Gas- und Kohlekraftwerken sei für viele Menschen noch Zukunftsmusik und preisgünstig nicht denkbar.

09.08.2008   Quelle: Energieverbraucherportal (De-Media.de GmbH); (openPR)   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Energieverbraucherportal,
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Phoenix Solar AG steigert EBIT im zweiten Quartal 2008 um mehr als 1.000 %

Die Phoenix Solar AG (Sulzemoos), im TecDAX notiertes internationales Photovoltaik-Systemhaus, verzeichnet nach den vorläufigen Zahlen zum 30. Juni 2008 starke Wachstumsraten im Vergleich zum Vorjahreszeitraum, berichtet das Unternehmen in einer Ad-hoc-Mitteilung. Vom 1. April bis zum 30. Juni 2008 erzielte der Phoenix Solar Konzern nach eigenen Angaben im In- und Ausland einen deutlichen Anstieg der Gesamtumsatzerlöse um 152 Prozent auf 110,2 Millionen Euro (Q2 2007: 43,8 Millionen Euro). Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) erhöht sich im Vergleich zum zweiten Quartal 2007 um 1.144 Prozent von 0,9 Millionen Euro auf 11,2 Millionen Euro.   Die EBIT-Marge (Verhältnis von EBIT zu Umsatz) liegt mit 10,2 Prozent auf dem höchsten jemals in einem zweiten Quartal erzielten Niveau (Q2 2007: 2,2 Prozent).



Auslandsanteil rund 50 %; Auftragsbestand verdoppelt

Bezogen auf das erste Halbjahr 2008 steigen die Gesamtumsatzerlöse des Konzerns damit gegenüber dem Vorjahr um 158 Prozent auf 151,8 Millionen Euro (H1 2007: 58,8 Millionen Euro). Der Auslandsanteil am Umsatz liegt nach den ersten sechs Monaten bei fast 51 Prozent (H1 2007: 23 Prozent). Das EBIT springt im ersten Halbjahr auf 11,5 Millionen Euro (H1 2007: -0,52 Millionen Euro). Die EBIT-Marge für das erste Halbjahr liegt bei 7,6 Prozent (H1 2007: -0,9 Prozent). Der Auftragsbestand von 230 Millionen Euro zum 30. Juni 2008 liegt nach Angaben des Unternehmens um 107 Prozent über dem Vorjahresvergleichswert von 111 Millionen Euro. Vor dem Hintergrund des Geschäftsverlaufs im ersten Halbjahr schließe der Vorstand nicht aus, dass die Prognose für das Geschäftsjahr 2008 übertroffen werden kann, heißt es in der Ad-hoc-Mitteilung.

Der Quartalsbericht zum 30. Juni 2008 erscheint am 14. August 2008 und kann auf der Internetseite des Unternehmens in Rubrik Investor Relations, Finanzberichte, heruntergeladen werden.


08.08.2008   Quelle: Phoenix Solar AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

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Solar-Fabrik AG: Umsatz im ersten Halbjahr 2008 fast verdoppelt

Modulproduktion der Solar-Fabrik AG.
Modulproduktion der Solar-Fabrik AG.

Die Solar-Fabrik AG (Freiburg) hat den Konzernumsatz im ersten Halbjahr 2008 verglichen mit dem entsprechenden Vorjahreszeitraum um rund 99 % auf 102,1 Millionen Euro gesteigert (Vj. EUR 51,3 Mio.). Das berichtet das Photovoltaik-Unternehmen in einer Ad-hoc-Mitteilung. Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (EBIT) betrug demnach 1,8 Millionen Euro (Vj. EUR 1,5 Mio.). Dabei seien Währungskursverluste im abgelaufenen Geschäftsjahr in Höhe von EUR 2,6 Millionen Euro verkraftet worden (aufgrund der US-Dollar-Entwicklung seien "Reallasten“ aus 2007 lediglich im ersten Quartal 2008 noch zu verbuchen gewesen).   Eine positive US-Dollar-Entwicklung wirke für das Konzernergebnis im laufenden Geschäftsjahr entlastend und ergebnisfördernd; ein implementiertes Treasury-Management minimiere und optimiere die Währungsrisiken seither). Ohne diese Einflüsse betrug das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) 4,4 Millionen Euro, was einer Marge von rund 4,2 % entspreche. Anhaltend steigende Nachfrage werde für volle Kapazitätsauslastung und steigende Umsatz- und Ertragszahlen im zweiten Halbjahr sorgen.


Zwei Drittel der Umsätze im Ausland

In den ersten sechs Monaten des Jahres 2008 erzielte die Solar-Fabrik-Gruppe eine Exportquote von 64,6 %. Die Internationalisierung der Solar-Fabrik schreite planmäßig und zügig voran. Hohe Zuwächse seien vor allem in den asiatischen Ländern (besonders in China), in Spanien, Frankreich sowie Belgien zu verzeichnen. Im Unternehmensbereich "Wafer" hat die Solar-Fabrik im ersten Halbjahr 2008 eine Gesamtleistung von rund 37,6 Millionen Euro erzielt, davon entfielen auf externe Umsätze rund 26,0 Millionen Euro. Das Geschäftssegment steigerte damit den Umsatz gegenüber dem Vorjahresvergleichszeitraum um 8,2 Millionen Euro, hieraus errechnet sich eine Wachstumsrate von rund 28 %. Das Segmentergebnis betrug 4,2 Millionen Euro (Vj. EUR 3,8 Mio.), die EBIT-Marge lag bei 11,3 %.


Ergebnis des Segments "Solarstromsysteme" deutlich verbessert

Im Segment "Solarstromsysteme" wurde im ersten Halbjahr 2008 ein Umsatz von 75,9 Millionen Euro erwirtschaftet - nahezu 100 % Außenumsätze. Die Umsatzsteigerung betrug gegenüber dem Vorjahrvergleichszeitraum EUR 44,7 Millionen Euro, was einer Wachstumsrate von ca. 143 % entspricht. Insgesamt wurde im ersten Halbjahr ein, um Netto-Währungskursverluste bereinigtes, operatives Ergebnis von EUR minus 0,2 Millionen Euro (Vj. EUR minus 2,3 Mio.) verbucht, das Ergebnis konnte somit um 2,1 Millionen Euro verbessert werden. Aufgrund der im 2. Halbjahr 2008 zusätzlich verfügbaren Fertigungskapazitäten werde mit einer weiter deutlichen Ergebnisverbesserung gerechnet. Mit den geschaffenen Kapazitäten habe der Bereich "Solarstromsysteme" die kritische Masse überschritten und es würden deshalb dauerhaft positive Ergebnisbeiträge erwartet.


Positive Trends bei der Solarzellen- Produktion und Waferaufbereitung

Der Geschäftsbereich "Solarzellen" verbuchte im ersten Halbjahr 2008 mit minus 0,02 Millionen Euro ein nahezu ausgeglichenes Ergebnis (Vj. EUR minus 0,6 Mio.). Das Segmentergebnis habe sich damit um rund 0,6 Millionen Euro gegenüber dem Vorjahreszeitraum verbessert. Im 2. Quartal der Berichtsperiode sei ein positives Segmentergebnis in Höhe von 0,1 Millionen Euro erwirtschaftet worden. Für das Gesamtjahr wird die Fortsetzung dieses positiven Trends erwartet.

Das Segment "Waferaufbereitung" hat ein Ergebnis von 0,2 Millionen Euro erzielt (Vj. EUR 0,5 Mio.). Der Ausbau dieses Geschäftsbereichs werde weiter forciert vorangetrieben. Die Einweihung und Inbetriebnahme des zweiten Werks und damit die Verdopplung der Fertigungskapazitäten sei im 2. Quartal 2008 vollzogen worden. Das Segment verfüge damit am Produktionsstandort Indien über eine Jahreskapazität von 600 Tonnen. Die Planungen für das 2. Halbjahr sehen eine deutliche Ergebnissteigerung vor.

Aufgrund der im ersten Halbjahr weiter ausgeweiteten Kapazitäten kann der Solar-Fabrik Konzern der anhaltend hohen Nachfrage in allen Geschäftsbereichen gerecht werden, betont das Unternhmen. Bei hoher Planungssicherheit werde für das Gesamtjahr 2008 das Umsatzziel zwischen 220 Millionen Euro und 250 Millionen Euro bei einer EBIT-Marge zwischen 4,2 % und 5 % bekräftigt.

08.08.2008   Quelle: Solar-Fabrik AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Solar-Fabrik AG,
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Solar-Unternehmen Conergy steigert Umsatz deutlich und erreicht im 2. Quartal erstmals wieder ein positives EBITDA

Vorstandschef Ammer:
Vorstandschef Ammer: "operative
Fortschritte bestätigen, dass Conergy
auf dem richtigen Weg ist".

Der Hamburger Solar-Anbieter Conergy ist in dem stark von der Restrukturierung des Unternehmens geprägten 1. Halbjahr 2008 deutlich gewachsen. Dank Photovoltaik-Großprojekten in Spanien und Südkorea, aber auch dem Absatzzuwachs in weiteren internationalen Märkten erzielte Conergy nach eigenen Angaben im ersten Halbjahr 2008 ein Umsatzplus gegenüber der vergleichbaren Vorjahresperiode von 87 Prozent auf 582 Millionen Euro. Im 2. Quartal 2008 habe Conergy einen Umsatz von 379 Millionen Euro erwirtschaftet, doppelt so viel wie im 2. Quartal 2007, berichtet das Unternehmen in einer Pressemitteilung. 

Erstmals wieder positives Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen

Das EBITDA (Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen), bereinigt um Einmal- und Sondereffekte, sei Ende Juni 2008 mit 10 Millionen Euro erstmals seit Beginn der Restrukturierung wieder positiv, betont die Conergy AG. Gleichzeitig reduzierte Conergy den Verlust auf EBIT-Basis sowohl im 1. Halbjahr 2008 (von minus 48 auf minus 33 Millionen Euro gegenüber dem 1. Halbjahr 2007) als auch im 2. Quartal 2008 (von minus 29 auf minus 7 Millionen Euro gegenüber dem 2. Quartal 2007) deutlich. Hierzu hätten vor allem die gute Geschäftsentwicklung im 2. Quartal und die Reduzierung der Personal- und Sachkosten beigetragen.

Belastend für das Nettoergebnis wirkten sich laut Conergy vor allem die hohen Zinsaufwendungen aus dem Finanzergebnis in Höhe von -27 Millionen Euro aus (Vorjahr: minus 5 Millionen Euro). Zudem sei im 1. Halbjahr 2007 der positive Beitrag aus aktiven latenten Steuern um rund 20 Millionen Euro höher gewesen als im 1. Halbjahr 2008. Diese beiden Effekte führten dazu, dass Conergy im fortzuführenden Geschäft nach Einmal- und Sondereffekten zum Halbjahr einen Fehlbetrag nach Steuern von 59 Millionen Euro (Vorjahr: -32 Mio. Euro) ausweist.

"Wir haben bei unserer Neuausrichtung gute Fortschritte gemacht und - was ich für ebenso wichtig halte – beachtliche Markterfolge erzielt", sagte Dieter Ammer, der seit dem 1. August als ordentlicher Vorstandsvorsitzender bestellt ist. "Unsere Produkte in der Systemintegration und der Projektentwicklung stimmen. Das Wachstum und die Ergebnisentwicklung bestätigen, dass Conergy auf dem richtigen Weg ist. Nach neun Monaten Restrukturierung stehen wir wesentlich straffer und dynamischer da. Mit der bevorstehenden Kapitalerhöhung wollen wir die hohe Zinsbelastung deutlich reduzieren und Mittel für weiteres Wachstum in 2009 und 2010 tanken."


Photovoltaik-Großprojekte sorgen für Umsatzanstieg

Zum Umsatzanstieg habe vor allem das Projektgeschäft (EPURON) beigetragen, berichtet Conergy. Insbesondere seien Photovoltaik-Großprojekte in Spanien und Südkorea realisiert beziehungsweise verkauft worden, die aufgrund von Verzögerungen in den Vorquartalen nicht berücksichtigt werden konnten. Der Umsatz von EPURON stieg im 1. Halbjahr 2008 um 160 Millionen Euro auf 221 Millionen Euro im Vergleich zu 61 Millionen Euro im 1. Halbjahr 2007. Das Großprojekt "El Calaverón" habe mit 138 Millionen Euro erheblich zu diesem Umsatzanstieg beigetragen.


20 Megawatt-Solarpark in Südkorea fertiggestellt

Das Segment Conergy PV konnte seinen Umsatz im 1. Halbjahr um 44 % auf 361 Millionen Euro steigern (Vorjahreszeitraum: 250 Mio. Euro). Wesentlich zu dieser Umsatzsteigerung beigetragen haben einerseits die gute Nachfrage in Spanien und andererseits der Abschluss des mit 20 Megawatt (MW) derzeit größten Solarparks Asiens in Südkorea. Das operative Geschäft im Allgemeinen und die erfolgreiche Umsetzung der Großprojekte "El Calaveron" und "SinAn" sorgten für eine Reduktion des Working Capital und generierten im 2. Quartal zugleich einen positiven Cashflow.

