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Garantierte gemeinsame Einspeiseobergrenze für zwei PV-Anlagen

Foto: Solare Datensysteme GmbH

Auf den Dächern der Waagen-Wulff GmbH in Flensburg sind zwei PV-Anlagen installiert. Damit die vom regionalen Energieversorger vorgegebene Einspeisebegrenzung garantiert eingehalten wird, sind die von der Solar-Energie Andresen GmbH (sea) installierten PV-Anlagen mit einer Solar-Log™ Energiemanagement-Anlage ausgestattet.

Je nach Bedarf regelt das zweistufige System, bestehend aus dem Solar-Log 2000 PM+ und einem PAV,E Wächter, die Stromeinspeisung einer der beiden Anlagen ab. Auf diese Weise ist sichergestellt, dass zu keinem Zeitpunkt mehr Strom in das Netz fließt, als vom Energieversorger vorgegeben. Das System ist in dieser Form nach Aussage von Solar-Log deutschlandweit erstmalig im Einsatz.

Seit 2010 produziert das Unternehmen Waagen Wulff GmbH mit einer Ost-West ausgerichteten 137 kWp PV-Anlage Strom. Dieser wird zu 100 % in das Netz eingespeist. Die Geschäftsführer Mathias Wulff und Thomas Wulff installierten 2018 eine weitere 81-kWp-PV-Anlage hinzu. Sie gewährleistet die Versorgung des Betriebs mit PV-Strom-Eigenstrom. Außerhalb der Geschäftszeiten wird der Stromüberschuss der neuen PV-Anlage ebenfalls in das Netz eingespeist. Die Schwierigkeit: Es ist eine Einspeiseobergrenze von 125 kW durch den eigenen Trafo gegeben. Bei einer Volleinspeisung mit beiden Anlagen, zum Beispiel an einem sonnigen Wochenende, würde diese Grenze leicht ünberschritten. Der Solartechnik Anbieter sea der Solar-Log-Anbieter Solare Datensysteme GmbH (SDS) und dessen Servicepartner Sibert Solar Ltd haben diese Problematik gemeinsam gelöst.

Der zur  Solar-Log™ PM Box 2000 gehörige Solar-Log 2000 PM+ misst den Stromverbrauch sowie die Produktion der beiden PV-Anlagen. Die gesamte Einspeisung regelt er auf maximal 125 kW. Dabei deckt die 81 kWp PV-Anlage nicht nur den Eigenverbrauch (klassischer 0-Export), sondern kann darüber hinaus die Differenz zwischen Einspeisemenge der 137 kWp PV-Anlage und festgelegter Obergrenze gegen Vergütung einspeisen. Unabhängig davon erfasst der integrierte PAV,E Wächter laufend die Leistung am Einspeisepunkt. Bei einem Lastabwurf oder einem Ausfall der Einspeiseregelung trennt der PAV,E Wächter die 81 kWp PV-Anlage vom Netz. Die maximale Stromeinspeisung von 125 kW wird somit zu keinem Zeitpunkt überschritten.

Neben der Einspeiseregelung übernimmt der Solar-Log 2000 PM+ erwartungsgemäß die Überwachung und sorgt für die Fernsteuerbarkeit der PV-Anlage. Im Hinblick auf die ab April gültige Anwendungsregel VDE-AR-4105, die eine von der Anschlussleistung abweichende installierte Leistung ermöglicht, ist dies schon heute eine mögliche Lösung dafür.

Jochen Niedermeyer, verantwortlich für die Netzplanung bei den Stadtwerken Flensburg, zeigt sich zufrieden: „Die Gesamtlösung hat uns überzeugt, weshalb wir einer Installation zugestimmt haben. Eine garantierte Einhaltung der Einspeiseobergrenze – genau das brauchen wir, um ungewollte Netzrückwirkungen zu verhindern. So ist es dem Anlagenbetreiber möglich, möglichst viel Solarstrom effektiv selbst zu nutzen.“ 

6.2.2019 | Quelle: Solare Datensysteme GmbH | solarserver.de © EEM Energy & Environment Media GmbH

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