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Solarfassaden mit Standardbauteilen

Mögliche Fassadengestaltung mit bauwerksintegrierter Solarthermie. Grafik: IBK2, Universität Stuttgart

Ein neues Kollektorkonzept des Fraunhofer ISE soll neue Möglichkeiten für die bauwerksintegrierte Solarthermie eröffnen. Es basiert auf trocken angebundenen Heatpipes.

Forscher des Freiburger Solarforschungsinstituts Fraunhofer ISE entwickeln im Projekt ArKol einen speziellen Sonnenkollektor für die bauwerksintegrierte Solarthermie (BIST). Dabei handelt es sich um einen Streifenkollektor, der trocken angebundene Heatpipes enthält. Trocken angebundene Heatpipes haben Vorteile, weil die Hydraulikplanung und die Installation sehr einfach sind. Die Heatpipes können in beliebigen Längen eingesetzt werden und bieten so flexible Möglichkeiten der Gestaltung und in den Abmessungen der solarthermisch aktiven Fassadenelemente.

Der mit Wärmeträgerflüssigkeit gefüllte Sammelkanal der Heatpipes ist zugleich die Montageschiene für das Fassadenelement. Die Forscher setzen Standardkomponenten aus dem Fassadenbau ein, um preisgünstige, solarthermisch aktive Fassaden möglich zu machen. Außerdem soll so die Akzeptanz im Handwerk erleichtert werden.

Der Streifenkollektor soll in lichtundurchlässigen Fassadenbereichen zum Einsatz kommen. Für transparente Fassadenanteile entwickeln die Freiburger Forscher auch eine solarthermische Jalousie. Der Wirkungsgrad der bisherigen Streifenkollektoren erreicht noch nicht die Werte von Standardkollektoren und soll in den weiteren Entwicklungsstufen verbessert werden. 
 

5.6.2019 | Quelle: Fraunhofer ISE | solarserver.de © EEM Energy & Environment Media GmbH

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