Der Vorstand hat im 1. Halbjahr die Fokussierung der Conergy auf das so genannte Downstream-Geschäft (der Produktion nachgelagerte Aufgaben) vorangetrieben. Conergy will sich in Zukunft auf seine alten Stärken konzentrieren und den Vertrieb von Solarprodukten und -systemen über eine Vielzahl von lukrativen Märkten ausbauen. Ammer: "Mit der klaren Ausrichtung auf die Wertschöpfungsstufen im Downstream-Bereich bereiten wir uns optimal auf die erwartete Marktentwicklung vor." Mit der im Juli dieses Jahres vereinbarten Halbierung des im Oktober 2007 geschlossenen Vertrags mit MEMC zur Lieferung von Solar-Wafern habe Conergy dazu eine wichtige Weiche gestellt. Dadurch erhöhe Conergy den operativen und finanziellen Spielraum zur Umsetzung der neuen Unternehmensstrategie. Gleichzeitig sei damit ein wichtiger Schritt zu einer ausreichenden Versorgung der Modulfabrik in Frankfurt (Oder) getätigt worden. Die ersten Lieferungen sollen voraussichtlich im 3. Quartal 2008 erfolgen. Erste Testlieferungen würden bereits zu Modulen verarbeitet.

Weitere wichtige Schritte auf dem Weg zum fokussierten Anbieter im Solarstromgeschäft habe Conergy mit den Verkäufen der Solarthermie-Unternehmen in Belgien und den Niederlanden, der Solarthermieproduktion in Österreich und dem Solarthermie-Geschäft von SunTechnics eingeleitet, betont das Unternehmen. Diesen Weg will das Unternehmen mit dem weiteren Verkauf nicht strategischer Unternehmen wie unter anderem der Windenergieanlagen-Produktion fortsetzen.

08.08.2008   Quelle: Conergy AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Conergy AG,
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Photovoltaik-Hersteller Sunfilm forscht und entwickelt mit dem Helmholtz-Zentrum Berlin

Automatisierte Oberflächen-Beschichtung für Solarzellenmaterial.
Automatisierte Oberflächen-Beschichtung
für Solarzellenmaterial.

Die Sunfilm AG (Großröhrsdorf), Hersteller von Dünnschicht-Photovoltaikmodulen hat einen Vertrag über die Forschung und Entwicklung mit dem Helmholtz-Zentrum Berlin für Materialien und Energie geschlossen (HZB, früher Hahn Meitner-Institut). Demnach wird das HZB Sunfilm beim Hochfahren der beiden Solarmodul-Produktionslinien beraten und technisch unterstützen. Darüber hinaus wollen die beiden Partner Technologien entwickeln, welche die Leistung und Wettbewerbsfähigkeit der Dünnschicht-Photovoltaik verbessern.  "Wir fühlen uns sehr geehrt, dass Sunfilm einen Forschungs- und Entwicklungsvertrag mit uns geschlossen hat", kommentiert Bernd Rech, einer der weltweit führenden Dünnschicht-PV-Forscher, Photovoltaik-Professor an der TU Berlin und Abteilungsleiter am HZB. "Wir sind überzeugt, dass aus der Verbindung von wissenschaftlichem Know-how am HZB und der industriellen Produktionskapazität von Sunfilm neue und hochinteressante Produkte hervorgehen, die einen deutlichen Einfluss auf den Dünnschicht-Photovoltaikmarkt haben werden", betont Rech.


Direkter Zugriff auf Dünnschicht-Spezialisten

"Das ist ein wesentlicher strategischer Schritt für unsere Entwicklung", unterstreicht Dr. Wilhelm Stein, Produktionschef bei Sunfilm. "Sunfilm wird durch die Kompetenz der HZB-Forscher entscheidende Vorteile beim Aufbau der Produktionslinien haben. Und noch wichtiger: Sunfilm hat künftig einen direkten Draht zu Dünnschichtexperten, was uns einen Wettbewerbsvorteil verschafft in einer Industrie, in der weltweit viele Unternehmen an den Start gehen", ergänzt Stein.


Produktionskapazität soll bis 2010 auf 120 MW steigen

Im Endausbau hat die gegenwärtige Produktionslinie von Sunfilm eine Kapazität von 60 Megawatt. Mit einer zweiten Linie, die 2010 in Betrieb gehen soll, werden nach Angaben des Unternehmens weitere 60 MW hinzukommen.

08.08.2008   Quelle: Sunfilm AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: HZB,
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AZUR Solar plant und liefert Photovoltaik-Anlage für Belgiens größten Honigproduzenten

Photovoltaikanlage (390 kWp) von Meli in Veurne.
Photovoltaikanlage (390 kWp) von Meli in
Veurne.

Goldfarben wie die Sonne war der Honig „Veurne Ambacht“, mit dem Albéric Florizoone 1930 den 1. Preis beim Salon d’ Anvers gewonnen hatte. Dieselbe Farbe besitzt noch heute der Honig von Meli, dem Unternehmen, das aus diesen Anfängen hervorging: Belgiens größter Honigproduzent mit rund 3.800 Tonnen Jahresproduktion. Die Sonne spielt jetzt nicht nur eine wichtige Rolle für die Blüten und die rund 10 Milliarden Lieferantinnen von Meli, die hier den Nektar sammeln, sondern auch bei der Energieversorgung des Unternehmens. Die AZUR Solar GmbH aus Wangen im Allgäu plante eine Photovoltaik-Anlage mit 390 Kilowatt Spitzenleistung (kWp) auf dem Dach der Produktionsgebäude von Meli im belgischen Veurne und lieferte die hierfür notwendigen Module.   Die Anlage wurde in diesem Sommer vom Meli-Management im Beisein der flämischen Umweltministerin Hilde Crevits und von AZUR Solar-Geschäftsführer Bernd Sauter offiziell ihrer Bestimmung übergeben.


340.000 Kilowattstunden Solarstrom; vor allem zum Betrieb von Kühlhäusern

Die 1.750 von AZUR Solar gelieferten Module mit einer Gesamtfläche von rund 2.900 Quadratmetern auf dem 8.000-Quadratmeter-Dach von Meli sind mit einer Neigung von 25 Grad nach Süden ausgerichtet. Sie erzeugen laut AZUR Solar pro Jahr rund 340.000 Kilowattstunden Solarstrom, damit kann das Unternehmen 50 bis 60 % seines Jahresverbrauchs decken. Die CO2-Einsparung beträgt 106 Tonnen jährlich. Die Energie wird vor allem zum Betrieb der Kühlhäuser benötigt, somit wird der erzeugte Strom direkt genutzt. Die Meli-Investition von 1,736 Millionen Euro sei für das Unternehmen rentabel, betont AZUR Solar, nicht zuletzt durch den auf diese Weise möglichen Erwerb des belgischen "certificats d’ energie verte". Strom wird ganzjährig produziert, der Schwerpunkt liegt mit 45 % im Sommer. Für die von AZUR Solar gelieferten kristallinen Module entschied sich Meli wegen der Effektivität und Langlebigkeit der Produkte. Nach 25 Jahren garantiert AZUR Solar immer noch eine Leistung von 80 % der Anfangskapazität.


Größte belgische Solarstrom Anlage mit 6.000 Quadratmetern Modulfläche in Zedelgem

Bernd Sauter von AZUR Solar äußerte sich sehr erfreut, mit der Anlage von Meli das Engagement seines Unternehmens in Belgien weiter verstärken zu können. Hierbei handle es sich um eine der fünf größten Installationen im Königreich, wie Dirk Feryn von AZUR Solar Belgien bestätigte. Auch die größte belgische Anlage mit 6.000 Quadratmetern Modulfläche stammt von AZUR Solar: Für das Solarkraftwerk in Zedelgem wurden sämtliche Komponenten geliefert. Außer in Belgien ist das Unternehmen auch mit Tochterfirmen in Großbritannien, Spanien und Italien sowie auf dem französischen Markt präsent. Ein weiteres wichtiges, europäisches Referenzprojekt ist beispielsweise die Lieferung der PV-Module für eine 800 KW-Freilandanlage im spanischen Villarrubio.

08.08.2008   Quelle: AZUR Solar GmbH   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: AZUR Solar GmbH,
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Solarparc AG: Spanisches Photovoltaik-Großprojekt liegt im Plan; deutlich höherer Jahresgewinn erwartet

Solarparc-Referenzanlage 1.762,56 kWp in Aidenbach.
Solarparc-Referenzanlage 1.762,56 kWp
in Aidenbach.

Die Solarparc AG (Bonn) hat im 1. Halbjahr 2008 die Weichen für ein erfolgreiches Wachstum von Umsatz und Ertrag im Gesamtjahr gestellt. Die Realisierung des ersten Solarparks außerhalb Deutschlands in der Spanischen Autonomen Gemeinschaft Extremadura sei planmäßig fortgeschritten, so dass der amtlichen Registrierung vor Auslaufen der derzeit gültigen Einspeisebedingungen in Spanien Ende September nichts im Wege steht, berichtet das Unternehmen in einer Ad-hoc-Mitteilung. Der Vorstand erwarte, dass mit dem Verkauf des Solarparks im zweiten Halbjahr Umsatz und Gewinn des Vorjahres deutlich übertroffen werden. 

Eigene Wind- und Solarkraftwerke annähernd so viel Strom wie im Vorjahr

Die ersten sechs Monate 2008 seien neben der regenerativen Stromerzeugung geprägt worden von den Vorbereitungen zum Bau des solaren Großprojekts in Spanien. Da anders als im Vorjahr keine Verkäufe von Solarparks anstanden, seien Umsatz und Ergebnis im ersten Halbjahr 2008 plangemäß niedriger ausgefallen als in der Vergleichsperiode. Der Konzernumsatz erreichte 4,2 Millionen Euro (Vorjahr: 12,1 Mio. Euro) und ergab sich im Wesentlichen aus der Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien. Die konzerneigenen Wind- und Solarkraftwerke erzeugten mit 37,7 Millionen Kilowattstunden annähernd so viel Strom wie im Vorjahr (38,1 Mio. kWh).

Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) erreichte 1,0 Millionen Euro (Vorjahr: 1,4 Mio. Euro) und der Gewinn nach Steuern 0,18 Millionen Euro (0,5 Mio. Euro), was einem Ergebnis je Aktie von 0,03 Euro (0,08 Euro) entsprach. Auch bilanzseitig habe der Konzern seine solide Verfassung. Die Eigenkapitalquote stieg nach Angaben des Unternehmens im Vergleich zum Jahresende 2007 auf 39,1 Prozent (Vorjahr: 35,2 %). Die flüssigen Mittel erhöhten sich nach Dividendenzahlung auf 9,0 Millionen Euro (7,6 Mio. Euro).

07.08.2008   Quelle: Solarparc AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Solarparc AG,
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BSW-Solar: Photovoltaik wird günstiger; Preis von Solarstromanlagen in zwei Jahren um 15 Prozent gesunken

Photovoltaik-Preise sinken.
Photovoltaik-Preise sinken.

In den vergangenen zwei Jahren sanken die Preise von Solarstromanlagen in Deutschland nach Angaben des Bundesverbandes Solarwirtschaft (BSW-Solar) um 15 Prozent. Während ein Photovoltaik-System mit einer Leistung von einem Kilowatt (kWp) im Jahr 2006 noch rund 5.000 Euro kostete (zuzüglich Umsatzsteuer), verringerte sich der Nettopreis für fertig installierte Solarstromanlagen dieser Größenordnung bis ins zweite Quartal 2008 auf durchschnittlich 4.275 Euro. Zu diesem Ergebnis kommt der vom BSW-Solar quartalsweise erhobene Photovoltaik-Preisindex. Trotz sinkender Solarförderung werde Solarenergie deshalb für den Bürger immer attraktiver, betont der BSW-Solar.   Nach Einschätzung des Verbandes wird Solarstrom in Deutschland bereits Mitte des kommenden Jahrzehnts gleich viel kosten wie Haushaltsstrom aus der Steckdose. "Kontinuierlich sinkende Preise von Solarstromanlagen führen direkt in die Wettbewerbsfähigkeit mit fossil erzeugtem Strom. Während konventionelle Energien immer teurer werden, sinken die Preise für sauberen Solarstrom. Für den Bürger wird eine Solarstromanlage damit mittelfristig zu einer Versicherung gegen explodierende Stromkosten", so Verbandsgeschäftsführer Carsten Körnig.


Solarstromanlagen können sich nach zwölf bis 15 Jahren amortisieren

Zuversichtlich äußert sich Körnig zu den Erwartungen für das kommende Jahr: "Wenn die Preisentwicklung weiterhin so erfreulich verläuft, wird auch 2009 ein gutes Jahr für die Solarbranche und der Markt trotz erschwerter Rahmenbedingungen weiterhin wachsen können." Nach dem jüngst novellierten Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) wird die Einspeisevergütung für Solarstrom im kommenden Jahr für durchschnittliche Aufdachanlagen um acht Prozent sinken, von derzeit 46,75 Cent auf 43 Cent je Kilowattstunde. Damit sich die Investition für die Bürger weiterhin lohne und eine Betreiberrendite erwirtschaftet werden kann, müssen die Solaranlagenpreise den verringerten Vergütungssätzen folgen, betont der BSW-Solar. Derzeit mache sich eine Solarstromanlage im Schnitt nach zwölf bis 15 Jahren bezahlt. Über die geförderte Laufzeit von 20 Jahren liege die Renditeerwartung je nach Standort und Anlagentyp zwischen vier und sieben Prozent.


Wachsendes Angebot sowie zuverlässige und degressive Solarförderung ermöglichen eine weitere Kostensenkung

Die im BSW-Solar zusammengeschlossenen Photovoltaik-Hersteller sind zuversichtlich, den eingeschlagenen Kostensenkungspfad fortzuführen und zu intensivieren und damit die Wettbewerbsposition gegenüber der internationalen Konkurrenz weiter auszubauen. 1,8 Milliarden Euro will die Branche dieses Jahr in den Ausbau von Produktionskapazitäten, Forschung und Optimierung der Fertigungsprozesse investieren, um Solarstrom-Komponenten "Made in Germany" noch effizienter und günstiger zu machen. Im vergangenen Jahr wurde laut BSW-Solar in Deutschland eine Solarstromleistung von 1. 100 Megawatt neu installiert. Die Bundesrepublik ist damit weiterhin mit Abstand der größte Solarmarkt weltweit. "Die hohe Innovationskraft der deutschen Solarindustrie, eine ungebrochen hohe Nachfrage nach Solarstromanlagen, ein wachsendes Angebot und die zuverlässige und degressive Solarförderung ermöglichen eine weitere Kostensenkung", heißt es in der Pressemitteilung des BSW-Solar.

