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Westfalen und Niederländer für Wärmewende

Die FH Münster und die fünf deutsch-niederländischen Unternehmen Stichting kiEMT, UCo - Inenergie, GeoDok Geoinformatik, Energethik Ingenieurgesellschaft und ROM3D wollen die Wärmerwende voranbringen. Foto: FH Münster

Mit einem neuen Forschungsprojekt will die FH Münster zusammen mit Unternehmen aus Deutschland und den Niederlanden regenerative Wärme voranbringen.

Die Fachhochschule Münster berichtet von einem neuen Projekt zur Förderung der Wärmewende in der Grenzregion der Niederlande und Westfalens (Euregio). Das Gebiet umfasst 129 Städte, Gemeinden, Kreise und niederländische Wasserbehörden.

Das Vorhaben „TaskForce Wärme“ will nach Darstellung der FH Münster gemeinsam mit sechs deutsch-niederländischen Partnerunternehmen Chancen und Möglichkeiten einer nachhaltigen Wärmeversorgung aufzeigen und die Wärmewende so aktiv fördern.

„TaskForce Wärme“ stellt die zweite Runde des bereits existierenden Projektes WiEfm dar - „Wärme in der Euregio fokussieren und modernisieren“. In diesem Vorhaben wurde bereits ermittelt, an welchen Stellen es Sinn ergeben würde, ein Wärmenetz zu installieren. Dafür haben die Forscher eine Hotspot-Karte aufbereitet. „Jetzt wollen wir die Hotspot-Analyse auf das niederländische Gebiet übertragen und weitere Daten einbringen, wie das Alter der Gasnetze oder die Art der Wohnungen innerhalb des Hotspots“, erklärt Simon Nießen, wissenschaftlicher Mitarbeiter der FH Münster am Fachbereich Energie – Gebäude – Umwelt.

Das Thema müsse in der Öffentlichkeit präsenter werden, fordert die FH. Deshalb stünden in den sechs Arbeitspaketen des 15-köpfigen Projektteams nicht nur fachliche Themen an, sondern auch öffentlichkeitsfördernde und anwendungsnahe, praktische Instrumente. „Wir wünschen uns neue Kommunikationsformen für neue Energien“, sagt FH-Projektleiter Dr. Elmar Brügging. Dazu zähle, die Wärmewende in 3-D erlebbar zu machen und zu zeigen, wie die geplante Umsetzung aussehen könnte und welche Veränderungen dafür notwendig wären wie zum Beispiel die neue Heizung beim Kunden und die verlegten Leitungen im Hotspot.

Insbesondere mit den Projektpartnern ROM3D und GeoDok Geoinformatik werde mithilfe von Augmented- und Virtual-Reality und geografischen Informationskarten die Wärmewende auch in der Planungsphase bereits greifbar und anschaulich gemacht.

Ebenfalls sei geplant, ein Instrument zu entwickeln, um Planungsprozesse zu beschleunigen. Es soll Wärmenetze auf einfache Art und Weise auslegen und berechnen können. Eine interaktive Karte der Euregio-Region soll außerdem alle Akteure aufzeigen – wie Planer, Ingenieurbüros, ausführende Unternehmen, Kommunen – und als Vernetzungsbasis dienen.
 

17.4.2019 | Quelle: FH Münster  | solarserver.de © EEM Energy & Environment Media GmbH

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