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Solarheizung
Solaranlage zur Heizungsunterstützung und Brauchwasserbereitung
Solaranlage zur Heizungsunterstützung und Brauchwasserbereitung

Raumheizung, bei der die Wärmeenergie der Sonnenstrahlen genutzt wird. Man unterscheidet hier: Passive Solarheizung, bei der das Gebäude oder Teile davon, etwa der Wintergarten, als Kollektor genutzt werden, und die aktive Solarheizung. Die in den Sonnenkollektoren erzeugte Wärme kann für das Brauchwasser und zur Heizung, z.B. des Fußbodens, genutzt werden. Wird sie nicht unmittelbar benötigt, muss die Energie in einem Warmwasserspeicher zwischengespeichert werden. Die dort gespeicherte Wärme kann dann zu einem späteren Zeitpunkt wieder genutzt werden.

Das "Kraftwerk" einer thermischen Solaranlage ist der Sonnenkollektor. Im "Solarspeicher", einem an die Wasserleitung angeschlossenen Kessel, befinden sich zwei Wärmetauscher. Einer davon wird von der im Kollektor solar erhitzten Wärmeträgerflüssigkeit durchströmt und erwärmt so das Brauchwasser. Ein zweiter Wärmetauscher ist an den konventionellen Heizkessel angeschlossen, mit dem im Winter das Brauchwasser zusätzlich aufgeheizt werden kann. Anlagen zur Heizungsunterstützung benötigen einen speziellen Typus von Speicher, bei dem das Brauch- und Heizungswasser getrennt werden (z.B. Tank-im-Tank-System). Eine Steuerungsanlage regelt den Solarkreislauf zwischen Kollektor und Speicher sowie den Heizkreislauf zwischen Speicher und Heizkörpern bzw. zu den Warmwasserbedarfsstellen. Der alleinige Einsatz thermischer Solaranlagen zur Heizung wird wegen des geringen Angebots an Sonneneinstrahlung im Winter als problematisch erachtet. Sehr hohe Deckungsanteile von Solarwärme erfordern hier einen beträchtlichen technischen und damit auch finanziellen Aufwand. Im Privathaushalt bieten sich jedoch thermische Solaranlagen zur Heizungsunterstützung in den Übergangszeiten an. Im Frühjahr und Herbst kann der Bedarf an konventioneller Heizung um 50 % reduziert und so ein wichtiger Beitrag zur Verringerung des CO2-Ausstoßes geleistet werden.

Die effektive und auch ökonomisch vielversprechende Nutzung der Solarenergie zur Heizung wird bereits in Solarsiedlungen demonstriert. Solche Großanlagen zur Nahwärmeversorgung, z.B. in Neckarsulm, Friedrichshafen und Hamburg, können besonders in Kombination mit Blockheizkraftwerken zur tragenden Säule der kommunalen Energieversorgung werden.

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