07.08.2008   Quelle: BSW-Solar   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: BSW-Solar,
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EuPD Research-Studie: Solarthermie-Branche wieder im Aufwärtstrend

Die Solarthermie-Nachfrage steigt.
Die Solarthermie-Nachfrage steigt

Der aktuelle "Geschäftsklimaindex Solarthermie" des Marktforschungsinstituts EuPD Research zeigt, dass sich die Solarwärme-Branche wieder im Aufschwung befindet. Nach dem Markteinbruch im dritten Quartal 2007 seien die Marktteilnehmer aus Handwerk, Industrie und Großhandel "sehr zufrieden" mit der derzeitigen Geschäftslage und blickten optimistisch wie noch nie in die Zukunft, berichtet EuPD Research in einer Pressemitteilung. Im zweiten Quartal 2008 erreichte der von EuPD Research erhobene Geschäftsklimaindex ein Allzeithoch von 140,9 Punkten. Die "Geschäftserwartung" für die kommenden sechs Monate sowie die momentane "Geschäftslage" werden von Handwerk, Industrie und Großhandel gleichermaßen so gut bewertet wie nie zuvor.   Die Marktteilnehmer sehen diesen Aufschwung hauptsächlich in einer großen Nachfrage nach Heizungsmodernisierungen begründet. Für das zweite Quartal 2008 melden 71 Prozent der befragten Unternehmen gestiegene Umsätze. Die erhöhte Nachfrage nach neuen Heizungen, die immer häufiger mit Solarwärme gekoppelt werden, steigert die Umsätze und sorgt in der Branche neben einer guten Geschäftslage auch für eine positive Erwartung für die nächsten sechs Monate. Das Marktanreizprogramm (MAP) und die immer stärker steigenden Preise herkömmlicher Energieformen leisten einen weiteren Beitrag zu der erhöhten Nachfrage.


Branche steht dem Erneuerbare-Energien-Wärmegesetz noch kritisch gegenüber

Inwieweit das neue Erneuerbare-Energien-Wärmegesetz (EEWärmeG), das zum Jahresbeginn 2009 in Kraft tritt, auf die künftige Entwicklung der Branche Einfluss hat, sei unklar, heißt es in der Pressemitteilung. Als Teil des Klimaschutzpaketes der Bundesregierung strebt das neue Gesetz in erster Linie den verstärkten Ausbau der solaren Wärmeproduktion in Deutschland an. Eva Benz, Research Analyst bei EuPD Research im Bereich Energy & Utilities, kommentiert: "Es ist zu früh über die Auswirkungen des Gesetzes klare Aussagen treffen zu können. Die Branche steht dem Gesetz vorerst kritisch gegenüber. Aus Sicht vieler Marktteilnehmer hat sich die Gesetzeslage schon zu oft verändert, um jetzt glauben zu können, das wäre die optimale Lösung. Was momentan aber zählt, ist, dass sich die Branche seit Beginn der Erhebung im Jahre 2005 noch nie so gut ’fühlte’".


EEWärmegesetz als Impulsgeber?

Ziel des EEWärme-Gesetzes ist, den Anteil der erneuerbaren Energien an der Wärmegewinnung von derzeit sechs Prozent auf 14 Prozent im Jahr 2020 auszubauen. Damit soll sich die Abhängigkeit Deutschlands von Energieimporten verringern und die heimische Industrie gestärkt werden. Das Gesetz sieht jedoch nicht nur Fördermaßnahmen vor, sondern verpflichtet Eigentümer von Neubauten auch, einen festgelegten Anteil des Wärmebedarfs durch erneuerbare Energien zu decken. Neben Geothermie, Umweltwärme und Biomasse steht auch die Solarthermie zur Wahl. Die Energieformen können zudem miteinander kombiniert werden. Gleichzeitig werden die Fördermittel des Bundes auf bis zu 500 Millionen Euro pro Jahr aufgestockt.


Förderung und Nutzungspflicht

Für die Nutzung von Sonnenkollektoren sieht das Gesetz folgende Regelungen vor: Bei Wohngebäuden mit höchstens zwei Wohnungen muss der Kollektor 0,04 Quadratmeter Fläche pro m² beheizter Nutzfläche aufweisen, d. h. bei einem 50 m² großem Objekt, muss der Kollektor 2 m² groß sein. Bei Gebäuden mit mehr als zwei Wohnungen sind 0,03 m² Fläche pro m² beheizter Nutzfläche vorgeschrieben. Eigentümer aller anderen Objekte, die sich für Solarthermie entscheiden, sind dazu verpflichtet hieraus mindestens 15 Prozent ihres Wärmebedarfs zu decken. Derzeit wird jeder m² Kollektorfläche bei reiner Warmwassernutzung mit 60 Euro bezuschusst, bei zusätzlicher Heizungsunterstützung sind es sogar 105 Euro. Mit dem EEWärme-Gesetz entfällt diese Förderung jedoch für all jene Kollektoren, für die eine Nutzungspflicht besteht. Nur wer mehr Solarkollektoren installiert, als im Gesetz gefordert, erhält eine zusätzliche Vergütung.

Grafik im Großformat: "Geschäftsklimaindex Solarthermie"



07.08.2008   Quelle: EuPD Research   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: BSW-Solar,
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Konzentrator-Photovoltaik: US-Produzent EMCORE schließt Lieferverträge über Solarzellen und Receiver für 40 Millionen Dollar

CPV-System von EMCORE.
CPV-System von EMCORE.

Die EMCORE Corporation (Albuquerque, New Mexico), Produzent von Halbleiterkomponenten und Fiberglasoptik sowie Photovoltaik zum Einsatz auf Satelliten und auf der Erde, berichtete am 05.08.2008, das Unternehmen habe zwei neue Verträge über die Lieferung von Solarzellen und -Receivern mit einem Gesamtvolumen von mehr als 40 Millionen US-Dollar geschlossen. Der umfangreichere der Kontrakte laufe über vier Jahre. Die Solarzellen und Receiver sollen in Konzentrator-Photovoltaiksystemen (CPV) eingesetzt werden, die für kommerzielle Anwendungen auf Dächern sowie in Solarparks entwickelt werden. Zielgruppe seien Kunden in den USA mit Schwerpunkt in Kalifornien. Die Produktion der CPV-Komponenten habe bereits begonnen und im laufenden Quartal soll rund eine Million Dollar umgesetzt werden, heißt es in der Pressemitteilung. 

500- bis 1.000-fache Konzentration und mindestens 37 % Wirkungsgrad

Mit den neuen Lieferverträgen festige EMCORE seine Stellung als führender Lieferant von CPV-Systemkomponenten und baue sein Portfolio der Konzentrator-Photovoltaik aus, so das Unternehmen. EMCORE hat nach eigenen Angaben eine CPV-Produktlinie mit Konzentrationsfaktoren zwischen 500 und 1.000 sowie einem Mindestwirkungsgrad von 37 % auf den Markt gebracht, die an Systemintegratoren verkauft wird. Laut EMCORE kann der Solar-Receiver einfach in bestehende CPV-Anlagen integriert werden und habe sich zum Favoriten der Industrie entwickelt. EMCORE ist nach eigenen Angaben das erste Unternehmen, das seinen Kunden eine Leistungsgarantie über 20 Jahre gibt. Mit den zuverlässigen Komponenten von EMCORE könnten CPV-Systementwickler ihr optisches Design und die Systemauslegung deutlich verbessern und damit die Zeit bis zur Marktreife deutlich verkürzen, betont das Unternehmen.

07.08.2008   Quelle: EMCORE   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: EMCORE,
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Unisolar gibt transformatorlose Solar-Wechselrichter von Sputnik Engineering für seine Dünnschichtmodule frei

Dünnschichtmodule von Unisolar.
Dünnschichtmodule von Unisolar.

Der amerikanische Solarmodul-Hersteller Unisolar hat die transformatorlosen Wechselrichter der SolarMax-S-Stringwechselrichterserie offiziell für die Kombination mit seinen Produkten freigegeben. Ab sofort können alle amorphen Dünnschichtmodule von Unisolar ohne weitere Freigabeprozeduren mit den SolarMax-Produkten des Schweizer Wechselrichterherstellers Sputnik Engineering kombiniert werden, egal ob Herstellermarke oder OEM-Produkt. "Unisolar zählt zu den Marktführern unter den Anbietern von Solarmodulen aus amorphem Silizium. Das Unternehmen verkapselt amorphe Siliziumzellen als photoaktive Halbleiter mit einer Plastikfolie. Im Vergleich zu kristallinen Solarmodulen wird bei dieser Technologie sowohl Material als auch Energie eingespart.  

Auslegungsprogramm berücksichtigt Spannungserhöhung von Dünnschichtmodulen

Für die Systemtechnik schafft die Dünnschichttechnologie jedoch neue Herausforderungen. Insbesondere wurde lange Zeit diskutiert, ob sich transformatorlose Wechselrichter für die Kombination mit Dünnschichtmodulen eignen. Zudem degradieren Solarmodule aus amorphem Silizium in den ersten Monaten. Anfangs sind Leistung und Spannung erhöht. Bei der Anlagenauslegung muss daher beachtet werden, dass die erhöhte Anfangsspannung den Wechselrichter nicht beschädigen kann. Die Sputnik Engineering AG hat der Spannungserhöhung mit ihrem Auslegungsprogramm "MaxDesign" Rechnung getragen. Die Software bietet die Option, Grenzwerte sowohl mit stabilisierten Endwerten als auch mit Initialspannungen zu berechnen.

"Die transformatorlosen Wechselrichter der Sputnik Engineering AG arbeiten bereits seit 2005 problemlos mit amorphen Siliziummodulen von Unisolar zusammen", erklärt Sputniks Leiter Technischer Verkaufssupport Stefan Burri. Bisher hatte es jedoch keine offizielle Freigabe von Unisolar gegeben, Installateure kombinierten die Produkte auf eigenes Risiko. "Die offizielle Freigabe schafft nun Klarheit und Sicherheit", freut sich Burri. Die galvanisch getrennten Zentralwechselrichter der Sputnik Engineering AG wurden bereits vor Jahren für die Kombination mit Unisolarmodulen freigegeben.

07.08.2008   Quelle: Sputnik Engineering AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Sputnik Engineering,
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Photovoltaik-Systemhaus Sunworx gründet Niederlassung in Italien

Das Solarstrom-Systemhaus Sunworx GmbH (Lauf Lauf a. d. Pegnitz) hat am 1. August 2008 die Sunworx Italia s.r.l. in Bozen mit Niederlassung in Kalabrien gegründet. Ziel der Expansion nach Südeuropa ist es, die großen Photovoltaik-Wachstumspotenziale direkt vor Ort auszuschöpfen und den bereits erfolgreich eingeschlagenen Weg der Internationalisierung fortzusetzen, so das Unternehmen in einer Pressemitteilung. Die neue Niederlassung in Italien übernimmt, in Verbindung mit Kooperationspartnern, die komplette Projektierung und Realisierung von Photovoltaik-Anlagen. Für den erfolgreichen Start und ein stabiles Wachstum liege bereits die Absichtserklärung (LOI) einer namhaften Investorengesellschaft über die Lieferung von Solarmodulen deutscher Qualität im Umfang von 20 Megawatt (MWp) ab 2009 vor. Dies sei ein Erfolg der Bemühungen, nur mit qualitativ hochwertigen Komponenten "Made in Germany" in den Markt zu gehen, betont Sunworx. 
"Für Sunworx ist dieser Wirtschaftsraum ein attraktiver Markt. Der Grund: Produkte 'Made in Germany' stehen für hohe Qualitätsstandards und genießen deshalb im Ausland, so auch in Italien, einen ausgezeichneten Ruf. Wir streben den konsequenten Aufbau einer Großhandelsstruktur an und sind davon überzeugt, dass der strategisch gewählte Standort in Kalabrien auch positive Voraussetzungen für weiteres Wachstum in den Zukunftsmärkten Nordafrikas bietet", kommentiert Sunworx-Geschäftsführer Willi Wohlfart.

07.08.2008   Quelle: Sunworx GmbH   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

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BEE: Längere Atomlaufzeiten verzögern Umstieg auf erneuerbare Energien

Der Atomausstieg sei Teil der Rahmenbedingungen für alle Investitionsentscheidungen in der Energiewirtschaft, auch für die Erneuerbaren Energien, betont der Bundesverband Erneuerbare Energie (BEE) in einer Pressemitteilung. "Unsere Branche will bis 2020 rund 200 Milliarden Euro in eine nachhaltige Energieversorgung investieren. Wer die Rahmenbedingungen hierfür ständig in Frage stellt, verunsichert die Investoren, die auf neue und flexible Erneuerbare-Energien-Kraftwerke setzen“, mahnt BEE-Präsident Dietmar Schütz. "Wer sich für eine längere Nutzung der Atomkraft entscheidet, verzögert den Umstieg auf erneuerbare Energien“, so Schütz weiter. Der Ausbau der Erneuerbaren Energien verlaufe rasant und werde die wegfallende Stromproduktion aus Atomkraftwerken mehr als ausgleichen, betont der BEE.   Seitdem im Jahr 2000 der Ausstieg aus der Atomkraft beschlossen wurde, stieg die jährliche Stromproduktion aus erneuerbaren Energien laut BEE bereits um 56,9 Milliarden Kilowattstunden. Allein im letzten Jahr habe das Wachstum mehr als 15 Milliarden Kilowattstunden betragen. Die zusätzliche Stromproduktion aus Wind- und Wasserkraft, Solar- und Bioenergie sowie Geothermie ersetze damit Jahr für Jahr mehr als einen Atommeiler, so der Verband.


