Photovoltaik-Dienstleister meteocontrol überprüft große Solarstromanlagen mit Helikopter und Thermo-Kamera

meteocontrol überwacht weltweit rund Photovoltaik-Anlagen mit einer Gesamtleistung von 3,8 GWp
meteocontrol überwacht weltweit rund Photovoltaik-Anlagen mit einer Gesamtleistung von 3,8 GWp

Der Photovoltaik-Dienstleister meteocontrol GmbH (Augsburg) bietet seinen Kunden ein neues Verfahren zur effizienten und präzisen Überprüfung von Solarstromanlagen: Die visuelle und thermografische Anlagen-Inspektion mit Hubschrauber und Infrarotkamera.

Mit dieser Methode können große oder schwer zugängliche Anlagenkomplexe schnell inspiziert und Problemstellen sowie Fehler gezielt festgestellt werden, berichtet das Unternehmen in einer Pressemitteilung. Der Einsatz von Helikopter und Wärmebildkamera bedeute für Betreiber gegenüber einer herkömmlichen Bodenkontrolle deutliche Zeit- und Kostenersparnis.

 

Hochauflösende Thermografie-Kameras spüren Defekte auf

Mit der visuellen und thermografischen Untersuchung von Photovoltaik-Anlagen vom Hubschrauber aus will meteocontrol überprüfen, ob die Anlage sachgemäß angeschlossen wurde oder ob die Effizienz durch Herstellerfehler oder unsachgemäßen Umgang bei der Installation der Module eventuell beeinträchtigt ist.

Bei dem Check aus der Luft kommen hochauflösende Thermografie-Kameras zum Aufspüren möglicher Defekte und sicherheitsrelevanter Mängel zum Einsatz. Alle erkennbaren Fehler werden noch während des Überflugs vom Hubschrauber aus markiert sowie schriftlich und fotografisch dokumentiert. Dadurch könnten Monteure die Mängel später genau lokalisieren und gezielt beseitigen, heißt es in der Pressemitteilung.

 

Wärmebild zeigt Zellbrüche, Strang- und Zellausfälle sowie defekte Dioden

Die Thermografie ist laut meteocontrol ein sehr zuverlässiges Verfahren, mit der sich Anlagendefekte im laufenden Betrieb gut aufspüren lassen. So seien im Wärmebild für das menschliche Auge nicht sichtbare Moduldefekte wie Zellbrüche, Strang- und Zellausfälle sowie defekte Dioden schnell und zuverlässig erkennbar, die die Langzeitstabilität der Module und den Ertrag mindern.

Zudem ließen sich auch Erwärmungen einzelner Zellen, die durch Mikrorisse hervorgerufen werden, bereits vor Eintritt einer größeren Störung aufspüren. Auch so genannte Hot Spots, sehr heiße Stellen an den Lötverbindungen, die zum Ausfall ganzer Modul-Stränge führen können, seien mit Hilfe der Thermoaufnahmen zu entdecken.

 

Thermo-Luftaufnahmen können korrekten Betrieb einer neuen Photovoltaik-Anlage nachweisen

Mit Hilfe der luftgestützten Zustandsanalyse soll der meteocontrol-Check durch rechtzeitiges Erkennen von Veränderungen eine hohe Anlagenverfügbarkeit ermöglichen. Ertragsminderungen oder Ausfallzeiten der Anlage ließen sich durch proaktive Betriebsführung mit regelmäßigen Kontrollen auf ein Minimum reduzieren.

Zudem sollen Thermo-Luftaufnahmen bei Neuanlagen den schnellen Nachweis des korrekten Betriebs ermöglichen. „Wir empfehlen unseren Kunden, nach Abschluss der Montage und vor Ablauf der gesetzlichen Gewährleistungsfrist die Photovoltaik-Anlage mit Thermokameras auf Mängel zu überprüfen, die durch mechanische Belastungen beim Transport oder Aufbau entstehen können. Defekte können dann noch rechtzeitig aufgedeckt und im Rahmen der Gewährleistung behoben werden“, sagt Dr. Daniel Faltermeier, Leiter Technische Due Diligence PV bei meteocontrol.

 

Schnelle und preisgünstige Diagnose von PV-Anlagen

Zu den wesentlichen Vorteilen der Luftüberwachung gegenüber einer Bodenkontrolle zählt laut meteocontrol der deutlich geringere Zeitbedarf: Für das Scannen und Messen einer Anlage mit 20 MWp Leistung mittels Helikopter und Thermo-Kamera kalkuliert das Unternehmen etwa vier Stunden. Die Prüfung der Anlage vom Boden aus erfordere im Vergleich dazu mehrere Tage.

Zur Ermittlung verwertbarer Daten sei außerdem eine konstante Sonneneinstrahlung im Prüfzeitraum notwendig. Dies sei in Deutschland nur an wenigen Tagen im Jahr in Folge gewährleistet, mache die Bodenkontrolle gegenüber einem Hubschrauber-Check schwerer planbar und binde Personalkapazitäten über einen längeren Zeitraum. „Bei größeren Anlagen ab 20 MWp ist der Zeitfaktor entscheidend, da Kunden auf das Prüfungsergebnis ihrer Anlagen beispielweise im Rahmen einer technischen Abnahme in der Regel keine zwei Monate warten wollen, bis der Anlagen-Check abgeschlossen ist“, sagt Dr. Faltermeier.

 

Helikoptereinsatz lohnt sich bei Anlagen ab 3 MWp

Für die Prüfung einer Anlage mit 20 MWp aus der Luft veranschlagt meteocontrol etwa 20.000 – 30.000 Euro. „Der Helikoptereinsatz kann sich aber bereits bei Anlagen ab 3 MWp lohnen, je nach Lage der Anlage und Häufigkeit der Defekte“, so Dr. Faltermeier. „Aber auch eine Befliegung kleinerer Anlagen mit wenigen kWp kann preislich interessant sein, sofern etwa 20 bis 30 Anlagen räumlich nah zueinander liegen und sich zu einem Cluster zusammenfassen lassen“.

Gegenwärtig überwacht meteocontrol nach eigenen Angaben weltweit rund 23.000 Photovoltaik-Anlagen mit einer Gesamtleistung von 3,8 GWp. Der Marktanteil von meteocontrol bei der Online-Überwachung von Photovoltaik-Anlagen betrug, bezogen auf die weltweit installierte Leistung, Ende 2010 circa 9,6 Prozent, der Wert in Europa lag bei 13 Prozent. Der Marktanteil bei professionell überwachten Anlagen erreichte 19,2 Prozent, in Europa sogar 26 Prozent, heißt es in der Pressemitteilung.

 

 

 

19.12.2011 | Quelle: meteocontrol GmbH | solarserver.de © Heindl Server GmbH

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