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PV-Markt in Österreich droht Rückschritt

Nach einem Jahr Klima- und Energiestrategie und der Regierungskrise in Österreich zieht der Branchenverband Photovoltaik Austria eine sorgenvolle Bilanz. Die Stromwende könne nicht auf neue Regierung warten, heißt es von Seiten des Verbandes in einer Pressemitteilung.

Vor einem Jahr wurde mit der mission2030 die Klima- und Energiestrategie der damaligen Österreichischen Bundesregierungbeschlossen. Die Ziele darin sind umfangreich und der Weg gilt als ambitioniert. Die Bilanz nach einem Jahr sei jedoch sehr ernüchternd, so Photovoltaik Austria. Seitdem habe sich kaum etwas in Hinblick auf eine saubere Stromzukunft getan: Eine gekürzte PV-Förderung, kein Entwurf des längst erwarteten Erneuerbaren-Ausbau-Gesetzes (EAG) und keine Umsetzung des 100.000 Dächer- und Kleinspeicherprogramms.

Erschwerend komme nun hinzu, dass das EAG angesichts der aktuellen politischen Situation auf ungewisse Zeit verschoben wird. Dessen Entwurf war bereits für die kommenden Wochen angekündigt und ein Beschluss hätte im Herbst fallen sollen. Das Gesetz sollte den Ausbau der Erneuerbaren sicherstellen, um bis zum Jahr 2030 der Alpenrepublik 100 Prozent erneuerbaren Strom aus und in Österreich garantieren zu können.

 

Trotz politischer Unklarheiten müssten nun Taten folgen, so der Verband, denn die Energiewende gehe über politische Farben hinaus und der Appell gehe gleichermaßen an alle Entscheidungsträgern.

Fehlende Fördergelder verhindern Zielerreichung

Für die PV-Branche hat die Verzögerung des Gesetzes nun gravierende Auswirkungen. Bereits im kommenden Jahr laufen Förderschienen (PV- und Speicherförderung der OeMAG, PV-Kleinanlagen Förderung des Klimafonds) aus und es fehlen rund 20 Millionen Euro des bisherigen Förderbudgets von über 30 Millionen Euro für den PV- Ausbau. Das EAG hätte hier eine Fortsetzung und die, für den PV-Ausbau, notwendigen Rahmenbedingungen schaffen sollen. Vera Immitzer, Geschäftsführerin des Bundesverbands Photovoltaic Austria (PVA) warnt: „Ohne entsprechender

 

Überbrückung ist mit einem Markteinbruch von bis zu 30 Prozent zu rechnen. In dem Jahr, in dem der große und dringend benötigte Ausbau starten müsste. Die fehlenden Fördermittel werfen die PV-Entwicklung sowie die Branche um Jahre zurück. Was es nun braucht ist eine effektive Brückenförderung und ein rasches Handel der gesamten Politik, um das kommende Jahr abzufangen, den Markteinbruch zu verhindern und die notwendigen Bahnen für den Ausbau zu legen, bis das EAG tatsächlich in Kraft tritt.“

28.5.2019 | Quelle:  | solarserver.de © EEM Energy & Environment Media GmbH

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