Solar News Archiv Oktober 2008

 




 

Photovoltaik-Hersteller Sunways AG steigert Rohstoffversorgungssicherheit durch Wafer-Lieferungen von Swiss Wafers

Sunways-Kapazität in Arnstadt wird auf 116 MW ausgebaut
Sunways-Kapazität in Arnstadt wird auf 116 MW
ausgebaut

Die Sunways AG (Konstanz) hat einen Vertrag mit der Swiss Wafers AG (Weinfelden / Schweiz) geschlossen über die Lieferung von insgesamt 115 Megawatt Silizium-Wafer. Der Vertrag gelte ab Januar 2009 und laufe bis 2016, berichtet die Sunways AG in einer Pressemitteilung. Es sei vorgesehen, dass Sunways Anzahlungen (sogenannte "Downpayments") leistet. Über alle weiteren Vertragsdetails haben die Parteien Stillschweigen vereinbart. Zusammen mit dem 10-jährigen Wafer-Liefervertrag mit LDK Solar für eine Produktionsleistung von insgesamt 1.000 Megawatt könne Sunways ihre ab 2009 deutlich gesteigerte Produktionskapazität langfristig voll auslasten. Erste Lieferungen aus dem Vertrag mit LDK Solar erwartet das Unternehmen Ende 2008 / Anfang 2009.   Die Rohstoffversorgung durch LDK Solar werde dann schrittweise auf jährlich rund 100 Megawatt steigen. Derzeit verfügt die Sunways AG in Arnstadt und Konstanz über eine Produktionskapazität von 46 Megawatt. Bis Ende 2008 wird diese auf insgesamt 116 Megawatt ausgebaut werden, so das Unternehmen.

"Der weitere erhebliche Zugewinn an Materialversorgungssicherheit zu attraktiven Waferpreisen ist ein zusätzlicher wichtiger Meilenstein auf dem Weg, das profitable Unternehmenswachstum der Sunways AG ab 2009 deutlich zu steigern", heißt es in der Pressemitteilung. In den vergangenen Monaten habe die Sunways AG auf Basis der absehbaren nachhaltigen Verbesserung der eigenen Rohstoffversorgungslage wichtige Zelllieferverträge abgeschlossen und so bereits den profitablen Absatz großer Teile ihrer gesteigerten Zellproduktion ab 2009 gesichert. Die mehr als verdreifachte Kapazität am Standort Arnstadt lasse darüber hinaus ausreichend Spielraum, um das eigene Systemgeschäft im In- und Ausland voranzutreiben.

31.10.2008   Quelle: Sunways AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Sunways AG,
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photovoltaik-Interview mit Martin Green: Höhere Solarzellen-Wirkungsgrade mit "Quantenpunkten"

Martin Green entwickelt Photovoltaik-Technologien für 2020
Martin Green entwickelt
Photovoltaik-Technologien
für 2020

Die dritte Generation Solarzellen muss die Vorteile von kristalliner Wafer- und von Dünnschichttechnologie miteinander vereinen, davon ist Martin Green überzeugt. Er ist Forschungsleiter des "Centre of Excellence for Advanced Silicon Photovoltaics and Photonics" der University of New South Wales in Sydney. In einem Interview der Zeitschrift "photovoltaik" (Ausgabe 11/2008, Erscheinungstermin 30. Oktober 2008) stellt Green seine neusten Forschungsergebnisse vor und erklärt, warum man mit so genannten Quantenpunkt-Tandemstrukturen im Vergleich zu Dünnschichttechnologien rund 40 Prozent Effizienzgewinn erreichen könnte - bei ähnlichen Produktionsmethoden mit vergleichbar niedrigen Kosten. 
Theoretischer Wirkungsgrad liegt bei 68 Prozent - 30 % sollen in etwa 20 Jahren erreicht werden

Eine Quantenpunkt-Tandemzelle entsteht, indem mehrere Schichten (z.B. aus Siliziumdioxid) auf eine Siliziumzelle aufgetragen werden und in jede zweite Schicht ein Überschuss an Silizium eingebracht wird. Heizt man die Schichten auf, entstehen im Siliziumdioxid kleine Siliziumkugeln, die sogenannten Quantenpunkte. Der Vorteil dieser Technologie: Über die Größe der Quantenpunkte lässt sich die Quantenpunktzelle auf den Spektralbereich optimieren, den sie in einer gut funktionierenden Stapelzelle benötigt, um insgesamt einen möglichst hohen Wirkungsgrad zu bekommen. "Es zeigt sich, dass - wenn man unendlich viele Zellen aus unterschiedlichem Material aufeinander stapeln würde - die limitierte Effizienz im Prinzip bei 68 Prozent liegt", so Green. Er rechnet allerdings nicht damit, dass sich die ganzen 68 Prozent auch verwirklichen lassen. In realen Zellen in etwa 20 Jahren würden wohl um die 30 Prozent Wirkungsgrad möglich sein, wenn man Stapel aus Quantenpunktzellen nutzt, erwartet Green.


17 Prozent Effizienz mit Stapel aus zwei Zellen

Der Anfang soll ein Stapel aus zwei Zellen sein. Mit diesen "Dritte-Generation-Tandemzellen" will Green um die 17 Prozent Wirkungsgrad erreichen. Allerdings werde es noch dauern, bis die neue Technologie wirklich Marktreife erlangt: "Wir vermuten, dass wir noch fünf Jahre forschen müssen, bis wir beginnen wollen, mit Unternehmen zusammenzuarbeiten, die diese Idee kommerziell verwenden wollen. Und die Unternehmen werden dann wohl auch noch fünf Jahre benötigen, um ein Produkt zu entwickeln", sagte der Solarforscher der photovoltaik. "Wir sagen deshalb oft, dass wir an Technologien für 2020 arbeiten", so Green.

31.10.2008   Quelle: Photovoltaik; Solarpraxis AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: photovoltaik,
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Juwi und Ansasol bringen 2 MW-Solarkraftwerk in Spanien an das Netz

Photovoltaik-Kraftwerk
Photovoltaik-Kraftwerk "El Cura".

Ansasol S.L. und Juwi Energias Renovables haben in Spanien ein weiteres Photovoltaik-Kraftwerk an das Netz angeschlossen: In der Gemeinde Antequera in der Provinz Málaga (Andalusien) nahmen die Projektentwickler von Erneuerbare-Energien-Anlagen am 29.10.2008 den Solarpark "El Cura" offiziell in Betrieb. Auf einer über 60.000 Quadratmeter großen Fläche haben die spanische Tochter der juwi-Gruppe und ihr Projektpartner Ansasol eine Zwei-Megawatt-Anlage mit modernster Dünnschichttechnologie der Firma First Solar errichtet. Jährlich erzeugt das Photovoltaik-Kraftwerk laut juwi 3,1 Millionen Kilowattstunden (kWh) Solarstrom. Die Anlage spare damit pro Jahr 2.000 Tonnen des Treibhausgases Kohlendioxid ein, heißt es in der Pressemitteilung.  "El Cura ist für uns ein wichtiger Schritt auf dem spanischen Markt; das Land bietet großes Potenzial. Während andere über den Klimawandel nur debattieren, stellen wir die Leistungsfähigkeit der erneuerbaren Energien unter Beweis", so Peter Götting, Leiter der juwi-Niederlassung in Antequera.


Juwi ist als Generalunternehmer auch für die Auslegung und Logistik des Projektes verantwortlich. "Nur regenerative Energien wie die Kraft der Sonne können uns vor dem Klimakollaps bewahren. Solarenergie macht darüber hinaus unabhängig von teuren Energieimporten und schafft neue Arbeitsplätze", so Robin Schöck, Geschäftsführer des Projektentwicklers Ansasol. Von der Grundstückssuche über die Projektentwicklung bis hin zu Bauleitung und Betriebsführung (über die Schwester Volta Team S.L.) zählt Ansasol zu den führenden Solar-Projektierern in Spanien.


Optimaler Standort mit 250 Sonnentagen im Jahr

Eigentümer und Betreiber des Solarparks sind die SolEs Beteiligungsfonds der Voigt & Coll. GmbH aus Düsseldorf. "Juwi und Ansasol haben mit dem Photovoltaik-Kraftwerk für unsere Investoren erstklassige Arbeit abgeliefert. Wir werden mit dem Projekt gute Ergebnisse erzielen", so Markus Voigt, Geschäftsführer von Voigt & Coll. Die Gemeinde Antequera liegt zirka 40 Kilometer nördlich der Provinzhauptstadt Málaga und ist insbesondere wegen der klimatischen Bedingungen (250 Sonnentage im Jahr) ein optimaler Standort für ein Solarkraftwerk. Mit diesem Projekt ist Antequera Vorreiter beim Umweltschutz in der Region.

31.10.2008   Quelle: juwi Holding AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: juwi Holding AG,
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"Solar Summits Freiburg": Auftaktveranstaltung mit 230 Teilnehmern aus 23 Ländern

Prof. Weber: Bis 2020 steigt der Solarstromanteil auf 10 %
Prof. Weber: Bis 2020 steigt
der Solarstromanteil auf 10 %

Mit großem Erfolg feierte die internationale Kongressreihe Solar Summits Freiburg vom 22. bis 24. Oktober 2008 ihre Premiere im Konzerthaus Freiburg. 230 angesehene Photovoltaik-Experten aus 23 Ländern besuchten die hochkarätig besetzten Vorträge und nahmen an den zahlreichen Diskussionsrunden zum Thema "Silicon Materials for Photovoltaics" teil, berichten die Veranstalter in einer Pressemitteilung. Die Top Besucherländer seien neben Deutschland - in dieser Reihenfolge - die Niederlande, Norwegen, USA, Italien und Österreich gewesen. Besonders erfreulich seien zudem die Teilnehmerzahlen aus Indien, Taiwan und Japan. 




Silizium-Technologie: Höhere Wirkungsgrade und sinkende Preise

Prof. Eicke R. Weber, Leiter des Fraunhofer Instituts für Solare Energiesysteme ISE, zeigt sich mit dem Verlauf des Kongresses sehr zufrieden und fasst die wichtigsten Ergebnisse zusammen: "Der erste Solar Summit 2008 in Freiburg brachte 230 Teilnehmer zusammen, um den neuesten Stand der Photovoltaik-Technologien und ihre Aussichten für die Zukunft zu besprechen. Es bestand breite Übereinstimmung, dass der Preis besonders der dominanten Silizium-Technologie in den nächsten Jahren deutlich sinken und die Effizienz steigen wird, so dass die Parität mit dem Haushaltsstrompreis bis spätestens 2015 erreicht werden wird. Bis 2020 soll bereits mehr als 10 % der Elektrizität mit Photovoltaik erzeugt werden.


Dünnschicht-Photovoltaik wird weiterhin Druck auf den Preis ausüben

Breiten Raum nahm in den Diskussionen die Frage ein, in welchem Umfang in den kommenden Jahren alternatives, kostengünstiges Silizium das heute verwendete hochreine, teure Silizium ersetzen wird. Die Erwartung, dass dieses Material bereits 2009 in wesentlichen Mengen auf dem Markt erscheint und sehr bald 20 % und mehr Marktanteil erreicht, wurde weitgehend geteilt. Auch auf dem Gebiet der Dünnschicht-Photovoltaik wurde von interessanten Fortschritten berichtet. Dieses Segment des Photovoltaik-Marktes wird sehr nützlichen Druck auf den Preis der Photovoltaik ausüben.


Hochqualifizierte Diskussionsplattform für die Solarbranche

In mehr als 20 Vorträgen stellten führende Photovoltaik-Experten aus Wissenschaft und Industrie die neuesten Entwicklungen und Lösungen zur Gewinnung und Verarbeitung von Silicium für die Solarzellenproduktion vor. Insbesondere sorgten die Vorträge und Diskussionen dafür, dass die anwesenden Wissenschaftler und Industrievertreter erstmalig eine optimale Plattform zum Austausch von wissenschaftlichen Ergebnissen und Praxisumsetzung hatten. "Die Auftaktveranstaltung der Solar Summits Freiburg war ein ausgesprochener Erfolg", betont Norbert Bargmann, Geschäftsführer der Messe München GmbH. "Unser Ziel war es eine hochqualifizierte Diskussionsplattform für die Solarbranche ins Leben zu rufen, auf der neue Denkansätze und Praxisbezug in Einklang gebracht werden und ich denke, dass uns dies sehr gut gelungen ist. Die Solarstadt Freiburg bietet für diese hochrangige Veranstaltung den idealen Rahmen.


"Freiburg Green City" zeigt Profil

Dr. Bernd Dallmann, Geschäftsführer der Freiburg Wirtschaft Touristik und Messe GmbH & Co. KG: "Mit der neuen Kongressreihe 'Solar Summits Freiburg' ist es gelungen, eine weitere hochkarätige Veranstaltung in Freiburg zu etablieren. Das Profil und die Bedeutung der Solar- und Umweltstadt 'Freiburg Green City' entwickelt sich weiter. Freiburg ist der Standort für internationalen Austausch und Know–how-Transfer im Bereich der Umwelttechnologien und -Wissenschaft."

Klaus W. Seilnacht, Geschäftsführer der Freiburg Wirtschaft Touristik und Messe GmbH & Co. KG.: "Die Solar Summits sind neben dem großen Erfolg der INTERSOLAR in diesem Jahr erneut ein Beispiel für die gute Partnerschaft mit der Messe München, eine Partnerschaft, die sicher auch in Zukunft Früchte tragen wird." Beim nächsten Solar Summit in Oktober 2009 werden solare energieeffiziente Gebäude im Fokus der Präsentationen stehen.


Im nächsten Jahr findet der Kongress Solar Summit vom 14. bis 16. Oktober 2009 im Konzerthaus Freiburg statt unter dem Titel "Solar Buildings".

31.10.2008   Quelle: MESSE MÜNCHEN GMBH   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Solar Summits,
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SCHOTT Solar steigert erneut den Wirkungsgrad des ASI-Dünnschichtmoduls

Photovoltaik-Fassade mit ASI Thru Modulen von SCHOTT Solar
Photovoltaik-Fassade mit ASI Thru Modulen
von SCHOTT Solar

Die SCHOTT Solar AG steigerte die Leistung ihres neuen Standard-Dünnschichtsolarmoduls SCHOTT ASI 100 nun 100 Watt stabilisierte Nennleistung, berichtet das Unternehmen in einer Pressemitteilung. Damit habe SCHOTT Solar die ASI-Technologie innerhalb von nur fünf Monaten weiterentwickelt. Erst auf der weltweit größten Solarfachmesse Intersolar 2008 hatte SCHOTT Solar das neue Photovoltaik-Modulformat mit stabilisierten Nennleistungen zwischen 87 und 95 Watt präsentiert, das bereits im April dieses Jahres dank weiterentwickelter Technologie noch mehr Leistung aus der Sonneneinstrahlung herausholte.  Erst im März 2008 hatte SCHOTT Solar das SCHOTT ASI-Format mit 1,4 Quadratmetern Modulfläche wie geplant auf den Markt gebracht. Schon kurze Zeit später hatte das Unternehmen den Wirkungsgrad dieses Dünnschichtmoduls zum ersten Mal erhöht. Mit der erneuten Leistungssteigerung weise das neue Produkt aus der SCHOTT ASI-Serie nun eine stabilisierte Nennleistung von 100 Watt vor, heißt es in der Pressemitteilung.



Die SCHOTT ASI-Serie passt durch ihr gutes Streulichtverhalten und die integrierte Verschaltung perfekt auf Dächer, die keine optimale Ausrichtung nach Süden aufweisen oder extreme Neigungswinkel haben. Der robuste Alurahmen macht die SCHOTT ASI Module besonders montagefreundlich. Durch die geringe Arbeitsspannung von 17,5 Volt lassen SCHOTT ASI Module eine effiziente String-Verschaltung zu und eignen sich insbesondere auch für netzferne Anwendungen und 12 Volt-Systeme. Das SCHOTT ASI 100 wird ab sofort ausgeliefert.


Dünnschicht-Kapazität in Jena soll von derzeit rund 33 MW pro Jahr in den nächsten Jahren auf rund 100 MW steigen

SCHOTT Solar produziert das neue SCHOTT ASI 100 in einer hochmodernen Dünnschicht-Produktionsanlage am Standort Jena. Rund 75 Millionen Euro sind bislang in die neue Dünnschichtfertigung geflossen, die im November 2007 eingeweiht wurde. Eine Investition, die sich schon jetzt bezahlt mache, betont das Unternehmen. "Das Potenzial in der Dünnschichttechnologie ist noch lange nicht ausgeschöpft. Dass wir den Wirkungsgrad unseres Dünnschichtmoduls SCHOTT ASI 100 innerhalb so kurzer Zeit erneut steigern konnten, bestätigt uns in dieser Annahme. Wir werden unsere Dünnschichtaktivitäten auch weiterhin kontinuierlich ausbauen", so Prof. Dr.-Ing. Udo Ungeheuer, Vorstandsvorsitzender der SCHOTT AG. Das Unternehmen plant, die Produktionskapazität für Dünnschichtmodule in Deutschland von derzeit rund 33 Megawatt (MW) pro Jahr in den nächsten Jahren auf rund 100 MW zu erweitern.

30.10.2008   Quelle: SCHOTT Solar AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: SCHOTT Solar AG,
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Deutsche Bank veröffentlicht Studie zum Klimawandel: Konjunkturbelebung möglich durch Investitionen in "grüne" Infrastruktur und erneuerbare Energien

DB Advisors-Studie zu Chancen des Klimawandels
DB Advisors-Studie zu Chancen
des Klimawandels

Die Deutsche Bank Asset Management (DeAM) hat am 22. Oktober 2008 eine Forschungsarbeit publiziert, die zu der Erkenntnis gelangt, dass trotz der aktuellen Rückschläge auf den Finanzmärkten die zunehmende globale Erwärmung die Regierungen zu größeren Investitionen zur Begrenzung des Klimawandels und für die Anpassung daran zwingen wird. "Investieren in den Klimawandel 2009 - Notwendigkeit und Chancen in turbulenten Zeiten" - verfasst vom globalen Forschungsteam "Klimawandelinvestitionen" der DeAM - bietet einen detaillierten analytischen Überblick zum Verständnis der Investitionsmöglichkeiten im Umfeld des Klimawandels. Die Untersuchungen besagen, dass der wirtschaftliche Abschwung allen Regierungen der Industrienationen weltweit eine gute Möglichkeit bietet, die Ausgaben für "grüne" Infrastruktur und erneuerbare Energien als Antrieb zur Vermeidung einer schwer wiegenden Rezession zu steigern. 


Förderung von Investitionen in erneuerbare Energien steht im Vordergrund.

"Die gegenwärtige Krise macht aus der Notwendigkeit den Klimawandel zu bekämpfen eine Gelegenheit, um Wachstum durch Investitionsmöglichkeiten zu fördern", sagt Mark Fulton, Leiter der Forschung zu Klimawandelinvestitionen bei der DeAM: "Die Förderung von Investitionen in erneuerbare Energien steht im Vordergrund. Energieeffizienztechnologien sind höchst wünschenswert in Zeiten in denen die Konjunktur von einer Rezession bedroht wird", betont Fulton. Infrastrukturanreize könnten direkt an klimasensible Sektoren wie Energieversorgungsnetze, Wasser, Gebäude und öffentlichen Verkehr gebunden sein - diese stellten ein riesiges Segment für die Entwicklung neuer Technologien und Arbeitsplätze dar. Die Regierungen hätten eine "historische Gelegenheit" vor Augen - die "Klimabeständigkeit ihrer Wirtschaft" zu gewährleisten - durch die Erneuerung der Infrastruktur als wichtigste Gegenmaßnahme zu jedem wirtschaftlichen Abschwung; so der DeAM-Experte.
Die Untersuchung zeige auch, dass sich die Debatte rund um die Klimaänderung verschiebt: Die Kosten und Risiken rückten in den Hintergrund. Die Frage, wie Unternehmen an den Chancen teilhaben können, werde immer wichtiger. Die Klimawandelssegmente seien extrem gut geeignet, sowohl für die öffentlichen Kapitalmärkte als auch speziell für private Märkte (z. B. Venture Capital, Private Equity, Infrastruktur und Holzverarbeitung), heißt es in der Pressemitteilung.


CO2-Gehalt in der Atmosphäre hat den Höchststand der vergangenen 800.000 Jahre erreicht

Kevin Parker, Leiter des weltweiten Asset-Managements der Deutschen Bank und Mitglied des "Group Executive Committee" der Deutschen Bank, erklärt hierzu, dass dies nicht die Zeit für Regierungen sei, sich aufgrund des aktuell schwierigen Marktumfeldes vom Klimawandel abzuwenden. Parker merkt an, dass neueste wissenschaftliche Studien ergeben haben, dass der CO2-Gehalt in der Atmosphäre den Höchststand der vergangenen 800.000 Jahre erreicht hat und die globale Erwärmung sich somit möglicherweise nur wenige Jahre von einem Punkt ohne Umkehr befindet. Eine sofortige Reaktion sei notwendig. Um Anreize für die Investition von privatem Kapital in Technologien zur Linderung oder Anpassung an den Klimawandel zu schaffen, müssten die Regierungen vorteilhafte regulative Rahmenbedingungen entwickeln - insbesondere einen globalen CO2-Preis.
"Das Ziel muss die Schaffung eines transparenten, langfristigen gesetzlichen Regelwerks zur akkuraten Preisbildung von CO2 und zur Förderung der Entwicklung von Alternativen sein. Sofern Regierungen die Notwendigkeit zur Errichtung des angemessenen regulativen Umfeldes erkennen, werden Investoren die Möglichkeiten verstehen und sich am Markt engagieren. Trotz der Ernsthaftigkeit der aktuellen Finanzkrise kann diese dennoch überwunden werden und sollte daher nicht als Entschuldigung zur Untätigkeit dienen", so Parker.


CO2-Preise werden bedeutendstes unterstützendes Element für saubere Energieproduktion

Der Klimawandel bietet eine große und wachsende Investitionsgelegenheit, betont die DeAM. Sie erwartet langfristig eine Wiederkehr der hohen Öl- und Gaspreise, aber schwächere Kohlepreise. CO2-Preise werden nach Einschätzung der DeAM-Experten mit ihrer Einführung zum bedeutendsten unterstützenden Element für die Gewährleistung der Nutzung sauberer Energiequellen.

Gewinnschwelle der Erneuerbaren bei Wirtschaftlichkeit ohne Förderung

Für Risikokapital liegt der Fokus bei jeder Technologie auf der Entwicklung entlang der Kosten-Lernkurve. Der langfristig nachhaltigste Break-Even-Punkt (Gewinnschwelle) für erneuerbare Energien sei dem Zeitpunkt der Wirtschaftlichkeit ohne Subventionen, allerdings mit einem CO2-Preis der die fortwährende Wirtschaftlichkeit bei schwankenden Energiepreisen gewährleistet.
Teil I des zweiteiligen Berichts untersucht den Investitionshorizont des Klimawandels. Teil II beschäftigt sich mit dem Zusammenspiel der Regulierung mit der zugrundeliegenden Dynamik von Technologiekosten und Energiepreisen.

Eine Zusammenfassung des Bericht in englischer Sprache (19 S., PDF) kann heruntergeladen werden unter http://www.dbadvisors.com/climatechange

30.10.2008   Quelle: Deutsche Bank   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Deutsche Bank,
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Photovoltaik: Sharp baut Dünnschicht-Fertigung von 15 auf 160 MW aus

Sharp-Solar-Produktion im japanischen Katsuragi
Sharp-Solar-Produktion im japanischen
Katsuragi

Am 1. Oktober 2008 hat Sharp im japanischen Katsuragi eine zweite Produktionslinie zur Serienherstellung von Dünnschicht-Solarzellen in Betrieb genommen. Damit erweitert der Solar-Pionier seine Produktionskapazität für Dünnschichtzellen von 15 auf 160 Megawatt pro Jahr. Mit Investitionen von rund 146 Millionen Euro in die neue Herstellungstechnologie unterstreiche Sharp zugleich seine Innovationskraft, heißt es in der Pressemiteilung. In Katsuragi produziere das Unternehmen Dünnschichtsolarzellen der zweiten Generation. Die neuen Solarzellen mit mikroamorpher Tandemstruktur werden auf Glasträgern gefertigt, die 2,7 Mal so groß sind als ihre Vorgänger: 1.000 mal 1.400 Millimeter misst das Trägerglas, aus dem die Zellen geschnitten werden. Die Verarbeitung von Trägermaterial dieser Größe ermöglicht eine Steigerung der Produktionseffizienz und damit der Wirtschaftlichkeit des Unternehmens.  "Sharp hat seit 20 Jahren Erfahrung in der Entwicklung und Produktion von Dünnschichtzellen", so Kenichi Takahashi, Marketing Division General Manager Sharp Solar Energy Solution Europe (SESE). "Mit der neuen Fertigungslinie in Katsuragi gelingt es uns, die Produktionskosten weiterhin zu senken und die Moduleffizienz erneut zu steigern", so Takahashi weiter.



Modulwirkungsgrad steigt, Herstellungsprozess wird kürzer

Sharp kann nach eigenen Angaben mit den Dünnschichtzellen der zweiten Generation den Modulwirkungsgrad von 8,5 auf 9 Prozent steigern, die Modulleistung beträgt bis zu 128 Watt. Für die Produktion der Dünnschichtzellen greift das Unternehmen auf sein Know-how aus der Oberflächenbeschichtung von Glas zurück: in einem komplexen Verfahren werden dünne Schichten Silizium auf ein Trägerglas aufgedampft, anschließend werden daraus die Solarzellen gestanzt. Im Vergleich zur waferbasierten Solarstromtechnologie benötigt die Dünnschichttechnologie dadurch nur ungefähr ein Hundertstel des immer noch knappen und daher kostenintensiven Rohstoffs Silizium. Zudem ermöglichen der kürzere Herstellungsprozess sowie die größere Automatisierung des Prozesses eine weitere Steigerung der Wirtschaftlichkeit.


Netzparität in Südeuropa bis 2010 erwartet

Die Module aus der zweiten Generation Dünnschichtzellen werden vorerst nach Deutschland und Südeuropa verschifft, wo sie in Großanlagen zur solaren Energiegewinnung verbaut werden. Kenichi Takahashi: "Der Bedarf an kostengünstigen und sauberen Energiequellen steigt weltweit. Vor allem im sonnenreichen Südeuropa besteht eine große Nachfrage nach Photovoltaik. Mit unserer State-of-the Art-Technologie sind wir sowohl bei der Zellherstellung als auch bei der Moduleffizienz führend und können den wachsenden und dynamischen Markt optimal bedienen. So tragen wir auch dazu bei, die Solarenergie konkurrenzfähig zu machen und Netzparität zu erreichen - im Süden Europas rechnen wir damit schon bis 2010."
Während die waferbasierte kristalline Technologie noch am meisten verbreitet ist, gewinnt die Dünnschichttechnologie mehr und mehr an Bedeutung. Zum einen erzielt sie in vielen Einbausituationen höhere Erträge, beispielsweise bei hohen Temperaturen oder diffusen Lichtverhältnissen. Darüber hinaus gilt sie als Technologie mit dem höchsten Potenzial zur Kostenreduktion. Bis 2010 prognostiziert die EPIA (European Photovoltaic Industry Association) eine Kapazität für Dünnschichtzellen von vier Gigawatt mit einem Marktanteil von 20 Prozent - das entspricht einer Verdoppelung gegenüber 2007.


Geplante Gigawatt-Fabrik in Sakai soll 2010 mit einer Anfangsproduktion von 480 Megawatt starten

Der Kapazitätsausbau in Katsuragi ist für Sharp ein Schritt zur weiteren Dünnschichtexpansion: Ende 2007 hat das Unternehmen mit dem Bau der weltweit ersten Gigawatt-Fabrik in Sakai (Präfektur Osaka) begonnen, die 2010 mit einer Anfangsproduktion von 480 Megawatt starten soll. Aufbauend auf dem jetzigen Entwicklungsstand soll in Sakai eine noch fortschrittlichere Technologie zum Einsatz kommen: dort sollen dann Dünnschichtmodule mit einem Wirkungsgrad von 10 Prozent gefertigt werden. Sharp bietet als weltweit einziger Hersteller kristalline Solarzellen, Dünnschichtzellen und die Lichtkonzentratortechnologie. Damit hat das Unternehmen für jede Anwendung die passende Solarstromlösung in seinem Produktportfolio. Bis heute produzierte Sharp mehr als zwei Gigawatt Solarzellen und ist damit der weltweit größte Photovoltaikhersteller.

30.10.2008   Quelle: Sharp Electronics (Europe) GmbH   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Sharp Electronics (Europe) GmbH,
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Deutsche Bank-Studie: Maschinenbau und Erneuerbare machen die Wirtschaft fit für die Zeit nach dem Öl

2 Mal High-tech aus Deutschland: Photovoltaikanlage auf dem Dach des Lehrter Bahnhofs in Berlin, ICE der Deutschen Bahn
2 Mal High-tech aus Deutschland: Photovoltaikanlage
auf dem Dach des Lehrter Bahnhofs in Berlin,
ICE der Deutschen Bahn

Worauf es jetzt besonders ankomme, sei die Lösung der Energiekrise und die Vermeidung der Klimakatastrophe, so die Deutsche Bank in einer Pressemitteilung. Dies könne nur gelingen, wenn der globale Energiemix künftig stärker den Gesetzen der Nachhaltigkeit folgt. Für den Erfolg des Projekts komme dem Maschinenbau eine Schlüsselstellung zu, denn der Maschinenbau liefere die entscheidenden Technologien für alle relevanten Branchen, so die Deutsche Bank anlässlich der Veröffentlichung einer neuen Studie zum Maschinenbau in Deutschland. Bis 2030 sind laut Studie weltweit Investitionen in den Ausbau und die Modernisierung der Kraftwerksstrukturen von 12 Billionen US-Dollar zu erwarten. Die deutschen Anbieter könnten dabei eine Führungsrolle spielen, denn ihr Produktspektrum sei vielfältig und modern. Zukunftsträchtig sind laut Deutsche Bank vor allem Lösungen für Kohle- und Gaskraftwerke, solarthermische Großkraftwerke und die Entwicklung einer Wasserstoffwirtschaft sowie die Photovoltaik.  Erst der Maschinenbau macht die Industrialisierung der neuen Energien möglich, betont die Deutsche Bank. So mache der Maschinenbau die Photovoltaik, die bisher von allen Erneuerbaren am meisten subventioniert wird, allmählich wettbewerbsfähig. Zudem sei Deutschland der Klassenprimus im Windgeschäft. Der Maschinenbau, dessen Anteil an der Windkraft etwa 90 % beträgt, sorgt dafür, dass die Windenergie selbst für Großkonzerne attraktiv ist.





Neue Zukunftstechnologien

Vor dem Hintergrund der globalen Verknappung der fossilen Energieträger und der steigenden Umweltgefahren kann der deutsche Maschinen- und Anlagenbau wertvolle Beiträge zur Problembewältigung leisten. Der Maschinen- und Anlagenbau kommt als Entwickler und Lieferant bahnbrechender "enabling technologies" in allen drei Segmenten in Frage, auf die es in der Zukunft ankommen wird: Erstens die Modernisierung des globalen Kraftwerkparks. Zweitens die Effizienzrevolution auf allen Feldern der Energienutzung in der Industrie und bei den Konsumenten. Und drittens die Entwicklung und Kommerzialisierung neuer Technologien rund um die erneuerbaren Energien.


Gute Perspektiven für solarthermische Großkraftwerke

In den letzten Jahren wurde der Anlagenbau immer wichtiger für die Solarenergie. So ermöglicht er die Fertigung solarthermischer Großkraftwerke (mit Leistungen zwischen 30 und 200 MW), die für die zentrale Elektrizitätserzeugung geeignet sind. Solche Großkraftwerke seien derzeit die einzige regenerative Stromerzeugungsform, die nuklear und fossil befeuerte Kraftwerke hinsichtlich des Leistungsumfangs substituieren können, heißt es in der Studie. Besonders günstige Perspektiven habe die Technik im so genannten Sonnengürtel der Erde; dazu zählen Nordafrika, die iberische Halbinsel, Australien sowie der Südwesten der USA.


Maschinenbau führt die Photovoltaik zur Wirtschaftlichkeit

Seit dem Beginn der Industrialisierungsphase der Photovoltaik Mitte der 1990er Jahre ist Deutschland internationaler Trendsetter mit ambitionierten politischen Weichenstellungen wie dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) von 2000, das mittlerweile im Kern von etwa 50 weiteren Ländern mehr oder weniger modifiziert angewendet wird. Auf Unternehmensebene kam es zu einer Vielzahl von Neu- und Ausgründungen kleiner und mittlerer Unternehmen sowie zum Übergang von der Manufaktur zur industriellen automatisierten Produktion. Dies ermöglichte Skalenerträge auf allen Ebenen der PV-Wertschöpfungskette. Perspektivisch werde der Maschinenbau für die Photovoltaik noch viel wichtiger. Die Photovoltaik sei zwar den Kinderschuhen entwachsen. Aber immer noch sei sie von allen Energiealternativen am weitesten von der betriebswirtschaftlichen Konkurrenzfähigkeit entfernt. Damit gewinnen Standardisierung und Massenproduktion weiter an Bedeutung.

Für die Photovoltaik zeigt die Erfahrung, dass eine Verdoppelung der Produktion beziehungsweise der installierten PV-Leistung zu einer Kostenreduktion um 20 % geführt hat. In vergleichbaren Industrien wie z B. der Elektronik und bei Flachdisplays, sind solche Effekte bereits lange bekannt. Kurzfristig berge die PV-Wertschöpfungskette noch "viel Luft", so dass auch deshalb in den nächsten Jahren noch ein ähnlicher Lernfaktor erreichbar scheine. Längerfristig sei bei der Fortschreibung des Trends jedoch Vorsicht geboten, denn künftig könnten auch Grenzen bei Technologie, Material und technischem Fortschritt auftreten.


Netzparität erreichbar

"Der Maschinenbau wird der Photovoltaik-Branche auch in Zukunft signifikante Kostenreduktionen ermöglichen und damit zu mehr Akzeptanz der Bevölkerung beitragen, die für die hohen Subventionen über viele Jahre hinweg aufkommen muss", heißt es in der Studie. Der technische Fortschritt finde in enger Kooperation mit innovativen Forschungsinstituten und ehrgeizigen Solarunternehmen statt. Gerade der Maschinenbau macht einen geringeren Materialeinsatz, höhere Wirkungsgrade sowie einfachere Fertigungsmethoden möglich. Zweitens spielen Maschinenbauer bei der Optimierung der Produktionstechnologie die Hauptrolle. Ziele sind hier eine stärkere Automatisierung, ein schnellerer Durchsatz, höherer Ausstoß durch weniger Bruch (Kostentreiber ist hauptsächlich die Bruchrate der Siliziumscheiben, nicht des Glases!), mehr Effizienz und Qualität, reduzierte Prozesskosten sowie insgesamt geringere Maschineninvestitionen. Der Maschinenbau schafft zudem die Voraussetzungen für Massenproduktion, was positive Skaleneffekte in der Fertigung und niedrigere Stückkosten mit sich bringt. Letztlich ermöglichen die größeren Volumina der PV-Branche bessere Einkaufspreise und Finanzierungskonditionen.

Die PV-Branche erwartet die Wettbewerbsfähigkeit um die Mitte der kommenden Dekade. Das Erreichen dieser Schwelle bedeutet zwar, dass der PV-Strom den Haushaltskunden dann prinzipiell zu gleichen Preisen offeriert werden kann wie konventionelle Elektrizität. Da aber die Sonne nicht immer und überall scheint, setzt man langfristig auf global vernetzte Infrastrukturen oder lokale Speicher. Bis es soweit ist, bringt der Netzanschluss den nötigen Ausgleich; dieser bleibt damit für die Übergangszeit unverzichtbar. Ökonomisch wohl interessanter als die "Haushaltskunden-Netzparität" ist laut Studie die Preisgleichheit mit anderen Stromerzeugungsmöglichkeiten wie z. B. auch der Windenergie. "Um diese Wettbewerbsfähigkeit zu erreichen, müssen dem 'magischen Dreieck' Forschung, Solarindustrie und Maschinenbau freilich noch weitere Techniksprünge gelingen", heißt es in der Studie.

30.10.2008   Quelle: Deutsche Bank   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: BSW-Solar/Langrock,
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Eröffnung der Interpellets 2008 in Stuttgart: Branchenreport zeigt positives Stimmungsbild der Holzpellet-Branche

Interpellets 2008: Informationen rund um das Heizen mit Pellets.
Interpellets 2008: Informationen rund um
das Heizen mit Pellets.

Die Messe "Interpellets 2008" öffnete am 29.10.08 in Stuttgart für drei Tage ihre Pforten. Sie konzentriert sich ausschließlich auf den Brennstoff Holzpellets und die Pellettechnik. 120 Hersteller, Händler und Zulieferer der Pelletbranche, davon 33 Prozent aus dem Ausland zeigen ihre Produkte und Dienstleistungen auf einer Fläche von 7.000 Quadratmetern. Der Veranstalter, die Solar Promotion GmbH, erwartet während der drei Messetage 6.000 Besucher, davon rund 20 Prozent aus dem Ausland. Die ersten beiden Tage sind Fachbesuchern vorbehalten.   Am Freitag, den 31. Oktober, ist die Interpellets 2008 von 9.00 Uhr bis 16.00 Uhr auch für Endverbraucher geöffnet. Auch das 8. Industrieforum Pellets dokumentierte bereits im Vorfeld der Messe das gestiegene Branchenwachstum: Rund 480 Kongressteilnehmer aus 37 Ländern waren anwesend und diskutierten aktuelle Entwicklungen und Trends der Pelletbranche.

Aufwärtstrend in der Pelletsbranche


Die drei Tage dauernde Fachmesse Interpellets 2008 steht unter guten Vorzeichen. "Alle Zeichen für die Branche stehen wieder auf Wachstum, nachdem das Jahr 2007 sehr schwierig gewesen ist", sagt Markus Elsässer, Geschäftsführer des Veranstalters Solar Promotion. "Diese Zuversicht spiegelt auch die Interpellets wider, die Hersteller, Produzenten, Zulieferer, Großhändler und Dienstleister der Branche gleichermaßen versammelt. Die Rahmenbedingungen für Pelletheizungen haben sich seit Beginn dieses Jahres weiter gebessert. Denn nie zuvor gab es für Verbraucher so hohe Fördergelder über das Marktanreizprogramm", erläutert Elsässer weiter. Insgesamt 120 Aussteller der Pellettechnik zeigen auf der Interpellets ihre Produkte, technischen Lösungen und Dienstleistungen auf einer Fläche von 7.000 Quadratmetern.


Pellet-Verband: Ende 2008 sind 105.000 Pelletfeuerungen in Deutschland installiert

Auch Martin Bentele, Geschäftsführer des Deutschen Energie-Pellet-Verbandes (DEPV), zeigt sich erfreut über das Wachstum der Branche: "Der prognostizierte Aufwärtstrend hat sich bewahrheitet. Wir verzeichnen dieses Jahr einen Stimmungsumschwung und dadurch eine deutlich gestiegene Nachfrage nach dem modernen Brennstoff Holzpellets." Zur Verstetigung dieser Entwicklung fordert Bentele eine Kommunikationsoffensive: "Wir wollen dem Verbraucher den heimischen erneuerbaren Wärmeträger gerade in wirtschaftlich unsicheren Zeiten als verlässliche Wahl vermitteln."


Hersteller, Händler und Installationsfachbetriebe zuversichtlich

Die DEPV-Vorsitzende Beate Schmidt konkretisierte den Aufschwung und schätzt, dass sich der Bestand an Pelletfeuerungen in Deutschland dieses Jahr von 83.000 auf 105.000 erhöhen wird. Dass diese Vorhersage realistisch ist, belegen die aktuellen Ergebnisse des Pellets-Branchenreports 2008. Diese jährliche Umfrage zur deutschen Pellet-Marktsituation wird von der Solar Promotion GmbH in Zusammenarbeit mit dem DEPV unter Herstellern, Händlern und Installationsfachbetrieben für Pellettechnik durchgeführt. Demnach erwartet die Hälfte der Anbieter von Pelletöfen für dieses Jahr ein Wachstum von über 25 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Bei den Kesselanbietern halten zwei Drittel dieses Wachstum für realistisch, ein Viertel erwartet sogar einen Anstieg des Absatzes von 75 Prozent. Bei der Prognose für das Jahr 2009 erwarten 42 Prozent der Ofenhersteller ein Wachstum bis 10 Prozent. Rund ein Viertel halten sogar ein Wachstum zwischen 36 und 50 Prozent für möglich. Die Kesselanbieter sind optimistischer: Über die Hälfte geht von einem Wachstum über 25 Prozent aus.


Interpellets 2008 bietet auch Endverbrauchern kompakten Überblick zum Heizen mit Pellets

Noch bis Freitag, 31. Oktober zeigen Hersteller, Händler und Zulieferer der Pelletbranche die gesamte Breite der Pellet-Wertschöpfungskette in der Halle 5 der Neuen Messe Stuttgart. Rund 6.000 Besucher aus dem Sanitär-Heizung-Klima-Fachhandwerk, Architektur, Planung, Energieberatung und dem Schornsteinfegerhandwerk werden erwartet. Am Freitag, 31. Oktober, ist die Interpellets auch für Endverbraucher geöffnet. "Kompakt und schnell erhalten Hausbesitzer, Gewerbe- und Industriebetriebe auf der Interpellets einen Überblick über das Heizen mit Pellets", sagt Markus Elsässer.

30.10.2008   Quelle: Solar Promotion GmbH   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Solar Promotion GmbH,

 

Interfloat Corporation startete Solarglas-Produktion in Tschernitz

Solarglas-Produktion von Interfloat in Brandenburg.
Solarglas-Produktion von Interfloat in Brandenburg.

Bereits seit dem 1. September 2008 produziert die Interfloat Corporation aus Mauren in Liechtenstein in Brandenburg Flachglas für die Solar-Industrie, berichtet das Unternehmen in einer Pressemitteilung. Die Abnehmer des Spezialglases seien Hersteller von Solarmodulen und thermischen Solar-Kollektoren auf der ganzen Welt. In den vergangenen zwölf Monaten hat die neu gegründete Glasmanufaktur Brandenburg GmbH im Auftrag der Interfloat Corporation das ehemalige Fernsehglasproduktionswerk der Samsung Corning Deutschland in eine hochmoderne Produktionsstätte für Solarglas umgebaut. Die Interfloat Corporation investierte nach eigenen Angaben insgesamt 50 Millionen Euro in das einstige Glasteilewerk für Fernsehbildschirme.   Täglich werden laut Interfloat rund 300 Tonnen Solarglas produziert - an 365 Tagen im Jahr. Bis zum Jahr 2010 sollen sowohl die Produktionskapazität als auch die Anzahl der Arbeitsplätze durch Schaffung einer zweiten Produktionslinie verdoppelt werden.


Neuer Industriestandort für Brandenburg

Hohe Transmissionswerte sowie gute mechanische und chemische Eigenschaften kennzeichnen die besondere Qualität der Solargläser aus der GMB-Solarglas-Familie, betont der Hersteller. "Die Entwicklung der Solarindustrie in Brandenburg schreitet rapide voran und bietet uns als Investoren ein optimales Umfeld. Unser Ziel ist es, durch moderne Veredelungstechniken neue Produkte für den Markt zu entwickeln und unseren Kunden ein verlässlicher Partner in der Solarglas-Branche zu sein", betont Ulrich Frei, Geschäftsführer der Interfloat Corporation. Mit der Glasmanufaktur Brandenburg hat die Interfloat Corporation dem Land einen wichtigen industriellen Produktionsstandort zurück gegeben. Nachdem Samsung Corning Deutschland die Produktion von Glasteilen für Röhrenfernsehgeräte wegen zunehmender Konkurrenz durch LCD- und Plasmabildschirme im Juli 2007 eingestellt hatte, wurde mit Interfloat Corporation ein Investor gefunden, der den ehemaligen Beschäftigten eine neue Perspektive bieten konnte. Brandenburgs Wirtschaftsminister Junghanns begrüßt den Produktionsstart in Tschernitz und lobt den Einsatz der Interfloat Corporation: "Die Investoren haben ihr Versprechen gehalten und setzen damit ein Signal für ganz Brandenburg: Neue Akzente in einer der derzeit innovativsten Branchen unserer Zeit lassen unser Land zu einem der wichtigsten Energiepartner der Solarglasproduktion werden - auf nationaler, aber auch auf internationaler Ebene", unterstreicht Ulrich Junghanns das Engagement der Liechtensteiner.

Auch in Liechtenstein verfolgt man die Investition der Interfloat Corporation in Deutschland mit großem Interesse. "Liechtensteinische Betriebe sind in Deutschland für viele tausend Arbeitsplätze verantwortlich. Daher freut es uns, dass Interfloat Corporation hier in Brandenburg ihre Kenntnisse der Solartechnik an Ort und Stelle direkt umsetzen kann und damit unsere wirtschaftlichen Beziehungen weiter ausbaut und verstärkt", so Prinz Stefan von Liechtenstein, Botschafter des Fürstentums Liechtenstein in Berlin.


Zwei drittel der gesamtdeutschen Solar-Industrie im Umkreis von 200 Kilometern

Derzeit arbeiten 164 Fachkräfte zur Glasherstellung in dem Tschernitzer Werk. "Endlich zieht in den Traditionsstandort in Tschernitz wieder neues Leben ein. Wir sind hoch erfreut, dass wir die Interfloat Corporation als zuverlässigen Investor gewinnen konnten", erklärt Wilfried Lauterbach von der ZAB ZukunftsAgentur Brandenburg. Die ZAB hatte die Interfloat Corporation als potenziellen Investor für das ehemalige Bildschirmwerk angesprochen. Die Region in der Niederlausitz bietet ideale Voraussetzungen für den Betrieb einer modernen Solarglas-Anlage: Traditionell eng mit der Glasherstellung verbunden, finden sich im Umkreis von 200 Kilometern zirka 2/3 der gesamtdeutschen Solar-Industrie. Die für die Solarglas-Herstellung notwendigen Rohstoffe können größtenteils in der Umgebung gewonnen werden und auch Fachkräfte sind in der Niederlausitz ansässig.


Eisenarmes Solarglas für die Photovoltaik-Branche

Um eine konstant gleich bleibende Qualität ihres Solarglases zu erreichen, setzt Interfloat Corporation auf innovative Fertigungsansätze - stets unter Beachtung ökologischer Kriterien, wie das Unternehmen betont. "Durch innovative Herstellungsverfahren können wir ein eisenarmes Solarglas mit hohen Transmissionseigenschaften, wie es in der Photovoltaik-Branche benötigt wird unter Berücksichtigung individueller Kundenwünsche produzieren. Gleichzeitig verursacht die duale Konzeption der Schmelzwannen einen besonders geringen CO2 - Ausstoß pro Tonne Glas, was uns von anderen Mitbewerbern der Branche deutlich unterscheidet", erklärt Volker Henzel, Geschäftsführer der Glasmanufaktur Brandenburg GmbH.

30.10.2008   Quelle: Interfloat Corporation   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Interfolat Corp.,
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Weiteres Großprojekt von ÖkoFEN in Betrieb: Holzpellets ersetzen 30.000 Liter Heizöl pro Jahr

Pelletheizung im Sportpark Rodenbach.
Pelletheizung im Sportpark Rodenbach.

Der Sportpark Rodenbach in der Nähe von Hanau hat sich für die Umrüstung seiner alten Ölheizung auf eine zukunftsweisende Pelletheizung entschieden. Nun versorgen vier Pelletkessel mit insgesamt 224 Kilowatt (kW) Leistung die fußball- und tennisbegeisterten Rodenbacher mit Wärme und Warmwasser. Am 24 Oktober 2008 wurde die ÖkoFEN-Pelletheizung eingeweiht. "Die Entscheidung auf eine Pelletheizung umzurüsten habe ich in erster Linie aus ökologischen Gründen getroffen. Unsere 30 Jahre alte Ölheizung entsprach einfach nicht mehr dem Stand der Technik", so Stefan Geiger, Inhaber des Sportparks.   "Wir ersetzen damit 30.000 Liter Heizöl und sparen fast 75 Tonnen CO2 pro Jahr ein. 75 Tonnen CO2 Einsparung entsprechen 375.000 gefahrenen Kilometern mit dem Auto. Ein überzeugendes Argument, wie ich finde. Wir sind schließlich für unser jetziges Handeln und die Zukunft unserer Kinder verantwortlich", meinte der zweifache Familienvater.

Heizkosten können auf ein Drittel reduziert werden

Als Unternehmer muss Stefan Geiger seine Anlage auch wirtschaftlich betreiben. Bei einer Gesamthallengröße von 3.500 Quadratmetern verbrauchte der Sportpark bislang 30.000 Liter Heizöl pro Jahr. "Letztes Jahr habe ich dafür über 23.000 Euro ausgeben. Mit Pellets kann ich die Heizkosten pro Jahr auf ein Drittel reduzieren. Bleibt das Preisniveau auf dem Energiemarkt die nächsten Jahre annähernd gleich, so zahlt sich die Mehrinvestition in die Pelletkessel in drei Jahren aus", kalkuliert Stefan Geiger.


