Dow Corning-Vorstände wollen im Handelsstreit schlichten: Die Solar-Industrie profitiert von den USA und von China

Robert D. Hansen, Präsident und Geschäftsführer von Dow Corning, sowie die Vorstände des Unternehmens sprechen sich für fairen Wettbewerb und angemessene Subventionen aus
Robert D. Hansen, Präsident und Geschäftsführer von Dow Corning, sowie die Vorstände des Unternehmens sprechen sich für fairen Wettbewerb und angemessene Subventionen aus

“Die Handelsbeschwerde, die der Solarmodul-Produzent SolarWorld und sechs weitere US-amerikanische PV-Hersteller gegen chinesische Photovoltaik-Produzenten eingereicht haben, könnte den Fortschritt der Solar-Industrie untergraben, grade zu einem Zeitpunkt, an dem der Erfolg fortschreitet", erklärten Robert D. Hansen, Präsident und Geschäftsführer des Siliziumtechnologie-Unternehmens Dow Corning, die Dow Corning-Vorsitzende Stephanie A. Burns sowie Andy Tomteich, Präsident des Silizium-Herstellers Hemlock Semiconductor.

In einer Zeit, in der sich die Arbeitsmärkte in den USA und China erholten, gefährde ein Handelskrieg um die Produktion von Solarmodulen sowohl die Industrie beider Nationen als auch die Wirtschaftlichkeit der weltweiten Solar-Industrie, betonten die Dow Corning-Vorstände.

 

Wenn der Streit eskaliert, gibt es keinen “Gewinner”

Derzeit untersucht das US-Handelsministerium die eventuelle Notwendigkeit von Schutzzöllen und Ausgleichsmaßnahmen. Dies geschieht vor dem Hintergrund einer von politischer Rhetorik geprägten öffentlichen Diskussion über vermeintlich unfaire Handelsmethoden Chinas. Auch das chinesische Handelsministerium ist nicht untätig, sondern bereitet sich auf Gegenmaßnahmen vor.

“Es scheint, als ob China derzeit eigene Schritte einleitet, um auf die US-amerikanische Forderung nach Schutzmaßnahmen zu reagieren. In dieser Zeit wirtschaftlicher Verschiebungen und der Unzufriedenheit, liegt es nahe, Handelsstreitigkeiten zu politisieren. Doch keine Nation oder Industrie wird “gewinnen”, wenn dieser Streit sich ausweitet. Die unbeabsichtigten Folgen werden die offensichtliche Störung des Verhältnisses zu unserem wichtigsten Handelspartner übertreffen”, heißt es in der Pressemitteilung von Dow Corning.

 

Fairer Wettbewerb und Subventionen sind für alle Industrie-Akteure notwendig

Der schwebende Konflikt errege zwar Aufmerksamkeit, doch eine Konfrontation werde die Möglichkeiten beider Länder schmälern, vom wachsenden Solar-Markt innerhalb und außerhalb der USA zu profitieren, erklärt Dow Corning. Wettbewerb und Subventionen müssten für alle Industrie-Akteure fair sein.

 

Bezahlbare Solarenergie durch sinkende Modul-Preise

“Die Solar-Industrie reift weiter heran, die extrem sinkenden Modul-Preise haben die Solarenergie erschwinglich gemacht, bringen Vorteile für Verbraucher und ermutigen Unternehmen zum Bau von Photovoltaik-Anlagen im großen Maßstab. Durch anhaltende Investitionen heimischer und ausländischer Solar-Unternehmen kann die Solarenergie eine entscheidende Rolle im Energiemix unseres Landes spielen”, so Dow Corning.

“In einer geschwächten Industrie helfen Zahlen dabei, sich die Zusammenhänge zu vergegenwärtigen: Ein kürzlich erschienener Artikel der Zeitschrift Forbes besagt, dass die USA im Jahr 2010 Solar-Produkte im Bruttowert von 5,6 Milliarden US-Dollar (zirka 4,29 Milliarden Euro) importiert haben – 1,9 Milliarden US-Dollar mehr als die Ausgaben für Importe betrugen. Darunter waren Nettoexporte nach China von etwa 400 Millionen US-Dollar (rund 306 Millionen Euro)”, erinnert Dow Corning.

“Die Solar-Industrie sieht ihrer besten Zeit entgegen. Hier in den USA hoffen wir, dass die Fairness gewahrt wird, so dass die Untersuchung ohne Verbitterung, politischen Übereifer oder Protektionismus verläuft. Auf dem Spiel stehen US-amerikanische Arbeitsplätze, Exporte und Vorteile für die heimischen Verbraucher, die wiederum strategisch wichtig für den US-amerikanischen Markt sind”, fasst Dow Corning in der Stellungnahme zusammen.

 

 

19.12.2011 | Quelle: Dow Corning | solarserver.de © Heindl Server GmbH

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