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Deutsche Umwelthilfe zeichnet Stadtwerke Radolfzell aus

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Im Ortsteil Liggeringen punkteten die Stadtwerke Radolfzell mit dem Projekt „Solarenergiedorf Liggeringen“. Dort wird ein Solarthermiefeld sowie ein Biomasseheizwerk auf Basis von Holzhackschnitzeln errichtet. Foto: Stadtwerke Radolfzell

Die Stadtwerke punkten laut DUH vor allem in den Geschäftsfeldern Strom und Wärme mit klimafreundlichen Lösungen, aber auch im Bereich Energieeffizienz. In der Trinkwasserversorgung und der Mobilität finden sich ebenso innovative Ansätze.

Der Energieversorger hat in der Region um Radolfzell den Ausbau der Photovoltaik nicht nur mit eigenen Anlagen, sondern auch durch finanzielle Beteiligungsmöglichkeiten für Bürger vorangebracht: Mit dem neuen Mieterstrommodell können neben Hausbesitzern künftig auch Mieter selbst produzierten Ökostrom nutzen; im Programm „daheim solar“ unterstützen die Stadtwerke Radolfzell Privatpersonen dabei, eigene Dachflächen zur Stromproduktion mit Photovoltaik-Anlagen und Stromspeicher auszubauen. 

Photovoltaik und Biogas ergänzen
Darüber hinaus haben die Stadtwerke in die regenerative Stromproduktion aus Windenergie investiert, insbesondere im Windpark Verenafohren, wo seit 2017 gut 20 Millionen Kilowattstunden pro Jahr produziert werden können. Die Stromerzeugung im eigenen Kraftwerkspark stammt zu 60 Prozent aus erneuerbaren Energien. Photovoltaik und Biogas werden ergänzt durch besonders effiziente KWK-Anlagen, die Wärme und Strom aus Erdgas produzieren. Im Strombereich realisierten die Stadtwerke allein damit im Jahr 2016 eine Treibhausgasminderung von knapp 5.000 Tonnen CO2-Äquivalent pro Jahr bezogen auf den deutschen Strommix. 

Solarenergiedorf Liggeringen
Im Wärmebereich tut sich gerade viel, insbesondere im Ortsteil Liggeringen punkten die Stadtwerke Radolfzell mit dem Projekt „Solarenergiedorf Liggeringen“. Dort wird ein Solarthermiefeld sowie ein Biomasseheizwerk auf Basis von Holzhackschnitzeln errichtet. Das über eine effiziente Heizzentrale gespeiste Nahwärmenetz zieht sich durch einen Großteil des Ortes. Um eine größtmögliche Abdeckung zu erreichen, werden Hauseigentümer beim Anschluss an das Nahwärmenetz durch die Stadtwerke beratend und finanziell unterstützt, zudem erhalten Anschlussnehmer automatisch einen zukunftsweisenden Glasfaseranschluss. Somit setzen die Stadtwerke Radolfzell auf Nahwärme anstelle der Erschließung des Gasnetzes mit fossilen Energieträgern. Dies ist unter Klimaschutzaspekten positiv zu bewerten. 

EE-Anteil steigt auf über 50 Prozent
Insgesamt lag der Anteil erneuerbarer Energien an der Wärmeproduktion im ganzen Kraftwerkspark 2016 bei 43 Prozent, mit der Fertigstellung des Solarenergiedorfes Liggeringen wird dieser Anteil auf über 50 Prozent steigen.
„Mit der strategischen Herangehensweise, den Klimaschutz in allen relevanten Geschäftsbereichen seit vielen Jahren zu integrieren, beweisen die Stadtwerke eindrucksvoll ihre ökologische Ausrichtung. Die hohe Priorität des Klimaschutzes innerhalb des Unternehmens hat nach unserer Ansicht Vorbildcharakter. Die Auszeichnung ist mehr als verdient“, lobte DUH-Geschäftsführer Sascha Müller-Kraenner das Engagement der Radolfzeller.

24.04.2018 | Quelle: DUH | solarserver.de © EEM Energy & Environment Media GmbH

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