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Photovoltaikförderung in Österreich gestartet

PV-Aufdachanlage in der Landwirtschaft. Foto: eco-tec.at Photovoltaics GmbH

Diese Woche ist das erste PV-Förderprogramm dieses Jahres erfolgreich in Österreich gestartet. Der Bundesverband Photovoltaic Austria erhofft sich außerdem von dem für das Jahr 2020 geplante Erneuerbaren Ausbau Gesetz (EAG) einen massiven PV-Ausbau in Österreich.

Mit großem Andrang startete am 9. Januar die österreichische Förderung für PV-Anlagen. Die OeMAG - Abwicklungstelle für Ökostrom AG wickelt das Programm ab. Gefördert werden PV-Anlagen auf Gebäuden bis zu einer Größe von 200 kWp Leistung mit einem Einspeisetarif von 7,67 Cent/kWh und einem einmaligen Investitionszuschuss von 250 Euro (max. 30 Prozent der anrechenbaren Errichtungskosten).

Am 11. März startet die zweite Fördermöglichkeit im Jahr 2019 mit einer Investitionsförderung für PV-Anlagen und Stromspeicher. Auch hier übernimmt die OeMAG die Abwicklung. Es stehen 9 Millionen Euro für die Förderung von PV-Anlagen und weitere 6 Millionen Euro für die Förderung von Stromspeichern zur Verfügung. PV-Anlagen bis 500 kWp sowie Stromspeicher erhalten einen einmaligen Investitionszuschuss.

Der Bundesverband Photovoltaic Austria (PVA) ist zuversichtlich, dass die für Private so wichtige Fördermöglichkeit des Klima- und Energiefonds dieses Jahr wieder in voller Höhe zur Verfügung gestellt wird. Die beinahe Halbierung des Förderbudgets sowie der verspätete Förderstart 2018 war ein harter Rückschlag für die Branche, der sich nicht wiederholen darf. „Im Hinblick auf die Ziele der Regierung war die Kürzung der Fördermittel für Private der absolut falsche Weg. Industrie und Gewerbe brauchen verlässliche Rahmenbedingungen und einen wirtschaftlich planbaren Markt, um diesen sukzessiv bedienen zu können. Für Endkunden ist das Zeichen der Kontinuität ein wichtiges Entscheidungskriterium um in eine PV-Anlage zu investieren. Dementsprechend muss das EAG weg von punktuellen hin zu effizienten und planbaren Förderungen.“, sagt Vera Immitzer, Geschäftsführerin des Bundesverbands Photovoltaic Austria (PVA).

Immitzer weiter: „Das Erneuerbaren Ausbau Gesetz (EAG), das ab 2020 in Kraft treten soll, muss sowohl innovativ sein als auch einen massiven Ausbau ermöglichen.“ Das dazu von Bundesministerin Elisabeth Köstinger Anfang Dezember 2018 präsentierte Eckpunkte Papier ist aus der Sicht des Verbandes eine gute Arbeitsgrundlage für das EAG im Sinne einer 100 % erneuerbaren Stromversorgung bis 2030. Dazu soll die Photovoltaik etwa eine Leistung von 15 GWp bereitstellen. Für die Realisierung dieses Ziels wird aber ein ambitioniertes Maßnahmenbündel, bestehend aus finanziellen Förderanreizen und optimalen Rahmenbedingungen gebraucht. „Der Erfolg des Gesetzes steht und fällt mit der weiteren konkreten Ausformulierung der zu setzenden Maßnahmen“, betont Immitzer.

Die Ausgestaltung des Fördersystems, je nach PV-Anlagengröße, bestehend aus Investitionszuschuss für kleinere Anlagen, Wahlfreiheit zwischen Investitionszuschuss und Marktprämie für Anlagen bis 500 kWp sowie darüber hinaus eine technologiespezifische Ausschreibung der Marktprämie, sind laut PVA essentielle Punkte, um den Photovoltaikausbau entsprechend voranzutreiben. Für alle Marktteilnehmer sollten wohlwollende Rahmenbedingungen geschaffen werden, um die notwendigen Investitionen auszulösen. Dazu zählen besonders die Abschaffung der Eigenverbrauchsabgabe, die Anlagenerweiterung ohne Förderverlust oder die Ermöglichung grundsätzlich neuer Betriebskonzepte.

10.1.2019 | Quelle: PVA  | solarserver.de © EEM Energy & Environment Media GmbH

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