Solar News Archiv Juni 2009

 




 

Solar-Fabrik AG macht Fortschritte bei Fokussierung und Projektgeschäft und verkauft die Waferaufbereitung

Solar-Fabrik-Tochter Poseidon wird verkauft.
Solar-Fabrik-Tochter Poseidon wird verkauft.

Der Photovoltaik-Hersteller Solar-Fabrik AG (Freiburg) führt seinen eingeschlagenen Weg der Fokussierung und Geschäftsoptimierung konsequent weiter fort, berichtet das Unternehmen in einer Ad-hoc-Mitteilung. Als nächste Stufe der Fokussierung beabsichtigt die Solar-Fabrik AG das Segment der Waferaufbereitung zu verkaufen, bestehend aus der Solar-Fabrik Silicon Services Ltd. und der Poseidon Solar Services Pte. Ltd. Trotz schwieriger konjunktureller Rahmenbedingungen sei es gelungen, eine Absichtserklärung mit einem Käufer abzuschließen, der das Sachanlagevermögen zu einem Großteil der Buchwerts übernehmen wolle, wodurch im Wesentlichen lediglich die immateriellen Vermögenswerte als Verluste realisiert würden.   Der Abschluss der Transaktion sei für den Juli geplant, vorbehaltlich der Zustimmung der entsprechenden Gremien.


Konzept der auftragsbezogenen Fertigung umgesetzt

Das Kernsegment der Solarstrom-Module sei nach wie vor geprägt durch geringe Erkennbarkeit (Visibilität), heißt es in der Ad-hoc-Mitteilung. Die Solar-Fabrik AG habe daher das Konzept der auftragsbezogenen Fertigung konsequent umgesetzt. Für das erwartete Wachstum in Q3 sei die Solar- Fabrik bestens gerüstet durch ihr neues, hochmodernes und produktives Werk 3. Es wurde seit März 2009 hochgefahren und stehe nun in den Startlöchern für weiteres Wachstum.


Umsatz- und Ergebnisziel für 2009 nicht mehr realistisch

Der Absatz im 2. Quartal hat sich nach Angaben des Unternehmens gegenüber dem ersten Quartal gesteigert, blieb jedoch unter dem Vorjahresniveau. Zusammen mit der Beeinträchtigung des Segments Waferaufarbeitung werde dies zu einem Verlust führen, stelle aber die konsequente Umsetzung der Geschäftsstrategie dar. Unter Berücksichtigung der nach wie vor begrenzten Erkennbarkeit sei jedoch das prognostizierte Umsatz- und Ergebnisziel für 2009 nicht mehr realistisch.


Fortschritte im Projektgeschäft

Unter der Voraussetzung, dass sich das gesamtwirtschaftliche Umfeld im Jahresverlauf aufhelle und sich die Situation im Finanzierungssektor weiter normalisiere, sei für die zweite Jahreshälfte mit einer deutlichen Belebung der Nachfrage in Bereich Solarmodulgeschäft zu rechnen. Diese Aussage werde durch eine deutliche Erhöhung des Auftragseingangs und der Angebotsvolumina belegt. Darüber hinaus sei im Projektgeschäft ein erster Auftrag über 7 MWp mit einem Neukunden geschlossen worden, weitere 20 MWp seien derzeit in Verhandlungen. Angesichts der verbleibenden Unsicherheiten halte es der Vorstand jedoch für angemessen, erst im weiteren Jahresverlauf eine neue Prognose zu den Umsatz- und Ergebniserwartungen für das Gesamtjahr 2009 abzugeben.

30.06.2009   Quelle: Solar-Fabrik Aktiengesellschaft für Produktion und Vertrieb von solartechnischen Produkten   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Solar-Fabrik AG,
Lesen Sie zu diesem Thema auch:




 

"REFU Elektronik" unter den Umwelttechnik-Innovationsführern Baden-Württembergs

Umweltministerin Tanja Gönner mit Norbert Frings, CEO REFU, Alexander Wirth und Jochen Hantschel (v.l.).
Umweltministerin Tanja Gönner mit Norbert
Frings, CEO REFU, Alexander Wirth und
Jochen Hantschel (v.l.).

Die REFU Elektronik GmbH (Metzingen) ist mit ihrem Solar-Wechselrichter "REFUSOL 15K" einer der Gewinner des Umwelttechnikpreises Baden-Württemberg in der Kategorie "Energieeffizienz". Der 2009 erstmalig vergebene Umwelttechnikpreis wird künftig alle zwei Jahre vom Land Baden-Württemberg für hervorragende und innovative Produkte der Umwelttechnik verliehen. Ausgezeichnet werden Produkte, die einen bedeutenden Beitrag zur Ressourceneffizienz und Umweltschonung leisten. Die Preise wurden dieses Jahr am 24. Juni von Umweltministerin Tanja Gönner verliehen.   Laut der Umweltministerin wird "die Umwelttechnik bis zum Jahr 2020 als Leitbranche mit der Automobil- und Maschinenbaubranche gleichziehen und als Querschnittstechnologie Impulsgeber der Wirtschaft sein."




Bestnoten für Photovoltaik-Wechselrichter aus Metzingen

Der REFUSOL 15K ist nach Angaben des Unternehmens gegenwärtig der ertragsstärkste Photovoltaik-Wechselrichter in der Leistungsklasse 10 kW bis 15 kW, heißt es in der Pressemitteilung. Dies sei auch von mehreren unabhängigen Instituten getestet und bestätigt worden. Unter anderem hat die Zeitschrift Photon den REFUSOL für "sehr gut +" befunden und damit an die Spitze der ertragsstärksten Geräte am Markt gestellt. "Mein Dank gilt allen Mitarbeitern der REFU Elektronik, gemeinsam haben sie zum Erlangen des Umwelttechnikpreises beigetragen, eine tolle kollektive Leistung. Wir können auf unseren Erfolg stolz sein. Mit innovativen Entwicklungen der nahen Zukunft werden wir weiterhin mit höchsten Wirkungsgraden und verbesserter Energieeffizienz unsere Technologieführerschaft ausbauen", so Dr. Michael Seehuber, Geschäftsleiter Technik und Vertrieb der REFU Elektronik GmbH.


Erweitertes Produktportfolio in höheren Leistungsklassen

Die Einsatzgebiete der Solar-Wechselrichter von REFU reichen von südspanischen Solarparks bis zu Aufdachanlagen im Hochgebirge der Schweiz. Der Einsatz in großen Photovoltaikanlagen wurde besonders durch ein erweitertes Produktportfolio in höheren Leistungsklassen von 100 kW bis 630 kW ermöglicht, welche sich - ebenso wie die kleineren REFUSOL - durch einen hohen Wirkungsgrad und daher einen hohen Ertrag auszeichnen. Eingebaut in die REFUSOL Power Box stehen somit schlüsselfertige Megawatt-Stationen höchster Zuverlässigkeit und höchsten Ertrags für den Betrieb in staubiger, rauer Umgebung und für Küstenstandorte zur Verfügung. Zur Überwachung der Anlagen dient das netzwerkfähige Auswertungs- und Analyseprogramm REFULOG, welches eine intuitive und komfortable Überwachung ermöglicht.

Die REFU Elektronik GmbH wurde 1965 in Metzingen gegründet und ist seitdem als kompetenter Partner in der Antriebs-, Netz- und Energietechnik, sowie seit 2004 in der Solartechnik mit der Gerätegeneration REFUSOL tätig.

30.06.2009   Quelle: REFU Elektronik GmbH   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: REFU Elektronik GmbH,
Lesen Sie zu diesem Thema auch:




 

Conergy verkauft Solar-Portfolio mit einer Leistung von 10,7 MWp

Solarpark in Baar (4,8 MWp)
Solarpark in Baar (4,8 MWp)

Die Conergy Deutschland GmbH (Hamburg), einer der führenden Anbieter von Produkten und Lösungen rund um die Solarstromerzeugung, hat den Verkauf von drei Photovoltaik-Anlagen in Bayern erfolgreich abgeschlossen, berichtet das Unternehmen in einer Pressemitteilung. Die Tochtergesellschaft der börsennotierten Conergy AG veräußerte den Solarpark in Baar mit einer Nennleistung von 4,8 Megawatt (MWp), die Photovoltaikanlage in Gebersdorf mit einer Nennleistung von 2,3 MWp sowie die Solarstromanlage in Münster (Bayern) mit einer Nennleistung von 3,6 MWp.  Der luxemburgische Investor habe den Kauf mit Unterstützung der Hamburger Firma Pulse-Asset Management GmbH abgeschlossen. Das Team der Pulse Asset Management GmbH (PAM) verfüge über langjährige Erfahrung im Solar-Bereich und habe mit diesem Kauf das erste gemeinsame Projekt verwirklicht. Über den Kaufpreis vereinbarten die Beteiligten Stillschweigen.



Hohe Attraktivität von Solar-Projekte in der Wirtschaftskrise

Die Conergy Services GmbH, Spezialist für technische und kaufmännische Dienstleistungen für regenerative Energiesysteme, übernimmt zudem die Betriebsführung der Anlagen für die kommenden 20 Jahre. Einen entsprechenden Vertrag haben die Beteiligten ebenfalls abgeschlossen. Die drei Dünnschichtanlagen sind von der Conergy Deutschland GmbH projektiert, gebaut und in Betrieb genommen worden. "Der erfolgreiche Verkauf zeigt erneut die hohe Attraktivität der Solarprojekte gerade in der größten Wirtschaftskrise", sagte Dieter Ammer, Vorstandsvorsitzender der Conergy AG. "Der Abschluss bestätigt auch, dass Investoren und Kunden der Conergy AG vertrauen. Ein Beweis unserer langjährigen Projekterfahrung und unserer erstklassigen Produkte."

30.06.2009   Quelle: Conergy AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Conergy AG,
Lesen Sie zu diesem Thema auch:




 

DGS kommentiert Brand der weltgrößten Photovoltaik-Aufdachanlage in Bürstadt und warnt vor weiteren Gefahren

Brand in der weltgrößten Aufdach-Photovoltaikanlage in Bürstadt.
Brand in der weltgrößten
Aufdach-Photovoltaikanlage in Bürstadt.

"Was für viele Experten, die sich mit dem 2003 aufgetauchten Problem der Feuergefahr von BP-Modulen beschäftigt hatten, absehbar war, scheint nun passiert. Die mit 5 MW-Anschlussleistung und aus 30.000 Modulen bestehende weltgrößte Aufdach-Photovoltaikanlage ist in Brand geraten und hat das Gebäude der Spedition Fiege massiv beschädigt", berichtet die Deutsche Gesellschaft für Sonnenenergie (DGS). Die seit 2006 aus Sicherheitsgründen schon teilweise abgeschaltete 5-MW Photovoltaikanlage (Sonnenfleck) in Bürstadt sei am Sonntag, den 22.06.2009 zur sonnenreichen Mittagszeit um 11.40 Uhr in Brand geraten. Nicht nur die hölzerne Unterkonstruktion habe in Flammen gestanden, sondern die vermutlich von den schadhaften Lötstellen in den Gleichstromkreisen ausgelösten Brandnester, hätten auch auf die Bitumendachpappe und die Struktur des Gebäudes durchgegriffen.   Nach Aussagen der mit 70 Feuerwehrleuten angerückten Feuerwehren aus den Orten Bürstadt, Bobstadt, Riederode und Lampertheim sei der Brand eindeutig von einem technischen Defekt in der in der Mittagssonne unter Volllast laufenden Photovoltaikanlage ausgegangen.


"Ursachenforschung am bekannten Problem"

"Nach dem Brand auf dem Bürstädter Sonnenfleck suchen alle Beteiligten jetzt fieberhaft nach der Ursache. Wir waren so schnell wie möglich vor Ort, um die Sache zu analysieren", zitiert die DGS eine Stellungnahme von BP Solar, dem Hersteller sämtlicher Module auf dem weltweit größten Solardach im Nachrichtenportal "Morgenweb". Auch die Betreiber von Tauber-Solar befassen sich ausgiebig mit der Ursachenforschung. "Wir waren am Sonntag vor Ort und haben die Anlage sofort abgeschaltet", berichtet Geschäftsführer Leonhard Haaf und betont: Die Sicherheit geht vor. Laut Morgenweb gehen die Ermittler von einem technischen Defekt aus. Erhard Renz, Initiator des Projektes Sonnenfleck und Bürstädter Solarexperte, spreche jetzt von einem Produktionsfehler. Wer dafür verantwortlich sei, müsse jetzt genau geprüft werden.


Problem seit 2003 bekannt - Verantwortliche in der Pflicht

Spätestens seit dem öffentlichen Disput um die Rückrufaktionen von BP-Solar im Sommer 2006 sowie dem Artikel in Stiftung Warentest-Online unter der Überschrift "Feuergefahr bei Modulen von BP", die eine deutliche Warnung ausgesprochen hatte, sei das Problem und seine Gefahr branchenweit und der allgemeinen Öffentlichkeit bekannt gewesen, betont die DGS. "Das der Brand nun für alle Beteiligten zur Überraschung wird, lässt sich angesichts der erdrückenden Faktenlage und der öffentlich dokumentierten Ereignisse schwer nachvollziehen. Kein technisches Problem in der Photovoltaik wie die Feuergefahren bei BP-Modulen hatte je eine solche öffentliche Aufmerksamkeit erlangt", heißt es in der DGS-Pressemitteilung.

DGS-Vize Präsident Dr. Jan Kai Dobelmann kommentiert: "Ich finde es schockierend, wie hartnäckig alle Beteiligten, die sich seit 2003 der Gefahr eines Brandes auf der Bürstädter Anlage bewusst waren, seit der ersten Außerbetriebnahme 2006 über drei Jahre diskutiert und repariert haben, sich nun überrascht zeigen. Da die Bürstädter Anlage als größte Aufdachanlage der Welt eine Signalwirkung für die ganze Photovoltaikbranche hat, ist die Verantwortungsschwelle der Beteiligten hoffentlich durch den Brand nun erreicht, die richtigen Sicherungsmaßnahmen für das Gebäude durchzuführen. Mit jedem Sonnentag steigt schließlich die Gefahr weiterer Brände im Gebäude, solange die Module nicht entkoppelt oder kurzgeschlossen sind."


Juristische Aufarbeitung des Brandes könnte Signalwirkung haben

Besonders spannend werde die juristische Aufarbeitung des Vorfalls, betont die DGS. Mit der Trennung der Betreibergesellschaft und des Dacheigentümers lägen nun nicht nur versicherungstechnisch, sondern auch in der Gefährdungsverantwortung gegenüber Mitarbeitern unterschiedliche Interessen vor. Fragen zur Sicherheit des Gebäudes seien dabei ebenso erheblich wie jene zur Transport- und Warenversicherung, zur Aufarbeitung des Versicherungsfalls sowie hinsichtlich der Verantwortung der Planer und des Verhaltens des Lieferanten bezüglich der Garantieleitungen.


DGS: Wer trägt die Verantwortung?

"Ebenfalls drängt sich eine strafrechtliche Prüfung des Verhaltens aller Verantwortlichen, die nachweislich lange von der imminenten Gefahr gewusst haben, durch den Staatsanwalt auf", so die DGS, die ankündigte, sie werde jederzeit die ihr aus dem Hause BP Solar vorliegenden internen Unterlagen zur Verfügung stellen, um durch eine Klärung der Verantwortlichkeiten für die Vorfälle weiteren Schaden von der gesamten Photovoltaik-Branche abzuwenden. Die DGS habe umgehend eine Anwaltskanzlei mit einer Prüfung der strafrechtlichen Konsequenzen dieses Falles konsultiert. Geschehen sei dies auf Basis des Paragraphen 306 des Strafgesetzbuches für den es mit den Unterpunkten Herbeiführung einer Brandgefahr (§ 306f StGB) oder einer fahrlässigen Brandstiftung nach § 306d StGB reichlich Stoff für eine juristische Prüfung des Verhaltens der Verantwortlichen gebe.

"Juristisch zu klären gilt, wer im Falle Bürstadt, bei dem allen Beteiligten das Risiko bekannt war die Verantwortung trägt, falls es an dieser oder an anderen Anlagen zu Personenschäden kommt. Infrage kommen nicht nur der Hersteller BP, der der DGS im Jahre 2006 gegenüber Kenntnisse von Sicherheitsmängeln seit 2003 eingeräumt hatte, sondern auch Planer und Installateur oder Anlagenbetreiber und Eigentümer, die den Sachverhalt und die Gefährdungslage kannten", so die DGS.

Derzeit empfiehlt die DGS angesichts des "systematischen Organversagens" der Verantwortlichen, konzertiert seitens der Staatsanwaltschaft, der Feuerpolizei und der Baubehörden aktiv zu werden, um die weiterhin in der Anlage lauernde Gefahr durch eine fachgerechte Außerbetriebnahme zu bannen und eine systematische Bewertung der in anderen BP-Anlagen vorhandenen Risiken von staatlicher Seite aus vorzunehmen. Von den betroffenen Modulreihen seien derzeit hunderttausende auf deutschen und internationalen Dächern verbaut und somit immer noch eine Gefahr, betont die DGS. "Generell sollten sich Betreiber von BP Anlagen, die sich Fragen stellen, ob durch den Vorfall von ihrer eigenen Anlage eine Gefahr ausgeht, nicht nur an ihren Installateur, sondern auch an die lokalen feuerpolizeilichen Institutionen wenden", rät die DGS.

Weitere Informationen der DGS und eine Dokumentation der Schadensfälle mit BP-Solarmodulen sind im Internet zu finden unter http://www.dgs.de/bp.0.html.

30.06.2009   Quelle: DGS   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: DGS,
Lesen Sie zu diesem Thema auch:




 

IRENA einigt sich auf Dreierlösung in Hauptquartier-Frage; Bonn wird Standort des Technologie-Zentrums

Im Wettbewerb zwischen Deutschland, den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE) und Österreich um den Sitz der neuen Internationalen Agentur für Erneuerbare Energien (IRENA) ist eine gemeinsame Lösung gefunden worden. Abu Dhabi wird Sitz der IRENA, Bonn wird Sitz des Innovations- und Technologiezentrums und Wien erhält ein Verbindungsbüro für Kontakte zu den Vereinten Nationen im Bereich Energie und zu anderen internationalen Institutionen. Bundesumweltminister Sigmar Gabriel begrüßte die Dreierlösung als "fairen und sachgerechten Kompromiss".   "Ich bin sehr froh über diese Einigung. Eine Kampfabstimmung zwischen den Bewerberstädten hätte den fatalen Eindruck einer künstlich aufgeladenen Nord-Süd-Teilung hinterlassen. Der Kompromiss kombiniert die Stärken aller Bewerber in idealer Weise und gibt das richtige Signal: Gemeinsamkeit statt Teilung, Einigkeit macht stark", so Gabriel.


Kampfabstimmung verhindert

Gabriel, der sich selbst intensiv für eine Lösung eingesetzt hatte, die den Interessen der Bewerber entgegenkomme, kommentiert: "Die IRENA ist schon heute ein unglaublicher Erfolg für Deutschland. In den letzten 60 Jahren gab es keine derart erfolgreiche Initiative Deutschlands, denn in nur fünf Monaten sind mehr als 130 Staaten weltweit beigetreten. Diesen Erfolg Deutschlands wollten wir nicht durch eine Kampfabstimmung und die damit verbundenen Spaltungen gefährden. Gerade in der Aufbauphase brauchen wir alle Kraft. Deshalb war bei allen Delegationen spürbar, dass sie eine solche Kampfabstimmung verhindern und eine gemeinsame Lösung wollten."


IRENA- Hauptquartier in Abu Dahbi

Nachdem die VAE am Vorabend den Kompromissvorschlag Gabriels noch abgelehnt hatten, gelang es dem deutschen Bundesumweltminister, die USA und den Gastgeber der Konferenz, Ägypten, für eine Vermittlung zu gewinnen. Deren Bemühungen waren am Ende erfolgreich, so dass sich der deutsche Kompromissvorschlag durchsetzte: Das Hauptquartier der neuen Agentur für erneuerbare Energien geht an Abu Dahbi. In Bonn wird ein Innovations- und Technologiezentrum eingerichtet, in Wien ein Kontaktbüro zu den anderen UN-Energieorganisationen eröffnet, von denen viele bereits dort beheimatet sind.


Mehrere Millionen Euro für das des Innovations- und Technologiezentrum

Deutschland wird in Bonn vier Millionen Euro für den Aufbau des Innovations- und Technologiezentrums bereitstellen und jährlich zwischen zwei und drei Millionen Euro. "Deutschland als Technologieführer behält damit maßgeblichen Einfluss auf die internationale Entwicklung der Erneuerbaren Energien", sagte Gabriel. Bonns Oberbürgermeisterin Bärbel Dieckmann, die ebenfalls zu den Konferenzteilnehmern gesprochen hatte, begrüßte den Vorschlag: "Ich freue mich sehr für Bonn und danke Sigmar Gabriel ausdrücklich für sein großes Engagement für unsere Stadt. Mit Hilfe der finanzielle Förderung des Bundesumweltministeriums und mit den Unternehmen, Institutionen und Forschungseinrichtungen, die in unserer Region zuhause sind, werden wir die internationale Technologieentwicklung für erneuerbare Energien kräftig voranbringen."

30.06.2009   Quelle: BMU   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

Lesen Sie zu diesem Thema auch:




 

PG&E erwirbt 92 MW Solarthermie-Kapazität aus NRG Energys "SunTower"-Kraftwerk

Beispielfoto der Solarthermie-Technologie von eSolar.
Beispielfoto der Solarthermie-Technologie von
eSolar.

Der US-amerikanische Energieversorger Pacific Gas and Electric Company (PG&E; San Francisco, Kalifornien), berichtete am 25.06.2009, das Unternehmen habe einen Vertrag über 92 Megawatt (MW) Leistung eines solarthermischen Kraftwerks von Alpine SunTower, LLC geschlossen, einem Tochterunternehmen von NRG Energy, Inc. (NRG; Princeton, New Jersey). Laut Pressemitteilung wird in der "SunTower"-Anlage von Alpine, die im Jahr 2012 fertig gestellt werden soll, die modular skalierbare Solarthermie-Technologie von eSolar (Pasadena, Kalifornien) angewendet. Das Projekt wird in der Nähe der kalifornischen Stadt Lancaster gebaut und soll jährlich rund 192 Gigawattstunden (GWh) Strom produzieren können.   Dies entspreche dem Verbrauch von fast 30.000 durchschnittlichen Haushalten pro Jahr, heißt es in der Pressemitteilung. "PG&E arbeitet gemeinsam mit NRG und eSolar daran, die künftige Nachfrage unserer Kunden zu decken und ihrem Wunsch nach erneuerbaren Energiequellen zu entsprechen", sagte Fong Wan, Senior Vizepräsident für Energiebeschaffung bei PG&E. "Die Verbindung der von NRG erwiesenen Fähigkeit, Solarprojekte umzusetzen, mit der innovativen Technologie von eSolar ermöglicht die Versorgung unserer Kunden mit sauberer, erschwinglicher Energie".



Solarwärme erzeugt Dampf und treibt Turbine zur Stromproduktion an

Laut Pressemitteilung ist das Projekt Teil des kürzlich angekündigten Vorhabens von eSolar und NRG, bis zu 500 MW Solarthermie-Kapazität in Kalifornien und im Südwesten der USA aufzubauen. Solarthermie-Kraftwerke erzeugen Strom, indem sie mit der Wärme der Sonne Dampf produzieren, der eine herkömmliche Turbine antreibt, die sauberen, erneuerbaren Strom erzeugt. Laut Pressemitteilung umfassen die Solarthermie-Kraftwerke von eSolar die unternehmenseigenen, vorproduzierten Komponenten, Optik und Software für eine kostengünstige Skalierbarkeit. Die Kraftwerke sollen in Einheiten von 46 MW errichtet werden, die jeweils rund 650.000 Quadratmeter Land in Anspruch nehmen. "Mit unserer Solarturm-Technologie, der einzigen die in den USA derzeit verwendet wird, belegt dieser Vertrag mit dem weltweit führenden Versorgungsunternehmen PG&E, dass NRG und eSolar erfolgreich Solarthermie-Projekte umsetzen können", kommentiert der Vorstand von eSolar, Bill Gross, das Abkommen. David Crane, Präsident und Vorstand von NRG Energy fügt hinzu: "In diesen heißen Sommermonaten b werden wir daran erinnert, dass Solarenergie eine Schlüsselrolle dabei spielt, die Spitzennachfrage in Kalifornien zu befriedigen". PG&E berichtet, dass im Durchschnitt die Hälfte des von dem Unternehmen verkauften Stroms aus CO2-freien Quellen stammt. Dies mache PG&E zu einem der saubersten aller in den USA ansässigen Stromversorger.

30.06.2009   Quelle: PG&E   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: NRG Energy,
Lesen Sie zu diesem Thema auch:




 

Shimane SANYO erhöht Produktionskapazität für HIT-Solarzellen auf 220 MW

HIT-Solarzelle von SANYO.
HIT-Solarzelle von SANYO.

SANYO Electric Co., Ltd. (SANYO; Moriguchi City, Osaka) berichtete am 23. Juni 2009, dass sein Tochterunternehmen Shimane SANYO Electric Co., Ltd. (Shimane SANYO, Unnan City, Shimane, Japan) eine neue Produktionslinie für die so genannten HIT-Solarzellen (Heterojunction with Intrinsic Thin layer) in Betrieb nehmen werde. Diese Linie werde in der Erwartung gebaut, dass die weltweite Nachfrage nach Photovoltaik (PV) durch Konjunkturpakete wie zum Beispiel den "Green New Deal" wachsen wird. Die neue Produktionslinie soll im ersten Stock des dritten Fabrikgebäudes der Unternehmens installiert werden und laut Pressemitteilung im April 2010 in Betrieb genommen werden.   Shimane SANYO verfüge derzeit über eine Produktionskapazität für HIT-Zellen im Umfang von 130 Megawatt (MW). Die neue, 7.872 Millionen Yen (58,6 Millionen Euro) teure Linie werde eine Kapazität von 90 MW hinzufügen, wodurch die Gesamtproduktionskapazität von Shimane SANYO auf 220 MW steige. Weil das Geschäft mit Solar-Produkten das Hauptbetätigungsfeld des Mutterunternehmens sowie ein wichtiger Teil seiner Wachstumsstrategie ist, sei Shimane SANYO ein wichtiges Standbein für die Fortentwicklung des Unternehmens.


30.06.2009   Quelle: SANYO Electric Co., Ltd.   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: SANYO Electric Co., Ltd.,
Lesen Sie zu diesem Thema auch:




 

Windenergie: Nordex gewinnt 90-MW-Projekt in der Türkei

Nordex-Windenergieanlage 2500 kW.
Nordex-Windenergieanlage 2500 kW.

Die Nordex AG (Hamburg) baut ihre Marktposition in der Türkei aus: Der Hersteller von Windenergie-Anlagen hat im April 2009 eine türkische Gesellschaft mit Sitz in Istanbul gegründet und jetzt einen neuen fest finanzierten Auftrag mit einem Gesamtvolumen von 90 MW gewonnen, berichtet das Unternehmen in einer Pressemitteilung. Nordex werde für den Kraftwerksbetreiber Bilgin Enerji ab Winter 2009 den Windpark "Bergama" errichten. Mit 36 N90/2500-Turbinen werde "Bergama" das bislang größte Nordex-Projekt in der Türkei und einer der größten Windparks des Landes sein.  Die Turbinen rufe Bilgin Enerji aus dem Rahmenvertrag ab, der im Frühjahr 2008 abgeschlossen wurde und ein Gesamtvolumen von 210 MW umfasst. Bilgin habe zusätzlich ein Premium-Servicepaket gebucht.


Windstrom für 150.000 türkische Haushalte

"Bergama" ist bereits das zweite Projekt, bei dem Bilgin Enerji und Nordex zusammenarbeiten: Auf der Halbinsel Cesme me entsteht derzeit der Windpark "Mazi III" mit neun N90/2500-Anlagen. Der Standort 'Bergama' befindet sich im Westen der Türkei, in der Nähe der gleichnamigen antiken Stadt. Die 36 Windenergieanlagen werden auf Anhöhen bis zu 650 Meter errichtet, wo hohe Windgeschwindigkeiten von im Schnitt rund 9 m/s vorherrschen. Der erwartete Jahresenergieertrag liegt bei rund 300 Gigawattstunden. Damit hat der Windpark das Potenzial, 150.000 türkische Haushalte mit grünem Strom zu versorgen und so den Ausstoß von etwa 300.000 Tonnen Kohlendioxid zu vermeiden.

Nordex plant, bis Ende 2009 in der Türkei bis zu 200 MW neue Leistung an das Netz zu bringen. "Die Gründung einer Landesgesellschaft war ein wichtiger strategischer Schritt, um uns in dem aufstrebenden türkischen Markt zu positionieren. Auf diese Weise können wir die Projekte im Land schneller und kompetenter betreuen", so Carsten Pedersen, Vertriebsvorstand bei Nordex.

30.06.2009   Quelle: Nordex AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Nordex AG,
Lesen Sie zu diesem Thema auch:




 

Prototyp des Solar-Flugzeug Solar Impulse HB-SIA vorgestellt

Solar-Flugzeug "Solar Impulse".

Bertrand Piccard und André Borschberg haben am 26. Juni 2009 auf dem Flughafen Dübendorf bei Zürich Solar Impulse HB-SIA enthüllt, den Prototyp des ersten Flugzeugs, das Tag und Nacht ohne Treibstoff und ohne Schadstoffausstoß fliegen soll. Die Präsentation des Prototyps fand vor über 800 geladenen Gästen statt, darunter 200 internationale Journalisten. Zu den zahlreichen prominenten Gästen gehörten Fürst Albert II von Monaco, der Schweizer Energie- und Umweltminister Moritz Leuenberger, der Vorstand des internationalen Luftverkehrsverbands (IATA) und die Vorstände der Hauptpartner des Projektes Solvay, Omega und Deutsche Bank.   An der live via Internet übertragenen Pressekonferenz nahmen Journalisten sowie Internet-Nutzer auf der ganzen Welt teil. In Peking verfolgten 60 Pressevertreter die simultan übersetzte Konferenz auf Großleinwänden.


Revolutionäres Flugzeug mit 12.000 Solarzellen

Einleitend beschrieben Bertrand Piccard und André Borschberg die Geschichte des Projekts seit seinem Start im Jahr 2003. Hinter dem 70-köpfigen Team liegen sechs Jahre intensiver Arbeit mit unzähligen Berechnungen, Simulationen und Tests, um dieses neuartige Flugzeug aus Kohlefaser-Werkstoffen zu konstruieren: Noch nie wurde ein derart großes und leichtes Flugzeug gebaut, mit der Spannweite eines Airbus A340 (63,4 Meter) und dem Gewicht eines Mittelklassewagens (1.600 kg). Im Flügel sind rund 12.000 Solarzellen integriert. Sie versorgen die vier Elektromotoren, die eine Spitzenleistung von je 10 PS aufweisen, mit erneuerbarer Energie und laden die Lithium-Polymer-Batterien (400 kg) während des Tages für den Nachtflug auf. HB-SIA ist der erste Prototyp des Solar Impulse Projekts. Er soll beweisen, dass das Flugzeug allein mit der Energie der Sonne einen vollständigen Tag-Nacht-Tag-Zyklus in der Luft absolvieren kann. Nach letzten Vorarbeiten am Boden, soll das Flugzeug bis Ende 2009 seine ersten Testflüge am Schweizer Himmel absolvieren, zuerst auf dem Flughafen Dübendorf (ZH) und dann auf dem Flugplatz Payerne (VD). Der erste vollständige Nachtflug ist für 2010 geplant.

Die Erfahrungen und Resultate des HB-SIA fliessen danach in die Entwicklung und Konstruktion des zweiten Flugzeugs HB-SIB ein, das 2012 zur Weltumrundung in fünf je fünftägigen Flugetappen starten soll.


Neues Supporter-Programm

Wegen zahlreicher Anfragen hat sich Solar Impulse entschlossen, heute ein Supporter-Programm für das breite Publikum ins Leben zu rufen. So kann jeder Einzelne am Abenteuer teilnehmen und sich dem Projekt auch auf philosophischer Ebene anschließen. Anmelden können sich Interessenten auf der Internetseite www.solarimpulse.com, etwa um Nachrichten über das Projekt zu abonnieren, um eine Patenschaft für eine Solarzelle des Flügels zu übernehmen, einen VIP-Besuch auf der Flugbasis von Solar Impulse zu reservieren oder um ihren Namen auf den Rumpf des Flugzeugs zu setzen.


Ein Symbol für die erneuerbaren Energien

Unsere Welt ist von fossilen Energien abhängig und uns bleibt nicht mehr viel Zeit, endlich nachhaltige Lösungen zu finden. Das Projekt Solar Impulse hat sich deshalb zum Ziel gesetzt, das immense Potenzial der erneuerbaren Energien aufzuzeigen und sich für ihre stärkere Nutzung einzusetzen. Das Projekt will auch ein Symbol sein für das Energiesparpotenzial, das mit Hilfe der neuen Technologien erschlossen werden kann. Pioniergeist ermöglichte im 20. Jahrhundert die Eroberung unseres Planeten und des Weltraums. Heute soll uns der Pioniergeist dabei helfen, unsere Abhängigkeit vom Erdöl zu vermindern. Nicht durch den Verzicht auf Mobilität und Komfort, sondern indem Träume, Hoffnung und Begeisterung in reale Lösungen umgesetzt werden.



29.06.2009   Quelle: Solar Impulse   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Solar Impulse,
Lesen Sie zu diesem Thema auch:




 

Österreich: Solarstrom statt Atom; Photovoltaikanlage am AKW Zwentendorf in Betrieb genommen

Solarstrom aus dem AKW.
Solarstrom
aus dem
AKW.

Der niederösterreichische Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll und EVN-Generaldirektor Dr. Burkhard Hofer haben am 25. Juni 2009 die Photovoltaik-Anlage am Atomkraftwerk Zwentendorf in Betrieb genommen. "Das ist heute ein symbolträchtiger Schritt für den Klimaschutz in Niederösterreich", so der Landeshauptmann. In den vergangenen Wochen wurde eine Solarstromanlage auf dem Gelände des alten Atomkraftwerks Zwentendorf errichtet. In einem ersten Schritt wurden 300 Photovoltaik-Module an der Fassade des Reaktorgebäudes angebracht, in einem zweiten Schritt 700 Photovoltaikelemente auf dem Freigelände. Auf diesem Wege wird das Atomkraftwerk Zwentendorf nun über 30 Jahre nach der Volksabstimmung doch Strom für Niederösterreichs Haushalte produzieren.  Die Anlage werde 180.000 Kilowattstunden Sonnenstrom pro Jahr erzeugen, 1,2 Millionen Euro seien investiert worden, berichtet die EVN AG (Energieversorgung Niederösterreich) in einer Pressemitteilung.


1.200 Photovoltaikanlagen in Niederösterreich gefördert

Als symbolträchtig für den energiepolitischen Weg Niederösterreichs bezeichnete es Landeshauptmann Pröll, am Standort Zwentendorf "anstelle von Atomkraft Solarenergie" zu nutzen. Dadurch bestätige sich auch die Vorreiterrolle Niederösterreichs bei der nachhaltigen Nutzung erneuerbarer Energien. So verwies der Landeshauptmann beispielsweise auf die 345 Windkraftanlagen im Land. Weiter seien in den letzten Jahren rund 1.200 Photovoltaikanlagen in Niederösterreich gefördert worden. "Derzeit kommen 25 Prozent des gesamten Energiebedarfs in Niederösterreich aus erneuerbaren Energiequellen. Unser Ziel ist es, diesen Anteil bis zum Jahr 2020 auf 50 Prozent zu steigern. Und ich bin sehr optimistisch, dass es möglich sein wird, diese Latte zu überspringen", betont Pröll. Auch würden die entsprechenden Fördermaßnahmen, etwa im Rahmen der Konjunkturpakete des Landes, "auf breitester Ebene" in Anspruch genommen.

EVN-Generaldirektor Hofer ergänzt: "Wir sehen diese Photovoltaikanlage am historischen Standort des AKW Zwentendorf als Symbol für eine erneuerbare und umweltfreundliche Energiezukunft".

29.06.2009   Quelle: EVN AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: EVN,
Lesen Sie zu diesem Thema auch:




 

Schleswig-Holsteins Umweltminister von Boetticher "Bundesländer unterstützen das DESERTEC-Projekt"

Max Schön: Zusammenarbeit zwischen dem Sonnen- und dem Technologie-Gürtel der Welt
Max Schön: Zusammenarbeit zwischen
dem Sonnen- und dem Technologie-Gürtel
der Welt

Schleswig-Holsteins Umweltminister Dr. Christian von Boetticher und Max Schön, Präsident der Deutschen Gesellschaft des Club of Rome, haben eine Initiative vorgestellt, mit der die deutschen Bundesländer das so genannte DESERTEC-Projekt für eine Energieversorgung Europas, Nordafrikas und der arabischen Halbinsel auf Grundlage erneuerbarer Energien unterstützen. "Das Projekt wird nicht nur die europäische Energieversorgung revolutionieren und auf eine neue, klimafreundliche Grundlage stellen. Wir haben deshalb auf der Umweltministerkonferenz einen Antrag eingebracht, mit dem die deutschen Länder das Vorhaben unterstützen", so Umweltminister von Boetticher am 29. Juni 2009 in Kiel.  "Alle regenerativen Energiearten spielen im DESERTEC-Konzept eine Rolle. Da in sechs Stunden so viel Energie allein auf die Wüstengebiete unserer Erde fällt wie die Welt in einem Jahr verbraucht, kommt ihnen im DESERTEC-Konzept eine besondere Bedeutung zu", sagte Max Schön.


Alle Potenziale der erneuerbaren Energien nutzen

Aktuell planen ein Dutzend Großunternehmen im Rahmen von DESERTEC die Erarbeitung einer "Roadmap" zur Errichtung von Solar- und Windkraftwerken in Nordafrika und dem mittleren Osten. Diese Energiequellen sollen durch ein internationales verlustarmes Hochspannungsgleichstromleitungsnetz (HGÜ) verbunden werden mit anderen regenerativen Energieerzeugern von Island bis Arabien. "Um das Klimaproblem in den Griff bekommen, müssen wir alle Potenziale der erneuerbaren Energien nutzen. Schleswig-Holstein ist durch seine Partnerschaft mit Marokko schon seit Jahren auf diesem Weg und arbeitet dabei eng mit der DESERTEC-Foundation und ihrem Initiator, dem deutschen Club of Rome zusammen", erläuterte der Umweltminister. Dazu Max Schön: "Schleswig-Holstein und Marokko haben mit als erste sehr früh erkannt, dass aus der Zusammenarbeit zwischen dem Sonnen- und dem Technologie-Gürtel der Welt der voraussichtlich größte Beitrag zur Abwendung der Klimakatastrophe resultieren kann. Nur Miteinander kann das Ziel erreicht werden, das Klima zu stabilisieren."


Schleswig-Holstein wird zum "Exporteur" erneuerbarer Energie

Auf Initiative Schleswig-Holsteins haben sich nun auch die Länderumweltminister dieser Forderung angeschlossen und ihre Unterstützung für die ehrgeizigen Ziele der EU, bis 2020 den Anteil erneuerbarer Energien auf 20 Prozent zu erhöhen, verdeutlicht. Das nördlichste Bundesland kann sich selbstbewusst zu den Vorreitern rechnen, es wird allein durch die Windkraftnutzung bis 2020 zum "Exporteur" erneuerbarer Energie werden, also mehr regenerative Energie produzieren als es selbst verbraucht. Max Schön und Christian von Boetticher unterstrichen gemeinsam, dass das DESERTEC-Projekt langfristigen Charakter habe und ein visionäres Großprojekt sei, das bei seiner Realisierung Geschichte schreiben werde; allen Partnern werde auf Dauer eine Energieversorgung gesichert, die das Klima nicht weiter belaste: "DESERTEC ist ein Beitrag für eine bessere Welt, für uns und unsere Nachkommen".

Weitere Informationen zum Konzept im Internet unter: http://www.desertec.org/.

29.06.2009   Quelle: Ministerium für Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume Schleswig Holstein; DESERTEC Foundation   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: DESERTEC Foundation,
Lesen Sie zu diesem Thema auch:




 

Photovoltaik: Nuon eröffnet Pilot-Fertigungslinie für flexible Solarzellen im holländischen Arnheim

Nuon produziert Dünnschicht- Solarzellen von der Rolle.
Nuon produziert Dünnschicht-Solarzellen
von der Rolle.

Das Energieunternehmen Nuon (Amsterdam, Holland), das nach eigenen Angaben mehr als drei Millionen Kunden in Deutschland, Holland und Belgien versorgt, berichtete am 24. Juni 2009, es habe die erste Pilot-Fertigung für biegsame Solarzellen in Holland eröffnet. Laut Pressemitteilung wird in der Fabrik ein Herstellungsverfahren für flexible Dünnschicht-Solarzellen "von der Rolle" entwickelt, der diese Zellen billiger machen soll. Helianthos, Tochterunternehmen von Nuon, habe ein Verfahren entwickelt, mit dem flexible Dünnschicht-Solarzellen aus amorphem Silizium in mehreren Schritten von der Rolle produziert werden können.   Laut Nuon können mit dieser Methode, Solarzellen im großen Stil zu niedrigen Kosten produziert werden. Außerdem könnten solche Solarzellen leichter in bestehende Materialien integriert werden, wie zum Beispiel auf Dächern, an Gebäudefassaden, in Jalousien oder auf Abdeckungen, betont Nuon. Nach Angaben des Unternehmens wurde ursprünglich ein 30 cm breites Photovoltaik-Laminat produziert, die Produktion von 120 cm breiten Solar-Folien sei jedoch bereits in Angriff genommen worden. Sobald der Entwicklungsprozess erfolgreich abgeschlossen ist, will Nuon eine Fabrik für Helianthos bauen. Dieses Werk soll ebenfalls in Arnheim entstehen und jährlich ungefähr eine Millionen Quadratmeter Photovoltaik-Laminat produzieren können.


29.06.2009   Quelle: Nuon   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Nuon,
Lesen Sie zu diesem Thema auch:




 

Photovoltaik: Auria Solar nimmt 60 MW-Dünnschicht-Produktionslinie mit Micromorph-Technologie von Oerlikon Solar in Betrieb

In der Massenproduktion bewährte Dünnschicht- Photovoltaikproduktion von Oerlikon Solar.
In der Massenproduktion bewährte Dünnschicht-
Photovoltaikproduktion von Oerlikon Solar.

Auria Solar (Sinshih Township Tainan, Taiwan) berichtete am 24. Juni 2009, das Unternehmen sei als erster Hersteller dazu in der Lage, hoch effiziente mikromorphe Dünnschicht-Siliziumsolarzellen mit Equipment von Oerlikon Solar im großen Umfang zu produzieren. Laut Pressemitteilung haben die Technologie zur Prozessintegration und der von Oerlikon Solar angebotene Kundendienst vor Ort dazu beigetragen, dass Auria Solar in Rekordzeit zur Massenproduktion übergehen und die IEC-Zertifizierung (International Electrotechnical Commission) erhalten konnte. Oerlikon Solar und Auria Solar konnten die 60 Megawatt-Produktionsstätte in Tainan in weniger als 8 Monaten fertig stellen, heißt es in der Pressemitteilung.   "Wir haben uns wegen der bewährten Technologie, der überragenden Modulleistung, dem umfassenden Kundendienst und der einzigartigen Fähigkeit, Produkte zur Marktreife zu führen, für Oerlikon Solar als Zulieferer entschieden", sagte Dr. Chi-Yao Tsai, Vorstand von Auria Solar. "Mit unseren eigenen Innovationen und neuesten Technologien kann Auria Solar bereits Module mit 120 Watt stabiler Leistung und 9 Prozent Wirkungsgrad herstellen. Das kostengünstige Produktionsverfahren, das Oerlikon Solar mit seiner umfassenden Lösung ermöglicht, wird uns dabei helfen, schneller Netzparität zu erreichen", fügte Tsai hinzu.



Dünnschicht-Solarzellenproduktion erreicht schnelle IEC-Zertifizierung

Das so genannte Tandem-Junction Micromorph-Verfahren von Oerlikon Solar soll es Auria Solar ermöglichen, jährlich hoch effiziente, kostengünstige Dünnschicht-Silizium-Solarzellen mit einer Nennleistung von 60 Megawatt (MW) zu produzieren. "Wir gratulieren Auria Solar dazu, als erster Hersteller unsere vollständige Mikromorph-Technologie umzusetzen. Auria Solar hat es schnell geschafft, zertifizierte, hoch effiziente Photovoltaik-Module mit unserer bewährten, umfassenden Lösung herzustellen", so Jeannine Sargent, Vorstand von Oerlikon Solar. Das Unternehmen berichtet, dass die IEC "Master"-Zertifizierung des TÜV Rheinland seinen Kunden ermögliche, den eigenen IEC-Zertifizierungsprozess zu beschleunigen und auf diese Weise Solarmodule mit hohem Wirkungsgrad statt in sechs Monaten bereits in weniger als 6 Wochen auf den Markt zu bringen. Die TÜV IEC "Master"-Zertifizierung sei weltweit gültig. Das Mikromorph-Verfahren steigert laut Oerlikon den Wirkungsgrad von Solarzellen deutlich, indem eine zweite mikrokristalline Absorberschicht zu der amorphen Silizium-Schicht (a-Si) hinzugefügt wird. Laut Pressemitteilung wandelt diese Schicht das rote Spektrum des Sonnenlichts sowie das dem infraroten Spektrum nahe Sonnenlicht in Solarstrom um, womit die Leistung um bis zu 50 Prozent gesteigert werden kann. Die Mikromorph-Technologie soll es Modulherstellern ermöglichen, Dünnschicht-Siliziumsolarmodule zu wettbewerbsfähigen Preisen zu produzieren. "Mit der IEC-Zertifizierung des TÜV Rheinland können wir technisch und betriebswirtschaftlich auf dem weltweiten Photovoltaikmarkt konkurrieren", betont Dr. Tsai.

29.06.2009   Quelle: OerlikonSolar   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Oerlikon Solar,
Lesen Sie zu diesem Thema auch:




 

juwi gewinnt Ausschreibung für eine der größten Photovoltaik-Anlagen Italiens; 1,7 MW-Solardach in Verona

juwi-Referenzanlage (1,8 MW) auf einem Logistikzentrum in Baden-Württemberg.
juwi-Referenzanlage (1,8 MW) auf einem
Logistikzentrum in Baden-Württemberg.

Die juwi-Gruppe (Wörrstadt) hat den Zuschlag für den Bau einer der größten Solarstromanlagen Italiens erhalten, berichtet das Unternehmen in einer Pressemitteilung. Für die Großmarkthallen in Verona wird das Unternehmen aus Rheinland-Pfalz eine Photovoltaik-Dachanlage mit einer Leistung von 1,7 Megawatt (MW) planen, bauen und nach Fertigstellung auch betreiben. Juwi wird dort auf einer Fläche von 16.000 Quadratmetern rund 22.200 modernste Dünnschichtmodule des Herstellers First Solar installieren. Für die Nutzung des Markthallendaches will juwi einen Pachtvertrag mit einer Laufzeit von 20 Jahren mit dem Hallenbetreiber, der Veronamercato, abschließen. Die Anlage soll jährlich 1,8 Mio. Kilowattstunden (kWh) Solarstrom produzieren.   Lege man den jährlichen Durchschnittsverbrauch einer italienischen Familie von 3.500 kWh zu Grunde, entspreche der Ertrag dem Strombedarf von mehr als 500 Familien. Die jährliche CO2-Ersparnis liege bei 915 Tonnen, heißt es in der Pressemitteilung.


Weitere Dach- oder Freiflächenanlagen in Italien geplant

Die juwi-Gruppe mit Niederlassungen in Verona und Bozen gehört im italienischen Markt zu den führenden Projektentwicklern im Bereich der erneuerbaren Energien und stärkt mit dem Gewinn der Ausschreibung seine internationalen Aktivitäten in der Solar-Sparte. Die Kooperation zwischen juwi und Veronamercato steht dabei beispielhaft für eine gelungene Zusammenarbeit mit Kommunen, die über geeignete Frei- oder Dachflächen verfügen. "Ausgehend von diesem Projekt wollen wir die Zusammenarbeit mit Industrieunternehmen oder Energieversorgern bei der Umsetzung schlüsselfertiger Dach- oder Freiflächenanlagen weiter ausbauen, auch und gerade in Italien", betont Matthias Willenbacher, Vorstand der
juwi-Gruppe.

29.06.2009   Quelle: juwi-Gruppe   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: juwi-Gruppe,
Lesen Sie zu diesem Thema auch:




 

SkyFuel liefert 43 MW "SkyTrough"-Kollektoren für solarthermisches Kraftwerk in Kalifornien

Parabolrinnenkollektoren von SkyFuel.
Parabolrinnenkollektoren von SkyFuel.

SkyFuel, Inc. (Albuquerque, New Mexico), Anbieter von Solarthermie-Technologie und -Dienstleistungen, berichtete am 23. Juni 2009, das Unternehmen habe einen Vertrag über die Lieferung und Montage seiner "SkyTrough"-Parabolrinnenkollektoren mit der Sunray Energy, Inc. geschlossen, einem Tochterunternehmen der Cogentrix Energy, LLC (Charlotte, North Carolina). Die Kollektoren mit einer Gesamtleistung von 43 Megawatt (MW) sollen von Sunray in dem Parabolrinnen-Kraftwerk in der Nähe der kalifornischen Stadt Dagget installiert werden, das früher "Solar Energy Generation System I and II" (SEGS I & II) genannt wurde.  Laut Pressemitteilung stellt der Vertrag mit Sunray Energy die erste kommerzielle Verwendung der SkyTrough-Technologie dar, eines Parabolrinnen-Konzentrators der statt Glas den so genannten "ReflecTech"-Spiegelfilm verwendet. SkyFuel will mit der Anlage, die noch im Jahr 2009 in Betrieb genommen werden soll, die kommerzielle Einsatzfähigkeit seiner Kollektoren in großen Solarkraftwerken beweisen.


Spiegelfilm soll Kosten senken und Zuverlässigkeit erhöhen

"Diese Anlage ist der nächste Schritt, um die geringen Kosten und hohe Leistung der SkyTrough-Technologie zu beweisen. Wir haben 2008 mit dem Design und den Tests der Bauteile begonnen und unsere Systemlösung dann vom National Renewable Energy Laboratory (NREL) und von den Sandia National Laboratories unabhängig testen lassen. Seit März dieses Jahres umfassen diese Tests auch den Kreislauf für die Wärmeträgerflüssigkeit an unserem Forschungs- und Entwicklungszentrum in Colorado. Die SkyTrough-Technologie nimmt nun mit der Integration in ein kommerzielles Solarkraftwerk die nächste Hürde", sagte Dr. Arnold Leitner, Gründer und Vorstand von SkyFuel. Die SkyTrough-Parabolrinnenkollektoren wurden im Oktober 2008 auf den Markt gebracht und verwenden im Gegensatz zu herkömmlichen Kollektoren keine Glasspiegel. Stattdessen werde ein Spiegelsystem mit Folien namens "ReflecTech" zur Reflektion des Sonnenlichts eingesetzt, das von dem Unternehmensmitgründer und Technikvorstand von SkyFuel, Randy Gee, gemeinsam mit Wissenschaftlern am NREL entwickelt worden sei. Laut Pressemitteilung war Ziel der Forschung, herkömmliche Glasspiegel zu ersetzen, die im Betrieb brechen und so auch Absorberröhren beschädigen können. Die Kosten für den Ersatz der Spiegel und für die Reparatur der Kollektorröhren sind laut SkyFuel unter Umständen sehr hoch.

29.06.2009   Quelle: SkyFuel, Inc.   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: SkyFuel, Inc.,
Lesen Sie zu diesem Thema auch:




 

US-Marktforscher: Politik übernimmt eine entscheidende Rolle bei der Photovoltaik-Förderung

US-Energieminister Steven Chu hatte am 11. Juni 2009 angekündigt, das US-Department of Energy (DOE) werde bis zu 22 Millionen US-Dollar (15,8 Millionen Euro) in neue Solar-Projekte investieren. Sie sollen eingesetzt werden für die Forschung, Entwicklung und das Design von Photovoltaik-Technologien und zur Senkung der Kosten beitragen. Diese Förderung ist Teil des Konjunkturpakets (American Recovery and Reinvestment Act; ARRA) von US-Präsident Barack Obama. Zusätzlich kündigte Chu an, dass Investitionen von bis zu 27 Millionen US-Dollar (19,4 Millionen Euro) für eine Ausbildung-Infrastruktur für Solaranlagen-Monteure geplant seien.  Laut des US-Forschungs- und Beratungsunternehmens Gartner Inc. (Stamford, Connecticut) unterstreichen diese Ankündigungen, dass die Politik eine entscheidende Rolle bei die Stärkung der Photovoltaik-Industrie spielt. Obwohl das Budgets relativ gering sei, könne es eine lang anhaltende Wirkung entfalten, da grundlegende Forschung und Entwicklung gefördert werden, betont Gartner. Gemeinsam mit den erwarteten Investitionen aus der Solar-Branche im Umfang von bis zu 50 Millionen US-Dollar (35,9 Millionen Euro) könne das Programm bedeutende F&E fördern. Gartner-Analyst Alfonso Velosa ist überzeugt, dass das Programm für die Zukunft der Branche sehr wichtig ist, weil es langfristige Probleme entlang der Wertschöpfungskette Angebotskette aufgreift.


Breit gestreute finanzielle Forschungsförderung soll Photovoltaik-Marktwachstum beschleunigen

Gartner berichtet, dass das US-Energieministerium eine breit gefächerte Gruppe von Forschern fördere und die jeweiligen Teams eine Vielzahl von Sachfragen abdecken. Diese reichen von der Entwicklung von Echtzeit-Überwachungssystemen für Solarstromanlagen über verbesserte Produktionsprozesse für die Dünnschicht-Photovoltaik bis zur Entwicklung von Inspektionswerkzeugen, mit denen Mikro-Risse in Solarzellen kostengünstiger erkannt werden können. Außerdem sollen neue Beschichtungsmaterialien entwickelt werden, die bei niedrigeren Temperaturen aufgetragen werden können sowie verbesserte plasmaunterstützte chemische Gasphasenabscheidungsprozesse (engl. plasma enhanced chemical vapor deposition, PECVD) und neue Technologien Herstellung von Silizium-Wafern. Gartner geht davon aus, dass die angekündigten Investitionen und die breite Streuung der Aufgabenfelder besonders wichtig für das Wachstum der Solarbranche sein werden.


Durchschnittlicher Verkaufspreis für Solarzellen kann bis 2013 um auf 1,19 US-Dollar pro Watt sinken

Die geplante Innovationsförderung sei die wesentliche Grundlage für die Schätzung von Gartner, dass die jährlich durchschnittlichen Verkaufspreise für kristalline Silizium-Solarzellen bis 2013 um mehr als 12 Prozent sinken können und bis 2013 ein durchschnittlicher Verkaufspreis von 1,19 US-Dollar (0,85 Euro-Cent) pro Watt möglich werde. Laut Marktanalyse zeigen die Investitionen auch, wie künftige Risikokapital-Investitionen im Cleantech-Sektor aussehen könnten. Die angekündigten Investitionen für die Ausbildung sind laut Gartner besonders wichtig für die Entwicklung des U.S. Photovoltaikmarkts, der sich laut Vorhersagen bis 2013 auf 3,7 Gigawatt ausdehnen wird.

29.06.2009   Quelle: Gartner Inc.   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

Lesen Sie zu diesem Thema auch:




 

Große Resonanz auf Erneuerbare Energien-Wettbewerb von dena und BMU

Innovationspreis für dachintegrierte Solarthermie-Anlage in denkmalgeschütztem Gründerzeitgebäude in Halle.
Innovationspreis für dachintegrierte
Solarthermie-Anlage in denkmalgeschütztem
Gründerzeitgebäude in Halle.

Die Preisträger des Wettbewerbs "Mehr Wert - Wärme aus Erneuerbaren Energien" der Deutschen Energie-Agentur GmbH (dena) und des Bundesumweltministeriums (BMU) stammten aus ganz Deutschland, berichtet die dena in einer Pressemitteilung. Prämiert worden seien private Hausbesitzer, die ihre Heizungsanlage saniert haben und erneuerbare Energien nutzen. Ausschlaggebend waren die Energieeffizienz des Gebäudes und eine gelungene Integration der erneuerbaren Energien in Technik und Architektur. 24 Gewinner erhielten von der Parlamentarischen Staatssekretärin Astrid Klug und dena-Geschäftsführer Stephan Kohler Preise im Wert von insgesamt 40.000 Euro. "Die hohe Beteiligung an dem Wettbewerb zeigt, dass erneuerbare Energien für viele Hausbesitzer sehr attraktiv sind", so Astrid Klug. "Wer heute auf erneuerbare Energien setzt, baut auf eine zukunftssichere Energieversorgung mit stabilen Kosten und schont gleichzeitig die Umwelt".   Über 700 Hausbesitzer hatten Projekte eingereicht: von der umgebauten Mühle im Süden Deutschlands über Reihenhäuser im Stadtgebiet bis zu reetgedeckten Landhäusern in Niedersachsen. Rund 94 Prozent der Wettbewerbsteilnehmer haben zusammen mit dem Einbau von Anlagen zur Nutzung erneuerbarer Energien auch die Gebäudehülle verbessert, so die dena in der Pressemitteilung. "Die hohe Qualität der Beiträge belegt, dass erneuerbare Energien zur Wärmeversorgung auch in bereits bestehenden Gebäuden problemlos eingesetzt werden können", betont Stephan Kohler. "Die Kombination von erneuerbaren Energien mit Energieeffizienz ist dabei besonders lohnend: Erst in gut gedämmten Gebäuden entfalten die Erneuerbaren ihre volle Stärke".


Gelungene Integration der Technik in die Architektur

Die prämierten Gebäude zeichnen sich durch intelligente technische Gesamtkonzepte aus, die auch durch sehr gute Wirtschaftlichkeit überzeugen. Besonderen Wert hatte die Jury auf eine gelungene Integration der Technik in die Architektur gelegt wie beispielsweise eine Solarthermie-Anlage, die sich harmonisch in das graue Schieferdach einpasst, so die dena. Ein Preisträger hat durch die innovative Lagerung der Holzpellets unter der Treppe überzeugt. Sein Projekt zeigt den Weg für das Heizen mit erneuerbaren Energien auch in Reihenhäusern.


Unabhängige Jury aus Architekten, Ingenieuren und Marktexperten

Insgesamt sind Preise in acht Kategorien vergeben worden. Für Solarthermie, Wärmepumpen, Biomasse und Kombinationen aus mehreren Technologien wurden sowohl besonders innovative als auch besonders beispielhafte Projekte ausgezeichnet. Eine unabhängige Jury aus Architekten, Ingenieuren und Marktexperten hat die Wettbewerbsbeiträge auf ihre technische und architektonische Qualität geprüft und vorbildliche Projekte im gesamten Bundesgebiet prämiert. Der Wettbewerb wurde unterstützt von der Bausparkasse Schwäbisch Hall AG, dem Institut für wirtschaftliche Ölheizung e. V. (IWO) und der Viessmann Werke GmbH und Co. KG.

29.06.2009   Quelle: Deutsche Energie-Agentur GmbH (dena)   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Deutsche Energie-Agentur GmbH (dena),
Lesen Sie zu diesem Thema auch:




 

aleo solar präsentiert Photovoltaik-Komplettpaket mit neuer Indach-Lösung für den französischen Markt

Photovoltaik-Indachlösung
"aleo Kit_3000".

Auf der "Sireme 2009" in Paris, der französischen Messe für erneuerbare Energien, präsentierte die aleo solar AG (Oldenburg) erstmals das "aleo Kit_3000" mit neuer Indach-Lösung. Dahinter verbirgt sich ein besonders leistungsstarkes Photovoltaik-Komplettpaket, das den Bedürfnissen des französischen Marktes optimal angepasst sei, berichtet aleo in einer Pressemitteilung. Das solare Kraftpaket enthält alle Komponenten, die zur Errichtung einer dachintegrierten 3-kWp-Photovoltaikanlage benötigt werden. Zentrum der PV-Anlage sind 16 ertragsstarke Qualitätsmodule vom Typ aleo S_16. Weiter gehören der SMA-Wechselrichter "Sunny Boy 3000" sowie ein Blitzschutz zum Solar-Paket. 


Betreiber profitieren von höherer Einspeisevergütung für PV-Gebäudeintegration

Das stabile Montagesystem "SOLRIF" zur einfachen und schnellen Dachintegration rundet das Komplettangebot ab. Mit diesem echten Indachsystem profitieren die Betreiber von der höheren Einspeisevergütung in Frankreich. "Unser aleo Kit_3000 ist optimal für den französischen Markt: Es vereint einen ästhetischen Anspruch mit einer leichten Installation und einer höheren Einspeisevergütung", erklärt Adrien Darragon, Vertriebsleiter von aleo solar in Frankreich. "Und aufgrund unserer neuen zehnjährigen Produktgarantie für aleo-Module ist es uns gelungen, ein sicheres und langlebiges Paket zu schnüren." Alle Komponenten haben sich seit vielen Jahren erfolgreich in der Praxis bewährt. Das Avis Technique der CSTB für das aleo Kit_3000 sei in Vorbereitung.

