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Die einzigen, die in dieser Veranstaltung programmatisch und angemessen auf die vor uns stehenden Herausforderungen etwas Neues zu sagen hatten, waren Bundeskanzler Gerhard
Schröder und Umweltminister Trittin. Eine Milliarde für die erneuerbaren Energien und die Entwicklungsländer, eine internationale Konferenz über Erneuerbare Energien in
Deutschland - das ist ein Signal für die Zukunft, für einen Schritt zu einer nachhaltigeren Energieversorgung auch in den ärmeren Ländern dieser Welt.
Wir müssen nach Johannesburg feststellen: fast die ganze Welt verhält sich wie Öl-Junkies; die einen haben die Abhängigen fest im Griff und ziehen aus deren "Sucht" ihren
Wohlstand und die "Abhängigen" sind süchtig - ein Teufelskreis. Beide verdrängen dabei völlig, dass sie mit ihrem Verhalten letztendlich den Ast absägen, auf dem sie selbst
und die gesamte Menschheit sitzen.
Eine verantwortungsvolle Politik kann angesichts dieser Situation nur darin bestehen, der Kraft des Verstands, des rationalen Arguments und der konkreten Tat eine Plattform
zu bieten - und das hat der Bundeskanzler getan. Nachdem die Enquete-Kommission bereits einen Entwicklungspfad aus Energieeffizienz und erneuerbaren Energien für Deutschland
als möglich und gangbar nachgewiesen hat, so ist dieser Weg prinzipiell auch für die Welt ein nachhaltiger Entwicklungspfad. Dafür braucht es mutige Vorreiter und
Deutschland kann stolz darauf sein!
Dass die gesamte Ölmafia (und die mit ihnen verbundenen Regierungen) umso heftiger blockieren, je genauer der Entwicklungsweg mit weniger fossilen Energien bekannt ist,
zeigt einmal mehr, dass es zunehmend auch um eine Machtfrage geht. Aber daran darf letztlich nicht das Schicksal der Menschheit hängen, sonst kann man diesen Herren einen
Vorwurf nicht ersparen: sie handeln gefährlich, selbstsüchtig und ethisch verantwortungslos!
Dr. Axel Berg MdB
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