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Solarstrom statt Kohlekraft

Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner und EVN-Vorstandssprecher Stefan Szyszkowitz stellen die Zukunft für den Kohlestandort Dürnrohr vor. Foto: EVN/Semrad

Am Standort des vorletzten Kohlekraftwerks in Österreich baut der Energieversorger EVN ein Photovoltaik-Kraftwerk. Über die Größe ist noch nicht entschieden.

Zeitenwende in Österreich: das Land steigt 2020 aus der Kohlekraft aus. Dann will der Versorger Verbund das letzte Kohlekraftwerk des Landes stilllegen. Der österreichische Energieversorger EVN beendet sein Engagement für die Kohle ebenfalls. Am Standort Dürnrohr ist das Kohlefeuer mittlerweile erloschen, fünf Jahre früher als ursprünglich geplant. Die Firma hat den Steinkohleblock mit 352 Megawatt (MW) Leistung stillgelegt.

„Damit betreibt EVN keine Kohlekraftwerke mehr“, sagte Firmensprecher Michael Kovarik den Solarthemen. Stattdessen plant der Versorger aus Niederösterreich für das Gelände eine Photovoltaikanlage. Über die Größe sei noch nicht entscheiden. „Derzeit werden die Fragen zu Grundstücken und Genehmigungen geklärt“, so Kovarik.

Das PV-Kraftwerk soll als Freiflächenanlage realisiert werden. Am Standort bleiben die alten Turbinen des Kohlekraftwerks in Betrieb, die Dampf aus einer benachbarten Müllverbrennung zu Strom umwandeln. Außerdem soll dort aus dem niederösterreichischen Klärschlamm Strom und Wärme erzeugt werden. Insgesamt will die EVN für die Umwandlung 20 Millionen Euro investieren.

Auch auf dem früheren Atomkraftwerksstandort Zwentendorf erzeugt die EVN auf dem Dach sowie dem Freigelände Solarstrom. Obwohl das in den 1970er Jahren gebaute Kraftwerk nie in Betrieb gegangen ist, steht es immer noch und dient laut Kovarik zu Schulungszwecken und für Events.

22.8.2019 | Quelle: EVN AG - pre | solarserver.de © EEM Energy & Environment Media GmbH

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