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Die Zielsetzung des Wettbewerbs ist klar: "Die gestalterischen Potentiale der Nutzung von Sonnenkollektoren sind bei weitem nicht ausgeschöpft. Hier sind die Architekten und Ingenieure
gefragt, mehr als nur das Mindestmaß an technischen, funktionalen und wirtschaftlichen Möglichkeiten zu erschließen. Es geht um eine ganzheitlich konzipierte Qualität von Architektur, die
ästhetisch erfahrbar und dabei zugleich als ökologisch zukunftsträchtige Anlagentechnik wirksam ist."
Eingereicht werden sollen nach den Vorstellungen der Veranstalter geplante oder realisierte Objekte, die nicht älter als 5 Jahre sind. Sowohl Alt- als auch Neubauten können prämiert
werden. Der Wettbewerb ist international angelegt; Beiträge dürfen aus Deutschland, der Schweiz und Österreich stammen. Aufgerufen sind insbesondere Gemeinschaftsbeiträge von Architekten
und Fachplanern. Abgabetermin ist der 31. März 2000.
Die eingereichten Bauwerke werden an folgenden Kriterien gemessen: Idee und Innovation, Gestaltung und ästhetische Erscheinung, ökologische und technische Wirksamkeit, Vorbildfunktion und
Übertragbarkeit sowie die Integration in Architektur und Umfeld. Auslobungsunterlagen und weitere Informationen sind ab Januar 2000 erhältlich:
Deutsches Kupfer-Institut e.V. DKI
Am Bonneshof 5 40474
Düsseldorf
Tel. 0211 4796-300
Fax 0211 4796-310
E-Mail: info@kupferinstitut.de
Alle Unterlagen können auch über das Internet unter http://www.architektur-solarthermie.de bezogen werden.
Quelle: 3ECONSULT GbR, 23.11.1999.
SolarWorld AG übernimmt schwedischen Modulhersteller GPV
Die SolarWorld AG in Bonn übernimmt rückwirkend zum 1. Januar 1999 den schwedischen Solarmodulhersteller Gaellivare PhotoVoltaic (GPV).
"Mit der Akquisition von GPV befindet sich nun auch die Produktion von Solarmodulen - den Motoren der solaren Stromerzeugung - in unserem Portfolio. Gleichzeitig steigen wir mit GPV in den
rasant wachsenden europäischen Solarmarkt ein", kommentiert Dipl. Ing. Frank H. Asbeck, Sprecher des SolarWorld-Vorstandes, den Zukauf. Die SolarWorld AG übernimmt 70 Prozent des
skandinavischen Modulproduzenten, 25 Prozent werden vom Marktführer im weltweiten Solargeschäft, der BP Solarex-Gruppe, gehalten. Das GPV-Management ist mit 5 Prozent beteiligt.
"Mit GPV können wir erhebliche Synergiepotentiale für unser Solargeschäft realisieren", sagt Frank H. Asbeck. "Von der Produktion über den Handel von solaren Elementen bis hin zum Bau
kompletter Anlagen haben wir nun einen großen Teil der solarwirtschaftlichen Wertschöpfungskette in unserem Unternehmen vereinigt. Bisher hatte SolarWorld die Module überwiegend von BP
Solarex bezogen. "Unsere erfolgreiche Kooperation mit BP Solarex wird weiter ausgebaut", macht der Vorstandssprecher die zukünftige Geschäftspolitik deutlich. "Mit der im Einvernehmen mit BP
Solarex erzielten Übernahme von GPV tragen wir nun aber den Notwendigkeiten einer Diversifizierung unserer Einkaufstätigkeiten Rechnung. Damit können wir auch unsere Position als Nummer Eins
unter den konzernunabhängigen Erbauern von Solarkraftwerken in Deutschland weiter festigen".
Die in Schweden produzierten und vom TÜV-Rheinland zertifizierten Module genügen laut Asbeck den höchsten Anforderungen, die an die Qualität von Solarkraftwerkskomponenten gestellt werden.