BEE-Präsident Dietmar Schütz: "Auf Dauer stehen sich Atomkraft und flexible Erneuerbare Energien im Wege"

Schon jetzt decken die Erneuerbaren Energien mehr als 15 Prozent des deutschen Stromverbrauchs. Im Jahr 2020 werden es deutlich mehr als 30 Prozent sein. Ein hoher Anteil erneuerbarer Energien fordert von dem übergangsweise verbleibenden konventionellen Kraftwerkspark, dass er auf die variable Einspeisung erneuerbarer Energien reagiert. Diese Anforderung werde von den unflexiblen Atomkraftwerken nicht erfüllt, betont der BEE. Sie produzierten unabhängig von der aktuellen Stromnachfrage und der aktuellen Einspeisung der klimaneutralen erneuerbaren Energien. "Auf Dauer stehen sich Atomkraft und flexible Erneuerbare Energien im Wege. Wir brauchen jederzeit eine nachfragegerechte und klimafreundliche Stromproduktion", erläutert Dietmar Schütz. Das Projekt des regenerativen Kombikraftwerks habe bewiesen, dass der Verbund der erneuerbaren Energien jederzeit die Nachfrage decken kann. "Eine innovative Energiepolitik muss Anreize für regenerative Kombikraftwerke geben. Dem Verbund der Erneuerbaren Energien gehört die Zukunft, nicht starren Grundlastkraftwerken", ist Dietmar Schütz sicher.


Erneuerbare Energien senken die Strompreise

"Der Vorschlag, mit den Zusatzgewinnen der Atomkonzerne, den Ausbau erneuerbarer Energien zu beschleunigen, ist ein vergiftetes Geschenk, auf das wir gerne verzichten", so Dietmar Schütz. Dass der Ausbau erneuerbarer Energien nicht noch schneller vorankomme als heute, liege nicht an mangelndem Investitionskapital. Hindernisse seien vielmehr der schleppende Netzausbau und restriktive Planungsvorgaben für Erneuerbare Energien-Anlagen. Auch die Strompreise lassen sich laut BEE nicht mit längeren Laufzeiten der Atomkraftwerke stabilisieren. "Wer Verbraucher wirklich entlasten will, setzt auf die dauerhaft verfügbaren Erneuerbaren Energien", fordert Dietmar Schütz. Bereits heute würden die Preise an der Strombörse immer dann sinken, wenn viel Strom aus erneuerbaren Energien eingespeist wird. Dieser so genannte "Merit-Order-Effekt" habe die Einkaufsrechnung der Stromlieferanten im vergangenen Jahr bereits um rund 5 Milliarden Euro gesenkt. Von dieser Entlastung profitierten die Verbraucher umso mehr, je schärfer der Wettbewerb auf dem Strommarkt ist. Der längere Betrieb abgeschriebener Atomkraftwerke in der Hand weniger Konzerne reduziere jedoch eher den Wettbewerb. "Derzeit steigen die Strompreise, obwohl die deutschen Atomkraftwerke am Netz sind", stellt der BEE fest.

Weitere Informationen zum Kombikraftwerk: "Das Kombikraftwerk: ein entscheidender Schritt zur Stromversorgung aus 100 % erneuerbaren Energien"

06.08.2008   Quelle: Bundesverband Erneuerbare Energie e.V. (BEE)   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

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SOLON schließt Vertrag über 500 Millionen US-Dollar mit US-Solarzellen-Hersteller Suniva

ARTisun-Solarzellen von Suniva.
ARTisun-Solarzellen von Suniva.

Die Berliner SOLON AG für Solartechnik, einer der größten europäischen Solarmodulproduzenten und ein führender Anbieter von Photovoltaik-Systemen für solare Großkraftwerke, hat einen Vertrag über den Bezug von Solarzellen mit dem Hersteller Suniva, Inc., mit Sitz in Atlanta (USA) geschlossen. Die Vereinbarung habe eine Laufzeit bis 2012 und umfasse die Lieferung von hocheffizienten monokristallinen Solarzellen im Gesamtvolumen von über 500 Millionen US-Dollar, berichtet die SOLON AG in einer Pressemitteilung. Der Lieferbeginn sei für Anfang 2009 vorgesehen. Mit dieser Vereinbarung baue die SOLON AG ihre Lieferantenbasis weiter aus. Die in Atlanta ansässige Suniva entwickelt, produziert und vertreibt hocheffiziente kristalline Siliziumsolarzellen zur Erzeugung von umweltfreundlichem Solarstrom.  
Das Unternehmen Suniva verfügt laut SOLON über eine Exklusivlizenz für Patente und gewerbliche Schutzrechte, die durch den Firmengründer und Technikvorstand (CTO) des Unternehmens, Dr. Ajeet Rohatgi, am Georgia Institute of Technology's University Center of Excellence in Photovoltaics entwickelt wurden, dem führenden US-Forschungszentrum für Photovoltaik. In Verbindung mit umfassendem Prozess-Know-how und dem Einsatz spezieller Herstellungsmethoden ermögliche dies die Herstellung hocheffizienter Solarzellen bei gleichzeitiger Kostensenkung für die Erzeugung von Solarstrom, heißt es in der Pressemitteilung.

06.08.2008   Quelle: SOLON AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Suniva, Inc.,
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"photovoltaik": Einspeiseverträge der Netzbetreiber sorgsam prüfen

"photovoltaik"-Beitrag über Behinderungen
beim Netzanschluss

Viele Energieversorger legen den Besitzern von Solarstrom-Anlagen vor dem Anschluss einen Einspeisevertrag vor. Diesen müssen Anlagenbetreiber jedoch nicht unterschreiben, da er sie oftmals schlechter stellt als im Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) vorgesehen, berichtet die Zeitschrift "photovoltaik" in ihrem aktuellen Heft (8/2008). Die jüngst verabschiedete EEG-Novelle, die zum 1. Januar 2009 in Kraft tritt, schließe solche Einspeiseverträge sogar explizit aus. Wie Anlagenbesitzer dennoch von ihrem Netzbetreiber schikaniert werden, wenn sie die entsprechenden Verträge nicht unterzeichnen, ist nachzulesen in der aktuellen Ausgabe der "photovoltaik". 
Viele Solarstrom-Einspeiser unterzeichnen die Verträge. "So ist es der Bürger ja schließlich gewöhnt, kein Geschäft ohne Vertrag", sagt der Rechtsexperte Rainer Doemen vom Solarforum. Dabei werde der Anlagenbetreiber zumeist deutlich schlechter gestellt. Viele Verträge klammerten Haftungsansprüche des Anlagenbetreibers aus, führten Vorbehaltsklauseln zur Zahlung der Einspeisevergütung ein und legten hohe Netzanschlusskosten fest - alles Regelungen, die das EEG nicht vorsieht.


"Schikane zur Verunsicherung der Anlagenbetreiber"

Das sei "alles nur reine Schikane zur Verunsicherung der Anlagenbetreiber", sagt Dr. Sebastian Fasbender, Pressesprecher des Bundesverbandes Solarwirtschaft (BSW-Solar) dem B2B-Fachmagazin. Verweigert ein Besitzer die Unterschrift, drohen ihm die Konzerne bisweilen sogar mit Nichtanschluss oder verweigern letztendlich komplett den Anschluss an das Netz. Fasbender verweist aber darauf, dass die Netzbetreiber laut EEG verpflichtet sind, den Strom abzunehmen und die Einspeisevergütung zu zahlen.


Branchenverbände raten zur juristischen Prüfung

Die Energieversorger sehen derzeit noch wenig Handlungsbedarf, berichtet die "photovoltaik". Bei RWE heißt es, man wolle den Änderungsbedarf erst nach Inkrafttreten der EEG-Novelle im Januar 2009 prüfen. Die Branchenverbände raten deshalb grundsätzlich von einem Abschluss ab oder empfehlen, vor einer Unterschrift den Vertrag genau juristisch prüfen zu lassen, um Nachteile zu vermeiden. Denn ist der Vertrag erstmal unterzeichnet, ist er grundsätzlich juristisch bindend, auch wenn nachteilige Regelungen im Vergleich zum EEG enthalten sind.

06.08.2008   Quelle: "photovoltaik - Das Magazin für Profis"   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Solarpraxis AG,
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Solarthermie: Solarregler SystaSolar Aqua von Paradigma mit neuartigem Diagnosesystem

Solarregler "SystaSolar Aqua".

Der Solarregler "SystaSolar Aqua" gehört neben den CPC-Hochleistungs-Vakuumröhrenkollektoren und dem ausschließlichen Einsatz von Wasser als Wärmeträger zu den technischen Highlights der Solarthermie-Aqua-Pakete von Paradigma. Jetzt hat das Karlsbader Unternehmen Paradigma Energie- und Umwelttechnik GmbH & Co. in den SystaSolar Aqua ein neues System zur umfangreichen Funktionskontrolle integriert. Es sorgt laut Hersteller für optimale Betriebssicherheit und gesicherte Energieerträge der Solarwärmeanlage.   "Die geniale Fehlerdiagnose unseres Solarreglers ist eine Weltneuheit. Wir haben sie entwickelt, um die Funktionssicherheit von Solarthermieanlagen weiter zu optimieren, auch wenn bereits 99,8 Prozent der bundesweit über 25.000 installierten Aqua-Systeme absolut störungsfrei funktionieren. Die Funktionssicherheit konventioneller deutscher Solaranlagen im Branchenvergleich liegt derzeit noch deutlich unter diesem Wert", sagt Wilfried Grießhaber, Paradigma Produktmanager für Solarwärme-Systeme.


Moderate Anpassung der Regelfunktionen oder klar benannte Störmeldungen

Erfasst der neue Diagnoseregler von Paradigma ein Fehlermerkmal, führe er aktive Tests zur Ursachenermittlung durch. Falls die Solaranlage durch die festgestellte Fehlfunktion nur wenig beeinträchtigt wird, versuche er durch moderates Anpassen der Regelfunktionen einen ordnungsgemäßen Betrieb zu gewährleisten. Durch diese interne Selbstkorrektur verringere sich auch die Zahl von Störmeldungen. Ist eine interne Fehlerbehebung nicht möglich, meldet der Regler die Störung an der Anzeige sowie durch ein akustisches Signal. Die Ausgabe von klar benannten Störmeldungen erfolge somit erst nach intensiver Prüfung und weitgehender Klärung der Ursache. Das führe gemeinsam mit der integrierten Notlauffunktion dazu, dass Schäden an der Anlage - z.B. durch Frost - zuverlässig vermieden würden. Der Installateur könne anhand des Störcodes gleich die konkrete Fehlerursache ablesen und diese entsprechend schnell beheben - ohne lange Suche oder wiederholte Anfahrten zur Anlage. Dadurch reduzierten sich auch Kosten-, Zeit- und Serviceaufwand für den Fachhandwerker, betont Paradigma.


Zahlreiche Meldungen bei Fehlfunktionen

Der SystaSolar Aqua erkennt nach Angaben des Herstellers unter anderem folgende Fehlfunktionen einer Solarthermieanlage: kein Durchsatz (Pumpe defekt, Schieber geschlossen); Luft im System (Leckage, fehlende Siphonierung); akute Einfriergefahr (kein Durchsatz im Frostschutzbetrieb); Vertauschter Vorlauf und Rücklauf des Kollektors; undichte Schwerkraftbremse (Verschmutzung); falsch eingestellte Uhrzeit; Druckabfall (Leckage, Abblasen der Anlage, Ausdehnungsgefäß zu klein); zu hoher Volumenstrom (Pumpenstufe falsch eingestellt); falsche Hydraulik (Ladepumpe drückt in den Solarrücklauf); nicht frostsichere Anlage (ungedämmte, zu lange Solarleitungen); keine permanente Stromversorgung (über Lichtschalter)

06.08.2008   Quelle: Paradigma Energie- und Umwelttechnik GmbH & Co.   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Paradigma Energie- und Umwelttechnik GmbH & Co.,
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US-Wissenschaftler imitieren Photosynthese, um Solarenergie zu speichern

Daniel G. Nocera entwickelte ein einfaches Verfahren zum Speichern von Solarstrom.
Daniel G. Nocera entwickelte ein einfaches
Verfahren zum Speichern von Solarstrom.

Eine Entdeckung von Forschern des Massachusetts Institute of Technology (MIT) soll ausschließlich mit im Überfluss vorhandenen und nicht giftigen Materialien die reichhaltigste emissionsfreie Energiequelle erschließen: die Sonne. "Das ist das Ziel, von dem wir schon seit Jahren sprechen", sagte Daniel Nocera, Inhaber des Henry Dreyfus Lehrstuhls für Energie am MIT und Hauptautor einer Studie, welche die Forschungsergebnisse am 31.07.2008 in der Zeitschrift "Science" präsentierte. Angeregt durch die Photosysnthese der Pflanzen, bei der Sonnenlicht direkt in chemische Energie umgewandelt wird, haben Nocera and sein Kollege Matthew Kanan ein Verfahren entwickelt, mit dem Sonnenstrahlung zur Spaltung von Wasser in Wasserstoff und Sauerstoff genutzt werden kann. Anschließend können Wasserstoff und Sauerstoff in einer Brennstoffzelle zusammengeführt werden, um bei Tag und Nacht Gebäude oder ein Elektrofahrzeug mit CO2-freiem Strom zu versorgen. Die Schlüsselkomponente dieses Elektrolyseverfahrens ist ein neuer Katalysator, der aus Wasser Wasserstoff erzeugt; ein anderer Katalysator produziert Sauerstoff. 

