SMA eröffnet Gigawatt Factory in Niestetal

SMA Gigawatt Factory Niestetal im Anschnitt: graue Fertigungshalle für Großanlagen-Wechselrichter und Speicher mit Aufschrift Gigawatt Factory in weißen Großbuchstaben neben Firmenlogo.Foto: SMA Solar Technology AG
Die neue Gigawatt Factory in Niestetal soll bei Volllast mehr als 60 Gigawatt Wechselrichter- und Speicherkapazität pro Jahr produzieren.
SMA Solar Technology hat heute die Gigawatt Factory in Niestetal bei Kassel eröffnet. Das neue Werk fertigt Zentral-Wechselrichter, Batteriespeicher und Energiemanagementsysteme für Großanlagen und erreicht nach Unternehmensangaben bei Volllast eine Jahreskapazität von mehr als 60 Gigawatt. Mit rund 80 Millionen Euro Investitionsvolumen zählt die Fabrik zu den größten Produktionsinvestitionen der Unternehmensgeschichte.

Die neue Fertigung produziert Großanlagen-Technologien für Photovoltaik, Speicher, Wasserstoff, Rechenzentren und hybride Energiesysteme. Zur Eröffnung kamen Vertreterinnen und Vertreter aus Industrie, Politik und dem Verteidigungssektor zusammen, um über sichere Energieinfrastruktur zu diskutieren.

Welche Kapazität hat die neue Fabrik?

Bei Volllast erreicht das Werk nach Unternehmensangaben eine jährliche Produktionskapazität von mehr als 60 Gigawatt. Die Grundstücksfläche umfasst 46.000 Quadratmeter, die Hallenfläche 20.500 Quadratmeter. Gefertigt werden Zentral-Wechselrichter, Batteriespeicherlösungen und Energiemanagementsysteme für Großanlagenprojekte, etwa in PV- und Speicherparks, Hybridanlagen und Rechenzentren.

Das Investitionsvolumen liegt laut SMA bei rund 80 Millionen Euro. Davon entfallen etwa 50 Millionen Euro auf Leasingaufwendungen aus einem 20-jährigen Leasingvertrag, der im Jahresabschluss 2024 nach IFRS-16-Standard ausgewiesen wurde. Rund 30 Millionen Euro investierte das Unternehmen in produktionstechnische Infrastruktur und Anlagen.

Was sagt SMA zur strategischen Bedeutung des Werks?

CFO Kaveh Rouhi ordnet die Investition in die Unternehmensstrategie ein: Eine verlässliche Energieinfrastruktur sei “zur Voraussetzung für wirtschaftliches Wachstum, industrielle Wettbewerbsfähigkeit und die digitale Transformation geworden”. Die Gigawatt Factory stärke laut Rouhi die Fähigkeit des Unternehmens, kritische Energieinfrastruktur weltweit bereitzustellen, und unterstreiche das Bekenntnis zu Produktion in Europa.

Florian Bechtold, Executive Vice President Large Scale & Project Solutions bei SMA, verweist auf wachsende Projektgrößen bei Kunden. Die Fabrik biete dem Unternehmen nach eigenen Angaben die nötige Größe und Flexibilität, um dieses Wachstum zu bedienen.

Worüber diskutierten die Gäste bei der Eröffnung?

Eine Podiumsdiskussion unter dem Leitmotiv “Industrielle Wertschöpfung als Fundament einer verlässlichen Energieinfrastruktur” brachte Vertreter aus Industrie und Politik zusammen. Teilnehmende waren Herbert Diess, Aufsichtsratsvorsitzender der Infineon Technologies AG, Ben Hodges, ehemaliger Generalleutnant der U.S. Army Europe, Walburga Hemetsberger, CEO von SolarPower Europe, Nikolaus Valerius, CEO der RWE Generation SE, sowie Florian Bechtold von SMA. Themen waren Lieferketten, technologische Souveränität und Energiesicherheit in Europa.

SMA hat nach eigenen Angaben in den vergangenen zwei Jahren das Produktportfolio für Großanlagen geschärft und das Produktionskonzept der Fabrik auf hohe Skalierbarkeit ausgelegt. Seit 2006 verkaufte das Unternehmen weltweit Solar-Wechselrichter mit einer Gesamtleistung von rund 156 Gigawatt, was laut SMA vermiedene Treibhausgasemissionen von über 69 Millionen Tonnen CO2e und vermiedene Umweltkosten von rund 21 Milliarden Euro entspricht.

Quelle: SMA Solar Technology AG | www.solarserver.de © Solarthemen Media GmbH

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