Vorgestellt wurde das aleo Kit_3000 auf dem aleo solar-Stand in Halle 7.2, Stand F44 und auf einer Installationskonferenz zur dachintegrierten Photovoltaik-Installation. aleo solar veranstaltet diese Fachkonferenz gemeinsam mit seinen Partnern dem Wechselrichterhersteller SMA, dem Montagesystemlieferanten Schweitzer Metallbau und der Versicherung Marsh am 25. Juni 2009.

28.06.2009   Quelle: aleo solar AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: aleo solar AG,
Lesen Sie zu diesem Thema auch:




 

NASA-Mission setzt auf Hochleistungs-Solarmodule von Emcore

Hochleistungs-Solarmodule von Emcore.
Hochleistungs-Solarmodule
von Emcore.

Die Emcore Corporation (Albuquerque, New Mexico), Hersteller von Halbleiterkomponenten, Fiberglasoptik und Solarzellen berichtete am 16. Juni 2009, das Unternehmen habe einen Vertrag über die Herstellung, die Tests und Lieferung von Solar-Modulen für die "Global Precipitation Measurement"-Mission der US-Raumfahrtbehörde NASA erhalten. Laut Pressemitteilung wird der Vertrag von MEI Technologies, Inc. (Houston, Texas) für das Goddard Space Flight Center (GSFC) der NASA umgesetzt. Die Raumsonde soll mit Stapel-Solarzellen vom Typ "ZTJ"-ausgestattet werden, die in dem Werk in Albuquerque (New Mexico) gefertigt werden sollen und laut Emcore einen Wirkungsgrad von 30 Prozent haben.   Die GPM-Mission ist eines von verschiedenen Forschungsprojekten, welche den weltweitem Niederschlag, wie Regen, Schnee und Eis erforschen. Der Start der Raumsonde ist für 2013 vorgesehen. Christopher Larocca, Geschäftsführer von Emcore kommentiert: "Wir sind sehr stolz, den Vertrag von MEI Technologies und dem Goddard Space Flight Center der NASA erhalten zu haben. Er unterstreicht die führende Position, die Emcore als Solarmodul-Hersteller für Raumfahrtmissionen einnimmt. Unsere erwiesene Fertigungskapazität, technologische Führungsposition und Erfolgsgeschichte in Sachen Zuverlässigkeit machen uns zum Anbieter erster Wahl für herausfordernde Weltraum-Energiesysteme".



28.06.2009   Quelle: Emcore Corporation   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Emcore Corporation,
Lesen Sie zu diesem Thema auch:




 

Photovoltaik-Gebäudeintegration: Steca-Wechselrichter ermöglichen Lösungen für schwierige Wände

Photovoltaik an "schwierigen Wänden".

Das optimale Dach für eine Photovoltaikanlage hat eine Ausrichtung zwischen Südost und Südwest und eine Neigung von 20 bis 60 Grad. Doch auch Besitzer von Eigenheimen und Immobilien, die auf diesen guten Voraussetzungen nicht aufbauen können, können die Kraft der Sonne für die Solarstrom-Produktion nutzen, berichtet die Steca Elektronik GmbH in einer Pressemitteilung. Deshalb würden immer häufiger Solarmodule an Wänden von Gebäuden installiert. Diese Technik erfordere den Einsatz von Wechselrichtern mit mehreren MPP-Trackern, die miteinander verschaltet werden. Der Elektronikanbieter Steca mit Sitz in Memmingen bietet hierfür eine Vielzahl von Produktlösungen an, die auch bei schwierigen Fällen ein Höchstmaß an Leistung bieten, so das Unternehmen in einer Pressemitteilung. 


Photovoltaik-Generator aus kleineren Einheiten

Die geradlinige Architektur der Moderne begünstigt die Installation von Solar-Generatoren an Wänden. Doch vor allem ältere Häuser haben häufig uneinheitliche Gebäudeformen, die unterschiedliche Ausrichtungen der Module erfordern. An Außenwänden treten außerdem häufiger Teilverschattungen auf als auf Dächern - bedingt durch benachbarte Gebäude, Bäume oder bauliche Elemente wie Jalousien und Balkone. Die gesamte Wand lässt sich zudem kaum mit Modulen großflächig belegen, weil Fenster und Türen ausgespart werden müssen. Deshalb ist es notwendig, den Photovoltaik-Generator für die Netzeinspeisung in kleinere Einheiten zu untergliedern, die miteinander verschaltet werden. Die Produktgruppe der Wechselrichter von Steca für die PV-Netzeinspeisung sei so modular aufgebaut, dass sich über 100 verschiedene Möglichkeiten für eine maßgeschneiderte Lösung ergeben. Diese hohe Flexibilität garantiere auch bei der Gebäudeintegration von Solarmodulen minimale Ertragsverluste, heißt es in der Pressemitteilung.
.

28.06.2009   Quelle: Steca Elektronik GmbH   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Steca Elektronik GmbH,
Lesen Sie zu diesem Thema auch:




 

Starke Nachfrage nach Solar-Heizung von Consolar

Komplett-Wärmeversorgung mit der Solar-Heizung Solaera.
Komplett-Wärmeversorgung mit der
Solar-Heizung Solaera.

Die Frankfurter Consolar Solare Energiesysteme GmbH berichtet, das Interesse an der ersten kompakten Solar-Heizung "Solaera" und der Andrang am Messestand auf der Intersolar 2009 in München seien enorm gewesen. Im Mittelpunkt des Interesses habe das neue patentierte Kompaktsystem Solaera gestanden, das erstmals die komplette Wärmeversorgung eines Hauses abdecken kann und im Juli 2009 in Serie gehen soll, heißt es in der Pressemitteilung. Die Solarheizung Solaera gewinnt laut Consolar deutlich mehr solare Wärme als andere Solarthermie-Systeme am Markt und benötige dabei nur eine geringe Stellfläche.   Die neu entwickelten Hybridkollektoren auf dem Dach oder an der Fassade würden neben den Sonnenstrahlen erstmals auch die Wärme aus der Umgebungsluft einfangen und diese an den Kombispeicher und das Energiezentrum weiterleiten, bestehend aus einem Latentwärmespeicher und einer Wärmepumpe im Keller des Hauses. Mehr werde nicht benötigt, um völlig unabhängig von Öl und Gas oder Erdsonden selbst bei Dunkelheit und zu jeder Jahreszeit die komplette Wärme für ein Haus zu erzeugen, so Consolar.


Komplett CO2-emissionsfrei heizen, mit grünem Strom für die Wärmepumpe

"Wir haben viel in die Forschung und Entwicklung dieser weltweit ersten patentierten Solarheizung investiert und das hat sich gelohnt: Die vielen Gespräche und konkreten Anfragen während und nach der Intersolar haben uns darin bestätigt, dass Solaera ein innovativer Schritt in Richtung solares Heizen ist, der den Anforderungen von Planern, Architekten, Installateuren und Bauherren an ein zukunftsträchtiges Solarsystem mit einer sehr hohen Jahres-Systemarbeitszahl entspricht", so Andreas Siegemund, Geschäftsführer Marketing und Vertrieb von Consolar. "Ein weiterer Pluspunkt von Solaera ist die CO2-Reduktion, die im Vergleich zu anderen Systemen weitaus größer ist. Unter Verwendung von grünem Strom kann man mit Solaera sogar komplett CO2-emissionsfrei heizen. Das ist ein wirklicher Benefit, den umweltbewusste Entscheider sehr zu schätzen wissen."


Solare Wärme überall auf der Welt möglich, auch unter härtesten Bedingungen

Komplett CO2-emissionsfrei arbeitet auch die Polarforschungsstation Princess Elisabeth in der Antarktis, woran Consolar einen entscheidenden Anteil hatte, erklärt das Unternehmen in der Pressemitteilung. So habe die belgische Vertretung von Consolar zwei Solarwärmeanlagen an den Südpol geliefert, die für solare Wärme und Warmwasser in der belgischen Forschungsstation sorgen.

Solarwärmenutzung überall "Das unterstreicht unsere Überzeugung, dass Solarwärmenutzung überall auf der Welt möglich ist, auch unter härtesten Bedingungen", so Andreas Siegemund. "Energieeffizienz und Nachhaltigkeit stehen für uns an erster Stelle. Wir freuen uns, mit unseren Entwicklungen auch künftig aktiv zu einem bewussten Umgang mit der Umwelt beizutragen, indem wir regenerative Energien aus der Sonne nutzen und den Bauherren verfügbar machen."



27.06.2009   Quelle: Consolar Solare Energiesysteme GmbH   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Consolar Solare Energiesysteme GmbH,


 

Zweiter Spatenstich für ein Photovoltaik-Projekt von Terra Mundus Niederbayern innerhalb eines Monats

Offizieller Spatenstich in Hengersberg.
Offizieller Spatenstich in Hengersberg.

Die Terra Mundus Niederbayern GmbH hat am 22. Juni mit dem offiziellen Spatenstich den Bau ihres zweiten Photovoltaik-Projekts in Hengersberg (Niederbayern) begonnen. Durch das Solar-Kraftwerk mit einer Spitzenleistung von 1,5 Megawatt (MWp) werde das Engagement der Terra Mundus in Niederbayern weiter ausgebaut, so das Unternehmen in einer Pressemitteilung. Das Solarkraftwerk werde durch das Plattlinger Unternehmen Solea AG realisiert.  COPEX Investment Partners sei es gelungen, gemeinsam mit der Sparkasse Deggendorf innerhalb der vergangenen zwei Monate ein Projektfinanzierungskonzept professionell zu strukturieren. Bis Ende Juli sollen auf einem Grundstück von rund vier Hektar westlich der Gemeinde Zilling 8.580 monokristalline Hochleistungsmodule des Photovoltaik-Unternehmens SOLEA AG installiert werden.


1.600 Megawattstunden Solarstrom pro Jahr

Mit dem gemeinsamen Spatenstich durch Bürgermeister Christian Mayer (Gemeinde Hengersberg), Rollie Armstrong und Steffen Kammerer (Geschäftsführer der Terra Mundus Niederbayern GmbH) sowie Anton Schweiger, Georg Sterner und Günter Bauer (Vorstände der SOLEA AG) hat der Baubeginn des ersten Solarparks der Gemeinde Hengersberg offiziell begonnen. Nach vollständiger Inbetriebnahme wird das Photovoltaik-Kraftwerk pro Jahr etwa 1.600 Megawattstunden Solarstrom erzeugen. Das Kraftwerk werde damit jährlich rund 1.500 Tonnen des Treibhausgases Kohlendioxid (CO2) einsparen, heißt es in der Pressemitteilung. Die jährlich produzierte Strommenge reiche aus um 400 Haushalte pro Jahr zu versorgen.

Für die Projektfinanzierung der Anlage zeichnet das Investment-Team der COPEX Gruppe verantwortlich, das mit der regionalen Sparkasse Deggendorf ein Projektfinanzierungskonzept entwickelt hat. Entsprechend sei eine langfristige, sichere Finanzierung des Kraftwerkes gewährleistet und eine wirtschaftliche, effiziente Projektrealisierung gelungen.


Weitere Photovoltaik- Projekte in Niederbayern geplant

"Aufgrund wachsender Umweltprobleme, Wirtschaftsentwicklungen und Marktliberalisierungen ist es unsere Aufgabe, die Energiesysteme den derzeitigen Entwicklungen anzupassen", betont Rollie Armstong, Geschäftsführer der Terra Mundus Niederbayern GmbH. "Eine führende und ausgereifte Technologie hierfür ist die photovoltaische Stromerzeugung in Deutschland", so der Geschäftsführer weiter. Im Verlauf dieses Jahres plant die Terra Mundus zusätzliche Projekte in der Region Niederbayern, um dort einen Beitrag der Steigerung erneuerbarer Energieressourcen zu leisten. Ein weiteres Vorhaben mit bis zu 6 MW sei derzeit in der Genehmigungsphase. Bis Mitte August soll mit dem Bau des dritten und größten Solarkraftwerkes von Terra Mundus begonnen werden.


27.06.2009   Quelle: Terra Mundus Niederbayern GmbH   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Terra Mundus Niederbayern GmbH,
Lesen Sie zu diesem Thema auch:




 

Bundesbildungsministerium fördert Bioenergie mit Ideenwettbewerb zu Forschungsvorhaben

Beim Ideenwettbewerb Bioenergie des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) sind die besten vier Vorhaben von jüngeren Forschern ausgewählt worden. "Mit insgesamt zehn Millionen Euro werden wir in den nächsten fünf Jahren grundlagenorientierte Forschungsvorhaben mit einem völlig neuen Ansatz zur Nutzung von Biomasse unterstützen", berichtet Thomas Rachel (MdB), Parlamentarischer Staatssekretär im BMBF. Damit will das Ministerium neue Umwandlungsprozesse von Biomasse - vor allem aus biologischen Abfall- und Reststoffen - vorantreiben sowie die züchterische Optimierung von Energiepflanzen unter Einsatz moderner Verfahren der Biotechnologie ausbauen.   Zu den Gewinnern zählen Dr. Stefan Jennewein vom Fraunhofer-Institut für Molekularbiologie und Angewandte Ökologie in Aachen, Prof. Christian Voigt von der Universität Hamburg - Biozentrum Klein Flottbek, Dr. Johannes Gescher und Sven Kerzenmacher von der Universität Freiburg sowie Dr. Jan Mumme vom Leibniz-Institut für Agrartechnik Potsdam-Bornim e.V. "Bei den ausgewählten Nachwuchswissenschaftlern ist es gelungen, diese von renommierten ausländischen Universitäten nach Deutschland zurückzuholen", betont Rachel. Die jetzt ausgewählten Wissenschaftler wurden als Biologen, Chemiker und Ingenieure an namhaften nationalen und internationalen Universitäten in Berlin, Freiburg, Cambridge, Zürich, Stanford und Berkeley ausgebildet.


Hohe Abhängigkeit von fossilen Energieträgern aus Importen

Mit dem "Ideenwettbewerb Bioenergie - Neue Wege beschreiten" im Rahmen der Förderinitiative BioEnergie 2021 waren junge Forscherinnen und Forscher aufgerufen, sich mit neuen wissenschaftlichen Ideen und Konzepten jenseits der eingetretenen Pfade zu bewerben. Bei der Ausgestaltung des Ideenwettbewerbs seien mit Trainings- und Schulungsworkshops und dem Ausbau der überfachlichen Qualifikationen neue Wege beschritten worden, so das Ministerium. Neue Konzepte für die Bioenergienutzung sind laut BMBF notwendig, da Deutschland bisher in großem Umfang abhängig von fossilen Energieträgern aus Importen ist: Beim Mineralöl zu 97 Prozent, beim Erdgas zu 83 Prozent und bei der Steinkohle zu 61 Prozent. "Durch die Nutzung von Biomasse kann ein wesentlicher Beitrag geleistet werden für die Unabhängigkeit von fossilen Rohstoffen und Energieträgern", erklärte Forschungsstaatssekretär Rachel.


Effizienzsteigerung bei Erzeugung und Nutzung landwirtschaftlicher Rohstoffe

Mit dem Ziel, die Potenziale der Bioenergie zu nutzen, sind jedoch große Herausforderungen für Forschung und Technologie verbunden, erklärt das Bundesministerium in der Pressemitteilung. Grundsätzlich sei eine Effizienzsteigerung bei der Erzeugung und Nutzung landwirtschaftlicher Rohstoffe notwendig, um den Anteil von Energie aus heimischer Biomasse substanziell und nachhaltig zu erhöhen. Zugleich müsse eine Konkurrenz zwischen der Energie- und der Nahrungsmittelproduktion vermieden werden. Diesen Forschungs- und Entwicklungsbedarf sollen die jetzt geförderten Projekte aufgreifen.

27.06.2009   Quelle: Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH



 

Neues Simulationsprogramm optimiert Struktur und Anordnung der metallischen Kontaktfinger bei Konzentrator-Solarzellen

Marc Steiner.
Marc Steiner.

Entscheidend für den Erfolg der Stromerzeugung aus Sonnenlicht ist der Wirkungsgrad der Solarzellen. Als besonders vorteilhaft erweisen sich dabei Systeme, in denen das Licht durch Linsen 400-fach auf die Solarzellen gebündelt wird. Bei dieser Konzentrator-Technologie kann teures Halbleitermaterial durch kostengünstigere Linsensysteme ersetzt und der Wirkungsgrad verbessert werden. Der Physiker Marc Steiner vom Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme ISE in Freiburg zeigte in seiner Diplomarbeit eine Möglichkeit auf, die Effizienz solcher Konzentrator-Solarzellen noch weiter zu steigern.  Die Kontaktierung der Halbleiterschichten hat dabei entscheidenden Einfluss, und Marc Steiners neues Simulationsprogramm optimiert Struktur und Anordnung der metallischen Kontaktfinger. Aus diesen Berechnungen ergaben sich bisher weltweit unerreichte Wirkungsgrade für Konzentratorsolarzellen, berichtet das ISE in einer Pressemitteilung.



Hugo-Geiger-Preis für Arbeit zu Wirkungsgradsteigerung von Solarzellen

Für seine Diplomarbeit "Minimierung von seriellen Widerstandsverlusten in III-V Solarzellen mit Hilfe einer SPICE-Netzwerksimulation" wurde Marc Steiner anlässlich der Jahrestagung der Fraunhofer-Gesellschaft am 23. Juni 2009 in München mit dem 2. Hugo-Geiger-Preis ausgezeichnet.

Weitere Informationen zum Hugo-Geiger-Preis "Technik für den Menschen" unter http://www.fraunhofer.de/Images/MD-Sonderausgabe_tcm7-12370.pdf


26.06.2009   Quelle: Fraunhofer ISE   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: ISE; Foto: Margrit Müller,
Lesen Sie zu diesem Thema auch:




 

Phoenix Solar AG: Vorstand revidiert EBIT-Prognose für 2009

Der Vorstand des im TecDax notierten Photovoltaik-Systemhauses Phoenix Solar AG (Sulzemoos) geht zur Zeit nicht mehr davon aus, dass die im Januar 2009 veröffentlichte Prognose für das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) für das Geschäftsjahr 2009 von rund 31 Millionen Euro erreicht werden kann. Grund für diese Einschätzung sei vor allem der anhaltende Preisverfall, insbesondere bei Solarmodulen, der zu Margendruck, Kaufzurückhaltung der Kunden und zu einem erhöhten Abwertungsbedarf des aktuellen Lagerbestands führe, so das Unternehmen in einer Ad-hoc-Mitteilung.   Bislang hatte der Vorstand auf Basis unterschiedlicher Signale angenommen, dass der Preisverfall seinen Tiefpunkt erreicht habe und sich somit die Ertragssituation wieder verbessern würde. Diese Erwartungen hätten sich jedoch nicht bestätigt.


Umsatzprognose unverändert

Der Vorstand geht für das Geschäftsjahr 2009 von einem positiven EBIT aus, will aber eine detailliertere EBIT-Prognose erst dann abgeben, wenn sich die derzeitige Preisentwicklung nachhaltig beruhigt hat und somit eine genauere Einschätzung der Ertragsentwicklung möglich wird. Aufgrund der bisherigen Umsatzentwicklung hält der Vorstand die Umsatzprognose von rund 520 Millionen Euro aufrecht.

26.06.2009   Quelle: Phoenix Solar AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

Lesen Sie zu diesem Thema auch:




 

Photovoltaik: Canadian Solar gewährt sechs Jahre Garantie auf Standard-Solarmodule

Referenzanlage mit Modulen von Canadian Solar in Asti (Italien).
Referenzanlage mit Modulen von
Canadian Solar in Asti (Italien).

Der Photovoltaik-Hersteller Canadian Solar Inc. (CSI, Toronto, Kanada) gab am 25.06.2009 bekannt, dass das Unternehmen künftig auf Material und Verarbeitung seiner Module statt bisher zwei, nunmehr sechs Jahre Garantie gewähren wird. Im Rahmen dieser Garantieerweiterung gewährleiste Canadian Solar über einen Zeitraum von 72 Monaten ab Lieferdatum (ab Werk) die Fehlerfreiheit von Material und Verarbeitung seiner Standard-Solarmodule, die über 90 % der Unternehmensproduktion ausmachen, heißt es in der Pressemitteilung.   Einige der Off-Grid-Produkte und Sonderanfertigungen des Unternehmens könnten anderen Garantiebedingungen unterliegen.


Vorstand Qu: Einziger großer Solarmodulhersteller, der nach der Norm für Qualitätsmanagementsysteme in der Automobilindustrie zertifiziert ist

Dr. Shawn Qu, Präsident und Vorstand von Canadian Solar, berichtete: "Hierbei handelt es sich um einen der besten Gewährleistungsrahmen für Produktverarbeitung in der PV-Branche. Canadian Solar freut sich, seinen Kunden diese erweiterte Garantie anbieten zu können. Angesichts des großen Vertrauens, das wir in unsere Produktverarbeitung setzen, und des positiven Feedbacks, das wir tatsächlich von unseren Kunden bekommen, war dies für uns ein logischer Schritt. Unsere Solarmodule werden nach höchsten Industriestandards entworfen und produziert. So ist Canadian Solar beispielsweise der einzige große Solarmodulhersteller, der nach ISO/TS 16949, der Norm für Qualitätsmanagementsysteme in der Automobilindustrie seit 2003 zertifiziert ist. Durch die Garantieerweiterung unserer Produkte auf sechs Jahre wollen wir erreichen, dass sich unsere Kunden ganz entspannt zurücklehnen können, wenn ihre mit unseren Modulen ausgestattete PV-Anlage fertig ist. Wir möchten betonen, dass wir unseren Kunden erhebliche Vorteile verschaffen, jedoch keine Rentabilitätseinbußen dadurch erwarten. Vielmehr sind wir der Ansicht, dass uns dieser neue Kurs zu höheren Verkaufszahlen und Margen führen wird."

26.06.2009   Quelle: Canadian Solar Inc.   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Canadian Solar Inc.,
Lesen Sie zu diesem Thema auch:




 

Photovoltaik: Alle Sunfilm-Module nach IEC zertifiziert

Dünnschichtmodule von Sunfilm.
Dünnschichtmodule von
Sunfilm.

Die Sunfilm AG (Großröhrsdorf) gab am 24. Juni 2009 bekannt, dass alle großformatigen Dünnschicht-Solarmodule, die von Sunfilm gefertigt werden können, nun die Zertifizierung nach IEC 61646/EN 61730 erhalten haben. Diese größeren Module schließen das Modell F (2,6 x 2,2 m), das Modell L (2,6 x 1,1 m) und das Modell W (1,3 x 2,2 m) ein. Anfang dieses Jahres hatte Sunfilm bereits die IEC-Zertifizierung für die Modelle SN2 (1,7 x 1,1 m) und Q (1,3 x 1,1 m) erhalten. Die IEC-Zertifizierung bedeutet, dass die Modul-Leistung vom deutschen TÜV-Institut (InterCert, Bonn) bestätigt wurde, unter Beachtung mechanischer, elektrischer und umweltschutzbezogener Tests.   Bei den Modellen F, L, W und Q werden dünne Schichten auf den großflächigen Glassubstraten (2,6 x 2,2 m) aufgebracht. Je nach Bedarf der Kunden werden diese Substrate anschließend entweder in voller Größe, halbiert oder geviertelt verwendet und dann zu voll funktionsfähigen Photovoltaik-Modulen gefertigt. Das Model SN2 wird direkt auf einem 1,7 x 1,1 m großen Trägermaterial gefertigt.

"Die IEC-Zertifizierung unserer größeren Module ist von enormer Wichtigkeit, da unseren Kunden von nun an eine Auswahl von fünf zertifizierten Modulformaten zur Verfügung steht, die es ihnen erlaubt, eine Modulgröße zu wählen, die sich am besten für ihre Anwendung eignet. Eine derartige Größenoptimierung kann beachtliche Einsparungen an Projektkosten ermöglichen", erklärt Dr. Sicco Westra, Leiter der Abteilung Geschäftsentwicklung der Sunfilm AG.

26.06.2009   Quelle: Sunfilm AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Sunfilm AG,
Lesen Sie zu diesem Thema auch:




 

DESERTEC-Foundation schafft Kooperations-Plattform für Wüstenstrom-Projekt

Sonnenkraftwerke in der kalifornischen Mojawe-Wüste.
Sonnenkraftwerke in der kalifornischen
Mojawe-Wüste.

Zusammen mit führenden Großkonzernen aus Europa und dem Mittelmeerraum will die DESERTEC Industrial Initiative (DII) den Umbau der Energieversorgung vorantreiben. Die zentrale Idee des DESERTEC-Konzeptes, dass die Wüsten der Erde in weniger als 6 Stunden soviel Energie von der Sonne empfangen, wie die Menschheit in einem Jahr verbraucht, sei dabei die Grundlage sämtlicher Initiativen, berichtet DESERTEC in einer Pressemitteilung. DESERTEC sei dabei ein auf Kooperation beruhender Ansatz zwischen Ländern und Regionen, Großkonzernen und der Industrie. Hierzu stelle die DESERTEC Foundation, als gemeinnützige Initiative engagierter Bürger aus dem Umfeld des Club of Rome, die geeignete Kooperations-Plattform zur Verfügung: Die DESERTEC Industrial Initiative (DII), deren Gründungstreffen am 13. Juli 2009 auf Einladung der Münchener Rück zusammen mit der DESERTEC Foundation stattfindet.  


DESERTEC-Vorstand Friedrich Führ: Der beste Inhalt für aktuelle Konjunkturprogramme

"Kerngedanke der DII ist, dass bei jeder Investition zur Energie-Gewinnung ein enormer finanzieller Aufwand betrieben wird - ganz gleich welche Kraftwerke konzipiert, gebaut und betrieben werden müssen. Diese sauber und nachhaltig zu konzipieren ohne die folgenden Generationen zu belasten, sollte unser höchstes Anliegen sein. Dass dies möglich ist, zeigen die Studien des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) zum Thema Wüstenstrom", heißt es in der Pressemitteilung. "Das DESERTEC Konzept ist der beste Inhalt für aktuelle Konjunkturprogramme. Es fördert die Industrie, weil es zusätzlich zu privaten Investitionen in regenerative Energien investiert", sagt Friedrich Führ, Vorstand der DESERTEC Foundation. "Dabei subventioniert es keine überholten Technologien, sondern investiert in die Zukunft und begegnet wirksam zentralen Herausforderungen der kommenden Jahrzehnte: Energiemangel, Wassermangel, Nahrungsmittelknappheit und die drastische Reduktion des CO2-Ausstosses. Für die Regionen in Nordafrika und im Nahen Osten verspricht dies eine Beschleunigung der Industrialisierung, die Schaffung von Arbeitsplätzen, die Produktion von sauberem Strom und genügend Energie für die Meerwasserentsalzung für die stark wachsende Bevölkerung. Hierzu müssen die notwendigen Rahmenbedingungen geschaffen und bestehende Barrieren beseitigt werden."

26.06.2009   Quelle: DESERTEC Foundation   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: DLR,
Lesen Sie zu diesem Thema auch:




 

Solar Impulse präsentiert Prototypen für ersten bemannten Solar-Flug

Solar-Flugzeug "Solar Impulse".

Am 26. Juni 2006 lüftet sich auf dem Militärflughafen Dubendorf bei Zürich in der Schweiz der Vorhang für das erste bemannte Solar-Flugzeug, den Prototypen, "Solar Impulse HB-SIA". So groß wie ein Airbus A-340, so leicht wie ein Mittelklassewagen und mit der Leistungsstärke eines Motorrads soll der Prototyp beweisen, dass es möglich ist, allein mit der gespeicherten Kraft der Sonne (Photovoltaik) Tag und Nacht hindurch zu fliegen. Das Team um die beiden Schweizer Pioniere Bertrand Piccard und Andre Borschberg stellt das Flugzeug am 26. Juni zum ersten Mal der Öffentlichkeit vor und informiert über die nächsten Schritte bis zum ersten bemannten Solarflug um die Welt, der ganz ohne Treibstoff auskommt und keine Schadstoffe produziert. Prominente Gaste aus dem In- und Ausland werden bei der Weltpremiere anwesend sein. 


Eine Revolution in der Nutzung erneuerbarer Energien

Das Rekordflugzeug „Solar Impulse HB-SIB“, mit dem Piccard und Borschberg ab 2012 die Welt umrunden wollen, wird den Prototypen in seinen Dimensionen und seiner Leistungsfähigkeit noch übertreffen. Mit dem Vorhaben wollen Piccard und Borschberg das immense Potenzial erneuerbarer Energien aufzeigen - und damit nicht weniger als eine Revolution in der Verwendung erneuerbarer Energien in Gang setzen: Solar Impulse soll die Technologien vorantreiben, die helfen werden, langfristig unabhängig von fossilen Brennstoffen zu werden, und gleichzeitig möglichst viele Menschen dazu anregen, ihren eigenen Energieverbrauch einzuschränken.



Antriebsleistung entspricht dem Verbrauch eines mit 200 Glühlampen geschmückten Weihnachtsbaumes

Die 12.000 hauchdünnen Solarzellen aus monokristallinem Silizium, die auf den Tragflächen von Solar Impulse angebracht werden, haben eine Stärke von 180 Mikrometern und zeichnen sich durch ein gutes Gewicht-Wirkungsgrad-Verhältnis aus. Ein noch höherer Wirkungsgrad, wie z.B. bei Weltraum-Modulen, hätte gleichzeitig mehr Gewicht und damit Nachteile für den Nachtflug bedeutet, die kritischste Flugphase. Derzeit kann jeder Quadratmeter Solarzellen einen Propeller lediglich mit einer konstanten Leistung von 28 Watt versorgen - dem Äquivalent einer Glühbirne. Wie das Flugzeug mit einer Energiemenge, die dem Verbrauch eines mit 200 Glühlampen geschmückten Weihnachtsbaumes entspricht, in der Luft bleiben kann, wollen Piccard und Borschberg demonstrieren: durch kluges Management der knappen Ressourcen und effiziente Gestaltung aller Komponenten. Die für den Nachtflug benötigten Batterien stellen die größte Herausforderung dar. Bei einer Energiedichte von mehr als 200 Wh/kg wiegen sie 400 kg - mehr als ein Viertel des Gesamtgewichts des Flugzeugs. Der Flug durch die Nacht ist daher nur möglich, wenn die gesamte Energiekette optimiert und gleichzeitig das Gewicht des Flugzeugs drastisch gesenkt wird.

26.06.2009   Quelle: Solar Impulse   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Solar Impulse, EPFL/Claudio Leonardi,
Lesen Sie zu diesem Thema auch:




 

Adolf Goetzberger und Volker Wittwer als Wegbereiter der Solarthermie geehrt

Adolf Goetzberger (links) und Volker Wittwer.
Adolf Goetzberger (links) und Volker Wittwer.

Unter der fachlichen Gesamtleitung von Prof. Dr. Volker Wittwer fand Anfang Mai zum 19. Mal das OTTI Symposium Thermische Solarenergie statt. Der Stellvertretende Institutsleiter des Fraunhofer ISE erhielt zusammen mit Prof. Dr. Adolf Goetzberger, dem Ehrenpräsidenten des Symposiums und Gründer des Fraunhofer ISE, einen von den Veranstaltern neu geschaffenen Preis, den "Spirit of Energy". "Adolf Goetzberger und Volker Wittwer haben 1991 das Forum der Symposien Thermische Solarenergie ins Leben gerufen und kontinuierlich weiterentwickelt", so Eckardt Günther, Bereichsleiter erneuerbare Energien am Ostbayerischen Technologie-Transfer-Institut OTTI, "ihrem unermüdlichen Engagement ist der Erfolg dieser Veranstaltungsreihe zu danken."   Vom 6.-8. Mai 2009 fanden sich 462 Teilnehmer im Kloster Banz, Bad Staffelstein ein, um sich über die neuesten technischen Entwicklungen sowie wirtschaftliche und marktpolitische Aspekte der Solarthermie in Deutschland zu informieren. Architekten und Ingenieure fanden eine wirksame Plattform, um Probleme und Erfahrungen bei der Planung und Realisierung von Gebäuden und Anlagen mit solarthermischen Kollektoren zu diskutieren. Vorträge und Posterpräsentationen wurden ergänzt durch Kurzvorträge der anwesenden Fachaussteller.


Goetzberger: Solare Wärme verstärkt in die Energiepolitik integrieren

Der Klimawandel ist in aller Munde und Politiker fordern ein Umdenken weg von den konventionellen Energien hin zu den erneuerbaren Energiequellen. "Will man in Deutschland das Ziel schaffen, bis 2020 den Anteil erneuerbarer Energien von aktuell 5 % auf 20 % der Primärenergie aufzustocken, dann muss man die Nutzung solarer Wärme verstärkt in die Energiepolitik integrieren", so Adolf Goetzberger. "Was wir dafür benötigen ist ein Regenerative Wärme-Gesetz, das die Wärme aus Solarthermie und Biomasse gleichermaßen stützt wie heute das Erneuerbare-Energien-Gesetz die Elektrizität aus Photovoltaik", ergänzt Volker Wittwer. Mit der Erhöhung der Mittel für die nationalen Entwicklungs- und Forschungsarbeiten hat die Bundesregierung dafür gute Voraussetzungen geschaffen. Ergänzend sorgt die europäische Technologieplattform Solarthermie für eine Zusammenarbeit auf europäischer Ebene.

Der bereits mit zahlreichen Preisen geehrte Adolf Goetzberger, der 1981 das Fraunhofer ISE gegründet hat, hatte erst vor wenigen Wochen vom Europäischen Patentamt die Auszeichnung "European Inventor of the Year" für sein Lebenswerk erhalten. Volker Wittwer, dessen Engagement seit rund 30 Jahren der Solarenergie gilt, ist Gründungsmitglied des Fraunhofer ISE und seit 1997 dessen stellvertretender Institutsleiter. Über 24 Jahre leitete er die wissenschaftlichen Aktivitäten des Instituts zu Solarthermie und energieeffizientem und solarem Bauen. Seit 2001 ist er Dozent an der Technischen Fakultät der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg, wo er seit 2006 eine außerplanmäßige Professur innehat. Ebenfalls 2006 erhielt er den "Solar Heating and Cooling Award" der Internationalen Energieagentur.

25.06.2009   Quelle: Fraunhofer ISE   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Fraunhofer ISE,
Lesen Sie zu diesem Thema auch:




 

WACKER präsentiert neue Silicone-Produktfamilie für die Photovoltaik

Mit "ELASTOSIL" Solar 2120 UV vergossene
Anschlussdose eines Photovoltaikmoduls
(ohne Anschlüsse und Bypass-Dioden).

München, 25. Juni 2009 – Der Münchner WACKER-Konzern erweitert seine bestehende Silicone-Palette um eine neue Produktreihe speziell für die Bedürfnisse der Solar-Industrie. Die Reihe nennt sich "ELASTOSIL" Solar und umfasst mehrere Silicontypen. Zu den Produktneuheiten gehören unter anderem ein UV-aktivierbares Spezialsilicon sowie neue hochtransparente, gießfähige Siliconkautschuke zur Herstellung von optischen Formkörpern für hoch konzentrierende Photovoltaik-Module. Alle "ELASTOSI" Solar-Typen sind witterungs-, strahlungs- und temperaturbeständig, berichtet Wacker in einer Pressemitteilung. Sie seien deshalb zum Kleben, Dichten, Laminieren und Vergießen von Photovoltaikmodulen und deren elektronischen Bauteilen besonders gut geeignet.   Mit Siliconelastomeren der "ELASTOSIL" Solar-Reihe lassen sich typische Aufgabenstellungen in der Modulherstellung effizient und zuverlässig realisieren: das Fixieren von Solarzellen auf den Trägerstrukturen, die Verklebung von Deckgläsern und Rahmenteilen oder die Isolierung und Montage von elektrischen Anschlussdosen. "Aufgrund ihres niedrigen E-Moduls reduzieren "ELASTOSIL" Solar-Silicone thermomechanische Spannungen im Bauteil. Mit "ELASTOSIL" vergossene elektrische Komponenten sind so zuverlässig vor Feuchtigkeit und Korrosion geschützt", heißt es in der Pressemitteilung.

Zu den Produktneuheiten in der "ELASTOSIL" Solar-Reihe gehört die Vergussmasse "ELASTOSIL" Solar 2120 UV. Es handelt sich dabei um ein UV-aktivierbares Siliconelastomer, das bereits bei Raumtemperatur, also ohne jede weitere Wärmezufuhr vulkanisiert. Der Clou dabei: Der Vernetzungsvorgang wird durch UV-Licht aktiviert. Das Vulkanisieren des Siliconvergusses bei Raumtemperatur - bisher ein zeitraubender Vorgang - reduziert sich auf wenige Minuten. WACKER bietet die innovative Vernetzungstechnologie, die erstmals in der Produktreihe "SEMICOSIL" UV mit Erfolg eingesetzt wurde, nun auch in einem speziell für die Solarindustrie formulierten Siliconelastomer an. Gegenüber herkömmlichen thermisch vernetzenden Systemen zeichne sich "ELASTOSIL" Solar 2120 UV durch sehr kurze Vernetzungszeiten aus, wobei sich die Vernetzungsgeschwindigkeit innerhalb eines breiten Zeit- und Verarbeitungsfensters nach Kundenwunsch einstellen lasse. Schichtstärken von mehreren Zentimetern können laut Hersteller ausgehärtet werden. Im Gegensatz zu UV-aushärtenden Polymeren auf der Basis von Epoxiden oder Acrylaten enthalte "ELASTOSIL" Solar 2120 UV auch keine Photoinitiatoren. "Es hinterlässt deshalb im Material weder Ionen noch radikalische Zerfallsprodukte", heißt es in der Pressemitteilung.

"ELASTOSIL" Solar 2120 UV eignet sich laut Wacker insbesondere für den Verguss von Anschlussdosen. Das transluzente Material besitzt eine niedrige Viskosität, ist witterungsbeständig, stabil gegenüber UV-Strahlung und elektrisch isolierend. Die ausgehärtete Masse ergibt Vulkanisate der Härte 40 Shore 00.


"ELASTOSIL Solar 3210 für die Konzentrator-Photovoltaik

Eine Alternative zur herkömmlichen Photovoltaik-Technologie im Kraftwerksbau sind so genannte hoch konzentrierende PV-Systeme (high concentrated photovoltaics, HCPV). Solche Module besitzen Speziallinsen, die das Tageslicht auf Hochleistungszellen bündeln und fokussieren. HCPV-Systeme erreichen dadurch deutlich höhere Wirkungsgrade als gewöhnliche Solarmodule. "ELASTOSIL" Solar 3210 wurde speziell für solche Hochleistungsmodule entwickelt. Der Zwei-Komponenten-Kautschuk ist gießfähig und bietet eine sehr hohe Lichtdurchlässigkeit (Transmission). Er ist deshalb zur Herstellung optischer Linsen und Formkörper wie zum Beispiel Fresnel-Linsen ideal geeignet. "ELASTOSIL" Solar 3210 vulkanisiert rasch und schrumpffrei, lässt sich problemlos entformen und besitzt eine hohe Formbeständigkeit. Der Härtegrad liegt im mittleren Bereich bei etwa Shore 45. Wie alle "ELASTOSIL" Solar-Typen ist "ELASTOSIL" Solar 3210 witterungs- und UV-beständig sowie elektrisch isolierend.


WACKER auf der PV SEC

Der Chemiekonzern wird auf der European Photovoltaic Solar Energy Conference (PV SEC) vom 21. bis 24. September in Hamburg die neue "ELASTOSIL" Solar-Produktfamilie und weitere Silicone-Neuheiten vorstellen. "WACKER hat als einer der größten Hersteller von Polysilicium einen hervorragenden Ruf in der Solarbranche," sagt Dr. Christoph von Plotho, Präsident des Geschäftsbereichs WACKER SILICONES. "Das wollen wir auch für unsere Siliconprodukte erreichen. Die PV SEC ist für uns eine gute Gelegenheit zu zeigen, dass wir mit unseren innovativen Silicon-Produkten und mit unserem umfassenden Know-how nicht nur ein kompetenter Partner für High-Tech-Branchen wie die Automobil- und Weltraumindustrie, sondern auch für die stark wachsende PV-Industrie sind."

25.06.2009   Quelle: Wacker Chemie AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Wacker Chemie AG,
Lesen Sie zu diesem Thema auch:




 

Farbstoff-Solarzellen: Hersteller Dyesol meldet Eingang einer Bestellung über 570.000-Euro von einem Global 500-Unternehmen

Dyesol produziert und vertreibt Farbstoffsolarzellen-Produkte.
Dyesol produziert und vertreibt
Farbstoffsolarzellen-Produkte.

DYESOL Limited mit Sitz in Queanbeyan (Australien) Dyesol hat einen Auftrag in Höhe von mehr als einer Million Australischer Dollar (rund 570.000 Euro) über die Lieferung von Farbstoffsolarzellen (FSZ) und FSZ-Gütern sowie Dienstleistungen von einer hundertprozentigen Tochtergesellschaft des malaysischen Mineralölkonzerns PETRONAS erhalten, berichtet das Photovoltaik-Unternehmen in einer Pressemitteilung. PETRONAS zählt nach einem Ranking des Magazins FORTUNE zu den 500 bedeutendsten Unternehmen weltweit. Dyesol ist seit August 2005 an der australischen Börse notiert, produziert und liefert Zubehör, Chemikalien, Materialien, Einzelteile und dazugehörige Dienstleistungen sowie Farbstoffsolarzellen-Produkte an Wissenschaftler und Hersteller von FSZ.  Eine ausführlichere Mitteilung, die den Umfang und Inhalt des Projektvorhabens beschreibt, werde zu gegebener Zeit veröffentlicht, heißt es in der Pressemitteilung.



Solarstrom aus "künstlicher Photosynthese"

Die FSZ-Technologie lässt sich am besten als "künstliche Photosynthese" beschreiben, bei der ein Elektrolyt, eine Schicht Titandioxid (ein in weißer Farbe und Zahnpasta verwendetes Pigment) und ein Ruthenium-Farbstoff benutzt werden, die zwischen Glas eingelegt sind. Durch Lichteinfall in den Farbstoff werden Elektronen angeregt, die vom Titandioxid absorbiert werden. Dabei entsteht ein elektrischer Stromkreislauf, der um ein Vielfaches stärker ist als jener, bei der natürlichen Photosynthese in Pflanzen. Im Vergleich zur herkömmlichen photovoltaischen Technik auf Siliziumbasis seien bei Dyesols Technologie die durch die Herstellung entstehenden Kosten und die "graue Energie" niedriger, und selbst bei schwachen Lichtverhältnissen werde effektiv Solarstrom produziert, betont das Unternehmen. Außerdem könne die Farbstoff-Solarzelle durch das Auswechseln konventioneller Verglasung direkt in Gebäude integriert werden.

25.06.2009   Quelle: DYESOL Limited   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: DYESOL Limited,
Lesen Sie zu diesem Thema auch:




 

ESTIF: Solarwärme trotzt der Wirtschaftskrise und wächst kräftig

Neue Statistiken zur Solarthermie in Europa.
Neue Statistiken zur
Solarthermie in Europa.

Die Solarthermie-Branche sei nach einem Wachstum um 60 % im Jahr 2008 trotz der gegenwärtigen Krise zuversichtlich, berichtet der europäische Solarwärme-Industrieverband (ESTIF) in einer Pressemitteilung. Die vierte europäische Solarwärme-Konfernz (estec2009) habe mit rund 400 Teilnehmern aus 43 Ländern ihre Position als größte internationale Plattform weltweit gesichert. "2008 wurde das Heizen und Kühlen mit Solarwärme in immer mehr Ländern geschätzt", kommentiert ESTIF-Präsident Olivier Drücke. "Der Solarthermie-Markt in der EU und der Schweiz wuchs um mehr als 60 % auf eine installierte Gesamtleistung von 3,3 GWth beziehungsweise eine Kollektorfläche von 4,76 Millionen Quadratmeter".  Die Nachfrage sei in Spanien, Italien und Frankreich kräftig gestiegen, der stärkste Impuls für den Markt kam laut ESTIF aus Deutschland: Der deutsche Solarwärme-Markt habe sich von 0,7 GWth auf 1,5 GWth.mehr als verdoppelt.


Höchste pro Einwohner installierte Leistung in Zypern und Österreich

Österreich liegt hinsichtlich der installierten Solarwärme-Leistung mit 273 kWth pro 1.000 Einwohner noch weit vorne, nach Zypern, das Ende 2008 beachtliche 623 kWth pro 1.000 Einwohner erreichte. Auf der estec2009 im Mai in München präsentierte ESTIF den Konferenzbesuchern die neuesten Statistiken, die belegen, dass die Solarthermie ein Treiber für die wirtschaftliche Entwicklung wird. Der Umsatz der Solarwärme-Unternehmen habe 2008 die Marke von 3 Milliarden Euro überschritten und die Solarthermie-Branche beschäftige mehr als 40 000 Vollzeit-Mitarbeiter.


ESTIF-Marktdaten in Internet

"Solarthermie ist heute in den europäischen Märkten fest verankert – unsere Lösungen helfen den Verbrauchern, die Energiekosten zu senken und der Volkswirtschaft, die Abhängigkeit von teuren, importierten Brennstoffen zu reduzieren", betont Olivier Drücke. "Wenn der Ölpreis wieder steigt, sind wir sicher, dass unsere Branche weiter wachsen wird und sich der Einfluss der Wirtschaftskrise in engen Grenzen hält", so der ESTIF-Präsident.

Die aktuellen ESTIF-Marktdaten können heruntergeladen werden unter eupd-research.com.

22.06.2009   Quelle: EuPD Research   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: EuPD Research,
Lesen Sie zu diesem Thema auch:




 

US-Studie: Solarthermische Kraftwerke können fossile Energieträger ersetzen

Solar-Turmkraftwerk (CSP).
Solar-Turmkraftwerk (CSP).

Laut einer Pressemitteilung des World Resources Institute (WRI, Washington, D.C.) können konzentrierende Solarthermie-Systeme (concentrating solar power, CSP) herkömmliche fossile Energieträger ersetzen und zu einer bedeutenden Energiequelle für die USA werden. "Jetzt, wo die Regierung an Klima- und Energiegesetzen arbeitet, ist ein guter Zeitpunkt, um sich auf CSP zu konzentrieren und darauf, was für eine vollständige Ausschöpfung des Potenzials dieser attraktiven erneuerbaren Energiequelle nötig ist", so Britt Staley, Hauptautor der neuen Studie des WRI.  "Wir brauchen eine umfassendere bundes- und landesweite Kontrolle des Stromnetzes und vor allem staatliche Förderung für den Ausbau der erneuerbaren Energien", fügt Staley hinzu. Die Autoren der Studie "Juice from Concentrate", argumentieren, dass CSP sich entscheidend von anderen Technologien zur Nutzung erneuerbarer Energien unterscheidet, die unmittelbar Energie erzeugen. In Kombination mit einem Wärmespeicher könne die CSP-Technologie jederzeit Strom liefern, wenn er benötigt wird - und nicht nur wenn die Sonne scheint. Das ermögliche es Stromversorgungsunternehmen rund um die Uhr Energie bereitzustellen, ohne Kohlekraftwerke zu betreiben.




Hohe Investitionskosten hemmen breitere Nutzung der CSP-Technologie

Wenn CSP-Kraftwerke die derzeit im Bau befindlichen Kohlekraftwerke in den USA bis zum Jahr 2030 ersetzen, könnten auf diese Weise die CO2-Emissionen um insgesamt 4,53 Milliarden Tonnen reduziert werden, berichtet das WRI. Die wesentlichen Gründe dafür, dass solarthermische Kraftwerke nicht breiter genutzt werden, sind laut Staley die hohen Vorab-Investitionskosten und der relativ große Wasserbedarf. Laut WIR-Studie benötigt ein CSP-Kraftwerk etwa die gleiche Menge Wasser pro erzeugter Kilowattstunde wie ein Kohlekraftwerk. Dies könne in Gegenden, in denen Wasser sehr knapp sei, zum Problem werden. "Es gibt alternative Kühlsysteme, mit denen der Wasserbedarf verringert werden kann, aber diese Anlagen können die Kosten für ein Kraftwerk erhöhen. Investitionsanreize für einen breiteren Einsatz solcher Technologien sind wichtig für die langfristige Nachhaltigkeit der CSP", erläutert Staley. Die Studie fordert eine bessere Infrastruktur, um Energie aus den sonnigen Wüsten in die Ballungszentren zu übertragen. Dies kann nach Auffassung der Autoren mit einer stärkeren staatlichen Regulierung des Stromnetzes sowie durch die verbesserten Koordination seitens der Netzbetreiber erreicht werden.





22.06.2009   Quelle: World Resources Institute   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: World Resources Institute,
Lesen Sie zu diesem Thema auch:




 

Konzentrator-Photovoltaik: Concentrator Optics nimmt Produktionsanlage für Fresnel-Linsen in Betrieb

Fresnel-Linsen-Parquet im Labor.
Fresnel-Linsen-Parquet im Labor.

Die Concentrator Optics GmbH (Cölb) hat laut einer Pressemitteilung Anfang Juni 2009 ihre erste Fertigungslinie zur Herstellung von Fresnel-Linsen für die Anwendung in der hoch konzentrierten Photovoltaik in Betrieb genommen. Nach Angaben des Unternehmens ist nun die Massenproduktion von so geannnten Fresnel-Linsen-"Parquets" für eine Photovoltaik-Leistung von bis zu 20 Megawatt (MW) pro Jahr möglich. Ein Ausbau auf eine Kapazität von bis zu 100 MW sei möglich, so das Unternehmnen. "  Wir haben uns auf nicht abbildende Linsen-Konstruktionen für Solarenergie-Anwendungen konzentriert. Unsere Spezialität sind Fresnel-Linsen-Parquets für die Konzentrator-Photovoltaik (CPV). Wir bieten den Entwurf, die Prototypenentwicklung, Tests und die Herstellung von Fresnel-Linsen-Parketts bis zu einer Fläche von einem Quadratmeter an und haben in den letzten Jahren eine Vielzahl an Systemen entwickelt. Ein typisches CPV-System besteht aus einer nicht abbildende Fresnel-Linse und einem zweiten optischen Element. Die erste Linse lenkt das einfallende Sonnenlicht auf die das Licht brechende zweite Linse und in Richtung des Zieles. In enger Zusammenarbeit mit unseren Kunden integrieren wir die optischen Komponenten in Module und Nachführsysteme", erklärt Dr. Ralf Leutz, Technischer Direktor von Concentrator Optics.


Forschung als wichtiger Bestandteil der Unternehmensstrategie

Concentrator Optics wurde im April 2008 als Ausgründung des physikalischen Instituts der Universität Marburg gegründet und hat im Februar 2009 seine Produktionsstätte bezogen, heißt es in der Pressemitteilung. Die Kunden sollen von der Kompetenz der Experten profitieren, die diese durch die Erforschung nicht bildgebender Optik und die kommerzielle Entwicklung von Solarenergie-Anwendungen an der Universität gewonnen haben. "Unser Ziel ist, Technologieführer am Markt für Solar-Linsen zu werden. Innovative Forschung ist ein wichtiger Bestandteil unserer Strategie, um das nachhaltige Wachstum auf technologischer Basis sicherstellen zu können", so Rainer Adomeit, leitender Geschäftsführer bei Concentrator Optics. "Es gehört zu unserer Philosophie, unseren Kunden die höchstmögliche Effizienz und somit einen maximalen Ertrag während des ganzen Produktlebenszyklus der Module sicherzustellen."


Konzentrator-Photovoltaik verlässt Forschungs- und Prototypen-Stadium

Die Konzentrator-Photovoltaik (CPV) habe eine hohe Akzeptanz innerhalb des wachsenden Marktes für erneuerbare Energien erreicht, betont Concentrator Optics. CPV-Module hätten bereits zunehmend beeindruckende Wirkungsgrade erreicht. Kombiniert mit stark gesenkten Kosten durch die Nutzung konzentrierender Optik, die das Sonnenlicht auf kleine, hocheffiziente Solarzellen bündelt, verlasse die CPV-Technologie das Forschungs- und Prototypen-Stadium und gehe in die industrielle Produktion über. Deutsche Unternehmen würden sich bemühen, ihren Beitrag für eine kostengünstige und umweltfreundliche Stromversorgung durch ein Vorantreiben einer schnellen technologischen Entwicklung zu leisten, so Concentrator Optics.



22.06.2009   Quelle: Concentrator Optics GmbH   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: TransMIT GmbH,
Lesen Sie zu diesem Thema auch:




 

American Capital Energy will Strom aus 20 MW Photovoltaik-Kraftwerk in Süd-Nevada beziehen

PV-Kraftwerk der Nellis Air Force Base: Ein Projekt von NV Energy, U.S. Air Force, MMA Renewable Ventures und SunPower.
PV-Kraftwerk der Nellis Air Force Base: Ein
Projekt von NV Energy, U.S. Air Force, MMA
Renewable Ventures und SunPower.

NV Energy, Inc. (Las Vegas, Nevada) und der Projektentwickler American Capital Energy (ACE; Massachusetts) berichteten am 11.06.2009, sie hätten eine Strombezugsvereinbarung (power purchase agreement; PPA) geschlossen über den in einem Photovoltaik-Kraftwerk mit einer Nennleistung von 20 MW erzeugten Solarstrom. Das Solar-Kraftwerk soll nahe Searchlight (Nevada) ungefähr 55 Meilen (88,5 km) südlich von Las Vegas errichtet werden. Das Photovoltaik-Projekt soll bis Mitte 2010 fertig gestellt sein und größer werden als das derzeit leistungsfähigste PV-Kraftwerk in den USA, die 14 MW Photovoltaik-Anlage auf dem Luftwaffenstützpunkt Nellis.   "Dies ist ein weiterer wichtiger Schritt auf dem Weg zu unserem Ziel, den Bürgern von Nevada erneuerbare Energien bereitzustellen", sagte Michael Yackira, Präsident und Vorstand von NV Energy. "Unser Bundesstaat verfügt über riesige Ressourcen an Solar-, Geothermie- und Windenergie. Eine unserer Prioritäten ist, diese Quellen mit Strombezugsvereinbarungen anzuzapfen". Laut Pressemitteilung muss die Strombezugsvereinbarung noch von der Regulierungsbehörde (Public Utilities Commission) von Nevada genehmigt werden, genaue Vertragsbedingungen wurden nicht bekannt gegeben.



Solarkraftwerk soll dabei helfen, Zielvorgaben für erneuerbare Energien in Nevada zu erreichen

Der Vertrag soll NV Energy bei der Erfüllung der Quotenvorgaben für erneuerbare Energien helfen, welche die Regierung von Nevada kürzlich erweitert hat und die nun vorgeben, dass bis zum Jahr 2025 25 Prozent der Energie aus erneuerbaren Quellen stammen oder mit Effizienzsteigrungen eingespart werden. Die Unternehmen berichten, dass der gesamte im Solarkraftwerk erzeugte Strom an Kunden im südlichen Versorgungsgebiet von NV Energy geliefert werden soll. Der Bau des Projekts soll mehr als 120 Arbeitsplätze schaffen und zudem Personal für erneuerbare Energien in Nevada schulen.

21.06.2009   Quelle: NV Energy, Inc.   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: U.S. Air Force,,
Lesen Sie zu diesem Thema auch:




 

Entwicklungshilfe mit Photovoltaik: Solarstrom und Licht für die Armen in Kamerun

Solarstrom liefert Licht für Leben und Entwicklung.
Solarstrom liefert Licht für Leben und Entwicklung.

In den afrikanischen Ländern südlich der Sahara haben rund 500 Millionen Menschen keinen Anschluss an das öffentliche Stromnetz. Um dennoch Energie gewinnen zu können, werden meist klimaschädliche fossile Brennstoffe wie Diesel und Kerosin verbrannt, die teuer sind und deren Abgase die Gesundheit gefährden. Die Initiative "SLAK" des Internationalen Solarenergie-Forschungszentrums Konstanz (ISC) will das ändern und die Armut in Kamerun (Zentralafrika) bekämpfen, indem Solar-Home-Systeme (netzunabhängige Photovoltaikanlagen) installiert werden, wodurch die Lebensbedingungen in Dörfern, Schulen und Krankenhäusern deutlich verbessert werden können.  SLAK steht für "Strom und Licht für die Armen in Kamerun".



Solarstrom für 50 Häuser

Bei der Forschung am ISC fallen sehr viele Solarzellen an, die normalerweise archiviert werden. Mit Hilfe von Spenden wollen die Konstanzer Forscher nun aus den Zellen Photovoltaik-Module herstellen und diese in einem Dorf in Kamerun installieren, damit die Kinder abends lernen können. Das Projekt von SLAK zielt zunächst darauf ab, eine Anlage mit einer Leistung von zwei Kilowatt aufzustellen, welche die 50 Häuser des Dorfes Botbadjang (ca. 2.500 Kilometer von der Hafenstadt Douala entfernt) mit Solarstrom versorgt.


Hilfe zur Selbsthilfe

Die Forscher am ISC spenden die Solarzellen im Wert von zirka 12.000 Euro, die ungefähr 30 % der Gesamtkosten ausmachen. Zusätzlich installieren Mitarbeiter des ISC die Anlage in Kamerun und übernehmen die Wartung während der gesamten Betriebszeit (typischerweise 30 Jahre). Das Vorhaben wird begleitet von dem erfahrenen Projektleiter Paul Ngwe Mbeleg, der sowohl Fachmann für Installation von Solarstromanlagen ist als auch aus Kamerun stammt. Die Dorfbewohner können im Zuge des Projekts das Geld, das für Petroleum oder Kerosin verwendet werden müsste zur Seite legen, um die Wartung der Anlage zu gewährleisten.


Krankenhaus ohne Strom; Schule ohne Licht

Paul Ngwe Mbeleg berichtet über die triste Situation im Leprahaus la Dibamba, 15 Kilometer von Douala entfernt, in dem selbst eine minimale Stromversorgung fehlt: Die einzige Lichtquelle für die Patienten ist eine Petroleumlampe. In der Schule fällt das Lernen schwer, denn nach 17:30 Uhr ist es unmöglich, in einem Klassenzimmer zu lesen, da es in Kamerun um diese Zeit schnell dunkel wird. Am Tag hingegen liegt die Temperatur im Sommer zwischen 40 und 45°C. Mit Solarstrom hätten die Menschen im Dorf abends klares, helles Licht zum Lesen, Lernen und Arbeiten. Rußende Flammen, die Augenleiden verursachen können, wären dann überflüssig. Zudem wäre der Betrieb eines Radios oder Mobilfunkgerätes möglich.


Spenden ermöglichen Modulfertigung, Zubehör und Transport nach Kamerun

Um das Photovoltaik-Vorhaben umzusetzen, für das insgesamt rund 40.000 Euro erforderlich sind, benötigt SLAK Hilfe in Form von Geldspenden. Mit diesen Mitteln können zunächst aus den Solarzellen Module hergestellt werden. Außerdem muss notwendiges Zubehör gekauft werden, zum Beispiel Energiesparlampen, Solarakkus, Kabel, und Rahmen. Schließlich gilt es, den Transport nach Kamerun durchzuführen und zu finanzieren. SLAK ist ein anerkannter, gemeinnütziger Verein, Spenden können als Sonderausgabe von der Steuer abgesetzt werden. Bei Beträgen über 100 EUR stellt SLAK gerne eine Spendenbescheinigung aus. Spendekonto: 7009915701 Bank: GLS Bank eG Bochum BLZ: 430 609 67 Verwendungszweck: SLAK.


Der Fortschritt des Projektes kann im Internet verfolgt werden, weitere Informationen gibt es unter http://www.slak.isc-konstanz.de


21.06.2009   Quelle: SLAK   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: SLAK,
Lesen Sie zu diesem Thema auch:




 

Photovoltaik: Technik für 2,2 Megawatt-Solarpark in Tschechien kommt aus Bayern

Eröffnung des Solarparks (v.l.): F. Malan, und J. Weindl (soleg), Z. Vales und J. Helus (Renoenergie).
Eröffnung des Solarparks (v.l.): F. Malan, und
J. Weindl (soleg), Z. Vales und J. Helus
(Renoenergie).

Im tschechischen Hodonice (Südmähren) eröffnete am 12.06.2009 das Unternehmen Renoenergie a.s. einen Solarpark mit einer Leistung von 2,2 Megawatt. Dafür lieferte die deutsche soleg group AG in Kooperation mit ihrer tschechischen Niederlassung in Pilsen die komplette Photovoltaik-Technik. "Tschechien ist einer der zukunftsträchtigsten Wachstumsmärkte für Solarenergie in Europa. Wir freuen uns, dass wir mit diesem Großprojekt einen weiteren Leuchtturm für unsere Leistungsfähigkeit setzen konnten", erklärt Bernhard Seiler, Vorstand Vertrieb der soleg group AG, mit Sitz im bayerischen Zwiesel. Die Photovoltaik-Anlage in der Nähe von Brünn ist knapp sechs Hektar groß und ging nach einer Planungs- und Bauphase von mehr als zwei Jahren im April an das Netz.  Mit einer Leistung von 2,2 Megawatt erzeugen die Solarmodule genügend Strom für mehr als 2.000 Menschen und ersparen damit der Umwelt 1280 Tonnen Kohlendioxid im Jahr.




12.000 Module, 201 Wechselrichter

Der Betreiber und Investor des Solarparks setzt auf erneuerbare Energien und betreibt bereits zwei Wasserkraftwerke in Tschechien. Das tschechische Unternehmen entwickelte und installierte das Projekt in enger Zusammenarbeit mit der soleg group AG, die dafür 12.000 SolarWorld-Module, 201 SMA-Wechselrichter und sämtliche Strom führenden Komponenten lieferte.


