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Neuer Landesverband Erneuerbare Energien in Bayern

Foto: Guido Bröer

Am 12. Februar wird in München eine Landesvertretung Bayern des Bundesverbandes Erneuerbare Energien e.V. (BEE) gegründet. Zum Gründungsfest im Maximilianeum haben sich die Präsidentin des Bayerischen Landtags, Ilse Aigner (CSU), und der Landeswirtschafts- und Energieminister, Hubert Aiwanger (Freie Wähler), angekündigt.

Zu den Gründungsmitgliedern gehört der BWE Landesverband Bayern, die Erdwärme Gemeinschaft Bayern und der Bundesverband Geothermie, der Fachverband Biogas, der Fachverband Holzenergie, der Landesverband Bayerische Wasserkraftwerke, der Verein renergie Allgäu, Sonnenkraft Freising und die Vereinigung Wasserkraftwerke Bayern.

Nach der jüngsten Einigung der Kohlekommission gehen die Verbändevertreter davon aus, dass der Ausbau der Erneuerbaren Energien sowohl in Deutschland als auch in Bayern wieder Fahrt aufnimmt. „Die LEE Bayern steht für eine Energieversorgung aus 100 Prozen regenerativen Quellen“, erklärt Raimund Kamm, Sprecher der Initiativen. „Für die Versorgungssicherheit brauchen wir eine Verknüpfung aller erneuerbaren Energieerzeuger mit den Netzbetreibern und Speichern“, ergänzt Hermann Steinmaßl von der Vereinigung Wasserkraftwerke Bayern. „Es bedarf auch der Ehrlichkeit, dass die Erzeugung, Verteilung und Speicherung der Energie Landschaft und Natur beanspruchen und für die Menschen sichtbar und spürbar sein wird. Mit der neuen Landesvertretung wollen wir mithelfen, dass in Bayern machbare Lösungen zügig vorangebracht werden“.

Bereits im Juni letzten Jahres haben die Energie-Verbände beim ersten Branchentag „Erneuerbare Energien Bayern“ erfolgreich zusammen agiert. Zu der Veranstaltung in Taufkirchen waren über 200 Akteure, Organisationen, Politiker, Behördenvertreter und Interessierte gekommen, um über die zukünftige Rolle der Erneuerbaren Energien in Bayern zu diskutieren.

Der Freistaat rangiert aktuell auf Platz drei der Bundesländer mit dem größten Anteil Erneuerbarer Energien – hinter Baden-Württemberg und Mecklenburg-Vorpommern. Knapp ein Viertel des Primärenergieverbrauchs stammt aus regenerativen Quellen.

In der Stromerzeugung liegt der regenerative Anteil über 44 Prozent. Davon wird gut ein Drittel in den circa 4200 Wasserkraftwerken produziert, ein knappes Drittel in den über 500.000 Photovoltaik-Anlagen und rund ein Viertel der regenerativen Stromerzeugung kommt aus der Biomasse. Deutschlandweit stehen die meisten Biogasanlagen in Bayern. Bei der Windkraft hingegen ist der Freistaat weit abgeschlagen: Weniger als zehn Prozent tragen Windräder zur regenerativen Stromerzeugung bei, die in Bayern von der 10H-Abstandsregelung ausgebremst werden. Ein neues Windrad soll nach Vorgaben der Landesregierung im Freistaat das Zehnfache seiner Gesamthöhe als Abstand zu Wohngebäuden einhalten.

 

Allerdings macht die Strombereitstellung nur ein Fünftel des Endenergieverbrauchs aus. Der Großteil entfällt auf die Wärmebereitstellung und den Straßenverkehr. Hier ist die Bilanz bislang weniger positiv. Erst 22 Prozent des Heizenergiebedarfs in Bayern wird über regenerative Quellen gedeckt. „Dabei hat das Bundesland sowohl mit der Biomasse als auch mit der vorhandenen Erdwärme große Potenziale“, betont Raimund Kamm, und ergänzt: „Mit der Gründung der LEE Bayern gehen wir nun einen wichtigen und notwendigen Schritt in eine klimafreundliche Zukunft.“

6.2.2019 | Quelle: Landesverband Bayerische Wasserkraftwerke | solarserver.de © EEM Energy & Environment Media GmbH

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