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Bejulo gelingt Markteintritt in Tunesien

Der tunesische Energieminister Slim Feriani (Mitte links) und Bejulo-Projektmanagerin Barbara Küllmer (Mitte rechts) bei der Übergabe der Genehmigung zum Bau des Solarparks. Foto: Bejulo

 

Deutsches Energieunternehmen gewinnt staatliche Ausschreibung für den Bau eines Solarparks mit zehn Megawatt Nennleistung in Nordafrika. Ein Liefervertrag mit dem staatlichen Energieversorger garantiert eine feste Vergütung für den eingespeisten Strom über eine Laufzeit von 20 Jahren.

Der Startschuss für das erste Bejulo-Projekt in Tunesien ist gefallen: Aus den Händen des tunesischen Energieministers Slim Feriani nahm Bejulo-Projektmanagerin Barbara Küllmer die Genehmigung zum Bau eines Solarparks mit zehn Megawatt Nennleistung entgegen. „Wir sind stolz darauf, dass es uns im ersten Anlauf gelungen ist, uns im staatlichen Ausschreibungsverfahren der tunesischen Regierung erfolgreich durchzusetzen“, freute sich Küllmer nach der offiziellen Zeremonie in Tunis. Das Unternehmen Bejulo, das seinen Hauptsitz in Mainz hat, realisiert weltweit wirtschaftlich tragfähige Solarprojekte.

Die Anlage entsteht in Sidi Bourzid, etwa 300 km südwestlich von Tunis, in Zentraltunesien. Geplant sind polykristalline Solarmodule auf einer festen Aufständerung sowie dezentrale Wechselrichter. Die Inbetriebnahme ist für das erste Halbjahr 2020 geplant. Mit einer jährlichen Sonneneinstrahlung von durchschnittlich 1.850 kWh pro Quadratmeter und einer Einstrahlungsdauer von etwa 3.000 Stunden pro Jahr liegt das Potenzial Tunesiens bis zu 25 Prozent über dem zentraleuropäischer Länder. In Deutschland geht man im Vergleich von einer jährlichen Einstrahlung von durchschnittlich 1.000 Kilowattstunden aus.

Ausschlaggebend für den Zuschlag war laut Bejulo neben der Auswahl des geeigneten Standorts und der Kooperation mit lokalen Partnern vor allem die Umsetzungserfahrung des Unternehmens in sogenannten Schwellenländern wie Iran oder Südafrika. Zudem überzeugte das auf einer optimierten technischen Planung basierende Angebot. Neben Planung, Bau und Inbetriebnahme des Solarparks umfasst das Angebot auch die Beschaffung und Lieferung der notwendigen Materialien.

Neben der Genehmigung erhielt Bejulo auch den Zuschlag für einen festen Liefervertrag mit dem staatlichen Energieversorger STEG (Société tunisienne de l´léctricité et du gaz). Mit ihm wird das Mainzer Unternehmen ein sogenanntes PPA (Power Purchase Agreement) abschließen und sich damit eine feste Vergütung für den eingespeisten Strom über eine Laufzeit von 20 Jahren sichern. Bis 2030 sollen die erneuerbaren Energien 30 Prozent des Strombedarfs in Tunesien decken. Aktuell liegt der Anteil in etwa bei drei Prozent. 

19.3.2019 | Quelle: Bejulo | solarserver.de © EEM Energy & Environment Media GmbH

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