Hessisches Umweltministerium fördert die Bioenergie

Im Zuge der Modernisierung des Sportparks wurden nicht nur neue Kessel installiert, sondern das komplette Heizsystem saniert, so dass neben der Warmwasser- auch die Trinkwasserversorgung nachhaltig verbessert wurde. Um die Gesamtinvestition von rund 200.000 Euro wirtschaftlich darzustellen, sind die beantragten Fördermittel ein wesentlicher Bestandteil. Das hessische Umweltministerium bietet beispielsweise ein Förderprogramm "Bioenergie" an, in dessen Rahmen der Sportparkbetreiber einen Antrag auf einen 30%igen Zuschuss zur Investitionssumme stellen konnte.

Bei der Planung galt es, den verschiedenen Bedürfnissen der unterschiedlichen Einrichtungen im Sportpark gerecht zu werden. Planung, Einbau und die Installation der Anlage übernahm die Firma Kotyza Haustechnik aus Freigericht-Bernbach, die schon vor 30 Jahren die erste Heizung im Sportpark installierte. Unterstützt wurde der Fachbetrieb in allen technischen Belangen von der ÖkoFEN-Regionalvertretung. Michael Kotyza, Inhaber und Geschäftsführer des Installationsfachbetriebes, hat sich schon vor Jahren auf die regenerativen Heizsysteme spezialisiert und Stefan Geiger in seiner Entscheidung bestärkt. "Für mich kam kein anderes Heizsystem in Frage. Technisch verlasse ich mich voll auf ÖkoFEN, den Pionier in Sachen Pelletheizung. Ein reibungsloser Ablauf sowie ein technisch einwandfreier Betrieb sind in einer Sportanlage, die täglich von etwa 400 Menschen besucht wird, unabdingbar. Gerade die Aufteilung der Heizleistung in diese vierer Kaskade bietet eine hohe Sicherheit", so der Heizungsbauprofi.


Warmwasser für 200 Duschvorgänge

Bei besonderen Veranstaltungen sind auch mehr als 500 Sportbegeisterte keine Ausnahme. Zu den absoluten Spitzenzeiten, beispielsweise am Ende eines Fußballturniers mit mehreren Mannschaften, muss gleichzeitig Warmwasser für 200 Duschvorgänge bereitstehen. Bei einer benötigten Wärmeleistung von 300.000 kWh im Jahr sowie dem hohen Warmwasserbedarf war es Stefan Geiger besonders wichtig, auf den neuesten Stand der Technik zurückzugreifen und dabei einen aktiven Beitrag zum Klimaschutz zu leisten.


Festpreis für Pellets schafft Planungssicherheit

Im Pelletlager können 50 Tonnen bevorratet werden. Es ist in einem separaten Raum, direkt neben den Kesseln untergebracht. Die Pellets werden einmal im Jahr angeliefert und schonend in den Lagerraum eingeblasen. Der Sportparkbetreiber freut sich besonders, dass er mit seinem Pellethändler einen Festpreis für die nächsten Jahre vereinbaren konnte. Somit kann Stefan Geiger die Energiekosten in Zukunft sicher kalkulieren. "Das Ergebnis hat mich wirklich begeistert. Der schnelle Einbau binnen zwei Tagen, der reibungslose Ablauf beim Befüllen des Lagers, der komfortable Brennvorgang mit dem ich keinen Mehraufwand im Vergleich zur alten Ölheizung habe - und gleichzeitig kann ich der Umwelt etwas Gutes tun. Für den Sportpark hätte es keine bessere Lösung geben können", zeigt sich Geiger mit der neuen Heizsystemlösung rundum zufrieden.

30.10.2008   Quelle: ÖkoFEN Heiztechnik GmbH   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: ÖkoFEN,
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Photovoltaik-Produktionsanlagenhersteller Roth & Rau: Starkes Wachstum in den ersten neun Monaten 2008

LaiLa Produktionsanlage zur Plasmabehandlung von Siliziumschichten.
LaiLa Produktionsanlage
zur Plasmabehandlung
von Siliziumschichten.

Der Roth & Rau-Konzern (Hohenstein-Ernstthal) ist in den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2008 nach vorläufigen Zahlen kräftig gewachsen, berichtet das Unternehmen in einer Pressemitteilung. Bis Ende September 2008 erwirtschaftete die Gruppe nach eigenen Angaben einen Umsatz von rund 197 Millionen Euro und übertraf damit den Vorjahreswert um 83,7 % (2007: 107 Millionen Euro). Hierzu habe insbesondere die starke Nachfrage aus dem asiatischen Raum beigetragen, auf den etwa 53,2 % des Umsatzes entfielen. Trotz des starken operativen Wachstums habe Roth & Rau die Profitabilität weiter steigern können.  Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) wuchs um 97,3 % von 10,5 Millionen Euro auf 20,8 Millionen Euro. Die EBIT-Marge erhöhte sich deutlich von 9,8 % auf 10,6 %. "Damit liegen wir sowohl beim Umsatz als auch beim Ergebnis voll im Plan. Wir bestätigen daher unsere Prognose für das Gesamtjahr 2008, einen Umsatz von mindestens 250 Millionen Euro bei einer EBIT-Marge von mindestens 10,0 % zu erzielen", erklärte Carsten Bovenschen, Finanzvorstand der Roth & Rau AG.


MaiA: Neue Anlagen zur Einführung von Solarzellentechnologien

Für das kommende Jahr 2009 sei der Konzern ebenfalls gut gerüstet. Der Auftragsbestand zum 30. September 2008 betrug 238 Millionen Euro und lag damit um 64,1 % über dem Vorjahreswert von 145 Millionen Euro. Darüber hinaus lägen der Gesellschaft derzeit Absichtserklärungen über rund 90 Millionen Euro vor. "Die Vertragsverhandlungen für einige wichtige Großaufträge befinden sich in einem weit fortgeschrittenen Stadium. Darunter sind auch Aufträge über eine größere Anzahl von Anlagen aus unserer neuen Produktlinie MAiA. Wir sind zuversichtlich, davon mindestens 57 Millionen Euro noch im vierten Quartal zum Vertragsabschluss bringen zu können", so Dr. Dietmar Roth, Vorstandsvorsitzender der Roth & Rau AG. Bei MAiA handle es sich um eine neue Generation von Anlagen zur Einführung neuer Solarzellentechnologien. Die modifizierte Anlagenserie zeichne sich vor allem durch ihre Flexibilität im Aufbau und in den Anwendungsbereichen aus: In Form eines "Baukastensystems" könnten neue Plasmatechnologien wie zum Beispiel die beidseitige Beschichtung von Solarzellen oder die Verwendung neuer Schichtmaterialien separat oder in Kombination umgesetzt werden.

29.10.2008   Quelle: Roth & Rau AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Roth & Rau AG.,
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Solar Millennium verkauft Anteile der Andasol-Kraftwerke an Solar-Fonds

Andasol 1: Ein Meilenstein für erneuerbare Energien in Europa.
Andasol 1:
Ein Meilenstein für erneuerbare Energien in Europa.

Die Solar Millennium AG (Erlangen) hat eine Einigung über die Veräußerung von Anteilen an den Andasol-Kraftwerken an einen Solarfonds erzielt, berichtet das Unternehmen in einer Pressemitteilung. Der Verkauf stehe derzeit noch unter Gremienvorbehalt und unterliege damit aufschiebenden Bedingungen. Die beteiligten Parteien hätten sich darauf verständigt, Vertraulichkeit über die Einzelheiten der Transaktion zu bewahren, bis die Gremienbeschlüsse vorliegen. "Neben den Erlösen aus den Geschäftsfeldern Projektentwicklung, Technologie und Kraftwerksbau sichern die Anteilsveräußerungen das prognostizierte Ergebnis nach Steuern der Solar Millennium AG für das laufende Geschäftsjahr von 18 Millionen Euro", heißt es in der Pressemitteilung. 
Solar Millennium habe mit dem Fonds-Konzept neben den klassischen Finanzierungswegen ein Instrument gewählt, welches der Gruppe insbesondere vor dem Hintergrund der tiefgreifenden Finanzmarktkrise die notwendige Flexibilität und einen erweiterten Handlungsspielraum biete. Den Investoren eröffne der derzeit weltweit größte Solar-Fonds die Möglichkeit, sich am Betrieb der ersten Parabolrinnen-Kraftwerke Europas zu beteiligen und damit eine nachhaltige und klimafreundliche Energieerzeugung unmittelbar voranzutreiben.


Finanzvorstand Mayer: "Solarthermische Kraftwerke bieten eine gleichermaßen sichere wie renditestarke Geldanlage"

"Mit diesem innovativen Konzept haben wir uns in kürzester Zeit auf die veränderten Bedingungen am Finanzmarkt eingestellt. Im Hinblick auf unsere gut gefüllte Projektpipeline ist die Finanzierung über Fonds auch für unsere zukünftigen Projekte eine hervorragende Alternative", kommentiert Christian Beltle, Vorstandsvorsitzender der Solar Millennium AG. Thomas Mayer, Finanzvorstand der Solar Millennium AG, ergänzt: "Solarthermische Kraftwerke bieten eine gleichermaßen sichere wie renditestarke Geldanlage, die zudem durch eine staatlich garantierte Einspeisevergütung abgesichert ist. Wir haben somit ein Finanzierungsinstrument geschaffen, das sowohl der Entwicklung von solarthermischen Kraftwerken förderlich ist als auch eine solide Investitionsmöglichkeit für langfristig orientierte Anleger darstellt." Das vorläufige Ergebnis der Gesellschaft soll im Dezember veröffentlicht werden.

29.10.2008   Quelle: Solar Millennium AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

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Tochterunternehmen der SOLPOWER AG eröffnet 1,9 MW-Solarpark "Fuentesol" in Spanien

Solarpark "Fuentesol" (Teilansicht).

Die spanische Tochtergesellschaft der SOLPOWER AG (Weingarten / Ravensburg) hat in der vergangenen Woche zusammen mit dem Finanzierungspartner SüdLeasing sowie zahlreichen Gästen die Inbetriebnahme ihres bislang größten Solarparks gefeiert, des Photovoltaik-Kraftwerks "Fuentesol" in Andalusien. Das Solar-Kraftwerk mit einer Nennleistung von 1,9 Megawatt (MWp) erstreckt sich über fünf Hektar zwischen den Orten Fuentes de Andalucía und Osuna. Die 11.576 monokristallinen Module der Eigenmarke "Solpower" liefern nach Angaben des Unternehmens einen Solarstrom-Jahresertrag von rund drei Millionen Kilowattstunden Solarstrom, womit rund 3.000 Einwohner beziehungsweise 40 Prozent der in der angrenzenden Kleinstadt Fuentes de Andalucía lebenden Menschen versorgt werden können.   Der Standort für die Freiflächenanlage sei gemeinsam mit lokalen Behörden nach ökologischen und ökonomischen Kriterien sorgfältig ausgewählt worden. Die Tochtergesellschaft Solar Projekt Andaluz, S.L mit Sitz in Sevilla hat Teile der Solarstromsysteme geliefert und übernahm die Planung sowie Projektierung des klimafreundlichen Kraftwerks, das in nur fünf Monaten realisiert werden konnte. Der Solarpark werde dank planmäßiger Registrierung durch die spanischen Partner eine staatlich garantierte Einspeisevergütung von zunächst rund 45,51 Cent je kWh erhalten, heißt es in der Pressemitteilung. Die SOLPOWER AG habe den spanischen Solarpark vor der Errichtung bereits an Investoren veräußert.


Weitere Solarparks und neues Solardachprogramm in Spanien

An der Einweihung haben der Bürgermeister von Fuentes, D. Miguel Fernández, und der Vorstandsvorsitzende Emanuel Senz teilgenommen. "Der spanische Solarpark ist ein wichtiger Meilenstein in der Firmengeschichte der SOLPOWER AG, der dank hoher Qualität und lukrativer Einspeisevergütung für starke Erträge sorgen wird", sagte Emanuel Senz. Wir sind stolz darauf, dass wir unsere Erfahrungen, die wir in Deutschland in den letzten 20 Jahren gesammelt haben, nun auch ins Ausland exportieren und für den Klimaschutz einsetzen können", so Senz in seiner Eröffnungsrede. Dank ausgezeichneter Einstrahlungsbedingungen in der sonnenverwöhnten Region werde die Konkurrenzfähigkeit des klimafreundlichen Solarstroms vorangetrieben und ein CO2-Ausstoß von 2.000 Tonnen im Jahr vermieden. Neben der Inbetriebnahme weiterer Solarparks in Spanien beabsichtige die SOLPOWER AG in den kommenden Monaten verstärkt in den Markt der kleineren Aufdach-Photovoltaikanlagen einzutreten. Für dieses durch das jüngste Real Decreto geförderte Marktsegment bringe Solpower ein hohes Know-how und erstklassige Anlagentechnik mit.

29.10.2008   Quelle: SOLPOWER AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: SOLPOWER AG,
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Bioenergie: Intrinergy finanziert neues Pelletwerk in Belgien mit mehr als 34 Millionen Euro

Das US-Unternehmen Intrinergy LLC., spezialisiert auf Bau, Finanzierung, Besitz und Betrieb von Anlagen zur Energiegewinnung aus nachwachsenden Rohstoffquellen, und die Shanks Group, ein europäisches Unternehmen in der Abfallwirtschaft, meldeten am 27.10.2008 die erfolgreiche Finanzierung eines neuen Pelletwerks mit einem Volumen mehr als 34 Millionen Euro mit der NORD/LB bekannt. Das Projekt, zu dem bereits alle umweltschutzrechtlichen Genehmigungen vorlägen, umfasse den Neubau einer Kraft-Wärme-Kopplungsanlage und einer Produktionsanlage für Holzpellets, berichtet Intrinergy in einer Pressemitteilung. Das Kraftwerk, das mit erneuerbarer Biomasse von Foronex, einem Tochterunternehmen von Shanks, aus der Region versorgt wird, soll einen thermische Leistung von bis zu 12 Megawatt (MWth) haben und mit einer Kapazität von knapp fünf MWel Strom erzeugen. Die Wärme in Form von Dampf und ein Teil des erzeugten Stromes sollen die Holzpellet-Produktion versorgen. Die Anlage soll 50.000 Tonnen Pellets pro Jahr produzieren, die in Wohnhäusern und Industrieanlagen in der Region als Ersatz für Heizöl und Erdgas genutzt werden sollen.   Der Überschuss des umweltfreundlich produzierten Stroms werde auf Basis einer langfristigen Vereinbarung verkauft und generiere "Grüne Zertifikate". Diese entsprechen in Belgien den Renewable Energy Certificates (REC) der USA und den Renewable Obligation Certificates (ROC) in Großbritannien.


Franchise-System für Energie aus erneuerbaren Ressourcen

Das von Intrinergy und der NORD/LB erstellte Paket finanziere etwa 80 % durch ein vorrangiges Darlehen (senior secured non recourse). Intrinergy und Shanks investierten nach eigenen Angaben den Eigenkapitalanteil gemeinsam und werden das Projekt als Gemeinschaftsunternehmen betreiben. "Gerade jetzt, wo die Lage an den Finanzmärkten kritischer wird, freut es uns natürlich besonders, dass dieses Projekt zustande gekommen ist und Intrinergy sein Franchise-System für die Energieproduktion aus erneuerbaren Ressourcen in Europa ausbauen kann", so John Keppler, Vorstand von Intrinergy. "Dieser Abschluss zeigt, dass Intrinergy Projekte im Energie- und Umweltbereich entwickelt, bei denen sich Investitionen wirklich lohnen. Wir freuen uns, die NORD/LB und Shanks als Partner für ein Projekt gewonnen zu haben, das einen wichtigen Teil dazu beiträgt, das Problem des weltweiten Klimawandels zu lösen", so Keppler weiter.


Biomasse als Energiequelle und Ausgangsmaterial für die Holzpellets-Produktion

Die gemeinsame Beteiligung von Shanks und Intrinergy sei die Basis für eine sichere und langfristige Produktion von Rohstoffen aus Biomasse, heißt es in der Pressemitteilung. Shanks will mit seiner Tochtergesellschaft Foronex die notwendigen Biomasse-Rohstoffe liefern und mit Intrinergy zusammen die Holzpellets verkaufen. Die Biomasse, beispielsweise Sägespäne und Restholz aus der Forstwirtschaft, dient zum einen als Energiequelle und zum anderen als Ausgangsmaterial für die Herstellung der Holzpellets. "Die Erfahrung von Shanks mit Biomasse als Rohstoffquelle in Verbindung mit dem Know-how von Intrinergy für Blockheizkraftwerke, Pelletherstellung und deren Vertrieb ist ein interessantes Geschäftsmodell, das wir auch bei künftigen Projekten nutzen können", so Tom Drury, Vorstand von Shanks. Intrinergy betreibt bereits eine Biomasse-Kraftwärmekopplung mit Holzpellet-Produktion in Straubing.

"Trotz der derzeitig so instabilen Finanzlage hatten wir auf Grund der fast zweijährigen Zusammenarbeit mit Intrinergy bei diesem Projekt, der gut strukturierten Transaktion und dem kompetenten Management-Team keine Vorbehalte, das Kreditrisiko bei diesem Projekt zu tragen", sagt Heiko Ludwig, Head of Energy-Europe bei der NORD/LB. "Zu dem überzeugenden Geschäftsmodell und der Finanzierungsstruktur, die wir gemeinsam entwickelt haben, kam hinzu, dass ein Projekt im Bereich erneuerbare Energien für unsere Bank eine Möglichkeit ist, ihre Verantwortung im Bereich Umwelt und Nachhaltigkeit wahrzunehmen", erläutert Ludwig.
Intrinergy habe den Auftrag zum Bau an ein Konsortium bestehend aus Areva Bioenergy GmbH (Deutschland), einer Tochter der Areva Bionergies SAS, und KEM SA (Dänemark) vergeben. Demnach stellen Areva und KEM fertige Konstruktionslösungen, Lieferungs- und Bauleistungen bereit. Der Bau der Anlage soll in den kommenden Monaten beginnen. Projektberater für die Transaktion waren Hunton & Williams LLP, unter der Leitung von John Deacon in London und Herve Cogels in Brüssel.


Biomasse-KWK-Anlagen in den USA, Deutschland und der Dominikanischen Republik

Das seit 2004 bestehende Unternehmen Intrinergy verwandelt kostengünstige Biomasse in grünen Strom und thermische Energie (Dampf) für Industrieabnehmer, die damit weniger abhängig von den Schwankungen bei den Preisen für fossile Brennstoffe sind und ihre CO2-Bilanz verbessern können. Anlagen stehen in Mississippi, Ohio (USA), Deutschland und der Dominikanischen Republik. Neue Anlagen, deren Genehmigungsverfahren gerade laufen oder deren Bau bereits begonnen hat, befinden sich nach Angaben des Unternehmens in Belgien, Connecticut, Delaware und Pennsylvania. Zusammen erreichen diese Anlagen laut Intrinergy eine Investitionssumme von mehr als 250 Millionen Dollar.

29.10.2008   Quelle: Intrinergy, LLC; pressebox   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

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Nordex errichtet neue Fertigung für Windenergieanlagen in Jonesboro (USA)

Windenergieanlage vom Typ
Windenergieanlage vom Typ
"N90" (2,5 MW).

Die Entscheidung für den Standort der künftigen US-Produktion ist gefallen: Die Nordex AG Nordex wird ihr neues Windenergieanlagen-Werk in Jonesboro (Arkansas) aufbauen und dort rund 100 Millionen US-Dollar investieren, berichtet das Unternehmen in einer Pressemitteilung. In Zukunft sollen in Jonesboro rund 700 Mitarbeiter zu einem Stundenlohn von durchschnittlich 17 US-Dollar beschäftigt werden. Die Produktionsstätte entsteht im "Craighead Technology Park" auf einem rund 187 Hektar großen Gelände. "Wir feiern heute einen weiteren wichtigen Schritt für unseren Bundesstaat auf dem Weg, sich als Standort für Unternehmen im Bereich erneuerbare Energien zu etablieren. Das ist der Entscheidung von Nordex zu verdanken, in Arkansas zu investieren", so Mike Beebe, Gouverneur von Arkansas.   "In den vergangenen Jahren sind in Jonesboro bereits zahlreiche hochkarätige Arbeitsplätze entstanden. Nordex eröffnet hier neue Wachstumsperspektiven", so der Gouverneur weiter.

"Das neue Werk in Jonesboro ist ein zentraler Schritt in unserer internationalen Strategie. Mit dem Aufbau einer eigenen Fertigung können wir die USA, einen der am schnellsten wachsenden Windenergiemärkte, bedienen und schaffen die Basis für unser Ziel, 20 Prozent unseres Umsatzes in den USA zu generieren", so Thomas Richterich, Vorstandsvorsitzender der Nordex AG.


Geplante Jahresproduktion rund 750 Megawatt

Nordex gehört nach eigenen Angaben weltweit zu den am schnellsten wachsenden Unternehmen in der Windenergiebranche. Seit 2004 sei der Umsatz der Gruppe jährlich um mehr als 50 Prozent gestiegen. Das Unternehmen mit Hauptsitz in Deutschland verfügt über Büros und Tochtergesellschaften in 18 Ländern und beschäftigt weltweit mehr als 2000 Mitarbeiter. Die Zentrale von Nordex USA Inc., befindet sich in Chicago. In dem neuen Werk sollen die Maschinenhäuser und Rotorblätter hergestellt werden. Ziel ist, jährlich Anlagen mit einer Leistung von rund 750 Megawatt zu produzieren. Der Produktionsstart ist für Januar 2010 vorgesehen. Dabei fokussiere Nordex in Jonesboro auf seine Großanlagen der Turbinenfamilie N90 und N100 (2,5 Megawatt). Diese Baureihe gehört zu den größten Serienturbinen der Welt. In den USA lag die durchschnittliche Leistung der neu errichteten Anlagen im Vorjahr noch bei 1,7 Megawatt.


Nachfolgeprojekte von Unternehmen erwartet, die Nordex mit Komponenten für Windenergieanlagen versorgen

"Jonesboro bietet perfekte Voraussetzungen für Unternehmen im Bereich alternative Energien. Die Stadt ist zentral gelegen und verfügt über eine ideale Infrastruktur sowie zahlreiche hochqualifizierte Arbeitskräfte. Wir schätzen die Unterstützung des Bundesstaates und der Region bei unserer Planung sehr und freuen uns auf eine weiterhin positive und produktive Zusammenarbeit", so Ralf Sigrist, Geschäftsführer von Nordex USA, Inc. Durch die Ansiedlung von Nordex erwarten die Stadt Jonesboro und das Umland Nachfolgeprojekte von Unternehmen, die Nordex mit Komponenten für Windenergieanlagen versorgen.

29.10.2008   Quelle: Nordex AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

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Photovoltaik-Rekord am Niederrhein: Deutschlands größte Schrägdachanlage mit Dünnschichttechnologie in Betrieb

837 kWp Photovoltaik-Leistung auf ehemaliger Kohlemischhalle.
837 kWp Photovoltaik-Leistung auf
ehemaliger Kohlemischhalle.

Seit dem 16. Oktober 2008 produziert in Moers bei Duisburg Deutschlands größte Dünnschicht-Photovoltaikanlage auf einem Schrägdach umweltfreundlichen Solarstrom. Die mehr als elftausend Cadmium-Tellurid-Module des amerikanischen Herstellers First Solar haben eine Leistung von insgesamt 837 Kilowatt (kWp), berichtet die Sputnik Engineering AG in einer Pressemitteilung. Bauherr des Solar-Kraftwerks ist das Unternehmen Riedel Recyling, das eine ehemalige Kohlemischhalle in Moers zur Lagerung und Aufbereitung von Baumaterialien nutzt. Ihr 9.500 Quadratmeter großes Süddach ist nun komplett mit PV-Modulen bedeckt.   "Die Installation verlief sehr viel schneller als geplant", freut sich Geschäftsführer Ludger Riedel. Die Monteure brauchten nur drei Monate, trotz Neigungen von 36, 55 und 75 Grad und einer Höhe von bis zu 30 Metern, die nur mit Schräglift und Leiter zu erreichen war. "Dünnschichtmodule sind in unseren Breiten eine gute Wahl, da sie auch bei schwacher Sonneneinstrahlung gute Erträge liefern", erklärt Riedel. Bei der Wechselrichterauswahl hat er sich auf den Rat des Kamp-Lintforter Systemanbieters Solaxis GmbH verlassen. Solaxis-Mitarbeiter Günter Grandjean setzt bereits seit acht Jahren auf die Marke SolarMax. "Mit Wechselrichtern von Sputnik Engineering habe ich die besten Erfahrungen gemacht", erklärt er. "Die Geräte sind zuverlässig und langlebig und liefern hohe Erträge", so Grandjean weiter


Abwärme der Photovoltaik-Wechselrichter soll künftig ein Verwaltungsgebäude heizen

In der Moerser Solarstromanlage arbeiten vier SolarMax-Zentralwechselrichter mit Leistungen von 300 (2x), 100 und 30 Kilowatt. In ihrem Container wandeln sie aber nicht nur den Gleichstrom der Solarmodule in Wechselstrom um. Künftig sollen sie auch das Verwaltungsgebäude heizen. "Die SolarMax-Wechselrichter produzieren insgesamt rund 45 Kilowatt Abwärme", erklärt Günter Grandjean. "Wir leiten sie zu Klimageräten mit Wärmetauschern ins Verwaltungsgebäude um." Auch dieses Dach soll künftig Strom produzieren. Ludger Riedel und Günter Grandjean denken bereits über nachgeführte Solaranlagen mit SolarMax-Wechselrichtern auf den Außensäulen nach.

28.10.2008   Quelle: Sputnik Engineering AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Sputnik Engineering AG,
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Vorstand der SMA Solar Technology AG mit dem Deutschen Fairness Preis 2008 ausgezeichnet

Vorstand der SMA Solar Technology AG.
Vorstand der SMA Solar Technology AG.

Der Deutsche Fairness Preis geht in diesem Jahr an den Vorstand der SMA Solar Technology AG. Mit der Verleihung würdigt die Fairness-Stiftung das Engagement der vier Vorstandsmitglieder für eine faire und kooperative Unternehmensführung. SMA ist mit einem Umsatz von 327 Millionen Euro im Jahr 2007 Weltmarktführer bei Photovoltaik-Wechselrichtern, einer zentralen Komponente jeder Solarstromanlage. Die SMA Gruppe hat ihren Hauptsitz in Niestetal bei Kassel und ist auf vier Kontinenten in acht Ländern mit ausländischen Tochtergesellschaften vertreten. Die Unternehmensgruppe beschäftigt mehr als 2.600 Mitarbeiter. Das Kuratorium der Fairness-Stiftung sei zu der Überzeugung gelangt, dass der Vorstand das Solar-Unternehmen mit einem ausgeprägten Sinn für Fairness, Kooperation und Mitarbeiterbeteiligung, für soziale, ethische und ökologische Werte, für wirtschaftlichen Erfolg und gesellschaftliche Verantwortung gleichermaßen führe, so die Begründung der Fairness-Stiftung für die Preisvergabe.  Mit dieser Art der Unternehmensführung spreche man den Verstand und die Herzen der Mitarbeiter an und gewinne sie dauerhaft für eine kreative, engagierte und selbstständige Mitarbeit. Das Engagement des Vorstands zeige vorbildlich, dass sich wirtschaftlicher Erfolg und eine faire, kooperative Unternehmenskultur nicht nur miteinander vereinbaren lassen, sondern vielmehr der Schlüssel zu einem innovativen Unternehmen und zu engagierten Mitarbeitern seien, heißt es in der Pressemitteilung.

Der Fairness Preis wurde im Rahmen eines Festaktes am 25. Oktober 2008 im Plenarsaal der IHK Frankfurt verliehen an die Vorstandsmitglieder Günther Cramer, Peter Drews, Pierre-Pascal Urbon und Reiner Wettlaufer. In seiner Laudatio würdigte Dr. Norbert Kluge, Mitbestimmungs- und Corporate Governance Experte am Europäischen Gewerkschaftsinstitut in Brüssel, das Engagement des Vorstands: "Fair zu sein bedeutet respektvolles und angemessenes Verhalten sowie eine gerechte und ehrliche Haltung gegenüber anderen Menschen. Daraus entsteht gegenseitiges Vertrauen", so Kluge. "Bei SMA ist das nicht nur moralischer Anspruch. Es ist die Realität. Darauf können die SMA-Gründer sehr stolz sein."


Freude an der Arbeit und wirtschaftlicher Erfolg - auch in hochdynamischen Märkten

"Die Verleihung des Fairness Preises ist für uns alle eine Bestätigung, den richtigen Weg eingeschlagen zu haben. Kooperative Unternehmensführung ist nicht nur gelebte Fairness, sondern ermöglicht Freude an der Arbeit und wirtschaftlichen Erfolg auch in hochdynamischen Märkten", erklärt Günther Cramer, Vorstandssprecher der SMA Solar Technology AG. "Eine solche Unternehmenskultur kann aber nur gefördert, nicht verordnet werden. Sie braucht vielmehr kritische und aktive Mitarbeiter, die ihren Beitrag zu einer solchen Unternehmenskultur liefern. Somit ist dieser Fairnesspreis auch eine Auszeichnung für alle unsere Mitarbeiter".

Die Fairness-Stiftung engagiert sich für wachsendes Fairnessbewusstsein in Wirtschaft und Gesellschaft und vermittelt professionelle Fairness-Kompetenz in Unternehmen und Organisationen. Für den Deutschen Fairness Preis, den die Stiftung alljährlich verleiht, kann man sich nicht bewerben, sondern er wird aufgrund von Eingaben und Recherche der Stiftung durch die Entscheidung des Kuratoriums vergeben.

28.10.2008   Quelle: SMA Solar Technology AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: SMA Solar Technology AG.,
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Solarthemen: Wärmepumpen gefährden das Grundwasser

Die Wasserwirtschaft sei in Sorge, weil zunehmend Grundwasserleiter durch Erdbohrungen für elektrische Wärmepumpen gefährdet werden, berichtet die Fachzeitschrift Solarthemen in ihrer jüngsten Ausgabe. Der Freiburger Wasserversorger Badenova nenne Wärmepumpen bereits die "Altlasten von morgen", heißt es in der Pressemitteilung der Solarthemen. Man beobachte einen "Wildwuchs beim Bohren von Erdwärmesonden", womit "erhebliche Gefahren für die Qualität des Grundwassers und damit mittelbar auch des Trinkwassers" bestünden. 

Untergrund bald "durchlöchert wie ein Schweizer Käse"?

Auch der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW), fordert laut dem Solarthemen-Bericht nun eine Anzeige- und Genehmigungspflicht für Erdbohrungen. BDEW-Vizepräsident Peter Rebohle fürchtet, der Untergrund werde bald "durchlöchert sein wie ein Schweizer Käse", was dazu führe, dass Schadstoffe durch bislang undurchgängige Deckschichten ins Tiefenwasser gelangen könnten. Der Verband vertritt nicht nur die Wasserversorger, sondern zugleich die Unternehmen der Stromwirtschaft, die sich für Wärmepumpen als Nachfolger der in Verruf geratenen Nachtspeicherheizungen stark machen. Bislang gibt es nach Solarthemen-Recherchen kein Urteil, das klärt, wie weit Bauherren für Schäden der Bohrung haften.

28.10.2008   Quelle: Solarthemen   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

 

US-Produzent Solyndra unterzeichnet Langzeitvertrag mit deutschem Photovoltaik-Systemintegrator GeckoLogic

Solyndra-Technik verspricht mehr Solarstrom- Fläche und Energieertrag.
Solyndra-Technik verspricht mehr Solarstrom-
Fläche und Energieertrag.

Das Unternehmen Solyndra, Inc. (Fremont, Kalifornien) und die GeckoLogic GmbH (Wetzlar; Hessen) meldeten am 23. Oktober 2008 die Unterzeichnung eines Langvertrags. Das Liefervolumen beläuft sich laut Solyndra auf rund 200 Millionen Euro, bei einer Laufzeit bis 2012. Dieser Vertrag mit GeckoLogic sei Teil des von Solyndra bereits gemeldeten Auftragbestandes in Höhe von knapp einer Milliarde Euro, heißt es in der Solyndra-Pressemitteilung. Die Solarmodule für diesen Vertrag sollen in den Solyndra-Fabriken in Fremont und Milpitas (Kalifornien), gefertigt werden. "Wir sind hoch erfreut über diese Zusammenarbeit. Die Erfahrung von GeckoLogic im europäischen Markt und die Erweiterung der Handlungsmöglichkeiten des Unternehmens in Nordamerika sollten ein ausgezeichnetes Wachstum in dem am schnellsten wachsenden Markt für gewerbliche Solaranlagen erlauben,“ kommentierte Chris Gronet, Gründer und Vorstand von Solyndra. "Wir erwarten, dass die GeckoLogic-Installateure deutlich mehr kommerzielle Dächer mit Solaranlagen ausstatten werden, nicht zuletzt weil Solyndras Solar-Systeme schnell und einfach montiert werden können", fügt Gronet hinzu. 

Geringes Gewicht und kleiner Windwiderstand

Solyndras Dünnschicht-Photovoltaiksysteme erzeugen nach Angaben des Herstellers deutlich mehr Solarstrom auf Dächern mit geringer Neigung, wie sie häufig auf Industriegebäuden zu finden sind. Gleichzeitig seien die Installationskosten niedriger als bei herkömmlichen Photovoltaik-Flachmodulen. "Das geringe Gewicht sowie der geringe Windwiderstand der Systeme von Solyndra erlaubt es unserem Unternehmen, Solarsysteme auf vielen Dächern zu installieren, die herkömmliche PV-Systeme nicht tragen könnten", sagte Steve Gyoerffy, Gründungsmitglied und Vorstand von GeckoLogic. "Das Montagesystem, das ohne Dachdurchbohrungen auskommt, wird mögliche Zweifel unserer Kunden an der Wetterfestigkeit ihrer Dächer ausräumen", so Gyoerffy weiter.

28.10.2008   Quelle: Solyndra, Inc.   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Solyndra, Inc.,
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Solar-Unternehmen Inventux für Innovationskraft und Zukunftsfähigkeit als "Ausgewählter Ort 2008" ausgezeichnet

Christian Dallwitz (l.) und Volko Löwenstein bei der Preisübergabe.
Christian Dallwitz (l.) und Volko
Löwenstein bei der Preisübergabe.

Die Inventux Technologies AG (Berlin) wurde am 24.10.2008 für ihre Entwicklung von Dünnschicht-Solarmodulen auf Grundlage von mikromorphem Silizium als "Ausgewählter Ort im Land der Ideen" ausgezeichnet. Die Vorteile der Dünnschicht-Photovoltaik liegen im Vergleich zur konventionellen, kristallinen Modultechnik im deutlich geringeren Einsatz von Ressourcen bei der Produktion sowie den höheren Kostensenkungspotenzialen, betont das Unternehmen in einer Pressemitteilung. Ferner werden zur Fertigung der mikromorphen Dünnschicht-Module deutlich geringere Mengen des knappen Solarsiliziums benötigt. Den Pokal und die von Bundespräsident Horst Köhler unterzeichnete Urkunde nahm Volko Löwenstein, Vorstandsvorsitzender der Inventux Technologies AG, von Christian Dallwitz, Leiter Firmenkunden Deutsche Bank Berlin, entgegen.   Das 2007 gegründete Berliner Unternehmen ist damit einer der Preisträger des bundesweit ausgetragenen Innovationswettbewerbs "365 Orte im Land der Ideen". Christian Dallwitz betonte in seiner Laudatio: "Das Unternehmen Inventux sorgt dafür, dass Solarstrom mittelfristig zu einer echten und ernst zu nehmenden Alternative für konventionell erzeugte Elektrizität wird. Das ist ein Beispiel, was wir hierzulande mit Innovationen und Gestaltungswillen für den nachhaltigen Umweltschutz bewegen können."


Volko Löwenstein freut sich über die Auszeichnung, die er im Namen der derzeit rund 90 Inventux-Beschäftigten entgegennahm: "Wir sind stolz, ein 'Ausgewählter Ort' im Land der Ideen zu sein. Der Preis für uns und den Standort Berlin zeigt, dass Spitzentechnologie in Deutschland weiterhin präsent und erfolgreich sein kann." Er fügt hinzu: "Im Bereich der erneuerbaren Energien hat Deutschland unter anderem dank seiner exzellenten Forschungs- und Entwicklungsleistung international eine Vorreiterrolle eingenommen. Wir haben diesen Tag bewusst dem studentischen Nachwuchs gewidmet, um mehr junge Menschen auf die Solartechnik und unsere innovative Produktion neugierig zu machen."


Im Zuge der Veranstaltung auf dem Fabrikgelände in Berlin-Marzahn, wo im September die Produktion der Dünnschichtmodule planmäßig begonnen wurde, machten sich interessierte Studenten regenerativer Studiengänge bei Vorträgen, Fabrikführungen und Gesprächen mit Fach- und Führungskräften ein Bild vom Potenzial des Unternehmens und Solar-Marktes. "Uns war wichtig, jungen Akademikern an diesem besonderen Tag das High-Tech-Umfeld eines Produzenten für zukunftsweisende Dünnschichtsolartechnologie zu zeigen", zog Löwenstein ein positives Fazit des Innovationstages.

Rund 1.500 Orte hatten sich mit ihren Ideen an dem Wettbewerb "365 Orte im Land der Ideen" beteiligt, den die Standortinitiative "Deutschland – Land der Ideen" gemeinsam mit der Deutschen Bank seit nunmehr drei Jahren unter der Schirmherrschaft von Bundespräsident Horst Köhler ausschreibt. "Deutschland ist ein Land der Ideen, das seine Zukunft gestaltet. Wir haben hierzulande in allen Bereichen engagierte Bürger und Politiker, innovative Wissenschaftler und mutige Unternehmer, die mit ihrem Einsatz zu einer erfolgreichen Zukunft beitragen und anderen Mut machen, Chancen zu nutzen. Wir wollen Botschafter für Leistung und Leidenschaft sein und dieses Potenzial sichtbar machen!", begründet Christian Dallwitz das Engagement der Deutschen Bank.

28.10.2008   Quelle: Inventux Technologies AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Inventux Technologies AG,
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U.S.-Windenergie-Industrie: Starkes drittes Quartal lässt Rekordjahr erwarten

AWEA-Quartalsbericht 3/2008.
AWEA-Quartalsbericht 3/2008.

Mit dem Bau von Windenergie-Anlagen mit einer Leistung von 1.389 Megawatt (MW) im dritten Quartal 2008 wachse die neu installierte Jahreskapazität in den Vereinigten Staaten auf 4.204 MW, so der Quartalsbericht der American Wind Energy Association (AWEA, Washington, D.C.). Die AWEA erwartet deshalb erneut ein Rekordjahr für die Branche. Die gegenwärtig im Bau befindlichen Windanlagen könnten dazu beitragen, dass das Erfolgsjahr 2007 mit damals 5.249 MW Neuinstallationen übertroffen werde. Die Gesamtleistung der 2008 in Betrieb genommenen Windanlagen wird auf 7.500 MW geschätzt, womit rund 2,2 Millionen Haushalte mit Strom versorgt werden könnten.   Trotz des Klimas an den Finanzmärkten plane die Industrie einen aggressiven Ausbau ihrer Produktionskapazitäten in den Vereinigten Staaten. Acht neue Fabriken für Turbinenbauteile, der Ausbau neun bestehender Werke und die Errichtung von 19 zusätzlichen Produktionsstätten seien geplant, heißt es im AWEA- Report. Auf diese Weise soll der U.S.-Anteil bei Komponenten für Windturbinen bis zu 50 % steigen, im Jahr 2005 lag er noch bei 30 %. "Die Windenergie ist erfreulicherweise in der Lage, sowohl der Wirtschaft Schub zu verleihen als auch eine Lösung für den Klimawandel und die Energieversorgung zu bieten", kommentiert Randall Sisher, geschäftsführender Driektor der AWEA.


Neue U.S.-Regierung und Kongress haben den Schlüssel zum Wachstum der Windenergie-Branche

Basierend auf Schätzungen für den Rest des Jahres wird 2008 das vierte Rekordjahr in Folge sein, heißt es in der Pressemitteilung der AWEA. Dieses Ergebnis sei jedoch für 2009 nicht mehr zu erwarten. Die momentan im Bau befindlichen Windenergie-Anlagen mit rund 8.000 MW, die dieses oder nächstes Jahr fertig gestellt sein sollen, stellten die Industrie auf einen relativ soliden Sockel. Wegen der späten Verlängerung der Steuervorteile für Windenergieanlagen und aufgrund der Finanzkrise werde aber erwartet, dass der Neubau 2009 sinkt. Von besonderer Bedeutung seien die Schritte der künftigen Regierung und des Kongresses hinsichtlich der Förderung erneuerbarer Energien betont die AWEA. Damit die Windindustrie weiter Turbinen und Bauteile in den USA produzieren könne, sei eine langfristige Verlängerung der Steuernachlässe unumgänglich (das kürzlich geschnürte Finanzrettungs-Pakte verlängerte die Gültigkeit dieser Nachlässe nur um ein Jahr). Außerdem seien eine bundesweite Norm für erneuerbare Energien, eine tiefgreifende Klimaschutz-Gesetzgebung und Investitionen in eine neue Stromnetz-Infrastruktur erforderlich.

"Trotz der Turbulenzen bestätigt der Markt, dass Windenergie eine der attraktivsten bereitstehenden Energiequellen ist. Um den Aufschwung fortsetzen zu können müssen der neue Präsident und der Kongress jedoch das umsetzen, was die Mehrheit der Amerikaner befürwortet, aber noch nicht existiert: eine langfristige Politik zugunsten der erneuerbaren Energien," fordert Randall Swisher.

Der vollständige Bericht in englischer Sprache ist im Internet zugänglich unter http://www.awea.org/publications/reports/3Q08.pdf.

28.10.2008   Quelle: AWEA   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: AWEA,
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Conergy AG: Verkauf der Conergy Wind erfolgreich abgeschlossen

WEA-Prototyp
WEA-Prototyp "PowerWind 56
bei Bremerhaven

Das Solar-Unternehmen Conergy hat am 27.10.2008 den Verkauf des Windproduktionsgeschäfts "Conergy Wind" an den globalen Wachstumsinvestor Warburg Pincus abgeschlossen, berichtet die Conergy AG in einer Ad-hoc-Mitteilung. Warburg Pincus werde mit sofortiger Wirkung das gesamte Geschäft der "Conergy Wind" übernehmen, inklusive Entwicklung und Vertrieb der 900kW-Turbine "PowerWind 56" sowie des Produktionsstandorts in Bremerhaven.  Die am 9. September 2008 gemeldete Transaktion war vorübergehend - wie am 16. Oktober 2008 mitgeteilt - ins Stocken geraten, nachdem das Land Bremen die Übertragung der Fördergelder, die ursprünglich der Conergy in Aussicht gestellt und teilweise bewilligt waren, an Warburg Pincus abgelehnt hatte. Nachdem Conergy sich gegenüber Warburg Pincus bereit erklärt habe, für die entfallenen Fördergelder einen wirtschaftlichen Ausgleich zu leisten, habe der Verkauf heute vollzogen werden können, heißt es in der Ad-hoc-Mitteilung.

27.10.2008   Quelle: Conergy AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Conergy AG,
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Greenpeace-Weltenergieplan: Erneuerbare Energien und Effizienz könnten bis 2030 über 18 Billionen Dollar Brennstoffkosten sparen

Report "Energie [R]evolution".

Klimaschutz könnte in der jetzigen Krise als Konjunkturmotor dienen. Zu diesem Ergebnis kommt ein am 27.10.2008 in Berlin vorgestelltes Weltenergie-Szenario von Greenpeace und dem Europäischen Dachverband der Erneuerbare-Energien-Industrie (EREC). Demnach würde sich die für den weltweiten Klimaschutz notwendige Umstellung auf erneuerbare Energien lohnen. Allein zur Stromversorgung können laut Greenpeace und EREC bis 2030 über 18 Billionen Dollar Brennstoffkosten für Kohle, Gas und Öl eingespart werden. Die Branche der erneuerbaren Energien würde bis dahin ihren jährlichen Umsatz von derzeit 70 Milliarden Euro auf 360 Milliarden Euro verfünffachen und dann die Hälfte des weltweiten Strombedarfs decken.   "Der Klimaschutz ist eine Chance für die Weltwirtschaft," sagt Sven Teske, Energieexperte von Greenpeace International. "In den letzten Wochen sind gigantische Geldmengen durch die globale Finanzkrise regelrecht verdampft. Die Klimakrise trat dabei in den Hintergrund. Notwendig wären jedoch Investitionen von 9 Billionen Dollar in Erneuerbare Energien. Vor allem in Deutschland könnte diese Energierevolution die Wirtschaft in Schwung bringen", so Teske weiter.


Weit über das Jahr 2030 hinaus Strom ohne zusätzliche Brennstoffkosten

Die notwendigen Investitionen in erneuerbare Energien und effiziente Kraft-Wärme-Kopplung stellen laut Szenario zudem keine Mehrausgaben dar. Allein die Einsparungen der Brennstoffkosten der weltweiten Kohlekraftwerke bis 2030 würden die Ausgaben decken. Die erneuerbaren Energiequellen würden dann weit über das Jahr 2030 hinaus Strom ohne zusätzliche Brennstoffkosten erzeugen. Kohle und Gas würden die Weltwirtschaft hingegen weiter belasten. "Die Industrie der erneuerbaren Energien kann bis 2050 weiter mit zweistelligen Zuwachsraten rechnen und dann der fossilen Industrie den Rang ablaufen", sagt Oliver Schäfer, Policy Direktor von EREC. "Zurzeit verdoppeln sich die Erneuerbaren Energien alle drei Jahre. Windkraftanlagen sind an guten Standorten bereits heute günstiger als konventionelle Kraftwerke. Die Industrie ist bereit, die Energierevolution zu realisieren. Es gibt keine technischen und ökonomischen Hürden, sondern nur politische", betont Schäfer.


Kohlendioxidausstoß kann bis 2050 halbiert werden

Der Report "Energie [R]evolution: Ein nachhaltiger Weltenergieausblick" wurde von Greenpeace und EREC beim Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) in Auftrag gegeben. Der Masterplan zeigt, wie der steigende Energiebedarf der Welt gedeckt werden kann, ohne den lebenswichtigen Klimaschutz zu gefährden. So wird berechnet, wie der weltweite Kohlendioxidausstoß bis 2050 halbiert werden kann und dabei berücksichtigt, wie sich das weltweite Wirtschaftswachstum insbesondere auch in den Boomregionen China und Indien entwickelt.

"Mit Effizienzstandards kann der Anstieg des weltweiten Energiebedarfs gebremst werden. Die Energie, die so gespart wird, kann den wachsenden Energiehunger von Entwicklungsländern in etwa kompensieren. Wenn gleichzeitig die erneuerbaren Energien vervierfacht werden, können wir den jährlichen Kohlendioxidausstoß reduzieren - von heute circa vier Tonnen jährlich pro Kopf auf etwa eine Tonne bis 2050 - und das bei gleichem Wirtschaftswachstum", so Teske.

Der Report "Energie [R]evolution" (212 S., PDF) ist im Internet zugänglich unter
www.erec.org.

27.10.2008   Quelle: Greenpeace e.V.; EREC   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Greenpeace/EREC.,
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Photovoltaik: Concentrix Solar und Abengoa Solar bringen gemeinsames 2-MW-Kraftwerk in Spanien an das Netz

Concentrix Solar’s "FLATCON" Technologie:
künftig auch für große Kraftwerksprojekte.

Die Concentrix Solar GmbH (Freiburg) hat Ende September noch im Rahmen der bisher gültigen Fassung des Real Decreto 661 /2007, des ersten spanischen Einspeisegesetzes, gemeinsam mit ihrem Partner Abengoa Solar ein 2-MW-Kraftwerk in der Nähe von Sevilla in Sanlúcar la Mayor an das Netz angeschlossen. Es handle sich um ein Kraftwerk, bei dem nachgeführte Photovoltaik-Systeme mit Siliziumflachmodulen und Konzentrator-Photovoltaik-Systeme gemeinsam aufgebaut wurden, und sei damit das erste Kombinationskraftwerk dieser Art, berichtet Concentrix in einer Pressemitteilung. Der Geschäftsführer von der Concentrix Solar GmbH, Hansjörg Lerchenmüller, ist zufrieden mit dem Ergebnis: "Casaquemada ist ein wichtiger Schritt für uns um zu zeigen, dass es sich bei 'FLATCON' um eine konkurrenzfähige Technologie und Alternative zu herkömmlicher PV-Technologie handelt, die sich in einem kommerziellen Kraftwerk bewährt und damit eindeutig den Kinderschuhen entwachsen ist".  Concentrix Solar verwendet für seine innovativen Konzentratorsysteme die "FLATCON"-Hochleistungstechnologie. Mit Fresnel-Linsen wird das Sonnenlicht auf kleine hoch effiziente Solarzellen gebündelt. Diese Solarzellen wandeln das 500-fach konzentrierte Licht direkt in elektrische Energie um.


