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SMA meldet 175 Mio. Verlust

SMA Vorstandssprecher Jürgen Reinert verkündet einen hohen Verlust für 2018 und zeigt sich dennoch für 2019 optimistisch. Foto: SMA

Die SMA Solar Technology AG verzeichnet im aktuellen Geschäftsbericht für 2018 einen hohen Verlust und ist der aktuelle Verlierer im Börsenindex SDAX.

Das Konzernergebnis betrug minus 175,5 Mio. Euro (2017: plus 30,1 Mio. Euro). Das Ergebnis je Aktie lag somit bei –5,06 Euro. An der Börse wurde die im Prinzip bereits erwartete Nachricht heute mit einem Kursrutsch quittiert. Nach gestern 22,02 Euro pendelte sich der Kurs der SMA-Aktie im Verlauf des heutigen Vormittag um 19,50 Euro ein SMA ist damit der heutige Verlierer im SDAX.

SMA betont, die Nettoliquidität des Unternehmens bewege sich mit 305,5 Mio. Euro weiter auf hohem Niveau (31.12.2017: 449,7 Mio. Euro). Mit einer Eigenkapitalquote von 42,9 Prozent (31.12.2017: 50,3 Prozent) zum Jahresende 2018 weise SMA weiterhin eine solide Bilanzstruktur auf. Zusätzlich verfüge das Unternehmen über eine Kreditlinie bei inländischen Banken von 100 Mio. Euro.

Die SMA Solar Technology AG verkaufte im Geschäftsjahr 2018 Wechselrichter mit einer kumulierten Leistung von rund 8,5 GW. Der Absatz lag damit genau auf Vorjahresniveau. Der Umsatz der SMA Gruppe ging allerdings zurück auf 760,9 Mio. Euro (2017: 891,0 Mio. Euro). Der Umsatzrückgang sei im Wesentlichen auf den abrupten Rückgang des PV-Markts in China zurückführen, in dessen Folge chinesische Anbieter verstärkt in die internationalen Märkte vorgedrungen seien und dort einen massiven Preisdruck verursacht hätten, hieß es in einer Pressemitteilung von SMA. Das operative Ergebnis vor Abschreibungen, Zinsen und Steuern (EBITDA) betrug –69,1 Mio. Euro (EBITDA-Marge: –9,1 Prozent; 2017: 97,3 Mio. Euro, 10,9 Prozent) und ist erheblich durch Sondereffekte beeinflusst.

„2018 war ein herausforderndes Jahr für SMA. Nachdem wir das Geschäftsjahr mit einem hohen Auftragsbestand begonnen hatten, konnten wir in der ersten Jahreshälfte aufgrund der anhaltenden Verknappung elektronischer Bauteile unsere Kunden insbesondere im Segment für gewerbliche Photovoltaikanlagen nur eingeschränkt beliefern. Ende Mai senkte die chinesische Regierung mit sofortiger Wirkung ihre PV-Ausbauziele und die Solarförderung drastisch. In der Folge drängten die chinesischen Anbieter verstärkt auf die internationalen Märkte und verursachten in allen Segmenten einen hohen Preisdruck. In Erwartung noch weiter sinkender Preise verschoben Projektentwickler und Investoren in der zweiten Jahreshälfte die Umsetzung von Photovoltaikprojekten in das Folgejahr. Zusätzlich wurde das Wachstumssegment Speichertechnologie durch die eingeschränkte Verfügbarkeit von Batteriespeichern beeinträchtigt“, erklärt SMA Vorstandssprecher Jürgen Reinert. „Wir haben frühzeitig reagiert und Maßnahmen zur Kostensenkung und Umsatzsteigerung implementiert, um SMA schnell wieder in die Profitabilität zurückzuführen. Der Verkauf unserer chinesischen Tochtergesellschaften ist abgeschlossen. Den leider unumgänglichen Personalabbau in Deutschland konnten wir durch ein Freiwilligenprogramm sozialverträglich gestalten.“

Für das erste Quartal 2019 rechnet der SMA Vorstand mit einem Umsatz von 160 Mio. Euro bis 170 Mio. Euro (Q1 2018: 182,5 Mio. Euro) und einem operativen Ergebnis vor Abschreibungen, Zinsen und Steuern (EBITDA) von –5 Mio. Euro bis 0 Mio. Euro (Q1 2018: 17,5 Mio. Euro). Der SMA Vorstand bestätigt die am 24. Januar 2019 veröffentlichte Umsatz- und Ergebnisprognose für das Geschäftsjahr 2019. Sie sieht bei einem Umsatz von 800 Mio. Euro bis 880 Mio. Euro ein operatives Ergebnis vor Abschreibungen, Zinsen und Steuern (EBITDA) von 20 Mio. Euro bis 50 Mio. Euro vor. Die Abschreibungen werden sich nach Vorstandsschätzung auf ca. 50 Mio. Euro belaufen.

„Seit Beginn des Jahres verzeichnet SMA einen hohen Auftragseingang und einen positiven Geschäftsverlauf. Wir werden diesen Trend im weiteren Jahresverlauf durch das Erschließen neuer Geschäftsfelder wie Großspeicher und Repowering sowie die Einführung neuer, kostenoptimierter Produkte und Systempakete verstärken und Chancen nutzen, die sich durch die Marktkonsolidierung sowie das erwartete Wachstum im Utility- und Speichersegment und in den Regionen EMEA und Americas ergeben“, so Jürgen Reinert.

 

Der SMA Geschäftsbericht 2018 steht auf der Internetseite www.SMA.de/IR/Finanzberichte zum Abruf bereit.

28.3.2019 | Quelle: SMA | solarserver.de © EEM Energy & Environment Media GmbH

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