Verglichen mit anderen hochqualitativen Modulen seien sie zudem deutlich billiger. GPV wird das SolarWorld-Modul "SW 150" neu in die Produktpalette aufnehmen. Dieses Modul ist eigens für
den deutschen Markt und im Hinblick auf die Förderung im Rahmen des 100.000-Dächer-Solarstrom-Programms entwickelt worden. Das Timing stimmt: Wie die
bevorstehende kostenorientierten Vergütung von Solarstrom in Höhe von 0,99 DM pro kWh ist auch die Markteinführung des Moduls für das kommende Frühjahr geplant.
Quelle: SolarWorld AG, 21.12.1999.
Energiedebatte im Bundestag - Hat der Ausstieg schon begonnen?
Anlässlich der ersten Lesung des Entwurfs zum Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) wurde die Kontroverse um den Ausstieg aus der Atomenergie belebt. Die Bundestagsdebatte am 16.12.1999
machte erneut die unterschiedlichen Positionen von Regierung und Opposition deutlich: Für Bundeswirtschaftminister Werner Müller (parteilos) ist die Ära der Kernkraft längst beendet, denn
seit Jahren würden keine neuen Kraftwerke mehr gebaut. Die Regierung folge mit ihren Plänen nur der Tendenz der Industrie, die seit Jahren nicht mehr in Atomkraft investiere, weil deren
Nutzung von der Bevölkerung nicht mehr akzeptiert würde. Umweltminister Jürgen Trittin (Bündnis90/Die Grünen) lobte das neue Gesetz als "Meilenstein einer zukunftsfähigen Energieversorgung".
Vertreter der Opposition wie der CDU-Technologieexperte Gunnar Uldall hielten an der Unverzichtbarkeit der Atomkraft fest, betonten aber ebenso die Notwendigkeit der weiteren Förderung von
Strom aus regenerativen Energiequellen.
Die Vergütung für Solarstrom soll von derzeit 17 auf 99 Pfennig pro Kilowattstunde angehoben werden. Zum Schutz der Kraft-Wärme-Kopplung bekommen Stadtwerke, die auf diese Weise mehr
als 10% Strom erzeugen, einen Zuschuss von zunächst 3 Pfennig, der schrittweise auf 0,5 Pfennig sinken soll. Neu ist die Förderung von Strom aus Erdwärme - je nach Größe des Kraftwerks werden
14 bis 17,5 Pfennige bezahlt. Für Strom aus Biomasse ist eine Vergütung von 17 - 20 Pfennigen zu vorgesehen.
In Stellungnahmen zur Gesetzesnovelle begrüßten sowohl die Umweltorganisation Greenpeace als auch die IG-Metall die geplanten Regelungen und forderten eine rasche Verabschiedung. Nach
Auffassung beider Organisationen bringt das neue Gesetz einen Schub für Klimaschutz und Arbeitsmarkt.
Quellen: AP, Stromtarife.de, 20.12.1999.
Ab 1.1.2000: Freie Wahl des Stromanbieters
Nach nahezu einem Jahr zäher Verhandlungen wird der Strommarkt im neuen Jahr endgültig freigegeben. Der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI), der Verband der Industriellen
Energie- und Kraftwirtschaft (VIK) und die Vereinigung Deutscher Elektrizitätswerke (VDEW) einigten sich am 13.12.1999 auf eine Regelung, in der festgeschrieben wird, zu welchen Bedingungen
Energieerzeuger künftig ihren Strom durch die Netzte der Konkurrenten leiten dürfen.
Die neuen Stromanbieter müssen nach dem Wegfall der bisherigen, entfernungsabhängigen Durchleitungsgebühr nicht mehr für jeden einzelnen Kunden mit den lokalen Netzbetreibern
verhandeln. Der Weg für Billigstrom ist frei - allerdings müssen die Preisbrecher nun beweisen, dass sie auch liefern können. Die Kosten für die Nutzung der Netze - bisher im Strompreis
enthalten - sind entsprechend der Vereinbarung ab dem 1. Januar 2000 als Pauschale für den Netzbetreiber zu begleichen.
Der Energiewirtschaft ist es mit dieser Vereinbarung gelungen, die Einsetzung einer Regulierungsbehörde, vergleichbar mit jener für die Telekommunikation, zu umgehen.