Sonnenkollektor-Baukurs bis zum Photovoltaik-Projektgeschäft

Die soleg group AG ist ein mittelständischer Großhändler und Hersteller für Photovoltaik und Solarthermie, spezialisiert auf Solarstrom, Solarwärme, Sonnenhäuser und das Heizen mit Holz. Darüber hinaus beschäftigt sich das Unternehmen seit mehreren Jahren mit der Erstellung eigener Photovoltaik-Großprojekte für den Verkauf an Investoren und realisiert im Kundenauftrag schlüsselfertige Photovoltaik-Kraftwerke ab zirka einem Megawatt (MWp). Die Wurzeln von soleg reichen zurück bis 1980. Damals fingen die späteren Gründer aus Idealismus mit Sonnenkollektor-Baukursen und der Organisation von Sammeleinkäufen von Solarkomponenten an. 1994 wurde die Solar Einkaufsgemeinschaft Ostbayern GmbH - abgekürzt soleg - gegründet. Der Einstieg in die Photovoltaik erfolgte 1996. Seit 2000 arbeitet die soleg GmbH mit einem kompetenten Installateur-Netzwerk zusammen und ist als Großhändler und Hersteller tätig. 2007 startete man in die Internationalisierung und stieg in das Photovoltaik-Projektgeschäft ein. 2008 wurde die soleg s.r.o. in Pilsen (CZ) und die soleg group AG mit den beiden Vorständen Bernhard Seiler (Vertrieb) und Josef Weindl (Technik) gegründet. Vor kurzem wurde eine Niederlassung in Arezzo/Italien eröffnet.


21.06.2009   Quelle: soleg group AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: soleg,
Lesen Sie zu diesem Thema auch:




 

Windenergie: "Global Wind Day" erreicht weltweit Zehntausende Menschen

Windkraftwerke in den USA.
Windkraftwerke in den USA.

Mit dem ersten "Global Wind Day", am 15. Juni 2009 zeigten zehntausende Menschen weltweit die Vorteile der Windenergienutzung, berichtet der Europäische Windenergie-Verband (EWEA) in einer Pressemitteilung. "Windenergie ist eine treibende Kraft für den Klimaschutz, für die wirtschaftliche Weiterentwicklung und für die Schaffung von zukunftssicheren Arbeitsplätzen", erklärte der deutsche Bundesumweltminister Sigmar Gabriel. Der "Global Wind Day" demonstriere der Öffentlichkeit das hohe Potenzial der Windenergie.   Durch den gemeinsamen Einsatz der EWEA, des Welt-Windrates (Global Wind Energy Council; GWEC) und vieler nationaler Windenergie-Vereinigungen wurden über 200 Veranstaltungen und Aktivitäten in 35 Ländern organisiert, welche die Botschaft des "Global Wind Day" transportierten. Der Aktionstag habe mit Besichtigungen von Windfarmen, Konferenzen, Ausstellungen, Workshops und Infotagen sowie mit Segelregatten, Sportwettbewerben und Theatervorstellungen für jeden Geschmack etwas geboten.



Weltweites Interesse an der Windenergie

"Wir wissen, dass es eine große Begeisterung der Öffentlichkeit für Wind als saubere, nachhaltige Energiequelle gibt, da die Windenergienutzung Arbeitsplätze schafft und die regionale Wirtschaft ankurbelt", so Christian Kjaer, Geschäftsführer der EWEA. Der "Wind Day" sei eine Chance für die Bevölkerung, ihre Unterstützung aktiv zu zeigen und es sei eine Freude zu sehen, wie viel Spaß man dabei haben könnte. "Wir sind besonders erfreut über die Teilnahme so vieler Länder außerhalb des traditionellen Windenergiemarktes - von Kamerun bis Japan und von Uruguay bis Neuseeland", ergänzt Steve Sawyer, Generalsekretär des GWEC. "Die öffentliche Akzeptanz der Windenergie ist sehr wichtig, um den Schwung des nachhaltigen Wachstums aufrechtzuerhalten und die Veranstaltungen dieser Woche haben gezeigt, dass das Interesse an der Nutzung von Windenergie wirklich weltweit vorhanden ist und unterstützt wird", so Sawyer weiter.


Neue Kampagne "Wind Power Works - pass it on"

Der GWEC hat eine neue Kampagne unter dem Titel "Wind Power Works - pass it on" gestartet. Ziel der Kampagne sei, die Vorteile der Windenergie weiter bekannt zu machen sowie die Bestimmung klarer Emissionsziele und den raschen Einsatz von Windenergie in der ganzen Welt voranzutreiben, um die schlimmsten Folgen der Klimaänderungen zu vermeiden.

Weitere Informationen zur Kampagne "Wind Power Works - pass it on" unter: http://www.windpowerworks.net/passiton

Weitere Informationen zum Global Wind Day unter:
http://www.globalwindday.org/




20.06.2009   Quelle: EWEA   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Global Wind Energy Council,


 

SMA Solar Technology AG erneut Spitze unter Europas Arbeitgebern; Sonderpreis für faire Vergütung

Produktion der SMA Solar Technology AG.
Produktion der SMA Solar Technology AG.

Nachdem die SMA Solar Technology AG (Niestetal bei Kassel) in diesem Jahr bereits zu den Gewinnern des Great Place to Work-Wettbewerbs "Deutschlands beste Arbeitgeber" zählte, wurde das Unternehmen nun auch auf europäischer Ebene ausgezeichnet: Bei den "Unternehmen mit mehr als 500 Mitarbeitern" belegte der Hersteller von Solar-Wechselrichtern den siebten Platz unter Europas besten Arbeitgebern. An dem Wettbewerb zur Qualität und Attraktivität zur Arbeitsplatzkultur nahmen 1.350 Unternehmen und fast 300.000 Beschäftigte teil.   Basis für den Wettbewerb auf europäischer Ebene waren die diesjährigen Great Place to Work-Benchmarkstudien in 17 europäischen Ländern, für die sich die bereits auf nationaler Ebene platzierten Unternehmen qualifiziert hatten.




Gleicher Lohn für Zeitarbeiter und direkt angestellte Mitarbeiter


Das Photovoltaik-Unternehmen SMA gehört 2009 aber nicht nur erneut zu den besten Arbeitgebern Europas, sondern wurde auch mit dem Great Place to Work Fairness Award für faire Vergütung ausgezeichnet. So orientiert sich SMA, obwohl nicht tarifvertraglich gebunden, freiwillig an den jeweils aktuellen Tarifabschlüssen der Metall- und Elektroindustrie und nimmt kontinuierlich eine Anpassung an die Marktgehälter vor. Hinzu kommen variable, leistungsorientierte Gehaltskomponenten und Sonderzahlungen. Und auch die Zeitarbeiter, deren Einsatz aufgrund der Nachfrageschwankungen auf dem Photovoltaik-Markt zwingend erforderlich ist, erhalten bei SMA den gleichen Stundenlohn wie direkt angestellte Mitarbeiter. Um eine gerechte Vergütung sicherzustellen, wurden im Unternehmen ein Gehaltscoaching für Führungskräfte und eine Anlaufstelle bei Gehaltsproblemen für alle Mitarbeiter eingeführt, gleichzeitig sorgt die Veröffentlichung von Gehaltstabellen im Intranet für höchstmögliche Transparenz.


Kooperative Unternehmenskultur setzt auf Fairness, Respekt, Glaubwürdigkeit, Vertrauen und Teamarbeit

Darüber hinaus erhalten alle Mitarbeiter jedes Jahr einen am Unternehmenserfolg orientierten Bonus, mit dem nicht nur ein zusätzlicher finanzieller Anreiz geschaffen, sondern gleichzeitig auch das Verantwortungsgefühl eines jeden Einzelnen für seine Arbeit belohnt wird. "Unsere erneute Auszeichnung als einer der besten Arbeitgeber Europas macht deutlich, dass die Werte unserer kooperativen Unternehmenskultur wie Fairness, Respekt, Glaubwürdigkeit, Vertrauen und Teamarbeit bei SMA wirklich gelebt werden", erläutert Jürgen Dolle, Leiter des Personalmanagements bei SMA. "Der zusätzliche Gewinn des Sonderpreises für faire Vergütung freut uns dabei ganz besonders, denn ein gerechtes und transparentes Vergütungssystem ist wichtiger Bestandteil unserer Unternehmenskultur. Schließlich möchten wir unsere Mitarbeiter nicht nur mit dem Kopf und dem Herzen, sondern auch mit dem Portemonnaie an SMA beteiligen".

SMA wurde bereits im vergangenen Jahr 2008 als einer der besten Arbeitgeber Europas ausgezeichnet.


20.06.2009   Quelle: SMA Solar Technology AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: SMA Solar Technology AG,
Lesen Sie zu diesem Thema auch:




 

Masdar City: Bei Abu Dhabi entsteht die erste Null-Emissions-Stadt der Welt

PM berichtet über Masdar City.
PM berichtet über Masdar City.

Die Ölscheichs setzen sich an die Spitze des Klimaschutzes. In der Wüste entsteht die modernste Öko-Stadt der Welt, berichtet das P.M. MAGAZIN in der aktuellen Ausgabe (07/2009 ab dem 19. Juni 2009 im Handel). Vor den Toren der Öl-Metropole Abu Dhabi, der Hauptstadt der Vereinigten Arabischen Emirate, klotzen Bulldozer und Kettenbagger die Retortenstadt Masdar City in den steinigen, trockenen Boden. Masdar soll die erste Null-Emissions-Stadt der Welt werden. Sonne und Wind liefern den Strom, futuristische Hightech-Gondeln ersetzen die Autos und eine raffinierte Kühlung macht Klimaanlagen überflüssig.  Schon 2016 sollen dort 50 000 Menschen leben und das ehrgeizige Projekt soll der Region den Weg ins Nach-Öl-Zeitalter ebnen.





Experten sind optimistisch

"Masdar ist ein Projekt, ein Labor, aus dem andere Länder der Welt lernen können. Von dieser Stadt geht derzeit eine ungeheure Kraft aus, die in die Welt ausstrahlen wird", erklärt Alexander Rieck vom Fraunhofer-Institut für Arbeitorganisation in Stuttgart, der sich auf energiesparende Gebäudetechnik spezialisiert hat. Noch weiß niemand, ob Masdar tatsächlich ein Erfolg wird. Nicholas Stern, Wirtschaftswissenschaftler und internationaler Experte für den Klimawandel, sieht es so: "Masdar ist real, und es zeigt, dass es Leute gibt, die konstruktiv vorausschauen. Ich bin sehr optimistisch.

20.06.2009   Quelle: Gruner+Jahr, P.M. Magazin   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Gruner+Jahr, P.M. Magazin,
Lesen Sie zu diesem Thema auch:




 

systaic AG: Auftrag für Agrarfabrik mit dachintegrierter Photovoltaik; Umsatzprognose erhöht

Photovoltaik-Projekt der Enerparc AG: Gewächshäuser werden Solarkraftwerke.
Photovoltaik-Projekt der
Enerparc AG: Gewächshäuser
werden Solarkraftwerke.

Die Enerparc AG, eine Tochtergesellschaft der Düsseldorfer systaic AG, wurde am 18.06.2009 von der Agrisol Is Finugus S.r.L. Societa Agrigola, Cagliari mit dem Bau eines Gewächshauskomplexes mit dachintegrierter Photovoltaik-Anlage beauftragt, berichtet systaic in einer Pressemitteilung. Die Vereinbarung sei mit den üblichen Vorbehalten geschlossen worden. Die geplante Agrarfabrik umfasse eine bewirtschaftete Grundfläche von 405.032 Quadratmetern, eine Photovoltaik-Leistung von 32.550 Kilowatt peak und ein Auftragsvolumen von 130 Millionen Euro. Pro Jahr sollen damit durchschnittlich 47 Millionen Kilowattstunden Solarstrom erzeugt werden, der teilweise auch direkt zum Betrieb der Gewächshäuser genutzt wird.  Die Fertigstellung und Inbetriebnahme ist für Dezember 2009 vorgesehen. Insgesamt sollen auf Sardinien von Enerparc bis zu 150 Megawatt Photovoltaik-Leistung errichtet werden.




Neue Umsatzprognose: 300 Millionen Euro

Die systaic AG aktualisiere daher die Prognose für das laufende Geschäftsjahr, zumal bereits für das erste Halbjahr erwartet werde, dass der Umsatz die 100-Millionen-Euro-Marke übersteigt: 2009 sollen sowohl Umsatz (bisherige Prognose: 260 Mio. Euro) als auch Gewinn kräftiger zulegen als bislang angenommen. Bei den Erlösen rechnet der Konzern nunmehr für das laufende Geschäftsjahr mit einem Anstieg auf mehr als 300 Millionen Euro (Vorjahresumsatz: 200 Mio. Euro). Der operative Gewinn (EBIT) soll analog wachsen.

19.06.2009   Quelle: systaic AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: systaic AG,
Lesen Sie zu diesem Thema auch:




 

EU-Kommission genehmigt Investitionsbeihilfe für Photovoltaik-Hersteller Sovello

Nahaufnahme der "String Ribbon"-Produktion.

Die Europäische Kommission hat festgestellt, dass die Förderung der Herstellung von String Ribbon-Solarmodulen in Sachsen-Anhalt den Beihilfevorschriften des EG-Vertrags entspricht. Bei dem Produktionsverfahren der Sovello AG werden lange Drähte durch flüssiges Silizium geführt, um ein Siliziumband ("Ribbon") zu erhalten. Das Vorhaben, das Investitionen von 115 Millionen Euro umfasst, hat laut Sovello bereits mehrere Hundert Arbeitsplätze in der Region geschaffen. Nach einer im Mai 2008 eingeleiteten eingehenden Prüfung gelangte die Kommission zu dem Ergebnis, dass die positiven Auswirkungen der Investition auf die regionale Entwicklung schwerer wiegen als mögliche Wettbewerbsverzerrungen.  Sovello wurde 2004 als Joint-Venture des US-amerikanischen Unternehmens Evergreen Solar Inc. und der deutschen Q-Cells SE gegründet. 2005 stieg das norwegische Unternehmen Renewable Energy Corporation ASA als weiterer Partner ein.


Photovoltaik-Produktion schafft Arbeitsplätze

Das Vorhaben wird in Thalheim, Sachsen-Anhalt, durchgeführt, einem Bundesland mit einem außergewöhnlich niedrigen Lebensstandard und erheblicher Unterbeschäftigung. Daher kommt dieses Gebiet nach Artikel 87 Absatz 3 Buchstabe a EG-Vertrag für Regionalbeihilfen in Betracht. Das Vorhaben betrifft die neue Fabrik, Sovello 2, (SV 2) zur integrierten Serienproduktion von Solarmodulen auf Basis in Lizenz von Evergreen gefertigter String Ribbon-Wafer. SV 2 hat im Juni 2007 den Betrieb aufgenommen und seine volle technische Kapazität im Jahr 2008 erreicht. Sovello betreibt auf einem angrenzenden Grundstück bereits eine andere Fabrik, Sovello1 (SV 1), die im April 2006 die Produktion von Solarmodulen aufgenommen hat. Dafür hatte Sovello bereits eine regionale Investitionsbeihilfe von 27,5 Millionen Euro einschließlich eines KMU-Aufschlags von 15 Prozentpunkten erhalten. Die deutschen Behörden gaben gegenüber der EU an, dass diese Fabrik als Pilotprojekt konzipiert war, mit dem der Nachweis der industriellen Machbarkeit von String Ribbon in Kombination mit den Fertigungstechnologien von Q-Cells erbracht werden sollte.

Die Kommission leitete daher eine eingehende Prüfung ein, um festzustellen, ob SV 1 und SV 2 Teil einer Einzelinvestition sind, was den für die zweite Fabrik zulässigen Beihilfebetrag erheblich verringert hätte. Die Kommission prüfte den Beitrag des Investitionsvorhabens zur regionalen Entwicklung und wog die im multisektoralen Regionalbeihilferahmen für große Investitionsvorhaben genannten Kriterien gegeneinander ab. Sie gelangte zu dem Ergebnis, dass SV 2 und SV 1 zusammen keine Einzelinvestition bilden, da die beiden Vorhaben keine physische oder starke funktionale Verbindung aufweisen, unterschiedliche Ziele verfolgen (selbst wenn die beiden Fabriken dieselbe technische Funktion erfüllen) und unabhängig voneinander tragfähig sind.


Produktionskapazitäten wettbewerbsrechtlich unbedenklich

Nach Auffassung der Kommission sind die mit einem Beitrag von EU-Fördermitteln geschaffenen Produktionskapazitäten wettbewerbsrechtlich unbedenklich. Der Vorstandsvorsitzende Sovellos, Dr. Theodor Scheidegger, äußerste sich positiv zur Entscheidung der Kommission: "Wir sind erfreut über den positiven Ausgang der Untersuchungen und danken unseren Stakeholdern, die Sovello eine offene und faire Anhörung in dieser Sache ermöglicht haben."

19.06.2009   Quelle: Sovello AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Evergreen Solar, Inc.,
Lesen Sie zu diesem Thema auch:




 

DESERTEC antwortet EUROSOLAR: Potenziale von Solarstrom aus der Wüste und dezentraler Photovoltaik nutzen

Von DESERTEC vorgeschlagene Standorte für Kraftwerke (CSP; PV, Wasser, Biomasse, Erdwärme. Hochspannungs- Gleichstromtrassen (rote Linien)
Von DESERTEC vorgeschlagene Standorte
für Kraftwerke (CSP; PV, Wasser, Biomasse,
Erdwärme. Hochspannungs-
Gleichstromtrassen (rote Linien)

"International vernetzte und dezentrale erneuerbare Energien sollten nicht gegeneinander ausgespielt werden, kommentiert die DESERTEC-Foundation die Kritik von EUROSOLAR-Präsident Hermann Scheer an dem Wüstenstrom-Projekt deutscher Konzerne. Als Beitrag zu Klimaschutz und günstigen Strompreisen sollten beide Potenziale genutzt werden, und das würden sie auch, betont DESERTEC in einer Pressemitteilung. International vernetzte und dezentrale erneuerbare Energien ergänzten sich ideal, da solarthermische Kraftwerke (concentrating solar power; CSP) mit ihren thermischen Speichern Strom nach Bedarf liefern können; auch nachts oder bei Windstille.   Ein weiterer Aspekt sei der enorm steigende Strombedarf außerhalb Europas, z. B. in der Region Mittlerer Osten und Nordafrika (MENA) sowie in Indien und China für Industrie, Klimaanlagen und Meereswasserentsalzung. Durch die Nutzung von Wüstenstrom könnte dieser Energiebedarf auf eine umweltschonende Weise gedeckt werden.

Auf teure, ineffiziente Stromspeicher für dezentrale Anlagen sei man somit nicht mehr unbedingt angewiesen, was die dezentrale Stromerzeugung finanziell noch attraktiver mache, heißt es in der DESERTEC-Pressemitteilung. Während Wüstenstrom die Stromerzeugungskosten senke, sorgten die sinkenden Kosten für dezentrale Photovoltaik dafür, dass die großen Stromversorger mit ihrer Preisgestaltung in die Schranken gewiesen würden.


"Supernetz" mit Reservekapazitäten

Eine Schlüsselrolle bei DESERTEC spiele der zügige Aufbau eines verlustarmen, von den Energieversorgungsunternehmen unabhängigen, Hochspannungs-Gleichstrom-Übertragungsnetzes (HGÜ), ein "Supernetz". Es werde also nicht nur eine Leitung und ein großes solarthermisches Kraftwerk geben, sondern ein eher dezentrales Netz mit genügend Reservekapazitäten für den Ausfall von Leitungen und Kraftwerken, betont DESERTEC. Da HGÜ-Leitungen ohne wesentliche Mehrkosten unterirdisch verlegt werden können und keine nennenswerte elektromagnetische Strahlung aufweisen, seien hier im Gegensatz zu Wechselstrom keine größeren Widerstände von Anwohnern zu erwarten.


Alte Atommeiler und Kohlekraftwerke in Deutschland könnten schneller vom Netz gehen

"Wenn südeuropäische Länder Einspeisegesetze für Wüstenstrom schaffen und etwa fünf Jahre später der erste Strom über das Mittelmeer importiert wird, kann der Klimaschutz in Deutschland schon vor der Fertigstellung des europäischen Supernetzes davon profitieren: Sobald deutsche Stromexporte nach Südeuropa nicht mehr benötigt werden, können alte Atommeiler und Kohlekraftwerke in Deutschland schneller vom Netz gehen. Von E.ON gibt es bereits eine aktuelle Pressemeldung in der Investitionen in solarthermische Kraftwerke in Südeuropa und Nordafrika angekündigt werden, während man sich gleichzeitig darauf einstellt die Netze abzugeben", betont die DESERTEC-Foundation.


Alternativen zu Solarstrom-Importen?

"Ob es dem Industriestandort Deutschland nutzt, unter enormen Mehrkosten für Strom energieautark zu sein, ist zu bezweifeln. Und selbst wenn Deutschland dieses Ziel rechtzeitig erreichen sollte, ist die Welt damit nicht gerettet. Andere europäische Länder sehen in Wüstenstrom einen günstigen Beitrag zu ihrem Energiemix, der ihre Anstrengungen für den Klimaschutz beschleunigen kann. Aufgrund der notwendigen Regelkapazität ('Strom nach Bedarf') wäre die einzig bezahlbare Alternative zu Solarstrom-Importen der verstärkte Einsatz von Erdgas und 'sauberer' Kohle, selbst wenn die verfügbaren heimischen Wasserkraft-, Geothermie- und Biomassepotenziale zur Stromerzeugung, wie von uns vorgeschlagen, ebenso weitgehend genutzt würden", heißt es in der Pressemitteilung.

Nach Ansicht von Hans-Josef Fell, einem der geistigen Väter des deutschen Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG), bestehe durch die Einspeisung von Wüstenstrom keine Gefahr für dieses vorbildliche Gesetz. Es müsste einfach ein weiteres Gesetz geschaffen werden, das die Vergütung der Einspeisung von Wüstenstrom regelt, so DESERTEC.
Dass die Spiegel der Kraftwerke durch den Wüstensand verschmutzt oder zerstört werden, könne nach zwanzigjähriger Betriebserfahrung mit solarthermischen Kraftwerken in der Mojave-Wüste nicht bestätigt werden, stellt DESERTEC fest. Dort seien noch immer die Originalspiegel im Einsatz, die mit einer regelmäßigen Entstaubung auskämen. Es böten sich zudem genügend geeignete Standorte in Steinwüsten, in denen Sandstürme keine Bedrohung darstellen.


Weitere Informationen
- http://www.desertec.org
- Solar-Report: Solarstrom aus der Wüste statt Wüste in Deutschland: Erneuerbare Energien im transeuropäischen Verbund
- Interview mit Michael Straub, Marketingleiter der DESERTEC Foundation, und Hermann Scheer, Präsident von EUROSOLAR: interview_index.html.

19.06.2009   Quelle: DESERTEC Foundation   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Solar Millennium, TREC,
Lesen Sie zu diesem Thema auch:




 

Phoenix Solar Singapur erfolgreich im Projektgeschäft: zwei Photovoltaik-Projekte als "Solar Pioneer" ausgezeichnet

Mit dem Solar Pioneer ausgezeichnete Solarstromanlage Lonza.
Mit dem Solar Pioneer ausgezeichnete
Solarstromanlage Lonza.

Die Phoenix Solar Pte Ltd in Singapur, eine Tochtergesellschaft der im TecDAX notierten Phoenix Solar AG, hat in den letzten Monaten mehrere wichtige Photovoltaik-Projekte mit einer Gesamtspitzenleistung von 600 Kilowatt (kWp) akquiriert, berichtet das Unternehmen in einer Pressemitteilung. Auf einem Fabrikgebäude in Singapur wird derzeit ein Solar-Kraftwerk mit einer Spitzenleistung von 300 Kilowatt errichtet. Baubeginn der Solarstromanlage war im Mai 2009. Eingesetzt werden polykristalline Solarmodule von REC sowie Wechselrichter von SMA. Der erwartete Solarstrom-Ertrag liegt bei rund 330.000 Kilowattstunden. Die Fertigstellung der dann größten Photovoltaikanlage in Singapur ist für September 2009 geplant. 


Solarstrom für das Parkhaus eines energieeffizienten Bürogebäudes

Ein zweites Projekt der Phoenix Solar Pte Ltd, die größte gebäudeintegrierte Dünnschichtanlage Singapurs auf dem Tampines Grande Gebäude, wurde im Mai 2009 fertig gestellt. Die durch Phoenix Solar Pte Ltd geplante und schlüsselfertig errichtete Solarstromanlage umfasst einen fassadenintegrierten Teil mit Modulen von Schott Solar und eine Dachanlage mit Modulen von Suntech mit einer Spitzenleistung von zusammen 107 Kilowatt. Die Photovoltaikanlage erzeugt den Strom für das Parkhaus des energieeffizienten Bürogebäudes. Der erwartete Jahresenergieertrag liegt bei rund 120.000 Kilowattstunden. Eigentümer des Gebäudes ist die City Developments Ltd.


"Solar Pioneer Award" für die Integration von Solaranlagen

Eine für Lonza Biologics Tuas Pte Ltd. gebaute Dachanlage mit einer Spitzenleistung von 181 Kilowatt, über die Phoenix Solar bereits im Oktober 2008 berichtete, wird Ende Juni 2009 fertig gestellt sein. Auch hier sind Module des Herstellers REC sowie rahmenlose Laminate des Herstellers Solar-Fabrik zum Einsatz gekommen.

Beide Projekte, Tampines Grande und Lonza, wurden mit dem "Solar Pioneer Award" des Economic Development Board (EDB), Singapur, ausgezeichnet. Der EDB unterstützt den Einsatz von Solarenergie und die Integration von Solaranlagen in energieeffiziente Gebäude in Singapur durch sein Programm "Solar Capabilities Scheme".

"Wir freuen uns über die erfolgreichen Projekte der Tochtergesellschaft in Singapur und ganz besonders über die Auszeichnungen für Tampines Grande und Lonza, so Ulrich Reidenbach, Vertriebsvorstand bei der Phoenix Solar AG. "Das zeigt, dass wir in Singapur auf dem richtigen Weg sind und im dortigen Markt eine wichtige Rolle spielen."

19.06.2009   Quelle: Phoenix Solar AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Phoenix Solar AG,
Lesen Sie zu diesem Thema auch:




 

Partnerschaft mit Pionieren der Solarindustrie: Mp-tec schließt Vertrag mit EPV und Isofoton

Mp-tec Geschäftsführer Preißel mit Modulen, die mit dem Quick-Line-System montiert wurden.
Mp-tec Geschäftsführer Preißel mit Modulen,
die mit dem Quick-Line-System montiert
wurden.

Der Eberswalder Solar-Systemanbieter Mp-tec GmbH & Co. KG ist mit dem größten spanischen Solarmodulhersteller Isofoton S.A. und dem amerikanischen Photovoltaik-Hersteller EPV Solar Inc. eine Partnerschaft eingegangen. Unter dem Leitspruch "Wir gehen mit unseren Partnern durch dick und dünn" planen Mp-tec, die auf Dünnschicht-Photovoltaik spezialisierte EPV Solar sowie Isofoton, Hersteller von kristallinen Photovoltaik-Modulen, gemeinsame Projekte, berichtet die Mp-tec GmbH & Co. KG in einer Pressemitteilung. Mit EPV und Isofoton habe Mp-tec zwei Pioniere der Solarbranche für die Zusammenarbeit gewonnen. Denn Isofoton sei bereits seit 1981 am Markt und könne so wie die 1991 gegründete EPV auf eine erfahrungsreiche Geschichte zurückblicken, die der Produktentwicklung zu Gute komme.  Alle drei Unternehmen produzieren in Europa - auch die amerikanische EPV, die seit 2008 im brandenburgischen Senftenberg mit einem Standort vertreten ist. Bei der Suche nach geeigneten Partnern lege Mp-tec großen Wert auf Qualität "Made in Europe", so Mp-tec Geschäftsführer Michael Preißel.



Isofoton engagiert sich für PV Cycle

EPV und Isofoton gelten als Vorreiter unter den Modulproduzenten, was durch Zertifikate führender Institute sowie Auszeichnungen bereits mehrfach bestätigt wurde. Vor wenigen Monaten erhielt Isofoton beispielsweise den spanischen "Solar Prize 2008" der European Association for Renewable Energy (EUROSOLAR) für das beste Projekt architektonischer Integration in Spanien. Isofoton fühlt sich als Unternehmen der Umwelt in hohem Maße verpflichtet und ist Mitglied des PV Cycle Board of Directors, einer international tätigen Non-Profit-Organisation. Deren Ziel ist es, ein umfassendes Managementsystem zu etablieren, das der Verwertung von Abfällen der Photophotovoltaikindustrie dient. Isofoton ist ein führender europäischer Produzent für kristalline Module und unterhält weltweit Niederlassungen.


Dünnschichtmodule von EPV Solar mit hoher Solarstrom-Ausbeute

EPV hingegen hat sich auf die Technologien amorphes Silizium, mikromorphes Silizium und CIGS spezialisiert und arbeitet mit renommierten Instituten wie dem Verein Deutscher Ingenieure (VDE), dem TÜV Rheinland PTL (Arizona) und dem Freiburger Fraunhofer Institut für Solare Energiesysteme (ISE) zusammen. Letzteres wertete für die Stadtwerke Karlsruhe 28 Photovoltaikanlagen aus: Im Mai 2009, nach 11 Monaten Betriebszeit, hatten die amorphen Dünnschichtmodule von EPV Solar die höchste Ausbeute aller getesteten Dünnschichtmodule, heißt es in der Pressemitteilung. Im Gesamtvergleich belegte die EPV-Technologie mit einer Performance jenseits der 90 Prozent Platz 2.

Module, die auf der Cadmiumtellurid-Technologie basieren, befänden sich im direkten Vergleich auf den mittleren und hinteren Plätzen. EPV-Module würden, im Gegensatz zu den aktuell heiß diskutierten Cadmiumtellurid-Modulen, ausschließlich aus nahezu unbegrenzt verfügbaren Ressourcen wie Sand hergestellt und keine giftigen Stoffe enthalten. Die rahmenlosen EPV-Module sind recyclebar und laut Herstellerangaben liegt ihre energetische Amortisationszeit bei nur etwas über zwölf Monaten.


Mp-tec-Montagesystem kombiniert mit Modulen von EPV und Isofoton

Angestoßen wurde die multinationale Partnerschaft von Mp-tec, die die Module mit dem hauseigenen Montagesystem "Quick-Line" ergänzt und so Verbindungen schafft, die sowohl bei der Montage von Dünnschichtmodulen sowie herkömmlicher Module schnell herzustellen und dauerhaft sind. Michael Preißel: "Ich bin davon überzeugt, dass unsere Partnerschaft genauso stabil ist, wie die Verbindung zwischen unserem Montagesystem und den Modulen von EPV und Isofoton."

19.06.2009   Quelle: Mp-tec GmbH & Co. KG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Mp-tec GmbH & Co. KG,
Lesen Sie zu diesem Thema auch:




 

Solarpionier Möhrstedt zweifelt am 400 Milliarden schweren Solarstrom-Projekt

IBC-Solar-Chef Möhrstedt: Solarenergie ist von Haus aus dezentral.
IBC-Solar-Chef Möhrstedt:
Solarenergie ist von Haus
aus dezentral.

"Die Desertec-Initiative ist ein Beleg für eine positive Entwicklung bei den erneuerbaren Energien", kommentiert Udo Möhrstedt, Gründer und Vorstandsvorsitzender der IBC SOLAR AG. "Es scheint sich auf breiter Front die Einsicht durchzusetzen, dass die Probleme des Klimawandels und des steigenden weltweiten Energiebedarfs nur gelöst werden können, wenn wir auf erneuerbare Energien setzen. Fraglich bleibt allerdings aus unserer Perspektive, ob es wegweisend ist, die Stromproduktion zu zentralisieren. Solarenergie ist von Haus aus dezentral, da die Sonne mehr oder weniger überall scheint", so der Solar-Pionier. 


Solar-Strom direkt beim Erzeuger verbrauchen

"Uns erscheint es deshalb ökonomisch wie ökologisch sinnvoller, Anreize für den Verbrauch von Solar-Strom direkt bei den Erzeugern vor Ort zu schaffen. Dieser Ansatz wird auch von dem neuen EEG reflektiert, in dessen Rahmen Verbraucher, die den auf Ihrem Hausdach erzeugten Solar-Strom selbst konsumieren, höher vergütet werden, als wenn dieser in das allgemeine Stromnetz eingespeist würde", betont Möhrstedt.

Anders als bei der DESERTEC-Initiative spielten Aspekte wie politische Stabilität und infrastrukturelle Einschränkungen, wie beispielsweise der Effizienzverlust bei der Übertragung von Strom über weite Strecken, bei lokaler Solarstrom-Produktion keine Rolle, hebt Möhrstedt hervor. Auch werde die Finanzierung des 400 Milliarden Euro-Projektes alle beteiligten Unternehmen und Interessensgruppen mit Sicherheit vor große Herausforderungen stellen.

19.06.2009   Quelle: IBC Solar AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: IBC Solar AG,
Lesen Sie zu diesem Thema auch:




 

EUROSOLAR-Präsident Hermann Scheer warnt vor übertriebenen Erwartungen an Wüstenstrom-Projekt

Hermann Scheer: Solarstromerzeugung in Nordafrika ist eine wichtige Option, aber nur für die nordafrikanischen Länder.
Hermann Scheer: Solarstromerzeugung in
Nordafrika ist eine wichtige Option, aber
nur für die nordafrikanischen Länder.

"Auch wenn das 400-Milliarden Projekt deutscher Konzerne für Solarstromerzeugung aus Nordafrika – das so genannte DESERTEC-Konzept - allenthalben (von der Bundesregierung bis zu Greenpeace) begrüßt wird, rate ich von voreiligen übertriebenen Erwartungen an dieses Projekt und diesbezügliche Subventionsentscheidungen ab. Unterschätzt werden dabei die voraussichtlichen tatsächlichen Kosten dieses Projektes ebenso wie die Zeiträume zu dessen Realisierung", so Scheer. Ein zentraler Einwand sei, dass der weitere Ausbau der Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien in Deutschland noch bevor dieses Milliardenprojekt zum Tragen gebracht werden könne, zu niedrigeren Kosten und Preisen möglich sein werde als der Solarstromimport aus Nordafrika. In weniger als drei Jahren werde die Solarstromerzeugung in Deutschland die so genannte Netzparität erreicht haben - also Kosten, die dem gegenwärtigen Strompreis entsprechen.  


"Fata Morgana" oder "Subventionsruine"

"Bei Windkraft haben wir im Verhältnis zu den Erzeugungskosten aus neuen fossilen Kraftwerken bereits jetzt eine ungefähre Kostengleichheit in der Stromerzeugung erreicht. Mit den neuen Stromspeichertechniken, die für die Informationstechnologie und für die Elektroantriebe entwickelt und produziert werden, wird sich das Speicherproblem von Solar- und Windstrom effizient und kostengünstig von selbst klären. Mit anderen Worten: Bis zu dem Zeitpunkt, zu dem Solarstrom aus Nordafrika zu den von DESERTEC versprochenen Preisen geliefert werden kann (also frühestens 2020), wird die Solar- und Windstromerzeugung hierzulande deutlich preisgünstiger sein", betont Scheer. "Außerdem muss stark bezweifelt werden, dass die von DESERTEC angegebenen Investitionskosten und Zeiträume tatsächlich eingelöst werden können. Die Kostenfaktoren unter den Randbedingungen von Wüstenkraftwerken (u. a. Schutz der Solarspiegel vor Sandstürmen und Sandwehen) werden grob unterschätzt, ebenso wie die Kosten und die Umsetzungsschwierigkeiten des Baus von mehreren Übertragungsnetzen durch mehrere Länder", warnt Scheer. Das DESERTEC-Projekt könne zu einer großen "Subventionsruine" werden und sich als "Fata Morgana" erweisen - es sei denn, es werde dazu benutzt, den dynamischen Ausbau erneuerbarer Energien hierzulande willkürlich zu stoppen, so Scheer.


Potenziallüge wird widerlegt

Es gebe nur einen einzigen Grund für dieses Projekt, so Scheer. Und zwar, wenn das Potenzial erneuerbarer Energien hierzulande nicht ausreichen würde. "Mit diesem Argument werden auch die Laufzeitverlängerung der Atomenergie und neue Kohle-Großkraftwerke empfohlen. Doch diese Argumentation ist eine Potenziallüge, die gerade heute auf der Kasseler Konferenz "100%-Erneuerbare-Energie-Regionen" überzeugend widerlegt wird. Dort haben bereits 99 deutsche Kommunen und Landkreise ihre konkreten Konzepte vorgestellt, wie sie innerhalb von 20 Jahren zu einer Vollversorgung mit Strom aus Erneuerbaren Energien kommen können.


Nicht die Struktur atomarer und fossiler Großkraftwerke kopieren

"Die DESERTEC-Befürworter übersehen, dass die Investitionsdynamik für erneuerbare Energien gerade darin liegt, dass es bei dezentraler Anwendung viele Millionen Investoren und nicht nur wenige Stromkonzerne gibt. Übersehen wird auch, dass mit der Dezentralisierung der Stromerzeugung überall regionale Wertschöpfung stattfindet statt nur in der Hand weniger Stromkonzerne, die unbedingt ihr Anbietermonopol erhalten wollen. Solarstromerzeugung in Nordafrika ist eine wichtige Option - und zwar für die nordafrikanischen Länder selbst. Aber auch für diese ist die verbrauchsnahe Erzeugung - also die dezentrale - das sehr viel naheliegendere und schneller realisierbare. Wer etwas von Solarenergie versteht, der weiß, dass es massive - und nicht zuletzt wirtschaftliche - Gründe gibt, nicht die Struktur von atomaren und fossilen Großkraftwerken zu kopieren. Diese Struktur war und ist das größte Hindernis gegenüber der Einführung erneuerbarer Energien. Es ist merkwürdig, dass selbst Greenpeace das noch nicht verstanden hat", stellt Scheer fest.

18.06.2009   Quelle: EUROSOLAR e.V.   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Powerlight Corp.,
Lesen Sie zu diesem Thema auch:




 

90 deutsche Regionen und Kommunen als "100% Erneuerbare-Energie-Regionen" klassifiziert

Auf dem ersten Kongress "100% Erneuerbare-Energie-Regionen - Umsetzungsstrategien für Kommunen und Landkreise" tauschten am 16. und 17. Juni 2009 in Kassel rund 450 Teilnehmer aus Verwaltungen, Unternehmen und Forschung erprobtes Praxiswissen zur Umstellung auf erneuerbare Energien in Regionen und Kommunen aus. "Der Wandel des Energiesystems muss vor allem in den Regionen geleistet werden", betont Harry Lehmann, Fachbereichsleiter beim Umweltbundesamt und Experte für nachhaltige Energiesysteme auf dem Kongress. "Auch eine vollständige, also 100%-Versorgung aus erneuerbaren Energiequellen ist aus heutiger Sicht in einem effizienten Energiesystem möglich", so Lehmann. 


"100%-Kommunen sind keine seltenen Orchideen mehr" - "Die solare Bewegung steht vor dem Massenstart"


Der zweitägige Kongress gab Kommunen Hinweise, was beim Umstieg auf erneuerbare Energien zu tun ist: von der ganzheitlichen Planung über Finanzierungsfragen und rechtliche Gestaltungsmöglichkeiten bis hin zu Fragen der Bürgerbeteiligung. Veranstalter waren das Kompetenznetzwerk Dezentrale Energietechnologien (deENet), die Agentur für Erneuerbare Energien und der Deutsche Städte- und Gemeindebund. Unterstützt wurde der Kongress durch das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit und das Umweltbundesamt. "100%-Kommunen sind keine seltenen Orchideen mehr", sagt Jörg Mayer, Geschäftsführer der Agentur für Erneuerbare Energien. "Mit dem heute verfügbaren Wissen und den gleichermaßen günstigen geographischen wie politischen Rahmenbedingungen bieten Erneuerbare Energien allen deutschen Kommunen und Regionen ein ertragreiches Geschäftsmodell, das kein kluger Kämmerer mehr ignorieren darf. Die solare Bewegung steht vor dem Massenstart."


Klimaschutz, stabile Energiekosten und wirtschaftliche Entwicklungschancen

Neben einem aktiven Beitrag zum Klimaschutz garantieren erneuerbare Energien langfristig stabile Energiekosten und wirtschaftliche Entwicklungschancen für die Regionen. "Spätestens bis 2030 werden die erneuerbaren Energien so viele Menschen beschäftigen wie heute die Automobilindustrie. Welche Kommunen davon besonders profitieren werden, entscheidet sich schon heute. Der 16. Juni 2009 kann für viele ein Startpunkt dafür sein", stellt Martin Hoppe-Kilpper fest, Geschäftsführer von deENet.

Auf dem Kongress wurden erstmalig die Ergebnisse des Projektes "Entwicklungsperspektiven für nachhaltige 100% Erneuerbare-Energie-Regionen" vorgestellt, das deENet in enger Kooperation mit der Universität Kassel durchführt hat. Darin geht es vor allem um zwei wesentliche Ziele: Zum einen die Erforschung von Erfolgsfaktoren und Hemmnissen in Kommunen und Landkreisen, die sich bereits sehr intensiv mit diesem Thema beschäftigen, und zum anderen die Vernetzung dieser Kommunen und Regionen untereinander. Es gibt bereits rund 90 Regionen, die deENet als 100% Erneuerbare-Energie-Regionen klassifiziert. Dazu zählen 34 Landkreise und Regionalverbünde sowie 56 Kommunen.

Weitere Informationen im Internet unter http://www.100-ee-kongress.de

18.06.2009   Quelle: Agentur für Erneuerbare Energien   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH



 

Dr. Nedim Cen ist neuer Finanzvorstand der Q-Cells SE; Dr. Hartmut Schüning gibt Verantwortung ab

Dr. Hartmut Schüning löst Vorstandsvertrag bei Q-Cells auf.
Dr. Hartmut Schüning löst Vorstandsvertrag
bei Q-Cells auf.

In seiner Sitzung am 17. Juni 2009 hat der Aufsichtsrat der Q-Cells SE, größter Hersteller von Solarzellen weltweit, der Bitte des Finanzvorstandes Dr. Hartmut Schüning zur vorzeitigen Auflösung seines Vorstandsvertrages entsprochen und die Suche nach einem Nachfolger bereits eingeleitet, berichtet das Photovoltaik-Unternehmen in einer Pressemitteilung. Gleichzeitig habe der Aufsichtsrat Dr. Nedim Cen zu seinem vorläufigen Nachfolger bestimmt.   Dr. Schüning leitete das Finanzressort über fünf Jahre. In seine Ägide fallen entscheidende Weichenstellungen zur Finanzierung des Wachstums zum heute größten Solarzellen-Hersteller der Welt, darunter der erfolgreiche Börsengang im Jahr 2005 und neben einer Reihe von Kapitalmaßnahmen zuletzt eine Wandelanleihe in Höhe von 250 Millionen Euro. Mit der Emission der Anleihe und dem Verkauf der Anteile an der REC Group habe Q-Cells eine solide finanzielle Grundlage für weiteres Wachstum in einem schwierigen Finanzmarktumfeld geschaffen.


Anton Milner: Solides finanzielles Fundament für die Zukunft

"Dr. Schüning hat Q-Cells in den letzten Jahren als Vorstand für Finanzen und Personal wie auch als Persönlichkeit entscheidend mitgeprägt. Nach einem der erfolgreichsten Börsengänge der Branche sind wir heute ein wichtiger Wert im TecDax. Als Mensch und einer der wesentlichen Architekten unserer Unternehmenskultur hat Dr. Schüning Q-Cells eine ganz besondere Prägung gegeben. Vor allem in der heutigen, für die gesamte Branche fordernden Zeit, sind wir ihm dankbar, dass er Q-Cells zuletzt mit einem sehr soliden finanziellen Fundament für die Zukunft ausgestattet hat. Nachdem diese Aufgabe erledigt ist, ist die Jahreshauptversammlung für ihn und für das Unternehmen ein guter Zeitpunkt, um den nächsten Schritt zu gehen", sagt Anton Milner, Vorsitzender des Vorstandes der Q-Cells SE.


Auf dem Weg vom reinen Solarzellen-Hersteller zum Photovoltaik-Konzern

Milner kommentiert weiter: "Gerade in einer Phase, in der sich der Markt und das Unternehmen stark verändern, war es essentiell, dass wir mit Dr. Cen einen erfahrenen Finanzprofi für uns gewinnen konnten. Mit seinem Know-how wird er uns wichtige Impulse auf dem weiteren Weg vom pure-play Hersteller zum Photovoltaik-Konzern geben".

Mit Dr. Cen, 43, kommt bereits in den nächsten Tagen ein erfahrener Finanzexperte an Bord, der den Übergang des Unternehmens in eine neue Entwicklungsphase begleiten wird. Er war bis 2008 Finanzvorstand der KION Group, dem weltweit zweitgrößten Hersteller von Gabelstaplern mit Sitz in Wiesbaden, einer Ausgründung von Linde. Zuvor war Cen 15 Jahre in der Unternehmensberatung und im Investment Banking tätig, darunter bei Credit Suisse und McKinsey. Derzeit ist er Geschäftsführer bei Alvarez & Marsal in München, einer Gesellschaft, die unter anderem auf Finanzberatung sowie Interimsmanagement spezialisiert ist. Bis zur Bestellung eines neuen Finanzvorstandes wird Dr. Cen dieses Ressort bei Q-Cells führen. Um einen nahtlosen Übergang zu gewährleisten, wird Dr. Schüning dem Unternehmen weiterhin in beratender Funktion zur Verfügung stehen.

Dr. Cen komplettiert das fünfköpfige Vorstandsteam um den Vorsitzenden Milner. Das Kerngeschäft, kristalline Siliziumtechnologien, verantwortet Gerhard Rauter. Sein Kollege, Dr. Florian Holzapfel, treibt die Entwicklung neuer Technologien voran, darunter unter anderem das Dünnschicht-Portfolio von Q-Cells. Die Berufung von Dr. Marko Schulz in den Vorstand im April 2009 reflektiert die deutlich gewachsene Bedeutung des Vertriebs für den Gesamterfolg des Unternehmens.

18.06.2009   Quelle: Q-Cells SE   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Q-Cells SE,
Lesen Sie zu diesem Thema auch:




 

Photovoltaik-Wechselrichter von KACO für Griechenland, Italien und Spanien: Dreier-Gruppe speist symmetrisch 20 kW Leistung ein

Powador 6650xi. Eine Dreiergruppe speist symmetrisch knapp 20 kW AC-Leistung ein.
Powador 6650xi. Eine Dreiergruppe speist
symmetrisch knapp 20 kW AC-Leistung ein.

Auf Kundenwunsch hat KACO new energy einen trafolosen Photovoltaik-Wechselrichter entwickelt, der - zu einer Dreier-Gruppe verschaltet - die in Griechenland, Spanien und Italien gültige 20-Kilowatt-Anschlussgrenze bei vollständig symmetrischer Einspeisung ausreizt, berichtet das Unternehmen in einer Pressemitteilung. Der neue KACO-Wechselrichter hat eine Nennleistung von 6,64 Kilowatt. Drei Geräte erreichen somit knapp die Anschlussgrenze von 20 Kilowatt. Bis zu dieser Schwelle entfallen laut KACO in Griechenland mehrere Genehmigungsverfahren. In Spanien erhalten Anlagenbetreiber eine höhere Vergütung. Und in Italien müssen Wechselrichter in Anlagen mit einer höheren Leistung mit Trafo ausgeführt sein.   Trafo-Wechselrichter seien aber weniger effizient und schmälerten somit die Rendite, heißt es in der Pressemitteilung. Mit dem Powador 6650xi ist KACO new energy jetzt mit vier Geräten in der Leistungsklasse zwischen kleinen String- und großen Zentralwechselrichtern vertreten.


Kein Watt verschenken

Anlass für die Neuentwicklung war der Wunsch zahlreicher Anlagenbauer, die auch bei einer vollständig symmetrischen Einspeisung bis 20 Kilowatt von den Vorteilen der KACO-Wechselrichter in der mittleren Leistungsklasse profitieren wollen, betont der Hersteller. Hierzu zählen: In einer Dreier-Gruppe speise jedes Gerät in eine der drei Phasen ein und nutze somit optimal den Spannungsbereich einer in drei Teilgeneratoren unterteilten Photovoltaik-Anlage aus. DC-Trennschalter und Strangsicherungen sind bereits integriert. Bei einer Gerätestörung verhindere der integrierte Sym-Bus, dass unsymmetrisch eingespeist wird. Die Kühlung erfolgt passiv ohne anfällige Lüfter. Der weite MPP-Bereich von 350 bis 600 Volt erleichtert die Anlagenauslegung.


Transformer für Module, die Erdung benötigen

Wie zu den übrigen Wechselrichtern zwischen 6.400 Watt und 8.000 Watt bietet KACO auch zum neuen Powador 6650xi den passenden Powador Transformer an - für Anlagen mit Dünnschicht-, Rückseitenkontakt- oder anderen Solarzellen, die Erdung benötigen. Diesen 3-phasigen Hochleistungstransformator liefert KACO in Verbindung mit drei speziell angepassten Powador 6650xi als Transformer-Set (TS) in zwei Varianten: für hohe Spannungen bis 1.000 Volt das TS20-HV (high voltage) und für niedrige Spannungen bis 600 Volt das TS20-LV (low voltage). Damit können Projektentwickler in Spanien und Griechenland trotz unvermeidbarem Trafo bis an die Anschlussgrenze von 20 Kilowatt gehen und das bei vollständig symmetrischer Einspeisung, betont KACO. Ein Trafo sei beispielsweise bei einigen Dünnschichtmodulen nötig, die auf Spannung gegen Erde empfindlich reagieren oder bei manchen Hochleistungsmodulen, die ihre volle Leistung erst geerdet bringen.

18.06.2009   Quelle: KACO new energy   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: KACO new energy,
Lesen Sie zu diesem Thema auch:




 

Neuer Photovoltaik-Hersteller PRAMAC startet Produktion und Vertrieb von Micromorph-Dünnschichtmodulen im Sommer 2009

PRAMAC-Werk in der Schweiz produziert Mikromorph- und Dünnschichtmodule.
PRAMAC-Werk in der Schweiz produziert
Mikromorph- und Dünnschichtmodule.

Das Unternehmen Pramac S.p.A., das weltweit Stromgeneratoren, Flurfördertechnik und Photovoltaik-Systeme produziert und vertreibt, berichtet in einer Pressemitteilung, dass die Produktion von Micromorph-Dünnschichtmodulen in Riazzino (Schweiz) begonnen hat. Die Einbindung und Inbetriebnahme der Fertigung mit Micromorph-Technologie (Photovoltaik-Module) sehe die volle Funktionstüchtigkeit in jeder Hinsicht voraus, und stehe kurz vor der letzten offiziellen Zertifizierung durch den TÜV Rheinland. Dies sei eine wichtige letzte Etappe die mit der aktuellen Testphase des Schweizer Werkes vollzogen werde.  Dank der ständigen Verbesserung der Photovoltaik-Module und nach den sorgfältig und präzise ausgeführten Tests der Pramac Schweiz S.A., werde erwartet, dass der Vertrieb der Dünnschichtmodule im Sommer startet. Das Unternehmen rechne mit einer Produktionskapazität, die einem Umsatz von rund 18 Millionen Euro Umsatz für das Jahr 2009 entspricht. Die Inbetriebnahme werde in enger Zusammenarbeit mit der Oerlikon Solar AG, dem Lieferanten der gesamten Fertigungslinie, durchgeführt.



Mit Oerlikon-Technologie produzierte Photovoltaik-Module nach IEC 61646 und IEC 61730 zertifiziert

Rechtzeitig zum Produktionsbeginn im Mai 2009 erhielt Oerlikon Solars Mikromorph Photovoltaik-Modul das IEC 61646 Zertifikat (Modulfunktionstest) und das IEC 61730 Zertifikat (Modulsicherheitstest) vom TÜV Rheinland. Dieses Zertifikat zeichne auch Pramac für Qualitätsmodule aus, die in äußerst kurzer Zeitspanne eingeführt werden sollen. "Wir sind äußerst zufrieden, diesen ersten wichtigen Abschnitt erreicht zu haben. Der Start des Schweizer Werks, mit der darauffolgenden Realisierung der Produktion der PRAMAC Schweiz Produktpalette wird unserer Gruppe ermöglichen positive Ergebnisse für dieses Jahr zu erwirtschaften, obwohl Schwierigkeiten für die kompletten traditionelleren Vertriebsschienen vorhergesagt worden sind", kommentiert Paolo Campinoti, Geschäftsführer der Pramac S.p.A. "Und letztendlich werden sich die Investitionen in diesem auch für die Zukunft schnell expandierenden Photovoltaik-Markt rentieren."

Pramac S.p.A. entwickelt und kommerzialisiert Stromgeneratoren weltweit und ist auch im Bereich Flurförderzeuge tätig. Die Gesellschaft ist zudem auf dem Energiemarkt tätig, insbesondere durch die Gesellschaft Pramac Schweiz S.p.A in der Photovoltaik. Die Pramac Gruppe umfasst 35 Gesellschaften in 21 Ländern mit insgesamt rund 700 Mitarbeitern. Die weltweit sechs Produktionsstätten befinden sich in Italien (Casole d’Elsa), Spanien, Frankreich, China, in der Schweiz und den USA.



18.06.2009   Quelle: PRAMAC S.p.A.; PRAMAC Swiss S.A.   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: PRAMAC S.p.A. ; PRAMAC Swiss S.A.,
Lesen Sie zu diesem Thema auch:




 

Deutschland wird als erstes Land den Gründungsvertrag für die IRENA ratifizieren

Energiekommissiar Piebalgs eröffnete die IRENA- Gründungskonferenz.
Energiekommissiar Piebalgs
eröffnete die IRENA-
Gründungskonferenz.

Deutschland wird als erstes Land den Gründungsvertrag der Internationalen Organisation für erneuerbare Energien (IRENA) ratifizieren. Bundestag und Bundesrat haben in Rekordzeit das erforderliche nationale Gesetzgebungsverfahren abgeschlossen. Bundesumweltminister Sigmar Gabriel zeigte sich erfreut darüber und warb für Bonn als Sitz des IRENA-Sekretariats. Die Bundesregierung hat sich mit dem UN-Standort für die Ansiedelung der neuen Organisation am Rhein beworben. "Mit der zügigen Ratifizierung des Vertrages stellt Deutschland erneut sein Engagement für eine starke internationale Organisation, die dem weltweiten Ausbau der erneuerbaren Energien dient, unter Beweis. Mit dem UN-Standort Bonn bieten wir IRENA einen Ort an, der internationale Erfahrung, technologisches Know-how und eine etablierte Forschungslandschaft bündelt", so der Bundesumweltminister. 


Wien, Abu Dahbi und Bonn konkurrieren um den Sitz der Organisation

Deutschland habe ein großzügiges Angebot für die Ansiedlung des IRENA-Sekretariats vorgelegt und will jährlich 8 Millionen Euro dafür bereitstellen, betont das Bundesumweltministerium. Das Gebäude, das auf einem weiträumigen Grundstück direkt am Rhein liegt, werde mietfrei zur Verfügung gestellt, seine Energieversorgung sei effizient und basiere auf erneuerbaren Energien. Ende dieses Monats, am 29. Juni, entscheiden die Unterzeichnerstaaten im ägyptischen Sharm el-Sheikh, wo der Sitz der Organisation angesiedelt wird und wer der erste/die erste Generaldirektor/in der Organisation wird. Um den Sitz konkurrieren Wien und Abu Dahbi mit Bonn.

Gabriel: "Die Idee der IRENA-Gründung wurde hier geboren. Wir haben den Gründungsprozess gegen anfängliche Skepsis entscheidend vorangetrieben, auch, indem wir Vertrauen aufgebaut haben. Es ist nicht übertrieben zu sagen, dass wir die IRENA-Familie aufgebaut haben. Jetzt wollen wir die Familie auch nach Hause holen."


Knapp 100 Staaten sind IRENA bereits beigetreten

Deutschland hat die Gründung von IRENA angestoßen und gehört zu den Erstunterzeichnern des Vertrages. Am 26. Januar 2009 unterzeichneten in Bonn 75 Staaten den Gründungsvertrag. Derzeit sind bereits knapp 100 Staaten der Organisation beigetreten, weitere haben diesen Schritt angekündigt. "Die erneuerbaren Energien bergen enorme Potenziale für den Klimaschutz, eine sichere Energieversorgung, wirtschaftliche Entwicklung und damit auch Armutsbekämpfung. Immer mehr Staaten erkennen diese Chancen und wollen sie nutzen", so Gabriel.

IRENA, die erste internationale Organisation, die sich ausschließlich auf erneuerbare Energien konzentriert, will die Nutzung der erneuerbaren Energien weltweit voranbringen. Ziel ist es, die Lücke zwischen dem enormen Potenzial der erneuerbaren Energien und deren noch relativ geringem Marktanteil am Energieverbrauch zu schließen. Schwerpunkt wird die Beratung ihrer Mitgliedsstaaten sein, die richtigen Rahmenbedingungen zu schaffen, Kompetenzen aufzubauen sowie Finanzierung und Technologie- und Wissenstransfer für erneuerbare Energien zu verbessern.

In Deutschland wurde der Gründungsprozess von IRENA vom Bundesumweltministerium und Bundesentwicklungsministerium in enger Kooperation mit dem Auswärtigen Amt vorangetrieben. Der Gründungsvertrag von IRENA tritt in Kraft, wenn ihn 25 Staaten ratifiziert haben.

18.06.2009   Quelle: BMU   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: www.irena.org,
Lesen Sie zu diesem Thema auch:




 

Solar Millennium und Southern California Edison unterzeichnen Stromabnahme-Verträge für solarthermische Kraftwerke mit einer Gesamtleistung von bis zu 726 MW

Parabolrinnen-Kraftwerk von Solar Millennium.
Parabolrinnen-Kraftwerk von Solar Millennium.

Solar Millennium LLC, Berkeley (Kalifornien), eine hundertprozentige Tochtergesellschaft der Solar Millennium AG, (Erlangen), hat mit dem US-amerikanischen Energieversorger Southern California Edison (SCE) Stromabnahme-Verträge, so genannte Power Purchase Agreements (PPA), unterzeichnet. Die Verträge bedürfen noch der Zustimmung der California Public Utilities Commission und sehen die Entwicklung von zwei Parabolrinnen-Kraftwerken mit einer Leistung von jeweils 242 Megawatt (MW) mit der zusätzlichen Option für ein drittes 242-MW-Kraftwerk vor. Insgesamt sind somit bis zu 726 MW solarthermischer Kraftwerksleistung geplant.  Die PPA regeln die Abnahme des in den Solar-Kraftwerken produzierten Stroms durch SCE über einen Zeitraum von 20 Jahren. Die Inbetriebnahme der drei Kraftwerke soll zwischen 2013 und 2014 erfolgen.



Solarstrom für Zeiten höchster Nachfrage

"Solarenergie ist die größte und zugleich bislang kaum genutzte Ressource in Kalifornien. Wir freuen uns über die Zusammenarbeit mit Solar Millennium bei diesen Projekten, die unsere Kunden mit noch mehr sauberer, erneuerbarer Energie versorgen werden", sagt Stuart Hemphill, SCE Vice President, Renewable and Alternative Power. Die Solar-Großanlagen mit einem voraussichtlichen Investitionsvolumen von jeweils über einer Milliarde US-Dollar werden den Strom für SCE tagsüber bereitstellen, insbesondere in den Zeiten höchster Nachfrage während der Nachmittagsstunden, also genau dann, wenn auch die höchste Sonneneinstrahlung herrscht. Im Vergleich zu den von Solar Millennium in Südspanien entwickelten Andasol-Kraftwerken hat jedes der Großkraftwerke ein nahezu dreimal größeres Solarfeld.

Für Solar Millennium ist die Vertragsunterzeichnung ein wichtiger Schritt bei der Entwicklung der Projekte. Das Unternehmen plant, Ende 2010 mit dem Bau der Kraftwerke zu beginnen, sobald alle erforderlichen Genehmigungen vorliegen und die weiteren Rahmenbedingungen für den Bau erfüllt sind. Die Anlagen werden ihren Strom in das kalifornische Hochspannungsnetz in der Nähe von Blythe und Ridgecrest einspeisen, das wegen des Ausbaus erneuerbarer Energien in diesen Regionen erweitert werden soll.


Arbeitsplätze und Umsätze entlang der Wertschöpfungskette solarthermischer Kraftwerke

Beim Bau jedes Solarkraftwerks werden laut Solar Millennium rund 800 Menschen beschäftigt sein. Dauerhaft werden nahezu 100 Arbeitsplätze in den Bereichen Betrieb, Instandhaltung und Verwaltung geschaffen. Solar Millennium erwartet aus diesen Projekten in den nächsten Jahren Umsätze in allen Geschäftsbereichen entlang der Wertschöpfungskette solarthermischer Kraftwerke. Josef Eichhammer, Geschäftsführer von Solar Millennium LLC: "Aufgrund der exzellenten Sonneneinstrahlung sind die Standorte in Kalifornien ideal für solarthermische Kraftwerke geeignet. Sie liegen zudem in der Nähe großer Bevölkerungszentren mit hoher Stromnachfrage. Die jährlichen Direktnormalstrahlungswerte sind in diesen Gebieten mit nahezu 2.800 kWh/m2 um mehr als 30 Prozent höher als in Südspanien. Die Kraftwerksprojekte leisten einen wichtigen Beitrag zum Erreichen der Ziele Kaliforniens für den Einsatz erneuerbarer Energien und zugleich zur Belebung der kalifornischen Wirtschaft."