100 kW für Kraftwerk "Casaquemada" auf dem Solúcar-Gelände in Sevilla

Die Systeme wurden auf einem Gelände von Abengoa Solar installiert, auf dem bis 2013 eine Leistung von insgesamt 300 MW installiert werden soll, um hiermit 153 000 Haushalte in der Region Sevilla versorgen zu können. Auch Fernando Celaya, PV Director bei Abengoa Solar, freut sich über die gelungene Zusammenarbeit: "Concentrix Solar erzielt mit seiner Technologie beeindruckende Wirkungsgrade. Die hervorragenden Ergebnisse des Testtrackers auf unserem Forschungsgelände haben uns zusätzlich bestärkt, die Technologie von Concentrix Solar in das 2-MWProjekt in Casaquemada einzubinden". Bereits im August war die Installation der neunzehn FLATCON®-Tracker von Concentrix Solar mit einer Leistung von jeweils 5,75 kW abgeschlossen und die Systeme waren zum Netzanschluss bereit. Bei den installierten 100 kW kommt die neue, optimierte Modulgeneration von Concentrix Solar zum Einsatz, die nach Angaben des Unternehmens Rekordsystemwirkungsgrade von 23 % AC ermöglicht.


Weitere Systeme in Italien und Spanien

In der ersten Augustwoche wurde, ebenfalls mit der neuen Modulgeneration, ein weiteres Demosystem in Altomonte (Italien) in Betrieb genommen. Die neuen Module kommen derzeit außerdem beim ISFOC-Projekt in Puertollano (Spanien) zum Einsatz, bei dem Concentrix Solar insgesamt 500 kW installiert. Die Installation der ersten 200 kW sei bereits abgeschlossen. Zur Herstellung der neuen Modulgeneration hat Concentrix Solar Anfang September 2008 eine vollautomatisierte 25-MW-Linie in Betrieb genommen, so dass die Technologie nun in industriellen Volumina verfügbar sei und Concentrix Solar künftig Kraftwerke im MW-Bereich bauen kann, heißt es in der Pressemitteilung.

27.10.2008   Quelle: Concentrix Solar   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Concentrix Solar GmbH,
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DBU-Umweltpreis 2008 für Ernst Ulrich von Weizsäcker und Holger Zinke

Umweltpreisträger Dr. Holger Zinke (3. v.l.), und Prof. Dr. Ernst Ulrich von Weizsäcker (4. v.l.)
Umweltpreisträger Dr. Holger Zinke (3. v.l.),
und Prof. Dr. Ernst Ulrich von Weizsäcker
(4. v.l.)

Der Deutsche Umweltpreis der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU, Osnabrück) ist zum 16. Male vergeben. Den mit 500.000 Euro höchst dotierten Umweltpreis Europas teilen sich 2008 der Dekan der Donald Bren School für Umweltwissenschaft und -management der Universität Kalifornien (Santa Barbara), Prof. Dr. Ernst Ulrich von Weizsäcker (69), und der Gründer und Vorstandsvorsitzende des mittelständischen Biotech-Unternehmens BRAIN AG (Zwingenberg), Dr. Holger Zinke (45). Anlässlich der Preisverleihung in der Stadthalle Rostock betonte Bundespräsident Horst Köhler am 23.10.2008 die Notwendigkeit einer neuen industriellen Revolution in der Energie- und Ressourcenproduktivität - weg von fossilen Brennstoffen, hin zu erneuerbaren Energien. Köhler: "Kleine Kurskorrekturen reichen nicht mehr. Wir brauchen eine umfassende Strategie für die Verwirklichung der wunderbaren, guten Idee der Nachhaltigkeit." 

Industrieländer müssen ökologischen Fußabdruck drastisch verkleinern - ohne Zeit zu verlieren

Köhler wies vor 1.100 Gästen darauf hin, dass die Herausforderungen, vor denen die Menschheit stünden, riesig seien. In 50 Jahren würden über neun Milliarden Menschen auf der Erde leben, die alle dem Modell nacheiferten, das die westlichen Industriestaaten in den vergangenen 150 Jahren entwickelt hätten. Köhler: "Ein Modell, von dem wir jedoch inzwischen wissen, dass es die Tragfähigkeit der Erde überfordert, wenn alle ihm folgen." Deshalb müsse ein Wohlstandsmodell entwickelt und vor allem vorgelebt werden, das weltweit tragbar und übertragbar sei. Die Industrieländer müssten ohne weiteren Zeitverlust ihren ökologischen Fußabdruck in der Welt drastisch verkleinern. Gleichzeitig brauchten die Entwicklungs- und Schwellenländer Technologien und Verfahren, die es ihnen erlaubten, besonders umweltschädliche Kapitel unseres eigenen Industrialisierungsprozesses zu vermeiden. "Von einem solchen zukunftsfähigen Modell ist die Welt und sind vor allem auch die westlichen Industriestaaten und auch wir in Deutschland noch weit entfernt", so der Bundespräsident.


Revolution in Energie- und Ressourcenproduktivität nötig

Für ein zukunftsfähiges Wohlstandsmodell seien Erfindergeist und Ingenieurswissen wichtig. Deutschland als Technologie- und Marktführer in Sachen Energie- und Rohstoffproduktivität sei in der Lage, mithilfe moderner Technik etwa die Einsparmöglichkeiten im Strom- und Wärmeverbrauch zu erschließen. Köhler: "Wir haben die Kreativität und die technischen Möglichkeiten für eine Revolution in der Energie- und Ressourcenproduktivität. Das sollte uns Mut machen, sie dann auch konsequent zu nutzen." Es gehe nämlich darum, die größte unerschlossene Energiequelle - die Energieeinsparung - nutzbar zu machen. Köhler: "Die deutsche Wirtschaft hat allen Grund, in einer Effizienzrevolution für sich eine riesige Chance zu sehen."


"Der einzig wahre Realist ist der Visionär"

Für die Idee der Nachhaltigkeit stünden auch die Träger des Deutschen Umweltpreises 2008, des "wichtigsten Umweltpreises in Europa", wie Köhler eine überregionale deutsche Tageszeitung zitierte. Sie gäben in Theorie und Praxis Antworten auf die Frage, wie man angesichts einer wachsenden Weltbevölkerung kommenden Generationen ihre natürlichen, wirtschaftlichen und sozialen Lebensgrundlagen sichern helfe. Von Weizsäcker und Zinke zeigten, dass die Vision, Energieverbrauch und Ressourcennutzung deutlich zu verringern, keine Utopie bleiben müsse. Köhler: "Der einzig wahre Realist ist der Visionär."


Subventionierter Wohlstand durch Ausbeutung der Natur

Prof. Dr. Klaus Töpfer - Mitglied der Jury, selbst Umweltpreisträger und ehemaliger Direktor des Umweltprogramms der Vereinten Nationen - betonte in seiner per Videobotschaft eingespielten Laudatio, von Weizsäcker habe wohl als Erster darauf aufmerksam gemacht, wie sehr wir unseren Wohlstand subventionierten, indem wir die Natur verbrauchten und ausbeuteten. Er habe sich nicht gescheut, politische Verantwortung zu übernehmen und an den wichtigsten Stellen in der Welt für einen wirkungsvolleren Umgang mit unseren natürlichen Rohstoffen zu kämpfen.


Schrittmacher für die Entwicklung der Branche der weißen Biotechnologie

Zu Zinke führte ebenfalls in einer Videobotschaft Dr. Wolfgang Plischke - Mitglied der Jury und Vorstand der Bayer AG - aus, er habe wesentliche Impulse für die weiße Biotechnologie am Standort Deutschland gegeben. Mithilfe des "Werkzeugkasten der Natur" habe er völlig neue biologische Wirkstoffe identifiziert, mit denen sich herkömmliche chemische Industrieprozesse durch umweltfreundlichere biologische Verfahren ersetzen ließen. Das spare Energie und Materialien, schone fossile Ressourcen und mache uns zukünftig unabhängiger von Rohstoffen, die nur begrenzt zur Verfügung stünden. Zinke und seinem Team sei es gelungen, ein deutsches mittelständisches Unternehmen zum Schrittmacher für die Entwicklung einer gesamten Branche zu machen.


Ökologische Steuerreform: "die menschenfreundlichste, sozial- und wirtschaftsverträglichste Form einer Steuerung"

Von Weizsäcker betonte im Gespräch mit Moderator Stefan Schulze-Hausmann, dass er sich von allen beruflichen Stationen am Wuppertal-Institut wohl am Wohlsten gefühlt habe und dort mit seinen 150 Mitarbeiten Vieles gestaltet habe. Mit Blick auf die Gegenwart unterstrich er die Bedeutung einer ökologischen Steuerreform, welche die menschenfreundlichste, sozial- und wirtschaftsverträglichste sowie effektivste Form einer Steuerung sei. Diese Gedanken müssten auch in die asiatischen Wachstumsräume transportiert werden, weil "dort die Musik spielt". Und natürlich müssten auch Fragen der Energie- und Ressourcenproduktivität mit Nachdruck verfolgt werden.

27.10.2008   Quelle: DBU   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

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Durchbruch für den Ausbau der erneuerbaren Energien: internationale Agentur IRENA wird im Januar 2009 gegründet

Hermann Scheer: Gründung der IRENA längst überfällig
Hermann Scheer: Gründung der IRENA
längst überfällig

Bei der abschließenden Vorbereitungskonferenz zur Gründung der Internationalen Agentur für Erneuerbare Energien (IRENA) haben sich die beteiligten 51 Staaten am 23. und 24. Oktober über die Statuten dieser neuen, weltweiten Organisation verständigt. "Damit ist der Weg frei für die Gründungskonferenz der IRENA am 26. Januar 2009 in Bonn", erklärte der Bundestagsabgeordnete Hermann Scheer, der als Präsident von EUROSOLAR und Vorsitzender des Weltrates für Erneuerbare Energien (WCRE) die IRENA-Initiative seit Beginn der 1990er Jahre entwickelt und vorangetrieben hat.  Die Bundesregierung werde die verhandelten Dokumente an alle Mitgliedstaaten der UN schicken und alle interessierten Staaten zur Teilnahme an der Gründungskonferenz von IRENA nach Bonn einladen, teilte Scheer mit. "Gespräche mit Regierungen weltweit und drei internationale Konferenzen in diesem Jahr haben die Notwendigkeit von IRENA erwiesen. Ich bin zuversichtlich, dass etwa 50 Länder Gründungsmitglieder der Agentur werden wollen", sagte Scheer.




Scheer: Nur wenige Länder sind bisher politisch und wirtschaftlich auf die Energiewende vorbereitet

"IRENA wird die treibende Kraft bei der zügigen Umstellung auf eine weit verbreitete und nachhaltige Nutzung Erneuerbarer Energien sein", betont Scheer. Die internationale Agentur werde Regierungen von Industrie- und Entwicklungsländern praxisnah beraten, Unterstützung bei der Anpassung der ordnungspolitischen Rahmenbedingungen leisten und dazu beitragen, Kompetenzen auf dem Gebiet der Erneuerbaren Energien aufzubauen. "IRENA wird nach ihrer Gründung im Januar 2009 bereits Mitte des nächsten Jahres ihre Arbeit aufnehmen. Ihre Gründung ist überfällig. Inzwischen ist weltweit erkannt worden, dass die globale Energieversorgung schnell auf Erneuerbare Energien umgestellt werden muss. Aber nur wenige Länder sind bisher politisch und wirtschaftlich darauf vorbereitet. Dies müssen sie jetzt schnell nachholen. Seit Jahren besteht weltweit das Missverhältnis, dass es für die Atomenergie und die fossilen Energien internationale Agenturen gibt, aber nicht für Erneuerbare Energien. Diese Lücke wird IRENA schließen", so Scheer weiter.

Mitte 2009 sollen der Sitz und der Generaldirektor von IRENA für die Startphase bestimmt und die Organisation nach und nach aufgebaut werden. In Deutschland wird der Vorbereitungs- und Gründungsprozess von IRENA vom Bundesumweltministerium und Bundesentwicklungsministerium in enger Zusammenarbeit mit dem Auswärtigen Amt geleitet.

27.10.2008   Quelle: EUROSOLAR e.V., BMU   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Büro Hermann Scheer,
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Michigan verabschiedet neues Energiepaket: 10 % erneuerbare Energien bis 2015

Dünnschicht-Solarmodule von ECD (Michigan, USA).
Dünnschicht-Solarmodule von ECD (Michigan,
USA).

Die Gouverneurin Jennifer Granholm hat am 06. Oktober 2008 ein neues Energiepaket für den US-Bundesstaat Michigan unterzeichnet, berichtet die Exportinitiative Erneuerbare Energien der Deutschen Energie-Agentur GmbH (dena). Darin sei das Ausbauziel von einem 10 %-igen Anteil erneuerbarer Energien an der Stromerzeugung bis 2015 festgelegt. Die Senate Bill 213 verpflichte Energieversorger dazu, so viele so genannte Renewable Energy Credits (RECs) zu erwerben, dass sie zwei Prozent ihrer Stromerzeugung im Jahr 2012 decken können. Die Anzahl der RECs soll jährlich erhöht werden, bis sie im Jahr 2015 mindestens 10 % der Stromversorgung ausmachen. Die RECs müssen von Erneuerbare-Energien-Anlagen produziert werden, die im Staatsgebiet Michigan oder im Service-Gebiet der großen Energieversorger installiert sind. Ausgenommen davon sind laut Exportinitiative bereits existierende Verträge für Windenergie- und einige andere Anlagen.
  Mit der Senate Bill 213 werden laut Exportinitiative teilweise so genannte Partial Credits für EE-Komponenten vergeben, die in Michigan hergestellt oder durch eine Arbeitskraft aus Michigan zusammengebaut wurden. Partial Credits sollen außerdem für Strom vergeben werden, der zu Zeiten der Spitzenlasten produziert oder zu einem anderen Zeitpunkt gespeichert und zur Spitzenlast verbraucht wird. Die RECs sollen durch ein System zertifiziert, zurückverfolgt und gehandelt werden, das die Michigan Public Utilities Commission (PUC) noch ausarbeitet.

Zusätzlich zu den REC-Anforderungen müssen Energieversorgungsunternehmen mit ein bis zwei Millionen Privatkunden in ihren Energie Portfolios 200 Megawatt Kapazität zur Nutzung erneuerbarer Energien bis 2013 und 500 MW bis 2015 vorweisen können. EVU mit mehr als zwei Millionen Kunden müssen 300 MW bis 2013 und 600 MW bis 2015 in ihre Energie Portfolios aufnehmen.


27.10.2008   Quelle: Exportinitiative Erneuerbare Energien, dena   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Energy Conversion Devices, Inc. (ECD).,
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Energosolar liefert komplette Dünnschicht-Solarmodulfabrik an Solar Pro in Bulgarien

Solarmodule von Energosolar.
Solarmodule von Energosolar.

Das Unternehmen Energosolar Ltd. (Genf, Schweiz und Budapest, Ungarn) und Solar Pro, AD (Sofia, Bulgarien) berichteten am 20. Oktober 2008 in einer gemeinsamen Pressemitteilung über die erste Lieferung von Produktionssystemen für eine Dünnschicht-Photovoltaikfabrik von Solar Pro in Bulgarien. Energosolar werde alle für die Produktion benötigten Systeme schlüsselfertig liefern, von der Glasvorbereitung bis zur Endkontrolle der installationsbereiten Dünnschichtmodule auf der Basis von amorphem Silizium (aSi), heißt es in der Pressemitteilung. Die erste Fertigungslinie soll Ende 2008 in Betrieb genommen werden, ab Mitte 2009 soll die Produktionslinie mit einer Kapazität von 18 Megawatt (MW) unter Volllast laufen. Geplant sei eine Jahresproduktion von Dünnschicht-Modulen mit einer Fläche von rund 400.000 Quadratmetern. 

Fertigungssysteme und Schulungen von Energosolar

Die wichtigsten Produktionssysteme stelle Energosolar selbst her, zum Beispiel Anlagen für die plasma-unterstützte chemische Gasphasenabscheidung (CVD), Zerstäubungsanlagen, Laser und Systeme zum Abtragen von Kanten. Zusätzlich übernehme Energosolar die Installation, liefere sämtliche Front- und Backend Systeme und führe Schulungen für die Mitarbeiter der neuen Fabrik durch. Das Management von Solar Pro zeigte sich zufrieden über die Zusammenarbeit und zuversichtlich im Hinblick auf den termingerechten Abschluss des Projekts. Das neue Fabrikgebäude werde momentan mit den notwendigen Versorgungsanschlüssen sowie mit einem Reinraum ausgestattet. Erste Testmodule sollen im ersten Quartal 2009 vom Band gehen. Solar Pro habe bereits einen ersten Vertrag über eine 2,4 MW-Solarstromanlage in Nordost-Bulgarien unterzeichnet, hieß es in der Pressemitteilung.

Energosolar hat nach eigenen Angaben eingehende Erfahrungen bei der Installation von ähnlichen Produktionslinien machen können, in Ungarn und China sowie in Thailand, wo das Unternehmen die Produktionsanlagen für eine der größten Fabriken der Welt zur Produktion amorpher Dünnschichtmodule geliefert habe.

27.10.2008   Quelle: Energosolar, Ltd.   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Energosolar, Ltd.,
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Obama, McCain und Gore nehmen Stellung zur Energiepolitik der USA

Am 4. November finden in den USA Präsidentschaftswahlen statt. Zweifellos werde der Ausgang bedeutende Konsequenzen für die Energiepolitik der USA haben - mit weltweiten energie- und klimapolitischen Auswirkungen, so die Nord-Süd-Inititive GERMANWATCH in einer Pressemitteilung. Deutlich stärker als der Klimawandel spiele die nationale Energiesicherheit eine Rolle im US-Wahlkampf, vor allem die Frage, wie die USA ihre Ölimporte reduzieren können. Hierzu äußerten sich die Kandidaten Barack Obama und John McCain im TV-Duell am 15. Oktober. McCain betonte, dass er keine Probleme mit dem Ölimport aus Kanada sehe, womit er implizit die emissionsintensive und für die lokalen Ökosysteme höchst problematische Nutzung der Ölsände gutheiße, kommentiert GERMANWATCH die Fernsehdiskussion. Zudem habe McCain als Optionen zur Verringerung der Ölabhängigkeit vor allem den Neubau von 45 Kernkraftwerken sowie einen Mix von Erneuerbaren Energien und die "saubere Kohlenutzung" in den Vordergrund gestellt.   Innerhalb von 7-10 Jahren könne man bezüglich des Öls "die Abhängigkeit von Weltregionen, welche die nationale Sicherheit der USA gefährden, eliminieren", zitiert GERMANWATCH. Obama habe sich für diese Zeitspanne ähnlich geäußert, setze er aber neben einer Ausweitung der heimischen Rohölförderung - die nur einen kleinen Beitrag leisten könne - vor allem auf erneuerbare Energien und effizientere Autos.


Obama greift Argumente von Al Gore auf

Obama hob in den TV-Duellen am 7. und 15. Oktober sowie am 26. September die Verschuldung gegenüber China, die Finanzierung der Ölländer und die Zerstörung des Klimas als grundverkehrte Entwicklungen hervor und übernahm laut GERMANWATCH dabei deutlich Gedanken und Argumente von Al Gore. Bereits am 17. Juli - noch vor der Eskalation der Finanzkrise - hatte Ex-Vizepräsident Al Gore in einer Rede auf das gefährliche Zusammenspiel dieser drei Faktoren aufmerksam gemacht: "Unsere gefährliche, geradezu sklavische Abhängigkeit von fossilen Energiequellen ist die gemeinsame Ursache dieser drei Bedrohungen - der ökonomischen Krise, der Umweltkrise und der Krise der nationalen Sicherheit. Wir leihen uns Geld von China, um Öl aus dem persischen Golf zu kaufen, um es dann zu verbrennen, wodurch dann dieser Planet zerstört wird. All das - Stück für Stück - muss sich ändern", zitiert GERMANWATCH. In seiner Rede habe Gore die Notwendigkeit und Möglichkeiten aufgezeigt, innerhalb von 10 Jahren 100 % des Stroms der Vereinigten Staaten aus erneuerbaren Energiequellen zu erzeugen.


Ein Video der Rede von Al Gore sowie der englische Originaltext finden sich unter:
http://wecansolveit.org/pages/al_gore_a_generational_challenge_to_repower_america/

Die TV-Duelle von Obama und McCain im englischen Original können als Textversion nachgelesen werden unter http://www.debates.org/pages/debtrans.html

TV-Duelle als Video sind zugänglich unter www.c-spanarchives.org, (dort auf roten Button für das Gesamtvideo klicken, oder auf "View in Timeline" für selektives Anschauen einzelner Passagen).

27.10.2008   Quelle: Germanwatch   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

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Phoenix Solar AG baut Photovoltaikanlage für deutsche Schule in Sydney (Australien)

Solarstromanlage auf dem Dach der deutschen Schule in Sydney.
Solarstromanlage auf dem Dach der deutschen
Schule in Sydney.

Am 20.10.2008 haben Vertreter aus Politik, Wirtschaft und Presse die Solar-Dachanlage der Deutschen Internationalen Schule in Sydney eingeweiht. Das von der australischen Tochtergesellschaft der Phoenix Solar AG realisierte Projekt entstand im Rahmen des dena-Solardach-Programms, das deutsche Solar-Unternehmen bei der Erschließung von Auslandsmärkten unterstützt. "Mit der Installation der Dachanlage auf der Deutschen Schule können wir unsere Erfahrung und unser Wissen in Sachen Anlagenbau und Systemtechnik in einen relativ jungen Markt einbringen und so die australische Solarindustrie voranbringen", so Christian Bindel, Geschäftsführer der Phoenix Solar Pty Ltd.(Adelaide, Australien).   Die Solarstromanlage hat eine Spitzenleistung von 10 Kilowatt (kWp) und werde jährlich rund 12.600 Kilowattstunden Solarstrom erzeugen sowie gleichzeitig den Ausstoß von zirka 10.700 Kilogramm klimaschädlichem Kohlendioxid vermeiden, so Bindel. "Die Anlage ist eine gute Möglichkeit, unseren Schülern Photovoltaik näher zu bringen und ein Verständnis für die fortschrittlichste Art der Energiegewinnung zu fördern", unterstreicht Joachim Stickel, stellvertretender Direktor der Schule.



Weiteres Solar-Projekt in Australien

Bereits Anfang Oktober hatte die australische Tochtergesellschaft der Phoenix Solar AG im "Desert Knowledge Australia Solar Centre" in Alice Springs unter Beisein des australischen Umweltministers Peter Garrett eine freistehende Photovoltaik-Testanlage mit einer Spitzenleistung von 6,4 kWp eingeweiht. In diesem Zentrum werden insgesamt 14 Solarstromanlagen unterschiedlicher Technologien und Aufständerungen miteinander verglichen. Phoenix Solar hat eine Anlage mit Dünnschichttechnologie und eigenem Montagesystem installiert. Die Leistungen der unterschiedlichen Testsysteme werden gemessen und die Echtzeitdaten in eine interaktive Webseite eingespeist.

Weitere Informationen: Interaktive Website zum Desert Knowledge Australia Solar Centre:
http://www.dkasolarcentre.com.au/flash/processmap.html

26.10.2008   Quelle: Phoenix Solar AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

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Mit Kaminfeuer und Solarthermie bis zu 40 % Heizkosten sparen

"Vier-Jahreszeiten-Energiekonzept" von KAGO.

Der Ofenbauer KAGO, Deutschland, hat ein "Vier-Jahreszeiten-Energiekonzept" entwickelt mit dem die Heizkosten nach Angaben des Unternehmens durch die Kombination von wasserführenden Heizkaminen und Solarenergie, um bis zu 40 % gesenkt werden können. In den vergangenen Monaten hätten die Kosten für die fossilen Brennstoffe Öl und Gas immer wieder Rekordniveau erreicht und die Verbraucher verunsichert, so die Kago-Kamine-Kachelofen GmbH & Co - Deutsche Wärmesysteme KG in einer Pressemitteilung. Das heimische Brennholz hingegen erlebe dank galoppierender Heizkosten eine Renaissance. Immer mehr Mieter und Hausbesitzer würden erkennen, dass Heizen mit Holz nicht nur CO2-neutral und damit umweltfreundlich ist, sondern auch eine gute Möglichkeit, der Kostensteigerung Einhalt zu gebieten.   Das Vier-Jahreszeiten-Energiekonzept von KAGO kombiniert das gemütliche Kaminfeuer mit der kostenlosen Sonnenenergie.


Die wasserführenden Heizkamine von KAGO werden an den Heizungskreislauf des Hauses angeschlossen, so dass die im Kamin entstehende Abwärme im gesamten Haus genutzt werden kann. Der Multifunktionsspeicher TORNADO speichert sowohl die Solarwärme, die mittels Solarkollektoren auf dem Hausdach gewonnen wird, als auch die Wärme der Heizkamine. Diese Energie wird über zwei Wasserkreisläufe zur Aufheizung des Brauchwassers und des Heizwassers genutzt.

Dieses System kann laut Hersteller an eine (bestehende) Öl- oder Gasheizung angeschlossen werden. Der innovative KAGO-Energieregler überwache ständig die Wassertemperatur im Multifunktionsspeicher: Falls der Bedarf an Energie durch die regenerativen Ressourcen (Kamin plus Solarenergie) nicht gedeckt werden kann, starte er die konventionelle Heizung und sichere so - vor allem an sehr kalten Tagen - die reibungslose Versorgung. Durch die maximale Ausnutzung der erneuerbaren Energien werde der Verbrauch von Öl und Gas auf ein Minimum reduziert und so die Umwelt geschont, betont KAGO.


Staatliche Förderung für Sonnenkollektoren

Im Jahr 2007 wurden im Rahmen des Marktanreizprogramms für erneuerbare Energien die Fördermittel unter anderem für Investitionen in Solaranlagen erhöht. Dieses Programm wurde von der Europäischen Kommission genehmigt; die erneuerbaren Energien können nun mit staatlicher Förderung zur Wärmegewinnung genutzt werden, überwacht wird dies durch das Bundesumweltministerium. Das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) hat die Solarkollektoren der Firma KAGO als förderungsfähig gemäß den aktuellen Richtlinien des Umweltministeriums ausgezeichnet. Die staatlichen Zuschüsse für energiesparende Wärmeerzeugung betragen bis zu 105,- Euro je Quadratmeter Solarkollektorenfläche.


Sonne und Holz: Regenerative Energieträger statt Erdgas oder Erdöl

Die erneuerbaren Energiequellen Holz und Sonne stehen auch in Zukunft in ausreichendem Maße zur Verfügung: In Deutschland wachse jährlich mehr Holz nach als verbraucht wird, betont KAGO. Holz ist CO2-neutral, das heißt, es gibt bei der Verbrennung nur so viel CO2 ab, wie es beim Wachstum aufgenommen hat. Die selbe Menge an CO2 würde auch dann freigegeben werden, wenn das Holz im Wald verrottet - ohne die Nutzung der darin gespeicherten Energie, erläutert der Ofenbauer. Durch die Nutzung von Rest- und Schwachholz könnten Kaminofen-Besitzer zusätzlich zur Pflege und Erhaltung des heimischen Waldes sowie zur Entlastung der Umwelt beitragen. Die Sonne versorgt die Erde mit einer unvorstellbaren Menge an Solarenergie. Die abgegebene Sonnenenergie innerhalb Deutschlands übersteigt den Jahres-Energie-Bedarf des Landes rechnerisch um das Achtzigfache. Im Gegensatz zu fossilen Brennstoffen wie Erdgas oder Erdöl, ist die Sonne nach menschlichen Maßstäben unerschöpflich und daher idealer Energielieferant. Durch das Vier-Jahreszeiten-Energiekonzept werde diese kostenlose Energiequelle bestmöglich zur Wärmeerzeugung genutzt, so der Hersteller von Heizkaminen.

26.10.2008   Quelle: Kago-Kamine-Kachelofen GmbH & Co - Deutsche Wärmesysteme KG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Kago-Kamine-Kachelofen GmbH & Co - Deutsche Wärmesysteme KG,
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Bundesumweltministerium will ökologische Industriepolitik vorantreiben

BMU-Broschüre zur ökologischen Industriepolitik.
BMU-Broschüre zur ökologischen
Industriepolitik.

Zum Auftakt der 3. Innovationskonferenz des Bundesumweltministeriums hob Minister Sigmar Gabriel hervor, dass die radikale Entkopplung des wirtschaftlichen Wachstums vom Verbrauch von Ressourcen zentrale Elemente einer ökologischen Industriepolitik für das 21. Jahrhundert seien. Gabriel fordert einen effizienteren Umgang mit endlichen Rohstoffen sowie deren Ersatz durch nachwachsende Rohstoffe. Eingeladen zu diesem Treffen waren rund 400 Vertreter aus Wirtschaft, Gewerkschaften, Wissenschaft und Verbänden. In einem für die Konferenz entworfenen Diskussionspapier zur ökologischen Industriepolitik beschreibt das Bundesumweltministerium (BMU) Maßnahmen zur Modernisierung der deutschen Volkswirtschaft. Dazu zählen unter anderem eine "ökologische Spreizung" der Mehrwertsteuer, verbesserte Abschreibungsregeln für umweltfreundliche Produkte und die Einführung einer Steuer auf Kernbrennstoffe.  

Gabriel: In diesem Jahrhundert wird die Ökologie zur Ökonomie

So sollen beispielsweise Investitionen in innovative Klimaschutztechnologien durch einen neuen, speziellen Fonds unterstützt werden. Die öffentliche Hand soll als Vorreiter mindestens 25 Prozent Produkte und Dienstleistungen beschaffen, die strengen Umwelt- und Sozialkriterien genügen. Gabriel schlug einen Pakt zwischen Bund, Ländern und Gemeinden vor: "Die Umweltpolitik muss zum Treiber für Innovation werden, denn in diesem Jahrhundert wird die Ökologie zur Ökonomie!", so Gabriel. Davon könne die deutsche Wirtschaft künftig profitieren, denn "die Nachfrage nach guter Umwelt- und Effizienztechnologie wird weltweit wachsen. Wenn Umwelt- und Effizienztechnologien sich von Nischenmärkten zu Leitmärkten der Zukunft entwickeln, dann ist das gut für den Umwelttechnik-Exportweltmeister", führte Gabriel weiter aus.


Studie: Globales Marktvolumen für Umweltschutztechnik beträgt mehr als 1.000 Milliarden Euro

Verstärkt wird dieser Zukunftsentwurf durch eine Studie der Unternehmensberatung Roland Berger Strategy Consultants für das Bundesumweltministerium in der betont wird, dass bereits heute das globale Marktvolumen für Umweltschutztechnik bei über 1.000 Milliarden Euro liege; im Jahr 2020 könnten es sogar 2.200 Milliarden Euro sein. Die Berater untersuchten sechs umwelttechnologische Leitmärkte: Energieerzeugung und -speicherung, Energieeffizienz, Mobilität, Kreislaufwirtschaft, Wasserwirtschaft und den effizienten Umgang mit Rohstoffen.

Das Diskussionspapier: "Ökologische Industriepolitik. Nachhaltige Politik für Innovation, Wachstum und Beschäftigung" ist im Internet zugänglich unter:

'Sun Monument', Photovoltaik-Kunstwerk mit
TROSIFOL SOLAR PVB-Folie in Zadar (Kroatien).


Im Jahr 2006 präsentierte der japanische Kuraray-Konzern die weltweit erste PVB-Folie für Solar-Module: TROSIFOL. Das Polyvinylbutyral-Folienprodukt sei inzwischen im Markt eingeführt, weiter entwickelt und verbessert worden, berichtet die Kuraray Europe GmbH, Division TROSIFOL, in einer Pressemitteilung. Auf der "glasstec 2008" in Düsseldorf stellt das Unternehmen die Solar-Folie der nächsten Generation vor. Sie markiere eine echte Revolution in der PVB-Entwicklung, da PVB-spezifische Eigenschaften, wie die Feuchteaufnahme und damit der elektrische Widerstand, entscheidend verbessert worden seien.
  Gleichzeitig hätten sehr vielversprechende Verbesserungen bei den Alternativen zu Silizium-basierten Dünnschichtmodulen erzielt werden können, die zu einer Weiterentwicklung führen können. Die erfolgreiche Forschungs- und Entwicklungsarbeit in einem engen Zeitrahmen unterstreiche das starke Engagement von Kuraray und TROSIFOL in der Photovoltaik, heißt es in der Pressemitteilung. Zurzeit befinde sich die neue Produktgeneration bereits in der Test- und Qualifizierungsphase bei ausgewählten Partnern und sie soll noch Ende 2008 im Markt eingeführt werden.

TROSIFOL SOLAR sei speziell für die spezifischen Anforderungen der Photovoltaik-Industrie entwickelt worden, betont die Kuraray Europe GmbH. Herausragende Eigenschaft der gesamten Produktlinie seien variable Nutzungsmöglichkeiten sowohl in kristallinen (Glas-/Glas-Modulen) als auch in Dünnschicht-Modulen. Grund dafür ist die vielseitige Einsetzbarkeit von TROSIFOL Folien: im Vakuumlaminator-Verfahren sowie in dem aus der Glasindustrie bekannten Rollenlaminator-Verfahren mit anschließendem Autoklaven-Prozess.


Dünnschicht-Module und gebäudeintegrierte Photovoltaik

TROSIFOL beliefert nach eigenen Angaben zurzeit regelmäßig mehrere Unternehmen der Photovoltaik-Dünnschichttechnologie mit speziell entwickelten PVB-Folien. Insgesamt entspreche der Produktions-Output dieser Unternehmen einer Kapazität von 200 Megawatt (MW) installierter Leistung. Mindestens sieben weitere Dünnschicht-Modulproduzenten, die 2009 mit Oerlikon-Technik an den Start gehen wollen, würden künftig von TROSIFOL beliefert. Im Segment der gebäudeintegrierten Photovoltaik (BIPV, kristalline Technologie) seien langjährige Geschäftsbeziehungen mit den Kunden ertex-Solar GmbH (Österreich) und Vidursolar (Spanien) ausgebaut worden.


TÜV-Zertifikat für ersol-Modul mit TROSIFOL SOLAR

Ein weiterer Meilenstein sei die Zertifizierung von PV-Modulen mit TROSIFOL SOLAR Folien, betont der Hersteller. Mitte Juli 2008 habe der TÜV Reinland der ersol Thin Film GmbH das TÜV-Zertifikat nach IEC 61646-Norm für deren amorphes Dünnschicht-Modul "Nova®-T" verliehen, das mit TROSIFOL SOLAR produziert wird. Bereits im vergangenen Jahr bestand dieses Modul laut Kuraray Europe die Prüfungen zur Schutzklasse II.


Photovoltaik soll als dritter Geschäftspfeiler ausgebaut werden

Derzeit sei Kuraray mit TROSIFOL der einzige PVB-Folienhersteller weltweit, der PVB-Folienprodukte für beide Laminationsverfahren der Dünnschichttechnologie anbiete- sowohl für das Vakuumlaminatorverfahren (zur Laminierung von kristallinen Zellen) als auch für das vom Verbundsicherheitsglas seit Langem bekannte Vorverbundverfahren mit anschließendem Autoklav-Prozess. Neben den etablierten Anwendungsbereichen Architektur und Automotive will TROSIFOL die Photovoltaik als dritten Geschäftspfeiler stärken und ausbauen.

24.10.2008   Quelle: Kuraray Europe GmbH   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Kuraray Europe GmbH,
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EUROGLAS will den Solarglas-Markt aufmischen

Künftige EUROGLAS-Produktion in Haldensleben.
Künftige EUROGLAS-Produktion in Haldens-
leben.

Ab Mai 2009 will die Euroglas GmbH am Standort in Haldensleben Solarglas produzieren und damit am zukunftsorientierten Solarmarkt teilhaben. Das hochwertige Glas mit großer Energietransmission soll in einer zur Zeit im Bau befindlichen Produktionsstätte veredelt werden, berichtet das Unternehmen in einer Pressemitteilung. Die Produktionsstätte ist nach Angaben des Unternehmens seit Ende September 2008 im Bau. Sie ist über 200 Meter lang und 70 Meter breit. Im neuen Werk werden künftig auf einer Fläche von 15.000 Quadratmetern täglich mit hochmoderner Technik mehr als 400 Tonnen Glas für Anwendungen in der Solar-Industrie veredelt. Das entspreche einer täglichen Produktion von ungefähr drei gläsernen Fussballfeldern, rechnet EUROGLAS vor.  Mit neuen Technologien zur Herstellung von Solarglas will EUROGLAS den Trend zur Nutzung der erneuerbaren Energien und eine kostenbewusste Produktion unterstützen.


Deutliche Produktionssteigerung geplant

Neben dem neuen Veredelungswerk sind weitere Großprojekte in Planung, berichtet die Euroglas GmbH. Ein weiteres Floatwerk werde über zwei Linien und eine Gussglaswanne verfügen. Damit sei gewährleistet, dass die Mengen an extraweißem Floatglas um mehr als das zehnfache der heutigen Produktion gesteigert werden können, um künftig den Solarmarkt intensiv zu beliefern. Darüber hinaus werde das Stammwerk in Haldensleben um eine Gussglaslinie für Solarglas-Anwendungen erweitert. Gleichzeitig erhöhe sich die Tagesproduktion um mehr als das Doppelte.

Das neue Veredelungswerk in Haldensleben sowie die beiden weiteren Großprojekte werden laut EUROGLAS ausschließlich von einer eigenen Ingenieurscrew entworfen, geplant und ausgeführt. Somit sei die EUROGLAS GmbH in der Lage, ihre Float- und Veredelungswerke vom Gemenge über die Schmelze bis hin zum Zuschnitt in Eigenregie zu planen, zu entwerfen und auszuführen.

EUROGLAS, eines der größten Glas herstellenden Unternehmen in Europa, wurde 1993 gegründet und ist ein Zusammenschluss von fünf unabhängigen mittelständischen Unternehmen der Glasverarbeitung. Die drei Werke der EUROGLAS in Haldensleben (D), Osterweddingen (D) und Hombourg (F) produzieren mit rund 650 Mitarbeitern Floatglas, extraweißes Glas für Solaranwendungen, Verbundsicherheitsglas, Brandschutzglas und beschichtete Gläser für Anwendungen im Bereich des Wärme- und Sonnenschutzes.

24.10.2008   Quelle: EUROGLAS GmbH   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Euroglas GmbH,
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Murphy&Spitz Green Capital plant Börsengang Ende 2008

Die in nachhaltige Projekte und Unternehmen investierende Beteiligungsgesellschaft Murphy&Spitz Green Capital AG plant die Aufnahme einer Börsennotiz nach einer für November geplanten Kapitalerhöhung. Nach der Durchführung der durch die Hauptversammlung beschlossenen Kapitalerhöhung in Höhe von bis zu 38 Millionen Euro strebt Murphy&Spitz eine zügige Aufnahme in den Offenen Markt an der Börse Frankfurt an, berichtet das Unternehmen in einer Pressemitteilung. "Jetzt ist die Zeit zu investieren", kommentiert Vorstand Andrew Murphy die Ankündigung. Zuletzt waren die Kurse an den internationalen Börsen im Zuge der Bankenkrise massiv unter Druck geraten.  Mit dem Schwerpunkt auf erneuerbaren Energien und nachwachsenden Rohstoffen ziele die Murphy&Spitz Green Capital AG auf einen Wirtschaftsbereich, der langfristig vielversprechende Aussichten biete, heißt es in der Pressemitteilung. "Wir gehen davon aus, dass Energie und Klima auch in Zukunft wichtige Themen bleiben werden und Bedarf an innovativen Lösungen erzeugen. Mit unserer Beteiligungsgesellschaft bieten wir Unternehmen, die diese Probleme angehen, Wachstumspotential in Form von Kapital", so der Vorstand weiter.

Nachdem der Wertpapierverkaufsprospekt am 15. Oktober die Billigung durch die BaFin erfahren habe, seien die Voraussetzungen für ein öffentliches Angebot mit Börsengang geschaffen. Die neuen Aktien könnten ab dem 20. Oktober 2008 bis zum 14. November 2008 gezeichnet werden. Das öffentliche Angebot richte sich an private und institutionelle Investoren in Deutschland. Überdies sei eine Privatplatzierung in einzelnen europäischen Ländern beabsichtigt. Der Preis pro neuer Aktie ist laut Murphy&Spitz Green Capital AG auf 1,80 Euro festgelegt. Mit dem Erlös sollen der Portfolioaufbau vorangetrieben und bestehende Portfoliounternehmen weiterfinanziert werden.

24.10.2008   Quelle: Murphy&Spitz Green Capital AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

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Prof. Dr. Claudia Kemfert (DIW): Erneuerbare Energien profitieren von Finanzkrise

Die erneuerbaren Energien werden zu den Gewinnern der Finanzkrise zählen, sagt Prof. Dr. Claudia Kemfert vom Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) in einem Interview mit der Fachzeitschrift "Solarthemen". Unternehmen aus dem Bereich der erneuerbaren Energien könnten von der Verunsicherung des Finanzsektors schon mittelfristig profitieren, so die Abteilungsleiterin für Energie, Verkehr und Umwelt des DIW, "weil Banken und Investoren nach den Erschütterungen der Finanzkrise verstärkt auf Engagements zur Sicherung der Zukunft setzen werden; und das sind par excellence nachhaltige Investments in den Klimaschutz wie im Falle von erneuerbaren Energien." Dies betreffe Kapitalanlagen, beispielsweise in Wind- und Solarparks, ebenso wie Unternehmensfinanzierungen.   Kemfert erwartet, dass Unternehmen aus dem Erneuerbare-Energien-Sektor als Adressaten von Krediten für die Banken attraktiver werden. Voraussetzung dafür sei aber eine gute Bonität dieser Firmen.


Förderung der Erneuerbaren im Vergleich zu den staatlichen Hilfen für das Finanzsystem verschwindend gering

Auch die Zustimmung zur öffentlichen Förderung erneuerbarer Energien könne zunehmen, so Kemfert: "Angesichts der Höhe der Finanzspritzen, die nun die Staatengemeinschaft in das klassische Finanzsystem pumpt, um es vor dem Zusammenbruch zu schützen, sind die Subventionen für regenerative Energien verschwindend gering." Das Interview erscheint in der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift Solarthemen (Nr. 290, Donnerstag, 23.10.2008).

Weitere Informationen: http://www.solarthemen.de

Eine Rezension des Buches "Die andere Klima-Zukunft: Innovation statt Depression" von Claudia Kemfert ist veröffentlicht auf dem Solarserver unter http://www.solarserver.de/buecher/index.html.

23.10.2008   Quelle: Solarthemen   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Murmann Verlag,
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US-Energieversorger Lakeland Electric will den größten Solarstrom-Anteil pro Kunde produzieren

Solarmodule von SunEdison.
Solarmodule von SunEdison.

Lakeland Electric, Stromversorger von Lakeland (Florida), und das Unternehmen SunEdison LLC, kündigten am 16. Oktober eine öffentlich-private Partnerschaft an, mit dem Ziel, 24 Megawatt (MW) Solarstromleistung zu installieren. Das Programm soll das größte je von einem Stromversorger in den USA unterstützte Photovoltaik-Programm pro Haushalt werden. Auf jeden der rund 112.000 Kunden von Lakeland Electric sollen 214 Watt Photovoltaik-Leistung entfallen. SunEdison wird laut Vereinbarung für Lakeland Electric Solarstromanlagen im Kraftwerksmaßstab errichten. 

24 MW Photovoltaikleistung im Versorgungsgebiet von Lakeland Electric

Laut Pressemitteilung bleiben die Photovoltaik-Systeme Eigentum von SunEdison, werden jedoch ausschließlich für Lakeland Electric finanziert, errichtet, betrieben, überwacht und gewartet. Dies bedeute, dass das Versorgungsunternehmen keine Investitionen für den Bau der Solaranlagen tätigen müsse, betont SunEdison. Die Solarstromanlagen mit einer Gesamtleistung von 24 MW sollen sowohl auf Freiflächen als auch auf Dächern im gesamten Versorgungsgebiet von Lakeland Electric errichtet werden. Innerhalb von 20 Jahren will SunEdison so viel emissionsfreien Solarstrom produzieren, dass im Vergleich zur herkömmlichen Stromerzeugung mehr als 370.000 Tonnen CO2-Ausstoß verhindert werden. Dies hätte den gleichen Effekt, wie wenn fast 80.000 Autos aus dem Verkehr gezogen würden.


Bahnbrechender Präzedenzfall für die US-Versorgerindustrie

Solarstrom überzeugt ökonomisch und ökologisch

"Die Verantwortung für die Umwelt ist von großer Bedeutung für die Bevölkerung, die Verantwortlichen im Rathaus und Lakeland Electric von großer Bedeutung. Es ist wichtig, dass jedes weitsichtige Versorgungsunternehmen seinen Kunden Strom anbietet, der ökonomisch und ökologisch überzeugt", sagt Jim Stanfield, Geschäftsführer von Lakeland Electric. Für Lakeland sei es ein Gewinn, Solarenergie zu produzieren ohne vorher investieren zu müssen. "Wir sind sehr froh darüber, an diesem innovativen Projekt mit SunEdison zusammenarbeiten zu können", so Stanfield.

"Lakeland Electric nimmt eine Führungsposition unter den Energieversorgern ein und zeigt wie die Solarenergie mit der Stromversorgung verbunden werden kann. SunEdison ist stolz darauf, mit Lakeland Electric zusammenarbeiten zu dürfen und so den Wunsch der Kunden nach sauberem Solarstrom zu erfüllen", ergänzt Brian Jacolick, Geschäftsführer von SunEdison, LLC.

23.10.2008   Quelle:   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: SunEdison, LLC,
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NRW-Wirtschaftsministerin Thoben startet Photovoltaik-Kampagne - neue Plattform soll Solar-Unternehmen stärken

Nachgeführte Photovoltaikanlagen von Energiebau (Köln).
Nachgeführte Photovoltaikan-
lagen von Energiebau (Köln).

Die Landesregierung und die nordrhein-westfälische Photovoltaik-Industrie wollen gemeinsam den Marktanteil von Solarstromanlagen in Nordrhein-Westfalen deutlich erhöhen. "Unser Ziel ist es, in die Weltspitze vorzudringen, den Solarstandort Nordrhein-Westfalen zu stärken und Photovoltaik-Unternehmen im Wettbewerb zu unterstützen", sagte Wirtschaftsministerin Christa Thoben am 21.10.2008 bei der Vorstellung der Kampagne "Photovoltaik NRW - Solarstrom für Nordrhein-Westfalen" und ihrer Partner auf der Fachmesse glasstec 2008 in Düsseldorf. Die Kampagne ist eine Initiative des Landes Nordrhein-Westfalen, wissenschaftlicher Institute und nordrhein-westfälischer Photovoltaik-Unternehmen. Sie wird je zur Hälfte vom Wirtschaftsministerium und von den beteiligten Unternehmen finanziert.  Im Rahmen der Kampagne stehen den Partnern eine intensive Öffentlichkeitsarbeit sowie ein zielorientiertes Marketing zur Verfügung. Darüber hinaus gibt es praktische Hilfen für interessierte Kunden. Spezielles Ziel ist, mehr Transparenz im nordrhein-westfälischen Photovoltaik-Markt zu schaffen. Die Koordination übernimmt die EnergieAgentur.NRW.

Mit SolarWorld, Centrosolar, Energiebau Solarstromsysteme, abakus solar, Spelsberg, Kostal Elektrik, dem TÜV Rheinland und der FH Köln konnten bereits namhafte Partner gewonnen werden. Die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen plant ebenfalls eine Kooperation. "Langfristig wird Solarstrom seinen Beitrag zur Senkung der Energiepreise leisten und nach einer Nutzungsanalyse der in Deutschland verfügbaren Dachflächen rund 25 Prozent des Strombedarfs decken können", beschreibt Michael Schäfer, Geschäftsführer der Energiebau Solarstromsysteme, seine Erwartungen.


40 % mehr Beschäftigte und 31 % höherer Umsatz

In Nordrhein-Westfalen arbeiteten laut Wirtschaftsministerium im vergangenen Jahr rund 2.700 Personen im Kerngeschäft der Photovoltaik. Dies entspreche gegenüber 2006 einem Anstieg von rund 40 %. Die Umsätze der Unternehmen stiegen im gleichen Zeitraum um 31 % auf etwa 1,4 Milliarden Euro. Der Exportanteil der Photovoltaik Unternehmen liegt mit rund 50 % mittlerweile auf einem annähernd hohen Niveau wie derjenige beim bislang führenden Windenergiesektor.

Laut Bundesverband Solarwirtschaft (BSW) erzielten 2007 bundesweit rund 10.000 Unternehmen mit 40.000 Beschäftigten einen Umsatz von mehr als 5,7 Milliarden Euro. Seit 2000 haben sich die Produktionskapazitäten der Solartechnik in Deutschland verzehnfacht. Mittlerweile arbeiten rund 80 Unternehmen bundesweit als Hersteller von Solarzellen, Modulen und Komponenten.


Weltweit steigende Nachfrage sorgt für volle Auftragsbücher in NRW

In den vergangenen Jahren ist der Photovoltaikmarkt national und international stark expandiert. Weltweit lag die durchschnittliche Wachstumsrate bei jährlich 41 %. Gleichzeitig konnten die Kosten zur Herstellung der Photovoltaik-Module in den letzen zehn Jahren um rund 50 % gesenkt werden. "Die weltweit steigende Nachfrage sorgt in Nordrhein-Westfalen derzeit für volle Auftragsbücher. Und damit das so bleibt, starten wir jetzt die Marketing-Kampagne Photovoltaik NRW", so Ministerin Thoben.

