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Portugal setzt auf Solarstrom

Die Photovoltaik in Portugal blüht wie hier in Amareleja auf. Foto: Acciona

Mit der größten Energie-Ausschreibung seit zehn Jahren will Portugal seine solaren  Stromkapazitäten um 1.400 Megawatt (MW) ausbauen. Der Höchstpreis von 4,5 Cent je Kilowattstunde (kWh) dürfte unterboten werden.

Ende Juli steht in Portugal eine Ausschreibung von Photovoltaik-Kapazitäten mit einer Leistung von insgesamt 1,4 Gigawatt (GW) an. Wie die portugiesische Wirtschaftszeitung O Jornal Economico schreibt, haben sich bisher 64 Unternehmen daran beteiligt. Nach Auskunft des portugiesischen Umwelt- und Energiewendeministeriums übertreffe die Nachfrage das Angebot um das Neunfache.

Umweltminister Matos Fernandes erwartet laut dem Blatt, dass der Höchstpreis von 45 Euro je Megawattstunde spürbar unterboten werden wird. Die ausgeschriebenen Kapazitäten verteilen sich auf mehr als 20 Standorte in dem südeuropäischen Land.

Noch nutzt Portugal die Photovoltaik eher im kleinen Stil. Foto: Oliver Ristau

Im Januar 2020 ist eine weitere Ausschreibung über 700 MW geplant. Der sollen jährlich weitere folgen. Portugal plant, bis 2030 80 Prozent des Strom aus erneuerbaren Energien zu erzeugen. Dazu soll die Photovoltaik einen erheblichen Beitrag leisten. 2017 betrug der Grünstrom-Anteil am nationalen Stromverbrauch laut dem zentralen Stromnetzbetreiber Redes Energeticas Nacionais (REN) noch 40 Prozent und der Photovoltaik zwei Prozent. Die installierte PV-Leistung lag bei rund 500 MW. In Portugal befinden sich nach Auskunft des Marktforschungshauses Global Data aktuell PV-Projekte mit einer Kapazität von 1,2 GW in der Entwicklung.

26.7.2019 | Quelle: O Jornal Economico, Regierung Portugal, Global Data - pre  | solarserver.de © EEM Energy & Environment Media GmbH

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