Steuerliche Abschreibungsmöglichkeiten erhöhen die Attraktivität von Investitionen in solarthermische Kraftwerke

"Das sind großartige Nachrichten. Ridgecrest kann mit diesem Solarprojekt seine Kohlendioxidemissionen wesentlich reduzieren. Das Projekt von Solar Millennium schafft temporär etwa 800 und dauerhaft ca. 80-100 Arbeitsplätze in der Region und trägt nachhaltig dazu bei, die Kohlendioxidemissionen auf regionaler und bundesstaatlicher Ebene zu reduzieren und unsere lokale Ökonomie zu stärken", so Steven P. Morgan, Bürgermeister von Ridgecrest, Kalifornien. Während in Spanien gesetzlich geregelte Einspeisevergütungen den wirtschaftlichen Betrieb von Solarkraftwerken sichern, sind in Kalifornien die Energieversorger durch die Renewable Portfolio Standards (RPS) verpflichtet, einen zunehmenden Anteil ihres Stroms aus erneuerbaren Energiequellen zu beziehen. Steuerliche Abschreibungsmöglichkeiten ("Investment Tax Credits") erhöhen die Attraktivität von Investitionen in solarthermische Kraftwerke. US-Präsident Barack Obama hat weitere Anreize geschaffen, wie zum Beispiel staatliche Zuschüsse in Höhe von bis zu 30 Prozent der Investitionssumme und staatliche Bürgschaften für Kredite, um die Finanzierung in den derzeit wirtschaftlich schwierigen Zeiten zu erleichtern.


Solar Millennium und MAN Ferrostaal wollen neue Maßstäbe setzen

Christian Beltle, Vorstandsvorsitzender der Solar Millennium AG: "In Spanien und Ägypten hat Solar Millennium bei der Entwicklung von solarthermischen Kraftwerken eine Pionierrolle übernommen. Basierend auf diesen Erfolgen wollen wir unser Engagement für nachhaltige Energieversorgung auf dem amerikanischen Markt verstärkt ausdehnen. Hier sehen wir hervorragende Marktchancen für solarthermische Großkraftwerke. Unsere Projektpipeline schafft eine solide Basis, um unsere Wachstumsziele für die nächsten Jahre zu erreichen." In den Bau der Kraftwerke wird auch das Gemeinschaftsunternehmen der Solar Millennium AG und MAN Ferrostaal Inc. eingebunden. Uwe T. Schmidt, Vorstandsvorsitzender der MAN Ferrostaal Inc.: "Mit der gebündelten Erfahrung von Solar Millennium und MAN Ferrostaal sind wir in der Lage, bei solarthermischen Kraftwerken eine Spitzenposition zu erreichen und mit Anlagen dieser Größe und Leistungsklasse neue Maßstäbe zu setzen."

17.06.2009   Quelle: Solar Millennium AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Solar Millennium AG,
Lesen Sie zu diesem Thema auch:




 

M+W Zander: Solarzellenfabrik mit 500 Megawatt Jahresleistung für Q-Cells in Malaysia fertig gestellt

Der Anlagenbauer M+W Zander (Stuttgart) hat für das Photovoltaik-Unternehmen Q-Cells SE (Bitterfeld-Wolfen) eine neue Fabrik zur Produktion von Solarzellen in Malaysia geplant, errichtet und pünktlich übergeben. Die Bauarbeiten für das Großprojekt seien innerhalb eines engen Zeitrahmens von weniger als acht Monaten abgeschlossen worden, so dass M+W Zander anschließend mit dem Einbau der Maschinen beginnen konnte ("Ready for Equipment"). In der ersten Ausbaustufe habe die dreistöckige Solarzellen-Fabrik acht Produktionslinien und eine Jahresleistung von 500 Megawatt, berichtet M+W Zander in einer Pressemitteilung.  Der Großauftrag umfasste die komplette Wertschöpfungskette von der Planung über den Einkauf und das Baumanagement bis zum Anschließen des Maschinenparks an die Ver- und Entsorgungssysteme der Fabrik ("Hook-up"). Darüber hinaus übernahm M+W Zander auch die Planung und Koordination der Anlagen für die Betriebsmedien innerhalb des neuen Wissenschaftsparks.

Die Planungsarbeiten hatten im Februar 2008 begonnen und wurden von einem international besetzten M+W Zander-Ingenieurteam aus Deutschland und Malaysia durchgeführt. Im Mai des gleichen Jahres konnten die ersten Pfeiler für den Neubau gesetzt werden. Am 31. Dezember 2008 waren die Bauarbeiten dann erfolgreich beendet, so dass M+W Zander mit Einbau und Anschließen des Maschinenparks beginnen konnte. "Durch die enge, internationale Zusammenarbeit unserer Teams innerhalb der M+W Zander Gruppe konnten wir den Projektablauf erheblich beschleunigen und so den Zeitplan einhalten", erklärten Martin Beigl und Helmut Kurzböck, die Geschäftsführer von M+W Zander in Deutschland und Asien.“

17.06.2009   Quelle: M+W Zander Gruppe   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

Lesen Sie zu diesem Thema auch:




 

aleo solar-Hauptversammlung bestätigt Kurs des Vorstandes

aleo solar-Vorstand: Heiner Willers, (COO), Uwe Bögershausen, (CFO), Jakobus Smit, (CEO).
aleo solar-Vorstand: Heiner Willers, (COO),
Uwe Bögershausen, (CFO), Jakobus Smit,
(CEO).

Die Aktionäre des Photovoltaik-Herstellers aleo solar AG (Oldenburg, Prenzlau) bestätigten am 16. Juni 2009 auf der dritten ordentlichen Hauptversammlung sehr deutlich den Kurs der Unternehmensleitung und entlasteten Vorstand und Aufsichtsrat mit großer Mehrheit, berichtet das Unternehmen in einer Pressemitteilung. Diese und auch alle weiteren Beschlussvorschläge seien mit großer Mehrheit von 95 Prozent und mehr angenommen worden. So wurde der Bilanzgewinn auf neue Rechnung vorgetragen und damit zum Zwecke der Wachstumsfinanzierung im Unternehmen belassen. Im Sinne eines Vorratsbeschlusses stimmten die Aktionäre für die Erneuerung des Beschlusses zur Ermächtigung zum Aktienrückkauf von bis zu 10 Prozent des Grundkapitals.   Die eigenen Aktien könnten insbesondere als Akquisitionswährung zur Beteiligung an anderen Unternehmen oder zur Bedienung eines Mitarbeiter-Beteiligungsprogramms genutzt werden. Schließlich wurde erstmals auch die Schaffung eines bedingten Kapitals und die Möglichkeit der Ausgabe von Wandelschuldverschreibungen genehmigt. Als Ergänzung zum genehmigten Kapital verschaffe dies dem Unternehmen einen weiteren Spielraum bei der Auswahl marktüblicher Finanzierungsinstrumente, heißt es in der Pressemitteilung.


CFO Bögershausen: Umsatz im Mai so hoch wie im gesamten ersten Quartal 2009

Uwe Bögershausen, Finanzvorstand der aleo solar AG, berichtete den Aktionären über einen äußerst dynamischen Geschäftsverlauf der letzten Monate: Die PV-Industrie habe zu ihrer üblichen Saisonalität zurückgefunden. Durch den langen Winter, den Wegfall des spanischen Marktes sowie die Finanzkrise sei die Zahl der Neuinstallationen zurückgegangen. Für den weiteren Jahresverlauf zeichne sich jedoch bereits heute eine klare Verbesserung ab. "Allein im Mai haben wir so viel Umsatz gemacht wie im gesamten ersten Quartal 2009. Der gute Auftragseingang zusammen mit den bestehenden Verträgen von bislang mehr als 70 Megawatt unterstreichen das hohe Interesse an Modulen der aleo solar AG", so Bögershausen.


Bilanzgewinn bleibt zum Vertriebsausbau im Unternehmen

Heiner Willers, Vorstand für das operative Geschäft (COO), erläutert: "Von jetzt an zählt Vertriebsstärke. Wir bauen unseren Vertrieb in den etablierten PV-Märkten aus und forcieren unsere Aktivitäten in jungen Märkten. Unser aleo power network garantiert Kundennähe und den direkten Kontakt zum Fachhändler. Das zeichnet aleo solar als Premium-Hersteller mit einem eigenen Vertrieb aus. Dieses Geschäftsmodell soll weiter ausgebaut werden und die Hauptversammlung hat dem Vorschlag zugestimmt, den gesamten Bilanzgewinn hierfür im Unternehmen zu belassen."

Jakobus Smit, Vorstandsvorsitzender der aleo solar AG, fasst zusammen: "Die Hauptversammlung hat unseren Kurs bestätigt: Vertriebsstärke, Internationalisierung, hohe Qualität und eine starke Marke werden auch zukünftig unseren Erfolg sichern."

17.06.2009   Quelle: aleo solar AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: aleo solar AG,
Lesen Sie zu diesem Thema auch:




 

NRG Energy und eSolar wollen 92 MW Solarthermie-Kraftwerk in New Mexico bauen

Beispielfoto der Solarthermie-Technologie, die NRG Energy in New Mexico einsetzen will.
Beispielfoto der Solarthermie-Technologie, die
NRG Energy in New Mexico einsetzen will.

Das US-Energieunternehmen NRG Energy (Princeton, New Jersey) berichtete am 11. Juni 2009, dass El Paso Electric (El Paso, Texas) eine Strombezugsvereinbarung (power purchase agreement, PPA) über die gesamte Leistung eines solarthermischen Kraftwerks unterzeichnet hat, das im Süden des US-Bundesstaates New Mexico errichtet werden und eine Nennleistung von 92 Megawatt (MW) haben soll. NRG will das Solar-Kraftwerk gemeinsam mit eSolar (Pasadena, Kalifornien) errichten, einem Hersteller modular skalierbarer Solarthermie-Kraftwerke. Laut Pressemitteilung handelt es sich bei dem Vorhaben um einen Teil der geplanten 500 MW Solarthermie-Kapazität, die von den Unternehmen in Kalifornien und im weitern Südwesten der USA geplant sind.   Die Anlage soll nach Inbetriebnahme im Sommer 2011 das erste Solarthermie-Projekt im Kraftwerksmaßstab in New Mexico sein und soll El Paso Electric bei der Erfüllung der Quoten für erneuerbare Energien unterstützen. Der Gouverneur von New Mexico Bill Richardson hatte das Quotenmodell im März 2007 unterzeichnet und seitdem 37 bundesstaatliche Förderprogramme für erneuerbare Energien in Kraft gesetzt.


46 MW Nennleistung auf 0,65 Quadratkilometern

Der Standort für das Kraftwerk ist ein 1.8 Quadratkilometer großes Gelände im Südwesten von New Mexico, ungefähr 16 Kilometer vom texanischen El Paso entfernt. Laut Pressemitteilung kann mit dem modularen Ansatz von eSolar auf 0,65 Quadratkilometern Land eine Nennleistung von 46 MW installiert werden. Neben ihrem modularen Design sollen die Solarkraftwerke von eSolar die bekannten Hürden für Solarkraftwerke überwunden haben: den Preis, die Skalierbarkeit, eine schnelle Installation und einen positiven Einfluss auf das Stromnetz. Laut Pressemitteilung macht die unternehmenseigene Verbindung von vorproduzierten Teilstücken, Optik und Software dies möglich. "Die modulare Technologie von eSolar kann in jeder Größe und in verschiedenen Konfigurationen montiert werden. Gemeinsam mit den Ressourcen und der Entwicklungsfähigkeit von NRG ist die eSolar-Technologie die bevorzugte Lösung für ökologisch verantwortliche Energieversorgungsunternehmen mittlerer Größe wie El Paso Electric", sagte Bill Gross, Vorstand von eSolar. "Mit 300 Sonnentagen pro Jahr, gut ausgebildetem Personal und einem vorzüglichen Geschäftsklima ist New Mexico gut aufgestellt, um in Sachen Solarenergie eine führende Rolle zu spielen", sagte Gouverneur Richardson. "eSolar, NRG und El Paso Electric helfen dabei, die erneuerbaren Energieressourcen New Mexicos anzuzapfen".



17.06.2009   Quelle: NRG Energy   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: NRG Energy,
Lesen Sie zu diesem Thema auch:




 

US-Energieministerium fördert Solarenergie, CO2-Speicherung, Solarenergie und Effizienz von Fahrzeugen mit 300 Millionen Dollar

Energieminister Chu kündigte umfangreiche Förderung für Solar und Cleantech an.
Energieminister Chu
kündigte umfangreiche
Förderung für Solar und
Cleantech an.

Der US Energieminister Steven Chu kündigte am 11.06.2009 an, dass mehr als 300 Millionen US-Dollar (218 Millionen Euro) Fördergelder für Technologien zur sauberen Energiegewinnung bereit stünden. Besonders die Solarenergie, Technologien zur CO2-Speicherung und die Entwicklung effizienterer Fahrzeuge sollen so vorangebracht werden. Der Schritt spiegele die breit angelegte Strategie der Obama-Regierung wider, mit der Millionen Arbeitsplätze geschaffen werden sollen und gleichzeitig ein Wandel bei Produktion und beim Verbrauch von Energie in den USA eingeläutet werden soll.  "Allein die breitere Nutzung bestehender Technologien wie der Windenergie und Effizienzverbesserungen birgt ein enormes Potenzial für neue Arbeitsplätze und geringere CO2-Emissionen. Wir müssen aber auch umgestaltende Lösungen entwickeln", sagte Minister Chu. "Als Wissenschaftler bin ich optimistisch, dass bedeutende technische Durchbrüche möglich sind und dass Investitionen wie die heute angekündigten einen wichtigen Anteil daran haben werden, unsere Ziele zu erreichen".



Millionen-Förderung für Solar-Technologien und -Kraftwerke

24 neue Projekte für die Forschung, die Entwicklung und das Design von Solartechnik sollen laut Minister Chu mit dem Ziel gefördert werden, Solarstrom kostengünstiger zu produzieren. Die Vorhaben würden mit bis zu 22 Millionen US-Dollar (16 Millionen Euro) im Rahmen des amerikanischen Konjunkturpakets (American Recovery and Reinvestment Act; ARRA) unterstützt und zusätzlich von privaten Investoren mit mehr als 50 Millionen US-Dollar (36 Millionen Euro) nebenfinanziert. Laut Pressemitteilung handelt es sich bei den neuen Projekten zum Beispiel um die Entwicklung automatisierter Produktionsprozesse und um die Herstellung von Halbleitermaterialien. Ziel sei, die Fertigungskosten und Preise der Endprodukte so weit zu senken, dass so kurzfristig eine deutlich positive Wirkung auf einen großen Teil der Photovoltaik-Industrie ausgelöst werden kann. Energieminister Chu kündigte außerdem an, das Energieministerium wolle bis zu 27 Millionen US-Dollar (19,6 Millionen Euro) für eine Ausbildungsinfrastruktur der Solartechnologie aufbringen um sicherzustellen, dass gut ausgebildete Arbeitnehmer das Wachstum der erneuerbaren Energien unterstützen können. Insbesondere sollen Solar-Monteure, Ingenieure, Vertriebspersonal und weitere Arbeitskräfte für die Photovoltaik, Solarthermie und solare Kühlung ausgebildet werden.

17.06.2009   Quelle: US Department of Energy (DoE)   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: www.energy.gov,
Lesen Sie zu diesem Thema auch:




 

Solar-Konzern REC baut Norwegens größte Solarstromanlage in Herøya

Solar-Fassade von REC in Herøya.
Solar-Fassade von REC in Herøya.

An den neuen Fertigungsstätten von REC Wafer in Herøya (Norwegen) soll in Kürze die größte Photovoltaik-Anlage des Landes Solarstrom produzieren. Bislang habe Opernhaus in Oslo die größte Solarstromanlage in Norwegen betrieben, berichtet Solar-Konzern REC in einer Pressemitteilung. Derzeit würden im Zuge des REC Herøya-Projekts Solarmodule mit einer Gesamtleistung von 33 Kilowatt (kWp) auf die Glaswand des neuen Verwaltungsgebäudes angebracht. Die Installation wird auf ein Aluminiumprofilsystem von Sapa angebracht und zirka 0,6 Meter vor der Glaswand hängen.   Die Wand ist in 5 Abschnitte eingeteilt, wovon jeder 30 REC-Module trägt. Das Verwaltungsgebäude sei zum Meer ausgerichtet wodurch die Glasfassade mit den Solarmodul-Abschnitten einen eindrucksvollen Anblick für die Passagiere der Schiffe biete, die künftig den Fjord passieren. Obgleich im internationalen Vergleich eher klein, gebe die neue PV-Anlage einen deutlichen Hinweis auf den in Norwegen ansässigen Solar-Konzern REC ASA. Die Solarmodule werden mit 15 Wechselrichter zusammengeschaltet. Die Solarstrom-Produktion wird für jedermann auf einer großen Anzeige im Haupteingang sichtbar sein. Auch auf dem Dach der im Bau befindlichen Waferfertigung von REC in Singapur sollen auf einer Fläche von 5.000 m² Solarmodule installiert werden.

17.06.2009   Quelle: REC ASA   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: REC ASA,
Lesen Sie zu diesem Thema auch:




 

Gabriel begrüßt Unternehmerinitiative zu Solarthermie-Kraftwerken in der Wüste

Parabolrinnen-Kraftwerk Andasol 1 (Spanien)
Parabolrinnen-Kraftwerk Andasol 1
(Spanien)

Bundesumweltminister Sigmar Gabriel hat die deutsche Unternehmensinitiative zum Bau von solarthermischen Kraftwerken in Wüstenregionen begrüßt, mit der 15 Unternehmen und Institutionen, darunter der weltgrößte Rückversicherer Münchener Rück und der Elektrokonzern Siemens riesige Solarstrom-Anlagen in der afrikanischen Wüste errichten wollen. "In Afrika und Ländern des Mittleren Ostens bergen die erneuerbaren Energien ein enormes Potenzial. Dieses Potenzial kann mittels solarthermischer Kraftwerke erschlossen werden. Die Errichtung solcher Kraftwerke in Verbindung mit einem Stromverbund im Mittelmeerraum liegt im europäischen Interesse", sagte Gabriel. Noch seien die solarthermischen Kraftwerke und der Stromverbund eine Vision. Die Umsetzung dieses Vorhabens ist sehr ehrgeizig und bedürfe erheblicher finanzieller Anstrengungen, betont der Minister. 


Solarthermische Stromerzeugung in sonnenreichen Ländern auf dem Vormarsch

Solarthermische Kraftwerke sind in erster Linie für den Einsatz in Ländern des Sonnengürtels geeignet. Denn sie sind auf direkte Sonnenstrahlung angewiesen. Deren Anteil ist in Deutschland zu gering. Doch in sonnenreichen Ländern sind die verschiedenen Technologien solarthermischer Stromerzeugung auf dem Vormarsch.


Studien belegen enormes Potenzial

In den vergangenen Jahren hatte das Bundesumweltministerium in drei Studien untersuchen lassen, welche Perspektiven die erneuerbaren Energien in Nordafrika haben. Das Ergebnis sei deutlich, heißt es in der Pressemitteilung. Allein mit Solarenergie könne man in Nordafrika so viel Strom produzieren, dass der Eigenbedarf gedeckt werden kann und zusätzlich erhebliche Mengen exportiert werden könnten. Vor allem solarthermische Kraftwerke hätten dort ein enormes Potenzial. Dies betont die Bundesregierung auch in dem Solarplan im Rahmen der Union für das Mittelmeer.


Solarplan im Rahmen der Union für das Mittelmeer

Gabriel wies darauf hin, dass die entscheidenden Weichen zur Gründung eines Stromverbundes auf europäischer Ebene bzw. im Rahmen der Union für das Mittelmeer gestellt werden müssen. Das gelte für die technischen ebenso wie für die rechtlichen Rahmenbedingungen im Hinblick auf die Durchleitung des Stroms. Gabriel: "Deshalb treiben wir die Entwicklung und Umsetzung des Solarplans im Rahmen der Union für das Mittelmeer voran." Auf dem Treffen der 16 größten Industrie- und Schwellenländer Ende Mai in Paris wurde von deutscher Seite ein Vorschlag zur verstärkten Technologieentwicklung und zum weltweiten Ausbau solarthermischer Kraftwerke eingebracht.

Weitere Informationen auf dem Solarserver:

- Solarstrom aus der Wüste: Erneuerbare Energien im transeuropäischen Verbund.

Interview: Desertec – Strom aus der Wüste: Chance oder Fehler?

16.06.2009   Quelle: BMU   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Solar Millennium AG,
Lesen Sie zu diesem Thema auch:




 

Photovoltaik-Wettbewerb: 1.000 kWp auf Schuldächern in Sachsen-Anhalt

Mit dem Wettbewerb "Solarenergie macht in Sachsen-Anhalt Schule" werden Bildungseinrichtungen des Landes aufgerufen, sich an einer Aktion zu beteiligen, in der 1.000 kWp beziehungsweise 40 Photovoltaik-Anlagen vorwiegend auf Schuldächern installiert werden sollen. Einsendeschluss der auszufüllenden Bewerbungs-Checklisten ist der 24.06.2009.
Im Internetportal "www.solar-schulen.de" können interessierte Schulen eine unkomplizierte technische und pädagogische Bewerbungscheckliste ausfüllen und damit am Wettbewerb teilnehmen.
  Sollte das Dach des Schulgebäudes nicht für die Installation einer Photovoltaikanlage geeignet sein, besteht die Möglichkeit, mit der Photovoltaikanlage als Anschauungsobjekt und "Lernort" auf andere frei zugängliche kommunale Gebäude auszuweichen (z.B. den Kindergarten, das Gemeindehaus, die Sporthalle, etc.). Teilnahmeberechtigt sind alle Gymnasien, Sekundarschulen und Berufsbildenden Schulen in Sachsen-Anhalt.



Photovoltaikanlagen und Unterstützung für die Gewinner

Ziele des Wettbewerbs sind unter anderem die Förderung der Umweltbildung durch Praxisnähe und Schaffung eines "Solaren Klassenzimmers auf dem Dach" sowie die Nachwuchsgewinnung für die sich rasant entwickelnde Solarindustrie im Land Sachsen-Anhalt. Mit dem Wettbewerb sollen zudem die solare Energiegewinnung und der Klimaschutz in die schulische Ausbildung integriert werden. Die Gewinner erhalten das Anschauungsobjekt, ihre Photovoltaikanlage auf dem Schuldach, Materialien zur Einbindung der Solarenergie in den Unterricht (Solarkoffer, Photovoltaik-Software, etc.), Hardware zur Datenauswertung und zur Visualisierung der Solar-Erträge sowie eine Lehrerfortbildung und Unterstützung bei der Umsetzung des Projekts.

Eine fachkompetente Jury wählt die am besten geeigneten und kreativsten Projekte aus. Auch Schulen, die schon eine Photovoltaikanlage auf dem Dach installiert haben, können sich bewerben. Diese werden automatisch in das Solarportal mit aufgenommen und erhalten Unterstützung, um die Solarenergie in den Unterricht zu integrieren. Das Projekt wird gefördert durch das Land Sachsen-Anhalt und die Europäische Kommission (Europäischer Sozialfonds INVESTITION IN IHRE ZUKUNFT.)


Nachwuchs für die Photovoltaik-Industrie

In Sachsen-Anhalt entwickelt die Solarindustrie in rasantem Tempo. Schon jetzt wird der Wirtschaftsstandort Thalheim als "Solar Valley" bezeichnet und die dort ansässigen Unternehmen gehören weltweit zu den Technologieführern der Branche. Zudem bieten die Gebäudedächer und auch Schuldächer des Landes ein hohes Potenzial für die Installation von Photovoltaikanlagen. Aus diesem Grund ist es für das Land Sachsen-Anhalt von großem Interesse, neue Technologien zu fördern, diese in die Breite zu tragen und damit junge Leute mit der Photovoltaik vertraut zu machen. Neben dem Schwerpunkt der Berufsorientierung im Bereich der erneuerbaren Energien spielen bei diesem Projekt aber auch die Umweltbildung und die praktische Umsetzung von Beiträgen zum Klimaschutz eine entscheidende Rolle.

Weitere Informationen und Anmeldung unter http://www.solar-schulen.de


16.06.2009   Quelle: MUTING GmbH (Projektdurchführung)   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: http://www.solar-schulen.de,
Lesen Sie zu diesem Thema auch:




 

EUROGLAS startet Solarglas-Produktion in Haldensleben

Am 8. Juni 2009 fiel in Haldensleben der Startschuss: EUROGLAS hat mit der Veredelung des Weißglases "EUROWHITE Solar" begonnen. Das Unternehmen erweiterte damit seine Produktpalette um ein qualitativ hochwertiges Halbzeug und partizipiere am zukunftsorientierten Solar-Markt, heißt es in der Pressemitteilung. Der Bau der 200 Meter langen und 70 Meter breiten Produktionsstätte startete Ende September 2008. Unter Verwendung des Sonnen- und Wärmeschutzglases "SILVERSTAR COMBI Neutral 41/21" entstand in Haldensleben in nur neun Monaten Bauzeit ein ungewöhnlich transparentes Werk mit einer außergewöhnlichen Glasfassade. Künftig werden hier auf einer Fläche von 15.000 Quadratmetern täglich bis zu 400 Tonnen Glas mit hochmoderner Technik für Anwendungen in der Solarindustrie veredelt. 


Weißglas mit sonnigen Extras

"EUROWHITE Solar", das neue Weißglas, wird laut EUROGLAS in einem einzigartigen Produktionsverfahren veredelt. Das Ergebnis sei eine außergewöhnlich hohe Planität des Glases. Mit dem veredelten Glas, dem EUROGLAS PV Flat, sei es EUROGLAS gelungen, den sehr hohen Kundenerwartungen an die Verwerfung zu entsprechen. Die Vorteile für die Kunden lägen auf der Hand: Erstens benötigten die Kunden bei der Weiterverarbeitung (Laminierung) aufgrund der extrem geringen Verwerfung des EUROGLAS PV Flat nur noch ein sehr dünnes Zwischenmaterial. Zweitens führe die Verwendung dieser feineren Folie zu einer Kostenersparnis. Gemessen an der sehr hohen Quadratmeterzahl der Dünnschichtsolarzellen, für die EUROGLAS PV Flat verwendet wird, sei die Kostenreduktion für die EUROGLAS-Solarkunden ein gewichtiges Argument.


Glas für das Solar-Valley Mitteldeutschland

"EUROWHITE Solar" werde im neuen Veredelungswerk individuell nach den Wünschen der Kunden zugeschnitten und mit aufwändigen Kantenbearbeitungen versehen. Alles in garantierter Menge und just-in-time auf kurzen Wegen: die Unternehmen der PV-Industrie liegen nebenan im "Solar-Valley Mitteldeutschland", bestehend aus Thüringen, Sachsen und Sachsen-Anhalt, und in den angrenzenden Bundesländern.


Neues Schichtdesign soll den Wirkungsgrad von Dünnschichtmodulen steigern

Bei der Beschichtung werde EUROGLAS ab Ende des Jahres zukunftsweisende Wege gehen. Für die transparente Frontelektrode der Dünnschicht-Photovoltaik favorisiere EUROGLAS ein neuartiges Verfahren. Ziel sei, mit dem selbst entwickelten Schichtdesign den Wirkungsgrad von Dünnschichtmodulen zu steigern und damit die Rentabilität von Solarstromanlagen weiter zu erhöhen.

16.06.2009   Quelle: EUROGLAS   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: EUROGLAS,
Lesen Sie zu diesem Thema auch:




 

Münchener Rück: Neue Versicherungslösungen für eine CO2-arme Energieversorgung – Solarstrom aus der Wüste

Solarthermisches Kraftwerk.
Solarthermisches Kraftwerk.

Der Umbau der Energieversorgung hin zu mehr erneuerbaren Energien und klimafreundlichen Technologien sei eine der zentralen Aufgaben der Weltwirtschaft zur Eindämmung des Klimawandels in den kommenden Jahren, so die Münchener Rück in einer Pressemitteilung. Das Versicherungsunternehmen leiste als Risikoträger seien Beitrag zu einer CO2-armen Energieversorgung, in dem es Investoren in neue Kraftwerkstechnologie mit innovativen Versicherungslösungen Planungssicherheit gebe. Selbst die großindustrielle Nutzung der Sonnenenergie in den Wüsten Nordafrikas müsse keine Utopie bleiben, heißt es in der Pressemitteilung.   Sie könnte mittelfristig neue Geschäftspotenziale bringen und Energiesicherheit mit Klimaschutz vereinen. Die Süddeutsche Zeitung berichtet am 16.06., ein Konsortium deutscher Konzerne, darunter die Münchener Rück, Siemens, die Deutsche Bank und RWE, prüften, wie die großen Solaranlagen in der Wüste finanziert werden können.



Solarstrom aus der Wüste ist technologisch bestechend und auch realisierbar

Strom aus solarthermischen Kraftwerken, der in Nordafrika produziert und von dort über neue Gleichstrom-Hochspannungsnetze nach Europa transportiert wird, könnte im nachhaltigen Energiemix der Zukunft eine entscheidende Rolle einnehmen, heißt es in der Pressemitteilung. "Dies ist keine ferne Vision mehr, sondern technologisch bestechend und auch realisierbar. Desertec setzt langfristig eindeutig die richtigen Anreize, nämlich für Klimaschutz und eine CO2-arme Energiewirtschaft. Deshalb starten wir einen Dialog mit visionären Denkern und Unternehmen, die wie wir von den enormen ökonomischen, ökologischen und gesellschaftlichen Potenzialen von Desertec überzeugt sind", so Vorstandsmitglied Jeworrek.



Neue Veröffentlichung: "Munich Re newables - Unser Beitrag für eine CO2-arme Energieversorgung"

Die Münchener Rück ist mit Risikotransferlösungen für alle Formen der Nutzung erneuerbarer Energien am Markt, so das Unternehmen. Die neuen Deckungskonzepte werden in der am 16.09.2009 veröffentlichten Publikation "Munich Re newables - Unser Beitrag für eine CO2-arme Energieversorgung" detailliert vorgestellt. "Zur Entwicklung solcher Versicherungslösungen ist innovatives Denken gefragt", sagt Torsten Jeworrek, Mitglied des Vorstands der Münchener Rück: "Ob es sich dabei um die klassischen erneuerbaren Energieformen Wasser und Wind oder um neue Wege der Stromerzeugung durch solarthermische Kraftwerke oder Photovoltaik handelt: Letztlich geht es immer darum, die Investitionsrisiken für den Kapitalgeber zu minimieren. So erschließen wir uns als führender Rückversicherer neue Geschäftsfelder."


Leistungsgarantie-Versicherung für die Hersteller von Photovoltaik-Modulen

Jüngstes Beispiel einer innovativen Versicherungslösung sei die Leistungsgarantie-Deckung für die Hersteller von Photovoltaik-Modulen, die im Markt auf sehr große Resonanz stoße. Die Münchener Rück biete den Herstellern damit die Möglichkeit, sich Versicherungsschutz für den Fall einzukaufen, dass bilanzrechtlich vorgeschriebene Rückstellungen für Reklamationen aus Leistungsgarantien nicht ausreichen. Ziele diese Lösung auf die technische Qualität der Solarmodule ab, so gehe es bei anderen Leistungsgarantie-Lösungen um die Launen der Natur. Sonne und Wind stehen als Primärenergie zwar kostenlos zur Verfügung. Das Aufkommen schwankt jedoch auch bei sehr gut geeigneten Standorten im Laufe der Zeit erheblich. Die Münchener Rück biete deshalb spezielle Wind- und Sonnendeckungen an, welche die Volatilität der Erträge minimieren und an den konkreten Absicherungsbedarf eines Investors oder einer finanzierenden Bank angepasst werden.


Versicherungen für Offshore-Windparks und Geothermie

Maßgeschneiderte Versicherungslösungen der Münchener Rück gibt es auch für die Unwägbarkeiten beim Bau der vielen geplanten Offshore-Windparks, in die in den nächsten Jahren viele Milliarden Euro investiert werden, sowie für die Geothermie: Dort hänge der Erfolg entscheidend davon ab, ob bei einer Bohrung eine ausreichende Menge an genügend heißem Wasser vorgefunden wird. Investitionen von oft mehr als 10 Millionen Euro stünden pro Projekt im Risiko.

Weitere Informationen zum Desertec-Konzept auf dem Solarserver:

- Solarstrom aus der Wüste: Erneuerbare Energien im transeuropäischen Verbund
.

- Interview: Desertec – Strom aus der Wüste: Chance oder Fehler?


- Broschüre "Munich Re newables – Unser Beitrag für eine CO2-arme Energieversorgung" ( 56 S.) zum Herunterladen unter http://www.munichre.com/publications/302-05954_de.pdf

16.06.2009   Quelle: Münchener-Rück-Gruppe   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Solar Millennium AG,


 

Solarthermie-Barometer: Solarwärme-Markt in der Europäischen Union wächst um rund 50 %

In Europa sind 19.982,7 MWth Solarthermie-Leistung installiert.
In Europa sind 19.982,7 MWth
Solarthermie-Leistung installiert.

Der europäische Markt für Solarthermie-Systeme verzeichnete 2008 den beeindruckenden Zuwachs von mehr als 4,6 Millionen Quadratmetern installierter Solarkollektorfläche, gegenüber einem Zubau von 3,1 Millionen Quadratmetern im Jahr 2007 berichtet das EurObserv’ER-Konsortium in einer Pressemitteilung. Damit habe die Solarthermie in Europa um etwa 50 % beziehungsweise 3.238,5 MWth zugelegt und erstmals die symbolische Marke von vier Millionen Quadratmetern überschritten. Treiber für dieses Wachstum seien vor allem der deutsche und die südeuropäischen Märkte gewesen.   Rechne man das Marktwachstum von verkaufter Quadratmeterfläche in Wärmeleistung um und berücksichtige die Außerbetriebnahme alter Systeme, könne die genutzte Solarthermie-Kapazität in der EU Ende 2008 auf 19.982,7 MWth (Megawatt thermisch) geschätzt werden. Die Kapazität für das Jahr 2007 werde auf 16.818,5 MWth geschätzt.



Deutschland führt in absoluten Zahlen, Zypern bei der Leistung pro Einwohner

Die Rangliste führt Deutschland mit mehr als 11,3 Millionen m² genutzter Kapazität an, gefolgt von Österreich (4 Millionen m2) und Griechenland (3,9 Millionen m2). Die installierte solarthermische Fläche je Einwohner variiert innerhalb der EU erheblich: An der Spitze steht Zypern mit 843 m2 je 1000 Einwohner. Dies ist 1,8 mal soviel als in Österreich (475,8 m2 je 1000 Einwohner) und 2,4 mal soviel als in Griechenland (345,1 m2 je 1000 Einwohner). In Kontinentaleuropa jedoch liegt Österreich ganz vorne mit 3,5 Mal mehr installierter Kollektorfläche je Einwohner als das viertplatzierte Deutschland. Wie viele Arbeitsplätze der europäische Solarthermie-Sektor schafft und wie hoch seine Umsätze sind, lässt sich laut EurObserv’ER nur schwer schätzen. Nach Schätzungen von EurObserv’ER hat der Solarthermie-Sektor in der EU mehr als 50.000 Arbeitsplätze geschaffen. Die Umsätze dürften 2008 die Drei-Milliarden-Euro-Grenze überstiegen haben.


Das EurObserv’ER Barometer

Das Barometer ist eine regelmäßig erscheinende Veröffentlichung, die weltweit und für Europa den aktuellen Stand auf dem Gebiet der erneuerbaren Energien (Solarenergie, Windenergie, Wasserkraft, Geothermie und Biomasse) aufzeigt und mit der sich EurObserv’ER an die europäische Presse richtet. "ER" im Namen des Konsortiums steht für den französischen Begriff für erneuerbare Energie: énergies renouvelables. Das nächste Barometer wird im Juli zum Thema Biokraftstoffe veröffentlicht.


Kostenloser Download

Das zweisprachige EurObserv’ER Barometer (Französisch/Englisch) steht kostenlos zum herunterladen bereit unter http://www.eurobserv-er.org

16.06.2009   Quelle: EurObserv’ER   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: EurObserv’ER,
Lesen Sie zu diesem Thema auch:




 

Photovoltaik: US-Hersteller Xunlight produziert Dünnschichtmodule von der Rolle

Dünnschichtmodul von Xunlight.
Dünnschichtmodul von Xunlight.

Die Xunlight Corporation (Toledo, Ohio), Hersteller biegsamer und leichter Dünnschicht-Solarmodule, berichtete Ende Mai 2009, das Unternehmen habe ein neues Verfahren zur Produktion von Photovoltaik-Modulen auf der Grundlage von Silizium entwickelt. Mit dem Rolle-zu-Rolle-Verfahren sei es möglich, im großen Umfang flexible, hoch effiziente Dünnschicht-Solarmodule zu fertigen. Xunlight berichtet, dass mit dem neuen Verfahren Dreischicht-Zellen auf dünnen, 0,92 Meter breiten Edelstahlsubstraten mit einer Länge von bis zu 1.600 Metern gefertigt werden könnten.  Das Edelstahlgewebe werde durch von Vakuumkammern geführt und per plasmaunterstützter chemischer Gasphasenabscheidung (plasma enhanced chemical vapor deposition, PECVD) mit insgesamt neun Halbleiterschichten versehen. Auf der Rückwand seien Reflektoren integriert und vorne befänden sich die mit einer Zerstäubungstechnologie aufgebrachten Elektroden. Laut Pressemitteilung beträgt die Stärke der neun Lagen der Triple-Junction-Solarzellen ungefähr ein hundertstel der Dicke eines Blattes Papiers, weshalb nur wenig Silizium für die Zellen benötigt werde.


Produktion von der Rolle gemeinsam mit dem PV-Labor der Universität von Toledo entwickelt

Xunlight berichtet, das Unternehmen habe die neuen Produktionssysteme mit Hilfe seines akademischen Partners, dem Dünnschicht-Photovoltaiklabor der Universität Toledo entwickelt und hergestellt. Das Design, die Entwicklung und die Herstellung der Produktionssysteme wurde laut Pressemitteilung durch private Kapitalinvestitionen von vier Hauptinvestoren möglich. Es handle sich hierbei um die Unternehmen Emerald Technology Ventures (Zürich, Schweiz und Montreal, Kanada), Trident Capital (Palo Alto, Kalifornien und Westport, Connecticut), NGP Energy Technology Partners (Washington, D.C.), und Rabo Ventures. Außerdem sei das Projekt teilweise durch einen Darlehen im Rahmen des "Third Frontier Projects" des US-Bundesstaates Ohio sowie mit Fördergeldern des US-Energieministerium und finanziert worden. Xunlight berichtet, dass der Produktionsprozess im Vergleich zu der aktuelen Technologie weitaus weniger Kapitalinvestitionen erfordere. Das Unternehmen werde seine Produktionskapazität in naher Zukunft deutlich ausweiten, heißt es in der Pressemitteilung.


Stabiler Wirkungsgrad von 7,4 Prozent angestrebt

Xunlight berichtet weiter, das Unternehmen könne mit seiner Produktionslinie großformatige flexible Photovoltaik-Module herstellen (92 x 152 cm bzw. 92 x 594 cm). Module hätten im Test mit einem Solar Simulator von Spire einen Anfangswirkungsgrad von 8,77 % bezogen auf die Absorptionsfläche aufgewiesen. Dieser Wert soll sich nach ausgiebiger Lichtbestrahlung auf geschätzte 7,4 % stabilisieren, berichtet Xunlight. "Dies stellt einen bedeutenden Fortschritt für uns dar", sagte Dr. Xunming Deng, Präsident und Vorstand des Unternehmens. "Alle Beteiligten bei Xunlight, besonders die aus den Teams für Design, Maschinenbau und Produktion, haben sehr hart daran gearbeitet, dies möglich zu machen".

16.06.2009   Quelle: Xunlight Corp.   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Xunlight Corp.,
Lesen Sie zu diesem Thema auch:




 

Hywind: Siemens und StatoilHydro installieren erste schwimmende Windenergieanlage

Siemens und StatoilHydro installieren erste schwimmende Windenergieanlage mit einer Leistung von 2,3 MW.
Siemens und StatoilHydro installieren erste
schwimmende Windenergieanlage mit einer
Leistung von 2,3 MW.

Die Unternehmen StatoilHydro und Siemens haben die Installation der weltweit ersten schwimmenden Windenergieanlage der Multimegawatt-Klasse erfolgreich abgeschlossen, berichtet die Siemens AG in einer Pressemitteilung. Die Windturbine wurde etwa zwölf Kilometer südöstlich der Insel Karmøy in Norwegen in einer Wassertiefe von 220 Metern verankert. Das Konzept Hywind ist eine Entwicklung des norwegischen Unternehmens StatoilHydro. Siemens hat für dieses zukunftsweisende Projekt die Windenergieanlage mit einer Leistung von 2,3 Megawatt (MW) und mit einem Rotordurchmesser von 82 Metern geliefert.   Während der kommenden zwei Jahre sollen im Testbetrieb Informationen für eine umfassende Analyse des neuen Konzeptes gesammelt werden. Die Hywind-Anlage wird voraussichtlich Mitte Juli an das Stromnetz angeschlossen und dann mit der Produktion von umweltfreundlichem Strom beginnen.



Neue Möglichkeiten für die Erschließung der Windenergie auf dem Meer

Hywind kann laut Pressemitteilung in Wassertiefen zwischen 120 und 700 Metern errichtet werden und eröffne damit neue technologische Chancen für die Offshore-Windenergie. Derzeitige Offshore-Anlagen sind fest auf dem Meeresgrund installiert. Allerdings steigen die Kosten fester Fundamente in großen Tiefen von mehr als 30 bis 50 Metern erheblich. Dadurch ist die Nutzung der Offshore-Windenergie, insbesondere in Ländern mit wenigen oder keinen Flachwasser-Zonen in Küstennähe bisher begrenzt. "Hywind eröffnet neue Möglichkeiten für die Erschließung der Windenergie auf dem Meer, da schwimmende Anlagen unabhängiger von den geographischen Gegebenheiten platziert werden könnten", sagte Henrik Stiesdal, technologischer Leiter der Wind Power Business Unit bei Siemens.

Die von Siemens gelieferte Windenergieanlage des Typs SWT-2.3-82 hat eine Nabenhöhe von 65 Metern. StatoilHydro hat das Konzept für das schwimmende Offshore-Fundament entwickelt, welches aus einem mit Ballast befüllten Stahl-Schwimmer besteht. Das schwimmende Element reicht bis 100 Meter unter die Wasseroberfläche und ist mit drei Ankerdrahtseilen am Meeresboden befestigt. Gemeinsam haben StatoilHydro und Siemens ein spezielles Kontrollsystem für die Hywind-Turbine entwickelt, das den besonderen Anforderungen einer schwimmenden Struktur gerecht wird. Das fortschrittliche Kontrollsystem befähigt die Anlage wellen-induzierte Bewegungen des schwimmenden Fundaments auszugleichen.

"Vor 18 Jahren haben wir den weltweit ersten Offshore-Windpark errichtet. Genau wie damals stellt uns heute das Hywind-Projekt vor ganz eigene Herausforderungen", so Stiesdal. "Wir haben ein technologisch sehr anspruchsvolles System entwickelt, dem wir zutrauen, dass es die speziellen Herausforderungen an den Betrieb einer schwimmenden Windenergieanlage meistern kann. Gestern wie heute demonstriert Siemens Innovationsgeist - so sind wir zuversichtlich, mit derartigen Anlagen ein völlig neues Geschäftsfeld eröffnen zu können."

Mit mehr als 600 Megawatt installierter Leistung sowie 3300 Megawatt Leistung im Auftragsbestand ist Siemens nach eigenen Angaben schon heute weltweit Marktführer im Offshore-Geschäft. Windenergieanlagen sind ein wichtiger Bestandteil des Siemens-Umweltportfolios, mit dem das Unternehmen im Geschäftsjahr 2008 einen Umsatz von 19 Milliarden Euro erzielte. Das entspricht rund einem Viertel des gesamten Siemens-Umsatzes.


16.06.2009   Quelle: Siemens AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Siemens AG,
Lesen Sie zu diesem Thema auch:




 

Greenpeace-Recherchen: Atomstrom verliert bundesweit an Bedeutung; alte AKW können sofort abgeschaltet werden

Die sieben ältesten deutschen Atomkraftwerke könnten sofort abgeschaltet werden, ohne dass dies die Stromversorgung von Industrie und Privathaushalten in Deutschland beeinträchtigt, berichtet die Umweltschutzorganisation Greenpeace in einer Pressemitteilung. Nach Greenpeace-Recherchen sinkt der Anteil der sieben Alt-AKW Biblis A und B, Brunsbuettel, Neckarwestheim 1, Isar 1, Philippsburg 1 und Unterweser an der gesamten Stromerzeugung in Deutschland tendenziell seit 2001. Die in das Ausland exportierte Strommenge und der Anteil der erneuerbaren Energien steige hingegen. Die Produktion von Strom aus Wind, Sonne und Wasser wachse so stark, dass der Ökostrom wegen Überproduktion zeitweise nicht mehr in das Stromnetz eingespeist werden kann, stellt Greenpeace fest. 

"Viele alte Meiler stehen wegen technischer Probleme sowieso die meiste Zeit still und zeigen so, wie unzuverlässig und überflüssig die Hochrisikotechnologie Atomkraft ist", sagt Heinz Smital, Atomexperte von Greenpeace. "Wenn die sieben alten Reaktoren sofort vom Netz gehen, ist das ein großer Gewinn für die Sicherheit. Versorgungsengpässe oder gar eine 'Stromlücke', mit der die Atomlobby droht, gibt es nicht."


Atomkraftwerke blockieren den Ausbau der erneuerbaren Energien

Der Anteil der sieben ältesten AKW an der gesamten Stromerzeugung in Deutschland betrug laut Greenpeace in den vergangenen vier Jahren nur noch 6,9 Prozent. Vier Jahre davor lag ihr Anteil noch bei mehr als 8 Prozent. In beiden Legislaturperioden erreichte die Einspeisung von Atomstrom aus den sieben ältesten Meilern im Jahr 2001 einen Spitzenwert mit 8,9 Prozent und in 2007 den niedrigsten Anteil mit 4,8 Prozent. Speziell jene Alt-Reaktoren, die als nächstes zur Abschaltung anstehen, Biblis A und B sowie Brunsbüttel und Neckarwestheim 1, erzeugten im Jahr 2008 rund 22.000 Gigawattstunden Atomstrom. Genauso viel wurde laut Greenpeace im vergangenen Jahr ins Ausland exportiert.

"Die schwerfälligen Atomkraftwerke blockieren den Ausbau der erneuerbaren Energien", betont Heinz Smital. "Schon heute machen sich Wind- und Atomstrom im Stromnetz Konkurrenz. Das Abschalten der sieben Alt-Meiler wäre ein positives Signal an alle Investoren. Denn mit dem Ausbau der erneuerbaren Energien wird die Stromversorgung langfristig gesichert."

15.06.2009   Quelle: Greenpeace e.V.   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

Lesen Sie zu diesem Thema auch:




 

SPD-Parteitag: WWF fordert mehr Klimaschutz und zeigt sich klimapolitisch enttäuscht von Steinmeiers Rede

"Anpacken für unser Klima". WWF-Aktion
beim SPD-Parteitag.

Die SPD-Delegierten wurden am 14.06.2009 in Berlin vor ihrem Parteitag von WWF-Aktivisten mit einem riesigen "Klimaschutzpaket" empfangen, um der Forderung des WWF nach mehr Klimaschutz in Deutschland und einem Klimaschutzgesetz Ausdruck zu verleihen. Aus einem roten SPD-Würfel mit dem Wahlslogan der Partei "Anpacken für unser Land" machten WWF-"Bauarbeiter" des WWF (World Wide Fund For Nature) in aller Schnelle ein großes Klimapaket mit der Aufschrift "Anpacken für unser Land bedeutet Anpacken für unser Klima." Außerdem verteilte der WWF Arbeitshandschuhe mit dem Aufdruck "Klimaschutz anpacken!" an die SPD-Delegierten, Abgeordneten und Bundestagskandidaten. Sie sollten gut gewappnet sein, um sich für ein Klimaschutzgesetz einzusetzen. 


Kein Klimaschutz in der Rede des Kanzlerkandidaten

Von der Rede des SPD-Kanzlerkandidaten Frank-Walter Steinmeier zeige sich der WWF enttäuscht. "Dass das Jahrhundertthema Klimaschutz gar keinen Platz in der Rede des Kanzlerkandidaten fand, zeigt, dass bei ihm die Größe der Herausforderung immer noch nicht angekommen ist. Das ist schon tragisch", erklärt Regine Günther, Leiterin des Bereichs Klima und Energie beim WWF. Dabei zeigten zahlreiche Umfragen, dass den Bürgern das Thema Klimaschutz auch bei ihrer Wahlentscheidung besonders wichtig sei, betont der WWF in seiner Pressemitteilung.

"Vor allem das uneinsichtige Festhalten an der überkommenen, besonders klimaschädlichen Kohle ist ein eindrückliches Beispiel, dass Steinmeier und die SPD beim Klimaschutz den Blick zu wenig in die Zukunft richten und zu sehr in der Vergangenheit gefangen sind", so Regine Günther.


Klimaschutzgesetz soll verbindliche Regeln festlegen

In der Klimapolitik der SPD fehlt es nach Ansicht des WWF bisher an glaubwürdigen langfristigen Klimaschutzzielen und Klimaschutzstrategien über das Jahr 2020 hinaus. Nach neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen müssen die Industrieländer den Ausstoß von Treibhausgasen bis 2050 um mindestens 95 % vermindern. Ein Klimaschutzgesetz müsste verbindliche Regeln für den Klimaschutz aufstellen, wie etwa die Einsetzung einer Klima-Kommission und die Festlegung von Zwischenzielen, betont der WWF.

15.06.2009   Quelle: WWF World Wide Fund For Nature   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: WWF,


 

Gabriel: Gesetz für innovative Stromnetze kann in Kraft treten - Energieleitungsausbaugesetz passiert den Bundesrat

Bundesumweltminister Sigmar Gabriel begrüßt, dass das Energieleitungsausbaugesetz am 12.06.2009 den Bundesrat passiert hat. Nun könne das Gesetz zügig in Kraft treten. "Damit ist ein wichtiger Schritt für die überfällige Modernisierung des deutschen Elektrizitätsnetzes getan. Wir schaffen die Bedingungen für zügigere Genehmigungen, ermöglichen in sensiblen Bereichen die von vielen Menschen geforderte Erdverkabelung und ebnen der innovativen Gleichstromtechnik den Weg. Außerdem machen wir den Betrieb von Pumpspeicherkraftwerken attraktiver", so der Minister.   "Die Netzbetreiber haben damit erheblich verbesserte Rahmenbedingungen. Sie müssen jetzt für die dringend notwendigen und mehrfach zugesicherten Investitionen in die Netzinfrastruktur sorgen. Verkaufsverhandlungen und die Diskussion um eine deutsche Netz AG dürfen nicht als Vorwand für weitere Verzögerung missbraucht werden. Der Staat hat seine Hausaufgaben gemacht. Jetzt sind die Unternehmen am Zug", betont Gabriel.


Voraussetzung für den Einsatz der Höchstspannungs- Gleichstromübertragungstechnik (HGÜ) geschaffen

Das Gesetz sieht vor, dass auf vier Pilottrassen die neuen Höchstspannungsleitungen unterirdisch verlegt werden können. Die Netzbetreiber können die Mehrkosten für die Erdverkabelung auf die Strompreise umlegen. Auch im Hochspannungsbereich (110 kV) soll die Erdverkabelung ermöglicht werden, wenn Bau und Betrieb nicht mehr als das 1,6fache einer herkömmlichen Trassenführung kosten. Damit können Planung und Bau erheblich beschleunigt werden. Denn in vielen Regionen gibt es in der Bevölkerung massive Bedenken gegen den Bau neuer oberirdischer Stromleitungen. Das Stromnetz muss ausgebaut werden, um Offshore-Windanlagen in Norddeutschland, aber auch neue konventionelle Kraftwerke anzubinden. Die Investitionen sind außerdem erforderlich, um den europaweiten Stromhandel zu erleichtern und damit für sinkende Kosten für die Verbraucher zu sorgen.

Das Gesetz schafft außerdem erstmals die Voraussetzung für den Einsatz der neuartigen Höchstspannungs-Gleichstromübertragungstechnik (HGÜ) in Deutschland. Mit dieser Technologie kann Elektrizität ohne größere Übertragungsverluste über große Entfernungen transportiert werden. Deutsche Unternehmen haben bereits im Ausland unter Beweis gestellt, dass HGÜ-Leitungen effizient und kostengünstig betrieben werden können.


Pumpspeicherkraftwerke werden von Netzentgelten befreit

Neue Speicheranlagen werden nach dem Gesetz für zehn Jahre von Netzentgelten befreit. Das gilt etwa für Pumpspeicherkraftwerke, die beispielsweise in Windkraftanlagen produzierten Strom in verbrauchsschwachen Zeiten aufnehmen und dann wieder abgeben, wenn der Strombedarf besonders groß ist. Durch die Neuregelung wird der Betrieb solcher Anlagen attraktiver - eine wichtige Voraussetzung für die noch bessere Integration der erneuerbaren Energien in das Elektrizitätsnetz.

15.06.2009   Quelle: BMU   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

Lesen Sie zu diesem Thema auch:




 

Photovoltaik-Produktion: Laser machen Solarzellen fit

Ein Laserstrahl kann in einer Sekunde Tausende von Löchern in einen Siliziumwafer brennen
Ein Laserstrahl kann in einer Sekunde
Tausende von Löchern in einen
Siliziumwafer brennen

Solarstrom hat Zukunft: Er ist erneuerbar, unbegrenzt verfügbar und erzeugt keine klimaschädlichen Gase. Nur der Preis stimmt noch nicht: Die elektrische Energie, die Solarzellen in Nordeuropa produzieren, kann bisher nicht ohne Förderung mit dem Haushaltsstrom konkurrieren, den herkömmliche Kraftwerke erzeugen. Auf der "Laser 09" in München zeigen Fraunhofer-Forscher vom 15. bis 18. Juni, wie die Lasertechnik dazu beitragen kann, die Herstellungskosten und den Wirkungsgrad von Solarzellen zu optimieren.  "Steigende Energiepreise machen alternative Energiequellen zunehmend rentabel. Innerhalb der nächsten Jahre werden regenerative Energiequellen, wie zum Beispiel die Solarenergie, konkurrenzfähig werden - auch ohne Subventionen", erläutert Dr. Arnold Gillner, Leiter der Abteilung Mikrotechnik am Fraunhofer-Institut für Lasertechnik ILT in Aachen. "Die Fachwelt rechnet innerhalb der nächsten Jahre mit der "Grid-Parity" von Solarstrom, der Kosten- und Chancengleichheit mit konventionell erzeugtem Haushaltsstrom im Netz.





"Zusammen mit seinem Team entwickelt der Forscher jetzt Technologien, mit denen sich Solarzellen künftig schneller, besser und billiger fertigen lassen: "Laser arbeiten schnell, präzise und berührungsfrei. Sie sind damit ein ideales Werkzeug für die Fertigung der fragilen Solarzellen. Tatsächlich werden Laser heute schon in der Produktion eingesetzt, die Prozesse lassen sich jedoch noch deutlich optimieren." Neben der schrittweisen Verbesserung der Fertigungstechnik erarbeiten die Physiker und Ingenieure in Aachen zusammen mit den Entwicklern von Solarzellen neue Konstruktions- und Designvarianten, beispielsweise am Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme ISE in Freiburg.

Laser löchern Wafer

Auf der "Laser 09" in München zeigen die Forscher, wie sich Siliziumzellen mit Lasern in atemberaubender Geschwindigkeit durchlöchern lassen: mehr als 3.000 Bohrungen schafft die Laseranlage des ILT innerhalb einer Sekunde. Weil sich die Laserquelle nicht so schnell bewegen lässt, haben die Experten eine Konstruktion aus Spiegeln entwickelt, die den Lichtstrahl auf die gewünschten Punkte leiten und fokussieren. "Wir experimentieren derzeit mit unterschiedlichen Laserquellen und Optiken", erklärt Gillner. "Unser Ziel ist es, die Leistung auf 10.000 Löcher pro Sekunde zu steigern. Diese Geschwindigkeit ist notwendig, um innerhalb der Taktzeit der Produktionsmaschinen einen Wafer mit 10.000 bis 20.000 Löchern zu versehen."


Rückseitenkontakt-Solarzellen mit höherem Wirkungsgrad

Die winzigen Löcher im Wafer - ihr Durchmesser beträgt nur 50 Mikrometer - eröffnen den Solarzellenentwicklern bisher ungeahnte Möglichkeiten: "Durch die Löcher lassen sich die elektrischen Kontakte, die bisher auf der Oberseite der Zellen angeordnet waren, auf die Rückseite verlagern. Das hat den Vorteil, dass die Elektroden verschwinden, die bisher als dunkles Gitter Licht absorbieren – die Energieausbeute steigt. Das Ziel ist ein Wirkungsgrad von 25 Prozent bei industriell gefertigten EWT-Zellen - die Abkürzung steht für Emitter-Wrap-Through - die ein Drittel mehr als klassische Siliziumzellen leisten", resümiert Gillner. Das Konstruktionsprinzip an sich bleibe dabei unverändert: Lichtteilchen, die Photonen, erzeugen in der Halbleiterschicht negative Elektronen und positive Löcher, die dann zu den jeweils entgegengesetzt gepolten Elektroden wandern. Die Kontakte für Anode und Katode liegen bei den EWT- Zellen jedoch auf der Rückseite, die Abschattung durch die Elektroden entfällt, der Wirkungsgrad steigt. Mit dieser Technik lassen sich möglicherweise eines Tages Solarzellen aus ungereinigtem, "schmutzigem" Silizium fertigen, die zwar schlechtere elektrische Eigenschaften haben, aber billiger sind.


Neuen Verfahren zum Dotieren, Bohren, Strukturieren und Verlöten

Das Durchlöchern von Silziumzellen ist nur eine von vielen Laseranwendungen in der Solarzellen-Fertigung. Im EU-Projekt Solasys - Next Generation Solar Cell and Module Laser Processing Systems - entwickelt derzeit ein internationales Forscherteam neue Technologien, mit denen sich die Produktion in Zukunft optimieren lässt. Koordiniert wird das 6-Millionen-Euro-Vorhaben vom ILT in Aachen: "Wir arbeiten an neuen Verfahren, die das Dotieren der Halbleiter, das Bohren und die Oberflächenstrukturierung von Silizium, die Kantenisolierung der Zellen und das Verlöten der Module wirtschaftlicher machen", erklärt Projekt-Koordinator Gillner. Durch "Selektives Laserlöten" beispielsweise lassen sich Ausschussrate und Qualität der Kontaktierungen verbessern und damit die Herstellungspreise senken: Bisher werden die Elektroden mechanisch auf die Zellen aufgedrückt und dann im Ofen erhitzt. "Dabei zerbrechen immer wieder Siliziumzellen", weiß Gillner. "Bruch ist ein Hauptkostenfaktor bei der Produktion." Beim "Selektiven Laserlöten" hingegen werden die Kontakte durch Druckluft auf die Zellen gepresst und dann mit dem Laser verlötet. Die mechanische Belastung geht gegen Null, die Temperatur lässt sich exakt regeln. Das Ergebnis: optimale Kontakte und kaum Ausschuss.


Lasertechnik erhöht den Wirkungsgrad von Dünnschichtzellen

Auch die Herstellung von Dünnschicht-Solarzellen lässt sich mit Lasertechnik optimieren. Noch haben die hauchdünnen Schichtpakete aus halbleitendem Oxid, amorphem Silizium und Metall, die auf Glasplatten aufgedampft werden, nur einen Marktanteil von fünf bis acht Prozent. "Dieser könnte höher sein, denn Dünnschicht-Solarzellen lassen sich überall einsetzen, wo undurchsichtige Glasverkleidungen angebracht werden können - beispielsweise an Hausfassaden oder Schallschutzwänden", weiß Gillner. "Doch die Wirkungsgrade sind mit fünf bis acht Prozent vergleichsweise niedrig und die Produktionskosten hoch." Letzteres wollen die Laserforscher jetzt ändern. Bisher verwenden die Hersteller mechanische Verfahren oder Festkörperlaser im Nanosekundenbereich, um die aktiven Schichten auf den Glasplatten zu strukturieren: Um elektrische Verbindungen zwischen Halbleiter und Metall zu erzeugen, müssen Gräben von nur wenigen Mikrometern Breite gezogen werden. Am Fraunhofer-Gemeinschaftsstand auf der "Laser 09" zeigen die ILT-Forscher einen 400-Watt-Ultrakurzpulslaser, mit dem sich Dünnschicht-Solarmodule zehn Mal schneller bearbeiten lassen als mit konventionellen diodengepumpten Festkörperlasern. "Der Ultrakurzpulslaser ist ein ideales Werkzeug für den Abtrag dünner Schichten: Er arbeitet sehr genau, erwärmt das Material nicht und braucht mit 80 MHz Pulsfrequenz nicht einmal zwei Minuten, um eine Glasscheibe von zwei mal drei Metern Größe zu bearbeiten", so Gillner. "Die Technik ist noch sehr neu und erfordert zunächst die Entwicklung von Hochleistungs-Scansystemen und prozessangepassten Optiken. Mittelfristig lassen sich mit dieser Technik jedoch die Produktionskosten senken."