Bundeswirtschaftsminister Werner Müller begrüßte die Einigung im www.strommagzin.de als bedeutsamen Schritt auf dem Weg zur Intensivierung des Wettbewerbs - die Nutzungsregeln und
Entgeltermittlung würden drastisch vereinfacht. Für die Kunden soll die neue Regelung vor allem vereinfachte Abrechungsmethoden bedeuten. Doch der Verband kommunaler Unternehmen e.V. (VKU)
sieht hier noch Lücken.
Wer bezahlt beim Wechsel?
Unklar bleibt jedoch, wer die Kosten beim Wechsel des Anbieters tragen wird: Die wechselwilligen Kunden und ihre neuen Lieferanten, wie es sich der Verband vorstellt, oder die
Allgemeinheit, der damit nicht unbedeutende Kosten aufgebürdet würden: Sollten nur 10 % den Anbieter wechseln, schätzt der Präsident des Verbandes Kommunaler Unternehmen (VKU), Gerhard
Widder, dann beliefe sich das Volumen der dadurch verursachten Kosten auf die stolze Summe von 400 Millionen Mark. Wenn die neuen Anbieter die Pauschalbeträge für die Netzbetreiber
(jährliches Nutzungsentgelt) nicht übernehmen, müssten die Verbraucher künftig 2 Verträge abschließen - einen mit dem Stromanbieter, den anderen mit dem Netzbetreiber für das Ablesen und die
Wartung der Zähler - dann kann allerdings von einer drastischen Vereinfachung kaum mehr die Rede sein.
Den vollständigen Text der Vereinbarung finden sie auf der Website des IWR der Universität Münster.
Quellen: www.strommagazin.de, zdf.msnbc, AFP, 15.12.1999.
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AG Solar präsentiert Info-CD
Informationen über die Arbeitsgemeinschaft Solar NRW bietet eine CD-ROM, die im Internet unter www.ag-solar.de
kostenlos angefordert werden kann. Außerdem enthalten: Mehr als 160 Zwischen- und Abschlussberichte mit Ergebnissen aus Projekten im Bereich der Solarenergie.
Die Arbeitsgemeinschaft Solar NRW (AG Solar) ist ein Förderprogramm des Ministeriums für Schule und Weiterbildung, Wissenschaft und Forschung des
Landes Nordrhein-Westfalen. Gefördert wird die hochschulnahe Forschung auf dem Gebiet der Solarenergie mit einem Budget von 15 Millionen DM pro Jahr. Gleichzeitig ist die AG Solar auch
ein Forschungs- und Technologieverbund aus mehr als 140 Forschungsinstituten, Wirtschafts-unternehmen und kommunalen Einrichtungen.
Die Themen der AG Solar - und der Inhalt der CD - reichen von solaren Energie- und Wärmesystemen über ökologische Bauweise und Solarenergienutzung in Gebäuden,
solare Chemie und solare Materialforschung bis hin zu nachhaltigem Stoff- und Energiemanagement.
Quelle: AG Solar, 09.12.1999.
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Ein LichtBlick für den Klimaschutz
Der Ökostromanbieter LichtBlick fördert den Bau eines Laufwasserkraftwerkes zum Schutz des Regenwaldes im nepalesischen Himalaya. Zusammen mit
der Zeitschrift GEO und der nepalesischen Umweltschutz-Organisation "Annapurna Conservation Area Project" (ACAP) wird das Klimaschutz-Projekt
realisiert. Das neue Kraftwerk liefert die Energie zum Kochen und Heizen sowie zur Beleuchtung. In Verbindung mit zusätzlichen solarthermischen Anlagen zur Warmwasserbereitung stellt das
Kraftwerk, das die Bewohner des Dorfes Landruk selbst betreiben, eine echte Alternative zum Brennholz und somit einen Beitrag zum Klimaschutz dar.