Neuer Katalysaor aus Kobalt und Phosphat arbeitet bei Raumtemperatur

Der von Nocera entwickelte Katalysator besteht aus dem Metall Kobalt und aus Phosphat sowie aus einer im Wasser platzierten Elektrode. Wenn Strom durch die Elektrode fließt - entweder aus einer Solarzelle, einer Windenergieanlage oder eine anderen Quelle - bilden Kobalt und Phosphor eine dünne Schicht auf der Elektrode und es wird gasförmiger Sauerstoff erzeugt. In Verbindung mit einem herkömmlichen Katalysator aus Platin,der Wasserstoff aus Wasser gewinnt, kopiert dieses Verfahren die Spaltung von Wasser bei der Photosynthese der Pflanzen. Der neue Katalysator arbeitet bei Raumtemperatur in pH-neutralem Wasser und der Verfahrensaufbau sei ausgesprochen einfach, so Nocera. "Deshalb wird es auch funktionieren, denn es ist so einfach umzusetzen", betont Nocera.


"Das ist nur der Anfang"

Herkömmliche Elektrolyseure werden meist in der Industrie eingesetzt und sind für die künstliche Photosynthese ungeeignet, weil sie zum einen teuer sind und zum anderen so viel Aufwand erfordern, dass sie mit der Photosynthese nicht vergleichbar sind. Aus diesem Grund müssten die Techniker sich weiterhin um die Entwicklung kümmern, damit die Neuentwicklung in bestehende Solarstromanlagen integriert werden kann. Er sei aber überzeugt, dass solche Anlagen gebaut werden, sagt Nocera. "Das ist nur ein Anfang", unterstreicht der Forscher, der auch wissenschaftlicher Leiter des Solar Revolution-Projekts ist, das von der Chesonis Family-Stiftung gefördert wird und außerdem einer der Direktoren des ENI-MIT Solar Frontiers Center. "Die Wissenschaft arbeitet intensiv daran", sagt Nocera, der davon ausgeht, dass Hausbesitzer innerhalb von zehn Jahren ihre Gebäude am Tag mit Strom aus Photovoltaik-Zellen versorgen und mit dem überschüssigen Solarstrom Wasserstoff für die hauseigene Brennstoffzelle produzieren können. Strom aus der Steckdose, der aus einem zentralen Kraftwerk stammt, gehöre dann der Vergangenheit an.


"Ein Riesenschritt für die saubere Energieversorgung"

Sonnenlicht ist die Quelle mit dem größten Potenzial, um das Energieproblem der Welt zu lösen, sagt Nocera. In einer Stunde liefert die Sonnenenergie genug Energie um den Bedarf der Erde ein Jahr lang zu decken. "Das ist eine bedeutende Entdeckung, mit enormen Auswirkungen auf die Zukunft der Menschheit", kommentiert James Barber, ein führender Photosynthese-Forscher, der an Noceras Entwicklung nicht beteiligt war. "Die Bedeutung der Entwicklung von Nocera und Kanan kann gar nicht hoch genug eingeschätzt werden, denn sie öffnet die Tür für neue Technologien zur Energieproduktion und senkt dadurch die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen und hilft, das Klimaproblem zu lösen", kommentiert Barber, Inhaber des Ernst Chain-Lehrstuhl für Biochemie am Imperial College London.

06.08.2008   Quelle: MIT   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: MIT,
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Gabriel weist Atom-Pläne aus dem Hause Glos zurück: "Wir brauchen eine zukunftsfähige Energiepolitik, keinen Atom-Lobbyismus“

Gabriel: Reiner Atom-Lobbyismus im Hause Glos.
Gabriel: Reiner Atom-Lobbyismus im
Hause Glos.

"Der Koalitionsvertrag ist eindeutig: Es bleibt beim Ausstieg aus der Hochrisiko-Technologie Atomkraft. Wenn das Bundeswirtschaftsministerium an Konzepten zum Wiedereinstieg bastelt, ist das nicht nur ein klarer Verstoß gegen den Koalitionsvertrag. Es zeigt vor allem, dass im Hause Glos reiner Atom-Lobbyismus betrieben wird." So kommentierte Bundesumweltminister Sigmar Gabriel Pläne des Bundeswirtschaftsministeriums für ein "Kernenergie-Nutzungsgesetz". Eine zukunftsfähige Energiepolitik müsse aber auf die massive Steigerung der Energieeffizienz und auf erneuerbare Energien setzen. Denn nur so könnten die Preissteigerungen für die Verbraucher gedämpft, die Versorgungssicherheit gewährleistet und die Klimaschutzziele der Bundesregierung erreicht werden, so Gabriel. Deutschland profitiere wie keine andere Volkswirtschaft vom Ausbau der erneuerbaren Energien, betont Gabriel.  In der Branche arbeiteten schon heute 250.000 Menschen. Umweltfreundliche Energietechnik Made in Germany sei ein Exportschlager. Bis 2020 werde die Zahl der zukunftssicheren Arbeitsplätze auf mindestens 500.000 steigen. "Ein Wirtschaftsminister, der diesen Boom abwürgen will, hat den falschen Beruf", so Gabriel.


Längere Laufzeiten alter Atomkraftwerke machen weder Benzin noch Strom billiger

Weltweit gebe es kein sicheres Endlager für den hochradioaktiven Atommüll. Zugleich verweigerten hierzulande gerade die Atomkraft-Befürworter eine offene Standortsuche. Wer längere Laufzeiten wolle, ohne ein sicheres Endlager zu haben, mache Politik auf Kosten nachfolgender Generationen. Eine Verlängerung der Laufzeiten alter Atomkraftwerke würde laut Gabriel weder den Benzin- noch den Strompreis senken. Sie würde lediglich zu noch höheren Gewinnen bei den vier großen Energieversorgern führen. "Ludwig Erhard würde sich im Grabe umdrehen, wenn er wüsste, dass sein Amtsnachfolger Ordnungspolitik mit Lobbyismus verwechselt", so der Bundesumweltminister.

05.08.2008   Quelle: BMU   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: FVS,
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Produktionskapazität wächst: 2,6 Millionen Tonnen Holzpellets in Deutschland möglich

Produktionskapazität für Pellets in Deutschland wächst kräftig.
Produktionskapazität für Pellets in
Deutschland wächst kräftig.

In Deutschland gibt es immer mehr Hersteller für Holzpellets: Nach aktuellen Erhebungen der Solar Promotion GmbH, Veranstalterin der Fachmesse Interpellets 2008 und des 8. Industrieforums Pellets, produzieren in diesem Jahr 48 Unternehmen an 55 Standorten den modernen Brennstoff Holzpellets. Die Produktionskapazität aller Werke liegt demnach bei insgesamt 2,6 Millionen Tonnen pro Jahr. Die größten Produktionsstätten besitzen Fertigungsmaschinen zur Herstellung von mehr als 100.000 Tonnen Holzpellets jährlich. "Vor wenigen Jahren war dies noch die gesamte Herstellungsmenge von allen Produzenten zusammengenommen", betont Barbara Pilz, Projektleiterin des 8. Industrieforum Pellets. Der internationale Fachkongress findet von 28. bis 29. Oktober im Internationalen Congresscenter Stuttgart statt. Er greift aktuelle Marktthemen und Entwicklungen auf, und bietet Entscheidern der Pelletsbranche eine Diskussionsplattform. Auch die Fachmesse Interpellets 2008 ist vom 29. bis 31. Oktober Zentrum der internationalen Pelletsbranche und findet, wie der Kongress, in der Neuen Messe Stuttgart statt. 

48 Unternehmen produzieren an 55 Standorten geschätzte 2,2 Mio. Tonnen Holzpellets

Im vergangenen Jahr lag die Produktionskapazität für Holzpellets noch bei 2 Millionen Tonnen. Damals erzeugten 36 Pelletsunternehmen an 48 Standorten den Brennstoff Holzpellets. Heute sind 48 Firmen an 55 Orten aktiv. Schätzungen dieser Pelletshersteller zufolge werden in diesem Jahr rund 2,2 Millionen Tonnen Holzpellets produziert, doppelt so viele als im Jahr 2007. "Diese Zahlen spiegeln den Ausbau der Kapazitäten, den die Pelletshersteller im vergangenen Jahr betrieben haben, deutlich wider", sagt Barbara Pilz von der Solar Promotion GmbH. "Neue Unternehmen sind in den Pelletsmarkt eingetreten, bestehende haben ihre Kapazitäten erweitert, so dass die Brennstoffversorgung für den Verbraucher gesichert ist", so Pilz weiter. Die heute verfügbare Produktionskapazität von 2,6 Millionen Tonnen Holzpellets könnte bundesweit über 400.000 Häuser versorgen. Bei einem angenommenen Verbrauch von sechs Tonnen pro Gebäude also viermal so viele Pelletsheizungen, als dieses Jahr laut Schätzungen des Deutschen Energie-Pellet-Verbandes e.V. insgesamt vorhanden sein werden. Vor allem Werke mit Produktionsleistungen zwischen 20.000 Tonnen und 50.000 Tonnen, deren Hauptabsatzmarkt der regionale Vertrieb ist, haben jüngst ihren Betrieb aufgenommen. "Ein Ende des Kapazitätsausbaus ist insgesamt noch nicht abzusehen", betont Barbara Pilz. In den nächsten beiden Jahren werden voraussichtlich weitere 13 Standorte von 11 Holzpelletsproduzenten in Betrieb gehen. Mit deren geplanten Kapazitäten von über 700.000 Tonnen pro Jahr könnten weitere 100.000 Pelletsheizungen in Haushalten versorgt werden.


Sägespäne bleiben Rohstoffquelle Nr. 1 – Waldrestholz und Kurzumtriebsholz im Kommen

Die Rohstoffbasis zur Herstellung von Holzpellets hat sich im Vergleich zu den vergangenen Jahren kaum verändert: Die meisten Pelletsproduzenten beziehen ihren Rohstoff in Form von Sägemehl oder -spänen, die als Nebenprodukte der Sägewerke anfallen. Neue Rohstoffquellen sind indes im Kommen: Waldrestholz wie schwache Äste und Baumkronen oder aktuell auch Kurzumtriebsholz aus schnell wachsenden Weiden werden in den kommenden Jahren zur Rohstoffverfügbarkeit beitragen.


Aktuelles aus dem Pelletsmarkt auf der Fachmesse Interpellets 2008

Hersteller, Händler und Zulieferer der Pelletsbranche präsentieren ihre Produkte, Dienstleistungen und technischen Lösungen auf der Fachmesse Interpellets 2008. Neue Absatzmärkte wie Großanlagen für Holzpellets und Neuerungen in der Produktionstechnik sind gefragte Themengebiete, die auf der Fachmesse Interpellets ihre Plattform finden. Die Interpellets findet vom 29. bis 31. Oktober in der Neuen Messe Stuttgart statt. Rund 150 Aussteller werden auf einer Fläche von 7.000 Quadratmetern erwartet. Bereits am Vortag diskutieren rund 500 Experten der internationalen Pelletsbranche beim 8. Industrieforum Pellets, das im Internationalen Congresscenter der Messe Stuttgart stattfindet, über aktuelle Entwicklungen in den Pelletsmärkten.

05.08.2008   Quelle: Solar Promotion GmbH   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Solar Promotion GmbH,
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Würth Solar: Produktionskapazität der CIS-Solarmodulfabrik auf 30 MW erweitert

PROFIIine Photovoltaikanlage mit GeneCIS-Modulen von Würth Solar
PROFIIine Photovoltaikanlage mit
GeneCIS-Modulen von Würth Solar

Nur knapp zwei Jahre nach dem Start der Dünnschicht-Solarmodulproduktion im industriellen Maßstab hat Würth Solar die Produktionskapazität seiner "CISfab" bereits von 15 Megawatt auf 30 MW verdoppelt, berichtet das Unternehmen in einer Pressemitteilung. Damit bleibe Würth Solar weltweit Spitzenreiter in der Produktion von Solarmodulen auf der Basis von Kupfer-Indium-Diselenid (CIS). Der Ausbau der Photovoltaik-Produktionskapazität erfolgte im bestehenden Gebäude der CISfab und bei laufendem und komplett ausgelastetem Fertigungsbetrieb. Zur Verdopplung der Produktionskapazität habe das Unternehmen zum einen die Anlagen erweitert, gleichzeitig aber auch die bestehenden Prozesse weiter optimiert.  "Der Ausbau der CISfab lief planmäßig, so dass die Erweiterung der Produktion Ende Juli abgeschlossen wurde. Ab August werden pro Tag circa 950 unserer GeneCIS-Module die CISfab verlassen. Jährlich werden dann in Schwäbisch Hall rund 350.000 Module produziert. Wir arbeiten rund um die Uhr: Die Produktion läuft 24 Stunden an sieben Tagen die Woche und 365 Tagen im Jahr", erläutert Bernd Sprecher, Geschäftsführer von Würth Solar. In den Ausbau der CISfab hat Würth Solar nach eigenen Angaben 17 Millionen Euro investiert. Bereits den Ramp-up der CISfab (Aufbau der Produktionsanlagen) habe Würth Solar in einer Rekordzeit geschafft. So sei nach Eröffnung der Fabrik im Oktober 2006 die geplante Produktionskapazität von 15 MW schon nach neun Monaten erreicht worden.