In der Solartechnik hat der Siegeszug der Lasertechnik gerade erst begonnen, und er ist noch lange nicht zu Ende: "Laser erleichtern und optimieren die Fertigung von klassischen Silizium- und Dünnschichtzellen und sie erlauben die Entwicklung neuer Designvarianten", resümiert Gillner. "So leistet Lasertechnik einen wichtigen Beitrag zur weiteren Durchdringung des Energiemarktes mit regenerativen Energiequellen."

15.06.2009   Quelle: Fraunhofer-Gesellschaft   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Fraunhofer-Gesellschaft,
Lesen Sie zu diesem Thema auch:




 

UNEP: Entwicklungsländer investierten 2008 rund 27 % mehr in saubere Energieversorgung

UNEP-Direktor Steiner: Entwicklungsländer beschleunigen Ausbau der Erneuerbaren
UNEP-Direktor Steiner:
Entwicklungsländer beschleunigen
Ausbau der Erneuerbaren

Das Umweltprogramm der Vereinten Nationen (United Nations Environment Programme; UNEP; New York, London, Nairobi) kommentierte am 03.06.2009 in einer Pressemitteilung die Auswirkungen der weltweiten Wirtschaftskrise auf die Branche der erneuerbaren Energien. Während sowohl die Europäische Union als auch die Vereinigten Staaten von Amerika deutlich von der Krise betroffen seien, hätten die Entwicklungsländer 27 Prozent mehr in saubere und erneuerbare Energien investiert und insgesamt 36 Milliarden US-Dollar (25,8 Mrd. Euro) dafür aufgebracht.  Laut Pressemitteilung hatten Geothermie-Technologien die höchsten Wachstumsraten während die größten Investitionen in die Windenergie flossen. Solar-Technologien konnten laut UNEP die größten Erträge für sich verbuchen. UNEP berichtet, dass im Jahr 2008 weltweit 155 Milliarden US-Dollar (111 Mrd. Euro) in Unternehmen und Projekte mit sauberen Energien investiert wurden, ohne große Wasserkraftprojekte. Hiervon seien private Investitionen im Umfang von 13,5 Milliarden US-Dollar (9,69 Mrd. Euro) in Unternehmen geflossen, die neue Technologien entwickeln. 117 Milliarden US-Dollar (84 Mrd. Euro) seien in erneuerbare-Energien-Projekte mit Geothermie, Wind, Solar oder Biotreibstoffen geflossen.


40 % der neu installierten Leistung aus erneuerbaren Quellen

Die Investitionen in saubere Energien, welche die Redkordzahlen von 2007 um 5 Prozent übertrafen, wurden zu großen Teilen Ländern wie China, Brasilien und anderen Entwicklungsländern getätigt. Laut UNEP wurden von den insgesamt 155 Milliarden allein 105 Milliarden US-Dollar (75 Mrd. Euro) unmittelbar für den Aufbau von 40 Gigawatt (GW) Leistung aus Wind, Sonne, kleiner Wasserkraft, Biomasse und Geothermie verwendet. Weitere 35 Milliarden US-Dollar (25,1 Mrd. Euro) wurden in große Wasserkraftanlagen mit einer Leistung von 25 GW investiert, heißt es in dem Bericht.

Mit Investitionen von 140 Milliarden US-Dollar (100 Mrd. Euro) und 65 GW neuer Leistung zur Nutzung sauberer Energiequellen im Jahr 2008 und Gesamtinvestitionen in die Energieproduktion von 250 Milliarden US-Dollar (179 Mrd. Euro) für insgesamt 157 GW, ging der Großteil der Neuinvestitionen auf das Konto der erneuerbaren Energien: mehr als 40 Prozent der neu installierten Energie-Kapazität sind regenerativ.


Entwicklungsländer mit glänzender Bilanz im Jahr 2008

"Ohne Zweifel hat sich die Wirtschaftskrise negativ auf Investitionen in erneuerbare Energien ausgewirkt, wenn man sie mit den Rekord-Ergebnissen der vergangenen Jahre vergleicht", kommentiert Achim Steiner, Untergeneralsekretär der UNO und Geschäftsführender Direktor des UNEP. "Die Investitionen in den USA sanken um zwei Prozent, und das Wachstum in Europa wurde gedämpft. Trotzdem gab es 2008 auch einige Höhepunkte, besonders in Entwicklungsländern. China wurde hinsichtlich der neu installierten Leistung zum zweitgrößten Windmarkt und zum weltweit größten Produzenten von Photovoltaik. In einigen Ländern, von Australien über Japan bis hin nach Kenia, zeichnet sich ein Wachstum der Energieerzeugung mit Geothermie ab". Steiner fügte hinzu, dass andere Schwellen- und Entwicklungsländer wie Brasilien, Chile, Peru und die Philippinen daran arbeiten, Gesetze und Vorgaben zur Förderung sauberer Energien als Teil einer "grünen Wirtschaft" einzuführen.


Konjunkturpakete fördern Investitionen in saubere Energien

Die höchsten Neuinvestitionen (51,8 Milliarden US-Dollar, im Vergleich zu 2007 ein Prozent Wachstum) wurden laut UNEP in die Windenergie getätigt, doch die Solarenergie verzeichnete den größten Zuwachs (33,5 Milliarden US-Dollar, 49 Prozent Wachstum). Die Investitionen in Biotreibstoffe hingegen gingen etwas zurück (16,9 Mrd. US-Dollars, minus 9 Prozent). Eine Antwort auf die weltweite Wirtschaftskrise sind laut UNEP Ankündigungen von Konjunkturpaketen mit speziellen und umfassenden Vorgaben für Energieeffizienz und erneuerbare Energien im Umfang von mehreren Milliarden US-Dollar. "Diese 'grünen New Deals,' die von einigen Volkswirtschaften wie z. B. China, Japan, der Republik Korea, europäischen Ländern und den USA angestoßen wurden, enthalten beträchtliche Vorgaben für erneuerbare Energien und werden den Markt stärken", sagte. "Aber das größte Konjunkturpaket für erneuerbare Energien kann in etwas mehr als 180 Tagen bei der UNO-Klimakonferenz in Kopenhagen ins Leben gerufen werden. Dort müssen sich die Regierungen über ein neues Klimaabkommen einigen, das Gewissheit für den Emissionshandel gibt und Investitionen in schlanke und saubere Technologien anstößt", fügte Steiner hinzu.


Kosten der Erneuerbaren sinken, Emissionshandel soll an Bedeutung gewinnen

UNEP geht davon aus, dass die Kosten für "grüne" Energien weiter sinken werden, weil sich Engpässe in der Wertschöpfungskette auflösen werden, besonders in der Wind- und in der Solar-Branche. Die Kosten der Solarenergie sollen beispielsweise um 43 Prozent sinken, heißt es in dem Bericht der UNEP. Trotz der Krise am weltweiten Finanzmarkt sei der Handelswert der Emissionszertifikate für Treibhausgase im Jahr 2008 um 87 Prozent gestiegen und belaufe sich nun auf 120 Milliarden US-Dollar (86 Mrd. Euro). Dem Vorbild der EU und dem Kyoto-Abkommen folgend setzten nun etliche Länder ein System vernetzter CO2-Märkte in Kraft und arbeiteten an einer weltweiten Einigung im Rahmen der Vertragsstaatenkonferenz der Klimarahmenkonvention (UN Framework Convention on Climate Change, UNFCCC). Laut Pressemitteilung hat sich das Cleantech-Wachstum hin zur sich Dritten Welt verschoben, obwohl das Wirtschaftswachstum dort jüngst ebenfalls still stand. Doch die Entwicklungsländer haben im Vergleich zu 2007 um 27 Prozent auf 36,6 Mrd. US-Dollar (26 Mrd. Euro) zugelegt und nun geht ein Drittel der weltweiten Investitionen auf deren Konto. China tätigte die höchsten Neuinvestitionen, Indien und Brasilien folgten auf Platz zwei und drei.

2009 und danach: Klimawandel, Energiesicherheit und "grüne" Arbeitsplätze

Die weltweiten Neuinvestitionen in erneuerbare Energien sanken im ersten Quartal 2009, was den Einfluss der weltweiten Finanzkrise widerspiegle, heißt es in dem Bericht. Aber der Klimawandel, die Erholung der Wirtschaft und die Energiesicherheit könnten weit umfangreichere Investitionen in den kommenden Jahren auslösen. Die jährlichen Investitionen in erneuerbare Energien, Energieeffizienz und CO2-Speicherung müssen laut UNEP bis 2020 eine halbe Billion US-Dollar (395 Mrd. Euro) umfassen und eine durchschnittliche Investitionsrate von 0,44 Prozent des Bruttosozialprodukts ausmachen. Um dieses Ziel zu erreichen sei ein stärkeres gesellschaftliches Engagement für eine nachhaltigere Energieversorgung mit geringem CO2-Ausstoss nötig. Mit den gegenwärtig greifenden Konjunkturpaketen und dem von Kopenhagen erwarteten Klimaabkommen im Dezember sei die Chance zur Erreichung der Ziele größer denn je, auch in der aktuellen Wirtschaftskrise.

15.06.2009   Quelle: UNEP   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: www.un.org,
Lesen Sie zu diesem Thema auch:




 

Dünnschicht-Photovoltaik: Oerlikon Solars "Micromorph" erzielt Rekordergebnisse

Oerlikon-Produktionsanlage für Dünnschicht-Silizium-Photovoltaik
Oerlikon-Produktionsanlage für
Dünnschicht-Silizium-Photovoltaik

Oerlikon Solar, Anbieter von Produktionsanlagen für Dünnschicht-Silizium-Photovoltaik (PV), meldete auf der Intersolar 2009, das Unternehmen habe einen neuen Wirkungsgrad-Rekord in der kommerziellen Dünnschicht-Photovoltaik erreicht. Die kürzlich auf Oerlikon Solars Pilotlinie erzielten Ergebnisse stellten dies eindrucksvoll unter Beweis. Das 1,4 m² große "Micromorph"-Modul erzielte nach Angaben des Unternehmens eine Ausgangsleistung von 151 Watt und eine anfängliche Umwandlungseffizienz von mehr als 11 Prozent - ein neuer Branchenrekord.  Oerlikon Solar sei es zudem gelungen, weitere Module mit ähnlichen Rekordwerten zu fertigen und somit zu bestätigen, dass es sich um ein stabiles, skalierbares Verfahren handelt. "Die erzielten Ergebnisse demonstrieren deutlich Oerlikon Solars Technologieführerschaft und markieren einen entscheidenden Meilenstein auf unserem Weg zur Erreichung der Netzparität", erklärte Jeannine Sargent, Vorstand von Oerlikon Solar.


TCO-Schichten verbessern Modulleistung durch speziell angepasste Lichtdurchlässigkeit und Lichtstreuung

Das Unternehmen komme damit seinem für 2010 gesteckten Ziel von 0,70 US-Dollar pro Watt Nennleistung (Wp) stetig näher - erhöhte Effizienz und Modulleistung seien dabei Schlüsselfaktoren. Die herausragende Leistung der Rekord-Module stelle klar unter Beweis, dass Oerlikon Solar in der Lage ist, alle Elemente der End-to-End-Produktionslinie aufeinander abzustimmen und optimal zu nutzen, um so höchste Wirkungsgrade bei reduzierten Betriebskosten zu erreichen. Ein Beispiel dieser Technologieoptimierung sei Oerlikon Solars Integration des selbst entwickelten TCO-Prozesses (Transparente Leitende Oxydschicht) an Front- und Rückseite der aktiven Schicht des Solarmoduls. Diese TCO-Schichten seien zur Optimierung der Micromorphtechnologie entwickelt worden und verbesserten die Modulleistung durch speziell angepasste Lichtdurchlässigkeit und Lichtstreuung. Der unmittelbare Effekt seien erhöhte Umwandlungseffizienz und optimierte Energieausbeute. Derzeit sind nach Angaben des Unternehmens bei weltweit zehn Kunden Produktionslösungen in Betrieb oder im Anlaufen; gemeinsam verfügen diese über eine jährliche Produktionskapazität von 600 MWp, genügend Energie um damit 480.000 Haushalte zu versorgen. Das Rekordmodul sei das neueste Produkt im laufenden Entwicklungsprogramm des Unternehmens und bestätige Oerlikon Solars Rolle als Technologievorreiter


End-to-End-Lösung als Wegbereiter

"Wir haben bei den wichtigsten Prozessen unserer End-to-End-Lösungen, wie Laser, PECVD und TCO, erfolgreich Modifikationen vorgenommen, was zu einer enormen Steigerung von Modulleistung und Umwandlungseffizienz geführt hat", betonte Jürg Henz, Leiter des Bereichs Dünnfilm bei Oerlikon Solar. "Unsere Fähigkeit, die erzielten Rekordergebnisse wiederholt zu reproduzieren, stimmt uns sehr optimistisch, diese bald in die Massenproduktion transferieren zu können."


Spitzentechnologie zu geringen Kosten

Die IEC-zertifizierte "Micromorph"-Technologie von Oerlikon Solar steigert die Effizienz von Solarzellen erheblich, indem sie einen zweiten mikrokristallinen Absorber in die amorphe Siliziumschicht (a-Si) einbaut. Diese Schicht wandelt die Energie des Rot- und Nah-Infrarot-Spektrums um, wodurch die Effizienz um bis zu 50 Prozent gesteigert werde. Die "Micromorph"-Technologie verstärke die allgemeine Modulleistung, was es einer wachsenden Zahl von PV-Modulherstellern in der ganzen Welt ermögliche, Dünnschicht-Silizium-Solarmodule mit hoher Leistung kosteneffizient zu produzieren.

15.06.2009   Quelle: Oerlikon Solar Ltd.   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Oerlikon Solar Ltd.,
Lesen Sie zu diesem Thema auch:




 

National Semiconductor und SunEdison starten Feldversuche zur Optimierung der Energieausbeute von Photovoltaik-Anlagen

Die National Semiconductor Corporation und SunEdison LLC, Nordamerikas größter Anbieter von Solarenergie-Services, haben Feldversuche gestartet, deren Ziel eine optimierte Energieausbeute von Solarstromanlagen ist, berichten die Unternehmen in einer Pressemitteilung. SunEdison habe mit diesen Feldversuchen in Kalifornien begonnen und verwende den "SolarMagic" Power Optimizer von National Semiconductor. Mit den SolarMagic Power Optimizern von National könne jedes PV-Modul, unabhängig von der Leistungsfähigkeit der übrigen Module, ein Maximum an Solarstrom produzieren, heißt es in der Pressemitteilung.   Schatten, Schmutz, Fehlanpassungen oder auch die Alterung der Panels führten sonst häufig dazu, dass einzelne Module nicht ihre volle Leistung erreichten. Mit seinen Solarenergie-Dienstleistungen erschließe SunEdison neue Wege zur Solarstromversorgung von gewerblichen und öffentlichen Einrichtungen. Die Kunden von SunEdison bezahlen ausschließlich die Energie, die von den Solaranlagen des Unternehmens tatsächlich erzeugt wird, betont das Unternehmen. Im März 2008 habe das Unternehmen hinsichtlich der erzeugten Energiemenge die Marke von 100 Gigawattstunden (GWh) überschritten und damit einen neuen Meilenstein für Solarenergie-Dienste auf dem nordamerikanischen Markt gesetzt.

"Wir freuen uns sehr über die Zusammenarbeit mit SunEdison", sagte Brian Halla, Vorsitzender und Vorstand von National Semiconductor. "Das Dienstleistungsmodell von SunEdison bietet ein industrieweit führendes Zuverlässigkeitsniveau und je mehr Energie bereitgestellt wird, desto größere Einsparungen ergeben sich für den Kunden. Wir sind der Ansicht, dass unser SolarMagic Power Optimizer das Service-Modell von SunEdison weiter stärken wird."

Brian Jacolick, bei SunEdison als Generalmanager für Amerika tätig, ergänzte: "SolarMagic bietet die Aussicht auf einen entscheidenden Durchbruch, was die von Photovoltaik-Anlagen erzeugte Energie betrifft, und wird unseren Kunden somit vermehrte Einsparungen bescheren. Die Spitzenstellung von National Semiconductor im Analogbereich und im Power-Management wird SunEdison gute Dienste leisten, denn wir bauen auf diese Kompetenz, um immer neue Verbesserungen für die PV-Industrie zu entwickeln." Die SolarMagic-Technologie maximiert laut Anbieter die Energieausbeute eines jeden Photovoltaik-Moduls mithilfe ausgefeilter Algorithmen im Verbund mit "Mixed-Signal"-Technologie der Spitzenklasse. Auf diese Weise sollen bis zu 57 % der durch Fehlanpassungen entstehenden Energieverluste wieder zurückgewonnen werden.

14.06.2009   Quelle: National Semiconductor   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

Lesen Sie zu diesem Thema auch:




 

Suntech-Technikvorstand Wenham erneut mit renommiertem Photovoltaik-Preis ausgezeichnet

Suntech CTO Dr. Stuart Wenham.
Suntech CTO Dr. Stuart Wenham.

Dr. Stuart Wenham, Technikvorstand (CTO) des Photovoltaik-Unternehmens Suntech Power, erhält nach dem "Inventor of the Year"-Award im Mai jetzt auch den "William R. Cherry Award". Suntech Power Holdings Co., Ltd. (Wuxi, China), der weltgrößte Hersteller von Photovoltaik-Modulen aus kristallinem Silizium, wird damit abermals für seine zukunftsorientierte Forschungsarbeit belohnt. Wenham erhielt den William R. Cherry Award auf der 34. IEEE Photovoltaic Specialists Conference (Institute of Electrical and Electronics Engineers), die vom 7. bis 12. Juni 2009 im amerikanischen Philadelphia stattfand. Die Auszeichnung würdigt Ingenieure und Wissenschaftler, die sich besonders um die Photovoltaik verdient gemacht haben.   Dr. Zhengrong Shi, Vortandsvorsitzender von Suntech, kommentiert: "Der angesehene William R. Cherry Award würdigt Dr. Wenhams bedeutenden Beitrag für das Photovoltaik-Industriewissen und den Fortschritt auf diesem Gebiet, den er im Laufe seiner gefeierten und drei Jahrzehnte umspannenden Karriere geleistet hat. Seine bahnbrechenden Leistungen haben unsere Industriestandards signifikant vorangetrieben und werden von Experten auf der ganzen Welt hoch geschätzt. Suntech gratuliert Dr. Wenham für diese angesehene Ehrung vonseiten der IEEE und für seine herausragende Arbeit auf dem Gebiet der Photovoltaiktechnologie."

Wenham schließt sich an: "Mein Interesse und meine Forschung im Bereich der Photovoltaik-Technologie sind von jeher getrieben von dem Wunsch, Solarenergie weltweit als eine saubere, wieder verwendbare und kostengünstige Lösung zu verbreiten. Ich fühle mich geehrt, diesen Preis der IEEE für meine Arbeit zu erhalten, und als Vertreter der Riege von inspirierenden Wissenschaftlern und Befürwortern gewürdigt zu werden, die sich für die Solarenergie als globale Energiequelle sowie den Umweltschutz einsetzen:"


Entscheidender Beitrag zu Suntechs bahnbrechender Pluto-Technologie

Dr. Wenham hat den Entwicklungserfolg der Solartechnologie am ARC Photovoltaics Centre of Excellence der Universität von New South Wales maßgeblich vorangetrieben. Dieses Institut hat bereits zahlreiche Weltrekorde hinsichtlich der Wirkungsgrade von Solarzellen aufgestellt. Zudem war Wenham an der Entwicklung von über acht verschiedenen Solarzellen-Technologien beteiligt und hat einen entscheidenden Beitrag bei der Forschung zu Suntechs bahnbrechender Pluto-Technologie geleistet. Auf Basis dieser Technologie produziert Suntech derzeit Solarzellen mit handelsüblichen Solarwafern. Die monokristallinen Zellen haben nach Angaben des Unternehmens inzwischen einen Wirkungsgrad von fast 19 Prozent, während die multikristallinen Zellen etwa 17 Prozent aufweisen.

Weitere Informationen über die IEEE Photovoltaic Specialists Conference und den Cherry Award im Internet unter: http://www.34pvsc.org/index.php?page=cherry_award

14.06.2009   Quelle: Suntech Power Holdings Co., Ltd.   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Suntech Power Holdings Co., Ltd.,
Lesen Sie zu diesem Thema auch:




 

Terra Mundus Niederbayern GmbH baut 2,7 MW-Freiflächen-Solarstromanlage

Am 04. Juni fand der offizielle Spatenstich für den Bau eines Solar-Kraftwerkes mit einer Leistung von 1,2 Megawatt in Sachsenham statt, einem Ortsteil der Gemeinde Haarbach im Landkreis Passau. Dies sei der Beginn des ersten von zwei Solar-Projekten mit einer Gesamtleistung von 2,7 MW in den niederbayerischen Gemeinden Hengersberg und Sachsenham, berichtet Terra Mundus in einer Pressemitteilung. Gebaut und betrieben werden beide Anlagen durch die Terra Mundus Niederbayern GmbH, die damit den Auftakt einer Reihe von Photovoltaik-Projekten in Deutschland feiert.   Das Unternehmen habe mit der Sparkasse Deggendorf ein Finanzierungskonzept aufgelegt, welches eine erfolgreiche Realisation von zwei Photovoltaik-Kraftwerken in der Region Passau ermögliche und einen weiteren wichtigen Schritt in der nachhaltigen Energiegewinnung für Niederbayern darstellt, heißt es in der Pressemitteilung. Bis zum Spätsommer sollen die Bauarbeiten durch die Solea AG abgeschlossen sein und die Solarparks 3.000 Kilowattstunden Solarstrom pro Jahr erzeugen und dabei rund 2.000 Tonnen Kohlendioxidemissionen einsparen.


1.200 Kilowattstunden Sonneneinstrahlung pro Quadratmeter und Jahr

Die Region Niederbayern eignet sich für Solarstromanlagen hervorragend, da sehr gute Sonneneinstrahlungswerte von über 1.200 Kilowattstunden pro Quadratmeter im Jahr gegeben sind. Mit der Fertigstellung der 2,7 Megawatt und dem Netzanschluss durch die E.ON Bayern AG können in Zukunft 700 Vier-Personenhaushalte mit Strom aus Sonnenlicht versorgt werden. Für die Unterkonstruktion der monokristallinen Solarmodule werden Eindrehfundamente aus Stahl verwendet, die eine großflächige Bodenversiegelung verhindern und einen minimalen Eingriff in die Bodenstruktur sicherstellen.

14.06.2009   Quelle: Terra Mundus Niederbayern GmbH   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

Lesen Sie zu diesem Thema auch:




 

Photovoltaik: 4 MW Solarpark in Teisendorf/Neukirchen fertig gestellt

Einachsig nachgeführte
Aufständerung "Sunax".

Der Photovoltaik-Systemintegrator Solea AG (Plattling) gab am 09.06.2009 die Fertigstellung des 4 MW Photovoltaik-Projekts im Ortsteil Neukirchen der Gemeinde Teisendorf im Landkreis Berchtesgadener Land bekannt. Mit dem Solar-Kraftwerk verstärkt die Solea AG ihre Präsenz im süddeutschen Raum. Auf einer Fläche von 16,5 Hektar eines ehemaligen Bunkergeländes der Bundeswehr wurden 22.515 Solea SM-Module verbaut. Die Wechselrichter "33.000 xi" (Park-Version) stammen von der KACO new energy GmbH. 1,12 MW wurden mit der einachsig nachgeführten Aufständerung "Sunax" ausgestattet, 2,82 MW mit einer festen Aufständerung und Stahleindrehfundamenten.   Beide Aufständerungssysteme stammen aus dem Haus des Schwesterbetriebs PV Eiwa Systemtechnik GmbH Co KG.


4,3 Megawattstunden Solarstrom pro Jahr

Die Finanzierungspartner für das Projekt sind neben der DZ Bank Nürnberg auch die Raiffeisenbank im Stiftland eG Tirschenreuth. Die Anlage, im Eigentum der Solea Solarpark Teisendorf GmbH & Co. KG, ist bereits teilweise seit Juli 2008 an das Netz der E.ON Bayern angeschlossen und produziert laut Solea AG jährlich mehr als 4,3 Megawattstunden Solarstrom, was einem durchschnittlichen Energieverbrauch von zirka 1.100 Vier-Personen-Haushalten entspricht. Mit der solaren Stromerzeugung werden pro Jahr mehr als 4.300 Tonnen Kohlendioxid eingespart, heißt es in der Pressemitteilung.

13.06.2009   Quelle: Solea AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: PV Eiwa Systemtechnik GmbH Co KG,
Lesen Sie zu diesem Thema auch:




 

Murphy&Spitz gründet grünen Stromerzeuger; Start mit Photovoltaik

Die Beteiligungsgesellschaft Murphy&Spitz Green Energy AG (Bonn) wird noch in diesem Jahr die ersten Ökostrom-Anlagen in Betrieb nehmen. Geplant seien fünf MW an Photovoltaik-Kraftwerkskapazität, berichtet das Unternehmen in einer Pressemitteilung. Konkrete Verhandlungen dazu fänden bereits statt. Ziel des Unternehmens sei die Errichtung einer grundlastfähigen Energieerzeugungskapazität durch einen Mix aus verschiedenen Kraftwerkstechnologien. 


Konzentration auf Photovoltaik schafft Planungssicherheit

Die Beteiligungsgesellschaft Murphy&Spitz Green Capital AG finanziert den Stromerzeuger nach eigenen Angaben zunächst mit Gründungskapital. Das Wachstum zur Umsetzung weiterer Kraftwerke soll durch Eigenkapital und die Begebung von festverzinslichen Wertpapieren erfolgen. Murphy&Spitz betätigt sich seit den 90er Jahren in den erneuerbaren Energien und hat in diesem Zusammenhang bereits erneuerbare-Energie-Anlagen konzipiert. Die Konzentration auf Photovoltaik-Anlagen in der Anfangsphase schaffe Planungssicherheit und ein solides Grundfundament für die Entwicklung der Gesellschaft, heißt es in der Pressemitteilung.

"Wir sind finanziell in einer guten Position um mehrere Projekte umzusetzen. Die Entwicklung lässt erkennen, dass Grid-Parity in Deutschland bald erreicht werden kann. Wenn es soweit ist, möchten wir einen wettbewerbsfähigen, zuverlässigen Stromproduzenten aufgebaut haben, der unabhängig von Rohstoffpreisen eine stabile, kalkulierbare und marktgerechte Stromerzeugung bieten kann", umschreibt Vorstand Andrew Murphy das Konzept des Unternehmens.

13.06.2009   Quelle: Murphy&Spitz Green Capital AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

Lesen Sie zu diesem Thema auch:




 

Greenpeace-Studie zu Wüstenstrom auf Basis des DESERTEC-Konzepts

Solarthermisches Parabolrinnenkraftwerk
Solarthermisches Parabolrinnenkraftwerk

Ende Mai 2009 wurde in Berlin eine Studie von Greenpeace International vorgestellt, die zeigt, wie die Energiepotenziale der weltweiten Wüsten zu einer nachhaltigen Energiewende genutzt werden können. Friedrich Führ, Vorstand der DESERTEC Foundation kommentierte: "Dass Greenpeace, eine der international erfahrensten Umweltorganisationen, sich nun dieses wichtigen Themas annimmt, bestärkt uns, die jahrelange Arbeit des TREC-Wissenschaftlernetzwerks und des Club of Rome zu diesem Thema fortzusetzen und zum Erfolg zu führen. Die DESERTEC Foundation werde die Forderung nach einer globalen Energiewende mittels erneuerbarer Energien weiter vorantreiben.  Die Studie bestätige die durch TREC angestoßenen und vom Bundesumweltministerium (BMU) finanzierten Forschungsarbeiten des Deutschen Luftfahrt und Raumfahrtzentrums (DLR), dass solarthermische Kraftwerke in Zukunft das mit Abstand größte Potenzial zur Lösung des Klimaproblems darstellen. "Wir freuen uns, in Greenpeace einen starken Unterstützer unserer Forderungen gefunden zu haben", so Führ.


Antworten auf zentrale Fragen der Menschheit

Das DESERTEC-Konzept biete nicht nur eine Lösung für die Frage nachhaltiger Energieerzeugung. Es begegne nebenbei wirksam den wichtigsten globalen Herausforderungen der kommenden Jahrzehnte: Energiemangel in wirtschaftlich prosperierenden Regionen, Wassermangel, Nahrungsmittelknappheit und drastische Überproduktion von CO2. Gleichzeitig biete das auf internationale Kooperation ausgelegte Konzept neue Wohlstands- und Entwicklungsperspektiven für bisher wirtschaftlich wenig entwickelte Regionen sowie viel versprechende Wachstumsbereiche für die wirtschaftlich führenden Länder. Letztendlich liefere das DESERTEC Konzept eine Antwort auf die Frage, wie im Jahr 2050 bis zu 10 Milliarden Menschen auf unserem Planeten leben können, dessen Ressourcen bereits heute von 6 Milliarden Menschen übermäßig beansprucht werden.
"Die Zeit ist jetzt reif, die notwendigen politischen Rahmenbedingungen herbei zu führen, um in 40 Jahren einen guten Teil des Weltstrombedarfs aus Wüstenstrom zu decken. Die technologischen Voraussetzungen sind gegeben. Wir brauchen es nur zu tun", betont Friedrich Führ.

Weitere Informationen zu DESERTEC unter www.desertec.org sowie http://www.solarserver.de/news/news-10390.html und interview_index.html.
Weitere Informationen zur Greenpeace-Studie finden Sie unter www.greenpeace.de.Link: http://www.greenpeace.de/themen/energie/nachrichten/artikel/wuestenstrom_von_der_vision_zur_wirklichkeit-1/ansicht/bild/

13.06.2009   Quelle: DESERTEC Foundation; Initiative of the CLUB OF ROME   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Solar Millennium AG,


 

SMA Solar Technology AG: Hauptversammlung beschließt Dividendenausschüttung von einem Euro

Mitarbeiter der Entwicklungsabteilung der SMA Solar Technology AG.
Mitarbeiter der Entwicklungsabteilung der
SMA Solar Technology AG.

Am 10. Juni 2009 fand im Kongress Palais in Kassel die fünfte ordentliche Hauptversammlung der SMA Solar Technology AG (Niestetal) statt. Die Aktionäre des Weltmarktführers bei Photovoltaik-Wechselrichtern stimmten mit großer Mehrheit der Entlastung von Vorstand und Aufsichtsrat zu und drückten auf diese Weise ihre Zufriedenheit mit der Unternehmensführung und dem Kontrollgremium aus. Darüber hinaus beschloss die Hauptversammlung die Ausschüttung einer Dividende von EUR 1,00 je dividendenberechtigter Stückaktie für das Geschäftsjahr 2008. Damit wurde die Dividende je Aktie gegenüber dem Vorjahr um 35 Prozent erhöht.   Die Ausschüttung erfolgt ab dem 12. Juni 2009. Somit werden rund 30 Prozent des im Jahresabschluss 2008 ausgewiesenen Bilanzgewinns der Aktiengesellschaft von 109.988.806,50 Euro als Dividende verwendet. Die weiteren rund 70 Prozent des Bilanzgewinnes werden als Gewinnvortrag eingestellt.





Mit einer deutlichen Mehrheit von über 99 Prozent wurde auch der bisherige Finanzvorstand Reiner Wettlaufer in den Aufsichtsrat gewählt. Reiner Wettlaufer hatte sich dazu entschieden, seinen Vorstandsvertrag aufgrund seiner persönlichen Lebensplanung nicht zu verlängern und sich auf der Hauptversammlung zur Wahl in den Aufsichtsrat zu stellen. Neben Reiner Wettlaufer wurden Dr. jur. Erik Ehrentraut und Prof. Dr. Ing. Werner Kleinkauf erneut als Aufsichtsratsmitglieder gewählt. An der ersten Hauptversammlung nach dem erfolgreichen Börsengang von SMA im vergangenen Jahr nahmen rund 800 Aktionäre teil.


Umsatzprognose bestätigt

Der Vorstand hat im Rahmen der Hauptversammlung für das zweite Quartal ein Umsatzwachstum von mehr als 65 Prozent im Vergleich zu den ersten drei Monaten des Jahres 2009 prognostiziert und damit seine bisherige Umsatzerwartung von 145 bis 165 Millionen Euro bestätigt. Die Rede des Vorstandes zur Hauptversammlung steht auf der Unternehmenswebsite zum Abruf bereit.

12.06.2009   Quelle: SMA Solar Technology AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: SMA,
Lesen Sie zu diesem Thema auch:




 

Global Wind Day 2009 bringt den Menschen die Windenergie näher

Lichtkunst wirbt für Windkraft
Lichtkunst wirbt für Windkraft

Rund um den 15. Juni 2009 findet in über 20 Ländern der "Global Wind Day 2009" statt. Es ist der erste weltweite Aktionstag zugunsten der Windenergie. Unter dem Banner des Global Wind Day informieren weltweit Veranstaltungen über die Bedeutung der Windenergie für die Energieversorgung. Der weltweite Aktionstag will Menschen bewegen, sich mit dem Potenzial der Windkraft auseinander zu setzen. Gleichzeitig gibt er eine Antwort auf die Frage, wie wir die Stromversorgung der Zukunft gestalten wollen. "Schon in 11 Jahren kann jede vierte Kilowattstunde Strom aus einer Windenergieanlage kommen - und jede zweite aus erneuerbaren Quellen. Zusammen werden Wind, Sonne & Co im Jahr 2020 bereits 47 Prozent am Stromverbrauch bereitstellen. Die Stromversorgung der Zukunft ist erneuerbar", betonte Hermann Albers, Präsident des Bundesverbands WindEnergie zum Auftakt der Veranstaltungen rund um den Global Wind Day. 

"Mega-Lichtbildprojektion" in der Berliner Innenstadt

Berlin wird Schauplatz des bundesweiten Startschusses für den deutschen Global Wind Day 2009. Parallel zur langen Nacht der Wissenschaften kommt der Wind nach Berlin. Am Samstag, den 13. Juni beginnt der BWE gegen 22.00 Uhr mit einer "Mega-Lichtbildprojektion" in der Berliner Innenstadt. Aus der Panoramabar des Kunsthauses Tacheles (Oranienburger Straße 54-65 a, 10117 Berlin) bringt Lichtkünstler Paul Estrell die Windenergie in die Berliner City. Vom 13. bis 20. Juni 2009 präsentiert der Bundesverband WindEnergie auf dem 660 Quadratmeter großen "Nightscreen" am Schöneberger Gasometer Lichtkunst getreu dem Motto "Der Wind kommt in die Hauptstadt".

Weitere Informationen zu den einzelnen Veranstaltungen im Rahmen des Global Wind Day 2009 in Deutschland entnehmen unter www.globalwindday.de

12.06.2009   Quelle: Bundesverband Windenergie (BWE)   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: BWE,
Lesen Sie zu diesem Thema auch:




 

Barabfindung für Minderheitsaktionäre des Photovoltaik-Herstellers ersol festgelegt: Bosch gewährt 102,77 Euro pro Aktie

ersol-"Cell Fab 2" mit Solar-Kraftwerk

Die Bosch-Gruppe, ein international führendes Technologie- und Dienstleistungsunternehmen, gewährt den Minderheitsaktionären der ersol Solar Energy AG (Erfurt) für die Übertragung der ausstehenden Aktien eine Barabfindung von 102,77 Euro pro Aktie (Squeeze-Out), berichtet Bosch in einer Pressemitteilung. Das Stuttgarter Unternehmen war im Sommer 2008 bei dem thüringischen Photovoltaik-Spezialisten eingestiegen und hält aktuell 97,07 Prozent der Aktien. Der Squeeze-Out soll auf der nächsten ordentlichen Hauptversammlung von ersol beschlossen werden, die für den 23. Juli 2009 geplant ist.   Die angebotene Barabfindung basiere auf einem Bewertungsgutachten der Wirtschaftprüfungsgesellschaft Deloitte & Touche. Der Wert entspreche dem volumengewichteten durchschnittlichen Börsenkurs der letzten drei Monate von 102,77 Euro pro Aktie, bevor Bosch am 27. März 2009 gegenüber ersol die Barabfindung ankündigte.


Photovoltaik, Windenergie, solarthermische Kraftwerke und Meeresenergiegewinnung im Bosch-Konzern

Die ersol Solar Energy AG entwickelt, fertigt und vertreibt waferbasierte Silizium-Solarzellen und produziert und vertreibt zudem Dünnschicht-Photovoltaikmodule. Für das neue Geschäftsfeld Photovoltaik hat die Bosch-Gruppe den eigenständigen Geschäftsbereich Solar Energy gebildet. Neben der Photovoltaik bietet die Bosch-Gruppe zahlreiche weitere Systeme zur Nutzung regenerativer Energien an. Bosch Rexroth liefert Getriebe und Antriebstechnik für Windenergieanlagen sowie hydraulische Verstellsysteme für solarthermische Kraftwerke und entwickelt Antriebskonzepte für die noch junge Meeresenergiegewinnung. Bosch Thermotechnik ist ein führender Anbieter für Elektrowärmepumpen und Solarkollektoren für die Warmwasserbereitung.

12.06.2009   Quelle: Bosch-Gruppe   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: ersol Solar Energy AG,
Lesen Sie zu diesem Thema auch:




 

Underwriters Laboratories wollen Anfang 2010 ein Photovoltaik-Labor in Deutschland eröffnen

Modultest bei UL in San Jose
Modultest bei UL in San Jose

Underwriters Laboratories (UL), ein der weltweit aktives Unternehmen für Produktsicherheitstests und Zertifizierungen mit Stammsitz in den USA und deutschen Niederlassungen in Neu-Isenburg und München, gab anlässlich der Intersolar 2009 in München Pläne bekannt, seine Marktposition als bevorzugter Partner der Hersteller in der Solar-Industrie weiter auszubauen. Angesichts der steigenden Nachfrage nach Zertifizierungen von Solarmodulen werde UL sowohl die Kapazität bestehender Photovoltaik-Labore erweitern als auch neue Labore in den weltweiten Schlüsselmärkten der Solarindustrie eröffnen. UL will 2010 neue Einrichtungen in Deutschland und Japan eröffnen. "Deutschland und Japan sind in Bezug auf Herstellung, Forschung und Innovation im Photovoltaik-Bereich führend", erläutert Jeff Smidt, General Manager von ULs Global Energy Business. 



Besonders deutsche Hersteller sollen von der Nähe zu einem der neuen PV-Labore profitieren

"Deshalb ist es ein ganz natürlicher Schritt für UL, dass wir uns auf die Fahnen geschrieben haben, erneuerbare Energien zu fördern und unseren Kunden, unabhängig von ihrem Standort Leistungen anzubieten, die sie benötigen, um erfolgreich in dieser schnell wachsenden Branche sein zu können. Besonders deutsche Hersteller profitieren dabei von der unmittelbaren Nähe zu einem der neuen PV-Labore von UL sowie von der Möglichkeit, bereits in der frühen Produktentwicklungsphase Vorab-Untersuchungen und Prüfungen erhalten zu können."


USA, Kanada, Japan und China sorgen für Tempo auf den Solar-Märkten

Für deutsche Unternehmen eröffnen die USA mit dem dort erwarteten Solar-Boom ein Markt mit Riesenpotenzial. Analysten von PiperJaffreys erwarten, dass sich der US-amerikanische Solarmarkt in diesem Jahr auf 600 bis 700 Megawatt (MW) verdoppeln könnte und 2010 mit 1,5 bis 2 Gigawatt (GW) die Größe des deutschen Photovoltaik-Marktes erreicht. Der deutsche Bundesverband Solarwirtschaft (BSW-Solar) registriert, dass die führenden Industrienationen USA, Kanada, Japan und China beim Aufbau eigener Solarmärkte ihr Tempo anziehen. Damit ergeben sich neue Absatzchancen für die deutsche Solarindustrie, gleichzeitig wird sich der Technologie-Wettbewerb weiter verschärfen. Das heißt nach Ansicht von UL, dass der Bedarf an Qualitätsmanagement und Sicherheit für die Hersteller von Komponenten und Modulen und damit auch die Nachfrage nach Prüfung und Zertifizierung zunehmen werden. Der Anteil der Photovoltaik am deutschen Stromverbrauch lag 2008 bei etwa einem Prozent, für 2050 erwartet der BSW-Solar, dass er bei rund 25 Prozent liegen wird.


Neben dem Aufbau neuer Kapazitäten hat UL soeben sein Labor in San Jose auf 20 Klimakammern aufgestockt. Ab Juli 2009 können zusätzliche Solar-Simulations-Geräte für Indoor-Prüfungen in Betrieb gehen. Zu diesem Zeitpunkt wird das Labor um weitere 2.000 Quadratmeter Platz für zusätzliche Teststände bieten. Im Vergleich zum Juli 2008 wird dann die Projekt-Kapazität Jahr für Jahr um 30 % steigen können. Außerdem will UL in allen relevanten Photovoltaik-Märkten seine Ingenieurskapazitäten erhöhen, indem es zum Beispiel in Asien Partnerschaften eingeht.


Zertifizierung nach US-Vorgaben und internationalen Standards

UL ist nach eigenen Angaben derzeit der einzige National Certification Body (NCB) für die Zertifizierung und Prüfung von PV-Modulen, der diese in Übereinstimmung sowohl mit den UL- als auch mit den internationalen Standards (IEC) durchführen kann, ohne auf Partner angewiesen zu sein. Dies nütze insbesondere deutschen Herstellern noch schneller Zugang zum Weltmarkt zu finden.

12.06.2009   Quelle: Underwriters Laboratories (UL)   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Underwriters Laboratories (UL),
Lesen Sie zu diesem Thema auch:




 

Anlagenbauer KEMPER setzt auf Solar-Technologie

Photovoltaik-Nachführung
Photovoltaik-Nachführung "KemTRACK"

Die KEMPER GmbH (Vreden) verbreitert ihre Angebotspalette Portfolio und eröffnet mit der Photovoltaik ein neues Geschäftsfeld, berichtet das Unternehmen in einer Pressemitteilung. Mit "KemTRACK" bietet der Anlagenbauer erstmals ein Produkt der Solartechnik an. Das Nachführsystem für Photovoltaik-Module ermittle über den Standort, das Datum sowie die Uhrzeit die exakte Position der Sonne und sorge auf diese Weise stets für eine optimale Ausrichtung. Im Vergleich zu fest installierten Anlagen bewirke dies eine um bis zu 40 Prozent erhöhte Solarstrom-Ausbeute. Dank seines modularen Aufbaus sei das Nachführsystem KemTRACK zudem platzsparend und könne bequem und kostengünstig transportiert und montiert werden.  "In die Entwicklung unseres neuen Geschäftsfelds haben wir unsere langjährige Erfahrung im Anlagenbau und unsere Kernkompetenz im stahlverarbeitenden Gewerbe einfließen lassen. Kunden, die sich für den KemTRACK entscheiden, können sich auf Qualität ‚Made in Germany’ und einen weltweiten Service verlassen", sagt Björn Kemper, Geschäftsführer der KEMPER GmbH. Über eigene Niederlassungen ist das Unternehmen aus dem westfälischen Vreden nicht nur in Deutschland sondern auch in zahlreichen weiteren Ländern wie beispielsweise Spanien, Frankreich, der Tschechischen Republik, Indien und den Vereinigten Staaten vertreten.



Geschäftsfeld mit erheblichem Wachstumspotenzial

Das Nachführsystem KemTRACK besteht aus einer Modulplattform auf einem Mast, einer Steuerungseinheit und einem Fundament. Mit seiner soliden, verwindungsfreien Konstruktion bleibe es auch bei widrigen Bedingungen einsatzbereit, betont der Hersteller. Eine Windschutzstellung müsse je nach Modell meist erst ab 80 km/h eingenommen werden. Das entspricht der Windstärke neun. "KEMPER betritt mit dem KemTRACK ein weiteres starkes Geschäftsfeld mit erheblichem Wachstumspotenzial", so Alexander Lenfers, Projektleiter für die Sparte Solartechnik.


Nachführung für Konzentrator-Photovoltaik

Mit dem KemTRACK setze die KEMPER GmbH auf eine Technologie, die auch für effiziente Konzentrator-Systeme (CPV) geeignet ist. Bei dieser wird das Sonnenlicht gebündelt und auf Solarzellen fokussiert, was den Wirkungsgrad deutlich erhöht. Voraussetzung sei allerdings eine exakte Nachführtechnik, wie sie KEMPER mit dem KemTRACK anbiete.

12.06.2009   Quelle: KEMPER GmbH   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: KEMPER GmbH,
Lesen Sie zu diesem Thema auch:




 

Solarpraxis AG bietet neues Prüfsiegel für Photovoltaik-Module

Erstmalig wurden die Modultests live auf einem Sonderstand der Intersolar vorgestellt
Erstmalig wurden die Modultests live
auf einem Sonderstand der Intersolar
vorgestellt

Ein unabhängiges Prüfsiegel für europäische PV-Module hat die Solarpraxis AG (Berlin) entwickelt, denn die Vielfalt an Photovoltaik-Modulen sei inzwischen unüberschaubar groß geworden - und wachse weiter. Über 200 Modulhersteller gibt es laut Solarpraxis bereits. Auf internationale IEC-Normen allein könne sich der Kunde bei seiner Investitionsentscheidung nicht verlassen, da Anbieter dieses Zertifikat leicht mit Vorzeigeprodukten erwerben könnten, so die Solarpraxis AG in einer Pressemitteilung. Ob jedoch in der Fertigung großer Stückzahlen später Probleme auftreten, verrate ein solches Zertifikat nicht. Die Ergebnisse des neuen Modultests hingegen würden Handwerkern, Anlagenplanern und Verbrauchern eine klare Orientierungshilfe geben. Hersteller würde auf diese Weise zudem die Möglichkeit erhalten, ihre Module gezielt zu verbessern. 



TÜV Rheinland prüft; Hersteller finanzieren

Die Durchführung der Tests erfolge durch das renommierte Prüfinstitut TÜV Rheinland. Fairness und Neutralität garantiere ein unabhängiger Beirat, der offen sei für Vertreter aller Hersteller und Prüfinstitute. Das Interesse ist laut Solarpraxis groß: An der letzten Beiratssitzung im März hätten 35 Hersteller teilgenommen. Auf Basis einer offenen Diskussion seien Kriterien entwickelt worden, anhand derer neutrale Produkttests für kristalline Module durchgeführt werden können. Tests für Dünnschichtmodule sollen folgen. Die Finanzierung der Tests erfolge durch die Hersteller selbst, die ein Interesse an Transparenz hätten und bereit seien, in diese potenzielle Verkaufshilfe zu investieren.

Die Ergebnisse der Testreihen sollen ab August 2009 in regelmäßiger Folge in "photovoltaik" und "pv magazine", den Fachmagazinen der Solarpraxis AG, veröffentlicht werden.

12.06.2009   Quelle: Solarpraxis AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Solarpraxis AG,
Lesen Sie zu diesem Thema auch:




 

Hauptversammlung des Solar-Unternehmens Conergy bestätigt bestellten Aufsichtsrat

Conergy-Chef Ammer:
Conergy-Chef Ammer: "Wir
trotzen heute dem Gegenwind"

Die Anteilseigner der Conergy AG haben am 10. Juni 2009 auf der 4. ordentlichen Hauptversammlung in Hamburg mit sehr großen Mehrheiten allen Beschlussvorschlägen der Verwaltung zugestimmt, berichtet das Unternehmen in einer Pressemitteilung. Dieter Ammer, der Vorstandsvorsitzende der Conergy AG, hat die Strategie der Gesellschaft als fokussierten Photovoltaik-Konzern und die geplanten Maßnahmen für das Geschäftsjahr 2009 vorgestellt. "Conergy hat einen wesentlichen Teil der Hausaufgaben bereits erledigt, und damit trotzen wir heute dem Gegenwind", sagte Ammer.  "Die Branche steht vor großen Herausforderungen. Niemand kann derzeit verlässliche Prognosen treffen. Klar ist aber: Der Marktwandel macht den Kunden immer wichtiger. Unsere starke Marke und Kundennähe helfen uns, vom neuen Kräfteverhältnis im Markt zu profitieren."





Entlastung einzelner Vorstandsmitglieder für das Geschäftsjahr 2007 verweigert

Die Anteilseigner haben die ursprünglich gerichtlich bestellten Herren Klaus-Joachim Wolfgang Krauth, Carl Ulrich Andreas de Maizière, Norbert Schmelzle und Bernhard Milow als Mitglieder im Aufsichtsrat bestätigt und bis zum Ablauf der Wahlperiode 2010 gewählt. Damit seien im Kontrollgremium der Gesellschaft sachverständige Branchen- und Finanzexperten vertreten, betont Conergy. Für das Geschäftsjahr 2008 habe die Hauptversammlung nach einer sehr ruhigen und sachlichen Generaldebatte der Entlastung von Vorstand und Aufsichtsrat zugestimmt. Dem Vorschlag der Verwaltung, die Entlastung für einzelne Vorstandsmitglieder für das Geschäftsjahr 2007 zu verweigern, folgte die Hauptversammlung mit 98 Prozent Zustimmung.


Kapitalerhöhung um bis zu 100 Millionen Euro und Schuldverschreibungen in Höhe von bis zu 1,3 Milliarden Euro möglich

Die Hauptversammlung hat den Vorstand der Conergy AG mit 99 Prozent Zustimmung dazu ermächtigt, bis zum 9. Juni 2014 das Grundkapital um bis zu 100 Millionen Euro erhöhen sowie Schuldverschreibungen in Höhe von bis zu 1,3 Milliarden Euro begeben zu können. Damit könne Conergy in den kommenden Jahren flexibel auf die Entwicklungen an den Finanz- und Kapitalmärkten reagieren, heißt es in der Pressemitteilung. Etwa 350 Anteilseigner und Aktionärsvertreter waren nach Angaben des Unternehmens auf der Hauptversammlung zugegen.

11.06.2009   Quelle: Conergy AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Conergy AG,
Lesen Sie zu diesem Thema auch:




 

US-Stromversorger PG&E schließt Vertrag über 230 MW Photovoltaik-Leistung

Computersimulation der AV Solar Ranch (SunPower T20 Tracker)
Computersimulation der AV Solar Ranch
(SunPower T20 Tracker)

Das US-amerikanische Versorgungsunternehmen Pacific Gas and Electric Company (PG&E; San Francisco, Kalifornien) berichtete am 05. Juni 2009, das Unternehmen habe einen Vertrag mit AV Solar Ranch 1, LLC unterzeichnet. Das Tochterunternehmen von NextLight Renewable Power, LLC (San Francisco) soll für PG&E eine Photovoltaik-Nennleistung von insgesamt 230 Megawatt (MW) aufbauen. Das geplante Solarkraftwerk soll jährlich durchschnittlich 592 Gigawattstunden Solarstrom erzeugen, mit dem Kunden von PG&E in Nord- und Zentralkalifornien versorgt werden sollen.   Laut Pressemitteilung wird das PV-Kraftwerk von NextLight im kalifornischen Antelope Valley errichtet und soll kommerziell erprobte Photovoltaik-Technologie auf dem neuesten Stand nutzen. Die Solarstromanlage soll bereits ab 2011 Elektrizität liefern, die volle Leistung soll bis Ende 2013 erreicht werden.


Dritter Solar-Großauftrag von PG&E in diesem Jahr

"Dieser Vertrag hilft uns, unseren Kunden noch mehr saubere Energie anzubieten und Treibhausgas-Emissionen zu mindern", sagte John Conway, Senior-Vizepräsident für Energieversorgung bei PG&E. "NextLight ist erfreut, mit PG&E einen Vertrag über die Abnahme des mit dem AV Solar Ranch 1 Projekt produzierten Solarstroms geschlossen zu haben", ergänzte Frank DeRosa, Vorstand von NextLight. "Dieses Vorhaben wird Kunden von PG&E mit kostengünstigem Strom versorgen, Arbeitsplätze schaffen und die Wirtschaft im Antelope Valley ankurbeln. Außerdem wird es zur Erreichung der Ziele für erneuerbare Energien in Kalifornien beitragen". Laut Pressemitteilung ist der Auftrag für NextLight der dritte umfangreiche Vertrag den PG&E in diesem Jahr mit Solar-Unternehmen abgeschlossen hat. Im Durchschnitt stamme ungefähr die Hälfte der von PG&E bereitgestellten Elektrizität aus CO2-freien Quellen, berichtet das Unternehmen.

11.06.2009   Quelle: Pacific Gas and Electric Company   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: NextLight Renewable Power, LLC,
Lesen Sie zu diesem Thema auch:




 

Fachkonferenz: Die amerikanische Energiewende als Chance für deutsche Unternehmen

Photovoltaik-Fertigung von SCHOTT Solar in Albuquerque.
Photovoltaik-Fertigung von SCHOTT Solar
in Albuquerque.

Nachdem Präsident Barack Obama im Februar das 787 Milliarden-Dollar-Konjunkturprogramm verabschiedet hat und das US-amerikanische Energieministerium in den vergangenen Wochen gezielte Förderpakete für die Photovoltaik, Geothermie, Windenergie, Energieeffizienz und nachhaltiges Bauen freigegeben hat, läuft die amerikanische Energiewende auf Hochtouren, so die Veranstalter einer Fachkonferenz des GADORE Center (German American Dialog on Renewable Energy) am 19. Juni 2009 in Düsseldorf.   Die Konferenz "Die amerikanische Energiewende – Chancen für deutsche Unternehmen aus den Bereichen: Erneuerbare Energien / Energieeffizienz / Energieeffizientes Bauen / Umwelttechnologie wird veranstaltet in enger Zusammenarbeit mit dem Ministerium für Wirtschaft, Mittelstand und Energie des Landes Nordrhein-Westfalen und der EnergieAgentur.NRW.


Neues Klima- und Energiegesetz auf dem Weg

Die Konferenzveranstalter betonen, dass das Ende März vorgelegte Klima- und Energiegesetz (American Clean Energy and Security Act) noch vor der Sommerpause den Kongress passieren und dann in den Senat zur Abstimmung gehen könnte. Der Gesetzentwurf sehe vor, die amerikanischen Energieeffizienz-Standards deutlich anzuheben und die Bauvorschriften entsprechend anzupassen. Betroffen seien unter anderem die Beleuchtung und elektronische Haushaltsgeräte sowie der öffentliche Nahverkehr und die Senkung des gewerblichen Stromverbrauchs.


Neuer Branchenverband für Biomasse

Immer wichtiger werde außerdem die Nutzung von Wärmeenergie aus Biomasse: Ein neuer Branchenverband, der Biomass Thermal Energy Council (BTEC), werbe verstärkt für regenerative Wärmegewinnung. Rund ein Drittel der in den USA verbrauchten Energie ist Wärmeenergie - der BTEC will daher gezielt den Einsatz von Holzpellets und Agrarabfällen zur Erzeugung von Wärmeenergie fördern.


Informationen über Programme der amerikanischen Umweltbehörde und die Markteintrittschancen

Welche Möglichkeiten sich durch diese Initiativen für deutsche Unternehmen bieten, wird am 19. Juni im Rahmen der Fachkonferenz diskutiert. Die Veranstaltung richtet sich an kleine und mittelständische Unternehmen sowie an Großunternehmen, die den amerikanischen Markt sondieren möchten. Die Konferenz liefert einen Überblick über die aktuellen Programme der amerikanischen Umweltbehörde (U.S. EPA) und über die Markteintrittschancen für die unterschiedlichen regenerativen Branchen. Die Themen reichen von den amerikanischen Finanzierungsinstrumenten der Energiewende bis hin zum konkreten Markteintritt USA.

Zu den Referenten der Fachkonferenz gehören unter anderem Friedrich Wagner, Leiter der Gruppe Außenwirtschaft im Wirtschaftsministerium Düsseldorf, Dale Medearis, Northern Virginia Regional Commission (vorher bei US EPA), Raimo de Vries, Fifth Third Bank (Finanzierungsmodelle), Bruce Wright, Johnson, Kendall & Johnson (Haftungsprobleme), Florian Stamm, Smith, Gambrell & Russell (Steuern, Markteintritt) und David Peabody (LEED-AP), Architekt und Passivhaus-Experte.

Vorgestellt wird außerdem das neue GADORE Center USA mit Sitz in Philadelphia. Das Zentrum dient als Anlaufstelle für kleine und mittelständische Unternehmen, die praktische Hilfe beim Markteintritt USA in Anspruch nehmen möchten.

Das vollständige Programm und die Anmeldeunterlagen sind zugänglich unter www.gadorecenter.de/veranstaltungen.

11.06.2009   Quelle: Pressebüro GADORE Center; windConsultant/GADORE -   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: SCHOTT Solar AG,
Lesen Sie zu diesem Thema auch:




 

Erste Odenwälder Solar-Tankstelle eröffnet

Solar-Tankstelle im Odenwald.
Solar-Tankstelle im Odenwald.

Der Photovoltaik-Systemanbieter Ralos eröffnete in Michelstadt die erste Solartankstelle im Odenwald. Die Tankstelle für Solarstrom befindet sich auf dem Unternehmensgelände in der Nähe von sechs bereits installierten Photovoltaik-Anlagen. Die Solaranlagen werden in Zusammenarbeit mit der Darmstädter Hochschule als "Solarakademie" betrieben. Nachdem die erste Frankfurter Solartankstelle sehr gut angenommen worden sei wollten die Michelstädter zum 55. Michelstädter Bienenmarkt ebenfalls ein Highlight beisteuern, berichtet Ralos in einer Pressemitteilung. In einer kleinen Eröffnungsfeier wurde die Tankstelle für die Öffentlichkeit freigegeben, die ab sofort kostenlos Elektromobile mit Solarstrom betanken kann.   Zur Eröffnung kamen der Bürgermeister von Michelstadt, Reinhold Ruhr, und der Landrat des Odenwaldkreises Horst Schnur. Die Solartankstelle wurde in eine Original Benzinzapfsäule integriert, an der vier Fahrzeuge gleichzeitig kostenlos tanken können. Im Gegensatz zu einer normalen Tankstelle kommt jedoch kein Super oder Diesel sondern Sonne in den Tank, die nicht in Litern sondern in Form von Kilowattstunden gezählt wird.


Probefahrten mit Solar-Mobilen

Bevor die Solartankstelle in Betrieb genommen wurde, konnten die Gäste Probefahrten mit Elektrofahrzeugen machen, die Ralos nach Michelstadt geholt hatte. Zum Beispiel mit den Velotaxis aus Frankfurt, die mit Muskelkraft, aber auch mit einem Elektromotor in Schwung gebracht werden. Außerdem konnten die Gäste drei verschiedene Elektroroller ausprobieren. Ein weiteres der vorgestellten Elektrofahrzeuge, der kommunale Elektrotransporter sei zwar hilfreich beim Transport von Waren, aber der Fahrkomfort des Mini-LKW könne natürlich nicht mit den e-Rollern mithalten, berichtet Ralos. Ein Elektro-Auto, wie der gezeigte Renault "Kangoo" hingegen, habe alles, was ein Auto haben muss. Es fahre wie ein Automatik-Fahrzeug, allerdings ohne Geräusche.

11.06.2009   Quelle: Ralos Vertriebs GmbH   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Ralos Vertriebs GmbH,
Lesen Sie zu diesem Thema auch:




 

Solar-Unternehmen SOLON SE feiert Eröffnung des neuen Hauptquartiers in Berlin

Neuer Stammsitz des Solarmodulproduzenten SOLON SE.
Neuer Stammsitz des Solarmodulproduzenten
SOLON SE.

Das Photovoltaik-Unternehmen SOLON SE weiht am 10.06.2009 sein Corporate Headquarter in Berlin-Adlershof ein. Das Unternehmen will damit ein Zeichen setzen für eine ressourcenschonende und zugleich moderne und flexibel gestaltbare Arbeitswelt. Als einer der größten europäischen Solarmodul-Produzenten und Anbieter von Solar-Kraftwerken sehe sich SOLON den Grundsätzen nachhaltigen Wirtschaftens besonders verpflichtet und leiste nicht allein mit seinen Produkten, sondern bereits bei deren Entstehung einen Beitrag zum Klimaschutz, betont das Unternehmen in einer Pressemitteilung.   "Die Stadt Berlin gratuliert SOLON zur Eröffnung des neuen Corporate Headquarters. SOLON hat in den vergangenen Jahren zahlreiche Arbeitsplätze geschaffen und gehört heute zu den großen industriellen Arbeitgebern in unserer Stadt. Mit dem Umzug nach Adlershof hat sich das Unternehmen erneut zum Wirtschafts- und Wissenschaftsstandort Berlin bekannt. Das freut mich sehr, denn Unternehmen wie SOLON stärken die Innovationskraft unserer Stadt", sagte Berlins Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit anlässlich der Eröffnung.


Energieverbrauch im Vergleich zu herkömmlichen Verwaltungsgebäuden um bis zu 75 Prozent gesenkt

"Die Erneuerbaren Energien gehören zu den dynamischsten Branchen weltweit. Wir sind Teil dieser Zukunftsbranche. Unser neues Headquarter zeigt, wie man Zukunft schon heute leben kann - indem man die verfügbaren, innovativen Techniken auch wirklich nutzt und so Energieeffizienz und modernes Arbeiten in Einklang bringt", erklärt SOLON CEO Thomas Krupke. Für die Gestaltung des SOLON Hauptquartiers durch den Berliner Architekten Heinrich Schulte-Frohlinde wurde ein ganzheitlicher Ansatz aus Energieeffizienz, Nutzerkomfort und Optimierung der Lebenszykluskosten in einem ästhetischen Gesamtkonzept entwickelt. Das Energiedesign stammt von Prof. Dr. M. Norbert Fisch, Direktor des Instituts für Gebäude- und Solartechnik der Technischen Universität Braunschweig. Ein Maßnahmenbündel - wie beispielsweise die bauphysikalisch exzellente Gebäudehülle mit starkem Wärme- und Kälteschutz und die auf hohe Energieeffizienz ausgerichtete Gebäudetechnik - ermöglicht laut SOLON die Senkung des Energieverbrauchs um bis zu 75 Prozent im Vergleich zu herkömmlichen Verwaltungsgebäuden.


