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e2m: Zukunft Blockchain in der Post-EEG-Ära

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Blockchain ist im Energiesektor in aller Munde. Jetzt geht e2m und die Blockchain-Plattform Switch eine Partnerschaft ein, um das Thema auf eine neue Ebene zu heben. Foto: Pixabay

Die Energy2market GmbH (e2m) geht eine strategische Partnerschaft mit der Blockchain-Plattform Swytch ein, um branchenführend eine Blockchain-basierte Daten- und Anreizplattform für Erneuerbare Energien (EE) zu etablieren.

Ziel ist es, erzeugten EE-Produktionsmengen einen virtuellen Wert – den Swytch-Token – zuzuordnen. Bereits im Sommer 2017 gab es hierzu erste Gespräche und seit Anfang dieses Jahres testet die e2m die Effizienz der Blockchain-Plattform für ihr Portfolio in Deutschland. Dieses umfasst etwa 3,5 Gigawatt (GW) installierter Leistung in den Erzeugungstechnologien Wind, Solar, Wasserkraft und Biomasse.

„Wir sind der festen Überzeugung, dass die innovative Blockchain-Technologie genutzt werden kann, um den Wert der europäischen Erzeugungsanlagen nach dem Auslaufen des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) langfristig zu sichern“, sagt Andreas Keil, Geschäftsführer der e2m.

Erneuerbare Energien machen heute 31,5% des Bruttostromverbrauches in Deutschland aus – bis 2050 sollen 80% erreicht werden. „Dies geht nicht ohne neue Förderinstrumente und zukunftsweisende Handelsmechanismen, da staatliche Anreizprogramme wie das EEG in Deutschland und anderen europäischen Ländern auslaufen. Insofern testen wir hier für unsere Kunden ein Stück Zukunft“, sagt Keil.

Die in Cambridge beheimatete Swytch-Plattform wurde von dem Massachusetts Institute of Technology(MIT) nahe stehenden Spezialisten gegründet. Swytch setzt auf Blockchain als Technologie, um Daten, Netzwerke und Anreize zusammenzuführen. Im Rahmen der Zusammenarbeit mit der e2m wurde ein neues Blockchain-Protokoll entwickelt, das zur Verifizierung und Nachverfolgung der Stromproduktion aus erneuerbaren Energien dient. Die Swytch-Plattform besteht aus einem ERC20-Token für den Austausch von Produktionsdatenrechten, einem Proof-of-Production-Protokoll (POP) zur Verifizierung von Daten an der Erzeugungsquelle und einem Open-Source-„Orakel" zur Aggregierung von Daten und Zuteilung von Anreizmechanismen.

„Mit mehr als 3,5 GW installierter Leistung ist die e2m Betreiberin eines der leistungsstärksten Virtuellen Kraftwerke in Europa", sagt Evan Caron, Mitbegründer und Geschäftsführer von Swytch. „Unser Blockchain-System ist die einzige Technologie, die im Gigawatt-Bereich getestet wurde und nahtlos an die Plattform der e2m andockt. Dadurch kann die Produktion direkt an der Quelle überprüft werden. Im Vergleich zu bestehenden Lösungen wird dies die Verwaltungskosten drastisch reduzieren und Anreizmechanismen z.B. für Wohnimmobilien eröffnen, die eine Schlüsselposition für die beschleunigte Integration erneuerbarer Energien darstellen. Swytch positioniert sich als zentraler Akteur in der globalen Megabewegung, um nachhaltig CO2-Emissionen zu reduzieren.“

 

09.03.2018 | Quelle: e2m | solarserver.de © EEM Energy & Environment Media GmbH

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