In Nordrhein-Westfalen sind bereits wichtige Elemente der Photovoltaik-Wertschöpfungskette an Schwerpunktzentren in und um Gelsenkirchen sowie in der Region Aachen / Jülich / Köln angesiedelt. "Wichtig ist es, die Kosten der Photovoltaik-Technologie zu reduzieren", so die Ministerin. "Hier können unsere kompetenten Unternehmen und Forschungseinrichtungen wichtige Beiträge liefern, z.B. in der weiteren Entwicklung der Dünnschichttechnologie wie auch in der Optimierung des Produktionsprozesses von Zellen, Modulen und Systemen."

Eine neue Internetseite dient als elektronische Plattform der Kampagne "Photovoltaik NRW - Solarstrom für Nordrhein-Westfalen" unter http://www.photovoltaik.nrw.de.

Weitere Informationen: http://www.energieagentur.nrw.de und http://www.glasstec.de



23.10.2008   Quelle: Ministerium für Wirtschaft, Mittelstand und Energie des Landes Nordrhein-Westfalen   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Energiebau Solarstromsysteme GmbH,
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Solar-Konzern REC ASA verkauft Siliziumpulver für mehr als 500 Millionen US-Dollar

Silizium-Produktion bei REC.
Silizium-Produktion bei REC.

Der Solar-Konzern REC (Sandvika; Norwegen) hat einen langfristigen "Take-or-Pay"-Vertrag über die Lieferung von so genanntem Siliziumpulver geschlossen. Der Vertrag hat nach Angaben des Unternehmens ein Volumen von mehr als 500 Millionen US-Dollar ( rund 2,9 Milliarden Norwegische Kronen). Teil der Übereinkunft mit einem in Asien ansässigen Photovoltaik-Unternehmen sei die Belieferung mit aus feinen Einzelteilen bestehendem Silizium, welches mit dem FBR-Prozess (Fluidized Bed Reactor) hergestellt wird.   Siliziumpulver habe bislang aufgrund seiner schwierigen Speicher- und Deponierungmöglichkeiten einen niedrigen oder sogar negativen Wert gehabt, heißt es in der Pressemitteilung. REC habe jedoch eine Technologie entwickelt, um diese feinen Siliziummaterialien aufzufangen und zu verpacken, was neue Geschäftsmöglichkeiten eröffne. "Das Vermarkten dieses Produktes, das REC derzeit nicht selbst nutzen will, wird es uns ermöglichen, unsere Einnahmen und damit auch den finanziellen Rückfluss unserer neuesten Investitionen in die Polysilizium-Produktion zu steigern ", sagte Erik Thorsen, Präsident und Vorstand von REC.

Der Vertrag erstreckt sich über sieben Jahre (2009 bis 2015). Preise und Volumen seien für die gesamte Vertragslaufzeit festgelegt worden, vorbehaltlich gewisser Passagen, die jährliche Preiskorrekturen im Falle von Kosteneskalationen betreffen. Die gelieferten Mengen bewegen sich laut REC zunächst auf einem verhältnismäßig niedrigen Niveau und sollen im Laufe der Zeit auf jährlich rund 1.500 Tonnen steigen. Vor Ende 2008 werde REC Silicon entsprechend der Vereinbarung, eine Vorauszahlung in Höhe von 65 Millionen US-Dollar erhalten. Die Kontingente an Siliziumpulver würden zusätzlich zu den bereits gemeldeten Mengen des Rohstoffs zur Verfügung stehen, berichtet REC.

23.10.2008   Quelle: REC ASA   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: REC ASA,

 

M+W Zander erhält Großauftrag für Photovoltaik-Projekt in Singapur

Der Anlagenbauer M+W Zander (Stuttgart) hat von der norwegischen Renewable Energy Corporation ASA (REC) einen Großauftrag für einen Photovoltaik-Produktionskomplex in Singapur erhalten. Das Auftragsvolumen liege im dreistelligen Millionen-Euro-Bereich, so M+W Zander in einer Pressemitteilung. Es umfasse die Planung und den Bau der Solarzellen- und Modulproduktion innerhalb des Gesamtkomplexes sowie die Anbindung des Maschinenparks an die Versorgungssysteme der Fabrik (hook-up).   "Für M+W Zander ist es ein wichtiger Erfolg, diesen Großauftrag vom weltgrößten Hersteller von multikristallinem Silizium und Wafern für die Solarindustrie erhalten zu haben", sagt Jürgen Wild, Sprecher der Geschäftsführung der MWZ Beteiligungs GmbH, und ergänzt: "Nach Erreichen der vollen Produktionskapazität wird REC mit diesem Projekt die Konkurrenzfähigkeit seiner Solarenergielösungen ausbauen."


Jeweils mehr als ein halbes Gigawatt Kapazität für Solarzellen- und Modulherstellung

Der jetzt geschlossene Vertrag ist laut M+W Zander Teil der ersten Phase des REC-Produktionskomplexes in Singapur. Die für diese Phase geplante Kapazität für Solarzellen soll mit acht Produktionslinien 550 Megawatt erreichen. Vier Produktionslinien für Solarmodule sind auf die Fertigung von 590 Megawatt ausgelegt.

22.10.2008   Quelle: M+W Zander Gruppe   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

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Messe Glasstec 2008 setzt Schwerpunkte auf Photovoltaik und Solarthermie

Solarstromanlagen in Sachsen-Anhalt.
Solarstromanlagen in
Sachsen-Anhalt.

Bis zum 25. Oktober 2008 findet in Düsseldorf die mit mehr als 1.000 Ausstellern weltweit wichtigste Messe der Glasbranche statt. Die Fachmesse steht in diesem Jahr ganz im Zeichen von Solarstrom und Solarwärme. Dabei geht es vor allem um neue Photovoltaik-Dünnschichtmodule und Wege zur Gebäudeintegration von Solarstromanlagen. Auch Unternehmen und Universitäten aus Sachsen-Anhalt präsentieren Neuheiten aus Industrie und Wissenschaft. Die Investitions- und Marketinggesellschaft von Sachsen-Anhalt mbH (IMG) präsentiert sich ebenfalls auf der Glasstec 2008 . "Sachsen-Anhalt beheimatet mit dem 'Solar Valley' eines der weltweit wichtigsten Zentren der Solarindustrie. Das Land hat früh das Potenzial dieser Zukunftsbranche erkannt, viel Geld in die Hand genommen und damit Ansiedlungen und Erweiterungen gefördert. Das zahlt sich jetzt aus", sagt der Wirtschaftsminister von Sachsen-Anhalt, Dr. Reiner Haseloff. 

Jährlich 255.000 Tonnen Solar-Glas: Sachsen-Anhalt präsentiert sich in Düsseldorf als Zentrum der europäischen Floatglas- und Solarzellenproduktion


Der Erfolg der Solarbranche strahle auch auf andere Industriebereiche ab, so habe sich Sachsen-Anhalt inzwischen zum Zentrum der europäischen Floatglasindustrie entwickelt, erläutert der Minister. Die f I glass GmbH, ein Joint-Venture der Unternehmen Scheuten und Interpane, produziere jährlich Jahr 255.000 Tonnen Flachglas und Weißglas für Solar-Anwendungen. Insgesamt seien in Sachsen-Anhalt vier Flachglaswerke angesiedelt, da die Rohstoffversorgung mit Quarzsand und Sodagewinnung optimal sei, wobei auch das hohe Innovationspotenzial in der Solarproduktion einen entscheidenden Teil zur Industriekonzentration beitrage.


Das "Solarvalley Mitteldeutschland" wird in den kommenden fünf Jahren mit rund 40 Millionen Euro gefördert

Eine gemeinsame Initiative der Länder Sachsen, Thüringen und Sachsen-Anhalt als einer der fünf Sieger der ersten Runde des Spitzenclusterwettbewerbs des Bundesforschungsministeriums gekürt. 29 Unternehmen sowie 14 Forschungseinrichtungen - darunter das im Aufbau befindliche Fraunhofer-Center für Silizium-Photovoltaik CSP in Halle - haben sich zum "Solarvalley Mitteldeutschland" zusammengeschlossen, um ihre Potenziale zu bündeln. Mit der Auszeichnung verbunden sind Forschungsgelder in Höhe von insgesamt rund 40 Millionen Euro in den kommenden fünf Jahren. Die Jury würdigte mit ihrer Entscheidung die mitteldeutsche Solarindustrie für deren beispielhaften Brückenschlag zwischen Wirtschaft und Wissenschaft.


Vier von fünf deutschen Solarzellen kommen aus dem "Solar Valley"

Mitteldeutschland ist bereits jetzt eine der weltweit führenden Solar-Regionen. Zwei Drittel der deutschen Solarproduzenten haben dort ihren Sitz - sie stellen 80 Prozent der in Deutschland und 16 Prozent der weltweit produzierten Solarzellen her. Zentrum des "Solar Valley" ist der Raum Halle-Bitterfeld. Allein in Sachsen-Anhalt wird jede zehnte weltweit hergestellte Solarzelle produziert. Der weltgrößte Solarzellen-Hersteller Q-Cells AG produziert in Bitterfeld-Wolfen. Ende 2007 waren in Sachsen-Anhalt insgesamt zehn Solarunternehmen mit rund 3.000 Beschäftigten ausgewiesen.


Weitere Informationen zur glasstec 2008: http://www.glasstec-online.com/

22.10.2008   Quelle:   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Burkhard Broer,

 

Fraunhofer ISE: Neues Labor zur angewandten Silizium-Materialforschung

Vieldrahtsäge: Das ISE arbeitet an der Optimierung des Wafersägens.
Vieldrahtsäge: Das ISE arbeitet an der
Optimierung des Wafersägens.

Mehr als 90 Prozent aller Solarzellen bestehen aus dem Halbleitermaterial Silizium. Der Engpass in der Produktion von hochreinem Silizium hat zu vielen Aktivitäten rund um dieses Ausgangsmaterial geführt. Neben der Erweiterung der Produktionskapazitäten seitens der Industrie gehen auch Photovoltaik-Hersteller und Forschung vermehrt neue Wege bei der Nutzung und Optimierung des Materials. Vor diesem Hintergrund verstärkt das Fraunhofer Institut für Solare Energiesysteme ISE (Freiburg) seine Aktivitäten auf dem Gebiet der Materialforschung. Ergänzt durch das neue Labor "SIMTEC - Silicium Material Technologie und Evaluationscenter" begleitet das Institut jetzt sämtliche Prozessschritte der solaren Wertschöpfungskette - vom Material bis zum Modul - mit angewandter Forschung. Das neue SIMTEC widmet sich der Silizium-Kristallisation und der Wafertechnologie sowie der kristallinen Silizium-Dünnschichttechnologie.   Dabei reicht die Bandbreite von der Arbeit mit verschiedenen Ausgangsformen des Siliziummaterials über die Kristallisation von multikristallinem Silizium, das Blocksägen und Wafering bis hin zur Epitaxie von kristallinem Silizium für Dünnschicht-Waferäquivalente – einer neuen Technologie in der Photovoltaik.




Kristallisation von Siliziumblöcken stellt Weichen für den Solarzellen-Wirkungsgrad

"Auf dem langen Weg vom Rohsilizium bis zum fertigen Solarmodul stellt die Kristallisation von Siliziumblöcken einen zentralen Arbeitsschritt dar", so Dr. Stefan Reber, der am Fraunhofer ISE die Gruppe Kristalline Silizium-Materialien und Dünnschichtsolarzellen leitet, "hier werden quasi die Weichen für den Wirkungsgrad einer Solarzelle gestellt. Mit SIMTEC verfügen wir jetzt über die notwendige Ausstattung, um intensiv die heutigen und zukünftigen Themen auf der Materialseite zu bearbeiten".


"Schmutziges Silizium" für billigere Solarzellen

Hierzu zählt auch die Betrachtung des kostengünstigen metallurgischen Siliziums ("schmutziges Silizium"), um dieses - nach Reduzierung seiner metallischen Verunreinigungen - für die Produktion von Solarzellen einsetzen zu können. Neben der Kristallisation und dem Sägen von Wafern befassen sich die Freiburger Forscher im SIMTEC auch mit kristalliner Silizium-Dünnschichttechnologie. Diese verspricht einen Brückenschlag zwischen den hohen Wirkungsgraden der herkömmlichen Wafertechnologie und dem geringen Materialverbrauch der Dünnschichttechnologie, bei deutlich niedrigeren Herstellkosten.

"Im neuen, 600 m2 großen Labor des SIMTEC können wir den zentral erforderlichen Prozess dieser Technologie, die kristalline Silizium-Abscheidung, in allen Aspekten bis hin zur Produktionstauglichkeit untersuchen und optimieren", so Reber. Damit will die ISE-Arbeitsgruppe die Marktreife der Technologie, nach fast zwei Jahrzehnten Forschung und Entwicklung, in den nächsten beiden Jahren erreichen. Die Einrichtung des neuen Labors SIMTEC wird unterstützt vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU). Die Projektarbeiten werden aus Mitteln der Fraunhofer-Gesellschaft gefördert.

22.10.2008   Quelle: Fraunhofer ISE   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Fraunhofer ISE,
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Wechselrichter-Hersteller Fronius erweitert DATCOM-Service für Betreiber von Solarstromanlagen

Fronius Solar.web mit Demolink.
Fronius Solar.web mit Demolink.

Fronius, ein international führender Anbieter hochwertiger Photovoltaik-Wechselrichter, hat seine Service-Angebote "Fronius Solar.web" und "Fronius Solar.access" nochmals benutzerfreundlicher gestaltet. Neu bei der Internetplattform Fronius Solar.web ist der "Add-on Service". Die dort angebotenen Dienste erlauben es Betreibern von Solarstromanlagen, Solar.web-Funktionen in die eigene Internetseite einzubinden. Derzeit werden ein Demolink sowie eine Diagrammoption angeboten. Der Demolink, der nun im Solar.web erstellt werden kann, umfasst bereits alle Zugangsdaten und führt mit nur einem Klick in eine Solar.web-Anlage.   Dieser Link kann auch an interessierte Freunde und Bekannte gesendet werden, die auf diesem Weg schnell und direkt als Gäste Informationen über die Solarstromanlage samt zugehöriger Daten erhalten.


Mit der Diagrammoption wird ein Balkendiagramm generiert, das ebenfalls in eine Website eingebunden werden kann. Je nach Wunsch liefert es Informationen zu einer PV-Anlage beispielsweise den Solarstromertrag oder die CO2-Ersparnis als Monats-, Jahres- oder Gesamtübersicht.


Anlagenexport und -import per Fronius Solar.access

Die PC-Software Fronius Solar.access verfügt ab der aktuellen Version (1.1.0.0) über eine Export- / Import-Funktion, die den Transfer von Archivdaten und Einstellungen einer PV-Anlage ermöglicht. Der Benutzer legt fest, ob er einen vollständigen Export durchführen möchte oder ob lediglich die Daten eines bestimmten Zeitraums exportiert werden sollen. Der Vorteil dieser Funktion liege vor allem in der einfachen und kompletten Datensicherung, die auf jedem beliebigen externen Datenträger erfolgen kann (CD-Rom, USB-Stick, ...) . Im Falle eines Computerdefektes gehen dem Betreiber keinerlei Daten verloren, da sie über die Importfunktion von Fronius Solar.access auf jeden anderen PC wieder aufgespielt werden können. Bei PV-Anlagen, die von mehreren PCs aus überwacht werden, lassen sich eventuell entstandene Lücken in der Aufzeichnung durch die Export-/Import-Funktion leicht schließen und wieder zu einem vollständigen Datensatz zusammenführen, betont Fronius.


Schnelle und umkomplizierte Datenweitergabe an den Installateur

Installateure, die PV-Anlagenüberwachung als Serviceleistung anbieten, profitieren ebenfalls von der neuen Funktion: Durch die externe Speichermöglichkeit können Kunden die Daten ihrer eigenen PV-Anlage schnell und problemlos an den Installateur weitergeben, der diese wiederum in den eigenen PC importiert. "Noch nie war der Weg zur Datenanalyse und einem Anlagenvergleich so einfach realisierbar", beschreibt Fronius die neue Dienstleistung.

22.10.2008   Quelle: Fronius International   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Fronius international.,
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Photovoltaik-Notstromanlage für eine Krankenstation im Senegal soll kein Leuchtturmprojekt bleiben

Photovoltaik für afrikanische Krankenstation.
Photovoltaik für afrikanische Krankenstation.

SCHOTT Solar, SMA und KAÏTO haben ihr Photovoltaik-Pilotprojekt in Afrika erfolgreich abgeschlossen: Die erste solare Notstromanlage für eine Krankenstation im Senegal wurde am 18. Oktober gemeinsam mit der Dorfgemeinschaft in Baila eingeweiht, berichtet SCHOTT Solar in einer Pressemitteilung. Die Investitionen der drei beteiligten Unternehmen sind bewusst in einem Bereich gewählt worden, der zum ihrem Kerngeschäft gehört: der Solarenergie. Denn der afrikanische Kontinent sei durch seine hohe Sonneneinstrahlung ein neuer und attraktiver Markt für Solarunternehmen, der allerdings erst noch erschlossen werden müsse. Den ersten Schritt in diese Richtung hätten die Projektpartner gerade gemeistert und dabei wichtige Kontakte geknüpft. Weitere Projekte seien bereits in Vorbereitung. 

Investitionen in den Aufbau eines Solar-Marktes im Senegal

Unter den Ehrengästen der Einweihung waren der senegalesische Minister für erneuerbare Energien, Prof. Christian Sina Diatta, sowie einige Vertreter deutscher Institutionen. Sowohl die Teilnahme dieser politischen Führungskräfte als auch das Fazit der Projektpartner unterstreicht die Bedeutung dieser Veranstaltung: Sie wollen sich auch künftig im Senegal engagieren und in den Aufbau eines Solar-Marktes investieren. Bei diesem ersten Projekt haben sich SCHOTT Solar und SMA mit der KAÏTO Energie AG zusammengeschlossen. KAÏTO entwickelt und investiert bereits seit mehreren Jahren in wirtschaftlich orientierte Projekte in der senegalesichen Provinz Casamance. Gemeinsam haben die Unternehmen ein Projekt in der Casamance gewählt.


Sunny Backup-System sichert dauerhafte Stromversorgung

"Die Krankenstation in Baïla ist als wichtige medizinische Anlaufstelle besonders auf eine stabile Stromversorgung angewiesen. Denn dort müssen sich sowohl die Verantwortlichen als auch die Patienten auf Licht und technische Geräte verlassen können", erläutert Dr. Martin Heming, CEO der SCHOTT Solar AG. Damit dies in Zukunft gewährleistet wird, hat SCHOTT Solar Photovoltaikmodule und SMA ein so genanntes Sunny Backup-System für die Krankenstation in Baïla zur Verfügung gestellt. "Unser Sunny Backup-System ergänzt die Photovoltaikanlage, indem es bei einem Stromnetzausfall auf Inselversorgung umschaltet und die Krankenstation dann unabhängig vom vorhandenen, aber ständig ausfallenden Stromnetz versorgt," so Michael Wollny, Projektmanager Inselsysteme der SMA Solar Technology AG.


Gewinne auf beiden Seiten

"Strom ist die Grundvoraussetzung für eine nachhaltige Entwicklung in Afrika," erläutert Wolfgang Hofstätter, Vorstand der KAÏTO Energie AG, und führt aus: "Ohne Elektrizität entsteht nur schwerlich eine lokale Wertschöpfung, durch die neue Unternehmen vor Ort wachsen können. Eine solche nachhaltige Entwicklung benötigt eine funktionierende Infrastruktur. Und Strom ist hierfür einfach die Basis." Durch die Investition in die solare Stromversorgung in Afrika profitieren sowohl der Senegal als auch die beteiligten Unternehmen. Denn je schneller sich die afrikanische Wirtschaft entwickelt, desto mehr Nachfrage wird es dort nach Erneuerbaren Energien geben. "Indem wir die Wirtschaftsstruktur bereits heute unterstützen, helfen wir dem afrikanischen Markt bei dieser Entwicklung," so Heming. Dass dieses Projekt mehr als ein Leuchtturmprojekt sein soll, steht bei den Beteiligten schon seit längerem fest. Daher befinden sich weitere Projekte bereits in der Umsetzung. So plant KAÏTO unter anderem eine Kette von dörflichen Energie-Kiosken, die von lokalen Kleinunternehmern im Franchise-System betrieben werden. Jeder Kiosk soll mit einer zentralen PV-Ladestation für akkubetriebene Anwendungen wie Lampen oder Handys ausgestattet werden. Die Betreiber werden über Energieeffizienz und ergänzende Lösungen informieren, PV-Konsumartikel, Ersatzteile, energiesparende Geräte verkaufen und einfache Installationsarbeiten erbringen.

22.10.2008   Quelle: SCHOTT Solar   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: KAÏTO Energie AG,
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CDU/CSU: Wer erneuerbare Energie sagt, muss auch Stromnetz sagen

Der beschleunigte Ausbau des deutschen Stromnetzes sei dringend geboten, erklärte der Koordinator in Energiefragen der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Dr. Joachim Pfeiffer MdB, anlässlich der ersten Lesung des Energieleitungsausbaugesetzes (EnLAG) am 16.10.2008 im Deutschen Bundestag. Deutschland erlebe zurzeit eine Modernisierungswelle des Kraftwerkparks. Windräder zu Land und zu Wasser oder Biogasanlagen würden weiter rapide zugebaut. Die weltweit vorbildliche Förderung erneuerbarer Energien mache dies möglich, so Pfeiffer. Da der Nordseewind aber nicht bis in die Alpen wehe, müssten zur sinnvollen Verwendung von Strom aus erneuerbaren Energien sowohl der Zugang zum Stromnetz als auch der deutschlandweite Transport massiv und schneller als bisher ausgebaut werden.   "Mit Strom aus Nordseewind sollen schließlich auch Spätzle gekocht werden und nicht nur Hamburger Aalsuppe. Ferner wird der grenzüberschreitende Stromaustausch weiter zunehmen. Deutschland ist bereits heute das zentrale Strom-Transitland in Europa", so Pfeiffer weiter.


Kosten des Netzausbaus für den Umweltschutz und die künftige Energiesicherheit unvermeidbar

Der Entwurf der Bundesregierung zum EnLAG ist laut Pfeiffer für die Integration erneuerbarer Energien in das Stromnetz insgesamt gut geeignet. Als zentrale Elemente würden in einem gesetzlichen Bedarfsplan der vordringliche Bedarf an Übertragungsleitungen festgelegt und der Rechtsweg auf eine Instanz verkürzt. Damit werde der Ausbau des Stromnetzes erheblich beschleunigt. An einigen Stellen seien jedoch Korrekturen notwendig: "Die Kosten, die durch den Ausbau entstehen, werden auf den Verbraucher umgelegt. Diese zusätzlichen Belastungen sind - und so ehrlich muss man sein - für den Umweltschutz und die zukünftige Energiesicherheit unvermeidbar", betont der Koordinator der Union in Energiefragen. Um keine Arbeitsplätze zu gefährden und die deutsche Wirtschaft gegen ihre internationale Konkurrenz nicht zu schwächen, müsse es - ähnlich wie es beim Gesetz zur Förderung erneuerbare Energien (EEG) - allerdings eine Ausnahme für energieintensive Industrien geben.


Den Ausbau der Netze beschleunigen

"Dort wo Erdkabel technisch und politisch sinnvoll sind, sollen Erdkabel auch eingesetzt werden. Das muss vor Ort entschieden werden. Das bedeutet aber auch, dass - mit Ausnahme der vier Erdkabel-Pilot-Projekte - diese teure Maßnahme auch vor Ort bezahlt werden muss und nicht zu Lasten der Allgemeinheit geht. Dazu besteht die Möglichkeit das Veranlasserprinzip einzuführen, ähnlich wie es im Bundesfernstraßengesetz geregelt ist", erläutert Pfeiffer. Zudem müsse das Gesetz offen für den technologischen Fortschritt sein. Neben den konventionellen Hochspannungsleitungen und der Möglichkeit von Erdkabeln könne beispielsweise auch der Einsatz von Hochleistungsleiterseilen sinnvoll sein, heißt es in der Pressemitteilung.

"Insgesamt werden wir mit dem Gesetz, nach Änderung der genannten und einigen weiteren Details, den Ausbau der Netze beschleunigen. Das ist neben der Verabschiedung der neuen Gasnetzzugangsverordnung, der Novellierung des Wettbewerbrechts und der Liberalisierung des Mess- und Zählerwesens ein weiterer wichtiger Schritt hin zu einem freien und wettbewerblichen Energiemarkt. Die Union wird den Weg konsequent weitergehen. Nur so ist eine konkurrenzfähige und sozialverträgliche Energieversorgung auf Dauer zur erreichen", fasst Pfeiffer zusammen.

22.10.2008   Quelle: CDU/CSU-Fraktion im Deutschen Bundestag   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

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WACKER baut Produktionskapazität für Solar-Silizium weiter aus

Granulares Solarsilizium.
Granulares Solarsilizium.

Die Wacker Chemie AG will am Standort Nünchritz (Sachsen) eine neue Produktionsanlage für Polysilizium mit einer Nennkapazität von 10.000 Jahrestonnen errichten. Diese Entscheidung gab der Münchner Chemiekonzern am 17.10.2008 bekannt. Mit dieser Erweiterung trage WACKER unter anderem dem weltweit weiter steigenden Bedarf an polykristallinem Reinstsilizium Rechnung. WACKER rechnet beim Polysiliziumbedarf der Solar-Industrie (Photovoltaik) in den kommenden Jahren auch künftig mit zweistelligen jährlichen Wachstumsraten. Erstes Polysilizium aus der jetzt beschlossenen, so genannten "Ausbaustufe 9" soll im 1. Quartal 2011 zur Verfügung stehen. Die volle Kapazität der neuen Anlage werde voraussichtlich Ende 2011 erreicht. Der Konzern hat nach eigenen Angaben für diese Ausbaumaßnahme Investitionen von rund 760 Millionen Euro vorgesehen. Durch die Anlage werden voraussichtlich etwa 450 neue Arbeitsplätze geschaffen.  

Weiterhin starkes Wachstum der kristallinen Solartechnik erwartet

Darüber hinaus hat das Unternehmen beschlossen, die Nennkapazität der bereits im Bau befindlichen Ausbaustufe 8 am Standort Burghausen von 7.000 Jahrestonnen auf 10.000 Jahrestonnen zu erhöhen. WACKER investiere hierfür rund 100 Millionen Euro, heißt es in der Pressemitteilung. Zusammen mit den laufenden Ausbaumaßnahmen steigere WACKER damit seine Jahreskapazität von derzeit 10.000 Tonnen Polysilizium bis Ende 2011 auf insgesamt 35.500 Tonnen. "Wir rechnen auch weiterhin mit einem starken Wachstum der kristallinen Solartechnik und einer anhaltend hohen Nachfrage unserer Kunden nach Polysilizium", sagte Dr. Rudolf Staudigl, Vorsitzender des Vorstands der Wacker Chemie AG. "Wir sind derzeit der weltweit zweitgrößte Hersteller von Polysilizium und wollen durch den verstärkten Ausbau unserer Kapazitäten unsere Marktposition weiter festigen und ausbauen. Nünchritz hat sich für die neue Ausbaustufe 9 aufgrund der dort bereits vorhandenen hoch entwickelten Infrastruktur und der integrierten Produktionskreisläufe als der betriebswirtschaftlich und technisch beste Standort erwiesen", betont Staudigl. Geschlossene Stoffkreisläufe durch die perfekte Einbindung der neuen Anlage in die bestehende Produktion am Standort seien nicht nur besonders ressourcenschonend, sondern auch eine Schlüsselvoraussetzung, um die Herstellkosten für Polysilizium so niedrig wie nur möglich zu halten, erläuterte der Konzernchef.


Solarsilizium aus Burghausen und Nünchritz

Seit mehr als 50 Jahren produziert WACKER hochreines polykristallines Silizium für die Halbleiterindustrie. Aufgrund der wachsenden Nachfrage nach Solarsilizium hat WACKER POLYSILICON seine Produktion Schritt für Schritt ausgebaut und beliefert seit dem Jahr 2000 verstärkt auch die Photovoltaik-Industrie. Nünchritz ist nach Burghausen der zweite WACKER-Produktionsstandort, der künftig Solarsilizium herstellt. Sachsen ist eines der weltweiten Zentren der Solarindustrie.

21.10.2008   Quelle: Wacker Chemie AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Photon; Wacker Chemie AG,
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DLR-Leitstudie 2008 zieht positive Bilanz für den Ausbau der erneuerbaren Energien

Die Sonne nutzen: Parabolrinnenanlage in Almería.
Die Sonne nutzen: Parabolrinnenanlage in
Almería.

Die Bundesregierung kann ihre bis 2050 gesetzten Ziele beim Ausbau der erneuerbaren Energien, der Steigerung der Energieeffizienz und der Reduzierung der Treibhausgasemission erreichen. Zu diesem Ergebnis kommt die "Leitstudie 2008", die der Energieexperte Joachim Nitsch in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) für das Bundesministerium für Umwelt, Natur und Reaktorschutz erstellt hat. Die Studie beschreibt die mögliche Entwicklung der Energieversorgung bis 2030 und überprüft, ob die längerfristigen Vorgaben der Klimapolitik umgesetzt werden können. Zu ihnen gehören die Treibhausgasemissionen bis zum Jahr 2050 auf zirka 20 Prozent des CO2-Emissionswertes von 1990 zu senken und den Anteil der erneuerbaren Energien auf 50 Prozent zu steigern.  

Große Anstrengungen bei der Energieeffizienz notwendig

Ein weiteres Ergebnis der Leitstudie 2008 ist, dass neben dem stetigen Ausbau der erneuerbaren Energien auch für die Energieeffizienz größtmögliche Anstrengungen unternommen werden müssen. So entspreche die am 16. Oktober 2008 von Bundesumweltminister Sigmar Gabriel vorgestellte Energieeffizienzoffensive etwa der Szenariovariante "E1" der Leitstudie: Mit weiter gesteigerter Effizienz können bis 2020 ein Kraft-Wärme-Kopplungs-Anteil von etwa 25 Prozent und eine CO2-Minderung von rund 40 Prozent erreicht werden.


Positive Effekte für die Volkswirtschaft

Positive Effekte zeigt die Studie auch für die Volkswirtschaft: Durch den Ausbau der erneuerbaren Energien und die Umsetzung von Effizienzmaßnahmen werden ab 2020 beträchtliche Kosten eingespart, die ohne Umsetzung dieser Maßnahmen für zusätzliche Mengen fossiler Energien ausgegeben werden müssten. Den Primärenergieverbrauch im Jahr 2050 beziffert das Leitszenario mit 55 Prozent des Niveaus von 2005, wobei die erneuerbaren Energien dann knapp 50 Prozent des verbleibenden Primärenergiebedarfs decken. Auch die von der Bundesregierung angestrebte 80-prozentige CO2-Minderung könne so bis 2050 erreicht werden, betont die Leitstudie.


Europa muss gemeinsam handeln

Eine herausgehobene Stellung sollte nach Ansicht der Studie ein Handlungskonzept für den mittel- und langfristigen Ausbau der erneuerbaren Energien über die nationalen Grenzen hinweg erhalten. Das Konzept eines europäischen Stromverbundes zur optimalen Nutzung großer Potenziale an erneuerbaren Energien und deren effektive Einbindung in die Stromversorgung sollte mit hoher Priorität verfolgt werden.

Grundlage aller Anstrengungen müssen allerdings wirksame Anreize zu einem deutlich effizienteren Umgang mit Energie in allen Umwandlungs- und Nutzungsbereichen sein. Mit einer derartigen Strategie könne Europa seine Abhängigkeit von fossilen Energie-Importen drastisch verringern und damit die Sicherheit seiner Energieversorgung deutlich steigern. Auch potenziellen Konflikten wegen knapper werdender Energierohstoffe werde dadurch vorgebeugt.


"Leitstudie 2008" ist das Ergebnis von Vorarbeiten aus gut fünf Jahren

Das an der Studie beteiligte DLR-Institut für Technische Thermodynamik erstellt und bewertet seit mehr als 30 Jahren Konzepte zur nachhaltigen Energieversorgung auf der Basis von technologischen Einzelanalysen und von Szenariomodellierungen. Die Energieexperten beim DLR analysieren die Energieversorgung der Zukunft unter anderem im Auftrag der Bundesregierung, verschiedener Landesregierungen, der Europäischen Kommission und anderen Auftraggebern. Vorarbeiten zur jetzigen "Leitstudie 2008" für das Bundesministerium für Umwelt, Natur und Reaktorschutz hat das DLR seit gut fünf Jahren durchgeführt, die meisten mit Partnern aus dem Bereich der Energiesystemanalysen.


Die Studie im Internet:

Die Untersuchung ist auf den Internetseiten des DLR als PDF-Dokument verfügbar in der Zusammenfassung (151kB) und in einer  

Photovoltaik-Strom für das Studio

Maarten Schuit erklärt, wie das funktioniert: "Du brauchst nur Sonne und ein paar Solarmodule. Diese werden so montiert, dass sie im Tagesverlauf so viel Sonne einfangen, wie möglich. Bei der "Grünen Maschine" befinden sie sich auf dem Dach, insgesamt 8 Stück. Der Solarstrom wird in sechs Solar-Akkus gespeichert, die etwas anders funktionieren als normale Autobatterien: Sie haben 6 Volt, werden aber parallel geschaltet, um 12 Volt zu erreichen. Mit einem Wechselrichter wird dann Wechselstrom mit 110 Volt und 60 Hertz erzeugt". Durch die Solarakkus kann das Tonstudio auch nach Sonnenuntergang genutzt werden. Um den Energieverbrauch niedrig zu halten wurde es jedoch bewusst einfach ausgestattet mit nur einigen Instrumenten wie Gitarren, Bass und Piano) sowie einer Menge Software.

Während er an seinem Debütalbum arbeitet, veröffentlicht Turtuga Blanku neue Songs mit Reggae-Anklängen auch auf seiner Internetseite. Die aktuelle Veröffentlichung "Golden Bubble" soll vermitteln, wie die Sonne klingt, so Maarten Schuit. " Turtuga Blankus in Musik verwandelter Sonnenschein wird euch für den Rest des Tages warm halten und zum Strahlen bringen", verspricht Schuit.

Weitere Informationen
http://www.TurtugaBlanku.com


19.10.2008   Quelle: Maarten Schuit   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Turtuga Blanku,
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Deutsche Solarpreise 2008 verliehen: Projekte, Initiativen und Persönlichkeiten geehrt

Auszeichnung für Wege zur Energiewende.
Auszeichnung für
Wege zur Energie-
wende.

Die Europäische Vereinigung für Erneuerbare Energien EUROSOLAR e.V. hat am 18. Oktober 2008 in Bonn die Deutschen Solarpreise 2008 vergeben. Die Laudatio hielt Ronald Feisel, Redaktionsleiter der Sendung "Stichtag/ZeitZeichen" beim Westdeutschen Rundfunk (WDR). Die Auszeichnungen wurden verliehen von EUROSOLAR-Präsident Hermann Scheer, Träger des Alternativen Nobelpreises. Er hob in seiner Ansprache hervor, dass alle Preisträger eine Vorbildwirkung haben, um das Umsteuern von fossilen und atomaren Energien auf die Vollversorgung mit Erneuerbaren Energien zu beschleunigen.  "Dass dies nicht nur möglich ist, sondern sogar schon praktiziert wird, haben nicht nur die jetzt Ausgezeichneten, sondern zahlreiche Bewerbungen nachgewiesen, die ebenfalls auf klassischen und auf originellen Wegen Lösungen finden, um die Energiewende voranzutreiben", sagte Scheer zur Preisverleihung.


Unterstützung für die Marburger Solarsatzung

Die Deutschen Solarpreise 2008 wurden in sieben Kategorien vergeben. Für ihre herausragende politische Initiative erhält die Stadt Marburg (Hessen) den Deutschen Solarpreis, die in den vergangenen Wochen mit ihrer Solarsatzung breites öffentliches Interesse geweckt hat (der Solarserver berichtete).

· Die Gemeinde Salzhemmendorf (Niedersachsen) wurde in der Kategorie "Städte/Gemeinden, Landkreise, Stadtwerke" ausgezeichnet.
· Unter den industriellen, kommerziellen und landwirtschaftlichen Unternehmen/Betrieben siegte die MANN Naturenergie GmbH & Co. KG, Langenbach (Rheinland-Pfalz).
· Die Abtei Münsterschwarzach (Bayern) erhält die Auszeichnung in der Kategorie "Lokale oder regionale Vereine und Gemeinschaften als Förderer von Projekten für erneuerbare Energien".
· In der Kategorie "Solares Bauen" ging der Deutsche Solarpreis an Prof. Dr.-Ing. Norbert Fisch, Braunschweig (Niedersachsen).
· In der Kategorie "Bildung und Ausbildung" siegte das Oberstufenzentrum Technische Informatik/Industrie, Elektronik, Energie/Management (OSZ TIEM) Berlin-Spandau.


Sonderpreise für persönliches Engagement erhielten: Prof. em. Dr. Franz Daschner, Albert-Ludwig-Universität Freiburg (Baden-Württemberg) und Jürgen Hartwig, Ing.-Büro für Solarstromtechnik, Gründer der Solarzellenfabrik ERSOL, Erfurt (Thüringen)


Erstmals Auszeichnungen für "Hundert-Prozent-Kommunen"

Außerdem wurden Eigentümer oder Betreiber von Anlagen zur Nutzung Erneuerbarer Energien mit Plaketten ausgezeichnet, wie beispielsweise privater Plusenergiehäuser, Schulen und anderer Bildungseinrichtungen. In diesem Jahr gab es Auszeichnungen erstmals auch für "Hundert-Prozent-Kommunen" - also Gemeinden, die Initiativen ergreifen, um sich vollständig mit erneuerbaren Energien zu versorgen. Diese Preisträger werden auf den Internetseiten von EUROSOLAR präsentiert.

Der Deutsche Solarpreis wird von EUROSOLAR seit 1994 jährlich an Kommunen, Unternehmen, Einzelpersonen und an Organisationen vergeben, die sich um die Nutzung und Anwendung der Erneuerbaren Energien in allen verfügbaren Formen verdient gemacht haben. Es werden herausragende innovative Projekte, Initiativen und Engagements ausgezeichnet, in diesem Jahr mit der Stadt Marburg erstmals auch eine politische Initiative.

Die Europäischen Solarpreise 2008 werden von EUROSOLAR am 3. Dezember in Berlin verliehen.

18.10.2008   Quelle: EUROSOLAR e.V.   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: EUROSOLAR,

 

Verbraucher entscheiden sich zunehmend für das Heizen mit Holz und Pellets

Pelletanlagen als kostensensible und umweltfreundliche Heizalternative.
Pelletanlagen als kostensensible und
umweltfreundliche Heizalternative.

Energie wird in Deutschland immer mehr zur Luxusware. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes sind die Kosten für Heizung und Strom seit 2002 um mehr als 55 Prozent gestiegen. Und laut Aussage regionaler Verbraucherzentralen ist ein Ende der Preissteigerungen gerade für fossile Energieträger mittelfristig nicht absehbar. Doch immer mehr Verbraucher hätten inzwischen die Zeichen der Zeit erkannt und setzten auf Heizsysteme, die erneuerbare Energien nutzen, berichtet die Initiative Holz und Pellets in einer Pressemitteilung. Mit Holz und Pellets könne sich der private Bauherr auf jeden Fall wirksam vor drohenden Energiekosten-Steigerungen schützen. Von allen Modernisierungsmaßnahmen im Haus amortisiere sich die energieeffiziente Sanierung der Heizung am schnellsten.   Kein Wunder also, dass sich bei den Installationen von Heizsystemen der Anteil der Erneuerbaren seit 2005 von 20 auf 40 Prozent verdoppelt hat, betont die Initiative mit Verweis auf Zahlen des Bundesindustrieverbandes Deutschland Haus-, Energie- und Umwelttechnik (BDH).


Im ersten Halbjahr 2008 wurden gegenüber dem Vorjahreszeitraum 33 Prozent mehr Holz- und Pelletheizungen verkauft

Eine besonders umweltfreundliche, zuverlässige Heizungsalternative für kostenbewusste Verbraucher stelle die Holzheizung dar, betont die Initiative. Die im laufenden Jahr enorm gestiegene Nachfrage belege eindrucksvoll die Renaissance dieser ursprünglichsten aller Wärmeversorgungen: Nach der aktuellen BDH-Statistik konnten die Hersteller im ersten Halbjahr 2008 gegenüber dem Vergleichszeitraum im Vorjahr einen Zuwachs an verkauften Holz- und Pelletheizungen von 33 Prozent verzeichnen. Dabei seien die Lieferanten von Stückholz, Holzhackschnitzeln und Pellets auf eine weiterhin steigende Nachfrage gut eingestellt, so dass sich der Verbraucher keine Sorgen wegen Versorgungsengpässen machen müsse. Vom nachwachsenden Rohstoff Holz gebe es im deutschen Wald mehr als in allen anderen Ländern Mitteleuropas und Skandinaviens. Zudem sei in den letzten Jahrzehnten in den heimischen Wäldern deutlich weniger Holz genutzt worden, als nachgewachsen ist.


Preisniveau von Holzpellets rund 50 Prozent unterhalb der aktuellen Gas- und Ölpreise

Auch beim sensiblen Thema Preis rechnet die Initiative Holz und Pellets damit, dass das Niveau bei Holzpellets auch im stürmischen Herbst-Wintergeschäft immer noch rund 50 Prozent unterhalb der aktuellen Gas- und Ölpreise liegen wird. Nach Schätzungen des Deutschen Energie-Pellet-Verbandes (DEPV) haben sich allerdings rund 75 Prozent der Pelletheizungsbesitzer dieses Jahr bereits im Sommer zu sehr günstigen Konditionen mit dem Brennstoff eingedeckt.

Weitere Informationen rund um das Heizen mit Holz - auch zu den weiteren Heizvarianten mit Scheitholz und Hackschnitzel - gibt es unter http://www.holzundpellets.de.

18.10.2008   Quelle: Initiative Holz und Pellets   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Initiative Holz und Pellets,
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Klimaprojekt von Al Gore auf europäischem Gipfel präsentiert

Vom 13.-15. Oktober präsentierte sich das Klimaschutzprojekt des ehemaligen US-amerikanische Vizepräsidenten und Umweltaktivisten Al Gore in Amsterdam. Der Modedesigner Tommy Hilfiger hat das Treffen des "Climate Project"; TCP) mit veranstaltet und gleichzeitig Räume in seinem europäischen Geschäftssitz zur Verfügung gestellt. TCP ist eine gemeinnützige Organisation mit Hauptsitz in den USA und engagiert sich dafür, das weltweite Bewusstsein für den Klimawandel zu steigern. Die 2.500 ehrenamtlichen Mitarbeiter der Organisation haben bereits mehr als vier Millionen Menschen weltweit angesprochen, um auf Lösungsmöglichkeiten aufmerksam zu machen, wie das Weltklima verbessert werden kann.   Auf der Tagung haben 100 europäische Mitglieder des TCP-Teams an einer Reihe von Seminaren teilgenommen und dabei einen Vortrag erlernt, ähnlich der Version von Al Gore im preisgekrönten Film "Eine unbequeme Wahrheit". "Die Organisation Climate Project ist mit ihrer weltweiten Präsenz in einer perfekten Position, bei der Lösung der Klimakrise mitzuhelfen", so Al Gore. "Die europäischen Referenten von TCP - in Spanien, Großbritannien und anderswo - haben bereits fantastische Arbeit geleistet und das Bewusstsein ihrer Mitmenschen für die Krise gesteigert. Ich freue mich über jede Gelegenheit, denen, die sich für diese kritische Sache engagieren, meine Unterstützung zu gewähren", so Gore.


Tommy Hilfiger: "Klimakrise macht mir große Sorgen"

"Wir freuen uns sehr darüber, unsere erste Schulungstagung in Europa abzuhalten", erklärt Jenny Clad, Executive Director bei The Climate Project. "Es ist für unsere Mission absolut unerlässlich, dass wir das Projekt in die ganze Welt hinaustragen, um ein weltweites Bewusstsein für die Klimakrise zu fördern und einen grüneren Lebensstil zu befürworten." "Die wachsende Klimakrise macht mir große Sorgen und ich habe großen Respekt vor der Arbeit, die TCP zur Abhilfe geleistet hat", so Tommy Hilfiger. "Darum ist es mir eine Ehre, als Gastgeber des ersten Treffens in Europa aufzutreten, mit dem die Menschen weltweit zu grünem Denken angeregt werden sollen, in dem Versuch, unseren Planeten zu retten."

Weitere Informationen: http://theclimateproject.org/index.php

18.10.2008   Quelle: Tommy Hilfiger Group; The Climate Project   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

 

SolarWorld eröffnet größte Solar-Fabrik der USA: 1.000 neue Arbeitsplätze in Oregon

SolarWorld-Produktionsstätte Hillsboro.
SolarWorld-Produktionsstätte Hillsboro.

Die SolarWorld AG eröffnet am17.10.2008 die größte Solarzellenproduktion der USA, berichtet das Unternehmen in einer Pressemitteilung. In Hillsboro (Oregon) investiert der deutsche Konzern nach eigenen Angaben 500 Millionen US-Dollar in modernste Technik. In einer integrierten Fertigung entstehen dort hauchdünne Siliziumscheiben, sogenannte Solarwafer, und Solarzellen mit einer Jahreskapazität von 100 Megawatt (MW). An ihrem endgültigen Bestimmungsort, dem Dach oder der Großanlage entspreche dies dem Strombedarf von 100.000 Menschen. Das Unternehmen kündigte an, die Kapazität in den nächsten drei Jahren auf 500 Megawatt auszuweiten. 

Frank Asbeck: Solarenergie wird sich gegen den aktuellen Trend der US-Wirtschaft behaupten

In den USA steigt die Nachfrage nach sauberer und nicht importierter Energie massiv. Dieses Wachstum setze sich auch gegen den aktuellen Abwärtstrend der amerikanischen Wirtschaft durch, betont SolarWord. Frank H. Asbeck, Vorstandsvorsitzender der SolarWorld AG: "Wir erwarten 2009 mehr als eine Verdoppelung des Marktes auf dann etwa 1.000 Megawatt." Die Solarenergie werde sich auch klar gegen den aktuellen Trend der US-Wirtschaft behaupten. Asbeck: "Eine sicherere Anlage als die Investition in Solarenergie gibt es nicht. Für den Eigenheimbesitzer bedeutet sie, sich mit der Stromproduktion auf dem eigenen Dach und dem eigenen Grundstück von den steigenden Strompreisen abzukoppeln. Für uns als Unternehmen bedeutet sie, unsere Spitzenposition in einer der wichtigsten Zukunftstechnologien der Welt auszubauen."

Die Investition am Standort Hillsboro soll bis 2011 rund 1.000 neue Arbeitsplätze schaffen. 250 Menschen sind bereits zum heutigen Produktionsbeginn eingestellt worden. "Wir erleben eine außerordentliche Begeisterung hier in Oregon für die Solarenergie und für unser Unternehmen", so Asbeck. Der Bundestaat Oregon wird bei der Eröffnungsfeier durch Gouverneur Ted Kulongoski vertreten.

Die SolarWorld AG mit Hauptsitz in Bonn/Deutschland ist seit der Übernahme der Solara-Ativitäten des Ölkonzerns Shell der größte Solartechnikproduzent auf dem amerikanischen Kontinent. Neben dem neuen Standort in Oregon betreibt der Konzern eine Fertigung für Solarmodule im Camarillo (Kalifornien). Die Hauptfertigungsstätte des Unternehmens bleibt weiterhin Freiberg in Sachsen/Deutschland. Aktuell wird dort für 350 Millionen Euro eine neue Fertigung für Solarwafer aufgebaut, um die dort bereits bestehende Produktionskapazität auf 1.000 Megawatt zu verdoppeln. Für den asiatischen Raum baut SolarWorld eine Modulfabrikation in Südkorea, die Ende des Jahres ihre Produktion aufnehmen soll.

17.10.2008   Quelle: SolarWorld AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: SolarWorld AG,
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Photovoltaik-Hersteller Q-Cells auf Expansionskurs: 250 neue Arbeitsplätze im Solar Valley, 200 weitere Stellen offen

Hochschule Anhalt und Q-Cells bilden Solar-Experten aus.
Hochschule Anhalt und Q-Cells bilden
Solar-Experten aus.

Die Q-Cells AG, der weltweit größte Hersteller von Solarzellen, expandiert weiter im In- und Ausland. Trotz der Turbulenzen an den weltweiten Finanzmärkten und einer sich abzeichnenden Rezession in der deutschen Wirtschaft werde die Solar-Branche weiter stark wachsen, betont das Unternehmen in einer Pressemitteilung. Vergangene Woche kündigte die Solibro GmbH, ein Joint Venture der Q-Cells AG und der schwedischen Solibro AB, den Ausbau ihrer Produktionskapazitäten im Solar Valley Thalheim an. Allein dort werden 250 neue Arbeitsplätze geschaffen. Und auch die anderen Tochterunternehmen der Q-Cells AG, die Sontor GmbH und die Calyxo GmbH, expandieren und suchen geeignete Fachkräfte in Thalheim. 