Begehbares Dach mit integrierter Photovoltaik-Anlage (210 kWp)

Glas, Stahl und Holz prägen das zugleich Produktion und Verwaltung beherbergende Bauwerk mit dem nach unten zulaufenden begrünten Dach und der geschwungenen Silhouette. Die Fassade integriert außen liegenden Sonnenschutz, Fenster mit dreifacher Isolierverglasung, Heizkörper und Akustikelemente. In das begehbare Dach ist eine Photovoltaikanlage mit 210 kWp Leistung integriert. Mehrere Innenhöfe ermöglichen ein Maximum an natürlicher Beleuchtung. Für die energiesparende Temperierung sind Wasserrohre in die Betondecken integriert - die so genannte Betonkern-Aktivierung. Belüftung, Heizung und Beleuchtung werden individuell gesteuert. Eine EDV-gestützte Gebäudetechnik überwacht den Verbrauch.

Auf dem Prinzip des veredelten Rohbaus basierend, wurde im Inneren zugunsten von Flexibilität auf Unnötiges verzichtet. Das transparente Raumkonzept kommt nahezu ohne feste Wände aus. Die offenen Strukturen des viergeschossigen Gebäudes fördern die Kommunikation und erleichtern das Arbeiten in wechselnden Teams.

10.06.2009   Quelle: SOLON SE   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: SOLON SE,
Lesen Sie zu diesem Thema auch:




 

Kabinett beschließt Nachhaltigkeitsverordnung für das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG)

Für die Stromerzeugung aus Erneuerbaren Energien dürfen ab 1. Januar 2010 nur noch Pflanzenöle eingesetzt werden, die nachhaltig hergestellt worden sind. Dies sieht die Nachhaltigkeitsverordnung für das Erneuerbare-Energien-Gesetz (Biomassestrom-Nachhaltigkeitsverordnung) vor, die das Bundeskabinett am 10.06.2009 auf Initiative von Bundesumweltminister Sigmar Gabriel beschlossen hat. Mit der Verordnung werden die Nachhaltigkeitsanforderungen für die energetische Nutzung von flüssiger Biomasse, auf die sich die EU im Dezember 2008 geeinigt hat, für die Stromproduktion umgesetzt. "Dass wir die Anforderungen der EU in Rekordzeit umsetzen, zeigt, wie wichtig es uns ist, dass nur nachhaltig hergestellte Biomasse nach dem EEG vergütet wird", sagte Gabriel.  "Mit dieser Verordnung setzen wir den Maßstab für die weitere Diskussion über eine nachhaltige Bioenergienutzung. Zugleich schaffen wir für alle Anlagenbetreiber, die Pflanzenöl zur Stromerzeugung einsetzen, frühzeitig Planungssicherheit.


Der Entwurf sieht vor, dass flüssige Biomasse, die nach dem EEG vergütet wird (z. B. Raps-, Palm- und Sojaöl), so hergestellt werden muss, dass ihr Einsatz zur Stromerzeugung im Vergleich zu fossilen Energieträgern mindestens 35 Prozent weniger Treibhausgase freisetzt. Bis zum Jahr 2018 soll diese Mindestanforderung schrittweise auf 60 Prozent angehoben werden. Zudem dürfen die Pflanzen nicht auf Flächen mit hohem Naturschutzwert, wie etwa Regenwäldern oder Feuchtgebieten, angebaut worden sein.


Auf die Nachhaltigkeitskriterien hatte sich die Europäische Union mit der Verabschiedung der Richtlinie zu erneuerbaren Energien im Dezember 2008 geeinigt. Die deutsche Verordnung nutzt die Spielräume, welche die EU den Mitgliedsstaaten bei der Umsetzung der Richtlinie insbesondere bei der finanziellen Förderung lässt, und verschärft die Anforderungen für den Bonus für nachwachsende Rohstoffe, indem sie vorschreibt, dass bereits frühzeitig möglichst hohe Treibhausgaseinsparungen erzielt werden müssen.

Die Verordnung bedarf noch der Zustimmung des Deutschen Bundestages. Der Verordnungsentwurf ist im Internet zugänglich unter http://www.erneuerbare-energien.de/inhalt/40712/

10.06.2009   Quelle: BMU   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH



 

Photovoltaik: Sinosol AG baut ersten Megawatt-Solarpark mit den neuen Dünnschichtmodulen von Malibu

Solarpark Le Lauzet
Solarpark Le Lauzet

Die Sinosol AG (Frankfurt am Main; Stuttgart) hat als Planer und Generalunternehmer für die Malibu GmbH & Co. KG, ein Gemeinschaftsunternehmen der Schüco International KG und der E.ON AG, den ersten 1 MW-Solarpark mit den neuen Dünnschichtmodulen von Malibu errichtet. In einer Rekordbauzeit von vier Wochen sei auf dem anspruchsvollen 20 Hektar großen Gelände in den Bergen Südfrankreichs damit der erste Abschnitt eines insgesamt auf eine Nennleistung von bis zu fünf Megawatt (MWp) ausgelegten Photovoltaik-Kraftwerks pünktlich zur offiziellen Einweihung des Malibu-Werkes in Osterweddingen am 4. Juni 2009 fertig gestellt, berichtet Sinosol in einer Pressemitteilung. Neben den Dünnschichtmodulen von Malibu kommen Wechselrichter von SMA sowie die von Sinosol selbst entwickelte Gestelltechnik "SolBase" zum Einsatz.   Der Solarpark Le Lauzet ist das erste große Photovoltaik-Kraftwerk von E.ON Climate & Renewables und befindet sich rund 250 Kilometer nördlich von Marseille in Südfrankreich. Im ersten Bauabschnitt kommen 2.675 Dünnschicht-Module von Malibu zum Einsatz.


Module auf dem neuesten Stand der Dünnschicht-Technik

"Wir sind stolz darauf, dieses Referenzprojekt für Malibu erfolgreich und termintreu umgesetzt zu haben. Die Module von Malibu repräsentieren den neuesten Stand der Dünnschicht-Technik und haben sich im Projekteinsatz sehr gut bewährt. Hierbei wurden auch wichtige Details, wie zum Beispiel die ab Werk auf der Rückseite des rahmenlosen PV Moduls installierten Befestigungsschienen zur einfachen Montage auf den Trägersystemen, sogenannte 'back-rails', von Malibu hervorragend konstruiert.", kommentiert Raphael Krause, Mitglied des Vorstands der Sinosol AG.

"Mit Sinosol haben wir uns für einen etablierten und erfahrenen Anbieter schlüsselfertiger Photovoltaik-Anlagen entschieden, der auch in anspruchsvollem Gelände bereits über hervorragende Referenzen verfügt. Wir sind mit dem Ergebnis dieses ersten gemeinsamen Projektes sehr zufrieden", sagt Konrad Kaiser, Geschäftsführer von Malibu und der Solar-Sparte von Schüco.

10.06.2009   Quelle: Sinosol AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Sinosol AG,
Lesen Sie zu diesem Thema auch:




 

RWenergy GmbH präsentiert schraubenloses Photovoltaik-Flachdachsystem "s:box"

Photovoltaik-Flachdachsystem "s:box".

Die RWenergy GmbH, Hersteller von Solar-Nachführsystemen und Festaufstellungen, präsentierte auf der diesjährigen Intersolar in München erstmals das PV-System "s:box" zur hinterlüfteten Installation von PV-Modulen auf Flachdächern oder anderen durchdringungssensitiven Unterbauten. Als Material für die "s:box" kann der Kunde zwischen verzinktem Stahl oder Aluminium wählen.   Die schraubenlose Gesamtkonstruktion verhindere eine Beschädigung der empfindlichen Dachhaut, welche durch bei der Montage verlorengegangene Schrauben verursacht werden könnte, betont der Hersteller. Als Ballastierung kann im Idealfall der auf dem Dach bereits vorhandene Kies verwendet werden. Betonformsteine oder Gehwegplatten seien ebenfalls möglich. Die "s:box" kann mit verschiedenen Systemen zur Reibwerterhöhung zwischen Dachhaut und "s:box" kombiniert werden. Aus diesen Reibbeiwerten und den jeweiligen Rahmenbedingungen gemäß der DIN 1055-4:2005-03 wie Gebäudehöhe, Windlastzone und Lage der Module bezogen auf die Gebäudekanten ergibt sich die notwendige Ballastierung.


Geringe Transportkosten

Die "s:box" ist ein schraubenloser Modulträger, der im Wesentlichen aus zwei Blechen besteht. Die Bleche werden erst am Montageort entlang von enthaltenen Perforierungen aufgekantet und zusammengesteckt. Diese Vorgehensweise ermöglicht einen volumen- und somit kostenoptimierten Transport zur Baustelle und auf das Dach.


Für alle Modulgrößen geeignet

Die s:box" bietet standardmäßig die Möglichkeit, einen Kabelkanal zu integrieren. Dabei können die Breiten 100 mm, 200 mm, 300 mm, 400 mm oder 500 mm, laut Hersteller ebenfalls schraubenlos, befestigt werden. Der Kanal befindet sich zentriert unterhalb des Moduls. Die "s:box" ist für alle gängigen Modulgrößen geeignet. Der Neigungswinkel der Module beträgt 20°, 25° oder 30° und kann vom Kunden gewählt werden.

10.06.2009   Quelle: RWenergy GmbH   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: RWenergy GmbH,
Lesen Sie zu diesem Thema auch:




 

US-Energieversorger nimmt 900 kW-Solarkraftwerk in New Jersey in Betrieb

PV-Kraftwerk der MTMUA in Marlboro
PV-Kraftwerk der MTMUA in Marlboro

Der US-Energieversorger Marlboro Township Municipal Utilities Authorities (MTMUA; Marlboro, New Jersey) hat ein Photovoltaik-Kraftwerk mit einer Nennleistung von 900 Kilowatt (kW) und Modulen von Sharp Solar in Betrieb genommen. Die Solarstromanlage soll MTMUA mit emissionsfreier Energie versorgen und fast 40 Prozent des benötigten Strombedarfs decken.   Der Bürgermeister der Kommune Marlboro, Jonathan Hornick, der Direktor des Unternehmens Peter Wersinger, der Vorsitzende Michael Messinger sowie Mitglieder der Kommission und Mitarbeiter waren bei der offiziellen Inbetriebnahme der Solaranlage zugegen, die zu den größten Photovoltaik-Kraftwerken im Osten der USA zähle. Gebaut wurde die Solarstromanlage auf ungefähr 12.140 Quadratmetern Land, das der MTMUA und der Gemeinde Marlboro gehört. Das Solarkraftwerk mit 4.186 Modulen von Sharp Solar und wurde von Advanced Solar Products, Inc. (ASP; Ringoes, New Jersey) entwickelt und von der Barrier Electric Company, Inc. (Bayonne, New Jersey) gebaut.


1,3 Millionen Kilowattstunden Solarstrom pro Jahr

Laut Pressemitteilung bringt die PV-Anlage von MTMUA bedeutende wirtschaftliche und ökologische Vorteile. Es wird erwartet, dass das Kraftwerk jährlich über 1,3 Millionen Kilowattstunden (kWh) sauberen Strom erzeugen wird, womit ungefähr 40 Prozent des Energiebedarfs der MTMUA gedeckt würden. Außerdem soll es laut Sharp Solar jährlich Kosten von 775.000 – 900.000 US-Dollar (556.000 – 645.000 Euro) vermeiden, die für den Energieversorger durchschnittlich netto 300.000 – 400.000 US-Dollar (215.000 – 287.000 Euro) Einsparungen bedeuten. Zusätzlich soll die Solarstromanlage in New Jersey jährlich 1.900 Tonnen CO2-Emissionen einsparen sowie SO2-Emissionen von 13 Tonnen und NO2-Emissionen von rund 8 Tonnen. "Wir freuen uns ganz besonders, zur Stromversorgung unseres Wasseraufbereitungswerks und für unseren Vertrieb ein bedeutendes Solarkraftwerk in Betrieb zu nehmen, dass es vom ersten Tag an Einnahmen bringt", sagte Peter Wersinger. "Auf Grundlage der ausgezeichneten Leistung dieser Solaranlage wird die MTMUA in den kommenden Monaten nach Möglichkeiten suchen, die Nutzung der Solarenergie weiter auszubauen".


Photovoltaik-Kraftwerk schafft Arbeitsplätze und unterstützt lokale und regionale Wirtschaft

Der Vorstand der MTMUA, Michael Messinger, zeigte sich erfreut über die Auswirkungen des Projekts auf den Arbeitsmarkt: "Von den Zulieferern und Installateuren der Solarmodule über die Elektriker, die das System verbunden und verkabelt haben, bis hin zu den Metallbaufachkräften, die das Montagesystem hier in New Jersey hergestellt haben, hat sich dieses Projekt positiv auf die lokale und regionale Wirtschaft ausgewirkt". Ron Kenedi, Vizepräsident der Sharp Solar Energy Solutions Group, ergänzte: "Sharp ist erfreut, der Stadtgemeinde Marlboro bei der Erreichung ihrer Ziele in Sachen nachhaltiger Energie helfen zu können. Clean-Tech-Projekte wie diese sind nicht nur gut für unsere Umwelt, sondern auch gesund für unsere Wirtschaft".

10.06.2009   Quelle: Sharp Electronics Corp.   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Shap Solar,
Lesen Sie zu diesem Thema auch:




 

Zehn Jahre "Windkraftanlage Fröttmaning": ein Leuchtturmprojekt vor den Toren Münchens

"Windkraftanlage Fröttmaning"

Um den erstmals stattfindenden "Global Wind Day" in Bayern zu feiern, hätte der Bundesverband Windenergie (BWE) kaum einen besseren Ort wählen können: Die "Windkraftanlage Fröttmaning" auf der weit sichtbaren Anhöhe im Norden Münchens ist zu einem neuen Wahrzeichen der Landeshauptstadt geworden. Gegenüber der futuristischen Allianz-Arena gelegen symbolisiert sie ökologischen Fortschritt, Spitzentechnologie 'made in Germany' und neue Energie für die Zukunft. Dennoch mochte BWE-Landesvorsitzender Günter Beermann unter dem von ihm vor zehn Jahren initiierten Windrad nicht nur Jubeltöne anstimmen. "In Sachen Windkraft herrscht im Süden Deutschlands noch immer Nachholbedarf", mahnte er vor den "Geburtstagsgästen" aus Politik und Wirtschaft sowie interessierten Bürgerinnen und Bürgern der Stadt.   Die Nutzung der Windenergie könne auch in Bayern zu einem starken Zugpferd für den Klimaschutz werden, hob Beermann hervor. Noch liege der Anteil der regenerativen Energien am Primärenergieverbrauch hier bei 8 %. Bis 2020 soll er im Rahmen des bayerischen "Klimaprogramms 2020" verdoppelt werden. "Doch ohne Windkraft bleiben die Klimaziele der Staatsregierung nur ein frommer Wunsch", erklärte der BWE-Landesvorsitzende.


Windenergienutzung wichtig für Klimaschutz und Wirtschaft

Längst trage die Windbranche auch in Bayern mit zahlreichen Zulieferbetrieben zu einer positiven wirtschaftlichen Entwicklung und zur Schaffung zukunftsfester Arbeitsplätze bei. Zudem hätten die Bürgerinnen und Bürger die Möglichkeit, sich an Windenergieprojekten finanziell zu beteiligen. Auch Gemeinden könnten durch die anfallende Gewerbesteuer ihren Anteil am Erfolg der Windenergienutzung erzielen. "Windenergienutzung ist also nicht nur wegen des Klimaschutzes, sondern auch aus wirtschaftlichen Gründen wichtig. Die Menschen profitieren davon vor Ort in vielfältiger Weise", folgerte Beermann. Obwohl die Windenergie in vielen Regionen Deutschlands mittlerweile das Landschaftsbild präge, seien deren Auswirkungen auf Natur und Umwelt im Gegensatz zu Kohle-, Atom- und Gaskraftwerken lokal genau eingrenzbar und bei guter Planung überaus gering.


BWE baut auf eine breite Akzeptanz der Windenergie

Dennoch ist es nach Ansicht des BWE-Bayern wichtig, auf mögliche Bedenken und Ängste frühzeitig einzugehen und sachliche Informationen zur Verfügung zu stellen. "Wir bauen auf eine breite Akzeptanz, um die riesigen Potenziale der Windenergie nutzen zu können", führte Beermann aus. Deshalb dankte der BWE-Landesvorsitzende den Stadtwerken München, mit der "Windkraftanlage Fröttmaning" vor den Toren der Landeshauptstadt ein Leuchtturmprojekt für die Nutzung der Windkraft in Bayern realisiert zu haben. "Wir freuen uns, an dieser exponierten Stelle nicht nur das zehnjährige Bestehen einer Windkraftanlage, sondern auch den 'Global Wind Day 2009' feiern zu können", betonte er. "Es gibt keinen besseren Standort, um die Faszination und Bedeutung dieser Zukunftstechnologie für unsere Energieversorgung erfahrbar zu machen."

Weitere Informationen zum Global Wind Day unter http://www.globalwindday.org/

09.06.2009   Quelle: BWE   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: BWE,


 

aleo solar AG baut Photovoltaik-Geschäft in Nordamerika aus

Photovoltaik-Referenzanlage mit aleo-Modulen in Belgien.
Photovoltaik-Referenzanlage mit aleo-Modulen
in Belgien.

Die aleo solar AG (Prenzlau/Oldenburg) verstärkt ihre Präsenz im nordamerikanischen Photovoltaik-Markt und hat zu diesem Zweck die aleo solar North America Inc. als hundertprozentige Tochtergesellschaft gegründet. Der Sitz der Gesellschaft befindet sich in Westminster im Bundesstaat Colorado. Geschäftsführender Vizepräsident ist Robert Schwarzinger, der den Markteintritt für aleo solar vorbereitet hat und den Vertrieb von aleo solar in Nordamerika koordiniert. "Nordamerika bietet ein enormes Potenzial für Photovoltaik-Installationen bei privaten Aufdachanlagen, bei Photovoltaik-Systemen auf Industriedächern und im Sektor der Energieversorgung. Das Bekenntnis in den USA zu den erneuerbaren Energien bietet für uns als deutschen Premiumproduzenten ein erstklassiges Umfeld", erklärt Schwarzinger. 
Kooperation mit Projektentwickler DESMEX in Mexiko

Mit dem mexikanischen Projektentwickler und Installationsbetrieb DESMEX startete aleo solar schon Mitte 2008 die Zusammenarbeit in Mexiko. Der Gründer und Geschäftsführer der DESMEX Group John von Frantzius kommentiert: "Mit dem Leuchtturm-Projekt von 175 Kilowatt auf dem Dach eines Walmart-Supermarktes in Aguascalientes haben wir gemeinsam mit unserem Partner aleo solar gezeigt, dass Photovoltaik-Systeme zum Zweck des Eigenverbrauchs eine lohnenswerte Investition sind. Ein weiteres System mit 200 Kilowatt haben wir vor kurzem auf einem Industriedach in Betrieb genommen". Die DESMEX Group ist primärer Vertriebspartner von aleo solar für Mexiko, beide arbeiten derzeit gemeinsam an einer Studie für technisch optimale Systemlösungen in verschiedenen klimatischen Regionen Mexikos.


Günstige Rahmenbedingungen für Photovoltaik-Anlagen in den Bundesstaaten New York und New Jersey sowie in der kanadischen Provinz Ontario

Auf den einschlägigen Solarmessen Nordamerikas ist aleo solar mit einem Stand vertreten, zuletzt in Buffalo (New York) sowie im Juli auf der Intersolar North America in San Francisco und im Oktober auf der größten Fachmesse in den USA, der Solar Power in Anaheim (Kalifornien). Auch der kalifornische Markt werde für aleo solar immer interessanter, betont das Unternehmen. Über einen Installateur hätten in den letzten Wochen aleo-Module mit einer Leistung von 200 Kilowatt den Weg auf private kalifornische Dächer gefunden. "Der Nordosten der USA ist für uns auch eine interessante Region. Die Konditionen zum Betrieb von Photovoltaik-Anlagen in den Bundesstaaten New York und New Jersey sind sehr gut, hier erwarten wir ein hohes Wachstum. Darüber hinaus gibt es in der kanadischen Provinz Ontario ein Einspeisegesetz nach deutschem Vorbild. Damit finden wir insbesondere im Nordosten gute Bedingungen, um unser Vertriebsnetzwerk aleo power network auszubauen", führt Robert Schwarzinger aus. Die aleo-Module verfügen über das in Nordamerika nötige Sicherheitszertifikat UL-1703, betont das Unternehmen.

09.06.2009   Quelle: aleo solar AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: aleo solar AG,
Lesen Sie zu diesem Thema auch:




 

Conergy Deutschland GmbH verkauft Megawatt-Solarpark "Heimpersdorf" an Investor

Baubeginn für den Megawatt-Solarpark Heimpersdorf.
Baubeginn für den Megawatt-Solarpark
Heimpersdorf.

Die Conergy Deutschland GmbH (Hamburg) Anbieter von Produkten und Lösungen rund um die Solarstrom-Erzeugung, hat den Verkauf eines Photovoltaik-Großprojekts in Heimpersdorf bei Augsburg erfolgreich abgeschlossen. Das Tochterunternehmen der börsennotierten Conergy AG verkaufte den Solarpark mit einer Nennleistung von 2,4 Megawatt (MWp) an einen Investor, berichtet das Unternehmen in einer Pressemitteilung. Mit dem Verkauf des Projekts seien die Weichen für den sofortigen Baustart der Freiflächenanlage gestellt. Der Park könne voraussichtlich noch im dritten Quartal des laufenden Geschäftsjahres an das lokale Stromnetz angeschlossen werden. Der schnelle Projektabschluss sichere dem Investor eine Einspeisevergütung von 31,94 Cent je produzierter Kilowattstunde Solarstrom. Conergy übernehme die Projektentwicklung sowie die Planung, Modullieferung und den Bau für das Megawatt-Projekt. 

33.120 Dünnschicht-Module auf neun Hektar

Der Solarpark wird sich auf einer neun Hektar großen Freifläche erstrecken, was zirka 12 Fußballfeldern entspricht. Für den Park installieren Conergy-Mitarbeiter rund 33.120 Dünnschicht-Module. In Heimpersdorf verbaut der Systemanbieter zudem erstmals eine Weiterentwicklung des hauseigenen Gestellsystems "SolarLinea", das die Installation der Module in drei übereinander geführten Reihen ermöglicht und so eine besonders Platz sparende Montage gewährleistet. Nach der Inbetriebnahme soll der Park jährlich rund 2,6 Millionen Kilowattstunden Solarstrom produzieren und so rund 750 Haushalte mit sauberer Energie versorgen. Gleichzeitig erspart das Kraftwerk der Region über die mindestens 20-jährige Laufzeit einen CO2-Ausstoß von mehr als 35.520 Tonnen, betont Conergy.


5 Großprojekte mit Dünnschichttechnologie in Schwaben realisiert

"Vor dem Hintergrund der anhalten Finanzkrise beweist der erfolgreiche Projektabschluss in Heimpersdorf einmal mehr, dass Conergy mit seiner über zehnjährigen Markterfahrung weiterhin das Vertrauen der Investoren genießt", erklärt Norbert Apfel, Geschäftsführer der Conergy Deutschland GmbH. Conergy hat im Landkreis Aichach-Friedberg in Schwaben bereits fünf Großprojekte mit Dünnschichttechnologie realisiert. Erst im November 2008 hat das Unternehmen die drei Solarparks in Baar, Gebersdorf und Wiesenbach mit einem Gesamtvolumen von insgesamt neun Megawatt offiziell eingeweiht. "Wir freuen uns über das vorbildliche Engagement der Gemeinden im Landkreis und sind zuversichtlich, dass sich weitere Investoren beim notwendigen Ausbau der erneuerbaren Energien in der Region beteiligen werden", so Apfel.


Landkreis und Baar unterstützen den Ausbau der erneuerbaren Energien

Für die Projekte in Augsburg und Umgebung hat Conergy in Robert Pötschan, Geschäftsführer der IBE Ingenieursbüro für erneuerbare Energien GmbH in Augsburg, einen verlässlichen Partner gefunden. Bei vier der bisher im Landkreis realisierten Anlagen hat IBE gemeinsam mit der Conergy Deutschland GmbH die Projektentwicklung vor Ort entscheidend voran getrieben. Pötschan zum erfolgreichen Baustart: "Auch beim Projekt 'Heimpersdorf' zeigte sich wie bei den vorherigen Projekten erneut die hohe Aufgeschlossenheit des Landratsamts Aichach-Friedberg und der Gemeinde Baar gegenüber dem Ausbau der erneuerbaren Energien. Insbesondere die Zusammenarbeit mit dem Bürgermeister der Gemeinde Baar, Leonhard Kandler, und der Naturschutzbehörde war immer konstruktiv und Ziel führend", lobte Pötschan die gute Zusammenarbeit zwischen Wirtschaft und Politik bei der Umsetzung des Großprojekts.

09.06.2009   Quelle: Conergy Deutschland GmbH   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Conergy Deutschland GmbH,
Lesen Sie zu diesem Thema auch:




 

Dünnschicht-Photovoltaik: Mit Anlagen von Applied Materials produzierte Solarmodule nach IEC zertifiziert

SunFab-Produktionslinie bei Green Energy Technology.
SunFab-Produktionslinie bei
Green Energy Technology.

Applied Materials, Inc., Hersteller von Solar- und Nanotechnologielösungen mit Sitz in Santa Clara (Kalifornien), berichtete am 29.05.2009 dass auf der von Applied Materials vertriebenen "SunFab"-Dünnschicht-Produktionslinie gefertigte, 5,7 Quadratmeter große Solar-Module die Zertifizierung nach den Standards der International Electrotechnical Commission (IEC) erhalten haben. Dies belege auch die ausgezeichnete Leistung im praktischen Einsatz. Die Zertifizierung der "SunFab"-Module, derzeit die weltweit größten Module am Markt, eröffne die Möglichkeit, diese Dünnschichtmodule in Photovoltaik-Anlagen im Kraftwerksmaßstab zu nutzen, und auf diese Weise den Preis für sauberen Strom zu senken, betont das Unternehmen.   "Wir erwarten, dass die 5,7 Quadratmeter großen Module zum Standard für Photovoltaik-Großanlagen werden", sagte Dr. Randhir Thakur, Senior-Vizepräsident und Geschäftsführer der Sparte "Display und 'SunFab' Solar Business" bei Applied Materials. "Die Verwendung der 'SunFab'-Technologie für besonders große Module ermöglicht, sowohl die Produktionskosten als auch die Kosten der Montage zu senken, wodurch die Photovoltaik zu einer langfristigen Lösung zur Versorgung der Welt mit erschwinglicher Energie aus erneuerbaren Quellen wird".


Neue Testmöglichkeiten zur Zertifizierung großformatiger Module geschaffen

Laut Pressemitteilung wurde die Zertifizierung von TÜV InterCert (Reggio Emilia, Italien und Bonn, Deutschland) durchgeführt und stellt sicher, dass die IEC-Normen 61646 und 61730 erfüllt werden. "Die 5,7 Quadratmeter großen Module von Applied sind vier Mal größer als alles, was wir bisher getestet haben", sagte Feridoon Sergizzarea, Präsident und Vorstand von TÜV InterCert. "Wir haben unser Labor angepasst und zusätzliche Systeme zum Test derartig großer Module angeschafft". Applied betont, dass seine Technologie und das Fachwissen aus der Herstellung von Flachdisplays und Glassystemen für die Architektur eine gleichmäßige Energieumwandlung auf große Fläche ermöglicht haben. Neue Befestigungsschienen würden die Module verstärken, so dass sie Wind und Erdbeben standhalten können. Gleichzeitig sollen durch die stark vereinfachte Montage die Installationskosten gesenkt werden.

09.06.2009   Quelle: Applied Materials, Inc.   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Green Energy Technology Inc., Ltd.,
Lesen Sie zu diesem Thema auch:




 

SMA America rüstet Solar-Wechselrichter mit Technologie von Echelon aus

SMA America setzt in US-Solarstromanlagen
SMA America setzt in US-Solarstromanlagen
" LonWorks" von Echelon ein.

Die Echelon Corporation (San Jose, Kalifornien, USA) teilte am 2. Juni 2009 mit, dass sich SMA America Inc. für ihre Solarstromanlagen für den Einsatz der "LonWorks"-Technologie entschieden hat. SMA America Inc. ist eine Tochter der deutschen SMA Solar Technology AG, dem weltweit führenden Unternehmen auf dem Gebiet der Solar-Wechselrichter. Der "i.LON"-SmartServer von Echelon ist mit Treibern ausgestattet, um mit den Wechselrichtern von SMA kommunizieren zu können. So kann der Zustand der Solarmodule in einer Photovoltaik-Anlage überwacht werden, und gleichzeitig wird die Menge des erzeugten Stroms gemessen. Dadurch werden Wartung, Reporting und Überprüfung erheblich erleichtert, und die Anlage kann jederzeit mit einer optimalen Effizienz betrieben werden, heißt es in der Pressemitteilung.   SMA setzt den i.LON SmartServer bei den Wechselrichtern "Sunny Central 250U" und "Sunny Tower" ein.


Managementlösungen für Solarenergie oder anderen regenerative Energiequellen

Die Solar Energy Industries Association (SEIA), der US-amerikanischen Branchenverband für Solarenergie, veröffentlichte unlängst einen Bericht, wonach die US-amerikanische Solarbranche im Jahr 2008 erneut ein Rekordwachstum verzeichnete. Durch die Förderung in den Bundesstaaten Kalifornien und New Jersey sowie durch Steuergutschriften der Regierung seien die Systempreise um ein Drittel oder gar mehr reduziert worden. "Wir freuen uns sehr über die Zusammenarbeit mit SMA, dem weltweit führenden Entwickler und Anbieter von Solar-Wechselrichter-Technologie, und auch darüber, Teil des schnell wachsenden Solarmarktes zu sein", so Anders Axelsson, Senior-Vizepräsident für Verkauf und Marketing bei Echelon. "Der i.LON SmartServer ist ideal, um sämtliche Arten von Energiemanagementlösungen zu entwickeln und zu implementieren - auch für Lösungen, die auf Solarenergie oder anderen alternativen Energiequellen basieren."

"Die Technologie von Echelon bietet ein hohes Maß an Zuverlässigkeit und Flexibilität, und genau das war uns sehr wichtig, damit wir unseren Kunden eine effizientere und vielseitigere Lösung anbieten können", so Jeffrey Philpott, Marketingdirektor bei SMA America Inc. "Da es sich bei der LonWorks-Plattform um eine offene Technologie handelt, lässt sie sich in die meisten Subsysteme unserer Kunden problemlos integrieren. Dadurch sind die Daten viel leichter zugänglich und die Gesamtsystemkosten können reduziert werden."


Daten zur Fernüberwachung und Verwaltung

Der i.LON SmartServer ruft die Daten der Wechselrichter automatisch ab. Diese können dann über gängige webbasierte und lokale Kontrollprotokolle abgefragt werden. So können die Daten von bereits vorhandenen Energiemanagementsystemen (EMS) und Gebäudemanagementsystemen (BMS) verwendet werden. Diese Daten kann man entweder direkt auf ein Kundenportal senden oder lokal auf einem i.LON SmartServer speichern, was im Falle eines Netzausfalls eine höhere Datensicherheit garantiert. Die Daten zur Stromerzeugung können zur Überprüfung und Kontrolle sowie für Förderprogramme herangezogen werden. Der i.LON Smart Server kommuniziert laut Anbieter jedoch nicht nur mit dem Wechselrichter, sondern bietet auch ein Standard-Gateway zum Verwalten der Stromüberwachung und des Strombedarfs. Die Leistung der Solarzellen kann aus der Ferne überwacht werden, um so die Effizienz zu optimieren und die Instandhaltungskosten zu reduzieren, indem ggf. automatisch Wartungsarbeiten festgesetzt werden. Der i.LON SmartServer von Echelon wird nach Angaben des Unternehmens weltweit in zahlreichen Anwendungen zur Energieüberwachung eingesetzt: im Einzelhandel und in Bürogebäuden, in automatisierten Lastmanagement-Programmen sowie in ferngesteuerten Straßenbeleuchtungssystemen.

09.06.2009   Quelle: Echelon Corporation   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Echelon Corporation,
Lesen Sie zu diesem Thema auch:




 

Rusol nimmt "SUNPOSET" für Photovoltaik-Flachdächer ins Portfolio auf

PV-Montagesystem "SUNPOSET" für Flachdächer.

Die Rusol GmbH & Co KG, europaweit tätiger Distributor für hochwertige Photovoltaik-Lösungen, erweitert sein Produktportfolio um SUNPOSET, ein universell verwendbares, modulares Aufbausystem für Solarstromanlagen auf flachen Dächern. Durch seine aerodynamische Bauweise komme es völlig ohne Dachdurchdringung aus und ermöglicht eine einfache, kostengünstige Montage, heißt es in der Pressemitteilung. Dank seines geringen Platzverbrauchs nutze SUNPOSET die Dachfläche optimal aus. Dabei sei das hochwertige SUNPOSET bis zu 400 kg belastbar. Die zusätzliche Auflastung durch das System auf der Dachfläche betrage durchschnittlich 7 kg/m². Das Aufbausystem sei bei Windkanaluntersuchungen auf alle auftretenden extremen Windverhältnisse ausgiebig getestet und für sehr gut befunden worden. Eine projektbezogene Einzelstatistik sei auf Wunsch erhältlich.  

Aufbausystem für gerahmte Solarmodule und Laminate

SUNPOSET ist laut Rusol eine ideale Wahl für nahezu alle Flachdächer. Dank modularer Aufbauweise sei das System sehr flexibel, bestehende Dachaufbauten ließen sich ohne großen Aufwand umbauen. Das aus hochwertigem Edelstahl und Aluminium gefertigte Aufbausystem für Solarmodule aller Art eigne sich für PV-Module sowohl in gerahmter Bauweise als auch als Laminat. Dank seiner optimierten Bauweise stellt SUNPOSET keine Beeinträchtigung für die Entwässerung der Dachflächen dar – sämtliches Wasser, etwa durch starken Regen, könne unterhalb des Systems ungehindert abfließen. Alle Komponenten von SUNPOSET werden nach der Fertigung geprüft, betont Rusol, ebenso erfolge im Rahmen der werkseitigen Vormontage der Check der Baugruppen auf Passgenauigkeit. Die Montage des Systems könne ausschließlich von geschultem Fachpersonal vorgenommen werden.

09.06.2009   Quelle: Rusol GmbH & Co KG; (openPR)   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Rusol GmbH & Co KG,
Lesen Sie zu diesem Thema auch:




 

Teleskop "Sunrise" nimmt die Sonne ins Visier

Sunrise wird die Sonne in mehr als 30 Kilometern Höhe beobachten.
Sunrise wird die Sonne in mehr als
30 Kilometern Höhe beobachten.

Am 8. Juni 2009 startete das deutsche Sonnenteleskop "Sunrise" vom Raketenstartplatz Esrange bei Kiruna (Nordschweden) zu einer fünftägigen Mission. In einem riesigen Helium-Ballon schwebt das Sunrise über dem Polarmeer zum Nordpol und beobachtet dabei die Sonne ununterbrochen. Das Sonnenteleskop wurde vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) gefördert und vom Max-Planck-Institut für Sonnensystemforschung (MPS) in Katlenburg-Lindau bei Göttingen gebaut. Sunrise soll die Sonne aus großer Höhe mit einer Genauigkeit beobachten, die weder ein bodengebundenes Teleskop noch eine Raumsonde bisher erreicht hat, so das DLR in einer Pressemitteilung.  
Untersuchung von Bewegung und magnetischer Orientierung im heißen Plasma

Mit dem Spiegel des Sonnenteleskops Sunrise, der einen Durchmesser von einem Meter hat, wollen die Wissenschaftler des MPS Strukturen auf der Sonne ab einer Größe von etwa 35 Kilometern beobachten. Ihr Ziel ist, erstmals die Bewegung und magnetische Orientierung feiner Strukturen im heißen Plasma, d.h. dem ionisierten Gas in der Sonnenatmosphäre zu erfassen. Die scheinbar gleichmäßig strahlende Sonne zeigt beim Blick durch ein Sonnenteleskop starke Aktivitäten. Auf ihrer Oberfläche brodelt es ähnlich wie in einem Kochtopf. Dabei kann es zu gigantischen Eruptionen kommen, bei denen Wolken heißen Plasmas Millionen von Kilometern ins All geschleudert werden, welche die Ursache für die so genannten Sonnenwinde sind. Durch die Beobachtung dieser dynamischen Prozesse wollen Wissenschaftler die zugrundeliegenden physikalischen Kräfte und das Verhalten der Sonne besser verstehen. Bereits geringe Schwankungen der Sonnenstrahlung haben Einfluss auf das empfindliche Gleichgewicht von Wetter und Klima der Erde. Sunrise dient darüber hinaus auch der Vorbereitung der Weltraummission "Solar Orbiter" der Europäischen Weltraumorganisation (ESA), deren Start für 2017 geplant ist.




Europäische und amerikanische Forscher beteiligt

Das technologische Ziel der Mission ist es, neue Beobachtungsinstrumente für künftige Weltraummissionen zu erproben. Dies und die wissenschaftlichen Ziele sind der Grund für die Förderung der Mission durch das Raumfahrt-Management des DLR. Rund 20 Millionen Euro trägt Deutschland, das sind etwa zwei Drittel der Projektkosten. Die Leitung hat das Max-Planck-Institut für Sonnensystemforschung (MPS) in Katlenburg-Lindau bei Göttingen. Das MPS wird unterstützt durch das Kiepenheuer-Institut für Sonnenphysik in Freiburg. Beteiligt sind weiterhin die amerikanischen Partner High Altitude Observatory des National Center for Atmospheric Research (NCAR) in Boulder und die Lockheed-Martin-Laboratories in Palo Alto sowie spanische Forscher vom Instituto Astrofisica de Canarias, La Laguna. Die Entwicklung des Sunrise-Teleskops wurde aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages gefördert durch das Raumfahrt-Management des DLR mit Mitteln des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie (BMWi).

Der Ballon mit dem Teleskop steigt bis auf 30 Kilometer Höhe. In dieser Höhe ist die Restatmosphäre so gering, dass das ultraviolette Licht mit einer Wellenlänge von bis zu 200 Nanometern fast ungefiltert von den Instrumenten aufgenommen werden kann. Am Boden wären diese Beobachtungen nicht möglich, da die Ozon-Schicht und der Wasserdampf in der unteren Atmosphäre das UV-Licht größtenteils absorbieren.

08.06.2009   Quelle: Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR)   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: DLR,


 

Würth Solar: Photovoltaik-Fassadensystem "ARTLine Invisible" mit farbigen CIS-Modulen

Photovoltaik-Fassade mit CIS-Modulen von Würth Solar.
Photovoltaik-Fassade mit CIS-Modulen von Würth Solar.

Würth Solar, Innovationsführer in der CIS-Technologie zur photovoltaischen Energieerzeugung und gleichzeitig Komplettanbieter für Photovoltaik-Anlagen, präsentierte auf der diesjährigen Intersolar ein neuartiges System zur Fassadenintegration seiner "GeneCIS"-Module. Das System für vorgehängte, hinterlüftete Fassaden mit "GeneCIS"-Photovoltaik-Modulen wurde in Zusammenarbeit mit StoVerotec entwickelt, einem der führenden Hersteller von Fassadensystemen. Die "GeneCIS"-Module von Würth Solar werden dabei auf eine Trägerplatte geklebt, die in eine Unterkonstruktion eingehängt wird. Dadurch ist die gesamte Unterkonstruktion erstmals komplett unsichtbar und es ergibt sich ein homogenes und edles Erscheinungsbild der Gesamtfassade. Zusätzlich bringt Würth Solar als erstes Unternehmen weltweit farbige CIS-Module auf den Markt, die in die Fassade integriert werden können.   Dadurch eröffnen sich in der Fassadengestaltung neue optische Möglichkeiten für Architekten und Planer. Je nach Wunsch können "GeneCIS"-Module von Würth Solar unterschiedlich eingefärbt werden. Zur Auswahl stehen neben dem "originalen" Schwarz die Farben rot, grün, gelb, blau und weiß.


Farbige Module setzen ästhetische Akzente

Das Fassadensystem wird unter dem Namen „ARTLine Invisible“ vertrieben und wurde erstmals auf der Intersolar in München vorgestellt. "CIS-Module durch Verklebung als wesentlichen Bestandteil in eine vorgehängte, hinterlüftete Fassade zu integrieren, ist eine Weltneuheit. Die Fassadengestaltung wird durch den Einsatz von "GeneCIS"-Modulen noch hochwertiger. Unsere farbigen Module toppen diese neue Möglichkeiten", sagt Timo Bauer, Produktmanager von Würth Solar. "Photovoltaik-Module werden immer mehr zum multifunktionalen Bauelement: Sie erzeugen nicht nur Strom, sondern dienen auch dem Wetterschutz und setzen ästhetische Akzente. Gleichzeitig sorgen sie als Teil der vorgehängten, hinterlüfteten Fassade dafür, dass der Energiebedarf von Gebäuden drastisch sinkt."


Langlebig und wirtschaftlich; für große und kleinere Fassaden

Vorgehängte hinterlüftete Fassaden erfreuen sich nicht zuletzt wegen ihrer Gestaltungsvielfalt einer wachsenden Beliebtheit. Die konstruktive Trennung von Wärmeschutz und Witterungsschutz verleihe dem System eine hohe Langlebigkeit und dadurch eine hohe Wirtschaftlichkeit, heißt es in der Pressemitteilung. Bei der Integration der "GeneCIS"-Module erlaube der Lüftungsspalt, der zwischen den Bauteilen liegt, eine einfache, nicht einsehbare elektrische Verkabelung. Befestigt werden die aktiven Fassadenelemente mittels einer so genannten Agraffenhalterung. Das spezifische Gewicht eines mit der Trägerplatte verbundenen Moduls ist laut Würth Solar mit 32 kg/m² vergleichsweise gering. Dadurch lassen sich die GeneCIS-Elemente auf die verschiedensten Baumaterialien wie z.B. Beton, Stahl etc. montieren.

Der stabile Glas-Glas-Verbund der Module von Würth Solar garantiere eine widerstandsfähige Gesamtfläche mit langer Lebensdauer. Ein weiterer Vorteil sei die kostengünstige Montage: Die Module seien bei der Lieferung komplett vorbereitet, mit der Trägerplatte verklebt und müssten auf der Baustelle nur in die Unterkonstruktion eingehängt und verkabelt werden. Durch die einfache und schnelle Montage sei das System sowohl für große als auch für kleinere Fassaden gut geeignet.

08.06.2009   Quelle: Würth Solar   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Würth Solar,
Lesen Sie zu diesem Thema auch:




 

Underwriters Laboratories beschleunigen die Zertifizierung für deutsche Photovoltaik-Produkte

Modultests in den Underwriters Laboratories in San Jose.
Modultests in den Underwriters Laboratories
in San Jose.

Underwriters Laboratories (UL), eines der weltweit führenden Zertifizierungsunternehmen für Produktsicherheit mit Stammsitz in den USA und mit deutschen Niederlassungen in Neu-Isenburg und München, baut in diesem Jahr seine internationalen Kapazitäten in der Photovoltaik sehr stark aus. Mit einem Investitionsvolumen von mehreren Millionen Euro wurden Prüf- und Zertifizierungslabors für Photovoltaik-Produkte im Silicon Valley (Kalifornien) und Suzhou (China) errichtet.  Das Prüflabor in Kalifornien, das Underwriters Laboratories Photovoltaic Technology Center of Excellence, ist nach Angaben des Unternehmens eines der weltweit größten dieser Art. Gleichzeitig erweitere UL seine Zertifizierungskapazitäten mit technischer Expertise in Deutschland, berichtet das Unternehmen in einer Pressemitteilung.


Kürzerer Zertifizierungszyklus sorgt dafür, dass Unternehmen ihre Solar-Produkte schneller auf den Markt bringen können

Deutsche Solarunternehmen sollen von diesem Engagement gleich doppelt profitieren. Bisher seien Solar-Unternehmen aus Deutschland mit einem stetigen Engpass bei der Prüfung und Zertifizierung von Photovoltaik-Produkten konfrontiert gewesen - auf den globalen Märkten steige die Nachfrage nach Solarmodulen jährlich um 30 Prozent. Durch die erhöhte Prüfkapazität und den damit verbundenen kürzeren Zertifizierungszyklus sorge UL jetzt dafür, dass Unternehmen ihre Solarprodukte künftig schneller auf den Markt bringen können, auch in Nordamerika. Das UL Prüfzeichen sei Grundvoraussetzung für den Markteintritt in die USA und Kanada. Zudem würden deutsche UL Ingenieure die Hersteller von Photovoltaik-Produkten bereits in der Konstruktions- und Entwicklungsphase unterstützen. So sei gewährleistet, dass Produkte wie beispielsweise die Solar-Wechselrichter des Marktführers SMA Technologie AG die speziellen Sicherheitsanforderungen des US-Markts problemlos erfüllen.


Prüflabor für neue Technologien wie CPV, CIGS und CdTe

Das 1.858 Quadratmeter große UL Prüfcenter im Silicon Valley erlaubt es UL, noch enger mit Photovoltaik-Unternehmen zusammenarbeiten, bei denen neue Technologien wie CPV (Konzentrator-Photovoltaik), Dünnfilm-Module, CIGS oder CdTe in der Serienproduktion eingesetzt werden. "Erneuerbare Energien stellen einen wichtigen Wachstumsbereich dar", erklärt Bill Colavecchino, Vizepräsident und Generalmanager des UL Global Industrial Products Sector. "Deshalb stellt UL entsprechende Kapazitäten für den weltweiten Marktzugang zur Verfügung, die unsere Kernaktivitäten für Sicherheitsprüfung und Zertifizierung ergänzen."

08.06.2009   Quelle: Underwriters Laboratories (UL)   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Underwriters Laboratories (UL),
Lesen Sie zu diesem Thema auch:




 

Neuer Partner zur Fortführung des Solarzellen-Unternehmens Itarion Solar gefunden

Künftige Solarzellen-Fabrik nahe Porto (Portugal).
Künftige Solarzellen-Fabrik nahe Porto (Portugal).

Mit Unterstützung des portugiesischen Staates konnten am 5. Juni 2009 die Verhandlungen der CENTROSOLAR AG (München) mit finanzierenden Banken und einem neuen Partner für die geplante Solarzellen-Fabrik mit Sitz in der Nähe von Porto (Portugal) erfolgreich abgeschlossen werden, berichtet CENTROSOLAR in einer Ad-hoc-Mitteilung. Damit sei der Weg frei für die Übertragung der 51 %-Beteiligung von Qimonda an den neuen Investor. Die Fortführung der Itarion Solar und der Aufbau des neuen Werkes sei damit gesichert. Die Eröffnung des ersten Solarzellenwerkes in Portugal ist für das 1. Quartal 2010 geplant. 


Der neue Partner ist ein Konsortium bestehend aus dem portugiesischen Energiekonzern Energias de Portugal (EDP), der staatlichen Investitionsgesellschaft Inovcapital, den Banken Banco Espírito Santo, Banco Comercial Português und Banco Privado Atlântico sowie dem Projektentwickler DST Renováveis und dem Infrastrukturkonzern Grupo Visabeira. Die Eckpunkte der künftigen Zusammenarbeit zwischen der CENTROSOLAR Group AG, die 49 % der Anteile besitzt, und dem Konsortium, das über die restlichen 51 % bereits mit Qimonda im Vorfeld verhandelt hatte, wurden am 05.06.2009 gemeinsam mit den finanzierenden Banken in Lissabon festgelegt.


Finanzstarker Partner plus Technologieteam des ehemaligen Joint Ventures mit Qimonda

Die CENTROSOLAR Group AG, die seit Anfang des Jahres an der Suche nach einem neuen Partner beteiligt war, begrüßt die neue Entwicklung. Das Konsortium sei ein zuverlässiger Partner, der beste Kontakte zu dem iberischen und sogar zum afrikanischen Markt einbringe. Mit dem neuen finanzstarken Partner an der Seite könne jetzt die Investition zu einem erfolgreichen Abschluss gebracht werden. Ein in der Halbleiterproduktion und der Photovoltaik erfahrenes Technologieteam, das zum Teil von dem ehemaligen Joint Venture-Partner Qimonda rekrutiert werden konnte, stand bereits seit Anfang des Jahres zur Verfügung. Durch dieses erfahrene Technologieteam sowie die überlegene Kostenposition stelle Itarion ein attraktives Investment für alle Beteiligten dar. Die CENTROSOLAR Group werde etwa ein Drittel ihres Bedarfs an Solarzellen zu attraktiven Konditionen von Itarion beziehen. Darüber hinaus könne das Unternehmen zyklische Marktschwankungen deutlich besser abfedern, was insbesondere die Planungssicherheit für das stark wachsende Projektgeschäft mit großen Photovoltaik-Dachanlagen erhöhe.

08.06.2009   Quelle: CENTROSOLAR AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Qimonda AG,
Lesen Sie zu diesem Thema auch:




 

Photovoltaik: Forscher suchen neue Materialien für durchsichtige Solarzellen

Atome, die in einer regelmäßigen Kristall-
struktur angeordnet sind. In der Mitte des
Modells sind Unregelmäßigkeiten zu
erkennen, eine "Korngrenze".

Wären Solarzellen durchsichtig, ließen sie sich auch auf Fensterscheiben und an Hausfassaden anbringen, so die Fraunhofer-Gesellschaft in einer Pressemitteilung. Physikalische Werkstoffmodellierung helfe dabei, passende Materialien für transparente Elektronik zu entwickeln und so die Basis für durchsichtige Solarzellen zu legen. Um die Vision von durchsichtigen Solarzellen und transparenter Elektronik wirklich werden zu lassen, seien zwei transparente Schichten erforderlich: Solche, die den Strom über Elektronen leiten, die n-Leiter, und solche, in denen Elektronenlöcher für den Stromfluss sorgen, die p-Leiter.  Um diese Materialien herzustellen, "verschmutzen" oder dotieren die Ingenieure das Grundmaterial mit wenigen anderen Atomen. Je nachdem, welche Atome sie dafür verwenden, erhalten sie die unterschiedlich leitenden Materialien. N-leitende transparente Stoffe sind Stand der Technik. Bei den p-Leitern sehe es allerdings schlecht aus: Die Leitfähigkeit swei zu gering, und oft hapere es auch an der Transparenz. Die Hersteller wünschen sich daher ein transparentes Grundmaterial, das sich gut n- und p-dotieren lässt.



Transparente p-Leiter könnten komplett durchsichtige Elektronik ermöglichen

Für die n-Leiter wird bislang vor allem Indium-Zinn-Oxid verwendet. Eine teure Angelegenheit, denn Indium ist rar geworden, sein Preis hat sich seit 2002 verzehnfacht. Die Suche nach Ersatzstoffen läuft daher auf Hochtouren. Welche Stoffe eignen sich am besten? Womit dotiert man sie, um eine gute Leitfähigkeit zu erreichen? Wie sieht es mit der Transparenz aus? Forscher des Fraunhofer-Instituts für Werkstoffmechanik IWM haben im Verbundprojekt METCO mit weiteren Fraunhofer-Kollegen werkstoffphysikalische Modelle und Methoden entwickelt, die bei der Suche helfen. "Könnte man transparente p-Leiter mit ausreichender Leitfähigkeit herstellen, ließe sich komplett durchsichtige Elektronik herstellen", sagt Dr. Wolfgang Körner, wissenschaftlicher Mitarbeiter am IWM.


Stickstoff als vielversprechende Dotierung zur p-Dotierung von Zinkoxid

Die Forscher ermitteln aus elektronenmikroskopischen Aufnahmen zunächst die Korngrenzen, die im Material am häufigsten vorkommen - also Unregelmäßigkeiten in der Kristallstruktur. Diese Defektstrukturen werden Atom für Atom modelliert. Simulationsmethoden berechnen, wie die Elektronen in diesen Strukturen und damit im Festkörper verteilt sind. Aus den Daten extrahieren die Forscher, wie leitfähig und transparent das Material ist. "So konnten wir etwa herausfinden, dass Phosphor sich für eine p-Dotierung von Zinkoxid zwar eignet, Stickstoff jedoch vielversprechender ist", sagt Körner.



08.06.2009   Quelle: Fraunhofer-Institut für Werkstoffmechanik IWM   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Fraunhofer IWM,
Lesen Sie zu diesem Thema auch:




 

Photovoltaik-Modulmontage über Spannweiten von 7,50 m mit CREOSLIDE von Creotecc und SW-Dach

Photovoltaik-Montagesystem CREOSLIDE.
Photovoltaik-Montagesystem CREOSLIDE.

Die Creotecc GmbH und die SW-Dach GmbH haben gemeinsam ein neues Modul-Befestigungssystem für Flachdachaufständerungen von Photovoltaik-Modulen entwickelt. Das System kombiniert das bereits bewährte Flachdachsystem TRAtec von Schütte-Wicklein mit der neuen Modulbefestigung CREOSLIDE. TRAtec ist eine speziell entwickelte Trägerkonstruktion für Photovoltaik-Module für große Flachdächer, speziell Foliendächer auf Industriehallen. Das System überbrückt Spannweiten bis zu 7,50 m von Stütze zu Stütze mit Standard Trapezblechprofilen. Dadurch kann auch bei modernen Industrie-Hallendächern die Systemlast in die tragende Unterkonstruktion eingeleitet werden.  Das ist bei Aufständerungen besonders wichtig, da Leichtbaudächer keine zusätzlichen Beschwerungslasten aufnehmen können.



CREOSLIDE gründet auf dem System TRAtec BASIC, das durch den Dachaufbau hindurch an die Tragkonstruktion angebunden wird. Die professionelle Wiedereindichtung der ISO-Stützen TRAtec von SW-Dach GmbH gewährleiste die volle Lebensdauer des Daches, betonen die Anbieter.Als tragende Elemente zwischen den Stützen werden Stahl-Trapezbleche gespannt und dann durch aufgesetzte Aluminium-Vertikalschienen CREOSLIDE der Creotecc GmbH stabilisiert.


Modulmontage in vertikale Einschubprofile

Zur Montage der gerahmten Solar-Module präsentierten die beiden Unternehmen auf der diesjährigen Intersolar in München das neue Einschubsystem CREOSLIDE mit TRAtec. Dabei wird das Photovoltaik-Modul von oben her eingeschoben und gleitet bis zu einem festen Anschlagspunkt nach unten. Länge, Abstand und Höhe der Vertikalschienen werden an die Abmessungen der Module angepasst. Die Einschubprofile unterstützen das Modul laut Creotecc optimal, so dass es extremsten Belastungen Stand hält. Der Verbund aus längs tragenden, handelsüblichen Trapezblechen und quer dazu aufgeschraubten, leichten Vertikalschienen ergebe eine sehr stabile und dabei kostengünstige Konstruktion. Anschlussdose und Kabel bleiben bei der vorgesehenen Hochkantmontage der Module frei zugänglich, so dass auch die elektrische Installation bequem durchführbar ist.


Creotecc-Einlegesysteme für Dünnschichtmodule

Auch rahmenlose Module lassen sich auf dem Trapezblech mit den Creotecc-Einlegesystemen AluTec FL bzw. AluTec 42 FL installieren. Statt CREOSLIDE werden Halteschienen montiert, auf welchen die Systeme AluTec FL oder AluTec 42 FL befestigt werden. AluTec FL wurde bereits in vielen Anlagen mit Modulen von FirstSolar verbaut. AluTec 42 FL eignet sich besonders zum Einlegen der Dünnschichtmodule von Signet Solar.


08.06.2009   Quelle: Creotecc GmbH   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Creotecc GmbH,
Lesen Sie zu diesem Thema auch:




 

ISES Solar World Congress 2009: Lösungen für die globale Energiekrise

Beiträge aus 55 Ländern für den ISES Solar World Congress 2009.
Beiträge aus 55 Ländern für den
ISES Solar World Congress 2009.

Internationale Experten werden beim Weltkongress des internationalen Solarenergie-Verbandes (ISES) 2009 aktuelle Erkenntnisse zu erneuerbaren Energiequellen präsentieren. Der Kongress, der alle zwei Jahre stattfindet, wird in diesem Jahr vom 11. bis 14. Oktober im südafrikanischen Johannesburg stattfinden. Veranstalter sind die International Solar Energy Society (ISES) und die Sustainable Energy Society of Southern Africa (SESSA). Im Mittelpunkt der Tagung steht die Gestaltung der Zukunft mit erneuerbaren Energien. Unter den Sprechern ist Dr. Hermann Scheer, Träger der angesehenen Karl W. Böer-Verdienstmedaille für Solarenergie 2009, der über seine Erfahrungen mit Einspeisetarifen berichten wird. Scheer ist ein Wegbereiter bei der Förderung der Solarenergie in allen Varianten und hat auch die internationale Agentur für Erneuerbare Energien "IRENA" etabliert, der Südafrika bald beitreten will.  Weitere bestätigte Hauptredner sind laut ISES der umstrittene südafrikanische Professsor Vivian Alberts, der darstellen wird, warum er sein Unternehmen für Photovoltaik-Dünnschichtmodule nach Deutschland umgesiedelt hat, und Professor Eike Weber vom Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme Freiburg (Fraunhofer ISE), der über die Netzparität der Konzentrator-Photovoltaik sprechen wird. ISES-Präsidentin Dr. Monica Oliphant aus Australien wird den Kongress eröffnen. Oliphant habe wichtige Beiträge zur öffentlichen Diskussion über Einspeisetarife für erneuerbare Energien in Südafrika geleistet, heißt es in der Pressemitteilung.



Afrikanische Lösungen für den Energiebedarf des Kontinents

Mit mehr als 370 Abstracts aus 55 Ländern will der ISES Solar World Congress 2009 auf die bedeutenden Vorteile und Möglichkeiten erneuerbarer Energien aufmerksam machen. Südafrika liege mit nicht weniger als 65 Beiträgen an der Spitze, dicht gefolgt von China, Deutschland, Brasilien und Australien, berichtet die ISES. 26 Abstracts seien von Rednern aus zehn afrikanischen Ländern eingereicht worden. Die Begeisterung afrikanischer Wissenschaftler und Forscher, ihre Erkenntnisse zu mitzuteilen, stimme sehr optimistisch, dass Lösungen für den Energiebedarf des afrikanischen Kontinents in Afrika gefunden werden können, betont ISES.


Die Kongressteilnehmer können am 15. und 16. Oktober an Technik- und Freizeitexkursionen teilnehmen. Die "Renewable Energy Expo" wird parallel zum Kongress stattfinden und die Brücke zwischen Wissenschaft und Verbrauchern Schalgen, so ISES.

Weitere Informationen unter: http://www.swc2009.co.za/




08.06.2009   Quelle: International Solar Energy Society (ISES)   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: International Solar Energy Society (ISES),


 

Mastervolt präsentiert vier neue Wechselrichter mit bis zu 98 Prozent Wirkungsgrad

Mastervolt CP-Wechselrichter.
Mastervolt CP-Wechselrichter.

Das niederländische Unternehmen Mastervolt, Hersteller von Solar-Wechselrichtern und autarken Stromversorgungssystemen, bringt mit der CP-Reihe vier neue Wechselrichter der Spitzenklasse auf den Markt, berichtet das Unternehmen in einer Pressemitteilung. Die Mastervolt-Produktpalette werde um einen wichtigen Baustein erweitert.   "Mit der CP-Reihe bietet das niederländische Unternehmen Wechselrichterlösungen an, die sich durch einen ungeheuer hohen Wirkungsgrad von den Mitbewerbern unterscheiden. Bis zu 98 Prozent erreichen die CP mit Ausgangsleistungen von bis zu 200 kW, und das selbst bei hohen Umgebungstemperaturen. Dieses Maximum an Ertrag schaffen sie, dank ausgeklügelter Leistungselektronik und der bekannt hochwertigen Qualitätskomponenten, mit einem Minimum an Eigenverbrauch", heißt es in der Pressemitteilung. Günstig in der Anschaffung sei der neue Zentralwechselrichter eine sichere Investition. Die entscheidenden Bauteile sind laut Mastervolt leicht erreichbar. Fernüberwachung und Programmupdates lassen sich per Online-Monitoring problemlos und ohne Zeit- oder Ertragsverluste realisieren. Mastervolt steht mit umfangreichen Serviceleistungen und -verträgen mit einer Dauer von bis zu 20 Jahren als zuverlässiger Partner an der Seite der Anwender - mit einem professionellen Vor-Ort-Service durch lokale Fachbetriebe.


Integrierter Datenlogger; Sicherheit durch gut sichtbaren Not-Ausschalter

Die Flexibilität der CP-Reihe erlaubt eine Vielzahl von Solarlösungen, selbst Dünnschicht-Module sind integrierbar. Die Wechselrichter gibt es mit und ohne Trafo, mit hohen und niedrigen Eingangsspannungen. Das große Display stellt die wichtigen Datenströme umfangreich und graphisch ansprechend dar. Und der integrierte Datenlogger, der online ausgelesen werden kann, hat einen 360-Tage-Speicher für einen weit reichenden Rückblick. Der Nutzer wird durch das Touch Screen Display intuitiv geführt. Höchste Sicherheit gibt es durch den gut sichtbaren Not-Ausschalter. Der CP werde außerdem durch das Öffnen der Tür automatisch ausgeschaltet, betont der Hersteller. Er verfüge optional über mehrere Eingänge innerhalb des Gerätes. Die elektronischen Bauteile seien, um sie optimal zu schützen, vom Kühlapparat getrennt.

