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NAMOSYN: Forschungsprojekte zu synthetischen Kraftstoffen aus Solarstrom

Foto: Hanna / adobe.stock.com

Im Projekt NAMOSYN fördert das Bundeministerium für Bildung und Forschung über drei Jahre die Erforschung und Entwicklung von synthetischen Kraftstoffen, die  aus CO2 und erneuerbarem Strom, zum Beispiel mittels Photovoltaik, gewonnen werden. 20 Millionen Euro stehen für NAMOYSN zur Verfügung.  

In diesem Forschungsprojekt hat  sich ein breites Bündnis von Universitäten, Industrieunternehmen und anderen Organisationen zusammengefunden. Koordiniert wird es von der DECHEMA Gesellschaft für Chemische Technik und Biotechnologie e.V..

Biofuels, Elektromobilität oder Wasserstoff? Für die klimaneutrale Mobilität der Zukunft gibt es zahlreiche Optionen. Eine, die relativ rasch umzusetzen wäre, weil sie auf bestehende Infrastrukturen und Motortechnik aufbauen kann, sind synthetische Kraftstoffe. Im Projekt NAMOSYN – Nachhaltige Mobilität durch Synthetische Kraftstoffe werden synthetische Kraftstoffe für Otto- und Dieselmotoren synthetisiert und motorisch getestet.

Synthetische Kraftstoffe oder SynFuels können aus regenerativ gewonnenem Wasserstoff und CO2 hergestellt werden. In ihnen kann sozusagen der regenerativ gewonnene Strom in flüssiger Form gespeichert werden. Bestehende Fahrzeuge und Infrastrukturen können so ohne den Einsatz fossiler Energie weiter genutzt werden.

Die Einführung dieser SynFuels soll nach Aussage der DECHEMA zunächst bei Straßenfahrzeugen, Baufahrzeugen und mobilen Arbeitsmaschinen erfolgen, wobei sowohl eine graduelle Zumischung als auch eine komplette Umstellung technisch umsetzbar sind. Damit könnten Treibhausgas-Emissionen erheblich gesenkt werden, wenn überwiegend Strom aus erneuerbaren Quellen genutzt wird. Darüber hinaus sorgt der hohe Sauerstoffgehalt der SynFuels für günstige Verbrennungseigenschaften. Die lokale Emission von Feinstaub und Stickoxiden ist geringer als bei fossilen Kraftstoffen wie Benzin oder Diesel.

In NAMOSYN werden neue Prozesse für die Herstellung der SynFuels entwickelt, verschiedenste Mischungen motorisch getestet und Konzepte für die Implementierung in bestehende Systeme entwickelt. In einer Lebenszyklusanalyse wird die Technologie über die gesamte Prozesskette auf ihre Nachhaltigkeit und Umweltverträglichkeit hin bewertet.

4.7.2019 | Quelle: DECHEMA| solarserver.de © EEM Energy & Environment Media GmbH

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