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Kohlekraftwerke stoßen zu viele Stickoxide aus

Kohlekraftwerke sind nicht nur Inbegriff für Ressourcenverschwendung und Umweltzerstörung. Nach einer aktuellen Studie emittieren sie auch viel zu hohe Schadstoff-Frachten und müssten diese über Katalysatoren eigentlich ausfiltern. Foto: Pixabay

In einer Studie haben die Klima-Allianz Deutschland und der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) untersuchen lassen, wie viele Stickoxide (NOx) die größeren deutschen Kohlekraftwerke ausstoßen und wie der Ausstoß des giftigen Gases gesenkt werden könnte.

Das Ergebnis der so genannten Ökopol-Studie: 73 % der Braunkohlekraftwerke schaffen nicht einmal das Mindestniveau der neuen EU-Standards. Die Studie zeigt, dass die ältesten Kraftwerksblöcke auch die dreckigsten und gesundheitsschädlichsten sind. Auch Steinkohlekraftwerke könnten der Ökopol-Studie zufolge ihre NOx-Emissionen noch einmal um knapp die Hälfte mindern, wenn sie ihren Katalysator voll ausschöpften. Für sie ist ein Katalysator bereits seit den 1980er Jahren Pflicht.

Fakten zur Studie
Für die Studie wurden die NOx-Emissionsdaten von 40 Braunkohlekraftwerken und 68 Steinkohlekraftwerken ab 100 MW elektrischer Leistung bei den Betreibern abgefragt und vom Beratungsinstitut Ökopol ausgewertet. Sie enthält neben den Kostenabschätzungen auch Empfehlungen für die Umsetzung der neuen EU-Schadstoffgrenzen in deutsches Recht.

Bundesregierung lässt Frist verstreichen
Die EU-Mitgliedsstaaten haben neue Schadstoffgrenzen für Kohlekraftwerke beschlossen. Diese müssen ab 2021 eingehalten, in Deutschland aber zuvor konkretisiert und in nationales Recht umgesetzt werden. Die Bundesregierung hat die gesetzliche Umsetzungsfrist im August verstreichen lassen.

Die Studie gibt es zum Download hier.

 

18.10.2018 | Quelle: Klima-Allianz | solarserver.de © EEM Energy & Environment Media GmbH

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