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Holzbaupreis für Sonnenhaus

PV auf dem Dach und Solarthermie an der Fassade. Foto: Aromapflege

 

Die Naturkosmetikfirma Aromapflege hat für ihren Neubau des Firmensitzes den „Holzbaupreis Tirol 2019“ gewonnen. Das Gebäude deckt seinen Wärmebedarf zu 75 Prozent mit Solarthermie und seinen Strombedarf zu 80 Prozent mit Photovoltaik.

Das Firmengebäude der Naturkosmetikfirma Aromapflege, bei dem große Solarthermie- und Photovoltaikanlagen hohe Autarkie in der Wärme- und Stromversorgung ermöglichen, wurde mit dem „Holzbaupreis Tirol 2019“ ausgezeichnet. Der neue Firmensitz entstand in Lechaschau direkt an der bayerisch-österreichischen Grenze. Ökologische Baumaterialien sollten verwendet werden und große Glasflächen sollen viel Licht ins Gebäude lassen.

Mit diesen Vorgaben errichtete die Firma Holzbau Saurer ein Gebäude mit rund 790 Quadratmeter Nettogrundfläche in Holzriegelbauweise. Die Bauelemente, die fast ausschließlich aus Fichtenholz bestehen, wurden zum großen Teil vorgefertigt. Die Außenwände und Dachelemente sind mit Holzweichfaserplatten und Hanf hochwärmegedämmt, sie erreichen U-Werte von 0,13 bzw. 0,12 W/m²K. Die Wände wurden mit den fertigen Fassaden und Fensterelementen angeliefert und vor Ort aufgebaut. Dadurch konnte extrem schnell gebaut werden. Im März 2016 begann der Holzbau, im Juli war er abgeschlossen.

Das Energiekonzept hat der Freiberger Energieexperte Timo Leukefeld geplant. Mit dem Energiekonzept soll mit Solarthermie und Photovoltaik und entsprechenden Energiespeichern eine hohe Autarkie erreicht werden. Bei dem prämierten Firmengebäude wurde an der Fassade eine 150 Quadratmeter große Solarthermieanlage installiert. Laut Simulation deckt sie circa 75 Prozent des Wärmebedarfs. Nachgeheizt wird mit zwei Heizpatronen. Sie befinden sich in dem 25 Kubikmeter fassenden Langzeitwärmespeicher und wandeln überschüssigen Solarstrom in Wärme um.

Rund 80 Prozent der benötigten elektrischen Energie werden mit einer Photovoltaikanlage mit 24 Kilowatt Leistung gedeckt. Sie ist auf dem Flachdach aufgeständert. Ein Speichersystem mit vier Lithium-Ionen-Akkus und einer Gesamtspeicherkapazität von 40 Kilowattstunden steht für die Zwischenspeicherung des Solarstroms zur Verfügung. Die PV-Anlage liefert auch den Strom für die Heizstäbe. „Wir freuen uns aber das Ergebnis, zeigt es doch, dass ein Gebäude zu einem sehr großen Teil nur mit Solarenergie versorgt werden kann“, kommentiert Timo Leukefeld. Die Elektromobilität gehört ebenfalls zu dem Energiekonzept. Auf dem Firmengelände sind Ladestationen für die Elektroautos von Mitarbeitern und Gästen installiert.

20.3.2019 | Quelle: Sonnenhaus Institut | solarserver.de © EEM Energy & Environment Media GmbH

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