Vor allem Physiker, Chemiker und Ingenieure gesucht

Derzeit sind auf den Karriereseiten der Q-Cells AG im Internet über 200 offene Stellen zu finden. Das Unternehmen, das 2008 mit dem Siegel "Deutschlands bester Arbeitgeber" ausgezeichnet wurde, will diese Arbeitsplätze schnellstmöglich mit qualifiziertem Personal besetzen. Die Vielfalt der ausgeschriebenen Stellen reicht von Technologen für Forschung und Produktentwicklung, Prozessingenieuren, Linienverantwortlichen/-optmierern, Qualitätsingenieuren bis hin zu Mitarbeitern in der Instandhaltung, technischen Einkäufern und Produktmanagern. Grundsätzlich werden Physiker, Chemiker und Ingenieure gesucht. Bereits heute arbeiten 250 Wissenschaftler und Ingenieure am kürzlich eingeweihten Reiner-Lemoine-Forschungszentrum daran, die Solartechnologie von morgen zu entwickeln. Denn das große Ziel der Q-Cells AG ist, die Photovoltaik konkurrenzfähig und langfristig zur wichtigsten Energiequelle der Zukunft zu machen.


Dualer Studiengang Solartechnik in Kooperation mit der Hochschule Anhalt

Neben den vielen Berufsperspektiven bietet Q-Cells durch Ausbildung und Studium auch jungen Menschen eine Chance. Im Moment lernen 163 Auszubildende in 16 kaufmännischen und technischen Ausbildungsberufen. Daneben gibt es einen dualen Studiengang Solartechnik in Kooperation mit der Hochschule Anhalt in Köthen und Q-Cells hat eine Stiftungsprofessur Photovoltaik an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg eingerichtet. Und auch 2009 werden junge Menschen die Möglichkeit haben, bei der Q-Cells AG eine Ausbildung oder ein Studium in der Solarbranche zu beginnen, betont das Unternehmen.

17.10.2008   Quelle: Q-Cells AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Hochschule Anhalt,
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Marburger Bürgermeister Kahle erhält Solarsatzung als Schautafel für einen Sonnen-Lehrpfad

Dr. Kahle (2. v.l.) mit Tafel zur Solarsatzung.
Dr. Kahle (2. v.l.) mit Tafel zur Solarsatzung.

Anlässlich der RegioSolar-Konferenz überreichten Dr. Astrid Wetzel und Thomas Batinic von der Marburger Agentur "biopresent" den Entwurf einer Schautafel ihres Sonnen-Lehrpfades "Via Sol" an Bürgermeister Dr. Franz Kahle. Der Tafelentwurf thematisiert die aktuelle Marburger Solarsatzung, die Kahle auch auf der Konferenz vorstellte und die dort als Instrument zur Förderung erneuerbarer Energien einhellig begrüßt wurde. Die Europäische Vereinigung für Erneuerbare Energien EUROSOLAR e.V. wird die Stadt Marburg am 18. Oktober 2008 in Bonn für ihre Solarsatzung als "herausragende politische Initiative" mit dem Deutschen Solarpreis auszeichnen.  Wetzel und Batinic würden ihren Sonnen-Lehrpfad gerne in Stadt Marburg aufstellen und hoffen auf Unterstützung durch den Magistrat und Sponsoren. Angesichts der zunehmenden weltweiten Energieprobleme und des wachsenden Interesses der Bevölkerung an Alternativen zu fossilen Brennstoffen soll der Sonnen-Lehrpfad "Via Sol" einen Weg in die Zukunft weisen, so die Agentur "biopresent" in einer Pressemitteilung.


Die Chancen regenerativer Energiequellen sind der Schwerpunkt des Lehrpfades, der auf zwölf ansprechend gestalteten Schautafeln die Leistungen der Sonne darstellt. Die Sonne als Grundlage allen Lebens, als Lichtquelle, Zeitmacherin und Richtungsgeberin sind weitere Themen, die anschaulich beleuchtet werden.
"Die Solarsatzung war für uns der Anlass, dem Magistrat zu zeigen, wie eine individuell gestaltete Tafel des Sonnen-Lehrpfades prinzipiell aussehen kann", sagt Astrid Wetzel. Als erlebnispädagogisches Mittel für Schulklassen lasse sich der Sonnen-Lehrpfad auch in den Unterricht einbeziehen. Angesichts zahlreicher Anfragen aus aller Welt zur Solarsatzung an den Magistrat böte der Sonnen-Lehrpfad eine ideale Möglichkeit, Marburgs Vorreiterrolle bei der Nutzung der Sonnenenergie auch in der touristischen Öffentlichkeitsarbeit zu nutzen und die Leistungen der Sonne dauerhaft in Marburg zu präsentieren, so Wetzel.

Die im Jahr 2000 gegründete Marburger Agentur "biopresent" ist auf Umweltbildung und die Präsentation allgemeinverständlicher Naturwissenschaften in Bild und Text spezialisiert. Neben Fachtexten, Grafik und Illustration für Broschüren entstehen individuelle, lichtbeständige Schautafeln und Infoschilder für den Außenbereich sowie maßgeschneiderte Konzepte für Lehr- und Erlebnispfade. Projektbeispiele gibt es im Internet unter http://www.biopresent.de.

17.10.2008   Quelle: biopresent - Dr. Astrid Wetzel & Thomas Batinic GbR   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: biopresent,

 

SOLON präsentiert neues einachsig nachgeführtes Photovoltaik-System "SOLON Single Axis"

Photovoltaik-System "SOLON Single Axis".

Die SOLON AG (Berlin) präsentiert mit SOLON Single Axis ein neu entwickeltes Photovoltaik-Komplettsystem für Großprojekte. SOLON Single Axis wird dem Stand der Sonne einachsig nachgeführt und erzielt laut Hersteller einen Mehrertrag von bis zu 25 Prozent gegenüber einer leistungsgleichen fest installierten Solarstromanlage. Die kosteneffiziente Montage sowie der geringe Wartungsaufwand erhöhten zusätzlich die Wirtschaftlichkeit des Systems, heißt es in der Pressemitteilung des Unternehmens. SOLON wird das Nachführsystem ab Anfang 2009 anbieten. Mit der Markteinführung des SOLON Single Axis erweitert die SOLON AG ihr Produktportfolio zur solaren Kraftwerkstechnik.   Ausgereifte Kraftwerkstechnologie demonstriert SOLON bereits mit dem SOLON Mover, dem zweiachsig nachgeführten PV-Komplettsystem. Seit der Markteinführung in 2005 wurden nach Angaben des Unternehmens über 10.000 SOLON Mover weltweit installiert.


Hydraulische Nachführung mit Backtracking

Die Standardeinheit des SOLON Single Axis besteht aus 12 Modulreihen mit jeweils 32 SOLON-Großmodulen. Das System wird entlang der horizontalen Achse hydraulisch nachgeführt. Ein automatisches Rücksetzverfahren (Backtracking) korrigiert zudem bei Bedarf den Stand der Einheiten und verhindert dadurch eine Eigenverschattung der Module. Je nach Breitengrad kann mit dem SOLON Single Axis ein Solarstrom-Mehrertrag von bis zu 25 Prozent erzielt werden.


Ausgelegt für extreme Witterungsbedingungen

Das Montagesystem ist vorkonfektioniert und ermöglicht so einen schnellen und damit ressourceneffizienten Aufbau mit geringem Zeit- und Materialeinsatz. Die Fertigung des SOLON Single Axis aus hochwertigem COR-TEN Stahl bzw. feuerverzinktem Stahl gewährleiste, dass er extremen Witterungsbedingungen über Jahrzehnte standhalte, so die SOLON AG. Das System sei für Windgeschwindigkeiten bis zu 80 km/h in Betriebsposition und bis zu 130 km/h in Sturmposition ausgelegt. Die eingesetzten Großmodule sowie die bewährte SOLON-Verbindungstechnologie von SOLON Single Axis sorgten zudem für maximalen Diebstahlschutz.

17.10.2008   Quelle: SOLON AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: SOLON AG,
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Solar-Gipfel 2008: Internationaler Treffpunkt der Photovoltaik-Branche

Silizium steht im Mittelpunkt des "Solar Summit
2008".

Vom 22. bis 24. Oktober 2008 hat die internationale Kongressreihe "Solar Summits Freiburg" Premiere im Konzerthaus Freiburg. Als neue Plattform zu den Schlüsselthemen der Solartechnik widmet sich der Kongress in diesem Jahr den Silizium-Materialien für die Photovoltaik. Internationale Spitzenvertreter aus Wissenschaft und Industrie präsentieren die neuesten technologischen Entwicklungen und Lösungsansätze zur Gewinnung und Verarbeitung von Silizium zur Photovoltaik-Produktion und diskutieren über Chancen und Herausforderungen für die Photovoltaik-Industrie. Im Mittelpunkt der zahlreichen Diskussionsrunden stehen die Entwicklungen auf dem Photovoltaik-Markt sowie aktuelle Themen der Branche.  Mit starker internationaler Beteiligung geht der Kongress 2008 an den Start. Bereits zum jetzigen Zeitpunkt haben sich laut Veranstalter Teilnehmer aus über 20 Ländern angemeldet. Die Kongressteilnehmer kommen überwiegend aus Deutschland, Österreich, Italien, Frankreich und den Niederlanden, aber auch aus Nigeria, Japan, Iran und den USA.


Umwelt- und Solar-Hauptstadt Freiburg

"Wir freuen uns, dass wir zur Kongressreihe 'Solar Summits Freiburg' Teilnehmer als aller Welt begrüßen dürfen", erklärt Norbert Bargmann, Geschäftsführer der Messe München. "Dies zeigt, dass der Solarmarkt derzeit weltweit eine überaus positive Entwicklung erlebt. Diesen Aufwärtstrend gilt es auch für die Zukunft anzustoßen und voranzutreiben und genau dieses Ziel verfolgen wir mit der neuen Kongressreihe. Der Standort Freiburg ist dazu bestens geeignet und ist bereits international eingeführt", betont Bargmann. Dr. Bernd Dallmann, Geschäftsführer der FWTM sieht in der Kongressreihe Solar Summits Freiburg eine hervorragende Ergänzung zu weiteren Veranstaltungen, die das Profil der Umwelt- und Solar-Hauptstadt Freiburg ergänzen und helfen dieses weiter zu entwickeln. Die Solarwissenschaft, vertreten durch das Fraunhofer Institut für Solare Energiesysteme (ISE) spiele dabei eine herausragende Rolle. Freiburg etabliere sich zunehmend als solares Wissenschafts-, Kompetenz und Anwendungszentrum, das auch international viel Beachtung finde.


Freiburger Solarnacht am 22. Oktober

Am Mittwoch, den 22. Oktober 2008, lädt das Fraunhofer ISE alle Kongressteilnehmer und weitere Vertreter der Solarszene zur sechsten "Freiburger Solarnacht" im Institutsgebäude ein. Die traditionelle "Freiburger Solarnacht" hat sich in den vergangenen Jahren zu einem beliebten Treffpunkt für die Solarbranche entwickelt, und ist erstmals in den Kongress Solar Summits integriert.

Weitere Informationen sowie eine detaillierte Programmübersicht erhalten Sie unter http://www.solarsummits.de/

17.10.2008   Quelle: MESSE MÜNCHEN GMBH   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Wacker-Chemie GmbH,
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Adept Technology präsentiert neues 3-D-Kontrollverfahren zur Solarzellenproduktion

Solarzellen-Prüftechnik von Adept Technology.
Solarzellen-Prüftechnik von Adept Technology.

Adept Technology, Inc. (Livermore, Kalifornien), weltweiter Anbieter von intelligenten, optisch gesteuerten Robotern und Roboteranwendungen, hat auf der Solar Power International Trade Show in San Diego (Kalifornien) vom 13.-16. Oktober 2008 ein neues Solarzellen-Kontrollverfahren vorgestellt. Die neue Technologie verbindet ein hoch auflösendes 2-D und 3-D-Solarzellen-Kontrollverfahren mit einem weiterentwickelten Prozess zur Verarbeitung der Zellen.  "Die Solarzellenhersteller beschäftigen sich mit den nächsten und schwierigen Schritten des Produktionsverfahrens, um wettbewerbsfähig zu bleiben und sich auf die steigende Nachfrage für Solarprodukte vorzubereiten", sagte John Dulchinos, Präsident und Vorstand von Adept Technology Inc.

"Die Integration voll automatisierter Fertigungs- und Kontrollverfahren bietet den Herstellern eine neue und effektive Technologie, um einerseits die Effizienz der Produktion zu erhöhen und andererseits den Trend zur Kostensenkung in der Photovoltaik fortzusetzen", betont Dulchinos. Das Unternehmen präsentierte beide Verfahren, die 2-D und die hochauflösende 3-D Technologie, an seinem Messestand in San Diego. Das Kontrollverfahren wurde sowohl mit dem Industrieroboter "Adept Quattro s650" demonstriert, der den Hochgeschwindigkeitstransfer der Solarzellen ermöglicht, als auch mit einer ruhenden Kontrollanlage. Beide Kontrollanlagen arbeiten mit schnellen, hoch auflösenden optischen Systemen, die von LMI Technologies entwickelt wurden, einem Marktführer der angewandten visuellen Sensortechnik. Der Adept Quattro s650 Roboter sei leicht zu bedienen und ideal für die Verarbeitung, Montage und Sortierung der Solarzellen sowie zur Verschaltung und Beschriftung der Zellen und für Tests, betont der Hersteller.

17.10.2008   Quelle: Adept Technology, Inc.   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Adept Technology, Inc,
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Die TÜV Rheinland-Gruppe und die Universität von Arizona gründen Zertifizierungsunternehmen für Solar-Systeme

Photovoltaik-Tests beim TÜV-Rheinland.
Photovoltaik-Tests beim TÜV-Rheinland.

Die TÜV Rheinland-Gruppe hat gemeinsam mit der Arizona State Universität (ASU) das eigenständige Unternehmen "TÜV Rheinland PTL, LLC" gegründet, und richtet damit eine umfassende und nach neuestem Stand der Technik konzipierte Testanlage zur Zertifizierung von Photovoltaik-Systemen ein. Das Gemeinschaftsunternehmen wird in Tempe (Arizona, USA) ansässig sein. Es verbinde den guten Ruf, das technologische Know-how, die Management-Erfahrung und den internationalen Einfluss der TÜV Rheinland-Gruppe mit der über 50-jährigen Erfahrung der Arizona State University bei der Entwicklung von Solarenergie-Systemen sowie dem Wissen der ASU über geeignete Prüfverfahren, heißt es in der Pressemitteilung. Das Photovoltaic Testing Laboratory (PTL) der ASU arbeitet seit 1992 und war lange Zeit das einzige anerkannte Labor in den USA, das Photovoltaik-Systeme bewerten und Produktzulassungen erteilen konnte.  Die Mitarbeit der ASU wurde rechtlich möglich durch die Arizona Technology Enterprises sowie deren 100%iges Tochterunternehmen Commercial PTL Ventures, Inc.

Die Zusammenarbeit ermöglicht es der TÜV Rheinland-Gruppe, das Testlabor der ASU mit ihrem globalen Netzwerk zu verbinden. Die Testkapazitäten des PTL sollen mit neuesten Prüfständen ausgestattet werden und sowohl hinsichtlich des Umfangs als auch des Geltungsbereichs so stark ausgeweitet werden, dass auch Photovoltaik-Module für Asien, Nordamerika und Europa getestet und zertifiziert werden können. Im Gegenzug erlaubt das PTL dem Unternehmen TÜV Rheinland die Nutzung seiner wissenschaftlichen Einrichtungen und ermöglicht den direkten Zugang zum amerikanischen Prüfungsmarkt sowie den Zugriff auf die jahrelang im Labor und unter realen Bedingungen gesammelten Tests von PV-Modulen. In Zentral-Arizona könne mit durchschnittlich 325 Sonnentagen pro Jahr gerechnet werden, heißt es in der Pressemitteilung.


Stromversorger APS stellt Freiflächen im Test- und Forschungszentrum STAR zur Verfügung

Die Bedeutung der TUV Rheinland PTL, LLC soll zusätzlich wachsen durch eine enge Zusammenarbeit mit dem größten Versorgungsunternehmen in Arizona, dem Arizona Public Service (APS). Der Stromversorger APS will knapp 25.000 Quadratmeter Freifläche seines renommierten Test- und Forschungszentrums (STAR) für Langzeittests zur Verfügung stellen. Das STAR Center besteht bereits seit 1985 und sei eine bahnbrechende Einrichtung für ein US-amerikanisches Versorgungsunternehmen gewesen, so der TÜV Rheinland. STAR habe international einen guten Ruf erworben durch die kommerzielle Entwicklung und für Leistungsnachweise noch in den Kinderschuhen befindlicher Solar-Technologien wie Dish-Stirling-Generatoren, hoch konzentrierende PV-Systeme und innovative Nachführsysteme.


Tests und Zertifikate für sämtliche Photovoltaik-Komponenten

TÜV Rheinland will als Hauptinvestor des neuen Unternehmens hoch moderne Prüfanlagen in der Nähe des ASU Campus in Tempe einrichten, die mit den neuesten Test-Technologien und Geräten der Welt ausgestattet werden sollen. "Wir sind hoch erfreut darüber, dass wir an diesem weltweit wichtigen Gemeinschaftsunternehmen beteiligt sind“, sagte Stephan Schmitt, Vorstandsvorsitzender und Geschäftsführer der TÜV Rheinland North America Holding, Inc. "Die leistungsfähige Kombination von Unternehmen und Universität mit den bestehenden Solartechnologie-Prüfständen und dem damit gesammelten Wissen wird es TUV Rheinland PTL, LLC ermöglichen, als erstes Unternehmen in der Welt PV-Tests im vollen Umfang durchzuführen und Zertifikate für sämtliche Komponenten zu erteilen. Diese Ergänzung unserer bereits bestehenden PV-Labors in Europa und Asien ermöglicht es uns nun, mit einem Netzwerk von Prüfstätten einmalige Dienstleistungen für diese wichtige und schnell wachsende Branche anzubieten", fügt Schmitt hinzu.


Solar-Standort Arizona will Unternehmen anlocken und neue Arbeitsplätze schaffen

Zusätzlich zu den globalen Effekten der Zusammenarbeit soll das neue Testlabor auch lokale Bedeutung gewinnen, indem Unternehmer und Produzenten von Solartechnologie nach Arizona gelockt werden. Dies soll sowohl die Reputation Arizonas als Solarenergiestandort erhöhen als auch positiv auf den Arbeitsmarkt wirken. "Diese innovative öffentlich-private Partnerschaft im Hochtechnologiesektor Solarenergie in Verbindung mit Forschung und Prüfanlagen macht Arizona zum besten Solar-Standort", sagt Miachel Crow, Rektor der ASU. "Die Fähigkeiten eines führenden internationalen Prüfunternehmens und die Forschungskapazität einer Universität zu kombinieren, ist ein strategischer Schachzug, der deutliche Vorteile für die Hersteller von Solartechnik, deren Nutzer und für das weltweite Klima haben wird", betont Crow.

"Sowohl unsere Pläne für den Bau einer der weltgrößten Solarenergieanlagen namens 'Solana', als auch unsere Anstrengungen Solarenergie-Dachsysteme für Konsumenten erschwinglicher zu machen, belegen unser Engagement, Arizona zur Solarhauptstadt der Welt zu machen", unterstreicht Bill Post, Vorsitzender der Pinnacle West Capital Corp. "Die Arbeit von ASU und TUV am STAR Center wird dazu beitragen, dieses Ziel zu erreichen und den Verbrauchern, dem Bundesstaat und unserer Industrie helfen."

Zum Start seiner Aktivität will die TÜV Rheinland PTL, LLC Mitte November eine Reihe weltweiter Veranstaltungen durchführen.

16.10.2008   Quelle: TÜV Rheinland   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: TÜV Rheinland-Gruppe,
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Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme ISE eröffnet Silizium-Technologiezentrum

Silizium-Technologiezentrum des ISE.
Silizium-Technologiezentrum des
ISE.

Das rasante Wachstum des Photovoltaik-Marktes hat zu intensiven Aktivitäten seitens der Produzenten des Ausgangsmaterials für die den Markt dominierenden Silizium-Solarzellen geführt. Um die gesamte Wertschöpfungskette dieses Industriezweigs mit angewandter Forschung bedienen zu können, hat das Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme seine Arbeiten in der Materialforschung weiter ausgebaut. Ein wichtiger Baustein hierfür ist ein neues Labor, das sich der Silizium-Kristallisation und der Wafertechnologie sowie der kristallinen Silizium-Dünnschichttechnologie widmet. Das "Silicium Material Technologie und Evaluationscenter" (SIMTEC) wurde am Dienstag, 21. Oktober 2008, in Freiburg eröffnet.  SIMTEC fokussiert auf alle relevanten Prozess-Schritte am Beginn der solaren Wertschöpfungskette. Die Bandbreite reicht von der Arbeit mit verschiedenen Ausgangsformen des Siliziummaterials, über die Kristallisation von multikristallinem Silizium, Blocksägen und Wafering bis hin zur Epitaxie von kristallinem Silizium für Dünnschicht-Waferäquivalente - einer neuen Technologie im Bereich der Photovoltaik. SIMTEC wird unterstützt vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU).

16.10.2008   Quelle: Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme ISE   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Fraunhofer ISE.,
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Fachforum "f-cell": Politik und Wirtschaft wollen die Brennstoffzellen-Technologie weiter ausbauen

Blick in eine Brennstoffzelle.
Blick in eine Brennstoffzelle.

Am 29. und 30. September fand in Stuttgart das Brennstoffzellen-Fachforum "f-cell" statt. Laut Veranstalter nahmen etwa 650 Besucher aus 20 Ländern an dem Symposium und der begleitenden Messe teil. Wichtigstes Thema war das Nationale Innovationsprogramm Wasserstoff- und Brennstoffzellen-Technologie (NIP). Im Rahmen dieses Programms sollen in den nächsten zehn Jahren 1,4 Milliarden Euro in die Forschung und Entwicklung der Technologie fließen.  Neben den insgesamt 47 Ausstellern beteiligte sich auch das Umweltministerium Baden-Württemberg als Kooperationspartner an der Messe: "Seit 2006 investieren wir drei Millionen Euro in das Forschungspaket 'Herausforderung Brennstoffzelle' und Anfang 2009 soll die erste öffentliche Wasserstoff-Tankstelle beim Stuttgarter Flughafen in Betrieb gehen", so Dr. Albrecht Rittmann vom Umweltministerium.


Leuchtturmprojekt arbeitet an den Grundlagen für die Serienproduktion von Brennstoffzellenheizgeräten

Auf Bundesebene wird die Technologie durch das NIP unterstützt unter anderem mit dem Leuchtturmprojekt "Callux" in welchem bis 2012 rund 800 Brennstoffzellenheizgeräte bei Pionier-Kunden installiert werden sollen. Ziel dieses Projekts ist, die Grundlagen für eine Serienproduktion zu schaffen. "Die vergleichsweise hohen Stückzahlen sollen es der Zulieferindustrie, die gleichfalls in das Programm eingebunden ist, ermöglichen, Anlagen und Strukturen für die Komponentenherstellung zu entwickeln. So kommen wir weg von mühsamer Einzelanfertigung, schaffen die Basis für eine Serienproduktion und senken die Kosten", so Kai Kindler von der Nationalen Organisation Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie (NOW).

"Die Stärke der hiesigen Wirtschaft liegt in einem breiten, leistungsfähigen Mittelstand, der ein sehr tragfähiges Fundament für die Brennstoffzellen-Branche ist. Das haben wir der amerikanischen Szene, die von wenigen Forschungszentren und Konzernen geprägt ist, voraus“, sagt Dr. Olaf Conrad, Bereichsleiter Elektrochemie & Brennstoffzellenmaterialien bei Next Energy einem Forschungszentrum des Energieanbieters EWE an der Universität Oldenburg an: Unterstützt werden soll der Mittelstand neben dem NIP auch durch die Joint Technology Initiative (JTI).


Automobilindustrie: Elektromotoren und Brennstoffzelle ergänzen sich

Der technische Schwerpunkt des "f-cell-Forums" lag auf der stationären Anwendung der Brennstoffzelle, doch waren auch zahlreiche Vertreter der Automobilindustrie anwesend, wie Daimler, Honda, General Motors, Ford und VW. Da die Autobauer die Entwicklung von Elektromotoren vorantreiben, die gleichzeitig einen Verbrennungsmotor besitzen, sei der Eindruck in der Öffentlichkeit erweckt worden , dass die Brennstoffzelle vom Tisch sei, so Dr. Jörg Wind von Daimler. Das sei aber nicht so, da "auch ein Brennstoffzellen-Fahrzeug mit einem Elektromotor fährt und ebenfalls eine Batterie besitzt, um Energie zwischenzuspeichern. Alles was wir über diese Komponenten gelernt haben, kommt heute unserem in Serie gefertigten Brennstoffzellen-Auto, dem 'FCX Clarity' zu Gute", so Thomas Brachmann von Honda.

Der Veranstalter weist darauf hin, dass auch 2009 die "f-cell" im September stattfinden wird und seit 2007 auch ein Themenforum zu Marktchancen und Strategien anbietet. Dieses Thema werde in Zukunft an Bedeutung gewinnen, denn die f-cell begleite eine Branche auf dem Weg in den Markt" so Peter Sauber, der Veranstalter.

16.10.2008   Quelle: Peter Sauber Agentur   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Peter Sauber Agentur,

 

Solarthermisches Kraftwerk "Andasol " im Testbetrieb: Künftig Strom für bis zu 200.000 Menschen

Andasol 1: Meilenstein für erneuerbare Energien in Europa
Andasol 1: Meilenstein für erneuerbare
Energien in Europa

Das erste Parabolrinnen-Kraftwerk Europas, Andasol 1, hat den Testbetrieb aufgenommen und wird nach erfolgreichem Abschluss der Erprobungsphase den ersten Strom in das spanische Netz einspeisen, berichtet die Solar Millennium AG in einer Pressemitteilung. Große Teile des Solarfeldes produzieren bereits thermische Energie, die nach der Inbetriebnahme des Kraftwerks in einer Dampfturbine zur Stromproduktion genutzt werden wird. Insgesamt werde das Kraftwerk umweltfreundlichen Strom für bis zu 200.000 Menschen erzeugen und damit rund 150.000 Tonnen Kohlendioxid-Emission im Vergleich zu einem modernen Steinkohlekraftwerk einsparen, heißt es in der Pressemitteilung. Mit einer Kollektorfläche von mehr als 510.000 Quadratmetern - das entspricht rund 70 Fußballfeldern - ist Andasol 1 laut Solar Millennium das größte Solar-Kraftwerk weltweit.  Das Solarfeld besteht aus 312 Kollektorreihen mit einer Gesamtlänge von rund 90 Kilometern und rund 210.000 Parabolspiegeln.



In den Kollektorreihen wird die Sonnenstrahlung mit Parabolspiegeln auf eine Brennlinie fokussiert und in thermische Energie umgewandelt. Diese thermische Energie kann zwischengespeichert und somit planbar über einen Dampfkreislauf zur Stromproduktion in eine Turbine eingespeist werden. "Wir führen gerade die abschließenden Tests der Anlage durch. Teile des Solarfelds erzeugen dazu thermische Energie und somit heißen Dampf", erläutert Oliver Vorbrugg, Bauleiter der in dieser Solartechnologie weltweit führenden Flagsol GmbH, einem Tochterunternehmen von Solar Millennium. "Auch das Salz für den thermischen Speicher ist inzwischen aufgeschmolzen und der Speicher befüllt. Ich bin stolz, bei diesem bedeutsamen Projekt verantwortlich mitwirken zu dürfen", sagt Vorbrugg.


Solarthermische Kraftwerke: von der Vision zur Stromproduktion

Bei einem gemeinsamen Besuch der Vorstände und Aufsichtsräte der Solar Millennium AG und des spanischen Anlagenbauers Cobra S.A. auf dem Kraftwerksgelände zeigte sich Christian Beltle, Vorstandsvorsitzender der Solar Millennium AG, sehr erfreut über den baldigen Start der Stromproduktion: "Andasol 1 ist ein wichtiges Referenzprojekt. Wir haben uns heute von der Leistungsfähigkeit des Kraftwerks überzeugt. Für Europa bedeutet Andasol 1 einen wichtigen Schritt zur nachhaltigen Energieerzeugung." Dr. Henner Gladen, Technologievorstand, ist begeistert: "Als wir vor zehn Jahren Solar Millennium gegründet haben, waren solarthermische Kraftwerke in Europa noch eine Vision. Heute setzt Andasol 1 einen neuen Maßstab für solare Stromproduktion. Damit wird die Gründeridee von Solar Millennium Wirklichkeit. Wir haben in diesem solarthermischen Großkraftwerk unser Know-how als Projektentwickler und Technologiegeber unter Beweis gestellt und erwarten hieraus eine Beschleunigung unserer zahlreichen Projekte weltweit."

In direkter Nachbarschaft zu Andasol 1 entstehen die Schwesterprojekte Andasol 2 und 3. Während bei Andasol 3 die so genannten Early Works begonnen haben, stehen bei Andasol 2 schon 75 Prozent des Solarfelds und die Speichertanks. Die Stromproduktion soll im Frühjahr 2009 beginnen.

15.10.2008   Quelle: Solar Millennium AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Solar Millennium AG,
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Payom Solar AG: Lite-On Technology Corporation hält nun fast 20 % der Aktien

Der Photovoltaik-Systemintegrator Payom Solar AG (Merkendorf) konnte trotz des schwierigen Kapitalmarktumfeldes ihre Kapitalerhöhung wie geplant vollständig platzieren, berichtet das Unternehmen in einer Pressemitteilung. Das Grundkapital in Höhe von 950.000 Euro werde damit um 350.000 Euro auf 1.300.000 Euro erhöht. Die neuen Aktien wurden zu 10,00 Euro je Aktie ausgegeben. Im Rahmen der Bezugsfrist hätten private Anleger von ihrem Bezugsrecht in einem erfreulich hohen Maß Gebrauch gemacht. Die von ihnen nicht genutzten Bezugsrechte sowie weitere Bezugsrechte, auf welche die Altaktionäre wie angekündigt verzichteten, zeichnete im Rahmen einer Privatplatzierung die Lite-On Technology Corporation (Lite-On Tech; Taipei). 

Brutto-Emissionserlös: 3,5 Millionen Euro

In Folge der Beteiligung von Lite-On Tech hat sich nach der Kapitalerhöhung die Aktionärsstruktur der Payom Solar AG verändert: Der neue strategische Investor hält nun fast 20% der Anteile. Demgegenüber haben sich die Beteiligungen des Managements und der Altaktionäre in Folge des Bezugsrechtsverzichtes verringert. Das Management hält jetzt 14 % (zuvor 19 %) und die Altaktionäre halten 28 % (zuvor 39 %) der Aktien. Mit dem Brutto-Emissionserlös aus der Kapitalerhöhung in Höhe von insgesamt 3,5 Millionen Euro habe die Payom Solar AG weitere Liquidität für die bereits abgeschlossenen Modullieferverträge und damit für ihr geplantes Wachstum gewonnen, heißt es in der Pressemitteilung.

15.10.2008   Quelle: Payom Solar AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

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15 MW-Solarpark in Asien setzt auf SolarWorld-Technologie

Megawatt-Solarpark in Gochang.
Megawatt-Solarpark in Gochang.

Im Auftrage ihres südkoreanischen Partners SolarPark Engineering Co. Ltd. hat die SolarWorld AG (Bonn) einen Megawatt-Solarpark mit Solarstromtechnologie ausgerüstet. Für das 15 Megawatt (MW) starke Kraftwerk, das 350 Kilometer südlich von Seoul in Gochang in der Provinz Jeollabukdo realisiert wurde, hat der international führende Solartechnologiekonzern insgesamt 85.000 Photovoltaik-Module geliefert. Der Anschluss an das Stromnetz in Südkorea ist am 15.10.2008 Anlass für eine Eröffnungsfeier, zu der eine Vielzahl hochrangiger koreanischer Politiker erwartet werden, unter ihnen Staatspräsident Lee Myung-Bak. Der Solarpark Gochang erstreckt sich auf einer Fläche von 380.000 Quadratmetern und wird laut SolarWorld AG jährlich 23,5 Millionen Kilowattstunden Strom erzeugen.   Damit können 25.000 Koreaner vollständig mit klimafreundlichem Solarstrom versorgt werden. Zugleich vermeidet das Solar-Kraftwerk den Ausstoß von 15.400 Tonnen Kohlendioxid im Jahr.



120 MW-Modulfabrik vor dem Start

"Südkorea ist Asiens führender Markt für regenerative Energien. Durch unser frühzeitiges Engagement haben wir uns zusammen mit unserem Partner hier eine Führungsposition erarbeitet, auf deren Basis wir zunehmend in weitere Wachstumsmärkte Asiens vordringen", sagt der SolarWorld-Vorstandsvorsitzende Dipl.-Ing. Frank H. Asbeck. Das gemeinsam mit der SolarPark Engineering Co. Ltd. geführte Joint-Venture SolarWorld Korea Ltd. baue derzeit in Südkorea eine Fertigung zur Produktion von Solarmodulen, die Ende des Jahres ihre Produktion aufnehmen soll. Ihre Kapazität liegt laut SolarWorld 2009 bei 120 MW.

15.10.2008   Quelle: SolarWorld AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: SolarWorld AG,
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Photovoltaik: Gemeinschaftsunternehmen von aleo solar in China startet Produktion

Einweihung der Solarmodulproduktion im chinesischen Gaomi
Einweihung der Solarmodulproduktion
im chinesischen Gaomi

Der deutsche Solarmodul-Hersteller aleo solar AG (Prenzlau, Oldenburg) hat den Sprung nach Asien gemeistert und verfügt nun über einen dritten Produktionsstandort, berichtet das Unternehmen in einer Pressemitteilung. Im chinesischen Gaomi (Provinz Shandong) wurde die Solarmodul-Produktion der avim solar production Co. Ltd. feierlich eingeweiht. An dem Joint Venture sind die aleo solar AG und die chinesische Sunvim Group Co. Ltd. mit jeweils 50 Prozent beteiligt. Auf der ersten von insgesamt vier Produktionslinien in Gaomi fahren aleo-Module bereits vom Band, heißt es in der Pressemitteilung. Mitte kommenden Jahres stehe dann eine Produktionskapazität von mindestens 50 Megawatt (MW) zur Verfügung. Zusammen mit dem Stammwerk im brandenburgischen Prenzlau und der spanischen Produktionsstätte in der Nähe von Barcelona erhöht sich die Gesamtkapazität der aleo solar AG damit im Jahr 2009 auf 250 MW.  Alle drei Werke seien vom VDE Verband der Elektrotechnik, Elektronik und Informationstechnik e.V. zertifiziert, so dass an allen Produktionsstandorten aleo-Module von höchster Qualität produziert werden, betont die aleo solar AG.



Produktions-Equipment von Herstellern aus Deutschland und der Schweiz

Das Joint Venture avim solar production Co. Ltd. gehört zu den wenigen deutsch-chinesischen Gemeinschaftsunternehmen, die im Jahr der Gründung bereits in die Produktion gegangen sind. "In einer Rekordgeschwindigkeit von nur sieben Monaten hat aleo solar zusammen mit seinem Partner eine Produktion neu aufgebaut", freute sich Jakobus Smit, der Vorstandsvorsitzende der aleo solar AG. "Wir haben dabei auf höchstes technologisches Niveau gesetzt und das Equipment von spezialisierten deutschen und schweizerischen Herstellern eingesetzt."


Photovoltaik mit deutschen Qualitätsstandards in China gefragt

Rigui Sun, der Vorstandsvorsitzende von Sunvim ergänzte: "Für Sunvim bedeutet der Einstieg in die Produktion von Solarmodulen eine strategische Diversifizierung in das neue und zukunftsträchtige Geschäftsfeld der Erneuerbaren Energien. In dem Joint Venture profitieren wir von der Kompetenz der aleo solar als Premium-Modulhersteller - im Gegenzug bringen wir unsere Erfahrung als etabliertes Großunternehmen in China ein. Wir wissen: In China ist ein einheimisches Produkt mit deutschen Qualitätsstandards enorm gefragt."


Photovoltaik-Industriepark der Provinz Shandong

Die Landesregierung Shandong hat im Zuge der Eröffnung das Industriegebiet in Gaomi zum "Photovoltaik-Industrie-Park der Provinz Shandong" erklärt. Der Energiebedarf in China sei so groß, dass die Regierung darauf Wert lege, alle Energiequellen zur Deckung des Verbrauchs auszuschöpfen, so die aleo solar AG. Dies sei erstmals Ende 2007 in einer Informationsschrift der Regierung festgelegt worden, einem so genannten "White Paper". Demnach soll der Anteil der erneuerbaren Energien am Energieverbrauch bis zum Jahr 2010 bereits 10 Prozent betragen und bis 2020 sogar auf 15 Prozent erhöht werden.


Bis 2010 sollen in China 300 MW Photovoltaik-Leistung installiert werden

Dazu hat die chinesische Regierung in einem ersten Schritt unter anderem den Ausbau der landesweit installierten Photovoltaik-Leistung bis zum Jahr 2010 auf 300 Megawatt beschlossen. In zwei chinesischen Provinzen werden bereits Einspeisetarife nach europäischem Vorbild getestet. Die in Gaomi gefertigten Solarmodule werden exklusiv durch die aleo solar AG vertrieben. Damit sei die aleo solar AG in der Lage, sowohl in den europäischen Kernmärkten als auch in den asiatischen Zukunftsmärkten am Marktwachstum teilzuhaben, betont das Unternehmen.

15.10.2008   Quelle: aleo solar AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: aleo solar AG,
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Große kommerzielle Photovoltaik-Kraftwerke mit rund 2,1 Gigawatt Spitzenleistung am Netz - 60 % davon in Spanien

Weltweit waren zum Ende des dritten Quartals 2008 mehr als 1.300 große kommerzielle Photovoltaik-Kraftwerke mit einer Leistung von jeweils mehr als 200 Kilowatt (kWp) und mit einer kumulierten Leistung von mehr als 2.100 MWp (2,1 GWp) in Betrieb. Mehr als 550 dieser Anlagen haben eine Leistung von 1 MWp oder höher. Die durchschnittliche Leistung pro Anlage liege derzeit bei Rund 1,6 MWp, berichtet das Portal pvresources in seinem Quartalsbericht. Aufgrund der angekündigten Änderungen der Einspeisevergütung für Solarstrom sei die Baudynamik in Spanien auch in den vergangenen drei Monaten extrem hoch gewesen.  In den ersten drei Quartalen des Jahres sind in Spanien Photovoltaik-Großanlagen mit einer Gesamtleistung von mehr als 900 MW in Betrieb genommen worden. Damit sind knapp 60 % der weltweiten Gesamtleistung großer kommerzieller Solarstromkraftwerke auf spanischem Boden installiert.


Mehr als 87 % der großen PV-Kraftwerke arbeiten in Europa

Fortschritte machten auch die Tschechische Republik und Italien, weitere Großanlagen seien in Kürze in Griechenland und vor allem in Frankreich zu erwarten, berichtet pvresources. Dank der besonders hohen Baudynamik in Spanien entfallen gegenwärtig mehr als 87 % der global installierten Leistung großer PV-Kraftwerke auf Europa (EU), es folgen die USA mit knapp 9 % und Asien mit rund 3 %. Da sich noch zahlreiche Solarparks in Spanien im Testbetrieb befinden erwartet pvresources, dass der Anteil Europas zum Jahresende noch höher sein wird.

Weitere Informationen: http://www.pvresources.com/

15.10.2008   Quelle:   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

 

Universität St. Gallen startet Umfrage unter Entwicklern von Solar-Projekten

Umfrage zu Solar-Projekten am Mittelmeer.
Umfrage zu Solar-Projekten am Mittelmeer.

Die Universität St. Gallen (Schweiz) führt im Rahmen des EU-Projektes DISTRES eine Umfrage durch über Kriterien bei Standortentscheidungen von Solarprojektentwicklern. DISTRES untersucht die Solarförderung in den Mittelmeerländern um anschließend Politikempfehlungen abgeben zu können. In der Umfrage soll analysiert werden, wie Solarprojektentwickler bei der Wahl des Standortlandes vorgehen, insbesondere wie sie politische Risiken (Dauer der Bewilligungsverfahren etc.) und Gewinnchancen (Höhe und Dauer der Einspeisevergütung etc.) abwägen.   Die Diskussion mit Projektentwicklern und politischen Entscheidern habe gezeigt, dass dieses Forschungsthema momentan von großem Interesse für die Solarwirtschaft sei, heißt es in der Pressemitteilung der Universität St. Gallen.


Beitrag zur Gestaltung einer wirksamen Solarenergie-Förderpolitik

Die Studie soll einen Einblick liefern in den Entscheidungsprozess von Solarunternehmen und einen Beitrag leisten zur Gestaltung einer wirksamen und zukunftsträchtigen Förderpolitik für die Solarenergie. Die erhobenen Daten werden in das EU-Projekt DISTRES einfließen. Das Projekt DISTRES wurde gegründet von der Europäischen Kommission innerhalb des 6. Rahmenprogramms für Forschung und Entwicklung (FP6). Sein Ziel ist, vorbildliche Lösungen zur Nutzung der erneuerbaren Energien und dezentralen Stromversorgung bekannt zu machen und Studien für die Ökostromproduktion im Mittelmeerraum zu erarbeiten. DISTRES konzentriert sich auf die Stromproduktion mit Photovoltaik und solarthermischen Kraftwerken, da die Potenziale für diese Technologien im Mittelmeerraum besonders groß sind. An den Projekt beteiligen sich Partner aus 11 Ländern, davon sechs aus Europa, sowie Algerien, Ägypten, Palästina, Libanon und Marokko.


Umfrage anonym - Zeitaufwand nur 15 Minuten

Mit der Teilnahme an der Studie sollen die Projektentwickler dem Forschungsvorhaben zu aussagekräftigen Resultaten verhelfen und sie können gleichzeitig mehr über ihren eigenen Entscheidungsprozess erfahren. Die Ergebnisse werden am Ende der Umfrage ausgewertet und den Beteiligten zugänglich gemacht, damit Entscheidungsprozesse mit anderen Branchenfachleuten verglichen werden können. Die Teilnahme an der Umfrage ist anonym und beansprucht nur etwa 15 Minuten. Der Fragebogen wird bis zum 31. Oktober 2008 online sein. Die Teilnahme ist möglich unter http://www.solarsurvey.ch. Bitte geben Sie das Passwort "solser" ein.

Weitere Informationen: Universität St. Gallen: Sonja Lüthi: mailto:sonja.luethi@unisg.ch, Projekt DISTRES: http://www.distres.eu

15.10.2008   Quelle: Universität St. Gallen   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
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10.000ste Pelletsheizung von Paradigma installiert

Der
Der "Pelletti" mit dem "Maulwurf".

Der 10.000ste Holzpellets-Kessel vom Typ "Pelletti" wurde am 6. Oktober in einem Einfamilienhaus im thüringischen Greiz in Betrieb genommen, berichtet die Paradigma Energie- und Umwelttechnik GmbH & Co. KG in einer Pressemitteilung. Die vom regionalen Paradigma Systempartner HSE-Weida GmbH installierte Pelletsheizung mit einer Leistung von 15 Kilowatt (kW) ersetzt einen alten Ölheizkessel, der laut Paradigma rund 2.700 Liter Heizöl pro Jahr verbrauchte. Die Pelletsheizung soll künftig rund 1.200 Euro Heizkosten pro Jahr einsparen.   Laut Deutschem Energie-Pellet-Verband (DEPV) kostet eine Kilowattstunde Energie aus Holzpellets derzeit zirka 3,8 Cent, eine Kilowattstunde Heizöl liegt bei rund 8,3 Cent. Da Pellets im Gegensatz zum Öl CO2-neutral verbrennen, können mit dem neuen Kessel pro Jahr rund 7,2 Tonnen CO2 vermieden werden.


Komplettpaket mit Entnahmesystem "Sonnen-Pellet Maulwurf"

Das in Karlsbad ansässige Unternehmen Paradigma verzeichne seit Jahresbeginn 2008 eine stark gestiegene Nachfrage nach dem Heizkessel "Pelletti", heißt es in der Pressemitteilung. Allein in den ersten neun Monaten des Jahres seien 1.700 Pelletsheizungen verkauft worden. Besonders gefragt sei das Pelletti-Komplettpaket, welches das gesamte Zubehör sowie das Entnahmesystem "Sonnen-Pellet Maulwurf" enthält. Die komplette Pelletti-Serie ist mit dem Prüfsiegel "Blauer Engel" versehen und hält laut Hersteller bereits heute den ab 2014 durch die Bundesimmissionsschutz-Verordnung vorgeschriebenen Grenzwert an zulässigen Emissionen für neu installierte Anlagen ein.

15.10.2008   Quelle: Paradigma Energie- und Umwelttechnik GmbH & Co. KG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Paradigma Energie- und Umwelttechnik GmbH & Co. KG,
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Solar-Forscher von SCHOTT für Deutschen Zukunftspreis nominiert

Solarreceiver für Solarkraftwerke mit Parabolrinnentechnologie.
Solarreceiver für Solarkraftwerke mit
Parabolrinnentechnologie.

Dr. Nikolaus Benz und Dr.-Ing. Thomas Kuckelkorn von SCHOTT Solar sind für den wohl bedeutendsten Innovationspreis in Deutschland nominiert worden, den Preis des Bundespräsidenten für Technik und Innovation. Dies hat der Chef des Bundespräsidialamtes, Staatssekretär Dr. Gert Haller, am 14. Oktober 2008 auf einer Pressekonferenz in Berlin bekannt gegeben. Unter der Leitung von Benz und Kuckelkorn hat SCHOTT Solar einen Receiver für Solar-Kraftwerke entwickelt, mit dem sich noch mehr Strom aus der Sonne gewinnen lässt und der den Weg für neue, effizientere Formen der sauberen Energiegewinnung bereitet.   Benz erklärt, was sich dahinter verbirgt: "In einer Stunde schickt die Sonne genug Energie auf die Erde, um den Bedarf der Weltbevölkerung für ein Jahr zu decken, haben Forscher der Fraunhofer-Gesellschaft errechnet. Seit vielen Jahren versucht man, sich dieses Potenzial in großem Stile nutzbar zu machen - unter anderem mit der Concentrated Solar Power-Technologie (CSP). Dabei wird die Solarstrahlung mit großen Reflektorflächen aufgefangen, gebündelt und in nutzbare Energie umgewandelt. Im Sonnengürtel der Erde ist der Durchbruch dieser Technologie möglich, was uns bei der Stromerzeugung weitgehend unabhängig von fossilen Brennstoffen machen könnte - sofern es gelingt, den Strom in Solarkraftwerken mittelfristig genauso wirtschaftlich zu produzieren wie in konventionellen Kraftwerken. Unsere Receiver bringen die CSP-Technologie einen großen Schritt voran, so dass die Menschheit künftig einen größeren Teil ihres Energiebedarfs mit sauberem Strom decken könnte."


Wichtiger Beitrag für eine klimafreundliche Energieerzeugung

Denn die Receiver sind eine Kernkomponente solcher Parabolrinnen-Kraftwerke. Ihre Qualität wirkt sich ganz wesentlich darauf aus, wie viel Sonnenenergie die Anlage in Strom umwandeln kann. Unter der Leitung von Benz und Kuckelkorn hat SCHOTT Solar einen Receiver entwickelt, der die Effizienz von Solarkraftwerken deutlich steigern und einen wichtigen Beitrag für eine klimafreundliche Energieerzeugung leisten kann. Welche Details die Innovation von SCHOTT Solar so besonders machen, ist in der Projektbeschreibung auf der Webseite des Deutschen Zukunftspreises nachzulesen. (www.deutscher-zukunftspreis.de)

"Schon die Benennung an sich ist eine große Ehre, denn für den Deutschen Zukunftspreis kann man sich nicht bewerben. Vielmehr werden die vier Kandidaten von einer renommierten Jury vorgeschlagen. Wir freuen uns daher ganz besonders, dass unsere Entwickler zu den wenigen Nominierten für diese bedeutende Auszeichnung zählen, und drücken Dr. Benz und Dr. Kuckelkorn die Daumen", gratuliert Dr. Martin Heming, Vorstandsvorsitzender der SCHOTT Solar AG den Nominierten. Die Nominierung zeige auch, dass ein hoch motiviertes und hoch professionelles Forschungs- und Entwicklungsteam bei SCHOTT Solar arbeite und dass die Innovationen des Unternehmens international auf dem höchsten Stand der Technik seien.

Bundespräsident Horst Köhler wird den Gewinner des Deutschen Zukunftspreises am 3. Dezember 2008 in Berlin bekannt geben. Der Preis zeichnet jedes Jahr "technische, ingenieur- oder naturwissenschaftliche Innovationen" aus und ist mit 250.000 Euro dotiert.

14.10.2008   Quelle: SCHOTT Solar AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: SCHOTT Solar AG,
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Photovoltaik-Unternehmen SOLON AG ist Gründungspartner des Berliner Klimabündnisses

SOLON AG: CO2-freie Mobilität mit Solarstrom.
SOLON AG: CO2-freie Mobilität mit Solarstrom.

