GridParity bietet schlüsselfertige Agri-PV-Lösungen, die sich auch ohne Zuschüsse rechnen

GridParity:AgriPV für die Zukunft des Obst-& Gemüsebaus. Photos von BeispielanlagenFoto: GridParity AG, Karlsfeld
Getreide, Gemüse oder Obst anbauen und gleichzeitig auf derselben Fläche Solarstrom erzeugen - das ist der Wunsch vieler Landwirte weltweit. Die GridParity hat bereits vor 9 Jahren zwei Pilotanlagen in Ägypten gebaut. Genutzt wurden Almaden Doppelglasmodule mit einer Transparenz von 40 %.

Die damalige Technologie ist inzwischen durch die Verwendung industrieller Serienteile wesentlich verbessert worden. Heute ist der Bau von Agri-PV Anlagen durch die serielle Produktion und die stark gesunkenen Modulpreise wesentlich kostengünstiger. GridParity bietet schlüsselfertige Lösungen mit individueller Planung, Statik und dem kompletten Bau.

Einzigartige Vorteile im Obstbau

Der Erwerbsobstanbau steht Im Zuge des Klimawandels vor großen Herausforderungen. Um negative Auswirkungen auf Ernten zu vermeiden, müssen neue Strategien entwickelt werden gegen steigende Temperaturen und immer häufiger eintretende extreme Wetterereignisse wie Hagel und Starkregen. Zum Schutz von Pflanzen und Früchten werden Folien und Hagelschutznetze eingesetzt – oft mit unzureichenden Ergebnissen.

Die sich in den letzten Jahren dynamisch entwickelnde PV-Technologie in Form von semi-transparenten hoch aufgeständerten Modulen kann zur Vermeidung solcher Klimaschäden einen großen Beitrag leisten. Solche Agri-PV Installationen tragen auch zur Reduzierung der Verdunstung und des Spritzmitteleinsatzes bei.

Das Ziel für einen Obstbau im Agri-PV-System ist eine sichere und qualitativ hochwertige Kernobstproduktion mit zusätzlicher Stromproduktion. Die generierte elektrische Energie sollte in den vor- und nachgelagerten Bereichen der Obstproduktion genutzt werden, beispielsweise beim Betrieb von elektrifizierten Landmaschinen, den Betrieb von Bewässerungssystemen oder bei der Lagerung der Ernte in elektrisch betriebenen Kühlhäusern. Durch die gleichzeitig erfolgte Stromgewinnung lassen sich solche Anlagen auch relativ schnell amortisieren.

Solarstrom statt Hagelnetze über der Apfelplantage

In Kressbronn am Bodensee ging die deutschlandweit erste deutsche Agri-PV-Anlage über einer bestehenden Obstkultur in Betrieb. Unser Foto zeigt die Pilotanlage über der Apfelplantage des Obsthof Bernhard in Kressbronn am Bodensee. Diese besteht aus einem Metallgerüst mit darauf montierten Solarmodulen. Dabei handelt es sich um besonders stabile Almaden Doppelglasmodule mit einer Transparenz von ca. 40%. Durch die besondere Installation erhalten die Bäume trotz der Teilverschattung ausreichend Licht. Der generierte Ökostrom wird in das Netz des Energieversorgers Regionalwerk Bodensee eingespeist.

„In der Agri-Photovoltaik liegt eine Riesenchance für die Landwirtschaft, für die Nachhaltigkeit und für die Energieversorgung“, so Ministerpräsident Kretschmann, der zur Einweihung der Anlage angereist war. „Mit dem Projekt soll beispielsweise herausgefunden werden, wie AgriPV-Anlagen in Sonderkulturen bei Wetterereignissen wie Hagel, Starkregen oder Nachtfrösten helfen oder wie sich der Ernteertrag entwickelt.“ Erwartet wird ferner, dass die Anlage den Einsatz von Pflanzenschutzmitteln, Pflanzenkrankheiten und Schädlingsbefall reduziert.

Im ersten Bauabschnitt wurden über 1100 Almaden M50 Doppelglasmodule mit 40% Transparenz verbaut. In weiteren Bauabschnitten sollen auch Module des Partnerunternehmens Agora Solar aus der Slowakei mit einer 20 % höheren Leistung bei gleicher Transparenz eingesetzt werden. Untersucht werden soll auch eine noch dichtere Modulanordnung mit je 2 Modulen auf jeder Seite. Dadurch sind die Felder oben geschlossen. Das Regenwasser soll in diesem Fall gesammelt und für die direkte Pflanzenbewässerung genutzt werden.

Weitere Informationen unter www.gridparity.ag

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