
- Geothermie eignet sich auch zur Klimatisierung.
Das Temperaturniveau in Mitteleuropa macht den nahen Untergrund auch für die Bereitstellung von Klimakälte interessant. Der Boden kann über Erdwärmesonden oder Energiepfähle direkt, also ohne Einschaltung einer Wärmepumpe, zur Raumkühlung herangezogen werden. Dabei wird nur das im System zirkulierende Wärmeträgermedium genutzt, beziehungsweise mit Pumpen im Gebäude umgewälzt Der Energieaufwand beschränkt sich auf den Stromverbrauch dieser Pumpen. Herkömmliche Aggregate zur Erzeugung von Klimakälte entfallen.
Der Wirtschaftlichkeit erdgekoppelter Wärmepumpen kommt die direkte oder wärmepumpengestützte Kühlung sehr entgegen, denn sie können beides leisten: Heizen und Kühlen. So können die Investitionskosten in Einzelfällen bereits günstiger sein, als wenn sowohl eine Heizung als auch ein getrennte Anlage zur Erzeugung von Klimakälte angeschafft werden müssen.
Literatur
- Gebäudetemperierung mit Geothermie: Nutzung der oberflächennahen Geothermie mittels Luft/Erd-Register und Flüssigkeit-Erdwärmesonden für die Temperierung von Gebäuden (amazon)
- Kälteerzeugung für die Gebäudeklimatisierung: Anlagenoptimierung unter ökologischen und ökonomischen Aspekten (amazon)
- Fachwissen Kältetechnik: Eine Einführung mit Aufgaben und Lösungen: Eine Einführung für die Aus- und Weiterbildung mit Aufgaben und Lösungen (amazon)
- Grundkursus der Kältetechnik (amazon)
