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Solarer Gehweg für Köln

Option für die Zukunft: solare Gehwegplatten in Köln. Foto: Rheinenergie

Der Kölner Energieversorger Rheinenergie testet solare Bodenplatten auf dem Firmengelände. Das Ziel ist, künftig die Technologie auf versiegelten Flächen in der Stadt einzusetzen.

Neun Module an solaren Bodenplatten hat der Regionalversorger vor dem Eingang zu seinem Ausbildungszentrum in Köln installiert. Wie die Firma mitteilte, haben diese eine Leistung von zusammen 300 Watt. Die Prototypen stammen von dem Potsdamer Startup Solmove.

Rheinenergie hatte im vergangenen Jahr bereits neun Solarplatten des niederländischen Herstellers Energy Floors auf dem Gelände der Hauptverwaltung installiert. Die 60 mal 60 Zentimeter großen Platten verfügen über eine Spitzenleistung von je 35 Watt.

"Wir wollen Erfahrungen mit der Technologie sammeln und verschiedene Konzepte ausprobieren", begründet Projektleiter Sebastian Stein von der RheinEnergie AG die Erweiterung der solaren Bodenfläche.

Während die auf der Testfläche bereits installierte Anlage unter anderem auch über integrierte Sensoren und LED-Leuchten verfüge, seien die Platten von Solmove ausschließlich für die Stromproduktion vorgesehen.  

Die Deckplatten seien aus einer speziellen Sorte Sicherheitsglas, das zudem mit dem abriebfesten Mineral Korund überzogen sei. Das garantiere neben der Robustheit im Alltag auch, dass das auftreffende Licht durch Brechung möglichst effizient an die darunter liegenden Photovoltaikmodule weitergeleitet werde. Die aufgeraute Oberfläche soll überdies verhindern, dass Fußgänger auf den Platten ins Rutschen geraten. "Die Innovation ermöglicht versiegelte Flächen möglichst effizient für die Stromproduktion zu nutzen und diese auch bei starken Belastungen intakt zu halten",sagt Unternehmensgründer und Geschäftsführer Donald Müller-Judex.

Die wenigen Quadratmeter Fläche am Ausbildungszentrum seien mit Kleinserienproduktionen wie der nun installierten derzeit noch nicht rentabel. "Die Anlage kostet mehr als eine Photovoltaikanlage für ein Einfamilienhaus", so Projektleiter Stein. Und auch der Unterschied zwischen der theoretischen Menge an Strom und der tatsächlichen ist noch zu groß, um solare Bodenplatten flächendeckend zur Produktion von Strom zu nutzen. Experte Müller-Judex spricht von einer Differenz von bis zu 25 Prozent.

Dennoch soll es bei den Tests nicht bleiben. „Wir sehen Potenzial, künftig solche Solarplatten für versiegelte Flächen in der Stadt einzusetzen“, sagte ein Sprecher dem Solarserver.

20.8.2019 | Quelle: Rheinenergie | solarserver.de © EEM Energy & Environment Media GmbH

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