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Manifest für solare Elektromobilität

Foto: Renault

Ausgehend von einer Initiative der Solar Promotion GmbH als Veranstalterin von Power2Drive haben einige Verbände ein Manifest unterzeichnet mit dem Ziel, eine enge Verknüpfung von Elektromobilität und erneuerbaren Energien voranzutreiben.  Die Branche sei bereit, doch es fehle das konsequente Handeln der Politik.

In einem gemeinsamen Manifest fordern die Verbände nicht nur ein klares Signal von Seiten der Politik, sondern auch eine progressive, konsequente Handlungsweise von Wirtschaft und Bürgern. Nur wenn dieses neue Handeln gefordert und gefördert werde, bestehe die Chance, die Energiewende in allen Sektoren voranzubringen und so die Klimaziele doch noch zu erreichen.

Die Allianz hat deshalb sieben Empfehlungen formuliert, um aufzuzeigen, warum eine enge Verknüpfung von Elektromobilität und Erneuerbaren Energien nicht nur sinnvoll, sondern sogar zwingend notwendig ist. Sie verlangt, die Fehler aus der Vergangenheit als Antrieb für ein entschlossenes Handeln in der Gegenwart zu nutzen. Um dem Voranschreiten des Klimawandels beizukommen, seien Investitionen in erneuerbare Energien nötig. Nur wenn die Politik klare Rahmenbedingungen definiere, könne die Grundlage für ein Gelingen der Energiewende geschaffen werden. Zudem müsse bei der Umgestaltung des Verkehrssektors der Fokus klar auf erneuerbaren Energien liegen, um einen positiven Effekt auf das Klima erzielen zu können. Das heißt im Umkehrschluss: Der für Elektrofahrzeuge anfallende Mehrbedarf an Strom dürfe nicht von herkömmlichen Energieträgern wie Kohle, Erdgas, Erdöl oder Kernenergie gedeckt werden.

Zu den Erstunterzeichnern des Manifestes gehören der Bundesverband eMobilität e.V., Bundesverband Neue Energiewirtschaft e.V., Bundesverband Solare Mobilität e.V., Bundesverband Solarwirtschaft e.V., Bundesverband WindEnergie e.V., Deutsche Gesellschaft für Sonnenenergie e.V. sowie International Battery & Energy Storage Alliance.

Konsequentes, progressives Handeln gefordert

Die Sektorenkopplung, also die intelligente Verzahnung der Sektoren Strom, Wärme und Mobilität, könne nur funktionieren, wenn die Elektromobilität in ein flexibles System erneuerbarer Energien eingebettet wird. Darüber hinaus müsse die Energieversorgung in Zukunft dezentral und sektorenübergreifend gestaltet sein. Für eine höhere Versorgungssicherheit sowie Netzstabilität sei die Investition in den Ausbau eines intelligenten dezentralen Netzes unumgänglich.

Die Zeiten, in denen Deutschland aufgrund des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) als internationaler Vorreiter in Sachen Klimaschutz galt, sind aus Sicht der Unterzeichner vorbei. Im Klima-Ranking der EU-Staaten liege Deutschland nur noch auf Platz 8, weil Klimaziele verfehlt und Reformmaßnahmen behindert wurden. So habe die Bundesumweltministerin Svenja Schulze noch im Sommer die klare Forderung ausgegeben, den Treibhausgas-Ausstoß von Neuwagen bis 2030 um 45 Prozent verringern zu wollen. Aufgrund der möglichen Auswirkungen auf die Automobilindustrie sei die Bundesregierung mit diesem Ziel allerdings nicht einverstanden gewesen. Solche Positionswechsel schaden nach Meinung der Verbände vor allem der Umwelt, sie bremsten aber auch Entwicklungen in Industrie und Wirtschaft aus.

Welches Potenzial in dieser Kombination aus Mobilität und sauberem Strom steckt und inwieweit die Sektorenkopplung weiter in den Fokus gestellt werden muss, das soll auch die Messe The smarter E Europe zeigen, die vom 15. bis zum 17. Mai 2019 auf der Messe München stattfinden wird.

 

22.11.2018 | Quelle: Solar Promotion  | solarserver.de © EEM Energy & Environment Media GmbH

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