Erneuerbare Wärme entlang der Donau

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Novi Sad (Serbien) im Winter - Unter der Leitung des Fraunhofer ISE hat sich ein Netzwerk von Partnern aus Donauanrainerstaaten gebildet, die die Möglichkeiten erneuerbarer Wärmenutzung ausloten. Foto: Pixabay

Im Juni 2017 fiel am Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme ISE der Startschuss für den Aufbau eines Netzwerks mit Donauanrainerstaaten. Zur Vervollständigung des Netzwerks sucht das Fraunhofer ISE jetzt noch einen deutschen Industriepartner aus der Solarthermiebranche.

Ziel des vom Bundesforschungsministerium geförderten Projekts »DanubeHEAT« ist der Ausbau von erneuerbaren Energien und Energieeffizienz im Wärmesektor. Der Themenkomplex wird mit Hilfe von kleinen und mittelständischen Unternehmen (KMUs), Universitäten, Schulen, Forschungseinrichtungen und Stadtverwaltungen aus zentralen Ländern entlang der Donau vorangetrieben. Alle Partner treffen sich bei Workshops in Kroatien und Rumänien im November 2017.

Das Projekt »DanubeHEAT« vereint insgesamt 13 Netzwerkpartner aus Slowenien, Kroatien, Moldawien, Bosnien-Herzegowina, Serbien, Rumänien und der Ukraine. Sie treffen sich im Rahmen von zwei Workshops am 21. und 23. November 2017, mit dem Ziel regionale und überregionale Potenziale im Bereich der erneuerbaren Wärmegewinnung auszuloten und Ideen in konkrete Projektanträge zu übersetzen. Potenzial sehen die Koordinatoren des Projekts vor allem im Ausbau industrieller Prozesswärme oder solarer Kühlung, z. B. im Tourismussektor; aber auch in der energetischen Sanierung von Gebäuden oder im Ausbau lokaler Wärmenetze mit solaren, biobasierten oder geothermischen Energiequellen. „Die Möglichkeiten für den Ausbau unterschiedlicher erneuerbarer Energien in diesen Regionen sind vielfältig“, berichtet das Projektleitungsteam Dr. Korbinian Kramer und Sandrin Saile vom Fraunhofer ISE, „vor allem auch in den Metropolen wächst mit neuen Geschäftsbezirken der Bedarf an nachhaltigen energetischen Gebäudekonzepten. Diesen möchten wir mit Vertretern aus den Regionen gemeinsam evaluieren und mit gebündeltem Know-how bedienen.“

Für einen bestmöglichen Erfahrungs- und Kompetenzaustausch zwischen Industrie, Forschung und Politik, ist das Projektteam auf der Suche nach einem Industriepartner aus der deutschen Solarthermiebranche. Er soll die Koordinatoren auf die Workshops in Rumänien und Kroatien begleiten und die künftigen Projektanträge maßgeblich mitgestalten. Für Partner mit großem Interesse an nachhaltiger Kooperation im osteuropäischen Raum hält das Fraunhofer ISE Mittel für Reise und Unterkunft bereit. Bewerbungen können bis zum 5. Oktober 2017 eingereicht werden. Interessenten wenden sich direkt an Sandrin Saile (sandrin.saile@ise.fraunhofer.de).

 

14.9.2017 | Quelle: Fraunhofer ISE | solarserver.de © EEM Energy & Environment Media GmbH

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