Die SOLON AG zählt zu den 13 Erstunterzeichnern des Berliner Klimabündnisses, das der Regierende Bürgermeister Klaus Wowereit am 9. Oktober 2008 im Roten Rathaus vorgestellt hat. Damit verpflichtet sich SOLON, zu den CO2-Reduktionszielen der Stadt beizutragen. Bis 2020 sollen 40 Prozent weniger des Treibhausgases ausgestoßen werden als 1990. "Wir sind der Überzeugung, dass wir in Berlin beim Klimaschutz alle an einem Strang ziehen müssen", sagte Wowereit. "Nur gemeinsam werden wir unser Klimaschutzziel erreichen können. Daher ist der heutige Tag ein Meilenstein in unseren Bemühungen." Beitrag der SOLON AG zum Berliner Klimaschutz ist die derzeit in Berlin-Adlershof entstehende neue Konzernzentrale. "Unser hochmoderner energieeffizienter Neubau wird bis zu 75 Prozent weniger Energie verbrauchen und CO2 emittieren als ein vergleichbares Verwaltungsgebäude", so Thomas Krupke, Vorstandsvorsitzender der SOLON AG.  "Damit zeigen wir: Klimaschutz ist ein zentrales Anliegen von SOLON. Dafür stehen wir nicht nur mit unseren Produkten, sondern das leben wir auch."

SOLON will die CO2-Minimierung durch den Einsatz erneuerbarer Energiequellen (Biogas und Photovoltaik) sowie den sehr effizienten Umgang mit Energie erreichen. Dazu tragen etwa eine innovative Wärmedämmung, ein neuartiges Klimatisierungskonzept sowie ein modernes Energiemanagement bei. Die SOLON AG ist einer der größten europäischen Solarmodulproduzenten und ein führender Anbieter von Photovoltaik-Systemen für solare Großkraftwerke. Die SOLON-Gruppe ist mit Tochterunternehmen in Deutschland, Österreich, Italien, der Schweiz und den USA vertreten und beschäftigt nach eigenen Angaben konzernweit derzeit über 850 Mitarbeiter, davon 375 am Standort Berlin. Damit gehört die SOLON AG zu den größten industriellen Arbeitsgebern in der Region.


14.10.2008   Quelle: SOLON AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: SOLON AG,
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Signet Solar startet Serienproduktion großflächiger Dünnschicht-Solarmodule auf Siliziumbasis

Blick in die Produktion von Signet Solar in Mochau
Blick in die Produktion von Signet Solar
in Mochau

Signet Solar (Mochau bei Dresden) Hersteller von Dünnschichtsolarmodulen auf Siliziumbasis, gab am 14.10.2008 bekannt, dass das Unternehmen an seinem europäischen Hauptsitz in Mochau (Deutschland) mit der Serienproduktion beginnt. Das SGS INSTITUT FRESENIUS, weltweit führender Dienstleister für Inspektionen, Prüfungen, Tests und Zertifikate habe im Rahmen eines Endabnahmetest (Final Acceptance Test - FAT) die Serienfähigkeit der SunFab-Produktionslinie des Herstellers Applied Materials Inc. bestätigt. Applied Materials, ein führender Lieferant von Nanotechnologie für Photovoltaik-Produktionslösungen und Lieferant der "SunFab"-Fertigungslinie von Signet Solar, bezeichnete die FAT-Zulassung als bedeutenden Schritt in der Industrialisierung der Photovoltaik. 


Produktion im Gigawatt-Bereich und niedrige Kosten sollen zur Wettbewerbsfähigkeit von Solarstrom führen

"Der Beginn der Serienproduktion nur 15 Monate nach dem ersten Spatenstich hat uns in unserer Strategie bestätigt, den Markt mit erschwinglicher Silizium-Dünnschicht-Technologie auf Basis in der Industrie etablierter und bewährter Gesamtausrüstungen und Materialien zu bedienen. Sowohl die Technologie als auch die Produktionsausrüstung von Signet Solar können beides liefern: Baugrößen im Gigawatt-Bereich und niedrige Kosten, die letztendlich zur Netzparität führen", sagt Rajeeva Lahri, Vorstand und Gründer von Signet Solar. "Wir freuen uns über die Zusammenarbeit mit Applied Materials im Bemühen, Dünnschicht-Solarmodule zu einer nachhaltigen und für den breiten Markt erschwinglichen Energiequelle zu machen", so Lahri weiter.


Voll integrierte Produktion von 5,7 Quadratmeter großen Photovoltaik-Modulen

Applied Materials ein Marktführer für Produktionssysteme und -technologien der Solarindustrie und der einzige Equipmenthersteller, der eine voll integrierte Produktionslinie zur Herstellung 5,7 Quadratmeter großer Photovoltaik-Module liefern kann. Signet Solar produzierte bereits im Mai 2008 das erste 5,7 Quadratmeter große Dünnschicht-Modul in seinem Werk bei Dresden - in einer Rekordzeit von nur zehn Monaten seit Baubeginn. Nur sieben Monate nach Anlieferung der ersten Maschinen für die integrierte SunFab-Linie hat das Team von Signet Solar alle Spezifikationen hinsichtlich Durchlauf, Betriebszeit und Qualität erfüllt, berichtet das Unternehmen in einer Pressemitteilung.


Neue Möglichkeiten für die industrielle Herstellung von Solarmodulen

"Wir gratulieren Signet Solar zur Umsetzung eines derart schnellen und erfolgreichen Linienaufbaus", sagte Mike Splinter, Vorstandsvorsitzender von Applied Materials. "Die Zusammenarbeit unserer beiden Teams hat diesen wichtigen Meilenstein für die Industrie möglich gemacht. Mit der ersten serienmäßigen Produktion dieser Linie beweisen wir, dass es überzeugende neue Möglichkeiten gibt, die Herstellung von Solarmodulen in einem solchen Maßstab zu forcieren, dass wir die Weltmarktnachfrage nach kostengünstigem und sauberem Strom decken können."


Produktionskapazität soll bis Ende 2009 auf 130 MW steigen

Signet Solar hat nach eigenen Angaben im Laufe seiner Pilotproduktion über 2.000 Dünnschicht-Module gefertigt und will jetzt die Produktionskapazität auf die volle Leistung von 20 Megawatt (MW) pro Jahr erhöhen. Geplant ist der Ausbau der jährlichen Produktionskapazität auf 130 MW bis Ende des Jahres 2009 in Deutschland. Durch Partnerschaften mit Applied Materials, Systemintegratoren und Stromversorgern, verfolgt Signet Solar das Ziel, führender Produzent und Anbieter von Dünnschicht-Solarmodulen zu werden. Verwendung finden die Solarmodule von Signet Solar vor allem in Solarkraftwerken, gebäudeintegrierten Installationen (BIPV) und bei der netzunabhängigen Stromversorgung entlegener Regionen.

Die feierliche Übergabe der Produktionslinie von Applied Materials an Signet Solar findet am 14. Oktober von 9 bis 10 Uhr statt. Der sächsische Wirtschafts- und Arbeitsminister Thomas Jurk wird zu diesem Festakt ein Grußwort sprechen.

14.10.2008   Quelle: Signet Solar Inc.   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Signet Solar Inc.,
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First Solar: Spatenstich für den Ausbau der Photovoltaik-Produktion und -Entwicklung in Ohio

 First Solar-Campus in Perrysburg.
First Solar-Campus in
Perrysburg.

Das US-Unternehmen First Solar Inc. (Tempe, Arizona) berichtete am 06.10.2008 vom offiziellen Baubeginn seines Kapazitätsausbaus im Werk Perrysburg (Ohio). Nach Fertigstellung soll damit die Gesamtproduktionsleistung des Unternehmens für Dünnschicht-Photovoltaik auf rund 192 Megawatt (MW) steigen, basierend auf den Fertigungszahlen für das zweite Quartal 2008. Mit der Investition werden laut First Solar zusätzlich zu den gegenwärtig 700 Stellen in der Solar-Fabrik in Perrysburg 134 neue Arbeitsplätze geschaffen. Der Ausbau, den First Solar bereits am 18.08.2008 angekündigt hatte, wird die Grundfläche für Produktion, Forschung und Entwicklung sowie für die Verwaltung um rund 46.000 Quadratmeter erweitern.  Das Unternehmen will zudem eine eigene Fertigungsstätte zur Unterstützung der verstärkten Forschung für seine Dünnschicht-Technologie errichten.


Volle Produktionskapazität soll bis 2010 erreicht werden

First Solar-Präsident Bruce Sohn nahm den Spatenstich zusammen mit dem Gouverneur von Ohio, Ted Strickland, vor. First Solar hat mit dem Bundesstaat sowie lokalen Politikern zusammengearbeitet, um die öffentliche Förderung des Vorhabens sicherzustellen. Das Ausbauvorhaben soll in der ersten Hälfte 2009 abgeschlossen, im zweiten Quartal 2010 soll die volle Produktionskapazität erreicht werden.


Kosten des Solarstroms sinken weiter

"First Solar schreitet mit diesem Neubau weiter voran. Unsere wachsende Produktionskapazität ermöglicht uns, die Kosten des Solarstroms kontinuierlich zu senken, bis auf das Niveau herkömmlicher Stromquellen", sagte Bruce Sohn. "Die Mitarbeiter unseres Werks in Ohio leisten einen herausragenden Beitrag zur Energieversorgung und für eine saubere, intakte Umwelt", ergänzte Sohn. Gouverneur Strickland ergänzte: "Fortschrittliche Energietechnik kann nicht nur unsere Haushalte versorgen, sie bringt auch die Wirtschaft in Schwung. Und die Investition von First Solar ist ein wichtiger Teil der Weiterentwicklung der Erneuerbaren in Ohio."

14.10.2008   Quelle: First Solar Inc.   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

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Photovoltaik-Zulieferer SiC Processing AG gewinnt ersten "Clean Tech Innovations Award"

SiC-Chef Thomas Heckmann.
SiC-Chef Thomas Heckmann.

Am 07. Oktober 2008 wurde erstmalig der "Clean Tech Innovations Award" am Vorabend des sich anschließenden zweitägigen "Dow Jones Clean Tech Summit" in Frankfurt vergeben. Die sechsköpfige Jury aus Vertretern von Mountain Cleantech und Dow Jones als Veranstalter sowie vier weiteren namhaften Cleantech-Spezialisten von Ammer! Partners, Beiten Burkhardt, Deutsche Bank und JP Morgan, übergaben den Preis an die SiC Processing AG aus Hirschau in der Oberpfalz. SiC arbeitet an der industriellen Rückgewinnung und Aufbereitung von Sägesuspension (Siliziumcarbid und Glykol), dem so genannten Slurry, zur Herstellung von Wafern insbesondere für die Photovoltaik- und die Halbleiterindustrie.  "Für uns ist dieser Preis natürlich eine große Ehre. Einerseits freue ich mich, dass unsere Technologie auch namhafte Branchenkenner überzeugen konnte. Andererseits ist die Informationsplattform von Dow Jones für uns eine neue Möglichkeit, unser Geschäftsmodell einer breiteren Öffentlichkeit zu präsentieren", kommentiert Thomas Heckmann, Vorstand der SiC Processing AG.


Deutsche Unternehmen Solarion, Solitem und Sulfurcell unter den Nominierten

Für den Preis bewerben konnten sich europäische Unternehmen mit einem Mindestumsatz von drei Millionen Euro, die in den Bereichen erneuerbare Energien, Recycling, Energieeffizienz, Umwelt- und Klimaschutz tätig sind und sich durch besonders vielversprechende Technologien, Produkte oder Geschäftsmodelle auszeichnen. Unter den zahlreichen Bewerbern wurden zehn Nominierte ausgewählt: Neben der SiC Processing AG die amerikanische CURRENT Group mit ihrer schweizerischen CURRENT Technologies International GmbH, die deutsche Novaled AG, die schottische Pelamis Wave Power, die deutsche Petrotec AG, die schweizerische ReVolt Technology Ltd., die deutsche Solarion AG, die deutsche Solitem GmbH, die deutsche Sulfurcell Solartechnik GmbH und die belgische Umicore Recycling Solutions.

"Die Geschäftsmodelle der zehn nominierten Unternehmen haben alle aufgrund des speziellen Technologie-Know-hows in der jeweiligen Branche überzeugt. Mit der SiC Processing AG haben wir einen Gewinner ausgewählt, der aufgrund seiner derzeitigen Marktreife, der Firmenentwicklung und der zukünftigen Strategie am besten abschneiden konnte“, kommentiert Jürgen Habichler, Vorsitzender der Jury und Geschäftsführer der Mountain Cleantech AG, die Wahl.


Logistikdienstleistungen für Hersteller von Solar-Wafern

Das Unternehmen wurde im Jahr 2000 in Hirschau als SiC Processing GmbH gegründet. Bereits ein Jahr später wurde die erste Aufbereitungsanlage in Bautzen errichtet. Heute hat das Unternehmen Standorte in Deutschland, Italien, Norwegen, China und den USA. Neben der Rückgewinnungstechnologie umfasst das Leistungsspektrum der SiC-Gruppe umfassende Logistikdienstleistungen für das Sägesuspensionsmanagement wie Transport, Lagerung, Einkauf von Grundstoffen für die Wafer-Hersteller sowie Engineering. Seit 2006 firmiert das Unternehmen als SiC Processing AG und beliefert alle großen europäischen Wafer-Hersteller. Als Gewinner des Awards konnte SiC seine Technologie auch auf dem Dow Jones Clean Tech Summit am 08. und 09. Oktober und künftig auf den Informationsplattformen von Dow Jones vorstellen. Die zweitägige Konferenz ist mittlerweile zu einem wichtigen Treffpunkt der europäischen Clean Tech Industrie avanciert. Im Mittelpunkt stehen die Trends und Potenziale der Branche, Investitionsstrategien sowie die politischen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen des Marktes.


Jury-Vorsitzender Habichler: Trotz Finanzkrise mehr in erneuerbare Energien und Umwelttechnik investieren

"Experten mahnen trotz weltweiter Finanzkrise zu mehr Investitionen in erneuerbare Energien und Umwelttechnik. Gerade für Deutschland ist es wichtig, sich in dieser Branche weiter zu behaupten. Sonst laufen wir wieder Gefahr, unsere Vorreiterrolle an die USA und China abzugeben", resümiert Jürgen Habichler. Für ihn ist der Preis damit auch ein Stück "Unterstützung zur Sicherung des Cleantech-Standortes Deutschland". Diesem Urteil schließt sich auch Dr. Matthias Paul, Managing Director der Dow Jones News GmbH, an: "Selten waren an die Entwicklung einer Branche so viele ökonomische, ökologische und politische Hoffnungen geknüpft", ergänzt Paul abschließend. "Unser Award soll hier ein Zeichen setzen. In Deutschland und Europa gibt es diese Hoffnungsträger."

14.10.2008   Quelle: Mountain Cleantech AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: SiC Processing AG,
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Photovoltaik in Frankreich könnte bis 2020 rund 3 % des Strombedarfs decken

PV-Studie von ENERPLAN.
PV-Studie von ENERPLAN.

Im Jahr 2007 gingen in Frankreich zwischen 40 und 50 MW Photovoltaik-Leistung an das Netz, gegenüber 1.100 MW in Deutschland, berichtet die Hamburger Unternehmensberaterin Annette Nüsslein in einer Pressemitteilung. Die gesamte französische Solarstrom-Kapazität habe sich damit auf 80 MW verdoppelt, liege aber weit hinter Deutschland (3.800 MW) zurück. Laut Auskunft der EdF Energies Nouvelles, Tochtergesellschaft des großen nationalen Stromkonzerns EdF für erneuerbare Energien, wolle Frankreich in den nächsten drei bis vier Jahren eine Gesamtkapazität von mindestens 2.000 MW ansteuern. Der französische Solarenergie-Verband ENERPLAN hat kürzlich eine Studie über den derzeitigen Stand des französischen Photovoltaikmarktes in den einzelnen Regionen und seine Aussichten bis zum Jahre 2020 herausgegeben. ENERPLAN geht davon aus, dass die meist gebäudeintegrierte Photovoltaik bis zum Jahr 2020 rund drei Prozent des französischen Stromverbrauchs decken könnte. 

Sinkende Photovoltaik-Herstellungskosten und steigende Strompreise

Dies bedeute eine Verdreifachung, gegenüber der Zielsetzung des Umweltgipfels "Grenelle de l’Environnement" aus dem Jahre 2007. ENERPLAN vertritt die französische Solarindustrie und den Handel (Hersteller, Ausrüster, Projektentwickler, Installateure, Architekten, Energieversorger etc.). Die Neubewertung des PV-Potenzials begründet ENERPLAN zum einen mit den sinkenden Herstellungskosten von Photovoltaik-Systemen und andererseits mit den europaweit steigenden Energiepreisen, die einen Wachstumsschub für Solarstrom bedingen würden. Die europäischen Photovoltaik-Hersteller gehen davon aus, dass der beim Verbraucher erzeugte Solarstrom in den südlichen Ländern Europas bereits im Jahr 2010 mit dem konventionellen Netzstrom preislich mithalten kann.


Fördertarife für Solarstrom, Zuschüsse für Solarthermie

Die mit der Solarthermie und der Energieeffizienz verknüpfte Photovoltaik sei ein Schlüssel zur Verbreitung von Plusenergie-Häusern in Frankreich bis 2020, berichtet Annette Nüsslein. Positiv wirkten auch die 2006 eingeführten finanziellen Anreize des französischen Staates: Der Fördertarif für Solarstrom aus Freiland- und Dachanlagen sei nahezu verdoppelt worden. Die Einspeise-Vergütung für Strom aus gebäudeintegrierten Photovoltaik-Anlagen sei sogar auf 550 Euro pro Megawattstunde (MWh) angehoben worden. Private Haushalte erhalten seit 2006 eine sofort erstattete Steuergutschrift, in Höhe von 50 % der Ausrüstungskosten. Bei solarthermischen Großanlagen würden die Regierung und regierungsnahe Organisationen auf Antrag über diverse Zuschüsse bis zu 80 % der Investitionskosten erstatten, heißt es in der Pressemitteilung.

Die Rahmendingungen für Solar-Projekte in Frankreich sind Thema eines Seminars der Unternehmensberatung für Erneuerbare Energien - Annette Nüsslein. Dieses Seminar wird in Kooperation mit der Invest in France Agency (Düsseldorf) durchgeführt. Es referieren unter anderem Paul Kaaijk von der französischen Energieagentur ADEME, Reinhard Eckert von Würth Solar und Stefan Engler von Hans & Associés.

Fortbildung 2008 "Rahmenbedingungen für Solar-Projekte in Frankreich", Teil 1; 04.11.2008, 09:00 Uhr bis 17:00 Uhr; Renaissance Düsseldorf Hotel; Düsseldorf.

Die Studie "Panorama du photovoltaïque en France et prospective 2020" (französisch) kann heruntergeladen werden unter

12.10.2008   Quelle: Enerqos   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Enerqos,
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Siemens und E.ON errichten Offshore-Windpark mit 207 MW Leistung in Dänemark

Offshore-Windpark Lillgrund.
Offshore-Windpark Lillgrund.

Der Energieversorger E.ON hat an Siemens Energy einen Auftrag über die Lieferung von 90 Windenergieanlagen für den Offshore-Windpark "Rødsand II" in Dänemark vergeben. Das neue Großprojekt entsteht südlich der Insel Lolland in der Ostsee und wird mit einer installierten Kapazität von 207 Megawatt (MW) einer der weltweit größten Offshore-Windparks sein. Die 90 Windenergieanlagen mit einer Leistung von jeweils 2,3 MW und Rotordurchmessern von 93 Metern sollen im Jahr 2010 errichtet werden. Das Auftragsvolumen inklusive eines zweijährigen Servicevertrags liegt laut Siemens Energy bei rund 275 Millionen Euro. Das neue Offshore-Projekt von E.ON und Siemens wird rund drei Kilometer westlich des Windparks Rødsand I entstehen, der bereits 2003 an das dänische Stromnetz angeschlossen wurde.  Für den Offshore-Windpark Rødsand I hatte Siemens 72 Windenergieanlagen mit einer Leistung von jeweils 2,3 MW geliefert und aufgestellt. Das Projekt, das in Fachkreisen auch als Offshore-Windpark Nysted bezeichnet wird, wird von E.ON und dem dänischen Unternehmen DONG Energy betrieben und ist mit einer Gesamtleistung von 165,6 MW der bisher größte dänische Meeres-Windpark.


Windstrom vermeidet CO2-Emissionen in der Größenordnung von 700.000 Tonnen

Im neuen Projekt Rødsand II werden ebenfalls 2,3-MW-Anlagen von Siemens zum Einsatz kommen, die bisher im Offshore-Betrieb eine sehr hohe Zuverlässigkeit bewiesen hätten. Nach Fertigstellung soll der Offshore-Windpark Rødsand II jährlich CO2-Emissionen in der Größenordnung von 700.000 Tonnen einsparen. "Siemens hat Offshore-Windparks mit einer Gesamtleistung von rund 1.800 MW installiert oder im Auftragsbestand und ist damit der führende Lieferant von Offshore-Windenergieanlagen", sagte René Umlauft, Vorstand der Siemens-Division Renewable Energy. "Wir besitzen schon heute die bewährte Technologie, um den geplanten Ausbau der Offshore-Windenergie in die Tat umzusetzen. Wir freuen uns, nun gemeinsam mit E.ON dieses dänische Großprojekt zu realisieren", ergänzte Umlauft.

Cord Landsmann, CFO von E.ON Climate & Renewables, sagte: "Bereits der Bau des Offshore-Windparks Rødsand I war ein voller Erfolg und den wollen wir nun mit der Errichtung von Rødsand II wiederholen. Wir können uns glücklich schätzen, dass wir großartige Ingenieure und eine großartige Technologie zur Verfügung haben, um diese anspruchsvolle Aufgabe umzusetzen." Unabhängig von diesem Auftrag hatten Siemens Energy und E.ON erst vor wenigen Wochen die Unterzeichung eines Rahmenabkommens für die Lieferung von 500 Windenergieanlagen gemeldet. Die Windturbinen mit einer Gesamtleistung von 1.150 MW sollen in Onshore-Projekten in Europa und in den USA in den Jahren 2010 und 2011 installiert werden.

12.10.2008   Quelle: Siemens AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Siemens AG,
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Erneuerbare Energien haben in Lateinamerika enormes Potenzial

Deutsche Windenergieanlagen für Lateinamerika.
Deutsche Windenergieanlagen für
Lateinamerika.

Der Parlamentarische Staatssekretär im Bundesumweltministerium (BMU), Michael Müller, hat ein positives Fazit seiner einwöchigen Lateinamerika-Reise gezogen: "Politik und Wirtschaft in den Staaten Lateinamerikas haben das riesige Potenzial der erneuerbaren Energien erkannt. Besonders erfreulich ist aus meiner Sicht das enorme Interesse an dem deutschen System der Einspeisetarife, das das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) so erfolgreich gemacht hat", betont Müller. Der Parlamentarische Staatssekretär hatte in der vergangenen Woche in Chile, Argentinien, Costa Rica und Peru politische Gespräche mit den Umwelt- und Energieministern geführt. Begleitet wurde er von einer Wirtschaftsdelegation.  Die Reise stand auch unter dem Eindruck der globalen Finanzkrise. Selbst in Staaten, die eine besonders enge Verbindung zu den USA pflegen. sei eine wachsende Distanz zu Amerika zu spüren gewesen, heißt es in der BMU-Pressemitteilung. Zugleich stoße dort China auf zunehmendes Interesse, das sich mit viel Kapital vor allem in den Pazifikstaaten engagiere. Die EU-Staaten hätten hingegen die Chance, sich vor allem als Partner bei den ökologischen Zukunftsfragen einzubringen. In diesem Sinne hätten die Gespräche auch eine hohe Bedeutung für die künftige Kooperation.

In Chile hielt Müller die Abschlussrede auf der großen Leistungsschau deutscher Unternehmer, der „ExpoAlemania 2008“, und nahm gemeinsam mit der Staatspräsidentin Michelle Bachelet an der Veranstaltung teil. Landwirtschaftsministerin Marigen Hornkohl lobte das starke Engagement Deutschlands für erneuerbare Energien und Energieeffizienz. Im Rahmen der Internationalen Klimaschutzinitiative des Bundesumweltministeriums wolle man verstärkt in den Bereichen Effizienz, dezentrale Energiestrukturen, Beratungstätigkeit und Bildung/Ausbildung kooperieren, betonte Müller.


100 % erneuerbarenEnergien in Costa Rica

Bei seinem Besuch in Argentinien konnte Michael Müller mit dem Energie-Staatssekretär Daniel Camerón die Vorzüge der deutschen Energiepolitik diskutieren. Um die großen Windenergiepotenziale insbesondere entlang der langen Küste zu erschließen, wurde vereinbart, eine Stromnetzstudie zu initiieren. Der Parlamentarische Staatssekretär lobte ausdrücklich das Ziel Costa Ricas, bis 2021 eine 100%ige Versorgung mit erneuerbaren Energien anzustreben: "Costa Rica nimmt für ganz Lateinamerika eine sehr wichtige Vorreiterrolle beim Klimaschutz und bei der Biodiversität ein. Es ist vorbildlich, dass es seine Energieversorgung als erstes Entwicklungsland der Welt bis zum 200-jährigen Unabhängigkeitsjubiläum im Jahr 2021 auf 100 Prozent erneuerbare Energien umstellen will, auch um dadurch CO2-neutral zu werden. Deutsche Unternehmen tragen hierzu durch In-vestitionen in Windparks und in andere erneuerbare Energien entscheidend bei."


500 MW Windenergie-Leistung für Peru

Bei den Gesprächen mit dem peruanischen Minister für Energie und Bergbau, Juan Valdivia Romero, wurde deutlich, dass Peru an einer engen Zusammenarbeit mit Deutschland beim Ausbau der erneuerbaren Energien sehr interessiert ist. Die Minister machten auf die jetzt anstehende Ausschreibung einer ersten Tranche von 500 MW Windenergie aufmerksam und forderten insbesondere auch deutsche Unternehmen auf, sich darauf zu bewerben. Mit dem peruanischen Umweltminister, Antonio Brack Egg, verabredete Michael Müller zudem die mit dem Bundesumweltministerium schon seit 2006 bestehende Vereinbarung zum "Clean-Development-Mechanismus" (CDM) auf die erneuerbaren Energien auszuweiten. Während seiner Deutschlandreise Mitte Oktober will Antonio Brack hierzu konkrete Gespräche auch mit Bundesumweltminister Sigmar Gabriel führen.

Mit allen Staaten wurde vereinbart, dass man insbesondere bei der Ausbildung von Ingenieuren und bei der künftigen Gestaltung der Stromnetze unter anderem in Form von Studien kooperieren werde und dazu auch die Internationale Klimaschutz-Initiative des Bundesumweltministeriums nutzen wolle.

12.10.2008   Quelle: BMU   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: juwi-Gruppe,
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Neuer Arbeitskreis für solarthermische Kraftwerke gegründet

Solarenergie im Fokus: Spiegel bündeln das Sonnenlicht.
Solarenergie im Fokus: Spiegel bündeln
das Sonnenlicht.

Anlässlich der Gründung des Arbeitskreises für „Solarthermische Kraftwerke“ des Kompetenz-Netzwerks Kraftwerktechnik NRW der EnergieAgentur.NRW kamen auf dem Solarcampus Jülich der FH Aachen am 24. September über 90 Fachleute aus ganz Deutschland zu einem Workshop zusammen. "Es gibt praktisch keinen besseren Standort für diesen Arbeitskreis als Nordrhein-Westfalen", betonte Margit Thomeczek, Leiterin des Kompetenz-Netzwerks. In Nordrhein-Westfalen gebe es im weltweiten Vergleich eine sehr hohe Know-how- und Technologiekonzentration.   Der Workshop "Solarthermische Kraftwerke" am Campus Jülich der FH Aachen diente der Branche als erste Standortbestimmung. Experten und Spezialisten präsentierten die Entwicklung des solarthermischen Marktes sowie neueste Ergebnisse aus Forschung und Industrie.


Solarthermische Kraftwerke sind ausschließlich für den Export bestimmt

"Aus dem Kreis der Akteure könnte eine Plattform entstehen, die die Expertise deutscher Unternehmen und Forschungseinrichtungen im Bereich solarthermische Kraftwerke im internationalen Raum sichtbar macht", erklärt Ralf Christmann vom Bundesumweltministerium (BMU). Dies sei besonders wichtig, weil es sich um einen reinen Exportmarkt handle. Die Bundesregierung unterstütze den Ausbau solarthermischer Kraftwerke politisch im Rahmen der "Union für das Mittelmeer", so Christmann weiter. Das Bundesumweltministerium (BMU) sieht darin die Chance, anspruchsvolle regionale Projekte im Mittelmeerraum zur Nutzung erneuerbarer Energiequellen zu fördern.


Demonstrations- und Versuchskraftwerk in Jülich

Als Veranstaltungsort wurde Jülich gewählt, da dort derzeit ein solarthermisches Demonstrations- und Versuchskraftwerk entsteht. Dies sei das weltweit erste Turmkraftwerk, das Wärme auf Basis eines Receivers (Absorber) aus poröser Keramik produziert, heißt es in der Pressemitteilung der FH Aachen. Diese Technologie verspreche hohe Wirkungsgrade, gute Speicherbarkeit der thermischen Energie und einen robusten Betrieb. Das Konzept wurde entwickelt vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) und es wird am Solar-Institut Jülich der FH Aachen weiter ausgearbeitet. "Das Versuchskraftwerk kann sich zu einem Kristallisationspunkt der deutschen Energieforschung entwickeln, in dessen Umfeld sich Unternehmen aus Forschung und Industrie ansiedeln", so Prof. Bernhard Hoffschmidt vom Solar-Institut Jülich.

11.10.2008   Quelle: FH Aachen, Außenstelle Jülich   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Stadtwerke Jülich,
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Deutsche Delegation informiert sich in Nevada über Geothermie

Geothermie-Kraftwerk in Wabuska (Nevada), seit 1984 in Betrieb.
Geothermie-Kraftwerk in Wabuska (Nevada),
seit 1984 in Betrieb.

Deutsche Vertreter aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft trafen sich am 7. und 8. Oktober in Reno (US-Bundesstaat Nevada) mit amerikanischen Kollegen, um sich über Technologien zur Nutzung erneuerbarer Energien auszutauschen. Vorträge, Seminare und Sitzungen dienten dem Dialog zwischen Wissenschaftlern, Industrie und Unternehmen. Die 28 Personen umfassende Delegation wurde geleitet von Frank Kupfer, dem sächsischen Staatsminister für Umwelt und Landwirtschaft. Die Delegation war vor allem interessiert an Geothermie-Technologien und der Handhabung von Siedlungsabfall. Der Besuch der deutschen Experten wurde koordiniert von der Nevada Comission on Economic Development (NCED). 

Nevada will Vorreiter in Sachen erneuerbare Energien werden

Am 8.1. besuchte die Delagation das in Reno ansässige Geothermie-Unternehmen Ormat Technologies Inc., das unter anderem eine 90-MW-Anlage im Washoe County südlich von Reno betreibt. Ormat betreibt in den USA acht Geothermie-Kraftwerke sowie zwei weitere in Guatemala, eines in Nicaragua und eines in Kenia. Die Regierung und die Industrie Nevadas verfolgen bereits seit längerem die Absicht, Nevada zum "US-amerikanischen Zentrum der Erneuerbarkeit"zu machen, heißt es in der Pressemitteilung der NCED. Der im Westen der USA gelegene Bundesstaat biete hierfür mit rund 270 wolkenlosen Tagen im Jahr und reichlich Land, das sich für Windparks eignet, die geeigneten Voraussetzungen. Vier neue Geothermie-Anlagen bei Ely befänden sich im Bau und die erste Windfarm des Landes soll im Jahre 2010 an das Netz gehen. 3,9 Prozent des Stromverbrauchs in Nevada werden bereits aus erneuerbaren Energien gedeckt.

11.10.2008   Quelle: NCED   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Ormat Technologies Inc.,
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Windpark Bockelwitz: Global Capital Finance arrangiert Kauf für BKW FMB Energie AG

Die Beratungsgesellschaft Global Capital Finance, LLC. (Frankfurt) hat den Kauf des zwischen Dresden und Leipzig gelegenen Windparks Bockelwitz in die Wege geleitet und den Kaufprozess begleitet. Die BKW FMB Energie AG (BKW), einer der führenden Schweizer Energieversorger, hat die Windenergieanlagen erworben, die Transaktion sei am 30. September in Frankfurt unterzeichnet worden, berichtet Global Capital Finance in einer Pressemitteilung. Der Windpark besteht aus zehn Turbinen vom Typ "Tacke TW 1.5" mit einer Nennleistung von insgesamt 15 Megawatt (MW) und ist seit 1999 in Betrieb.   Ursprünglich hatte das Grüne Emissionshaus (DGE) in Freiburg im Breisgau die Anlage als geschlossenen Fonds aufgelegt. Laut Global Capital Finance erzeugt der Windpark jährlich rund 22 Gigawattstunden (GWh) Strom.

Der Kauf der Anlage sei für die BKW der Start der Produktionsaktivität in der Windenergie in Deutschland, heißt es in der Pressemitteilung. Der Schweizer Energieversorger mit Sitz in Bern gehört zu 52,9 Prozent dem Kanton Bern, die E.ON Energie AG ist mit 20 Prozent beteiligt. Die BKW versorgt nach eigenen Angaben rund eine Million Kunden in der Nord- und Westschweiz mit jährlich rund 9,7 Terawattstunden (TWh) Strom. Die Beratungsgesellschaft Global Capital Finance ist seit 2001 weltweit im Investmentbanking sowie als Finanzdienstleister tätig und hat 2004 auch die erneuerbaren Energien zu einem Kernbereich ihrer Beratungstätigkeit gemacht,- insbesondere Windkraft und Photovoltaik.

11.10.2008   Quelle: Global Capital Finance   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

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Photovoltaik-Tests: VDE-Institut und Fraunhofer ISE gründeten Unternehmen in Singapur

Modulkalibrierung am Fraunhofer ISE.
Modulkalibrierung am Fraunhofer ISE.

Das VDE-Institut und das Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme ISE) haben vor kurzem ein gemeinsames Prüfzentrum für Photovoltaik-Module in Freiburg eingeweiht. Nun verstärkten die Partner ihre Zusammenarbeit auch international. Anfang Oktober fiel in Singapur der Startschuss für ein gemeinsames Unternehmen, das Prüf- und Zertifizierungsdienstleistungen für Photovoltaik-Module anbietet. Ziel des "VDE-Fraunhofer ISE Pte. Ltd. New Energy Technology (NET)" ist, den Ausbau der Solar-Technologie im asiatischen Raum zu unterstützen. Durch die Firmengründung bieten das VDE-Institut und das Fraunhofer ISE ihrem wachsenden asiatischen Kundenkreis auch vor Ort Service-Leistungen an.   Die Prüfung ihrer Produkte nach internationalen Normen und Standards erleichtert den Modulherstellern den Eintritt in den internationalen Markt. Die neue Einrichtung kooperiert mit dem Solar Energy Research Institute of Singapore (SERIS).


Präzisionsmessungen für höchste Qualitätsstandards

Das Fraunhofer ISE verfügt über langjähriges Know-how im Kalibrieren von Solarmodulen, seit fünfzehn Jahren nutzen Modulhersteller weltweit die Präzisionsmessungen des ISE CalLab. Auch in der Gebrauchsdaueranalytik von PV-Modulen nehmen die Freiburger Forscher eine führende Stellung ein. Das VDE-Institut ist eine national und international akkreditierte, unabhängige Institution, die elektrotechnische Geräte, Komponenten und Systeme auf ihre Sicherheit für den Verbraucher und die Allgemeinheit mit höchstem Qualitätsstandard prüft und zertifiziert. Beide Partner arbeiten intensiv an der Weiterentwicklung internationaler Prüfstandards und Normen im Rahmen der International Electrotechnical Commission (Technical Committee 82, Working Group 2: Modules) und der DKE (Deutsche Kommission Elektrotechnik Elektronik Informationstechnik im DIN und VDE) mit.


Solar-Forschung in Singapur

SERIS, das Solar Energy Research Institute of Singapore hat im April 2008 seinen Betrieb aufgenommen und wird vom früheren Institutsleiter des Fraunhofer ISE Prof. Joachim Luther geleitet. In enger Anbindung an die National University of Singapore (NUS) führt SERIS industrieorientierte Forschung und Entwicklung durch.

10.10.2008   Quelle: Fraunhofer ISE   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme,
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Solar Millennium: Steueranreize sorgen für höhere Planungs- und Investitionssicherheit bei der Entwicklung von Solar-Kraftwerken in den USA

ITC-Verlängerung ebnet den Weg für solarthermische Kraftwerke in den USA.
ITC-Verlängerung ebnet den Weg für
solarthermische Kraftwerke in den USA.

Die Solar Millennium AG (Erlangen) begrüßt die Verbesserung der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen für solarthermische Kraftwerke in den USA. Das Unternehmen sieht dadurch sehr gute Chancen für die Umsetzung einer Vielzahl von weitgehend entwickelten Projekten aus seiner gut gefüllten Pipeline solarthermischer Kraftwerke in den USA. Das US-amerikanische Repräsentantenhaus hatte am 3. Oktober mit deutlicher Mehrheit die Verlängerung der Solarenergie-Förderung, des so genannten Investment Tax Credit (ITC), um acht Jahre beschlossen. Das Gesetz wurde im Anschluss von Präsident George Bush unterzeichnet. Die Verabschiedung des ITC erhöht deutlich die Planungs- und Investitionssicherheit für solarthermische Kraftwerke in den USA, da die bisher geltende Regelung Ende 2008 ausgelaufen wäre.   So erlaubt der ITC einem in den USA zur Steuer veranlagten Investor, bis zu 30 Prozent der Investitionssumme bei Inbetriebnahme des Solarkraftwerks von der zu entrichtenden Steuer abzuziehen. Durch die Öffnung des ITC für Energieversorgungsunternehmen wird zudem der Anreiz geschaffen, dass auch Stromversorger direkt in Solarkraftwerke investieren.


Solar Millennium in der engeren Wahl für den Bau von solarthermischen Kraftwerken mit einer Gesamtleistung von rund 1.500 MW

Über ihre US-amerikanische Projektentwicklungstochter, Solar Millennium LLC (Berkeley) habe sich die Gruppe bereits geeignete Landflächen für den Bau von Solarkraftwerken mit einer Gesamtleistung von rund 5.000 Megawat (MW) im Südwesten der USA gesichert. Angebote für mehrere Projekte von insgesamt rund 1.500 MW seien von Energieversorgern bislang in die engere Wahl gezogen worden. Auf Grundlage der seit längerer Zeit geführten Verhandlungen erwartet Solar Millennium als nächsten wichtigen Schritt zur Umsetzung dieser Projekte den Abschluss von Power Purchase Agreements (PPA). Diese Stromlieferverträge mit Vereinbarung der Stromvergütung (power tariff) bilden die wirtschaftliche Basis für die weitere Konkretisierung der Kraftwerksplanung.


Erste Projekte in den USA ab 2009

"Wegen der ausstehenden Verlängerung des ITC herrschte in diesem Jahr zunächst eine gewisse Zurückhaltung der Solarbranche in den USA. Wir haben diese Zeit genutzt, um Standorte für weitere Projekte zu entwickeln sowie mit unserem Joint Venture, der MAN Solar Millennium, die Kapazitäten zum Bau von Solarkraftwerken zu schaffen. Aufgrund der nun beschlossenen Maßnahmen können wir unsere Verhandlungen mit den Energieversorgern zum Abschluss bringen", freut sich Christian Beltle, Vorstandsvorsitzender der Solar Millennium AG. "Auf diesen Startschuss haben wir seit Langem gewartet. Wir gehen davon aus, dass bereits im nächsten Jahr mit der Realisierung erster Projekte in den USA begonnen werden kann."

10.10.2008   Quelle: Solar Millennium AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Solar Millennium AG,
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Q-Cells-Tochtergesellschaft Solibro: Kapazitätsausbau in Thalheim um 90 Megawatt, 250 weitere Arbeitsplätze

Die Solibro GmbH wird eine neue Fertigungsstätte für Photovoltaik-Module mit einer Produktionskapazität von 90 Megawatt (MWp) im "Solar Valley" Thalheim in Bitterfeld-Wolfen bauen. Solibro investiert nach eigenen Angaben rund 165 Millionen Euro in die Fabrik und wird damit 250 neue Arbeitsplätze in der Region schaffen, berichtet das Unternehmen in einer Pressemitteilung. Damit werde die Gesamtkapazität der Solibro GmbH am Standort Bitterfeld-Wolfen auf insgesamt 135 MWp erhöht. Der Baubeginn soll noch in diesem Jahr erfolgen und die Auslieferung der Module der neuen Fabrik ist bereits für das 4. Quartal 2009 geplant. Solibro produziert Dünnschicht-Photovoltaik-Module auf Basis einer Kupfer-Indium-Gallium-Diselenid-Technologie (CIGS), die am renommierten Ångström Solar Center an der Universität Uppsala (Schweden) entwickelt wurde.  Diese Technologie zeichnet sich durch ein für Dünnschicht-Module relativ hohes Wirkungsgradpotenzial und eine ansprechende Ästhetik aus. Ausschlaggebend für die Entscheidung zum Produktionsausbau in Thalheim seien Standortvorteile, die bereits in der Vergangenheit das schnelle Wachstum des Photovoltaik-Standorts Thalheim begünstigt hätten, heißt es in der Pressemitteilung.


"Solar Valley Thalheim": Kompetenzzentrum der Photovoltaik-Branche

Dazu zähle neben den kurzen Genehmigungsfristen und der Unterstützung durch die lokalen Behörden auch die Förderung der Forschung und Entwicklung sowie der Mitarbeiterqualifikationen in der Solartechnologie durch die Landesregierung Sachsen-Anhalt. Auch dank dieser Unterstützung habe sich das „Solar Valley Thalheim“ zu einem bedeutenden Kompetenzzentrum der Photovoltaik-Branche entwickelt. "Mit dem Ausbauschritt wird die Zukunft des Unternehmens in einem rasch expandierenden Markt- und Wettbewerberumfeld gesichert", sagt Solibro-Geschäftsführer Dr. Johannes Segner. "Unser Fokus liegt auf dem Beschleunigen von verschiedenen Forschungs- und Entwicklungsvorhaben zur Verbesserung der Produktionseffizienz und des Modulwirkungsgrades. Darüber hinaus bewirken umfangreiche Maßnahmen der Weiterqualifikation eine berufliche Entwicklung der Mitarbeiter auf höchstem Niveau", so Segner weiter.

10.10.2008   Quelle: Q-Cells AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

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US-Photovoltaikhersteller Konarka weiht weltweit größte Fabrik für Dünnschichtzellen "von der Rolle" ein

Photovoltaik-Dünnfilm "Power Plastic" von
Konarka.

Die Konarka Technologies, Inc. (Lowell, Massachusetts; USA), spezialisiert auf die Entwicklung und Kommerzialisierung von Kunststoffen, die Licht in Energie umwandeln, berichtete am 07.10.2008 von der Eröffnung der größten Produktionsstätte der Welt für organische Dünnschichtsolarzellen (OPV), die im so genannten Roll-to-Roll-Verfahren gefertigt werden. Damit bereite sich das Unternehmen vor auf die Massenfertigung und den Vertrieb von "Power Plastic" im großen Stil, heißt es in der Pressemitteilung. Die Solar-Fabrik in New Bedford (Massachusetts) habe eine Grundfläche von rund 23.000 Quadratmetern und sei bisher von Polaroid zur Herstellung fortschrittlicher Drucktechnik genutzt worden. "Diese Fabrik hat Druckkapazitäten auf dem neuesten Stand der Technik, die alle sofort genutzt werden können. Mit der vollen Produktionskapazität können künftig pro Jahr flexible Kunststoffsolarzellen mit einer Gesamtleistung von mehr als einem Gigawatt gefertigt werden", so Howard Berke, Geschäftsführer und Gründer von Konarka. "  Unsere Technologieführerschaft und Innovation bei der Herstellung von flexiblen Dünnschichtsolarzellen wird uns in Verbindung mit der Kapazität der neuen Fabrik, mehr als 10 Millionen Quadratmeter Material zu produzieren, ermöglichen, Power Plastic zum Gebrauch in Gebäuden, für tragbare Anwendungen und zur Photovoltaik-Gebäudeintegration herzustellen", fügte Berke hinzu.

Mit der neuen Fertigung in den USA baue Konarka seine Präsenz in Massachusetts aus und beschleunige die ambitionierten Pläne, die Organische Photovoltaik weiterzuentwickeln und weltweit zu kommerzialisieren. Zusätzlich zum Kauf einer vollautomatischen Fertigungslinie zur Roll-to-Roll-Produktion habe Konarka Technologiespezialisten von Polaroid eingestellt und plane, weitere 100 Mitarbeiter zu beschäftigen, da die Fertigungskapazität in den nächsten drei Jahren deutlich wachsen soll.


Chemie-Nobelpreisträger Alan Heeger erforschte die Grundlagen der OPV

Konarkas Dünnfilmtechnologie geht zurück auf die Arbeit des Polymermaterialwissenschaftlers Dr. Sukant Tripathy und Dr. Alan Heeger, den Forschungschef von Konarka, der im Jahr 2000 den Nobelpreis für Chemie erhielt. Aus der Grundlagenforschung der beiden Wissenschaftler resultierte Konarkas führende Stellung in der OPV, einschließlich eines Produktionsverfahrens bei relativ niedrigen Temperaturen, das den Gebrauch kostengünstiger Trägermaterialien aus Kunststoff ermöglicht. Als Ergebnis dieser Innovationen hat Konarka nach eigenen Angaben Risikokapital im Umfang von mehr als 100 Millionen US-Dollar sowie rund 18 Millionen Dollar staatliche Fördermittel aus den USA und Europa erhalten.


Leichte und flexible Solarzellen für zahlreiche Einsatzgebiete

Das Polaroid-Werk, das in den 1990er Jahren für die Massenproduktion ausgebaut wurde, sei mittlerweile umgestellt worden und könne nun mit der Herstellung von Power Plastic beginnen, berichtet Konarka. Die Fertigungslinien ermöglichen nach Angaben des Unternehmens eine Vielzahl von Druck- und Beschichtungstechniken, einschließlich der Verwendung von Nanomaterialien für die Photovoltaik, welche die Herstellung von leichten, flexiblen und vielseitiger einsetzbaren Solarzellen erlaubten.

10.10.2008   Quelle: About Konarka Technologies, Inc.   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Konarka Technologies, Inc.,
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Ubbink Econergy Solar entwickelt neues Montagesystem für Photovoltaik-Laminate

Ubbink Econergy Solar hat auf der spanischen Photovoltaik-Messe "PowerExpo" vom 24. - 26. September in Zaragoza zum ersten Mal das neu entwickelte Montagesystem "FastConSole" präsentiert. Das System, mit dem Photovoltaik-Laminate einfach und schnell montiert werden können, sei bei den Spaniern auf sehr großes Interesse gestoßen, berichtet das Unternehmen in einer Pressemitteilung. "Kein anderes Produkt auf dem Messestand war so gefragt wie unsere FastConSole", erklärt Geerling Loois, Geschäftsführer von Ubbink Econery Solar. Daneben seien auch die großflächigen Solaranlagen auf Basis von Dünnschicht-Zellen - BIOSOL TF Plate und BIOSOL TF Membrane - auf großes Interesse gestoßen. Das Montagesystem ist eine Weiterentwicklung der seit Jahren erprobten Solar-Halterung ConSole.   Bei beiden Systemen handelt es sich um wannenartige Gefäße, die für die Installation von Photovoltaikanlagen auf Flachdächern entwickelt wurden. Das Prinzip ist einfach: Die Montagewannen werden auf das (Flach-) Dach gestellt, mit Kies oder Steinplatten beschwert und anschließend mit dem Solarmodul bestückt. Im Gegensatz zum bisherigen System werde bei der neuen FastConSole kein ganzes Photovoltaik-Modul aufgebracht, sondern lediglich ein Laminat, betont der Hersteller.


Montage ohne Werkzeug, geringe Ballastwerte und gute Hinterlüftung

Die Montage erfordert keinerlei Werkzeug; die Laminate werden einfach in die bereits angebrachten U-förmigen Halteprofile eingeschoben. Dieser Vorgang ist nicht nur einfach, sondern auch schnell. Einsparungen gebe es weiterhin beim Ballast, mit dem die FastConSolen beschwert werden, betont Ubbink Econergy Solar. Durch die neue, aerodynamische Form seien geringe Ballastwerte notwendig, da der Winddruck genutzt werden könne und zur guten Standfestigkeit beitrage. Außerdem sorge die Form für eine gute Hinterlüftung der Photovoltaik-Laminate, welche einen Wärmestau verhindert und damit die Effizienz erhöht. Da die FastConSole auf das Dach gestellt wird, bleibt das Dach selbst heil, eine Dachdurchdringung ist nicht erforderlich. Zudem ist der Flächenbedarf für die Photovoltaikanlage niedriger: Der Neigungswinkel der FastConSole beträgt lediglich 15 Grad, so dass die Schattenbildung gering ist. Die einzelnen FastConSolen können somit in engerem Abstand aufgestellt werden, was den Flächenbedarf reduziert.

