Greenpeace Energy baut erste PV-Anlage aus Fördergeldern

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Die Fördercents aus Greenpeace Energy's Tarif Solarstrom plus ermöglichten den Bau einer ersten PV-Anlage. Foto: Greenpeace Energy

Greenpeace Energy hat in der Lausitz die erste Photovoltaikanlage aus Fördergeldern des Tarifs Solarstrom plus gebaut.

Mit dem Tarif will der Ökoenergieanbieter den sozialverträglichen Ausstieg aus der Braunkohle vorantreiben. Die neue Solaranlage mit zehn Kilowatt Spitzenleistung wurde im brandenburgischen Proschim auf dem Dach des Braunkohle-Kritikers Günter Jurischka errichtet und produziert Sonnenenergie direkt für Solarstrom-plus-Kundinnen und -Kunden.

Inzwischen beziehen fast 1.200 Kunden den Braunkohleausstiegstarif Solarstrom plus. Pro verbrauchter Kilowattstunde zahlen sie einen Fördercent für den Bau von Solaranlagen in den Tagebaurevieren. So kamen seit dem Tarifstart im Mai schon rund 8.000 Euro an Fördergeldern zusammen. „Die neue Anlage in Proschim ist die erste in einer ganzen Reihe von Photovoltaikanlagen, die wir mit unseren Partnern bauen wollen“, sagt Nils Müller, Vorstand von Greenpeace Energy. „Unser Ziel ist es dabei, die Energiewende in Regionen zu fördern, die jetzt noch von der Braunkohle abhängen.“

Mit der Zeit und wachsenden Kundenzahlen steigen auch die verfügbaren Summen für neue PV-Projekte. Diese sollen demonstrieren, wie ein sozialverträglicher Braunkohle-Ausstieg in der Lausitz und dem Rheinischen Braunkohlerevier mit möglichst vielen Arbeitsplätzen und maximaler Wertschöpfung für diese Regionen realisiert werden kann.

„Solange die Menschen in den Tagebaurevieren nicht wissen, wovon sie künftig leben sollen, werden sie sich mit Händen und Füßen gegen den aus Klimaschutzgründen dringenden Braunkohle-Ausstieg wehren“, sagt Greenpeace Energy-Projektpartner Günter Jurischka, dessen Dorf Proschim von der Abbaggerung durch den Tagebau Welzow-Süd bedroht ist. Mit der neuen PV-Anlage auf seinem Dach will er ein Zeichen für den grundlegenden Wandel der Lausitz setzen. „Durch den Ausbau der Erneuerbaren können hier mehr Arbeitsplätze entstehen als die Braunkohle in Zukunft bietet.“

 

26.10.2017 | Quelle: Greenpeace Energy | solarserver.de © EEM Energy & Environment Media GmbH

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