Hohe Nachfrage nach CIS-Solarmodulen

Mit dem Ausbau der CISfab reagiere Würth Solar auf das große Interesse an CIS-Modulen, heißt es in der Pressemitteilung. Die hohe Nachfrage bestehe derzeit vor allem in Deutschland, zunehmend aber auch in Ländern wie Spanien und Italien. Dort wird die Solarenergie nach dem Modell des deutschen Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) gefördert, was sich positiv auf den Markt auswirkt.


Ressourcenschonende Herstellung

CIS-Solarmodule haben auch in Zukunft ein hohes Innovationspotenzial hinsichtlich ihrer Produkteigenschaften, betont Würth Solar. Damit zähle CIS nach Einschätzung des Unternehmens zu den Technologien mit hervorragenden Zukunftsaussichten. GeneCIS-Module von Würth Solar erreichten schon jetzt in der Serienproduktion einen stabilen Modulwirkungsgrad von 12 Prozent. Das Innovationspotenzial werde unter anderem bei der Energiebilanz deutlich: So sei die Energy Payback Time, also die Zeit, bis ein Solarmodul die Energiemenge erzeugt hat, die zu seiner Herstellung benötigt wurde, bei CIS-Modulen besonders gering. Sie beträgt laut dem von der EU geförderten, unabhängigen SENSE-Projekts in Südeuropa 1,3 Jahre und in Mitteleuropa 2,1 Jahre. Die vergleichbare Zeit für kristalline Siliziummodule liegt nach Aussagen der SENSE-Studie rund 50 bis 70 Prozent darüber.

05.08.2008   Quelle: Würth Solar   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Würth Solar,
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Juwi errichtet größten Windpark Mittelamerikas: Baubeginn für 55 Windräder in Costa Rica

Starkwindanlagen E-44 (900 kW Nennleistung).
Starkwindanlagen E-44 (900 kW Nennleistung).

Die juwi-Gruppe aus Wörrstadt (Rheinland-Pfalz) hat zusammen mit ihren Projektpartnern aus Europa und Amerika mit dem Bau des größten Windparks in Mittelamerika begonnen. Das Projekt "Proyecto Eólico Guanacaste" in Costa Rica bestehe aus 55 Windkraftanlagen mit einer Gesamtleistung von 49,5 Megawatt und sei damit auch für juwi der bislang größte Windkraftpark, berichtet das Unternehmen in einer Pressemitteilung. "Das Projekt ist ein Meilenstein der Firmengeschichte, denn es bedeutet für uns den Einstieg in den lateinamerikanischen Windenergie-Markt", betont juwi-Vorstand und Gründer Matthias Willenbacher. Aktuell würden in Costa Rica die ersten Stahlrohrtürme angeliefert und aufgebaut. Anlagenlieferant ist die Auricher Windkraftschmiede Enercon, die 55 Turbinen vom Typ E-44 über den Atlantik verschifft.  Juwi und Enercon werden später auch den Betrieb der Anlagen betreuen. Die Inbetriebnahme des Windparks ist für 2008 und 2009 geplant. Juwi ist als Projektentwickler vor allem für das Projektmanagement zuständig.


Windstrom für rund 70.000 Haushalte

Der Jahresertrag von "Proyecto Eólico Guanacaste" soll sensationell ausfallen: Mit 45 Meter hohen Stahlrohrtürmen ausgestattet, werden die Anlagen laut juwi zusammen jährlich rund 240 Millionen Kilowattstunden Strom erzeugen. "Das entspricht einem Ausnutzungsgrad von rund 55 Prozent, der deutlich über dem europäischen Durchschnitt liegt", so Willenbacher. "Nach europäischen Maßstäben können mit dem Windpark knapp 70.000 Haushalte versorgt und gegenüber der Stromerzeugung mit fossilen Energieträgern jährlich rund 240.000 Tonnen des Treibhausgases CO2 eingespart werden", betont der juwi-Vorstand.


Windenergie und Wasserkraft ergänzen sich in Costa Rica

Costa Rica und seine Bevölkerung profitieren laut juwi auf vielfältige Weise von dem Windpark. Vor allem in der Trockenzeit (Dezember bis Mai) sollen die Anlagen nahezu die ganze Zeit mit voller Leistung laufen. Bislang müsse Costa Rica zu dieser Zeit teuren Strom importieren, da in der Trockenperiode die Wasserkraftwerke nur im Teillastbereich arbeiten können. "Windenergie und Wasserkraft sind zwei ideale regenerative Energieformen, die sich hervorragend in Costa Rica ergänzen können", so Willenbacher. Der neue Windpark sei ein wichtiges Element einer günstigen und sicheren Stromversorgung in Costa Rica und schaffe darüber hinaus neue Arbeitsplätze vor Ort.

05.08.2008   Quelle: juwi-Gruppe   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: ENERCON GmbH,

 

VDE-Institut und Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme kooperieren bei Photovoltaik-Prüfungen

Modulkalibrierung am Fraunhofer ISE.
Modulkalibrierung am Fraunhofer ISE.

Das VDE-Institut und das Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme (ISE) testen ab sofort gemeinsam Photovoltaik-Module im ISE-Testzentrum in Freiburg, berichtet der VDE in einer Pressemitteilung. Das VDE-Institut übernehme dabei die Sicherheitsprüfungen und Zertifizierung nach anerkannten Normen und Standards, während das ISE die Gebrauchstauglichkeits-Prüfungen durchführt. Da die Solaranlagen auf dem Dach extremen Wetterbedingungen standhalten müssen, werden sie in den Prüflabors auf ihre Tauglichkeit bei Wind und Wetter getestet. Im Zeitraffer werden sie dabei Kälte, Hitze und Feuchtigkeit ausgesetzt und außerdem auf ihre elektrische Sicherheit überprüft. Auch bei der Weiterentwicklung relevanter Normen wollen VDE und ISE noch enger zusammenarbeiten. 
Die Normung für Elektrotechnik, Elektronik und Informationstechnik erfolgt durch die im VDE angesiedelte Deutsche Kommission Elektrotechnik Elektronik Informationstechnik im DIN und VDE (DKE). Neben der Prüfung von Photovoltaik-Modulen umfasst das Leistungsspektrum des VDE-Instituts auch die Beurteilung und Zertifizierung von Wechselrichtern, Komponenten und vollständigen Anlagen.


Statistisch repräsentative Prüfung der Solarmodule im ISE-Kalibrierlabor

Das Photovoltaik-Kalibrierlabor des Fraunhofer ISE (ISE CalLab) zählt mit seinen Messdienstleistungen seit 1986 zu den führenden Labors weltweit. Statistische Werte aus der Modulkalibrierung des ISE zeigen, dass über die Hälfte der Module um mehr als 5 % unter der Nennleistung liegen. Nicht immer halten die gelieferten Komponenten die angebotenen Spezifikationen ein. Für Investoren und Betreiber bietet das ISE daher eine statistisch repräsentative Prüfung der Solarmodule in seinem Kalibrierlabor an. Damit könne sichergestellt werden, dass die gelieferten Module im Durchschnitt tatsächlich die Leistung liefern, mit der die Rendite berechnet wurde. Ein Test, der sich rechne, denn über eine Betriebszeit von 20 Jahren bedeute ein Prozent geringere Modulleistung bei einer Megawattanlage bereits einen Verlust von rund 100.000 Euro.

05.08.2008   Quelle: VDE-Institut; Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Fraunhofer ISE,
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Hermann Scheer fordert Wolfgang Clement zum Streitgespräch über das Energieprogramm der Hessen-SPD

Der SPD-Bundestagsabgeordnete und EUROSOLAR-Präsident Dr. Hermann Scheer lädt in einem offenen Brief den früheren Bundeswirtschaftsminister Wolfgang Clement zum Streitgespräch über das hessische SPD-Energieprogramm ein. Nach kritischen Äußerungen über die Chefin der Hessen-SPD, Andrea Ypsilanti, sowie das Energieprogramm der hessischen Sozialdemokraten hatte die Landesschiedskommission der SPD in Nordrhein-Westfalen ein Ausschlussverfahren gegen Clement eingeleitet, weil Clement vor der Landtagswahl in Hessen indirekt von der Wahl der SPD abgeraten habe. Am Samstag, den 02.08.2008, habe Clement in einem Interview in der WELT erklärt, dass die hessische SPD die inhaltliche Auseinandersetzung mit ihm über ihr Energieprogramm nicht "gewagt" habe.  Bereits unmittelbar nach der hessischen Landtagswahl hätten zwei Zeitungen mit bundesweiter Beachtung - die Wochenzeitung "Die Zeit" und die Tageszeitung "taz" - Clement unabhängig voneinander ein Streitgespräch mit Scheer als dem Verfasser des hessischen SPD-Energieprogramms vorgeschlagen, und als demjenigen, der dieses im hessischen Wahlkampf repräsentiert habe. "Beide Male habe ich einem solchen Streitgespräch zugestimmt, während Du die Mitwirkung - nicht aus terminlichen Gründen - verweigert hast", schreibt Scheer an Clement.


Bei einer öffentlichen Erörterung sollen "konventionelles und neues Denken" aufeinandertreffen

"Da Du nun die inhaltliche Auseinandersetzung explizit selbst vorschlägst, fordere ich Dich hiermit in einem offenen Brief - weil die Auseinandersetzung nun einmal eine öffentliche ist - zu einem Streitgespräch mit mir über das hessische Energieprogramm auf. Dieses Streitgespräch sollte im Rahmen einer öffentlichen SPD-Veranstaltung in Hessen stattfinden und von einem im beiderseitigen Konsens ausgewählten Journalisten moderiert werden", so Scheer. In der Tat sei das hessische SPD-Energieprogramm weitreichend - nicht nur in energiepolitischer, sondern auch in wirtschafts- und umweltpolitischer Hinsicht, das eine sachliche Auseinandersetzung wert sei, bei der konventionelles und neues Denken aufeinandertreffen, unterstreicht Scheer. "Dies wäre die angemessene und demokratischste Möglichkeit, zu einer sachlichen Erörterung zu kommen; es wäre vor allem für die SPD die konstruktivste", schreibt Scheer.

Weitere Informationen zum Energieprogramm der Hessen-SPD: "Neue Studie: Atomausstieg kann mit erneuerbaren Energien ausgeglichen werden"

04.08.2008   Quelle:   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

 

Conergy: Zusammenführung der deutschen Vertriebsgesellschaften vorzeitig abgeschlossen

Schneller als geplant habe die Conergy Gruppe ihre beiden größten deutschen Gesellschaften sowohl operativ als auch rechtlich zusammengeführt, berichtet die Conergy AG in einer Pressemitteilung. Durch die Verschmelzung der Conergy Vertriebs GmbH & Co. KG mit der SunTechnics GmbH sei diese wichtige Phase der Restrukturierung abgeschlossen. Das gesamte deutsche Photovoltaik-Geschäft der Gruppe erfolge nun einheitlich unter dem Namen "Conergy Deutschland GmbH". Damit werde auch die Marke "Conergy" im Heimatmarkt weiter gestärkt.   Conergy Finanzvorstand Dr. Jörg Spiekerkötter, der die rechtliche Vereinfachung der Gruppe federführend betreut, kommentiert: "Damit haben wir das wichtigste Teilprojekt der weltweit laufenden Konsolidierung der rechtlichen Einheiten erfolgreich abgeschlossen. Dies wird uns helfen, unsere Komplexitätskosten weiter zu reduzieren."


Deutsche Kunden sollen von der Bündelung der Vertriebskanäle profitieren

"Künftig bietet Conergy allen deutschen Kundengruppen - von Installationsbetrieben über Großhändler bis hin zu Investoren - maßgeschneiderte Photovoltaiksysteme aus einer Hand", so Conergy Deutschland-Chef Jochen Kirmaier. "Damit bündeln wir unsere B2B- und B2C-Vertriebskanäle. Diese klare Fokussierung auf unsere Kundengruppen vermeidet Überschneidungen in der Auftragsbearbeitung und macht uns im Tagesgeschäft noch schneller und effizienter. Gleichzeitig profitieren unsere Partner durch die Beteiligung am Großprojektgeschäft. All dies stützt unsere Marke 'Conergy' und vermindert zusätzlich auch noch unseren Working Capital-Bedarf", so Kirmaier weiter.

04.08.2008   Quelle: Conergy AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

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Solar Millennium AG beginnt mit dem Bau des Solarkraftwerks Andasol 3

Parabolrinnen-Kraftwerke "Andasol"
in Andalusien.

Die Solar Millennium AG (Erlangen) beginnt mit dem Bau des Parabolrinnen-Kraftwerks Andasol 3 in Südspanien, berichtet das Unternehmen in einer Pressemitteilung. Zu diesem Zweck habe Solar Millennium über ihr Tochterunternehmen Marquesado Solar S.L., die Projektgesellschaft von Andasol 3, den Auftrag zur Durchführung der so genannten Early Works an eine Arbeitsgemeinschaft erteilt. Diese wird von der MAN Solar Millennium GmbH, Essen, und vom spanischen Anlagebauunternehmen Duro Felguera S.A. Energíja, Gijón (Spanien), gebildet. Die Arbeitsgemeinschaft soll das Solarkraftwerk unter Federführung von MAN Solar Millennium bis Februar 2011 schlüsselfertig errichten. Die technologische Auslegung des Solarfeldes verantwortet die Solar Millennium Technologietochter Flagsol GmbH, Köln. Das Parabolrinnen-Kraftwerk Andasol 3 soll im südspanischen Andalusien gebaut werden, in unmittelbarer Nachbarschaft zu seinen beiden im Wesentlichen baugleichen Schwesterprojekten Andasol 1 und 2, den ersten Parabolrinnen-Kraftwerken Europas. Andasol 3 soll bis zu 200.000 Menschen mit Sonnenstrom versorgen.   Parabolspiegel mit einer Fläche von rund 500.000 Quadratmetern, das entspricht der Größe von 70 Fußballfeldern, werden die Sonnenstrahlen konzentrieren und so zunächst Wärmeenergie erzeugen, die dann mit Hilfe einer Dampfturbine zur Stromproduktion genutzt wird. Thermische Speicher ermöglichen eine planbare Energieerzeugung, so dass auch nachts umweltfreundlicher Strom ins spanische Hochspannungsnetz eingespeist werden kann.


