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Bundesländer vereinheitlichen kommunales Energiemanagement

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Landesenergieagenturen aus vier Bundesländern haben in Berlin den Startschuss für eine Kooperation im kommunalen Energiemanagement gegeben. Foto: Kerstin Pagel

Wie energetische Einsparpotenziale in den kommunalen Liegenschaften künftig erschlossen werden können, haben Landesenergieagenturen aus vier Bundesländern in Berlin vorgestellt.

Die bundesweit einmalige Kooperation ist ein erster Schritt hin zu einem bundeseinheitlichen Qualitätsstandard für kommunales Energiemanagement. Kern der Zusammenarbeit ist ein kostenfreies Online-Werkzeug mit dem Namen „Kom.EMS“ (Kommunales Energiemanagement-System). Beteiligt an dem Projekt sind das Kompetenzzentrum Energiemanagement der KEA Klimaschutz- und Energieagentur Baden-Württemberg, die Sächsische Energieagentur, die Landesenergieagentur Sachsen-Anhalt und die Thüringer Energie- und GreenTech-Agentur.

Vier Landesenergieagenturen bündeln ihre Kräfte
„Das gemeinsame Vorhaben ist die erste Kooperation dieser Art zwischen Landesenergieagenturen und ein zentrales Element für einen einheitlichen Qualitätsstandard im kommunalen Energiemanagement in Deutschland“, sagt Claus Greiser, Leiter des Kompetenzzentrums Energiemanagement der KEA. Die bundesländerübergreifende Zusammenarbeit der Landesenergieagenturen könnte Vorbild für andere Bundesländer werden und auch eine Blaupause für weitere Gemeinschaftsprojekte sein.

Starthelfer und Optimierungswerkzeug
„Mit dem Online-Werkzeug Kom.EMS erhalten kommunale Verwaltungen eine professionelle, praktisch anwendbare und kostenfreie Hilfestellung bei der Einführung oder Optimierung eines Energiemanagements“, erklärt Frank Kuhlmey, Projektleiter Kommunales Energiemanagement der Thüringer Energie- und GreenTech-Agentur. „Das Werkzeug begleitet Kommunen von Beginn an und bezieht alle für das Energiemanagement relevanten Verwaltungsebenen und Instrumente mit ein, um dauerhaft Energie zu sparen.“ Mit Checklisten und einem digitalen Leitfaden bietet es ein kompaktes Informationspaket für den Aufbau des Energiemanagements. So schafft die Online-Plattform Strukturen, wenn Zuständigkeiten, etwa für einen energiesparenden Heizungsbetrieb, nicht klar geregelt sind. Ein Wissensportal mit konkreten Arbeitshilfen wie Muster-Beschlussvorlagen oder einem Rechentool helfen zudem bei der weiteren Umsetzung.

Für die Politik interessant: Mit dem Tool lässt sich auch die Wirksamkeit von Förderprogrammen des Bundes oder der Länder prüfen. Dazu reichen ein Blick auf die Einsparerfolge der teilnehmenden Verwaltungen und der Vergleich mit den geflossenen Fördergeldern.

14.09.2018 | Quelle: KEA | solarserver.de © EEM Energy & Environment Media GmbH

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