"Der am Fuß des 8.000 Meter hohen Annapurna-Gipfels noch existierende Bergregenwald kann nur nachhaltig geschützt werden, wenn den Bewohnern eine alternative Energiequelle zum Brennholz
geboten wird", so Dr. Reiner Klingholz, Mitglied der Chefredaktion des GEO-Magazins. "Dank des neuen Kleinkraftwerkes, das derzeit konzipiert und im Jahr 2000 gebaut wird, können die
Bewohner der Ortschaft Landruk bald kochen, heizen und beleuchten, ohne dafür den Regenwald weiter abholzen zu müssen. Für die Menschen bedeutet dies einen enormen Fortschritt. Bislang machen
die Kinder beispielsweise noch abends im Schein der Kerze ihre Hausaufgaben. `GEO schützt den Regenwald e.V.` kann dieses Projekt nur dank der Spende von LichtBlick durchführen", betont der
Journalist.
"Ich hoffe, dass der Ökostromanbieter eine feste Größe im deutschen Energiemarkt wird, und wir noch viele Klimaschutzprojekte gemeinsam realisieren werden." Dass dies nicht in weiter Ferne
liegt, bestätigt Heiko von Tschischwitz, Geschäftsführer von LichtBlick: "Unser Unternehmen garantiert, mit 25 Prozent des Gewinns aus dem Verkauf unseres umweltfreundlich erzeugten Stroms
Klimaschutzprojekte zu finanzieren. Hierzu zählen der Neubau von umweltfreundlichen Kraftwerken, Regenwaldschutzprojekte, wie das jetzt mit GEO und ACAP realisierte, aber auch die
Investition in zukunftsweisende, klimaschonende Technologien wie beispielsweise Offshore-Windparks." Der Hamburger Ökostromanbieter will mit der Unterstützung dieser Umweltprojekte konsequent
den Klimaschutz vorantreiben.
Quelle: LichtBlick, 01.12.1999.
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Kostenorientierte Vergütung für Solarstrom
Im Rahmen der ökologischen Steuerreform und der Klimaschutzpolitik der Bundesregierung wurde eine Quote für die Kraft-Wärme-Kopplung festgesetzt und vereinbart, dass Photovoltaik im
Stromeinspeisungsgesetz mit einer Vergütung von 99 Pfennigen pro Kilowattstunde berücksichtigt werden soll.
Unter Leitung von Bundeskanzler Gerhard Schröder fand am 22.11.99 in Berlin ein Gespräch über die Fortführung der ökologischen Steuerreform und die Klimaschutzpolitik der Bundesregierung
statt. An dem Gespräch nahmen unter anderem die Bundesminister Joschka Fischer, Jürgen Trittin und Werner Müller sowie der Fraktionsvorsitzende von Bündnis 90/DIE GRÜNEN, Rezzo Schlauch,
teil.
Die Fraktionen einigten sich auf ein Bündel von Maßnahmen, das eine Quote für die Kraft-Wärme-Kopplung, Regelungen für Gas-Kraftwerke und die Berücksichtigung der
Photovoltaik im Stromeinspeisungsgesetz umfasst. Die kostenorientierte Vergütung soll zusammen mit dem 100 000-Dächer Programm, dessen
Durchführungsbestimmungen deutlich verbessert werden sollen, in den nächsten Jahren einen Boom auslösen - so Hans-Josef Fell, Energieexperte und Forschungspolitischer Sprecher der Fraktion
Bündnis 90/Die Grünen. Die Koalition geht davon aus, dass nun auch Investoren im Bereich der Photovoltaik zu vernünftigen Bedingungen kalkulieren können und diesem neuen Industriezweig mit
seinem riesigen Arbeitskräftepotential einen starken Aufschwung bescheren werden.
Mit diesem Teilerfolg ist der Solar-Förderverein in Aachennoch nicht ganz zufrieden: Zusammen mit dem 100.000-Dächer-Programm halten Vertreter des Vereins erst
eine Vergütungshöhe von 1,29 DM für ausreichend, um eine echte Kostendeckung zu erzielen. Für eine erfolgreiche Markteinführung der Photovoltaik ist laut SFV dieser kleine Unterschied
entscheidend.
Quelle: SFV Aachen. 23.11.1999.