Solar Millennium dehnt Geschäftsfelder auf den Kraftwerksbau aus

Alle drei Andasol-Projekte wurden von Solar Millennium entwickelt und bilden nach Angaben des Unternehmens den weltweit größten Standort zur Nutzung der Sonnenenergie. MAN Solar Millennium, ein im Mai 2007 gegründetes Gemeinschaftsunternehmen von MAN Ferrostaal und Solar Millennium, agiert erstmals als Generalunternehmer für ein solarthermisches Kraftwerk. Über das Gemeinschaftsunternehmen dehnt Solar Millennium seine Geschäftsfelder auf den Kraftwerksbau aus. Wichtige Schlüsselkomponenten für das Projekt seien bereits bestellt worden. Die Absorberrohre liefert die Schott Solarthermie GmbH, Mainz. Die Parabolspiegel produziert Rioglass Solar S.A., Mieres/ Asturias (Spanien). Die MAN Turbo AG, Oberhausen, liefert eine weiterentwickelte 50 Megawatt-Turbine, die einen besonders hohen Wirkungsgrad aufweise, heißt es in der Pressemitteilung. Solar Millennium rechnet mit dem Abschluss der Finanzierungsverhandlungen in einigen Wochen. Zeitgleich plant das Unternehmen eine Veräußerung von Anteilen an der Projektgesellschaft Marquesado Solar. Nachdem bereits seit Mai erste vorbereitende Arbeiten am Kraftwerksstandort laufen, werde durch die nun erfolgte Beauftragung der Early Works eine zügige Realisierung des Solarkraftwerks ermöglicht.


Drittes Projekt in Spanien deckt alle wichtigen Schritte entlang der Wertschöpfungskette solarthermischer Kraftwerke ab

Christian Beltle, Vorstandsvorsitzender von Solar Millennium, freut sich über den Start der Realisierungsphase: "Andasol 3 ist unser drittes Projekt, das wir in Spanien erfolgreich entwickelt haben und das nun in Bau geht. Mit der Realisierung dieses Solarkraftwerks setzt Solar Millennium zugleich einen wichtigen Meilenstein in der Unternehmensentwicklung: Erstmals decken wir bei diesem Projekt alle wichtigen Schritte entlang der Wertschöpfungskette solarthermischer Kraftwerke ab, von der Projektentwicklung und -finanzierung, über die Technologie und den Kraftwerksbau bis hin zum Kraftwerksbesitz. Wir haben damit eine sehr gute Ausgangsposition auch für weitere Märkte."

04.08.2008   Quelle: Solar Millennium AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Solar Millennium AG,
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First Solar weiht erste von vier Photovoltaik-Produktionslinien in Kedah (Malaysia) ein

First Solar-Module
First Solar-Module

Der Photovoltaik-Produzent First Solar, Inc. berichtete am 22.07.2008, das Unternehmen habe die erste von insgesamt vier Solarmodul-Fertigungen im High-Tech-Park Kulim in Kedah (Malaysia) feierlich eingeweiht. An der Zeremonie nahmen teil der Regierungschef von Kedah, Azizan Abdul Razak, und Bruce Sohn, Präsident von First Solar, sowie Heiner Eichermueller, First Solar Vizepräsident für die globale Produktion und Tan Poh Beng, Produktionschef von First Solar Malaysia. "Heute diese Fabrik einzuweihen ist ein wichtiger Meilenstein für First Solar. Unsere Expansion in Asien versetzt und in die Lage, in einer hochwertigen Produktionsumgebung Kostensenkungen durch Skaleneffekte zu erreichen", sagte First Solar-Präsident Bruce Sohn.   "Ich danke allen unseren begabten und engagierten neuen Mitarbeitern in Kedah für ihre Leistung beim Aufbau der Fabrik, der durch den kürzlich erfolgten Start der kommerziellen Modulfertigung gekennzeichnet ist. Unsere neuen Solar-Fabriken in Kedah werden eine wichtige Rolle dabei spielen, dass unser Unternehmen seine Ziele erreicht", so Sohn weiter.


"Das ist für Kedah und Malaysia ein Grund, sehr stolz zu sein. Unser gesamtes Personal kommt in allen Arbeitsbereichen aus Malaysia. Alle Beschäftigten werden auf die gleiche Weise ausgebildet und haben die Teil an den Chancen, die unsere weltweite Organisation bietet" ,betonte Tan Poh Beng, Produktionschef von First Solar Malaysia.


Investition von 680 Millionen US-Dollar schafft 2.000 Arbeitsplätze

First Solar investiert nach eigenen Angaben rund 680 Millionen US-Dollar und schafft mit dem Betrieb der vier Produktionslinien mehr als 2.000 Arbeitsplätze. Die Regierung von Malaysia habe First Solar Steuerbefreiungen über mehrere Jahre garantiert, die Wirtschaftsministerium unterstütze die übergreifende Ausbildung von Personal in den USA und in Deutschland. "Die politische Führung von Kedah ist hoch erfreut, dass First Solar seine erste Solarmodulproduktion in Asien hier in unserem Land ansiedelt. Wir werden First Solar weiterhin dabei unterstützen, eine saubere und bezahlbare Versorgung mit Solarenergie zu ermöglichen. Und wir sind sicher, dass alle Einwohner von Malaysia von den anspruchsvollen Arbeitsplätzen profitieren werden, welche diese Fabrik bringt, und nicht zuletzt begrüßen wir das Engagement von First Solar in Sachen Umweltschutz", sagte der Regierungschef von Kedah, Azizan Abdul Razak.


Jahresproduktonskapazität von First Solar soll auf ein Gigawatt ausgebaut werden


First Solar ist Kostenführer in der Photovoltaik-Industrie und arbeitet mit einem hoch entwickelten Dünnfilm-Fertigungsverfahren. Ende 2007 wurden nach Angaben des Unternehmens weltweit Photovoltaikmodule mit einer Gesamtleistung von mehr als 300 Megawatt installiert. Nach Fertigstellung der vier malaysischen Produktionslinien in der zweiten Hälfte des kommenden Jahres werden diese eine Gesamtproduktionskapazität für Solarmodule von etwa 720 Megawatt haben und einen wesentlichen Beitrag zu dem Ziel leisten, die Jahreskapazität von First Solar auf ein Gigawatt auszubauen.

04.08.2008   Quelle: First Solar Inc.   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: First Solar,
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Solarwärme: Mehr als ein Drittel der 2007 in der EU installierten Sonnenkollektoren kommen aus Österreich

Solarthermie, eine Gewinntechnologie, nicht nur in Österreich.
Solarthermie, eine Gewinntechnologie,
nicht nur in Österreich.

Mit 281.000 Quadratmetern neu installierter Solarwärmeanlagen war Österreich 2007 nach Deutschland und Griechenland der drittstärkste Solarthermie-Markt in Europa. Sowohl in der Technologieentwicklung als auch hinsichtlich der Produktionszahlen und der Nutzung im eigenen Land liegt Österreich im EU-Vergleich vorne. Mehr als ein Drittel der im Jahr 2007 in der EU installierten 2,7 Millionen Quadratmeter Kollektorfläche stammt aus österreichischer Produktion, berichtet der Verband Austria Solar in einer Pressemitteilung. Drei Viertel der in Österreich hergestellten Sonnenkollektoren werden in mehr als 20 Länder exportiert, das Exportvolumen hat sich in den letzten fünf Jahren mehr als verdreifacht.   Fast 390 Millionen Euro Umsatz und rund 6.500 Vollzeitbeschäftigte zeigen die erreichte Wirtschaftsdimension der Solarwärmebranche. Seit zwei Jahren zählt sie zu den 20 größten Industriezweigen Österreichs.


Festakt "Gewinntechnologie Solarwärme" am 3. September in Gleisdorf

Einen wesentlichen Beitrag zu der beachtlichen Marktsteigerung in Österreich hat das seit 2004 aufende "klima:aktiv Programm solarwärme" geleistet. "Mit diesem klima:aktiv Programm wurden bisher Investitionen in der Höhe von mehr als 100 Millionen Euro ausgelöst, wovon mindestens ein Drittel dem lokalen Handwerk zugute kommt", weist Austria Solar Obmann Robert Kanduth auf die positiven Marktauswirkungen des Programms hin. Die vermiedenen CO2-Emissionen über die gesamte Lebensdauer der initiierten Solaranlagen lägen bei 300.000 Tonnen. Die zentralen Erfolgsfaktoren seien die über Jahre hindurch gelungene Verbindung von Forschung, Förderpolitik und Begleitprogrammen sowie unternehmerischem Innovationsgeist. Die Umsetzung des Programms klima:aktiv solarwärme erfolgte durch ein Konsortium aus Austria Solar, AEE INTEC und arsenal research, die Programmleitung liegt bei der AEE INTEC. Beim Festakt "Solar:wärme - die Gewinntechnologie für Österreich" am 3. September 2008 in Gleisdorf, der zugleich den Auftakt der Konferenz GLEISDORF SOLAR 2008 bildet, wird das Programmteam die eindrucksvolle Erfolgsbilanz der letzten vier Jahre präsentieren.


Solarwärme auf dem Vormarsch

Die Energiequelle Sonne wird immer wichtiger: das Interesse an Solarwärme hat über die Jahre stetig zugenommen. Mit rund 150.000 Broschüren und Faltblättern zu thermischen Solaranlagen für Eigenheime, Mehrfamilienhäuser, Hotels und Pensionen wurden fast 110.000 interessierte Bürger von klima:aktiv solarwärme informiert. Wohnbauträger, Hotelbesitzer und Planer erhielten in 250 Veranstaltungen Informationen aus erster Hand. Mit 1,1 Millionen Zugriffen seit dem Start hat sich die Homepage www.solarwaerme.at zur wichtigsten österreichischen Solarplattform im Internet entwickelt. Das klima:aktiv Programm solarwärme initiierte und unterstützte auch Solarkampagnen in sechs Bundesländern: "Spar mit Solar" in der Steiermark, "Ja zu Solar" in Tirol, "Lach dir die Sonne an" in Niederösterreich, "Sonne für Wien", "sonnenklar erneuerbar" in Kärnten und eine Salzburger Solaroffensive im Objektbau.


Intensive Öffentlichkeitsarbeit und Fachkurse für Handwerker und Berater

"Die intensive Öffentlichkeitsarbeit des Programms hat zu einer verstärkten Aufmerksamkeit für Solarenergie in Österreich beigetragen", ist Programmleiter Christian Fink von der AEE INTEC überzeugt. In zahlreichen Kursen wurden auch Handwerker und Fachberater geschult. "Insgesamt nahmen 1.160 Installateure, Planer, Monteure und Energieberater an den Fachkursen teil", berichtet der Koordinator des Schulungsangebotes Fritz Brandstetter von arsenal research. Die Kurse vermitteln topaktuelles und praktisches Wissen über Anlagentechnik, Dimensionierung, Ausführung und Kundenkontakt bei thermischen Solaranlagen vom Einfamilienhausbereich bis hin zu Dienstleistungs- und Tourismusgebäuden.


Solarwärme Roadmap 2020: 10 Prozent solare Deckung des Niedertemperaturbedarfs

Trotz der beachtlichen Erfolge der letzten Jahre ist das noch unerschlossene Potenzial der Solarenergie enorm. Erstmals wird beim Festakt am 3. September mit der Solarwärme-Roadmap bis 2020 ein Fahrplan für die Zukunft vorgestellt. Der Ausblick zeigt, dass mittelfristig 10 Prozent solare Deckung des Niedertemperaturbedarfs Österreichs möglich sind, langfristig könnte jede vierte Kilowattstunde Wärme mit Solarenergie gedeckt werden. Neben tausenden neuen Arbeitsplätzen schafft Solarwärme damit auch die Möglichkeit, einen Teil der befürchteten Strafzahlungen wegen unerfüllter Klimaschutzziele zu vermeiden, die Details werden beim Festakt vorgestellt.

Programm und Anmeldung zum Festakt am 3. September 2008 in Gleisdorf unter

01.08.2008   Quelle: ersol Solar Energy AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: ersol Solar Energy AG,
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Photovoltaik-Produzent Suntech bezieht 260 MW Wafer von Silizium-Hersteller PV Crystalox Solar

Multikristalline Siliziumblöcke in einer Drahtsäge.
Multikristalline Siliziumblöcke in einer
Drahtsäge.

Die Suntech Power Holdings Co., Ltd. (Wuxi, China), Hersteller von Solarzellen und -modulen, und PV Crystalox Solar PLC ("Crystalox"), ein auf die Fertigung multikristalliner Solarwafer spezialisiertes britisches Unternehmen berichten, sie hätten am 31.07.2008 einen über fünf Jahre laufenden Liefervertrag mit vorgegebenen Preisen und Mengen geschlossen. Demnach soll PV Crystalox Solar Suntech von 2008 bis 2013 Solarwafer mit einem Gesamtvolumen von 260 Megawatt liefern. PV Crystalox Solar mit Sitz in Oxfordshire ist Lieferant für die führenden Solarzellenhersteller weltweit. Die Unternehmensgruppe zählte zu den ersten, die Technologie für multikristalline Wafer im industriellen Maßstab entwickelte und Maßstäbe für die Herstellung von Ingots (Siliziumblöcke) setzte.  Derzeit verwirklicht Crystalox eine Polysiliziumproduktion mit einer Kapazität von 1.800 Tonnen in Deutschland.


