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Ökostromzertifikate

Eines der heute wohl beliebtesten Worte, die man im Bezug auf Stromverbrauch in Deutschland und ganz Europa immer wieder hört, ist Ökostrom. Strom, der auf die Umwelt achtet und aus Wasser- oder Windkraft hergestellt wird. Energie, die wir in unseren Haushalten in dem Wissen nutzen können, dass wir Mutter Erde nicht belasten.

Um uns zu beweisen, dass diese tolle Innovation keinen Haken hat, haben verschiedene Institutionen vor einiger Zeit zudem die Ökostromzertifikate ins Leben gerufen.Diese werden an die verschiedenen Anbieter vergeben und klassifizieren diese in verschiedene Ranglisten. So wird Markttransparenz und Vergleichbarkeit der Angebote gewährleistet.

Doch was sagen diese Zertifikate im Endeffekt überhaupt aus? Und kann man sich als Verbraucher auf diese verlassen?Wir führen Ihnen als kleine Hilfe im folgenden Text die wichtigsten Herausgeber dieser Zertifikate auf, um Ihnen in dieser verwirrenden Konstellation einen besseren Durchblick zu verschaffen.

 

Energie Vision e.V.

Der Energie Vision e.V. vergibt das OK-Power-Label. Dieser gemeinnützige Verein vergibt sein Zertifikat an die Unternehmen, die einen „zusätzlichen Umweltnutzen“ haben. Grund für diese Bezeichnung sind die von Energie Vision vorgegebenen Rahmenbedingungen zur Erlangung des Zertifikats.

Zum Einen muss die Unterstützung des Stromnetzes für erneuerbare Energien über die staatlichen Fördermittel hinausgehen. Gleichzeitig muss das Unternehmen jedoch auch den Neubau von Kraftwerken befürworten, die erneuerbare Energien produzieren. Aufgrund dieser schwierigen Zertifizierungskriterien haben deutschlandweit nur 15 Unternehmen eines erhalten.

 

TÜV

Auch der TÜV vergibt Zertifikate, ist durch seine regionalen Zweigstellen allerdings nicht einheitlich in den Auswahlkriterien. Grundlegend werden vier verschiedene vergeben, dessen bestes Zertifikat eine komplette Energieerzeugung durch Erneuerbare Energien voraussetzt.

Die vierte und schwächste Kategorie erlaubt hingegen einen 50%-igen Anteil von Kraft-Wärme-Kopplung im Endprodukt und ist somit schon deutlich umweltschädlicher, als einen das Zertifikat glauben lässt.

Gerade für einen Laien ist die Verständlichkeit der verschiedenen TÜV-Stellen und ihre jeweilige Klassifizierung beinahe unverständlich.

 

Grüner Strom Label

Das wohl verlässlichste Zertifikat, welches auch nach dem Grundgedanken des Verbrauchers handelt, ist das Grüner Strom Label. Dieses wird in zwei klar definierten Kategorien verliehen. Anbieter, die das Zertifikat in Gold bekommen möchten, müssen sich hundertprozentig mit erneuerbaren Energien auseinandersetzen und dürfen ausschließlich Strom anbieten, welcher aus diesen Quellen stammt. Fossile Brennstoffe sind verboten. Ebenso verfährt übrigens auch die Landesgewerbeanstalt Bayern, die unter demselben Kriterium Zertifikate ausgibt.

Die Anbieter, die Silber bekommen, bieten mehr als 50% ihres Stroms durch erneuerbare Energien an. Außerdem fördern sie, ebenfalls mit mehr als der Hälfte, Anlagen die regenerative Energie erzeugen. In Deutschland sind insgesamt 120 Anbieter mit einem solchen Zertifikat ausgezeichnet worden, dessen Glaubwürdigkeit auf einer anderen Tatsache beruht. Das Grüner Strom Label wird nur an Anbieter vergeben, die keine RECS-Zertifikate gekauft und sich somit auf finanziellem Wege eine bessere, weil umweltschützendere, Außendarstellung gegeben haben.

 

RECS Deutschland e.V.

Das „Renewable Energy Certificate System“ ist der Hauptgrund für die Verunsicherung vieler Verbraucher im Hinblick auf Ökostrom und deren Zertifikate. Dieses System ermöglicht es Anbietern Zertifikate zu kaufen, mit denen sie ihren Strom als umweltfreundlicher darstellen dürfen, als er eigentlich ist. Selbst ein Anbieter, der ausschließlich Kohle- oder Atomkraftwerke verwendet, um seine Energie zu erzeugen, kann sich mithilfe dieser Zertifikate als Produzent von „grünem“ Strom darstellen. Alles was man dafür benötigt, sind die notwendigen finanziellen Mittel. Es ist keine Intention hin zu erneuerbaren Energien nötig, um ein solches Zertifikat zu erwerben.

Dies verdeutlicht, warum das oben beschrieben Grüner Strom Label das Verlässlichste ist.

 

Was heißt das für den Verbraucher?

Die Konsequenzen für den Verbraucher können verheerend sein. Die RECS-Zertifikate lassen den Käufer, solange er es nicht besser weiß, in dem Glauben, die Umwelt zu schonen, obwohl die verwendete Energie im schlimmsten Fall, all dem widerspricht, wofür der „grüne“ Strom eigentlich steht.

Auf diese Weise werden Verbraucher grob getäuscht. Es gilt, sich zu informieren, denn nicht jedes Zertifikat, so weiß man jetzt, bedeutet Umweltschutz.

Anhand der beschriebenen Institutionen können Sie nun immerhin ein wenig einsehen, welcher Strom tatsächlich die Natur schützt und welcher bloß so aussieht.

Ganz sichergehen können Sie mit einem Ökostrom-Vergleich. Hier müssen Sie nur noch in der Filterfunktion den Button "nachhaltig" anklicken und Ihnen werden garantiert nur die wirklich umweltfreundlichen Tarife angezeigt – und zwar zum für Sie besten Preis.

So schützen Sie nicht nur die Umwelt, sondern auch sich selbst vor einem bösen Erwachen.