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Neue Solarzellenfabrik in Gelsenkirchen
Die Vision von einem deutschen "Solar Valley" hat Gestalt angenommen: Die Deutsche Shell AG betreibt seit dem 17.11.99 in Gelsenkirchen die
weltweit modernste Solarzellenfabrik. Über eine vollautomatische Produktionslinie werden laut Shell jährlich etwa 5 Millionen Solarzellen mit einer Leistung von insgesamt 10 Megawatt
produziert. Das entspricht dem jährlichen Strombedarf von etwa 3000 Haushalten. In der Endausbaustufe sollen pro Jahr 13 Millionen multikristalline Zellen mit einer Gesamtleistung von 25
Megawatt hergestellt werden. Das Unternehmen hat rund 50 Millionen DM in die neue Produktionsstätte investiert und damit direkt 45 neue Arbeitsplätze geschaffen. Weitere positive
Arbeitsmarkteffekte werden in der vor- und nachgelagerten Produktion erwartet.
Auch architektonisch setzt das neue Fabrikgebäude Maßstäbe: Es besteht aus einer sechsgliedrigen Halle mit Schrägdächern, in der auf zwei Etagen produziert wird sowie aus einem ellipsenförmigen, mehrstöckigen Verwaltungsgebäude. Hier gehen
Photovoltaik und Architektur eine harmonische Verbindung ein. Das insgesamt knapp 83 Meter lange, 47 Meter breite und 12 Meter hohe Gebäude ist größtenteils mit Solarzellen bestückt, die pro
Jahr insgesamt rund 100.000 Kilowattstunden (kWh) Strom erzeugen werden.
Die Deutsche Shell AG will sich künftig weiter im Bereich der erneuerbaren Energien engagieren und selbst verstärkt Solarmodule und Windkraftanlagen einsetzen. Vorstandsmitglied Dr.
Fritz Vahrenholt: "Zum Beispiel installieren wir Solaranlagen auf unseren Tankstellendächern und bauen Windkrafträder auf dem Gelände unserer Raffinerie in Hamburg-Harburg". Shell hat sich
nach eigenen Angaben für den stufenweisen Ausbau der Produktionskapazitäten entschieden, um weitere Fortschritte in der Fertigungstechnologie zu nutzen und gleichzeitig weitere Absatzmärkte
für Solarzellen zu erschließen
.
Doch auch Kritik an diesem zukunftsweisenden Projekt wird laut. Die Umweltorganisation Greenpeace begrüßt zwar die neue Fabrik,
bemängelt aber das nach Auffassung der Umwelt-Aktivisten zu geringe Investitionsvolumen. Die "Solarwende" bliebe aus, erst eine Massenproduktion von Solarzellen, verbunden mit erheblich
höheren Investitionen, könne den derzeit noch hohen Preis für den Solarstrom deutlich senken helfen. "Die Solarfabrik ist eine wichtige und zukunftsorientierte Initiative von Shell, doch
spürbare Folgen für den Solarmarkt wird sie nicht haben, denn dazu hätte Shell deutlich mehr investieren müssen" so das Fazit des Greenpeace-Solarexperten Sven Teske im www.strom-magazin.de.
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Licht und Schatten: Solarstrom für Abgeordnete
Die SOLON AG für Solartechnik in Berlin wird den künftigen Gebäudekomplex des Deutschen Bundestages mit einer kombinierten Anlage für Photovoltaik und
Sonnenschutz ausstatten. Für das neue "Jakob-Kaiser-Haus" im Berliner Regierungsviertel wurde eine sogenannte Shadow-Voltaik-Anlage geplant, die mit 140 Hochleistungsmodulen insgesamt 45 kWp
Solarstrom produzieren soll. Der Clou der neuen Anlage ist der integrierte Sonnenschutz für die künftigen Abgeordnetenbüros: Die Solarmodule spenden Schatten und kühlen die Büros der
Volksvertreter, während gleichzeitig sauberer Strom erzeugt wird. Das Volumen des Auftrags wird von der Solon AG mit rund 875.000,- DM beziffert. Mit dem Bau soll voraussichtlich im April
kommenden Jahres begonnen werden, die Inbetriebnahme ist für Mai 2000 vorgesehen.
Quelle: Solon AG, 22.11.99
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Erhöhte Einspeisevergütung soll Solarboom auslösen
Anlässlich der aktuellen Novellierung des Stromeinspeisegesetzes fordern die führenden deutschen Solarverbände eine kostenorientierte Vergütung des Solarstroms.
