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Europäischer Solarpreis für zukunftsweisende Projekte

Foto: Eurosolar / Low Carbon Hub

Eurosolar hat acht vorbildliche Projekte für die Energiewende mit dem Europäischen Solarpreis 2018 ausgezeichnet. Geehrt wurden Preisträger aus sechs verschiedenen Nationen für ihre Beiträge zur regenerativen und dezentralen Energieversorgung in Europa.

Anlässlich ihres 30-jährigen Bestehens wählte Eurosolar, die Vereinigung für Erneuerbare Energien, das Kunstmuseum in ihrer Heimatstadt Bonn als Ort der Preisverleihung. Die ausgezeichneten Projekte wurden in den Bereichen  Stadtplanung, Architektur, Soziales und Industrie, Transport und Mobilität sowie Bildung realisiert.

Den Preis in der Kategorie Solare Architektur und Stadtplanung erhielt die Schweizer Pilatus Flugzeugwerke AG mit einer architektonisch perfekt integrierten Photovoltaikanlage auf einer Industriehalle zur Deckung des Energiebedarfs für die Flugzeugproduktion. Die französische Gemeinde Le Mené wurde ausgezeichnet für ihren ganzheitlichen Ansatz zur Deckung des Energiebedarfs der Gemeinde mit 100 % Erneuerbaren Energien. S&H Connect GmbH, Österreich, präsentierte ein erfolgreiches Konzept zur Erschließung des Nutzungspotenzials von Solarstrom auf den Dächern von kommunalen Einrichtungen und Industriegebäuden. Das PlusEnergie-Siedlung Zentrum Tobel in der Schweiz ist ein zukunftsweisendes Beispiel für die soziale und wirtschaftliche Einbindung von Mietern in die Nutzung von Sonnenenergie. Low Carbon Hub aus dem Vereinigtes Königreich realisierte ein wegweisendes Modell eines bürgernahen Sozialunternehmens für eine gemeinschaftliche erneuerbare Energieversorgung in Oxfordshire. Die solar-elektrische Autofähre „Sankta Maria II“ der Ostseestaal GmbH & Co. KG, Deutschland kommt als visionäres Beispiel für den emissionsfreien Wassertransport auf der Mosel an der deutsch-luxemburgischen Grenze zum Einsatz.
Ausgezeichnet in der Kategorie Bildung wurde die niederländische Energy Endeavour Foundation für die Organisation des Solar Decathlon Europe, ein weitreichender Studentenwettbewerb zur Bewusstseinsbildung im Bereich innovativer und ressourcenschonender Architektur mit politischer Wirkung in Europa und den USA. In der Kategorie Eine-Welt-Zusammenarbeit siegte die israelisch-palästinensische NGO Comet-ME, die rund 4.000 Menschen in Palästina, die keinen Zugang zum Versorgungsnetz haben, mit Erneuerbaren Energien und sauberem Wasser versorgt.

Energiewende auf lokaler Ebene

Die ausgezeichneten Projekte sind für EUROSOLAR-Präsident und Vorsitzenden der Jury Prof. Peter Droege Beispiele für eine funktionierende Energiewende in verschiedensten Anwendungsbereichen. „Die Folgen des Klimawandels sind heutzutage sichtbarer denn je und der Handlungsbedarf zu dessen Bekämpfung so dringend wie nie zuvor. Daher bin ich froh, dass wir heute Menschen auszeichnen konnten, die sich mit Lösungen für eine lokale und regionale Energiewende befassen. Egal ob Gemeinde, Industrie oder Studierendenwettbewerb: alle Preisträger haben Innovationen gemein, die praxisnah und nachhaltig sind. Sie dienen als zukunftsweisende Beispiele für Erneuerbare Energien in Europa“, sagte Prof. Droege.

In einer Podiumsdiskussion diskutierten Jennifer McIntosh, Geschäftsführerin der International Solar Energy Society (ISES), EUROSOLAR-Vizepräsident Stephan Grüger, MdL, und Yunus Arikan, Leiter der globalen Advocacy und Politik von ICLEI, Chancen und Herausforderungen der Energiewende auf lokaler, nationaler und transnationaler Ebene. Unter anderem kamen sie zu dem Ergebnis, dass Kommunalverwaltungen und lokale Akteure sowie die Zivilgesellschaft in einen ständigen Dialog über nationale und europäische Energie- und Klimapolitik einbezogen werden müssen, um Akzeptanz und den sozialen Zusammenhalt zu fördern.

19.11.2018 | Quelle: Eurosolar  | solarserver.de © EEM Energy & Environment Media GmbH

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