07.06.2009   Quelle: Mastervolt   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Mastervolt,
Lesen Sie zu diesem Thema auch:




 

Stiftung Warentest: Heizen mit Holzpellets ist umweltschonend und günstig

Sonderheft "test Spezial
Energie".

Für das Sonderheft "test Spezial Energie" hat die Stiftung Warentest zehn Holzpelletkessel vor allem auf ihre Energieeffizienz und ihre Umwelteigenschaften untersucht. Auch den Brennstoff selbst hat die Stiftung Warentest unter die Lupe genommen: Alle zehn getesteten Holzpellet-Marken erhielten das Qualitätsurteil "gut". Die Mängel, über die enttäuschte Pelletkunden in den vergangenen Jahren klagten, scheinen dank verbesserter Qualitätssicherung zumindest bei Markenprodukten der Vergangenheit anzugehören, so die Stiftung Warentest in einer Pressemitteilung. Testsieger unter den Holzpelletkesseln ist der "Vitoligno 300-P 6-18 kW" von Viessmann.  Auch der zweitplatzierte "Biowin Exklusiv 150" von Windhager überzeugt durch eine saubere Verbrennung und eine noch "gute" Holzenergienutzung. Die Hightech-Wärmeerzeuger kosten rund 12.000 Euro. Die Regelung funktioniert automatisch, so dass die Pellets zum richtigen Zeitpunkt aus dem Vorratslager direkt in den Brennraum gelangen. Der Komfort sei damit ähnlich wie bei Öl- und Gasheizungen, betont die Stiftung Warentest. Einziger Nachteil der Anlagen sei, dass der Aschebehälter alle paar Wochen geleert werden muss. Zwei andere Kessel wurden hingegen aufgrund ihrer schlechten Abgaswerte abgewertet und erreichten nur ein "ausreichend".



Mit Holzpellets günstiger heizen als mit Gas oder Öl

In der Pressemitteilung heißt es weiter, dass mit einem Holzpelletkessel weitgehend klimaneutral geheizt werden kann, und sogar etwas günstiger als mit Öl oder Gas, denn der nachwachsende Rohstoff Holz sei hierzulande reichlich vorhanden und müsse nicht importiert werden. Wichtig sei aber, dass der Kessel die im Holz steckende Energie mit hohem Wirkungsgrad verbrenne und dabei wenig Schadstoffe in die Umwelt blase, betont die Stiftung Warentest.

Das Sonderheft "test Spezial Energie" kostet 7,50 Euro. Darin enthalten sind viele Tipps zur Umstellung auf eine Pelletheizung, zum optimalen Standort des Holzpelletlagers oder zur Kombination mit einer Solarthermie-Anlage.




07.06.2009   Quelle: STIFTUNG WARENTEST   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: STIFTUNG WARENTEST,
Lesen Sie zu diesem Thema auch:




 

Gewinner des BMWi-Wettbewerbs zum energieoptimierten Bauen stehen fest

Entwurf des Zentralgebäudes der Leuphana-Universität Lüneburg.
Entwurf des Zentralgebäudes der
Leuphana-Universität Lüneburg.

Insgesamt 59 Bauherren, Architekten oder Fachingenieure haben ihr Neubau- oder Sanierungskonzept für den mit 100.000 Euro dotierten Wettbewerb "Energieoptimiertes Bauen - Architektur mit Energie" des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie (BMWi) eingereicht. Die zehn Gewinner werden auf der Website der Forschungsinitiative Energieoptimiertes Bauen (EnOB) präsentiert. Ob Hallenbad, Bildungszentrum oder Bergarbeiterhaus: Die Preisträger verdeutlichen die Bandbreite energieoptimierten Bauens. Hoher Komfort bei minimalem Energiebedarf, niedrige Baukosten und effiziente Technologie kombiniert mit herausragender Architektur, sind die Maßstäbe an denen die eingereichten Beiträge gemessen wurden. 


Leuphana-Universität Lüneburg auf dem Weg zu einem CO2-neutralen Campus

Das neue 14.000 m² große Zentralgebäude der Universität Lüneburg ist als ein wesentlicher Baustein auf dem Weg zu einem CO2-neutralen Campus vorgesehen. "Die Energieversorgung auf der Basis eines biogasversorgten BHKWs bietet gute Voraussetzungen für den CO2 neutralen Betrieb des Gebäudes", kommentiert die Jury eines der prämierten Projekte. Das Zentrum der technischen Energieeffizienz bildet die Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) unter Nutzung der Wärmeüberschüsse für die Gebäudekühlung aus der Absorptionskältetechnik, die Kältepufferspeicherung im Sprinklertank, die Bedarfsdeckung anderer Gebäude auf dem Campus und für die Wärmespeicherung im Erdreich, mit der die saisonalen Bedarfsschwankungen ausgeglichen werden sollen.


Büro und Produktion energetisch vereint

In einem einfachen, kompakten Baukörper mit zwei Geschossen sind sowohl die Produktion als auch Schulung und Verwaltung der Candor Bioscience GmbH in Wangen (Allgäu) vereint. Das Projekt will zeigen, wie im Gewerbebau mit modularen Bausystemen flexibel auf Veränderungen reagiert werden kann. Der hochwertige Dämmstandard, eine kontrollierte Lüftung mit Wärmerückgewinnung sowie eine Wärme- und Kälteversorgung über Grundwasser und Wärmepumpe sollen in Verbindung mit einer Solarstromanlage eine ausgeglichene Energiebilanz bringen.


Hallenbad punktet mit Passivhausstandard

Der Schwimmbad-Neubau in Bamberg will sich durch seine energiesparende Passivhaus-Bauweise bundesweit von allen öffentlichen Hallenbädern abheben. Dies wird durch den hohen Standard der Gebäudehülle sowie hoch effiziente und primärenergetisch vorteilhafte Haustechnik erreicht. Es sei gelungen, den Passivhausstandard erfolgreich auf den Bautyp eines Freizeitbades zu übertragen, lobt die Jury.


Vom Maschinenhaus zum Bürogebäude

Die KWS Saat AG möchte an ihrem Hauptstandort in Einbeck ein bestehendes Maschinen- und Speichergebäude als Bürogebäude für den Bereich Forschung und Entwicklung umbauen. 120 Büroarbeitsplätze entstehen über vier Geschosse um ein zentrales Atrium gruppiert. Wärme und Kälte kommen über ein externes Biogas-Blockheizkraftwerk sowie aus der betrieblichen Abwärme und werden mit Bauteiltemperierung im Gebäude verteilt. Das Raumklimakonzept wird durch eine mechanische Lüftung mit Wärmerückgewinnung komplettiert.

Weitere Informationen zu allen zehn Gewinnern: http://www.enob.info/de/bmwi-wettbewerb-energieoptimiertes-bauen-2009/



07.06.2009   Quelle: BINE Informationsdienst; Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi)   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: http://www.enob.info,
Lesen Sie zu diesem Thema auch:




 

US-Solarverband SEIA kommentiert Obama's Rede auf der Nellis Air Force Base: Solarenergie für alle

Solar-Kraftwerk der Nellis Air Force Base.
Solar-Kraftwerk der Nellis Air Force Base.

Der Vorstand des amerikanischen Solarindustrie-Verbandes SEIA (Solar Energy Industries Association; Washington, DC) berichtete am 27.05.2009 über den Besuch des US-Präsidenten Barack Obama im Solar-Kraftwerk der Nellis Air Force Base und Ankündigungen des Präsidenten zur Wirtschaftsförderung für solare und geothermische Projekte.  "Präsident Obama war schon bei der Unterzeichnung des Konjunkturpakets vor 100 Tagen in Colorado von der Solar-Industrie als Jobmotor überzeugt", sagte SEIA-Präsident Rhone Resch. "Das Photovoltaik-Kraftwerk auf der Nellis Air Force Base spart amerikanischen Steuerzahlern jährlich rund eine Million US-Dollar an Energiekosten. Mit den richtigen Gesetzen kann jeder Amerikaner sparen, indem er auf seinem Haus oder dem Dach seines Unternehmen eine Solaranlage installiert. Die Technik ist ausgereift und verfügbar. Gleichzeitig kann so die Umweltverschmutzung reduziert und unsere Energieunabhängigkeit erhöht werden".




Solarkraftwerke schaffen Arbeitsplätze und helfen beim Kampf gegen den Klimawandel

US-Präsident Obama wies in seiner Rede darauf hin, dass während des Baus des Solar-Kraftwerks auf dem Luftwaffenstützpunkt Nellis zwei Jahre lang etwa 200 Arbeitsplätze geschaffen worden waren. "Wir haben gesehen, dass die Solarbranche ein Jobmotor ist und eine wichtige Rolle in unserer Volkswirtschaft spielt, indem sie die Produktion in den Vereinigten Staaten ankurbelt und die regionale Wirtschaft stimuliert", sagte Resch. "Das Unternehmen SolarWorld hat in Oregon eine Fabrik errichtet, die ungefähr 1.000 Arbeitsplätze schaffen soll. SCHOTT Solar hat Anfang Mai eine Produktionsstätte in New Mexico eröffnet, in der bis zu 1.500 Jobs geschaffen werden können. Und Dow Corning berichtete heute, es habe seine Produktionskapazität in Michigan ausgeweitet, und auch US-Bundesstaaten wie Tennessee investieren immer mehr in die Solarenergie". Präsident Obama sagte in seiner Rede auf dem Lufstwaffenstützpunk: "Diese Air Force Base zeigt, was möglich ist, wenn wir saubere, erneuerbare Energien nutzen, die als Grundlage für eine neues, stärkeres Wachstum dienen können".


06.06.2009   Quelle: SEIA   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: U.S. Air Force,
Lesen Sie zu diesem Thema auch:




 

Staatliche Förderung für Deutschlands erstes Solar-Heizkraftwerk in Roth an der Our

EnergiePort4Car.
EnergiePort4Car.

Mit insgesamt 200.000 Euro unterstützt das rheinland-pfälzische Umweltministerium in diesem Jahr den Bau des Solar-Heizkraftwerks zur CO2-neutralen Nahwärmegewinnung im Neubaugebiet "Brodschrank" in Roth an der Our. Das erste Solar-Heizkraftwerk Deutschlands entstehe derzeit als ökologisches Modellprojekt auf einer Fläche von rund 3.000 Quadratmetern in der Verbandsgemeinde Neuerburg im Eifelkreis Bitburg-Prüm, berichtet das Ministerium in einer Pressemitteilung.   Das Vorhaben des Unternehmens Innovat in Roth an der Our habe neben seinem zukunftsweisenden Charakter auch eine Pilotfunktion für viele andere Neubaugebiete in Rheinland-Pfalz. Am Beispiel von Roth zeige besonders eindrucksvoll, wie effektiv ökologische und ökonomische Aspekte beim Bauen und Wohnen miteinander verbunden werden können, so Umweltministerin Margit Conrad.


Hohe Effizienz durch Rücklaufspeicher

Dank einer thermischen Solaranlage mit einer Fläche von 275 Quadratmetern, bestehend aus Vakuum-Röhrenkollektoren, sollen in einem Systemkreislauf Heizwärme und Warmwasser erzeugt werden. Mit einem Rücklaufspeicher kann die überschüssige Solarwärme gespeichert und bei Bedarf eingespeist werden. Somit werde der Wirkungsgrad der thermischen Solaranlage in Verbindung mit Wärmepumpen drastisch erhöht, heißt es in der Pressemitteilung. Durch ein intelligentes 3-Leiter-Nahwärmenetz soll die Wärme auf 45 Energiegewinnhäuser bedarfsorientiert und mit nur minimalen Leitungsverlusten verteilt werden. Zur Stromerzeugung stehe eine 320 Quadratmeter große Photovoltaik-Anlage mit einem Solarstrom-Ertrag von 40.000 Kilowattstunden (kWh) zur Verfügung, so das Ministerium.

"Die Wertschätzung des Ministeriums wird uns weiter antreiben, neue Projekte zu entwickeln. Wir haben jetzt etwas zum Vorzeigen und es gibt viele Interessenten für ein Solarheizkraftwerk in ganz Deutschland", sagt Ewald Schares, Projektentwickler bei Innovat. Umweltschutz und Heizkosten sparen, sind für Bauherr Wolfgang Neumann die Gründe, sich in Roth an der Our niederzulassen: "Es ist unser Platz an der Sonne! Die Lage ist einmalig und das innovative Energiekonzept hat uns voll und ganz überzeugt. Wir werden hier unabhängig von allen weiteren Preissteigerungen bei den fossilen Brennstoffen und tun etwas für die Umwelt."

Der Bau des ersten Solarheizkraftwerkes in Deutschland wird mit einem Netzwerk von regionalen Partnern realisiert: Die Firma Z.D.K. Langer aus Echternach hat bereits den kompletten Holzrahmenbau für das SHKW fertig gestellt. Die Photovoltaik-Elemente liefert das Luxemburger Unternehmen Solarwood aus Foetz. Bei den Modulen für die Solarthermie greift der Investor auf das österreichische Unternehmen Olymp zurück.


Neue Solarprojekte: EnergiePort4Car

Das neueste Vorhaben der Firma Innovat hatte auf der Intersolar in München Premiere: der EnergiePort4Car, kurz EP4C. Ein Carport mit integrierten Photovoltaik-Modulen in Ingenieurholzbauweise. Das ansprechende Design und die hohe Funktionalität haben nach Angaben des Herstellers bereits für zahlreiche Anfragen in ganz Europa geführt. "Unser EnergiePort4Car wird in Zukunft als private und öffentliche Energie-Tankstelle für Elektrofahrzeuge dienen. Wir können allen Anforderungen unserer Kunden gerecht werden, ob es um zwei oder mehrere Hundert überdachte Stellplätze geht", freut sich Ewald Schares schon auf die Realisierung der nächsten Projekte.


06.06.2009   Quelle: Ministerium für Umwelt, Forsten und Verbraucherschutz   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: INNOVAT s.ar.l.,
Lesen Sie zu diesem Thema auch:




 

NREL erhält Technologietransferpreis für Stapel-Solarzellen

Das NREL erforscht und entwickelt neue Photovoltaik-Technologien.
Das NREL erforscht und entwickelt neue
Photovoltaik-Technologien.

Das National Renewable Energy Laboratory (NREL) des US-Energieministeriums (DOE) wurde vom Federal Laboratory Consortium for Technology Transfer (FLC) für seine Mehrfach-Stapelsolarzellen ("inverted metamorphic multi-junction"; IMM) mit dem Technologietransferpreis 2009 ausgezeichnet. Laut Pressemitteilung handelt es sich bei dem IMM-Design um neue, besonders leichte Hochleistungs-Solarzellen. Die ersten IMM-Zellen wurden laut NREL von Mark Wanlass aus der Forschungsgruppe für Konzentrator-Photovoltaik (CPV) des Labors erfunden. Bei zehnfacher Konzentration des Sonnenlichts haben die Original-Zellen laut NREL bereits im Jahr 2005 einen Wirkungsgrad von 37,9 Prozent erreicht.  Eine verbesserte Version erzielte 2008 mit einer 326-fachen Konzentration des Sonnenlichts im Labor einen Rekord-Wirkungsgrad von 40,8 %.


Kooperative Forschungs- und Entwicklungsvereinbarung Grundlage für Entwicklung zur Marktreife der Solarzellen

Laut Pressemitteilung arbeiten NREL und Wanlass seit 2005 gemeinsam mit dem Unternehmen Emcore Corporation aus Albuquerque (New Mexico) an einer kommerziellen Version der IMM-Zelle. Diese Solarzellen eignen sich besonders für den Einsatz auf Satelliten und in konzentrierenden Solarstrom-Systemen auf der Erde, die das Licht optisch auf die Solarzelle bündeln. Wanlass und Paul Sharps, Direktor für Forschung und Entwicklung bei Emcore, wurden gemeinsam mit dem Preis ausgezeichnet. Das NREL wird für das DOE von der Alliance for Sustainable Energy, LLC betrieben.

06.06.2009   Quelle: National Renewable Energy Laboratory (NREL)   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: NREL,
Lesen Sie zu diesem Thema auch:




 

Oerlikon Solar gewinnt Cell Award 2009 für bestes Produkt zur Herstellung von Dünnschicht-Solarmodulen

PECVD-System "KAI 1200".

Oerlikon Solar, ein weltweit führender Anbieter von Verfahren und Produktionsanlagen für die Dünnschicht-Silizium-Photovoltaik (PV), ist einer der Gewinner des CELL AWARD 2009, der dem Unternehmen auf der weltgrößten Photovoltaik-Fachmesse, der INTERSOLAR 2009 in München, überreicht wurde. Die Jury zeichnete das System zur plasmaunterstützten chemischen Gasphasenabscheidung (plasma enhanced chemical vapour deposition, PECVD) KAI 1200 von Oerlikon Solar als "Bestes technisches Produkt für die Herstellung von Dünnschicht-Solarmodulen" aus. "Wir sind sehr stolz auf diesen Erfolg und auf die damit verbundene Anerkennung der führenden Technologie und hochwertigen Produktionsanlagen von Oerlikon Solar", sagte Jeannine Sargent, CEO von Oerlikon Solar. "Diese Auszeichnung spiegelt unsere intensive Forschungs- und Entwicklungsarbeit auf dem Gebiet der Dünnschicht-Photovoltaik wider. Wir von Oerlikon Solar bleiben auch weiterhin bestrebt, unsere Rolle als Technologieführer beizubehalten und unser erklärtes Ziel, Solarenergie wirtschaftlich zu machen, zu erreichen."  Die zukunftsweisende PV-Fertigungstechnologie ist nach Angaben des Unternehmens gegenwärtig bereits bei weltweit zehn Kunden in Produktion oder im Aufbau. Die ausgelieferten Anlagen verfügen laut Oerlikon Solar über eine jährliche Produktionskapazität von 600 Megawatt (MWp), was wiederum ermöglicht, genügend Solarstrom zu erzeugen, um damit 480.000 Haushalte zu versorgen.




Mit der auf dem PECVD-Verfahren basierenden Anlage KAI 1200 von Oerlikon Solar werden Silizium-Absorberschichten aufgebracht, die den Kern der "Micromorph"-Dünnschicht -Solartechnologie von Oerlikon Solar bilden. Das Aufbringen dieser Schichten ist einer der kritischsten Produktionsschritte und die Qualität dieses Herstellungsschrittes beeinflusst in hohem Masse Effizienz und Leistung der Dünnschicht-Solarmodule. Außer für die Produktion von qualitativ hochwertigen Absorberschichten wurde die KAI 1200 auch dazu entwickelt, die Produktionsgeschwindigkeit deutlich zu steigern und so die Zykluszeit um über 30 Prozent zu reduzieren. Die mit Kai 1200 erzielten Verbesserungen seien ein wesentlicher Beitrag zur Senkung der Gesamtproduktionskosten und damit zugleich auf dem Weg zur Netzparität, heißt es in der Pressemitteilung.


Weiterentwickelt zur Optimierung der Photovoltaik-Produktion

Die KAI 1200 wurde von ihrer ursprünglichen Verwendung zur Herstellung von Flachbildschirmen weiterentwickelt. Die Anpassung und Optimierung des dort bereits bewährten PECVD-Verfahrens zur Herstellung von Dünnschicht-Silizium-Photovoltaik erforderte die Bewältigung einiger bedeutender technischer Herausforderungen; insbesondere die Erhöhung der Plasmafrequenz zur Verbesserung der Depositionsgeschwindigkeit. Außerdem galt es sicherzustellen, dass der mit erhöhter Plasmaquellenfrequenz einhergehende Effekt der "stehenden Welle" nicht zu einem Homogenitätsverlust und so zu einer verringerten Moduleffizienz führt. Ingenieure von Oerlikon Solar entwickelten mit Erfolg ein Verfahren, zur Nutzung der Plasmaquellen-Anregungsfrequenz im RF-Bereich. Diese ist im Oerlikon Solar PECVD Verfahren mit 40 MHz um ein Mehrfaches höher als die Industrienorm von 13,56 MHz. Auf der Grundlage von gemeinsam mit dem IMT in Neuchâtel und der EPFL in Lausanne, beide in der Schweiz, durchgeführten Forschungsarbeiten hat Oerlikon Solar so eine dielektrische Linse entwickelt, die den Effekt der stehenden Welle beseitigt.


Rekordwirkungsgrad und verbesserte Absorberschichten

"Durch die 40-MHz-VHF-Technologie, die in unserer patentierten 'Plasma Box' steckt, konnte die Depositionsgeschwindigkeit erheblich gesteigert und die Qualität der Absorberschicht verbessert werden, wodurch Rekordwerte bei der Effizienz unserer Dünnfilm-Silizium-Solartechnologie erzielt werden können", erklärt Dr. Jürg Henz, Leiter des Geschäftsbereichs Thin Film. Wo früher typische Depositionsraten von ein bis zwei Ångström erreicht wurden, habe Oerlikon Solar mit der KAI 1200 die Abscheidegeschwindigkeit auf den1,4m² grossen Solarmodulen verdoppelt ohne die Schichtqualität zu mindern. Amorphe, einschichtige Module erreichen damit nach Angaben des Unternehmens heute einen anfänglichen Wirkungsgrad von 9,6 Prozent, Micromorph-Zellen liegen bereits bei über 13 Prozent.

Von den ersten Konzepten Anfang 2000 an hat Oerlikon Solar diese neue Plasmaquelle erfolgreich in die Massenproduktion geführt. Seitdem seien mehr als 900.000 Dünnschicht-Silizium-Solarmodule unter Anwendung von Oerlikon Solars patentierter "Plasma Box"-40-MHz-Technologie produziert worden.


05.06.2009   Quelle: Oerlikon Solar Ltd.   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Oerlikon Solar Ltd.,
Lesen Sie zu diesem Thema auch:




 

Hannover Leasing erwirbt drei große Photovoltaik-Anlagen von SunEdison in Spanien

Freiflächen-Solarkraftwerk von SunEdison.
Freiflächen-Solarkraftwerk von SunEdison.

SunEdison, Nordamerikas größter Anbieter von Solarenergie-Diensten, gab am 05.05.2009 bekannt, dass Hannover Leasing drei Photovoltaik-Anlagen von SunEdison in der spanischen Provinz Lleida erworben hat. Im Rahmen eines langfristigen Vertrages überwacht, wartet und betreibt SunEdison die Anlagen, die über eine kombinierte Leistung von 4,3 Megawatt (MW) verfügen. Weitere Einzelheiten zu diesem Geschäft wurden nicht mitgeteilt. Die drei Freiflächen-Solarkraftwerke (1,6 MW in Alamus, 1,6 MW in Borges Blanques und 1,1 MW in Cervia) sind seit September 2008 in Betrieb.   "Hannover Leasing sieht einen langfristigen Wert in einer Zusammenarbeit mit Unternehmen, die nachweisbare Erfolge beim Bau und Betrieb von PV-Anlagen vorweisen können. Ziel ist es, unseren Partnern durch geeignete Finanzierungsstrukturen, einen sofortigen, greifbaren Nutzen zu bringen und ihnen langfristige, sichere Erträge zu ermöglichen", sagte Carlos Domenech, Vorstand von SunEdison.



Solarstrom-Ertrag übertrifft erwarteten Output

Andreas Ahlmann, Geschäftsführer von Hannover Leasing ergänzte: "Trotz des Wirtschaftsabschwungs investiert Hannover Leasing auch weiterhin in Solarprojekte. SunEdison ist nachweisbar führend auf dem Photovoltaik-Markt und genießt einen Ruf als Entwickler erstklassiger Projekte, die die prognostizierten Erträge übertreffen. Diese Anlagen bieten ein einzigartiges Risiko-Ertrags-Profil." Dank der modernen Überwachungs- und Steuertechnologien lag der Solarstrom-Ertrag von durch SunEdison betriebenen Solaranlagen nach Angaben des Unternehmens 2008 bei über 100 Prozent des erwarteten Outputs, was für die Investoren einen sicheren, risikoarmen Cashflow bedeute.

SunEdison betreibt nach eigenen Angaben über 200 Photovoltaikanlagen in Nordamerika und Europa. Das Unternehmen verfügt über Büros in den USA, Spanien, Italien, Frankreich und Deutschland. Die Hannover Leasing GmbH & Co. KG ist einer der großen Initiatoren von geschlossenen Fonds in Deutschland mit über 48.000 privaten Einzelinvestoren oder institutionellen Investoren in mehr als 180 geschlossenen Fonds. Hannover Leasing konzentriert sich auf Immobilienprojekte, die Finanzierung von Verkehrsflugzeugen, Schiffs- und Eisenbahn-Investments sowie Infrastruktur-, Energie- oder Private-Equity-Investments und nutzt seine Kernkompetenz zur strukturierten Projektfinanzierung. Die Gesellschaft verwaltet nach eigenen Angaben Vermögenswerte in Höhe von insgesamt 15,5 Milliarden Euro mit einem investierten Eigenkapital von 8,4 Milliarden Euro.


05.06.2009   Quelle: SunEdison   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: SunEdison,
Lesen Sie zu diesem Thema auch:




 

Solar-Unternehmen SYSTAIC beschließt Kapitalerhöhung zur Wachstumsfinanzierung

Michael Pack will Finanzierungsspielraum für neue Photovoltaik-Großprojekte ausweiten.
Michael Pack will
Finanzierungsspielraum
für neue Photovoltaik-
Großprojekte ausweiten.

Der Vorstand der systaic AG hat am 4. Juni 2009 mit Zustimmung des Aufsichtsrats vom selben Tag beschlossen, das Grundkapital der Gesellschaft gegen Bareinlagen von derzeit 8.701.144 Euro um bis zu 2.900.381 Euro auf bis zu 11.601.525 Euro aus genehmigtem Kapital zu erhöhen. Dazu sollen in der Zeit vom 8. bis 22. Juni 2009 den Aktionären der Gesellschaft bis zu 2.900.381 neue, auf den Inhaber lautende Aktien zum Bezug angeboten werden, berichtet das auf effiziente und ästhetische Solarstrom-Lösungen spezialisierte Unternehmen in einer Pressemitteilung. Das Bezugsangebot werde am 5. Juni 2009 veröffentlicht.  Entsprechend dem Bezugsverhältnis von 3:1 können auf jeweils drei Aktien der Gesellschaft eine neue Aktie durch die biw Bank für Investments und Wertpapiere AG bezogen werden. Der Bezugspreis beträgt 5,00 Euro je Aktie. Die wesentlichen Aktionäre, die zusammen über 25 Prozent an der Gesellschaft halten, hätten gegenüber der Gesellschaft die Absicht geäußert, ihre Bezugsrechte voll auszuüben. Nicht bezogene Aktien sollen in einem "Rump Placement" an institutionelle Investoren durch die Silvia Quandt & Cie. AG als Lead Manager platziert werden.


Durch die Kapitalerhöhung strebt SYSTAIC an, bis zu 14,5 Millionen Euro einzunehmen, um seine Wachstumspläne weiter voranzutreiben. "Die systaic AG verfügt über den bei weitem größten Auftragsbestand der Firmengeschichte. Um hiervon bestmöglich zu profitieren, gilt es jetzt, unsere Eigenkapitalbasis zu stärken und die Finanzierungsspielräume mit unseren Bankpartnern auch für die neuen, ertragreichen Großprojekte auszuweiten", erklärt Michael Pack, Vorstandsvorsitzender der systaic AG, die Kapitalmaßnahme der Gesellschaft.


05.06.2009   Quelle: systaic AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: systaic AG,
Lesen Sie zu diesem Thema auch:




 

Photovoltaik-Unternehmen Malibu startet Produktion von Dünnschicht-Modulen in Sachsen-Anhalt

"Malibu" produziert Dünnschichtmodule für
Fassaden und Großanlagen.

Bundeswirtschaftsminister Dr. Karl-Theodor zu Guttenberg und Sachsen-Anhalts Wirtschaftsminister Dr. Reiner Haseloff haben im Gewerbegebiet Sülzetal/Osterweddingen (Landkreis Börde) den offiziellen Startschuss für die Photovoltaik-Produktionsanlage der Malibu GmbH & Co. KG zum Bau von neuartigen Solar-Dünnschichtmodulen gegeben. Die Malibu GmbH & Co. KG ist ein Gemeinschaftsunternehmen, an dem die E.ON AG und die Schüco International KG je zur Hälfte beteiligt sind.  Neben den beiden Ministern begrüßten Dr. Wulf H. Bernotat, Vorstandsvorsitzender der E.ON AG, Dirk U. Hindrichs, Geschäftsführender, persönlich haftender Gesellschafter der Schüco International KG, Konrad Kaiser, Geschäftsführer der Malibu GmbH & Co. KG sowie Leiter der Schüco Solar Sparte, und Dr. Frank Mastiaux, CEO E.ON Climate & Renewables, zahlreiche Gäste aus Politik und Wirtschaft.




Rund 150 neue Arbeitsplätze in Sachsen-Anhalt und in Bielefeld

Mit der Investition in Höhe von mehr als 100 Millionen Euro sind rund 120 neue Arbeitsplätze in Sachsen-Anhalt geschaffen worden. Am Forschungs- und Entwicklungsstandort in Bielefeld entstanden zusätzlich 30 neue Stellen. Die in Osterweddingen vom Weltmarktführer Applied Materials installierte Dünnschicht-Produktionsanlage ermöglicht die Herstellung von PV-Modulen auf besonders großen Glasplatten mit einer Größe von bis zu 5,7 m2 (2,20 x 2,60 m), wodurch sich die Produktionskosten für Solarmodule senken und die Produktionseffizienz erheblich steigern lassen. Die Jahreskapazität der Anlage beträgt 40 Megawatt (MW).


Solar-Standort Sachsen-Anhalt gestärkt

Haseloff sagte in seinem Grußwort zur Eröffnung der Betriebsstätte: "Sachsen-Anhalt hat sich zu einer der führenden Regionen in der Photovoltaikbranche entwickelt. Derzeit kommt ein Zehntel der weltweit hergestellten Solarzellen aus unserem Bundesland. Hier gibt es das Know-how. Durch die Inbetriebnahme der Solarmodul-Produktion der Malibu GmbH wird der Solarstandort Sachsen-Anhalt weiter gestärkt und der derzeitige Wettbewerbsvorteil erhalten."


Gebäudeintegrierte Photovoltaik soll fester Bestandteil der Fassade werden

Im Joint Venture "Malibu" werden die Kompetenzen des Energieversorgers E.ON und der Schüco International KG, die sich als europäischer Marktführer seit 1951 mit energieeffizienter Glasfassadentechnik befasst gebündelt. "Der Start von Malibu ist ein echter Meilenstein für Schüco und eine bedeutende Erweiterung des Bereichs Solar. Zu der bisherigen Fertigung von Solarkollektoren kommt nun die hochmoderne Produktion und stetige Weiterentwicklung von Dünnschicht-Photovoltaikmodulen hinzu. Wir kommen hiermit unserem Ziel, die gebäudeintegrierte Photovoltaik zu einem festen Bestandteil der Fassade zu machen, immer näher", erläutert Dirk U. Hindrichs das Engagement von Schüco.


5,7 m2 große Module mit einer Leistung von bis zu 460 Watt

In den Dünnschichtzellen wird amorphes Silizium eingesetzt, wodurch - im Gegensatz zu den bekannten mono- und polykristallinen Zellen - Schichtdicken von nur wenigen Mikrometern (µm) für die Solarzelle mit einem Wirkungsgrad von derzeit rund 7 Prozent ausreichen. Dadurch können erhebliche Mengen teurer Rohstoffe eingespart werden. Gerade die 5,7 m2 großen Module mit einer Leistung von bis zu 460 Watt eignen sich hervorragend für den Einsatz als Fassadenelemente und verbessern damit die bereits heute starke Position von Schüco als Marktführer im Bereich der gebäudeintegrierten Photovoltaik. Aber auch in Großanlagen kommen derartige Module immer mehr zum Einsatz, wie der jetzt abgeschlossene erste Bauabschnitt für den ersten Solarpark von E.ON in Le Lauzet (Südfrankreich) zeigt. Die Solarenergie weltweit kann künftig in einer ganz neuen Größenordnung erschlossen werden.

05.06.2009   Quelle: IMG - Investitions- und Marketinggesellschaft Sachsen-Anhalt mbH   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Malibu GmbH & Co. KG,
Lesen Sie zu diesem Thema auch:




 

Siemens wird "grüner" und steigt mit 25 Prozent bei der Beteiligungsgesellschaft Zukunftsenergien AG ein

Die Siemens AG beteiligt sich mit rund 25 Prozent an der BGZ Beteiligungsgesellschaft Zukunftsenergien AG (BGZ AG), berichtet Siemens in einer Pressemitteilung. Siemens sichere sich mit diesem Investment Zugang zu weiteren innovativen Projekten im Feld der nachhaltigen Energieerzeugung, um somit das Leistungsspektrum des Konzerns zu erweitern. "Siemens wird grüner. Nachhaltige Energieerzeugung ist eines unserer wichtigsten Wachstumsfelder", sagte der Vorstandsvorsitzende von Siemens, Peter Löscher. Die BGZ AG mit Sitz in Husum entwickelt, finanziert und betreibt Wind-, Solar- und Biomassekraftwerke.   Das Unternehmen mit etwa 140 Mitarbeitern erwirtschaftete laut Siemens 2008 einen Umsatz von rund 50 Millionen Euro und verfügt über Tochtergesellschaften und Gemeinschaftsunternehmen in Europa sowie in den USA. Die Transaktion gilt vorbehaltlich der Genehmigung durch die zuständigen Kartellbehörden. Über den Kaufpreis der Anteile haben beide Unternehmen Stillschweigen vereinbart.

Siemens wird sich über seine Equity-Gesellschaft Siemens Project Ventures GmbH (SPV) an BGZ beteiligen. "Die langjährige Erfahrung der BGZ in der Entwicklung von Windkraftprojekten wird uns bei der kontinuierlichen Erweiterung unseres Renewables-Geschäfts entscheidend voranbringen", sagte Hans-Joachim Schulz, Geschäftsführer von SPV. "Wir freuen uns, mit Siemens einen starken und internationalen Partner gefunden zu haben, der uns bei unseren Finanzierungsanforderungen im Wachstumsmarkt der regenerativen Energien unterstützt. Gemeinsam mit Siemens werden wir den Eintritt in neue Märkte weiter forcieren", so Volker Friedrichsen, Vorstandsvorsitzender, Gründer und Hauptgesellschafter der BGZ AG.

SPV und BGZ AG arbeiten bereits seit 2006 zusammen. Damals hatten SPV und die BGZ-Tochter WKN Windkraft Nord AG das Joint-Venture "Innovative Wind Concepts GmbH" gegründet, um Windenergieprojekte in Mittel- und Osteuropa zu entwickeln und zu realisieren. Mit dem von ihr initiierten "Haus der Zukunftsenergien" verfügt die BGZ über ein Kompetenzzentrum rund um die Nutzung regenerativer Energiequellen. Darin arbeiten Ingenieure, Kaufleute, Naturwissenschaftler und Juristen Hand in Hand.


Siemens Greentech-Umsatz 2008: knapp 19 Milliarden Euro

Der Einstieg bei der BGZ AG ist ein weiterer Schritt, das Siemens-Umweltportfolio zu stärken. Im Zusammenhang mit grünen Technologien erzielte Siemens nach eigenen Angaben im Geschäftsjahr 2008 einen Umsatz von knapp 19 Milliarden Euro. Das entspreche rund einem Viertel des gesamten Konzernumsatzes und mache Siemens zum größten grünen Infrastrukturanbieter der Welt. Bei Offshore-Windkraftanlagen ist Siemens bereits führender Anbieter. Bis Ende 2008 hatte das Unternehmen weltweit über 7.800 Windenergieanlagen installiert - mit einer Gesamtleistung von mehr als 8.800 Megawatt.

Die BGZ Gruppe hatte bis Ende 2008 allein in der Windenergie über 950 Megawatt Leistung installiert. Innerhalb der vergangenen Jahre hat besonders das internationale Geschäft der Husumer Unternehmensgruppe deutliches Wachstum erfahren. Zu den Kunden der seit über 20 Jahren im Markt der erneuerbaren Energien etablierten BGZ Gruppe zählen heute internationale Finanz-Investoren und bedeutende Energieversorger.

05.06.2009   Quelle: BGZ AG; Siemens AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

Lesen Sie zu diesem Thema auch:




 

Photovoltaik-Produktion: Cell Awards 2009 verliehen

Internationale Solartechnologiepreise (cellaward).
Internationale
Solartechnologie-
preise (cellaward).

Mit der Verleihung der "Cell Awards" auf der Intersolar 2009 in München wurden das beste Equipment sowie herausragende Technologien und Standorte der Photovoltaik-Fertigung gewürdigt. Mit der Auszeichnung sollte dem Bedürfnis nach einer unabhängigen Plattform für die erfolgreichsten und angesehensten Technologien und Potenziale der Solar-Industrie geschaffen werden. Die Internationalen Solartechnologie-Auszeichnungen wurden organisiert von einer Gruppe von Solar-Medien, Forschungseinrichtungen und Industrieverbänden. Die Gewinner wurden auf Grundlage von Wertungen ermittelt, die sowohl vom Publikum abgegeben wurden als auch von einer Expertenjury.   Der Fachjury gehörten Technologiespezialisten aus dem Fraunhofer ISE an sowie aus den Unternehmen Moser Baer, SolarWorld, Q-Cells, Suntech und ChinaSunergy.


Photovoltaik-Industrie auf dem Weg zur Netzparität

Führende Industrievertreter überreichten die Auszeichnungen, darunter Nick Sarno, Senior-Vizepräsident für die Produktion bei LDK Solar; Holger von Hebel, Vorstand von Ersol; Dr Uros Merc, Vorstand von Bisol; Eleni Despotou, stellvertretende Generalsekretärin der EPIA und Jerry Stokes, Präsident von Suntech Europa. "Technologische Entwicklungen sind der Antrieb, um die Produktionskosten zu senken, um sicherzustellen, dass die Photovoltaik-Industrie ihren Weg zur Netzparität und darüber hinaus verfolgen kann", sagte Nick Sarno von LDK. "Es war eine Ehre an der Verleihung des Cell Award mitzuwirken und ein Vergnügen, den Finalisten und Siegern zu gratulieren, für die tausende Menschen in der Solarindustrie gestimmt hatten:"



Auszeichnungen für herausragendes Equipment, Spitzentechnologie und einen vorzüglichen Standort


In den sieben Kategorien nahmen zwei bis drei Kandidaten an der Endausscheidung teil. Die Gewinner der Cell Awards 2009 sind:


- Industriepreis: BTU International; "Meridian" In-line-Diffusionssystem

- Bester Partner für die Modulmontage: EFD für die "PV cell ribbon and bus bar methodology"

- Herausragende Verfahrenstechnik zur Produktion von Silizium-Solarzellen: SiXtron; "SunBox" (silanfreies Beschichtungsverfahren)

- Bestes Produkt zur Dünnschicht-Produktion: Oerlikon Solar; "KAI 1200 PECVD system".

Beste Technologie zur Silizium- und Wafer-Verarbeitung: tec5: "VINSPEC SP"; In-Line-Fertigungskontrolle

- Bester Standort für die Produktionstechnologie: IMG Sachsen, Solar Valley

- Preis für umweltfreundliche Produktion: Linde Electronics: Fluor-Produktion am Produktionsstandort


Die Veranstalter werten die Awards als riesigen Erfolg. Etliche Teilnehmer hätten nicht nur angekündigt, auch im kommenden Jahr wieder dabei zu sein, sondern auch in der Industrie dafür zu werben. Ab September (24th EU PVSEC) können neue Vorschläge eingereicht werden. Weitere Informationen sind dann erhältlich unter http://www.cellaward.com.

05.06.2009   Quelle: Photovoltaics International   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Photovoltaics International,


 

Photovoltaik-Systemanbieter Ralos gründet erste außereuropäische Niederlassung im Mittleren Osten

Ralos-Referenz: Einhausung der A3, längste Photovoltaik-Anlage der Welt (2.650 kWp).
Ralos-Referenz: Einhausung der A3, längste
Photovoltaik-Anlage der Welt (2.650 kWp).

Der erste außereuropäische Standort der Ralos Vertriebs GmbH (Griesheim) liegt in den Vereinigten Arabischen Emiraten, berichtet das Unternehmen in einer Pressemitteilung. Über ein eigenes Büro in Dubai bieten die Experten für die Entwicklung, Installation und den Betrieb von Photovoltaik-Anlagen ihre Services jetzt auch in den Golfstaaten an. Angesichts weltweit sinkender Ölvorräte investieren die Länder des mittleren Ostens derzeit stark in neue Dienstleistungs- und Technologiebranchen. Diese Entwicklungsmöglichkeiten für das Geschäft mit regenerativen Energieformen will Ralos nutzen. Die internationale Geschäftstätigkeit wird durch die Tochtergesellschaft Ralos Zala Energy vorangetrieben. 


Kapitalkraft und hohe Sonneneinstrahlung kommen in den Vereinigten Arabischen Emiraten zusammen

"Dank hoher Sonneneinstrahlung ist der Mittlere Osten für uns einer der wichtigsten Weltmärkte. Wir werden hier entscheidende Entwicklungsprojekte aktiv vorantreiben", erklärt Heinrich Dauscher, Vertriebsvorstand bei Ralos. "Wir freuen uns, bei der internationalen Entwicklung von Ralos einen weiteren Erfolg verbuchen zu können." Als förderlich für die neue Ralos-Vertretung soll sich auch die Kapitalkraft der Vereinigten Arabischen Emirate erweisen, deren Bruttoinlandsprodukt zu den höchsten der Welt gehört. Ralos, eine hundertprozentige Tochtergesellschaft der börsennotierten BGI Ecotech AG aus Kassel, baut gegenwärtig Solar-Kraftwerke in Großbritannien, Spanien, Italien, Portugal und Tschechien.


Die Ralos Vertriebs GmbH entwickelt, plant, baut und betreibt hochwertige Photovoltaik-Anlagen jeder Größe. Privat- wie Geschäftskunden können sich mindestens20 Jahre lang auf intensive Beratung und Service verlassen, betont das Unternehmen. 2001 in Erbach im Odenwald gegründet, zählt Ralos heute mit rund 110 Mitarbeitern in Deutschland, Großbritannien, Spanien, Italien, Tschechien und Portugal zu den Top 10 der unabhängigen Photovoltaik-Unternehmen Europas.


05.06.2009   Quelle: BGI EcoTech AG; Ralos Niederlassung Griesheim   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Ralos 2009,
Lesen Sie zu diesem Thema auch:




 

IBC SOLAR macht Hoffungsschimmer für die Solar-Branche auf der diesjährigen Genera aus

Die größte spanische Solar-Messe Genera, die vom 12. bis 14. Mai in Madrid stattfand, sei von der Frage beherrscht worden, wann der Solar-Markt in Spanien wieder an Schwung gewinnt, berichtet die IBC Solar Ag in einer Pressemitteilung. Die gesetzliche Beschränkung der zu installierenden Leistung und der Preisverfall der Module führten zu Auftragseinbrüchen, die viele Unternehmen empfindlich treffen. "Doch der Markt ist alles andere als tot", resümiert Udo Möhrstedt, Vostandsvorsitzender von IBC SOLAR, der die spanische Tochtergesellschaft auf der Messe unterstützte. "Wir sehen einen Lichtstreifen am Horizont und sind sicher, dass sich das Geschäft in der zweiten Jahreshälfte erholt." 

Photovoltaik-Projekte auf Gebäudedächern werden mit der neuen spanischen Verordnung besonders gefördert

Trotz der schwierigen Marktsituation sei das Interesse an Solarenergie sehr groß gewesen und viele Besucher informierten sich über die neuesten Trends der Messe, heißt es in der Pressemitteilung. Dazu gehörten beispielsweise der neue Wechselrichter "IBC ServeMaster" oder die Planungssoftware "PV Manager" von IBC SOLAR. Anhand von Angaben zu Lage, Sonneneinstrahlung und Bauweise eines Daches, dimensioniert und konfiguriert die Software automatisch die passende Photovoltaik-Anlage. Der Photovoltaik-Spezialist verfügt über mehr als 25 Jahre Erfahrung in der Umsetzung von internationalen Photovoltaik-Projekten auf großen Freiflächen und Gebäudedächern, ein Segment, das mit der neuen spanischen Verordnung (RD 1578/2008) besonders gefördert wird.


Udo Möhrstedt: Der spanische Markt ist deutlich erwachsener geworden

"Insgesamt ist der spanische Markt in den letzten Monaten deutlich erwachsener geworden", fasst Udo Möhrstedt die Genera-Erfahrung zusammen. "Anlagenbauer und Betreiber haben gelernt, die richtigen Fragen zu stellen und können so Projekte besser bewerten. Und wenn sie mal eine Frage haben, wissen unsere Kunden, dass sie uns unverbindlich kontaktieren können. Schließlich gibt es kaum etwas, was wir in den letzten 25 Jahren seit wir Photovoltaik-Anlagen planen und verkaufen nicht gesehen und erlebt haben. Nach den Gesprächen auf der Genera bin ich der festen Überzeugung, dass sich der spanische Markt in der zweiten Jahreshälfte wieder bewegt und die ersten der genehmigten Projekte in Angriff genommen werden."

Mit seinem breit gefächerten Produkt-Portfolio, dessen Qualität sowohl von IBC SOLAR als auch von externen Prüflaboren bestätigt wird sowie dem umfassenden Know-how in der Planung und Implementierung schlüsselfertiger Anlagen, sieht sich IBC SOLAR gut für den anstehenden Aufschwung in Spanien gerüstet. Ein Optimismus, der sich nicht zuletzt auf den guten Ruf stützt, den IBC SOLAR bei Banken und Investoren genießt.

04.06.2009   Quelle: IBC SOLAR AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

Lesen Sie zu diesem Thema auch:




 

Ubbink Solar: Econcern-Krise führt zu Schließung der niederländischen Photovoltaik-Modulproduktion; Hauptwerk der CENTROSOLAR in Wismar bleibt unberührt

Die Ubbink Solar Modules B.V. (USM), eine 100% Tochtergesellschaft der CENTROSOLAR Group AG wird ihr Solarmodul-Werk in Doesburg (NL) schließen, berichtet CENTROSOLAR in einer Ad-hoc-Mitteilung. Ubbink Solar Modules B.V. bleibe als rechtliche Einheit bestehen und werde auch in Zukunft allen ihren Verpflichtungen nachkommen. Nachdem der Hauptabnehmer der in Doesburg im Kundenauftrag produzierten Solarmodule, die Ecostream Switzerland GmbH, wegen Zahlungsaufschub seiner Muttergesellschaft Econcern B.V., Utrecht (NL) ausgefallen war, sei die Werksschließung unvermeidlich. Den rund 70 niederländischen Mitarbeitern werde ein geordneter Übergang mit Abfindungszahlungen angeboten. Auch alle übrigen Verbindlichkeiten würden bezahlt.   Das neue, größere Modulwerk der CENTROSOLAR, die Sonnenstromfabrik in Wismar (D), mit einer Kapazität von aktuell 110 Megawatt (MWp) sei von der Schließung in den Niederlanden unberührt. In Wismar werden die Module für die übrigen Kunden der CENTROSOLAR weiter produziert.

Ecostream lieferte bislang Solarzellen an Ubbink Solar Modules und bezog die daraus produzierten Solarmodule. Das Geschäftsvolumen mit Ecostream betrug laut Centrosolar im Vorjahr rund 13 MWp und machte damit über 85 % des Produktionsvolumens in diesem Werk aus. Im Februar 2009 hatte CENTROSOLAR von Econcern 30 % der Anteile an USM übernommen und damit auf 100 % aufgestockt. Der Kaufpreis für die im Februar übernommenen Geschäftsanteile sei daran gekoppelt worden, dass Ecostream im Verlauf des Jahres 2009 vereinbarte Mengen an Modulen abnimmt, so dass jetzt kein Kaufpreis mehr zu zahlen sei. Aktuell übersteigen auch die Verbindlichkeiten aus Lieferung und Leistung gegenüber Ecostream die Forderungen, betont Centrosolar. Zudem seien Sicherheitseinbehalte gegenüber Ecostream gemacht worden, so dass Barmittelverluste im Falle einer möglichen Insolvenz von Ecostream aus heutiger Sicht auszuschließen seien.

Da mit den für Ecostream produzierten Modulen nur unterdurchschnittliche Margen erzielt worden seien, dürfte die laufende Ergebnisbelastung durch den Ausfall des Kunden Ecostream sehr gering sein, heißt es in der Ad-hoc-Mitteilung. "Der uns entstehende Schaden kann teilweise durch oben genannte Sicherheitseinbehalte gedeckt werden. CENTROSOLAR hat bei seiner Planung Abschläge für Ausfälle dieser Art berücksichtigt. Daher bleibt die Anfang des Jahres kommunizierte Guidance von Umsätzen in etwa in der Höhe des Vorjahres und einem positiven operativen Ergebnis in 2009 bestehen", so das Unternehmen.

04.06.2009   Quelle: CENTROSOLAR Group AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

Lesen Sie zu diesem Thema auch:




 

TÜV eröffnet neues Solar-Testlabor in Thüringen

SolarTestLab des TÜV Thüringen.
SolarTestLab des TÜV Thüringen.

Der TÜV Thüringen e. V. und das Erfurter CiS-Forschungsinstitut für Mikrosensorik und Photovoltaik GmbH haben mit Ihrem gemeinsam betriebenen SolarTestLab eine hoch moderne akkreditierte Prüf- und Zertifizierungsstelle für Photovoltaik-Module errichtet, berichtet die TÜV Thüringen-Gruppe in einer Pressemitteilung. Das Solarvalley Mitteldeutschland zählt zu den wichtigsten Standorten der deutschen Solar-Industrie. Allein 65 Prozent der deutschen Photovoltaik-Unternehmen produzieren hier immerhin 18 Prozent des weltweiten Solarzellen-Outputs. "Die Zeit war reif", sagte Bernd Moser, Vorstandsvorsitzender des TÜV Thüringen auf der Pressekonferenz zur Eröffnung des gemeinsamen Prüflabors.   "Der Solar-Standort Mitteldeutschland hat mit der Akkreditierung des SolarTestLab seine eigene Prüfstelle für PV-Module bekommen. Mit dem CiS Forschungsinstitut für Mikrosensorik und Photovoltaik haben wir den perfekten Partner für die Durchführung der Modulprüfungen gefunden", so Moser weiter. "In unserer Zertifizierungsstelle bieten wir unter der Marke 'blueTÜV by TÜV Thüringen' im Bereich erneuerbare Energien unsere Dienstleistungskompetenz dem stark wachsenden Solarmarkt."


Photovoltaik-Labor unterstützt bei der Qualitätssicherung und begleitet die Entwicklung

In dem Solarprüflabor in Mitteldeutschland können Tests für die Baumusterzertifizierung von Photovoltaik-Modulen entsprechend den internationalen Normen durchgeführt werden. Hersteller, Installateure und Händler von Solarzellen und -anlagen haben somit die Möglichkeit, ihre Produkte in Standortnähe prüfen zu lassen. Das Labor unterstützt bei der Qualitätssicherstellung und Entwicklungsbegleitung. Die Leistungsfähigkeit und Langlebigkeit der Module sowie die Sicherheit von PV-Anlagen kann so gewährleistet werden. Als neutrale Prüforganisation hält der TÜV Thüringen e. V. die Akkreditierungen für das Prüflabor (SolarTestLab) und die Zertifizierungsstelle für Solarmodule.


Zertifikat "Baumuster geprüft" für geprüfte Module und kontrollierte Produktion

Das SolarTestLab steht für Untersuchungen von mechanischen und elektrischen Eigenschaften sowie Klimatests zur Verfügung. Wenn die Tests erfolgreich durchlaufen werden, sind sie die Grundlage für die Zertifizierung. Mit dem Zertifikat "Baumuster geprüft" erhält der Hersteller ein auf internationalen Standards (IEC 61215, 61646 und IEC 61730) beruhendes Prüfzeichen. Es signalisiert den Endkunden, dass die PV-Module geprüft wurden, die Produktion kontrolliert abläuft und regelmäßig überwacht wird. "Im immer größer werdenden Photovoltaikmarkt bieten das Prüf- und das Zertifizierungszeichen eine wichtige Orientierungshilfe für Endkunden. Darüber hinaus ist eine derartige Zertifizierung Voraussetzung für Stromeinspeisung in das öffentliche Netz und mögliche Förderungen für Strom aus erneuerbaren Energien", heißt es in der Pressemitteilung.

Der Aufbau des SolarTestLab und der Zertifizierungsstelle wurden maßgeblich unterstützt vom Thüringer Ministerium für Wirtschaft, Technologie und Arbeit sowie der Stiftung für Technologie Innovation und Forschung Thüringen (STIFT).


04.06.2009   Quelle: TÜV Thüringen-Gruppe   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: TÜV Thüringen-Gruppe,
Lesen Sie zu diesem Thema auch:




 

Konzentrator-Photovoltaik: Spanisches Kraftwerk speist Solarstrom mit 23% Wirkungsgrad in das Netz ein

CPV-Kraftwerk "Casaquemada". Bei einer
Einstrahlung von 855 W/m² erzielt es eine
Leistung von 101.158 Watt.

Die Concentrix Solar GmbH bestätigt in einer Pressemitteilung den Rekordwirkungsgrad ihrer Konzentrator-Technologie "FLATCON" in einem kommerziellem Kraftwerk. Concentrix Solar berichtet, in ihren Kraftwerken in Spanien seien sehr gute Wirkungsgrade erzielt worden: im Kraftwerk "Casaquemada" würden an klaren Tagen regelmäßig Systemwirkungsgrade von 23 Prozent für das gesamte Konzentrator-Kraftwerk unter regulären Betriebsbedingungen im Feld gemessen. Ein so hoher Systemwirkungsgrad sei bereits ein Jahr zuvor bei einem Demosystem im spanischen Sevilla mit einer Leistung von 5,4 kW gemessen worden.   "Wir freuen uns, hiermit zeigen zu können, dass es möglich ist, diese hohen Wirkungsgrade auch in einer größeren Installation und nicht nur bei einem einzelnen Testsystem zu erreichen", so Technikchef Dr. Andreas Gombert, "mit 23 Prozent Wirkungsgrad erzielen unsere Konzentrator-Systeme ziemlich genau die doppelte Stromausbeute herkömmlicher PV-Kraftwerke".


Neue Modulgeneration mit höherem Wirkungsgrad

Bei dem Photovoltaik-Kraftwerk "Casaquemada" handelt es sich um eine 2 Megawatt-Anlage in der Nähe von Sevilla in Sanlúcar la Mayor (Spanien), die Concentrix Solar zusammen mit seinem Partner Abengoa Solar betreibt. Bei diesem Kraftwerk wurden nachgeführte Systeme mit Siliziummodulen und Konzentrator-Photovoltaik-Systeme gemeinsam aufgebaut. Es ist damit eines der ersten Kombinationskraftwerke dieser Art. Concentrix Solar hat hierfür 100 Kilowatt (kW) zur Verfügung gestellt.

Bei den Systemen in Casaquemada sind noch FLATCON-Module der ersten Generation mit einer Leistung von 48 Watt (W) im Einsatz. Inzwischen produziert Concentrix Solar eine neue, noch effizientere Modulgeneration. Die neuen Module CX-75 haben eine Leistung von 75 W und kommen nach Angaben des Unternehmens auf einen durchschnittlichen Wirkungsgrad von 27,2 Prozent.


Kommerzielle Modulproduktion in Freiburg

Seit September 2008 sind Concentrix Solars FLATCON-Module auch kommerziell verfügbar. Concentrix Solar produziert seine neuen Konzentrator-Module mit einer vollautomatisierten industriellen Produktionslinie mit einer jährlichen Produktionskapazität von 25 Megawatt (MW) in Freiburg. Gebäude und Infrastruktur sind bereits so ausgelegt, dass Concentrix Solar seine Fertigungskapazitäten schnell auf 100 MW erweitern kann. Damit nimmt Concentrix Solar weltweit einen Spitzenplatz unter den Produzenten von Konzentrator-Photovoltaik-Modulen hinsichtlich Qualität und Kapazität ein.


04.06.2009   Quelle: Concentrix Solar GmbH   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Concentrix Solar GmbH,
Lesen Sie zu diesem Thema auch:




 

Abengoa Solar beginnt mit dem Bau des zweiten solarthermischen Kraftwerks im spanischen Extremadura

Parabolrinnen von Abengoa Solar.
Parabolrinnen von Abengoa Solar.

Abengoa Solar S.A. (Sevilla, Spanien) berichtete am 26.05.2009, das Unternehmen habe nach behördlicher Genehmigung mit dem Bau seines zweiten Solarthermie-Kraftwerks (concentrating solar power; CSP) in der Stadt Logrosán begonnen. Das Solar-Kraftwerk mit Parabolrinnen-Technologie soll eine Leistung von 50 Megawatt (MW) haben und den Energiebedarf von ungefähr 25.000 Haushalten decken. Auf diese Weise könnten jährlich ungefähr 31.400 Tonnen CO2-Emissionsn verhindert werden, berichtet Abengoa in einer Pressemitteilung.   Die Parabolrinnen-Technologie wurde von dem Unternehmen in den letzten Jahren entwickelt und bereits in den Kraftwerken der Solúcar-Platform in Sanlúcar la Mayor (Sevilla) ausgiebig getestet.


Pedro Robles, Vorstand von Abengoa Solar Spanien, zeigte sich erfreut über den Beginn der Arbeiten an den ersten beiden Solar-Projekten in Extremadura: "Nachdem wir das benötigte Land und die grundlegende Ausrüstung erworben haben können wir heute bestätigen, dass Extremadura zwei saubere Stromkraftwerke auf dem höchstem Stand der Technik bekommen wird. Die Kraftwerke werden Teil der geplanten "Extremadura Solar Platform" sein, welche die größte natürliche Ressource der Region, nutzbar machen wird: das Sonnenlicht".

04.06.2009   Quelle: Abengoa Solar S.A.   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Abengoa Solar S.A.,
Lesen Sie zu diesem Thema auch:




 

Fronius bringt ersten trafolosen Photovoltaik-Wechselrichter auf den Markt

Neuer trafoloser Fronius-Wechselrichter Fronius IG TL.
Neuer trafoloser Fronius-Wechselrichter
Fronius IG TL.

Die Fronius International GmbH, ein Qualitätsführer für netzgekoppelte PV-Wechselrichter, bringt mit ihrem ersten trafolosen Wechselrichter, dem Fronius IG TL, das zukunfts- und ertragssicherste Gerät dieser Art mit serienmäßiger Systemüberwachung in den Leistungsklassen 4 kW und 5 kW auf den Markt, berichtet das Unternehmen in einer Pressemitteilung. Mit dem Fronius IG TL wurde ein Wechselrichter entwickelt, der sämtliche Vorteile eines trafolosen Gerätes mit dem hohen Innovations- und Qualitätsanspruch von Fronius vereint. 


Systemüberwachung serienmäßig: für die langfristige Sicherung maximaler Erträge

Durch den integrierten "Status-Manager" werden eventuelle Störfälle an der PV-Anlage sofort gemeldet und daraus resultierende Ertragseinbußen verhindert. Die Strangausfall-Erkennung informiert unverzüglich im Falle eines Fehlers im Gesamtsystem (z. B. bei Marderbiss an Kabeln, Modulausfall, etc.). Durch den kontinuierlichen Vergleich der Strangströme der angeschlossenen Strings können Störungen frühzeitig erkannt werden. Die Ausgabe detaillierter Status-Codes ermöglicht ein rasches, exaktes Eingrenzen der Fehlerquelle und deren schnelle Behebung. Ein integrierter Meldekontakt erlaubt den Anschluss eines Signalgebers (z. B. Hupe oder Lampe). Präzises MPP-Tracking durch den bewährten Fronius Module Manager stellt sicher, dass aus jedem Sonnenstrahl das Optimum gewonnen wird.


Update und komfortables Datenmanagement mittels USB-Stick

Der Fronius IG TL ist der einzige Wechselrichter, der durch Verwendung eines handelsüblichen USB-Sticks die Möglichkeit zur bequemen Anlagenüberwachung sowie zum einfachen Wechselrichter-Update bietet. Während der Wechselrichter-Betriebszeiten sammelt der angesteckte USB-Stick die Anlageninformationen, die dann in einen PC eingespielt und mit der Software Fronius Solar.access ausgewertet und archiviert werden können. Liegt ein Software-Update vor, kann dies von der Fronius-Webseite auf den USB-Stick geladen werden. Durch einfaches Anstecken des USB-Sticks an den Wechselrichter aktualisieren sich die Betriebsfunktionen automatisch.


Anlagenüberwachung rund um die Uhr; servicefreundliches Montagesystem

Das Matrixdisplay des Fronius IG TL wird AC-seitig mit Strom versorgt und liefert so auch nach Sonnenuntergang die Anlageninformationen des vorangegangenen Tages - inklusive etwaiger Statusmeldungen. Der Anschlussbereich und das Leistungsteil des Fronius IG TL werden separat voneinander montiert. Im Servicefall verbleibt der Anschlussteil inklusive aller Verkabelungen an der Wand. Der herausnehmbare DATCOM-Slot - mit den Anschlussmöglichkeiten für den USB-Stick, optionale DATCOM-Komponenten sowie dem Meldekontakt - kann ebenfalls vor Ort belassen werden. Sämtliche Einstellungen und Konfigurationen bleiben dadurch erhalten.


