Anzeige

Solar-Bioenergie-Heizhaus als Klima-Kunstwerk

Foto: Naturstrom AG

Das Heizwerk des Solar-Bioenergie-Dorfes Moosach süd-östlich von München hat der Betreiber, die Naturstrom AG, mit den „Warming Stripes” bayerischer Klimadaten verzieren lassen.

Durch sogenannte „Warming Stripes“ – einer Art Klimastrichcode – machte der britische Klimawissenschaftler Ed Hawkins kürzlich den Temperaturanstieg auf der Erde mit einem Blick erfassbar. Naturstrom hat sich von Hawkins inspirieren lassen und die Klimadaten Bayerns von 1880 bis 2018 als einen besonderen Anstrich auf der Moosacher Energiezentrale. Diese beheizt klimaneutral mit einem 1067 Quadratmeter großen Kollektorfeld und mit drei Holzkesseln das Dorf über ein Wärmenetz.

Hawkins hatte in seiner Grafik die Temperaturwerte der zurückliegenden Jahrzehnte in farbige Striche umgewandelt, jedes Jahr variierte – je nach Temperaturabweichung vom Durchschnittswert – von dunkelblau (sehr kühl) über hellblau und hellrot bis dunkelrot (sehr heiß). Auf einen Blick wird dadurch deutlich, dass die Häufigkeit heißer Jahre zuletzt außergewöhnlich stark zugenommen hat. „Wir möchten mit den ‚warming stripes‘ auf dem Moosacher Heizhaus darauf aufmerksam machen, wie sich insbesondere das Klima in Bayern verändert hat. Und man sieht deutlich: Wir müssen handeln“, sagt Thilo Jungkunz, Geschäftsbereichsleiter bei der Naturstrom AG über die Hintergründe der farbigen Striche.

Wie man gegen diese Klimaverschlechterung und den Temperaturanstieg vorgehen kann, zeigen die Moosacher Gemeinde und die Naturstrom AG vorbildlich: 2018 liefen die Bauarbeiten für eine Energiezentrale und ein verzweigtes Nahwärmenetz auf Hochtouren. Geheizt wird seit Ende des letzten Jahres nachhaltig - mit Biomasse und Solarthermie. „Diese Art der Nahwärmeversorgung auf Basis erneuerbarer Energien leistet einen wichtigen Beitrag zur CO2-Reduzierung und zur regionalen Wertschöpfung. Darüber hinaus machen sich die angeschlossenen Haushalte unabhängig von fossilen und damit immer knapper werdenden Energieträgern“, so Jungkunz. Er ist sich sicher, dass das Moosacher Nahwärmeprojekt für viele weitere Kommunen ein Vorbild sein wird. Vielleicht findet sogar der Anstrich - den der Malereibetrieb Maier-Göltl aus Pliening angebracht hat - weitere Nachahmer.

12.7.2019 | Quelle: Naturstrom AG | solarserver.de © EEM Energy & Environment Media GmbH

Bleiben Sie auf dem Laufenden und erhalten Sie täglich die wichtigsten Solar-News direkt in Ihr E-Mail-Postfach. Pünktlich um 15:30 Uhr.

Natürlich finden Sie auch hier auf der Website weitere aktuelle Solar-Nachrichten.