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Solarenergie im Garten
Quelle: Statista GmbH

Solarenergie ist eine sinnvolle Alternative, um Strom zu gewinnen und langfristig Geld zu sparen. Dieser Artikel informiert einerseits über die Akzeptanz der Solarenergie in Deutschland, aber auch über die Funktionsweise dieser Energiequelle. Des Weiteren werden die Installationsmöglichkeiten von Solaranlagen in Gärten behandelt, da auf diese Weise nicht nur Geld gespart werden kann, sondern darüber hinaus auch die Umwelt geschont wird. Dabei belegen Statistiken, dass die Akzeptanz dieser Energiequelle in Deutschland sehr hoch ist. So stimmen 75 Prozent voll und ganz dafür, dass der Gebrauch von Solarenergie eine sinnvolle Alternative sei. 20 Prozent stimmten eher dafür während sich nur fünf Prozent gegen diese Energiequelle ausgesprochen haben. Lediglich die Wasserkraft hat laut Umfragen noch eine größere Akzeptanz als die Solarenergie. Dies belegt eine weitere Statistik, in welcher Wasserkraft, Solarenergie und Windenergie die meisten Befürworter haben. Atomenergie ist, spätestens seit dem Unglück in Fukushima, weit abgeschlagen auf dem letzten Platz. Laut dem Umweltbundesamt steigen die Anteile der erneuerbaren Energien in Deutschland kontinuierlich. So lag 2013 der Anteil dieser alternativen Energiequelle, gemessen am gesamten Endenergieverbrauch, bei 12,3 Prozent. Im Jahre 1998 betrug dieser noch 3,1 Prozent, was ein Beleg für die hohe Nachfrage ist. Aufgrund dieser Akzeptanz, ist es nicht verwunderlich, dass immer mehr Anbieter auch Solarprodukte für den Haushalt und den Garten anbieten, die über die bekannte Photovoltaikanlage auf dem Dach hinausgehen. Photovoltaik ist in diesem Zusammenhang ebenfalls zu nennen. Die Anlagen bestehen aus Solarzellen und nutzen diese Energiequelle. Abzugrenzen davon ist die Solarthermie, die die Sonnenstrahlen in nutzbare Wärme umwandelt. Diese Technik wird unter anderem für die Erwärmung von Nutzwasser und das Betreiben von Raumheizungen verwendet.

 

So funktioniert Solarenergie

Durch Solarzellen wird Sonnenlicht in elektrischen Strom umgewandelt. Gewährleistet wird das durch einen Halbleiter. Dieser besteht meist aus Silizium. Halbleiterschichten, die übereinander angeordnet sind, generieren freie Ladungen, die schließlich als Elektronen abfließen können. Dies geschieht durch einen elektrischen Leiter. Dadurch wird Energie gewonnen, die entweder direkt verwendet oder auch in Batterien zwischengespeichert werden kann. In das öffentliche Stromnetz gelangt die Energie durch die Umwandlung in Wechselstrom.

Besonders bei einer netzfernen Stromversorgung sind Photovoltaikanlagen eine gefragte Lösung. Das gilt einerseits für Länder, die über kein zuverlässiges und ausgebautes Stromnetz verfügen oder auch für Gartengeräte oder ähnliches, die nicht an das Stromnetz angeschlossen werden können.

Möglichkeiten der Solarnutzung in Gärten
Möglichkeiten der Solarnutzung in Gärten

