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Quartier mit PV, Wasserkraft und Brennstoffzelle

Foto: Ecocoach

Im Schweizer Ort Buochs entstehen drei weitgehend energieautarke Mehrfamilienhäuser. Sie beziehen ihren Strom aus einer Photovoltaik-Anlage und einem Wasserkraftwerk. Wärme liefert eine Grundwasser-Wärmepumpe.

Das Schweizer Unternehmen ecocoach stattet drei weitgehend energieautarke Mehrfamilienhäuser mit seiner integrierten Energiemanagement- und Smart-Home-Lösung aus. Das Projekt koppelt Photovoltaik mit Stromspeichern und Wasserkraft sowie einer Methanolbrennstoffzelle als zusätzlicher Energiequelle. Beheizt wird das Quartier durch eine Grundwasser-Wärmepumpe mit einer Leistung von 100 kW. Dadurch werden die Gebäude und zehn geplante Ladestationen für Elektrofahrzeuge weitgehend CO2-frei mit Energie versorgt. In den Stromspeichern integrierte Industrie-PCs steuern die Energie- und Gebäudetechnik und sorgen für die zentrale Erfassung und Abrechnung aller Energieflüsse. Bauherr ist die Sani Immobilien AG.

Die Wohnanlage mit insgesamt 26 Mietwohnungen verfügt über eine Wohnfläche von insgesamt 2700 Quadratmetern, eine autofreie Begegnungszone mit Kinderspielplatz und einen Gemeinschaftsraum für die Mieter. Sie entsteht im schweizerischen Ort Buochs, entworfen wurde sie vom Architekturbüro Architektur 3. Der Spatenstich erfolgte Mitte Januar 2019, im Herbst 2020 sollen die Gebäude bezugsfertig sein.

Mit Hilfe des ecocoach-Systems können die Mieter sowohl Heizung und Lüftung als auch das Licht und weitere Funktionen ihrer Wohnung über eine zentrale, intuitiv bedienbare App bedienen. Auch die die Hausverwaltung steuert alle Funktionen bis hin zur Erfassung der Energie- und Wasserströme über die ecocoach-Lösung. Der Stromverbrauch der Ladesäulen wird automatisch den jeweiligen Wohnungen zugerechnet. Die Speicher, das gesamte Energiemanagement und die intelligente Steuerung der Gebäudetechnik sind serienmäßig Teil des ecocoach-Systems.

Die weitgehend autarke und CO2-freie Energieversorgung baut einerseits auf einer Photovoltaik-Gesamtleistung von 100 kW auf. Das Energiemanagement maximiert den Solarstrom-Eigenverbrauch und speichert Stromüberschüsse in fünf Speichern mit jeweils 65 kWh Kapazität. Sind die Speicherkapazitäten ausgeschöpft, wird der Strom eingespeist. Mit diesen Komponenten decken die Häuser rund 50 Prozent ihres Strombedarfs. Den übrigen Strom liefert ein Wasserkraftwerk, das unmittelbar an die Wohnbebauung angrenzt. Mit Hilfe von 70 Millionen Kubikmetern Wasser, das jährlich durch die Turbine fließt, erzeugt es eine Jahresproduktion von 380 Megawattstunden Strom. Der nicht unmittelbar vor Ort verbrauchte Strom wird ins Netz eingespeist.

Auch die Ladesäulen werden mit Strom aus Photovoltaik und Wasserkraft gespeist. Damit fahren die Anwohner der Häuser mit Elektroautos komplett CO2-frei. Die einzige nicht autarke und CO2-freie Komponente ist die Methanol-Brennstoffzelle mit einer Leistung von 10 kW. Sie bietet zusätzliche Versorgungssicherheit, wenn das Wasserkraftwerk ausfallen sollte und PV sowie Speicher nicht ausreichend Energie liefern können.

7.5.2019 | Quelle: Ecocoach | solarserver.de © EEM Energy & Environment Media GmbH

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