Kräftige Nachfrage und neue Photovoltaik-Märkte in Europa erwartet

"PV Crystalox Solar ist bekannt für seine Expertise bei der Produktion von Silizium-Wafern und wir freuen uns auf die Zusammenarbeit. Neben dem Silizium stammen viele Schlüsselkomponenten und -materialien bei Suntech aus Europa, einschließlich der Ausrüstung zur Modul- und Solarzellenfertigung. Modulrückseiten und Klebstoffen. Der weltweite Bezug von Ressourcen spiegelt unser Bekenntnis zur Qualität und hilft uns, erstklassige Solarprodukte zu liefern", sagte Dr. Zhengrong Shi, Präsident und Vorstand von Suntech. Suntech erwartet im kommenden Jahr eine kräftige Nachfrage und neue hoch attraktive Photovoltaik-Märkte in Europa. Wir werden unsere Siliziumversorgung auch in Zukunft ausbauen und breit fächern, denn die Solarindustrie wird nachhaltig wachsen", fügt Dr. Shi hinzu.

Iain Dorrity, Vorstand von PV Crystalox Solar kommentiert: "Wir sind froh, mit Suntech zu arbeiten. Diese neue Partnerschaft mit einem der führenden Solarunternehmen weltweit ist ein wichtiger Schritt zur Sicherung unserer Aufträge und unserer Wachstumsstrategie".

01.08.2008   Quelle: Suntech Power Holdings Co.   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: PV Crystalox Solar PLC,
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Europäischer Photovoltaik-Industrieverband EPIA wählt Michael Harre zum neuen Mitglied des Vorstandes

EPIA-Vorstand Michael Harre.
EPIA-Vorstand
Michael Harre.

Die Mitglieder des europäischen Photovoltaik-Industrieverbandes EPIA (European Photovoltaic Industry Association) haben SCHOTT Solar-Geschäftsführer Michael Harre in den Vorstand berufen. Auf der Generalversammlung im französischen Aix les Bains wurde Harre Ende Juni als eines von zwei neuen Vorstandsmitgliedern gewählt. Der EPIA-Vorstand hat die Aufgabe, die Solar-Branche auf politischer Ebene zu vertreten und die technische Harmonisierung der globalen Photovoltaikindustrie durch den Einsatz internationaler Standards weiter voranzutreiben. Der Photovoltaikverband wählt seinen Vorstand jeweils für zwei Jahre. "Ich freue mich sehr über das Vertrauen, das mir entgegen gebracht wird, und auf die neuen Herausforderungen, die mit diesem Ehrenamt verbunden sind. Die EPIA trägt wesentlich zum Wachstum der Branche bei, indem sie die Interessen der europäischen Photovoltaik-Industrie auf regionaler, europäischer und globaler Ebene vertritt und die Marktentwicklung durch gemeinsame Aktionen vorantreibt", so Michael Harre über seine Wahl zum Mitglied des EPIA-Vorstandes.   Im Mai dieses Jahres wurde Michael Harre zum Geschäftsführer der SCHOTT Solar GmbH ernannt und verantwortet als Chief Sales Officer den Vertrieb und das Marketing. Bereits seit Oktober 2002 hatte Harre als Mitglied der Geschäftsleitung von SCHOTT Solar die weltweite Leitung der Ressorts Marketing und Vertrieb inne. Schon seit dem Jahr 2000 befasste sich Harre bei der SCHOTT AG in leitender Funktion mit dem Photovoltaik-Markt. Die Erfahrung aus seiner beruflichen Laufbahn will er nun im EPIA-Board einbringen.

EPIA ist der weltweit größte Branchenverband für den Solarstrom-Markt. Der Verband dient der Förderung der Photovoltaik auf nationaler, europäischer und weltweiter Ebene sowie der Unterstützung seiner Mitglieder bei der Entwicklung ihrer Unternehmen in der Europäischen Union und auf Exportmärkten. Heute umfasst die EPIA über 170 Mitglieder.

01.08.2008   Quelle: SCHOTT Solar GmbH   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: EPIA,
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Photovoltaik-Systemhaus SUNWORX bezieht 73,5 MW Photovoltaik-Dünnschichtmodule von der ersol Thin Film GmbH

Produktion von Dünnschichtmodulen bei der ersol Thin Film GmbH.
Produktion von Dünnschichtmodulen
bei der ersol Thin Film GmbH.

Die SUNWORX GmbH (Lauf a. d. Pegnitz) hat mit dem Thüringer Photovoltaikhersteller ersol Thin Film GmbH, Konzerntochter der ersol Solar Energy AG, einen Modulliefervertrag über 73,5 MWp unterzeichnet. Die Lieferung von amorphen Dünnschichtmodulen erfolge ab sofort bis zum Jahr 2012, berichtet SUNWORX in einer Pressemitteilung. Die langjährige Zusammenarbeit bei kristallinen Modulen mit der ersol-Tochter aimex-solar GmbH werde nun auch in der Dünnschicht-Photovoltaik mit der ersol Thin Film GmbH ausgebaut. Entscheidend seien die hervorragende Produktqualität der Dünnschichtmodule, die langjährige Erfahrung und Technologieführerschaft der ersol AG in der Siliziumverarbeitung.  "In dieser Kombination sehen wir die besten Chancen für eine kontinuierliche Steigerung der Modul-Energieeffizienz und somit auch einer langfristigen Sicherung der Wettbewerbsposition. Wir setzen sehr hohe Ansprüche an unsere Partner und freuen uns, dass wir mit der ersol Thin Film GmbH einen kompetenten und zuverlässigen Partner gefunden haben. Wir sind davon überzeugt hiermit sehr gute Perspektiven für einen nachhaltigen Markterfolg zu besitzen", so Willi Wohlfahrt, Geschäftsführer der SUNWORX GmbH.

Die SUNWORX GmbH könne weiterhin der steigenden Nachfrage nach hochwertigen Komponenten "Made in Germany" gerecht werden und die eingeleitete Internationalisierung der Vertriebsaktivitäten ausbauen, heißt es in der Pressemitteilung. SUNWORX ist eines der etablierten Photovoltaik-Systemhäuser in Deutschland. Das Unternehmen handelt hochwertige Solar-Komponenten führender Hersteller für den deutschen und internationalen Markt. SUNWORX versteht sich als kompetenter Partner für den qualifizierten und leistungsfähigen Fachhandel. Die Betreuung der Endkunden und fachgerechte Montage erfolgt über ein flächendeckendes internationales Partnernetzwerk.

01.08.2008   Quelle: Sunworx GmbH; (pressebox)   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: ersol,
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Ökonomische Anreize durch intelligentes Energiemanagement

Energiezentrale im DEMAX-Demonstrationsobjekt.
Energiezentrale im DEMAX-
Demonstrationsobjekt.

Mit Hilfe innovativer Kommunikationssysteme und flexibler Tarifsysteme können sich Energieverbraucher und dezentrale Erzeuger als Kunden und Händler am Energiemarkt beteiligen. Dies spart Stromkosten und senkt die Spitzenlast im Stromnetz. In einem Verbundprojekt unter Koordination des Fraunhofer Instituts für Solare Energiesysteme ISE wird der Einsatz intelligenter Kommunikations- und Energiemanagementsysteme demonstriert. Denn: die Teilnahme dezentraler Erzeuger und Lasten am Energiemarkt birgt große Potenziale. Im Rahmen des Verbundprojekts DEMAX (Dezentrales Energie- und NetzMAnagement mit fleXiblen Stromtarifen) wird ein neuartiges Energiemanagement- und Kommunikationssystem entwickelt, mit dem dezentrale Erzeuger und Lasten aus dem gewerblichen und privaten Bereich am Energiemarkt teilnehmen können.  Unter Leitung des Fraunhofer ISE entwickeln die Projektpartner hierfür eine internetbasierte Kommunikationsplattform auf der Basis von Embedded Systems der neuesten Generation. Die Plattform kann sowohl moderne Zählersysteme als auch neuartige drahtlose Sensor-Aktor-Netzwerke zur Steuerung von Lasten und Erzeugern integrieren.


Dank der neuen Zählersysteme - auch als Smart Metering bekannt - kann der Energieversorger seinen Kunden tageszeit- oder lastabhängige Stromtarife anbieten. Diese Tarife können z. B. von den zeitlich variablen Stromhandelspreisen am Spotmarkt der EEX (European Energy Exchange) abhängig gemacht werden, um wirtschaftliche Anreize für die optimierte Betriebsweise von dezentralen Erzeugern und Lasten zu schaffen.


Smart Metering-Technologie für Strom, Gas, Wasser und Wärme

Das Energiemanagementsystem führt im Verteilnetz erstmals eine dezentrale "Intelligenz" ein, welche die integrierte Optimierung der Strom- und Wärmeerzeugung eines Objekts mit einer Vielzahl von Verbrauchern, Erzeugern und Speichern erlaubt. Auch Lasten mit geringer Leistung können durch das gebäudeinterne Sensor-Aktor-Netzwerk kosteneffizient in das Kommunikations- und Energiemanagementsystem mit einbezogen werden. Bei Bedarf kann ein übergeordneter virtueller Kraftwerksbetreiber die Steuerung der Erzeuger und Lasten auch über eine standardisierte Internet-Schnittstelle übernehmen und so Netzengpässe managen. Die lokale Optimierung des Betriebs erfolgt auf der Basis innovativer modellbasierter Regelungsalgorithmen, die neben Wetter-, Verbrauchs- und Erzeugungsprognosen auch die zeitvariablen Tarife berücksichtigen. Durch die Nutzung der Smart Metering-Technologie werden spartenübergreifend Zähler für Gas, Wasser und Wärme in das Kommunikationssystem integriert: Das erlaubt neben der optimierten Betriebweise auch, den Nutzer über Feed-Back Systeme in Echtzeit mit Informationen zu versorgen.

Projektpartner sind die Forschungsinstitute Fraunhofer ISE und Steinbeis Innovations gGmbH im Bereich Energie und Kommunikation. Sie arbeiten zusammen mit den Elektrizitätswerken EWS Schönau, dem Embedded Hardware-Hersteller SSV-Embedded Hannover, dem BHKW-Hersteller Senertec und dem Betreiber von virtuellen Kraftwerken sowie Stromhändler in.power. Das Konsortium wird im Rahmen eines Feldversuchs im Versorgungsgebiet der EWS die innovative Systemtechnik demonstrieren und dabei entsprechende Produkte für den Markt entwickeln.

01.08.2008   Quelle: Fraunhofer ISE   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Fraunhofer ISE,
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Freiburger Photovoltaik-Ausrüster SolarMarkt AG baut Vertriebsaktivität aus: Günter Elbrecht ist neues Vorstandsmitglied

SolarMarkt-Vorstand Günter Elbrecht.
SolarMarkt-Vorstand Günter
Elbrecht.

Günter Elbrecht ist neuer Vorstand der SolarMarkt AG. Der 55-jährige Vertriebsspezialist ist für das operative Geschäft zuständig. Für das Freiburger Solarunternehmen will der neue Chief Operating Officer (COO) zusätzliche Märkte und Kundengruppen erschließen. Das bisherige Vorstandsmitglied Martin Siebert zieht sich aus dem Gremium zurück und kümmert sich verstärkt um die Geschäftsleitung der Creotecc GmbH, die Photovoltaik-Montagesysteme herstellt und Projektentwickler bei Planung und Anlagenbau unterstützt. Der Vorstandsvorsitzende, Walter Leithold, konzentriert sich künftig auf das Ressort Finanzen, während Urs Kessler als dritter Vorstand weiterhin die Auslandsgeschäfte leitet.  Für die neue Aufgabe kann Günter Elbrecht auf seine langjährigen Erfahrungen in der Solar-Branche zurückgreifen. In den vergangenen Jahren war der gebürtige Hesse am Vertriebsaufbau mehrerer Unternehmen beteiligt, die heute erfolgreich Solaranlagen herstellen, planen und vertreiben. "Ein überdurchschnittliches und nachhaltiges Wachstum ist mein erklärtes Ziel", so der neue COO. "Mit neuen Technologien wie Dünnschichtmodulen und der gebäudeintegrierten Photovoltaik wollen wir neue Kundengruppen erschließen. Außerdem wollen wir unser Vertriebsnetz ausbauen", betont Elbrecht.


Baukastensystem zur Dachintegration von Solarmodulen und Kollektoren entwickelt

Günter Elbrecht hat an der Technischen Universität Hannover Maschinenbau studiert. Außerdem hat er den Modellstudiengang Energietechnik an der Gesamthochschule Kassel absolviert. Bei Buderus war er verantwortlich für die Einführung der Solartechnik. In seiner achtjährigen Tätigkeit als Vertriebsleiter für die Roto Dach & Solartechnologie GmbH (Bad Mergentheim) war er für den Vertriebsaufbau in Deutschland sowie die Solarmärkte in Frankreich, Belgien, Österreich und Ungarn zuständig. Anschließend folgte die Neuentwicklung des erfolgreichen Baukastensystems Roto Sunroof zur Dachintegration von Solarmodulen, Kollektoren und Fenstern und dessen internationale Markteinführung im Roto-Vertriebsweg und im OEM-Geschäft.

01.08.2008   Quelle: SolarMarkt AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: SolarMarkt AG,
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