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SMA will sich umstrukturieren

SMA-Vorstand Jürgen Reinert (Foto: SMA)

Der Vorstand der SMA Solar Technology AG hat Restrukturierungspläne für das Unternehmen vorgestellt. Das Unternehmen will seine Aktivitäten in China beenden und weltweit rund 425 Vollzeitstellen abbauen.

Zu den wesentlichen geplanten Maßnahmen gehört laut SMA-Vorstandssprecher Jürgen Reinert die Aufgabe der Standorte in China und der Verkauf der chinesischen Gesellschaften an das dortige Management. Die Restrukturierungsmaßnahmen seien notwendig, um SMA in einem von starkem Preisverfall geprägten Umfeld schnell wieder in die Profitabilität zurückzuführen. Darüber hinaus will sich SMA als System- und Lösungsanbieter für die Zukunft positionieren.

„Im Zentrum unserer Überlegungen zur Restrukturierung stand die Standortfrage“, so Reinert: „Mit den nun beschlossenen Maßnahmen bekennt sich der SMA-Vorstand zum Standort Deutschland. Sie sind darauf ausgerichtet, durch die Fokussierung auf unsere Kernkompetenzen, die Auslagerung und Automatisierung von Tätigkeiten sowie einen Umbau der Strukturen die Fixkosten der SMA zu senken und unsere Kapazitäten am Hauptstandort optimal auszulasten.“ Der Abbau von weltweit ca. 425 Vollzeitstellen sei dabei leider unumgänglich.

„Der Verkauf der Unternehmenseinheiten in China an das dortige Management schafft gute Voraussetzungen für eine positive Geschäftsentwicklung auf beiden Seiten“, erläutert Reinert die strategische Entscheidung: „Um den Erfolg der SMA langfristig zu sichern, werden wir die bereits begonnene Weiterentwicklung des Unternehmens zum System- und Lösungsanbieter verstärkt vorantreiben und weiterhin in die Zukunftsthemen Energiemanagement, Speicherintegration, Repowering und digitale Geschäftsmodelle investieren.“

Die geplanten Restrukturierungsmaßnahmen sollen, vorbehaltlich der Zustimmung des Betriebsrats, ab Januar 2019 umgesetzt werden. Bezogen auf die 3.307 Vollzeitstellen (ohne Zeitarbeitskräfte) per 31. Dezember 2018 plant der SMA-Vorstand, bis 2020 weltweit ca. 425 Vollzeitstellen abzubauen. Davon entfallen mehr als 100 Vollzeitstellen auf den Standort Deutschland und mehr als 300 Vollzeitstellen auf die Standorte im Ausland. Der SMA Vorstand strebt einen sozialverträglichen Personalabbau an. Zum aktuellen Zeitpunkt können aber betriebsbedingte Kündigungen nicht ausgeschlossen werden.

Der SMA-Vorstand bestätigt die Umsatz- und Ergebnisprognose für das laufende Geschäftsjahr. Sie geht von einem Umsatz von 760 Euro bis 780 Millionen Euro und einem negativen EBITDA im mittleren bis oberen zweistelligen Millionen-Euro-Bereich aus. Für 2019 strebt der SMA Vorstand einen wachsenden Umsatz und ein positives EBITDA an.

 

12.12.2018 | Quelle: SMA | solarserver.de © EEM Energy & Environment Media GmbH

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