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EM-Power präsentiert Lösungen für Sektorenkopplung

Foto: Solar Promotion

 

Ein großes Potenzial für die Energiewende liegt darin, erneuerbar produzierten Strom auch in den Sektoren Wärme und Verkehr zu nutzen und somit auch diese Sektoren größtmöglich zu koppeln. Alles über die aktuellen Entwicklungen zu diesem Thema erfahren Besucher vom 15. bis 17. Mai auf der EM-Power in München.

Zunehmende Sektorenkopplung ermöglicht, über den Bedarf hinaus produzierten Solarstrom in Form von Wärme, Kälte oder Antriebsenergie effizienter und flexibler von Zeit und Ort zu nutzen. Elektrisch betriebene Wärmepumpen und Blockheizkraftwerke koppeln den Strom- und Wärmesektor (Power-to-Heat), Elektrofahrzeuge verbinden den Strom- und Verkehrssektor. Welche Lösungen für die Sektorenkopplung bereits auf dem Markt zu finden sind, zeigen die Aussteller auf ihren Ständen und dem Energie Kompakt Forum der EM-Power - dem Treffpunkt rund um die intelligente Energieversorgung und -nutzung.

Überschüssiger Solarstrom kann für eine Wärmepumpe, Klimageräte oder eine Ladestation für Elektrofahrzeuge weiterverwendet werden. Wie das in der Praxis funktioniert, zeigen Aussteller wie DAfi und my-PV aus Österreich sowie Rennergy Systems aus dem Allgäu. Sie stellen ihre Solarstrom-Lösungen auf der EM-Power vor. So hilft das Energiemanagementsystem Smartfox Pro von DAfi, überschüssigen Solarstrom in Gebäuden zu verwerten. Die Lösung leitet überschüssige Solarenergie automatisch an Verbraucher innerhalb eines Hauses weiter und verbessert dadurch die Eigenverbrauchsquote des Photovoltaik-Systems. Ein wesentliches Element zur Eigenverbrauchsmaximierung ist dann die Nutzung in Geräten wie Boiler, Wärmepumpen, Infrarotheizungen und Speichersystemen oder sogar die Smartfox-Ladestation für Elektrofahrzeuge. Auch my-PV liefert ein Paradebeispiel: In einer Wiener Wohnanlage z.B. wird die Energie aus einer 47-Kilowatt-Peak-Photovoltaikanlage zur Unterstützung des Fernwärmenetzes genutzt. Dort ist die Solarenergie mittlerweile so kostengünstig, dass selbst die Fernwärmeunterstützung solarelektrisch geworden ist.

Rennergy Systems bietet Systemlösungen für Sonnenstrom und Wärmepumpen an. Neben der Photovoltaik-Anlage gehören leistungsstarke Energiemanager, eine Wärmepumpe und ein integrierter Heizstab für die schnelle Aufheizung des Pufferspeichers zum System. Liefert die Photovoltaik-Anlage mehr Energie, als die laufenden Geräte im Haus benötigen, wird mit dem Überschuss etwa die Wärmepumpe betrieben.

Wie sich Wärme, Strom und der Verkehrssektor koppeln lassen, ist bald am Ruhrturm in Essen zu verfolgen. In dem 52.000 Quadratmeter-Areal, das ein Hotel, Gastronomie, Büros, Veranstaltungs- und Konferenzzentrum mit Parkhaus umfasst, liefern Blockheizkraftwerke (BHKW) Wärme für Heizung und Warmwasser sowie Strom. Sie koppeln also bereits die Sektoren Wärme und Strom. Dank der starken BHKW-Leistung kommen jetzt Ladestationen für Elektrofahrzeuge hinzu: In der Tiefgarage und im Außenbereich des Ruhrturms werden Ladepunkte bis 22 kW sowie Supercharger mit mindestens 100 kW entstehen. Dank der Ladestationen sollen die dezentrale Eigenenergieerzeugung effizient ausgelastet und die Betriebskosten im Gebäude reduziert werden. Nähere Informationen erhalten Interessierte am Stand der bluemove consulting GmbH, die das Projekt planen und realisieren.

21.3.2019 | Quelle: Solar Promotion | solarserver.de © EEM Energy & Environment Media GmbH

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