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Fraunhofer ISE präsentiert Ergebnisse der Solarforschung

Schindelsolarzellen sollen flächensparend zu höheren Wirkungsgraden führen. Foto: Fraunhofer ISE

Die Integration von Photovoltaikmodulen in Gebäude, Fahrzeuge oder Straßenbeläge ist eines der Forschungsthemen, mit denen sich das Freiburger Fraunhofer ISE beschäftigt. Auf der Intersolar Europe zeigen die Solarforscher auch ein Solar-Forecasting-System, um die Solarstromeinspeisung in das Stromnetz zu optimieren.

Das Fraunhofer ISE zeigt in diesem Jahr auf der Intersolar Europe in München monokristalline Solarzellen mit einer Kantenlänge von 22 mm x 148 mm, die im Modul wie Schindeln übereinandergelegt werden und dadurch flächensparend zu höheren Wirkungsgraden führen. Dieser Zelltypus eignet sich für die Integration in Fahrzeuge, da hier der verfügbare Platz eine wesentliche Rolle spielt. Zu sehen auf dem Stand des Fraunhofer ISE sind erstmals auch bifaziale Schindelsolarzellen.

»Der für die konsequente Umsetzung der Energiewende notwendige Zubau an Photovoltaik wird nicht allein auf Dächern und Freiflächen stattfinden«, sagt Institutsleiter Dr. Andreas Bett. »PV-Module werden zunehmend auch in Gebäude, Fahrzeuge und Straßenbeläge sowie in aufgeständerten Anlagen über landwirtschaftlich genutzten Flächen integriert.“ Das Fraunhofer ISE zeigt auf der Intersolar Modulentwicklungen für die Bauwerkintegrierte PV (BIPV). Hierbei gilt es, Architekten und Bauplanern auch farblich variierende Gestaltungsmöglichkeiten für die Fassade, bei möglichst geringem Energieertragsverlust der PV-Module zu bieten. Auch Modulentwicklungen für die Integration in Fahrzeuge – Vehicle Integrated PV (VIPV) – werden zu sehen sein. Anwendungsformen sind hier zum Beispiel das Panoramadach für einen PKW oder das im LKW-Dach eingebaute Modul als Stromlieferant für die Kühlung der transportierten Ware.

Um Hochrechnungen für den PV-Stromertrag und damit die Integration der Solarenergie in das Stromversorgungssystem optimieren zu können, entwickelt das Fraunhofer ISE Live-Einstrahlungssensoren. Auf der Messe zeigen die Forscherinnen und Forscher eine Messstation, die in einem Projekt mit dem Partner Transnet BW zum Einsatz kommt. An 40 Standorten in Baden-Württemberg werden damit im Minutentakt die Messungen erfasst und in Echtzeit an das Fraunhofer ISE übermittelt. Kombiniert mit simulierten Leistungsdaten der PV-Anlagen sowie mit Solarstrahlungsdaten auf Basis von Satellitendaten erhält Transnet BW die solaren Einstrahlungsdaten und kann so die Solarstromeinspeisung für das Stromübertragungsnetz hochrechnen.

6.5.2019 | Quelle: Fraunhofer ISE  | solarserver.de © EEM Energy & Environment Media GmbH

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