Der Bundesverband Solarenergie e.V.(BSE), Deutscher Fachverband Solarenergie e.V. (DFS), die
Deutsche Gesellschaft für Solarenergie e.V. (DGS ) und die Unternehmensvereinigung Solarwirtschaft e.V.(UVS)
wollen heute Vertretern von Regierung und Bundestag ein entsprechendes Positionspapier überreichen.
Die Verbände begrüßen das 100 000 Dächer-Solarstrom-Programm, das sie für eine gute Basis halten, kritisieren jedoch, dass dieses
Programm das von der Regierung angestrebte Marktvolumen für Solartechnik um 50 % verfehle. Zur Auslastung der neuen bzw. erweiterten Produktionsanlagen für Solarzellen und -module, z.B. in
Freiburg, Alzenau, Erfurt, Gelsenkirchen, Konstanz, Marbach u.a., ist, so Dr. Winfried Hoffmann vom BSE, eine Umlage auf den Strompreis notwendig: "Eine Stromerhöhung von nur 0,04 Pfennig pro
Kilowattstunde oder 150 Pfennig pro Jahr und Haushalt sind für den Aufbau einer sauberen Stromversorgung sicher nicht zuviel."
Ohne diese Maßnahme, die den Staatshaushalt nicht belaste und für die Verbraucher zumutbar sei, sehen die Solarunternehmer ihre Wettbewerbsposition gefährdet. Nur eine deutliche
Nachfragesteigerung erlaube den Aufbau einer Massenproduktion von Solartechnik und schaffe so die Voraussetzungen, um Photovoltaik aus Deutschland zum Exportschlager und "Jobknüller" zu
machen. Quelle: www.strom-magazin.de, 16.11.99
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Kraft-Wärme-Kopplung: Konsens gefunden
In einem gemeinsamen Gespräch mit Bundeswirtschaftsminister Werner Müller haben Vertreter der Regierungsparteien und der Gewerkschaften Einvernehmen über die Sicherung und den weiteren Ausbau
der umweltfreundlichen Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) erzielt.
Die Bundesregierung beabsichtigt grundsätzlich nicht, den Wettbewerb im Strommarkt einzuschränken und hält die inzwischen eingetretenen Preissenkungen beim Strom für eine wichtige Entlastung
der Verbraucher wie auch der Wirtschaft. Doch im Hinblick auf Situation zahlreicher Stadtwerke wird Handlungsbedarf in Sachen KWK gesehen. Es gelte, den erreichten Stand der
Kraft-Wärme-Kopplung zu sichern und diese - im Rahmen des wirtschaftlich sinnvollen und ökologisch notwendigen - weiter auszubauen.
Der Entwurf sieht vor, dass Unternehmen der kommunalen Elektrizitätswirtschaft, die mehr als 25% des Stromabsatzes durch Kraft-Wärme-Kopplung auf der Basis von Stein- und Braunkohle erzeugen,
einen Bonus pro erzeugter Kilowattstunde Strom erhalten. Dieser soll auf 5 Jahre befristet und degressiv gestaffelt werden, soweit nicht zuvor eine dauerhafte Lösung herbeigeführt wird. Der
Bonus soll zielgerichtet auf die Kostensituation am jeweiligen Erzeugungsstandort ausgerichtet werden. Die zusätzlichen Fördermittel sollen durch eine moderate Umlage auf alle
Stromverbraucher erwirtschaftet werden. Sie wird nach bisherigen Schätzungen etwa 0,2 Pf/kWh betragen. Damit soll es den Unternehmen - es handelt sich dabei überwiegend um Stadtwerke -
ermöglicht werden, ihre Erzeugungsstruktur zu optimieren, den Anschluss an den Wettbewerb im Förderzeitraum wiederzufinden und Arbeitsplätze in größtmöglichem Umfang zu sichern. Nach Ansicht
der Gesprächsteilnehmer wird so ein wichtiger Beitrag zum Umweltschutz und zur Beschäftigungssicherung geleistet.