Neben den genannten Verbesserungen greift Ubbink Econergy Solar die bewährten Vorteile der ConSole auf. Auch die FastConSole ist mit 7,3 Kilogramm sehr leicht, was das Handling für den Installateur vereinfacht. Zudem ist die FastConSole stapelbar, so dass wenig Platz zur Lagerung nötig ist. Sie besteht wie auch das Schwesterprodukt aus 100% recyceltem Polyethylen. Die FastConSole ist geeignet für kristalline 50-Zellen-Laminate in den Abmessungen 80 x 160 Zentimeter. Sie passt ideal für Laminate der Centrosolar Group AG, zu der Ubbink gehört. Möglich ist aber auch der Einsatz von Laminaten anderer Hersteller mit gleichen Abmessungen.

"Nach dem erfolgreichen Auftakt auf der Messe PowerExpo in Spanien sind wir überzeugt, dass die FastConSole auch in Deutschland und anderen europäischen Ländern gut ankommen wird", erklärt Loois. Das Schwester-Produkt ConSole verkauft das Unternehmen seit Jahren mit großem Erfolg. Die FastConSole ist ab dem ersten Quartal 2009 verfügbar.

10.10.2008   Quelle: Ubbink Econergy Solar   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

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Gabriel sieht Klimaschutzziele durch die Finanzkrise nicht gefährdet - Investitionen in Energie- und Ressourceneffizienz noch attraktiver

Bundesumweltminister Sigmar Gabriel ist Befürchtungen entgegen getreten, dass die Aufwendungen für den Klimaschutz angesichts der gegenwärtigen Finanzkrise zurückgehen und die Klimaziele unerreichbar würden. Die Finanzkrise eröffne vielmehr neue Chancen für klassische Investitionen in Klimaschutz- und Effizienztechnologien, betonte der Bundesumweltminister. Die Krise an den internationalen Finanzmärkten markiere das "Ende der virtuellen Ökonomie und die Rückkehr zur realen Wirtschaft", sagte Gabriel. Viele Investoren würden nun erkennen, dass es erfolgversprechender sei, statt in Spekulationsmärkte ganz klassisch in reale Märkte zu investieren, etwa in den Energie- und Ressourcenmarkt, der einer der größten Märkte der Zukunft sei.  

Ausbau der erneuerbaren Energien hilft, die deutsche Wirtschaft krisenfest zu machen

"Für alle Technologien, die Energie und Rohstoffe effizienter nutzen oder erneuerbare Ressourcen erschließen, wird in den nächsten Jahren ein sehr großer internationaler Markt entstehen. Investitionen in diesen Markt sind allemal lohnender als das, was von Spekulationen abhängt und eine virtuelle Wirtschaft geworden ist", so Gabriel. Eine ehrgeizige Effizienzstrategie und der Ausbau der erneuerbaren Energien seien wichtige Voraussetzungen, um die deutsche Wirtschaft durch eine geringere Abhängigkeit von Energieimporten krisenfest zu machen. "Erfolgreiche Klimapolitik schafft Wachstumsmärkte, Arbeitsplätze und erhöht die Energiesicherheit", sagte Gabriel. Er verwies auf eine Studie im Auftrag des Bundesumweltministeriums, wonach eine ambitionierte Klimaschutzpolitik 500.000 zusätzliche Arbeitsplätze bis zum Jahr 2020 schaffen kann.

"Im Hinblick auf die wachsenden Gefahren des Klimawandels würden wir die Zukunft der nachwachsenden Generationen aufs Spiel setzen, wenn wir wegen der aktuellen Probleme den langfristigen Klimaschutz vernachlässigen würden. Deshalb dürfen wir keine Zeit mehr verlieren. Auf nationaler und auf europäischer Ebene müssen die Maßnahmenpakete den wachsenden Gefahren des Klimawandels gerecht werden", betonte Gabriel. Das Ziel der EU, den weltweiten Temperaturanstieg auf zwei Grad zu beschränken, stelle die absolute Obergrenze dar, damit wir die Folgen des Klimawandels überhaupt noch bewältigt werden können, so der Bundesumweltminister weiter. Um dies zu erreichen, müssen bis zum Jahr 2050 weltweit die Treibhausgas-Emissionen gegenüber dem Niveau von 1990 mindestens halbiert werden. Für die Industriestaaten bedeutet dies, bis zum Jahr 2020 die Emissionen um 25-40 Prozent und bis zum Jahr 2050 um mindestens 80 zu reduzieren.

Deutschland hat bereits 2007 mit dem Klima- und Energiepaket der Bundesregierung die Maßnahmen beschlossen, die bis zum Jahr 2020 die Emissionen um rund 35 Prozent gegenüber 1990 reduzieren werden. "Damit wurden wir unser Vorreiterrolle gerecht", so Gabriel. Der nächste Schritt ist der erfolgreiche Abschluss des europäischen Klimapakets noch dieses Jahr unter französischer Präsidentschaft. Darin müsse ein klarer Mechanismus verankert werde, wie die EU ihr Klimaziel von 20 Prozent Emissionsreduktion bis zum Jahr 2020 auf 30 Prozent verschärft, sobald ein internationales Abkommen als Nachfolge des Kyoto-Protokolls zustande kommt.


Emissionszertifikate sollen ausnahmslos versteigert werden

Gabriel bekräftigte, dass im Emissionshandel die Emissionszertifikate für die Stromproduktion zu 100 Prozent versteigert werden sollen. "Wir haben erlebt, dass in der vergangenen und in der aktuellen Handelsperiode verschenkte Zertifikate den Stromkunden trotzdem noch einmal in Rechnung gestellt worden sind. Dieses doppelte Kassieren muss aufhören und wir wollen klare Impulse setzen für einen Kohlenstoff-Preis beim grenzüberschreitenden Klimaschutz", sagte er. Gleichzeitig müsse die energieintensive Industrie in Europa vor Abwanderungen geschützt werden, um Wettbewerbsverzerrungen zu vermeiden und zu verhindern, dass sie in ihren Klimabemühungen ausgebremst wird. "Das ist notwendig, solange andere Staaten noch keinen Kohlenstoffmarkt haben", betonte Gabriel.

"Ich bin zuversichtlich, dass Mitte 2009 eine neue US-Administration ihr eigenes Klimaprogramm vorlegen wird und dass dann auch China, Indien und weitere Schlüsselstaaten der Schwellen- und Entwicklungsländer bereit sein werden, mitzumachen. Im Dezember 2009 wollen wir dann in Kopenhagen ein neues internationales Klimaschutz-Abkommen beschließen", so Gabriel.

10.10.2008   Quelle: BMU   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

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Photovoltaik-Systemintegrator Payom Solar verdreifacht den Umsatz

Photovoltaik-Fassade von Payom Solar
Photovoltaik-Fassade von Payom Solar

Die Payom Solar AG (Merkendorf) hat am 9. Oktober 2008 ihren Bericht zum dritten Quartal 2008 veröffentlicht. Demnach konnte das Wachstum des Spezialisten für Indach-Photovoltaik und Aufdach-Solarstromsysteme erheblich beschleunigt werden. Der Umsatz wurde nach Angaben des Unternehmen von 7,74 Millionen Euro im Vorjahr auf 25,74 Millionen Euro mehr als verdreifacht, womit die Erwartungen der Analysten von 25 Millionen Euro für das Gesamtjahr bereits zum 30.09.2008 erfüllt worden seien. Auch bei den Ergebnissen erreichte die Payom Solar AG neue Rekordwerte.  So stiegen das operative Ergebnis (EBIT) von 0,54 Millionen Euro im Vorjahr auf 1,66 Millionen Euro und der Periodenüberschuss (Net Income) von 0,43 Millionen Euro auf 1,19 Millionen Euro. Das Ergebnis je Aktie betrug (bezogen auf durchschnittlich 890.328 sich im Umlauf befindliche Aktien) 1,33 Euro nach 0,59 EUR im Vorjahr.



Vorstand geht von einer vollständigen Platzierung der Kapitalerhöhung aus

Trotz der angespannten Situation am Kapitalmarkt geht der Vorstand der Payom Solar AG von einer vollständigen Platzierung der laufenden Kapitalerhöhung aus. Den Aktionären wurden im Rahmen einer Bar-Kapitalerhöhung neue Aktien im Verhältnis 19:7 zu je 10,00 EUR angeboten und nach Unternehmensangaben auch rege gezeichnet. Einige Altaktionäre mit größeren Anteilen am Unternehmen hätten hierbei bewusst auf das Ausüben ihres Bezugsrechts verzichtet, um der Lite-On Technology Corporation ("Lite-On Tech; Taipei) sowie möglicherweise weiteren institutionellen Investoren einen Einstieg bei Payom zu ermöglichen. Über die Durchführung dieser Kapitalerhöhung von einem Grundkapital von 950.000,00 EUR auf bis zu 1.300.000,00 EUR will die Gesellschaft in Kürze berichten.


Ausblick positiv, deutliches Wachstum hält an

Für das laufende Geschäftsjahr 2008 hat der Vorstand der Payom Solar AG seine Prognosen aufgrund des sehr positiven Verlaufs und der Auftragslage gerade unter Berücksichtigung der bereits gemeldeten Lieferverträge mit der Yingli Green Energy Holding Ltd. ("Yingli) angehoben. Nach den letzten noch nicht aktualisierten Schätzungen der Analysten sähen diese für 2008 einen Umsatz von insgesamt 25 Millionen Euro und ein operatives Ergebnis (EBIT) von 1,6 Millionen Euro. Der Vorstand gehe nunmehr davon aus, diese Erwartungen nicht nur zu bestätigen, sondern deutlich zu übertreffen, heißt es in der Pressemitteilung. Der Umsatz soll sich gegenüber dem Vorjahr auf rund 30 Millionen Euro verdreifachen. Beim Ergebnis erwartet der Vorstand eine Steigerung von rund 0,9 Millionen Euro im Vorjahr auf mindestens 1,8 Millionen Euro.

Optimistisch sieht die Payom Solar AG auch das Jahr 2009, für welches ein erhebliches Umsatzwachstum erwartet wird. Durch die bereits gemeldeten Lieferverträge mit Yingli und insbesondere Lite-On Tech will die Payom Solar AG in den kommenden Jahren bei Umsatz und Ertrag in eine neue Größenordnung vorstoßen.

09.10.2008   Quelle: Payom Solar AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Payom Solar AG,
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centrotherm photovoltaics meldet Projekterfolge in Asien und den USA

Die centrotherm photovoltaics AG (Blaubeuren) gewann im Bereich Solarsilizium einen umfangreichen Folgeauftrag eines asiatischen Kunden, berichtet das Unternehmen in einer Pressemitteilung. centrotherm photovoltaics wird die Planung und den Anlagenbau übernehmen und liefert zudem das Prozess-Know-how und Schlüsselequipment aus einer Hand. Während die erste Ausbaustufe mit einer jährlichen Produktionskapazität von rund 100 Tonnen Solar-Silizium von einem Unternehmenskonsortium unter Teilnahme von centrotherm photovoltaics errichtet worden sei, übernehme centrotherm photovoltaics die 2. Ausbaustufe mit einem geplanten jährlichen Produktionsvolumen von rund 4.000 Tonnen Solarsilizium exklusiv.   "Dieser Folgeauftrag im Bereich Solarsilizium bestätigt unsere Strategie, entlang der solaren Wertschöpfungskette zu wachsen, und ist ein weiterer Beleg dafür, dass wir nicht nur über umfassende Expertise verfügen, sondern auch umsetzungsstark sind", kommentiert Robert Hartung, Vorstandssprecher der centrotherm photovoltaics.


Erste Turnkey-Produktionslinie in den USA

An ihrer Erfolgsgeschichte schreibe die centrotherm photovoltaics auch im amerikanischen Markt weiter, heißt es in der Pressemitteilung. In den USA habe Anfang Oktober die erste schlüsselfertige ("Turnkey") Produktionslinie die Zellproduktion aufgenommen. "Vor dem Hintergrund steigender Energiekosten nimmt auch in den USA das Interesse an erneuerbaren Energien zu. Darauf hat die Regierung nun mit entsprechenden Fördermöglichkeiten für Solarprojekte und andere alternative Energiequellen reagiert", erläutert Technologievorstand Dr. Peter Fath. Anfang Oktober hatte das US-Repräsentantenhaus den Plänen des Senats zugestimmt, die zum 31. Dezember 2008 auslaufenden Förderungen für erneuerbare Energien um acht Jahre zu verlängern. Gebilligt wurde die Verlängerung der sogenannten Investment Tax Credits (ITC), die vornehmlich für Solarenergie und Brennstoffzellen gelten. Zusätzlich sollen die Production Tax Credits für Solarenergie bis 2010 verlängert werden und damit weitere Steuerentlastungen für die Branche schaffen.


Exportquote rund 90 Prozent

Die centrotherm photovoltaics AG machte nach eigenen Angaben im ersten Halbjahr 2007 rund 90 % ihres Umsatzes im Ausland und deckte dabei mit Asien und den USA die wachstumsstärksten Märkte ab. Bei der Aufnahme neuer Aufträge in den Auftragsbestand verfolge das Unternehmen eine sehr konservative Strategie: "Bei centrotherm folgen wir der Regel, Aufträge erst dann zu buchen, wenn bereits Anzahlung und Akkreditiv vorliegen. Damit sind wir bisher gut gefahren und werden auch künftig nicht von dieser Praxis abweichen", betont Finanzvorstand Oliver Albrecht.

09.10.2008   Quelle: centrotherm photovoltaics AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

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Motorradmesse in Köln: Solar-Tankstelle versorgt Elektroroller mit Sonnenenergie

SOLON-Solar-Tankstelle.
SOLON-Solar-Tankstelle.

Roller fahren ohne Reue: Auf der Motorradmesse "Intermot" können Besucher vom 8. – 12. Oktober 2008 in Köln klimafreundlich Motorroller fahren. Möglich macht dies die solare Ladestation von SOLON. Die vom Stromnetz unabhängige Solar-Tankstelle erzeugt Strom aus der Sonne und versorgt damit elektrisch angetriebene Zweiräder. Neben dem Vectrix Maxi-Scooter stehen auch Modelle weiterer Hersteller für eine nahezu geräuschlose Probefahrt in die Zukunft bereit - ohne Kohlendioxid, Stickoxide und Feinstaub zu emittieren. "Angesichts der steigenden Benzinpreise gehört dem elektrischen Antrieb die Zukunft", sagt Frank Brehm, Geschäftsführer der SOLON-Tochter SOLON Mobility GmbH.  "Unsere solare Ladestation macht ihn emissionsfrei und damit klimafreundlich, denn wir produzieren den Strom zu 100 Prozent aus der Sonne."


50 Quadratmeter große Photovoltaik-Anlage ermöglicht emissionsfreie Mobilität

Auf dem Freigelände der KoelnMesse, westlich der Halle 7, stehen Elektroroller für Fahrten auf einem Parcours bereit. Gleich daneben: die solare Ladestation mit einer riesigen, 50 Quadratmeter großen Photovoltaik-Anlage, dem SOLON Mover, der den notwendigen Solarstrom liefert. SOLON macht so solare und damit emissionsfreie Mobilität möglich. Die ist vielfältig einsetzbar, etwa für den Fahrzeugpool von Betrieben oder in Kommunen aber auch für Caddies auf dem Golfplatz. Je nach Bedarf und vorhandener Infrastruktur entwickelt und liefert die SOLON Mobility GmbH Mobilitätslösungen. Die SOLON-Solartankstelle ist zu sehen vom 8. bis 12. Oktober auf der Intermot, KoelnMesse, Freifläche westlich der Halle 7.

09.10.2008   Quelle: SOLON Mobility GmbH   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: SOLON AG,
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Neue dena-Publikationen zur Förderung erneuerbarer Energien in Europa

dena Förderübersicht zur Photovoltaik in der EU.
dena Förderübersicht zur Photo-
voltaik in der EU.

Zwei aktuelle Veröffentlichungen der Deutschen Energie-Agentur GmbH (dena) liefern Informationen zu Förderprogrammen und rechtlichen Rahmenbedingungen in den EU-Mitgliedsländern. Die eine befasst sich mit der Wärmeerzeugung aus erneuerbaren Energien (z. B. Solarthermie oder Biomasse), die andere mit der Photovoltaik. Die "Förderübersicht EU-27 – REG Wärme" soll Unternehmen und Investoren helfen, die europäischen Märkte für Wärme aus erneuerbaren Energien zu verfolgen sowie Chancen und Risiken einzuschätzen.   Seit September ist laut dena in den Niederlanden das Förderprogramm "Nachhaltige Wärme" ("Duurzame Warmte") in Kraft, das bis 2011 ein Gesamtbudget von 66 Millionen Euro für Investitionskostenzuschüsse zur Verfügung stellt. Die "Förderübersicht EU-27 - REG Wärme" zeigt, unter welchen Bedingungen und bei welcher Behörde Fördergelder beantragt werden können. Die Übersicht wird quartalsweise aktualisiert und erscheint auf Deutsch und Englisch.


Förderübersicht zur Photovoltaik

Ebenfalls erhältlich ist die neue Fassung der "dena-Förderübersicht EU-27 - Photovoltaik", in der die Regelungen und Förderprogramme für die Solarstrom-Produktion in der EU zusammengefasst sind. Die Broschüre gibt beispielsweise Auskunft zu den neuen Bedingungen der Förderung von Photovoltaik in Österreich. Laut dena haben nach der Novelle des österreichischen Ökostromgesetzes ab 2009 nur noch Betreiber einer Photovoltaik-Anlage mit einer Nennleistung von mehr als 5 Kilowatt (kWp) Anspruch auf die Einspeisevergütung. Außerdem sei in der Slowakei eine Neufassung des Einspeisegesetzes verabschiedet worden, die ab 2009 erstmals eine Vergütungspflicht für einen festgelegten Zeitraum garantieren soll, berichtet die dena in einer Pressemitteilung. Die entsprechenden Regelungen in der Slowakei sowie in 12 weiteren EU-Ländern sind ebenfalls in der Förderübersicht enthalten.

Beide Publikationen erscheinen in der Reihe "dena-Förderübersicht" und können kostenpflichtig bestellt werden unter www.dena.de/publikationen. Die Photovoltaik-Übersicht kostet ab 350 Euro, die Förderübersicht" EU-27 – REG Wärme" ist ab 200 Euro erhältlich (jeweils zzgl. gesetzl. MwSt.). Abonnenten erhalten alle drei Monate ein aktualisiertes Druckexemplar mit den Änderungen der Förderbedingungen für das abgelaufene Quartal.

09.10.2008   Quelle: Deutsche Energie-Agentur GmbH (dena)   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: dena,
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TU Berlin: Neuer Studiengang qualifiziert Nachwuchskräfte für die Solar-Branche

Am 13. Oktober nehmen die ersten Studierenden des neuen internationalen Studiengangs "Masters Global Production Engineering for Solar Technology" (GPE Solar) der Technischen Universität Berlin ihr Studium auf. Das Unternehmen ib vogt, internationaler Dienstleister für Planung und Realisierung von Fabriken der Photovoltaik-Industrie, unterstützt GPE Solar und vergibt ein Stipendium. Als Stipendiengeber übernimmt ib vogt die kompletten Beiträge des gebührenpflichtigen Masterstudiengangs für einen bereits ausgewählten Studenten aus Nicaragua. Gleichzeitig wird das Unternehmen aktiv in die Lehre des Studiengangs eingebunden. ib vogt beteiligt sich mit eigenen Lehrveranstaltungen am Studienprogramm, gibt praktische Aufgabenstellungen aus dem Unternehmensalltag in Form von Übungen an die Studenten weiter und stellt Praktikumsplätze für das im GPE Solar obligatorische 9-wöchige Praktikum bereit.   "Durch die Stipendienvergabe an einen GPE Solar Studenten können wir frühzeitig mit der Rekrutierung qualifizierter Nachwuchskräfte beginnen", kommentiert Carolus Kerber, Engineering Director von ib vogt.


Studieninhalte decken Photovoltaik und Solarthermie komplett ab

Der 2-jährige Masterstudiengang GPE Solar bietet Ingenieuren eine gezielte und praxisnahe Qualifizierung für die Solar-Industrie. Einmalig ist dabei die Kombination von Ingenieurkenntnissen im konstruktiven und produktionsplanerischen Bereich mit Managementwissen. Die Studieninhalte decken sämtliche Stufen der Wertschöpfungskette in Photovoltaik und Solarthermie ab: von der Produktion der Komponenten, über die Planung und Installation bis hin zu Finanzierung, Recht, Marketing und Markterschließung. Das sich insbesondere an internationale Studenten wendende Studienangebot ist komplett englischsprachig. Um die angehenden Absolventen auf die besonderen Herausforderungen einer zunehmend globalisierten Wirtschaft vorzubereiten, wird in den einzelnen Lehrmodulen besonders viel Wert auf interkulturelle Teamarbeit gelegt.

Weitere Informationen zum GPE Solar: http://www.gpe-solar.de

09.10.2008   Quelle: Renewables Academy AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Renewables Academy AG,
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SCHOTT Solar AG sagt aktuellen Börsengang ab

Die SCHOTT Solar AG hat gemeinsam mit der SCHOTT AG und den Joint Global Coordinators und Joint Bookrunners Commerzbank, Deutsche Bank und J.P. Morgan beschlossen, den Börsengang zum jetzigen Zeitpunkt nicht durchzuführen. Die erneut drastischen Verschlechterungen der Bedingungen an den internationalen Kapitalmärkten in den letzten Tagen hätten zu dieser Entscheidung geführt, heißt es in der Pressemitteilung. An ihren Wachstumsplänen halte die SCHOTT Solar AG gleichwohl fest. Die Finanzierung sei durch die SCHOTT AG gesichert. "Dass wir mit unserem Geschäftsmodell und der Umsetzung unserer Strategie auf dem richtigen Weg sind, hat uns das durchweg positive Investoren-Feedback gezeigt. Ein sich in so kurzer Zeit derart verschlechterndes Kapitalmarktumfeld war nicht absehbar und lässt einen für alle Beteiligten erfolgreichen Börsengang momentan nicht zu. Trotzdem wollen wir unsere Expansionspläne auch weiterhin konsequent umsetzen", erklärte Dr. Martin Heming, CEO der SCHOTT Solar AG. 

Produktionskapazität für solarthermische Kraftwerke und Photovoltaik soll weiter ausgebaut werden

In den stark wachsenden Geschäftsbereichen Concentrated Solar Power (CSP), wo sich SCHOTT Solar als Markt- und Technologieführer sieht, und Photovoltaics (PV) sollen die Aktivitäten künftig weiter deutlich ausgebaut werden, betont das Unternehmen. Hierzu seien insbesondere Investitionen in Forschung und Entwicklung sowie in den Ausbau der Produktionskapazitäten in Europa und den USA geplant. Insbesondere die USA stellen nach Ansicht der Gesellschaft einen wichtigen Zukunftsmarkt für Solarenergie dar. Hier seien durch die Verlängerung und Erweiterung der steuerlichen Förderung erneuerbarer Energien, die so genannten Investment Tax Credits (ITC), nachhaltig positive Impulse zu erwarten.

Neben der gesicherten Ausbauplanung würden auch die jüngsten operativen Entwicklungen einen positiven Ausblick zulassen: "Wir liegen mit der bisherigen Umsetzung unserer Ziele voll im Plan und haben damit auch einen wesentlichen Grundstein für unser künftiges Wachstum gelegt. An diese erfolgreiche Entwicklung wollen wir auch in Zukunft anknüpfen. Im Anschluss an eine nachhaltige Beruhigung des Kapitalmarktumfelds werden wir das weitere Vorgehen prüfen", führt Dr. Martin Heming aus.

08.10.2008   Quelle: SCHOTT Solar AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

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Photovoltaik-Konzern SolarWorld AG startet Aktienrückkaufprogramm

Der Vorstand der SolarWorld AG hat 08.10.2008 beschlossen, von der Ermächtigung der Hauptversammlung vom 21.05.2008 zum Erwerb eigener Aktien gemäß § 71 Abs. 1 Nr. 8 AktG im Umfang von bis zu 10 % des Grundkapitals der Gesellschaft Gebrauch zu machen. Die Aktien können zu allen in der Ermächtigung in der Hauptversammlung genannten Zwecken verwendet werden, heißt es in der Ad-hoc-Mitteilung des Solar-Unternehmens. Die Ermächtigung, die auch den Einzug der Aktien einschließe, sei bis zum Ablauf des 21.11.2009 befristet.  Mit dem Rückkauf von bis zu 10 % der Aktien soll am 08.10.2008 begonnen werden, um das aktuelle Kursniveau zu nutzen.

Der Erwerb soll über die Börse oder im Wege eines an alle Aktionäre gerichteten öffentlichen Erwerbsangebotes erfolgen; der von der Gesellschaft gezahlte Erwerbspreis pro Aktie darf den höchsten am Erwerbstag an der Frankfurter Wertpapierbörse im Parkett- und Computerhandel festgestellten Börsenkurs zuzüglich Kosten und Gebühren nicht überschreiten. Er darf maximal 15 % darunter liegen. Im Falle eines öffentlichen Erwerbsangebots darf der angebotene und gezahlte Erwerbspreis pro Aktie bis zu 15 % über dem höchsten Börsenkurs des dritten Börsentags vor der Veröffentlichung des Erwerbsangebots liegen, heißt es in der Ad-hoc-Mitteilung.

08.10.2008   Quelle: SolarWorld AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

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Dr. Hermann Scheer: Marburger Solarsatzung ist Musterprojekt für die Energiewende

Hermann Scheer.
Hermann Scheer.

"Die noch amtierende Landesregierung zeige heute ihr wahres Gesicht", kommentiert der SPD-Bundestagsabgeordnete Dr. Hermann Scheer - im Zukunftsteam von Andrea Ypsilanti zuständig für Wirtschaft und Umwelt - Stellungnahmen der Hessischen Union zur Aufhebung der Marburger Solarsatzung durch das Gießener Regierungspräsidium. Hessens Wirtschaftsminister Alois Rhiel (CDU) hatte zuvor erklärt, die Feststellung des Regierungspräsidiums zur Rechtwidrigkeit der "Solarzwangsatzung" sei juristisch geboten. "Politisch begrüße ich die Entscheidung des RP ausdrücklich, weil ich ideologisch motivierte Zwangsmaßnahmen und unsinnige, teure Belastungen der Bürger ablehne", so Rhiel in einer Pressemitteilung. Die Politik sollte vielmehr auf Freiwilligkeit und auf Anreize für Investitionen in Energieeinsparung setzen", sagte der Minister. In der hessischen Landesgeschichte hätten Versprechungen und tatsächliche Handlungen der Politik noch nie so weit auseinander gelegen wie heute, kontert Hermann Scheer. Die Marburger Solarsatzung sei das hessische Musterprojekt für die Wende hin zu erneuerbaren Energien.   "Das Gerede Roland Kochs über das Musterland für erneuerbare Energien werde endgültig zur Farce, wenn dem Durchbruch der Solarenergie in Hessen nun der Kampf angesagt werde", betont Scheer in einer Pressemitteilung.


Scheer: Marburger Solarsatzung wird genehmigt, sobald die rot-grüne Landesregierung gewählt ist

Die neue rot-grüne Landesregierung werde die seit Jahren betriebene Blockade gegen die Windkraft und nun auch gegen die Solarenergie beenden, kündigt Scheer an. Nach dem bereits vorliegenden und abstimmungsreifen SPD-Gesetzentwurf zum Vorrang für erneuerbare Energie in der Bauleitplanung werde die Marburger Solarsatzung genehmigt, sobald die neue Landesregierung gewählt sei. Grüne und Linke hätten diesem Entwurf bereits zugestimmt. "Wir werden Hessen wirklich zum Vorzeigeland für erneuerbare Energien machen und nicht nur in Sonntagsreden darüber sprechen. Die Blockade am Beispiel der Marburger Solarsatzung zeigt: Hessen braucht eine neue Landesregierung, die den anstehenden Zukunftsaufgaben gewachsen ist", so Scheer wörtlich.


Lesen Sie zu diesem Thema auch das Solar-Interview mit dem Rechtsanwalt Fabio Longo: "Quo vadis marburger Solarsatzung?"

08.10.2008   Quelle: Hermann Scheer (MdN); Hessisches Ministerium für Wirtschaft, Verkehr und Landesentwicklung   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: SPD Hessen,
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Marburg: Regierungspräsidium hebt Beschluss über die Solar-Satzung auf

Das Gießener Regierungspräsidium beanstandet die Marburger Solarsatzung, die Bauherrn bei Neu- oder Umbauten zum Einbau solartechnischer Anlagen verpflichtet, wegen rechtlicher Mängel. Am 07.10.2008 sei die kommunalaufsichtliche Verfügung dem Marburger Oberbürgermeister Egon Vaupel übermittelt worden, berichtet das Regierungspräsidium in einer Pressemitteilung. "Damit wird das Inkrafttreten der in mehreren Punkten rechtswidrigen Satzung verhindert", erläutert Regierungspräsident Wilfried Schmied. Mit der Beanstandung gelte der Satzungsbeschluss von Juni 2008 als aufgehoben. "Es geht nicht um ein Pro oder Contra in der Frage der Nutzung der Solarthermie", so der Regierungspräsident weiter.   "Auch als Regierungspräsidium setzen wir auf Energieeinsparung, auf die Steigerung der Energieeffizienz und auf den Ausbau regenerativer Energien, etwa im Regionalplan Mittelhessen." Wie Schmied weiter ausführt, hatte die Kommunalaufsicht bereits Ende April der Stadt Marburg ihre juristischen Bedenken mitgeteilt und um Überarbeitung gebeten. Trotzdem sei die Satzung, über die es bereits sehr kontroverse Diskussionen in Marburg gegeben hatte, weitgehend unverändert am 20. Juni beschlossen worden.


Entscheidung des Landtags über Gesetzesinitiative offen

Daraufhin habe das Regierungspräsidium der Stadt angesichts der beabsichtigten Beanstandung Gelegenheit zur Stellungnahme gegeben. Zwischenzeitlich habe auch das Ministerium für Wissenschaft und Kunst das Regierungspräsidium um "Einschreiten" wegen erheblicher denkmalschutzrechtlicher Bedenken gebeten. Der Magistrat sei in seiner Reaktion vom 28.8. jedoch bei seiner Position geblieben, habe aber vorgeschlagen, das Inkrafttreten der Satzung angesichts einer Gesetzesinitiative im Hessischen Landtag, die Kommunen entsprechende Regelungen ermöglichen soll, zu verschieben und auf eine Beanstandung zu verzichten. Ein bloßes Verschieben einer rechtswidrigen Satzung reiche nicht aus, heißt es dazu aus Gießen. Es sei offen, ob und was und zu welchem Zeitpunkt der Landtag letztlich entscheiden werde; voraussichtlich müsse die Satzung dann ohnehin angepasst werden. Ein (vorläufiges) Aufheben der Satzung habe das Stadtparlament am 26.9. jedoch abgelehnt.


RP: Lokale Satzungen dürfen nicht mit überörtlichen Aspekten begründet werden

Wie das RP erläutert, können Gemeinden laut Hessischer Bauordnung (§ 81 Abs. 2 HBO) Regelungen zur Verwendung bestimmter Brennstoffe oder Heizungsarten treffen, wenn dies nach den örtlichen Verhältnissen geboten ist. Diese spezifischen örtlichen Verhältnisse - etwa eine besondere Belastungssituation in der Kernstadt mit ihrer Tallage - habe die Stadt Marburg nicht dargelegt. Das gesamte Gemeindegebiet sei pauschal der Pflicht zur Solarthermie unterworfen worden, womit eine zentrale Voraussetzung der HBO missachtet werde, heißt es in der Pressemitteilung des Regierungspräsidiums. Gleiches gelte für jene der HBO fremden Satzungsbegründungen, die auf "lokale Wertschöpfung oder Beschäftigung kleiner und mittlerer Betriebe" abstellten; ebenso wenig könnten auf Basis der HBO lokale Satzungen mit überörtlichen Aspekten (globaler Klimaschutz) begründet werden. Mit der HBO kollidiere auch die Satzungsbestimmung, ersatzweise eine Photovoltaikanlage zu installieren, da es sich hier nicht um eine "Heizungsart", sondern um eine Anlage zur Stromerzeugung handele. "Auch eine alternativ durch die Satzung mögliche Verbesserung der Energiekennzahlen eines Hauses (also insbesondere eine verbesserte Dämmung sowie der Einbau besserer Fenster) ist keine 'Heizungsart' im Sinne des § 81 Abs. 2 HBO", so der Regierungspräsident.

Als Verstoß gegen das "Übermaßverbot" sieht die Aufsicht an, dass die Verpflichtung auch bei Gebäudeerweiterungen, Dachneubauten und grundlegenden Dachrenovierungen ausgelöst wird. "Davon", so die Gießener Juristen, "können auch Gebäudeeigentümer betroffen sein, die gerade erst in eine neue Heizung investiert haben" und "vor Ablauf der üblichen Nutzungszeit zur erneuten Investition in die Heizung verpflichtet" wären. Richtiger Anknüpfungspunkt wäre laut Regierungspräsidium vielmehr der Austausch der Heizungsanlage, nicht "die Änderung eines Daches". Kritisch wird auch gewertet, dass keine Ausnahme für Hauseigentümer vorgesehen sei, die ihr Dach auf Grund eines Schadens (etwa eines Unwetters) renovieren müssen. Auch sie müssten dann zusätzlich eine solarthermische Anlage installieren; die vorgesehenen Ausnahmen "wegen besonderer Umstände" seien rechtlich zu unbestimmt.


Mögliche Konflikte mit dem Denkmalschutz

Schließlich macht das Regierungspräsidium auf den nach seiner Ansicht markanten Gegensatz aufmerksam, der zur eigenen Bausatzung der Stadt Marburg von 1992 bestehe ("Gestaltung baulicher Anlagen in der Altstadt"). Nach der Solarsatzung müssten Gebäudeeigentümer im denkmalgeschützten Gesamtensemble der Marburger Altstadt Solaranlagen installieren, die nach der Bausatzung und den Regelungen des Denkmalschutzes unzulässig seien (Anlagen zur Wärmegewinnung auf Dächern nur da zulässig, "wo sie von allen der Öffentlichkeit zugänglichen Flächen nicht eingesehen werden können"). Dies lege den Eigentümern eine "unmögliche Pflicht" auf; allein wegen der Hanglage der Altstadt und der "allseitigen Einsehbarkeit vom Tal und vom Schloss" gebe es kaum solche Dachflächen, heißt es in der Pressemitteilung.

Aus alledem ergebe sich die Rechtswidrigkeit der Satzung, so dass der Beschluss zu beanstanden sei, lautet das Fazit des Regierungspräsidiums. Zudem solle auch vermieden werden, dass Betroffenen das "Kostenrisiko eines Rechtsstreits" auferlegt werde. Auch sei nicht absehbar, ob und wann es zu einer möglichen Änderung der Hessischen Bauordnung komme; die Aufsicht sei hingegen an eine Beanstandungsfrist von sechs Monaten gebunden.


Klage gegen die RP-Verfügung möglich

Gegen die RP-Verfügung kann die Stadt Marburg innerhalb eines Monats beim Verwaltungsgericht Gießen Klage erheben. Die Stadtverordnetenversammlung hatte am 26.9. den Magistrat zu einer solchen Klageerhebung ermächtigt und zugleich eine frühere Erklärung des Oberbürgermeisters bekräftigt, die Bekanntmachung (und damit das Inkrafttreten) der Satzung bis zu einer Änderung der Hessischen Bauordnung zurückzustellen.

Lesen Sie zu diesem Thema auch das Solar-Interview mit dem Rechtsanwalt Fabio Longo: "Quo vadis marburger Solarsatzung?"

08.10.2008   Quelle: Regierungspräsidium Gießen   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

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Phoenix Solar AG führt neues Dünnschicht-Solarmodul von Solyndra in Europa ein

Montage von Solyndra-Photovoltaikmodulen.
Montage von Solyndra-Photovoltaikmodulen.

Eines der am besten gehüteten Geheimnisse der Solar-Branche sei gelüftet, berichtet die Phoenix Solar AG (Sulzemoos bei München) in einer Pressemitteilung. Der amerikanische Solarmodulhersteller Solyndra Inc. mit Sitz in Fremont (Kalifornien, USA) habe sein einzigartiges, auf CIGS-Dünnschichttechnologie basierendes, Photovoltaik-System offiziell vorgestellt. Die Phoenix Solar AG hatte im Juli diesen Jahres einen Rahmenvertrag mit Solyndra über rund 450 Millionen Euro bekannt gegeben. Ab 2009 könne Phoenix Solar seinen Kunden das neuartige Solarsystem anbieten, das speziell für Flachdächer und damit für Industrie- und Gewerbebauten geeignet ist. Am Hauptsitz in Freemont betreibt Solyndra eine vollautomatische Photovoltaik-Fertigung auf derzeit rund 28.000 Quadratmetern Fläche. 

Solarmodul mit neuer Form und CIGS-Solarzellen


Das Solyndra Modul unterscheidet sich laut Phönix Solar AG deutlich von der gängigen Form eines flachen Solarmoduls: Es besteht aus 40 Röhren, die in einem 108 cm x 182 cm großen Rahmen befestigt sind. Das Ganze erinnert an einen solarthermischen Vakuumkollektor. In den Röhren befinden sich über 140 miteinander verbundene, zylindrische CIGS-Solarzellen der Basis von Kupfer-Indium-Gallium-Diselenid, die direktes Sonnenlicht, indirektes Sonnenlicht und das vom Dach reflektierte Licht nutzen, was eine hohe Lichtausbeute und somit eine höhere Wirtschaftlichkeit ermögliche, heißt es in der Pressemitteilung.


Flachdachmontage mit einer Dachlast von nur 16 kg pro m2

Das Solyndra-Modul wird auf 25 cm hohen Halterungen befestigt, die werkseitig mitgeliefert werden, und die das Modul horizontal positionieren. Abstände zwischen den einzelnen Röhren ermöglichen, dass der Wind durch das Modul strömt, wodurch das Eigengewicht des Systems auch bei hohen Windgeschwindigkeiten ausreiche und das System ohne Durchdringung der Dachhaut und ohne Befestigung oder Ballast installiert werden könne. Das waagrecht positionierte System kann laut Phönix Solar AG sehr schnell mit Klickverbindungen zusammengefügt werden. Dadurch werde die Installationszeit verringert und die Installationskosten würden um rund die Hälfte gesenkt. Eine Dachlast von nur 16 kg pro Quadratmeter mache das neue Solyndra Modul besonders für Industrie- und Gewerbedächer geeignet, die aus statischen Gründen keine aufgeständerte Photovoltaikanlage mit zusätzlicher Beschwerung tragen können. Bei klassischer Aufständerung werde das Dach durch Modul, Montagesystem und Beschwerung mit bis zu 100 kg pro Quadratmeter belastet.


Testinstallation bestätigt höheren Solarstrom-Ertrag auf kleinerer Fläche

Die zylindrischen Module erzielen laut Phönix Solar AG einen jährlichen Energieertrag der an den meisten Standorten vom Aufständerungswinkel oder der Ausrichtung unabhängig sei. Verglichen mit herkömmlichen Montagesystemen müsse auf Flachdächern mit Solyndra-Modulen kein Abstand eingehalten werden, um Verschattungen zu vermeiden. Es könne also mehr Fläche mit Solarmodulen belegt werden. Phoenix Solar hat nach eigenen Angaben mit einer Testinstallation bestätigt, dass das Solyndra-System den selben Ertrag liefert, wie eine Anlage mit 30 Grad aufgeständerten konventionellen Solarmodulen. Mit dem Solyndra System könne demnach der Energieertrag pro Dach erhöht werden.

Die Phoenix Solar AG will noch in diesem Jahr Solyndra-Module beziehen, die bereits in mehreren Projekten verplant seien. Für 2009 soll Solyndra Solarmodule mit einer Spitzenleistung von bis zu 10 Megawatt (MW) an Phoenix liefern. "Mit der Einführung dieses neuartigen Dünnschicht Solarmoduls stellt die Phoenix Solar AG wieder ihre Innovationskraft unter Beweis", betont das Unternehmen in einer Pressemitteilung. Bereits im Jahr 2003 hatte die Gesellschaft das erste Dünnschichtmodul mit a-Si- Technologie im Portfolio. Heute bietet Phoenix Solar Dünnschichtmodule unterschiedlicher Technologien von sechs verschiedenen Herstellern an.

08.10.2008   Quelle: Phoenix Solar AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Phoenix Solar AG,
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Photovoltaik: Drehbare Hallen speisen Solarstrom mit Oelmaier-Wechselrichtern ein

Die Oelmaier Technology GmbH (Ochsenhausen) beliefert in diesen Tagen die Solarmarkt Süd Park GmbH & Co. KG mit ihrem neu konzipierten Wechselrichterprodukt "PAC Tower", berichtet Oelmaier in einer Pressemitteilung. Die Solarmarkt Süd Park GmbH & Co. KG ist Bauherr einer der größten Solarstrom-Anlagen auf den Dächern von drehbaren Hallen. Projektierer und Mitinvestor dieses Projektes ist das Finanzhaus Weckerle GmbH & Co. KG. Insgesamt sollen in Laupheim nahe Ulm 75 Hallen errichtet werden, auf deren Dächern Photovoltaik-Anlagen mit jeweils 200 Solarmodulen und einer Nennleistung von 35 Kilowatt (kWp) installiert werden. Oelmaier Technology fertigt für jede Halle einen PAC Tower. Hierbei handelt es sich um ein pulverbeschichtetes Stahl-Gehäuse, in dem sechs Strangwechselrichter der trafolosen PAC-Serie eingebaut werden.   Die Vorteile seien hohe Ausfallsicherheit durch die Einzelgeräte und hohe Energieerträge durch die optimal programmierten MPP-Tracker der einzelnen Wechselrichter, heißt es in der Pressemitteilung der Oelmaier Technology GmbH.

Die PAC Tower sind laut Hersteller vorinstalliert und vorverkabelt, so dass auf der Baustelle nur noch die Wechsel- und Gleichstromseiten angeschlossen werden müssen. Die 75 PAC Tower mit insgesamt 450 Strangwechselrichtern vom Typ PAC 5 sollen bis einschließlich November diesen Jahres ausgeliefert sein, so dass die Hallen ebenfalls im November an das elektrische Netz angeschlossen werden können.


Solarmodule auf den Hallen werden dem Sonnenstand nachgeführt

Die Solarstrom-Hallen bewegen sich mit Stahlrädern auf einer fest im Fundament verankerten Kreisschiene und können komplett um die eigene Achse gedreht werden, so dass die Photovoltaik-Generatoren auf den Hallen stets dem Sonnenstand nachgeführt werden. Die Steuerung des Antriebs programmiert und installiert die Oelmaier Automatisierung GmbH, eine Schwestergesellschaft der Oelmaier Technology. Die Hallen werden laut Oelmaier Technology zeitversetzt angesteuert, um Lastspitzen zu vermeiden und bei Sturm werden sie jeweils optimal in den Wind gedreht, um Schäden zu vermeiden. Bei Bedarf lasse sich die Einfahrt der Halle an die passende Stelle drehen, danach fährt die Halle wieder in die Idealposition zur Sonne zurück. Auf die Wechselrichterserie PAC gewährt das Unternehmen in diesem Projekt eine Garantiezeit von zehn Jahren.

Die Wechselrichter der PAC-Serie der Oelmaier Technology sind nach Angaben des Unternehmens besonders robust gegenüber Störeffekten aus dem Stromnetz. "Unsere Produkte liefern darüber hinaus besonders hohe Erträge, weil sie Ausfallzeiten wirkungsvoll verringern und über ein MPP-Tracking verfügen, das auch in Extremsituationen gut und schnell den optimalen Arbeitspunkt findet", erklärt Geschäftsführer Wolfgang Oelmaier und ergänzt: "Der Wirkungsgrad ist ein rein statischer Wert, der allein wenig über die tatsächliche Ertrags- und Leistungsfähigkeit eines Wechselrichters aussagt. Wir können leistungsstarke und besonders zuverlässige Wechselrichter produzieren, weil wir seit vielen Jahren für namhafte Marken herstellen und unsere zertifizierten Fertigungsstandards höchstes Niveau erreichen".

08.10.2008   Quelle: Oelmaier Technology GmbH   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

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Konferenz und Kongressmesse "Green Building Abu Dhabi": Neue Märkte für erneuerbare Energien und Effizienz

Abu Dhabi setzt auf ökologisches Bauen.
Abu Dhabi setzt auf ökologisches Bauen.

Steigendes Bewusstsein für Umweltschutz und Energieeffizienz eröffne auch in den Golfstaaten verstärkt Absatzchancen für die in Deutschland ansässigen Marktführer aus den entsprechenden Industriezweigen. Hier biete die Green Building Konferenz Abu Dhabi am 03. November 2008 ein Forum, um Unternehmen und ihre Produkte im Markt bekannt zu machen, berichten die Veranstalter in einer Pressemitteilung. Erwartet würden über 400 Teilnehmer. Die Vereinigten Arabischen Emirate und die Golfregion erleben derzeit einen nie da gewesenen Boom in fast allen Bereichen der Wirtschaft. Mit dem damit einhergehenden hohen Energiebedarf wächst auch das Bewusstsein für Energieeffizienz und die Nutzung erneuerbarer Energien. Abu Dhabi sieht sich hier in einer Vorreiterrolle, jedoch wollen die Regierungen weiterer Emirate und Staaten nachziehen, zum Beispiel mit der im Oktober 2007 durch H. H. Sheikh Mohammed bin Rashid Al Maktoum für Dubai verabschiedeten "Green Building Resolution". 
Diese Trends eröffnen interessante Marktchancen für Unternehmen, die sich speziell oder im weitesten Sinne mit Umwelttechnik, Energieeffizienz und erneuerbaren Energien beschäftigen. "Die Marktführer in diesen Bereichen sind zumeist in den deutschsprachigen Ländern anzutreffen", so Boris Ritter, Geschäftsführer von Sesam Business Consultants aus Dubai und Abu Dhabi, Initiator der Konferenzreihe Green Building. "Durch die Green Building Konferenzen bieten wir diesen Unternehmen eine ideale Marketingplattform mit Konferenzen, Internetportalen und Kongressmessen. Unser Ziel ist es, mit diesen Veranstaltungen dazu beizutragen, das Bewusstsein für den Einsatz energieeffizienter Produkte in den Golfstaaten zu fördern, führenden Unternehmen die Möglichkeit zu geben, Ihre Angebote einem breiten Publikum zu präsentieren, und ihnen Zugang zu den relevanten Spielern im Markt zu verschaffen."


Informations- und Nachholbedarf in Sachen Energieeffizienz und erneuerbare Energien

Nachdem bereits zwei Green Building-Veranstaltungen in Dubai mit jeweils über 400 Teilnehmern äußerst erfolgreich verlaufen seien, beginne nun mit der Green Building Abu Dhabi die logische Ausdehnung der Konferenzreihe in wichtige Emirate und weitere Städte auf der arabischen Halbinsel. "Das Thema Energieeffizienz und Erneuerbare Energien birgt noch extrem viel Informations- und Nachholbedarf in der Region", berichtet Boris Ritter. "Alle Teilnehmer haben an den zwei Tagen mehr und interessantere Gespräche geführt, als wir jemals erwartet hätten. Wir sind für Abu Dhabi überzeugt, an diesen Erfolg anknüpfen zu können", so Ritter. Wie hoch das Thema angesiedelt sei, zeige allein, dass als Veranstaltungsort das Al Jaheli Theatre des angesehenen Armed Forces Officers Club & Hotel von Abu Dhabi gewonnen werden konnte. Sponsoren beziehungsweise Partner seien unter anderem Bayer, Grohe, Schott, Viessmann und Fraunhofer Middle East.


Bevorstehender Boom der erneuerbaren Energien und der Energieeffizienz am Golf

Im Zusammenhang mit der ersten Green Building Abu Dhabi, die am Montag, 03. November 2008 stattfindet, werden jetzt besonders für Unternehmen aus dem deutschsprachigen Raum diverse Möglichkeiten angeboten, die Veranstaltung für sich zu nutzen. Neben der kostenlosen Konferenzteilnahme sind dies Infostände im Foyer des Konferenzsaals, Fact Finding-Touren und unabhängige Marktchecks. "Viele der Unternehmen aus den betreffenden Branchen konzentrieren sich derzeit auf die Wachstumsmärkte in Westeuropa und den USA", sagt Klaus A. Schmidt, Gründer des Vertriebs- und Marketingnetzwerks "IBN-World - Intercultural Business Networking" mit Hauptsitz in Kümmersbruck bei Amberg (Oberpfalz), der als Ansprechpartner für interessierte Unternehmen in Europa fungiert. "Aber nur wer bereits jetzt in den arabischen Ländern aktiv wird, wo Geschäfte traditionell lange Vorlaufzeiten haben und persönliche Beziehungen eine wichtige Rolle spielen, verschafft sich die entscheidende Ausgangsposition, um von Anfang an beim bevorstehenden Boom der erneuerbaren Energien und der Energieeffizienz am Golf dabei zu sein", erläutert Schmidt.

Boris Ritter ergänzt: "Die Kombination aus Infostand und Fact Finding-Tour bietet eine ideale Möglichkeit, maximalen Nutzen aus der Veranstaltung zu ziehen. Einerseits können sich Unternehmen einer breiten Öffentlichkeit präsentieren, und zusätzlich werden in individuell vorbereiteten Terminen bereits konkrete Gespräche mit potentiellen Partnern im Markt geführt."

