Sanyo und Nippon Oil wollen bei der Entwicklung von Dünnschicht-Photovoltaik zusammenarbeiten

256,5 kW-Solarstromanlage mit SANYO-Modulen (Alfdorf, Deutschland)
256,5 kW-Solarstromanlage mit SANYO-Modulen (Alfdorf, Deutschland)

Das japanische Ölversorgungsunternehmen Nippon Oil und der japanische Elektronikkonzern Sanyo haben in einer Pressemitteilung bekannt gegeben, dass sie die Rahmenbedingungen für die Gründung eines gemeinsamen Unternehmens festgelegt haben. Damit wollen die beiden Konzerne auf die erwartete Expansion und Weiterentwicklung des Markts für Dünnschicht-Solarzellen reagieren. Weitere Verhandlungen zu den Details der Zusammenarbeit sollen folgen. Innerhalb des stark wachsenden Solarstrom-Marktes seien Dünnschicht-Solarzellen künftig am kostengünstigsten, heißt es in der Pressemitteilung. Daher würden sich immer mehr Unternehmen aus unterschiedlichen Industriezweigen für Solarzellen dieser Art interessieren und nähmen Abstand von Herstellern herkömmlicher Solarzellen.

Sanyo produziert und verkauft bereits so genannte "HIT"-Solarzellen. Diese hätten den derzeit weltweit höchsten Umwandlungswirkungsgrad unter den in Serie produzierten Solarzellen. Um sein Solar-Geschäfts weiter auszubauen, habe Sanyo die Dünnschicht-Technologie stets weiterentwickelt. Während Sanyo seine HIT-Solarmodule weiterentwickeln will, die Dünnschicht rasch zu einem zentralen Geschäftszweig zu machen, habe das Unternehmen Überlegungen angestellt, wie die nötigen Mittel und technischen Fähigkeiten bereitgestellt werden könnten. Laut Pressemitteilung haben Nippon Oil, das Dünnschicht-Solarzellen ebenfalls zu einem Kerngeschäft machen will, und Sanyo nun entschieden, die Gründung eines gemeinsamen Unternehmens weiterzuverfolgen.

 

Dünnschicht-Solarzellen als Kerngeschäft

Nach eigenen Angaben will der Energieversorger Nippon Oil neue Produkte zu einem seiner Geschäftszweige machen wie z.B. Brennstoffzellen, Solarenergie-Produkte und Energiespeicher. Um die Dünnschicht-Technologie in großem Umfang am japanischen Markt anzubieten und in die Möglichkeiten der Technologie für die private Nutzung zu investieren, müsse das Unternehmen die kostengünstigen Dünnschicht-Silizium-Solarzellen zuverlässig bereitstellen können. Daher habe Nippon Oil erwogen, mit einem Unternehmen zusammenzuarbeiten, das bereits mit der Entwicklung von Dünnschicht-Solarzellen begonnen hat und in der Solar-Industrie bekannt ist.

 

Produktion von hoch effizienten Dünnschicht-Solarzellen soll bis 2010 beginnen

Nippon Oil und Sanyo verbinden eigenen Angaben zufolge ähnliche Interessen bezüglich der Sicherung von Ressourcen und Technologien. So wollen beide bis zum Geschäftsjahr 2010 hocheffiziente, kostengünstige Dünnschicht-Solarzellen vermarkten. Zu diesem Zweck wollen die beiden Konzerne im April 2009 detaillierte Verhandlungen zur Gründung des gemeinsamen Unternehmens aufnehmen.

 

29.12.2008 | Quelle: Nippon Oil Corporation; SANYO Electric Co., Ltd. | solarserver.de © Heindl Server GmbH