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Neuartiger Batteriespeicher sorgt für Netzstabilität

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Einweihung des Batteriespeichersystems in Wendelstein. Das Projekt basiert auf ausrangierten Akkus aus E-Entwicklungsfahrzeugen von Audi. Foto: Gemeindewerke Wendelstein

In Wendelstein südlich von Nürnberg sorgt ein neuartiger Batteriespeicher für die Stabilisierung der Stromnetze.

Als Akkus kommen Batteriemodule ausgemusterter Entwicklungsfahrzeuge von Audi zum Einsatz. Zwei vollklimatisierte Container mit einer Grundfläche von rund 75 Quadratmetern beherbergen 84 Batterien. Ihre Speicherkapazität liegt bei einer Megawattstunde und reicht rechnerisch, um rund 100 durchschnittliche Haushalte einen Tag lang mit Strom zu versorgen. 

Die Gemeindewerke Wendelstein Bürgerkraftwerk GmbH, ein Tochterunternehmen der Gemeindewerke Wendelstein und der Nürnberger N‑Ergie Regenerativ GmbH, sowie der Erlanger Energiespezialist Covalion errichteten die Anlage in den vergangenen Monaten im Netzgebiet der Gemeindewerke in der Johann-Höllfritsch-Straße in Wendelstein.

Technisches Neuland
Auf technisches Neuland haben sich die Experten begeben, um die aus Elektroautos stammenden Batteriesysteme mit der bereits bestehenden Sicherheitshülle in eine stationäre Einheit zu integrieren und zu verschalten. Dafür hat Covalion das technische Konzept sowie die Steuerung der Ein- und Ausspeisung entwickelt. 

Vermarktung durch N-Ergie
N-Ergie wird mit der Anlage sogenannte Primärregelleistung vermarkten. Regelleistung ist erforderlich, um die Abweichungen zwischen Stromerzeugung und -verbrauch so auszugleichen, dass die Netzfrequenz konstant bei 50 Hertz liegt. Die Anforderungen an die Primärregelleistung sind am höchsten, da diese innerhalb von 30 Sekunden bereitzustellen ist. Die Einbindung in das Stromnetz erfolgt über das 20-kV-Netz im Gewerbegebiet „Am Kohlschlag“ in Wendelstein. Die maximale Einspeise- sowie Ausspeiseleistung beträgt 500 Kilowatt.

Der Einsatz der Batterien im stationären Speicher ist auf rund 20 Jahre ausgelegt. Danach werden die Akkus zerlegt, analysiert und dem Materialkreislauf dann wieder als Rohstoff zugeführt.

„Wir sind stolz, dass wir hier in Wendelstein mit dem ersten Speicher dieser Art in Bayern Vorreiter der Energiewende sind. Die Partner kommen aus der Region und zeigen, dass wir hier über ein breites Know-how verfügen“, sagt Werner Langhans, Erster Bürgermeister von Wendelstein.

„Der Ausbau der wetterabhängigen erneuerbaren Energien wie Sonne und Wind macht den Einsatz von solchen Speichertechnologien notwendig. Dabei haben Batterien das Potenzial, vor allem kurz- und mittelfristige Schwankungen in den Verteilnetzen auszugleichen“, betont Stefan Mull, verantwortlicher Projektleiter und Geschäftsführer der Gemeindewerke Wendelstein Bürgerkraftwerk GmbH. 

23.07.2018 | Quelle: N-Ergie | solarserver.de © EEM Energy & Environment Media GmbH

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