Green Building Abu Dhabi; Termin: 03.11.2008; Anmeldung noch möglich. Weitere Informationen im Internet unter http://www.greenbuilding-abudhabi.com

08.10.2008   Quelle: IBN-World; openPR   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Arabianbusiness.com,
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Bundesregierung lobt Windpark-Projekt der juwi-Gruppe in Costa Rica

Die erste E-44 in Costa Rica.
Die erste E-44 in Costa Rica.

Die Bundesregierung hat das Windparkprojekt der rheinland-pfälzischen juwi-Gruppe in Costa Rica als beispielhaft gewürdigt: Der von juwi projektierte Windpark "Proyecto Eólico Guanacaste" in Costa Rica sei ein gutes Beispiel für gelungenen Technologie- und Know-how-Transfer nach Zentralamerika, betont das Bundesumweltministerium (BMU). "Der Windpark macht das Land unabhängiger von teuren Energie-Importen, schafft Arbeitsplätze und ist klimafreundlich. Ich freue mich, dass Deutschland Costa Rica auf dem Weg zu einer nachhaltigeren Energieversorgung unterstützen kann", so der Parlamentarische Staatssekretär im BMU, Michael Müller, der das Projekt im Rahmen einer mehrtägigen Lateinamerika-Reise besucht hat.  Juwi ist einer der führenden Projektentwickler von Windkraft-, Solar- und Bioenergieanlagen. Gemeinsam mit lokalen und internationalen Partnern errichtet das Wörrstädter Unternehmen in der Region Guanacaste den größten Windpark Zentralamerikas. Er besteht aus 55 Windkraftanlagen mit einer Gesamtleistung von 49,5 Megawatt, die pro Jahr etwa 240 Millionen Kilowattstunden Strom erzeugen. Nach europäischen Maßstäben können damit rund 70.000 Haushalte versorgt werden.

"Das Projekt ist ein Meilenstein der Firmengeschichte, denn es bedeutet für uns den Einstieg in den lateinamerikanischen Windenergie-Markt. Der Anfang des Jahres gestartete Bau des Windparks macht gute Fortschritte. Aktuell kommen pro Woche im Schnitt zwei Anlagen hinzu", sagte juwi-Vorstand und Gründer Matthias Willenbacher in Costa Rica. Anlagenlieferant ist die Auricher Windkraftschmiede Enercon, welche die Wind-Turbinen vom Typ E-44 über den Atlantik verschifft. Juwi ist als Projektentwickler vor allem für das Projektmanagement zuständig. Gemeinsam mit Enercon wird das Unternehmen später aber auch den Betrieb der Anlagen betreuen.

Costa Rica und seine Bevölkerung profitieren auf vielfältige Weise von dem Windpark, der zum Jahreswechsel 2008/2009 an das Netz gehen soll. Vor allem in der Trockenzeit (Dezember bis Mai) werden die Anlagen nahezu durchgehend mit voller Leistung laufen. Bislang muss Costa Rica in der Trockenperiode Strom mit Generatoren, die mit teurem Diesel laufen, produzieren beziehungsweise den Strom teuer importieren, da in dieser Zeit die Wasserkraftwerke nur im Teillastbereich arbeiten können.

08.10.2008   Quelle: juwi Holding AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: juwi-Gruppe.,
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M+W Zander meldet neuen Photovoltaik-Rekord: Auftragsbestand für Projekte übersteigt ein Gigawatt Jahreskapazität

Photovoltaik-Produktionslinie.
Photovoltaik-Produktionslinie.

Auf der am 07.10.2008 beginnenden Fachmesse Semicon Europa präsentiert die M+W Zander-Gruppe einen neuen Rekord: Im Jahr 2007 hatte der Stuttgarter Anlagenbauer weltweit erstmals einen Auftragsbestand für Photovoltaik-Projekte von mehr als einem Gigawatt Jahreskapazität. Dies entspreche einer Verdreifachung gegenüber 2006 mit 410 Megawatt, berichtet das Unternehmen in einer Pressemitteilung. Von den im Jahr 2007 beauftragten Projekten waren rund die Hälfte (600 Megawatt) kombinierte Planungs- und Konstruktionsprojekte, 480 Megawatt reine Planungen und 130 Megawatt Dienstleistungen. Die Projekte basieren sowohl auf der Dünnschicht- als auch auf der waferbasierten Photovoltaik.   "Wir freuen uns, mit dieser Leistung unsere führende Rolle als Partner der PV-Industrie zu unterstreichen. Für 2008 und 2009 rechnen wir mit einem weiteren Wachstum in diesem wichtigen Zukunftssegment", sagt Jürgen Wild, Sprecher der Geschäftsführung der MWZ Beteiligungs GmbH.


Lösungen für die Photovoltaik- und Halbleiterproduktion

Auf der Semicon Europa in Stuttgart präsentiert sich M+W Zander vom 7. bis 9. Oktober 2008 in Halle 1 mit einem Messestand (Nr. 1012). Dort erhalten Besucher alle Informationen über die integrierten Lösungen für die komplette Wertschöpfungskette in der Photovoltaik - von der Waferherstellung über die Zell- und Modulproduktion bis zum Solarpark. Ein weiteres Thema sind die M+W Zander-Lösungen für die Planung und den Bau von Halbleiterfabriken. Neben reinen Neubauten übernimmt der Anlagenbauer die Modernisierung bestehender Anlagen sowie deren Aus- und Umbau . Die Konvertierung auf modernere Anlagen führt M+W Zander auch im laufenden Betrieb durch.


"Hook-up" und Energieeinsparung

Zum Leistungsspektrum des Unternehmens zählen darüber hinaus das Anschließen des Maschinenparks an die Ver- und Entsorgungssysteme einer Fabrik ("Hook-up") sowie der Aus- oder Neubau von Energiezentralen. Durch moderne Kraft-Wärme-Kälte-Kopplung sorgen sie sowohl für Kosten- als auch für CO2-Einsparungen und machen zudem unabhängig von Schwankungen im öffentlichen Stromnetz.


Vorträge über Energieeffizienz und Großserienfertigung in der Photovoltaik

Zusätzliche Informationen erhalten Messebesucher bei insgesamt drei Fachvorträgen verschiedener Experten von M+W Zander. Mit unterschiedlichen Formen der Energieeinsparung bei der Halbleiterherstellung beschäftigt sich eine Präsentation am 7. Oktober auf dem SEMI Technologie Symposium im Internationalen Kongresszentrum ("High Energy Efficient Wafer Fab Requirements - Status and Future Potentials"). In der SEMI Technology Arena in Halle 1 findet am gleichen Tag ein weiterer Vortrag eines Vertreters von M+W Zander statt. Darin geht es um "Multi-Level Large Scale Photovoltaic Production Facilities". Der dritte Vortrag, "Scaling Factors for High Volume PV Manufacturing Facilities", findet am 9. Oktober im Internationalen Kongresszentrum statt und widmet sich den Einsparmöglichkeiten beim Ausbau der Fertigung. Einzelheiten zu den Vortragsveranstaltungen finden sich unter:
http://www.semiconeuropa.org/ProgramsandEvents/index.htm?parent=yes&parentId=144



07.10.2008   Quelle: MWZ Beteiligungs GmbH   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: M+W Zander-Gruppe,
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SCHOTT Solar meldet neue Großaufträge für Concentrated Solar Power (CSP)

Parabolrinnenkraftwerk mit SCHOTT-Receivern in Red Rock (Arizona).
Parabolrinnenkraftwerk mit SCHOTT-Receivern
in Red Rock (Arizona).

SCHOTT Solar berichtet von weiteren Großaufträgen in verheißungsvollen Zukunftsmärkten für solarthermische Kraftwerke: Die SCHOTT Solar CSP GmbH, eine hundertprozentige Tochtergesellschaft der SCHOTT Solar AG, habe Verträge für die Lieferung von insgesamt mehr als 65.000 Solar-Receivern in den Nahen Osten und die USA unterzeichnet, berichtet die SCHOTT Solar AG in einer Pressemitteilung. Die kürzlich beschlossenen steuerlichen Förderungen für Erneuerbare Energien in den USA böten dabei weitere Planungssicherheit für zukünftige CSP-Projekte. Darüber hinaus hatte SCHOTT Solar bereits vor kurzem mit der Lieferung von 80.000 Receivern an einen spanischen Kunden für Projekte in Südeuropa den bislang größten Einzelauftrag im Geschäftsbereich CSP bekanntgegeben.  "Der Abschluss dieser Verträge ist ein eindrucksvoller Beleg für unsere führende Marktstellung im CSP-Bereich. Gleichzeitig unterstreichen die Aufträge aus den drei wichtigen Wachstumsregionen die internationale Bedeutung der SCHOTT Solar CSP GmbH als führender Hersteller einer Schlüsselkomponente für solarthermische Kraftwerke mit Parabolrinnentechnologie", erläutert Dr. Martin Heming, Vorstandsvorsitzender der SCHOTT Solar AG.


Das geplante Projekt im Nahen Osten könne eine Signalwirkung für die gesamte Region haben, in der bislang fast ausschließlich fossile Energieträger zur Stromgewinnung genutzt werden, betont das Unternehmen. Das Gebiet sei jedoch nicht nur reich an Öl- und Gas-Ressourcen, es verfüge mit durchschnittlich 1.975 Kilowattstunden pro Quadratmeter (kWh/m2) auch über eine fast doppelt so hohe jährliche Sonneneinstrahlung als Deutschland.


Solarkraftwerk "Nevada Solar One" läutet Renaissance der Parabolrinnentechnologie ein

Auch in den sonnenreichen Regionen der USA sind die Bedingungen für solarthermische Kraftwerke äußerst attraktiv. So zeigen die bereits seit Anfang der 80er Jahre betriebenen Anlagen in der Mojave-Wüste in Kalifornien, dass auf Basis der Parabolrinnentechnologie konstante und planbare Energieerträge nachhaltig realisierbar sind. Mit dem vor wenigen Monaten in Betrieb genommenen 64 Megawatt-Solarkraftwerk "Nevada Solar One" in der Nähe von Las Vegas erlebte die Technologie eine beeindruckende Renaissance, und zeigte die Skalierbarkeit und Attraktivität von solarthermischen Kraftwerken. Darüber hinaus hat die Florida Power & Light Company kürzlich angekündigt, ein Hybridkraftwerk zu errichten, das Parabolrinnentechnologie mit einem existierenden Gas- und Dampfturbinenkraftwerk kombiniert. Die Receiver für dieses Kraftwerk werden von SCHOTT Solar geliefert.


Verlängerte Steuerkredite schaffen Planungssicherheit für Solar-Projekte in den USA

Zusätzliche Dynamik für neue CSP-Projekte in den USA geht von den jüngst beschlossenen steuerlichen Förderungen für erneuerbare Energien aus. Ende der vergangenen Woche hatten Präsident George W. Bush und das Repräsentantenhaus die zuvor vom Senat beschlossenen Pläne zur Verlängerung der so genannten Investment Tax Credits (ITC) gebilligt. Der in diesem Zusammenhang vereinbarte Förderzeitraum von acht Jahren für Solar-Projekte sorge vor allem auf dem CSP-Markt für erhebliche zusätzliche Planungs- und Realisierungssicherheit, betont Schott Solar.

07.10.2008   Quelle: SCHOTT Solar AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: SCHOTT Solar.,
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Solarthermie: Erste Kundin weiht energieautarke Kollektorfabrik von Wagner & Co ein

Blick in die neue Kollektorproduktion von Wagner & Co.
Blick in die neue Kollektorproduktion
von Wagner & Co.

Die energieautarke Kollektorfabrik des Solarthermie-Herstellers Wagner & Co in Kirchhain (Hessen) ist in Betrieb genommen worden. Die 87jährige Ingeborg Hensel - 1978 erste Kundin von Wagner & Co - hat die Solar-Fabrik offiziell eingeweiht. Bis zu 200.000 Sonnenkollektoren sollen in der neuen Produktion gefertigt werden. "Mit dem Bau der Kollektorfabrik setzt Wagner & Co einen weiteren Meilenstein in der fast 30jährigen Unternehmensgeschichte", so Unternehmenssprecher Dietmar Schlosser zu Beginn der Feierlichkeiten vor mehr als 350 geladenen Gästen. Der gesamte Energiebedarf der Kollektorfabrik wird komplett CO2-neutral mit erneuerbaren Energien vor Ort gedeckt. Außergewöhnlich gute Dämmung, sowie eine Vielzahl weiterer Maßnahmen minimieren zudem die Wärmeverluste.  "Die Fabrik ist in der Bilanz energieautark", resümiert Klaus Schweitzer, Geschäftsführer der Wagner & Co Immobilien GmbH und Projektleiter, nachdem er das einzigartige Energiekonzept vorgestellt hat. "Wir produzieren sogar mehr Energie, als wir für das Gebäude und die Produktion benötigen", freut sich Schweitzer.

Besonders diesen Punkt würdigte Hans Josef Fell, Bundestagsabgeordneter von Bündnis 90/Die Grünen und Sprecher für Energie und Technologie in seinem Redebeitrag: "Wieder einmal leistet das Unternehmen Wagner & Co Pionierarbeit“. Einer der Höhepunkte der Veranstaltung war der Auftritt der rüstigen 87jährigen Ingeborg Hensel. Vor 30 Jahren wurde bei ihr die erste Solaranlage installiert. Auf die Frage von Andreas Wagner, einem der Gründer von Wagner & Co, was heute mit der Anlage sei, sagte Frau Hensel: "Die Anlage läuft noch immer und ich freue mich jeden Tag über das warme Wasser".


70 neue Arbeitsplätze in der Region geschaffen, weitere 20 geplant

Zahlreiche Vertreter aus der Politik, unter Ihnen Tarek al Wazir, Fraktionsvorsitzender Bündnis 90/Die Grünen im hessischen Landtag, Thomas Spies, stellvertretender Fraktionsvorsitzender der SPD im hessischen Landtag, sowie der Staatssekretär Klaus-Peter Güttler gratulierten zur Eröffnung. Besonders die Entscheidung, die Produktion in Hessen zu belassen sei wichtig für die Wirtschaftsregion. "Wir haben uns bewusst für den regionalen Standort entschieden, da er zahlreiche logistische und wirtschaftliche Vorteile hat. Und natürlich sind wir stolz, bereits 70 neue Arbeitsplätze in der Region mit dem Bau der Fabrik geschaffen zu haben. Weitere 20 Arbeitsplätze sind in der Planung", sagt Thomas Payer, Geschäftsführer von Wagner & Co. Diese Zahlen erfreuten auch Joachim Kirchner, Bürgermeister der Stadt Kirchhain, der maßgeblich an der schnellen Umsetzung des Projektes beteiligt war. Wagner & Co ist mit der neuen energieautarken Kollektorfabrik auf die stetig steigende Nachfrage des europäischen Solarmarktes vorbereitet. Die Erweiterung der bestehenden Produktion wurde bereits im Vorfeld mit eingeplant, sodass der Weg in die solare Zukunft mit Wagner & Co weiter beschritten werden kann.

07.10.2008   Quelle: Wagner & Co   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Wagner & Co,
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MIP schließt Bau und Genehmigung von sieben Photovoltaik-Großanlagen in Spanien ab

Die Meinl International Power Ltd. (MIP) setzt ihren Investitionskurs im Bereich der Photovoltaikkraftwerke fort. In Spanien wurden kürzlich sieben Solarparks mit einer Spitzenleistung von insgesamt etwa 29 Megawatt (MW) fertig gestellt, das Investitionsvolumen betrage rund 180 Millionen Euro, berichtet das Unternehmen in einer Pressemitteilung. MIP sei es gelungen, die notwendigen behördlichen Genehmigungen noch rechtzeitig vor dem 29. September zu erhalten. Zu diesem Zeitpunkt ist die gegenwärtig gültige Tarifperiode in Spanien ausgelaufen, die durch das so genannte Königliche Dekret 661/2007 geregelt ist. Dadurch seien für alle sieben Anlagen höhere Solarstrom-Einspeisetarife garantiert (mindestens Euro 0,41 pro KWh). 
45 Gigawattstunden Solarstrom jährlich

Wir haben mit Hochdruck an der Fertigstellung gearbeitet und unsere Investoren profitieren nun von den attraktiven Einspeisegebühren, die wir durch die zeitgerechte Genehmigung lukrieren können", sagte Hans Haider, Vorsitzender der MIP. Die Parks Son Valardell, Sa Gruta und Ses Cabanasses befinden sich auf der Insel Mallorca, die zwei Almería-Parks und der Casabermeja-Park liegen in Andalusien, Moraleja ist in Extremadura. Die erwartete jährliche Energiegewinnung aus diesen sieben Fotovoltaikkraftwerken wird laut MIP rund 45 Gigawattstunden (GWh) erreichen. MIP hatte noch eine weitere kleine Photovoltaikanlage auf der kanarischen Insel La Palma in Planung, die allerdings auf Grund der guten Abdeckung mit den bestehenden sieben Einrichtungen vorläufig zurückgestellt werde, heißt es in der Pressemitteilung.

Ein wesentlicher Erfolgsfaktor für die zügige Umsetzung dieser Fotovoltaikprojekte sei die Auswahl von erfahrenen und kompetenten Partnern gewesen, betont MIP. So sei die Solon Solar Investment GmbH, eine Tochtergesellschaft der in Deutschland börsenotierten Solon AG, verantwortlich für die Entwicklung und Errichtung der Parks Son Valardell, Sa Gruta, Ses Cabanasses, Casabermeja und Moraleja. Die Almería-Parks wurden von der New Energy Invest GmbH entwickelt, die Alpine-Energie GmbH fungierte als Generalunternehmer.

07.10.2008   Quelle: Meinl International Power Ltd. (MIP)   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

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Deutsche Capital Management AG setzt Fondsserie mit Photovoltaik-Anlagen

Der erste Solar-Fonds aus dem Hause DCM mit einem Gesamtinvestitionsvolumen von rund 170 Millionen Euro sei ein voller Erfolg, berichtet die Deutsche Capital Management AG in einer Pressemitteilung. Nun kommt der Nachfolger, die DCM Energy GmbH & Co. Solar 2 KG (DCM Solar 2), die in einen Solarpark (Photovoltaik-Freilandanlage) in Spanien investiert. Das geplante Fondsvolumen beträgt laut DCM rund 29 Millionen Euro - 7,35 Millionen Euro davon seien Eigenkapital. Die Beteiligung soll eine Anfangsausschüttung von 7,5% ermöglichen, steigend auf rund 30% in den letzten Jahren, verspricht der Fonds-Anbieter. Der geplante Gesamtrückfluss nach spanischen Steuern soll zirka 403% betragen, bei einer Laufzeit von 23 Jahren. Anders als der im vergangenen Jahr platzierte Solarfonds 1 soll diese Beteiligung nicht in den freien Vertrieb gehen.   Vielmehr habe der unabhängige Investitions-Beirat der DCM GmbH & Co. Vorsorgeportfolio 1 KG beschlossen, den DCM Solar 2 in diesen Fonds einzubringen, heißt es in der Pressemitteilung. Dieser Dachfonds investiere in Zielfonds fünf verschiedener Assetklassen. Dabei werde sowohl in DCM-Fonds als auch in Fonds Dritter investiert, die dem VGF Verband Geschlossene Fonds e.V., Berlin, angehören müssen.

"Nicht nur der Vertriebserfolg, auch die Reaktion aus der Öffentlichkeit waren bei unserem 'Erstlingswerk' sehr positiv. Das motiviert uns natürlich sehr, weitere Solarfonds umzusetzen", meint Heinz-Theo Tetsch, Vorstand der DCM AG. Mit der in diesem Jahr gegründeten DCM Energy AG soll der weitere Ausbau an Beteiligungen im Bereich erneuerbare Energien zügig vorangetrieben werden.


Hohe Einspeisevergütungen gesichert

Der DCM Solar 2 hat nach Angaben des Unternehmens 100% der Anteile an 36 Betreibergesellschaften mit je einem Solarkraftwerk von 100 kW Nennleistung bei 107,55 kWp im spanischen Huescar erworben; der Solarpark soll 23 Jahre lang betrieben werden. Die Einnahmen generieren sich aus dem verkauften Solarstrom an den spanischen Stromversorger ENDESA Distribución Eléctrica, S.L.U. Die endgültige Eintragung des Solarparks in das REPE (Régimen Especial de Productores de Energías Renovables, Register für Produzenten erneuerbarer Energien) sei am 08.09.2008 erfolgt, berichtet DCM. Dies sei ein entscheidender Aspekt bei der Gewährung der spanischen Einspeisevergütung, denn das spanische Einspeisegesetz legt fest, dass nur Anlagen, die bis zum 29. September 2008 in das REPE final eingetragen wurden, eine Einspeisevergütung von 0,455134 Cent je eingespeister Kilowattstunde erhalten. Später ins REPE eingetragene Freilandanlagen werden gemäß einer am 26. September 2008 verabschiedeten Gesetzesnovelle nur noch mit grundsätzlich 32 Cent pro Kilowattstunde vergütet.

Die Abnahme der Anlagen erfolgt durch das Fachinstitut meteocontrol, mit dem DCM neben dem Fraunhofer ISE-Institut bereits beim Solarfonds 1 zusammenarbeitet. Die DCM sieht den Weg für weitere Solarfonds nun geebnet, da nach den langen Verzögerungen bei der spanischen Gesetzgebung auf der Basis der neuen Rahmenbedingungen mit Hochdruck an neuen Fondskonzepten gearbeitet werden kann.

07.10.2008   Quelle: DCM Deutsche Capital Management AG; (firmenpresse)   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

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LBBW finanziert größtes Photovoltaik-Kraftwerk in Griechenland

aleo-Solarmodule aus Prenzlau kommen in Griechenland zum Einsatz.
aleo-Solarmodule aus Prenzlau kommen
in Griechenland zum Einsatz.

Mit 12 Millionen Euro finanziert die Landesbank Baden-Württemberg (LBBW) das künftig größte griechische Solar-Kraftwerk des privaten Betreibers Savvas Zafeiratos & Co. E.E. Die Finanzierung sei auf 15 Jahre angelegt und erfolge über Schuldscheinverschreibungen (Bond Loans), berichtet die Bank in einer Pressemitteilung. Die LBBW ist nach eigenen Angaben mit einem Neugeschäftsvolumen von rund 350 Millionen Euro allein im Jahr 2008 eine der europaweit führenden Banken bei der Finanzierung von Photovoltaik-Projekten. Nach dem Testbetrieb, der noch in diesem Jahr aufgenommen werden soll, soll das Solarkraftwerk, das zirka 50 Kilometer nordwestlich von Athen liegt und eine Fläche von 80.000 Quadratmeter umfassen wird, bereits ab Februar 2009 Strom in das Netz einspeisen. Derzeit wird laut LBBW eine Kapazität von 2 Megawatt (MW) aufgebaut, weitere 1,25 MW sollen bis September 2009 folgen. Im Endausbau seien über 16 MW vorgesehen, heißt es in der Pressemitteilung. 

Solarmodule von aleo solar, Wechselrichter von SMA

Deutsche Unternehmen sind am Aufbau der Anlage maßgeblich beteiligt. So stammen die Solarmodule von der aleo solar AG im brandenburgischen Prenzlau und die Wechselrichter von der SMA Solar Technology AG in Niestetal in Nordhessen. Für Dr. Peter A. Kaemmerer, Mitglied des Vorstands und verantwortlich für strukturierte Finanzierungen sowie das internationale Geschäft der LBBW, ist diese Finanzierung ein herausragendes Beispiel für die Unterstützung erneuerbarer Energien durch die Landesbank: "Es spricht sich in Europa herum, dass die LBBW im Sektor der alternativen Energieversorgung tätig ist und attraktive Bedingungen für die Finanzierungen anbietet. Insgesamt hat die Bank bisher mit Finanzierungen von mehr als 500 Millionen Euro in ganz Europa die Entwicklung der Solartechnik gefördert."


Konferenz Erneuerbare Energien am 30. Oktober in Leipzig

Die Bedeutung der regenerativen Energien für die weltweite Energieversorgung wird auch am 30. Oktober 2008 in Leipzig Thema auf der Konferenz Erneuerbare Energien der LBBW sein. Spitzenvertreter aus der Branche (europäische LBBW-Kunden und -Partner, Projektentwickler, Investoren, Betreiber und Anlagenlieferanten) nutzen bereits zum vierten Mal die jährliche Branchenplattform, um die Zukunftsthemen und Leitideen im Bereich Renewables zu diskutieren und voranzutreiben. Die diesjährige Konferenz diskutiert die europäische Entwicklung erneuerbarer Energien und fragt u.a. nach Rahmenbedingungen, Herausforderungen und Lösungsansätzen bei Projektentwicklungen im Ausland.

Mehr Informationen unter http://www.LBBW.de/renewables

06.10.2008   Quelle: LBBW   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: aleo solar AG,
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USA: Steuerkredite für Solar-Investitionen um acht Jahre verlängert

Megawatt-Solarkraftwerk der US-Luftwaffe auf der Nellis Air Force Base /Nevada.
Megawatt-Solarkraftwerk der US-Luftwaffe auf
der Nellis Air Force Base /Nevada.

Am 03.10.2008 stimmten 263 Abgeordnete des US-Repräsentantenhauses für ein Gesetz zur Verlängerung der Steuerkredite (30 %) für private und kommerzielle Solar-Investitionen. 171 Abgeordnete stimmten gegen die Federal Solar Tax Credits, die einen Steuernachlass in Höhe von 30 % bedeuten, berichtet der US Solarindustrieverband (SEIA) in einer Pressemitteilung. Dieser Meilenstein in der Solar-Gesetzgebung ist Teil des "Renewable Energy and Job Creation Act of 2008" (H.R. 6049), mit dem die Finanzkrise in den USA bewältigt werden soll. Laut SEIA ist es zudem das wichtigste Gesetz, das die US-Regierung jemals zugunsten der Solarenergie-Nutzung verabschiedet hat. Der Senat hat dem Gesetz am 23.09.2008 zugestimmt.  "Dieses Gesetz ist ein riesiger Schritt auf unserem langen Weg zur Energieunabhängigkeit und stellt sicher, dass die Solarenergie in Zukunft eine wichtige Rolle spielen wird", kommentiert SEIA-Präsident Rhone Resch- "Die langfristige Ausweitung der Solar-Kredite wird eine heimische Solarindustrie schaffen mit hunderttausenden Arbeitsplätzen und zugleich saubere, bezahlbare und emissionsfreie Energie für Millionen von amerikanischen Familien, Unternehmen und Kommunen liefern", ergänzt Resch.


800 Millionen Dollar für erneuerbare Energien

Die Solar-Steuernachlässe um 30 % werden sowohl für private als auch für kommerzielle Investoren um acht Jahre verlängert. Die bisherige Förderobergrenze von 2.000 US-Dollar entfällt künftig. Außerdem können künftig auch Stromversorger in den Genuss der Steuerkredite gelangen. Damit stehen laut SEIA rund 800 Millionen Dollar für erneuerbare Energien zu Verfügung, einschließlich der Solarenergie.


Solarenergie bis 2016 günstigste Stromquelle für Verbraucher

Resch dankte den Abgeordneten, die sich für das Gesetz engagiert hatten, im Namen der 60.000 Amerikaner, die in der Solarindustrie arbeiten. Diese hätten die Grundlage geschaffen für eine leuchtende Zukunft der Solarenergie in den Vereinigten Staaten. "Mit der Zustimmung zu diesem Gesetz hat der Kongress der Solarindustrie Rahmenbedingungen gegeben, die Investitionen auslösen werden, den Ausbau der Produktion fördern und die Kosten für die Verbraucher senken", ergänzt Roger Efird, SEIA-Vorsitzender und Präsident von Suntech America, einem führenden chinesischen Photovoltaik-Hersteller. "Das erlaubt Unternehmen wie dem unsrigen, zu expandieren und den wachsenden US-Markt zu bedienen. Mit diesem Gesetz scheint die Sonne für alle Amerikaner", fügt Resch hinzu. Und bis 2016 werde die Solarenergie für die Verbraucher die günstigste Stromquelle sein, betont der SEIA-Präsident.


Solarwirtschaft wird zum Wirtschaftsmotor

Die Steuerkredite wurden erstmals 2005 eingeführt und hatten ein ungeahntes Wachstum der Solarenergie in den USA bedingt. Die installierte Solarenergie-Kapazität verdoppelte sich von 2005 bis 2007. "In den vergangenen beiden Jahren haben die Solar-Steuerkredite die Solarwirtschaft von einem Nischendasein zum Wirtschaftsmotor gemacht: Elektriker, Installateure, Dachdecker und Bauarbeiter können nun wieder an die Arbeit. Diese Jobs sind das Rückgrat der amerikanischen Wirtschaft und die Solarindustrie schafft diese in einer Zeit, in der sie am meisten gebraucht werden", betont Resch.


440.000 Arbeitsplätze schaffen und Investitionen in Höhe von 325 Milliarden Dollar

Laut einer neue Studie von Navigant Consulting, Inc., wird die Verlängerung der Steuerkredite um acht Jahre rund 440.000 dauerhafte Arbeitsplätze schaffen und Investitionen in Höhe von 325 Milliarden Dollar nach sich ziehen. Die Studie habe den Wegfall der Förderobergrenze von 2.000 Dollar nicht einbezogen, so dass die positiven Effekte sogar noch größer sein könnten, betont die SEIA. "Das ist besonders für die privaten Haushalte ein kräftiger Anstoß, der den Hausbesitzern erlaubt zu unserer Energieunabhängigkeit beizutragen", sagte Efird. "Es macht zudem den Weg frei für den Bau großer kommerzieller Solar-Kraftwerke, deren Bau längere Zeit in Anspruch nimmt", so Erfid weiter.


27 Solar-Großprojekte stehen an

Gegenwärtig befinden sich 27 solcher Solar-Großprojekte in unterschiedlichen Planungs- und Baustadien; die meisten davon waren gestoppt worden wegen der Unsicherheit bezüglich der Steuerkredite. Da Solar-Komponenten in der Regel nahe der Einsatzorte produziert werden, schaffe dies Arbeitsplätze in der Fertigung und Montage in allen 50 US-Bundesstaaten, heißt es in der Pressemitteilung. Am meisten davon profitieren würden Kalifornien, Florida, Arizona, New Mexico, Nevada, New Jersey, Massachusetts, New York, Oregon und Washington. Aber auch die Wirtschaft von Pennsylvania, Michigan, Ohio und dem Rest der Great Lakes Region werde wegen der Steuerkreditverlängerung deutlich wachsen. Laut Navigant-Studie werden im Jahr 2016 mehr als 28 Gigawattstunden Solarstrom erzeugt, mit denen rund sieben Millionen Haushalte versorgt werden können.

06.10.2008   Quelle: SEIA   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: U.S. Air Force,
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Photovoltaik statt Dachziegel: Suntech präsentiert integriertes Solarstrom-System

Montage von Just Roof-Modulen.
Montage von Just Roof-Modulen.

Solarmodule sind zuverlässig, umweltfreundlich und praktisch, jedoch selten schön anzuschauen, so die Suntech Power Holdings Co., Ltd. in einer Pressemitteilung. Das chinesische Solar-Unternehmen bietet mit "Just Roof" eine sowohl ästhetische als auch effiziente Alternative zu herkömmlichen Dach-Aufbauten. Die gebäudeintegrierten Module werden nicht auf die Dachziegel montiert wie andere Modelle, sondern ersetzten vollständig die klassische Dacheindeckung. Die Konstruktion aus eng aneinander liegenden Solarmodulen übernimmt die klassischen Funktionen von Dachziegeln. Gleichzeitig fungieren sie als großflächiger Energiespender. Die ansprechende Optik wird durch die Verwendung von nicht reflektierendem Glas unterstützt. Die Just Roof-Module werden durch Aluminium-Schienen miteinander verbunden und bilden so ein einheitliches und wetterfestes Dach.  Die Installation verläuft laut Hersteller problemlos und schnell: Nach der Montage der Schienen lassen sich die einzelnen PV-Module leicht zusammenstecken. Einfache Just Roof-Installationen dauern in der Regel nur einen Tag, heißt es in der Pressemitteilung. Die integrierten Solarzellen können das komplette Dach ersetzen, lassen sich aber auch kombiniert mit anderen Bedeckungen wie Dachziegeln, Metallabdeckungen oder Schindeln einsetzen. Diese PV-Konstruktion eigne sich sowohl für Neubauten als auch für die Umrüstung bestehender Dächer.


4.000 dachintegrierte Photovoltaik-Systeme installiert

Die TÜV-geprüften Just Roof-Module von Suntech wurden so konzipiert, dass unter normalen Umständen weder Feuchtigkeit noch Wind, Regen oder Schnee Einfluss auf die Funktion und Optik dieser PV-Konstruktionen haben. Just Roof überzeuge durch seine extreme Zuverlässigkeit: Bereits über 4.000 Mal sei das System international, aber vor allem in Japan installiert worden. Dort halte es auch dem schwierigen Winter und dem feuchten Klima problemlos stand. Die Module nutzen die Energie der Sonne, seien aber gleichzeitig zuverlässig und langfristig wasserdicht - und das seit über 14 Jahren, in denen Just Roof im Einsatz ist.

Auch die Energieeffizienz der gebäudeintegrierten PV-Dächer kann sich sehen lassen, betont Suntech: Die in den Modulen verbauten monokristallinen Zellen produzieren bis zu 132 Watt Strom pro Quadratmeter PV-Fläche. Entsprechend ausgestattete Gebäude könnten damit sogar mehr Energie produzieren als sie verbrauchen. Ein 30 Quadratmeter großes Dach mit Südausrichtung in München beispielsweise produziere mit Just Roof rund 4.000 Kilowattstunden Energie im Jahr.

Just Roof-Module sind vom TÜV geprüft und gemäß der Normen IEC 61215 und IEC 61730 zertifiziert. Die Tests des TÜV RHEINLAND umfassen dabei die Bauartenzertifizierung nach Norm IEC 61215 zur Bestätigung der angegebenen elektrischen Leistungsdaten und zur Bestimmung möglicher Alterungseinflüsse. Außerdem prüften die Tester die vorgeschriebenen Konstruktionsmerkmale und verwendeten Materialien nach der Norm IEC 61730 Teil 1. Der zweite Teil der genannten Norm dient zur Definition der elektrischen Anwendungsklasse des Solarmoduls. Die Just Roof-Module sind rund 1.640 mal 834 Millimeter groß. Sie werden mit verschiedenen Leistungsabgaben von 140 bis 180 Watt angeboten.

06.10.2008   Quelle: Suntech Power Holdings Co., Ltd.   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Suntech Power Holdings Co., Ltd.,
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REC ASA baut Silangas-Produktion für die Photovoltaik aus

Silizium-Produktion bei REC.
Silizium-Produktion bei REC.

Der Solar-Konzern REC (Sandvika; Norwegen) hat beschlossen, den zunächst im April 2007 verkündeten Umfang des neuen Expansionsprojektes ("Betrieb IV") auszuweiten. Die Entscheidung sei maßgeblich durch die vorteilhaften Marktbedingungen für Silangas und den internationalen Silizium-Bedarf beeinflusst worden. Das zusätzliche Silangas-Volumen von jährlich rund 2.300 Tonnen ermögliche REC eventuell eine Verdoppelung des Anteils am Handelsmarkt, heißt es in der Pressemitteilung. Interne wie externe Polysilizium-Verpflichtungen seien weiterhin gesichert. In den letzten Quartalen sei die gestiegene Attraktivität des Silangasmarktes zunehmend offensichtlich geworden, betont REC. In einem Markt, der hauptsächlich durch die Nachfrage nach integrierten Schaltungen und Flachbildschirmen bestimmt wird, sei der Marktanteil der Photovoltaik schnell gestiegen und es werde auch künftiges, kräftiges Wachstum erwartet.   In der Photovoltaik sei Silangas traditionell in der Produktion von waferbasierten Solarzellen genutzt worden. Künftig werde sein Einsatz jedoch zunehmend durch die Entwicklungen im wachsenden Dünnschichtmarkt beeinflusst (amorphes Silizium bzw. mikrokristallin-amorphe Tandemzellen). Diese Entwicklung sei im Juni 2008 zudem bekräftigt worden, als REC sich langfristige Aufträge für die Silangasversorgung mit den Hauptgasverteilern im Wert von rund einer Milliarde US-Dollar sicherte. Der durchschnittliche Verkaufspreis sei bei diesen Verträgen etwa 15% höher gewesen als derzeit.


2.300 Tonnen Silangas für den Handelsmarkt

"Diese Änderung des Expansionsumfangs macht sehr viel Sinn - nicht nur aus einer rein finanziellen Perspektive heraus, sondern es sorgt auch für eine verbesserte Produktabsicherung und ermöglicht REC darüber hinaus, von zukünftigen Gelegenheiten im Dünnschichtbereich zu profitieren. Während parallel dazu ein schnelles Wachstum der REC-Siliziumwafertechnologieplattform unterstützt wird", kommentiert Erik Thorsen, Präsident und CEO von REC. Die zusätzlichen 2.300 Tonnen Silangas pro Jahr stünden dem schnell wachsenden Handelsmarkt zur Verfügung, dies bedeute jedoch, dass für Produktion von Polysilizium statt rund 6.000 Tonnen im ursprünglichen Investitionsfall nur etwa 4.000 Tonnen pro Jahr verblieben. Die Reduktion um 2.000 Tonnen begründet REC mit dem letztendlichen Umfang der Singapur-Expansionsphase I, welche im Juni 2008 angekündet wurde. "Wir sind heute und werden für absehbare Zukunft der größte Produzent von Silangas weltweit bleiben. Diese Entscheidung wird es uns zusätzlich ermöglichen, unsere Position als der führende Vermarktungsspezialist am Handelsmarkt für Silangas beizubehalten", fügt Erik Thorsen hinzu.

06.10.2008   Quelle: REC   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: REC ASA,
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Phoenix Solar-Tochter errichtet größtes Solarkraftwerk in Singapur

Phönix Solar-Referenzanlage mit 259 kWp.
Phönix Solar-Referenzanlage mit 259 kWp.

Ihren bislang größten Auftrag hat die Phoenix Solar Pte Ltd, in der letzten Septemberwoche in Singapur gewonnen, berichtet das Unternehmen in einer Pressemitteilung. Für das Schweizer Biotechnologieunternehmen Lonza Biologics Tuas Pte Ltd (Lonza) wird die Tochtergesellschaft der Phoenix Solar AG im kommenden Jahr ein Photovoltaik-Kraftwerk mit einer Spitzenleistung von 181 Kilowatt (kWp) planen und realisieren. Das im Bau befindliche Lonza Biologics-Gebäude wird nach Fertigstellung die zweitgrößte Produktionsstätte von Lonza in Singapur sein. "Die Entscheidung, in diesem neuen Gebäude in erneuerbare Energien zu investieren, ist Teil unserer Verantwortung für die Umwelt. Wir haben uns für Phoenix Solar als ausführenden Partner entschieden, da das Team über große Industrieerfahrung und Professionalität verfügt und ihm zudem der Ruf voraus eilt, höchste Qualität zu liefern", sagt Stephen Keane von Lonza. 
Das Solarkraftwerk mit einer Spitzenleistung von 181 kW wird auf dem Dach des Südwestflügels des neuen Lonza-Gebäudes installiert werden. Phoenix Solar ist dabei für Planung und schlüsselfertige Errichtung verantwortlich. Zusätzlich bietet das Systemhaus eine Echtzeitüberwachung, ein Display mit den aktuellen Ertragsdaten sowie die Internetüberwachung des Systems an.

06.10.2008   Quelle: Phoenix Solar AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Phoenix Solar AG,
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Solarthermie-Hersteller PowerSol bezieht Gelände in Hannover

Hallenbad mit Vakuumröhrenkollektoren in Bozen.
Hallenbad mit Vakuumröhren-
kollektoren in Bozen.

Der Solarwärme-Markt wächst und Hannover ist ganz vorn dabei: Ende 2008 zieht die erst 2007 gegründete PowerSol GmbH in ihre neue Produktionsstätte im Norden Hannovers. Die Umbaumaßnahmen für das neue Werk seien bereits in der Planung. Dort sollen in Kürze Solar-Vakuumröhrenkollektoren produziert werden, die dann von Hannover aus weltweit exportiert werden sollen. Vakuumröhrenkollektoren sind in der Lage, bereits geringe Sonnenstrahlung optimal umzusetzen, sowohl um Wärme zu erzeugen als auch um für Kühlung zu sorgen. "Das ist der Grund, warum wir nicht nur zahlreiche Anfragen aus Europa und den USA, sondern auch aus den Arabischen Staaten haben. Mit dieser Marktentwicklung schauen wir sehr optimistisch in die Zukunft", so Stefan Dammann, Sprecher der PowerSol GmbH. Die hoch automatisierte Produktionsanlage der PowerSol GmbH sei das Herzstück des jungen Unternehmens.  Bis Ende 2009 sollen 50 qualifizierte Mitarbeiter eingestellt werden. Das freut auch den Ministerpräsidenten Christian Wulff: "Der Standort Hannover steht für High-tech und Zukunftstechnologie. Die Entscheidung von PowerSol für den Standort Hannover belegt, dass die zentrale Lage, die Verfügbarkeit von einer Vielzahl von qualifizierten Arbeitskräften und das gute Innovationsumfeld oftmals wichtiger sind, als die Fördersätze. Diese Investition zeigt aber auch, dass Niedersachsen als Energieland an Bedeutung gewinnt. Wir sind im Bereich der Windenergie und der Biomasse bereits die Nummer 1. Auch im Bereich der Solarthermie nehmen wir jetzt kräftig Fahrt auf."

Den Produktionsstandort Hannover hat das Gründerteam der PowerSol GmbH bewusst ausgewählt. "Das erfolgreich etablierte Energy Forum der Industriemesse sowie das Bestreben vom Land Niedersachsen, verstärkt Unternehmen aus dem Bereich der Erneuerbaren Energien im Norden anzusiedeln, hat unser Gründerteam in der Standortwahl pro Hannover bestärkt. Die Entwicklung des Standortes durch die Politik und die Förderung des Nachwuchses im Bereich der Zukunftstechnologien ist für ein junges Unternehmen wie uns lebenswichtig, um sich auch nachhaltig am Markt positionieren zu können" so Ralf Luxenhofer, Chief Executive Officer der PowerSol GmbH.

05.10.2008   Quelle: PowerSol GmbH   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: PowerSol,
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ZSW koordiniert Brennstoffzellen-Leuchtturmprojekt CALLUX

Brennstoffzellen-Stack 560 mm.
Brennstoffzellen-Stack 560 mm.

Im Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung (BMVBS) startete am 23.09.08 das Leuchtturmprojekt "CALLUX" des nationalen Innovationsprogramms "Stationäre Brennstoffzelle". Gemeinsam mit Professor Werner Tillmetz (Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung; ZSW) und Vertretern von EnBW, E.ON Ruhrgas, EWE, MVV, VNG, BAXI Innotech, Hexis, Vaillant, Viessmann gab Bundesverkehrsminister Wolfgang Tiefensee (SPD) den Startschuss für das Vorhaben. Das ZSW wird Projektkoordinator und auch für die wissenschaftliche Begleitung der Aktivitäten verantwortlich sein. 

Brennstoffzellen-Heizgeräte zur Anwendung bringen

Eine der wichtigsten Aufgaben in allen Arbeitsfeldern sei seit jeher die Bildung einer Brücke zwischen der Energieforschung und dem Technologietransfer in die industrielle Anwendung, betont das ZSW in einer Pressemitteilung. Das Projekt Callux verfolge genau diesen Ansatz: Brennstoffzellen-Heizgeräte sollen mit vereinten Kräften in die Anwendung gebracht werden. Damit werde eine Technologie für den Markt vorbereitet, zu deren Entwicklung das ZSW in den vergangenen zwei Jahrzehnten wichtige Vorarbeit geleistet hat. Deshalb sei es außerordentlich erfreulich für das ZSW, an diesem wegweisenden Projekt nicht nur im Rahmen einer wissenschaftlichen Begleitung zu partizipieren, sondern sich als zentraler Projektkoordinator aktiv für einen erfolgreichen Projektverlauf einbringen zu können. Dieses für das Nationale Innovationsprogramm höchst bedeutsame Vorhaben werde auch für das ZSW eine der spannendsten Aufgaben der kommenden Jahre sein.

Das Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung ist eine gemeinnützige Stiftung und wurde im Jahr 1988 gegründet. Das Kompetenzspektrum am ZSW umfasst komplette Lösungen von der Materialforschung bis hin zum Gesamtsystem mit Anwendung in der Praxis zu Lithium-Ionen-Batterien, Biomasse-Konvertierung und Brennstoffzellen für stationäre sowie mobile Anwendungen. Die Experten des ZSW blicken auf mehr als 20 Jahre Erfahrung in industrienaher Energieforschung zurück.

05.10.2008   Quelle: Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg (ZSW)   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: ZSW,
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Studie zum Klimawandel in Europa: Warnsignale werden immer deutlicher

Report "Impacts of Europe’s
changing climate".

Nehmen Hitzewellen und Unwetter in Europa zu? Wie stark steigt der Meeresspiegel in Europa? Und wie beeinflusst der Klimawandel Menschen, Pflanzen und Tiere? Antworten auf diese Fragen gibt der Bericht "Impacts of Europe’s changing climate - 2008 indicator based assessment", den die Europäische Umweltagentur (EEA) am 29. September 2008 in Kopenhagen vorstellte. Demnach hat sich das Klima in Europa in den vergangenen Jahrzehnten erheblich verändert - und die Auswirkungen dieses Wandels zeigen sich immer klarer. Ergebnisse neuester modellgestützter Projektionen lassen in Zukunft eine deutliche Verstärkung der Auswirkungen erwarten. Der Bericht beschreibt anhand von 40 Indikatoren, wie sich erhöhte Risiken für Flutereignisse und Trockenheiten, Verluste der Biodiversität oder Gefahren für den Energiesektor auswirken.   Der Bericht erstreckt sich auf zehn Bereiche wie menschliche Gesundheit, Energiewirtschaft, Landwirtschaft, Tourismus, Verkehr oder Ökosysteme. "Wir sehen deutliche Warnsignale für alle Lebens- und Wirtschaftsbereiche", meint der Vizepräsident des Umweltbundesamtes, Dr. Thomas Holzmann, "Auch bei der Bekämpfung des Klimawandels muss Europa zusammenwachsen", fordert Holzmann.


Temperaturanstieg beschleunigt sich; Naturkatastrophen nehmen zu

Laut Bericht stieg die Temperatur in Europa seit Beginn der Industrialisierung um 1 Grad Celsius, also stärker als der globale Durchschnitt von 0,8 Grad Celsius. Die Gletscher der Alpen verloren seit 1850 etwa zwei Drittel ihrer Eismasse. Seit den 1980iger Jahren beschleunigt sich dieser Prozess: steigende Temperaturen und Hitzewellen führen zu Gesundheitsproblemen; abschmelzende Gletscher können im Alpenraum die Wasserversorgung vor neue Herausforderungen stellen. Die EEA rechnet in den nächsten hundert Jahren mit einem weiteren Anstieg der Temperatur und mit verstärkten Auswirkungen auf Umwelt und Gesellschaft.

Eine zunehmende Zahl von Naturkatastrophen - überwiegend verursacht durch Extremwetterereignisse - konfrontiert vor allem die Versicherungswirtschaft mit steigenden Schadenszahlen. Auch der Meeresspiegel an Europas Küsten steigt, das Artenspektrum der Europäischen Meere verändert sich und die Vegetationsperiode hat sich in weiten Teilen Europas bereits deutlich verlängert.


Negative Folgen überwiegen

Zwar zeigt der Bericht auch positive Wirkungen des Klimawandels, zum Beispiel bessere Bedingungen für die Landwirtschaft und die Schifffahrt in nördlichen Regionen. Allerdings gebe es keinen Zweifel, dass die negativen Folgen überwiegen, betont das Umweltbundesamt. UBA Vize-Präsident Dr. Thomas Holzmann: "Die tiefgreifenden Auswirkungen der Klimaänderungen in Europa unterstreichen, wie wichtig es ist, die Klimagasemissionen weiter deutlich zu senken. Gleichzeitig müssen wir uns an die nicht mehr abwendbaren Folgen des Klimawandels anpassen".
Der Bericht basiert auf neuen wissenschaftlichen Publikationen und langjährigen Datenreihen wissenschaftlicher Beobachtungen in verschiedenen europäischen Staaten. Mögliche künftige Klimaänderungen und deren Auswirkungen werden anhand von Computermodellen projiziert. Die Europäische Umweltagentur (EEA) veröffentlicht den Bericht gemeinsam mit dem Vereinigten Forschungszentrum der EU (JRC-IES), Ispra (Italien) und dem Regionalbüro für Europa der Weltgesundheitsorganisation (WHO) in Rom. Das Umweltbundesamt (UBA) und die niederländische Umweltbehörde (PBL) waren - gemeinsam mit weiteren Institutionen - im Rahmen des Europäischen Themenzentrums für Luft und Klimawandel (ETC/ACC) maßgeblich an der Erstellung beteiligt.

Der Bericht ist in englischer Sprache veröffentlicht unter