Hitze- und staubfreies Lüftungskonzept

Der Gerätekörper im Fronius IG TL ist hermetisch abgeschottet. Nur die Kühlrippen für die Elektronik liegen außen und werden von einem angesaugten Luftstrom gekühlt, wodurch kein Austausch von Innen- und Außenluft stattfindet. Fronius IG TL Wechselrichter verfügen über die Gehäuse-Schutzart IP 55. Der Serienstart der Fronius IG TL-Geräte soll nach dem erfolgreichen Abschluss einer im Juni beginnenden, sechsmonatigen Feld- und Testphase erfolgen.


Neue "Power Control Box" zur Leistungsreduktion gemäß EEG 2009

Das deutsche Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) 2009 sieht für Netzbetreiber die Möglichkeit vor, die Leistung von PV-Anlagen mit einer Leistung von mehr als 100 kW ferngesteuert zu senken. Um dieser Anforderung gerecht werden zu können, hat Fronius die Fronius Power Control Box entwickelt - eine weitere wichtige Komponente des Fronius DATCOM-Systems. Die Box bietet Anschlussmöglichkeiten an die Fernwirkeinrichtung des Netzbetreibers sowie an Fronius-Wechselrichter. In der Standardkonfiguration ist eine Anschlussmöglichkeit für einen vierstufigen Rundsteuersignal-Empfänger vorgesehen. Durch Verwendung der neuen Fronius Power Control Box können also auch künftig PV-Anlagen jeder Größe problemlos realisiert werden. Die Fronius Power Control Box verfügt über Gehäuse-Schutzart IP 20.


Professionelle Strangüberwachung mit der neuen Fronius String Control 250/25

Mit der Fronius String Control 250/25 bringt Fronius ein weiteres Produkt zur professionellen Strangüberwachung, speziell von großen PV-Anlagen, auf den Markt. Mit ihr können bis zu 25 Modulstränge mit einem Gesamtstrom von bis zu 250 A zusammengefasst werden. Das Einlegen der Sicherungen in die String Control erfolgt über komfortable Sicherungshalter. Fronius String Control vergleicht kontinuierlich die Strangströme der angeschlossenen Strings miteinander. Fehler im Gesamtsystem können frühzeitig erkannt und lokalisiert werden, schleichende Ertragseinbußen werden verhindert. Die Fronius String Control 250/25 ist mit allen Wechselrichtern von Fronius kompatibel, speziell bietet sie sich in Kombination mit Fronius IG-Zentralwechselrichtern an.

04.06.2009   Quelle: Fronius International GmbH   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Fronius International GmbH,
Lesen Sie zu diesem Thema auch:




 

SCHOTT Solar und SolarEdge entwickeln ein Energieumwandlungssystem für Photovoltaik-Anlagen

Photovoltaik-Energieumwandlungssystem von SolarEdge.
Photovoltaik-Energieumwandlungssystem
von SolarEdge.

SCHOTT Solar und SolarEdge (Hertzlia, Israel) gaben am 29. Mai 2009 die Vereinbarung einer Design-Partnerschaft zwecks Entwicklung und Test eines neuartigen Energieumwandlungssystems bekannt, das direkt in die Photovoltaik-Module von SCHOTT Solar eingebettet ist. Das Ergebnis der gemeinschaftlichen Bemühungen soll die Energieerzeugung über den solaren Lebenszyklus hinweg maximieren, wobei die Komplexität und Kosten drastisch reduziert werden sollen.   Obwohl die Photovoltaik enorme Fortschritte erzielt hat, wie beispielsweise die Steigerung des Wirkungsgrades der Solarzellen, bieten traditionelle PV-Installationen noch Raum für Verbesserungen, betonen die Partner in einer Pressemitteilung. Neue Architektur- und Standarddesigns können den Energiegewinn pro Modulfeld erhöhen und bieten zusätzliche Möglichkeiten zur Überwachung. Außerdem sollen sie die Dachausnutzung verbessern, Sicherheitsprobleme bei der Wartung und im Brandfall beseitigen, sowie Moduldiebstahl verhindern.



Optimale Solarstrom-Erträge bei begrenztem Installations- und Wartungsaufwand

"SolarEdge ist ein innovatives Unternehmen, das eine innovative multidisziplinäre Systemlösung bereitstellt, von der wir bei SCHOTT Solar beeindruckt sind", so Jürgen Fortenbacher, Leiter der Strategie- und Geschäftsentwicklung bei SCHOTT Solar. "Wir sind davon überzeugt, dass das Ergebnis unserer Partnerschaft den Energieoutput wesentlich erweitern wird."

"Wir fühlen uns äußerst geehrt, mit einem führenden Industrieteilnehmer wie SCHOTT Solar zusammen zu arbeiten", kommentiert Guy Sella, Vorsitzender, Vorstand und Gründer von SolarEdge. "Durch die Kombination unserer Technologien sind wir in der Lage, PV-Technologie effizienter zu machen und gleichzeitig die Kosten zu reduzieren."

SCHOTT Solar bettet die Elektronik von SolarEdge direkt in die eigenen Moule ein, um optimale Solarstrom-Erträge zu erzielen, wobei Installations- und Wartungsaufwand begrenzt sowie die Kosten gesenkt werden sollen. Die zwei Partnerunternehmen testen derzeit die kombinierten Technologien.


Ganzheitlicher Systemansatz für höhere Solarstrom-Ausbeute

SolarEdge ist ein Anbieter ganzheitlicher photovoltaischer Energieumwandlungs- und Überwachungssysteme für maximale Energieausbeute und Kosteneffizienz. Das Unternehmen arbeitet mit führenden Partnern in der Industrie zusammen, um deren aktive elektronische Lösungen direkt in die PV-Module einzubetten. Im Gegensatz zu zentralisierter Photovoltaik-Architektur, die die Leistung jedes einzelnen Moduls nicht optimieren kann, führt SolarEdge MPP-Tracking (Maximum Point of Power) für jedes Modul durch, während die Kommunikation über die bestehenden Energieleitungen erfolgt, um die Leistung auf Modulebene sichtbar zu machen und zu kontrollieren. Auf diese Weise liefere der ganzheitliche Systemansatz von SolarEdge mehr Energie aus jeder Solarstromanlage, eliminiere Designbegrenzungen, biete eine komplette Übersicht, löse alle Sicherheitsprobleme und ermögliche Diebstahlsicherung, ohne die Kosten der Energieumwandlung zu erhöhen, heißt es in der Pressemitteilung.

04.06.2009   Quelle: SCHOTT Solar AG; SolarEdge   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: SolarEdge,
Lesen Sie zu diesem Thema auch:




 

"Börse Online"-Interview mit SolarWorld-Chef Frank Asbeck: Umsatzziel von einer Milliarde Euro bestätigt

Der Solar-Konzern SolarWorld ist optimistisch, im laufenden Geschäftsjahr die Prognosen halten zu können. Im Interview mit dem Anlegermagazin "Börse Online" (Ausgabe 24/2009, EVT: 4. Juni) sagte der Vorstandsvorsitzende Frank Asbeck: "Es gibt keinen Grund, das Umsatzziel von einer Milliarde Euro zurückzunehmen." Asbeck geht davon aus, dass der Preisverfall bei den Solarmodulen an Solarworld größtenteils vorbeizieht. "Im ersten Quartal haben wir ein Prozent Marge verloren. Einen Großteil der Preisdegression konnten wir abfangen. Wir sind optimistisch, dass das im laufenden Jahr so bleibt." 

Pessimistische Prognose für die Konkurrenz

Asbeck ist sich sicher, dass sein Konzern als Gewinner aus der Krise hervorgeht. Die Nachfrage ziehe wieder stark an, Kurzarbeit sei kein Thema. "Wir bauen massiv Lagerbestände ab. In unserem Logistikzentrum haben wir auf Fünfschichtbetrieb umgestellt", berichtete der Solarworld-Gründer im "Börse Online"-Interview. Im Hinblick auf die Konkurrenten zeigte sich Asbeck dagegen weniger optimistisch. Er glaube, dass einige Konkurrenten die Krise nicht überleben und auf der Strecke bleiben werden.

03.06.2009   Quelle: Börse Online, G+J Wirtschaftsmedien   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

Lesen Sie zu diesem Thema auch:




 

Photovoltaik: Signet Solar und Moncada Energy Group unterzeichnen Liefervertrag über 7,7 MW

Dünnschichtmodule von Signet Solar.
Dünnschichtmodule von Signet Solar.

Signet Solar, Hersteller von Dünnschicht-Solarmodulen auf Siliziumbasis und die italienische Moncada Energy Group haben am 27.05.2009 eine Liefervereinbarung unterzeichnet, berichten die Unternehmen in einer Pressemitteilung. Signet Solar wird demnach bis Ende 2009 mindestens SI-S1-Module mit einer Gesamtnennleistung von 7,7 Megawatt (MW) mit Abmessungen von 2,20 m x 2,60 m (Gen 8.5) liefern. Der Vertrag gewährleiste zudem eine Fortsetzung der Geschäftsbeziehung über das Jahr 2009 hinaus.  Die Moncada Energy Group ist spezialisiert auf Projekte im Bereich der erneuerbaren Energien in ganz Europa und ist der größte Erzeuger von Windstrom auf Sizilien (über 100 MW). Die Signet Solar-Dünnschichtmodule sollen in großen Solarstromanlagen in direkter Nähe der Moncada-Windparks installiert werden. So können sowohl die Module als auch die Windturbinen die gleiche Infrastruktur nutzen, um Energie durch "die Doppelnutzung erneuerbarer Energien" zu erzeugen, betont die Moncada Energy Group.



Weltweit erste großflächige Installation zertifizierter Signet Solar-Dünnschicht-Module auf Sizilien

"Diese Photovoltaik-Anlage wird die erste großflächige Installation zertifizierter Signet Solar SI-S1-Module der Größe 2,20 m x 2,60 m der Welt sein", erklärte Salvatore Moncada, Vorstand der Moncada Energy Group. "Wir sind überzeugt, dass die Nutzung dieser großen Module in Solarfarmen aufgrund der Fortschritte, die Signet Solar auf dem Gebiet der Dünnschichttechnologie gemacht hat, die niedrigste Kostenstruktur pro installiertem Watt ermöglicht", so Salvatore Moncada weiter.

"Wir freuen uns über die Zusammenarbeit mit der Moncada Energy Group. Sie entspricht unserer Strategie als weltweit führendem Anbieter von Dünnschicht-PV-Lösungen für Solarfarmen", sagte Gunter Ziegenbalg, Geschäftsführer der Signet Solar GmbH. "Wir glauben", so Gunter Ziegenbalg weiter, "dass diese Geschäftsbeziehung Zeugnis unserer extrem hohen Qualität und Zuverlässigkeit sowie unserer Kundennähe ist."


03.06.2009   Quelle: Signet Solar Inc.   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Signet Solar,
Lesen Sie zu diesem Thema auch:




 

GILDEMEISTER erhält Solar-Großaufträge im Wert von 38,9 Millionen Euro

SkyCarrier 1000.
SkyCarrier 1000.

Mit einem Auftragseingang von 38,9 Millionen Euro zieht die a+f GmbH, ein Unternehmen des GILDEMEISTER-Konzerns, eine positive Bilanz der weltweit größten Messe für Solartechnik, der Intersolar in München, die am 29.05.2009 zu Ende ging. Auf 750 Quadratmetern zeigte die a+f GmbH neueste technische Lösungen in der Solartechnik. Ein Highlight war der neue, nur vier Meter hohe "SunCarrier 160", der speziell für Länder mit Bauhöhenbeschränkungen konzipiert wurde. Er hat bei einer Modulfläche von 160 Quadratmetern eine Photovoltaik-Nennleistung von bis zu 30 Kilowatt (kWp). Ein weiteres Highlight war die Weltpremiere des "SkyCarrier 1000" für den äquatornahen Einsatz.   Auch diese Entwicklung überzeugte durch ihre geringe Bauhöhe. Je nach Modultyp kann der SkyCarrier mit sieben Reihen bis zu 30 kWp Leistung erzielen. Die Zahl der Modulreihen mit jeweils 23 Metern Länge kann variabel gestaltet werden.

GILDEMEISTER partizipiert mit dem "SunCarrier" und dem "SkyCarrier" im Zukunftsmarkt der Solartechnik. Die Neuvorstellungen sollen zur Markterschließung im Nahen Osten und auch in den USA beitragen.


03.06.2009   Quelle: GILDEMEISTER Aktiengesellschaft   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: GILDEMEISTER Aktiengesellschaft,
Lesen Sie zu diesem Thema auch:




 

Masdar bringt 10 MW-Photovoltaikkraftwerk an das Netz

Scheich Diab bin Zayed Al Nahyan (l.) und Dr. Sultan Al Jaber vor dem PV-Kraftwerk.
Scheich Diab bin Zayed Al Nahyan (l.) und
Dr. Sultan Al Jaber vor dem PV-Kraftwerk.

Unter der Schirmherrschaft seiner Hoheit Scheich Mohamed bin Zayed Al Nahyan, Kronprinz von Abu Dhabi und Kommandant der Streitkräfte der Vereinigten Arabischen Emirate, hat Scheich Diab bin Zayed Al Nahyan, Präsident der Wasser- und Elektrizitätsbehörde von Abu Dhabi (ADWEA) am 31.05.2009 Masdar’s 10 MW-Solarkraftwerk eingeweiht. Die größte Photovoltaik-Anlage im Mittleren Osten wurde an das Stromnetz von Abu Dhabi angeschlossen. Das PV-Kraftwerk auf dem neuesten Stand der Technik mit einer Nennleistung von 10 Megawatt soll Solarstrom erzeugen und auf diese Weise jährlich den Ausstoß von rund 15.000 Tonnen CO2 vermeiden, was den Emissionen von etwa 3.300 Automobilen entspricht.   Das Photovoltaik-Kraftwerk wird sowohl Solarstrom für die Verwaltung von Masdar liefern als auch den Bau von Masdar City versorgen. Zusätzlich soll der Solarstrom vom Masdar-Institut für Forschung und Technologie genutzt werden, das Ende 2009 eröffnet werden soll.



17.500 Megawattstunden Solarstrom pro Jahr

Die 10 MW-Anlage besteht aus 87.777 Photovoltaik-Modulen (50 % Dünnschicht und 50 % Module auf der Basis von kristallinem Silizium) und soll jährlich rund 17.500 Megawattstunden (MWh) Solarstrom erzeugen, wobei eine einzige Kilowattstunde Photovoltaik-Strom einer CO2-Einsparung von etwa 0,8 Kilogramm entspreche, heißt es in der Pressemitteilung. Außerdem sei die PV-Anlage eines der weltweit effizientesten Solarkraftwerke, bezogen auf die Solarstrom-Produktion.


Wichtiger Meilenstein beim Bau von Masdar City

"Masdars PV-Kraftwerk mit 10 MW belegt das Bekenntnis unserer Führung zum Ausbau der erneuerbaren Energien. Die Netzanbindung dieser Anlage ist ein wichtiger Meilenstein beim Bau von Masdar City und in der Geschichte unsres Emirates", sagte Dr. Sultan Al Jaber, Vorstand von Masdar. "Wir sind überzeugt, dass dies nur der erste Schritt zur Nutzung der Sonnenenergie ist und werden weiter daran arbeiten, Abu Dhabi und die Umgebung mit sauberem Solarstrom zu versorgen", ergänzte Dr. Sultan Al Jaber. Der Netzanschluss des 10 MW-Kraftwerks sei ein Erfolg der Arbeit von Masdar, des Energieversorgungsunternehmens Abu Dhabi Distribution Company (ADDC) und der dortigen Regulierungsbehörde. ADDC, größter Stromnetzbetreiber von Abu Dhabi zeichnet verantwortlich für den Betrieb und Ausbau der Netze.

"Neue und saubere Energiequellen für die Bevölkerung von Abu Dhabi zu erschließen, ist eine spannende Herausforderung für die ADDC", kommentiert deren Geschäftsführer Ahmed Al Mureikhi. "Wir wissen, dass die nächste Generation der Stromnetze erneuerbare Energiequellen besser integrieren wird und sind stolz darauf, diesen ersten Schritt mit Masdar gegangen zu sein:" Die Regulierungsbehörde hat die erste Lizenz zur Stromproduktion aus regenerativen Quellen erteilt. "Das ist ein herausragendes Beispiel, für die erfolgreiche Kooperation von Institutionen in Abu Dhabi und die Erzeugung von sauberer Energie im großen Stil. Wir sind stolz, Teil dieses bahnbrechenden Erfolgs zu sein", sagte Nick Carter, Generaldirektor der Regulierungsbehörde.

Mit dem Bau der 212.000 m2 großen Anlage wurde im August 2008 begonnen, die Ausführung übernahm Enviromena Power Systems. Das Solar-Kraftwerk sei nach ökologischen Gesichtspunkten errichtet worden, was beispielsweise der Verwendung von Beton mit einem hohen Schlackenanteil, der Wiederverwendung von Baumaterialien und der Vermeidung umweltschädlicher Stoffe wie Bitumen oder Styropor zeige. Konsequente Konstruktionstechnik habe zudem den Stahlverbrauch minimiert.

Weitere Informationen: http://www.masdar.ae


03.06.2009   Quelle: Masdar   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Masdar,
Lesen Sie zu diesem Thema auch:




 

Deutliches Wachstum für die Intersolar North America 2009: Messe verdreifacht Ausstellungsfläche in nur einem Jahr

Die Intersolar North America 2009 findet vom 14. bis 16. Juli in San Francisco statt.
Die Intersolar North America 2009 findet vom
14. bis 16. Juli in San Francisco statt.

Die Intersolar North America startete 2008 mit einem großartigen Debut in San Francisco. Bereits im zweiten Jahr kann die Messe jetzt einen großen Erfolg feiern und die Ausstellungsfläche auf 30.000 Quadratmeter verdreifachen. Bisher haben laut Veranstalter rund 400 Unternehmen aus 22 Ländern eine Ausstellungsfläche gebucht. Insgesamt rechnen die Veranstalter mit 500 Ausstellern und etwa 15.000 Besuchern auf der Intersolar North America, die vom 14.-16. Juli 2009 gemeinsam mit der SEMICON West in San Francisco stattfindet.  "Das enorme Wachstum der Intersolar North America 2009 zeigt, dass das Konzept der Messe, die gesamte Wertschöpfungskette der Solarindustrie abzubilden, gelungen ist. Hier werden Kontakte geknüpft und Partnerschaften aufgebaut, die die Zukunft der Solarenergie weltweit mitbestimmen werden.", so Markus Elsässer, Geschäftsführer der Solar Promotion International GmbH und Veranstalter der Intersolar North America. "Sowohl die privaten als auch die öffentlichen Investitionen in die Solartechnik waren im vergangenen Jahr enorm. Damit sind die Voraussetzungen für das weitere Wachstum der Branche und des weltweiten Marktes besser als je zuvor - ungeachtet der derzeitigen Wirtschaftslage. Die Intersolar North America 2009 unterstützt die Branche optimal dabei ihr Potenzial weiter zu entwickeln und die Verbreitung der Solarenergie international voranzutreiben.", erklärte Elsässer.



500 Aussteller aus aller Welt erwartet

Auf der Intersolar North America knüpfen US-amerikanische und internationale Solarunternehmen Kontakte zu Firmen aus anderen Branchen und Märkten und stärken damit das eigene Wachstum und das der internationalen Solarbranche. Zu den 500 Ausstellern aus aller Welt, die auf der diesjährigen Messe erwartet werden, zählen
Unternehmen wie Solar World (Deutschland), LDK Solar (China), Nexolon (Korea), Schüco (Deutschland), Applied Materials (USA), Canadian Solar (Kanada) und Acciona Solar Power (USA). Die Besucher erhalten einen Einblick in die gesamte Wertschöpfungskette einer Branche, die international mehr als 50 Milliarden US-Dollar erwirtschaftet.


Vernetzung internationaler Solarunternehmen

"Das große Wachstum der Intersolar, nicht nur in Europa sondern insbesondere auch in Nordamerika zeigt, wie dynamisch und einflussreich die internationale Solarindustrie mittlerweile ist", so Klaus W. Seilnacht, Geschäftsführer der Freiburg Management and Marketing International GmbH, die die Intersolar North America gemeinsam mit Solar Promotion veranstaltet. "Der Erfolg der Intersolar North America führt zu einer noch engeren Vernetzung von Solarunternehmen aus aller Welt, was die Entwicklung des US-Marktes optimal unterstützt."


Neuheitenbörse wächst

Um dem Wachstum auch qualitativ gerecht zu werden, wird das Rahmenprogramm der Intersolar North America 2009 ebenfalls erweitert. Die Neuheitenbörse präsentiert innovative Produkte und Dienstleistungen in 25-minütigen Präsentationen - aufgrund des großen Erfolgs erwarten die Besucher dort doppelt so viele Ausstellerpräsentationen wie ursprünglich geplant. Neben der vergrößerten Neuheitenbörse ergänzt in diesem Jahr erstmals das Job & Karriere Forum das Angebot der Messe.


Fünf Millionen neue Arbeitsplätze

Das neue Job & Karriere Forum wird von der Intersolar North America gemeinsam mit Solarjobs.com veranstaltet. Zahlreiche Präsentationen informieren über aktuelle Schulungsprogramme, den Arbeitsmarkt im Bereich erneuerbarer Energien und Karrieremöglichkeiten in der Solarindustrie. Dadurch unterstützen die Veranstalter die Branche bei der Besetzung von geschätzten fünf Millionen Arbeitsplätzen, die in den nächsten 15 Jahren im Bereich erneuerbarer Energien entstehen sollen. Außerdem unterstützt das Job & Karriere Forum interessierte Besucher mit den bereitgestellten Computerterminals: Mit dem Programm "Solarjobsplus - Executive Search und Talent Management für Fach- und Führungskräfte" wird die Vermittlung von Arbeitgebern und interessierten Besuchern professionell unterstützt.

"Die Intersolar North America ist heute die wichtigste Messe für führende Unternehmen im amerikanischen Markt für Solartechnik", erklärt Dan Martin, Executive Vice-President der PV Group, einer Initiative der SEMI. "Dank des großen Angebots an Vorträgen und Plattformen für den internationalen Austausch innerhalb der Industrie erhalten die Besucher einen guten Einblick in die Branche und internationale Märkte."


Die Intersolar North America im Überblick

Die Intersolar North America 2009 findet vom 14. bis 16. Juli im Moscone Center West in San Francisco statt. Die Veranstalter rechnen mit 500 Ausstellern und 15.000 Besuchern. Die Intersolar North America wurde 2008 als Schwesterveranstaltung der Intersolar in München ins Leben gerufen, der größten und etabliertesten Fachmesse für Solartechnik weltweit.

Weitere Informationen unter http://www.intersolar.us


03.06.2009   Quelle: Solar Promotion International GmbH   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Solar Promotion International GmbH,
Lesen Sie zu diesem Thema auch:




 

Wechselrichter-Hersteller Diehl AKO und REFU kooperieren bei der Entwicklung

Trafoloser 3-Phasen-Wechselrichter 17000 TL 3
Trafoloser 3-Phasen-Wechselrichter
17000 TL 3

Diehl AKO (Wangen), ein Unternehmen der Diehl Gruppe, und die REFU-Elektronik GmbH (Metzingen), namhafte Hersteller von Photovoltaik-Wechselrichtern, gehen eine Entwicklungskooperation ein, meldeten die beiden süddeutschen Unternehmen auf der Intersolar 2009 in München. Die Produkte PLATINUM 6300TL von Diehl AKO und REFUSOL 11 K von REFU-Elektronik wurden bereits in dem Wechselrichtertest der Fachzeitschrift Photon mit "SEHR GUT +" ausgezeichnet.   Damit belegen die verwendeten Technologien bereits Spitzenplätze. Die Produkte beider Hersteller sollen künftig um weitere Innovationen ergänzt werden. Insbesondere stehen höchste Wirkungsgrade und Solarstrom-Erträge im Fokus.


Mit Innovation und Hightech-Produktion in Deutschland setzt Diehl AKO, ein Unternehmen der Diehl Gruppe, Maßstäbe in der Entwicklung innovativer Photovoltaik-Wechselrichter. Eine über 100jahrige Tradition und die Sicherheit eines Produktionsvolumens von mehr als 70.000 Elektroniken pro Tag, allein in Deutschland, bilden die Basis für eine herausragende Wechselrichtertechnologie, heißt es in der Pressemitteilung. Eine Fertigungstechnologie mit einer beispiellosen sechsstufigen Prüftechnik ist Garant für höchste Qualität und Zuverlässigkeit. Seit Ende 2005 sind Diehl AKO Photovoltaikwechselrichter unter der Marke PLATINUM erfolgreich im Markt.


REFU Elektronik GmbH wurde 1965 gegründet und ist seitdem in der Antriebs-, Netz- und Energietechnik tätig. Insbesondere in der Energietechnik bietet REFU Lösungen in Hard- und Software für erneuerbare Energien sowohl in der Gewinnung als auch in der Verteilung Die Applikationslösungen decken hierbei den Bereich von PV-Wechselrichtern, Brennstoffzellen, Blockheizkraftwerken, etc. ab. Das Technologie Know-how der REFU Elektronik GmbH findet sich dabei schon heute in vielen Produkten namhafter Hersteller wieder.

03.06.2009   Quelle: Diehl AKO Stiftung & Co. KG; REFU-Elektronik GmbH   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Diehl AKO Stiftung & Co. KG,


 

Ecostream bringt Photovoltaik-Überdachungssystem für Großparkplätze auf den Markt

Photovoltaik-Überdachungssystem "CARPASOL".

Ob Einkaufszentrum, Flughafen oder Werksgelände – für eine optimale Verkehrsanbindung dürfen große Parkplätze für Kunden und Mitarbeiter nicht fehlen. Auf diesen Flächen sind die Fahrzeuge aber auch direkt der Witterung ausgesetzt und können sich an Sonnentagen durch die intensive Einstrahlung schnell aufheizen. Mit CARPASOL hat der Photovoltaik-Systemanbieter Ecostream ein Überwachungssystem für Parkplätze auf den Markt gebracht, das nicht nur optimale Verschattung bietet, sondern durch integrierte Solarmodule gleichzeitig die Kraft der Sonne wirtschaftlich nutzbar macht.   Auf der Fachmesse Intersolar vom 27. bis 29. Mai 2009 in München präsentierte Ecostream das System als Beitrag zum Intersolar Award 2009.



Hohe Energieausbeute, sichere Gewinne

Ausgestattet mit einer stabilen Trägerkonstruktion ist CARPASOL bestens für Großparkplätze geeignet, betont Ecostream. Der innovative Aufbau überspanne selbst große Flächen ohne zusätzliche Stützpfeiler, die beim Ein- oder Ausparken stören könnten. Doch CARPASOL sei weit mehr als ein Überdachungssystem. Die Kombination mit hoch effizienten Photovoltaik-Modulen mache es zu einer lukrativen Geldanlage - sowohl für den Parkplatzbesitzer als auch für mögliche Investoren.

Bei Planung und Bau der Anlage setzt Ecostream auf hochwertige Komponenten von führenden Herstellern. Sie steigern nicht nur die Effizienz, sondern sind auch äußerst langlebig und garantieren so den einwandfreien Betrieb des Photovoltaiksystems über Jahre hinweg. Für den Parkplatzbesitzer bedeute das langfristig hohe Erträge. Denn laut Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) ist die Einspeisevergütung für Solarstrom für die nächsten 20 Jahre gesichert. Gleichzeitig erhalten die Dachbesitzer die Möglichkeit, sich als verantwortungsbewusstes und umweltfreundliches Unternehmen zu positionieren. Ein Aspekt, der auch beim Konsumverhalten der Verbraucher zunehmend eine Rolle spielt.


Solarstrom direkt nutzen

Mit CARPASOL bietet Ecostream für jede Parkplatzanlage maßgeschneiderte Lösungen aus einer Hand. Erfahrene Ingenieure übernehmen das komplette Projektmanagement und kümmern sich sowohl um die Installation als auch um die anschließende Wartung und Pflege. Gleichzeitig treibt Ecostream die Weiterentwicklung der eingesetzten Photovoltaik-Systeme voran. So soll es in Zukunft möglich sein, die durch CARPASOL gewonnene Sonnenenergie ohne Übertragungsverluste direkt am Ort der Produktion zu nutzen, beispielsweise zum Aufladen von Elektroautos.

Aufgrund der zahlreichen vorhandenen Stellflächen in Deutschland, beispielsweise an Einkaufzentren, Industrieparks oder Flughäfen, bestehe hier zu Lande ein großes Potential für CARPASOL, so der Hersteller. Die Einzigartigkeit des Produktes ermögliche unterschiedliche Anwendungen und biete den Parkplatzbesitzern die Chance, soziale Verantwortung gegenüber ihren Kunden zu demonstrieren.

02.06.2009   Quelle: Ecostream Germany GmbH   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Ecostream Germany GmbH,
Lesen Sie zu diesem Thema auch:




 

Photovoltaik: S.A.G. Solarstrom AG baut 13 MW-Solarkraftwerk in Tschechien

Photovoltaik-Freiflächen-Referenzanlage der S.A.G. Solarstrom AG.
Photovoltaik-Freiflächen-Referenzanlage
der S.A.G. Solarstrom AG.

Die S.A.G. Solarstrom AG (Freiburg) wird in Tschechien eine Photovoltaik-Anlage mit einer Nennleistung von 13 Megawatt (MW) auf einem ehemaligen Militärgelände in Stříbro im Bezirk Plzeň (Pilsen) errichten, berichtet das Unternehmen in einer Pressemitteilung. Tschechien ist aufgrund hoher Sonneneinstrahlung und einer attraktiven Einspeisevergütung ein interessanter Investitionsstandort. Bereits im Herbst soll die Anlage fertig gestellt werden und an das Netz gehen. Auf dem ehemaligen Militärgelände, das sich über ca. 30 Hektar erstreckt, wird die S.A.G. eine Freiflächenanlage mit polykristallinen Solar-Modulen errichten. Zum Einsatz kommen dabei Premium-Module von Yingli sowie der neu vorgestellte KACO-Wechselrichter "Powador XP350-HV TL".   Bei der ortsspezifischen Sonneneinstrahlung werde die Anlage rund 13.650 000 Kilowattstunden Solarstrom jährlich produzieren - damit können mehr als 3.100 Vier-Personen-Haushalte versorgt werden.


Knapp 0,48 EUR Vergütung pro Kilowattstunde Solarstrom

Tschechien verfügt über eine attraktive Einspeisevergütung. Photovoltaik-Anlagen über 30 kWp erhalten für den eingespeisten Solarstrom pro Kilowattstunde 12,79 Tschechische Kronen (CZK), das entspricht knapp 0,48 EUR. Die Einspeisevergütung wird für 20 Jahre garantiert. Baubeginn der Anlage ist im Juli, bereits im Herbst soll das Projekt abgeschlossen werden. "Wir arbeiten in Tschechien mit lokalen Partnern zusammen, die mit den notwendigen administrativen Schritten und örtlichen Genehmigungsverfahren seit Jahren vertraut sind; bei diesem Projekt arbeiten wir beispielsweise mit unserem Partner Solarpower GmbH zusammen", so Dr. Karl Kuhlmann, Vorstandsvorsitzender der S.A.G. Solarstrom AG. "So können wir hohe Planungssicherheit gewährleisten".

Stříbro ist mit 13 MWp das bislang größte Einzelprojekt der Freiburger Photovoltaik-Spezialisten. "Wir können aufgrund unserer optimierten Beschaffung und Logistik mittlerweile jedoch auch noch deutlich größere Projekte realisieren", so Dr. Kuhlmann weiter. "Tschechien gehört neben Deutschland und Italien zu unseren Kernzielmärkten in 2009, deshalb freuen wir uns, dass wir nun in Stříbro unser erstes Projekt in Tschechien realisieren werden".


02.06.2009   Quelle: S.A.G. Solarstrom AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: S.A.G. Solarstrom AG,
Lesen Sie zu diesem Thema auch:




 

Photovoltaik-Produktion: Nanotech-System SOLARIS optimiert die Herstellung kristalliner Solarzellen

Nano-Beschichtungsanlage SOLARIS.
Nano-Beschichtungsanlage SOLARIS.

Oerlikon Systems präsentierte am 28. Mai 2009 zum ersten Mal SOLARIS, eine Photovoltaik-Produktionslösung, welche die Herstellung kristalliner Solarzellen stark verbessert. "Der Trick war, unsere umfangreichen Erfahrungen mit hoch produktiven Beschichtungsanlagen (CD/DVD/Blu-ray) und unsere führende Nanobeschichtungstechnologie miteinander zu verbinden", so Andreas Dill, Leiter der Geschäftseinheit Oerlikon Systems. Dies führte zur ersten Nanotech-Maschine, die für die Massenproduktion konstruiert wurde. Das Geschäft mit kristallinen Solarzellen sei nun der erste Markt, auf den Oerlikon Systems abzielt.   Die Produktionskosten von Solarstrom hängen nicht nur von der Zelleneffizienz ab, sondern auch von der Produktivität des Herstellungsprozesses. "Wenn wir die Kosten für Solarstrom signifikant auf Netzparität reduzieren wollen, müssen wir nicht nur die Zellen selbst verbessern, sondern auch die Produktionstechnologie überarbeiten", erklärt Dill.



Nanotechnologie zur Beschichtung der Vorder- und Rückseite von Solarzellen

Die standardisierte Fabrikationsmethode für die Herstellung von kristallinen Solarzellen basiert auf komplexen Prozessen mit hohem Bedarf an Reinigung und manueller Wartung. Im Gegensatz zu diesen traditionellen Verfahren stütze sich das SOLARIS-System auf innovative Nanotechnologie. Bei der Herstellung von Solarzellen mittels SOLARIS werden sehr dünne Siliziumnitridschichten auf die Vorderseite der Zellen aufgetragen. Die Flexibilität der Anlage erlaube jedoch auch das Beschichten der Rückseite mit unterschiedlichen Materialien. Jeder Wafer werde separat bearbeitet und beschichtet. Mit sechs Beschichtungskammern, einem speziellen Transportmechanismus und einer umfangreichen Palette von potenziellen Beschichtungsmaterialien verfügt SOLARIS laut Oerlikon nicht nur über eine hohe Flexibilität, sondern gleichzeitig über eine bisher unerreichte Produktivität. Die Maschine sei außerdem in der Lage, Standard-Waferformate von 125 mm2 bis zu 156 mm2 zu bearbeiten. Durchschnittlich werden nach Angaben des Unternehmens bis zu 1.200 Wafer pro Stunde erreicht. Der Wechsel von Substratformaten, Beschichtungsmaterialien oder Prozessen benötige weniger als eine Stunde. Ein neues System könne beim Kunden in weniger als einer Woche einsatzbereit sein.


Weniger Stellfläche, minimale Wartungsarbeiten und längere Betriebszeiten

"Mit SOLARIS haben wir zum ersten Mal modernste Nanotechnologie für die Produktion kristalliner Solarzellen angewandt", so Dill. "Mit enormen Vorteilen für die Produzenten von Solarzellen. Erstens benötigt SOLARIS mit Abmessungen von 2 Meter x 3,3 Meter 80 Prozent weniger Stellfläche als andere Verfahren. Zweitens erfordert die automatisierte Lösung nur minimale Wartungsarbeiten. Drittens benötigt SOLARIS signifikant weniger Energie (minus 50 Prozent). Und schließlich führen weniger Wartungsarbeiten zu einer signifikante längeren Betriebszeit. Die Vorteile von SOLARIS sind offensichtlich. Es handelt sich um ein revolutionäres Konzept zur Herstellung von Solarzellen – die erste vieler 'sauberer Technologien', die mit diesem neuen System möglich sind”, so Dill weiter.


Nanobeschichtungstechnologie für Touch Panels, Thermoelektrik und Energiespeicher

Der erste Kunde, einer der führenden Hersteller von Solarzellen, führe zur Zeit Produktionstests mit SOLARIS durch. Zudem hätten die Entwicklungsteams bei Oerlikon weitere konkrete Anwendungen vor Augen, darunter Touch Panels (Diese Geräte werden in alles integriert, von Smart Phones bis zu PCs und Kühlschränken. SOLARIS trägt eine zentrale Leitungsschicht und anti-reflektierende Beschichtungen auf die Touchscreen-Panels auf). Ein weiteres Anwendungsfeld ist die Thermoelektrik (diese "grüne Energie"-Geräte erzeugen Elektrizität, wenn sie erwärmt werden. Die von SOLARIS aufgebrachten Dünnfilmschichten leiten sehr gut Strom, aber keine Wärme, was die Geräte in Betrieb hält). Und schließlich soll SOLARIS auch für Energiespeicher zum Einsatz kommen - eine Familie von Anwendungen, zu der hoch effiziente (kleinere und leichtere) Dünnfilmbatterien und moderne Superkondensatoren für die Energiespeicherung gehören; SOLARIS bietet Dünnfilmprozesse für alle diese Anwendungen.

Für Oerlikon Systems eröffne SOLARIS eine komplette Welt neuer moderner Nanotechnologieanwendungen, heißt es in der Pressemitteilung. "Der Start auf dem Markt für kristalline Solarzellen markiert erst den Anfang", so Andreas Dill.

02.06.2009   Quelle: Oerlikon Systems   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Oerlikon Systems,
Lesen Sie zu diesem Thema auch:




 

Photovoltaik: Erster "Cell Award" für das "Solar Valley Germany"

Die Q-Cells SE arbeitet im Herzen des
Die Q-Cells SE arbeitet im Herzen des
"Solar Valley"

Das "Solar Valley Germany" in Thalheim/Bitterfeld-Wolfen ist auf der "Intersolar", der Internationalen Fachmesse für Solartechnik in München, von der Fachzeitschrift "Photovoltaics International" als weltweit beste Region für Unternehmen der Solar-Industrie ausgezeichnet worden. Juroren aus Wirtschaft, Wissenschaft und Forschung aus allen Teilen der Welt gaben der Region in insgesamt sechs Kategorien die Höchstpunktzahl. Bewertet wurden unter anderem die Dichte von Photovoltaik-Herstellern und Zulieferern, die Zahl der entstandenen Arbeitsplätze, das Arbeitskräftepotenzial und die Infrastruktur für Industrie und Logistik. Damit setzte sich das "Solar Valley" in der Finalrunde gegen die "Silicon Border" in Mexiko und den US-Bundesstaat Staat Oregon durch.  Wirtschaftsminister Dr. Reiner Haseloff beglückwünschte den Solar-Standort zum Preis und sagte: "Die Auszeichnung, über die ich mich sehr freue, ist ein weiterer Beweis dafür, dass sich das 'Solar Valley' zu einer der weltweit führenden Regionen in der Photovoltaikbranche entwickelt und dass die Bündelung der Clusterpotenziale eine hohe Qualität gewonnen hat."


Beste Region zur Photovoltaik-Produktion

Die "International Solar Technology Awards" ("Cell Awards") wurden in acht verschiedenen Kategorien ausgelobt. Die Investitions- und Marketinggesellschaft Sachsen-Anhalt mbH (IMG) hatte die Initiative ergriffen und sich für das "Solar Valley" um den Preis in der Kategorie "Best Region for Manufacturing Solar Technologies" beworben. "Photovoltaics International" ist eine Fachpublikation, die Entscheider mit Informationen über Prozesse zur Produktion von Solarzellen, Modulen und Dünnschichtphotovoltaik versorgt.


Höchste Technologiedichte für die Photovoltaik-Dünnschichtproduktion in Thalheim/Bitterfeld-Wolfen

Das "Solar Valley" gilt als das am schnellsten wachsende Industriegebiet in Mitteleuropa mit Schwerpunkt Solarindustrie und Zulieferer. Fast 20 Prozent aller in der Welt und 80 Prozent aller in Europa produzierten Solarzellen kommen inzwischen von dort. Rund 3.600 Arbeitsplätze sind in den vergangenen Jahren entstanden: Bei Q-Cells und Sovello ebenso wie bei Calyxo, Solibro oder Sontor, das gerade erst mit der Sunfilm AG zu einem der weltweit größten Anbieter von siliziumbasierten Tandem-Dünnschichtmodulen fusioniert ist. Damit ist am Standort Thalheim/Bitterfeld-Wolfen die höchste Technologiedichte für Dünnschichtproduktion angesiedelt. Die Weichen für weiteres Wachstum sind gestellt: Derzeit werden rund 110 Hektar Industrieflächen für Neuansiedlungen vorbereitet.

Weitere Informationen zum Preis unter http://www.cellaward.com

02.06.2009   Quelle: IMG - Investitions- und Marketinggesellschaft Sachsen-Anhalt mbH   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Q-Cells SE; IMG,
Lesen Sie zu diesem Thema auch:




 

Lidl, Enfinity und SolarMarkt bauen Photovoltaik-Kraftwerke als Aufdachanlagen in Europa

Photovoltaik-Kraftwerk auf dem Lidl-Logistikzentrum in Hartheim (1,2 MW)
Photovoltaik-Kraftwerk auf dem
Lidl-Logistikzentrum in Hartheim (1,2 MW)

Die Lidl Stiftung in Neckarsulm hat mit der Enfinity N.V. (Waregem, Belgien) und der SolarMarkt AG (Freiburg, Deutschland) eine Rahmenvereinbarung geschlossen. Die Vereinbarung umfasst die Installation und die Wartung von Solarstromanlagen auf Logistikzentren von Lidl in Europa. Ausgeführt wird der Großauftrag über eine gemeinsame Gesellschaft der beiden Unternehmen SolarMarkt und Enfinity mit Sitz in Frankfurt am Main. Lidl plant mit den europäischen Landesgesellschaften Investitionen in dreistelliger Millionenhöhe für Photovoltaik-Anlagen zur Stromerzeugung. 


1,2 MW-Solarstromanlage auf dem Dach des Logistikzentrums in Hartheim seit 2006 am Netz

Lidl gehört zu den führenden Lebensmittel Discountern in vielen europäischen Ländern und besitzt dort zahlreiche Immobilien für die Logistik und den Verkauf. Lidl setzt für die Zukunft auf Solartechnologie zur Erzeugung von umweltfreundlichem Strom. Bereits heute leistet Lidl getreu dem Konzept "Auf dem Weg nach Morgen" im Umweltschutz und in Sachen Energieeffizienz seinen Beitrag. Bereits 2006 wurde beispielsweise eine Solarstromanlage auf dem Dach des Logistikzentrums in Hartheim in Betrieb genommen.
Beim Anlagenbau steht die Qualität der Komponenten und der Planungen im Vordergrund. Walter Leithold, CEO der SolarMarkt AG führt aus: "Mit unseren 24 Jahren Erfahrung im Photovoltaikanlagenbau wissen wir genau, worauf es ankommt, um leistungsstarke und verlässliche Anlagen zu bauen. Neben der fachlichen Kompetenz unserer Planer ist auch der Rückgriff auf unser führendes Know-how im Bereich technisch anspruchsvoller Aufdach-Montagesysteme von großem Vorteil".
"Enfinity bringt große regionale Erfahrung und Marktkenntnis für die Länder mit, in denen die Solarsysteme für Lidl gebaut werden. Unsere Erfahrung im Bereich Finanzierung, Bau und Ausführung in Verbindung mit hochausgebildeten Mitarbeitern wird aus diesem europaweiten Projekt einen herausragenden Erfolg machen", sagt Gino Van Neer, CEO Enfinity N.V.

Enfinity und SolarMarkt AG werden bei den großflächigen Dachflächen besondere Unterkonstruktionssysteme und verschiedene Solarmodultypen einsetzen, welche den langfristigen erfolgreichen Betrieb der Solaranlagen garantieren. "Wir haben für Lidl ein komplettes Paket entwickelt und werden dabei die Anlagen nach der Installation auch betreiben", erläutert Dr. Karl Bangert, Geschäftsführer Enfinity Deutschland. Die Vorbereitungen für die Installation der Solaranlagen sind bereits in vollem Gange und in den nächsten Monaten sollen die Installationen in verschiedenen Ländern beginnen. Neben Deutschland sind Anlagen in Belgien, Italien, Spanien, Frankreich, Tschechien und Bulgarien geplant.

02.06.2009   Quelle: Enfinity N.V.; SolarMarkt AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Solar-Fabrik AG,
Lesen Sie zu diesem Thema auch:




 

Photovoltaik: Sulfurcell entwickelt rahmenlose Solar-Fassade

Photovoltaik-Fassadenkassette von Sulfurcell
Photovoltaik-Fassadenkassette
von Sulfurcell

Sulfurcell (Berlin) einer der weltweit führenden Hersteller von CIS-Dünnschicht-Solarmodulen, geht neue Wege im gewerblichen Bauen. Das von dem Photovoltaik-Unternehmen neu entwickelte Kassettenmodul kann, wie konventionelle Fassadenkassetten, rahmenlos in die Fassadenkonstruktion eingehängt werden. Anders als bei herkömmlichen fassadenintegrierten Solaranlagen entstehe als Gebäudehülle eine geschlossene Glasfassade, die edel aussieht und gleichzeitig Strom erzeugt, betont Sulfurcell in einer Pressemitteilung. Das Kassettenmodul schütze die dahinter liegende Isolation zudem vor Witterung und führe Regenwasser kontrolliert ab (Kaltfassade). 

Pilotanlage am Neubau des Unternehmens

Sulfurcell hat für das Modulsystem klassische Fassadenkassetten um ein Laminatmodul auf der Oberfläche erweitert. Dieses ist mit einer vier Millimeter starken, gehärteten Frontscheibe ausgestattet und bietet laut Hersteller die hohe mechanische Stabilität, die der TÜV von Solarmodulen fordert. Das Kassettenmodul kommt erstmalig beim Neubau des Sulfurcell-Firmensitzes zum Einsatz. Über 800 Module an der Fassade und eine 300 kw-Dachanlage stellen künftig Solarstrom für den eigenen Produktionsbetrieb in Berlin zur Verfügung. Der Fachöffentlichkeit präsentierte Sulfurcell das Modul vom 27. bis 29. Mai 2009 auf der Intersolar.

Sulfurcell hat sich aus dem Helmholtz-Zentrum Berlin für Materialien und Energie, ehemals Hahn-Meitner-Institut, entwickelt. Schon heute gehört das Unternehmen weltweit zu den führenden Herstellern von Dünnschicht-Solarmodulen auf Basis von CIS-Halbleitern. Im Jahr 2008 stellten Sulfurcell namhafte internationale Investoren, darunter Intel Capital und der von Vattenfall Europe und Gaz de France getragene Fonds BEU, eine Wachstumsfinanzierung in Höhe von 85 Millionen Euro zur Verfügung. Das frische Kapital fließt nun in den Bau der neuen 75 Megawatt-Produktion.

02.06.2009   Quelle: Sulfurcell Solartechnik GmbH   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Sulfurcell Solartechnik GmbH,
Lesen Sie zu diesem Thema auch:




 

Spatenstich für 2,6 MWp-Solarpark Liepolding mit einem Investitionsvolumen in Höhe von 10 Millionen Euro

Referenz-Solarpark der Solea AG
Referenz-Solarpark der Solea AG

Die Solea AG (Plattling) verstärkt mit dem Bau des Solarparks Liepolding im namensgleichen Ortsteil der Stadt Bogen ihr Engagement im süddeutschen Raum. Der Spatenstich für den Solarpark, bei dem 34.560 Photovoltaik-Dünnschichtmodule des Herstellers First Solar verbaut werden, erfolgte am 29. April. Finanzierungspartner des im Landkreis Straubing-Bogen gelegenen Projektes ist die Deutsche Bank im Rahmen ihrer Initiative "Banking on Green", mit der nachhaltiges Verhalten gefördert werden soll, um künftigen Generationen eine gesunde Umwelt zu erhalten. Die Anlage soll im Spätsommer 2009 an das Netz der E.ON Bayern angeschlossen werden und über eine Nennleistung von 2,6 Megawatt (MWp) verfügen. 


Solarstrom spart pro Jahr 2.500 Tonnen Kohlendioxid ein

Mit Hilfe des Solarparks sollen jährlich nahezu 2,8 Megawattstunden Solarstrom erzeugt werden, was dem durchschnittlichen Elektrizitätsverbrauch von circa 700 Vier-Personen-Haushalten entspricht. Auf der Grundstücksfläche von 6 Hektar finden Aufständerungssysteme mit Stahleindrehfundamenten der PV Eiwa Systemtechnik Verwendung. Die Wechselrichter stammen aus dem Hause SMA. Bauherr des Solarparks ist die Carpevigo AG, Holzkirchen/Oberbayern. Mit der solaren Stromerzeugung sollen pro Jahr 2.500 Tonnen Kohlendioxid eingespart werden.

01.06.2009   Quelle: Solea AG; (openPR)   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Solea AG,
Lesen Sie zu diesem Thema auch:




 

Glänzende Branchenaussichten auf der Intersolar 2009

Besucherandrang am ersten Tag der Messe
Besucherandrang am ersten Tag der Messe

Die weltweit größte Fachmesse für Solartechnik Intersolar ist mit einem enormen Erfolg zu Ende gegangen. Das Ziel der Veranstalter konnte erreicht werden. Etwa 60.000 Besucher aus über 150 Nationen besuchten die Intersolar 2009. Zudem konnten über 2.000 Teilnehmer bei den 22 Kongressveranstaltungen in München begrüßt werden. "Nie zuvor hatten wir mehr Aussteller, Besucher, Medienvertreter und Nationen auf der Intersolar. Angesichts der angespannten wirtschaftlichen Lage freuen wir uns ganz besonders über den positiven Verlauf der Intersolar 2009. Nach der letzten vorläufigen Zählung konnten wir Besucher aus insgesamt über 150 Nationen in München willkommen heißen. Die Resonanz war wirklich überwältigend", so Markus Elsässer, Geschäftsführer der Solar Promotion GmbH, einem der beiden Veranstalter der Intersolar. 
Interesse von Ausstellern und Besuchern steigt stetig

Auch Klaus W. Seilnacht, Geschäftsführer der Freiburg Wirtschaft Touristik und Messe GmbH & Co. KG, ebenfalls Veranstalter der Intersolar, ist mehr als zufrieden: "Nach einem bereits äußerst erfolgreichen Auftakt in München 2008 freuen wir uns, dass das Interesse bei Ausstellern und Besuchern von Jahr zu Jahr deutlich ansteigt. Mit diesem Wachstum an Internationalität, Fläche, Ausstellern und Besuchern blicken wir weiterhin positiv in die Zukunft."


Große Zufriedenheit bei Ausstellern und Besuchern

Angesichts von etwa 60.000 internationalen Besuchern, einer Vielzahl von Innovationen und einem Flächenzuwachs von 37 Prozent zeigten sich auch die Besucher und Aussteller der Intersolar 2009 mehr als zufrieden. "Wir sind Aussteller auf der Intersolar von Anbeginn an: Von Pforzheim über Freiburg und jetzt auch in München. Die Messehallen sind wunderbar, die Organisation klappt hervorragend [...]. Mit dem Besucherandrang sind wir sehr zufrieden, sehr gute Qualität der Besucher, sehr viele ausländische Besucher, die auch sehr wichtig für uns sind", so Rudolf Pfeil, Geschäftsführer der RESOL - Elektronische Regelungen GmbH.


"DIE Leitmesse weltweit"

"I find the Intersolar show a very fascinating solar show. It is the biggest solar show in the world and you can just feel the energy here." so Connie J. Duncan, Senior Managerin von Applied Materials Inc. Christoph Panhuber, Leiter der Solarelektroniksparte bei der Fronius International GmbH sagt: "Wir sind sehr zufrieden mit dem Verlauf der Messe und spüren sehr viel Interesse - insbesondere an unseren Neuvorstellungen, die wir hier präsentieren. Die Intersolar ist einfach DIE Leitmesse weltweit und von daher ein Muss für jeden, der neue Produkte auf den Markt bringen will."

Und auch die Partner der Messe sind zufrieden. Heinz Kundert, President der SEMI Europe PV Group freut sich über die positive Stimmung der vergangenen Tage: "You can feel that the interest in PV is extremely high and exhibitors are pleased."


Ausgezeichnete Innovationen: Der Intersolar AWARD 2009

In diesem Jahr lobten die Veranstalter der Intersolar in Kooperation mit dem Bundesverband Solarwirtschaft (BSW-Solar) zum zweiten Mal den Intersolar AWARD aus. Der Preis wird jährlich von einer unabhängigen Jury in den Kategorien "Photovoltaik" und "Solarthermie" vergeben um besonders innovative Produkte und Technologien zu würdigen. Prämiert werden neuartige, wegweisende Produkte und Dienstleistungen der Photovoltaik und Solarthermie. Unterstützt wurde der Intersolar AWARD in diesem Jahr von Bundeswirtschaftsminister Dr. Karl-Theodor Freiherr zu Guttenberg, der als Schirmherr die Bedeutung innovativer Unternehmen für die Zukunft der internationalen Solarbranche unterstreicht.


Solarbranche ist einer der wichtigsten internationalen Innovationsmotoren

"Dieses Jahr war es für die Jury aufgrund der zahlreichen hochwertigen Einreichungen besonders schwierig, die innovativsten Produkte und Dienstleistungen zu ermitteln. Die große Qualität der Einreichungen zeigt sehr deutlich, dass die Solarbranche nach wie vor einer der wichtigsten internationalen Innovationsmotoren ist. Der positive Verlauf der Messe unterstreicht den Stellenwert der Intersolar als wichtigster internationaler Marktplatz der Solarbranche. Über den AWARD hinaus präsentierten viele Hersteller ihre Neuheiten auf der Intersolar", so Carsten Körnig, Geschäftsführer des Bundesverband Solarwirtschaft (BSW-Solar).


Preise für Solarthermie und Photovoltaik

Nachdem die Preisträger des Intersolar AWARD bereits am ersten Tag der Messe prämiert wurden, konnten die Gewinner noch während der Messe vom besonderen Interesse der Fachbesucher und der Medien profitieren. In der Kategorie Photovoltaik überzeugten in diesem Jahr die Aerowest GmbH, National Semiconductor Corp. und SOLON SE mit ihren Einreichungen. In der Kategorie Solarthermie wurde der AWARD an NEP Solar Pty Ltd, RESOL - Elektronische Regelungen GmbH und Ritter Energie- und Umwelttechnik GmbH und Co. KG verliehen.

Weitere Informationen zur Intersolar 2009 im Internet unter
unter http://www.intersolar.de

01.06.2009   Quelle: Solar Promotion GmbH   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Solar Promotion GmbH,
Lesen Sie zu diesem Thema auch:




 

Solarthermische Kraftwerke: Deutsches Solarturm-Kraftwerk für Algerien

Das solarthermische Demonstrationskraftwerk in Jülich
Das solarthermische Demonstrationskraftwerk
in Jülich

Das Solar-Institut Jülich (SIJ) der FH Aachen beginnt in Kürze eine detaillierte Machbarkeitsstudie für den Bau eines Solarturmkraftwerks in Algerien - federführend und gemeinsam mit der IATech GmbH, den Kraftanlagen München und dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt e.V.(DLR). Die Anlage soll zwei bis fünf Mal größer sein als die Pilotanlage in Jülich und nach dem gleichen technischen Prinzip funktionieren. Das SIJ erstellt die Studie im Auftrag der Algerischen Regierung und gefördert vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU). Die algerische Regierung verfolgt mit dem Bau einer solchen Großanlage das Ziel, die derzeit größtenteils auf Öl- und Gaseinnahmen fußende Volkswirtschaft langfristig hin zu einer nachhaltigen und tragfähigen solaren Wirtschaft zu entwickeln. 


Strom, Wärme und Meerwasserentsalzung

Im Rahmen der Studie werden neben der Stromerzeugung weitere Nutzungsmöglichkeiten im Umfeld des Solarturmkraftwerks, wie solare Kühlung, solare Wasseraufbereitung und Meerwasserentsalzung sowie solare Prozesswärme aufgezeigt. Diese sollen auch in das Konzept eines Ausbildungszentrums für erneuerbare Energien einfließen, das in der Nähe des Kraftwerks entstehen soll.


Deutsch-algerischer Kooperationsvertrag

"Mit diesem Auftrag haben wir noch vor der offiziellen Inbetriebnahme des Jülicher Solarkraftwerks bewiesen, dass der Bau des Solarturmkraftwerks der strategisch richtige Schritt war, die von deutschen Wirtschafts- und Forschungseinrichtungen entwickelte
Solarturmtechnologie auf dem Zukunftsmarkt Nord-Afrika zu platzieren", sagt Prof. Bernhard Hoffschmidt, Leiter des SIJ, zufrieden. Der erste Schritt auf diesem Weg ist der Abschluss eines weit reichenden Kooperationsvertrags zwischen der algerischen Regierung und dem SIJ.

01.06.2009   Quelle: Solar-Institut Jülich (SIJ); FH Aachen   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Solar-Institut Jülich (SIJ); FH Aachen,


 

Nobelpreisträger drängen auf Handeln im Klimaschutz

Lord Martin Rees, Steven Chu und Hans Joachim Schellnhuber auf dem Nobelpreisträger-Symposium
Lord Martin Rees, Steven Chu und Hans
Joachim Schellnhuber auf dem
Nobelpreisträger-Symposium

Die Teilnehmer des St James's Palace Nobelpreisträger-Symposiums haben in London am 28.05.2009 gemeinsam ein Memorandum verabschiedet, in dem sie fordern, dass "Regierungsvertreter aller Ebenen und die wissenschaftliche Gemeinschaft gemeinsam mit Unternehmen und Gesellschaft die historische Gelegenheit nutzen, unsere Kohlenstoff-intensive Wirtschaftsweise zu einem nachhaltigen und gerechten System zu transformieren." Drei Tage lang hatten mehr als 20 Nobelpreisträger mit einigen der weltweit führenden Klimawissenschaftler, mit Politikern und Entscheidungsträgern aus der Wirtschaft die Dimensionen des Klimawandels und die heutige Nachhaltigkeitskrise diskutiert. Die Teilnehmer erörterten Strategien, wie man sich diesen Herausforderungen stellen kann. 


Jedes Land muss in einem Geist des Vertrauens handeln

In Gegenwart des Schirmherren der Veranstaltung, des britischen Thronfolgers Prinz Charles, wurde das St. James's Palace Memorandum am 28.05.2009 unterzeichnet. Der US-amerikanische Energieminister und Nobelpreisträger Steven Chu war einer der Hauptredner auf dem Symposium. "Zum Ende des Kalten Krieges war die Logik guter Politik, sich gegenseitig zu versichern abzurüsten. Angesichts der globalen Herausforderung Klimawandel sollte nun die gegenseitige Versicherung Emissionen zu reduzieren die Logik sein", sagt Hans Joachim Schellnhuber, Direktor des Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK), der die Symposiumsreihe zur globalen Nachhaltigkeit initiiert hat. Wie es im Memorandum heißt, "muss in einem Geist des Vertrauens jedes Land handeln und sich dabei darauf verlassen können, dass alle anderen Länder ebenso handeln werden."


Kohlenstoff-armes Energieversorgungssystem dringend erforderlich

Die Teilnehmer des Symposiums fordern eine "globale Vereinbarung für den Klimaschutz, die dem Maßstab und der Dringlichkeit der heutigen menschlichen, ökologischen und wirtschaftlichen Krisen gerecht wird." Klimafolgen wie Dürren, der Anstieg des Meeresspiegels und Überflutungen könnten zu Massenabwanderungen und Konflikten führen. "Eine Handlungsaufforderung, die auf stichhaltigeren Beweisen beruht, können politische Entscheidungsträger nicht erwarten", führen die Unterzeichner im Memorandum aus. Sie benennen drei zentrale Anforderungen: ein effektives und gerechtes globales Klimaschutz-Abkommen, ein Kohlenstoff-armes Energieversorgungssystem sowie den Schutz, die Erhaltung und die Wiederaufforstung von tropischen Wäldern.


Mittel zur Bewältigung der Wirtschafts- und Finanzkrise klug verteilen

Das St. James's Palace Memorandum knüpft an das Potsdam-Memorandum an, das im Oktober 2007 auf dem ersten Nobelpreisträgertreffen verabschiedet wurde, und stützt sich auf jüngste wissenschaftliche Fortschritte bei der Erforschung des Klimawandels. In Potsdam haben die Symposiumsteilnehmer gefordert, dass in einer Großen Transformation die technologischen, wirtschaftlichen und kulturellen Veränderungen herbeigeführt werden, die notwendig sind um die Doppel-Herausforderung globaler Umweltzerstörung und anhaltender Armut bewältigen zu können.

Auf dem St. James's Palace Symposium betonten die Teilnehmer, dass die Welt die Chance versäumen wird, die globale Nachhaltigkeits-Herausforderung zu bestehen, wenn die Mittel zur Bewältigung der Wirtschafts- und Finanzkrise nicht klug verteilt werden und der Weg zur Kohlenstoff-armen Wirtschaftsweise eingeschlagen wird.

"Mit der Symposiumsreihe möchten wir einen Dialog der führenden Denker mit Entscheidungsträgern anregen, sodass sie anhand einer Art Nachhaltigkeits-Kompass angemessen auf die Klima-Herausforderung reagieren können", sagt Schellnhuber. Die Veranstaltung in London wurde unter anderen von der Volkswagenstiftung und dem Unternehmen Vattenfall unterstützt.

01.06.2009   Quelle: Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: PIK; Foto: Nigel Luckhurst,
Lesen Sie zu diesem Thema auch:




 

2010 © Heindl Server GmbH