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Markteinbruch in China verschlechtert Umsatz und Ergebnis von SMA

SMA-Vorstand Jürgen Reinert. Foto: SMA Solar Technology AG

Die SMA Solar Technology verkaufte in den ersten drei Quartalen 2018 mehr Wechselrichterleistung als im Vorjahr, büßte aber Umsatz ein und machte weniger Gewinn.

Die SMA Solar Technology AG verkaufte von Januar bis September 2018 Wechselrichter mit einer Gesamtleistung von rund 6,2 Gigawatt (GW). Im Vergleich zum ersten Dreiviertaljahr 2017 waren es 5,9 GW. Trotz der Absatzsteigerung ging der Umsatz im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 2,9 Prozent zurück auf 575,1 Millionen Euro (Q1-Q3 2017: 592,5 Mio. Euro). Das operative Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) sank von Januar bis September 2018 auf 50,5 Mio. Euro (EBITDA-Marge: 8,8 Prozent; Q1-Q3 2017: 55,3 Mio. Euro, 9,3 Prozent). Das EBITDA im Berichtszeitraum sowie im Vergleichszeitraum 2017 ist durch positive Sondereffekte beeinflusst. Die Bruttomarge lag bei 23,1 Prozent (Q1-Q3 2017: 21,1 Prozent).

Den Umsatz- und Ergebnisrückgang führt das Unternehmen insbesondere auf den infolge des Markteinbruchs in China erhöhten Preisdruck in allen Märkten und Regionen zurück. Damit sei die Verschiebung von PV-Großprojekten in das kommende Jahr verbunden.

Das Konzernergebnis betrug von Januar bis September 2018 8,5 Millionen Euro und ging damit gegenüber dem Vrgleichszeitraum 2017, als 25,0 Mio. Euro erzielt wurden, sehr deutlich zurück. Das Ergebnis je Aktie lag somit bei 0,24 Euro (Q1-Q3 2017: 0,72 Euro). Mit einer Nettoliquidität von 373,2 Mio. Euro (31.12.2017: 449,7 Mio. Euro) und einer Eigenkapitalquote von 53,3 Prozent (31.12.2017: 50,3 Prozent) verweist SMA weiterhin auf eine solide Bilanzstruktur.

„Für 2018 rechnen wir im weltweit größten Solarmarkt China mit einem Markteinbruch um 26 Prozent. Die bereits vor der unerwarteten und deutlichen Kürzung der PV-Ausbauziele durch die chinesische Regierung geplanten PV-Projekte wurden mittlerweile realisiert, so dass die chinesischen Modul- und Wechselrichter-Produzenten nun verstärkt auf die internationalen Märkte drängen und einen massiven Preisdruck verursachen“, erklärt SMA Vorstandssprecher Dr. Jürgen Reinert. „Um in den kommenden Monaten von noch niedrigeren Preisen zu profitieren, verschieben Projektentwickler und Investoren daher den Bau großer PV-Projekte immer häufiger in das kommende Jahr. Der Auftragseingang der SMA blieb vor diesem Hintergrund in den vergangenen Monaten erheblich hinter den Erwartungen zurück." Reinert kündigte "Restrukturierungsmaßnahmen" an, die bis Ende des Jahres mit den Arbeitnehmervertretern abgestimmt und verabschiedet werden sollten. "Darüber hinaus werden wir neben den bereits vorhandenen kostenoptimierten Produkten weitere Neuentwicklungen in die Märkte einführen, um den steigenden Preisdruck im Komponentengeschäft zu kontern", sagte Reinert. "Langfristig ist es unser Ziel, auf Basis unserer umfassenden Erfahrungen und Kompetenzen im Energiemanagement und der Integration von Batteriespeichern das margenstärkere System- und Dienstleistungsgeschäft zu erschließen.“

Der SMA Vorstand bestätigt die am 27. September 2018 angepasste Umsatz- und Ergebnisprognose für das Geschäftsjahr 2018. Sie sieht bei einem Umsatz von 800 Mio. Euro bis 850 Mio. Euro (vormals: 900 Mio. Euro bis 1.000 Mio. Euro) ein ausgeglichenes bis leicht negatives operatives Ergebnis vor Abschreibungen, Zinsen und Steuern (EBITDA) nach Sondereffekten aus Restrukturierung vor (vormals: EBITDA von 90 Mio. Euro bis 110 Mio. Euro). Das EBITDA berücksichtigt erstmals Aufwendungen für den Aufbau des digitalen Geschäfts von mehr als 10 Mio. Euro. Die Abschreibungen werden sich nach Vorstandsschätzung auf ca. 50 Mio. Euro belaufen.

 

08.11.2018 | Quelle + Foto: SMA | solarserver.de © EEM Energy & Environment Media GmbH

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