Die beabsichtigten Maßnahmen werden als Teil einer Gesamtstrategie der Bundesregierung betrachtet. Zu ihr zählen auch die bereits eingeleitete Reform des Energieeinspeisungsgesetzes, Programme zur Förderung der Photovoltaik bzw. zur Markteinführung von Anlagen für
erneuerbare Energien sowie die geplante Befreiung moderner Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen (mit einem Nutzungsgrad von über 70 %) von der Erdgas-/ Mineralölsteuer im Rahmen der 2. Stufe der
Öko-Steuer-Reform.
Quelle: Bundespresseamt, 08.11.1999
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Sind 20 Mark Aufpreis für Ökostrom zu viel?
Über die Hälfte der Bundesbürger (56%) wäre nicht bereit, für Ökostrom monatlich rund 20 Mark mehr zu bezahlen. Nur 38% wären mit höheren Kosten für Strom aus erneuerbaren Energiequellen
einverstanden.
Das sind die Ergebnisse einer repräsentativen Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Forsa im Auftrag Deutschen Welle in Köln (DW-tv). Anfang November 1999 wurden über 1000 Bundesbürger
befragt. In Ostdeutschland lehnen sogar 76% der Befragten höhere Kosten ab, in den alten Bundesländern sind dies 51%. Am ehesten akzeptiert wird eine Mehrbelastung für Ökostrom von der
Altersgruppe der 30- bis 44-Jährigen (47%). Die größte Bereitschaft, für Ökostrom mehr zu bezahlen, zeigten der Umfrage zufolge Abiturienten und Hochschulabgänger (51%)
Quelle: stromnews, 09.11.1999
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Solar-Kampagne für Kommunen
Städte und Gemeinden sollen die Kosten, die durch sinkende Strompreise eingespart werden, ökologisch investieren und mit den freigewordenen Mitteln eigene, dezentrale Solarkraftwerke bauen.
Das ist das Ziel einer neuen Kampagne der Deutschen Umwelthilfe (DUH) und der Solarstrom AG (SAG). Den
zukünftigen "Solar-Kommunen" soll der Einstieg in die eigene Stromproduktion mit Finanzierungs- und Beratungsangeboten erleichtert werden. Nach Ansicht des DUH-Geschäftsführers Jörg
Dürr-Pucher bieten die rapide sinkenden Strompreise eine aktuelle Chance zum Umstieg: "Viele Kommunen gewinnen nun neuen Investitionsspielraum für den Einstieg in eine eigene, dezentrale
Energieversorgung". Gemeinsam mit der Solarstrom AG (SAG) will die DUH bis Ende 2000 rund 100 Gemeinden für das Modell gewinnen.
Das Kampagnen-Konzept sieht vor, dass Kommunen sich auf Wunsch ein Solarkraftwerk von der SAG planen, bauen und betreiben lassen. Im Gegenzug sollen sich die Gemeinden verpflichten, über eine
festgelegte Laufzeit Strom aus der Anlage abzunehmen. Ist das Kraftwerk abgeschrieben, soll es in den Besitz der Kommune übergehen. Der erzeugte Strom muss währen der Laufzeit vorwiegend im
Ort verbraucht werden, mindestens fünf Prozent davon durch kommunale Einrichtungen. Für den Kraftwerksbau will die SAG Fördergelder des 100.000-Dächer-Programms der Bundesregierung in Anspruch nehmen.
Die Kampagne soll einen Kontrapunkt zu den gegenwärtigen Entwicklungen auf dem Strommarkt setzen. Nicht nur der Preis soll nach Überzeugung der Initiatoren eine Rolle spielen, sondern auch
die Umweltverträglichkeit. Die höheren Kosten für den Ökostrom sollen, so Dürr-Pucher, unter anderem auch durch den Image-Gewinn der Gemeinden wettgemacht werden: "Dafür dürfen sich die
Teilnehmer als ökologische Vorreiter mit der Bezeichnung 'Solar-Kommune' schmücken und auch damit werben." Gehen die Kommunen mit gutem Beispiel voran, würden auch Bürger und örtliche
Unternehmen motiviert, in die Nutzung regenerativer Energien zu investieren.
Quelle: AP, 03.11.1999.
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