Anzeige
Ökostrom

Seit 1998 hat man als Verbraucher auch beim Stromlieferanten die freie Wahl, und seither nimmt die Zahl der Ökostromanbieter kontinuierlich zu. Doch woran lässt sich ein guter, ökologisch motivierter Stromanbieter erkennen?

Foto: niekverlaan@pixabay.de
Foto: niekverlaan@pixabay.de

Echte Ökostromanbieter erkennen

Ökostrom an sich ist in Deutschland kein geschützter Begriff, konkrete Richtlinien sind nicht per Gesetz festgeschrieben. Als einziges Kriterium gilt, dass ein gewisser Anteil der angebotenen Energie aus erneuerbaren Quellen stammen muss. Möchte man also als Verbraucher Strom mit zuverlässig ökologischem Ursprung beziehen, darf man sich nicht allein auf die Angaben und Werbeversprechen der Anbieter verlassen. Denn häufig gründen erfolgreiche Energiekonzerne aufgrund der steigenden Nachfrage ihre eigenen, ökologisch aufgemachten Tochterfirmen. Die Intention hinter diesen Unternehmen dürfte in erster Linie nicht die zukunftsorientierte Förderung der Energiewende sein — für Verbraucher, die gerne gezielt in diese Richtung investieren möchten, scheiden solche Ökostromanbieter folglich aus, da sie nicht unabhängig von den großen Stromkonzernen arbeiten.

Einen geeigneten Anbieter erkennt man am ehesten an den Zertifikaten, mit denen seine Dienste ausgezeichnet wurden. Zu den wichtigsten Zertifikaten gehören das TÜV-Siegel, das OK-Power-Label und das Grüner Strom Label. Das RECS-Zertifikat hingegen, mit dem viele Anbieter gerne werben, sagt allein genommen noch nichts über die eigentliche Orientierung des Stromanbieters aus: Es bestätigt im Grunde genommen lediglich, dass er Zertifikate für Strom aus umweltfreundlichen Energiequellen besitzt. Diese kann er jedoch auch auf dem Markt von Drittanbietern erworben haben, während er in den eigenen Energiewerken weiterhin auf konventionelle Weise Strom erzeugt.

Vom TÜV wird ein Stromanbieter dann ausgezeichnet, wenn er zwischen 50 und 100 Prozent mit erneuerbaren Rohstoffen arbeitet. Der genaue Pflichtanteil und sonstige Auflagen richten sich dabei danach, welches der vier gängigen TÜV-Siegel Anwendung findet, weshalb diese Auszeichnung allein für viele Verbraucher nicht aussagekräftig genug ist. Beim OK-Power-Label hingegen muss immer die komplette Produktion aus erneuerbaren Quellen stammen, ferner werden hohe ökologische Ansprüche an die Anlagen des Stromanbieters gestellt. Und auch das Grüner Strom Label verlangt in der goldenen Variante nicht nur die Energiegewinnung aus 100 Prozent erneuerbaren Quellen, sondern die aktive Unterstützung der Energiewende durch das Unternehmen. Zudem wird es nur an Stromerzeuger vergeben, die keine RECS-Zertifikate zukaufen und selbst keine Kohle- und Atomkraftwerke betreiben. Die silberne Variante des Labels fordert einen Anteil von mindestens 50 Prozent.

 

Ökostrom muss nicht teuer sein

2014 lag der Anteil an Strom, der in Deutschland aus erneuerbaren Energiequellen erzeugt wurde, bei rund 26 Prozent, beim Bruttostromverbrauch lag der Anteil bei 27,8 Prozent. Diese Entwicklung zeigt, dass sich hierzulande immer mehr Haushalte für Strom aus umweltfreundlicher Produktion interessieren. Die Folge ist, dass die Erzeugung von Ökostrom zunehmend günstiger wird. Längst ist es kein Luxus für Besserverdienende mehr, komplett auf ökologischen Strom umzusteigen: Auch Haushalte, die monatlich mit einem festen Budget kalkulieren müssen, können sich die saubere Energie bequem leisten. Auf der Suche nach dem günstigsten Ökostromtarif lohnt es sich, die Angebote vieler verschiedener Lieferanten miteinander zu vergleichen.

Am einfachsten gelingt das, wenn man einen kostenlosen Vergleichsrechner aus dem Internet nutzt, wie er zum Beispiel auf Verivox.de angeboten wird. So spart man sich die mühsame, manuelle Vergleichsarbeit und erhält in Sekundenschnelle einen guten Überblick über den aktuellen Markt. Bei vielen Anbietern kann man sich obendrein noch ausrechnen lassen, wie viel man beim Umstieg vom bisherigen, konventionellen Stromlieferanten sparen kann — auch das ist inzwischen keine Seltenheit mehr: Ökostrom aus umweltfreundlichen und zukunftssicheren Quellen, der unter dem Strich sogar noch günstiger ist.