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Mehr Solar- und Wind- als Kohlestrom

Solar- und Windenergieanlagen in Deutschland haben im ersten Halbjahr 2019gemeinsam ca. 92,6 Terawattstunden (TWh) in das öffentliche Netz eingespeist und damit mehr als alle Kohlekraftwerke. Die Zahlen zur Nettostromerzeugung ermittelte das Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme ISE.

Die beiden regenerativen Technologien  liegen damit auf dem ersten Platz unter den Stromquellen und erzeugten mehr Strom als Braunkohle und Steinkohle in Summe (79,4 TWh). Die Stromproduktion aus Braunkohle ging gegenüber dem gleichen Zeitraum 2019 um 20,7 Prozent zurück. Bei der Steinkohle betrug der Rückgang 23,7 Prozent. Die Windenergie war erstmals stärkste Energiequelle. Im Juni war die Solarenergie mit einer Erzeugung von 7,17 TWh erstmals stärkste Energiequelle des Monats, vor Braunkohle mit 7,02 TWh und Wind mit 6,59 TWh. Im vergangenen Jahr hatten Wind- und Solaranlagen von Januar bis Juni rund 80,1 TWh erzeugt.

Photovoltaikanlagen speisten im ersten Halbjahr ca. 25,1 TWh in das öffentliche Netz ein, eine Steigerung von 5,6 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die Windenergie produzierte in der ersten Jahreshälfte 2019 ca. 67,1 TWh und lag um 10,7 TWh über der Produktion im ersten Halbjahr 2018. Sie war damit die stärkste Energiequelle vor Braunkohle (53,0 TWh), Kernenergie (34,7 TWh), Steinkohle (26,4 TWh), und Erdgas (24,6 TWh).

Der maximale Anteil der Windenergie an der täglichen Stromerzeugung lag am 13. Januar 2019 bei 56,9 Prozent .

In Summe produzierten die erneuerbaren Energiequellen Solar, Wind, Wasser und Biomasse im ersten Halbjahr 2019 ca. 127,4 TWh. Sie liegen damit um ca. 6,7 Prozent über dem Niveau des Vorjahres mit 119,4 TWh. Der Anteil an der öffentlichen Nettostromerzeugung, d. h. dem Strommix, der tatsächlich aus der Steckdose kommt, liegt bei ca. 47 Prozent.

Der Anteil der erneuerbaren Energien an der gesamten Bruttostromerzeugung beträgt ca. 41 Prozent. Die Bruttoerzeugung enthält auch die Eigenerzeugung der Industrie (Betriebe im verarbeitenden Gewerbe sowie im Bergbau und in der Gewinnung von Steinen und Erden) sowie die internen Verluste der konventionellen Kraftwerke. Beide Anteile werden nicht in das öffentliche Stromnetz eingespeist.

3.7.2019 | Quelle: Fraunhofer ISE| solarserver.de © EEM Energy & Environment Media GmbH

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