Solargeräte für den Garten

Solarenergie ist mittlerweile nicht mehr nur durch Photovoltaik auf dem Dach zu nutzen. Inzwischen greifen viele Menschen auch auf andere solarbetriebene Haushalts- und Gartengegenstände zurück. Ein verbreitetes Beispiel sind Solarleuchten, die immer häufiger Verwendung finden. Besonders bei der Beleuchtung von Außenanlagen sind diese Alternativen sehr gefragt. Ob auf Terrassen oder durch die Montage an Außenwänden, die Geräte sind flexibel einsetzbar. Umweltbewusste Eigenheim- oder Gartenbesitzer können hier Solarleuchten kaufen. Ein großer Vorteil der Solarenergie im Garten ist die Flexibilität, denn die Geräte müssen nicht durch Stromanschlüsse versorgt werden. Daher können die Lampen überall dort verwendet werden, wo sie benötigt werden. Allerdings empfehlen Experten auf die Schutzarten zu achten. Bei Solarleuchten sind das die Bezeichnungen IP44 und IP67, denn diese gewährleisten einen Schutz gegen Witterung, der besonders bei Außeninstallationen benötigt wird. Neben den Solarleuchten werden häufig Solar-Fontänen oder Photovoltaik-Duschen genutzt. Gerade die Duschen ermöglichen es, dass im Sommer unter freiem Himmel mit warmen Wasser geduscht werden kann. Auch solare Rasenmäher sind bereits auf dem Markt.

Solarleuchten sind eine Möglichkeit, um diese Energiequelle zu nutzen
Solarleuchten sind eine Möglichkeit, um diese Energiequelle zu nutzen

Diese mähen das Gras meist autark, sodass Gartenbesitzer lediglich die Induktionsschleifen verlegen müssen, damit das Gerät weiß, wo es langfahren muss. Aber auch Graserkennungssysteme sind bereits in Verwendung, sodass die Rasenmäher völlig ohne Einfluss des Besitzers arbeiten.

Neben diesen Verwendungsmöglichkeiten wird auch in Gartenhäusern immer häufiger Solarenergie verwendet. Das hat diverse Vorteile. Denn so sind die Hütten nicht nur im Sommer sondern auch im Winter nutzbar, da sie durch Stromheizungen erwärmt werden können. Außerdem kann die Schimmelbildung vermieden werden, denn durch lüften und heizen minimiert sich diese Gefahr. Dabei reicht meistens ein Set von 12 Volt (75 Watt) aus. Dadurch kann nicht nur eine externe Heizung betrieben werden, sondern im Sommer auch Kühlboxen, Radios oder Fernseher. Das ist besonders dann sinnvoll, wenn die Gartenhäuser weit von der nächsten Steckdose entfernt sind.

 

Das Erneuerbare-Energien-Gesetz

Dieses Gesetz wurde vom Bundestag bereits im Jahre 2000 verabschiedet und reglementiert die Vergütung von Strom, der aus erneuerbaren Energien gewonnen wird. Entsprechend wird nicht nur die Solarenergie berücksichtigt, sondern ebenfalls die Windkraft, Geothermie, Bioenergie Deponiegas, Klärgas, Grubengas und Wasserkraft. Dadurch soll eine umweltfreundlichere Versorgung gewährleistet werden sowie eine autonomere Nutzung ohne die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen. Im Jahre 2014 gab es eine Reform des Gesetzes, die einen weiteren Schritt zur Energiewende bezwecken soll. Diese sieht vor, dass die Kosten für den Ausbau gesenkt werden. Laut dem Bundesministerium für Wirtschaft und Energie gibt es auch für kleinere Photovoltaikanlagen einige Aspekte, die zu beachten sind. Für Privathaushalte heißt das, dass sie eine Einspeisevergütung erhalten, sodass der Strom, der gewonnen und in das Stromnetz eingespeist wird, mit dem herkömmlichen Tarif verrechnet wird. Die Obergrenze der Einspeisevergütung liegt bei 100 Kilowatt. Eine EEG-Umlage muss nicht gezahlt werden, sofern die selbst verbrauchte Strommenge nicht zehn Megawattstunden überschreitet.

 

Solarenergie als lohnende Investition

Photovoltaikanlagen sind nicht nur aufgrund der Ersparnisse empfehlenswert, sondern auch wegen der Umweltfreundlichkeit. Solarbetriebene Gartengeräte lohnen sich darüber hinaus, da es dem Nutzer eine vollkommene Flexibilität gewährleistet. So können Lampen überall montiert werden, ohne dass der Kabelverlauf berücksichtigt werden muss. Das verhindert nicht nur das Verlegen zusätzlicher Kabel, sondern auch eine Ersparnis der Mehrkosten, die dadurch entstehen.

 

Bildquelle: Pixabay © Hans (CC0 Public Domain 1.0)