Asienaufträge werden abgearbeitet

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Das Kerngeschäft der deutschen Solarequipment-Hersteller wird nach wie vor in Ostasien gemacht. Der von dort stammende Anteil am Gesamtumsatz belief sich im dritten Quartal 2017 auf 81 Prozent laut VDMA. Foto: Hanwha

Der Markt für Solarequipment hat sich laut VDMA, Arbeitsgruppe Photovoltaik-Produktionsmittel, wieder beruhigt, nachdem der Jahresstart von kräftigen Investitionen geprägt war.

Laut VDMA sanken die Umsätze der Hersteller von Solarequipment im dritten Quartal gegenüber dem zweiten Quartal 2017 um 13 Prozent. Die Auftragsbücher der Unternehmen seien aber noch gut gefüllt, im dritten Quartal wurde ein Verhältnis von Bestellungen zu ausgelieferten Anlagen („Book-to-Bill“) von 1,6 erreicht.

„Die bisher hohe Investitionstätigkeit der Solarzellenhersteller in den Ausbau bestehender und neuer Produktionskapazitäten geht zurück, die Produktion ist noch ausgelastet. Jedoch wirken sich die niedrigen Preise negativ auf die Umsätze aus. Neue Aufträge kamen verstärkt für PERC und Black Silicon Anlagen im kristallinen Silizium sowie aus dem Dünnschichtbereich“, erklärte Dr. Peter Fath, Geschäftsführer der RCT Solutions GmbH und Vorsitzender des Vorstands von VDMA Photovoltaik-Produktionsmittel.

Asien bringt größtes Geschäft
Die Exportquote deutscher Photovoltaik-Zulieferer erreichte zwischen August und September den Rekordwert von 87 Prozent. Das Kerngeschäft wurde nach wie vor in Ostasien gemacht, der von dort stammende Anteil am Gesamtumsatz belief sich im dritten Quartal 2017 auf 81 Prozent. Der Asien-Umsatz teilte sich wie folgt auf: der größte Teil wurde mit China (72 Prozent) gemacht, gefolgt von Taiwan (3 Prozent) sowie Indien (1 Prozent). Der Rest der asiatischen Länder, zu denen auch Malaysia und Vietnam zählen, konnte 5 Prozent verbuchen. Deutschland blieb mit einem Umsatzanteil von 10 Prozent hinter Asien an zweiter Stelle, während Amerika 5 Prozent der Umsätze verbuchte. Europa kam nur auf 4 Prozent der Umsätze.

Umsatzstärkstes Segment im dritten Quartal 2017 war für den deutschen Photovoltaik-Maschinenbau abermals das Produktionsequipment für die Zelle (57 Prozent), gefolgt von Produktionslösungen für die Dünnschicht-Photovoltaik (35 Prozent). Obwohl auf dem Weltmarkt die Produktion von Modulen auf Dünnschichttechnologie, zu denen die CIGS-Technologie (Copper-Indium-Gallium-Selenide) und CdTe-Technologie (Cadmiumtellurid) gehören, weniger als 10 Prozent betragen, zeigt der hohe Anteil, dass speziell in diesem Segment viele Produktionslösungen aus Deutschland bezogen werden. Anlagen zur Poly-Silizium-, Ingot- und Wafer Fertigung sowie Equipment für das kristalline Backend – die Modulproduktion - waren mit 4 Prozent am Umsatz beteiligt.

Auftragseingang leicht zurückgegangen
Der Auftragseingang hat im dritten Quartal 2017 gegenüber dem zweiten Quartal etwas nachgelassen (minus 2 Prozent). Die regionale Zuordnung hatte wieder einen Asienschwerpunkt mit 80 Prozent aller Bestellungen, gefolgt von Deutschland mit 12 Prozent und Europa mit 8 Prozent. „Der extrem hohe Auftragseingang am Jahresanfang hinterlässt noch dicke Auftragsbücher, die abgearbeitet werden. Der hohe Anteil gerade auch für Equipment zur Herstellung von Dünnschicht-Modulen zeigt, dass deutsches Produktionsequipment gefragt ist“, erläuterte Dr. Jutta Trube, Geschäftsführerin VDMA Photovoltaik-Produktionsmittel.

 

04.01.2018 | Quelle: VDMA | solarserver.de © EEM Energy & Environment Media GmbH

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