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EEG: Marktprämie erstmals bei null Cent

Die Photovoltaik-Anlage in Wittstock hatte bei einer Ausschreibung einen Zuschlag in Höhe von 5,42 Cent pro Kilowattstunde (Zuschlagswert = anzulegender Wert) erhalten. Der Marktwert für Photovoltaik-Anlagen betrug im Monat August 5,595 Cent pro Kilowattstunde. Foto: BEE

„Die Integration Erneuerbarer Energie in den Markt funktioniert. Das EEG trägt in seiner Funktionsweise dazu bei“, sagt Peter Röttgen, Geschäftsführer des Bundesverbands Erneuerbare Energie (BEE). Im August hatte eine vom BEE vorgestellte PV-Anlage eine gleitende Marktprämie in Höhe von null Cent.

Das heißt, diese Anlage hat im August kein Geld aus dem EEG-Konto erhalten. Der BEE erwartet, dass dies für Photovoltaik- und künftig auch für Windenergieanlagen immer öfter der Fall sein wird. Fairere Marktpreise im Kontext einer CO2-Bepreisung tragen einen wesentlichen Teil dazu bei, die Vermarktung für Erneuerbare zu erleichtern. Darin sieht sich der BEE bestätigt.

Differenzkosten deutlich zurückgegangen
Der Kostenrückgang der erneuerbaren Energien einerseits und die sich erholenden Börsenstrompreise andererseits führen dazu, dass die Differenzkosten der erneuerbaren Energien bereits sehr deutlich zurückgegangen sind. Der BEE geht davon aus, dass die Kosten bei Photovoltaik und Windenergie auch in den kommenden Jahren weiter sinken werden.

Bedeutung der gleitenden Marktprämie
Das EEG spiele für den politisch gewünschten Ausbau der erneuerbaren Energien und damit verbunden für die Refinanzierung Erneuerbarer-Energie-Anlagen weiterhin eine wichtige Rolle. Das Gesetz ist dabei so konstruiert, dass die Marktprämie sich automatisch in dem Maße reduziert, wie der Marktwert der erneuerbaren Energien steigt und die Kosten fallen. „Insofern handelt es sich um einen notwendigen Mechanismus, um Innovationen voranzubringen. Dabei übernimmt die gleitende Marktprämie immer stärker die Rolle der Risikoabsicherung“, betont Röttgen. Dies trage dazu bei, dass Risikozuschläge minimiert werden, wodurch der Ausbau der erneuerbaren Energien deutlich kostengünstiger stattfinden kann.

Mehr zum Thema im BEE-Hintergrundpapier

 

12.10.2018 | Quelle: BEE | solarserver.de © EEM Energy & Environment Media GmbH

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